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2594/2017

Braunkohlegranulat-Wirbelschichtfeuerung des Heizkraftwerkes (HKW) der RheinEnergie in Köln-Merkenich

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 24.08.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 12.10.2017, TOP 8.1

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

5446 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/V/7 
 
Vorlagen-Nummer  24.08.2017 
 2594/2017 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 14.09.2017 
 
Braunkohlegranulat-Wirbelschichtfeuerung des Heizkraftwerkes (HKW) der RheinEnergie in 
Köln-Merkenich (AN/1984/2016) 
Nachfragen zur Beantwortung der Anfrage (0013/2017) in der Sitzung vom 2.2.2017 
SE Herr Hübner merkt kritisch an, dass die Fragen 1 und 2 aus Sicht der Fraktion Die Linke nicht 
beantwortet seien.  
 
Zu Frage 1 bitte man, die Schadstoffmissionen von Kohlendioxid, Stickoxid und Feinstaub (in g) 
aufzulisten, welche auf die Braunkohleverbrennung im Heizkraftwerk Köln-Merkenich zurückgin-
gen.  
 
Zur Antwort auf Frage 2 seien für das Argument der Unabdingbarkeit des Braunkohlekessels 
aufgrund der Auslastung aller Erzeugungseinheiten in Zeiten höherer und hoher Last in der küh-
leren Jahreszeit keine Belege erbracht worden. Daher wolle man wissen, wie hoch die maximale, 
pro Stunde von den Kunden bezogene Dampfmenge in Tonnen sei und wie hoch die durch-
schnittliche, pro Stunde an die Kunden gelieferte Dampfmenge für die Monate November bis 
Februar in Tonnen sei.  
 
Ausschussvorsitzender RM Herr Struwe schlägt vor, die Fragen schriftlich zu spezifizieren und 
über die Schriftführung des Ausschusses die RheinEnergie um eine detaillierte Antwort zu bitten. 
Sowohl Herr Hübner, als auch Herr Dienhart von der RheinEnergie sind mit diesem Vorschlag 
einverstanden.  
 
Die RheinEnergie bezieht zu den Fragen wie folgt Stellung: 
 
Zu 1) 
Emissionsdaten Kessel 6 (2016) 
 
Parameter Spezifische Emission 
Kohlendioxid 565,8 g/kWhNutzenergie 
Stickoxide 0,3789 g/kWhNutzenergie 
Staub (gesamt) 0,0036 g/kWhNutzenergie 
 
Hinweise: 
Die Angaben zur Emission von Kohlendioxid wurden dem Stand der Technik entsprechend rechne-
risch ermittelt. Hierbei wurde der Emissionsfaktor für Wirbelschicht-Braunkohle Rheinland mit 0,098 
Tonnen CO2/Giga-Joule zugrunde gelegt (Angaben laut der Stoffliste der Deutschen Emissionshan-
delsstelle im Umweltbundesamt). Die Angaben zu Stickoxiden und Staub wurden über die kontinuier-
lichen Aufschreibungen des behördlich zugelassenen Emissionsrechners ermittelt. Die Angabe zu 
Staub bezieht sich auf den Gesamtstaub, eine separate Feinstaubmessung existiert nicht. Die spezi-
fischen Emissionen beziehen sich auf die Summe der im Berichtsjahr 2016 von Kessel 6 erzeugten

2 
 
thermischen und elektrischen Nutzenergie. 
 
Zu 2  
Der Prozessdampfbedarf unserer Industriekunden ist abhängig von der Jahreszeit und vom aktuellen 
Bedarf der jeweiligen Produktionsbetriebe und schwankt daher sowohl im Jahresrhythmus als auch 
kurzzeitig - zum Teil deutlich - im Tagesverlauf. 
Die in Summe von unseren Prozessdampfkunden benötigte Dampfmenge beträgt bis zu ca. 270 t/h.  
Zusätzlich zu den genannten Dampfmengen müssen die Erzeugungsanlagen den Wärmebedarf der 
Fernwärmekunden abdecken, der analog zum Prozessdampfbedarf jahreszeitlichen und stundenwei-
sen Schwankungen unterliegt. 
Die Vorhaltung der am Standort HKW Merkenich installierten Dampferzeugungskapazitäten wird zur 
planmäßigen Abdeckung dieses Gesamtbedarfs sowie zur Absicherung (Redundanz) benötigt. Kes-
sel 6 ist hierbei als größte Erzeugungsanlage maßgeblicher Garant für die Verfügbarkeit der Wärme-
lieferungen. 
 
Auch die durchschnittlich von unseren Kunden benötigten Prozessdampfmengen unterliegen 
Schwankungen. Hier ist es von entscheidender Bedeutung, ob es einen kalten oder milden Winter 
gibt und wie die Auslastungen der Produktionskapazitäten unserer Industriekunden sind.  
Der rechnerische Mittelwert über die Monate November bis Februar liegt bei bis zu ca. 160 t/h, wobei 
der mittlere Bedarf in den einzelnen Monaten durchaus um bis zu 50 t/h differieren kann.  
Die o. g. Ausführungen zur zusätzlich zu liefernden Fernwärme und den vorhandenen Anlagenkapazi-
täten gelten analog.  
Wir möchten an dieser Stelle ergänzen, dass wir auch aus eigenem Interesse ständig an einer Opti-
mierung der Anlagenfahrweisen arbeiten, um die Nutzungsgrade der Anlagen auf höchstmöglichem 
Niveau zu halten. Parallel dazu halten wir die in den letzten Jahren deutlich verschärften Emissions-
grenzwerte immer sicher ein. Sowohl die Durchführung der wiederkehrenden Emissionsmessungen 
als auch die regelmäßige Überprüfung des Messequipments erfolgt durch unabhängige Sachverstän-
dige. Die Mess- und Prüfberichte werden der zuständigen Aufsichtsbehörde (Bezirksregierung Köln) 
zur Verfügung gestellt. 
Aufgrund der hochkomplexen technischen Zusammenhänge innerhalb des Anlagenparks im HKW 
Merkenich bedarf es eines professionellen Managements, um die erforderliche Versorgung aller Pro-
zessdampf- und Fernwärmekunden zu jeder Zeit sicherzustellen. Unsere entsprechend qualifizierten 
Mitarbeiter im Kraftwerkseinsatzmanagement und im operativen Anlagenbetrieb arbeiten ständig da-
ran, diese anspruchsvollen Aufgaben optimal zu lösen. 
Eine losgelöste Fragestellung zu maximalen und durchschnittlichen Verbrauchsmengen ohne Be-
rücksichtigung aller technischen, gesetzlichen und letztlich auch wirtschaftlichen Randbedingungen, 
die unser Tun und Handeln bestimmen, ist aus unserer Sicht hier nicht zielführend. 
Wir sind gerne bereit, Ihre Fragen im persönlichen Gespräch zu beantworten und Ihnen die o. g. Zu-
sammenhänge zu verdeutlichen. 
 
 
 
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

12.10.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
2594/2017
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
24.08.2017
Erstellt
21.08.2017 12:30