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2025/0065

Grundsatzbeschluss: Sozial- und Betriebsgebäude Alter Friedhof

Magistratsvorlage 24.02.2025

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2025/0065

10836 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.02.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0065 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 55310 
Kostenstelle:  067-060-2000 Investitionsnummer:  16067-5103 
Kostenträger:  5530-10 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Grundsatzbeschluss: Sozial - und Betriebsgebäude Alter Friedhof 
 
Vorlage vom: 2 4.02.2025 
 
Beschlussvorschlag : 
1. Dem Planungsprozess für den Umbau des Sozial - und Betriebsgebäudes Alter Friedhof, 
gemäß der Variante C der Machbarkeitsstudie, auf den Grundstücken Herdweg 105 und 
107, wird zugestimmt.  
2. Die Vergabe der Planungsleistungen der LP 1 -3 wird beschlossen.  
3. Die für die Planung nötigen Haushaltsmittel sind in den Haushaltsjahren 2025/2026 
vorgesehen. 
 
Anlagen:  Anlage 1 Aufgabenstellung_MS  
Anlage 2 Machbarkeitsstudie  
Anlage 3 Stellungnahme IDA  
Anlage 4 Stellungnahme KVB  
Anlage 5 Stellungnahme DMA  
Anlage 6 Historische Entwicklung  
Anlage 7 Grobe Kostenschätzung datenschutzrelevant

- 2 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.02.2025 
 
Hintergrund 
Die bestehenden Betriebsgebäude des Alten Friedhof s erfüllen die rechtlichen 
Verpflichtungen des Arbeitsschutzes und der sicherheitstechnischen Vorschriften nicht mehr. 
Die gesamte Gebäudesubstanz ist bautechnisch, haustechnisch und energetisch 
sanierungsbedürftig und verursacht dadurch hohe Kosten im Gebä udebetrieb.  
Eine Vergrößerung der Flächen, insbesondere im Bereich der Verwaltung, die in den 80er 
Jahren nicht vorgesehen war und veränderte Nutzungszusammenhänge  verstärken die 
Dringlichkeit der Maßnahme.    
Da die Umsetzung der rechtlich und bautechnisc h verbindlichen Maßnahmen bereits zu 
großen Eingriffen führt, ist es effizient und wirtschaftlich für die Planung den gesamten 
Gebäudebestand mit einzubeziehen, um mögliche Synergieeffekte zu erarbeiten.  
Die Kapelle des Alten Friedhof ist als Einzeldenkmal  und aufgrund der eigenständigen und 
unveränderten Nutzung von der Maßnahme ausgenommen.  
 
Ziel 
Übergeordnetes Ziel der Planung ist die Schaffung eines optimierten und effizient 
funktionierenden Betriebsgebäudes auf den begrenzten und unter Denkmalschutz st ehenden 
Flächen des stadthistorisch bedeutenden Alten Friedhofs.  
Ziel ist die Ertüchtigung/Erneuerung der Haustechnik. Dabei gilt es den ermittelten 
geänderten Flächenbedarf zu ermöglichen und auch die bauliche Situation an neue 
Entwicklungen der Bestattu ngskultur anzupassen.  
 
Grundstücke und Gebäude  
Der Alte Friedhof ist der historisch bedeutendste Friedhof Darmstadts. Seit 1828 besteht der 
Alte Friedhof auf den heutigen Flächen und wurde bis 1894 mehrmals erweitert. Im Jahr 
2028 findet das 200-jährige Jubiläum des Friedhofs statt.  
Die gesamte Liegenschaft des Alten Friedhofs umfasst 13,5 ha und befindet sich im Besitz 
der Stadt Darmstadt. Zahlreiche Ehrengräber und Denkmäler befinden sich hier.  
Die bebaute Fläche auf den Eckgrundstücken Herd weg 105 und 107 beträgt, ohne die 
Aussegnungshalle, rund 650 qm.  
 
Zustand der Gebäude  
Die Gebäudeteile auf den Grundstücken sind in einem schlechten baulichen Zustand. Ein 
Umstand, der sich aus der Errichtung ‚mit einfachen Baustoffen‘ vor 45 Jahren und de n 
geringen Sanierungsmaßnahmen ergibt.  
Mit Beteiligung der Ämter Grünflächenamt, Amt für Klimaschutz und Klimaschutzanpassung, 
Untere Denkmalschutzbehörde und Eigenbetrieb für Immobilienmanagement Darmstadt 
wurden die Gebäude untersucht, die funktionalen A bläufe besprochen und als 
Projektvorbereitung aufgearbeitet.  
 
Gemeinsam wurde die Aufgabenstellung für die Machbarkeitsstudie erarbeitet und hier alle 
Anforderungen und Ideen zusammengefasst (Anlage 01: Aufgabenstellung zur Erstellung 
einer Machbarkeitsstu die) 
 
Machbarkeitsstudie  
Durch IDA/Grünflächenamt wurde im Rahmen einer Volumenstudie, erstellt durch Bialucha  
Architekten, geprüft, inwieweit eine Änderung der Gebäudesubstanz funktionelle und 
bautechnische Probleme effizienter lösen würde. Diese Neuordnung der Nutzungsbereiche 
wurde in einem gemeinsamen Termin mit der Unteren Denkmalschutzbehörde erarbeitet.

- 4 - 
Eine detaillierte Betrachtung im Umgang mit dem Gebäudebestand erfolgt im Rahmen der 
weiteren Planung.  
 
Es wurden verschiedene Varianten zur Nutzung der vorhandenen Flächen auf dem Alten 
Friedhof entwickelt. Vertieft bearbeitet wurden drei Varianten, zur Abst immung 
vorgeschlagen wird die Variante C. (Anlage 02- Machbarkeitsstudie ) 
 
Variante A – Aufstockung des Eckgebäude s und Errichtung eines zwei geschossigen Neuba us  
Variante B- Eingeschossiger Neubau an der Ecke Herdweg / Nieder -Ramstädter Straße und 
zusätzlicher zweigeschossiger Neubau  
 
Variante C – Zweigeschossiges Gebäude an der Ecke Herdweg / Nieder -Ramstädter Straße 
(nach Prüfung und Eignung Erhalt, Teilerhalt oder Neubau) und Erhalt der bestehenden 
Trauerhalle, Neubau der Fahrzeughalle als Erweiterung u nd Neubau der Verwaltungsfläche 
als Pavillon 
 
Bei gleichbleibenden Nutzungsanforderungen wurden folgende Themen im Rahmen der 
Volumenstudie betrachtet und in der Bewertung der Szenarien berücksichtigt:  
 
• Nutzung von grauer Energie (Bestand)  
• Optimierung der Energieeffizienz  
• Kompaktheit der Bebauung und Versiegelungsgrad  
• Restrukturierung historischer Bezüge  
• Bestehender Denkmalschutz  
• Anpassung an Friedhofsentwicklungen  
• Synergien von Flächen und Funktionen  
• Erhalt von Grünflächen und Gehölzen 
• Einbindung in die bestehende Friedhofsfläche  
• Optimierter und effizienter Bauablauf  
• Adressbildung des Alten Friedhofs im Stadtraum  
• Adressbildung der Dienste der Friedhofsverwaltung  
 
 
Konzept 
Neben den bereits genannten, verpflichtenden Gründen für die Maßnahme, ist ein weiteres 
Ziel der Neustrukturierung, die Bedeutung des historischen Eingangs, der Friedhofsallee und 
des Portals, als Eintrittstor auf den Friedhof zu stärken. Die zentral begleitend zur 
Trauerhalle angeordnete Verwaltung kann als Ans prechpartner vor Ort besser 
wahrgenommen werden, und fungiert damit als sichtbarer und direkt kontaktierbarer 
Ansprechpartner für die sonst eher im Hintergrund stattfindenden Unterhaltungstätigkeiten, 
die mit den Friedhofsgebühren finanziert werden.  
Durch die geplanten Änderungen wird zukünftig eine klare bauliche Unterscheidung der 
denkmalgeschützten Räume der Trauerhalle und den zum Betrieb des Friedhofs notwendigen 
Funktions- und Personalräumen geschaffen. Öffentliche und interne Vorgänge werden 
voneinander getrennt. Dies ermöglicht eine wirtschaftlich effizientere Strategie für die 
Errichtung, Bestandserhaltung, energetische Versorgung und Entwicklungspotential für die 
einzelnen Gebäudeschwerpunkte.  
 
Berücksichtigung des Klimavorbehalts im Bereich Hochba u (Magistratsvorlage 2023/0097)  
Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung wurde bei der Erstellung der 
Machbarkeitsstudie von Beginn an einbezogen und entsprechende Kriterien wurden bei der 
Variantenauswahl berücksichtigt (s. Stellungnahme Klimavorbehalt) . Die Erreichung der

- 5 - 
städtischen Ziele ist durch Anwendung der Leitlinien für den nachhaltigen Hochbau der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt in der weiteren Planung zu erwarten.  
 
Interimslösung 
Für die Bauzeit ist die Nutzung der Fläche des angrenzenden Parkplatzes als 
Baustelleneinrichtung nötig . Hierbei entfallen ca. 10 -15 Parkplätze über die gesamte 
Bauzeit.  
Die zum Beschluss vorgeschlagene Variante C gibt die Möglichkeit, durch einen 
vorgezogenen Teilabriss der Wartehalle und der Toilett en für Besucherinnen und Besucher 
die Errichtung der Interimscontainer, als Ersatz für die Bauzeit, auf dem Friedhofsgelände 
selbst zu ermöglichen. Nach Rückbau der Container können Anbindung und 
Fundamentierung für den Neubau des Verwaltungspavillons weit ergenutzt werden.  
 
Freifläche 
Entstehende Außenanlagen sollen an die historischen Vorbilder angelehnt werden und sich in 
die vorhandene Grünanlage einfügen. Der Alte Friedhof ist die größte Grünfläche im Zentrum 
von Darmstadt und hat neben ihrer klimatisch en Funktion eine wichtige Rolle als 
Rückzugsraum und Teil der Ruhefindung und Trauerarbeit.  
Der historische Baumbestand wird erhalten und wo möglich weiter ergänzt.  
 
Finanzierung 
Die Absicht für einen Umbau des Sozialgebäudes besteht bereits seit einigen Jahren, 2016 
wurden hier Mittel für Vorstudien zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung der weiteren 
Planung ist im Entwurf des Haushaltsplans 2025/2026 vorgesehen. Aufgrund der 
Dringlichkeit der Maßnahme soll unmittelbar nach Beschlussfassung die Planung fortgeführt 
werden. Verzögerungen der Planung verursachen eine Verzögerung der Gesamtmaßnahme 
und erhöhen die Wahrscheinlichkeit , dass kurzfristig Ersatzgebäude notwendig werden.   
 
Ausblick weiterer Prozess  
Aus den vorgenannten Gründen soll nach der Beschlussfassung der Planungsprozess weiter 
vorangetrieben werden. Die Planung der Leistungsphasen 1 -3 werden ausgeschrieben und 
vergeben. Gegebenenfalls werden hierfür weitere notwendig e Gutachten in Auftrag gegeben.  
 
Bauherr ist das Grünflächenamt, es ist budgetführend und unterschriftsberechtigt.  
Das Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) übernimmt die Bauherrnvertretung in Form 
des Projektmanagements (Projektsteuerung und Projektleitung ). 
Für den weiteren Prozess werden relevante Fachämter (insbesondere die Untere 
Denkmalschutzbehörde und das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung) in die 
Abstimmungen eingebunden.  
 
Nach Fertigstellung der Vorplanung und der dazugehörigen K ostenberechnung wird der 
Entwurf dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung erneut zum Beschluss 
vorgelegt. 
 
 
Dezernat III    Dezernat IV 
 
 
Michael Kolmer    André Schellenberg  
Stadtrat    Stadtkämmerer

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8104 Zeichen

Aufgabenstellung                                                                                        
 
 Seite 1 von 4 
Umbau / Neubau Betriebshof Alter Friedhof 
Aufgabenstellung Machbarkeitsstudie 
 
Sanierungsgründe 
 
Die bestehenden Betriebsgebäude des Alten Friedhof erfüllen die rechtlichen Verpflichtungen des 
Arbeitsschutzes und der sicherheitstechnischen Vors chriften nicht mehr. Um hier den gesetzlichen 
Zustand wieder herzustellen ist ein massiver Eingriff in die 45 Jahre alte gekommene Bausubstanz 
nötig.  
Da auch die Gebäudesubstanz bautechnisch, haustechnisch und energetisch sanierungsbedürftig 
ist und hohe Kosten im Gebäudebetrieb aufweist, soll geprüft werden, ob eine Erneuerung der 
Gebäude wirtschaftlich sinnvoller wäre als eine Sanierung. 
Auch eine veränderte funktionale Beziehung der Nutzungsbereiche Andienung Aussegnungshalle, 
Verwaltung mit Kundenkontakt, Betriebshof und Personal soll untersucht werden um die 
erforderlichen Nutzungen und Flächen möglichst effizient und funktional bereitstellen zu können. 
Der Alte Friedhof ist denkmalgeschützt. Einzeldenkmal ist im fraglichen Baufeld ist die Kapelle 
selbst, sowie die den ganzen Friedhof umgebende Mauer. Alle Planungen werden mit dem 
Denkmalschutz abgestimmt.  
 
Nutzungseinheiten 
Auf dem Gelände des Alten Friedhofs müssen unterschiedliche Nutzungseinheiten auf geringer 
Fläche unterkommen (Siehe auch Raumprogramm) 
 Aussegnungshalle  
 
 Betriebshof  
 
 Personalbereiche  
 
 Verwaltung  
 
Dauerhaft sind dort zwischen 15 und 20 Mitarbeitern vor Ort. Zuzüglich der externen Bestatter, 
Steinmetze und Gärtner. Diese Mitarbeiterzahl kann sich verändern, sowohl was die Anzahl betrifft, 
als auch die Zusammensetzung. 
Die erforderlichen baulichen Rahmenbedingungen für diese Nutzungseinheiten sind sehr 
unterschiedlich.  
Gleichzeitig ist aufgrund der begrenzten Fläche eine größtmögliche Flächeneffizienz anzustreben,

Aufgabenstellung                                                                                        
 
 Seite 2 von 4 
d.h. zu prüfen ob bestimmte Bereiche mehreren Nutzungen zur Verfügung gestellt werden können 
(Synergien). 
Insbesondere ist abzuwägen, ob die bestehenden Gebäude an Ort und Stelle erhalten werden sollten 
oder ob eine Neuanordnung entscheidende Vorteile bringen würde.  
Die Aussegnungshalle ist denkmalgeschützt und darf nicht verändert werden. Das Personalgebäude 
am Eck soll ebenfalls in seiner Kubatur erhalten werden. Möglicherweise kann hier auch in 
Anlehnung an die historischen Fotoaufnahmen ein zweites Geschoß angedacht werden.  
Das Tor (Einfahrt Herdweg) zwischen Verwaltung und Betriebshof ist die Hauptdurchfahrt für 
sämtliche Nutzfahrzeuge und muss als Durchfahrt funktional erhalten bleiben.  
Die Zugänglichkeit der einzelnen Bereiche ist mit zu berücksichtigen. Auf dem Friedhofsgelände 
bewegen sich die Gärtnerkolonne, die Friedhofsangestellten, die Bestatter, Kunden und externe 
Firmen wie Gärtner, Steinmetz etc.. 
Die öffentlich zugänglichen Bereiche und die Verwaltung müssen barrierefrei gestalten werden 
(Höhenunterschied zwischen Straße und Verwaltungsgebäude FOK ca. 40cm. Im Bereich des 
Betriebshofes ist aufgrund der körperlichen Arbeit nicht mit Mitarbeitern im Rollstuhl zu rechnen. 
Energetische und klimatechnische Möglichkeiten sind bei der Betrachtung besonders zu 
berücksichtigen 
 
 
Zusammenstellung der funktionalen Abläufe in den jeweiligen Nutzungsbereichen 
(Flächen: siehe Raumprogramm) 
Aussegnungshalle/Trauergang/Kühlräume 
Die Aussegnungshalle selbst ist nicht Teil der Aufgabenstellung. Jedoch ist der Vorbereitungs- und 
Andienungstrakt der Halle formal bislang dem Betriebshof zugeordnet.  
Folgende Abläufe sind hier zu tätigen: 
Anlieferung und (Lagerung) von Särgen 
Vorbereitung für das Begräbnis 
Lagerung von Dekoration und Mobiliar der Trauerfeiern 
Eigentlich erfolgt die Aufbewahrung der Särge bis zur Bestattung beim Bestatter, demnach sind die 
Kühlräume eine ‚Notlösung‘, Kühlräume sind technisch zu optimieren, die exakte Anzahl der vorzuhaltenden 
Möglichkeiten ist im weiteren Prozess abzustimmen. 
Anlieferung und Lagerung von Urnen  
Lagerung der Urnen aus einer aufgelassenen Urnenwand bis zum erneuten Begräbnis 
Während der Trauerfeiern warten hier ggf. der Pfarrer, Redner und Bestatter (Steuerung von Musik, 
Licht etc.), um dann den Sarg zur Bestattung auf den Friedhof zu begleiten (Platz für Sargwägen). 
Nebenräume: Putzraum, je nach sonstiger Erreichbarkeit auch ein WC

Aufgabenstellung                                                                                        
 
 Seite 3 von 4 
Betriebshof  
4-5 Stellplätze für PKW bzw. kleine Lastfahrzeuge und Grünpflegemaschinen erforderliche Stellfläche 
wie im Bestand. Die bestehende Raumhöhe von drei m ist ausreichend. Die Fahrzeuge benötigen 
eine Aufstellfläche, auf der sie im Freien gesäubert werden können. 
Lagerflächen für Ersatzteile, Maschinen und Werkzeug 
Lager für Bedarfsmaterial 
Kleingerätewerkstatt (Raum für die zugehörigen Batterien) 
Hier müssen auch diverse Betriebsstoffe gelagert werden (Benzin, Gasflaschen) 
 
Personalbereiche  
Grobschmutzentfernung im Außenbereich,  
Schmutzschleuse (Gitterrostboden) mit Schuhtrocknung (Schuhe und Mäntel) 
Umkleide, Dusche und WC 
In der Umkleide sind Trockenvorrichtungen für Uniformen/Kleidung wünschenswert. 
Im Sinne von Schwarz-Weiß Bereichen ist der Grad der Verschmutzung im Ablauf zu beachten. 
Aufgrund des veränderlichen Geschlechterverhälntnisses unter den Angestellten ist eine Duscheinheit 
mit kleiner Umkleide zu planen, die von Allen benutzt werden kann.  
Großer Personalraum mit Teeküche, der auch für Besprechungen verwendet werden kann benötigt. 
Der Personalraum soll als Pausen- bzw. Ruheraum genutzt werden und demnach nicht zu nah an 
den Betriebshofbereichen angesiedelt sein (insbesondere was externe Dienstleister angeht). 
 
Verwaltung 
Es sind drei Büros vorzusehen. 3 Bildschirmarbeitsplätze für die Aufseher, ein Büro für die  
stellvertretende Leitung und ein Büro für die leitende Friedhofsverwaltung. 
Kundenverkehr wird von dem 3er Büro ‚aufgefangen‘. Es soll aber keine Tresenfunktion entstehen.  
Die Kunden kommen auch unangemeldet, weshalb es einen Empfangs- und Wartebereich geben 
sollte. Den besonderen Umständen ist bei diesem Wartebereich Rechnung zu tragen. 
Um vertrauliche Kundengespräche durchführen zu können sind Besprechungsräume vorzusehen. 
Diese sind von Allen gemeinsam zu nutzen. Ein Besprechungsraum sollte etwas größer sein (ca. 10 
Personen), einer etwas kleiner (ca. 5 Personen). Inkl. kleiner Teeküche. 
Ein Archiv, möglichst auch in Nähe der Büros, sollte auch etwas Regalfläche für das Aufbewahren von 
Urnen bis zur ‚Registrierung‘ vorsehen. Anschließend werden die Urnen bis zur Beerdigung im 
Urnenraum der Aussegnungshalle aufbewahrt. 
Ein Sanitätsraum ist notwendig, dieser ist als eigener Raum in der Nähe der Verwaltungsbüros 
einzurichten. Normalerweise ist hier eine Liegefläche ausreichend, da allerdings auf Friedhöfen mit 
einer höheren Frequentierung eines solchen Raumes gerechnet werden muss, wäre ein eigener Raum

Aufgabenstellung                                                                                        
 
 Seite 4 von 4 
wünschenswert. Möglicherweise lässt sich dieser auch mit einer kurzen Rückzugsmöglichkeit für die 
Bediensteten kombinieren. 
Die erforderlichen Toiletten sind für die Angestellten vorgesehen. Hier ist auf Barrierefreiheit Wert zu 
legen. 
 
Ziel 
Die Volumenstudie soll unter Berücksichtigung der funktionalen Zusammenhänge anhand der 
Kubatur prüfen, inwieweit die gewünschten Anforderungen auf der Fläche darstellbar sind. Eine 
Ausarbeitung in Varianten dient als Grundlage für weitere Gespräche. Die Beurteilung der Varianten 
erfolgt durch die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Ergebnisse im Gesamtkontext. 
Die Ergebnisse der Studie bilden die Grundlage für die weitere Planung und Entscheidungsvorlagen 
für das Projekt. 
Zusätzlich zur Volumenstudie ist eine Grobkostenschätzung der präferierten Variante zu erstellen.

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.02.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächena mt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 67 69 
IV 65 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0065 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
97 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 55310 
Kostenstelle:  067-060-2000 Investitionsnummer:  16067-5103 
Kostenträger:  5530-10 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Grundsatzbeschluss: Sozial - und Betriebsgebäude Alter Friedhof  
 
Vorlage vom: 24.02.2025  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Dem Planungsprozess für den Umbau des Sozial - und Betriebsgebäudes Alter Friedhof, 
gemäß der Variante C der Machbarkeitsstudie, auf den Grundstücken Herdweg 105 und 
107, wird zugestimmt.  
2. Die Vergabe der Planungsleistungen der LP 1 -3 wird beschlossen.  
3. Die für die Planung nötigen Haushaltsmittel sind in den Haushaltsjahren 2025/2026 
vorgesehen.

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Anlagen:  Anlage 1 Aufgabenstellung_MS  
Anlage 2 Machbarkeitsstudie  
Anlage 3 Stellungnahme IDA  
Anlage 4 Stellungnahme KVB  
Anlage 5 Stellungnahme DMA  
Anlage 6 Historische Entwicklung  
Anlage 7 Grobe Kostenschätzung datenschutzrelevant  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 12.03.2025 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

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Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.02.2025  
 
Hintergrund 
Die bestehenden Betriebsgebäude des Alten Friedhof s erfüllen die rechtlichen 
Verpflichtungen des Arbeitsschutzes und der sicherheitstechnischen Vorschriften nicht mehr. 
Die gesamte Gebäudesubstanz ist bautechnisch, haustechnisch und energetisch 
sanierungsbedürftig und verursacht dadurch hohe Kosten im Gebä udebetrieb.  
Eine Vergrößerung der Flächen, insbesondere im Bereich der Verwaltung, die in den 80er 
Jahren nicht vorgesehen war und veränderte Nutzungszusammenhänge  verstärken die 
Dringlichkeit der Maßnahme.    
Da die Umsetzung der rechtlich und bautechnisc h verbindlichen Maßnahmen bereits zu 
großen Eingriffen führt, ist es effizient und wirtschaftlich für die Planung den gesamten 
Gebäudebestand mit einzubeziehen, um mögliche Synergieeffekte zu erarbeiten.  
Die Kapelle des Alten Friedhof ist als Einzeldenkmal  und aufgrund der eigenständigen und 
unveränderten Nutzung von der Maßnahme ausgenommen.  
 
Ziel 
Übergeordnetes Ziel der Planung ist die Schaffung eines optimierten und effizient 
funktionierenden Betriebsgebäudes auf den begrenzten und unter Denkmalschutz st ehenden 
Flächen des stadthistorisch bedeutenden Alten Friedhofs.  
Ziel ist die Ertüchtigung/Erneuerung der Haustechnik. Dabei gilt es den ermittelten 
geänderten Flächenbedarf zu ermöglichen und auch die bauliche Situation an neue 
Entwicklungen der Bestattu ngskultur anzupassen.  
 
Grundstücke und Gebäude  
Der Alte Friedhof ist der historisch bedeutendste Friedhof Darmstadts. Seit 1828 besteht der 
Alte Friedhof auf den heutigen Flächen und wurde bis 1894 mehrmals erweitert. Im Jahr 
2028 findet das 200-jährige Jubiläum des Friedhofs statt.  
Die gesamte Liegenschaft des Alten Friedhofs umfasst 13,5 ha und befindet sich im Besitz 
der Stadt Darmstadt. Zahlreiche Ehrengräber und Denkmäler befinden sich hier.  
Die bebaute Fläche auf den Eckgrundstücken Herd weg 105 und 107 beträgt, ohne die 
Aussegnungshalle, rund 650 qm.  
 
Zustand der Gebäude  
Die Gebäudeteile auf den Grundstücken sind in einem schlechten baulichen Zustand. Ein 
Umstand, der sich aus der Errichtung ‚mit einfachen Baustoffen‘ vor 45 Jahren und de n 
geringen Sanierungsmaßnahmen ergibt.  
Mit Beteiligung der Ämter Grünflächenamt, Amt für Klimaschutz und Klimaschutzanpassung, 
Untere Denkmalschutzbehörde und Eigenbetrieb für Immobilienmanagement Darmstadt 
wurden die Gebäude untersucht, die funktionalen A bläufe besprochen und als 
Projektvorbereitung aufgearbeitet.  
 
Gemeinsam wurde die Aufgabenstellung für die Machbarkeitsstudie erarbeitet und hier alle 
Anforderungen und Ideen zusammengefasst (Anlage 01: Aufgabenstellung zur Erstellung 
einer Machbarkeitsstu die) 
 
Machbarkeitsstudie  
Durch IDA/Grünflächenamt wurde im Rahmen einer Volumenstudie, erstellt durch Bialucha 
Architekten, geprüft, inwieweit eine Änderung der Gebäudesubstanz funktionelle und 
bautechnische Probleme effizienter lösen würde. Diese Neuordnu ng der Nutzungsbereiche 
wurde in einem gemeinsamen Termin mit der Unteren Denkmalschutzbehörde erarbeitet.

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Eine detaillierte Betrachtung im Umgang mit dem Gebäudebestand erfolgt im Rahmen der 
weiteren Planung.  
 
Es wurden verschiedene Varianten zur Nutzung der vorhandenen Flächen auf dem Alten 
Friedhof entwickelt. Vertieft bearbeitet wurden drei Varianten, zur Abstimmung 
vorgeschlagen wird die Variante C. (Anlage 02- Machbarkeitsstudie ) 
 
Variante A – Aufstockung des Eckgebäude s und Errichtung eines zwei geschossigen Neuba us  
Variante B- Eingeschossiger Neubau an der Ecke Herdweg / Nieder -Ramstädter Straße und 
zusätzlicher zwei geschossiger Neubau  
 
Variante C – Zweigeschossiges Gebäude an der Ecke Herdweg / Nieder -Ramstädter Straße 
(nach Prüfung und Eignung  Erhalt, Teilerhalt oder Neubau) und Erhalt der bestehenden 
Trauerhalle, Neubau der Fahrzeughalle als Erweiterung und Neubau der Verwaltungsfläche 
als Pavillon 
 
Bei gleichbleibenden Nutzungsanforderungen wurden folgende Themen im Rahmen der 
Volumenstudie b etrachtet und in der Bewertung der Szenarien berücksichtigt:  
 
• Nutzung von grauer Energie (Bestand)  
• Optimierung der Energieeffizienz  
• Kompaktheit der Bebauung und Versiegelungsgrad  
• Restrukturierung historischer Bezüge  
• Bestehender Denkmalschutz  
• Anpassung an Friedhofsentwicklungen  
• Synergien von Flächen und Funktionen  
• Erhalt von Grünflächen und Gehölzen  
• Einbindung in die bestehende Friedhofsfläche  
• Optimierter und effizienter Bauablauf  
• Adressbildung des Alten Friedhofs im Stadtraum  
• Adressbildung der Dienste der Friedhofsverwaltung  
 
 
Konzept 
Neben den bereits genannten, verpflichtenden Gründen für die Maßnahme, ist ein weiteres 
Ziel der Neustrukturierung, die Bedeutung des historischen Eingangs, der Friedhofsallee und 
des Portals, als  Eintrittstor auf den Friedhof zu stärken. Die zentral begleitend zur 
Trauerhalle angeordnete Verwaltung kann als Ansprechpartner vor Ort besser 
wahrgenommen werden, und fungiert damit als sichtbarer und direkt kontaktierbarer 
Ansprechpartner für die sonst  eher im Hintergrund stattfindenden Unterhaltungstätigkeiten, 
die mit den Friedhofsgebühren finanziert werden.  
Durch die geplanten Änderungen wird zukünftig eine klare bauliche Unterscheidung der 
denkmalgeschützten Räume der Trauerhalle und den zum Betrieb  des Friedhofs notwendigen 
Funktions- und Personalräumen geschaffen. Öffentliche und interne Vorgänge werden 
voneinander getrennt. Dies ermöglicht eine wirtschaftlich effizientere Strategie für die 
Errichtung, Bestandserhaltung, energetische Versorgung und  Entwicklungspotential für die 
einzelnen Gebäudeschwerpunkte.  
 
Berücksichtigung des Klimavorbehalts im Bereich Hochbau (Magistratsvorlage 2023/0097)  
Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung wurde bei der Erstellung der 
Machbarkeitsstudie von Beginn an ei nbezogen und entsprechende Kriterien wurden bei der

- 6 - 
Variantenauswahl berücksichtigt (s. Stellungnahme Klimavorbehalt). Die Erreichung der 
städtischen Ziele ist durch Anwendung der Leitlinien für den nachhaltigen Hochbau der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt in der weiteren Planung zu erwarten.  
 
Interimslösung 
Für die Bauzeit ist die Nutzung der Fläche des angrenzenden Parkplatzes als 
Baustelleneinrichtung nötig . Hierbei entfallen ca. 10 -15 Parkplätze über die gesamte 
Bauzeit.  
Die zum Beschluss vorgeschlagene Variante C gibt die Möglichkeit, durch einen 
vorgezogenen Teilabriss der Wartehalle und der Toiletten für Besucherinnen und Besucher 
die Errichtung der Interimscontainer, als Ersatz für die Bauzeit, auf dem Friedhofsgelände 
selbst zu ermögli chen. Nach Rückbau der Container können Anbindung und 
Fundamentierung für den Neubau des Verwaltungspavillons weitergenutzt werden.  
 
Freifläche 
Entstehende Außenanlagen sollen an die historischen Vorbilder angelehnt werden und sich in 
die vorhandene Grünan lage einfügen. Der Alte Friedhof ist die größte Grünfläche im Zentrum 
von Darmstadt und hat neben ihrer klimatischen Funktion eine wichtige Rolle als 
Rückzugsraum und Teil der Ruhefindung und Trauerarbeit.  
Der historische Baumbestand wird erhalten und wo m öglich weiter ergänzt.  
 
Finanzierung 
Die Absicht für einen Umbau des Sozialgebäudes besteht bereits seit einigen Jahren, 2016 
wurden hier Mittel für Vorstudien zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung der weiteren 
Planung ist im Entwurf des Haushaltsplans 2025/2026 vorgesehen. Aufgrund der 
Dringlichkeit der Maßnahme soll unmittelbar nach Beschlussfassung die Planung fortgeführt 
werden. Verzögerungen der Planung verursachen eine Verzögerung der Gesamtmaßnahme 
und erhöhen die Wahrscheinlichkeit , dass kurzfristig Ersatzgebäude notwendig werden.   
 
Ausblick weiterer Prozess  
Aus den vorgenannten Gründen soll nach der Beschlussfassung der Planungsprozess weiter 
vorangetrieben werden. Die Planung der Leistungsphasen 1 -3 werden ausgeschrieben und 
vergeben. Gegebenenfalls werden hierfür weitere notwendig e Gutachten in Auftrag gegeben.  
 
Bauherr ist das Grünflächenamt, es ist budgetführend und unterschriftsberechtigt.  
Das Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) übernimmt die Bauherrnvertretung in Form 
des Projektmanagements (Projektsteuerung und Projektleitung ). 
Für den weiteren Prozess werden relevante Fachämter (insbesondere die Untere 
Denkmalschutzbehörde und das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung) in die 
Abstimmungen eingebunden.  
 
Nach Fertigstellung der Vorplanung und der dazugehörigen K ostenberechnung wird der 
Entwurf dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung erneut zum Beschluss 
vorgelegt. 
 
 
Dezernat III    Dezernat IV 
 
 
Michael Kolmer    André Schellenberg  
Stadtrat    Stadtkämmerer

anlage 3

3061 Zeichen

00007-00 Alter Friedhof – Neubau/Sanierung Verwaltungs- und Betriebsgebäude 
ha Architektur vom 28.01.2025 
Stellungnahme zur Volumenstudie von BialuchaArchitektur vom 28.01.2025 
2016 wurde von der damaligen Leitung des Grünflächenamts bei dem Architekturbüro Hinkel eine 
Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. 
Es wurde geprüft, ob die Sanierung und Aufstockung des Verwaltungsgebäudes auf der Ecke 
Nieder Ramstädter Str. und Herdweg für die gewachsenen Anforderungen des Nutzers an die 
Räumlichkeiten ausreichen könnte. Die Flächen waren nicht ausreichend.
2024 wurde eine weitere Machbarkeitsstudie beauftragt (Bialucha Architekten-Darmstadt), welche 
die gesamten Betriebsflächen und Bestandsgebäude zur Planung betrachtet. 
Es wurden verschiedene Versionen zur Umsetzung der baulichen Anforderungen der Nutzer 
untersucht, welche die 4 Funktionen (Verwaltung / Personal / Betriebshof / Trauerhalle) optimal 
verknüpfen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme in Bau und Unterhaltung berücksichtigen. 
Diese umfassten: 
- den Teilerhalt bestehender Gebäudestrukturen (Eckgebäude mit und ohne Keller, Fahrzeughalle) 
- Zuwegung der Fläche von der westlichen Nieder Ramstädter Straße 
- Zwei-Geschossigkeit im Bezug zur denkmalgeschützten Kapelle   
- Sichtachsen / Eingriff in die Friedhofsfläche 
Erkenntnisse 
- Das erforderliche Raumprogramm ist auf der zu Verfügung stehenden Fläche als eingeschossige 
Anlage nicht umsetzbar. 
- Eine Aufstockung des Eckgebäudes gewährleistet nicht die nötige Praktikabilität 
(Behindertengerechtigkeit, Raumgrößen, …) 
- Die Zuwegung für interne Prozesse und die Schnittstelle zur Öffentlichkeit müssen entflochten 
werden um das Tagesgeschäft zu erleichtern. 
- besonders die von der Verwaltung benötigte Fläche hat sich stark vergrößert 
Im Sinne der Energieeinsparung und Senkung der Betriebskosten sind optimal getrennte 
beheizte/unbeheizte Bereiche (nutzeroptimierte Architektur) und optimal gedämmte Gebäudeteile 
maximal kostensparend.

00007-00 Alter Friedhof – Neubau/Sanierung Verwaltungs- und Betriebsgebäude 
ha Architektur vom 28.01.2025 
Fazit 
Die in der Volumenstudie entstandene Version C ist die zu präferierende Richtung, welche in 
einem konkreten Entwurf umgesetzt werden sollte. 
Sie sieht den Neubau eines Pavillions als langen Riegel in Ost-West Ausrichtung vor 
(Funktion: Schnittstelle Öffentlichkeit - Verwaltung & öffentliche WCs), 
somit ist die Fläche innerhalb der alten Spange ausschließlich für interne Abläufe vorbehalten. Der 
Verwaltungsbereich hat den Anspruch alle Vorgaben zur Barrierefreiheit zu erfüllen, dies ist durch 
die Eingeschossigkeit des neuen Riegels gewährleistet.  
Für die Bestandsgebäude bzw. deren Flächen ergeben sich maximale planerische Flexibilität, und 
der laufende Betrieb kann während der Bauphase auf dem Gelände weiter gewährleistet werden. 
Darmstadt, 13.02.2025 
i. A.Britta Pfeifhofer 
Dipl.- Ing. Innenarchitektur 
Dipl.- Ing. Bauingenieurwesen 
Stadthaus West 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt 
Mina-Rees-Straße 12 | 64295 Darmstadt

anlage 5

5890 Zeichen

Wissenschaftsstadt
Denkmalschutzbehörde Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt Darmstadt

Der Magistrat

Wissenschaftsstadt Darmstadt DenkmEIscHmtzHeNönde

Dezernat Ill Stadthaus West

z.Hd. Frau Tanja Wiebel Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt
Diensträume 2. 0G
Ansprechpartner*in: Frau Geske
Telefon: 06151-13-21 44
E-mail:  svenja.geske@darmstadt.de
Internet: www.darmstadt.de

Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
61.3-Ge 14.02.2025

Objekt:

Adresse: Alter Friedhof, Herdweg 105-107, 64285 Darmstadt

Maßnahme: Erweiterung / Neubau Sozial- und Betriebsgebäude ‚Alter Friedhof‘
Denkmalstatus: Kulturdenkmal nach 8 2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz

Denkmalschutzrechtliche Stellungnahme

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Alte Friedhof in Darmstadt ist als Sachgesamtheit aus künstlerischen, städtebaulichen und
geschichtlichen Gründen als Kulturdenkmal nach 82 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz in
das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen. Zum Denkmal gehören neben den
geschichtlich und teils baukünstlerisch wertvollen Gräbern auch die Bruchsteinmauer mit
Sandsteinabdeckung und die 1860 errichtete Friedhofskapelle, sowie u.a. das Mausoleum von
Herff.

Geschichte:

Der Alte Friedhof wurde 1828 vom Kapellplatz auf die „Bessunger Kaut“ verlegt, eine Art
Sandwüste am südlichen Stadtrand, entlang der Verbindungsstraße nach Nieder-Ramstadt (heute:
Nieder-Ramstädter-Straße). Insgesamt wurde der Friedhof drei Mal erweitert - zuletzt 1894.
Seitdem prägt diese Form unverändert den Friedhof. Die Namensgebung ‚Alter Friedhof‘ erfolgte
1914 zur Einweihung des Waldfriedhofes.

Die Gebäudestruktur entwickelte sich im Laufe der Zeit von einem freistehenden Leichenhaus
(heute: Kapelle/Trauerhalle; noch zu großen Teilen erhalten) über eine nahezu vollständige
Bebauung zur Nieder-Ramstädter-Straße zur heutigen Bebauung aus verschiedenen Zeitschichten
zwischen 1860 und 1980.

Aufgrund der betrieblichen Bedarfe der Friedhofsverwaltung ist eine Neuordung und Erweiterung
der Betriebs- und Verwaltungsflächen notwendig. Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie sollten
Möglichkeiten einer denkmalgerechten Neuordnung untersucht werden.

Gebäudebestand historisch (von Ost nach West):

1 Portal

2 Trauerhalle

3.1 Durchfahrt

3.2 Leichenhaus

3.3 Sezier- und Arzträume

4 Hof (Wohnhaus)

5 Wohnhaus Friedhofsverwalter

Gebäudebestand 2025 (von Ost nach West):

1. Portal: Haupteingang seit Eröffnung des Friedhofes (Auftakt der zentralen Friedhofsallee)

2. Trauerhalle: ursprünglich als Leichenhalle 1860/1861 errichtet und 1883 umgebaut zur
Friedhofskapelle. Erweiterung 1898. Ursprünglich mit Sichtmauerwerk errichtet,
Putzfassade nicht bauzeitlich.. Im Krieg beschädigt, Wiederaufbau und spätere
Überformung durch Anbau einer Apsis 1978.Noch heute in Nutzung.

3. Funktions-/Wirtschaftsgebäude: wurde 1978 errichtet und beinhaltet neben Leichenhalle
etc. Funktions-/Betriebsräume inkl. Fahrzeughalle etc.. Das Gebäude weist typische
Merkmale der Postmoderne auf, ein (teilweiser) Erhalt und Integration in eine
Gesamtplanung des weiteren Planungsprozesses ist zu prüfen.

4. Betriebshof: Ursprünglich vermutlich als Hof/Garten des Friedhofswärterhauses angelegt.
Anfahrt für Bestatter, Anlieferung etc.. Aktuell aber auch inoffizieller Zugang für
Trauergäste und weitere Besucher. Durch die teils ungünstige Überschneidung von
öffentlichen und nicht-öffentlichen Funktionen besteht hier Handlungsbedarf.

5. Verwalterhaus: Ehemals als Wohnhaus des Friedhofswärters errichtet, im Krieg erheblich
beschädigt und zwischenzeitlich als Personalunterkunft genutzt, wurde das Gebäude im
Rahmen der Umbaumaßnahmen 1978 um einen Flachbau erweitert, in dem sich Umkleiden
und Sanitärräume für das Personal befinden. Durch die teils ungünstige Überschneidung
von öffentlichen und nicht-öffentlichen Funktionen besteht hier Handlungsbedarf. Die
erhaltene historische und somit denkmalrelevante Substanz ist im Rahmen von
weitergehenden Untersuchungen noch zu überprüfen.

Stellungnahme Denkmalschutz zum Ergebnis der Machbarkeitsstudie:

Variante A

Eine Aufstockung des Verwaltungsgebäudes ist unter Erhalt des bauzeitlichen Sockels denkbar.
Die Herstellung einer Zufahrt über die Nieder-Ramstädter-Straße ist aus Sicht des
Denkmalschutzes kritisch zu sehen. Neben großen Eingriffen in die Substanz der
Einfriedungsmauer sind hierdurch ebenfalls die Anlagen der ersten (und ältesten) Grabstätten
entlang der Mauer von diesem Eingriff betroffen. Dies ist als erhebliche Störung des
bestehenden Gefüges zu werten.

Variante B

Die zweigeschossige Bebauung des ehemaligen Betriebshofes wirkt sich störend auf die
nahestehende Trauerhalle wie auch die Blickbeziehungen der bestehenden Wegebeziehung aus.
Darüber hinaus wird auch durch diese Variante keine Trennung von betrieblichen Abläufen und
Publikumsverkehr erreicht. Auch wird der naturnahe Charakter des Friedhofs durch das
zweigeschossige Bauvolumen erheblich beeinträchtigt.

Variante C

Die Neugliederung der aktuell erforderlichen Funktionen des Friedhofes entlang der
ursprünglichen historischen Spange erzeugt eine logische Betriebsabfolge und sortiert die
notwendigen Funktionen im Sinne der bauzeitlichen Anordnung neu. Die sich hieraus ergebende
Wiederherstellung der historischen Blickachse zwischen Mausoleum von Herff und den ältesten
(Ehren-)Gräbern erscheint aus Sicht des Denkmalschutzes sinnvoll und wünschenswert. Der
südlich der Wegachse neu errichtete Verwaltungs-Pavillon ermöglicht eine saubere Trennung von
betrieblichen Abläufen und Publikumsverkehr. Hierdurch wird auch das historische Portal in
seiner Funktion als historischer Haupteingang gestärkt.

Aus Sicht des Denkmalschutzes ist Variante C aufgrund der klaren Strukturen und Anordnungen
im Sinne der historischen Anlage die klar zu bevorzugende Variante für die weitere Planung.

Mit freundlichen Grüßen

" syenjäeske, Architektin AKH
n. Ängestellte

anlage 9

206 Zeichen

Punkt 19: Grundsatzbeschluss: Sozial- und Betriebsgebäude Alter Friedhof 
 (V-Nr. 2025/0065) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 6

5811 Zeichen

Alter Friedhof
Historie

Ausweisung der Fläche und Erweiterung in 
den Folgejahren
• Historisch bedeutendster Friedhof Darmstadts.
• 1928 wurde der Darmstädter Friedhof vom Kapellplatz auf die ‚Bessunger 
Kaut‘ verlegt, eine Sandwüste am südlichen Stadtrand.
• Der Alte Friedhof steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz 
• Zum Ensemble gehören neben den geschichtlich und baukünstlerisch 
wertvollen Gräbern auch die Bruchsteinmauer und Friedhofskapelle sowie 
zahlreiche Grabsteine, Grabstätten und Mausoleen.
• Als Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstelerischen und
städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen 
eingetragen

Ausschnitt 1835
Planausschnitt 1835, Stadtarchiv

Ausschnitt 1866

Gebäude und Haupteingang
• Mit der Planung des Friedhofs wurde der Eingang des Friedhofs durch die Friedhofsallee 
besonders betont.Sie diente früher als Zufahrt des Friedhofs, heute ist die Straße eine 
Sackgasse.
• Durch diese Wegeführung entstand zwischen Nieder-Ramstädter-Straße und Friedhofsallee 
eine kleine Grünanlage, die bis heute erhalten ist.
• Direkt rechts neben dem Haupteingang befand sich ab 1860/61 das Leichenhaus, das 
1883 zur Friedhofskapelle umgebaut und 1898 erweitert wurde, und auch heute noch steht

Parkanlage und Friedhofsallee

Grünfläche heute

Tierbrunnen und Friedhofsallee
An der Kreuzung der 
Heinrichstraße mit der 
Nieder-Ramstädter-Straße 
steht seit 1907 der von 
dem Frankfurter Bildhauer 
Anton Lussmann
errichtete Tierbrunnen. 
Der Brunnen bildet den 
Eingang des kurzen 
Alleestückes zum Alten 
Friedhof.

Tierbrunnen und Friedhofsallee
Heute ist die Straße überwiegend als Anwohnerstraße 
der Zulieferer des Friedhofs genutzt, sowie zum 
Parken.

Haupteingangstor Alter Friedhof

1906
Stadtplan mit erstmaliger, durchgängiger Bebauung 
auf den Grundstücken Herdweg 105 und 107.

Gebäude Errichtung 1866
1866 wurde der Ausbau 
der Friedhofsgebäude 
nötig. Das vorhandene 
Leichenhaus wurde in eine 
Kapelle umgebaut und 
angrenzend weitere 
Gebäude hinzugefügt. Das 
historische Baufeld ordnet 
sich der geometrischen 
Aufteilung des Friedhofs 
unter. Die jetzige Kapelle 
besteht aus dieser Zeit.

Foto Jahrbuch Stadtarchiv 1892/93
Die erste 
Verwalter-
familie vor der 
Kapelle

Stadtversammlung Jahrbuch 1892/93

Grundriss Jahrbuch Stadtarchiv 1892/93
Trauerhalle
Durchfahrt
Leichenhaus
Sezier- und Arzträume
Wohnhaus Verwalter mit 
kleinem Hof
Auszug aus dem Jahrbuch der Stadtversammlung 
anlässlich der Errichtung der Gebäude auf dem Alten 
Friedhof
Die nächste Veranlassung zu der Errichtung dieser
Baracke gab der Ausbruch der Cholera in Hamburg.
Die Baracke ist aus Holz mit Bretterverschalung und
Dachpappedeckung hergestellt und besteht aus einem
Raum zur Unterbringung von 23 Leichen, einem 
Sezierraum, einem Raum für Ärzte, einem Raum für 
Verunglückte, sowie einem Wärterraum. Die 3 letzteren 
Räume sind außer der Bretterverschalung noch mit einer 
Verkleidung aus Gipsdielen versehen. Sämtliche Räume 
außer dem Sezierraumhaben einen Backsteinbelag als 
Fußboden, während der Sezierraum einen 
Asphaltfußboden hat. Der Leichenraum erhält seine 
Beleuchtung durch einen, faßt auf die Länge des Raums 
durchgeführten Dachreiter, dessen verglaste Fenster 
behufs Ventilirung des Raumes zum Drehen und 
Reguliren von Innen aus eingerichtet sind.

• Der Bereich von der Kapelle bis zur Nieder-Ramstädter Straße wurde nahezu 
vollständig für Kapelle, Durchfahrt, Leichenhaus mit Nebenräumen und 
Verwalterhaus mit eigenem Hof verbaut.
• Die Kapelle hatte damals keine Apsis. Gegenüberliegend des Eingangs befand sich 
eine Durchfahrt für Kutschen. Vermutlich für Anlieferung der Leichen. Die 
Orientierung der Trauerhalle war demnach vermutlich eher zur Mittelachse 
gerichtet.
• Das Leichenhaus überragt die Kapelle auf mehreren Bildern. Oben war ein 
Lichtband eingefügt.
• Angrenzend an das Leichenhaus befanden sich Sezier-, Ärzteraum, ein 
Wärterraum, ein Raum für Verunglückte und etc. Außerdem gab es ein 
Verbrennungsofen für den Torfmull.
• Im Anschluss ist ein kleiner Hofgarten und das Wohnhaus der 
Friedhofswärterfamilie.
• Im Bereich der Mauer gab es historisch eine Tür von der Nieder-Ramstädter 
Straße auf den Friedhof

1944 – Zerstörung
Dies ist das einzige zeitgenössische 
Bild, dass die Gebäude des Alten 
Friedhofs zeigt. 
Im Hintergrund Richtung Herdweg ist 
das Kreuz des Eingangsportals der 
Kapelle zu erkennen. Das macht 
deutlich, dass die gesamte 
Zwischenbebauung und das Dach der 
Aussegnungshalle mit dem Turm in 
sich zusammengefallen ist. 
Das Wohnhaus im Vordergrund ist 
bis auf den ausgebrannten Dachstuhl 
auf dem Foto fast zur Gänze 
erhalten.

Wiederaufbau verm. 1952
Das Eckgebäude ist hier als Abbruch 
eingetragen.

Die Wand der Kapelle war offenbar 
erhalten.
Die Durchfahrt der Leichenwägen 
erfolgt hier bereits im Bereich der jetzt 
Betriebseinfahrt.

Neubau 1978/ Hofsituation an der 
Personalunterkunft

Entwurfsrahmen 1978 
Es ist zu diesem Zeitpunkt keine 
Verwaltung vorgesehen.
Das Eckgebäude wird als 
Personalunterkunft verwendet
Der Hof des Verwalterhauses 
wurde zur Wirtschaftseinfahrt

Bestandgrundriss

BESTAND

BESTAND

Schwerpunkte Planung
Haupteingang stärken
Alle externen Fußgänger gehen zum Haupteingang 
hinein.
Jetzige Zufahrt z.B. Transponder gesichert
Die Achse der Fahrzeuge möglichst vom 
Besuchern und Trauernden trennen
Stärkung der historischen Achsen durch Öffnung der 
ersten Achse vom Mausoleum auf das Ehrengrab von 
Johann Friedrich Kaupp.
Verdichten der Flächen zwischen Trauerhalle und 
Nieder-Ramstädter Straße, damit der Eingriff in die 
Park/Friedhofssituation möglichst klein bleibt.
Gemäß historischem Vorbild.

Anordnung Nutzungseinheiten

Freilegung der historischen Sichtachse

Beispiele
Fahrzeughalle

Beispiele Modulbau

Beispiele Modulbau

anlage 4

8541 Zeichen

Einschätzung im Rahmen des Klimavorbehalts zur 
Machbarkeitsstudie Neubau Verwaltung und Betriebshof  
Alter Friedhof Darmstadt 
Grundlagen:  
Ortsbegehung am 11.7.2024, Kommunikation mit Fr. Wiebel, Dez. III, Vorstellung der Zwischenstands 
durch Bialucha-Architekten zusammen mit dem Denkmalschutz und Präsentations- & 
Planungsunterlagen.  
 
Allgemeine Situation 
Bei der Begehung wurden die unter Denkmalschutz stehende Kapelle mit Anbau, die in den 80er 
Jahren ergänzten Räumlichkeiten für Trauerhalle, Werkstätten und Fahrzeughalle sowie die 
Verwaltungs- und Sanitärbereiche, welche sich im Eckgebäude (Herdweg/Niederramstädter Straße) 
und in einem daran anschließenden Anbau befinden, begangen (s. Fotos unten).  
In den Büros waren zum Zeitpunkt der Begehung die sommerlichen Temperaturen sehr hoch und die 
Belüftbarkeit auf Grund des Straßenlärms stark eingeschränkt, was schlechte Arbeitsbedingungen zur 
Folge hat. In den Duschen wurden gemäß der letzten Trinkwasserbeprobung auffällige 
Legionellenkonzentrationen nachgewiesen. Deshalb sind Teile außer Betrieb genommen worden und 
aktuell beenden Frauen und Männer versetzt ihren Dienst, da die gleichen Duschen genutzt werden. 
Hier erscheint dringendster Handlungsbedarf zu bestehen. Der Keller des Eckgebäudes hat an 
zahlreichen Stellen starke Salzausblühungen und war zum Zeitpunkt der Begehung sehr warm, was zu 
großen Teilen auf die Abwärme des Wärmeerzeugers zurückzuführen ist. Dies zeigte sich auch in der 
Thermographieaufnahme von Anfang Januar 2025 (s.u.). Die anstehende Erneuerung des 
Wärmeerzeugers und Verbesserung der Leitungsdämmungen (Legionellenproblematik) würde sicher 
zu einem Absinken der Temperaturen in dem als Abstellbereich fungierenden Keller führen und 
tendenziell eine Verstärkung der Feuchteproblematik zur Folge haben – insbesondere, wenn eine 
Dämmung der Kellerdecke zur Verbesserung des Wärmeschutzes erfolgt. 
Die Kapelle ist nicht Teil der Untersuchungen und kann losgelöst von den übrigen Gebäuden 
betrachtet werden. Die Nutzung der Trauerhalle hat sich wegen zunehmender Urnenbestattungen 
geändert und die vorhandenen Kapazitäten zum Kühlen und Aufstellen von Särgen werden nicht 
mehr im aktuellen Umfang benötigt. Die stromintensive Kühltechnik ist eine Spezialanfertigung aus 
der Bauzeit, so dass von einem relevanten Einsparpotential ausgegangen werden kann. 
Werkstätten und Fahrzeughalle sind energetisch in einem mäßigen Zustand. Die Stahlkonstruktion 
der Fahrzeughalle stellt bei einer energetischen Ertüchtigung wegen verbleibender Wärmebrücken 
große Herausforderung für Dämmmaßnahmen dar. Daneben besteht die Frage, wie bzw. ob die 
aktuellen Brandschutzanforderungen durch die Stahlkonstruktion erfüllt werden können. Der 
Trauergang sowie Teile der Sanitärbereiche weisen 45°-Schrägverglasungen auf, welche eine diskrete 
Belichtung ermöglichen, wärmeschutztechnisch allerdings eine große Schwachstelle darstellen.  
Neben den aufgeführten, altersbedingten Schwächen des Bestands übersteigt der Raumbedarf von 
620 m² deutlich die vorhandenen Flächen von ca. 450 m², so dass ein Zubau von fast 40 % der 
vorhandenen Fläche erforderlich ist.

Wärmeversorgung 
Im Untergeschoss des Eckgebäudes ist ein Niedertemperaturgaskessel (Leistung: 125 kW) aus dem 
Jahr 2004 installiert. Dieser versorgt neben dem Eckgebäude die Aufenthalts- und Umkleidebereiche 
inkl. Duschen für die Mitarbeitenden sowie die Wirtschaftsgebäude und die Trauerhalle und die 
Kapelle auf der anderen Seite des Hofs. Die Wärmeübergabe erfolgt im Wesentlichen über statische 
Heizflächen, in der Kapelle und den Werkstätten zusätzlich über eine Luftheizung (BJ 1979, 17,8 kWh 
Heizleistung bei 3000 m³/h Luftvolumenstrom), welche im Keller des Kapellenanbaus untergebracht 
ist. Der Keller ist im Gegensatz zu dem des Eckgebäudes trocken und bietet Platzreserven, welche für 
die Unterbringung eines neuen Wärmerzeugers ausreichen könnten.  
Der Gasverbrauch für die Wärmeversorgung der Gebäude am alten Friedhof inkl. der teilbeheizten 
Kapelle und der Frostfreihaltung der Besuchersanitäranlage betrug in den letzten Jahren 
ca. 150.000 kWh/a. Eine Unterzählung für Gebäudeteile ist nicht vorhanden. Mit einer ergänzenden 
Flächenschätzung für die Kapelle (ca. 240 m²) und die Besuchersanitäranlage (ca. 40 m²) ergibt sich 
ein mittlerer spezifischer Energieverbrauch von ca. 200 kWh/(m²a), was dem über Fünffachen des 
Zielwertes für den Heizwärmebedarf städtischer Sanierungen entspricht.  
 
Einschätzung im Rahmen des Klimavorbehalts 
Die Heizungsanlage ist aufgrund des Alters und des Zustands (insbesondere bezogen auf die 
Duschen) mittelfristig erneuerungsbedürftig. Gemäß dem Gebäudeenergiegesetz und auch 
entsprechend des städtischen Ziels der Treibhausgasneutralität bis 2035 ist eine Umstellung von 
fossilem Gas als Energieträger auf eine regenerative Wärmeversorgung zwingend nötig. Dies würde 
eine Heizungsanlage mit Wärmepumpe zur Umweltwärmenutzung erfüllen. 
Zudem sollten im gleichen Zug und auch gemäß städtischer Beschlusslage eine Verbesserung des 
Wärmeschutzes, angestrebt werden. Hierdurch vereinfacht sich gleichzeitig eine Wärmeversorgung 
mittels Wärmepumpenlösung, da die erforderliche Heizlast sinkt und leichter die bei Wärmepumpen 
anzustrebenden niedrigere Vorlauftemperaturen realisiert werden können. Auch die im Projekt nicht 
vertieft betrachtete Kapelle könnte vermutlich durch Umstellung auf moderne Gebläsekonvektoren 
mit geringeren Vorlauftemperaturen auskommen. Durch den besseren Wärmeschutz werden sowohl 
der sommerliche als auch der winterliche Komfort und damit die Arbeitsbedingungen verbessert. 
Neben den Treibhausgasemissionen in der Betriebsphase gilt es auch die „grauen“ Emissionen durch 
die Herstellung und Errichtung im Rahmen der Baumaßnahme in den Blick zu nehmen.  Grundsätzlich 
ist diesbezüglich eine Sanierung im Bestand immer die bessere Variante.  
In dem von den Architekten präferierten Entwurf (Alternative C) von Bialucha Architektur ist nur ein 
Teilerhalt der Trauerhalle vorgesehen und Neubauten für die Werkstatt sowie die Verwaltung mit 
integriertem Besucher-WC angedacht. Neben den Nachteilen der Neuerrichtung relevanter 
Gebäudeteile bzgl. der grauen Energie, ist bei dem Entwurf die Trennung der unbeheizten 
Trauerhalle & Fahrzeughalle, der teilbeheizten Werkstatt & Lager und der normalbeheizten 
Verwaltung sowie die größere Kompaktheit des zweigeschossigen Werkstattgebäudes zu begrüßen. 
Die vorherigen Entwürfe A & B sahen teils ein Abrücken von der Trauerhalle vor, was dort zu 
größeren strukturellen Änderungen führen würde. Vorteil von Variante A ist die Möglichkeit des 
Erhalts des Eckgebäudes, wenn die baulichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. In der Alternative 
C wird als größter Nachteil die durch die langgestreckte Form resultierende geringe Kompaktheit des 
Verwaltungsgebäudes gesehen. Zur Minimierung des Wärmebedarfs und des Einsatzes grauer

Energien wäre eine Erhöhung der Kompaktheit der Gebäudekubatur auch hier wünschenswert. 
Daneben kann der Einsatz grauer Energien auch durch entsprechende Materialwahl z.B. Holzbau 
minimiert werden.   
Für die Überdachung des Betriebshofs könnten eventuell auch im Sinne des Ansatzes des zirkularen 
Bauens die Stahlträger der aktuellen Fahrzeughalle eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil der 
Neuerrichtung ist, dass die Statik direkt so ausgelegt werden kann, dass Dachbegrünungen und 
solare Energieerzeugungsanlagen auf den Dächern errichtet werden können.  
Der im Entwurf (Alternative C) gefundene Mittelweg zwischen Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und 
Umgang mit den bestehenden Strukturen vor dem Hintergrund des zusätzlichen Flächenbedarfs 
erscheint aus Sicht des Klimavorbehalts als guter Kompromiss. Eine reine Erweiterung der Flächen 
wäre auch aus Klimaschutzsicht wenig zielführend, da die Heizungsanlage in naher Zukunft auf Grund 
des Alters ohnehin vollständig erneuert werden muss und so die Chance des Umstiegs von einer 
fossilen auf eine vollständig erneuerbare Wärmeversorgung genutzt werden kann.  
Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung, Stand 10.02.2025 
  
  
Fotos des Verwaltungsgebäudes mit angebauten 
Sanitärteil (oben links), der Fahrzeughalle mit Hof 
(oben rechts), der Stahlkonstruktion in der 
Fahrzeughalle (Mitte links), der Ausblühungen im 
Kellergeschoss des Verwaltungsbaus (Mitte rechts) 
und eine Thermographieaufnahme des 
Verwaltungsbaus mit deutlich sichtbaren 
Schwachstellen der Gebäudehülle und des 
überwärmten Kellers (rechts).

anlage 10

149 Zeichen

Punkt 25: Grundsatzbeschluss: Sozial- und Betriebsgebäude Alter Friedhof 
 (V-Nr. 2025/0065) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: AfD

Beratungsverlauf (4)

TOP 19
TOP 25
TOP 97
TOP 11

Orte (8)

  • Heinrichstraße
  • Nieder-Ramstädter Straße
  • Mina-Rees-Straße 12
  • Kapellplatz
  • Herdweg 105
  • Mittelweg
  • Am Alten Friedhof
  • Sackgasse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2025/0065
Typ
Magistratsvorlage
Datum
24.02.2025
Erstellt
29.09.2026 00:00