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2016/0211

Neubau Rheinstraßenbrücke

Magistratsvorlage 25.05.2016

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1 5 7 0 8 6
Grundriss Untersicht mit Gleisanlage M1:200
Grundriss Aufsicht M1:200
Gesamtansicht Süd M1:200
Gesamtansicht Nord M1:200
Lageplan M1:500
N
N N

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2883 Zeichen

1 5 7 0 8 6
Nord / Süd Ansicht Widerlager M1:50 Gestaltungskatalog
Gestaltungskatalog
Die neue Rheinstraßenbrücke hat eine städtebauliche wie auch kulturhistorische Vorrangstellung in dem Arbeitsstättengürtel. Sie 
gilt aufgrund der sich orthogonal kreuzenden Hauptverkehrsachsen gleich zweimal als Tor zur Stadt. Dieser Charakter wurde im 
Originalbauwerk durch vier Eckmarken in Gestalt der Brückenköpfe verdeutlicht. Konzeptionell muss die Brücke nun zweierlei Aufgaben 
erfüllen. Sie muss zum einen ihre Funktion als Tor zur Stadt wieder in den Vordergrund rücken, zum anderen sollte sie trotz ihrer Breite 
weiterhin als Brücke erkennbar sein. Schlussendlich muss sie ihren auf der historischen Prachtachse flanierenden Nutzern ein Maß an 
Aufenthaltsqualität bieten, das ihre Besonderheit zur Geltung kommen lässt.
Von den stadteinwärts fahrenden Besuchern betrachtet, ist die neue Brücke aus der Ferne gut wahrnehmbar. Ein Spalier von acht 
leuchtenden Masten markiert nicht nur die Lage der Querung, er umrahmt auch die in der Flucht gut erkennbare Ludwigssäule und 
hebt diese deutlich hervor. 
Die Maste, eine vertikale Verlängerung der darunterliegenden Pfeilerkanten, vereinen die Funktionen der Beleuchtung (funktional- und 
Akzentbeleuchtung) als auch der Abspannung der Oberleitungen der mittig verlaufenden Straßenbahn. 
Die Unterbauten sind schlicht und funktional. Ein Arrangement aus vier im Grundriss linsenförmigen Betonpfeilern trägt einen Schlanken 
Ein horizontales LED-Lichtband, in einen Eichenholzhandlauf integriert, ergänzt diese Beleuchtung im Wegbereich, während Straßenseitig 
zwei parallele Zeilen von Trennmodulen eine gegen Anprall geschützte bodennahe Straßenbeleuchtung in sich tragen. Die Module haben auf 
ihrer Oberseite Vertiefungen, die saisonale Bepflanzung aufnehmen können. Es entstehen somit zwei Grünstreifen, welche den Straßenraum 
gliedern und ihn für die Nutzer übersichtlich machen. Zusätzlich wird so eine formelle Verknüpfung der Grünzonen östlich und westlich der 
Bahnzäsur erstellt.
Helle, glatte Sichtbetonflächen, die mit Hilfe einer feinen Rippenstruktur mehr Tiefe bekommen, streuen das Tageslicht weit in die 
Bereiche unter der Brücke und reduzieren so ihre Schattenwirkung. Der Verzicht auf Lager oder abgehängte einbauten minimiert die 
Schmutzablagerung und sorgt langfristig für ein aufgeräumtes und ordentliches Erscheinungsbild.
Spannbetonüberbau. Sowohl Pfeiler als auch das Deck verjüngen sich zu ihren Enden hin, so dass sie trotz der statisch notwendigen 
Querschnitte in der Ansicht filigran und elegant erscheinen. Zu diesem Zweck wird unter anderem auch der Berührungsschutz in die 
Querschnittsgestaltung mit einbezogen. Seitlich werden die Widerlagerflügel mit dem Mauerwerk der Originalwiderlager verkleidet, 
was die Dramatik der Ansicht verstärkt und den Bestand optisch in die Gestaltung mit aufnimmt.

2016/0211

5329 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.06.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0211 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  066-130-1000 Investitionsnummer:  09066-6060 
Kostenträger:  5440-11 Sachkonto: 0952010 
 
Betreff: Neubau Rheinstraßenbrücke  
 
Vorlage vom: 25.05.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat nimmt das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs als Grundlage für die 
nunmehr ausstehenden Planungsaufträge  zur Kenntnis. 
 
2. Der Magistrat stimmt der Beauftragung an die Bietergemeinschaft Schüßler -Plan / Knight 
Architects zu.  
 
3. Nach Magistratsbeschluss kann der Auftrag erteilt werden.  
 
 
Anlagen: Plan 1 
Plan 2 
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Mai 2016 
 
Im Zuge der notwendigen Brückenerneuerungen zwischen Rheinstraße und Heimstättensie d-
lung wurde Ende vergangenen Jahres ein nicht offener einphasiger interdisziplinärer Realisi e-
rungswettbewerb zum Neubau der Rheinstraßenbrücke ausgelobt (Mag.-Vorlage 2014/0426). 
 
Aus dem Realisierungswettbewerb ging  die Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Knight Archi-
tects als einziger Preisträger hervor. Konsequent wird in diesem Konzept auf gestalterisch und 
konstruktiv "laute" Attitüden verzichtet. Eine in monolithischer Bauweise entworfene Dreifel d-
brücke schafft es trotzdem, ein angemessenes Signal am Stadteingang zu definieren. Zwei 
Viererreihen - im oberen Bereich leuchtende – Masten säumen die Ränder der Brücke, senden 
in die Ferne einladende Signale und fokussieren den Blick auf den "langen Ludwig". Die Lage 
der Masten wird gestalterisch und konstruktiv mit den Brückenpfeilern verbunden. Hierdurch 
entsteht eine formale Einheit zwischen der Ober- und der Unterseite der Brücke. Die Fügungen 
sind mit äußerster Sorgfalt detailliert. In diesem Zusammenhang gelingt es fast beiläufig, den 
Berührschutz zu integrieren. Ein besonderes Augenmerk wird der Gestaltung der Fahr - und 
Gehebene gewidmet. Hier wird der Verlauf der darunter liegenden Schienen und der linsenför-
migen Pfeiler aufgegriffen und  im Oberbelag so thematisiert, dass die fächerförmige Stellung 
der Masten für die Passanten eine Begründung erfährt. Ergänzend wäre es wünschenswert, 
zwischen den Fahrbahnen und dem Bürgersteig eine Trennung, z.B. durch einen Grünstreifen, 
zu integrieren. Die historischen Brückenköpfe werden in die neuen Flügelwände schlüssig int e-
griert. Auf sensible Art wird zu den neuen Elementen ein großzügiger Abstand gewahrt. Das 
Beleuchtungskonzept bildet formal mit der Struktur der Brücke eine Einheit. Ähnlich selbstve r-
ständlich sind auch die Fahrleitungen integriert. In der Summe der richtig getroffenen En t-
scheidungen zeigt sich diese Arbeit als eine gelungene Antwort auf die gestellte Aufgabe. Durch 
die wirtschaftliche Konstruktion erscheint eine Umsetzung ohne Abstriche in den definierten 
Qualitäten gesichert. 
 
Drei weitere Entwürfe erhielten eine Anerkennung. 
 
Das Wettbewerbsergebnis wurde unmittelbar nach dem Preisgericht öffentlich ausgestellt und 
über Presse und Gestaltungsbeirat breit bekannt gemacht.  
 
Gemäß den Verfahrensvorgaben ist der Auslober verpflichtet, einen der Preisträger – in der 
Regel den Gewinner - mit den Leistungsphasen 2 bis 5 Objektplanung und 2 bis 3 Tragwerks-
planung zu beauftragen, sofern dem kein wichtiger Grund entgegensteht. Schüßler -Plan hat 
dem Fachamt die grundsätzliche Umsetzbarkeit des Brückenentwurfs dargelegt und das nun 
vorliegende Honorarangebot entspricht den Vorgaben der geltenden HOAI. Somit ist die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Knight Archi-
tects zu beauftragen. Da im Zuge des Realisierungswettbewerbs bereits Teilleistungen aus der 
Leistungsphase 2 erbracht und durch Zahlung des Preisgeldes in Höhe von 36.000 Euro hono-
riert wurden, werden nur noch ergänzend zu erbringende Leistungsteile aus dieser Planung s-
phase beauftragt. Die vorläufige Höhe des Honorars beläuft sich auf ca. 750.000 Euro.

- 4 - 
 
Aufgrund der sehr engen Zeitvorgaben durch die knappen Vorgaben der Deutschen Bahn für 
die notwendigen Sperrpausen sowie der anstehenden Landesgartenschau im Jahr 2022 wird 
bis September des laufenden Jahres die Entwurfsplanung (LPH3) benötigt. Ende des Jahres 
wird den Gremien eine ausführliche Bauvorlage zum Entwurf und seiner Finanzierung mit dann 
konkretisierten Planungsgrundlagen- und Kosten vorgelegt. 
 
Bei den beigefügten Plänen handelt es sich um Planunterlagen aus dem Realisierungswettb e-
werb. 
 
 
Darmstadt, den 25.05 .2016 
III-66/2K-Em-Si 
Nst.: 2714 
 
 
Die Dezernentin III      Der Dezernent IV  
 
 
 
Cornelia Zuschke      André Schellenberg  
Stadträtin      Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (4)

TOP 14
TOP 11
TOP 294 beschließend
TOP 12

Orte (1)

  • Rheinstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0211
Typ
Magistratsvorlage
Datum
25.05.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00