2016/0211
Neubau Rheinstraßenbrücke
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1 5 7 0 8 6 Grundriss Untersicht mit Gleisanlage M1:200 Grundriss Aufsicht M1:200 Gesamtansicht Süd M1:200 Gesamtansicht Nord M1:200 Lageplan M1:500 N N N
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1 5 7 0 8 6 Nord / Süd Ansicht Widerlager M1:50 Gestaltungskatalog Gestaltungskatalog Die neue Rheinstraßenbrücke hat eine städtebauliche wie auch kulturhistorische Vorrangstellung in dem Arbeitsstättengürtel. Sie gilt aufgrund der sich orthogonal kreuzenden Hauptverkehrsachsen gleich zweimal als Tor zur Stadt. Dieser Charakter wurde im Originalbauwerk durch vier Eckmarken in Gestalt der Brückenköpfe verdeutlicht. Konzeptionell muss die Brücke nun zweierlei Aufgaben erfüllen. Sie muss zum einen ihre Funktion als Tor zur Stadt wieder in den Vordergrund rücken, zum anderen sollte sie trotz ihrer Breite weiterhin als Brücke erkennbar sein. Schlussendlich muss sie ihren auf der historischen Prachtachse flanierenden Nutzern ein Maß an Aufenthaltsqualität bieten, das ihre Besonderheit zur Geltung kommen lässt. Von den stadteinwärts fahrenden Besuchern betrachtet, ist die neue Brücke aus der Ferne gut wahrnehmbar. Ein Spalier von acht leuchtenden Masten markiert nicht nur die Lage der Querung, er umrahmt auch die in der Flucht gut erkennbare Ludwigssäule und hebt diese deutlich hervor. Die Maste, eine vertikale Verlängerung der darunterliegenden Pfeilerkanten, vereinen die Funktionen der Beleuchtung (funktional- und Akzentbeleuchtung) als auch der Abspannung der Oberleitungen der mittig verlaufenden Straßenbahn. Die Unterbauten sind schlicht und funktional. Ein Arrangement aus vier im Grundriss linsenförmigen Betonpfeilern trägt einen Schlanken Ein horizontales LED-Lichtband, in einen Eichenholzhandlauf integriert, ergänzt diese Beleuchtung im Wegbereich, während Straßenseitig zwei parallele Zeilen von Trennmodulen eine gegen Anprall geschützte bodennahe Straßenbeleuchtung in sich tragen. Die Module haben auf ihrer Oberseite Vertiefungen, die saisonale Bepflanzung aufnehmen können. Es entstehen somit zwei Grünstreifen, welche den Straßenraum gliedern und ihn für die Nutzer übersichtlich machen. Zusätzlich wird so eine formelle Verknüpfung der Grünzonen östlich und westlich der Bahnzäsur erstellt. Helle, glatte Sichtbetonflächen, die mit Hilfe einer feinen Rippenstruktur mehr Tiefe bekommen, streuen das Tageslicht weit in die Bereiche unter der Brücke und reduzieren so ihre Schattenwirkung. Der Verzicht auf Lager oder abgehängte einbauten minimiert die Schmutzablagerung und sorgt langfristig für ein aufgeräumtes und ordentliches Erscheinungsbild. Spannbetonüberbau. Sowohl Pfeiler als auch das Deck verjüngen sich zu ihren Enden hin, so dass sie trotz der statisch notwendigen Querschnitte in der Ansicht filigran und elegant erscheinen. Zu diesem Zweck wird unter anderem auch der Berührungsschutz in die Querschnittsgestaltung mit einbezogen. Seitlich werden die Widerlagerflügel mit dem Mauerwerk der Originalwiderlager verkleidet, was die Dramatik der Ansicht verstärkt und den Bestand optisch in die Gestaltung mit aufnimmt.
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.06.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Straßenverkehrs -
und Tiefbauamt OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0211
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 066-130-1000 Investitionsnummer: 09066-6060
Kostenträger: 5440-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Neubau Rheinstraßenbrücke
Vorlage vom: 25.05.2016
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat nimmt das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs als Grundlage für die
nunmehr ausstehenden Planungsaufträge zur Kenntnis.
2. Der Magistrat stimmt der Beauftragung an die Bietergemeinschaft Schüßler -Plan / Knight
Architects zu.
3. Nach Magistratsbeschluss kann der Auftrag erteilt werden.
Anlagen: Plan 1
Plan 2
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Mai 2016
Im Zuge der notwendigen Brückenerneuerungen zwischen Rheinstraße und Heimstättensie d-
lung wurde Ende vergangenen Jahres ein nicht offener einphasiger interdisziplinärer Realisi e-
rungswettbewerb zum Neubau der Rheinstraßenbrücke ausgelobt (Mag.-Vorlage 2014/0426).
Aus dem Realisierungswettbewerb ging die Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Knight Archi-
tects als einziger Preisträger hervor. Konsequent wird in diesem Konzept auf gestalterisch und
konstruktiv "laute" Attitüden verzichtet. Eine in monolithischer Bauweise entworfene Dreifel d-
brücke schafft es trotzdem, ein angemessenes Signal am Stadteingang zu definieren. Zwei
Viererreihen - im oberen Bereich leuchtende – Masten säumen die Ränder der Brücke, senden
in die Ferne einladende Signale und fokussieren den Blick auf den "langen Ludwig". Die Lage
der Masten wird gestalterisch und konstruktiv mit den Brückenpfeilern verbunden. Hierdurch
entsteht eine formale Einheit zwischen der Ober- und der Unterseite der Brücke. Die Fügungen
sind mit äußerster Sorgfalt detailliert. In diesem Zusammenhang gelingt es fast beiläufig, den
Berührschutz zu integrieren. Ein besonderes Augenmerk wird der Gestaltung der Fahr - und
Gehebene gewidmet. Hier wird der Verlauf der darunter liegenden Schienen und der linsenför-
migen Pfeiler aufgegriffen und im Oberbelag so thematisiert, dass die fächerförmige Stellung
der Masten für die Passanten eine Begründung erfährt. Ergänzend wäre es wünschenswert,
zwischen den Fahrbahnen und dem Bürgersteig eine Trennung, z.B. durch einen Grünstreifen,
zu integrieren. Die historischen Brückenköpfe werden in die neuen Flügelwände schlüssig int e-
griert. Auf sensible Art wird zu den neuen Elementen ein großzügiger Abstand gewahrt. Das
Beleuchtungskonzept bildet formal mit der Struktur der Brücke eine Einheit. Ähnlich selbstve r-
ständlich sind auch die Fahrleitungen integriert. In der Summe der richtig getroffenen En t-
scheidungen zeigt sich diese Arbeit als eine gelungene Antwort auf die gestellte Aufgabe. Durch
die wirtschaftliche Konstruktion erscheint eine Umsetzung ohne Abstriche in den definierten
Qualitäten gesichert.
Drei weitere Entwürfe erhielten eine Anerkennung.
Das Wettbewerbsergebnis wurde unmittelbar nach dem Preisgericht öffentlich ausgestellt und
über Presse und Gestaltungsbeirat breit bekannt gemacht.
Gemäß den Verfahrensvorgaben ist der Auslober verpflichtet, einen der Preisträger – in der
Regel den Gewinner - mit den Leistungsphasen 2 bis 5 Objektplanung und 2 bis 3 Tragwerks-
planung zu beauftragen, sofern dem kein wichtiger Grund entgegensteht. Schüßler -Plan hat
dem Fachamt die grundsätzliche Umsetzbarkeit des Brückenentwurfs dargelegt und das nun
vorliegende Honorarangebot entspricht den Vorgaben der geltenden HOAI. Somit ist die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Knight Archi-
tects zu beauftragen. Da im Zuge des Realisierungswettbewerbs bereits Teilleistungen aus der
Leistungsphase 2 erbracht und durch Zahlung des Preisgeldes in Höhe von 36.000 Euro hono-
riert wurden, werden nur noch ergänzend zu erbringende Leistungsteile aus dieser Planung s-
phase beauftragt. Die vorläufige Höhe des Honorars beläuft sich auf ca. 750.000 Euro.
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Aufgrund der sehr engen Zeitvorgaben durch die knappen Vorgaben der Deutschen Bahn für
die notwendigen Sperrpausen sowie der anstehenden Landesgartenschau im Jahr 2022 wird
bis September des laufenden Jahres die Entwurfsplanung (LPH3) benötigt. Ende des Jahres
wird den Gremien eine ausführliche Bauvorlage zum Entwurf und seiner Finanzierung mit dann
konkretisierten Planungsgrundlagen- und Kosten vorgelegt.
Bei den beigefügten Plänen handelt es sich um Planunterlagen aus dem Realisierungswettb e-
werb.
Darmstadt, den 25.05 .2016
III-66/2K-Em-Si
Nst.: 2714
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Cornelia Zuschke André Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Rheinstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0211
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 25.05.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00