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AGS/043/2025

Beitritt der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities and Communities der WHO

Beschlussvorlage 10.09.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2025, TOP 9

Aktionsplan_Älter_werden_in Düsseldorf

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Beschlussvorlage

5067 Zeichen

AGS/043/2025 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich   
Beschlussvorlage 
Betrifft: 
Beitritt der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities 
and Communities der WHO 
Fachbereich: 
51 - Amt für Soziales und Jugend     
 
Dezernentin / Dezernent: 
Stadtdirektor  Burkhard Hintzsche      
 
Beratungsfolge: 
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität 
Ausschuss für Gesundheit und 
Soziales 25.11.2025 Vorberatung 
Seniorenrat 28.11.2025 Vorberatung 
Rat 11.12.2025 Entscheidung 
 
Beschlussdarstellung: 
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt den Beitritt der 
Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities and 
Communities der Weltgesundheitsorganisation - WHO.  
 
Sachdarstellung: 
in Düsseldorf leben aktuell mehr als 650.000 Menschen, rund ein Viertel davon sind 
älter als 60 Jahre. Durch den demografischen Wandel wird der Anteil der Älteren in 
den nächsten Jahren weiter steigen. Das Amt für Statistik und Wahlen prognostiziert 
für das Jahr 2050 sogar eine Steigerung um 14 % bei den 65 – 80jährigen und um 
32,7% bei den über 80jährigen. 
Der sogenannte Greying -Index, der die Bevölkerung im Alter ab 80 Jahre je 100 
Personen zu der Bevölkerung im Alter von 65 bis unter 80 Jahre ins Verhältnis setzt, 
stieg von 37,4 im Jahr 2015 auf 50,4 im Jahr 2024. Der Index drückt den 
Alterungsprozess der Bevölkerung und die Entwicklung der Anzahl Hochbetagter 
aus.1 
 
Dass viele ältere Menschen in Düsseldorf aufgrund gestiegener Lebenserwartung und 
gutem infrastrukturellem Angebot  leben und künftig leben werden, ist ein überaus 
                                        
1Der Index wird als Verhältniszahl ausgedrückt und wäre für Düsseldorf folgendermaßen zu lesen: 
„Rund 50 betagtere Personen entfielen 2024 auf 100 jüngere Alte".

Seite 2 
positiver Aspekt, birgt jedoch auch Herausforderungen, die einen breiteren Blick auf 
das Älterwerden und die Gestaltung der Stadt erfordern.  
 
Aktuell hat die Landeshauptstadt deshalb den Aktionsplan Älter werden in Düsseldorf 
entwickelt und plant dessen U msetzung. Dieser Aktionsplan orientiert sich an den 
Zielen des Netzwerks und zeigt die nächsten Schritte, das Älterwerden in Düsseldorf 
zu erleichtern und Düsseldorf in einem partizipativen Prozess zu einer 
altersfreundlichen Stadt weiter zu entwickeln. 
 
Das globale Netzwerk Age-friendly Cities and Communities der WHO umfasst 
derzeit 1739 Städte und Gemeinden in 57 Ländern. In Deutschland sind bisher neben 
Stuttgart, Hamburg und Heidelberg auch Kommunen aus NRW vertreten 
(Radevormwald, Münster und Gelsenkirchen).  
 
Das Netzwerk fördert den weltweiten digitalen Austausch zum Thema demografische 
Entwicklung mit dem Ziel, Kommunen bei der Entwicklung altersfreundlicher 
Strukturen zu unterstützen und Teilhabe sowie lebenswerte, inklusive Orte für ältere 
Menschen zu schaffen. Dies trägt wiederum zu einem generationenfreundlichen und 
vielfältigen Miteinander einer Stadtgesellschaft bei. 
 
Mit dem Beitritt zum Netzwerk und dem damit einhergehenden internationalen 
Austausch erhofft sich Düsseldorf einerseits von dem i mmensen Potential der 
Mitgliedskommunen profitieren zu können. Andererseits kann Düsseldorf auch die 
eigene Expertise, zum Beispiel die Erfahrungen in der offenen Seniorenarbeit mit den 
kommunal geförderten zentren plus, in die Netzwerkgemeinschaft einbringen.  
 
Der Beitritt zum Netzwerk ist kostenlos. Die Aufgabenwahrnehmung (Beitritt, 
Koordination, Austausch) liegt im Sachgebiet 51/01 – Jugendhilfe- und Sozialplanung 
sowie Controlling des Amtes für Soziales und Jugend. Die Kooperation im Netzwerk 
erfolgt über eine online -Plattform. Neben Verwaltung und Politik sind Bürgerinnen 
und Bürger sowie Interessensvertretungen und die Partner der Wohlfahrtspflege 
einzubeziehen. 
 
 
Der Weg zur „Age-friendly City“ besteht entsprechend des Netzwerkkonzepts aus 
mehreren Schritten: 
 
1. Verfassen einer Beitritts- und Verpflichtungserklärung (Commitment Letter) –  
    es handelt sich um die Erklärung, sich an den Prinzipien des Netzwerks zu 
    orientieren 
 
2. Vornehmen einer grundlegenden Bewertung der Ausgangsposition (Baseline  
Assessment) – dies bedeutet Darstellung einer Übersicht der aktuellen Situation 
der Strukturen, der kommunalen Angebote sowie der Lebensverhältnisse älterer  
    Bürgerinnen und Bürger 
 
3. Ausarbeitung eines Strategie- und Aktionsplans (Strategy and Action Plan) – 
    siehe weiter oben, solch ein Plan wurde für Düsseldorf aktuell bereits verfasst 
 
4. Evaluation (Evaluation) – eine systematische Bewertung des örtlichen 
    Aktionsplans und seiner Umsetzung.  
 
 
Bereits seit März 2016 ist die Landeshauptstadt Düsseldorf Mitglied im European 
Healthy Cities Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  
Der Beitritt zum Age-friendly Cities Netzwerk der WHO erweitert das Spektrum des 
internationalen Austauschs auch auf die wachsende Zielgruppe der älteren 
Bürgerinnen und Bürger und ihre individuellen Bedürfnisse.

Seite 3 
 
Anlagen: 
Aktionsplan_Älter_werden_in Düsseldorf

Beratungsverlauf (3)

25.11.2025 Ausschuss für Gesundheit und Soziales
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2025 Seniorenrat
TOP 8.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.12.2025 Rat
TOP 9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AGS/043/2025
Typ
Beschlussvorlage
Datum
10.09.2025
Erstellt
08.09.2025 15:32