AGS/043/2025
Beitritt der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities and Communities der WHO
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Beschlussvorlage
5067 Zeichen
AGS/043/2025
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Beitritt der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities
and Communities der WHO
Fachbereich:
51 - Amt für Soziales und Jugend
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für Gesundheit und
Soziales 25.11.2025 Vorberatung
Seniorenrat 28.11.2025 Vorberatung
Rat 11.12.2025 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt den Beitritt der
Landeshauptstadt Düsseldorf zum Globalen Netzwerk Age-friendly Cities and
Communities der Weltgesundheitsorganisation - WHO.
Sachdarstellung:
in Düsseldorf leben aktuell mehr als 650.000 Menschen, rund ein Viertel davon sind
älter als 60 Jahre. Durch den demografischen Wandel wird der Anteil der Älteren in
den nächsten Jahren weiter steigen. Das Amt für Statistik und Wahlen prognostiziert
für das Jahr 2050 sogar eine Steigerung um 14 % bei den 65 – 80jährigen und um
32,7% bei den über 80jährigen.
Der sogenannte Greying -Index, der die Bevölkerung im Alter ab 80 Jahre je 100
Personen zu der Bevölkerung im Alter von 65 bis unter 80 Jahre ins Verhältnis setzt,
stieg von 37,4 im Jahr 2015 auf 50,4 im Jahr 2024. Der Index drückt den
Alterungsprozess der Bevölkerung und die Entwicklung der Anzahl Hochbetagter
aus.1
Dass viele ältere Menschen in Düsseldorf aufgrund gestiegener Lebenserwartung und
gutem infrastrukturellem Angebot leben und künftig leben werden, ist ein überaus
1Der Index wird als Verhältniszahl ausgedrückt und wäre für Düsseldorf folgendermaßen zu lesen:
„Rund 50 betagtere Personen entfielen 2024 auf 100 jüngere Alte".
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positiver Aspekt, birgt jedoch auch Herausforderungen, die einen breiteren Blick auf
das Älterwerden und die Gestaltung der Stadt erfordern.
Aktuell hat die Landeshauptstadt deshalb den Aktionsplan Älter werden in Düsseldorf
entwickelt und plant dessen U msetzung. Dieser Aktionsplan orientiert sich an den
Zielen des Netzwerks und zeigt die nächsten Schritte, das Älterwerden in Düsseldorf
zu erleichtern und Düsseldorf in einem partizipativen Prozess zu einer
altersfreundlichen Stadt weiter zu entwickeln.
Das globale Netzwerk Age-friendly Cities and Communities der WHO umfasst
derzeit 1739 Städte und Gemeinden in 57 Ländern. In Deutschland sind bisher neben
Stuttgart, Hamburg und Heidelberg auch Kommunen aus NRW vertreten
(Radevormwald, Münster und Gelsenkirchen).
Das Netzwerk fördert den weltweiten digitalen Austausch zum Thema demografische
Entwicklung mit dem Ziel, Kommunen bei der Entwicklung altersfreundlicher
Strukturen zu unterstützen und Teilhabe sowie lebenswerte, inklusive Orte für ältere
Menschen zu schaffen. Dies trägt wiederum zu einem generationenfreundlichen und
vielfältigen Miteinander einer Stadtgesellschaft bei.
Mit dem Beitritt zum Netzwerk und dem damit einhergehenden internationalen
Austausch erhofft sich Düsseldorf einerseits von dem i mmensen Potential der
Mitgliedskommunen profitieren zu können. Andererseits kann Düsseldorf auch die
eigene Expertise, zum Beispiel die Erfahrungen in der offenen Seniorenarbeit mit den
kommunal geförderten zentren plus, in die Netzwerkgemeinschaft einbringen.
Der Beitritt zum Netzwerk ist kostenlos. Die Aufgabenwahrnehmung (Beitritt,
Koordination, Austausch) liegt im Sachgebiet 51/01 – Jugendhilfe- und Sozialplanung
sowie Controlling des Amtes für Soziales und Jugend. Die Kooperation im Netzwerk
erfolgt über eine online -Plattform. Neben Verwaltung und Politik sind Bürgerinnen
und Bürger sowie Interessensvertretungen und die Partner der Wohlfahrtspflege
einzubeziehen.
Der Weg zur „Age-friendly City“ besteht entsprechend des Netzwerkkonzepts aus
mehreren Schritten:
1. Verfassen einer Beitritts- und Verpflichtungserklärung (Commitment Letter) –
es handelt sich um die Erklärung, sich an den Prinzipien des Netzwerks zu
orientieren
2. Vornehmen einer grundlegenden Bewertung der Ausgangsposition (Baseline
Assessment) – dies bedeutet Darstellung einer Übersicht der aktuellen Situation
der Strukturen, der kommunalen Angebote sowie der Lebensverhältnisse älterer
Bürgerinnen und Bürger
3. Ausarbeitung eines Strategie- und Aktionsplans (Strategy and Action Plan) –
siehe weiter oben, solch ein Plan wurde für Düsseldorf aktuell bereits verfasst
4. Evaluation (Evaluation) – eine systematische Bewertung des örtlichen
Aktionsplans und seiner Umsetzung.
Bereits seit März 2016 ist die Landeshauptstadt Düsseldorf Mitglied im European
Healthy Cities Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Der Beitritt zum Age-friendly Cities Netzwerk der WHO erweitert das Spektrum des
internationalen Austauschs auch auf die wachsende Zielgruppe der älteren
Bürgerinnen und Bürger und ihre individuellen Bedürfnisse.
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Anlagen:
Aktionsplan_Älter_werden_in Düsseldorf
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AGS/043/2025
- Typ
- Beschlussvorlage
- Datum
- 10.09.2025
- Erstellt
- 08.09.2025 15:32