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2018/0133

Dritter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Jahresbericht 2017

Magistratsvorlage 25.04.2018

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2018/0133

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186 Zeichen

Punkt 14: Dritter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Jahresbericht 2017 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2018/0133) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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Punkt 25: Dritter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Jahresbericht 2017 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 20128/0133) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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Punkt 4: Dritter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Jahresbericht 2017 
 (V-Nr. 2018/0133) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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www.da-bei.darmstadt.de
Dritter Bürgerbeteiligungsbericht  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Anlagen

Dritter Bürgerbeteiligungsbericht  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Anlagen

Inhaltsverzeichnis
Anlage 1: Dokumentationen der Bürgerbeteiligungsverfahren im Jahr 2017 ................ 1
Baustellenbegehung für Bürgerinnen und Bürger am Woog  ....................................................... 2
Wettbewerb zur Umgestaltung des Vorplatzes der Kunsthalle ....................................................  3
Jugendbeteiligung zum Grünzug Karlsruher Straße  
in der Lincoln-Siedlung  ............................................................................................................  5
Stadtteilforum Arheilgen  .......................................................................................................... 7
Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb Landesgartenschau  ......................................................... 10
1. Workshop zur Steigerung der Teilhabe von Menschen mit  
Migrationshintergrund – Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung  ......................................... 12
Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplan  ...........................................................................  14
Mobilitätskonzept in der Lincoln-Siedlung  .............................................................................. 16
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Innenstadt – Mobile Bürgerbeteiligung  
und Online-Fragebogen  ..........................................................................................................  18
Soziale Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel  ................................................................ 20
DARMSTADT #DIGITALSTADT!  ...............................................................................................  22
Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof  ..................................................... 24
Bürgerhaushalt 2017 .............................................................................................................  26
Stadtteilforum Eberstadt 2017  ..............................................................................................  29
Radverkehrsanlagen Heidelberger Straße  ...............................................................................  32
Energetische Stadtsanierung Mollerstadt – Förderrichtlinie für private  
Begrünungsmaßnahmen  .......................................................................................................  35
Podiumsdiskussion „Auf dem Weg zum Welterbe – Zukunft Haus Olbrich“  .............................. 36
Städtebaulicher Wettbewerb „Ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne /  
Jefferson-Siedlung“  ...............................................................................................................  38
„Misch mit!“ – Kinder und Jugendbeteiligung in Darmstadt / Martinsviertel  ............................. 40
Parkraumbewirtschaftung für das Kapellplatzviertel  ............................................................... 42
Wissenschaftsplanspiel „Pimp My Ocean!“  ............................................................................. 43
Bürgerversammlung Waldkolonie  ...........................................................................................  45
Rundgang Mathildenhöhe – verschiedene Themen u.a. Einführung  
Parkraummanagement Mathildenhöhe  ................................................................................... 47
Masterplan DA2030+ //// Darmstadt weiterdenken  ................................................................ 48
Wissenswerte Digitalstadt  ...................................................................................................... 50
 
Anlage 2: Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung  ...................................................  51

Anlage 1:  
Dokumentationen der  
Bürgerbeteiligungsverfahren 
im Jahr 2017

2
Baustellenbegehungen für Bürger am Woog
Kurzbeschreibung  Informationsangebot über das „Wie“ der Entschlammung und der 
eingesetzten Technik
Ziel Transparenz über die durchgeführten  
Maßnahmen am Woog:
• Bau und Wirkungsweise der Vorsperre
• Eingesetztes Verfahren zur Entschlammung
Zielgruppen Eine interessierte Bürgerschaft wurde erreicht. Kompetente 
Ansprechpartner beim Auftraggeber Stadt, dem Fachplanungsbüro 
und den ausführenden Firmen haben die Maßnahmen erläutert 
und Fragen beantwortet.
Prozessplan Informationsvermittlung zur Baustellenbegehung wurde durch 
 Pressearbeit begleitet.
Methoden Einzel- / Gruppengespräche direkt bei der Baustelle.
Ablauf Zwei Baustellenbegehungen wurden am 13. + 24.01.2017 
angeboten; eine im laufenden Betrieb.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Bürgerinnen und Bürger Einblicke in den Arbeitsprozess zu 
 ermöglichen.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Informationen verständlich aufzuarbeiten und den Kontakt mit 
 Bürgerinnen und Bürgern proaktiv zu suchen.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Eigenbetrieb Bäder 
Herr Rachut 
(06151) 13-29 74 
sportamt@darmstadt.de
Entschlammung Woog
Quelle: Anja Mendel

3
Wettbewerb zur Umgestaltung des Vorplatzes der Kunsthalle 
Kurzbeschreibung  Die Kunsthalle am Steubenplatz wurde 1957 eingeweiht. Der Bau 
des Darmstädter Architekten Theo Pabst ersetzte die alte Kunst-
halle, die an gleicher Stelle in der Darmstädter Brandnacht 1944 
zerstört wurde. Zum Abschluss der Generalsanierung der Kunst halle 
soll der Vorplatz neu gestaltet werden. Zur Findung eines geeigne-
ten Entwurfes wurde ein eingeladenes wettbewerbliches Verfahren 
durchgeführt. Fünf ausgewählte Planungsbüros hatten die Aufgabe, 
neben einem realisierungsfähigen Entwurfsvorschlag zum Vorplatz 
auch Ideen zur Gesamtsituation im Kreuzungsbereich Rheinstraße /
Steubenplatz zu entwickeln. Zudem sollten auch für den gesamten 
nördlichen Steubenplatz inklusive der dortigen öffentlichen Grün-
flächen Konzeptideen erarbeitet werden.
Pressemitteilung vom 06.03.2017
https://bit.ly/2Emn8B1
Beteiligungs-
gegenstand
Den Auftakt bildete im Mai 2016 ein öffentliches  Kolloquium, das 
in die Ausstellung „Das Tor, der Zaun und die Stadt“  mündete. 
Die dort geführte Diskussion thematisierte die gesamte Eingangs-
situation zur Innenstadt und ging damit über die Gestaltung des 
 unmittelbaren Vorplatzes der Kunsthalle hinaus.
Kunsthalle Darmstadt
Quelle: Stadtplanungsamt

4
In der Planungswerkstatt im Januar 2017 galt es für fünf einge-
ladene Architekturbüros, den Ort und die Aufgabenstellung 
zu reflektieren sowie mit ersten Skizzen zu reagieren. Bürgerinnen 
und Bürger konnten während der Diskussionsrunden im Plenum 
sowie während der Arbeitsphasen der Architekturbüros Fragen und 
Anregungen einbringen. Auch bei der abschließenden Vorstellung 
der fünf Wettbewerbsbeiträge am 04.03.2017 hatten interessierte 
Bürgerinnen und Bürger nochmals Gelegenheit, Kommentare und 
Anregungen abzugeben.
Ziel Informieren, Anhören
Zielgruppen Interessierte Bürgerinnen und Bürger
Prozessplan • Mai 2016: Öffentliches Kolloquium
• Januar 2017: Planungswerkstatt (13.+14.01.2017)
• März 2017: Öffentliche Vorstellung der Entwürfe.  
Anschließend nichtöffentliche Sitzung des Preisgerichtes  
und Prämierung
• März 2017: Öffentliche Ausstellung der Arbeiten  
(05. – 12.03.2017)
Methoden Planungswerkstatt mit Vorträgen und Diskussionen im Plenum 
sowie Arbeitsphasen, in denen Büros erste Skizzen  entwickelten. 
Bürgerinnen und Bürger konnten in allen Phasen teilnehmen 
und Anregungen einbringen. 
Ablauf Mit der Durchführung der Planungswerkstatt wurde ein externes 
Büro beauftragt. Die Finanzierung erfolgte mit Planungsmitteln 
des Stadtplanungsamtes.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
 Bürgerbeteiligung
Die in der Planungswerkstatt gemachten Anregungen und Ideen 
der Bürgerinnen und Bürger konnten von den teilnehmenden Pla-
nungs  büros nach Abwägung in ihre Arbeiten aufgenommen werden. 
Im Vorfeld der Preisgerichtssitzung konnten Bürgerinnen und 
 Bürger nochmals Kommentare zu den einzelnen Arbeiten ab geben. 
In einer internen Sitzung wurden schließlich die Preise durch die 
Jury vergeben.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Kontinuierlicher Kontakt und Dialog mit der Bürgerschaft.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt 
Frau Haas 
(06151) 13-21 15 
stadtplanungsamt@darmstadt.de

5
Jugendbeteiligung zum Grünzug Karlsruher Straße in der 
 Lincoln-Siedlung
Kurzbeschreibung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant gemeinsam mit der Tochter 
der Bauverein AG‚ der BVD New Living GmbH & Co. KG, entlang 
der Karlsruher Straße zwischen dem Anschluss der Bebauung 
und der Lärmschutzwand zur Karlsruher Straße einen Grünzug zu 
ent wickeln und dort einen Jugendspielbereich zu integrieren. Ziel 
ist es, den Jugendlichen und jungen Menschen, die in der  Lincoln- 
Siedlung leben und leben werden, eine höhere Wohnqualität zu 
 ermöglichen. Die Freiflächengestaltung dieses Grünbereiches wird 
die ‚ Lin coln-Wall‘ für legale Graffiti-Kunst gut ergänzen.
Beteiligungs-
gegenstand
Entwicklung der Freiflächen an der Karlsruher Straße.
Ziel Durch die Beteiligung kann auf die Vorstellungen der Jugendlichen 
eingegangen werden. Die Jugendlichen der Parkour- und Sprayer-
szene haben konkrete Vorstellungen bezüglich der Nutzung und 
Ausgestaltung der Freifläche, damit diese später auch angenommen 
und genutzt wird.
Die Beteiligung hat auf der Stufe der Mitgestaltung stattgefunden.
Zielgruppen Für die Beteiligung wurden die Zielgruppe der Parkour- und Sprayer-
szene direkt angesprochen. Die Jugendbildungsreferentin steht in 
engem Kontakt mit interessierten Jugendlichen, so dass eine direkte 
Ansprache erfolgen konnte. Außerdem wurde über die Presse ein-
geladen.
Grünzug Karlsruher Straße
Quelle: Sommerland Haase Kuhli Landschaftsarchitekten

6
Die Zielgruppe konnten beim ersten und zweiten Beteiligungstermin 
erreicht werden, es waren Vertreter aus beiden Szenen anwesend 
und haben eigene Vorstellungen eingebracht.
Prozessplan • Die Jugenbildungsreferentin stand vor dem 1. Beteiligungstermin 
in Kontakt mit den Jugendlichen der Parkourszene. Erste Rahmen -
bedingungen wurden durch Sie übermittelt und angeregt be reits 
erste Ideen, Fotos und Skizzen zum Termin mitzubringen.
• In der 1. Beteiligungsrunde konnten so schon konkrete Ideen 
und Wünsche der Jugendlichen übermittelt und diskutiert   werden.
• Nach dem ersten Beteiligungstermin im November 2016 wurde 
eine überarbeitete und konkretisierte Entwurfsplanung erstellt.
• Ein zweiter Beteiligungstermin folgte Ende Januar 2017. Hier 
wurde die Entwurfsplanung vorgestellt diskutiert und die Anlage 
mit den Jugendlichen konkretisiert.
Methoden Inhaltliche Vorbereitung von Ideen und Wünsche durch die Jugend-
lichen durch Gruppendiskussionen
Ablauf • Erster Beteiligungstermin am 8.11.2016 zur Information über 
die Rahmenbedingungen und die Vorstellung einer ersten 
Vorentwurfsplanung. Aufnahme von Hinweisen und Ideen der 
 Jugendlichen.
• Zweiter Beteiligungstermin am 31.01.2017 zur Vorstellung der 
Entwurfsplanung, Diskussion, Konkretisierung der Anlage.
• Die Mittel stellt die BVD New Living als Auftraggeber im Rah men 
eines städtebaulichen Vertrages zur Verfügung.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Es wurde ein Protokoll zur ersten und zweiten Beteiligungsveran-
staltung erstellt und die Skizzen der Jugendlichen wurden in den 
Planungsprozess eingespeist. 
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
• Direktes Netzwerk der Jugendbildungsreferentin
• Zusammenarbeit mit Fachplanerinnen und -planern
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
• Nutzen vorhandener Netzwerke
• Wenn möglich, thematische Vorbereitung / Vorarbeit durch die 
Zielgruppen.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Grünflächenamt 
Frau Aloe-Rudolph
(06151) 13-21 42
gruenflaechenamt@darmstadt.de

7
Stadtteilforum Arheilgen 2017
Kurzbeschreibung Nachdem das Stadtteilforum Arheilgen im Mai 2015 konstituiert 
wurde, befindet sich das Stadtteilforum nun in einer Phase der 
Verstetigung. Die Themen im Stadtteilforum Arheilgen sind vielfältig. 
Im Jahr 2016 und 2017 haben je 2 Stadtteilforen und der Arheil-
ger Aktionstag „Mucker macht mit“ stattgefunden. Themen, über 
die 2017 gesprochen wurden, waren u.a. Geschwindigkeitsmessun-
gen, Tempo 30, Pfandsammelringe, Straßenschilder, Nahverkehr, 
Nordbahnhof, A-Bus an Sonntagen, Flucht und Asyl, Kanalbaustelle 
in der Frankfurter Straße, Feuerwehrneubau, Grundstücksverkauf 
Frankfurter Landstraße 171 – 175, Fluglärm, Parken auf öffentlichen 
Straßen statt in Garagen, Projektidee Wohnen mit Versorgungs-
sicherheit in der alten Feuerwehr, Erneuerung der Feldwegbrücken, 
Waldspielplatz etc.
Beteiligungs-
gegenstand
Beteiligungsgegenstände sind alle Themen im Stadtteil, die für die 
Bürgerschaft von Interesse sind.
Ziel Mit dem Stadtteilforum Arheilgen wurde eine regelmäßige Dialog-
plattform auf Augenhöhe geschaffen. Das Stadtteilforum stellt 
einen Rahmen dar, in dem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu 
Wort kommen und eigene Ideen einbringen können. Es wurde ein 
Koordinationsteam gebildet, was aus engagierten Bürgerinnen und 
Bürgern, zivilgesellschaftlichen und hauptamtlichen Akteuren aus 
dem Stadtteil und der Verwaltung besteht. Das Koordinationsteam 
bereitet die Sitzungen vor und nach. Die Arbeitsgruppen können bei 
den Stadtteilforen berichten.
Alle Sitzungen wurden protokolliert und die Protokolle gehen zur 
Kenntnis an den Magistrat.
Stadtteilforum Arheilgen
Quelle: Kerbverein Darmstadt-Arheilgen e.V .

8
Der Arheilger Aktionstag wurde  erfolgreich  eingeführt, um 
die vielfältigen Aktivitäten und das  Engagement in  Gruppen, 
Vereinen und Initiativen sichtbar zu machen.  Außerdem 
wurden damit Bedarfe aus dem Stadtteil nach mehr Möglich-
keiten für  Begegnung und Kennen lernen aufgenommen. 
Ziel der Veranstaltung war es auch, über dieses Angebot die Neu-
bürgerinnen und  Neubürger im  Stadtteil an zu sprechen. Dieses 
Angebot wurde auch im 2. Jahr sehr gut angenommen und soll 
 künftig alle 2 Jahre im Wechsel mit der Gewerbeschau stattfinden.
Das Stadtteilforum findet auf der Stufe der Mitgestaltung statt.
Zielgruppen Es wurden alle Bürgerinnen und Bürger Arheilgens angesprochen, 
u.a. durch Presseartikel, Social Media und Plakate. Außerdem 
wurden Multiplikator /-innen für bestimmte Zielgruppen direkt 
kontaktiert und ein E-Mail-Verteiler aufgebaut. Bisher ist es bis auf 
einige Ausnahmen noch nicht ausreichend gelungen, junge Men-
schen und Familien zu erreichen.
Beim 2. Arheilger Aktionstag wurden die gesetzten Beteiligungsziele 
sehr gut erreicht, 24 Vereine und Initiativen waren bei dem 2. Arheil-
ger Aktionstag als Mitwirkende dabei. Die Besucherzahl war konstant 
sehr gut.
Prozessplan Die Prozessphasen wiederholen sich bei jedem Termin. Es gibt 
immer ein Vorbereitungstreffen des Koordinationsteams und nach 
der Durchführung des Stadtteilforums findet immer ein Nach-
bereitungstreffen statt. Im Vorfeld wird abgestimmt, wie der Ablauf 
des Forums sein soll, welche Punkte noch offen sind und ob Gäste 
als Expertinnen / Experten gezielt eingeladen werden sollen. Die 
Prozessphasen sind gut abgestimmt. Bei Bedarf erarbeitet das Koor -
dinationsteam auch Grundlagenpapiere und Öffentlichkeitsmaterial.
Methoden • Gruppendiskussionen
• Begegnungsfest
• Ideensammlung mittels Karten in Kleingruppen
Ablauf • Durchführung von 2 Stadtteilforen im Januar und August 2017
• Durchführung des 2. Arheilger Aktionstags Mucker macht mit
• 3 Treffen des Koordinationsteams im März, Juni und 
Oktober 2017
Gesamtkosten für Öffentlichkeitsarbeit, Raummieten, Catering in 
2017: unter 1.000 Euro. Die Mittel waren im Budget der Bürger-
beauftragten eingestellt.
Der 2. Arheilger Aktionstag wurde kostenneutral durch ehrenamt-
liches Engagement des Kerbvereins Darmstadt-Arheilgen e.V . und mit 
Hilfe von Sponsoren durchgeführt.

9
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse der Stadtteilforen wurden protokolliert und veröffent-
licht. Ein regelmäßiger Tagesordnungspunkt „Offene Punkte aus der 
letzten Sitzung“ stellt sicher, dass keine offenen Anliegen verloren 
gehen. In allen Sitzungen waren hauptamtliche Dezernentinnen und 
Dezernenten dabei, um direkt auf Fragen und Anmerkungen einge-
hen zu können. Empfehlungen, die das Stadtteilforum ausspricht, 
werden an den Magistrat weitergeleitet und es erfolgt eine Rückmel-
dung in der darauffolgenden Sitzung.
Außerdem können konkrete Projekte und Aktionen aus Beteiligungs-
ergebnissen gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern 
sowie der Stadt umgesetzt werden. 
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch ein Koordinations-
team aus Bürgerschaft und Verwaltung, die regelmäßigen Sitzungen 
als verlässlicher Rahmen und die Kombination von Sitzungen und 
anderen Aktivitäten wie z.B. der Aktionstag im Stadtteil, um mehr 
und andere Menschen anzusprechen. 
Geplant sind zukünftig auch Stadtteilspaziergänge und  weitere 
An  gebote, hierbei gehen die Impulse insbesondere vom Koordi na-
tions team aus. 
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Die Einrichtung eines kontinuierlichen Koordinationsteams aus 
Bürgerschaft, Hauptamtlichen im Stadtteil und Verwaltung ist 
sehr gut, um Stimmungen zu erfassen, gemeinsam zu planen und 
sich gegenseitig zu stärken. Außerdem ist die Erstellung ausführ-
licher, öffentlich einsehbarer Protokolle eine wichtige Anregung, 
damit Punkte aus der Bürgerschaft dokumentiert und  aufgegriffen 
werden. Außerdem kann angeregt werden, dass gemeinsame 
 Aktivitäten durchgeführt und die Erfolge sichtbar gemacht werden.
Fachamt
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Bürgerbeauftragten
Frau Jung-Kroh
(06151) 13-23 00
buergerbeauftragte@darmstadt.de

10
Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb Landesgartenschau
Kurzbeschreibung Mit der Bewerbung zur Landesgartenschau 2022 wurde das Ziel 
verfolgt, das Lebensumfeld für die Bürgerinnen und Bürger quali-
tativ durch die Vernetzung von Grünräumen und deren Ausstattung 
aufzuwerten, die Folgen des Klimawandels abzufedern und die Stadt 
sowohl touristisch wie auch als Wirtschaftsstandort attraktiver zu 
gestalten.
Zur Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens fand eine Bürgerbeteili-
gung statt, bei der Hinweise zu den Anforderungen des Wettbewerbs 
eingesammelt wurden. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im  Frühjahr 2017 entschieden, 
wegen der Notwendigkeit zu Kosten einsparungen auf die Durch-
führung der Landesgartenschau zu verzichten.
Beteiligungs-
gegenstand
Die Bürgerbeteiligung fand zum Anforderungsprofil des landschafts-
architektonischen und städtebaulichen Wettbewerbs statt.
Außerdem wirkte im Preisgericht eine Vertretung der Bürgerinnen 
und Bürger als sachverständiges Mitglied mit.
Ziel Durch die Beteiligung sollten die Bürgerinnen und Bürgern in die 
Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs zur Landesgarten-
schau einbezogen werden. 
Die Beteiligung fand auf der Stufe der Mitgestaltung statt.
Workshop zu den Anforderungen des Landesgartenschau-Wettbewerbs, Februar 2017
Quelle: U. Mathias

11
Zielgruppen Angesprochen waren alle Interessierten, insbesondere die poten-
ziellen Nachbarinnen und Nachbarn der Landesgartenschau 
und diejenigen, die sich mit einem Beitrag an der Landesgarten-
schau beteiligen wollten. 
Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die gesetzten 
Beteiligungs ziele wurden erreicht.
Prozessplan Die Prozessphasen zur Vorbereitung und Durchführung des Wett-
bewerbs waren eng getaktet, eine gute Abstimmung zwischen den 
verschiedenen Beteiligten war dennoch möglich. Durch den Ver zicht 
auf die Ausführung der Landesgartenschau kann nur der Zeitraum 
zwischen der Vorbereitung des Wettbewerbs und der Entscheidung 
des Preisgerichts betrachtet werden.
Methoden Hörprotokoll, Arbeit an Modellen, Informationen im Plenum, 
 Kleingruppenarbeit, Gallery-Walk, Kartenabfrage
Ablauf • Februar 2017: Bürgerbeteiligung zu den Anforderungen des 
Wettbewerbs
• März 2017: Ausschreibung des Wettbewerbs
• August 2017: Preisgericht und Ausstellung
Die Kosten für die Bürgerbeteiligung wurden im Rahmen des Projekts 
Landesgartenschau etatisiert.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Durch die Aufnahme der Dokumentation der Beteiligungsergebnisse 
in die Anlage des Auslobungstexts wurden die Beiträge aus der Bür-
gerschaft den teilnehmenden Planungsbüros zur Verfügung gestellt. 
Die Bürgervertretung im Preisgericht unterstützte diesen Ansatz.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die frühe Bürgerbeteiligung zu den Anforderungen eines Wett-
bewerbs hat sich bewährt, außerdem die Einbeziehung von 
Bürgervertretungen im Preisgericht, sowie die Kleingruppenarbeit.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Arbeiten in Kleingruppen ist auch bei Großveranstaltungen mit 
über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich.
Ein gutes Setting ( Verköstigung,  genügend Platz, genügend 
An sprechpersonen) ist  insbesondere bei großen Beteiligungs-
prozessen sehr wichtig.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Grünflächenamt
Frau Fath
(06151) 13-29 00
gruenflaechenamt@darmstadt.de

12
Workshop zur Steigerung der Teilhabe von Menschen mit Migrations-
hintergrund – Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung
Kurzbeschreibung In der verwaltungsinternen  Steuerungsgruppe „ Inter kulturelle 
 Öffnung der Verwaltung“ wurde ein  Konzept zur  interkulturellen Öff-
nung der Verwaltung der  Wissenschaftsstadt Darmstadt  er ar beitet. 
Das Konzept wurde in den politischen  Gremien be schlossen 
und die interne Steuerungsgruppe beauftragt, die Im plemen-
tierung in der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 voranzutreiben. Ein strategisches Ziel lautet, dass alle Ein-
wohnerinnen und  Einwohner an allen Bereichen des öffentlichen 
Lebens teilnehmen, was sowohl den Zugang zu den Angeboten 
als auch die  Partizipation einschließt. Als ein operatives Ziel wird 
verfolgt, dass sich die Partizipation von Menschen mit Migrations-
hintergrund in den verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung 
entsprechend dem Anteil der städtischen Bevölkerung mit Mi gra-
tionshintergrund erhöht. 
Außerdem ist aus der Evaluation der Darmstädter Beteiligungs-
prozesse und aus bundesweiten Ergebnissen bekannt, dass 
Menschen mit Migrationshintergrund in Beteiligungsprozessen unter-
repräsentiert sind. Ziel der Beteiligungsverfahren in Darmstadt ist 
es, dass vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung angeboten werden 
und Bürgerbeteiligung für alle Menschen da ist.
Beteiligungs-
gegenstand
Politische und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit 
 Migrationshintergrund. 
Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung eröffnen.
1. Workshop zur Steigerung der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

13
Ziel Die Beteiligung findet auf der Stufe der Mitgestaltung statt.  
Durch die Bürgerbeteiligung wurde das Thema in eine breitere 
Öffentlichkeit getragen und ein Maßnahmenkatalog wird partizipativ 
entwickelt. 
Zielgruppen Für die Fokusgruppen- und Experteninterviews wurden Menschen 
angesprochen, die sich in Migrantenselbstorganisationen, im Aus-
länderbeirat und in Jugendverbänden engagieren, Fachkräfte im 
Bereich Gemeinwesenarbeit, Migration, Polizei, Bürgerbeteiligung 
sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Außerdem fand eine 
Zufallsauswahl für die Fokusgruppengespräche statt. Leider war die 
Resonanz auf die Zufallsansprache sehr unbefriedigend.  
Die Einladung zum 1. Workshop fand sowohl über die persönliche 
Ansprache der Interviewpartnerinnen und -partner als auch über 
öffentliche Bekanntmachungen statt (Presse, Plakate, Homepage). 
Für den Prozess interessierten sich sehr viele Menschen. Die 
Mischung aus Hauptamtlichen sowie Bürgerinnen und Bürger, egal 
ob organisiert oder ohne Anbindung an eine Gruppe, war gut. 
Prozessplan Die Prozessphasen haben gut aufeinander aufgebaut. Die zeitliche 
Abstand zwischen den Interviews und dem 1. Workshop hätte kürzer 
sein können.
• März bis Mai 2017: Fokusgruppen- und Einzelinterviews
• November 2017: 1. Workshop
• November bis Dezember 2017: Vorstellung der Studienergebnisse 
im Arbeitskreis Bürgerbeteiligung und in der Steuerungsgruppe 
Interkulturelle Öffnung
• Januar bis März 2018: Vorbereitung des Maßnahmenkatalogs auf 
Basis der Beteiligungsergebnisse
• Geplant für März 2018: 2. Workshop zur Vorstellung und 
Diskussion des Maßnahmenkatalogs
Methoden Interviews, Workshop, Plenumsdiskussion
Geplant sind: Gallery-Walk
Ablauf Start im Sommer 2016, Abschluss des Projekts mit einem 
Magistrats beschluss im Sommer 2018. 
Das Projekt kostet 4.700 Euro für die Durchführung der Bestands-
erhebung. Folgekosten sind noch konkret zu beziffern.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse der Interviews sind Teil der Studie. Die Ergebnisse 
des 1. Workshops wurden für die Erstellung des Maßnahmenkatalogs 
ausgewertet und als Grundlage genutzt.

14
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Einbezug und Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger durch die 
Interviews. Rückkopplungsschleifen mittels der Workshops und der 
Berichte in den Gremien. Außerdem die Zusammenarbeit über den 
gesamten Prozess mit der TU Darmstadt.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Grundsätzlicher Prozessablauf mit einer frühen Einbindung 
der  Wissenschaft und der Zielgruppe lässt sich gut übertragen.  
 
Wichtig war auch das wertschätzende Umfeld während des 
1.  Workshops. 
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Bürgerbeauftragten 
Frau Jung-Kroh
(06151) 13-23 00
buergerbeauftragte@darmstadt.de
Amt für Interkulturelles und Internationales
Frau Baumann
(06151) 13-23 22
interkulturell-international@darmstadt.de 
Aktionsplan Gleichstellung 03.03.2017 
Quelle: Frauenbüro
Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplan: 2. und 3. Plenum
Kurzbeschreibung Ziel der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und 
 Männern auf lokaler Ebene ist es, flächendeckend in Europa die glei-
chen Handlungsansätze der Gleichstellungspolitik einzusetzen und 
damit der Gleichstellungspolitik eine stärkere Schubkraft und Akzep-
tanz zu sichern. Mit Unterzeichnung der Charta am 29.05.2015 hat 
Darmstadt sich zur Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplanes 
verpflichtet.

15
Beteiligungs-
gegenstand
Erarbeitung eines Gleichstellungsaktionsplanes zur Umsetzung der 
Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf 
lokaler Ebene
Ziel Gemeinsam mit ca. 70 Bürgerinnen und Bürgern, Politikerinnen 
und Politikern, Fachpersonen aus Darmstädter Frauenvereinen 
sowie der Stadtverwaltung wurden Maßnahmen für den  Aktionsplan 
vorgestellt und diskutiert, die durch Ideen aus vorhergehenden 
Veranstaltungen und / oder gesetzliche oder politische Rahmenbe-
dingungen bereits gesetzt sind. Dann gab es die Möglichkeit, 
Anregungen für weitere Maßnahmen zu geben. Die Diskussionen 
zeigten, dass die vorgestellten Maßnahmen breite Zustimmung 
fanden.
Zielgruppen Es wurden Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Fach-
personen aus Darmstädter Frauenvereinen sowie der Stadtverwaltung 
eingeladen.
Prozessplan Die Plenen 2 und 3 führten zu einem Entwurf und letztendlich zur 
Fertigstellung des Aktionsplans. 
Methoden Präsentationen, Methoden zur Netzwerkbildung /-stärkung, Arbeits-
gruppen
Ablauf Im Rahmen der 2 Plenen wurde der Aktionsplan fertig gestellt. Der 
Aktionsplan wurde im November / Dezember 2017 vom Magistrat 
und der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Seit 2018 
werden die enthaltenen Maßnahmen in einem abgestuften Zeitplan 
bearbeitet und umgesetzt. Für die Geltungsdauer des Aktionsplans 
(2018 – 2020) wird jährlich zum Umsetzungsstand am 8. März, dem 
Internationalen Frauentag, öffentlich berichtet. Der Charta-Beirat 
begleitet den Umsetzungsprozess des Aktionsplanes weiterhin.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse der insgesamt 3 Plenen wurden in einem 
 Strukturierungs- und Abwägungsprozess im Charta-Beirat überprüft 
und nach politischen Abstimmungsprozessen in den Aktionsplan ent-
weder aufgenommen oder auch – begründet – nicht aufgenommen.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Frühe Einbeziehung der Fachpersonen aus Verwaltung bzw. Frauen-
vereinen bei der Formulierung von Maßnahmenideen.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Frauenbüro
Frau Feess
(06151) 13-23 40
frauenbuero@darmstadt.de

Fahrradwege im und
zu /vom Quartier
Mobilitätskonzept Lincoln-Siedlung
???
1. Verkehrskonzept: Schaffung von Infrastruktur für ein autoarmes Quartier:
2. Mobilitätsmanagement
Verkehrsberuhigt Fahrradabstellanlagen privat u. öffentlich ÖPNV-Angebot Bike+ride
FOTO
• Mobilitätsberatung und Information für Bewohner-, I nverstoren- und Vermieterschaft
• Koordination multimodaler Mobilitätsangebote und Di enstleistungen
• Stellplatzorganisation, d.h. zentrale Vergabe aller S tellplätze
3. Finanzierungmodell
Anteil der Stellplatzeinnahmen + Erlöse aus Mobilitätsd ienstleistungen + Fördergelder 
Umfangreiche Maßnahmen addieren sich zu einem  ganzheitlichen Mobilitäts- und 
Stellplatzkonzept für ein autoarmes Modellquartier!
mobiCheck
Mobilitätsmanagement
 
Neubürger
Info
4. Mobilitätsalternativen
Bike-Sharing
Car-Sharing
E-Car Pooling
Beratung Information
ÖPNV-Angebot
Parken
Lastenradverleih
Ticket-Sharing
Weitere Angebote
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Mobilitätskonzept in der Lincoln-Siedlung – Veranstaltung für 
 Bewohnerinnen und Bewohner, Bürgerinnen und Bürger
Kurzbeschreibung Mittwoch, 15.03.2017, 17:30 bis 20:00 Uhr in der 
Mobilitätszentrale Lincoln
Zur Dokumentation der Veranstaltung wurde vom Büro Stete-Planung 
eine Broschüre erstellt. Download unter:
https://bit.ly/2Hcraix 
Auszug Dokumentation: „Die Lincoln-Siedlung liegt am südlichen 
Rand der Kernstadt und ist eine von zwei benachbarten ehemaligen 
Militärflächen in einer Entfernung von ca. 3 km zur Innenstadt und 
zum südlichen Stadtteil Eberstadt. Hier soll in den nächsten Jahren 
auf knapp 25 ha Wohnraum für insgesamt etwa 5.000 Menschen 
entstehen.
Die Prüfung der verkehrlichen Wirkungen der geplanten Entwicklung 
bei der Rahmenplanung führte zum Ergebnis, dass der nach dem 
klassischen Mobilitätsmuster erzeugte Kfz-Verkehr im bestehenden 
Straßennetz nicht leistungsfähig abgewickelt werden kann. Zudem 
entstünden unverträglich hohe Lärm- und Emissionsbelastungen.“
Beteiligungs-
gegenstand
Auszug Dokumentation: „Nachdem die ersten Bewohnerinnen und 
Bewohner in Lincoln eingezogen sind und erste innovative Mobili-
tätsangebote bereitstehen, war es der Stadt Darmstadt ein Anliegen, 
mit den Bewohnerschaft über ihre Erfahrungen zu diskutieren und 
im Gesamtzusammenhang ausführlicher zu informieren, welche 
Ziele mit dem Mobilitätskonzept verfolgt werden, wie es weitergeht 
und wie ‚Zwischenzustände‘ der Gebietsentwicklung organisiert und 
geregelt sind.“
Ziel Informieren, Anhören und Anregungen aufnehmen
Plakat Mobilitätskonzept Lincoln
Quelle: Stadtplanungsamt

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Zielgruppen Bewohnerinnen und Bewohner in Lincoln, sowie städtische  
Bürgerschaft
Prozessplan 1. Projektvorstellung
2. Diskussionen an Thementischen:
• Tisch 1: Parken auf Lincoln
• Tisch 2: Multimodale Angebote
• Tisch 3: Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
Methoden Ausstellung, Vorträge, Diskussionen an Thementischen
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Sie werden im weiteren Entwicklungsprozess von Mobilitätsalterna-
tiven und Dienstleistungen mit berücksichtigt. Mittlerweile wurde 
ein regelmäßig tagender Arbeitskreis Mobilität für die heutigen und 
zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner initiiert.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Thementische für besseren Fokus zur Erarbeitung von klaren 
 Vorschlägen.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Abteilung Mobilität und Öffentlicher Raum
Frau Samaan
(06151) 13-28 20
stadtplanungsamt@darmstadt.de

18
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Innenstadt –  
Mobile  Bürgerbeteiligung und Online-Fragebogen
Kurzbeschreibung Die Innenstadt ist  zentraler  Aufenthaltsbereich,  Lebensraum 
und Treffpunkt für  Bürgerinnen und  Bürger der Wissenschafts stadt 
Darmstadt sowie für Besucherinnen und  Besucher. Gerade vor dem 
Hintergrund wachsender  Konkurrenz durch  Einkaufs zentren im 
Umland und des  kontinuierlich  wachsenden  Onlinehandels ist die 
 Wissenschaftsstadt Darmstadt bestrebt, die  Innenstadt fort zu-
entwickeln. Ziel ist eine attraktiv gestaltete City mit hoher Auf ent-
haltsqualität. Der für Sommer 2017 geplante Ideenwettbewerb 
Innenstadt wurde aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Sollte 
es zu einer Neubewertung des Projektes kommen, wird das Ver-
fahren wieder aufgenommen.
Weitere Informationen:
https://bit.ly/2o68sB9
Beteiligungs-
gegenstand
Alle Interessierten hatten die Möglichkeit, per  Fragebogen oder 
mit Fähnchen auf einem Lageplan, Lieblingsorte, Verbesserungs-
potenziale, Ideen und Gedanken zur Innenstadt zu benennen.
Ziel Informieren, Anhören
Zielgruppen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger
Methoden Einsatz Inforad:
Im Rahmen der Vorbereitung des städtebaulichen Ideenwett-
bewerbes waren Mitarbeiterinnen des Stadtplanungsamtes am
Ideenwettbewerb Innenstadt: Mobile Bürgerbeteiligung  
mit Inforad am 30.03.2017 in der Wilhelminenstraße 
Quelle: A. Mendel

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Donnerstag, 30.03.2017 und am Sonntag, 09.04.2017 jeweils 
 zwischen 12 Uhr bis 15 Uhr mit dem neuen Darmstädter Inforad 
in der Innenstadt unterwegs. Sowohl per Fragebogen als auch mit 
Fähnchen auf einem großen Lageplan hatten alle Interessierten 
die Möglichkeit, Lieblingsorte sowie Verbesserungspotenziale, Ideen 
und Gedanken zur Darmstädter Innenstadt zu benennen.
Fragebogen: 
Bürgerinnen und Bürger konnten zudem im Internet einen Frage-
bogen zur Innenstadt herunterladen und ausgefüllt per E-Mail an das 
Stadtplanungsamt senden.
Ablauf Der für Sommer 2017 geplante Ideenwettbewerb Innenstadt 
wurde aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Sollte es zu einer 
Neubewertung des Projektes kommen, wird das Verfahren wieder 
aufgenommen.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse sollten soweit umsetzbar in die Aufgabenstellung 
zum Ideenwettbewerb Innenstadt eingearbeitet werden. Auf dieser 
Grundlage sollten die teilnehmenden Planungsbüros dann Vorschläge 
für die Aufwertung der Innenstadt erarbeiten.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die Mobile Bürgerbeteiligung mit dem Inforad ist ein niedrig-
schwelliges Beteiligungsangebot, mit dem bei diesem ersten Einsatz 
für das Stadtplanungsamt sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. 
Direkt vor Ort konnten persönliche Gespräche zwischen Bürgerinnen 
und Bürgern und den eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
geführt werden. So konnten auch Personengruppen angesprochen 
werden, die mit einer Abendveranstaltung womöglich nicht erreicht 
worden wären.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Frau Haas
(06151) 13-21 15
stadtplanungsamt@darmstadt.de

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Soziale Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel (PaMo)
Kurzbeschreibung Das Fördergebiet Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel wurde im Jahr 
2014 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Maßnahmen 
zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohnens im Quartier 
können nun mit finanziellen Mitteln des Bundes (ein Drittel) sowie 
des Landes Hessens und der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch-
geführt werden.
Ausführliche Informationen zum Fördergebiet und Dokumentation 
der bereits stattgefundenen Veranstaltungen und Beteiligungsan-
gebote: www.darmstadt.de/sozialestadt-pamo
Beteiligungs-
gegenstand
Erarbeitung eines „Integrierten städtebaulichen Entwicklungs-
konzeptes“ (ISEK)
In einem ersten Bearbeitungsschritt wurde ein externes Büro mit 
der Erstellung eines sogenannten „Integrierten städtebaulichen 
Entwicklungskonzeptes“ (ISEK) beauftragt. Darin enthalten sind 
eine Bestandsaufnahme und Analyse der Stärken und Schwächen 
des Fördergebietes. Zur Beteiligung der Bewohnerschaft und aller 
 be troffenen Akteure wird eine geeignete Vorgehensweise ent-
wickelt. Die anzugehenden Aufgaben und mögliche Maßnahmen 
sowie die notwendige Finanzierung werden zusammengestellt.
Ziel Informieren, Anhören, Mitgestalten
Zielgruppen Alle Akteure im Fördergebiet: Bewohnerinnen und Bewohner, Eigen-
tümerinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende, Interessengruppen 
und Vereine.
PaMo Soziale Stadt Quartiersrundgang
Quelle: Stadtplanungsamt

21
Methoden Interaktive Internetplattform, Veranstaltungen, Quartiersrundgänge, 
runde Thementische, Plakate, Flyer 
Als Auftakt zur Beteiligung der Bewohnerschaft und aller Akteure 
im Stadtteil hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Teil-
nahme am 1. Bürgerdialog eingeladen. Die Veranstaltung fand am 
 Freitag, den 21.04.2017, ab 17:00 Uhr im Haus für Industriekultur, 
 Kirschenallee 88, 64293 Darmstadt, statt.
Der 2. Bürgerdialog fand am Mittwoch, den 28.06.2017, 18:00 Uhr 
in der Listschulhalle, Julius-Reiber-Straße 7 (Schulinsel) statt. 
 Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, Ideen und Anregungen 
zur Entwicklung des Gebiets einzubringen.
Quartiersrundgänge am 22. und 29. Mai: Unter dem Motto ‚PaMo – 
Mein Blick‘ hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt alle Bürgerinnen 
und Bürger des Pallaswiesen- und Mornewegviertels zu 2 Quartiers-
rundgängen eingeladen. Die Bewohnerschaft wurde so direkt in den 
Gestaltungsprozess ihres Viertels eingebunden. Stadtteilbezogene 
Ideen für Veränderungen wurden vor Ort gesammelt und gemeinsam 
diskutiert.
Online-Bürgerbeteiligung, www.pamo-machtmit.de,  
13.04. – 15.05.2017
Bürgerinnen und Bürger konnten Ihre Ideen und Vorschläge zur 
 Entwicklung des Pallaswiesen- / Mornewegviertels der  Internetseite 
www.pamo-machmit.de  mitteilen. Soweit  möglich  fließen diese 
An re gun gen in den Entwurf „Integrierten städtebaulichen Ent-
wicklungskonzeptes“ (ISEK) ein. Jedem Haushalt im Fördergebiet 
wurde ein Infoblatt mit Hinweis auf die Online-Bürgerbeteiligung 
in den Briefkasten zugestellt.
Ablauf Projekte im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt  werden 
zu einem Drittel mit Fördermitteln des Bundes finanziert, die 
anderen beiden Drittel werden vom Land Hessen und der Kommune 
hinzugesteuert.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse sind in die Entwicklung des ISEK’s eingeflossen.

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Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Quartiersrundgänge ermöglichen den  direkten  Austausch mit 
 Bürgerinnen und Bürgern im  persönlichen Gespräch. In  öffent lichen 
Quartiersrundgängen wurden unter  Hinzuziehung der jeweils 
 zu ständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der  Verwaltung 
(u.a. Stadtplanungsamt, Sozialdezernat,  Grün flächen amt, 
Straßen  verkehrs- und Tiefbauamt) stadtteil bezogene  Mängel und 
Pro blem lagen im Dialog mit der Bürgerschaft vertieft und Ideen 
für Veränderungen gesucht. Vielen Menschen fällt die Äußerung 
eigener Ideen und Anregungen in einer solchen Gesprächssituation 
leichter, als in großen Plenumsveranstaltungen.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Quartiersrundgänge und Vor-Ort-Informationen sind ein niedrig-
schwelliges Angebot, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch 
zu kommen. 
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Herr Petek 
(06151) 13-36 46
Frau Bingert 
(06151) 13-36 44
stadtplanungsamt@darmstadt.de
DARMSTADT #DIGITALSTADT!
Kurzbeschreibung Bürgerinformationsveranstaltung zur Bewerbung Darmstadts im 
Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Bitkoms-Verbandes am 2. Mai 2017 
im darmstadtium u.a. unter Beteiligung von Oberbürgermeister 
Jochen Partsch, Staatssekretär Mathias Samson, HMWEVL und Prof. 
Dr. Michael Waidner Institutsleiter des Fraunhofer-SIT .
Bürgerinformationsveranstaltung Digitalstadt Darmstadt 
Quelle: U. Mathias

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Beteiligungs-
gegenstand
Information und bürgerschaftlicher Input für die Bewerbungsunter-
lagen Darmstadts im oben genannten Wettbewerb
Ziel • Information über den Wettbewerb
• Gezielte und gesteuerte Einholung der Anregungen der Bürger-
schaft zur Bewerbung und zur Digitalisierung an Thementischen 
Zielgruppen • gesamte Bürgerschaft, insbesondere die interessierte 
Fachöffentlichkeit (z.B. Studierende) etc.
• Auswahl und Ansprache (Bewerbung mittels Plakatierung, 
Internetauftritt, Homepage der Stadt, Presseberichterstattung) 
war geeignet. Die Teilnehmerzahl lag bei >200.
Prozessplan Art und Zeitpunkt der Veranstaltung waren eingebettet in den 
Zeitplan des Wettbewerbs „Digitale Stadt“ und insofern sinnvoll 
 abgestimmt.
Methoden Vorträge, Podiumsdiskussion mit Fragerunde, moderierte Themen-
tische (Hauptmethode)
Ablauf siehe Prozessplan, einmalige Abendveranstaltung
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
katalogische Dokumentation der Thementische und Aufnahme von 
zielführenden Vorschlägen in den Wettbewerbsbeitrag
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Im Wettbewerbsverfahren wurden die Ziele voll erreicht; der Wett-
bewerb wurde von Darmstadt gewonnen; Bürgeranregungen flossen 
auch mit längerfristiger Wirkung in die Digitalstadt-Projekte ein.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
• Bei Städtewettbewerben sind Bürgerbeteiligungsformate ein 
chancenerhöhender Faktor.
• Das Interesse der Bürgerschaft an Digitalisierungsthemen ist 
grundsätzlich hoch.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Herr Kolmer
(06151) 13-37 80
standort@darmstadt.de

24
Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof
Kurzbeschreibung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde im Oktober 2016 vom Hes-
sischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und 
Verbraucherschutz in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ 
aufgenommen. Es handelt sich hier um Flächen rund um den Kapell-
platz, Teile des Woogsviertels sowie um drei Wohnblöcke zwischen 
Elisabethenstift und Ostbahnhof. Der Übergang zum Bernhard- 
Sälzer-Platz / Löwentör und der Ostbahnhof selbst gehören ebenfalls 
zum Fördergebiet. Mit den Fördermitteln können Maßnahmen auf 
öffentlichen und privaten Flächen gefördert werden. Ausführliche 
Informationen zum Stadtumbauprozess sowie Dokumentationen der 
durchgeführten Beteiligungsmaßnahmen:
www.darmstadt.de/stadtumbau-da-ost
Beteiligungs-
gegenstand
1. Als erster Baustein im Rahmen des Stadtumbauprogramms 
war von der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Ausarbeitung 
eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) 
beauftragt worden. Dieses städtebauliche Entwicklungskonzept 
wurde nun beim Hessischen Ministerium für Umwelt,  Klima-
schutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Prüfung 
und Genehmigung vorgelegt. Die Ausarbeitung dieses Ent wick-
lungskonzepts erfolgte in intensiver Mitwirkung der Bürgerinnen 
und Bürger in drei öffentlichen Veranstaltungen. Die erste Ver-
anstaltung am 04.05.2017 diente der Information über das 
neue Fördergebiet. Der ganztägige Workshop am 06.05.2017 
bot die Gelegenheit, an verschiedenen Arbeitsgruppen mit-
zuarbeiten und so Anregungen und Wünsche in den Planungs-
prozess einzubringen. Bei der dritten Veranstaltung am 
17.08.2017 ging es um die Vorstellung von Arbeits ergebnissen 
und Handlungsfeldern. Ideen und Anregungen aus den 
öffentlichen Veranstaltungen sind, soweit möglich, in den 
Planungsprozess eingeflossen.
Bürgerinformationsveranstaltung Stadtumbau Ost 2017 
Quelle: Stadtplanungsamt

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2. Welche Ziele hat der Umbau, wie wird er umgesetzt? Das 
sollen Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden. Als Mit-
sprache- und Beteiligungsmöglichkeit wird die sogenannte 
Lokale Partner schaft eingerichtet. Dazu gab es am Montag, 
27.11.2017, eine Informationsveranstaltung ab 19 Uhr im 
Pädagogkeller (Pädagogstraße 5). Die Lokale Partnerschaft 
bietet Bewohnerinnen und Bewohnern, Eigentümerinnen 
und Eigentümern, den Gewerbetreibenden sowie Gruppen 
und Vereinen die Möglichkeit, sich in den Stadtumbauprozess 
einzubringen. Diese Einrichtung soll deshalb über den gesamten 
Zeitraum des Stadtumbauprogramms – 14 Jahre – bestehen 
bleiben und so den Gestaltungsprozess aktiv unterstützen.
Ziel Informieren, Anhören, Mitgestalten
Zielgruppen Bewohnerinnen und Bewohner, Eigentümerinnen und Eigentümer, 
Gewerbetreibende sowie Gruppen und Vereine
Methoden Informationsveranstaltung, Workshop
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse wurden soweit möglich in das „Integrierte Städtebau-
liche Entwicklungskonzept“ (ISEK) aufgenommen
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Quartiersrundgänge ermöglichen den direkten Austausch mit Bür-
gerinnen und Bürgern im persönlichen Gespräch. Vielen Menschen 
fällt die Äußerung eigener Ideen und Anregungen in einer solchen 
Gesprächssituation leichter, als in großen Plenumsveranstaltungen.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Quartiersrundgänge und Vor-Ort-Informationen sind ein niedrig-
schwelliges Angebot, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch 
zu kommen. 
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Frau Eichenauer
(06151) 13-36 45
stadtplanungsamt@darmstadt.de

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Bürgerhaushalt 2017
Kurzbeschreibung Der Bürgerhaushalt wurde 2012 eingeführt und findet seitdem jähr-
lich statt. Beim Bürgerhaushalt können die Bürgerinnen und Bürger 
Einspar- und Ausgabevorschläge zum städtischen Haushalt machen, 
die Vorschläge anderer kommentieren und über die eingereichten 
Vorschläge abstimmen. Die Vorschläge werden in der Verwaltung 
geprüft und politisch beraten. Abschließend wird ein Rechenschafts-
bericht veröffentlicht.
Mit dem Bürgerhaushalt haben die Bürgerinnen und Bürger die 
Möglichkeit, Ihre Anregungen zur Haushaltsplanung oder allgemein 
Vorschläge für Verbesserungen in Darmstadt einzubringen.
Beteiligungs-
gegenstand
Die Bürgerbeteiligung findet zur Beratung des Haushalts statt.
Ziel Einen Überblick über den Haushalt der Stadt Darmstadt vermitteln 
(auf der Beteiligungsplattform gibt es einen „offenen Haushalt“, 
außerdem die Broschüre „Haushalt kompakt“) und Bürgerideen und 
-anregungen zum Haushalt einbringen und priorisieren.
Die Bürgerbeteiligung findet auf der Stufe der Anhörung statt. 
Zielgruppen Alle Darmstädterinnen und Darmstädter waren eingeladen, sich zu 
beteiligen. 
Alle Interessierten mussten sich, um an der Online-Beteiligung 
mitzuwirken zu können, auf der Plattform mit ihrer E-Mail-Adresse 
registrieren.
Bürgerhaushalt 2017 
Quelle: Ankündigung in den Straßenbahnen

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Im Jahr 2017 waren 158 aktive Nutzerinnen und Nutzer beim 
Bürgerhaushalt dabei, bzw. haben aktiv kommentiert, Beiträge 
geschrieben und oder bewertet, wobei seit 2012 insgesamt etwas 
mehr als 2.949 Nutzende auf der Plattform registriert waren, mit 
einer Steigerung um 14,1 % zum Vorjahr. 
Die Ansprache erfolgte sowohl über die Bürgerbeteiligungsplatt-
form sowie über die Homepage. Ebenso wurde das Verfahren wie im 
vergangenen Jahr mit Plakaten und einem Flyer sowie einem Flyer 
in Leichter Sprache beworben. Weiterhin wurde die Beteiligungs-
möglichkeit im Infobrief der Stadt angekündigt, in Straßenbahnen 
über die Werbedisplays verbreitet und über eine Pressemitteilung 
in die Printmedien der Region gebracht. Auch auf verschiedenen 
Bürgerinformationsabenden im direkten Kontakt und weiteren 
Veranstaltungen wurden Informationen rund um den Bürgerhaus-
halt verbreitet. Das Inforad der Stadt war im gesamten Stadtgebiet 
unterwegs und zeigte bei verschiedenen Einsätzen die Beteiligungs-
möglichkeiten der Plattform da-bei.darmstadt.de auf.
 
Vorschläge und Stimmen konnten online über die Plattform und in 
allen neun Stadtteilen vor Ort abgeben werden. Insgesamt wurden 
187 Ideen eingebracht (2016: 199 Ideen) und 279 Kommentare 
abgegeben (2016: 240 Kommentare). Auf die Internetplattform des 
Bürgerhaushaltes wurde während der aktiven Beteiligungsphase (in 
der Zeit vom 08.05.2017 bis 21.06.2017) insgesamt ca. 8.500 mal 
(2016: 8.000 mal) zugegriffen.
Prozessplan Der Prozess gliedert sich in folgende Phasen: 
• Konzeption, Vorbereitung und Umsetzung
• Informationen über den städtischen Haushalt
• Ideen einreichen und kommentieren 
• Abstimmung über die Ideen
• Prüfung der Vorschläge durch die Verwaltung 
• Beratung der Vorschläge in den politischen Gremien 
• Rechenschaftsbericht
Die Prozessphasen waren auf die Haushaltsberatungen abgestimmt.
Es besteht nach wie vor die Notwendigkeit, das bisherige Ver-
fahren des Bürgerhaushalts zu überdenken, da die Prüfung von 
über 30 Vorschlägen, die Erstellung von Stellungnahmen und 
der entsprechenden Anzahl von Magistratsvorlagen direkt vor den 
Haushaltsberatungen eine sehr umfangreiche Aufgabe ist.

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Methoden • Bürgerbeteiligungsplattform da-bei.darmstadt.de
• Homepage 
• Plakate, Flyer (inkl. Flyer in Leichter Sprache) 
• Infobrief 
• Werbedisplays in Darmstädter Straßenbahnen 
• Pressemitteilungen an die Printmedien der Region 
• Verschiedene Bürgerinformationsabenden 
• Inforad im gesamten Stadtgebiet 
• 9 Vor-Ort-Standorte
Ablauf April: Start des Bürgerhaushalts 
April – Juni: Ideeneinreichung und Abstimmung 
Juni – September: Prüfung der Vorschläge 
September – Dezember: Beratung der Vorschläge  
Januar: Rechenschaft  
 
Für die Bürgerbeteiligungsplattform zum Haushalt und die Betreu-
ung der Seite wurden ca. 9.500 € für dieses Jahr benötigt. Die Mittel 
waren im Haushalt hinterlegt.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die 34 Vorschläge aus 16 Themenbereichen mit den meisten 
Stimmen pro Stadtteil aus dem Beteiligungsportal und aus der 
Vor-Ort-Abstimmung wurden im Anschluss an die Abstimmungs-
phase von der Verwaltung geprüft und gingen dann im Rahmen 
der Haushaltsberatungen als Magistratsvorlagen in die politischen 
Gremien ein. Die Beratungsergebnisse sind öffentlich zugänglich 
(unter darmstadt.more-rubin1.de) und werden im Rechenschafts-
bericht zum Bürgerhaushalt (auf da-bei.darmstadt.de) ausführlich 
dokumentiert. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerhaushalts werden 
über Rundmails regelmäßig informiert. Wenn Vorschläge umgesetzt 
wurden, erhalten die Einreicher zusätzlich einen Hinweis per E-Mail, 
häufig mit einem Foto, welches die Umsetzung dokumentiert. 
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die Kombination aus Online- und Vor-Ort-Beteiligung sowie direkte 
Ansprache ist passend, um eine breitere Bevölkerung zu erreichen.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Eine Ansprache über viele Kanäle ist wichtig, außerdem die kon-
tinuierliche Rückmeldung von Zwischenständen und Ergebnissen, 
insbesondere direkt an die Einreicherinnen und Einreicher.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Bürgerbeauftragten
Frau Radmann
(06151) 13-23 00
buergerbeauftragte@darmstadt.de

29
Stadtteilforum Eberstadt 2017
Kurzbeschreibung  Beschluss eines Rahmenkonzepts zur Einrichtung von offenen 
Stadtteilforen mit bürgerschaftlicher Beteiligung in 12 / 2013 (MV-
Nr. 2013 /    0338). Aktionskonzept für das Projekt „Gepflegt leben 
im Alter – gut umsorgt im Stadtteil“ durch die Altenhilfeplanung 
und Einrichtung von Runden Tischen in Eberstadt und Bessungen 
2013 / 2014.
Zur Vorbereitung des Stadtteilforums Eberstadt wurde eine Vor-
bereitungsgruppe gebildet, bestehend aus Bezirksverwaltung 
Eberstadt, Stadtteilwerkstatt Eberstadt-Süd, Träger der Jugendhilfe, 
Stadtplanungsamt, Amt für Soziales und Prävention und der Bür-
gerbeauftragten. Es wurden Vorgespräche mit vielen Eberstädter 
Interessengruppen geführt. Gründung des Stadtteilforums nach 
intensiver Vorbereitung unter Beteiligung der interessierten Akteure 
im Februar 2016. 
Beteiligungs-
gegenstand
Beteiligungsgegenstände sind alle Themen im Stadtteil, die für die 
Bürgerschaft von Interesse sind.
Ziel Mit dem Stadtteilforum Eberstadt wurde eine regelmäßige Dialog-
plattform auf Augenhöhe geschaffen. Das Stadtteilforum stellt einen 
Rahmen dar, in dem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort 
kommen und eigene Ideen einbringen können. 
6. Stadtteilforum Eberstadt; Frau Akdeniz (r), Frau Jung-Kroh 
Quelle: Tim Elser

30
Es wurde ein Koordinationsteam gebildet, was aus Bürgerinnen 
und Bürgern, zivilgesellschaftlichen und hauptamtlichen Akteuren 
aus dem Stadtteil und der Verwaltung besteht. Das Koordinations-
team bereitet die Sitzungen vor und nach. Außerdem wurden 6 
Themen tische gegründet. Nach dem Auftakt im Februar 2016 haben 
drei weitere Foren in 2016 und zwei Foren in 2017 stattgefunden. 
Die Thementische haben ihre Ideen vor- und zur Diskussion gestellt. 
Alle Sitzungen wurden protokolliert und die Protokolle gingen zur 
Kenntnis an den Magistrat. Das Stadtteilforum findet auf der Stufe 
der Mitgestaltung statt. 
Zielgruppen Es werden regelmäßig alle Bürgerinnen und Bürger Eberstadts an-
gesprochen, u.a. durch Presseartikel, Werbung in der Straßenbahn, 
Plakate und Handzettel. Außerdem wurden Multiplikator/-innen 
für bestimmte Zielgruppen direkt kontaktiert. Das Interesse zur Mit-
wirkung ist sehr hoch und die Stadtteilforen sind sehr gut besucht. 
Auch nach den Terminen gibt es viele Nachfragen und Anmerkungen.
Zusätzlich zum Stadtteilforum sind perspektivisch weitere Angebote 
notwendig, um breite Meinungsbilder zu schaffen. 
Prozessplan Die Prozessphasen wiederholen sich bei jedem Termin. Es gibt 
immer ein Vorbereitungstreffen des Koordinationsteams und nach 
der Durchführung des Stadtteilforums findet immer ein Nachberei-
tungstreffen statt. 
Im Vorfeld wird abgestimmt, wie der Ablauf des Forums sein soll, 
welche Punkte noch offen sind, welche Methoden eingesetzt werden 
und ob Gäste als Expertinnen / Experten gezielt eingeladen werden 
sollen. 
Außerdem sind anlassbezogen Sondersitzungen des Koordinations-
teams möglich. Die Prozessphasen sind bisher gut abgestimmt.
Methoden • Abfragen an Meta-Planwänden
• Gesprächsrunden und Kleingruppenarbeit an Gruppentischen 
und Stehtischen
• Thementische
Ablauf • Vorbereitung zur Gründung des Stadtteilforums bis Februar 2016
• Durchführung von 4 Stadtteilforen im Februar, April, August und 
November 2016
• Durchführung von 2 Stadtteilforen im Mai und November 2017
• 6 Treffen des Koordinationsteams im März (2 Treffen), Mai, Juli, 
Oktober und November 2016
• 5 Treffen des Koordinationsteams im Januar, März, Juni, August 
und November 2017

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Gesamtkosten für Öffentlichkeitsarbeit, Moderation der Auftaktver-
anstaltung, Raummieten, Catering in 2017: unter 2.000 €. Die Mittel 
waren im Budget der Bürgerbeauftragten eingestellt.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse der Stadtteilforen wurden protokolliert und veröffent-
licht. Ein regelmäßiger Tagesordnungspunkt „Rückmeldungen zu 
den offenen Fragen beim letzten Stadtteilforum“ stellt sicher, dass 
keine Anliegen verloren gehen. In allen Sitzungen waren hauptamt-
liche Dezernentinnen und Dezernenten dabei, um direkt auf Fragen 
und Anmerkungen eingehen zu können. Empfehlungen, die das 
Stadtteilforum ausspricht, werden an den Magistrat weitergeleitet 
und es erfolgt eine Rückmeldung in der darauffolgenden Sitzung.
Die Beteiligungsergebnisse, die in konkrete Projekte oder Aktionen 
münden, sollen möglichst durch oder mit den interessierten Eber-
städterinnen und Eberstädtern umgesetzt werden. 
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die ausführliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch ein 
Koordinationsteam aus Bürgerschaft und Verwaltung hat sich sehr 
bewährt, dies ist auch ein Ort zur Nachsteuerung, wenn entspre-
chender Bedarf erkennbar wird. 
Die Zusammenarbeit zwischen den Engagierten am Thementisch 
und der Verwaltung ist sehr wichtig, um einerseits Verständnis 
für die Positionen und Sichtweisen des Gegenübers zu entwickeln 
und andererseits konkrete Aktionen miteinander abzustimmen. 
Außerdem die regelmäßigen Sitzungen als verlässlicher Rahmen 
und die Anwesenheit der Dezernentinnen und Dezernenten für eine 
direkten Dialog. 
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Die Möglichkeit zum Austausch über Grundsätze, Haltungen und 
 Rollen im Koordinationsteam ist sehr wichtig, gleichzeitig der Fokus 
auf realisierbare, kleine Projekte und konkrete Verbesserungen 
im Stadtteil. Durch die Zusammenarbeit im Koordinationsteam 
und an den Thementischen entstehen viele gute Ideen und es gibt 
viele Rückmeldungen. Die Klärung der verschiedenen Erwartungen 
und gute Kommunikationswege sind wichtig für einen nachhalti-
gen Erfolg.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Bürgerbeauftragten
Frau Jung-Kroh 
(06151) 13-23 00
buergerbeauftragte@darmstadt.de

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Radverkehrsanlagen Heidelberger Straße
Kurzbeschreibung Hintergrund:
Die Heidelberger Straße ist für alle Verkehrsarten eine wichtige Verbin-
dung, sowohl im städtischen wie auch im regionalen Netz südlich der 
Innenstadt der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie erschließt im Bereich 
Bessungen die angrenzenden Quartiere und verbindet die Stadtteile 
Eberstadt, Lincoln-Siedlung und Bessungen mit der Innenstadt.
Während für die Straßenbahn und den Autoverkehr  durchgehend aus-
reichende Flächen zur Verfügung stehen, um den  Verkehr störungsfrei 
abzuwickeln, gibt es für den  Radverkehr  lediglich in  Teilabschnitten 
Angebote zur sicheren und  komfortablen  Führung. Die Heidelberger 
Straße wurde im 2006 verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplan 
erneut als wichtige Hauptroute in der Nord-Süd-Verbindung für den 
Radverkehr erkannt und festgelegt. Sie ist auch Bestandteil des regio-
nalen Radverkehrsnetzes sowie Teil der Freizeitroute „Die  Berg straße“. 
Ausgangslage: 
1. Keine separate Radverkehrsanlage zwischen der Hermannstraße 
bzw. Niederstraße und der Landskronstraße / Rüdesheimer Straße
2. Verkehrsbelastung von 18.000 bis 20.000 Kraftfahrzeugen pro 
Tag sowie von 2150 Radlern pro Tag
3. 4-streifige Hauptverkehrsstraße mit Tempo 50 km/h und 
Straßenbahn in Fahrbahnmitte
4. Parken für Autos am Fahrbahnrand, auf dem Gehweg und zeitlich 
begrenzt in Fahrtrichtung Süden auf dem rechten Fahrstreifen
5. Keine ausreichenden Fahrradabstellmöglichkeiten 
6. Abschnittsweise Geschäfte, Dienstleistungen, Gastronomie als 
Anlieger
7. Zahlreiche Gehwegradler auf beiden Gehwegen und auch in 
beide Richtungen. Im Bereich Bessungen erhält die Heidelberger 
Straße, zwischen Hermannstraße und Landskronstraße / 
Rüdesheimer Straße, nun beidseitig sichere und ausreichend 
breite Radfahrstreifen.
8. Pressemitteilung vom 19.04.2017: https://bit.ly/2Emcj1N
Bürgerveranstaltung zur Heidelberger Straße mit Inforad
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

33
Beteiligungs-
gegenstand
Vorstellung der vorliegenden Planung zur Umgestaltung der Heidel-
berger Straße zwischen Landskronstraße und Herrmannstraße
Ziel Ziel war es, die Anwohner und Nutzer der Heidelberger Straße über 
die beschlossene Planung zu informieren und anzuhören. So konnten 
Stimmungen und Meinungsbilder eingeholt werden. Weiterhin sollten 
Unverständlichkeiten und Unklarheiten geklärt werden.
Zielgruppen Zielgruppe waren sowohl die Anwohner der Heidelberger Straße 
wie auch die Nutzer der Heidelberger Straße. Weiterhin wurden 
auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich schon im Vor-
feld zu den Planungen geäußert hatten direkt zu der Veranstaltung 
 eingeladen.
Prozessplan Vor der Infoveranstaltung auf der Straße wurden die Anwohner per 
Info-Flyer, der per Briefkastensendung verteilt worden war, schon 
über die geplante Maßnahme informiert. Die Veranstaltung auf der 
Straße bot dann die erweiterte Möglichkeit, Fragen und Anregungen 
zur Planung vorzutragen.
Methoden Präsenz mit dem Inforad direkt vor Ort zu unterschiedlichen  Zeiten 
und an unterschiedlichen Orten an der Heidelberger Straße. Durch 
die verschiedenen Orte war eine gute Erreichbarkeit für die Anwohner 
gegeben. Weiterhin wurden die verschiedenen Standorte entspre-
chend den vorliegenden Verkehrslastrichtungen gewählt, morgens 
wurden Standorte stadteinwärts und nachmittags Standorte in Fahrt-
richtung stadtauswärts gewählt.
Ablauf Verteilung der Anwohnerflyer am 08.06.2017
Inforad in der Heidelberger Straße: Fragen und Antworten zum 
 Projekt
• 28. Juni 2017 von 9 bis 10 Uhr Ecke Weinbergstraße,
• 10 bis 11 Uhr vor dem Eichbaumtresen,
• 29. Juni 2017 von 16 bis 17 Uhr vor Format,
• 17 bis 18 Uhr vor dem Bessunger Buchladen,
• 18 bis 19 Uhr vor dem Kikeriki-Theater
Umsetzung der Maßnahme ab Mitte August 2017.
Umgang mit 
Ergebnissen der Bür-
gerbeteiligung
Aus der Bürgerinformation sind keine die Planung direkt betreffende 
Anregungen hervorgegangen. Vielmehr gab es eine Vielzahl an Fragen 
zu den Gleis- und Kanalbaumaßnahmen, die entsprechend beant-
wortet worden sind, bzw. zu denen direkte Zuständigkeiten vermittelt 
werden konnten.

34
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die durchgeführte Informationsveranstaltung ermöglicht das direkte 
Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Dieses Beteili-
gungsangebot ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu Diskussionen 
im Plenum größerer Veranstaltungen. So kann auf viele Fragen sehr 
individuell eingegangen werden. 
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Die direkte Vor-Ort-Veranstaltung auf der Straße mit dem Inforad 
hat sich auf jeden Fall bewährt. Durch die verschiedenen Zeit-
fenster und auch die verschiedenen Orte wird es den Bürgerinnen 
und  Bürgern leicht ermöglicht, kurz mal vorbeizuschauen und 
 dringende Fragen zu stellen. Die offene Form der Veranstaltung  bietet 
eine lockere Atmosphäre. Dabei erreicht die Veranstaltung sowohl 
direkt Interessierten, die durch die Plakate auf die Ver  anstaltung 
auf merksam geworden sind wie auch zufällig vorbeikommende 
Bürgerinnen und Bürger. In der direkten Kommunikation zwischen 
Planern und Bürgern fällt es zudem manchen Bürgern einfacher 
Fragen zu stellen, als vor einem Plenum.
Fachamt
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Fachamt
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Abt. Mobilität und Öffentlicher Raum
Herr Stoll
06151 13-3718
stadtplanungsamt@darmstadt.de
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
Abt. Planung und techn. Verwaltung, Sachgebiet Straßenplanung
Frau Bachem
06151 13-21 56
verkehr-tiefbau@darmstadt.de

35
Energetische Stadtsanierung Mollerstadt – Förderrichtlinie für private 
Begrünungsmaßnahmen Informationsveranstaltung und Infostand
Kurzbeschreibung Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner 
Sitzung am 18.12.2013 ein „Integriertes Quartierskonzept zur 
energetischen Stadtsanierung Mollerstadt“ beschlossen. Ziel des 
Konzeptes ist es, die CO2-Emissionen aus dem Quartier  heraus zu 
reduzieren. Dazu wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der die 
Handlungsfelder energetische Sanierung von Gebäuden, Klima-
anpassung durch Begrünung, klimafreundliche Mobilität und 
Nutzersensibilisierung umfasst.
Als eine Teilmaßnahme hat der  Magistrat am 08.06.2016 eine 
Förder richtlinie für private Be grünungsmaßnahmen beschlossen.  
Das Anreizförderprogramm soll die Eigentümerinnen und Eigen-
tümer von Liegenschaften im Sanierungsgebiet Mollerstadt 
dazu anregen, Innenhöfe und Vorgartenzonen, Dächer und Fassaden 
zu begrünen.
Weitere Informationen:
www.darmstadt.de/mollerstadt-energetische-stadtsanierung
Beteiligungs-
gegenstand
Informationsveranstaltung und Infostand zur Förderrichtlinie
Ziel Informieren
Zielgruppen Zur Informationsveranstaltung am 29.06.2017 waren eingeladen: 
alle Eigentümerinnen und Eigentümer, Hausverwaltungen von Liegen-
schaften sowie Erbbauberechtigte im Sanierungsgebiet Mollerstadt. 
Der Infostand während der Umweltinformationsbörse am 
26.08.2017  richtete sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Informationsveranstaltung zur Förderung von privaten Begrünungsmaßnahmen 
Quelle: Stadtplanungsamt

36
Podiumsdiskussion  
„Auf dem Weg zum Welterbe – Zukunft Haus Olbrich“
Kurzbeschreibung Auf der Podiumsdiskussion am 19.09.2017 war die Zukunft des 
Hauses Olbrich zentraler Gegenstand. Das inter national besetzte 
Advisory Board informierte dabei die Darmstädter Bürgerschaft 
über die aktuellen Diskussionen rund um das Künstlerhaus Joseph 
Maria Olbrichs. Zugleich wurde in Positionspapier der Freunde 
der Mathildenhöhe e.V . vorgestellt, die konkrete  Anregungen 
zum Umgang mit dem Haus Olbrich veröffentlicht haben. Die 
Podiums diskussion zeigte, welche Maßnahmen die Experten der 
internationalen Denkmalpflege empfehlen.
Ziel Information
Zielgruppen Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Experten
Weltkulturerbe Bürgerinformationsveranstaltung 2017 
Quelle: J. Fahrwald
Methoden Informationsveranstaltung zur  Förderrichtlinie für  private 
 Begrü nungs  maßnahmen, Donnerstag, 29.06.2017, ab 19 Uhr im 
Veranstaltungsraum der Rheinstraße 67 (2. OG).
Ausstellung und Beratung zur Förderrichtlinie für private 
Begrünungs maßnahmen im Rahmen der Umweltinformationsbörse 
am 26.08.2017. Von 10 – 15 Uhr am Luisenplatz. Das Stadt-
planungsamt Darmstadt und der Sanierungsträger NH ProjektStadt 
waren hier mit einem Infostand vertreten.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Frau Wilms
(06151) 13-39 36
stadtplanungsamt@darmstadt.de

37
Methoden Podiumsdiskussion, Fragerunde
Ablauf • 2015 – 2017: Erarbeitung der Antragsunterlagen
• 2018: Fertigstellung der Antragsunterlagen,  
Vorprüfung durch das UNESCO Welterbezentrum in Paris
• Feb. 2019: Definitiver Abgabetermin aller Antragsunterlagen
• 2020: Entscheidung des Welterbekomitees
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Hinweise und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger in der 
Informationsveranstaltung wurden dokumentiert und veröffentlicht.
Sie werden in den Gremien weiter bearbeitet.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Kontinuierliche Transparenz durch regelmäßige Informations-
veranstaltungen
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Die Hinweise und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger in der 
Informationsveranstaltung lassen darauf schließen, dass die Form 
der Information gewünscht ist, sie wird somit wiederholt.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Welterbe Büro
Renate Schäfer-Weis
(06151) 13-37 88
renate.schaefer-weis@darmstadt.de,
Céline Grieb
(06151) 13-37 89
celine.grieb@darmstadt.de

38
Städtebaulicher Wettbewerb „Ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne /
Jefferson-Siedlung“ – Bürgervertretung in Preisgerichtsjury und 
 öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse
Kurzbeschreibung Mit Aufgabe der Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung 
durch die US-Streitkräfte im Jahr 2008 stellt das Wettbewerbsgebiet 
einen der letzten großen Bereiche dar, welcher einer städte-
baulichen Entwicklung zugeführt werden soll. Die Stadt Darmstadt 
beabsichtigte daher, im Rahmen eines städtebaulichen und land-
schaftsplanerischen Realisierungswettbewerbes, die Entwicklung 
und Neuordnung des Gebietes zu einem neuen Stadtquartier für 
rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner einzuleiten. Mit dem 
neuen Quartier wird das Ziel verfolgt, attraktiven Wohnraum für alle 
Be  völkerungsgruppen zu schaffen. Inklusion und soziale Durch-
mischung sind neben Städtebau, Architektur, Freiraum und Energie 
die tragenden Elemente des zukünftigen Quartierskonzeptes.
Beteiligungs-
gegenstand
Die Bürgerschaft wurde bereits im Jahr 2011 im Rahmen der Er -
stellung des Rahmenplanung Bessungen Süd mittels verschiedener 
Formate beteiligt. Die damaligen Anregungen und Ideen waren auch 
Basis für die Erarbeitung der Wettbewerbsauslobung. Die Bürger -
beteiligung wird fortgeführt.
Bürgerbeteiligung im städtebaulichen Wettbewerb 
„Ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne /Jefferson-Siedlung“ 
Quelle: Team Ewen

39
Als weiterer Beteiligungsbaustein im Rahmen des Realisierungs-
wettbewerbs bestand die Chance, sich als Sachverständige ohne 
Stimmrecht für die Preisgerichtsjury zu bewerben. Es wurden 
2 Personen unter den beim Stadtplanungsamt  eingegangenen Be -
werbungen ausgelost, die als Bürgervertretungen am Preisgericht 
teil nehmen konnten. Relevante Teilnahmetermine waren die Preis-
richtervorbesprechung am Montag, 04.08.2017, das Kolloquium mit 
Ortsbegehung für die teilnehmenden Planungsbüros am Donnerstag, 
14.09.2017 und die Preisgerichtssitzung am Freitag, 15.12.2017 
ganztägig ab 9:00 Uhr.
Ziel Informieren (öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse), 
Informieren und Anhören (Bürgervertretung in Preisgerichtsjury)
Zielgruppen Interessierte Bürgerinnen und Bürger
Methoden Bürgerinnen und Bürger als Sachverständige ohne Stimmrecht für 
die Preisgerichtsjury
Ausstellung der  Entwürfe zum  städtebaulichen und landschafts-
planerischen Realisierungswettbewerb im ehem. Kreistags-
sitzungssaal, Rheinstraße 67, vom 18.12.2017 bis 21.12.2107. Die 
offizielle Er öffnung fand am Montag, den 18.12.2017 um 11 Uhr 
durch Stadt rätin Dr. Barbara Boczek statt.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Frau Michels
(06151) 13-25 90
stadtplanungsamt@darmstadt.de

Misch mit! 
Kinder- und Jugendbeteiligung 
im Martinsviertel 
Deine Meinung zu Angeboten für Kinder und Jugendliche 
in Darmstadt!
Einmischen  Aufmischen  Freizeitgestaltung  Mitmachen
Aktionstage: 
Aktivspielplatz Herrngarten am Mittwoch 27.09.2017   
Riegerplatz   am Donnerstag 28.09.2017 
Friedrich-Ebert-Platz   am Freitag 29.09.2017  
Uhrzeit: Jeweils 16 – 18 Uhr (Bei starkem Regen im Aktivspielplatz Herrngarten) 
Oder für Kinder ab der 4. Klasse 25.09. - 29.09.2017 Christian-Morgenstern-Schule, 
Schillerschule, Bernhard-Adelung-Schule, Ernst-Elias-Niebergall-Schule 
in Kooperation mit den Trägern der Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Plakat zur Aktion „Misch mit!“
Quelle: Jugendamt
40
„Misch mit“ – Kinder und Jugendbeteiligung  in 
Darmstadt / Martinsvier tel 
Kurzbeschreibung  Im Rahmen der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit 
(AG nach §78 SGB VIII) werden die aktuellen Angebote und Bedarfe 
der Kinder und Jugendarbeit in den Sozialräumen erhoben. An die-
sem Prozess beteiligt sind Kinder und Jugendliche und die Abteilung 
Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes, das Jugendamt /
Abteilung Kinder- und Jugendförderung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt sowie die Kinder und Jugendlichen
Beteiligungs-
gegenstand
Angebote und Bedarfe in der Kinder- und Jugendarbeit
Ziel • Entwicklung und Etablierung eines sozialräumlichen Parti-
zipations  modells für Kinder- und Jugendliche in Darmstadt, dass 
turnusmäßig in allen Stadtteilen / Sozialräumen durchgeführt 
werden soll.
• Das Vorhaben steht im Kontext der AG78 Neustrukturierung der 
offenen Kinder- und Jugendarbeit und ist als wesentliches 
Qualitätsmerkmal im Rahmenkonzept der KiJuFö benannt und 
verabschiedet.
• Im o.g. Kontext wurden durch die Abtl. Kinder- und Jugend-
förderung und der Jugendhilfeabteilung des Jugendamtes 
eine Bestandserhebung der Angebote und Handlungsfelder 
durchgeführt und im Planungsraum mit den beteiligten 
Akteurinnen besprochen.
• Der nächste Planungsschritt ist die Beteiligung der Kinder und 
Jugendlichen an diesem Prozess.
• Die Ergebnisse fließen in die Planungen der AG78 
Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit mit ein.
• Der Partizipationsprozess Martinviertel fungiert als Modellprojekt 
für o.g. Vorhaben.

41
Zielgruppen Zielgruppe: alle Kinder und Jugendlichen des Martinsviertels 
 zwischen 6 – 27 Jahren.
Die Methoden  wurden  evaluiert. Die Ziele  wurden erreicht. Die Be fra-
gungsuhrzeiten wurden nachgebessert. Für die nächste Befragungs-
phase werden diese um Abendstunden erweitert, um auch die 
Zielgruppe >18 Jahre besser zu erreichen.
Prozessplan Die Prozessphasen waren mit allen Kooperationspartner/-innen gut 
abgestimmt.
Methoden Die Beteiligungsformen werden durch zwei Zugangswege umgesetzt:
Zugangsweg Schule
• In Kooperation mit der Schulsozialarbeit
• Fragebögen in allen Klassen
Zugangsweg Sozialraum
• In Kooperation mit den Trägern der Kinder- und 
Jugendeinrichtungen sowie der kommunalen Kinder- und 
Jugendeinrichtungen
• Eine Aktionswoche mit einem Sofa mit Interviews auf dem 
Riegerplatz, im Herrngarten und auf dem Friedrich-Ebert Platz
Ablauf • Januar 2017 – August 2017: Vorbereitung
• September 2017: Durchführung (insg. eine Woche)
• ab September 2017: Auswertung 
Material, Druckkosten: 250,00 €
Honorarkosten: 500,00 €
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Die Ergebnisse fließen in die Planungen der AG78.
Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit mit ein und werden 
im Sozialraum mit allen Akteuren besprochen, die Ergebnisse sind 
auf der Internetplattform der AG78 allen Akteuren der Kinder- und 
Jugendarbeit zugänglich.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Die Methodenwahl
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Gemeinsame Methodenplanung und Durchführungsplanung mit den 
Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Jugendamt
Herr Fischer
(06151) 13-39 68
jugendamt@darmstadt.de

42
Parkraumbewirtschaftung für das Kapellplatzviertel
Kurzbeschreibung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im November 2017 die 
 Park raumbewirtschaftung im Kapellplatzviertel eingeführt.
Pressemitteilung vom 01.11.2017:
https://bit.ly/2GAUe20
Beteiligungs-
gegenstand
Während der Planungsphase hatte es Bürgerversammlungen und 
Quartiersrundgänge gegeben. Die Anwohnerschaft wurde über einen 
Flyer, der Ende Oktober 2017 an alle betroffenen Haushalte verteilt 
wurde, über die Maßnahme informiert.
Ziel Informieren
Zielgruppen Alle Anwohnerinnen und Anwohner im betroffenen Gebiet.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Dokumentation der Quartiersrundgänge zur Parkraum  - 
bewirt schaftung im Internet unter 
https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und- 
verkehr/parken/
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Abteilung Mobilität und Öffentlicher Raum
Frau Reitz
(06151) 13-21 31
stadtplanungsamt@darmstadt.de
Parkraum Kapellplatz
Quelle: Stadtplanungsamt

43
Wissenschaftsplanspiel „Pimp My Ocean!“
Kurzbeschreibung Am Wissenschaftsplanspiel „Pimp My Ocean!“ nahmen drei  Klassen 
ab Stufe 7 teil. Die Schülerinnen und Schüler  arbeiteten  zusammen 
mit Expertinnen und Experten, schrieben Anträge zur Zukunft der 
Meere anhand der Themenschwerpunkte des  Wissenschaftsjahres 
2016 / 17 „Meere und Ozeane“, und diskutierten diese  miteinander, 
unterstützt von Politikerinnen und Politikern der Stadtver ordneten-
versammlung. Über das Wissenschaftsplanspiel erstellte ein 
 Schüler-Team einen Film.
Beteiligungs-
gegenstand
Zukunft der Meere
Ziel Durch die Beteiligung hatten drei Schulklassen der  Integrierten 
Gesamtschule in Kranichstein die Möglichkeit, ein Planspiel zu er -
leben, d.h. Informationen über die Zukunft der Meere mittels 
verschiedener Expertinnen und Experten zu erhalten, Ideen zu ent-
wickeln und mit diesen Expertinnen, Experten und Stadtverordneten 
und Stadtverordneten in den Austausch zu kommen. 
Die Expertinnen und Experten führten am 2. Tag eine Sitzung des 
Wissenschaftsparlaments im Justus-Liebig-Haus unter Leitung 
der Stadtverordnetenvorsteherin durch, diskutierten ihre Ideen und 
stimmten über diese ab. 
Durch die Beteiligung wurde erreicht, dass die Jugendlichen Politik 
selber erleben und machen konnten; ein wichtiger Beitrag für die 
politische Bildung. 
Das Planspiel fand auf der Stufe der Mitgestaltung statt. 
Pimp My Ocean!
Quelle: Politik zum Anfassen

44
Zielgruppen Zielgruppe waren die weiterführenden Schulen in Darmstadt ab der 
7. Klasse. Die gesetzten Beteiligungsziele, d.h. die Teilnahme von 
80 Schülerinnen und Schülern, wurde erreicht. Durch die Teilnahme 
ganzer Klassenverbände erhielt das Planspiel für die Schülerinnen 
und Schüler eine hohe Verbindlichkeit und erreicht alle, nicht nur 
diejenigen, die durch Elternhaus oder Interesse sowieso an solchen 
Veranstaltungen teilnehmen würden. Im Planspiel selber arbeiteten 
die Schülerinnen und Schüler in gemischten Teams.
Prozessplan Der Prozess basiert auf einem seit mehreren Jahren bewährten Plan-
spielformat und ist daher sehr gut abgestimmt.
Methoden Gruppenarbeit, Planspiel, Medienteams
Ablauf „Pimp My Ocean!“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und 
Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2016 / 17 
gefördert und fand deutschlandweit in insgesamt 6 Städten statt. In 
Darmstadt fand die Veranstaltung am 23. und 24.10.2017 statt.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Über das Wissenschaftsplanspiel erstellte ein Schüler-Team einen 
Film, über alle Parlamente hinweg produzierten Schüler-Teams ein 
Magazin, das im Anschluss gedruckt und an Schulen, Politik und 
Öffentlichkeit verteilt wurde.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
• Zusammenarbeit mit einem Verein, der junge Menschen im Team 
zur Unterstützung des Prozesses mitbringt. 
• Begleitung durch Politikerinnen / Politiker und 
Stadtverordnetenvorsteherin, auch der Raum der 
Stadtverordnetenversammlung als Ort hat sich bewährt.
• Ansprache von Jugendlichen im Klassenverband.
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
• Die „Verpackung“ für Beteiligungsprojekte ist wichtig  
(Titel, Ansprache etc.). 
• Nähe zum realen Gegenstand ist wichtig, in diesem Fall der 
Stadtverordnetenversammlung. 
• Es braucht noch viel mehr Formate, in denen politische Bildung 
von Anfang an lustvoll und praktisch funktioniert. 
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Bürgerbeauftragten 
Frau Jung-Kroh
(06151) 13-23 00
buergerbeauftragte@darmstadt.de
Schulamt
Frau Kroh
(06151) 13-33 55
schulamt@darmstadt.de

45
Bürgerversammlung Waldkolonie, 24. Oktober 2017, Altes Schalthaus
Kurzbeschreibung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erfüllt  regelmäßig ihre Ver-
pflichtung zum Abhalten einer jährlichen Bürgerversammlung nach 
§ 8a der Hessischen Gemeindeordnung. In 2017 haben die Stadt-
ver ordnetenvorsteherin und der Oberbürgermeister zu einer 
Bürger versammlung im Stadtteil Waldkolonie geladen, denn hier 
hatten sich im Laufe der vorhergegangenen Monate verschiedene, 
den Anwohnerinnen und Anwohnern wichtige Themen gehäuft.
Zielsetzung dieser Veranstaltung war es,  Austausch  zwischen 
 Bürgerinnen, Bürgern und dem  Magistrat zu   ermöglichen, 
Aktuelles aus dem Stadtteil und dem  Magistrat  aufzunehmen 
oder zu vermitteln, Fragen und Anregungen der  Bürgerinnen 
und  Bürger zu sammeln und offene Punkte proaktiv zu behandeln. 
Als mögliche Themen waren im Vorfeld unter anderem die Star-
kenburgkaserne, Erschließung Konversionsflächen Eschollbrücker 
Straße, der Platz am Harras, die Fahrradwege in der Waldkolonie, 
die Erstwohn häuser Haasstraße und Villa Tann sowie Nahver sorgung, 
der Westwald und die Busroute erkannt worden. 
Beteiligungs-
gegenstand
Informationen und Anliegen aus dem Stadtteil
Information und Rückmeldungen von der Stadt
Im Vorfeld wurde eine intensive Abfrage der Themen betrieben, um ein 
akkurates Bild der Anliegen der Bürgerschaft zu erfassen und um so 
gut wie möglich die relevanten Informationen zusammen zu tragen. 
Ziel Es wurde unteranderem erkannt, dass von einigen der Anwesenden 
eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt bezüglich der städtebau-
lichen Entwicklung im Quartier gewünscht wird. 
Bürgerversammlung Waldkolonie mit Oberbürgermeister Jochen Partsch (1. von links)
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

46
Des Weiteren sind jetzt alle Themen das Viertel betreffend der  
Stadt bekannt.
Beteiligungsstufen: Informieren und Anhören
Zielgruppen Anwohnerinnen und Anwohner aus den neben einander gelegenen, 
bzw. zusammenhängenden Stadtteilen Waldkolonie und Europa-
viertel sowie der Siedlung Tann. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit 
wurden die Presse informiert, Plakate und Handzettel eingesetzt, auf 
Darmstadt.de Informationen veröffentlicht, das Inforad und Netz-
werke aktiviert, um den Aufruf und die Einladung in das Gebiet zu 
streuen. Es wurde mit maximal 150 Teilnehmenden gerechnet, aber 
fast 250 Anwohnerinnen und Anwohner haben sich angesprochen 
gefühlt und haben an der Bürgerversammlung teilgenommen. 
Prozessplan • Interne Vorgespräche, um Inhalte soweit wie möglich und 
Herangehensweise zu ermitteln
• Themenabfrage bei Dezernaten
• Abfrage bei Bürgerinnen und Bürgern; Fragen so konkret  
wie möglich 
• Themenliste erstellen & abstimmen für Präsentationen
• Fragen, bzw. Anliegen, die nicht während der Veranstaltung 
behandelt werden können, sind im Nachhinein zu beantworten. 
• Bedenken und Anregungen zum Stadtteil fließen in die weiteren 
städtischen Planungen und Überlegungen ein.
Methoden • Abfrage der Themen der Bürgerschaft
• Darauf basierend, Präsentationen der Dezernentinnen und 
Dezernenten
• Kurze Möglichkeit für Rückfragen vom Publikum
• Danach separate Diskussionstische mit den Dezernentinnen  
und Dezernenten für Gespräche
• Es waren Gebärdensprachendolmetscherinnen anwesend
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Aufgrund der hohen Anzahl der im Vorfeld und während der Veranstaltung 
gestellten Anliegen wurde entschieden, auf der Ver anstaltung nur die 
größten Themen zu behandeln. Für alle weiteren Anliegen werden detail-
lierte Informationen eingeholt und an die Fragestellenden weitergeleitet.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Vor-Ort-Veranstaltungen haben sich grundsätzlich bewährt. 
In diesem Fall hatte sich die Methode der Diskussionstische nicht 
bewährt. Gründe dafür waren unter anderem die hohe Lautstärke,  
nur wenige Gespräche möglich und der hohe Platzbedarf. 
Welche Anregungen 
für ähnliche Prozesse 
lassen sich ableiten?
Zeit für Fragen aus dem Plenum einplanen.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Büro der Stadtverordnetenversammlung und Gremiendienste
Herr Daum
(06151) 13-22 00
stavo@darmstadt.de

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Rundgang Mathildenhöhe – verschiedene Themen, u.a. Einführung 
Parkraummanagement Mathildenhöhe
Kurzbeschreibung Pressemitteilung vom 30.10.2017:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt lädt für  Mittwoch, 8.11.2017, 
zu einem Rundgang über die  Mathildenhöhe ein. In teressenten 
treffen sich um 16 Uhr vor dem Hochzeitsturm. Gegenstand sind 
unter anderem die Baumaßnahmen anlässlich der Sanierung des 
Ausstellungsgebäudes. Dabei geht es auch um die Baustellenein-
richtung auf dem städtischen Gelände hinter dem Hochzeitsturm, 
um den Verkehr und um Parkplätze. Im Gespräch mit Bürgerinnen 
und Bürgern sollen mögliche Konflikte besprochen werden; so ist 
Gelegenheit für Vorschläge, wie die Situation für Anwohnerinnen und 
Anwohner verbessert werden könnte.
Ziel Informieren, Anhören
Zielgruppen Interessierte Bürgerinnen und Bürger. Anwohnerinnen und Anwohner. 
Es haben trotz Regen und Kälte ca. 60 Personen an der Veranstal-
tung teilgenommen.
Methoden Vor-Ort-Gespräche; Teilnahme Stadtplanungsamt (Abt. Mobilität und 
Öffentlicher Raum) Norbert Stoll und Zoé Reitz.
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Regelmäßige Transparenz, Kontinuität.
Fachamt 
Ansprechperson
E-Mail
Eigenbetrieb Kulturinstitute
Prof. Dr. Ludger Hünnekens, Kulturreferent
kulturamt@darmstadt.de
Mathildenhöhe Symbolbild
Quelle: U. Mathias

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Masterplan DA2030+ //// Darmstadt weiterdenken
Kurzbeschreibung Wie soll Darmstadt 2030 und darüber hinaus aussehen? Wo und 
wie können sich Stadt und Quartiere verändern? Welche Gren-
zen für das Wachstum gibt es? Welche Voraussetzungen müssen 
geschaffen werden, damit sich Darmstadt nachhaltig entwickelt? 
Im Tandem mit dem Masterplan DA2030+ wird ein Mobilitäts-
konzept DA2030+ erarbeitet. Dieses aktualisiert den bestehenden 
Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2006 in eine moderne und 
nachhaltige Mobilitätsentwicklungsplanung für die Wissenschafts-
stadt Darmstadt. Die Bearbeitung erfolgt integriert und beginnt 
zeitlich parallel zum Masterplan DA2030+, da die übergeordneten 
strategischen Kernfragen der Verkehrsentwicklung eng mit den 
 Strategieüberlegungen zum Masterplan 2030+ zu verbinden sind.
Auf der Internetseite zum Masterplans DA2030+ finden sich 
Hintergründe, aktuelle Informationen zum Bearbeitungsstand, 
Möglichkeiten und Termine der Bürgerbeteiligung sowie die 
Dokumentation der bereits durchgeführten Veranstaltungen und 
Beteiligungsangebote: www.darmstadt.de/weiterdenken2030
Beteiligungs-
gegenstand
Um die genannten Fragen zu beantworten, erarbeitet die Wissen-
schaftsstadt bis Ende 2018 unter Beteiligung der Bürgerinnen und 
Bürger Darmstadts eine Strategie für die Stadtentwicklung: den 
„Masterplan DA2030+ ////Darmstadt weiterdenken“. Der Master-
plan DA2030+ wird mit umfangreicher Beteiligung der Bürginnen 
und Bürger erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen 5 Bürgerforen, auf 
denen Planungsteams ihre Vorstellungen und Zukunftsideen zu 
Darmstadt präsentieren und mit der Stadtgesellschaft diskutieren.
1. Bürgerforum zum Darmstädter Masterplan DA 2030+
Quelle: U. Mathias

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Ziel Informieren, Anhören, Mitgestalten
Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger, alle Akteure der Stadtgesellschaft.
Prozessplan Siehe:  
https://bit.ly/2gYnu7q
Methode 1. Masterplan DA2030+ Bürgerforum „Darmstadts Schätze“ am 
16.11.2017, Justus-Liebig-Haus, ca. 200 Teilnehmende
2. Interaktive Online Plattform‚ Karte zum Eintragen von ‚Schätzen‘ 
vom 6.11.2017 bis zum 15.01.2018:  
https://da-bei.darmstadt.de/discuss/schaetze
3. aufsuchende Konsultation im Rahmen der Aktion „Darmstadts 
Schätze“ im Nov. und Dez. 2017:
• 23.11.2017 Luisenplatz, mit Inforad
• 24.11.2017 Bürgerhaus Kranichstein – Frauenfrühstück
• 06.12.2017 Mensa TUD / Wilheminenstraße – Elisabethenstraße /
Carree, mit Inforad06.
• 12.2017 Magistratssaal Graz – Ausländerbeirat
Material: Stadtkarte zur Verortung von Schätzen mit Klebepunkten, 
Postkarten zur Beschreibung Schätzen.
Umgang mit 
Ergebnissen der 
Bürger beteiligung
Im Mittelpunkt stehen Bürgerforen, auf denen Planungsteams ihre 
Vorstellungen und Zukunftsideen zu Darmstadt präsentieren und mit 
der Stadtgesellschaft diskutieren. Jedes Team wird dazu eines der 
zentralen Wachstumsthemen der Stadt bearbeiten: Darmstadt als 
„Wohnstadt“, „Quartiersstadt“, „Wissenschafts- und Arbeitsstadt“, 
„Freie Stadt“ sowie als „Mobile Stadt“. Am Ende werden die Ergeb-
nisse gebündelt und zum „Masterplan DA2030+ ////Darmstadt 
weiterdenken“ zusammengeführt. Dieser soll als städtebauliches 
Leitbild und Kompass für Entscheidungen in Politik und Verwaltung 
durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.
Fachamt 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Stadtplanungsamt
Frau Illi
(06151) 13-26 07
stadtplanungsamt@darmstadt.de

50
Informationsveranstaltung zur Digitalstadt 
Quelle: A. Mendel
Wissenswerte Digitalstadt
Kurzbeschreibung In einer Podiumsdiskussion am 05.12.2017 mit den Geschäftsführern 
der neuen Digitalstadt GmbH Joachim Fröhlich und David da Torre, 
Prof. Dr. Klaus Ahrend (Vorstand HEAG Holding), Prof. Dr. Michael 
Waidner (Leiter Fraunhofer SIT und CEO Digitalstadt) sowie der städ-
tischen Bürgerbeauftragten Imke Jung-Kroh wurden Hintergründe, 
Herausforderung und Perspektiven des Wettbewerbs „Digitalstadt“ 
aufgezeigt und diskutiert. Anschließend wurden aktuelle Projekte aus 
den Bereichen Wohnen, Verkehr und Bildung vorgestellt.
Beteiligungs-
gegenstand
Die neue Digitalstadt GmbH wurde vorgestellt. Es gab eine mode-
rierte Expertenrunde und mögliche Projekte aus unterschiedlichen 
Bereichen wurden vorgestellt.
Ziel Transparenz schaffen bezüglich der neu gegründeten Digital stadt 
GmbH. Informationen über den Status quo und über mögliche 
 Projekte des Prozesses Digitalstadt. 
Zielgruppe Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Das Format war zielgruppengerecht und wurde gut angenommen.
Methoden Podiumsdiskussion, Präsentationen, Vortrag
Ablauf Dauer der Veranstaltung 2,5 Stunden. Vorbereitung und Finanzierung 
eingebunden in den Fachkongress WISSENSWERTE
Was hat sich im 
Beteiligungs-
verfahren bewährt?
Regelmäßige Informationsveranstaltungen. 
Kontinuität.
Fachamt
 
Ansprechperson
Telefon
E-Mail
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung,
in Kooperation mit der Digitalstadt GmbH
Frau Geschka-Rasbieler
(06151) 13-44 72 
standort@darmstadt.de

51
Anlage 2:  
Vielfältige Zugänge zur  
Bürgerbeteiligung
Leitfaden
Sinus-Migranten-Milieus 2008

52
Leitfadengestützte Interviews
1. Welche Themen in der Kommune bewegen Sie? Was ist wichtig und 
müsste stärker thematisiert werden?
 ➔	 Fühlen Sie sich repräsentiert? 
2. Womit haben Sie sich, bzw. hat sich Ihr Verein / Ihre Institution beschäf-
tigt? Welche Ideen möchten Sie gerne in die Stadtentwicklung einbrin-
gen?
 ➔	 Wo sehen Sie Chancen und Grenzen und warum?
 ➔		Wissen Sie, wo Sie Ihre Ideen einbringen können? Mit welchen Ideen würden 
Sie sich an wen wenden?
3. Welche bisherigen Erfahrungen haben Sie mit Beteiligung? Haben Sie 
an bisherigen Verfahren zur Bürgerbeteiligung teilgenommen? Z. B. 
Bürgerhaushalt, Konversionsflächen / Umnutzung der Militärgelände 
nach dem Abzug der US-Militärs.
 Wenn ja: Welche Hürden vermindern die Teilhabe? Was war ihre Motivation? 
Wodurch wurde ihr Interesse geweckt?
 Wenn nein: Warum haben Sie sich bisher nicht beteiligt? 
	➔ 	 Wie sind Sie auf die Bürgerbeteiligung aufmerksam geworden? 
4. Würden Sie Beteiligungsverfahren über Online-Umfragen im Internet 
nutzen? 
	➔ 	 Wie müssten diese gestaltet sein? 
➔	 Wie würden Sie gerne über Online-Umfragen informiert werden
5. Was wissen Sie über die Bürgerbeteiligung in Darmstadt? 
	➔ 	 Welche Verfahren der Bürgerbeteiligung kennen Sie? 
➔	 Sind Ihnen zukünftige Vorhaben der Stadt Darmstadt bekannt? 
6.  Bei welchen Themen der Stadt würden Sie gerne intensiver einbezogen 
werden?
 ➔	 Welche Themen interessieren Sie weniger und warum?
7. Erachten Sie die Bürgerbeteiligung für wichtig und sinnvoll? Warum?
 ➔	 Sind Ihnen die Ziele verständlich? 
8. Was müsste die Stadt tun, damit Sie sich beteiligen?
 ➔	 Wie möchten Sie angesprochen werden? 
➔	 Was bedeutet für Sie Beteiligung auf kommunaler Ebene? 
9. Worin bestehen auch Hürden bei Ihnen persönlich?

53
Leitfadengestützte Interviews
1. Welche Themen in der Kommune bewegen Sie? Was ist wichtig und 
müsste stärker thematisiert werden?
 ➔	 Fühlen Sie sich repräsentiert? 
 Allgemein: Integration von Geflüchteten, Stadtteilentwicklung, Verkehrsplanung, 
Bürger*innenhaushalt
 Migrationsspezifisch: politische Teilhabe, Wahlrecht (Ausländerbeirat, 
Beirat für Migration und Integration); Einflussnahme bei der Gestaltung von 
Wohnvierteln usw.; Gewichtung bei der Haushaltsaufstellung der Stadt Darmstadt 
(Diversitätsbudget); Bildung, Ausbildung, Beschäftigung; Behandlung bei den 
Behörden (Ausländeramt, Einwohnermeldeamt usw.), Wohnungsbau, Ausbau des 
Angebots an Herkunftssprachenunterricht, Erneuerungen von Spielplätzen.
 Wichtigere Themen im Vergleich von 2012 zu 2015 in Darmstadt: 
• Mobilität, Infrastruktur, Verkehr 
• Allgemeine Lebensqualität: 2012: 76,6 % hoch und 2015: 84 % hoch
• Stadtentwicklung: Ausbau Öffentlicher Verkehrsmittel, Ausbau Straßen, 
Stadion Böllenfalltor, Wohnungsbau, günstigere PKW-Parkgelegenheiten 
• Senkung Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung
• Integration von ausländischen Mitbürgern
• Sport- und Freizeitangebote 
Weniger wichtigere Themen im Vergleich von 2012 zu 2015 in Darmstadt:
• Kinderbetreuung, Schulthematiken, wie z. B. Schulsanierung 
2. Womit haben Sie sich, bzw. hat sich Ihr Verein / Ihre Institution 
 beschäftigt? Welche Ideen möchten Sie gerne in die Stadtentwicklung 
einbringen?
 ➔	 Wo sehen Sie Chancen und Grenzen und warum?
 ➔		Wissen Sie, wo Sie Ihre Ideen einbringen können? Mit welchen Ideen würden 
Sie sich an wen wenden?
 Mehr Anerkennung und Akzeptanz der eigenen Arbeit; höhere Priorität für eigene 
Bedürfnisse (wo drückt der Schuh?) 
3. Welche bisherigen Erfahrungen haben Sie mit Beteiligung? Haben Sie 
an bisherigen Verfahren zur Bürgerbeteiligung teilgenommen? Z. B. 
Bürgerhaushalt, Konversionsflächen / Umnutzung der Militärgelände 
nach dem Abzug der US-Militärs.
 Wenn ja: Welche Hürden vermindern die Teilhabe: Zeit, Sprache, Termine der 
Treffen, eigene Schüchternheit, nicht ernst genommen werden, wenig / keine 
Einflussnahme. Keine / wenig Transparenz des weiteren Vorgehens, wenig / eine 
Rückmeldung, Dialogorientierung.

54
 Wenn nein: Warum haben Sie sich bisher nicht beteiligt: keine Information, kein 
Interesse, Frustration nach gescheiterten Projekten, Angst vor Diskriminierung?
	➔ 	 Wie sind Sie auf die Bürgerbeteiligung aufmerksam geworden?  
  Mobilisierung durch Werbung, Informationsbeschaffung, erfolgreiche 
Instrumente? 
4. Würden Sie Beteiligungsverfahren über Online-Umfragen im Internet 
nutzen? 
	➔ 	 Wie müssten diese gestaltet sein? 
➔	 Wie würden Sie gerne über Online-Umfragen informiert werden? 
5. Was wissen Sie über die Bürgerbeteiligung in Darmstadt? 
	➔ 	 Welche Verfahren der Bürgerbeteiligung kennen Sie? 
➔	 Sind Ihnen zukünftige Vorhaben der Stadt Darmstadt bekannt? 
➔	 Ebene 1: Allgemein z. B. Vorhabenliste / Newsletter
➔	 Ebene 2: Spezifisch z. B. projektorientierte Beteiligung 
6.  Bei welchen Themen der Stadt würden Sie gerne intensiver einbezogen 
werden?
 ➔	 Welche Themen interessieren Sie weniger und warum? 
7. Erachten Sie die Bürgerbeteiligung für wichtig und sinnvoll? Warum?
 Bewusstseinsförderung, Wahrnehmung der Relevanz, Identifikation mit Kommune. 
	➔ 	 Was bedeutet für Sie Beteiligung auf kommunaler Ebene?  
Beteiligung heißt nicht, am Ende des Verfahrens auch mitentscheiden zu können. 
Beteiligung kann auch die Einbringung von Ideen und Vorschlägen sein.
 ➔	 Sind Ihnen die Ziele verständlich?  
Konflikte vermeiden, Qualität von Planung verbessern, Mitwirkung Angehöriger, 
Akzeptanz der Entscheidung, Identifikation, Orts- und Fachkenntnisse, 
Vernetzung. 
8. Was müsste die Stadt tun, damit Sie sich beteiligen?
 ➔	 Wie möchten Sie angesprochen werden?
• Welche Formate (Befragung, Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden, 
Online-Plattform, kreative Formate (z. B. Open Space) 
• Termine der Information / Diskussion 
• Sprache (z. B. flüsterdolmetschen, Information in unterschiedlichen 
Sprachen): einfache und verständliche Sprache / gute Vermittlung und 
Übersetzung komplexer und fachlicher Themen. Stichwort: barrierefreie 
Kommunikation
• Wahrnehmung der Beteiligung durch die Öffentlichkeit (Presse)

55
7%
Religiös
verwurzeltes 
Milieu
12%
Statusorientiertes 
Milieu
16%
Adaptives 
Bürgerliches Milieu16%
Traditionelles 
Arbeitermilieu
13%
Multikulturelles 
Performermilieu
11%
Intellektuell-
kosmopolitisches
Milieu
9%
Entwurzeltes 
Milieu
hoch
mittel
niedrig
Soziale 
Lage
Grund-
orientierung
Vormoderne 
Tradition
Konservativ-
religiös, 
strenge, rigide 
Wertvorstellun-
gen, kulturelle 
Enklave 
Tradition Modernisierung Neuidentifikation
Ethnische 
Tradition
P/f_licht- und 
Akzeptanzwerte,
materielle 
Sicherheit, 
traditionelle 
Moral 
Konsum-
Materialismus
Status, Besitz, 
Konsum, 
Aufstiegsorien-
tierung, soziale 
Akzeptanz und 
Anpassung
Individu-
alisierung
Selbstverwirkli-
chung, Leistung, 
Genuss, 
bi-kulturelle 
Ambivalenz  und 
Kulturkritik
Multi-
Optionalität
Postmodernes 
Werte-
Patchwork, 
Sinnsuche, 
multikulturelle 
Identi/f_ikation
15%
Hedonistisch-
subkulturelles 
Milieu
• Wichtigkeit durch die Teilnahme des Oberbürgermeisters erkennbar; echtes 
Interesse an der Beteiligung
• Möglichkeit zum Networking
• Transparenz in den Möglichkeiten der tatsächlichen Einflussnahme
• Steuerungsgruppe, die verschiedene Perspektiven und Akteurs-Gruppen (auch 
Bürger*innen) abbildet
• Vorhabenliste an alle Haushalte.
9. Worin bestehen auch Hürden bei Ihnen persönlich?
 Unklarheit über die eigene Position, widerstreitende Argumente, keine 
Verantwortungsübernahme gewollt, keine Zeit.
Anmerkung: 
Frage 1 – 4 sehr wichtig 
Frage 5 – 7 weniger wichtig 
Frage 8 sehr wichtig ➔	freie Meinungsäußerung und Ideenfindung
Abbildung: Sinus-Migranten-Milieus 2008
Quelle: http://www.sinus-institut.de/sinus-loesungen/sinus-migrantenmilieus/

Herausgeberin
Wissenschaftsstadt Darmstadt     
Dezernat I, Büro der Bürgerbeauftragten 
Neues Rathaus 
Luisenplatz 5a 
64283 Darmstadt
Telefon 06151 13-23 00 
Telefax  06151 13-33 11 
E-Mail  buergerbeauftragte@darmstadt.de 
Internet www.darmstadt.de
Schutzhinweise
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – 
ist nur mit Quellenangabe gestattet
© 2018 Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stand: Februar 2018 ∙ Gestaltung: SCHUMACHER – Brand + Interaction Design, www.schumacher-visuell.de

anlage 1

106059 Zeichen

www.da-bei.darmstadt.de
Dritter Bürgerbeteiligungsbericht  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Jahresbericht 2017

Dritter Bürgerbeteiligungsbericht  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Jahresbericht 2017

VerfasserInnen
Imke Jung-Kroh  Bürgerbeauftragte 
Susanne Radmann stellv. Bürgerbeauftragte
Verena Nunez   Verwaltungsfachwirtin im Büro  
der Bürgerbeauftragten
Günther Bachmann  Amt für Wirtschaft und Stadtent-
wicklung, Leiter der Abteilung 
Statistik und Stadtforschung
Dr. Olga Zitzelsberger  TU Darmstadt, Praxislabor des 
Instituts für Allgemeine Pädagogik 
und Berufspädagogik
Natalie Novakova  TU Darmstadt, Praxislabor des 
Instituts für Allgemeine Pädagogik 
und Berufspädagogik
Carolin Holzer  IFOK GmbH
Mitarbeit
Mitglieder des Arbeitskreises Bürgerbeteiligung
Dezernat I, II, III, IV und V

Inhaltsverzeichnis
1. Grußwort des Oberbürgermeisters  .............................................................  3
2.  Sachstandsbericht aus Sicht des Büros  
der Bürgerbeauftragten und Ausblick .......................................................... 5
3. Vorhaben mit Bürgerbeteiligung im Jahr 2017 .......................................... 26
4. Kurzbericht zu den Ergebnissen der statistischen Evaluation ..................... 32
5.  Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung – Ergebnisse der  
qualitativen Bestandsaufnahme zur Beteiligung an Beteiligungs verfahren  
in Darmstadt von Menschen mit Migrationshintergrund  ............................40
6. Empfehlungen des Arbeitskreises Bürgerbeteiligung  .................................50
Anlage als gesonderte Datei:  
Dokumentationen der Bürgerbeteiligungsverfahren im Jahr 2017 
Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung

2
Bürgerbeteiligung in Darmstadt hat sich gut etabliert. Wir haben durch die Umset-
zung der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung mittlerweile viele gute Ansätze geschaffen, 
die Verlässlichkeit und einen hohen Standard in der Transparenz und Beteiligung 
vermitteln. Hierzu gehören sicherlich die Vorhabenliste und der Infobrief zur Bür -
gerbeteiligung. Mindestens genauso wichtig ist die regelmäßige Zusammenarbeit 
mit dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung, der in der Erprobungsphase der Leitlinien 
eine wichtige Rolle gespielt hat und auch weiterhin eine große Bedeutung hat, so wie 
auch der interne Verwaltungsworkshop zur Bürgerbeteiligung. 
Große Meilensteine waren für mich der Ausbau der Stabstelle zu einem Büro der 
Bürgerbeauftragten. Somit ist es uns gelungen, die wichtige Arbeit an dieser Schnitt-
stelle auf mehrere Personen zu verteilen, das Wissen und die Kompetenzen der 
Stabstelle breiter zugänglich zu machen und den Service für alle auszubauen. 
Mit dem Projekt Digitalstadt ist im letzten Jahr ein weiteres Großprojekt hinzuge-
kommen, bei dem viel Wert auf einen hohen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger 
gelegt wird. An diesem Projekt lässt sich auch gut verdeutlichen, wie wichtig es 
ist, klar zu kommunizieren, um was es geht und um was nicht, denn sonst wird ein 
„Wünsch Dir was“ ausgelöst. So konkret wie möglich am Gegenstand zu beteiligen 
heißt am Beispiel der Digitalstadt, auf Basis der Projektideen gemeinsam Prototy-
pen zu bauen oder Feedback zu den Prototypen einzuholen. Dieser kreative Prozess 
wird uns davor schützen, dass Projekte zu lange am Schreibtisch geplant werden. 
Das Verfahren steht beispielhaft für alle Beteiligungsprozesse. Wir versuchen nicht, 
in der Verwaltung Großprojekte in einem mehrjährigen Planungsprozess ausschließ-
lich nach innen in die Verwaltung voranzutreiben und anschließend politisch zu 
verteidigen, sondern gehen früh raus zu den Bürgerinnen und Bürgern mit den 
Ideen, Ansätzen und Herausforderungen. Dies bedeutet auch, dass wir selber noch 
nicht alles wissen können bzw. Fehler machen können und diese korrigieren. Wir sind 
in einem großen Kulturwandel hin zu einer Verwaltung, die sich öffnet und gemein-
sam mit der Bürgerschaft plant bzw. Ideen und Varianten testet, zu einer Politik, die 
die Verwaltung beauftragt, Meinungsbilder und Feedback einzuholen, um diese als 
Entscheidungsgrundlage an die Politik zurückzugeben. 
1  Grußwort des  
  Oberbürgermeisters

3
Auch beim Prozess Masterplan DA2030+ kann man diese offene Grundhaltung gut 
beobachten und erproben. Ich freue mich, dass wir hier in Darmstadt viele partizipa-
torische Prozesse verbinden. 
Bei Großprojekten der städtebaulichen Entwicklung wie etwa in der Lincoln-Siedlung, 
in Cambrai-Fritsch und Jefferson, aber auch in anderen Architekturwettbewerben 
haben wir im Laufe der Zeit sehr viel Erfahrung gesammelt. Wie in den Leitlinien 
angelegt, ist es in Darmstadt mittlerweile Standard, dass zu den Anforderungen von 
Wettbewerben Bürgerbeteiligung stattfindet und Bürgervertretungen im Preisgericht 
mitwirken. Auch nach den Wettbewerben wurde mit Beteiligung zur Konkretisierung 
der Planungen gute Erfahrung gemacht, weil eine intensivere Beschäftigung mit 
den Planungen stattfinden kann und die Büros sich persönlich vorstellen. Dies ist 
beispielsweise zur Gestaltung der Schule und des Quartiersplatzes und -parks auf 
Lincoln vorbildlich gelungen. 
Unser Ziel, Bürgerbeteiligung offen für alle zu gestalten, Barrieren zu reduzieren und 
Menschen, die sich bisher nicht beteiligt haben, aktiv anzusprechen, verfolgen wir 
weiterhin mit hohem Einsatz. Hierzu zählt auch eine stärkere Erprobung einer neue-
ren Methode der Beteiligung, dem Zufallsverfahren. Ein Dialog mit zufallsausgewähl-
ten Bürgerinnen und Bürgern findet derzeit zur Konkretisierung der Wettbewerbser-
gebnisse zu den Konversionsflächen Cambrai-Fritsch und Jefferson statt. Wir werden 
diese Methode auswerten und möglichst auf weitere Projekte anwenden. 
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Darmstädterinnen und Darmstädtern, die 
sich für eine gute Nachbarschaft und eine effektive Stadtentwicklung einsetzen, die 
uns Rückmeldungen zu unserer Politik und unserem Verwaltungshandeln geben und 
bei all denjenigen, die Darmstadt mit Ihrem Engagement bereichern. 
Ihr 
Jochen Partsch 
Oberbürgermeister

4
Quelle: Ulrich Mathias
Das Jahr 2017 war geprägt vom Aufbau des Büros der Bürgerbeauftragten und von 
vielen großen und kleinen Beteiligungsprozessen, die fortgeführt, neu begonnen oder 
abgeschlossen wurden (siehe Kapitel 3 „Vorhaben mit Bürgerbeteiligung im Jahr 
2017“). Insgesamt haben 25 Beteiligungsprozesse stattgefunden, an denen die Leit-
linien zur Bürgerbeteiligung im dritten Jahr nach dem Umsetzungsbeschluss weiter 
erprobt werden konnten.
Alle bisherigen Meilensteine und Strukturen, 
die seit der Verabschiedung der Leitlinien zur 
Bürgerbeteiligung im Frühjahr 2015 bis Ende 
2016 erreicht bzw. aufgebaut wurden, sind im 
1. und 2. Bürgerbeteiligungsbericht erläutert1 . 
Die Zusammenarbeit zwischen den Fachäm-
tern, den Eigenbetrieben und dem Büro der 
Bürgerbeauftragten konnte im Jahr 2017 wei-
ter ausgebaut werden. Dies zeigt sich an den 
steigenden Teilnehmerzahlen im Verwaltungs-
workshop und an den neu hinzugekommenen 
Projektleitungen, die Beteiligungsprozesse 
umgesetzt haben. 
Interdisziplinäre Teams zur Vorbereitung, 
Durchführung und Nachbereitung von Be tei-
ligungsverfahren haben sich bewährt, welche 
das Büro der Bürgerbeauftragten in den 
1  Die vorherigen Bürgerbeteiligungsberichte finden Sie 
unter www.da-bei.darmstadt.de zum herunterladen.
verschiedenen Phasen der Beteiligung unter -
stützt, berät und Schnittstellen herstellt. 
Zudem werden durch das Büro die Qualitäts-
kriterien zur Bürgerbeteiligung im Auge be hal-
ten. Im Idealfall fließen die Qualitätskriterien 
in die Ausschreibung von Beteiligungsverfahren 
mit ein, was in mehreren Fällen bereits gelun-
gen ist. 
Insbesondere Beiräte, aber auch Bürgeriniti-
ativen und Gruppen im Gemeinwesen nutzen 
das Büro der Bürgerbeauftragten zuneh-
mend. Zum einen, um sich beraten zu lassen, 
 Feedback zu Ideen zu erhalten und Netzwerke 
auszubauen, zum anderen, um uns als Impuls-
geber in die Gruppen und Gremien einzuladen. 
Dies stellt eine tolle Entwicklung dar, denn 
dies sind wichtige Multiplikatorinnen und 
 Multiplikatoren für die Arbeit der Bürgerbetei-
ligung und es zeigt auch, dass das Vertrauen 
wächst. 
2  Sachstandsbericht aus Sicht  
  des Büros der  Bürgerbeauftragten   
  und Ausblick

5
In diesem Kapitel möchten wir aus der Per-
spektive des Büros der Bürgerbeauftragten 
diese und weitere Entwicklungen bei der 
Umsetzung der Leitlinien zur Bürgerbeteili-
gung darstellen und einen Ausblick auf das 
Jahr 2018 geben. 
Mit dem Ausbau der Stabsstelle zu einem Büro 
der Bürgerbeauftragten mit 2,5 Stellen verfügt 
die Wissenschaftsstadt seit Juni 2017 über eine 
erweiterte zentrale Anlaufstelle für das Thema 
Bürgerbeteiligung und die Umsetzung der 
Leitlinien. Außerdem unterstützt die Stabs-
stelle Verwaltung, Politik und Bürgerschaft bei 
der Planung, Umsetzung und Nachbereitung 
von Bürgerbeteiligungsprozessen zu konkreten 
Vorhaben. Darüber hinaus ist das Büro der 
Bürgerbeauftragten auch Ansprechpartnerin 
für Bürgeranregungen, Bürgerfragen, Lob und 
Beschwerden. Neben dem Aufbau der Büro-
struktur, der Zuständigkeiten und Abläufe 
lag ein Fokus auf die Erstellung eines Selbst-
darstellungsflyers, der Ende des Jahres fertig 
gestellt werden konnte. 
2  Sachstandsbericht aus Sicht  
  des Büros der  Bürgerbeauftragten   
  und Ausblick
Kontaktdaten
Büro der Bürgerbeauftragten allgemein 
Neues Rathaus, Zimmer 212,  
Luisenplatz 5a, 64283 Darmstadt  
(06151) 13-23 00  
buergerbeauftragte@darmstadt.de  
Imke Jung-Kroh 
Bürgerbeauftragte, zuständig insbesondere 
für die strategische Entwicklung der Bürger-
beteiligung in Darmstadt und die Beratung 
der Initiativen und Gruppen 
(06151) 13-31 82  
imke.jung-kroh@darmstadt.de 
Susanne Radmann 
stellvertretende Bürgerbeauftragte,  
zuständig insbesondere für die Beratung 
der Verwaltung zu Beteiligungsprozessen 
(06151) 13-31 86  
susanne.radmann@darmstadt.de 
 
Verena Nunez 
Verwaltungsfachwirtin, zuständig  
insbesondere für Anliegen-, Lob- und 
Beschwerdemanagement 
(06151) 13-31 84  
verena.nunez@darmstadt.de 
Unser Angebot
• Wir beraten Sie zu Fragen über 
Bürgerbeteiligung 
• Wir nehmen Ihr Lob, Ihre Beschwerden und 
Anregungen entgegen und kümmern uns 
um Beantwortung
• Wir unterstützen Sie bei der Suche 
nach Informationen zu Planungen und 
Entscheidungen des Magistrats 
• Wir stellen Kontakte zu anderen Gruppen, 
Initiativen, Netzwerken her
• Wir betreuen das Bürgertelefon
• Wir organisieren die Bürgersprechstunde 
des OB 
• Wir versenden monatlich einen Infobrief 
zur Bürgerbeteiligung 
• Wir organisieren mit anderen Engagierten 
Stadtteilforen in Arheilgen und Eberstadt
• Wir pflegen die Vorhabenliste mit 
Planungen der Stadt

6
Was wurde im  
strategischen Ziel 1 erreicht?
Strategisches Ziel 1: Die Leitlinien zur Bür-
gerbeteiligung bilden den Handlungsrahmen 
zur Durchführung von Bürgerbeteiligung für 
Darmstadt
Arbeitskreis Bürgerbeteiligung
Der Arbeitskreis Bürgerbeteiligung wurde seit 
dem Beschluss zur Umsetzung der Leitlinien 
2015 fortgeführt und hat weiter regelmäßig 
getagt. Im Jahr 2017 haben insgesamt drei Tref-
fen stattgefunden. Aufgabe des Arbeitskreises 
war bisher die Begleitung der  Umsetzung der 
Leitlinien für Bürgerbeteiligung. Das Augenmerk 
seiner Mitglieder liegt auf den in den Leitlinien 
für Bürgerbeteiligung enthaltenen übergreifen-
den Spielregeln zur Vorbereitung, Durchführung 
und Nachbereitung von Bürgerbeteiligung. Kon-
krete laufende oder geplante Beteiligungsverfah-
ren zu Einzelvorhaben fallen dagegen nicht in 
den Zuständigkeitsbereich des Gremiums.
Der Arbeitskreis setzt sich weiterhin aus Mit-
gliedern der Politik, der Bürgerschaft und der 
Verwaltung zusammen. Die Sitzung werden von 
der IFOK GmbH moderiert und die Sitzungspro-
tolle auf da-bei.darmstadt.de veröffentlicht.
Die strategischen Ziele
Abgeleitet von den Leitlinien zur Bürgerbeteiligung,  
gliedert sich die Arbeit des Büros der Bürgerbeauftragten 
in vier strategische Handlungsfelder und Ziele: 
Strategisches Ziel 1:  
Die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung bilden 
den Handlungsrahmen zur Durchführung von 
Bürgerbeteiligung für Darmstadt
Strategisches Ziel 2:  
Es beteiligen sich bisher unterrepräsentierte 
Bürgerinnen und Bürger
Strategisches Ziel 3:  
Darmstadt besitzt eine kommunale 
Beteiligungskultur und eine lebendige 
repräsentative Demokratie. („Darmstadt ist 
unsere Stadt, hier lässt es sich gut leben.“)
Strategisches Ziel 4:  
Gegenseitiges Vertrauen und eine konstruktive 
Zusammenarbeit zwischen den Bürgerinnen und 
Bürgern und den politisch Handelnden und der 
Verwaltung ist gewachsen. 
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

7
Bei der ersten Sitzung im Mai 2017 wurden 
Anregungen zum zweiten Bürgerbeteiligungs-
bericht, zur Evaluation, zur inklusiven Bür-
gerbeteiligung und zur Beteiligungsplattform 
gesammelt und sich ausführlich mit den Ler-
nerfahrungen zur Vorhabenliste beschäftigt. 
In der zweiten Sitzung im September 2017 
wurde der gekürzte Rückmeldebogen und 
der Umgang mit Quorumsanträgen zu Vorha-
ben, die nicht auf der Vorhabenliste stehen, 
besprochen. Außerdem wurde die Bürgerbe-
teiligungsplattform da-bei.darmstadt.de nach 
dem Relaunch vorgestellt und eine Diskussion 
zur Zukunft des Arbeitskreises nach Ende der 
Pilotphase im Frühling 2018 begonnen. 
Bei der dritten Sitzung im November 2017 
wurden die ersten Ergebnisse der Evaluation 
aus den Beteiligungsprozessen 2017 und 
aus der qualitativen Studie zur Erhöhung der 
Teilhabe von Menschen mit Migrationshinter-
grund vorgestellt, diskutiert und Empfehlungen 
abgeleitet. Außerdem wurden Empfehlungen 
zur Zukunft des Arbeitskreises Bürgerbeteili-
gung abgestimmt. 
Die vierte Sitzung im Januar 2018 fand 
erstmalig im Bürgerhaus in Kranichstein statt 
und enthielt zum vierten Mal einen öffentli-
chen Sitzungsteil. Hier bestand für die Bür -
gerinnen und Bürger die Gelegenheit, im Aus-
tausch mit den Mitgliedern des Arbeitskreises 
die Empfehlungen kennenzulernen und zu 
ergänzen. Im nicht-öffentlichen Sitzungsteil 
wurden die Ergänzungen beraten und die 
überarbeiteten Textteile zur Vorhabenliste in 
den Leitlinien abgestimmt. 
Im Vorfeld zur Sitzung im Januar 2018 
besuchte eine kleine Delegation des Arbeits-
kreises das Alevitische Kulturzentrum. Auf 
Einladung eines Arbeitskreis-Mitgliedes war 
die Delegation beim Frühstück und anschlie-
ßenden Austausch mit Vorstandsmitgliedern 
zu Gast. Bereits schon vor einem Jahr hatte 
auf Anregung des Arbeitskreises ein Besuch 
im Mehrgenerationenhaus in Darmstadt 
 stattgefunden. 
Ziel dieser Besuche ist es, die Arbeit des 
Arbeitskreises bekannter zu machen, über 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt zu berichten, 
zuzuhören, miteinander in Kontakt zu kommen 
und Bezüge herzustellen, und Bürgerbeteili-
gung für alle Darmstädterinnen und Darmstäd-
ter zugänglich zu gestalten. 
Dieses zusätzliche Angebot bereichert die 
Arbeit des Arbeitskreises und des Büros 
sehr und sollte unbedingt fortgesetzt und 
möglichst ausgebaut werden. Denkbar sind 
beispielsweise Besuche in Schulklassen, 
Jugendhäusern, Familien- und Begegnungs-
zentren, Migrantenselbsthilfeorganisationen, 
Senioreneinrichtungen, in Werkstätten und 
Wohneinrichtungen für Menschen mit Behin-
derung etc.
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

8
Verwaltungsworkshop
Wie in den Vorjahren hat auch im Novem-
ber 2017 ein interner Verwaltungsworkshop 
stattgefunden. Der vierte Verwaltungsworkshop 
hatte zum Ziel, zu erfahren, was aus Sicht der 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwal-
tung und der Eigenbetriebe gut läuft in Sachen 
Beteiligung und an welchen Stellen Verbesse-
rungsbedarf besteht. Es wurden Informationen 
zum aktuellen Umsetzungsstand der Leitlinien 
zur Bürgerbeteiligung gegeben, die in der 
Fertigstellung befindliche Arbeitshilfe „Inklusiv 
beteiligen in Darmstadt!“ und die Ergebnisse 
der Evaluation wurden vorgestellt. Außerdem 
war Ruth Kupper aus der Stadt Mannheim zu 
Gast, um den Ansatz des Erfahrungsaustauschs 
zur Bürgerbeteiligung in der Mannheimer 
Verwaltung zu erläutern. Auf Basis dieses 
Ansatzes wurde die Idee für ein Austausch- und 
Unterstützungsangebot in Darmstadt skizziert, 
welches im Frühjahr 2018 beginnen wird. 
Ziel des Verwaltungsworkshops ist es, Hin-
weise und Empfehlungen aus Sicht der Verwal-
tung in den weiteren Prozess einzubinden und 
Herausforderungen zu bearbeiten. Die Leitli-
nien müssen immer wieder thematisiert und 
weiterentwickelt werden, um zum gewünschten 
Kulturwandel beitragen zu können. 
Am Verwaltungsworkshop nahmen erstmalig 
28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen 
Dezernaten der Verwaltung teil, die Bezug zum 
Thema Bürgerbeteiligung haben. Dies stellt 
einen deutlichen Teilnehmerzuwachs gegen-
über den Vorjahren dar (20 in 2016). Der Ver-
waltungsworkshop wurde von der IFOK GmbH 
vorbereitet, moderiert und dokumentiert. 
Der Verwaltungsworkshop hat sich als Angebot 
sehr gut etabliert und ist mittlerweile Teil der 
abgestimmten und etablierten Struktur, um 
eine verlässliche dezernatsübergreifende Infor-
mations- und Austauschplattform zum Thema 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt zu gewährleis-
ten. Wichtig ist hierbei auch, dass es gelungen 
ist, alle relevanten Ämter und Eigenbetrieb in 
das Angebot einzubinden. 
Das Angebot des niedrigschwelligen Erfah-
rungsaustausches für die Praktikerinnen und 
Praktiker wird in Kürze hinzukommen. 
Vorhabenliste zur frühzeitigen  
Information
Die Vorhabenliste mit Informationen zu Pla-
nungen der Stadt, bei denen bereits Bürgerbe-
teiligung geplant ist oder von Bürgerinnen und 
Bürgern sowie Politik angeregt werden kann, 
wurde 2017 kontinuierlich  fortgeschrieben. 
Dies bedeutet, dass jeweils eine neue Vor-
habenliste im Februar und September in den 
politischen Gremien beraten und  beschlossen 
und anschließend auf der Beteiligungs-
plattform und als Drucksache veröffentlicht 
wurde. Die 3. Vorhabenliste vom Februar 2017 
enthielt insgesamt 38 Steckbriefe, darunter 16 
neue Vorhaben. Diese Vorhabenliste wurde im 
März 2017 um drei weitere Projekte ergänzt. 
Die 4. Vorhabenliste vom September 2017 
enthielt insgesamt 44 Steckbriefe, darunter 11 
neue Vorhaben. Im Berichtsjahr gingen zwei 
Anträge zur Anregung von Bürgerbeteiligung ein. 
Neben der konkreten Umsetzung der Vorha-
benliste wurde der Prozess zur Einbringung 
neuer Vorhaben auf die Vorhabenliste und 
der Umgang der Stadt mit Quorumsanträgen 
ausführlich im Arbeitskreis Bürgerbeteiligung 
besprochen und daraufhin Vorschläge zur Über-
arbeitung des Kapitels zur Vorhabenliste in den 
Leitlinien erstellt. Ziel war eine  Konkretisierung 
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

9
der Definition von Vorhaben und eine Erwei-
terung der Regelungen zur Vorhabenliste. 
Diese neuen Textbausteine werden in Kürze im 
Rahmen der Fortschreibung der Leitlinien zur 
Bürgerbeteiligung den politischen Gremien zur 
Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. 
Die Bilanz zur Vorhabenliste fällt insgesamt 
positiv aus, sowohl nach innen als auch nach 
außen. Über die Vorhabenliste gibt es einen 
regelmäßigen Austausch mit den jeweiligen 
Projektleitungen zum Stand der Vorhaben, 
zum Beteiligungsgegenstand (Worum geht’s 
eigentlich?) und zur fortlaufenden Konkreti-
sierung der Beteiligungsmöglichkeiten. Auch 
die Herausnahme der Vorhaben, wenn keine 
Bürgerbeteiligung mehr möglich ist bzw. wenn 
die Beteiligung abgeschlossen ist oder das 
Projekt nicht zustande kommt sind wichtige 
Gesprächsanlässe. 
Die Vorhabenliste fördert auch die die Trans-
parenz der Verwaltung nach außen. Sie 
ermöglicht einen schnellen Überblick, an was 
die Stadt arbeitet, welche Projekte in den 
nächsten Monaten bearbeitet werden und 
macht deutlich, in welchem Prozessstand die 
Projekte sich befinden. 
Auch die Möglichkeit zur Anregung von Bürger-
beteiligung wurde bereits mehrfach genutzt, 
dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, 
weil die Vorhabenliste bislang noch nicht 
ausreichend bekannt ist. Diese Nutzung des 
Angebots durch die Bürgerschaft begrüßen wir 
ausdrücklich. Über die Anregung zur Bürger-
beteiligung entscheiden der Magistrat und die 
Stadtverordnetenversammlung. Alle Magist-
ratsvorlagen zur Entscheidung über die Anre-
gungen sind im  Parlamentsinformationssystem 
(https://darmstadt.more-rubin1.de/) der 
Stadt verfügbar. 
Einsatz von Rückmeldebögen und 
 Umgang mit diesen Rückmeldungen  
aus Beteiligungsprozessen
Das Lernen aus Beteiligungsverfahren und die 
systematische Einbindung von Rückmeldungen 
aus diesen Prozessen in das weitere Verfahren 
ist wichtiger Bestandteil der Leitlinien und 
der Darmstädter Beteiligungskultur. Nachdem 
im Jahr 2016 ein Rückmeldebogen und ein 
Interviewleitfaden von einem externen Institut 
entwickelt wurden und erste Erkenntnisse aus 
den Blickwinkeln der beteiligten Bürgerinnen 
und Bürger, der Politik und der Verwaltung 
gewonnen werden konnten, wurden im letzten 
Bürgerbeteiligungsbericht die Ergebnisse die-
ses umfangreichen Prozesses dargestellt und 
Empfehlungen abgeleitet.

10
Überblick über qualitative Ergebnisse aus den Rückmeldebögen 2017:
 » Danke für die Veranstaltung und  
Möglichkeit zur Diskussion! «
» Gute Moderation, gute Karten. «
» Weiter so mit den Bürgern der Stadt in  
Kontakt bleiben. «
» Fast schon „familiäre“ Atmosphäre – als wenn  
wir uns schon länger kennen würden –  
geringe Barrieren beim Ins-Gespräch-kommen.«
» Besonders gut, Kleingruppenarbeit an  
„Knietischen“ gut strukturiert, eindeutige  
Fragestellungen und organisatorischer Rahmen. «
» Die Arbeit in Kleingruppen war produktiv. «
» Aktive Einbindung an Info-Tischen. «
» Gute Vorbereitung.  Interessante Ideen zur Umsetzung.  
 Aufmerksame Betreuung. «
» Sehr nützlich waren die Führungen am  
Wochenende vorher. «
» Angenehmes Arbeitsumfeld, gutes Catering. «
» Offene Atmosphäre mit guten Möglichkeiten für Gespräche! «
» Wie werden nicht so durchsetzungs-  
und artikulationsfähige Personen einbezogen? «
» Veranstaltungen auch per Facebook und App ankündigen, dann 
kommen auch mehr junge Menschen. «
» Bessere vorab-Info bei Bürgerterminen. «
» Menschen die nicht gut zu Fuß, Rollstuhlfahrer etc.  
sind, bitte in der Wegplanung, Gebäudebegehung etc.  
berücksichtigen. « 
» Vergessen Sie die Non-Digital-Natives nicht. Sie wollen  
auch weiterhin am städtischen Leben teilhaben.«
» Darstellung der wissenschaftlichen Methoden evtl.  
nicht für alle verständlich. «

11
Der Einsatz der Rückmeldebögen am Ende von 
Beteiligungsveranstaltungen konnte im Jahr 
2017 systematisch fortgeführt werden, da die 
Abteilung Statistik und Stadtforschung der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt die Eingabe 
und Auswertung der Rückmeldebogen seit 
Januar 2017 übernommen hat und das Büro 
der Bürgerbeauftragten die Austeilung und Ein-
sammlung der Rückmeldebögen übernimmt. 
Es handelt sich hierbei um ein freiwilliges, 
anonymes Angebot. 
Im Jahr 2017 konnten auf diese Weise Rück-
meldungen zu neun Veranstaltungen eingeholt 
werden. Eine Gesamtauswertung dieser neun 
Veranstaltungen ist im Kapitel 4 nachzulesen. 
Neben dieser Gesamtauswertung wurden die 
jeweiligen Veranstaltungsrückmeldungen auch 
den Projektleitungen zur Verfügung gestellt, 
um diese als Anregungen für weitere Prozesse 
konkret nutzen zu können. Zusätzlich bietet 
das Büro der Bürgerbeauftragten allen Projekt-
leitungen hierzu Auswertungsgespräche an. 
Neben diesem konkreten Umgang und der 
Auswertung der Rückmeldebögen hat 2017 ein 
Prozess, unterstützt vom Arbeitskreis Bürger-
beteiligung und der Abteilung Statistik und 
Stadtforschung, stattgefunden, um die Rück-
meldebögen zu verschlanken und zu vereinfa-
chen. Dieser konnte erfolgreich abgeschlossen 
werden, so dass seit Anfang 2018 ein verein-
fachter Rückmeldebogen eingesetzt wird, der 
zum Ziel hat, Rückmeldungen zum jeweili-
gen Beteiligungsprozess einzuholen, sowohl 
quantitativ als auch qualitativ. Alle Fragen zur 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt generell, zum 
Vertrauen in Politik und Verwaltung und weitere 
übergeordnete Fragen wurden herausgenom-
men. Auch die sozio-demografischen Angaben 
zum Schul- und Bildungsstand, Einkommen, 
Haushaltsgröße etc. sind nicht mehr enthalten. 
Es konnte vereinbart werden, dass einige 
übergeordnete Fragen in die repräsentative 
Bürgerumfrage 2018 integriert werden und 
zukünftig alle drei Jahre repräsentativ erhoben 
werden. Wir erhoffen uns hiervon belastbarere 
und umfangreichere Rückmeldungen zur Frage, 
wer sich in Darmstadt im Zeitverlauf beteiligt 
und wer nicht bzw. ob durch die Aktivitä-
ten in der Stadt sich die Meinungsvielfalt in 
Beteiligungsprozessen erhöhen lässt und ob 
das Angebot der Beteiligungsmöglichkeiten 
bekannter geworden ist. 
Weiterhin ist geplant, zentrale Empfehlun-
gen aus den Rückmeldungen zu den Beteili-
gungsverfahren und aus der Bürgerumfrage 
abzuleiten und diese intern zur Verbesserung 
der Beteiligungsangebote zu nutzen und im 
Bürgerbeteiligungsbericht zu veröffentlichen. 
Rückmeldebögen 2017
• Auswertung aller Rückmeldebögen seit 01/2017 
durch die Abteilung Statistik und Stadtforschung der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
• Überarbeitung des 4-seitigen Rückmeldebogens in 
eine leichtere und kürzere Version (eine Doppelseite) 
10 – 12/2017
• Parallel Abstimmung des gekürzten Fragebogens mit 
dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung
• Einsatz des gekürzten Rückmeldebogens seit 01/2018 
bei allen Beteiligungsveranstaltungen
• Grundsätzlich: Weitergabe der Rückmeldungen aus den 
Veranstaltungen an die jeweiligen Projektleitungen
• Außerdem: Vorstellung der zusammengefassten 
Ergebnisse im Verwaltungsworkshop und im Arbeitskreis 
Bürgerbeteiligung, darauf aufbauend Ableitung von 
Empfehlungen für den Bürgerbeteiligungsbericht

12
Sachstand im strategischen  
Ziel 2: Es beteiligen sich bisher 
unterrepräsentierte Bürgerinnen 
und Bürger
Arbeitshilfe „Inklusiv beteiligen in 
Darmstadt!“
Eine Arbeitsgruppe bestehend aus der Sozial- 
und Jugendhilfeplanerin, der Koordinatorin für 
Inklusionsprojekte, der Projektleiterin barriere-
freie Gesundheitsversorgung, dem Betriebslei-
ter des Eigenbetriebs  Darmstädter Werkstätten 
und Wohneinrichtungen, der WIR-Koordinatorin 
und dem Büro der Bürgerbeauftragten hat eine 
Arbeitshilfe „Inklusiv beteiligen in Darmstadt!“ 
entwickelt, um dem Bedarf nach konkreten 
Hilfestellungen, Arbeitshilfe und Checklisten 
angepasst an die Bedarfe der Darmstädter 
Fachverwaltung nachzukommen. Ein weiteres 
Ziel, welches mit der Entwicklung der Arbeits-
hilfe verfolgt wird, ist, dass der Grundsatz der 
inklusiven Bürgerbeteiligung verstärkt umge-
setzt werden soll. 
Unter dem Grundsatz der inklusiven Bürger -
beteiligung verstehen wir eine Haltung und 
konkretes Handeln, damit Bürgerbeteiligung 
und politische Teilhabe für alle möglich ist 
und Vielfalt in Beteiligungsprozessen unter -
stützt wird. 
Hierzu wurde in fünf Workshop-Terminen seit 
März 2017 eine praxisorientierte Arbeitshilfe 
für inklusive Beteiligungsprozesse erarbeitet, 
die ein ideales Vorgehen von der Vorbereitung 
bis zur Nachbereitung beschreibt und um 
inklusive Gesichtspunkte ergänzt. 
Der Prozess zur Erstellung der Arbeitshilfe 
und den Hintergründen wurde im Verwaltungs-
workshop im November 2017 vorgestellt. In 
Kürze wird die Arbeitshilfe webbasiert in das 
städtische Intranet eingestellt und somit allen 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugänglich 
gemacht. Aktualisierungen und Ergänzungen 
können in die Arbeitshilfe eingearbeitet  werden. 
In einem nächsten Schritt ist denkbar, dass 
eine gekürzte Fassung der Arbeitshilfe auch der 
Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. 
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

13
Aufsuchende Bürgerbeteiligung
In den Leitlinien zur Bürgerbeteiligung wurde 
der aufsuchenden Bürgerbeteiligung ein großer 
Stellenwert eingeräumt. Im Jahr 2017 ist es 
gelungen, Ansätze der aufsuchenden Anspra-
che und Beteiligung verstärkt einzusetzen. Ziel 
des aufsuchenden Ansatzes ist es, Menschen 
zu unterstützen, ihre Interessen selbstbewusst 
zu vertreten und Beteiligungsmöglichkeiten zu 
nutzen. Hierzu wurde von der Wissenschafts-
stadt Darmstadt ein Inforad angeschafft, 
welches seit März 2017 kontinuierlich 
eingesetzt wird, um über Planungen vor Ort 
niedrigschwellig zu informieren, ins Gespräch 
zu kommen und Ideen und Rückmeldungen 
zu Planungen auf der Straße einzusammeln. 
Das Inforad wurde seit Ende März 2017 
bei ca. 30 Aktionen vor Ort eingesetzt und 
erfreut sich einer hohen Beliebtheit. Die 
Besetzung am Inforad besteht in der Regel 
aus der Projektleitung, der Amts- oder Abtei-
lungsleitung und einer Mitarbeiterin aus dem 
Büro der Bürgerbeauftragten. Das Inforad 
ermöglicht es, dass Fragen zu Planungen 
im Gespräch vor Ort eingebracht und in der 
Regel auch direkt beantwortet werden kön-
nen. Mit diesem neuen Angebot werden viele 
Menschen angesprochen und erreicht, die 
an Informations- und Beteiligungsveranstal-
tungen nicht teilgenommen hätten. Aufgrund 
der Möglichkeit, sich unterwegs kompakt 
informieren oder eine Idee einbringen zu kön-
nen, sehen wir in diesem Angebot ein hohes 
Potential. Außerdem ist es hoch erfreulich, 
dass innerhalb der kurzen Zeit, in der das 
Inforad bisher eingesetzt wurde, bereits meh-
rere Ämter aus verschiedenen Dezernaten 
dieses Format zusammen mit dem Büro der 
Bürgerbeauftragten erprobt haben. 
Neben dem Einsatz des Inforads wurden die 
intensiven Kontakte mit der Gemeinwesen-
arbeit in den verschiedenen Stadtteilen und 
Quartieren Darmstadts weiterhin gepflegt, um 
Hinweise aus der Bewohnerschaft aufnehmen 
zu können und diese als Multiplikatorinnen 
und Multiplikatoren für Beteiligungsprozesse 
einzubinden. 
Projekt „Vielfältige Zugänge  
zur Bürgerbeteiligung“
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das 
Ziel, dass Bürgerbeteiligung allen offensteht 
und zugänglich ist und will hierfür die entspre-
chenden Bedingungen schaffen. Im Rahmen 
der Entwicklungen zur interkulturellen Öffnung 
der Verwaltung wurde ein Prozess begonnen, 
um die politische und gesellschaftliche Teil-
habe von Menschen mit Migrationshintergrund 
zu erhöhen und die Zugänge zur Bürgerbeteili-
gung zu stärken. 
Zur Umsetzung dieses Prozesses wurde 
eine Arbeitsgruppe bestehend aus der TU 
Darmstadt, Praxislabor des Instituts für 
 Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, 
der WIR-Koordinatorin und der Bürgerbeauf-
tragten eingerichtet. Im Frühjahr 2017 wur-
den auf Basis eines Leitfadens Einzel- und 
Gruppen interviews durch die TU Darmstadt 
durchgeführt und auf dieser Basis eine 
 qualitative Bestandsstudie erstellt.2 In einem 
ersten Workshop wurden die Studienergeb-
nisse den Teilnehmerinnen und Teilnehmern 
und  interessierten Gästen vorgestellt und 
Ideen für Maßnahmen gesammelt. Außerdem 
2 Die Kurzfassung der Studienergebnisse ist im Kapitel 5 
nachzulesen.
Quelle: Amt für Interkulturelles 
 
und Internationales

14
wurde die Studie im Arbeitskreis Bürgerbetei-
ligung und in der Steuerungsgruppe interkul-
turelle Öffnung vorgestellt und diskutiert. Auf 
Basis dieser Beteiligungsergebnisse wird der-
zeit ein Entwurf für einen Maßnahmenkatalog 
erarbeitet, der in einem 2. Workshop im März 
2018 öffentlich vorgestellt und ergänzt wird.3 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erhofft sich 
von diesem Prozess eine Stärkung des Grund-
satzes zur inklusiven Bürgerbeteiligung, da 
davon auszugehen ist, dass die Maßnahmen 
für alle Menschen nutzbar und sinnvoll sind. 
Eine Umsetzung der Maßnahmen zum Abbau 
der Barrieren, bzw. Schwellen, und zur Erhö-
hung der Zugangswege zur Bürgerbeteiligung 
soll noch 2018 beginnen. 
 
Ausbau der Zusammenarbeit mit dem 
 Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten  
und Wohneinrichtungen
Die Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb 
Darmstädter Werkstätten und Wohneinrich-
tungen konnte 2017 deutlich intensiviert 
werden. Dies drückt sich in mehrere kleineren 
und größeren Projekten aus, die gemeinsam 
umgesetzt werden konnten bzw. in Planung 
sind. 
Beispielsweise wurde in einem Pilotprojekt 
vereinbart, dass Plakate zur Bürgerbeteiligung 
an den Eigenbetrieb zur Überprüfung auf 
Einfache Sprache4 weitergegeben werden. Die 
Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge, 
die dann vom Eigenbetrieb kommen, werden 
3 Das Projekt wurde auch dokumentiert und ist in der 
Anlage zu finden.
4  Es gibt einen deutlichen Unterscheid zwischen einfacher 
und leichter Sprache.
an die Projektleitung weitergegeben. Diese 
wägt ab, welche Anregungen übernommen 
werden können. Das Projekt ist im Novem-
ber 2017 gestartet und bisher konnten drei 
 Plakate auf Verständlichkeit und Einfache 
Sprache geprüft werden. 
Das Projekt hat mehrere sehr positive Aus-
wirkungen: Zum einen kommt das Büro der 
Bürgerbeauftragten über die Plakate mit dem 
Eigenbetrieb in ein Gespräch über die laufen-
den Beteiligungsverfahren und Interessen und 
Einbindungsmöglichkeiten von Menschen, die 
im Eigenbetrieb wohnen oder arbeiten. Zum 
anderen erhalten die Projektleitungen ein fun-
diertes und konstruktives Feedback zu ihren 
Plakaten und somit zur Öffentlichkeitsarbeit. 
Dies kann wiederum wichtige Diskussionen 
zum Thema „inklusiv beteiligen“ auslösen. 
Aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen 
ist geplant, das Projekt 2018 fortzusetzen 
und mit weiteren Angeboten wie Fortbildungen 
und Erläuterungen zum einfachen Aufbau von 
Öffentlichkeitsmaterialien fortzusetzen. 
Außerdem wurde Ende 2017 begonnen, 
den Selbstdarstellungsflyer des Büros der 
Bürgerbeauftragten in Leichte Sprache zu 
übersetzen. Die Übersetzung wird von einer 
Fachkraft des Eigenbetriebs übernommen und 
eine Lesegruppe im Eigenbetrieb überprüft 
anschließend den Text auf Verständlichkeit. 
Das Büro der Bürgerbeauftragten versucht 
mit diesen Anlässen, gute Beispiele für die 
Verwaltungspraxis zu schaffen, die dann auch 
von anderen Arbeitsbereichen übernommen 
werden können. 
Ein weiteres Projekt aus dieser Zusammen-
arbeit stellt das Angebot des Mängelmel-
ders „DA ist was!“ in Einfacher Sprache dar, 
welches am 1. Februar 2018 gestartet wurde. 
Alle Texte, die im Mängelmelder hinterlegt 
sind, wurden vom Eigenbetrieb in Einfache 
Sprache übersetzt.

15
Strategisches Ziel 3: Darmstadt 
besitzt eine kommunale Beteili-
gungskultur und eine  lebendige 
repräsentative Demokratie. 
(„Darmstadt ist unsere Stadt, hier 
lässt es sich gut leben.“)
Das Büro der Bürgerbeauftragten als 
Anlaufstelle für Bürgerschaft, Politik und 
Verwaltung
Durch die personelle Verstärkung im Arbeits-
feld im Frühsommer 2017 hat sich das Büro 
der Bürgerbeauftragten auch mit Fragen im 
Zusammenhang mit dem Neuaufbau des 
Büros beschäftigt. Hierzu haben im Mai und 
September 2017 zwei halbtägige Teamwork-
shops mit externer Unterstützung stattgefun-
den. Im ersten Teamworkshop wurde erar -
beitet, was das Büro der Bürgerbeauftragten 
für Aufgaben erfüllt, was die strategischen 
Ziele sind, wie die Aufgaben im Team aufge-
teilt werden können und wie die Büroabläufe 
gut organisiert werden können. Im zweiten 
Workshop konnte ein Aufgaben-, Zeit- und 
Zuständigkeitsplan für das nächste halbe Jahr 
erarbeitet werden. Diese Strukturen konnten 
wesentlich zum guten Start des neu zusam-
mengestellten Teams beitragen. Ziel ist, dass 
fortlaufend halbjährlich Teamworkshops zur 
Strategie- und Arbeitsplanung durchgeführt 
werden sollen. 
Unterstützung der Fachverwaltung und 
der Eigenbetriebe
Das Büro der Bürgerbeauftragten unterstützt 
Projekte mit Beteiligung in allen Dezernaten 
und auch im Zusammenspiel mit den Eigen-
betrieben der Stadtwirtschaft. Das Themens-
pektrum reicht daher über alle Themenfelder 
der Verwaltung hinweg von Digitalstadt über 
Platzgestaltungen bis hin zu Aktionsplänen. 
Die Rolle des Büros der Bürgerbeauftrag-
ten besteht daher in der Unterstützung der 
Fachverwaltung bei der Konzeption, der 
Umsetzung und Nachbereitung von guten 
Beteiligungsprozessen nach dem Motto: 
„Hilfe zur Selbsthilfe“. In der Regel wird das 
Büro von den Projekt- oder Amtsleitungen 
angefragt bzw. um Unterstützung gebeten. 
In einigen Fällen kommt dieser Auftrag auch 
direkt aus den Dezernaten. Der Umfang und 
die Art der Unterstützung sind je nach Verfah-
ren, Ausgangssituation und der Erfahrungen 
der Projektleitung mit Bürgerbeteiligung sehr 
verschieden. 
Die Unterstützung kann Methodik und grund-
sätzliche Fragen betreffen, häufig geht es 
aber über das Prozessdesign hinaus um 
Quelle: Politik zum Anfassen e.V .

16
die Vermittlung von Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren, die Unterstützung bei der 
Bewerbung und Ansprache und ganz konkrete 
praktische Fragen: Wie finde ich ein gutes 
Moderationsbüro, wo sind geeignete Räume, 
wie komme ich an Einladungen, an was muss 
noch gedacht werden etc. Häufig sind auch 
Rückmeldungen und Einschätzungen zu Kon-
zepten, Einladungen, Dokumentationen etc. 
gewünscht. Hierbei profitieren alle Beteiligten 
von der Vernetzung des Erfahrungswissens, 
welches über die Jahre angesammelt werden 
konnte, so dass auf gute Beispiele zurück-
gegriffen werden kann. In Ausnahmefällen 
übernimmt das Büro der Bürgerbeauftragten 
auch selbst die Moderation von Veranstaltun-
gen. Der Inhalt und der Umfang der Umfang 
der Unterstützung sind immer abhängig vom 
jeweiligen Verfahren, den Bedarfen der feder-
führenden Stelle und den Ressourcen des 
Büros der Bürgerbeauftragten. 
Bei ämterübergreifenden Beteiligungsver -
fahren, von denen es in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt eine Vielzahl gibt, arbeitet 
das Büro der Bürgerbeauftragten in den 
Koordinierungsrunden mit und bringt Vor -
schläge ein. Dies betrifft beispielsweise die 
laufenden Projekte zum Masterplan 2030+, 
zur  Lincoln-Siedlung, zur Digitalstadt, zum 
Soziale Stadt Gebiet Pallaswiesen- und 
 Mornewegviertel, zum Stadtumbau Ost oder 
zum Aktionsplan Gleichstellung.
Die Einbindung der direkt Betroffenen, der Bür-
gerinitiativen (falls vorhanden) und die Kontakt-
herstellung und -pflege zu Multiplikatorinnen 
und Multiplikatoren innerhalb und außerhalb der 
Verwaltung stellen einen sehr hohen Wert dar. 
Aufgaben und Zuständigkeiten im Büro der Bürgerbeauftragten
Aufgabe Bearbeitung
Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung Jung-Kroh / Radmann
Beratung zu Konzeption und Steuerung  
von Bürgerbeteiligung Jung-Kroh / Radmann
Unterstützung der Bürgerbeteiligung in den Fachämtern  Radmann
Stadtteilforen  Jung-Kroh
Geschäftsstelle Lokale Agenda21  Jung-Kroh / Nunez
Bürgerhaushalt  Radmann
Erfahrungsaustausch und Schulungen  Radmann
Öffentlichkeitsarbeit zur Bürgerbeteiligung  Jung-Kroh / Radmann
Begleitung Digitalstadt, Masterplan  2030+ Jung-Kroh / Radmann
Bearbeitung Bürgeranliegen, -ideen, –beschwerden  Nunez
Bürgersprechstunden Jung-Kroh / Nunez
Operative Unterstützung bei Veranstaltungen  Nunez
Büroorganisation und Rechnungswesen Nunez

17
Aufgrund der bisherigen Aktivitäten des 
Büros und dem Aufbau vertrauensvoller 
Kooperationen ist es gelungen, dass das Büro 
der Bürgerbeauftragten zum selbstverständ-
lichen Bestandteil bei der Umsetzung von 
Bürger beteiligung in der Verwaltung gewor -
den ist. 
Unterstützung von  Bürgerinitiativen und  
-engagement
Die Unterstützung von Engagement aus der 
Bürgerschaft ist eine wichtige Kernaufgabe 
im Büro der Bürgerbeauftragten. Dieses 
Angebot wird von verschiedenen Initiativen 
in unterschiedlichem Umfang genutzt. Eine 
kontinuierliche Zusammenarbeit findet mit 
den Themengruppen der Lokalen Agenda21, 
mit den Thementischen im Stadtteilforum 
in Eberstadt und mit einigen Beiräten statt. 
Anlassbezogen erreichen uns Nachfragen zur 
Unterstützung von engagierten Jugendgrup-
pen, Migrantenselbstorganisationen, Bürgerin-
itiativen, Stadtteilgruppen etc. 
Die Unterstützung dieses Engagements 
beinhaltet die Bereitstellung von Räumlich-
keiten, die Weitergabe von Informationen und 
Ansprechpartnern, die Vernetzung mit anderen 
Aktiven, die Einschätzung von Prozessen und 
das Feedback auf Planungen und Überle-
gungen bis hin zur gemeinsamen Durchfüh-
rung von Projekten und Veranstaltungen wir 
beispielsweise den 2. Arheilger Aktionstag 
„Mucker macht mit!“. 
Außerdem arbeitet das Büro der Bürgerbe-
auftragten eng mit dem Freiwilligenzentrum 
Darmstadt zusammen, so dass Anregungen für 
Fortbildungen und Schulungen für Ehrenamtli-
che an das Freiwilligenzentrum weitergegeben 
und in der Regel realisiert werden können. 
Im September 2017 hat beispielsweise eine 
Fortbildung „Praxis der Vereinsorganisation“ in 
Arheilgen stattgefunden. 
Ein weiterer wichtiger Aspekt neben der Unter-
stützung des Engagements und der Vernet-
zung ist, dass durch die Zusammenarbeit das 
Netzwerk der Multiplikatorinnen und Multip-
likatoren für die verschiedenen Themen der 
Bürgerbeteiligung und in den verschiedenen 
Sozialräumen kontinuierlich ausgebaut wird. 
Übergreifende Informationsangebote 
rund um Bürgerbeteiligung in  
Darmstadt – Bürgerbeteiligungsplattform 
und Infobrief
Das übergreifende Informationsangebot zur 
Bürgerbeteiligung besteht insbesondere aus 
der zentralen Bürgerbeteiligungsplattform und 
dem Infobrief zur Bürgerbeteiligung. 
Beide Angebote wurden im vergangenen Jahr 
neu designt, konzeptionell überarbeitet und für 
die mobile Nutzung optimiert. Zur Konzeption 
hat im März 2017 ein gemeinsamer Workshop 
zwischen Stadtverwaltung, dem beauftragten 
Dienstleister und der Werbeagentur stattge-
funden und die Plattform ist im Mai 2017 im 
neuen Design online gegangen. 
Quelle: Michael Grundmanns

18
Die Bürgerbeteiligungsplattform ist seit 2012 
online und hatte seitdem mehr als 148.000 
Besucherinnen und Besucher, 3,4 Millionen 
Seitenaufrufe und aktuell 3.048 Nutzende 
(Stand 15.02.2018). Auf der Bürgerbeteili-
gungsplattform wurde im letzten Jahr der Bür-
gerhaushalt, die Aktion Darmstadts Schätze 
im Rahmen des Masterplans 2030+, eine 
kartenbasierte Beteiligung zur Sozialen Stadt 
„PAMO – Mein Plan“ und die Vorhabenliste 
angeboten. Außerdem enthält die Bürgerbe-
teiligungsplattform viele Hinweise auf Beteili-
gungsprozesse der Stadt, des Regierungspräsi-
diums und des Landes Hessen. 
Das Design der Bürgerbeteiligungsplattform 
ist sehr modern und ansprechend gestaltet. 
Außerdem bietet das System der Stadt auf-
grund der modularen Anlage die Möglichkeit, 
flexibel und schnell neue Beteiligungsprozesse 
auf die Plattform zu bringen. 
Neben dem Redesign der Beteiligungsplatt-
form wurde auch der Infobrief zur Bürgerbe-
teiligung modernisiert und wird seit Dezember 
2017 einmal monatlich versandt, um noch 
aktueller und kompakter informieren zu kön-
nen. Insgesamt wurden im letzten Jahr sechs 
Infobriefe an interessierte Bürgerinnen und 
Bürger verschickt. Für das Abonnement des 
Infobriefs sind 1.500 Menschen registriert 
(Stand 15.02.2018). Der Infobrief enthält Ver-
anstaltungsankündigungen, Zwischenstände 
der Beteiligung und nächste Schritte, Nach-
bereitungen von Beteiligungsverfahren und 
Hinweise auf politische Gremien. Aufgrund der 
Bündelung der Ankündigung und der Mög-
lichkeit, auch kurzfristig einen Infobrief einen 
Infobrief verschicken zu können, wird der 
Infobrief als eingeführtes Format kontinuier -
lich fortgesetzt. 
Geschäftsstelle  
des  Agenda-Beirats 
Das Büro der Bürgerbeauftragten fungiert als 
Geschäftsstelle des Agenda-Beirats der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt. Der Agenda-Beirat 
bildet zusammen mit den elf Themengrup-
pen der Lokalen Agenda21 in Darmstadt den 
Mittelpunkt der Aktivitäten rund um die Lokale 
Agenda21 in Darmstadt. Seit 1998 bereits 
engagieren sich Bürgerinnen und Bürger in 
der Lokalen Agenda21, um die Entwicklung 
Darmstadts zu einer nachhaltigeren Stadt zu

19
fördern. Die Lokale Agenda21 feiert im Jahr 
2018 ihr 20-jähriges Jubiläum. 
Die Geschäftsstelle unterstützt und koordi-
niert die Arbeit des Agenda-Beirats, indem 
sie zu den Sitzungen einlädt, diese vor- und 
nachbereitet und Referentinnen und Referen-
ten anfragt. Der Agenda-Beirat tagt viermal 
jährlich in öffentlichen Sitzungen. 
Außerdem ist die Geschäftsstelle Ansprech-
partnerin für alle elf Themengruppen der 
Lokalen Agenda. Die Themengruppen haben 
jeweils eigene Schwerpunkte und führen Pro-
jekte selbstständig durch. Sie erhalten eine 
finanzielle und ideelle Unterstützung durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Koordina-
tion und Ansprache findet über das Büro der 
Bürgerbeauftragten statt. 
Im Jahr 2017 haben sich aus dem Agenda- 
Beirat zwei Arbeitsgruppen gebildet, die aus 
Engagierten verschiedener Themengruppen 
bestehen. 
Eine Arbeitsgruppe bearbeitet derzeit Fragen 
zum Selbstverständnis der lokalen Agenda21, 
zu Aufgaben und Rechte, zur Zusammenarbeit 
des Beirats mit Verwaltung und politischen 
Gremien und zur inneren Struktur. Eine weitere 
Arbeitsgruppe bereitet das Jubiläumsjahr 
2018 vor. 
Außerdem fand am 7. Juni 2017 zum ers-
ten Mal eine Veranstaltung, die sich an alle 
Stadtverordneten richtete, erfolgreich statt. 
Unter dem Titel: „Lokale Agenda21 trifft 
Stadtpolitik“ trafen sich die Aktiven der 
Lokalen Agenda21 mit Stadtverordneten und 
Dezernentinnen und Dezernenten, um in guter 
Atmosphäre in einen Austausch zu kommen 
und sich gegenseitig kennenzulernen. Dieses 
neue Format wurde sehr gut angenommen 
und soll verstetigt werden. Im Rahmen der 
Jubiläumsfeier werden Elemente der Veran-
staltung erneut aufgegriffen. 
Internationaler und kommunaler 
 Erfahrungsaustausch
Das Büro der Bürgerbeauftragten wird regel-
mäßig für Vorträge oder zum Erfahrungsaus-
tausch angefragt. Dies reicht von Besuchen 
anderer Kommunen, dem Empfang einer 
Delegation aus Süd-Korea bis hin zu Treffen 
zum Thema Bürgerbeteiligung in Darmstadts 
Partnerstädten. Es ist hilfreich, mit anderen 
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

20
Kommunen und Akteuren im Gespräch zu sein, 
um die Darmstädter Prozesse zu reflektieren, 
aus den Erfahrungen anderer Städte zu lernen 
und Innovationen nach Darmstadt zu bringen. 
Der kommunale Erfahrungsaustausch in der 
Bundesrepublik wird insbesondere über die 
Stiftung Mitarbeit organisiert, die das Netz-
werk der kommunalen Partizipationsbeauf-
tragten organisiert. Das Netzwerktreffen der 
kommunalen Partizipationsbeauftragten im 
Februar 2017 fand auf Einladung der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt in Darmstadt statt. 5 
Hierbei stand der Austausch über den Stand 
der Kommunen im Netzwerk und die Qualifi-
zierung der Kommunalverwaltungen im Mit-
telpunkt. Die Bürgerbeauftragte ist außerdem 
Mitglied im Netzwerk Bürgerbeteiligung der 
Stiftung Mitarbeit.
Aufgrund des inhaltlichen Grundsatzes der 
inklusiven Bürgerbeteiligung in Darmstadt 
engagierte sich die Bürgerbeauftragte auch als 
Leitung des Arbeitskreises „Breite Beteiligung“ 
5 Weitere Informationen zum Netzwerk kommunale Parti-
zipationsbeauftragte und zur Stiftung Mitarbeit sind unter 
www.netzwerk-buergerbeteiligung.de zu finden.
gemeinsam mit Herrn Dr. Kuder vom Bundes-
verband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V . 
(VHW). Der Arbeitskreis hat sich im Jahr 2015 
im Rahmen der Allianz für vielfältige Demo-
kratie gegründet und im Januar 2018 seine 
Arbeit abgeschlossen. Im Arbeitskreis hat 
zunächst eine intensive Beschäftigung mit der 
Forschungslage zum Themenfeld „Breite Betei-
ligung“ und dessen Mehrwert stattgefunden. 
Ziel des Arbeitskreises „Breite Beteiligung“ 
war es, Lösungen für die Praxis zu entwi-
ckeln, die Argumente für breite Beteiligung zu 
bündeln und über verschiedene Strategien zu 
vermitteln. Die Ergebnisse des Arbeitskreises 
und der gesamten Allianz wurden veröffent-
licht, u.a. sind ein „Wegweiser Breite Beteili-
gung. Argumente, Methoden, Praxisbeispiele“ 
und ein Plakat „Bürgerbeteiligung ist für alle 
da“ entstanden.6
Die Bürgerbeauftragte referierte außerdem 
auf mehreren Veranstaltungen im Jahr 2017: 
in der Stadt Griesheim im Rahmen einer 
6 Die Produkte und weitere Informationen sind unter 
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/
vielfaeltige-demokratie-gestalten/ergebnisse-allianz-vielfael  
tige-demokratie/themenseite-breite-beteiligung/ zu finden.
Quelle: Bertelsmann Stiftung; Fotograf: Thomas Kunsch

21
 Ausschuss-Sitzung, bei der Veranstaltung 
„Stadt & Netz“ in Ulm zum Thema „Lernen aus 
Beteiligungsprozessen“ und bei einer Veran-
staltung „Demokratie in Aktion“ in Frankfurt. 
Der internationale Erfahrungsaustausch 
konnte im letzten Jahr ausgebaut werden. 
Neben einer Dienstreise mit Vorträgen und 
Diskussionen in die ukrainische Partnerstadt 
Ushgorod im Rahmen des „Schnellstarter -
paktes Ukraine“ war das Büro der Bürgerbe-
auftragten auch bei einer Tagung in Brescia 
vertreten. Bei beiden Treffen ging es neben 
dem Erfahrungsaustausch auch um das 
Kennen lernen anderer Beteiligungsansätze 
und den Ausbau der Kontakte zwischen den 
Fachkräften zur Bürgerbeteiligung in den ver -
schiedenen Städten. 
Strategisches Ziel 4: Gegenseiti-
ges Vertrauen und eine konstruk-
tive Zusammenarbeit zwischen 
den Bürgerinnen und Bürgern und 
den politisch Handelnden und der 
Verwaltung ist gewachsen. 
Umgang mit Bürgeranliegen (Beschwerde-, 
Lob- und Ideenmanagement)
Für das Beschwerde-, Lob- und Ideenmanage-
ment der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist 
das Büro der Bürgerbeauftragten zuständig. 
Das Büro der Bürgerbeauftragten ist direkt 
dem Oberbürgermeister unterstellt und stellt 
damit sicher, dass Beschwerden und Ideen 
in allen Dezernaten als Querschnittsaufgabe 
verteilt und diesen auch nachgegangen werden 
kann (top-down).
Mit diesem zentralen Angebot hat die Bürger -
schaft die Möglichkeit, Verbesserungsprozesse 
direkt anzuregen und spiegelt somit auch die 
Leitlinien zur Bürgerbeteiligung wider.
Das Lob-, Ideen- und Beschwerdemanage-
ment gibt den Bürgerinnen und Bürgern die 
Möglichkeit, auch komplexe Problemstellun-
gen an die Verwaltung einfach und unbüro-
kratisch heranzutragen. Es kommt häufig 
vor, dass die Anliegen mehrere Ämter bzw. 
Dezernate betreffen oder dass Zuständigkei-
ten zunächst recherchiert werden müssen. 
Dies erklärt die unterschiedlichen Bearbei-
tungszeiten. Die Anliegen können teilweise 
direkt geklärt bzw. gelöst werden, teilweise 
müssen die Fachämter aber auch Ortstermine 
machen, weitergehende Prüfungen veran-
lassen oder Stellungnahmen von anderen 
Behörden einholen. 
Nach der Besetzung der Verwaltungsstelle 
im Büro der Bürgerbeauftragten, die für das 
Anliegenmanagement und weitere Themen 
zuständig ist, wurde Mitte Juli begonnen, die 
Anliegen systematisch zu erfassen. Somit 
ist nun zum ersten Mal möglich, genauere 
Aussagen zu Art und Umfang der Anliegen zu 
machen, die im Büro der Bürgerbeauftragten 
eingehen und bearbeitet werden. Diese Form 
des Controllings wird in 2018 fortgesetzt. 
Obwohl bisher kaum Werbung und Öffentlich-
keitsarbeit für das Angebot gemacht wurde, 
wird das Lob-, Ideen und Beschwerdemanage-
ment durch die Bürgerinnen und Bürger sehr 
gut angenommen. Insgesamt sind seit dem 
Zeitpunkt der Aufzeichnungen 817 Meldun-
gen innerhalb von 6 Monaten eingegangen 
(genauer Zeitraum der Erfassung: 17. Juli 
2017 bis 31. Januar 2018). Im Mittelpunkt 
der Beschwerden standen Anliegen aus dem 
Themenfeldern Straßen und Verkehr.

22
Im Büro der Bürgerbeauftragten werden 
 verschiedene Arten von Anliegen erfasst: 
• Beschwerden und Hinweise
• Lob und Ideen und 
• Sonstige Fragen und Infoanrufe
Die Anliegen werden über vielfältige Eingangs-
kanäle an das Büro herangetragen. Häufig kom-
men die Anliegen schriftlich per E-Mail, Briefe 
oder Fax, auch telefonisch laufen sehr viele 
Anfragen ein. Diese kommen entweder über das 
Bürgertelefon (06151 13-23 00) oder über Ver-
mittlung durch das Bürgerinformationszentrum 
(BIZ) oder das Büro des  Oberbürgermeisters. 
Außerdem gab es im Erfassungszeitraum von  
6 Monaten eine große Zahl persönlicher Vor-
sprachen wegen Bürgeranliegen. E-Mail ist das 
am meisten verwendete Kontaktmedium, dicht 
gefolgt vom Telefon. 
Grundsätzlich will das Büro zukünftig ein akti-
ves Lob-, Ideen- und Beschwerdemanagement 
ausgestalten, beispielsweise mit einem Ausbau 
der Internetpräsenz über Kontaktformulare. 
Vorstellbar ist auch, das Lob-, Ideen- und 
Beschwerdemanagement in den verschiedenen 
Stadthäusern sichtbarer zu platzieren und 
direkt zu ermöglichen. 
57 
Lob und Ideen
67 
Persönliche 
Vorsprache
147 
Fragen und
Infoanrufe
365 
Telefonisch
613
Beschwerden 
und Hinweise
817
Meldungen
385
Schriftlich
Verschiedene Arten der Anliegen
Abbildung: Anzahl der eingegangen Anliegen  
innerhalb des Erfassungszeitraums von 6 Monaten:
Eingangskanäle von Anliegen

23
Bürgersprechstunde
Die Bürgersprechstunde ist ein regelmäßiges 
Angebot des Oberbürgermeisters. Sie findet 
seit 2012 regelmäßig an unterschiedlichen 
Orten in Darmstadt statt. 
Im Rahmen der Bürgersprechstunde können 
Bürgerinnen und Bürger ein Einzelgespräch 
mit dem Oberbürgermeister führen. Teilweise 
melden sich auch Gruppen für die Bürger-
sprechstunde an. Interessierten Personen 
müssen sich hierzu im Büro der Bürgerbeauf-
tragten anmelden und mitteilen, worüber sie 
sprechen möchten, damit die Bürgersprech-
stunden vorbereitet werden können. 
Im Jahr 2017 haben vier Bürgersprechstunden 
stattgefunden (im März, Juni, September und 
Dezember). In der Regel werden pro Bürger-
sprechstunde acht Termine vergeben, alle 
Bürgersprechstunden waren ausgebucht. 
Die Bürgersprechstunde fand im Kapellplatzvier-
tel, in Eberstadt, in Arheilgen und in Bessungen 
statt. Wenn im Rahmen der Bürgersprechstunde 
Fragen offen blieben oder Anliegen mitgenom-
men werden, bekommen die Bürgerinnen und 
Bürger im Anschluss eine Rückmeldung. 
Das Angebot der Bürgersprechstunde wird 
sehr gut nachgefragt und daher kontinuierlich 
Lärm
Parken
Mülleimer
Denkmalschutz
Bauprojekte auf den 
Konversionsflächen
Barrierefreiheit
Straßenbahnstreik
Stolpersteine
Verkehrskonzepte
Verkehrssituationen
Kinderspielplätze
Integration geflüchteter 
Menschen
Schulbausanierung
Alternative Wohnformen  
und Begegnungsstätten
Wohnraum für Menschen 
mit geringem Einkommen
Baumpflanzungen
Flugrouten- 
verschiebung
Bauleitpläne
Bauplanungen
Parkplätze
FrauenschwimmenDiesel-Fahrverbot
Wohnungssuche
Hunde
Die Themen 
in der Bürger-
sprechstunde 
2017

24
fortgesetzt. Denkbar wäre hier beispielsweise 
eine Erweiterung des Angebots um eine digi-
tale Bürgersprechstunde. 
Stadtteilforen
Die Stadtteilforen in Eberstadt und Arheil-
gen stellen ein kontinuierliches Angebot der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt dar, um einen 
Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, 
Politik und Verwaltung zu fördern und aufrecht 
zu erhalten und Vertrauen auszubauen. 
In Eberstadt haben im Mai und November 
2017 Stadtteilforen stattgefunden, in Arheil-
gen im Januar und August 2017. Außerdem 
wurde der Arheilger Aktionstag „Mucker 
macht mit!“ am 6. Mai 2017 zum zweiten Mal 
erfolgreich durchgeführt. Alle Protokolle und 
weitere  Informationen sind unter  https://www.
darmstadt.de/rathaus/buerger-dialog/stadt-
teilforen/ eingestellt. 
Sowohl das verlässliche Angebot der Stadtteil-
foren als auch die zusätzlichen Aktionen in den 
Stadtteilen sind nur möglich, weil sich in bei-
den Stadtteilen Koordinationsteams gebildet 
haben, die die Stadtteilforen vor- und nach-
bereiten, die Arbeitsgruppen begleiten, die 
Tagesordnungspunkte für das Stadtteilforum 
entgegen nehmen, die Jahresplanung gestalten 
und Angebote und Formate zur Ergänzung des 
Stadtteilforums entwickeln. 
Ausblick
Das Büro der Bürgerbeauftragten wird  
seine Arbeit in Bezug auf die Umsetzung der 
Quelle: Stadtplanungsamt

25
vier strategischen Handlungsfelder und  
Ziele fortsetzen. 
Hierbei wird es in diesem Jahr insbesondere 
darum gehen, die Neukonstituierung des 
Arbeitskreises vorzubereiten und umzuset-
zen, um als begleitendes Gremium nach Ende 
der Pilotphase weiterarbeiten zu können. 
 Ergänzend zu den Arbeitssitzungen sollen 
weitere Formate, wie beispielsweise öffentli-
che Werkstattgespräche zu Projektbeispielen, 
erprobt werden. 
Der Beschluss und die Umsetzung der Maß-
nahme aus dem Projekt „Vielfältige Zugänge 
zur Bürgerbeteiligung“ wird, neben der Prü-
fung und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten 
von zufallsgestützten Beteiligungsverfahren, 
wichtige Impulse für eine inklusive Bürgerbe-
teiligung in Darmstadt liefern. Das Jubiläum 
der Lokalen Agenda21 in Darmstadt, das 
Internationale Bürgerfest und viele weitere 
Veranstaltungen bilden in 2018 Plattformen, 
um miteinander in den Dialog zu kommen 
und Vertrauen zwischen Bürgerschaft, Politik 
und Verwaltung weiter aufzubauen. Auch die 
Neukonzeption des Bürgerhaushalts wird ein 
wichtiger Meilenstein sein. 
Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam die 
nächsten Schritte hin zu einer guten Be tei-
ligungskultur in Darmstadt gehen zu kön-
nen und freuen uns über Ihre Hinweise und 
 Anregungen. 
Quelle: Kerbverein Darmstadt-Arheilgen e.V .

26
In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu den Beteiligungsverfah-
ren, die im Jahr 2017 durchgeführt wurden. Außerdem haben wir in den 
Blick genommen, welche Einflussmöglichkeiten im Rahmen des jeweiligen 
Beteiligungsprozesses bestanden. Das Kapitel endet mit einem Überblick 
der Lernerfahrungen, die in den verschiedenen Prozessen und Veranstal-
tungen über das Jahr gesammelt wurden.
Hinweis
Die ausführlichen Dokumentationen der Beteiligungsprozesse und -veranstaltungen 
aus dem Jahr 2017 finden Sie in der Anlage dieses Berichts und online unter  
https://da-bei.darmstadt.de/. 
3  Vorhaben mit   
  Bürgerbeteiligung  
  im Jahr 2017

27
Übersicht Beteiligungsprozesse 2017
Bezeichnung Dokumentation 
in der Anlage auf
Baustellenbegehung für Bürgerinnen und Bürger am Woog Seite 2
Wettbewerb zur Umgestaltung des Vorplatzes der Kunsthalle Seite 3
Jugendbeteiligung zum Grünzug Karlsruher Straße  
in der Lincoln-Siedlung Seite 5
Stadtteilforum Arheilgen Seite 7
Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb Landesgartenschau Seite 10
1. Workshop zur Steigerung der Teilhabe von Menschen  
mit Migrationshintergrund – Vielfältige Zugänge  
zur Bürgerbeteiligung
Seite 12
Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplan Seite 14
Mobilitätskonzept in der Lincoln-Siedlung Seite 16
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Innenstadt –
Mobile Bürgerbeteiligung und Online-Fragebogen Seite 18
Soziale Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel Seite 20
DARMSTADT #DIGITALSTADT! Seite 22
Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof Seite 24
Bürgerhaushalt 2017 Seite 26
Stadtteilforum Eberstadt 2017 Seite 29
Radverkehrsanlagen Heidelberger Straße Seite 32
Energetische Stadtsanierung Mollerstadt –  
Förderrichtlinie für private Begrünungsmaßnahmen Seite 35
Podiumsdiskussion  
„Auf dem Weg zum Welterbe – Zukunft Haus Olbrich“ Seite 36
Städtebaulicher Wettbewerb  
„Ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung“ Seite 38
„Misch mit“ – Kinder und Jugendbeteiligung  
in Darmstadt / Martinsviertel Seite 40
Parkraumbewirtschaftung für das Kapellplatzviertel Seite 42
Wissenschaftsplanspiel „Pimp My Ocean!“ Seite 43
Bürgerversammlung Waldkolonie Seite 45
Rundgang Mathildenhöhe – verschiedene Themen 
u.a. Einführung Parkraummanagement Mathildenhöhe Seite 47
Masterplan DA2030+ //// Darmstadt weiterdenken Seite 48
Wissenswerte Digitalstadt Seite 50

28
Darstellung: Stufen der Beteiligung
Die Leitlinien verstehen Bürgerbeteiligung als 
Möglichkeit zur Mitgestaltung und zur gesell-
schaftlichen und politischen Teilhabe. Hierbei 
gibt es unterschiedliche Stufen und Intensi-
täten der Bürgerbeteiligung. Die Stufenleiter 
beschreibt, auf welcher Stufe sich ein Bürger-
beteiligungsangebot befindet und wie viele Ein-
flussmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger 
bestehen. Um ein vertrauensvolles Miteinander 
zu schaffen, ist es wichtig, frühzeitig zu kom-
munizieren und transparent zu machen, auf 
welcher Stufe ein Beteiligungsangebot angesie-
delt ist. So kann man falschen Erwartungen an 
den Prozess vorbeugen. Dies trägt maßgeblich 
zu einem gelungenen Prozess bei.
Die folgende Grafik zeigt die Einordnung der 
Beteiligungsprozesse aus dem Jahr 2017 
in die Stufenleiter der Beteiligung. Bei 20 
Prozent der Bürgerbeteiligungsprozesse und 
-veranstaltungen handelte es sich um Infor-
mationsangebote. 41 Prozent fallen in die 
Kategorie „Anhören“ und knapp 38 Prozent 
der Prozesse und Veranstaltungen sind auf der 
Stufe „Mitgestalten“ anzusiedeln. 
Anhören: Hier werden Hinwei-
se und Anregungen zu einem 
geplanten  Vorhaben einge-
holt. Bürgerinnen und Bürger 
kommen untereinander und mit 
Vertreterinnen und Vertretern 
aus Verwaltung und Politik 
ins Gespräch. Dies geschieht 
zum Beispiel im Rahmen 
einer Veranstaltung mit unter-
schiedlichen Themenecken und 
schriftlichen Kommentarmög-
lichkeiten.
Informieren: Beteiligungsange-
bote dienen der Übermittlung 
von Inhalten an die Bürgerinnen 
und Bürger. Ein Beispiel ist die 
klassische Informationsver-
anstaltung mit Vorträgen und 
Informationsständen.
Mitgestalten: Vorschläge und 
Anregungen von Bürgerinnen 
und Bürgern werden aufgenom-
men und fließen in die Ausge-
staltung eines Vorhabens ein. 
Die Beteiligten ringen um die 
beste Lösung und beschäftigen 
sich intensiv mit dem Vorhaben, 
zum Beispiel in regelmäßigen 
Arbeitsgruppen. Im Anschluss 
kann auch die Umsetzung 
gemeinsam erfolgen.
Abbildung 2: Stufen der Beteiligung

29
Darstellung: Erfahrungen aus den  
Beteiligungsverfahren 2017
Die Leitlinien sind grundsätzlich als „lernen-
des System“ zu verstehen, die auf Grundlage 
neuer Erkenntnisse ständig weiterentwickelt 
werden. Die statistische Evaluation stellt 
Informationen für ein solches „Nachsteuern“ 
bereit (siehe hierzu auch Kapitel 4 „Kurzbe-
richt zu den Ergebnissen der statistischen 
Evaluation“).
Die federführenden Ämter verfassen nach 
jedem Prozess eine Dokumentation. 
Hier  werden die Lernerfahrungen und 
 Erfolgs faktoren für Beteiligungsverfahren 
 aufgenommen. 
Die folgende Abbildung gibt einen Einblick 
in Erfahrungen des letzten Jahres. Einen 
 aus führlichen Überblick finden Sie in den 
Dokumentationen der Bürgerbeteiligungs-
verfahren aus dem Jahr 2017 im Anhang 
dieses Berichts.
 
Abbildung: Einordnung der Beteiligungsprozesse aus 
dem Jahr 2017 in die Stufenleiter der Beteiligung
37,6 %
Mitgestalten
41,4 %
Anhören
20,8 %
Informieren

30
Best Practice 
Erfahrungsberichte  
aus den  
Beteiligungs - 
prozessen 2017
Abbildung: Erfolgsfaktoren für Bürgerbeteiligung  
abgeleitet aus den Erfahrungen im Jahr 2017
Beteiligungsverfahren  
ergebnisoffen umsetzen
Frühzeitige  
und kontinuierliche  
Information
Frühe Einbeziehung der 
Bürgerinnen und Bürger 
Partizipative Vorbereitung 
von Beteiligungsprozessen
Gestaltungsmöglichkeiten 
aufzeigen
Beteiligung aller 
Betroffenen
Gutes Setting und  
gute Atmosphäre  
schaffen
Gestaltungsspielräume von 
Beginn an deutlich machen
Vor-Ort-Beteiligung 
in kleinen Formaten
Niedrigschwellige  
Beteiligungsangebote 
Ansprache über viele  
verschiedene Kanäle
Vorhandene  
Netzwerke nutzen
Einbeziehung von  
Multiplikatoren / innen 
personelle und  
finanzielle  
Ressourcen zur  
Verfügung stellen
Benennung von 
Ansprechpartnern
Bildung von  
länger fristigen  
Koordinationsteams 
Kooperationen mit und 
innerhalb der Verwaltung
Erfolge und Zwischen-
ergebnisse kontinuierlich 
sichtbar machen
Frühzeitige 
Einbindung von 
Experten
Kombination von online 
und offline
projektbegleitende 
Öffentlichkeitsarbeit

31
Quelle: Ulrich Mathias

32
4   Kurzbericht zu den 
 Ergebnissen der statistischen 
Evaluation
  
   Verfasser:  
Günther Bachmann,  
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung,  
Abteilung Statistik und Stadtforschung
Einführung 
Bürgerbeteiligung ist heute für die Gestaltung und Entwicklung in deutschen Städten 
unverzichtbar. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat mit zwei Beschlüssen der poli-
tischen Gremien die Bürgerbeteiligung verstärkt und strukturiert (Magistrat am 12. 
Februar 2014, Stadtverordnetenversammlung am 13. März 2014). Mittlerweile sind 
etliche Verfahren der Bürgerbeteiligung auf Grundlage der Qualitätskriterien der Leit-
linien zur Bürgerbeteiligung in Gang gekommen, durchgeführt worden oder stehen für 
2018 auf der Agenda.
Um die Leitlinien für Bürgerbeteiligung und 
ihre Umsetzung in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt besser beurteilen zu können, wurde 
mit Beginn der ersten Bürgerbeteiligungspro-
zesse nach dem Beschluss zur Umsetzung der 
Leitlinien im Frühjahr 2015 mit deren Evalua-
tion begonnen. Dazu wurde ein erster Fragebo-
gen von Sarah Perry und Dr. Rolf Hackenbroch 
vom Forschungsinstitut teleResearch GmbH, 
dem Büro der Bürgerbeauftragten und dem Amt 
für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung 
Statistik und Stadtforschung, erarbeitet. 
Zwischen August und Oktober 2016 untersuch-
ten Frau Perry und Dr. Hackenbroch die Qua-
lität der politischen  Entscheidungsprozesse 
 hinsichtlich der Beteiligung der  Bürgerinnen 
und Bürger in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Dazu wurden insgesamt 120 Bür-
gerinnen und Bürger mittels des standardisier-
ten Fragebogens zwischen August und Oktober 
2016 bei vier verschiedenen Beteiligungs-
verfahren befragt. Durch die gute Rücklauf-
quote zwischen 50 und 62 Prozent konnten die 
Ergebnisse als repräsentativ für die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer der vier untersuch-
ten Bürgerbeteiligungsveranstaltungen ange-
sehen werden. Eine Zusammenfassung der 
durchgeführten Evaluation und deren Analyse 
wurde bereits  veröffentlicht. Eine ausführliche 
Dokumentation der Untersuchungsergebnisse

33
Kommentar
Bei folgenden elf Veranstaltungen in 2017 wurden die Fragebögen verteilt und 
anschließend ausgewertet: Landesgartenschau, Mobilitätskonzept Lincoln, Welt-
kulturerbeantrag, Mathildenhöhe, Bürgerdialog Pallaswiesen- / Mornewegviertel, 
Darmstadt DIGITALSTADT , Stadtumbau Darmstadt-Ost, Plenum zur Erstellung des 
Ersten Gleichstellungsaktionsplans, Bürgerversammlung Waldkolonie, Workshop zur 
Bürgerbeteiligung, Darmstadt Weiterdenken – Masterplan 2030. 
können im Abschlussbericht 2016 auf der  
Bürgerbeteiligungsplattform der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt eingesehen werden.
In 2017 wurde mit einem leicht überarbei-
teten Fragebogen die Evaluation fortgeführt. 
Dabei zeigte sich bei der Bürgerbeteiligung 
2017 ein anderes „Bild“ als bei der Be teili-
gung 2016: die soziodemografische Struktur 
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte 
sich – in einem positiv zu bewertenden  
Sinne – geändert.
Erreichte und nicht erreichte 
 Bevölkerungsgruppen
Im Vergleich zu 2016 hat sich in 2017 die Teil-
nehmerinnen- und Teilnehmerstruktur bei den 
Veranstaltungen insofern verändert, dass nicht 
mehr die Personengruppen ab 65 Jahren die 
dominierenden sind, sondern dass sich insbe-
sondere Jüngere und Personen zwischen 35 bis 
55 Jahren deutlich stärker beteiligt haben. Den-
noch ist auffällig, dass Personen in der Alters-
gruppe bis 25 Jahre – gemessen an ihrem Anteil

34
Abbildung: Beteiligung der Altersgruppen an den Bürgerbeteiligungen in 2017 in %*  
Abbildung: Beteiligung der Berufsgruppen an den Bürgerbeteiligungen in 2017 in %* 
voll berufstätig (mindestens 75 %)
teilweise berufstätig (weniger als 75 %)
in Rente, Pension, oder Vorruhestand
andere
Studierende/r
arbeitslos
Hausfrau / Hausmann
52,2
9,5
31,2
1,7
3,4
0,3
1,4
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
unter 
25 Jahre
25 bis 
unter 35 Jahre
35 bis 
unter 45 Jahre
45 bis 
unter 55 Jahre
55 bis 
unter 65 Jahre
65 bis 
unter 75 Jahre
75 bis 
und älter
k.A.
2,0
8,2 9,5
27,3
22,4
19,1
8,9
2,6
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
unter 25 Jahre
25 bis unter 35 Jahre35 bis unter 45 Jahre45 bis unter 55 Jahre55 bis unter 65 Jahre65 bis unter 75 Jahre
75 bis und älter
k.A.
2%
8% 9%
28%
24%
21%
10%
3%

35
an der Stadtbevölkerung – zu wenig an den 
Bürgerbeteiligungen vertreten sind. War in 2016 
der Anteil an Rentnerinnen und – überwiegend 
– Rentnern an den  Beteiligungsveranstaltungen 
überproportional vertreten, so änderte sich dies 
in 2017  deutlich: die Gruppe der Berufs tätigen 
stellte in absoluten und relativen Zahlen jetzt 
die Mehrheit der Beteiligung, auch wenn die 
Gruppe der Personen in Rente / Pension noch 
immer einen größeren Anteil an den Engagier-
ten darstellen. 
Interessant ist auch der Aspekt der derzeit 
bzw. zuletzt ausgeübten Tätigkeit, der in der 
Tabelle wiedergegeben ist. 
Beurteilung Quantität und  
Qualität von Bürgerbeteiligung
Für die Phase 2 der Evaluation der Veran-
staltungen mit Bürgerbeteiligung wurde eine 
Gesamtauswertung vorgenommen, die fol-
gende Ergebnisse feststellen konnte:
• eine gute Relation Männer zu Frauen
• deutlich ausgewogenere Beteiligung der 
verschiedenen Altersklassen als noch in 2016
• deutlich ausgewogenere Beteiligung der 
verschiedenen Berufsfelder
• etwas höherer Anteil Älterer / Rentnerinnen 
und Rentner im Gesamtverhältnis, jedoch 
deutlich besser als in 2016
• auch weiterhin ein zu geringer Anteil von 
Personen mit Migrationshintergrund 
Damit ergibt sich insgesamt eine deutlich 
bessere Beteiligung der „Stadtgesellschaft“ 
am Prozess der Bürgerbeteiligung; auch die 
Ergebnisse sind damit deutlich repräsentativer 
in 2017. Mit der Durchführung der repräsen-
tativen Bürgerumfrage im Mai 2018 wird ein 
weiterer, wesentlicher Baustein für die Feststel-
lung der Repräsentativität von Bürgerbeteili-
gungsprozessen gelegt.
Abbildung: Was ist Ihre derzeit oder zuletzt ausgeübte Tätigkeit? In %* 
Arbeiter bzw. Arbeiterin
Angestellter bzw. Angestellte
Beamter bzw. Beamtin 
(auch Richter und Soldat)
Landwirt bzw. Landwirtin
freiberuflich tätig / selbständig
sonstige Tätigkeit
keine Antwort
insgesamt
2
58
15
0
15
4
5
100
*Quelle: Eigene Berechnung

36
Beurteilung der Organisation  
und Durchführung von Bürger-
beteiligung  
Auffällig ist die hohe Zustimmung der Antwor-
ten zu den Inhalten der in 2017 durchgeführ-
ten Veranstaltungen: 85 % haben der Aussage 
zugestimmt, dass sie sich über die Inhalte 
der Veranstaltung informiert gefühlt haben. 
Eine Mehrheit von zwei Dritteln konnte auch 
ihre Meinung einbringen, weniger Zustimmung 
gab es bei der Frage nach der Möglichkeit, die 
Inhalte mit zu verbessern.
Sehr hoch ist die Zustimmung zu der Frage, ob 
sich die Bürgerinnen und Bürger, die den Fra-
gebogen ausgefüllt haben, auch in Zukunft an 
weiteren Veranstaltungen interessiert sind: mit 
fast 100 % Zustimmung ist dies sicher eines 
der erfreulichsten Ergebnisse der Evaluation 
und zeigt die hohe Akzeptanz der Durchfüh-
rung dieser Art der Bürgerbeteiligung.
Immerhin zwei Drittel wissen schon jetzt, dass 
sie sich auch in Zukunft aktiv beteiligen werden.
Generell wird die Entscheidung, mehr Bürger-
beteiligungen durchzuführen, als positiv ange-
sehen und zwei Drittel finden es gut, wenn sich 
viele Bürgerinnen und Bürger an den Planun-
gen und Vorhaben der Stadt beteiligen.
Kenntnis und Information über  
die Veranstaltungen zur Bürger-
beteiligung
Der größte Anteil der Information über die 
geplante Veranstaltung mit Bürgerbeteili-
gung beziehen die Interessierten aus der 
lokalen Tageszeitung mit 31 % – dies bedeu-
tet, dass fast jeder Dritte sich die Informa-
tion zum  Termin und zu den Inhalten der 
 Bürger beteiligung aus dem Darmstädter Echo 
holt. Auffällig sind jedoch auch die Angaben 
zu den Rubriken Plakate und Flyer, die mit 
27 % bzw. 13 % sehr hohe Werte erreicht 
haben. Daneben spielt das Internet bzw. die 
 städtische  Internetseite eine wichtige Rolle: 
hier holte sich in 2017 mehr als jeder Vierte 
die gewünschte Information ab. 
Quelle: Stadtbauplan

37
... mich über dieses Thema 
informieren
…fühle ich mich über die 
Inhalte informiert.
… eigene Ideen einbringen
… konnte ich meine Meinungen 
und Ideen einbringen.
… aktiv mitwirken
… konnte ich mithelfen, die 
Inhalte zu verbessern.
Auch in Zukunft werde ich …  
(Mehrfachnennungen möglich).
Durch meine Teilnahme an der heutigen Veranstaltung…
stimme voll und ganz zu
stimme eher zu
stimme eher nicht zu
stimme überhaupt nicht zu
weiß ich nicht
keine Antwort
Abbildungen: Gesamtauswertung der Fragebogen – Bürgerbeteiligung 2017 
Erwartungen an und Beurteilung der Bürgerbeteiligung zur o.g. Veranstaltung
79
18
0 0 1
40
32
2
38
11
18
0
7 4
33
2
10
5
37
48
7
1 1
31
96
36
13
4
8 10
32
20
6
19
13

38
31
1
2
4
13
27
2
2
28
20
8
38
Darmstädter Echo 
Tagblatt
Stadtteilzeitung
Überregionale Tageszeitung 
Posteinwurf / Flyer
Plakate
Werbung in Bus und Bahn
Radiosendung
Internet, und zwar:
städtisches Internetangebot
andere Internetangebote
sonstiges
Woher haben Sie im Vorfeld Informationen zur heutigen Veranstaltung bekommen? In % 
(Mehrfachnennungen möglich).
Wie stark stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?
65
27
3 0 0
42
20
5
38
7
0
7 7
43
20
6 6 6
Ich finde es gut, wenn 
sich viele Bürger und 
Bürgerinnen an  Planungen 
und Vorhaben der Stadt 
beteiligen.
Das Ergebnis städtischer 
Planungen und Vorhaben 
wird dadurch besser.
Der Prozess, eine 
 politische  Entscheidung 
zu treffen, wird 
 lang wieriger.
stimme voll und ganz zu
stimme eher zu
stimme eher nicht zu
stimme überhaupt nicht zu
weiß ich nicht
keine Antwort

39
Interpretation und  
Empfehlungen 
In den letzten Jahren hat sich die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt durch starke Bevöl-
kerungszuzüge und durch die wachsende 
Zahl von Beschäftigten verändert: viele 
Studierende und junge Erwerbstätige sind in 
die Stadt gezogen und haben in Teilen das 
Stadtbild und die Stadtgesellschaft verändert. 
Aber auch die schon länger in Darmstadt 
Wohnenden haben Veränderungen in ihrem 
Lebensalltag bemerkt, die sich bei der Bürger -
beteiligung bemerkbar machen.
Generell kann festgehalten werden, dass aus 
Sicht der Evaluation die Beteiligung von Bür -
gerinnen und Bürgern eine wichtige und posi-
tive Weiterentwicklung der demokratischen 
Teilhabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
darstellt. 
Aus den hier vorgestellten Ergebnissen lassen sich mehrere Schlüsse ziehen,  
die die Bürgerbeteiligungsverfahren in 2018 noch verbessern können:
• Die Information über Termine und Themen der jeweiligen Bürgerbeteiligungen 
können per Flyer, Posteinwurf und Inforad in Stadtteilen und Quartieren eine 
breitere Öffentlichkeit erzielen
• durch die ggf. breitere Streuung der Information zu Terminen und Themen 
der jeweiligen Bürgerbeteiligungen besteht die Chance, auch bisher 
unterrepräsentativ vertretene Gruppen der Stadtgesellschaft wie z. B. 
Migrantinnen und Migranten, Jüngere und Menschen ohne formale Schul- und 
Berufsabschlüsse zu erreichen
• mit der Bürgerumfrage 2018 besteht die gute Gelegenheit, die Interessen der 
Bürgerinnen und Bürger aus deren persönlichen Sicht in repräsentativer Weise zu 
erfahren, woraus sich eine Fülle von Informationen zu Themen und Beteiligungen 
ergeben wird. Dies kann mit den bereits durchgeführten Bürgerbeteiligungen in 
Bezug auf Beteiligung (Alter, Geschlecht, Sozialstatus etc.) abgeglichen werden. 
Daraus lassen sich gegebenenfalls neue Möglichkeiten für die Ansprache bisher 
vernachlässigter Themen oder Personengruppen ablesen.

40
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich zu einem interkulturellen 
Öffnungsprozess der städtischen Verwaltung verpflichtet und befindet sich 
damit im Einklang mit zahlreichen Migrant*innenorganisationen (vgl. bei-
spielsweise Hirseland 2013, S. 17) in Deutschland, die in einer interkul-
turellen Öffnung7 der Gesellschaft, ihrer Organisationen und Institutionen 
einen wesentlichen Beitrag für eine gleichberechtigte Teilhabe aller sehen. 
Interkulturelle Öffnung bedeutet auch, sich der Thematik von (Alltags-)
Rassismus und Diskriminierungserfahrungen zu stellen und Konzepte und 
Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl individuelle als auch institutionel-
le Diskriminierung reduzieren bzw. verhindern. In diesem Kontext fand 
2017 eine qualitative Bestandsaufnahme zur Beteiligung von Menschen 
mit Migrationshintergrund und ihren Selbstorganisationen an städtischen 
Beteiligungsverfahren statt mit dem Ziel, anhand der Ergebnisse konkrete 
Maßnahmen für künftige Beteiligungsverfahren abzuleiten. 
5    Vielfältige Zugänge zur  
Bürgerbeteiligung
    Ergebnisse der qualitativen Bestands  auf nahme  
zur Beteiligung an Beteiligungsverfahren  
in Darmstadt von Menschen mit Migrations-
hintergrund
     Verfasser:  
Natalie Novakova und Dr. Olga Zitzelsberger,  
TU Darmstadt,  
Praxislabor des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik
7 Der Begriff Kultur stellt die Basis für die Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung von mehrheitsge-
sellschaftlichen Institutionen und der produktiven Gestaltung kultureller Pluralität dar, ist aber vor allem 
aus antirassistischer Perspektive kritisch zu betrachten. Die Begrifflichkeit verfestigt die (konstruierte) 
Bedeutung kultureller Zugehörigkeit. Migrationsgesellschaftliche Phänomene und Problemlagen werden auf 
die Kategorie Kultur reduziert und Diskriminierungen sowie Ausschließungsmechanismen in gesellschaft-
lichen Bereichen bleiben weitgehend unhinterfragt. Die gestaltbare Komponente von Kultur, die auch von 
sozialen, politischen sowie wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst wird (z. B. fehlende Beteiligungsmög-
lichkeiten), rückt – so trotz des historischen Perspektivwandels – ins Abseits. 
 
Barwig und Hinz-Rommel führten den Begriff der „Interkulturellen Öffnung sozialer Dienste“ ein. Die 
Grundlagen gelten dabei auch heute noch als Begründungsrahmen für die Initiierung und Implementierung 
von Konzepten Interkultureller Öffnung von öffentlichen Organisationen (vgl. Griese / Marburger 2012, S. 2).

41
Vorbemerkungen: Im Spannungsfeld von 
Stigmatisierung und Anerkennung
Die Darmstädter Bevölkerung ist in sich sehr 
vielfältig, die Kategorie mit Migrationshinter-
grund ist hierbei nur eine Kategorie. Zusätz-
lich ist der Begriff Migrationshintergrund 
sehr umfassend und beinhaltet oftmals auch 
Menschen ohne eigene Migrationserfahrung, 
so dass hierdurch Menschen auf ein Merkmal 
ihrer Identität häufig ungerechtfertigt redu-
ziert / festgelegt werden. Das mit der Festle-
gung verbundene Unbehagen war auch in den 
Interviews spürbar. Den Interviewpartner*innen 
war zum Teil körperlich, mimisch und gesti-
kulierend anzumerken, dass ihnen die spezifi-
sche Benennung von Menschen mit Migrations-
hintergrund Unbehagen bereitet. Sehr häufig 
werden, entsprechend vor oder zum Abschluss 
einer inhaltlichen Aussage, Formulierungen der 
Relativierung, eine Betonung von Heterogenität 
oder auch weitere Unterscheidungskriterien 
benannt. Hierin spiegelt sich ein Diskurs, der 
auch innerhalb der Sozialforschung virulent 
und längst nicht entschieden ist. Die Identi-
fizierung spezifischer Diskriminierung und 
gezielter Förderung bedarf einer statistischen 
Generalisierung von Daten und Erkenntnissen. 
Damit einhergehen kann eine ungewollte und 
zuschreibende Stigmatisierung dieser Gruppe. 
Andererseits bedeutet die Benennung auch 
die Anerkennung einer spezifischen gesell-
schaftlichen Positionierung und Bedürfnislage. 
Für Forschende ebenso wie für politisch und 
sozial handelnde Personen entsteht hierdurch 
ein Spannungsbogen von Stigmatisierung und 
Anerkennung (vgl. Mecheril 2010). 
Die explizite Etikettierung Herkunft bzw. Migra-
tionshintergrund würden viele Betroffene als 
Stigmatisierung empfinden. Dies drücke sich 
z. B. darin auch aus, dass Anliegen dieser Eti-
kettierten in der Verwaltung stets an das Amt 
für Interkulturelles und Internationales verwie-
sen würden und nicht an die sachlich zuständi-
gen Abteilungen (Expert*in 3, Z. 47 – 57). Eine 
entsprechende Stigmatisierung und Diskri-
minierung verlaufe auch entlang der Woh-
nadresse: Adressen in sogenannten sozialen 
Brennpunkten, wirken sich nachteilig auf dem 
Arbeits- und Wohnungsmarkt aus. (B1, Grup-
peninterview MBE, Z. 85 – 98) 
Quelle: Stadtplanungsamt

42
Andere Interviewpartner*innen formulieren, 
dass den besonderen Bedürfnissen bestimm-
ter Bevölkerungsgruppen Rechnung zu tragen 
sei. Hier könnten auch die Menschen mit 
Migrationshintergrund als spezifische Gruppe 
identifiziert werden. So sei es ein schlichtes 
Faktum, dass diese Gruppe mit mehreren 
Sprachen lebe und entsprechend in der deut-
schen Sprache ggf. Unterstützung benötige. 
Auf wissenschaftlicher Ebene wird hier einer-
seits auf die Gefahr der Kulturalisierung 
(Scherr u. a. 2017) von spezifischen Lebens-
verhältnissen verwiesen und andererseits der 
Notwendigkeit Ausdruck verliehen, dass nur 
durch eine spezifische Adressierung bestimmte 
Diskriminierungen sichtbar gemacht und 
Abhilfe geschaffen werden könne (z. B. 
Gomolla / Radtke 2002). In diesem Sinne sind 
die folgenden Aussagen stets als statistische 
Generalisierungen zu verstehen, die keines-
falls Rückschlüsse auf Individuen zulassen, 
aber gleichfalls notwendig erscheinen, um 
den besonderen Erfahrungen, Potenzialen und 
Bedürfnissen einer Gruppe von Darmstädter-
*innen Ausdruck zu verleihen.
Erhebungsdesign 
Auswahl der Interviewpartner*innen
Die Interviewpartner*innen wurden in Rück-
sprache mit der Bürgerbeauftragten und einer 
Mitarbeiterin des Amtes für Interkulturelles 
und Internationales ausgewählt, dann in 
Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und dem Institut für allgemeine 
Pädagogik und Berufspädagogik angeschrie-
ben bzw. auf elektronischem Wege und / oder 
durch einen öffentlichen Aushang kontaktiert. 
1 Migrationsbeauftragter des Polizeipräsidiums
1 Vorsitzender des Ausländerbeirats
1 Mitglied des Stadtjugendrings
1 Vertreter*in von MSOs
7 Erwachsene (20 – 40 Jahre), kontaktiert über soziale Einrichtungen
3 Erwachsene, die in sozialen Einrichtungen arbeiten
3 Vertreter*innen von MSOs
3 Mitarbeiter*innen des Migrationsdienstes unterschiedlicher Träger
3 Zufallsauswahl, Personen, über die Stadt Darmstadt angeschrieben
Abbildung: Expert*innen- und Gruppeninterviews, Personen

43
Die Auswahl sollte den unterschiedlichen 
Gruppen von Migrant*innen Rechnung tragen, 
indem entsprechend der Darmstädter Bevölke-
rung mit Migrationshintergrund (vgl. Wissen-
schaftsstadt Darmstadt, Statistische Berichte 
1/2016) bestimmte Personengruppen gezielt 
in den Blick (Junge Erwachsene und Familien) 
genommen wurden. Migrant*innenselbstorga-
nisationen (MSOs), die Selbstvertretungen der 
Migrant*innen, kamen zu Wort, Professionelle 
berichteten über ihre Erfahrungen und über 
die Zufallsauswahl wurden weitere Bürger*in-
nen zur Teilnahme eingeladen.
Nach positiver Rückmeldung wurden folgende 
vier Experten und fünf Gruppen im Zeitraum 
von März bis Mai 2017 anhand eines zuvor 
angefertigten Interviewleitfadens in den Räu-
men der TU Darmstadt befragt: 
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Vorkennt-
nisse wurde in einigen Interviews vom vorher 
angefertigten Interviewleitfaden abgewichen 
und entsprechend der Situation über Erfahrun-
gen in und mit der Kommune gesprochen. 
Auswertung der Interviews
Entsprechend der Zielsetzung der qualitativen 
Bestandsaufnahme standen in der Auswertung 
die inhaltlichen Aussagen der Interviewpart-
ner*innen im Fokus. Hierfür diente das Verfah-
ren der qualitativen Inhaltsanalyse. 
Da es sich um eine Qualitative Arbeit handelt, 
sollten signifikante Äußerungen zur Sprache 
kommen und gespiegelt werden. Dadurch 
konnten unterschiedliche Themen zum Tragen 
kommen und viele dieser Themen wurden bei 
allen oder fast allen Interviews in verschiede-
nen Kontexten benannt, obwohl nicht explizit 
danach gefragt wurde. Somit ist zu erken-
nen, dass diese Thematiken eine besondere 
Rolle einnehmen und stärker gewichtet sind. 
Aufgrund der Heterogenität von Menschen mit 
Migrationshintergrund sind einige der Ergeb-
nisse auf das gesamtgesellschaftliche Bild 
Darmstadts übertragbar. 
Ergebnisse zum Thema  
Bürgerbeteiligung 
Keine Teilnahme aufgrund von 
 Informationsmangel
Die Mehrheit der Interviewpartner*innen gab 
an, keine Kenntnis von bestehenden Betei-
ligungsverfahren zu haben. Auch die MSOs 
verneinen die direkte Ansprache hinsichtlich 
Beteiligungsverfahren sehr deutlich: „Ganz 
klar und deutlich (.) NEIN!“ (MSO Gruppenin-
terview, Z. 370). Dabei möchten MSOs überall 
mit einbezogen werden: „Wir leben ja hier 
unsere Mitglieder sind hier ansässig und sind 
überall, und ob das jetzt die Älteren oder 
Jüngeren oder Männer oder die Frauen sind, 
die sind in jeder Form von Politik betroffen 
hier in Darmstadt und dann sollten sie auch in 
der Diskussion gefragt werden.“ MSO Grup-
peninterview, Z. 375 – 377). Wenn Menschen 
mit Migrationshintergrund informiert seien, 
würden sie sich auch beteiligen. Dies sei in 
der Vergangenheit bei Online-Befragungen 
geschehen, um eigene politische Interessen 
nach vorne zu bringen, z. B. ein Bürger*in-
nenticket (Junge Erwachsene Professionelle, 
Z. 941 – 974), bei Verfahren an der Schule, um 
verschiedene Projekte und die Nachmittagsbe-
treuung ins Leben zu rufen (B1, Junge Erwach-
sene Professionelle, Z. 987 – 988).

44
Wissen über Bürgerbeauftragte und  
Anlaufstellen in Darmstadt
Bei diesem Aspekt zeigten sich deutliche 
Unterschiede zwischen den unterschiedlichen 
Interviewpartner*innen. Für die Mehrheits-
angehörigen und jene, die auch beruflich in 
Kontakt mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
stehen, ist die Bürgerbeauftragte eine sehr gut 
bekannte Person (z. B. Caritas, Migrationsbe-
auftragte*r, DRK usw.). Insbesondere die MSOs 
und Menschen mit Migrationshintergrund 
kennen die Bürgerbeauftragte nicht, würden 
sich aber wünschen, die Situation zu ändern 
und schlagen hierzu insbesondere vor, dass 
die Bürgerbeauftragte zum Ausländerbeirat, zu 
den MSOs und zu Menschen nach Eberstadt 
und Kranichstein kommt. 
Die Kenntnis über Anlaufstellen kann zusam-
menfassend als nicht sehr ausgeprägt beurteilt 
werden. Sie hängt insbesondere vom eigenen 
Engagement und den Interessen ab. Betont 
wird eine Wissenszunahme durch eine sozial-
räumliche Anbindung, z. B. durch Stadtteilbü-
ros (vgl. Gruppeninterview MBE, Z. 176 – 179). 
Doch auch hier betont ein*e Expert*in, dass 
die Kenntnis von Anlaufstellen keine Frage 
der Herkunft sei, sondern der persönlichen 
Vernetzung, des Interesses und der Bildung 
(Expert*in 1, Z. 318 – 335).
Zugang zu Menschen mit  
Migrationshintergrund
Ein*e Expert*in formuliert, dass der Zugang 
über jene Institutionen erfolgen könnte, an 
denen sich Menschen mit Migrationshinter-
grund – wie jeder Mensch – im Laufe des 
Lebens nahezu zwangsläufig aufhalten: Schulen, 
Vereine, Ausbildungswege und Unternehmen 
(Expert*in 2, Z. 164 – 167). Hierzu müsse die 
Stadt auch ihre Informationspolitik überden-
ken (vgl. B2, Junge Erwachsene Professionelle, 
Z. 1271 – 1278). Keinesfalls sei ein Zugang nur 
über das Darmstädter Echo zu erreichen. 
Sehr intensiv wurden in allen Interviews die 
Themen schriftliche Informationen (Flyer) und 
nachrangig die Frage der sprachlichen Über-
setzungen (Dolmetscher*innen) diskutiert. 
Wenn Flyer verwendet würden, sei eine Über-
setzung in unterschiedliche Sprachen oder 
Dolmetscher*innen bei Veranstaltungen für die 
erste und zweite Generation sowie für Neubür-
ger*innen sinnvoll (Expert*in 2, Z. 349 – 363 
und Expert*in 3, Z. 328 – 367). Es sei wichtig, 
damit Menschen sich nicht „wie ein Gehörloser 
auf einer Hochzeit [wahrnimmt, Autor*innen]. 
Alle tanzen und er weiß nicht warum, weil er 
keine Musik hört“ (Expert*in 3, Z. 334 – 335). 
Im Gegensatz hierzu sollte bei allen anderen 
die deutsche Sprache ausreichend vorhan-
den sein und ein Angebot zur Übersetzung in 
eine vermeintliche Herkunftssprache könne 
auch als Stigmatisierung von Menschen mit 
Migrationshintergrund empfunden werden 
(Expert*in 3, Z. 328 – 367).
Insbesondere weisen die Rückmeldungen 
darauf hin, dass auf den Übersetzungen von 
Flyer keine hohe Priorität liegen solle, da sie 
häufig nicht zur Kenntnis genommen werden 
und von vielen auch als Stigmatisierung wahr-
genommen werden könnten. Darüber hinaus 
leisteten sie einer sprachlichen Spaltung auf 
kommunaler und öffentlicher Ebene Vorschub. 
Ein sinnvoller und gezielter Einsatz erscheine 
nur bei der Gruppe derjenigen sinnvoll, die 
das deutsche Schulsystem nicht oder nicht 
vollständig durchlaufen haben oder erst seit 
kurzem in Deutschland leben. Gleichwohl 
müsse die städtische Kommunikation nicht für 
immer monolingual bleiben.
Hürden
Fast alle Interviewpartner*innen sahen 
Hürden auf unterschiedlichen Ebenen. So 
wurden zunächst die aktuellen Settings 
der Beteiligungsverfahren benannt. Hierbei 
liege die Problematik im Format der großen

45
 Plenarveranstaltungen: Die aktive Teilnahme 
erfordere es im Fokus aller Anwesenden zu 
sein – auch physisch-, sich vor ein Publikum 
zu stellen und sich frei äußern zu müssen. 
Hierdurch entstehe eine „ganz bestimmte 
Ausprägung wie dieser Diskurs funktioniert“ 
(B1, Gruppeninterview MBE, Z. 112 – 123). 
Dies wird von den anderen Diskutierenden 
bekräftigt. „Und das ist eine methodische 
Frage, wenn ich eine Gruppe mit 50, 60 
Leuten habe, wo man dann aufstehen muss, 
ein Mikrofon in die Hand nehmen muss und 
eine Stellung beziehen muss und Fragen dem 
Oberbürgermeister stellen muss, das ist ein 
Setting, in welchem sich Migranten nicht gut 
beteiligen können“ (B1, Gruppeninterview 
MBE, Z. 416 – 420). Dieses Setting sei die 
Hauptursache: „Das größte Hindernis ist zu 
sagen, traue ich mich vor so vielen Leuten zu 
reden, traue ich mich überhaupt zu reden?“ 
(B3, Gruppeninterview MBE, Z. 455 – 456). 
Konkretisiert wird dies durch eine andere 
Person, demnach sich dieser Ansatz an der 
oberen Mittelschicht  orientiere. Damit sei 
es auch weniger eine Frage der Herkunft als 
mehr eine Bildungsfrage (B1, B2, B3, Junge 
Erwachsene Professionelle, Z. 1246 – 1257). 
Letztlich sei dies kein geeignetes Format und 
stelle eine hohe Schwelle für Menschen mit 
niedrigem sozioökonomischem Status dar. 
Davon sind nicht nur ein Teil der Menschen mit 
Migrationshintergrund, sondern auch andere 
Bevölkerungsgruppen in Darmstadt betroffen. 
Studien belegen, dass der sozioökonomische 
Status der Familie enorme Auswirkungen auf 
den Bildungserfolg bzw. die Bildungschancen 
der Kinder hat (vgl. u. a. Autorengruppe Bil-
dungsberichtserstattung 2014, Klieme, Artelt, 
Hartig 2010). 
Diese Position der interviewten Personen deckt 
sich mit den Ergebnissen einer vom BMBF 
geförderten Evaluationsstudie von Wissen-
schaft im Dialog. In diesem Kontext zentral 
erscheint auch das Ergebnis, dass die „Vielfalt 
der Gesellschaft“ nicht repräsentativ in den 
untersuchten Beteiligungsverfahren vertreten 
war (vgl. Wissenschaft im Dialog 2013, S. 27).
Quelle: Amt für Interkulturelles und Internationales

46
Sprache
Im Zuge dessen sei die Sprache zwar auch zu 
erwähnen, aber eher nachrangig (B2, Junge 
Erwachsene Professionelle, Z. 3460 – 464). 
Ein*e Interviewpartner*in mit Migrationshinter -
grund betont jedoch gerade auch mangelnde 
deutsche Sprachkenntnisse als Hürde. In der 
Muttersprache könne man sich viel besser aus-
drücken und sprachliche, sinnstiftende Nuan-
cen setzen. Entsprechend sei gerade auch 
die Arbeit in den MSOs so wichtig für jene 
Gruppen, die erst im späteren Lebenslauf die 
deutsche Sprache erlernt haben (B2, Gruppen-
interview MBE, Z. 422 – 431). 
Kritik an Beteiligungsverfahren
In den Interviews wird auch generelle Kritik 
an den Beteiligungsverfahren geübt, denn sie 
würden häufig zu keinen sinnvollen Ergeb-
nissen führen (Expert*in 3, Z. 500 – 505) und 
auch keine Mitentscheidung der Bürger*innen 
hervorbringen (Expert*in 3, Z. 190 – 207). 
Letztlich seien Bürgerbeteiligungsverfahren 
nur Informationsveranstaltungen (Expert*in 3, 
Z. 598 – 616). Im Gegensatz hierzu wird die 
eigene Vertretung in einer aktiven Vereinsarbeit 
gesehen (Expert*in 3, Z. 598 – 600) oder in 
einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem 
Amt für Interkulturelles und Internationales. 
(Expert*in 1, Z. 250 – 309). 
Insgesamt konnte in den Interviews festge-
stellt werden, dass ein enormer Informations-
mangel bezüglich der Beteiligungsverfahren 
besteht. Bedingung für eine Beteiligung ist 
also zunächst die Information. Hierfür sind das 
Darmstädter Echo oder bestehende Stadt-
teilgruppen sinnvoll, aber nicht ausreichend. 
Quelle: Politik zum Anfassen e.V .

47
Wenn die Information vorhanden ist, beteiligen 
sich die Menschen insbesondere in Bezug auf 
ihre unmittelbaren Interessen. Für gelingende 
Beteiligungsverfahren ist es zentral, Transpa-
renz im Hinblick auf die Stufe der Beteiligung 
und die Verwertung der Ergebnisse zu schaffen 
(vgl. beispielsweise Arbter u.a. 2010).
Handlungsempfehlungen
Die qualitative Bestandsaufnahme ermög-
lichte die Artikulation von einerseits zahl-
reichen und konkreten Rückmeldungen von 
Menschen mit Migrationshintergrund an die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und ande-
rerseits zu Bedingungen und Interessen 
an Beteiligungsverfahren. In den folgenden 
Handlungsempfehlungen werden einige der 
grundlegenden Aspekte aufgegriffen.
Wahrnehmung und Repräsentation
Menschen mit Migrationshintergrund sind 
gleichermaßen Darmstädter*innen wie andere 
Bürger*innen und möchten dementsprechend 
wahrgenommen und repräsentiert werden. 
Hierzu gehören auf der politischen Ebene alle 
Rechte und Pflichten einer demokratischen 
Gesellschaft, einschließlich des Wahlrechts. 
Sie sind in sich genauso heterogen wie die 
Menschen in Deutschland insgesamt. Daher ist 
es notwendig, diese Heterogenität zu respek-
tieren und sie nicht leichtfertig unter bestimm-
ten Aspekten zu vereinnahmen. Gleichwohl 
können für einen Teil der Menschen mit Migra-
tionshintergrund bestimmte unterstützende 
Maßnahmen wichtig sein und diese Aspekte 
fördern gleichzeitig die gesamte städtische 
Entwicklung. Diese können bspw. folgende 
Aspekte beinhalten: Mehrsprachigkeit und Bür-
gerinnenorientierung in städtischen Ämtern, 
Maßnahmen, die eine Zunahme des Beschäf-
tigtenanteils mit Migrationshintergrund in der 
Stadtverwaltung fördern, bessere Sichtbarkeit 
der weltoffenen Stadt Darmstadt in Logos, 
Internetauftritt und Veröffentlichungen sowie 
‚Migrationsbudget‘ der Stadt.
Information und Kooperation auf 
 Augenhöhe
Insgesamt fühlen sich Menschen mit Migrati-
onshintergrund allgemein und im Hinblick auf 
städtische Beteiligungsverfahren (zu) wenig 
informiert. Hier sollten stärker verschiedene 
Medien berücksichtigt werden. Eine weitere 
Maßnahme könnte in einer stärkeren Sozial-
raumorientierung bestehen, „da die Gemeinwe-
senarbeit eine wichtige Unterstützungsfunktion 
besitzt, um die Interessen der Betroffenen zu 
organisieren und Zugänge zu stärken“ (Wissen-
schaftsstadt Darmstadt 2015, S. 9). Hierfür 
könnten bspw. Anlaufstellen in allen Stadttei-
len geschaffen werden, an denen sich Mitarbei-
ter*innen unterschiedlicher Ämter regelmäßig 
aufhalten, um die Anliegen der Bürger*innen 
wohnortnah zu bearbeiten. Regelmäßig könnte 
auch hier die Bürgerbeauftragte Sprechstun-
den anbieten, um über Beteiligungsverfahren 
zu informieren und als Person präsent zu sein. 
Die Bürgerbeauftragte sollte darüber hinaus 
den Kontakt zu den Vertretungen der Bür-
ger*innen mit Migrationshintergrund gezielt 
suchen und pflegen. Hierzu bieten sich der 
Ausländerbeirat sowie die MSOs an. Diese 
nehmen eine Multiplikatoren- und auch Moti-
vationsfunktion wahr. Sie können die Aktivi-
täten in den jeweiligen Communities streuen 
und darüber hinaus Motivation für eine aktive 
Teilnahme generieren. Im Gegenzug hierzu 
wollen sie Anerkennung für ihre Leistungen und 
benötigen institutionelle Unterstützung. Hier 
treffen sich die Wünsche der Migrant*innen 
mit den Vorstellungen der Bürgerbeauftragten 
sehr gut: „Die Umsetzung des übergeordneten, 
langfristigen Ziels einer starken kommuna-
len Beteiligungskultur und einer lebendigen 
Demokratie gelingt mit vielen zusammen. In 
Darmstadt brauchen wir weiterhin Menschen, 
die sich engagieren, die quer denken, die 
etwas ausprobieren und dazu lernen möchten. 
Wir wollen Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe, 
die Lust auf Gestaltung und Zukunft macht!“ 
(Wissenschaftsstadt Darmstadt 2015, S. 7).

48
Bedingungen zur Teilnahme an 
 Beteiligungsverfahren
Für eine Teilnahme an Beteiligungsverfahren 
sind neben der Kenntnis, dass ein Beteili-
gungsverfahren läuft, weitere Bedingungen zu 
erfüllen.
Menschen beteiligen sich am ehesten, wenn 
sie eine reale Chance der Einflussnahme und 
eine Verbesserung der eigenen Lebenssituation 
vermuten. Entsprechend sind im Rahmen von 
Beteiligungsverfahren den Menschen diese 
Aspekte zu erläutern. 
Themen, die sich eng an den Lebensverhält-
nissen der Menschen bewegen, wie bspw. die 
Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes, Betreu-
ung der Kinder, Bildungssystem, Wohnen und 
Arbeiten, sind von besonderem Interesse. 
Die Formate sind an den Bedürfnissen der 
Menschen unterschiedlicher Milieus auszurich-
ten und nicht entsprechend einer bestimmten 
Bevölkerungsgruppe. Es bieten sich hierzu 
unterschiedliche Formate an, die ggf. auch 
miteinander zu kombinieren sind, um möglichst 
unterschiedliche Milieus für Beteiligungsverfah-
ren zu interessieren. Die Rahmenbedingungen 
sind so zu gestalten, dass nicht bestimmte 
Gruppen ausgeschlossen werden. So sollte auf  
das Zeitfenster der Veranstaltungen geachtet 
werden, die Fahrtkosten übernommen werden, 
eine Kinderbetreuung angeboten werden, ggf. 
Übersetzungsmöglichen geschaffen werden, 
Kleingruppen initiiert werden und eine Modera-
tion angeboten werden, welche unterstützend 
in der Artikulation agiert. Gewinnbringend 
könnte auch der aktive Einbezug der MSOs 
sein, indem diese bereits in die Konzeption mit 
einbezogen werden. Veranstaltungen könnten 
auch der Beteiligungsverfahren in den jeweiligen 
Vereinsräumen stattfinden, um dort vor Ort zu 
sein, wo die Menschen sich auch bewegen.
Aktiv sein gegen (Alltags-)Rassismus
In den Interviews war die Thematik von (Alltags-)
Rassismus sehr präsent. Menschen mit Migra-
tionshintergrund sind damit häufig konfron-
tiert, in ihren Biografien gibt es entsprechende 
Erfahrungen und Narben der Verletzung. Nur 
durch eine Benennung und Reflektion entspre-
chender Situationen im Beteiligungsverfahren 
erscheint es möglich, dass Menschen mit Migra-
tionshintergrund langfristig mitarbeiten. Es gilt 
weiteren Verletzungen durch aktives Einschrei-
ten und Thematisieren entgegenzuwirken und 
den gemeinsamen Willen zu bekunden, gegen 
Rassismus zu agieren. Ggf. könnte hierzu ein 
proaktives Ansprechen zu Beginn von Veranstal-
tungen sinnvoll sein.

49
Literatur:
Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2014): „Bildung in Deutschland 2014“,  
Bielefeld: Bertelsmann Verlag.
Barwig, Klaus, Hinz-Rommel, Wolfgang (Hg.) (1995): Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste  
broschiert, Freiburg, Lambertus Verlag.
Gomolla, Mechtild, Radtke, Frank-Olaf (2002): Institutionelle Diskriminierung.  
Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Opladen: Leske und Budrich.
Griese, Christiane, Marburger, Helga (Hrsg.) (2012): Interkulturelle Öffnung –  
Ein Lehrbuch München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, S. 1 – 22.
Hinz-Rommel, Wolfgang (1998): Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste und Einrichtungen.  
In: IZA–Zeitschrift für Migration und Soziale Arbeit, Heft 1, S. 36 – 41.
Hirseland, Katrin (2013): Kooperationen stärken, Engagement fördern:  
Modellprojekte des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zur verstärkten Partizipation von 
MSOs. In: Hunger, Uwe, Metzger, Stefan (Hrsg.): Interkulturelle Öffnung auf dem Prüfstand:  
Neue Wege der Kooperation und Partizipation. Berlin: Lit Verlag, S. 17 – 33.
Klieme, Eckhard, Artelt, Cordula, Hartig, Johannes (Hrsg.) (2010): PISA 2009. Bilanz nach einem 
Jahrzehnt, Münster: Waxmann Verlag. 
Mecheril, Paul (2010): Anerkennung und Befragung von Zugehörigkeitsverhältnissen.  
Umriss einer migrationspädagogischen Orientierung. In: Mecheril et al. (Hrsg.): Migrationspädagogik, 
Weinheim und, Basel: Beltz Verlag, S. 179 – 191.
Wissenschaft im Dialog (Hg.) (2013): ZukunftsWerkStadt. Evaluation der Bürgerbeteiligung, Berlin. 
https://www.wissenschaft-im-dialog.de/medien/publikationen-fotos-videos/zukunftswerkstadt/ 
Zugriff am 24.7.2017
Wissenschaft im Dialog: Homepage https://www.wissenschaft-im-dialog.de/, Zugriff am 24.7.2017
Quelle: Büro der Bürgerbeauftragten

50
Der Arbeitskreis hat im Jahr 2017 seine Arbeit als begleitendes Gremium bei der 
Umsetzung der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung in der Stadt Darmstadt im 3. Jahr 
fortgeführt. Die Mitglieder aus Bürgerschaft, Verwaltung und Politik haben in insge-
samt elf Sitzungen an der Verbesserung der Leitlinien zur Anwendung in der Praxis 
gearbeitet. Hierbei lagen nicht einzelne Projekte oder Einzelvorhaben, sondern die 
übergeordneten Spielregeln für die Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung von 
Bürgerbeteiligung im Fokus. Im Berichtsjahr stand die Optimierung des Leitlinienka-
pitels zur Vorhabenliste auf dem Plan. In guter Zusammenarbeit hat der Arbeitskreis 
Perspektiven aus den Fachämtern, der Bürgerschaft, sowie der Politik zusammen-
geführt und das entsprechende Kapitel in den Leitlinien zur besseren Anwendung in 
der Praxis weiterentwickelt. Dieses wird im Frühjahr 2018 in die politischen Gremien 
eingebracht werden. Außerdem wurden Themen wie Inklusion in der Beteiligung und 
Evaluation fortgeführt und weitergedacht. 
Aus den Themen und Diskussionen der 
Arbeitssitzungen sind folgende vier Empfeh-
lungen des Arbeitskreises für die Bürgerbeteili-
gung in Darmstadt entstanden:
Empfehlung 1
Zugang erleichtern durch aufsuchende 
Beteiligung 
Der Arbeitskreis empfiehlt den Ausbau kom-
munaler Strukturen in den Stadtteilen im 
Zusammenspiel mit aufsuchender Beteiligung. 
Ergänzend wäre zum Beispiel der Ausbau 
der Angebote in der Gemeinwesenarbeit, mit 
Stadtteilwerkstätten und Stadteilbüros, wün-
schenswert. Als konkrete Maßnahmen emp-
fiehlt der Arbeitskreis unter anderem, dass 
Anlaufstellen für die Menschen vor Ort in den 
Stadtteilen und Quartieren geschaffen werden. 
Verzahnt mit digitalen Angeboten können so 
die Wege zu Beteiligung und Teilhabe verkürzt 
und die Zugangshürden reduziert werden. 
Der Arbeitskreis empfiehlt darüber hinaus, an 
stark besuchten Orten wie z. B. in der Stadt-
bibliothek eine Möglichkeit zu schaffen, um 
Anliegen, Lob oder Kritik an die Stadtverwaltung 
direkt äußern können. Die dort eingegangenen 
Meldungen sollen bearbeitet und im Anschluss 
soll in geeigneter Art und Weise Rückmeldung 
erfolgen. Wie die Umsetzungsmöglichkeiten 
konkret aussehen können, muss geprüft werden. 
Empfehlung 2
Einbindung von Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren 
Auch Multiplikatoren vor Ort sollen noch mehr 
eingebunden werden, um mehr Menschen 
direkt zu erreichen. So kann die Reichweite der 
Kommunikation und Information und die Per-
spektivenvielfalt in den verschiedenen Beteili-
gungsprozessen erhöht werden. 
Die unterschiedlichen Zielgruppen, die mit 
verschiedenen Formaten adressiert werden, 
sollen in den Gesamtprozessen immer wieder 
zusammengeführt werden. Der Arbeitskreis 
empfiehlt weiterhin die Durchführung gemein-
samer Veranstaltungen, bei denen diese 
6    Empfehlungen des Arbeits-
kreises Bürgerbeteiligung

51
Gruppen verknüpft und die  Teilergebnisse 
und - perspektiven in einem stimmigen 
Gesamtprozess zusammengeführt werden. 
Mit dem Blick von unterschiedlichen Detail-
perspektiven auf das große Ganze können 
Zusammenhänge und Überschneidungen gut 
sichtbar gemacht werden. 
Empfehlung 3
Sichtbarkeit durch zielgruppengerechte 
Ansprachen 
Die Ergebnisse der Evaluation der Bürgerbe-
teiligung zeigen, dass Plakaten als Informati-
onsquelle in Darmstadt eine hohe Bedeutung 
zukommt. Der Arbeitskreis empfiehlt, die Kom-
munikation über Print- und Digitalmedien im 
öffentlichen Raum sichtbar zu verstärken. Als 
konkrete Maßnahme schlägt der Arbeitskreis 
auch die Information über Digitaltafeln vor. Im 
öffentlichen Raum, an Bahn- und Bushaltestel-
len und auch in den Fahrzeugen des ÖPNV ist 
so eine flächendeckende Information möglich. 
Wie auf den Plakaten auch, sollen Inhalte der 
digitalen Medien in einfacher Sprache verfasst 
sein, um eine gute Verständlichkeit zu errei-
chen und die Reichweite zu erhöhen.
Empfehlung 4
Sichtbarkeit und Erwartungsmanagement 
durch visuelle Orientierung 
Die verschiedenen Stufen der Bürgerbetei-
ligung (Informieren, Anhören, Mitgestalten) 
sollen deutlicher sichtbar gemacht werden.8
Als konkrete Maßnahme empfiehlt der 
Arbeitskreis die Erarbeitung eines Konzepts 
für ein visuelles Orientierungs- und Leitsys-
tem und dessen anschließende Erprobung. 
Den Beteiligungsstufen und unterschiedlichen 
Formaten könnten verschiedene Icons oder 
Farben zugeordnet werden. Eine klare bildli-
che Sprache erleichtert die Orientierung und 
trägt zu einem gelungenen Erwartungsma-
nagement bei. Ziel ist, dass beispielswiese 
eine Informationsveranstaltung über ein 
visuelles Leitsystem also informative Veran-
staltung klar identifiziert und eingeordnet 
werden kann. Gleiches gilt für die anderen 
Beteiligungsstufen.
Ausblick 
Mit Ende der dreijährigen Umsetzungsphase 
der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung im April 
2018 endet vorerst auch der Arbeitskreis in 
seiner jetzigen Form. Die Arbeit im Arbeits-
kreis wurde von seinen Mitgliedern als sehr 
bereichernder und vertrauensbildender Aus-
tausch zwischen Politik, Verwaltung und Zivil-
gesellschaft wertgeschätzt. Der Arbeitskreis 
empfiehlt zur stetigen Weiterentwicklung und 
Verbesserung der Leitlinien die Neukonstituie-
rung des Arbeitskreises, um als begleitendes 
Gremium weiterarbeiten zu können. Hierbei 
sollten auch neue Formate ergänzend zu den 
Arbeitssitzungen, wie beispielsweise öffentli-
che Werkstattgespräche an Projektbeispielen, 
erprobt werden.
Beispiele für Multiplikatorinnen  
und Multiplikatoren:
• Geschäftsführungen
• Ortsbeiräte 
• Vereine 
• Bekannte Personen 
• Migrantengruppen 
• Seniorenvertretungen
• Schulen
• Beiräte
Siehe Darstellung: Stufen der Beteiligung auf Seite 28

Inforadstand zur Aktion „Darmstadts Schätze“  
im Rahmen von „Darmstadt weiterdenken –  
Masterplan Darmstadt 2030+“ 
Quelle: Stadtplanungsamt
Herausgeberin
Wissenschaftsstadt Darmstadt     
Dezernat I, Büro der Bürgerbeauftragten 
Neues Rathaus 
Luisenplatz 5a 
64283 Darmstadt
Telefon 06151 13-23 00 
Telefax  06151 13-33 11 
E-Mail  buergerbeauftragte@darmstadt.de 
Internet www.darmstadt.de
Schutzhinweise
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – 
ist nur mit Quellenangabe gestattet
© 2018 Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stand: Februar 2018 ∙ Gestaltung: SCHUMACHER – Brand + Interaction Design, www.schumacher-visuell.de

2018/0133

4876 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.05.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat V 
Dezernat IV 
Dezernat III 
Dezernat II 
 
Amt: Büro der 
Bürgerbeauftragten   
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0133 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  715-001-1001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1117-13 Sachkonto: 6179000 
 
Betreff: Dritter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Jahresbericht 2017  
 
Vorlage vom: 25.04.2018  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der dritte Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis 
genommen.  
 
 
 
Anlagen: Bürgerbeteiligungsbericht  
Anhang zum Bürgerbeteiligungsbericht  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 25.04.2018 
 
 
Der Magistrat wurde mit dem Umsetzungsbeschluss der Leitlinien zur Beteiligung der 
Bürgerinnen und Bürger beauftragt, regelmäßig einen Bürgerbeteiligungsbericht vorzulegen . 
Auf Grundlage dieses Berichts können die Leitlinien bei Bedarf  kontinuierlich weiterentwickelt 
werden (Magistratsbeschluss Nr. 55/2015).  
Der vorliegende dritte Bürgerbeteiligungsbericht stellt eine Zwischenbilanz der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt dar, drei Jahre nach dem Umsetzungsbesch luss zur 
Bürgerbeteiligung und baut auf dem ersten beiden Bürgerbeteiligungsbericht en für die Jahre 
2015 und 2016 auf , die veröffentlicht wurde n und auf der Bürgerbeteiligungsplattform unt er 
www.da-bei.darmstadt.de  eingestellt sind.  
Der vorliegende dritte Bürgerbeteiligungsbericht wird ebenfalls auf der Beteiligungsplattform 
eingestellt und in einer Druckfassung herausgegeben.  
 
An diesem Beri cht haben die Fachämter und Eigenbetriebe mitgewirkt, die im Jahr 201 7 
freiwillige Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt haben. Weitere Hinweise und 
Anregungen der Verwaltung zur Bürgerbeteiligung in Darmstadt wurden außerdem im 
Rahmen eines Verwaltungsworkshops gesammelt, der seit dem Jahr 2014 regelmäßig einmal 
im Jahr zum Thema Bürgerbeteiligung stattfindet . 
Außerdem wurde gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung im Rahmen zweier 
Sitzungen das Kapitel „Empfehlungen des Arbeitskreises Bürgerbeteiligung“ entwickelt.  
Die letzte Sitzung im Januar 2018 beinhaltete einen öffentlichen Sitzungsteil, in dem die 
anwesenden Bürgerinnen und Bürger Anmerkungen und Hinweise zu den gesammelten 
Empfehlungen abgeben und eigene Ideen einbringen konnten. Diese wu rden im 
anschließenden nicht -öffentlichen Teil beraten und teilweise in das Kapitel übernommen.  
Alle Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sind dem öffentlichen Sitzungsprotokoll zu 
entnehmen. 
Außerdem enthält der Bericht die Ergebnisse der statistischen Evaluation, die aus den 
Rückmeldebögen bei Beteiligungsveranstaltungen zusammengefasst und von der Abteilung 
Statistik und Stadtforschung im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung ausgewertet 
wurden. Ergänzt wird dieser Teil durch die Ergebnisse der quali tativen Bestandsaufnahme im 
Projekt „Vielfältige Zugänge zur Bürgerbeteiligung“, welche durch das Praxislabor des 
Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik an der TU Darmstadt erhoben 
wurden. Auf Basis dieser Ergebnisse wird derzeit ein Maßnah mekatalog abgestimmt, der 
partizipativ erarbeitet wurde und im 2. Quartal 2018 in die politischen Gremien eingebracht 
werden soll.  
Auch auf diese n beiden Grundlagen wurden die im Bericht enthaltenen Empfehlungen zur 
Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung  in Darmstadt ausgesprochen und in den Bericht 
aufgenommen. 
 
Schließlich wird ein Sachstandsbericht aus Sicht de s Büros der Bürgerbeauftragten gegeben, 
der einen Eindruck von den Aktivitäten im letzten Jahr und den zukünftigen 
Arbeitsschwerpunkten und Maßn ahmen vermittelt. Neu hinzugekommen ist insbesondere ein 
Teilkapitel zum Umfang von Bürgeranliegen und dem Umgang hiermit.  
Zusätzlich zum Jahresbericht gibt es eine Anlage mit einer Zusammenstellung der 
Dokumentationen aller 25 Bürgerbeteiligungsverfahren , die im Jahr 
2017 durchgeführt wurden.

- 4 - 
Darmstadt 25.04.2018  
 
 
Dezernat I    Dezernat II   Dezernat III 
     i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch    Jochen Partsch  Dr. Barbara Boczek  
Oberbürgermeister    Oberbürgermeister  Stadträtin 
 
 
Dezernat IV    Dezernat V 
i. V.     i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch    Jochen Partsch 
Oberbürgermeister    Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (4)

TOP 14 zur Kenntnis
TOP 25 zur Kenntnis
TOP 168
TOP 4

Orte (22)

  • Karlsruher Straße
  • Frankfurter Straße
  • Frankfurter Landstraße 171
  • Wilhelminenstraße
  • Kirschenallee 88
  • Julius-Reiber-Straße 7
  • Pädagogstraße 5
  • Hermannstraße
  • Niederstraße
  • Landskronstraße
  • Rüdesheimer Straße 2
  • Heidelberger Straße
  • Rheinstraße 67
  • Haasstraße
  • Elisabethenstraße
  • Luisenplatz 5a
  • Steubenplatz
  • Riegerplatz
  • Friedrich-Ebert-Platz
  • Bernhard-Sälzer-Platz
  • Eschollbrücker Straße
  • Weinbergstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2018/0133
Typ
Magistratsvorlage
Datum
25.04.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00