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2023/0103

Freiraumkonzept für den Siedlungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 16.03.2023

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Punkt 32: Freiraumkonzept für den Siedlungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 (V-Nr. 2023/0103) 
 
Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

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Anlage 1

2023/0103

12863 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
22.03.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0103 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 551050 
Kostenstelle:  067-010-1100 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5510-51 Sachkonto: 6779300 
 
Betreff: Freiraumkonzept für den Siedlungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 16.03.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Erarbeitung eines Freiraumkonzeptes für den Siedlungsbereich der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt als eine Maßnahme zur Umsetzung des Masterplans DA 
2030+ wird zugestimmt.  
2. Die Kosten für das Freiraumkonzept werden aus allgemeinen Planungsmitteln beim 
Grünflächenamt aus den im Haushalt 2023 und 2024 etatisierten Mitteln finanziert.  
 
 
Anlagen: Anlage 1: Umring des Projektgebietes: Siedlung und Siedlungsrand  
Anlage 2: Kostenschätzung der Planungsleistungen  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.03.2023 
 
 
Aufgabenstellung für das Freiraumkonzept: 
Zur freiraumplanerischen Umsetzung der Ziele des Masterplans DA 2030+ wird für den 
Siedlungsraum der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Freiraumkonzept entwickelt. Das 
Gesamtkonzept setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:  
 
1_Bestandserfassung 
2_Analyse und Bewertung 
3_Planung 
 
Im Gesamtergebnis aller drei Bausteine ist das Freiraumkonzept die Planebene, in der die 
groben Ziele und Strukturen des Masterplans DA 2030+ konkretisiert und vertieft werden. Es 
handelt sich um eine sektorale Rahmenplanung, die über die rechtlichen Planwerke 
(Flächennutzungsplan, Landschaftsplan, Grünordnungspläne) hinaus ein informelles 
Instrument zur Erhaltung und Entwicklung aller städtischen Freiräume darstellt. Bestand und 
Entwicklungsmöglichkeiten werden dabei räumlich konkret verortet. Das Freiraumkonzept soll 
künftig bei städtebaulichen Projekt- und Standortplanungen herangezogen werden, um den 
Freiraumbestand sowie die konkreten, potentiellen Erweiterungs- und Vernetzungsflächen zu 
sichern. Die Darstellungsebene wird mit M 1:5.000 bis M 1:2.000 (Lupen) größer als der 
Landschafts- und Flächennutzungsplan sein.  
 
Kernziele des Freiraumkonzeptes sind: 
• Sicherung und Qualifizierung der grünen und blauen Infrastruktur 
• Schaffung neuer Grün- und Freiflächen 
• Verbindung der Grünflächen und Freiraumstrukturen innerhalb der Stadt 
• Vernetzung des Stadtgrüns mit der freien Landschaft 
 
Nutzen des Freiraumkonzeptes sind: 
• Grundlage für politische Entscheidungen 
• Gestaltung der Klimaanpassung 
• Räume für Stadtnatur und Biodiversität sichern 
• Freizeit- und Erholungsangebot an geänderte Anforderungen anpassen 
• Planungshilfe im Alltagshandeln 
 
 
Herleitung / Begründung zum Freiraumkonzept: 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt zählte mit ihrem Bevölkerungszuwachs bis zum Jahr 2020 
zu einer der schnell wachsenden Städte im Bundesgebiet. Es ist davon auszugehen, dass 
dieser Trend anhält, wenn möglicherweise auch etwas verlangsamt. Der damit einherg ehende 
Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur wird bisher vor allem durch Innenverdichtung gedeckt. 
Dabei ist Darmstadt in einer komfortablen Situation und konnte bereits rd. 80 ha 
Konversionsfläche in Wohnsiedlungen umwandeln. Um den zukünftigen 
Stadtentwicklungsprozess weiterhin planerisch zu steuern und Ziele zu definieren, wurde der 
Masterplan DA 2030+ (Stadt Darmstadt 2020) im Dialog mit der Bürgerschaft erarbeitet.  
 
Um in diesen dynamischen Prozessen die Anforderungen an gesunde Lebens- und 
Arbeitsverhältnisse für die Menschen nachhaltig sicherzustellen, die Anpassung an den 
Klimawandel machbar zu gestalten, der Stadtnatur Räume zu erhalten und diese zu vernetzen,

- 4 - 
ist ein handlungsorientiertes Konzept für die Erhaltung und Entwicklung der grünen und bla uen 
Infrastruktur in Darmstadt nötig.  
Eine zentrale Maßnahme zur Umsetzung des Masterplans DA 2030+ ist daher ein 
Freiraumkonzept für den Siedlungsraum zu erarbeiten. 
 
Der Masterplan DA 2030+ definiert eine grünräumliche Entwicklung als Zielkonzept im 
Maßstab 1:25.000. Ein Kernstück dieses planerischen Leitbildes ist das „Grüne Band“ als 
ringförmige Vernetzung, das durch lineare Verbindungsstrukturen ergänzt wird. 
Bestandsgrünanlagen und Grünzüge schaffen so ein grünes Netzwerk, das vom Zentrum bis in 
die umgebende Landschaft führt. 
 
Ausschnitt Masterplan DA 2030+: 
 
Ziele und Strategien des Masterplans, aus denen sich das Freiraumkonzept als Maßnahme 
ableitet, sind u.a.: 
• Doppelte Innenentwicklung 
• Stadtnatur und Klima nachhaltig schützen 
• Grüne Infrastrukturen erweitern und vernetzen 
• Landschaftsräume besser zugänglich machen 
 
Im Masterplan DA 2030+ sind entsprechende Ziele und Strategien im Kapitel „Darmstadt nutzt 
seine Ressourcen und Flächen verantwortungsvoll“ anschaulich beschrieben (vgl. Masterplan 
DA 2030+ Seite 42 ff).  
 
Mit der Darstellung von Quartieren, deren Grünraumversorgung zu verbessern ist, der 
Verortung von Übergängen in die freie Landschaft, der Benennung von drei Schlüsselräumen , 
in denen die Freiräume eine wesentliche Rolle spielen und zahlreicher weiterer Maßnahmen zur 
Qualifizierung der grünen Infrastruktur bietet der Masterplan DA 2030+ ein schlüssiges 
übergeordnetes Gesamtkonzept. 
 
In der Umsetzung der genannten Zielplanung des Masterplans DA 2030+ soll das 
Freiraumkonzept ein Instrumentarium bieten, das im administrativen Alltagshandeln 
ämterübergreifend Orientierung bietet und als politische Entscheidungsgrundlage dient.

- 5 - 
Im Masterplan DA 2030+ wurde zu diesem Zweck das Freiraumkonzept auch als 
Planungsinstrument in den „Maßnahmen zur Umsetzung der Strategien“ (vgl. Masterplan DA 
2030+ Seite 64ff und 100f) verankert.  
 
Im gesamtstädtischen Landschaftsplan im Maßstab 1:10.000, der als sektorale Fachplanung 
2004 beschlossen wurde, sind sowohl die Landschaftsstrukturen im Außenbereich abgebildet, 
als auch wertvolle planerische Aussagen für den Siedlungsraum getroffen. Innerstädtisch sind 
die vorhandenen und entwicklungsfähigen Grünstrukturen u.a. durch die Ausweisung von 
vierzehn innerstädtischen Grünzügen und achtzehn Grünverbindungen dargestellt. Das 
Freiraumkonzept wird auch auf dieser Planung aufbauen und die Grünstrukturen für den 
Siedlungsraum konkretisieren. 
 
Sachstand der Bearbeitung des Freiraumkonzeptes  
Im September 2021 wurden die Ziele und Inhalte des Freiraumkonzeptes mit den Fachämtern 
erörtert und Anregungen eingearbeitet.  
 
Im Frühjahr 2022 lagen die ersten Zwischenergebnisse des Forschungsvorhabens „Stadtnatur 
erfassen, schützen, entwickeln: Orientierungswerte und Kenngrößen für das öffentliche Grün“ 
(Blum et al. 2023: Naturschutzfachliche Begleitung der Umsetzung des Masterplans 
Stadtnatur. BfN-Schriften: Bonn - Bad Godesberg) vor. Diese Ergebnisse haben zu einer 
weiteren Anpassung der Ziele und Inhalte des Freiraumkonzeptes geführt. Unter anderem 
wurde die quantifizierbare, digitale Erfassung der öffentlichen Grünflächen abgekoppelt und als 
erster Bearbeitungsschritt dem weiteren Konzept vorangestellt. Hierbei werden ausschließlich 
die überwiegend bereits vorhandenen Daten zu Freiräumen und Stadtbäumen 
zusammengeführt und aktualisiert.  
 
 
Inhalte und Struktur des Freiraumkonzeptes:  
 
Erster Teil: Bestandsaufnahme 
Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erhielt der GIS-Dienstleister UMGIS GmbH, 
Darmstadt, im Oktober 2022 den Auftrag, alle bereits vorhandenen Daten zu den 
innerstädtischen Freiräumen in einer digitalen Plattform für das städtische GIS -System 
Geomedia zusammenzuführen und die Daten mit den Fachabteilungen zu aktualisieren und zu 
verifizieren. Dieses Projekt läuft zurzeit und wird voraussichtlich bis Ende Mai 2023 einen 
Ergebnisstand erreichen, der im Geomedia SmartClient für alle SmartClient Nutzer*innen 
einsehbar sein wird.  
 
In diesem ersten Projektteil werden die öffentlichen Grünflächen sowie weitere öffentliche 
Freiflächen wie Stadtplätze oder Parkplätze in ihrer Lage und Fläche erfasst und den 
sogenannten Objektarten (Park, Spielplatz, Straßengrün, Stadtplatz etc.) zugeordnet.  In der 
Verwendung der Begriffe bedeuten: Grünflächen (z.B. Park, Straßenbegleitgrün) + Freiflächen 
(z.B. versiegelter Stadtplatz) = Freiraum.  
 
Es handelt sich um mehr als 1.500 Einzelobjekte mit rd. 50.000 Stadtbäumen. Zur Erfassung 
und Überprüfung dienen die bereits vorhandenen Daten in überwiegend digitaler Form sowie 
die True Orthofotos aus 2021. Die Erfassung erfolgt für den Siedlungsraum der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihrer Stadtteile zuzüglich des Siedlungsrandes in einer 
Tiefe von ca. 200 m. Im Siedlungsrand werden die Biotop- und Nutzungstypen nachrichtlich 
übernommen, um den Übergang zur freien Landschaft zu dokumentieren. Der konkret 
bearbeitete Umring ist im Lageplan in der Anlage 1 dargestellt. Es handelt sich insgesamt um

- 6 - 
eine Fläche von 5.400 ha (44 % der Gesamtfläche der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Darmstadt), davon sind rd. 3.900 ha besiedelte Fläche und 1.500 ha Siedlungsrand.  
Die Ergebnisse aus dieser Bestandsaufnahme bilden eine wesentliche Grundlage für den 
zweiten Teil des Freiraumkonzeptes und können für andere, bereits laufende Arb eitsprozesse 
verwendet werden. 
 
Zweiter Teil: Analyse, Bewertung, Planung 
Für den zweiten Teil des Freiraumkonzeptes erfolgt eine öffentliche Ausschreibung. Die 
Bearbeitungszeit wird etwa 12 Monate betragen. 
 
Analyse und Bewertung  
Für die Analyse zur Freiraumversorgung werden zunächst Orientierungswerte / Kennziffern 
definiert und die methodische Herangehensweise festgelegt. Hierzu dienen als Grundlage das 
o.g. Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Stadtnatur erfassen, schützen, entwickeln…“ 
(Blum et al. 2023) sowie Beispiele aus anderen Städten wie z. B. Freiburg, Nürnberg, Zürich.  
 
Kriterien, die aus der Bestandserhebung abgeleitet werden und für die Orientierungswerte / 
Kennziffern weiterverarbeitet werden können, sind z.B.:  
• Versorgung der Bürger*innen mit Freiräumen 
• Erreichbarkeit von Freiräumen 
• Ausstattung mit Straßenbäumen 
• Grünraumvolumen 
• Vernetzung der Freiräume 
• Klimawirksamkeit von Freiräumen 
• Biodiversitätspotential der Freiräume 
 
Die endgültige Festlegung der anzuwendenden Kriterien, Indikatoren sowie die Ableitung der 
Orientierungswerte / Kennziffern erfolgt im Laufe des Arbeitsprozesses in Abstimmung 
zwischen dem Grünflächenamt, den beteiligten Fachämtern und dem zu beauftragenden 
Planungsbüro. 
 
Planung: Entwicklung eines gesamtstädtischen Freiraumsystems 
Im Planungsteil werden die übergeordneten, freiraumplanerischen Leitlinien aus dem 
Masterplan DA 2030+ in Verbindung mit den Ergebnissen aus Bestandsaufnahme, Analyse und 
Bewertung in eine Zielplanung überführt. In diesem gesamtstädtischen Freiraumsystem 
werden die Freiräume zur Erhaltung und die Freiräume zur künftigen Entwicklung definiert. 
Grundlage für das Maß der künftigen Entwicklungsräume bilden die zuvor ermittelten 
Orientierungswerte, in denen unter anderem der Versorgungsgrad und die Funktionalitäten 
bewertet wurden. Die Darstellung erfolgt in Karten im Maßstab 1:5.000 und ist in der 
Überlagerung mit der Liegenschaftskarte möglichst parzellenscharf. 
 
Für die Einbindung des Freiraumkonzeptes in gesamtstädtische Planungsprozess e werden 
Prioritäten formuliert, die sich z.B. auf Dringlichkeit, mittelfristige Machbarkeit o.a. beziehen. 
Anhand der Prioritäten werden Bereiche identifiziert, deren Entwicklungsmöglichkeiten 
exemplarisch in fünf Lupen im Maßstab 1:2.000 ausgearbeitet werden. 
 
Darüber hinaus wird ein Maßnahmenkatalog in textlicher Form erarbeitet sowie konkrete 
Handlungsschritte und Empfehlungen zur Implementierung des Freiraumkonzeptes in 
künftiges Verwaltungshandeln ausgearbeitet.

- 7 - 
Interne und externe Kommunikation: 
Die Arbeitsergebnisse werden mit den Fachämtern abgestimmt. Meilensteine sind hierbei die 
Ergebnisse des Analyse- und Bewertungsteils und der Entwurf der parzellenscharfen 
Entwicklungs- und Maßnahmenplanung. Über den Entwurf des gesamten Freiraumkonzeptes 
wird in einer öffentlichen Bürger*innen-Veranstaltung informiert. 
 
Kosten: 
Die geschätzten Gesamtkosten sind in der datenschutzrechtlichen Anlage dargestellt.  
 
 
 
Dezernat III Dezernat IV 
 
 
 
 
Michael Kolmer    André Schellenberg  
Stadtrat Stadtkämmerer

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Punkt 11: Freiraumkonzept für den Siedlungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 (V-Nr. 2023/0103) 
 
Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz empfiehlt der 
Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltung: FDP-Fraktion

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Punkt 19: Freiraumkonzept für den Siedlungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 (V-Nr. 2023/0103) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, 
der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: FDP

Beratungsverlauf (4)

TOP 151
TOP 11
TOP 19
TOP 32

Details

Vorlagen-Nr.
2023/0103
Typ
Magistratsvorlage
Datum
16.03.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00