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SV-2026/0009

Antrag des Stadtv. Klett (fraktionslos) vom 4. Februar 2026 betr. Cindy-S

Antrag 09.02.2026

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SV-2026/0009

4258 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2026/0009 
 
 
Antrag des Stadtv. Klett (fraktionslos) vom 4. Februar 2026 
betr. Cindy-S 
 
 
Stadtverordneter Helmut Klett    Datum: 04.02.2026 
 
Antrag zu „Cindy-S“  
fraktionsbefreit, 
Die Stadtverordnetenversammlung steht hinter folgenden Formulierungen:   
 
Sie sieht in „Cindy S“ die Bestärkung der Flugroutenoptimierung als Maßnahme des aktiven 
Schallschutzes. 
Der Magistrat wird beauftragt, gegenüber dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) 
und der Fluglärmkommission (FLK) folgende Position der Wissenschaftsstadt Darmstad t zu 
vertreten: 
 
1. Bestätigung der Entlastungswirkung:  
Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die messbare und deutliche Lärmentlastung für 
die rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den nördlichen Stadtteilen Arheilgen und 
Kranichstein. Die Reduktion des Mittelungspegels und das Wegfallen direkter Überflüge 
über dicht besiedeltem Gebiet stellen einen signifikanten Erfolg für die gesundheitliche 
Prävention von Tausenden dar. 
2. Primat der Betroffenenzahlen:  
Aus ethischer Sicht stützt die Stadt Darmstadt das utilitaristische Prinzip des aktiven 
Schall-schutzes. Die Route „Cindy-S“ reduziert die Gesamtzahl der hochgradig 
fluglärmbelasteten Personen in der Region erheblich. Eine Rückkehr zur alten „AMTIX kurz“ -
Route würde erneut eine soziale Ungerechtigkeit zementieren, da sie die dichteste 
Besiedlung direkt überfliegt. Routen sollen dort verlaufen, wo statistisch weniger Menschen 
betroffen sind. Eine Rückab-wicklung von „Cindy S“ würde bedeuten, den Lärm bewusst 
wieder in dichter besiedelte Gebiete zurückzuverlagern. Darmstadt muss seine Position 
daher als Wahrnehmung von Drittschutzinteressen seiner Bürger festigen, um in der finalen 
Entscheidung Ende 2026 ein gewichtiges Argumentationsgewicht zu behalten. 
3. Anerkennung der technischen Präzision:  
Die Nutzung moderner satellitengestützter Navigationsverfahren (PBN) wird als notwendiger 
Fortschritt gewertet. Die präzise Kurvenführung ermöglicht erst die Umgehung sensibler 
Infrastrukturen wie Schulen und Seniorenheime in Arheilgen. 
4. Solidarität:  
Die Stadtverordnetenversammlung äußert Bedauern über die teils heftige Kritik aus 
Nachbargemeinden, die von der neuen Route stärker betroffen sind. Man verlangt indes 
keinen überzogenen Altruismus! Man möge dort bedenken, dass die zuvor von „Amtix-kurz“ 
betroffene Bevölkerung diese Route aufoktroyiert bekamen und seit 1984* darunter leiden.  
Von diesem Zeitpunkt an wehren sich die Betroffenen und es ist keineswegs so, wie 
teilweise lapidar oder sogar zynisch formuliert wurde, dass man sich ja inzwischen in 
Arheilgen und Kranichstein seit Jahrzehnten daran gewöhnt habe. 
5. Optimierung 
Die damalige, etwas euphemistisch genannte „Minimal Noice Route“, sollte darauf 
hinweisen, dass dies die lärmärmste Route mit den wenigsten Betroffenen bei den 
damaligen Navigations-möglichkeiten ist. Nimmt man diesen Begriff weiterhin ernst, sind 
durch neuere Navigations-möglichkeiten andere Routenführungen denkbar. Genau dieser 
Verpflichtung wird jetzt nachge-gangen und eine neue „Minimal-Noice-Route“, nämlich 
Cindy-S wird getestet 
6. Entscheidung:  
Der Probebetrieb wird bis Ende 2026 wissenschaftlich begleitet. Erst danach entscheidet 
die Fluglärmkommission über eine dauerhafte Beibehaltung. Die Stadt Darmstadt vertraut 
darauf, dass diese Entscheidung nach objektiv darstellbaren Kriterien ausfällt. 
7. Die Stadt Darmstadt anerkennt die zusätzliche Belastung für die Nachbarkommunen.  
Die Fürsprache für „Cindy S“ ist daher mit der Forderung verknüpft, weitere lärmmindernde 
Maßnahmen (z.B. erhöhte Anflugwinkel, Optimierung der Steigprofile, Ausweitung

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Nachtflug-verbot, Lärmminderung an den Maschinen selbst) kontinuierlich zu prüfen und 
ggf. anzu-wenden, um die Belastungsspitzen in den neuen Korridoren zu minimieren. 
8. Zielsetzung:  
Die Route „Cindy S“ ist nach Ablauf des Probebetriebs und positiver Bewertung als 
reguläres Flugverfahren festzuschreiben, um die erreichte Lebensqualität im Darmstädter 
Norden dauerhaft zu sichern. 
 
*War eine Info-Veranstaltung am 15.Mai 1984 im Hotel „Weißer Schwan“ in Arheilgen, bei der 
die ursprüngliche Flugroute „AMTIX kurz“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2026/0009
Typ
Antrag
Datum
09.02.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00