1650/2021
Machbarkeitsstudie zum Lehrschwimmbecken Grundschule Hohe Straße in Köln-Porz/Ensen
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Anlage 06 - Sichtprüfung 2015 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle
19167 Zeichen
Anlage 06
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Ergänzung zum Bauwerksbuch
(Sichtprüfung 2015)
zur
1-fach Turnhalle
und
Schwimmhalle
Hohe Straße 77 - 79
51149 Köln
23. April 2015
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Prüfstotik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten SiGeKo
Ingenieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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2 Inhaltsverzeichnis
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2 _INHALTSVERZEICHNIS....usssssssssennunssssnennnennnnsssssesnunnnnssrsssnunnsssssnnnnssene RETTET 2
3 _ ALLGEMEINES .....unnsossesernnnnsserssonnnnssssesnnnnnnnnssssssennnnnsssssnnunnuesesnnnnessensntensesssnnnnssesssssnennnense ee en
4 _ BAULICHE VERÄNDERUNGEN...........esssunusssssensennunsssssennnuseseen asssonnnnaesnamnansnrorssannannızessuninsssse irren 7
5 _REGELMÄBRIGE ÜBERPRÜFUNG DER STANDSICHERHEIT ....usssesnneserennenee eeunsssnusssunsssunesssunrsnnessuns®
5.1 PRÜF- UND WARTUNGSPLAN
5.1.1 Prüf- und Wartungsplan für den hier vorliegenden Fall.
5.2 DOKUMENTATION DER REGELMÄBIGEN ÜBERPRÜFUNG .
5.2.1 Zustandserfassung..
5.2.2 Zustandserfassung un ung u
5.2.3 Zustandserfassung und Beurteilung der Dachhaut der der Nebengebäude 15
5.2.4 Zustandserfassung und Beurteilung der Halle................
5.2.5 _ Zustandserfassung und Beurteilung der Nebenräume .....
3.2.6 _Zustandserfassung und Beurteilung von neu festgestellten Mängeln...
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Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbou Bouwerksprüfung Gutachten SiGeKo
Ingerere Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Honnekel -, A13130- Bouwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 3
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3 Allgemeines
Die Sichtprüfung der Turnhalle, Hohe Straße 77 — 79 in 51149 Köln wurde am
23.04.2015 durchgeführt. Die darunterliegende Schwimmhalle wurde in diesem
Zuge ebenfalls einer Sichtprüfung unterzogen. Während der Sichtprüfung war
der Unterzeichner on Henneker Zillinger Ingenieure Vorort.
Eine genaue Beschreibung des Bauwerks ist dem Bauwerksbuch vom
08.06.2010 und 19.11.2011 zu entnehmen.
Nach VDI Richtlinie 6200 stellt die Inspektion durch eine fachkundige Person
(Sichtprüfung) eine visuelle Überprüfung des Tragwerks dar. Sie erfolgt im
Allgemeinen ohne Verwendung technischer Hilfsmittel.
Im Abschnitt 3.1 werden einige Fotos zum aktuellen Zustand der Turnhalle
dargestellt.
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Prüfstotik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerkspröfung Gutachten SiGeKo
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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ES A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 4
3.1 Bildliche Darstellung
Abb. 1: Ansicht Halleneingang
Abb. 2: Innenansicht des Schwimmbads
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Prüfstotik Trogwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbou Bauwerksprüfung Gutachten Siteko
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Abb. 4: Dachaufsicht der Halle
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 5
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Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz
Bauphysik
Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten
SiGeko
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Abb. 6: Dachkonstruktion der Halle mit Laufsteg
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Prüfstotik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten SiGeKo
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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4 Bauliche Veränderungen
Es sind keine baulichen Änderungen seit der letzten Bauwerksprüfung vom
08.06.2010 und 19.04.2011 bekannt oder ersichtlich.
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Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Bouphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten Siteko
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5 Regelmäßige Überprüfung der Standsicherheit
5.1 Prüf- und Wartungsplan
Nach der Bauministerkonferenz „Hinweise für die Überprüfung der
Standsicherheit von baulichen Anlagen durch den
Eigentümer/Verfügungsberechtigten“ (Fassung September 2006) und nach
der VDI-Richtlinie 6200 sind Anhaltswerte für Zeitintervalle für die jeweilige
Art der Überprüfung aufgelistet (siehe Tabelle 1). Danach sollten das
Bauwerk wie folgt überprüft werden:
Tabelle 3. Zeitintervalle für die regelmäßigen Überprüfungen (Anhaltswerte)
Inspektion Eingehende
gemäß Abschnitt 10.1.2 | Überprüfung gemäß
Abschnitt 10.1.3
2 bis 3 Jahre 6 bis 9 Jahre
1 bis 2 Jahre
4 bis 5 Jahre 12 bis 15 Jahre
3 bis 5 Jahre nach Erfordemis
Tabelle 1: Zeitintervall für die Durchführung der Überprüfungen
Schadensfolgeklasse Begehung
gemäß Abschnitt 10.1.1
5.1.1 Prüf- und Wartungsplan für den hier vorliegenden Fall
Aus der Anwendung dieser Regelwerke auf den vorliegenden Fall und
Einstufung in die Schadensfolge- bzw. Robustheitsklasse wie in dem
Bauwerksbuch festgelegt, sollte das Bauwerk wie folgt überprüft werden:
- Begehung des Bauwerks durch den Eigentümer
/Verfügungsberechtigen (Besichtigung des Bauwerks auf
offensichtliche Schäden wie z. B. Schäden wie Verformungen,
Schiefstellung, Risse, Durchfeuchtungen, Ausblühungen und Korrosion):
Begehung nach 2-3 Jahren
Die nächste Begehung sollte im Jahre 2017 erfolgen.
- Sichtkontrollen durch eine fachkundige Person:
Sichtkontrolle nach 4-5 Jahren
Die nächste Sichtkontrolle sollte im Jahre 2019 erfolgen.
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- Eingehende Überprüfung durch eine besonders fachkundige Person
(handnahe Überprüfung aller maßgeblichen und schwer zugänglicher
Bauwerksteile):
Überprüfung nach 12-15 Jahren
Die nächste eingehende Überprüfung sollte im Jahre 2022 erfolgen.
Es wird empfohlen eine Sichtkontrolle des Eigentümers nach Umbauten und
Umnutzungen, soweit keine Standsicherheitsprüfung durchgeführt wurde,
und nach außergewöhnlichen Einwirkungen wie Erdbeben, Hochwasser
und außergewöhnliche Schnee- und Windbelastungen vorzunehmen.
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Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten SibeKo
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Honnake
5.2 Dokumentation der regelmäßigen Überprüfung
5.2.1 Zustandserfassung
Die Bauwerksprüfung (Sichtprüfung) der Turnhalle und der
darunterliegenden Schwimmhalle, Hohe Straße 77 - 79 in 51149 Köln
wurde am 23.04.2015 durchgeführt.
Die Dachkonstruktion ist mit einem Laufsteg ausgestattet, so dass die
Sichtprüfung der Tragkonstruktion ohne das Öffnen der Abhangdecke
möglich ist.
Zur Begutachtung der tragenden Bauteile der Decke über dem
Schwimmbad wurde die Abhangdecke an repräsentativen Stellen geöffnet.
Die Begutachtung der Decke erfolgte mit Hilfe einer Leiter.
Abhangdecke geöffnet
Abb. 7: Deckenöffnung in der Schwimmhalle
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Prüfstatik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten SiGeKo
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Bei der Sichtprüfung am
24.04.2015 wurden in der
Turnhalle keine neuen
Mängel aufgenommen.
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Abb. 8 Turnhalle: Übersichtsskizze der Mängelnummern der eingehenden
Überprüfung vom 08.06.2010 und 19.04.2011
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Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurhou Bauwerksprüfung Gutachten Si6eko
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Abb. 9: Schwimmhalle: Übersichtsskizze der Deckenöffnungen und
Mängelnummern der eingehenden Überprüfung vom 08.06.2010 und
19.04.2011
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Abb. 10: Darstellung der Deckenöffnungen (Revisionsöffnungen) und neu
festgestellten Mängel von der Sichtprüfung am 23.04.2015
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Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten SiGeko
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5.2.2 Zustandserfassung und Beurteilung der Dachhaut der Halle
Bauteil: Turnhalle, Dachhaut
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 17)
Fotos:
Foto 218 Foto 220
Beschreibung:
o Trapezblech-Sandwichpaneelen
o Laub etc. in der Regenrinne
: Beschreibung der Ausführungsfrist
72
a Maßnahme für Maßnahme s[vfe
kurzfristig
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstotik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbou Bauwerksprüfung Gutachten SiGeKo
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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5.2.3 Zustandserfassung und Beurteilung der Dachhaut der der
Nebengebäude
Bauteil: Nebengebäude, Dachhaut
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 18)
Fotos:
Foto 216 Foto 217
Beschreibung:
o Die Bitumenbahn ist wellig und rissig
o Laub etc. in der Regenrinne
Maßnahme | Bewertung |
Beschreibung der Ausführungsfrist
2
Regenrinne reinigen kurzfristig
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten
SiGeko
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5.2.4 Zustandserfassung und Beurteilung der Turn- und
Schwimmhalle
Bauteil: Mängelnummer 1: Halle — Stahlbetonstütze Ecke Nord/Ost
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 19)
Fotos:
Foto 213
Beschreibung:
o Risse im Putz
Maßnahme | Bewertung |
Beschreibung der Ausführungsfrist
?
Kontrolle des
Stahlbetons an dieser kurzfristig
Stelle ggf. Sanierung
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Hanne 5% A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 17
Bauteil: Mängelnummer 2: Halle — Stahlbetonstütze Ecke Süd/Ost
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 20)
Fotos:
Foto 210
Beschreibung:
o Betonabplatzungen, die freiliegende Bewehrung ist korrodiert
: Beschreibung der Ausführungsfrist
kurzfristig
Sanierung der Stütze
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten SiGeko
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He neket nl 5 A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 18
o Bauteil: Mängelnummer 3: Halle — Südfassade
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 22)
Fotos:
Foto 207
Beschreibung:
o Beschädigung der Fensterbänke. Die Abführung des Niederschlagswassers ist
beeinträchtigt.
Maßnahme | Bewertung
Beschreibung der Ausführungsfrist
Fensterbänke
reparieren mittelfristig
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten SiGeKo
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Bauteil: Mängelnummer 4: Halle - Balkon
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 23)
Fotos:
Foto 208
Beschreibung:
o Betonabplatzungen, Bewehrungskorrosion
o Das Geländer entspricht augenscheinlich nicht den heutigen Vorschriften
o Das Geländer ist leicht korrodiert
Maßnahme Bewertung
i Beschreibung der Ausführungsfrist
?
arieidbnliein Maßnahme für Maßnahme s|v Y 5
Balkon sanieren kurzfristig
Balkon sollte bis zur kurzfristig
Überprüfung nicht
genutzt werden.
Geländer überprüfen,
ggf. erneuern, der
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten SiGeko
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Bauteil: ohne Mängelnummer: Turnhalle — Stahlfachwerk
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 25)
Fotos:
Foto 228
Beschreibung:
o Verbindungsmittel tiw. mit geringer Oberflächenkorrosion
erforderlich? Beschreibung der Ausführungsfrist s[v[o
Maßnahme für Maßnahme
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure : Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Bauteil: Mängelnummer 6: Schwimmhalle — Randbalken (Südseite)
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 27)
Fotos:
Foto270 . Foto 275
Beschreibung:
o Zu geringe Betondeckung, Betonabplatzungen, die Längs- und
Bügelbewehrung ist stark korrodiert
o Risse die auf ein Querkraft- oder Biegeversagen hindeuten sind bisher nicht
erkennbar.
o Die Sanierung des Bauteils muss dringend erfolgen.
Maßnahme | Bewertung |
Beschreibung der Ausführungsfrist
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Randbalken sanieren kurzfristig
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerksprüfung Gutachten SiGeko
Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 22
5.2.5 Zustandserfassung und Beurteilung der Nebenräume
Bauteil: ohne Mängelnummer: Nebengebäude, Schwimmhalle - Außenwände
(siehe auch Bauwerksbuch vom 08.06.2010, Seite 29)
Fotos:
Foto 276
Beschreibung:
o Ausblühungen, tw. Putzabplatzungen an erdberührenden Außenwänden
Maßnahme | Bewertung |
Beschreibung der Ausführungsfrist
n)
Außenwandabdichtung
sanieren mittelfristig
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bauwerkspröfung Gutachten SiGeko
jeure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Hen a zil =_\$ A13130- Bauwerksbuch , Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 23
5.2.6 Zustandserfassung und Beurteilung von neu festgestellten
Mängeln
Bauteil: Mängelnummer 7: Schwimmhalle - Stahlbetondecke
(neu festgestellter Mangel)
Fotos:
Foto 264 Foto 262
Beschreibung:
die Lage der Mängelnummer ist der Abb. 10 zu entnehmen
o Zu geringe Betondeckung der Feldbewehrung
o Die Feldbewehrung ist tiw. korrodiert
Maßnahme | Bewertung |
Beschreibung der Ausführungsfrist
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Sanierung, Herstellung
einer ausreichenden
Betondeckung
S: Standsicherheit, V: Verkehrssicherheit, D: Dauerhaftigkeit
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Prüfstofik Trugwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutachten SiGeko
Ingenieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn
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Hen neket, I 3 A13130- Bauwerksbuch ‚ Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 - 79, Seite: 24
2
Erstellt:
Bonn, den 10.05.2017 (Stand 23.04.2015)
Ingenieur der B prüfung Zertifizierter Ingenieur der
Zertifikats-Nummer NRW 024 Bauwerksprüfung im Hochbau
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Prüfstotik Tragwerksplanung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbou Bouwerksprüfung Gutachten SiGeko
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Honnaket -,; A13130- Bauwerksbuch ‚ Sichtprüfung 2015, Turnhalle, Hohe Straße 77 -79, Seite: 1
Anhang
zur
Ergänzung zum Bauwerksbuch
(Sichtprüfung 2015)
zur
1-fach Turnhalle
und
Schwimmhalle
Hohe Straße 77 -79
51149 Köln
23. April 2015
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Prüfstatik Tragwerksplonung Brandschutz Bauphysik Ingenieurbau Bouwerksprüfung Gutochten Siteko
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Anlage 1 - Machbarkeitsstudie
64554 Zeichen
BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln-Porz Baumaßnahme: 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln-Porz Auftraggeber: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Ottoplatz 1 50679 Köln Planer: pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten Ingenieure Albert-Einstein-Straße 2 49076 Osnabrück Aufgestellt: Osnabrück, den 04.12.2020 pbr Seite 1 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Inhaltsverzeichnis 1. Aufgabenstellung 2. Unterlagen... 2.1. Bereitgestellte Unterlagen der Stadt Köln ... 2.2. Nachgeforderte Unterlagen ...........................nnnnneneenn 5 2.3. Weitere bereitgestellte Unterlagen der Stadt Köln......................- 6 3. Standort, Gebäude, Nutzung........................enenmemnnnneen 6 3.1. Grundstück .....uessensenseensensenneennenneenennennen nennen nennen nennen 6 3.2. Topografie des Grundstücks .....ceessesseesnsnennnseennennennennennnnennnnnn 7 3.3. Grundwassersituation/Hochwassersituation .........eeeen 9 3.4. Gebäude........eeeneneneenennenenensneenennenennnnenen nennen nennen 12 3.5. Nutzung 4. Analyse der Funktionen / Barrierefreiheit / Brandschutz.. 4.1. Schwimmhalle 4.2. 4.3. 5. 5.1. 5.2. 5.3. 5.4. 5.5. 6. Bewertung der Technischen Gebäudeausrüstung 6.1. Sanitärtechnische Anlagen 6.2. Wärmeversorgungsanlagen .........neneseseneesennenennennenen nennen 31 6.3. Lüftungstechnische Anlagen .........................nnennenn 33 6.4. Starkstromanlagen ........ununensneenennenennennenennennnnnenennennenennennenn 35 6.5. Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen ...................... 35 6.6. Fördertechnische Anlagen ......................nneennnenennnnnn 35 6.7. Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen ...................... 6.8. Badewassertechnische Anlage.....................eneeneenn 6.9. Gesamtbewertung der Technischen Gebäudeausrüstung. 7. Sanierungskonzept...uneesscnsnssnnennnsnennnnnnennnennnnnnnnnnnnnnnnnann 7.4. Mögliche Erweiterungsmöglichkeiten / Städtebauliche Vorgaben39 7.2. Rückbaumaßnahman .......enseneensenseeeensennenseneennenee nennen 40 pbr Seite 2 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 723. Sanierungsmaßnahmen ..........cessensesesennennenenneneenennnen nennen 43 74. Sanierungsmaßnahmen Beckenkörper......uneeeeesnensennennen 44 7.8. 8. 9. Kostengegenüberstellung / Bauzeitgegenüberstellung 10. Empfehlung 11. Anlagen ........2uucsnseesesenneeennnennnnnnensneennnennnennen nennen nennen 53 Seite 3 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 1. Aufgabenstellung Sanierun Hochbau - Auswertung Voruntersuchungsergebnisse - Ermittlung des Zustandes der Fassaden, Dächer, ggf. durch Probeöffnungen - Ermittlung der bauphysikalischen Situation der Gebäudehülle - Prüfung der Barrierefreiheit anhand der geltenden Richtlinien/Vorschriften - Funktionale und nutzungsabhängige Prüfung Technische Gebäudeausrüstung - Sichtung Bestandsunterlagen - Bestandsuntersuchung der technischen Anlagen o Badewassertechnische Anlagen o Heizungstechnik o Raumlufttechnische Anlagen o Elektrische Anlagen - Prüfung der Bestandsanlagen auf Wiederverwendbarkeit - Aufzeigen der notwendigen technischen Anlagen unter Berücksichtigung des Platzbe- darfs in und außerhalb des Gebäudes Neubau Hochbau - Erstellung eines Raumbuchs in Anlehnung an den Bestand - Skizzenhafte Darstellung eines Neubaus inkl. aller notwendigen Technikflächen am gleichen Ort Technische Gebäudeausrüstung - Aufzeigen der notwendigen technischen Anlagen in einem Neubau Seite 4 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgeste 2.1. 2.2. 1. It am: 04.12.2020 Unterlagen Bereitgestellte Unterlagen der Stadt Köln Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie wurden uns von der Stadt Köln, vertreten durch Herrn Pfleumer, am 23.07.2020 per E-Mail folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Entnahme von Materialproben an den Zuluft-/Abluftauslässen - Schadstoffbelas- tungssituation - HPC AG Bericht über die Prüfung raumlufttechnischer Anlagen - TÜV Rheinland Erster_Ist-Zustandsbericht zur Betonkonstruktion des Lehrschwimmbades - IB Hen- neker, Zillinger Ingenieure Sichtprüfung 2015 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle - IB Henneker, Zillin- ger Ingenieure 21034 - 1. Kellergeschoss Heizung 21034 - 1. Kellergeschoss Revisionspläne 21034 - 1. Kellergeschoss 21034 - 1. Obergeschoss 21034 - 1. Untergeschoss 1 21034 - 1. Untergeschoss 21034 - 2. Kellergeschoss 3 21034 - 2. Kellergeschoss Heizung 2 21034 - 2. Untergeschoss 21034 - Erdgeschoss 1 Nachgeforderte Unterlagen Es wurde ersichtlich, dass noch Unterlagen nachgefordert werden müssen, da diese in den Bestandsunterlagen nicht enthalten waren. Diese wurden mit E-Mail vom 11.08.2020 nachgefordert. 1. 2. 3. Lageplan mit amtlichen Baugrenzen, Baulinie Lageplan für das gesamte Schulgelände Schnitt durch den Geländeverlauf bis zum Rhein - Darstellung der Höhenentwick- lung Das Gutachten zur Betonsanierung umfasst nur die Wände des Schwimmbeckens, Decken und Umfassungswände des Beckenumlaufs im Tiefkeller. Die Wände, De- cken im UG (Technikräume) und im UG (Schwimmbeckenraum) sind nicht unter- sucht worden, obwohl offensichtlich Schäden vorliegen. Stichprobenartig sollte auch im Bereich der Turnhalle (EG) (Dachraum) und Traufüberstand (Nebenräume) auf Betonabplatzungen geachtet werden. Ein allumfängliches Betongutachten für das Gesamtgebäude ist erforderlich inkl. der Fenstersprossen Turnhalle EG. Die Statikunterlagen zu den Ergänzungen mit KS-Wänden an den Stützen im Tiefkel- ler liegen nicht vor. Seite 5 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 2.3. 3.1. e. Es liegt die Unterlage „Ergänzung zum Bauwerksbuch (Sichtprüfung 2015)” vor. Das Bauwerksbuch von 2010 und alle weiteren Ergänzungen liegen uns nicht vor, insbesondere die Ergänzung zur vorgeschriebenen Sichtkontrolle von 2019. 7. Ein Schadstoffgutachten zu allen hochbaulichen Bauteilen ist dringend erforderlich. Hier sollten auch die Stahlbetoneinbauteile (Hüllrohre für Spannschlösser, Abstands- halter) auf Asbest überprüft werden. 8. Bei unserer Begehung haben wir erfahren, dass das Dach der Turnhalle vor ca. 10 Jahren saniert wurde. Wir bitten um Einreichung aller Dokumentationsunterlagen zu dieser Dachsanierung (Dachdetails, Materialien). 9. Angaben zum energetischen Standard der Stadt Köln bei einer Sanierung bzw. Neu- bau 10. Falls vorhanden, ein Brandschutzkonzept oder Fluchtwegeplan für das Gebäude Weitere bereitgestellte Unterlagen der Stadt Köln Folgende weitere Unterlagen wurden uns von der Stadt Köln, vertreten durch Herrn Pfleu- mer, am 17.08./27.08./16.10./22.10./27.10.2020 per E-Mail zur Verfügung gestellt. 1. Bericht zur Baugrunderkundung Ing. Büro Dr. Hemling, Gräfe Becker Baugrund GmbH 2. Stellungnahme Laboranalytik/abfalltechnische Bewertung Ing. Büro Dr. Hemling, Gräfe Becker Baugrund GmbH Lageplan Hohe Str. 77-79 Längsschnittdarstellung Hohe Straße - Rhein Kurzbericht Stützen Kriechkeller - IB Henneker, Zillinger Ingenieure Bauwerksuntersuchungen an Stahlbetonbauteile Lehrschwimmbecken Hohe Straße - |B Raupach Bruns Wolff 7. Bauwerksbuch 2011 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle - IB Henneker, Zillin- ger Ingenieure nDapw Standort, Gebäude, Nutzung Grundstück Die Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken befindet sich im südwestlichen Bereich des Schulgeländes der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven in der Hohen Straße 77-79 in 51149 Köln (Gemarkung: Ensen, Flur 9, Flurstück Nr. 717). Gemäß den vorliegenden Karten aus der DIN EN 1998-1/NA liegt das Grundstück in der Erdbebenzone 1 und der lokale Untergrund ist in die Untergrundklasse T und in die Bau- grundklasse C einzustufen. Nördlich wird die Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken von der Feuerwehrzufahrt, westlich von der Gilgaustraße, östlich vom Tiefhof und die angrenzenden Schulgebäude und südlich von der steil abfallenden Böschung zu den Rheinauen umrahmt. Seite 6 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 3.2. Abbildung 1: Lageplan_250_Hohe Str. 77-79 Topografie des Grundstücks Das Gebäude ist in die natürliche Rheinhangsituation eingebettet. Auf der Nord- und West- seite ist das Untergeschoss mit der Schwimmhalle und dem Tiefkeller komplett in die Erde eingegraben, während auf der Süd- und Ostseite das Untergeschoss frei liegt. Die Erschließung des Nutzungsbereichs Sporthalle im EG erfolgt auf der Nordseite über eine Stb-Außentreppe, die einen Höhenunterschied von ca. 67 cm zwischen der Geländeober- kante (GOK ca. 51,65 ü. HNH) und dem Erdgeschosshöhenniveau überwindet. Die Erschließung des Nutzungsbereichs Schwimmhalle im UG erfolgt auf der Ostseite über einen Tiefhof, der über eine Freitreppe vom Schulgelände aus zu erreichen ist. Diese Freitreppe überwindet einen Höhenunterschied von ca. 3,6 m zwischen der Geländeober- kante (GOK) und dem Tiefhofhöhenniveau. Südlich des Gebäudes fällt das Gelände über eine mehrstufige Böschung steil zum Lein- pfad hin ab, an den die Rheinauen anschließen. Seite 7 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 ABB I: | Ei ı 2 N er, I TEREEIEDEEEEDG. 7 ran ) Stadt Köln Grab.Bl. 9 Abbildung 2: Auszug Lageplan_250_Hohe Str. 77-79 Abbildung 3: 20.2255_200824_HoheStr_Schnitt pbr Seite 8 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 3.3. Grundwassersituation/Hochwassersituation Separater Bericht zur Baugrunderkundung durch das Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker Baugrund GmbH vom 15.10.2020 siehe Anlage 01. Das Grundstück befindet sich in der Trinkwasserschutzzone III A (Westhoven). Der bislang höchste dokumentierte Grundwasserstand liegt bei 43,58 mNHN, das einen Grundwasser- lurabstand von ca. 4,5 m bezogen auf das niedrigste Geländeniveau im Bereich des Grundstücks (Eingangsebene Schwimmhalle - Tiefhof) ergibt. Aufgrund nicht kontinuierli- cher Ablesungen können sich zwischen zwei Messungen höhere Wasserstände einstel- en. Um das mögliche Potenzial des Grundwasseranstiegs abzuschätzen, ist der hierfür maß- gebende Rheinwasserstand zu betrachten. Aus den Pegeldaten ergibt sich für den in Höhe des Bauvorhabens gelegenen Stromkilometer 680 ein bisher höchster gemessener Rheinwasserstand von 47,40 mNHN (10,69 m am Kölner Pegel). Zur rechnerischen Ermittlung des Rheinwasserstands im Grundstücksbereich im Falle ei- nes Jahrhunderthochwassers HW 100 wird eine Pegelhöhe von 11,30 m am Kölner Pegel angesetzt. Daraus ergibt sich eine auf der Höhe des Stromkilometers 680 ein Rheinwas- serstand HW 100 von 48,00 mNHN. Zur Ermittlung des sich in diesem Fall einstellenden Grundwasserstands auf dem Grund- stück nimmt man an, dass mit zunehmender Entfernung vom Rhein der Grundwasserspie- gel mit einem Gradienten von 3/1000 abnimmt. Diese Annahme bedeutet, dass sich bei einem Abstand von ca. 100 m zwischen dem Rhein und dem Grundstück eine Höhendiffe- renz von ca. 0,30 m zwischen dem HW 100 und dem Grundwasserspiegel einstellt (47,70 mNHN). Gemäß der Grundhochwassergefahrenkarte der Stadt Köln kann sich bei einem Jahrhun- derthochwasser HW100 im Bereich des niedrigsten Geländeniveaus der Grundwasser- spiegel auf Geländehöhe einstellen. Seite 9 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 4: Ausschnitt aus der Grundhochwassergefahrenkarte der Stadt Köln (HW100=K.P.11,30m) Daraus ergibt sich ein Bemessungsgrundwasserstand von HGW = 47,70 mNHN. Um die Gefahr einer direkten Überflutung des Grundstücks zu beurteilen, ist die Hochwas- sergefahrenkarte der Stadt Köln heranzuziehen. Danach wird erst bei einem seltenen Hochwasserereignis (HW200) im Bereich des Grundstücks mit einer Überschwemmungs- tiefe von weniger als 0,5 m gerechnet. Abbildung 5: Ausschnitt aus der Hochwassergefahrenkarte der Stadt Köln (HW200=K.P.11,90m) Seite 10 von 53 [ BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abschließend ist festzuhalten, dass sich höhere Wasserstände als beim Jahrhunderthoch- wasser einstellen können. Diese treten aber seltener auf. In Abbildung 6 sowie in Anlage 08 dieser Studie sind die verschiedenen oben beschrie- bene Wasserstände im Gebäudeschnitt der Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken ein- getragen. Seltenes Jahrhunderthoch- Rechnerisches Jahrhunderthoch- Grundwasserstand wasseroreignis HW 200 8 wasserereignis HW 100 * bei HW 100 Kölner Pegel 11,90 Kölner Pegel 11,30 Kölner Pegel 11,30 48,00 ü.NHN 48,00 ü.NIIN 47,70 U.NIIN za7e ee = Höchster gemessener Rhein- wasserstand 47.40 ü.NHN E Höchster FFBEG dokumentierter 52,32 Ü.NHN zu un Grundwasserstand Kiga - i 43,58 ü.NHN FEB UG1 A 48,32 .NHN mi 6 FFB UG2 - Tiefkeller — Sn 46,42 ü.NHN gr ss unen — ng <n% Abbildung 6: Schnitt 3- 3- Eintragung dokumentierte Grund- und Hochwasserstände/ rechnerisch ermittelte Wasserstände bei Jahrhunderthochwasserereignisse Abbildung 7: Pegelvermerk im Tiefkeller des Gebäudes beim bisher höchsten gemesse- nen Rheinhochwasserstand Seite 11 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 3.4. Gebäude Die Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken wurde in den Jahren 1961-1963 errichtet. Das Gebäude teilt sich geschossweise in zwei Nutzungsbereiche. Im Erdgeschoss befin- det sich die Turnhalle (Abmessungen 25,00 m x 12,50 m) mit Nebenräumen. Im Unterge- schoss befindet sich die Schwimmhalle mit einem Lehrschwimmbecken (12,50 m x 8,00 m) und den dazugehörigen Nebenräumen sowie den Technikräumen. Über diese Technikräume wird der Tiefkeller erschlossen, in dem das Schwimmbecken auf Grün- dungsebene umgangen werden kann. Der Baukörper der Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken gliedert sich in einem einge- schossigen Sockelgeschoss (Untergeschoss) mit den Abmessungen von ca. 25,00 mx 18,00 m, auf das die zweigeschossige Turnhalle mit einem schwach geneigten Satteldach sowie der eingeschossige Anbau mit den Nebenräumen aufgesetzt ist. Das Gebäude ist in Massivbauweise errichtet worden. Haupttragelemente sind die Stahl- beton-Bodenplatte, -Stützen, - Unterzüge und -Decken. Das Dachtragwerk besteht aus Stahlfachwerkträger, die in der Außenfassade an Stahlbetonbalken anschließen, die wie- derum von Stahlbetonstützen getragen werden. Auf den Stahlfachwerkträger liegen Stahl- pfetten auf, auf denen Trapezblech - Sandwichpaneele die Dachhaut bilden. Besonders markant ist die Südfassade der Sporthalle, die aus einfachverglaste Betonrah- menfenster gebildet wird. Abbildung 8: Blick von der Gilgaustraße auf die zweigeschossige Schulturnhalle mit einge- schossigem Anbau Seite 12 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 10: Eingang UG Schwimmhalle vom Tiefhof Seite 13 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 11: Südfassade Turnhalle mit Blick zum Rhein Abbildung 12: Lehrschwimmbecken mit Beckenumgang im Untergeschoss Seite 14 von 53 r BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 13: Grundriss Bestand UG2 Abbildung 14: Grundriss Bestand UG1 Seite 15 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 15: Grundriss Bestand EG +7,76. (60.080. NN) s0.00 (82.320. NN) -0.67 (51,65. NN) 300 Schwinmhale -4.00. (48.32. NN) „30 a2. — |e 7% Femcuhı =| 4, c ——— ER Abbildung 16: Schnitt 1-1 Bestand Seite 16 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 776 (60.08 ü. NN) eromaie ;0.00 (232U.NN) mans 0.40 07 (81.6: NN) | | _ | E = 1 Ma PORCEINN N Teck P ” Tachrikeaı \ Q Tefkeller \ 5.20 4 . E) | 50H Abbildung 17: Schnitt 2-2 Bestand +7.76 (60.08 0. NN) 40.00 (63.22 0.NN) Sportalie le I Abbildung 18: Schnitt 3-3 Bestand Seite 17 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 3.5. P; AN) loa2 Abbildung 19: Schnitt 4-4 Bestand Gebäudedaten: Bruttogeschossflächen uU2 284 m? u1 334 m? EG 468 m? Summe 1.086 m? Nutzung Die Schulturnhalle mit Lehrschwimmbecken beinhaltet folgende Funktionen: 1. Sporthalle EG: 25,00 mx 12,50 mx 5,40 m 2. Lehrschwimmbecken UG: 100 m? Wasserfläche /3 Bahnen / 1UE Gemeinsam teilen sich die Funktionsbereiche, die Duschräume im UG, die der Sportler von den Umkleideräumen im EG über die Sporthalle über eine innenliegende Treppe und einen Umkleideraum im UG erreicht. Beide Nutzungseinheiten, Turnhalle und Schwimmhalle, werden von allen Altersgruppen sowie von unterschiedlichen Nutzergruppen (Schulen, Vereine, Gesundheitssport) genutzt. Seit März 2019 ist die Schwimmhalle aufgrund von statischen Problemen geschlossen, während die Turnhalle im EG bis Stand heute weiterhin genutzt wird. Seite 18 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 4. Analyse der Funktionen / Barrierefreiheit / Brandschutz Zu der Beurteilung des vorbeugenden Brandschutzes liegt uns kein Brandschutzkonzept und/oder Fluchtwegspläne vor. Die im Nachfolgenden vorgenommene Beurteilung erfolgt deshalb aus Erfahrungswerten. 4.1. Schwimmhalle Mindestbreite in Bereichen n ; von Zugangen der Nutzer zum Beckenumgang Beckenleitem fehlen___ Umlaufonde Schwalwasserrinne (Bewegungsrichtung: Zum an N a „‚fehlt im Bereich der Schwimmbecken nicht BB X Wassergewöhnungstrappe eingehalten) Schuhwechselzone Stiefelgang / Fehlender Wincfang Berrierefreie Erschließung innere Nutzung nicht gegeben / Tiefhof nicht barrierefrei erreichbar Zugang zu den Technikräumen über den Beckenumgang Brandschutztür fehlen - 1.Fluchtweg Lagerkapazität Geräteraum 1. Fluchtweg über Umkleideraum Abbildung 20: Schwimmhalle UG - Analyse der Funktionen / Barrierefreiheit / Brandschutz Zusammenfassung der Bestandsanalyse (+ = positiv, - = negativ) - Fehlender Windfang im Hinblick auf die Schuhwechselzone im Stiefelgang - Mindestbreite in Bereichen von Zugängen der Nutzer zum Beckenumgang nicht einge- halten - Beckenausstiegsleitern auf der gegenüberliegenden Seite der Wassergewöhnungs- treppe fehlen - Kapazität des Gerätelagers - Zugang zu den Technikräumen erfolgt über den Beckenumgang - Erste-Hilfe-Raum fehlt - Barrierefreie Erschließung nicht gegeben / Tiefhof barrierefrei nicht erreichbar - Barrierefreie Nutzung der Nebenräume nicht gegeben / Barrierefreies WC, Duschen und Umkleiden fehlen - Brandschutztüren im Verlauf des 1. und 2. Fluchtwegs fehlen Seite 19 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 4.2. Turnhalle Glasfassade nicht 'ebenflächig Barrierefreie Umkleide sowie WR —. nicht vorhanden ‚Offene Verbindung zur Sporthalle Fehlende Nassräume ImEG Erreichbarkeit der Nassräume im UG umständlich Fehlende Lagerkapazitäten Erreichbarkeit der Lehrerumkleide nur über die Sporthalle 1 Hilfe - Ram fehlt Trennung Stiefelgang - Turmschuhgang / Rein - Unrein Brandschutztür fehlen - 2.Fluchtweg Brendschutztür fehlen - 1.Fluchtweg Sn EN, Alüektwieg führtinokien 1. Fluchtwea über Haupteingang "Nutzung nicht gegeben Umkleideraum im UG Abbildung 21: Turnhalle EG - Analyse der Funktionen / Barrierefreiheit / Brandschutz Zusammenfassung der Bestandsanalyse (+ = positiv, - = negativ) Trennung Stiefelgang / Turnschuhgang nicht gegeben - Erreichbarkeit der Nassräume im UG umständlich - Tore zum Gerätelager fehlen (Verletzungsgefahr) - Kapazität des Gerätelagers - Erreichbarkeit der Lehrer-Umkleide - Lehrer-Umkleide fehlt - Erste-Hilfe-Raum fehlt - Glasfassade im Süden nicht ebenflächig bis 2 m Höhe - Barrierefreie Erschließung nicht gegeben - Barrierefreie Nutzung der Nebenräume nicht gegeben / Barrierefreies WC, Duschen und Umkleiden fehlen - Brandschutztüren im Verlauf des 1. Fluchtwegs fehlen - Unabhängiger Fluchtweg führt über die innenliegende Treppe ins Untergeschoss in ei- nen Umkleideraum und von dort über einen Flur - Brandschutztüren entlang des 2. Fluchtwegs nicht vorhanden Seite 20 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 4.3. Technikräume/Tiefkeller q N 2: Fluchtweg nicht vorhanden Kapazität der Grundleitungen f Kopmole Im Dereiin des Zugangs Kapazität der wunliandenen zum Tiefkeller nicht eingehalten / Technikflächen Schwellenhöhe von ca. 0,70 m Abbildung 22: Technikräume / Tiefkeller - Analyse der Funktionen / Brandschutz Zusammenfassung der Bestandsanalyse (+ = positiv, - = negativ) - Kapazität der Technikräume - Erreichbarkeit des Tiefkellers / zu geringe Kopfhöhe - Kapazität der Grundleitungen im nicht unterkellerten Bereich - Fluchtweg aus dem Tiefkeller fehlt 5. Analyse der Bausubstanz 5.1. Betongutachten Im Januar 2019 wurde durch das IB Henneker, Zillinger Ingenieure aufgrund von vorgefun- denen starken Betonabplatzungen und Korrosion der Stahlbewehrung an den Stützen, welche das Schwimmbecken im Tiefkeller umlaufen, eine statisch konstruktive Bewer- tung durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass alle 14 Stützen starke Schäden zeigen, die durch korrodierende Bewehrung hervorgerufen worden ist. Da durch die statische Be- wertung festgestellt wurde, dass die Stützen in ihrer Tragfähigkeit eingeschränkt sind, wurde als kurzfristige Sicherungsmaßnahme bis zur vollumfänglichen Instandsetzung zu- sätzliche Mauerwerksstützen rechts und links der Stahlbetonstützen vorgesehen. Seite 21 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 pbr Abbildung 23: Schadensbild Stützenfußpunkt Tiefkeller (Quelle: IB Henneker, Zillinger In- genieure) Zeitgleich wurde festgestellt, dass die vorgefundenen Schäden an den Umfassungswän- den und den Beckenwänden im Tiefkeller augenscheinlich standsicherheitsrelevant sind und einer Begutachtung und Feststellung des Ist-Zustands bedürfen. Im November 2019 lag von dem IB Henneker, Zillinger Ingenieure der erste Ist-Zustandsbericht zur Betonkon- struktion Schwimmbecken vor. In den beiden nachfolgenden Abbildungen sind die Be- trachtungsschwerpunkte dieses ersten Ist-Zustandsberichts farbig markiert: p e' Abbildung 24: Übersicht UG2 - Betrachtungsschwerpunkt Betonschäden Seite 22 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 -4.30 | +7.76. (60.08 ü. NN) 0.00 (52.32. NN) -0.67 (51.65ü:NN) 400 (8320.10) Abbildung 25: Schnitt - Betrachtungsschwerpunkt Betonschäden Folgende Ergebnisse sind festzuhalten: 1. 2. Betondeckung Mittelwert der Mittelwerte C Rand = 27,9 mm Mittelwerte der kleinsten Einzelwerte C randk.a = 18,4 mm Karbonatisierungstiefen: K mitte = 32,1 mm Anhand dieser beiden Ergebnisse kann festgestellt werden, dass Bewehrungseisen sich großflächig im karbonatisierten Beton befinden und dass an Bewehrungseisen in Feucht- ebereichen bereits Querschnittsverluste durch karbonatisierungsinduzierte Korrosion vor- liegen. 1. Der kritisch korrosionsauslösende Chloridgehalt von über 0,50 %, bezogen auf den Zementgehalt (ZG), wird an 50 % der Stichproben deutlich übertroffen. An allen Stellen, die einen Chloridgehalt von Werten über 0,80 %/ZG in der Tiefe der Beweh- rungslage aufweisen, kann man davon ausgehen, dass chloridinduzierte Korrosion (Lochfraß) vorliegt. Zu der Beurteilung der Bewehrung wurden 5 Öffnungsstellen angelegt. Beide Kor- rosionsarten konnten an den Öffnungsstellen vorgefunden und bei 3 der Öffnungs- stellen konnte ein Querschnittsverlust von 20-60 % an den untersuchten Beweh- rungseisen festgestellt werden. Seite 23 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 26: Korrodierte Bewehrung StB-Decke über Tiefkeller 1. Vermutlich zur Endämmung eventuell erster Betonschäden wurde die Decken, Ge- bäudewände, Stützen und Außenflächen der Beckenwände mit einer spröden Dick- beschichtung versehen. Eine wirksame Trockenhaltung der Betonbauteile wurde durch diese Maßnahme nicht erreicht. Im Schwimmbadraum sind am südseitigen Randbalken großflächige Betonabplat- zungen festgestellt worden, die durch korrodierende Bewehrungseisen hervorgeru- fen worden sind. Die Sanierung dieses Bauteils hat dringend zu erfolgen. [PS Abbildung 27: Korrodierte Bewehrung südseitiger Randbalken Schwimmbadraum UG1 (Quelle: Bauwerksbuch IB Henneker, Zillinger Ingenieure) Im Schwimmbadraum ist bei der Decke über der Schwimmhalle eine zu geringe Be- tonüberdeckung der Stahlbewehrung festzustellen. Teilweise ist die Feldbewehrung bereits korrodiert. Seite 24 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 28: Korrodierte Feldbewehrung Decke über Schwimmbadraum UG1 (Quelle: Bauwerksbuch IB Henneker, Zillinger Ingenieure) 4. Durch karbonatisierungsinduzierte Korrosion sind vereinzelt an den Fassaden Risse und leichte Abplatzungen festzustellen. Abbildung 29: Abplatzungen Betonaußenbauteile (Quelle: Bauwerksbuch IB Henneker, Zil- linger Ingenieure) Die durch das IB Raupach Bruns Wolff weiterführenden Betonuntersuchungen, die im Ok- tober 2020 durchgeführt worden sind, bestätigen die Untersuchungsergebnisse des IB Henneker Zillinger Ingenieure für die außenseitigen Beckenwände. Die durchgeführte Un- tersuchung an der Bodenplatte des Schwimmbeckens zeigt, dass weder der Chloridgehalt noch die Karbonatisierungstiefe in Höhe der oberen Bewehrungslage in einer im Hinblick auf Bewehrungskorrosion relevanten Größenordnung liegen. Alle relevanten Dokumente zu den Betonuntersuchungen sind der Machbarkeitsstudie als Anlage beigelegt (siehe Anlagen 02 - 06). In der nachfolgenden Abbildung sind weitere Betonschäden, die durch korrodierende Be- wehrung in den beiden Technikräumen verursacht sind und noch nicht Bestandteil der bei- gestellten Dokumente waren, lokalisiert. Seite 25 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 0% EEE: G DU Z L Abbildung 31 und Abbildung 32: U2: Technikräume - Betonschäden Pumpensumpf / Au- Renwände Seite 26 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 5.2. Schadstoffgutachten Separates Gutachten durch das Ingenieurbüro HPC AG vom 21.11.2018 siehe Anlage 07 Dieses separate Gutachten erfasst die Schadstoffbelastungssituation an den Zu- und Ab- Iuftkanälen der Lüftungsanlage und in den Lüftungskanälen der Heizzentrale. In den unter- suchten Bereichen wurden keine asbesthaltigen Materialien verbaut. Wesentliche Mängel Die festgestellten Schadstoffbelastungen (KMF) im Bereich der Heizzentrale sind vor Durchführung von Arbeiten in diesen Bereichen unter Einhaltung der gefahrgutrechtlichen und abfallrechtlichen Vorschriften (TRGS 521 und TRGS 524) auszubauen und zu entsor- gen. Ein weiteres, orientierendes Gebäudegefahrstoffkataster zu den verbauten Materialien liegt uns nicht vor. Die im Nachfolgenden aufgelisteten Schadstoffe und möglichen Fund- orte erfolgen aus Erfahrungswerten aus uns vorliegenden, beispielhaften Gefahrstoffka- tastern von Gebäuden, die in den 60er Jahren errichtet wurden. Asbestprodukte Flachdichtungen, Stopfbuchsenpackungen von eingebauten Armaturen und Rippenheiz- körpern. Asbesthaltige Brandschutztüren und Fensterkitte, asbesthaltige Wand- und De- ckenbekleidungen, asbesthaltige Dachabdichtungen, asbesthaltige Gipshartschalen, Stahl- betoneinbauteile (Abstandshalter, Hüllrohre) Künstliche Mineralfasern (KMF) Mineralwollauflagen auf Unterdecken, Mineralwollisolierung in Schächten, Mineralwolliso- lierungen Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) Schwarzbeschichtungen auf Rohrleitungen, Feuchtigkeitssperre Außenwände, Dampf- sperre Dachaufbau, Obere Bitumendachbahnenabdichtungen, Feuchtigkeitsabdichtungen im Innenraum Polychlorierte Biphenyle (PCB) Fugenmasse Gebäudefugen, Türzargenbeschichtung Vor der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen oder Abbruchmaßnahmen wird emp- fohlen, dass ein orientierendes Gebäudegefahrstoffkataster erstellt wird. Im Variantenver- gleich (Sanierung / Neubau) ist die Schadstoffbeseitigung anhand von Erfahrungswerten monetär bewertet worden. Seite 27 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 3.3, Korrosionszustand Dachtragwerk Siehe Bauwerksbuch zur Turn- und Schwimmhalle von 2011 und Ergänzung zum Bau- werksbuch 2015. Visuell liegen keine wesentlichen Mängel an der Stahlfachwerkkonstruktion des Dachtrag- werks vor. | Abbildung 33: Dachkonstruktion mit Laufsteg (Quelle: Bauwerksbuch IB Henneker, Zillin- ger Ingenieure) Abbildung 34: oberflächliche Korrosion der Verbindungsmittel (Quelle: Bauwerksbuch IB Henneker, Zillinger Ingenieure) Seite 28 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 5.4, 5.5. 6.1. Bauphysik Der Wärmeschutz aus dem Jahr 1963 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das Gebäude weist an zahlreichen Stellen Wärmebrücken auf. Die Bestandsaußenwände und die Stahlbetonstützen sind ungedämmt und nur mit einem Innen- und Außenputz versehen. Die Glasfassade der Turnhalle besteht aus einfachver- glasten Betonrahmenfenstern. Die Öffnungen der Schwimmhalle sind mit einfachen Poly- carbonatstegplatten ausgefacht. Teilweise bestehen die Fenster und Außentüren in den Geschossen EG und UG aus einfachverglasten Metallrahmenfenster, teilweise aus Metall- rahmenfenster mit 2-fach Isolierverglasung. Das Dach über den Nebenräumen der Sport- halle ist als Warmdach mit einer Mindestdämmschicht ausgebildet. Die Sandwich-Paneele auf der Stahlfachwerkkonstruktion machen augenscheinlich den Eindruck, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt nach Errichtung des Gebäudes aufge- bracht worden sind. Bei der Sanierungsvariante gehen wir davon aus, dass diese Sand- wich-Paneele aufgrund ihres neueren Erstellungsdatums auf der bestehenden, mängel- freien Stahlfachwerkkonstruktion verbleiben. Fazit Gebäudehülle: Um den Wärmeschutz der heutigen Anforderungen ENEV 2016 zu er- füllen, ist es bei der Sanierungsvariante notwendig die Gebäudehülle ab der tragenden Konstruktion neu aufzubauen. Statik Zu diesem Punkt ist festzuhalten, dass relevante statische Unterlagen (Positionspläne, Statische Berechnung, Ausführungspläne, Genehmigungsbescheide, Prüfberichte) für das Bestandsgebäude nicht vorliegen. Im Falle von baulichen, statisch relevanten Veränderungen sind Vergleichsberechnungen der bestehenden Nutzlasten und der zukünftigen Lastsituation zu führen. Bewertung der Technischen Gebäudeausrüstung Sanitärtechnische Anlagen Die im Schwimmbad vorhandenen Duschen wurden besichtigt. Teilweise sind die Du- schen nicht mit einer Selbstschlussarmatur ausgestattet. Im Zuge einer Sanierung bzw. Neubaus ist auf einen wassersparenden Betrieb und die Einhaltung des hygienisch not- wendigen Wasseraustausches zu achten. Weiterhin ist davon auszugehen, dass durch Än- derungen und/oder Reparaturen an der Wasseranlage auch Stränge mit stagnierendem Wasser entstanden sind, sowie Leitungsabschnitte keinen bestimmungsgemäßen Betrieb aufweisen und so ein Gesundheits-Gefährdungspotential nicht auszuschließen ist. Die WC-Anlagen werden über Druckspüler betätigt. Eine Vorwandinstallation liegt hier nicht vor. Seite 29 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 35: WC-Anlagen Turnhalle Die sanitärtechnische Einrichtung ist aufgrund der größtenteils veralteten Anlagentechnik und den immer höheren Anforderungen der Trinkwasserverordnungen als abgängig zu be- werten. Sanierungsempfehlung Dem Hygieneaspekt und die hieraus resultierende Erfordernis eines regelmäßigen Was- seraustausches in Leitungssystemen zur Trinkwasserbereitstellung ist in den letzten Jah- ren intensiv Aufmerksamkeit gewidmet worden. VDI 6023, DIN 1717 und die aktuelle Trinkwasserverordnung fordern konsequent einen ausreichenden, regelmäßigen Wasseraustausch in den Leitungssystemen bzw. die effizi- ente Vermeidung von stagnierendem Wasser. Die Trinkwasser-Rohrleitungsführung wird daher so konzipiert, dass die Leitungen mög- lichst an den Einrichtungsgegenständen „durchgeschliffen“ und an den jeweiligen Stran- genden an ein automatisch arbeitendes Hygienespülsystem angeschlossen werden. Mit- tels dieses Spülsystems kann das gesamte vorgeschaltete Rohrsystem in programmierten Zeitintervallen durch Öffnen von Magnetventilen gespült und somit ein kompletter Was- seraustausch in definierten bzw. von den Richtlinien und Normen vorgegebenen Zeitab- ständen realisiert werden. Als Hygienespülsysteme kommen Komponenten zum Einsatz, welche bereits eine inte- grierte Spülfunktion beinhalten. Hierzu gehören Waschtischarmaturen, Urinal- und WC- Spülungen. Seite 30 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 6.2. a Abbildung 36: Systemdarstellung des „Durchschleifens” von Trinkwasserleitungen Wärmeversorgungsanlagen Die Wärmeerzeugung besteht aus zwei baugleichen Niedertemperatur-Heizkesseln des Herstellers Buderus. Die zugehörigen Gas-Gebläsebrenner werden mit Erdgas betrieben. Die Nennwärmeleistung jedes Gasbrennwertkessels liegt bei 202 KW. Die gesamte Wär- meleistung für das Bestandsgebäude kann somit mit insg. 404 kW angegeben werden. Abbildung 37: Gasbrennwertkessel mit Gasgebläsebrenner Die Erzeugerseite ist über eine hydraulische Weiche vom Versorgerkreis hydraulisch abge- trennt. Zur Nachspeisung von Füll- und Ergänzungswasser wird eine Wasseraufberei- tungsanlage des Herstellers Grünbeck eingesetzt. Die Wärmeverteilung erfolgt mittels energiesparender Heizungswasserumwälzpumpen des Herstellers Grundfos. Seite 31 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 38: Wärmeverteilung im Untergeschoss Die Anlagentechnik der Wärmeversorgungsanlagen befindet sich insgesamt in einem technisch guten Zustand. Im Bereich der Technikzentrale im Obergeschoss (Lüftungstech- nik) entspricht die Dämmung an den Verteilleitungen der Wärmeversorgungsanlagen nicht mehr den Anforderungen der gültigen EnEV oder fehlt teilweise gänzlich. Die Heizkörper wurden beim Ortstermin am 04.08.2020 besichtigt. Ein hydraulischer Ab- gleich hat offensichtlich in den letzten Jahren stattgefunden. Zudem wurden Heizkörper ausgetauscht. Im Bestand befinden sich derzeit Planheizkörper. Aufgrund der umfangreichen Sanierung des Technikraumes und der aus dem Anbau resul- tierenden Erhöhung der Heizlast des Gebäudes, ist die Wärmeerzeugung als abgängig zu bezeichnen. Die Raumheizflächen können bei einer Sanierung übernommen werden. Die Heizkörper im Bestand sind dann hydraulisch neu einzuregulieren. Sanierungsempfehlung Die Einbindung von Fernwärme wurde geprüft. Seitens der Stadt Köln liegt im Bereich Köln Porz derzeit keine Fernwärme vor. Als Wärmeerzeuger wird aufgrund der konstanten Wärmeanforderung im Schwachlastbe- trieb ein BHKW-Modul mit einer thermischen Leistung von max. 30 kW und einer elektri- schen Leistung von max. 20 kW vorgesehen. Die verbleibende Leistungsanforderung übernehmen zwei Gasbrennwertkessel, die je nach Wärmeanforderung nacheinander, bzw. gleichzeitig in Betrieb sind. Durch diese Anla- genkonstellation werden die Anforderungen des EEWärmeG und der EnEV erfüllt. Für die Trinkwassererwärmung wird ein Speicherladesystem vorgesehen. Die Raumheizflächen im Bestand werden zwecks Energieeinsparungen mit den neu errichteten Raumheizflä- chen mittels eines hydraulischen Abgleichs einreguliert. Somit erhält jeder Heizkörper die benötigte Wassermenge. Seite 32 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 6.3. Lüftungstechnische Anlagen Die Lüftungsanlagen sind im oberen Geschoss des Technikbereichs angeordnet. Das Bau- jahr der Anlage ist nicht bekannt, bzw. nicht dokumentiert. Eine Dokumentation über die Anlagen liegt nicht vor. Die Lüftungsanlagen teilen sich auf die insgesamt drei Einzelanla- gen wie folgt auf: - Sporthalle - Schwimmbad - Duschen + Nebenräume Abbildung 39: Lüftungsanlage Schwimmbad Bei der hier vorliegenden Anlagentechnik ist eine hygienische Inspektion sowie Reinigung nicht umsetzbar. Ein Reinigungskonzept lag bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie nicht vor. Die Anlagentechnik der Lüftung befindet sich in einem allgemein schlechten Zu- stand. Aus wirtschaftlichen und energetischen Gründen sind die Anlagen als abgängig ein- zustufen und im Rahmen einer Sanierung in ihrer Gesamtheit zu erneuern. Die zugehöri- gen Schaltanlagen sind nicht auf dem Stand der Technik und lassen sich auch nicht mo- dernisieren. Seite 33 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Sanierungsempfehlung Die neuen Lüftungsanlagen wurden aufgrund von Nutzungsart und Nutzungszeiten auf die gleichen Anlagentypen (Sportbad, Schwimmbad, Duschen + Nebenräume) wie im Be- stand aufgeteilt. Auf den Flächen im Technikbereich können Kompaktlüftungsgeräte mit integrierter hoch- effizienter Wärmerückgewinnung installiert werden. Da die erforderlichen Luftmengen im Vergleich zur derzeit installierten Luftmenge gestiegen sind, ist davon auszugehen, dass die zur Verfügung stehende Technikfläche nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund wer- den von der Architektur zusätzliche Technikflächen berücksichtigt. Die Luftmengen für die drei RLT Geräte wurden anhand von Grobauslegungen ermittelt: - Sporthalle 10.000 m?/h - Schwimmbad 12.000 m?/h - Duschen + Nebenräume 8.000 m?/h Die Zugänglichkeit für Wartungs- und Instandhaltungszwecke ist im Bestand über eine Trittleiter stark eingeschränkt. Abbildung 40: Zentraler Zugang RLT und Heizungstechnik Für die neuen Anlagen sind weitergehende Energieeinsparungen möglich. So kann die Luft für den Umkleidebereich zur Energieeinsparung doppelt genutzt werden. Die Luft wird als Abluft aus dem Umkleidebereich abgesaugt, ggf. um einen Außenluftanteil zum Schließen der Luftbilanz ergänzt, erwärmt und dem Dusch- und WC-Bereich als Zuluft wie- derum zur Verfügung gestellt. Seite 34 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 6.4. 6.5. 6.6. 6.7. Starkstromanlagen Es ist davon auszugehen, dass im Zuge der sonstigen erforderlichen Sanierungsarbeiten die gesamte Elektroanlage zu demontieren ist. Ein Wiederverwenden alter Bauteile ist auf- grund des Alters sowie unklarer Mängelansprüche auszuschließen, sodass die gesamten Installationen der Starkstromanlagen im Zuge der Sanierung an die neuen Erfordernisse angepasst, vollständig erneuert werden. Die Blitzschutzanlage wird im Zuge der Dachsa- nierung entfernt und ebenfalls einschließlich eines neu zu verlegenden Blitzschutz-Ringer- ders erneuert. Beleuchtungsanlagen werden als steuerbare LED-Leuchten vorgesehen und das Gebäude erhält eine batteriegepufferte Sicherheitsbeleuchtungsanlage. Die neue Elektroanlage wird auf Basis der aktuell geltenden Normen und Vorschriften so- wie den Empfehlungen der AMEV vorgesehen. Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen Alle bestehenden Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen werden im Zuge der Sanierungsarbeiten demontiert. Für das Gebäude ergeben sich neue technische sowie baurechtliche Anforderungen. So ist davon auszugehen, dass im Rahmen eines neuen Brandschutzkonzeptes eine Brandmeldeanlage gefordert wird, die im Zuge einer Sanie- rung errichtet wird. Hinzu kommen Signalisierungen, etwa für Menschen mit Beeinträchti- gungen oder Amok- und Alarmierungsanlagen, die in Verknüpfung mit der Brandmelde- technik als Lautsprecheranlagen ausgeführt werden. Für die Gebäudeabsicherung in Ver- bindung mit Vereinsnutzungen ist heute der Einsatz elektronischer Zutrittssysteme als rei- nes Schließsystem oder als Zutrittskontrollsystem zu empfehlen. Hinsichtlich der Daten- kommunikation wird auch für ein Sportgebäude die Anbindung an Datennetze erforderlich. Hierzu wird eine anwenderneutrale strukturierte Datenverkabelung vorgesehen, über die perspektivisch ein WLAN-System aufgebaut werden kann. Die neue Fernmelde- und Informationstechnische Anlage wird auf Basis der aktuell gelten- den Normen und Vorschriften sowie den Empfehlungen der AMEV vorgesehen. Fördertechnische Anlagen Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird eine barrierefreie Verbindung zwischen den Gebäu- den erforderlich, die durch die Errichtung eines behindertengerechten Personenaufzugs realisiert wird. Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen Im Zuge der Sanierung werden nahezu alle vorhandenen technischen Anlagen der Hei- zungs-, Lüftungs- und Badewassertechnik erneuert werden müssen. Im Zuge dieser Um- bauten wird es erforderlich, die zugehörige Mess- und Regelungstechnik ebenfalls zu er- neuern und über eine Gebäudeautomation zusammenzufassen, sodass ein energetisch optimierter Anlagenbetrieb ermöglicht wird. Darüber hinaus bietet eine derartige Anlage die Möglichkeit über herstellerneutrale Schnittstellen (z. B. BacNet) Ferndiagnosen oder -eingriffe vorzunehmen und die Energieflüsse im Gebäude zu erfassen und an eine zent- rale Stelle weiterzuleiten. Die neuen Gebäudeautomationsanlagen werden auf Basis der aktuell geltenden Normen und Vorschriften sowie den Empfehlungen der AMEV vorgese- hen. Seite 35 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 6.8. Badewassertechnische Anlage Die Schwimmbadtechnik ist zum Großteil von 1984 und entspricht in großen Teilen nicht mehr den aktuellen Normen und Vorschriften. Die Schwimmbadtechnik ist als abgängig zu bewerten. Bestandsaufnahme der Schwimmbadtechnik Abbildung 41: Filtertechnik Abbildung 42: Schaltschrank Vorhandene Aufbereitungsverfahren und Desinfektion Die Filtration erfolgt über zwei konventionelle Stahl-Druckfilter. Diese sind aufgrund der Einbringsituation geteilt ausgeführt. Für die Desinfektion wird Chlorbleichlauge eingesetzt. Beckendurchströmung Nichtschwimmbecken Nach DIN 19643 sind 100 % des Umlaufvolumenstroms über die Rinne zu führen. Roh- wasser über das Becken abzuführen ist nicht zulässig. Das Schwallwassersystem muss inkl. der Rinne und den Rinnenabläufen den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Abbildung 43: Becken 12,5 m x 8,00 m Abbildung 44: Rinne mit Rinnenablauf Seite 36 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Mess- und Dosiertechnik Die Mess- und Dosiertechnik wurde bereits in Teilen ausgetauscht. Abbildung 45: Mess- und Dosiertechnik Rohwasserspeicher/Schwallwasserbehälter Das nutzbare Volumen in einem Rohwasserspeicher setzt sich zusammen aus Wasser, das durch Badegäste verdrängt wird, Schwallwasservolumen und Wasservorrat für die Fil- terspülung. Demnach wird ein Behälter mit einem Nutzvolumen von ca. 21 m? benötigt. Ein Behälter dieser Größenordnung kann im Beckenumgang UG nicht untergebracht wer- den. Das Wasser für die Filterrückspülung muss also entweder aus dem Becken oder aus einem separaten Behälter genommen werden. Filterrückspülung Eine nach Anhang 31 Abwasserverordnung geforderte Rückspülwasseraufbereitung ist nicht vorhanden und müsste bei einer Sanierung ergänzt werden, wenn die geforderten Grenzwerte nicht eingehalten werden können. Nach der DIN 19643 sind Rückspülge- schwindigkeiten mit Wasser von 60 m/h und mit Luft von 60-80 m/h vorzuhalten. Diese Vorgaben können durch die vorhandenen Anlagen nicht eingehalten werden. Seite 37 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 6.9. Sanierungsempfehlung badewassertechnische Anlagen Umwälzleistungen nach der DIN 19643:2012-11 Schwimmbecken DIN Bezeichnung Nichtschwimmerbecken Aufbereitungsvolumenstrom 0,370 Ayk 0,370 x 100 m? / 0,5 74 m®/h erf. Filterfläche 2,47 m? Für die Aufbereitung kommen Saugfilter zum Einsatz. Diese Technik verbraucht, im Ver- gleich zu konventionellen Standard-Druckfiltern, weniger Strom und Wasser. Als Belast- barkeitsfaktor wird k= 0,5 1/m? gewählt. Dabei wird 100 % des Beckenzulaufvolumen- stroms über die Filter gefahren. Die Anlagen werden vollautomatisch betrieben. Zur Redu- zierung von gebundenem Chlor und THM wird Aktivkohle eingesetzt. Für die Rohwasserpumpen sind Permanent-Magnet-Motor-Pumpen mit höchster Energie- effizienz und Frequenzumformer eingeplant. Die Desinfektion wird als Chlorelektrolyse-Anlage ausgeführt. Dabei wird aus Salz, Wasser und Strom Natriumhypochloritlösung bereitet. Bei der Elektrolyse sind keine gefährlichen Chemikalien erforderlich - sie ist eine sichere Alternative zu Chlorgas, Bleichlauge und Chlortabletten. Für den Betrieb der Filteranlagen ist eine Steuerung mit Touch-Paneel im Schaltschrank vorgesehen. Die Steuerung der Dosieranlagen erfolgt vollautomatisch. Wasserbehälter werden vor Ort aus PP gefertigt und mit Trinkwasseranschluss versehen. Das anfallende Rückspülwasser aus den Filteranlagen wird in einem Schlammwasserbe- hälter aufgefangen. Nach einer gewissen Sedimentationszeit wird das Wasser an der Oberfläche abgesaugt und in geringen Mengen dem Schmutzwasserkanal zugeführt. Gesamtbewertung der Technischen Gebäudeausrüstung Die komplette Anlagentechnik im Gebäude ist unter Betrachtung des Alters und der wirt- schaftlichen, hygienischen sowie energetischen Aspekte als abgängig zu bewerten und sollte im Rahmen einer Sanierung erneuert werden. Seite 38 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 11. Sanierungskonzept Zusätzlich zu der energetischen und technischen Sanierung des Gebäudes beinhaltet das Sanierungskonzept funktionale und betriebliche Optimierungen. Die Optimierungen sind im Folgenden aufgelistet: - Funktionale Zuordnung der Räumlichkeiten - Ergänzung von Nassräumen im EG zur funktionalen Unabhängigkeit der Nassräume UG und EG - Trennung von reinen und unreinen Zonen - Lagerflächen werden ergänzt - Barrierefreie Erschließung aller Nutzungsbereiche - Fluchtwegesituation - Ergänzung zweier Lüftungszentralen für die Versorgung der Turnhalle, Schwimmhalle und den Nebenräumen Erweiterungsmöglichkeiten / Städtebauliche Vorgaben ie f Erweiterungsflächen er rn 7° der Nutzergruppe ", Schüler y4 SYT n / Abbildung 46: Verortung möglicher Erweiterungsoptionen / städtebauliche Vorgaben Aufnehmen der / Gebäudoflucht [% \_Freihalten der In Är R Feuerwehrzufahrt Mögliche Erweiterungsflächen stehen nördlich vor dem bestehenden Nebenraumtrakt so- wie östlich vor der Stirnseite der Turnhalle zur Verfügung. Die nördliche Erweiterungsflä- che wird begrenzt durch die bestehende Feuerwehrzufahrt und durch die Gebäudeflucht der bestehenden flankierenden Gebäude entlang der Gilgaustraße. Der Verzicht auf die drei bestehenden Stellplätze ist durch die Nutzung dieser Erweiterungsfläche erforderlich. Durch die Bewegungsrichtung der Hauptnutzergruppe von der Pausenhoffläche in Rich- tung des Gebäudes wird der neue Eingangsbereich an der Schnittstelle der beiden Erwei- terungsflächen vordefiniert. Seite 39 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestel 12. t am: 04.12.2020 Rückbaumaßnahmen orderlich: UG2 pbr Für die Sanierung des Gebäudes sind folgende Rückbaumaßnahmen geschossweise er- - Baugrubenaushub für den Anbau mittels Spundwände aufgrund der beengten Platzver- hältnisse - Baugrubenaushub zur Freilegung der Kelleraußenwände/rheinhangseitig Sicherung des Arbeitsraums gegen Abrutschen - Abbruch aller TGA-Bauteile - Demontage aller Kelleraußenfenster - Abbruch Fußbodenaufbau — Ausbau aller Türen - Entfernen Wandaufbau Bitumendickbeschichtung -— Abbruch KS-Stützenverstärkung - Abbruch Stb-Beckenwände und Stb-Wassergewöhnungstreppe B ff | |Freitegung der | | Kelleraussenwände | Hinweis: beengte || Platzverhäitnisse, | Sicherung des | | Arbsiteraums gegen |] asien Baugrubenauehub für Anbau aufgrund beengter Piaizverhätnisse Vorbau durch Spundwände Abbildung 47: Rückbaumaßnahmen UG2 Estrich au jehtung Seite 40 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 UG 1 - Demontage aller Fenster - Entfernen des Außenputzes und der Regenfallrohre - Abbruch Stb-Vordach -— Abbruch Außenluftschacht - Demontage Hausanschluss - Abbruch der Kellerlichtschächte - Abbruch aller TGA-Bauteile - Abbruch Fußbodenaufbau in allen Räumen - Entfernen Wandaufbau in allen Räumen — Ausbau aller Türen - Abbruch StB-Zwischenpodest am Zugang zum Tiefkeller pbr - Aufstemmen der Bodenplatte und Demontage der Grundleitungen im nicht unterkeller- ten Bereich - Abbruch aller Unterdecken - Abbruch innenliegende Stb-Treppe Le: ‚Abbruch Fusshodenaufbau Fliesen / Abdichtung /Estrieh ! Dämmung | Aussenwand UG: Fensterband aus Stegplatten aus Polyearbonat Abdichtung elnfachverglaster Lochfenster © „. Abbruch Wandaufbau intfernen des Aussen- und I} Fliesen /Putz Innenputzes ‚Abbruch Unterdecke und der Regenfallrohre ‚Alu-Lamellen - Unterdecke inkl. Minerawolleauflage ‚Ausbau der Türen ‚Aufetenmen der Bodenplatte Aufstemmen der Bodenplatie zum Austausch des Bodenablaufs und der Grundleitungen Abbruch Vordach ‚Abbruch Lüftungs- Sehacht N, Baugrubenaushub für Anbau aufgrund beengter Platzverhältnisse Verbau durch Spundwände Abbildung 48: Rückbaumaßnahmen UG1 Seite 41 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 EG Demontage aller Fenster Entfernen des Außenputzes und der Regenfallrohre Abbruch Stb-Außenbalkon Abbruch Eingangstreppe Abbruch aller TGA-Bauteile Abbruch Fußbodenaufbau in allen Räumen Entfernen Wandaufbau in allen Räumen Abbruch aller Unterdecken Abbruch innenliegende Stb-Treppe ‚Abbruch bestehender -Aussenbalkon inkl. Geländer E6 ‚Abbruch Fussbodenaufbau ‚Abbruch GK -Unterdecke inkl. Beleuchtung ‚Abbruch RLT - Anlage im Fussbodenaufbau und Wandbereich Erhalt und Schutz der fest eingebauten Turngeräte ‚Ausbau der Türen Ausbau WC-Trennwände # r ‚Aussenwand EG: ‚Abbruch einfachverglaster Betonrahmenfenster EG einfachverglaster Lochfenster Entfernen des Aussenputzes und der Regenfallrohre Umverlegung Transformatorenhaus ‚Abbruch Stb-Zugangstreppe, ‚Abbruch Stb-Innentreppe Abbildung 49: Rückbaumaßnahmen EG Seite 42 von 53 r BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 73. ES: ‚Abbruch Fussbodenaufbau ‚Aöbruch CK -Unterdecke Inkl, Beleuchtung ‚Abbruch RLT - Anlage im Fussbodenaufbau und Wandbereich Erhalt und Schutz der fest eingebauten Turngeräte ‚Ausbau der Türen ‚Aussenwand EG; ‚Abbruch einfachverglaster Betonrahmenfenster EG einfachverglaster Lochfenster Entfernen des Aussenputzes und der Regenfallrohre ‚Abbrucn Dachaufbau Anbau Bitumenbahr / Wärmedämmung / Dampfsperre N ‚Abbruch Stb-Dachüberstand N Ahbruch Sth-7uganostrenne ‚Abbruch Stb-Kellerlichtschächte Abbiucli bestelisuder ‚Aussenbalkon Inkl Geländer ‚Aussenwana us: Fensterband aus Stegpiatten aus Polycarbonat einfachverglaster Lochfenster zn Entfernen des Aussen- und Innenputzes und der Regenfallrohre Baugrubenaushub zur Freilegung der Kelleraussenwände Hinweis: beongte Platzverhältnisse, Sicherung des Arbeltsraums gegen ‚Abrutschen Baugrubenaushub für Anbau aufgrund beengter Platzverhältnisse Verbau durch Spundwände Tiefkeller: ‚Abbruch aller TGA-Bauteile ‚Abbruch Fussbodenaufbau Estrich / Abdichtun! /Estrich / Dämmung / Abdichtung ‚Abbruch Fussbodonaufbau Fliesen / Abdichtung Aökruinaker TenBaneie Abbruch Wandaufbau ‚Abbruch Wandaufbau Abbruch Geländer inkl. Treppe Bitumen-Dickbeschichtung Fliesen / Putz Abbruch Sib-Zwischenpodest Abbruch Stützen - Verstärkung KS-Wandpfeiler Abbruch Unterdecke Abbruch Kellorfenster ‚Abbruch Stb-Beckenwände und Stb - Alu-Lamellen - Unterdecke inkl. Mineralwolleauflage Beikeneinslisyslieppe ‚Ausbau der Türen Abbildung 50: Rückbaumaßnahmen Schnitt 3-3 Sanierungsmaßnahmen Für den Teilumbau mit Anbau des Gebäudes sind folgende Sanierungsmaßnahmen erfor- derlich: - Betonsanierung aller geschädigter Bereiche - Erstellung Anbau als WU-Konstruktion - Wasserdichter Anschluss an Bestand mittels Klemmfugenband - Aufbringen einer Bitumendickbeschichtung, Perimeterdämmung an allen erdberühren- den Bestandskelleraußenwänden - Aufbringen einer Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit in den Kellerräumen im Bestand - Einbau eines Edelstahlbeckens - Neuaufbau aller Boden-, Wand- und Deckenaufbauten und Beläge - Neuaufbau der Außenhülle gemäß EnEV 2016 - Gitterrost Fluchtbalkon als zweiter Fluchtweg aus der Sporthalle - Vorhaltung des zweiten Fluchtweges aus dem Tiefkeller und der Schwimmhalle - Neuer Innenausbau (Prallwand usw.) - Komplettaustausch der Gebäudetechnik - Neue Grundleitungen im nicht unterkellerten Bereich - Ausstattung mit einem barrierefreien Aufzug Seite 43 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Dachaufbau EG: uc: E6 Dampfsperre / Bodenaufbau: Neubau Sportboden Gefälledämmung / Gefälle - Verbundestrich / Neubau Prallwand bis 2 m Höhe Bitumenabdichtung Verbundabdichtung und Fliesenbelag darüber neuer Wandanstrich Wandaufbau: Integration der feststehenden Zementputz Sportgeräte mit Öffnungsflügel in die Verbundabdichtung und Prallwand Fliesenbelag bis BRH Fensterband Neubau Leichte -Unterdecke ‚Akustisch wirksame Unterdecke balwurfsicher, akustisch wirksam inkl. Beleuchtung Podestaufstiegsleiter N | RLT-Ahlage Schwimmhalle RLT-Ahlage Umkleiden Porimator Bitumendiekbeschichtung / Schwarze Wanne und Perimeterdämmung / Beckenkörper Noppenbahn Boden: Betonsanierung Bodenplatte Becken / Leichtbeton / Estrich / Edelstahlboden dazwischen Einströmkanäle Betonsanierung Aussenwände und Innenwände Technikräume Seitenwände‘ Gitterrosttreppe mit, Edelstahlstützen mit Ankerplatte und Geländer umlaufenden Aufbeton, Edelstahlblech hochliegende umlaufende Schwallwasserrinne Edeistahlwassergewöhnungstreppe Ze inkl Unterkonstruktion aufliegend auf den Stb-Rippen Abbildung 51: Sanierungsmaßnahmen Schnitt 3-3 7.4. Sanierungsmaßnahmen Beckenkörper r Aussenwand EG; Betonsanierung an Kleinflächen WODVS in Anlehnung ENEV Pfosten - Riegel Fassade mit Sonnenschutzverglasung / Aufteilung der Pfosten und Riegel in Anlehnung an die bestehende Fassade inkl. RWA-Abzug ‚Aussenwand EG Gitterrost - Fluchtbalkon mit Geländer und Treppe zum Tiefhof inkl. Einzeltundamente Betonsanierung an Unterzug Aussenwand UG: Betonsanierung an Kleinflächen WDUS in Anlehnung ENEV Pfosten - Riegel Fassade mit Sonnenschutzverglasung Permeter: Bitumendickbeschichtung / Schwarze Wanne und Perimeterdammung / Noppenbahn Betonsanierung Stb-Umfassungswände / Stb-Stützen Tiefkeller Bitumenabdichtung Bodenplatte / Estrich auf Trennlage Das Schwimmbecken im aktuellen Zustand mit einer Auskleidung in Fliesen, einer nicht umlaufenden Schwallwasserrinne und einem tiefliegenden Wasserspiegel weist Schäden auf und bedarf einer umfangreichen Sanierung. Die bestehenden Beckenwände erfordern außenseitig durch chlorid- und hochliegende Überlaufrinne einer tiefliegenden Rinne vorzuziehen. Edelstahlbeckenbodenplatte integriert sind. aronatisierungsindizierter Korrosion eine umfangreiche Betonsanierung. Die Schwallwasserrinne ist gemäß DIN 19643 umlaufend um das gesamte Becken zu ühren. Aufgrund der sich oberhalb des Wasserspiegels sammelnden Gase ist eine Aufgrund der Vielzahl an wesentlichen Mängeln ist die wirtschaftlichste Lösung die Beckenwände mit der Wassergewöhnungstreppe oberhalb der schrägliegenden Beckenbodenplatte abzutrennen und ein freistehendes Edelstahlbecken auf die bestehende, im Gefälle liegende Stb-Bodenplatte aufzustellen. Am Rand stützt sich das Edelstahlbecken gegen die Beckenumlaufplatte, um die Horizontalkräfte aufzunehmen. Die Beckeneinströmung erfolgt über Bodenrinnen, die im Aufbau unter der Seite 44 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 75. OK Wasserspiegel v Abbildung 52: Beckenwand Bestand / Abbruch in Gelb OK Wasserspiegel m Abbildung 53: Neue Beckenwand aus Edelstahl mit hochliegender Schwallwasserrinne und Horizontalabsteifung Sanierungskonzept Grundrisse Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Schwimmhalle Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Sporthalle Siehe Anlage 08 und 09 Der folgende Lageplan und die vier Grundrisse zeigen das Sanierungskonzept in zeichneri- scher Darstellung für die Ebenen U2, U1, EG und OG. Aus diesen Grundrissen gehen die Neuorganisation der Räumlichkeiten, der Anbau für die Lüftungszentrale, innere Abbruch- und Neubaumaßnahmen sowie die Einpassung des neuen Baukörpers in die Bestandsitua- tion hervor. Seite 45 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Tiefhof Zugang Schwimmhalle tn Abbildung 54: Lageplan IE SAVEENN TEN Seite 46 von 53 r BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 56: Grundriss UG1 - Schwimmhalle Seite 47 von 53 pbr und Schwimmhalle Köln Porz BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 57: Grundriss EG - Sporthalle Abbildung 58: Grundriss OG - Lüftungszentrale Sporthalle Seite 48 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Gebäudedaten Sanierungskonzept Bruttogeschossflächen uU2 284 m? u1 510 m? EG 647 m? OG 81m? Summe 1.522 m? 8. Neubau Für die Kostenermittlung einer Neubau-Variante liegen folgende Annahmen zu Grunde: Der Neubau ist mit der gleichen BGF wie die Sanierungsvariante gerechnet. Das Raumpro- gramm entspricht der Vergleichsvariante und es wird angenommen, dass der Neubau an der gleichen Stelle wie der Bestand errichtet wird. Für den Neubau ist ein Komplettrückbau des bestehenden Gebäudes erforderlich. Der folgende Lageplan und die drei Grundrisse zeigen die Neubau-Variante in zeichneri- scher Darstellung für die Ebenen U1, EG und OG. Aus dem Lageplan geht die Einpassung des neuen Baukörpers in die Bestandsituation hervor. Ahhhnap. Lulll Sn | Zugang \ Turnhal N Abbildung 59: Lageplan - Neubau Seite 49 von 53 BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Abbildung 60: Grundriss UG1 - Neubau - Schwimmhalle Abbildung 61: Grundriss EG - Neubau - Turnhalle Abbildung 62: Grundriss OG - Neubau - Lüftungszentrale Turnhalle pbr Seite 50 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 9. Kostengegenüberstellung / Bauzeitgegenüberstellung Kostengegenüberstellung Die Gegenüberstellung der Herstellkosten nach DIN 276 für die Varianten - Neubau und - Sanierung ist der im Anhang befindlichen tabellarischen Auflistung (Anlagen 18 und 19) zu entneh- men. Es handelt sich hierbei um Nettokosten mit Stand vom Oktober 2020. Aufgrund der derzeit vorherrschenden allgemein sehr guten Auftragslage können die ausführenden Fir- men den Kalkulationsrahmen relativ hoch ansetzen. Dieser Marktsituation folgend erreicht das Preisgefüge derzeit kontinuierlich neue Höchststände. Zusammenfassend ergeben sich folgende Herstellkosten für die Sanierung bzw. für den Neubau der Schwimm- und Sporthalle: - Neubau: 4.340.068,00 € netto - Sanierung: 3.867.798,00 € netto Die Variante Sanierung ist somit um 472.270,00 € netto günstiger als die Variante Neubau. Bauzeitgegenüberstellung Der im Folgenden dargestellten Zeitschiene gehen sowohl bei der Sanierungs- als auch bei der Neubauvariante eine Auslobung der Planungsleistung sowie der Planungsprozess voran. Die damit verbundenen Fristen sind zu berücksichtigen. Für die Teilabbruchmaßnahmen inkl. Schadstoffsanierung im Bestand werden 3 Monate, für den Komplettabbruch bzw. die Baufeldfreimachung inkl. Schadstoffsanierung beim Neubau werden voraussichtlich 6 Monate benötigt. Die Bauphase / Inbetriebnahme bei der Sanierungsvariante beträgt ca. 18 Monate, bei der Neubauvariante ca. 20 Monate. Daraus ergibt sich bei der Sanierungsvariante eine Gesamtbauzeit von 21 Monate, bei der Neubauvariante von 26 Monate. stand November 2020 Nr.| _ Vorgangsname 1 Baubeginn 3 | Senaastorsaner.y Abbruch 3 | Betonsanierung Bauphase / Inbetriebnahme | Fenssener © Übergabe “ [nen Sanierung. ‚Anmerkungen: Eiweige Bauzeilwerlängerungen durch | Neubau Schlechtwetterereignisse / Winterbauzeit sind in den Bauzeiten nicht berücksichtigt Abbildung 63: Bauzeitgegenüberstellung Seite 51 von 53 pbr BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 10. Empfehlung Hinweis Da die Turnhalle im EG zurzeit noch in Betrieb ist, ist die Fluchtwegsituation aus der Turn- halle dringend durch einen Brandschutzsachverständigen zu beurteilen. Der südseitige Randbalken im Schwimmbadraum UG1 ist aus statisch konstruktiven Erfor- dernissen dringend zu sanieren (siehe Anlage 05, Seite 27 und Anlage 06, Seite 21). Fazit - Sanierungsvariante (+ = positiv, - = negativ) + Erhalt der vorhandenen Gebäudestruktur - Eingeschränkte lichte Raumhöhe - Unvorhersehbare, noch nicht erkannte Schäden an der Altbausubstanz - Tiefkeller liegt im Bereich des rechnerischen Jahrhunderthochwassers - Schwachstellen bei der druckwasserdichten Ausführung der Abdichtung der Kellerau- ßenwände +. Geringere Investitionskosten als Neubau - Funktionale Kompromisse durch die Altbausubstanz Bleibende Schwachstellen bei der energetischen Sanierung Fazit - Neubau (+ = positiv, - = negativ) + energetischer Standard des gesamten Gebäudes + Herausheben des Tiefkellers aus dem Bereich des rechnerischen Jahrhunderthoch- wassers möglich + Ausbildung einer druckwasserdichten Wanne + optimale Schwimmbeckengeometrie + an die Nutzergruppen angepasste Grundrisskonfiguration + Erreichbarkeit der Technikflächen - Höhere Investitionskosten als Sanierungsmaßnahme - längere Bau- und Projektzeit Seite 52 von 53 BV 2020 2 1 pbr 16 Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln Porz Aufgestellt am: 04.12.2020 Ein Neubau ermöglicht einen Grundriss, in dem die täglichen Abläufe vereinfacht und opti- miert werden können. Dieses wirkt sich positiv auf die Bedürfnisse der Schule und der Nutzer aus. Des Weiteren erhöht sich aufgrund der globalen Klimaerwärmung das Risiko, dass ver- mehrt rechnerische (HW100) oder seltene Jahrhunderthochwasserereignisse (HW200) sich ereignen. Mit einem Neubau kann auf die Grundstückslage in einem hochwasserge- fährdeten Bereich reagiert werden. Somit erscheint ein Neubau in der Quintessenz wirtschaftlicher und nachhaltiger. Aufgestellt, Osnabrück, 04.12.2020 [ | | onnemors / 11. Anlagen Fo An An An An An An An An An An An An An An An An An An An gende Anlagen sind dieser Studie beigelegt: age 01_Bericht Hohe Straße 77-79 in 51149 Köln - mit Anlagen age 02_Kurzbericht Stützen Kriechkeller age 03_Erster_Ist-Zustandsbericht age 04_B 6340 Prüfbericht Lehrschwimmbecken Hohe Straße age 05_Bauwerksbuch 2011 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle age 06_Sichtprüfung 2015 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle age 07_2018-11-21 Schadstoffgutachten age 08_Schnitt 3-3_Grund- und Hochwasserstände age 09_Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Schwimmhalle age 10_Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Sporthalle age 11_Sanierung_Grundriss U2 age 12_Sanierung_Grundriss U1 age 13_Sanierung_Grundriss EG age 14_Sanierung_Grundriss OG age 15_Neubau_Grundriss U1 age 16_Neubau_Grundriss EG age 17_Neubau_Grundriss OG age 18_Kostenschätzung Sanierung age 19_Kostenschätzung Neubau Seite 53 von 53
Anlage 11 - Sanierung_Grundriss U2
9 Zeichen
Anlage 11
Anlage 19 - Kostenschätzung Neubau
40 Zeichen
Gesamtbetrag 4.340.068,00 € OZ Kurztext
Anlage 14 - Sanierung_Grundriss OG
105 Zeichen
Anlage 14 Turnhalle F: 311,25m? Zu- und Abluft Turnhalle Technikzentrale RLT-Anlage Sporthalle 50,4 m?
Anlage 17 - Neubau_Grundriss OG
38 Zeichen
Anlage 17 Technik Luftraum Turnhalle
Anlage 10 - Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Sporthalle
1365 Zeichen
BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Köln - Porz / Anlage 10 Gegenüberstellung Raumprogramm Ist - Zustand / Soll - Zustand / Sanierung und Neubau Erdgeschoss - Sporthalle Raumprogramm Erdgeschoss (Ist - Zustand Raumprogramm Erdgeschoss (Soll - Zustand Turnhalle 311,25 m? LRH: 5,40m Tumhalle 311,25 m? LRH: 5,40m & S g 5 j a Umkleide M. inkl. Fönplätze 13 m?, LRH:3m Umkleide M. inkl. Fönplätze mind. Banklänge 6m 14 m?, LRH: 2,50 m Waschen / Duschen M. Kleineinheit: 2 x Waschstelle / 3 x Duschen / 1x WC 17 m?, LRH: 2,50 m Umkleide J. inkl. Fönplätze 14,5 m?, LRH:3m Umkleide J. inkl. Fönplätze mind. Banklänge 6 m 13 m?, LRH: 2,50 m Waschen / Duschen M. Kleineinheit: 2 x Waschstelle / 3 x Duschen / 1 x WC / Urinal 18 m?, LRH: 2,50 m Umkleide Lehrer 9m?, LRH:3m Umkleide Lehrer D. 1x Waschstelle / 1 x Duschen 11 m?, LRH: 2,50 m Umkleide Lehrer H. / Regieraum / 1. Hilfe - Raum 1x Waschstelle / 1 x Duschen 17 m?, LRH: 2,50 m Barrierefreier Umkleideplatz mit abschließbaren Spinden 1x Waschstelle / 1 x barrierefreie Dusche / 1 x WC / 1 x Liege 16 m?, LRH: 2,50 m WCM./WCN. 10. m?, LRH: 2,98 m WC -H- Eingangsbereich 1x Waschstelle / 1 x WC / 1 x Urinal 5 m?, LRH: 2,50 m Putzmittelraum 1 x Ausgussbecken 8 m?, LRH: 2,50 m Geräteraum 44 m?, LRH:3m Geräteraum 68 m?, LRH: 2,50 m at DOoa En j 3 Gesamtfläche aller Nebenräume: 90,5 m? i ; 5 2
Anlage 15 - Neubau_Grundriss UG1
185 Zeichen
Anlage 15 Flur Lehrer Umkleide Lager Umkleide Behinderten Umkleide Erste Hilfe Lehrer Umkleide Umkleide Behinderten Umkleide Erste Hilfe Beckenumgang Schwimmbecken Aufzug Technik
Anlage 09 - Raumprogramm Ist-Soll-Zustand_Schwimmhalle
1793 Zeichen
BV 2020 2 116 Machbarkeitsstudie Köln - Porz / Anlage 09 Gegenüberstellung Raumprogramm Ist - Zustand / Soll - Zustand / Sanierung und Neubau Untergeschoss U 1 - Schwimmhalle Raumprogramm Untergeschoss 1 (Ist - Zustand) BE EG © Fr B 1% FE 8 3 E 2 s & | E FH 3: 3 m m © Gesamtfläche Nebenräume: 112,5 m? Schwimmhalle 206,421 m?, LRH: 3m Wasserfläche inkl. Wassergewöhnungstreppe ca. 100 m?, 3 Bahnen a 2,00 m Beckenumgangsfläche 107 m? Umkleide 32 m?, LRH: 2,98 m Umkleide 25 m?, LRH: 3m Duschen 14 m?, LRH: 2,64 m Toiletten 6 m?, LRH:3m Duschen 14 m?, LRH: 2,64 m Toiletten 6 m?, LRH: 2,54 m Umkleide L. 6 m?, LRH: 2,54 m Umkleide L. 5 m?, LRH: 2,54 m Geräteraum 4,5 m?, LRH: 2,54 m Raumprogramm Untergschoss 1 (Soll - Zustand ) [Schwimmhalle Nebenräume E EoE |Umkleide ! IIraum FR Gesamtfläche Nebenräume: 123 m? Schwimmhalle 206,421 m?, LRH: 3m Wasserfläche inkl Wassergewöhnungstreppe ca. 100 m?, 3 Bahnen a 2,00 m Beckenumgangsfläche 107 m? Empfehlung für Neubau: Wasserfläche 8 m x 12,50 m 100 m?, 4 Bahnen a 2,00 m Verzicht auf die Wassergewöhnungstreppe und Einbau eines Hubbodens Umkleide M. (min. 10 m Banklänge) 16 m?, LRH empfohlen. 2,75 m Umkleide J. (min. 10 m Banklänge) 20 m?, LRH empfohlen. 2,75 m Waschraum M. (5 x Duschen / 1 x Waschstelle /1 x WC) 17m?, LRH empfohlen. 2,75 m Waschraum J. (5 x Duschen / 1 x Waschstelle /1 x WC 1 x Urinal) 17m?, LRH: 2,50 m Barrierefreier Umkleideplatz mit abschließbaren Spinden mit Erste Hilfe Raum 1 x Waschstelle / 1 x barrierefreie Dusche /1 x WC /1 x Liege 16. m?, LRH: 2,50 m Umkleide Sportlehrer 1x Waschstelle / 1 x Duschen 8 m?, LRH: 2,50 m Umkleide Lehrer D. 1x Waschstelle / 1 x Duschen 9 m?, LRH: 2,50 m Geräteabstellraum: 10m?, LRH: 2,50 m Reinigungsgeräteraum: 10m, LRH: 2,50 m
Anlage 03 - Erster Ist-Zustandsbericht
27443 Zeichen
Erster Ist-Zustandsbericht
zur Betonkonstruktion des
Lehrschwimmbades
Bauobjekt: Städtische Gemeinschaftsgrundschule
Porz-Ensen-Westhoven
hier: Lehrschwimmbecken im UG der Turnhalle
Hohe Str. 77-79
51149 Köln
Antragsteller: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Objektmanagement
Objektcenter Schulen im Stadtbezirk 7
Ottoplatz 1
50679 Köln
Ersteller: Henneker, Zillinger Ingenieure
Königswinterer Str. 329
53227 Bonn
November 2019
170557-03I
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Auftrags-Nr.: 170557 – 03I
Erster Ist-Zustandsbericht
Betonkonstruktion Schwimmbecken
Inhalt Seite
1. Veranlassung, Auftrag und Inhalt des Berichts 2
2. Regelwerke sowie vorliegende Bestandsunterlagen und Berichte 2
3. Bauwerksbeschreibung 3
4. Erläuterungen zur karbonatisierungsinduzierten und chloridinduzierten
Bewehrungskorrosion 3
5. Beschreibung des Untersuchungsablaufs und –umfangs 4
6. Zusammenstellung der Ergebnisse der Materialuntersuchungen 5
7. Visuelle Schadensaufnahme 7
8. Noch erforderliche Untersuchungen für umfängliche Ist-Zustandfest-
stellung des Beckens und Technikraums mit Kostenansatz 21
9. Grobe Sanierungskosten für den aktuell bekannten Ist-Zustand 23
10. Ist-Zustand und Abschätzung Sanierungsbedarf Stahlbetonbauteile
angrenzende Gebäudeteile 25
11. Abschließender Hinweis zur Kostenaufteilung Gebäudesanierung /
Beckensanierung 25
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Erster Ist-Zustandsbericht
Betonkonstruktion Schwimmbecken
1. Veranlassung, Auftrag und Inhalt des Berichts
Auf Grundlage offensichtlicher Betonschäden am Lehrschwimmbecken - verursacht durch
wasserführende Risse und undichte Rohrdurchführungen - wurden wir dazu beauftragt, die
Betonsubstanz der Beckenkonstruktion und umlie-genden Stützen und Decken des Tiefkellers im
Hinblick auf deren Ist-Zustand zu untersuchen. Desweiteren sollte das Lehrschwimmbecken in
Hinblick auf das vorliegende Schadenspotential, die Sanierungsbedürftigkeit und möglichen
Sanierungskosten beurteilt werden.
Zu diesem Zweck wurden von uns erste umfangreiche materialtechnische Untersuchungen an den
Bauteilflächen geplant und von einem Baustofflabor ausgeführt. Wir haben des Weiteren eine visuelle
Prüfung der sichtbaren Bauteiloberflächen vorgenommen. Alle mit den Untersuchungen festgestellten
Ergebnisse wurden in Hinblick auf die beauftragten Planungsleistungen ausgewertet.
2. Regelwerke sowie vorliegende Bestandsunterlagen und Berichte
[R1] Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken“ des DafStb, Ausgabe 2001
[B1] Bestandspläne – Grundrisse (Darstellung Tiefkeller mit Heizung von 1960, Untergeschoss
Lehrschwimmbecken von 1983)
[B2] Prüfbericht / Gutachten, Registriernummer: 27-0606/19 CPH-22365 zu den Materialprüfun-
gen an den Wänden und Decken im Umlauf des Beckens vom Baustoffberatungszentrums
Rheinland, Siebenmorgenweg 2-4 in 53229 Bonn, vom 28.06.2019
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Erster Ist-Zustandsbericht
Betonkonstruktion Schwimmbecken
3. Bauwerksbeschreibung
Bestandsunterlagen zur Statik und den Konstruktionsdetails (Schal- und Bewehrungspläne) liegen
uns nicht vor. Der älteste uns vorliegende Grundriss (s. [B1]) ist 1960 erstellt worden. Es kann davon
ausgegangen werden, dass das Gebäude zu dieser Zeit geplant oder erbaut wurde.
Das Gebäude ist in Massivbauweise errichtet worden. Haupttragelemente sind Stahlbeton-Unterzüge,
-Stützen und -Decken. Im EG wurden eine Turnhalle sowie ein flacheres Nebengebäude mit Geräte-
raum und sanitären Einrichtungen eingerichtet. Im UG befinden sich ein Lehrschwimmbecken und
angrenzende Umkleiden mit Sanitärräumen. Im Tiefkeller wurde ein Technikraum angelegt. Von die-
sem aus kann das Schwimmbecken auf Gründungsebene umgangen werden.
4. Erläuterungen zur karbonatisierungsinduzierten und chloridinduzierten Bewehrungs-
korrosion
Karbonatisierungsinduzierte Bewehrungskorrosion
Das alkalische Milieu des Betons wird durch die in der Porenlösung enthaltenen Alkali- und Erdalkali-
hydroxide erzeugt. In der Atmosphäre enthaltenes Kohlendioxid dringt diffusionsgesteuert in den
Beton ein und reagiert unter Abspaltung von Wasser mit den Alkali- und Calciumhydroxiden zu Kar-
bonatphasen. Diese Karbonatisierungsreaktion geht mit dem Abfall des pH-Wertes auf Werte ≤ 9,5
einher. Die Karbonatisierung des Betons schreitet mit zunehmender Auslagerungsdauer von der Bau-
teiloberfläche ins Betoninnere fort. Erreicht die Karbonatisierungsfront die Bewehrungsoberfläche,
bedingt der Abfall des pH-Wertes die Zerstörung der Passivschicht und damit den Verlust des Korro-
sionsschutzes. Unter der Vorraussetzung eines ausreichenden Feuchtigkeits- und Sauerstoffange-
bots kommt es zur sogenannten karbonatisierungsinduzierten Bewehrungskorrosion, die mit fort-
schreitender Korrosionsdauer zu Querschnittsverlusten an der Bewehrung und Rissbildung bzw.
Abplatzungen des Betons führen kann.
Chloridinduzierte Bewehrungskorrosion
Im Wasser gelöste Chloride, die z.B. aus Tausalzen stammen können, dringen infolge unterschied-
licher Transportprozesse – vor allem Konvektion und Diffusion – in den Beton ein. Ein Teil der Chlo-
ride kann vom Zementstein gebunden werden, die verbleibenden „freien“ Chloride dringen mit fort-
schreitender Auslagerungsdauer tiefer in das Betoninnere ein. Überschreitet der Chloridgehalt auf der
Höhe der Bewehrungslage einen kritischen Grenzwert, führt dies zu einer lokalen Zerstörung der
Passivschicht. Der dafür erforderliche Grenzwert, der sog. Kritische korrosionsauslösende Chloridge-
halt, ist keine konstante Größe, sondern hängt in hohem Maße von den individuellen Bedingunge im
Bauwerk ab. In [R1] wird als Anhaltswert ein Chloridgehalt von 0,5 M.-%/Zement genannt, oberhalb
dessen ein sachkundiger Planer hinzugezogen werden muss. Wie auch bei der karbonatisierungsin-
duzierten Korrosion setzt bei Vorhandensein von Sauerstoff und Wasser Korrosion an der Beweh-
rung ein. Im Gegensatz zur karbonatisierungsinduzierten Korrosion bedingt die chloridinduzierte
Korrosion aufgrund der lokalen Zerstörung der Passivschicht häufig deutlich größere Querschnitts-
verluste an der Bewehrung und in der Folge eine wesentlich schnellere Schädigung.
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Betonkonstruktion Schwimmbecken
5. Beschreibung des Untersuchungsablaufs und –umfangs zur Ist-Zustandsfeststellung
Die materialtechnischen Untersuchungen im Tiefkeller - an den zugänglichen Außenflächen des
Beckens sowie den Stützen, Wänden und Deckenuntersicht des Umlaufes - wurden am 12.06. und
19.06.2019 durch das Baustoffberatungszentrum Rheinland (im Folgenden BZR, s.a. [B2]) durch-
geführt. Die Prüforte wurden vorab durch unser Büro geplant und am Prüftag vor Ort markiert.
Es wurden folgende Untersuchungen stichprobenhaft durchgeführt:
- Messungen der vorhandenen Betondeckungen
- Bestimmung von Karbonatisierungstiefen
- Entnahme von Bohrmehlproben mit Bestimmung des Chloridgehaltes im Beton
- Bestimmung der Druckfestigkeit des Betons mittels Bohrkernen
- Prüfung der Oberflächenzugfestigkeit des Betons
- Beurteilung des Bewehrungszustandes über Bauteilöffnungen
Die Prüforte und Ergebnisse der Untersuchungen können [B2] entnommen werden. Die Ergebnisse
werden im nächsten Abschnitt zusammengefasst.
Des Weiteren erfolgte am 12.06.2019 durch uns eine visuelle Schadensaufnahme an den Stahl-
betonbauteilen des Beckens und auch des umliegenden Gebäudes. Deren Ergebnisse werden in
Kapitel 7 beschrieben. Die in diesem Kapitel aufgeführten Fotos, welche auch die Raumverhältnisse
und Gerätschaften im Beckenumlauf darstellen, wurden am 03.07.2019 angefertigt. An diesem Tag
wurde auch eine allgemeine Begehung des Gebäudes vorgenommen.
Eine vorerst abschließende Untersuchung zu den Verhältnisse unter der Bodenplatte des Schwimm-
beckens erfolgte am 24.07.2019 mittels Bohrkernöffnung.
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Erster Ist-Zustandsbericht
Betonkonstruktion Schwimmbecken
6. Zusammenstellung der Ergebnisse der Materialuntersuchungen
Betondeckungen
Die gemessenen Werte können Tab. 2 in [B2] entnommen werden. Für die Wandbewehrung und
Bügelbewehrung der Stützen (lfd. Nr. 1 bis 9) gilt:
Mittelwert der Mittelwerte: cRand = 27,9 mm
Mittelwert der kleinsten Einzelwert: cRand,k.a. = 18,4 mm
Karbonatisierungstiefen
Auch hierzu können die festgestellten Werte der Tab. 2 in [B2] entnommen werden:
Unter Vernachlässigung der „Ausreißer“ (laufende Nummern 11 und 12) sowie Festlegung des
Wertes für K4 (laufende Nummer 13) zu exakt 40 mm wurde im Mittel folgender Wert für die
Karbonatisierungstiefe festgestellt:
kmittel = 32,1 mm
Hinweis:
Die Ergebnisse der Betondeckungen und Karbonatisierungstiefen zeigen, dass die Bewehrungseisen
sich großflächig im karbonatisierten Beton befinden (kmittel > Mittelwerte cRand bzw. cRand, k.a). Dies be-
dingt, dass an Bewehrungseisen in Feuchtebereichen bereits Querschnittsverluste durch karbonati-
sierungsinduzierte Korrosion vorliegen.
Chloride
An Rissen und undichten Durchführungen von Einbauteilen konnte chloridhaltiges Wasser stetig in
den Betonquerschnitt eindringen. Daher wurden Chloridwerte an diversen, offensichtlich durch
Beckenwasser durchfeuchteten Stellen der untersuchten Betonkonstruktion Mittels Bohrmehlent-
nahme ausgewertet. Die Ergebnisse können Tabelle 3 in [B2] entnommen werden.
Wir haben die ermittelten Chloridwerte in Hinblick auf ihr Potential Korrosion an der Bewehrung aus-
zulösen (s.a. Kapitel 4 mit Erläuterungen zur chloridinduzierten Korrosion) ausgewertet. Dabei er-
folgte die Auswertung auf folgender Grundlage (basierend auf der Auswertung von [R1] und von
entsprechender Fachliteratur):
Der kritische korrosionsauslösende Chloridgehalt liegt bei ca. 0,50 % bezogen auf den
Zementgehalt [%/ZG]
Bei Chloridgehalten von 0,50 bis 0,80 % bezogen auf den Zementgehalt [%/ZG] ist von
einer mittleren Wahrscheinlichkeit von aktiver Korrosion an der Bewehrung auszugehen.
Bei Chloridgehalten über 0,80 % bezogen auf den Zementgehalt [%/ZG] ist von einer sehr
hohen Wahrscheinlichkeit von aktiver Korrosion an der Bewehrung auszugehen.
Damit können aus den Probenahmen folgende Erkenntnisse gewonnen werden:
Die festgestellten Chloridgehalte übersteigen an 50 % der Stichproben den kritischen
korrosionsauslösenden Chloridgehalt deutlich.
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Betonkonstruktion Schwimmbecken
Der höchste vorgefundene Wert liegt bei 3,16 [%/ZG] (lfd. Nr. 6 in Tabelle 3 von [B2]) und wurde in
einer Tiefe von 30-45 mm vorgefunden. Alle kritischen Prüforte (Cl1 bis Cl4 sowie Cl10) besitzen
Werte über 0,80 [%/ZG], wobei jeweils die Bewehrungslage erreicht wird. Somit kann resümiert
werden, dass an diesen Prüforten chloridinduzierte Korrosion („Lochfraß“) mit sehr hoher Wahr-
scheinlichkeit vorhanden ist.
Betondruckfestigkeit
Die Betondruckfestigkeit wurde an 5 Bohrkernen ermittelt. Die Einzelergebnisse können der Tabelle 5
in [B2] entnommen werden. Die Auswertung führte zu einer Betonfestigkeitsklasse, welche zwischen
C8/10 und C16/20 liegt. Diese Festigkeit ist sehr gering. Des Weiteren wurde eine große Streuung
bei den Einzelwerten der Prüfkörper festgestellt. Daher müssen zumindest örtliche Verarbeitungs-
fehler des Betons bei der Errichtung der Betonkonstruktion in Betracht gezogen werden.
Oberflächenzugfestigkeit
Die 5 Ergebnisse aus der Prüfung der Oberflächenzugfestigkeit (s. Tabelle 4 in [B2]) zeigen in
Hinblick auf eine Sanierung gute Werte. Der Mittelwert wurde zu 1,70 N/mm², der kleinste Einzelwert
zu 1,3 N/mm² ermittelt. Die Werte sind geeignet, die üblichen Sanierungsprodukte aufzutragen.
Bewehrungszustand
Es wurden 5 Öffnungsstellen angelegt, um dort den jeweiligen Zustand der eingelegten Bewehrung
zu beurteilen (s. Kap. 4.1.4 in[B2]). Grundsätzlich konnten beide Korrosionsarten (karbonatisierungs-
induziert / chloridinduziert) bestätigt werden. An 3 der 5 Öffnungsstellen wurden korrosionsbedingte
Querschnittsverluste von 20 bis 60 % an den untersuchten Bewehrungseisen festgestellt.
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Betonkonstruktion Schwimmbecken
7. Visuelle Schadensaufnahme
Es folgt eine allgemeine Beschreibung des vorgefundenen Zustandes der Betonkonstruktion und eine
zugehörige Fotodokumentation, welche auch die Raumverhältnisse und vorhandenen Gerätschaften
im Schwimmbadraum sowie Tiefkeller (Beckenumlauf) darstellt. Die letzten Fotos dokumentieren die
allgemeine Begehung des Gebäudes sowie die Untersuchung der Verhältnisse unter der Bodenplatte
des Beckens mittels Bohrkernöffnung.
Zusammenfassung der visuellen Inspektion:
Die Betonoberflächen des Technikraumes um das Becken (ein ca. 1,80 m breiter Umlauf) mit De -
cken, Gebäudewänden und Stützen sowie den Außenflächen der Beckenwände wurden mit einem
Beschichtungssystem versehen (spröde Dickbeschichtung). Dies vermutlich, da alle Bauteile über
undichte Risse und Fugen mit Beckenwasser in Berührung kommen können (Oberseite der Decke
gehört zum Schwimmbad-Raum und grenzt vollständig an das Becken an, sodass hier Becken-
wasser anstehen kann). Das Beschichtungssystem zeigt lokale Abplatzungen, Risse und Blasen-
bildungen, offensichtlich durch Rückseitige Feuchte bedingt.
Hinweis: Der Zeitpunkt der Aufbringung des Beschichtungssystems ist unbekannt. Es lässt
sich vermuten, dass dieses erst einige Zeit nach Errichtung des Schwimmbades
aufgebracht wurde, um eventuell erste Betonschäden einzudämmen. Die Wirksam-
keit in Hinblick auf die Trockenhaltung der Betonbauteile ist nicht gegeben.
Es liegen an den Decken und Beckenwänden wasserführende (chloridhaltig!) Risse vor. Becken-
wasser läuft auch über die undichte Fuge der Überschwallrinne und undichte Rohrdurchführungen
die Beckenwände herunter. Die daraus resultierende Durchfeuchtung der Betonbauteile ist lokal
erheblich. Eine Quantitative Aufnahme aller Risse und Feuchtestellen konnte auf Grund des vorhan-
denen (aber großflächig hohl liegenden) Beschichtungssystems nicht erfolgen. Wir schätzen die
Schadflächen im weiteren Verlauf des Berichts ab.
Insbesondere an den Stützen- und Wandfußpunkten (hier vermutlich temporäre Pfützenbildung) sind
eine Vielzahl von Betonabplatzungen und freiliegende, korrodierte Bewehrungseisen - teilweise mit
offensichtlichen Querschnittsverluste - vorhanden.
Bilddokumentation:
s. folgende Seiten.
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8. Noch erforderliche Untersuchungen für umfängliche Ist-Zustandsfeststellung des Beckens
und Technikraums mit Kostenansatz
Vorabbemerkung:
Auf Grundlage der bisherigen Untersuchungsergebnisse sind die Bedingungen für die Notwendigkeit
einer Betonsanierung gegeben. Diese können wie folgt zusammengefasst werden:
Die Bewehrung ist auf Grund der großflächigen Karbonatisierung des Betons und des lokal hohen
Chlorideintrages - beides bis zur Bewehrungslage - dort nicht mehr vor Korrosion geschützt und es
liegen bereits Querschnittsverluste an einzelnen Bewehrungseisen vor. Die Schadensbereiche wer-
den sich ohne Sanierungsmaßnahme ausweiten. Damit wird die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit
des Schwimmbeckens und der angrenzenden Betonbauteile stetig herabgesetzt.
Untersuchung Bodenplatte:
Im bisherigen Verlauf dieses Berichtes haben wir die Bodenplatte noch nicht weiter betrachtet, da
sich deren Unterseite einer direkten Zustandsuntersuchung entzieht. Mittels am 24.07.2019 durch-
geführter Kernbohrung in der Seitenwand unter der Treppe wurde festgestellt, dass die Unterseite
der Bodenplatte aufgrund der Erdauffüllung zwischen den Fundamenten nicht durch Inspektions-
öffnungen betrachtet werden kann.
Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse (streuende und geringe Betonfestigkeit, Risse in allen sicht-
baren Bauteilflächen, undichte Rohrdurchführungen - Abläufe auch in der Bodenplatten vorhanden)
müssen wir die Annahme treffen, dass auch die Bodenplatte etwaige Schäden aufweist und somit die
bereits genannten Korrosionsarten auch dort auftreten. Eine Untersuchung der Bodenplatte zieht
allerdings erhebliche Kosten nach sich bzw. kann nur sehr lokal erfolgen (z.B. durch Ausschachtun-
gen in den Seitenbereichen, Aufnahme der Bodenfliesen und Kontrolle in Hinblick auf Rissen von
oben). Trotzdem kann das Risiko eines sich ausweitenden Schadensbildes nicht ausgeschlossen
werden.
Falls eine Risikoabschätzung zum Schadenspotential der Bodenplatte mit ggf. stufenweisem Unter-
suchungsprogramm und zugehöriger Kostenschätzung angestrebt wird, müssen wir auf Folgendes
hinweisen: Auf Grund der fehlenden Statik (es sind auch keine Schal- und Bewehrungspläne vorhan-
den) werden auch nach Abschluss weiterer Untersuchungen an der Bodenplatte zu dieser beträcht-
liche und nicht auszuräumende Unsicherheiten bezüglich des Sanierungsbedarfs verbleiben.
Auffinden zu Ersetzender Bewehrungseisen:
Wir konnten die Schadensbilder aktuell nur qualitativ aufzeigen (karbonatisierungsinduzierte /
chloridinduzierte Korrosion vorhanden, sowie 3 von 5 „zufällig“ freigelegten Bewehrungseisen mit
Querschnittsverlusten bis 60 %). Für eine gesicherte Kostenschätzung des Sanierungsbedarfs wäre
es allerdings notwendig, alle aktuellen Korrosionsherde ausfindig zu machen und Bewehrungsver-
luste mittels Öffnungsstellen aufzunehmen. Dies zu dem Zweck eine Übersicht darüber zu erhalten,
in welcher Anzahl statisch relevant geschädigte Bewehrungseisen auszutauschen sind. Es ist offen-
sichtlich, dass die Anzahl der auszutauschenden Bewehrungseisen einen deutlichen Einfluss auf die
Sanierungskosten hat, da die geschädigten Eisen mit zusätzlicher Übergreifungslänge möglichst
schadlos für die Nachbareisen freigelegt werden müssen.
Für das Auffinden aktuell korrodierter Eisen steht die „Potentialfeldmessung“ zur Verfügung. Für
dieses Detektionsverfahren müssen Anoden auf die Betonoberflächen aufgesetzt werden. Dabei sind
die vorhandene Beschichtung sowie störende Rohrleitungen etc. abzumontieren.
Für die vorbereitenden Arbeiten (Entfernung Beschichtung durch Strahlen Betonflächen und
Entfernung Rohrleitungen, Behälter im Gang etc.) und die eigentliche Untersuchung mittels
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„Potentialfeldmessung“ mit Aufstemmen der detektierten Korrosionsherde sowie ggf. statischer
Nachrechnungen schätzen wir sehr grob
Netto-Kosten von ca. 35.000 Euro
ab (immer unter Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen, Raumhöhe ca. 1,70 m).
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9. Grobe Sanierungskosen für den aktuell bekannten Ist-Zustand für das Becken und den
angrenzenden Technikraum sowie ggf. zu erwartende weitere Kosten
Mit der nachfolgenden Kostenschätzung für eine etwaige Betonsanierung decken wir nur den aktuell
bekannten Ist-Zustand auf Grundlage der bisherigen materialtechnischen Untersuchungen (s. [B2])
und visuellen Inspektion ab. Damit werden vor allem etwaige Sanierungskosten für die Bodenplatte
ausgeschlossen (s. hierzu auch vorherigen Abschnitt).
Einbezogen in die Kostenschätzung sind alle Bauteile innerhalb des Becken-Umlaufs mit Decken,
Becken- und gegenüberliegende Gebäudewänden.
Visuell gleich erscheinende Flächen (hier wird insbesondere der Feuchtegrad herangezogen) werden
auch auf Grundlage der Laboruntersuchungen als gleich geschädigt angesehen. Durch die zum Zeit-
punkt der Untersuchungen vorhandene Dickbeschichtung konnten nicht alle Feuchtestellen aufge-
nommen werden. Zu diesen haben wir eine angemessene Hochrechnung vorgenommen.
Da uns weder Statik, noch Schal- und Bewehrungspläne vorliegen müssen wir von einer exakten
Bemessung ausgehen bzw. treffen die Annahme, dass es keine Überbewehrung gegeben hat. Damit
muss jedes übermäßig schadhafte Eisen auch ersetzt werden.
Für die Sanierung des Beckenumlaufs ist es zwingend erforderlich die technische Ausstattung voll-
ständig zurück zu bauen und nach Abschluss der Sanierung wieder herzurichten. Hierzu liegen uns
keine Erfahrungswerte vor. Wir treffen zu diesem Kostenpunkt somit keine Abschätzung und bitten
diese Kosten durch einen Fachingenieur aufstellen zu lassen.
Für die Sanierungsplanung und Kostenschätzung bezüglich der Überschwallrinne muss ebenfalls ein
Fachingenieur zusätzlich beauftragt werden.
Menge Einheit EP GP
vollständiger Abbau/Wiederherstellung technische
Ausstattung
Baustelleneinrichtung 1 psch 25.000,00 25.000,00
Lokale Abstützungsmaßnahmen 1 psch 15.000,00 15.000,00
Schadstellen Aufsuchen und kennzeichnen 300 m² 2,90 870,00
schadhaften Beton abtragen (bis 6 cm) 150 m² 215,00 32.250,00
Reinigung der Bewehrung 3000 m 4,00 12.000,00
Zulagen Bewehrung 1 psch 2.000,00 2.000,00
Reprofilierung Flächen (bis 6 cm, inkl. Schalung etc.) 150 m² 360,00 54.000,00
Beschichtungssystem 300 m² 35,00 10.500,00
Entsorgungen 1 psch 3.500,00 3.500,00
Zuschlag für beengten Arbeitsraum 1 psch 25.000,00 25.000,00
Summe (netto) 180.120,00
MwSt. 19 % 34.222,80
Summe (brutto) 214.342,80
Grobe Kostenschätzung Betonsanierung Becken-Umlauf
Aufstellung durch Fachingenieur
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Ggf. zu erwartende weitere Kosten:
Wie bereits festgestellt liegen für die Bodenplatte keine Untersuchungsergebnisse vor. Wie weiter
oben ausgeführt muss aber vermutet werden, dass bei dieser ein gleichartiges Schadensbild, wie an
den sichtbaren Bauteilen des Schwimmbeckens vorliegt. Etwaige Untersuchungs- und Sanierungs-
kosten sind in der oben aufgeführten Kostenschätzung noch nicht enthalten.
Wir hatten bei der visuellen Inspektion festgestellt, dass insbesondere im Fußpunkt der Wände
vermehrt Betonabplatzungen sowie freiliegende und korrodierte Eisen aufgefunden wurden. In den
folgenden Skizzen haben wir einen Detailpunkt des Beckens aufgezeichnet. Es handelt sich um die
„Rahmenecke aufgehende Wand/Bodenplatte“ mit der vermutlich so enthaltenden Bewehrung
(Schal- und Bewehrungspläne liegen nicht vor. Gezeichnete Bewehrungsführung allgemein üblich).
Falls in diesem Detailpunkt große Querschnittsverluste an der Bewehrung vorliegen (Verankerungs-
bereich), so gestaltet sich der notwendige Austausch der Bewehrungseisen überproportional kosten-
aufwendig, da bis zu 80 cm in die Bodenplatte hinein die betroffene Bewehrung freigelegt werden
muss. Damit würde auch die bestehende Verfliesung im inneren lokal aufgebrochen. Hinzu kommt,
dass bei so gravierenden Eingriffen in die Konstruktion es sehr schwierig wird, die Dichtheit des
Beckens an den Bearbeitungsstellen zu gewährleisten. Ggf. müsste eine Probefüllung und
erforderlichenfalls Verpressungen von Schwindfugen etc. erfolgen.
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10. Ist-Zustand und Abschätzung Sanierungsbedarf Stahlbetonbauteile angrenzende
Gebäudeteile
Hinweise:
Wir haben eine visuelle Inspektion der Fassade sowie Stützen und Wänden im Bereich des eigent-
lichen Schwimmbadraumes vorgenommen. Diese Überprüfung erfolgte ohne Steigmittel von den
jeweiligen Fußböden aus.
Da keine (normativ erforderlichen) materialtechnischen Untersuchungen durchgeführt wurden diente
die Inspektion lediglich einer sehr groben Abschätzung eines notwendigen Sanierungsbedarfs und
kann nicht als ordentliche Sanierungsplanung angesehen werden.
Feststellungen:
An der Fassade liegen örtlich Risse und leichte Abplatzungen des Betons vor, welche wohl aus dem
Sprengdruck korrodierender Eisen herrühren (karbonatisierungsinduzierte bzw. „normale“ Korrosion,
da keine Chloride vorhanden). Wir schätzen die im Zuge einer Sanierung zu stemmenden und repro-
filierenden Bereiche in Summe mit ca. 5 m² ab. Allerdings ist die Betonfassade wohl grundsätzlich
durch ein geeignetes Beschichtungssystem „trocken“ zu legen, um weitere Bewehrungskorrosion
auszuschließen.
Im eigentlichen Schwimmbadraum konnten wir keine Betonschäden lokalisieren. Dieser ist allerdings
komplett verfliest und damit sind jegliche Betonoberflächen verdeckt. Zum Zustand des Fußbodens,
welcher gleichzeitig die Decke über dem Technikraum (Umlauf Becken) bildet, siehe oben. Für die
aufgehenden Wände und Stützen im Schwimmbadraum sehen wir kein Schadenspotential, da das
Beckenwasser durch Rinnen in den Fußbodenfliesen und die Wandfliesen von diesen Bauteilen fern
gehalten wird.
11. Abschließender Hinweis zur Kostenaufteilung Gebäudesanierung / Beckensanierung
Da wir den Technikraum bzw. Umlauf des eigentlichen Beckens immer mit diesem zusammen
betrachtet haben möchten wir abschließend darauf hinweisen, dass wir die Hauptsanierungskosten
bei den Bauteilen Becken und Decke über dem Umlauf sehen. Die bis in den Umlauf einbindenden
Stützen und Wände der darüber liegenden Räume haben nur einen vergleichsweise geringen Anteil.
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Bonn, den 20.11.2019
Dipl.-Ing. Werner Henneker Dipl.-Ing. Jörg Lehmann
(Sachbearbeiter)
Anlage 18 - Kostenschätzung Sanierung
40 Zeichen
Gesamtbetrag 3.867.798,00 € OZ Kurztext
Anlage 12 - Sanierung_Grundriss U1
682 Zeichen
Anlage 12 PT TTTTTTITTTTITTTTITTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTITTTITTTTTTITTITTTITTITTTIITTTOTTIIIIIIIITTT a) N I N I N I } I ur a Ba EEE - ; zu ! I IF T Umkleide M. Lager Schwimmhalle a a 15,7. m? Schwimmgeräte 210 m? 1 l -4.00 HEN SBETERENTTETENEEITEETENEETERTETERETSTEEUETENDEREETEETHNEHTTENTSEHETER il M N ! m I ® I Q 1 5 I jr I Waschen / Duschen M. 11,7 m? I I ı ı + Barrierefreie Umkleide = 15,7. m? Waschen / Duschen J. = x 11,7 m? wc N 5m? Ei [= ec _#: [ne A Umkleide Lehrer Umkleide 10,18 m 7,65 m Lehrer -4.00 8,20 m? x Aufzug Schwimmbadtechnik Technik 3, 21,53 m? 25,42 m? Umkleide J. | | -5.20 -5.75 19,5 m? a— 1 -4.00 Technik 77,67 m? -5.20
Mitteilung Ausschuss
1324 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 10.05.2021 1650/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 07.06.2021 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 14.06.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz) 17.06.2021 Sportausschuss 17.06.2021 Machbarkeitsstudie zum Lehrschwimmbecken Grundschule Hohe Straße in Köln-Porz/Ensen Anliegende Machbarkeitsstudie zum Lehrschwimmbecken in der Hohe Straße in Köln-Porz wird zur Kenntnis gegeben. Die Gemeinschaftsgrundschule Hohe Straße ist im zweiten Maßnahmenpaket GU/TU unter der Maß- nahmen-Nummer 13 „Grundschule Hohe Straße“ im Stadtbezirk 7 mit erfasst worden. Vorgesehen ist an diesem Standort der Neubau oder die Generalsanierung der Bestandsgebäude (Altbau, Trakte A und B) sowie der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens (jeweils in Trakt C). Die Verwaltung wird, wie in der Mitteilung 0851/2021 angekündigt, im Rahmen der Auftaktveranstal- tung der politischen Kommission zum zweiten GU/TU-Maßnahmenpaket den Umgang mit dem Gut- achten hinsichtlich der bautechnischen Erfordernisse sowie der planungs- und baurechtlichen Aspek- te des Gebäudebestandes und den Fragen der Schulentwicklung erläutern. Anlagen Anlage 02 bis 04 sind im Ratsinformationssystem einzusehen Gez. Greitemann
Anlage 08 - Schnitt 3-3_Grund-und Hochwasserstände
600 Zeichen
Anlage 08 (51.65 ü. NHN) -0.67 -4.62 (47.70 ü.NHN) Grundwasserstand bei HW 100 B | | | | | | | | +7.76 (60.08 ü. NHN) | | | | | | | l l —— oO >. ın S | Q | 5 | | Geräterau | +0.00 (52.32 ü. NHN) Sporthalle Technik a + _ S Schwimmhalle | | N | -2.38 3 | Technik ” | N y .i 5 ecnnı @| Tiefkell -5.58 „5.75 =|.5.90 (46.42 ü.NHN Seltenes Jahrhunderthochwasserereignis HW 200, K.P. 11,90 -3.72 (48.60 ü.NHN) -4.32 (48.00 ü.NHN) Rechn. Jahrhunderthochwasser HW 100, K.P. 11,30 -4.92 (47.40 ü.NHN) Höchster gemessener Rheinwasserstand -8.74 (43.58 ü.NHN) v Höchster dokumentierter Grundwasserstand
Anlage 01 - Bericht Hohe Str
43175 Zeichen
Beratung - Planung - Bauleitung - Gutachten
(Hydro)Geologie - Baugrunduntersuchungen
Gründungsgutachten - Bodenmechanik
Ingenieurteam
Dr. Hemling, Gräfe & Becker Baugrund GmbH
Rösrather Straße 571 51107 Köln
Tel.: 0221 / 9 52 39 15
Fax: 0221 / 9 86 28 04
Email: post@baugrundkoeln.de
Büro Lohmar
Kastanienweg 4 53797 Lohmar
Ingenieurteam GmbH Rösrather Straße 571 in 51107 Köln Tel 02246 / 91 23 19
Fax 02246 / 91 23 29
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Handelsregister Geschäftsführer Stadtsparkasse Köln
Köln HRB 27441 Dipl.-Geol. Udo Becker IBAN DE88 3705 0198 0001 4520 85
BIC COLSDE33XXX
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
271/17 Fachbereich Objektmanagement
Ottoplatz 1
50679 Köln
Projektnummer: 20K044P260
Köln, den 15.10.2020
BV Hohe Straße 77-79 in 51149 Köln
Bericht zur Baugrunderkundung
1 Allgemeine Projektdaten
1.1 Lage/Situation
Auf einem bereits bebauten Grundstück in der Hohe Straße in Köln-Porz (Gemarkung: Ensen
(054982), Flur 9, Flurstück 717) soll nach Rückbau der bestehenden Turn -/Schwimmhalle ein neues
Schwimmbad mit Turnhalle errichtet werden. Wir erhielten den Auftrag, für das o.g. Projekt eine
Baugrunduntersuchung durchzuführen und ein Gutachten zur Gründung / Geotechnik zu erstellen.
Hinsichtlich der Ergebnisse der abfalltechnischen Untersuchung verweisen wir auf unsere gesonderte
Stellungnahme.
1.2 Unterlagen
Mit Auftragserteilung vom 25.08.2020 wurden uns die folgenden Unterlagen zur Verfügung gestellt:
• 1 Lageplan (Bestand) Maßstab 1:250 Übergabe: 08/2020
Wir bitten um Nachricht, wenn sich in den hier zugrunde gelegten Unterlagen Änderungen ergeben, die
ggf. eine Überarbeitung des Gutachtens erforderlich machen. Weiterhin wurde n zur Erstellung des
Gutachtens folgende Karten und Datenquellen verwendet:
• Geologische Karte 5008 K-Mülheim Maßstab 1:25.000 Stand 1930
• Hydrologische Karte 5007 K.-Mülheim Maßstab 1:25.000 Stand 1981
• Grundwassergleichenkarte L5108 K.-Mülheim Maßstab 1:50.000 Stand 1988
• Karte der Erdbebenzone NRW zur DIN 4149 Maßstab 1:350.000 Stand 2006
• Hochwassergefahrenkarte der StEB Köln, AöR, Internet
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Hohe Straße 77-79 in 51149 Köln
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• Fachinformationssystem ELWAS -WEB des LANUV NRW
(https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/)
• Geologische Karte 1:100.000 des Geologischen Dienstes NRW im GEOportal.NRW
(https://www.geoportal.nrw/)
Neben den weiter unten im Text angegebenen einschlägigen DIN Normen wurden auch die folgenden
Regelwerke verwendet:
• EAB: Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben, DGGT, 5. Auflage 2013
1.3 Durchgeführte Untersuchungen
Die folgenden Geländearbeiten wurden durchgeführt am 08.09.2020:
4 Rammkernsondierungen RKS bis max. 7,0 m unter Gelände
2 leichte Rammsondierungen DPL bis max. 4,3 m unter Gelände
2 schwere Rammsondierungen DPH bis max. 6,0 m unter Gelände
Alle Ergebnisse der Baugrunduntersuchungen sind in den Anlagen dargestellt.
Die entnommenen Bodenproben aus der Auffüllung wurden dem chem. Labor zur abfalltechnischen
Untersuchung eingereicht. Wir verweisen hierzu auf unsere gesonderte Stellungnahme.
2 Untersuch ungsergebnisse
2.1 Gelände/Altbebauung
Das Gelände liegt im Bereich eines Hanges. Die durchgeführten Rammkernsondierungen liegen
zwischen den Höhenniveaus 51,74 mNHN (RKS 2) und 48,12 mNHN (RKS 4). Dies entspricht einem
Höhenunterschied von über 3,6 m.
Rheinseitig schließt sich bis zum ca, 15 m entfernten Leinpfad eine mehrstufige Böschung (zwei
Stützmauern) an. Die erste Stufe geht hinunter bis ca. 45,3 mNHN. Der Fuß der ersten Stützmauer liegt
bei ca. 44,2 mNHN. Der Leinpfad liegt auf einem Höhenniveau von ca. 42,5 mNHN.
Auf dem Grundstück sind noch Bestandsgebäude und Oberflächenbefestigungen vorhanden. Diese
sind gesondert aufzunehmen / abzubrechen und nicht Gegenstand des Bodengutachtens. Unte rhalb
von Neugründungen müssen alle Bestandsbauteile vollständig entfernt werden. Evtl. Keller oder
Ähnliches müssen bis zur Gründungssohle mit Kiessand lagenweise eingebaut und verdichtet, aufgefüllt
werden.
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2.2 Geologie
Im tieferen Untergrund stehen Kiessande der Älteren Niederterrasse des Rheins an. Darüber lagern
3 – 4 m Hochflutablagerungen, welche sich aus sandigen Schluffen und schluffigen Sanden
zusammensetzen. Den Abschluss nach oben bilden hier eine mächtige Auffüllung bzw. der humose
Oberboden.
Nach DIN EN 1998-1/NA in Zusammenhang mit der vorliegenden Karte der Erdbebenzone n liegt das
Grundstück (Gemarkung: Ensen (054982)) in der Erdbebenzone 1. Der lokale Untergrund ist in die
Untergrundklasse T und die Baugrundklasse C einzustufen.
2.3 Grundwasser
Das zu bebauende Grundstück befindet sich in der Trinkwasserschutzzone III A (Westhoven).
Das Grundwasser wurde in den von uns durchgeführten Sondierungen nicht erreicht. Zur Festlegung
eines für die Standzeit des Gebäudes relevanten Bemessungswasserstands ist aber die Auswertung
zusätzlicher Datenquellen erforderlich.
Aus der uns vorliegenden Grundwassergleichenkarte ergibt sich ein Grundwasserstand bei 41,5 mNHN.
Dies entspricht einem Gr undwasserflurabstand von ca. 6,6 m, bezogen auf das niedrigste
Geländeniveau im Bereich des BV . Dieser Wasserstand wurde bei der Erstellung des Kartenwerks
rechnerisch ermittelt und kann in der Realität insbesondere nah am Vorfluter deutlich überschritten
werden.
Aussagen zu tatsächlich gemessen Grundwasserständen lassen si ch den Ganglinien aus
Grundwassermessstellen entnehmen. Nach Auskunft des elektronischen wasserwirtschaftlichen
Verbundsystems (ELWAS) des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und
Verbraucherschutz NRW wurde in relevanten Grundwasser messstellen in der Umgebung des
Bauvorhabens die folgenden höchsten Grundwasserspiegel gemessen.
LGD -
Nummer
Mess-
zeitraum
Höchster
Wasserstand
[mNHN]
Grundwasser-
flurabstand an
Messstelle
[m]
Grundwasser-
flurabstand
an BV
[m]
Entfernung
zum BV
[m]
Himmels-
Richtung
073915117 2004 - 2019 43,58 8,6 4,5 280 O
073921610 2004 - 2019 41,58 2,4 6,5 60 S
Der höchste Wasserstand von 43,58 mNHN entspricht bezogen auf das Höhenniveau im Bereich des
BV einem Grundwasserflurabstand von ca. 4,5 m. Hierbei ist zu beachten, dass die Ablesung nicht
kontinuierlich erfolgt, so dass zwischen zwei Ablesungen und auch in Zukunft höhere Wasserstände
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möglich sind. Eine Aussage zum möglichen Potenzial eines weiteren Anstie gs ergibt sich aus einer
Betrachtung des hierfür maßgebenden Rheinwasserstands.
Für den in Höhe des Bauvorhabens gelegenen Stromkilometer 680 ergibt sich aus den uns vorliegenden
Pegeldaten ein bisher höchster gemessener Rheinwasserstand von 47,4 m ü. NHN. Dies entspricht
einem Rheinwasserstand von 10,69 m am Kölner Pegel. Für ein rechnerisches Jahrhunderthochwasser
HW100, das beim Kölner Pegel mit 11,30 m angesetzt ist, ergibt sich dann für den geplanten Baubereich
auf Stromkilometer 680 ein Rheinwasserstand HW100 = 48,0 mNHN.
Dies wäre dann auch der sich einstellende Grundwasserstand unmittelbar in Rheinnähe. Mit
zunehmender Entfernung vom Rhein fällt der Grundwasserspiegel nach gängiger Ansicht mit einer
Gradiente 3/1000 ab. Bei einem Abstand von 100 m de s Bauvorhabens zum Rhein ergibt sich hieraus
eine Höhendifferenz von 0,3 m und somit bei HW100 ein zu erwartender Grundwasserstand von
47,7 mNHN.
Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass auch Wasserstände höher als das
Jahrhunderthochwasser, diese aber entsprechend seltener, nicht auszuschließen sind.
Nach der Grundhochwassergefahrenkarte der Stadt Köln liegt das BV in einem Bereich in dem das
Grundhochwasser bei einem Jahrhunderthochwasser (HW100) bis zur Geländeoberfläche ansteigen
kann.
Ausschnitt aus der Grundhochwasserkarte der Stadt Köln (HW100 = K.P.11,30m)
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Fazit:
Der bislang höchste dokumentierte Grundwasserstand liegt bei 43,58 mNHN = 4,5 m unter Gelände. Im
Zuge eines langanhaltenden Jahrhunderthochwassers im Rhei n ist im Bereich des BV mit einem
Grundwasserstand bis GOK zu rechnen.
Damit ergibt sich für das BV ein Bemessungsgrundwasserstand von HGW = 51,7 mNHN = GOK
(bezogen auf das höchste Geländeniveau im Bereich des BV).
Hinsichtlich der Gefahr einer direkten Überflutung durch das Rheinhochwasser und der
Festlegung eines Bemessungshochwasserstandes (nicht Gegenstand des Bodengutachtens)
verweisen wir auf die Hochwassergefahrenkarten der Stadt Köln . Danach liegt das BV in e inem
Bereich der erst bei einem seltenen Hochwasserereignis (HW200) mit einer Überschwemmungstiefe
von weniger als 0,5 m überflutet wird.
Ausschnitt aus der Hochwassergefahrenkarte Der Stadt Köln (HW200 = K.P.11,90m)
Bezüglich der sich daraus ergebenden Konsequenzen verweisen wir auf evtl. Auflagen bzw. Hinweise
aus der Baugenehmigung sowie den textlichen Festsetzungen des B-Plans.
Bericht zur Baugrunderkundung
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3 Schichtenbeschreibung / Bodenkennwerte
Die unten angegebenen Bodenkennwerte gelten bei steifer Konsistenz bzw. mitteldichter Lagerung des
beschriebenen Bodenmaterials und können für weitere Berechnungen als charakteristische
Bodenkenngröße zugrunde gelegt werden. Soweit eine Spannweite angegeben ist, kann jeweils der
Mittelwert als charakteristische Größe angesetzt werden.
3.1 Humoser Oberboden
Der humose Oberboden (nicht überall angetroffen) reicht etwa 0,20 m unter Gelände. Da es sich um
umgelagertes Material handelt, entspricht das Material nicht der Bodenklasse 1 nach DIN 18.300-2012.
Es können Fremdanteile enthalten sein.
3.2 Auffüllungen
Die Auffüllung reicht bis zwischen 1,6 m (RKS 4) und 4,0 m (RKS 2, 3) unter Gelände. Es handelt sich
um einen kiesigen Lehm mit Anteilen von Bauschutt, Splitt, Ziegeln, Müll, Schlacke, Kohle, Beton und
Wurzeln. Die Auffüllung ist überwiegend locker gelagert. Die Schlagzahlen der schweren
Rammsondierungen (DPH) liegen im Mittel bei ca. 3-4 Schlägen je 10 cm Eindringtiefe. Die der leichten
Rammsondierungen (DPL) im Mittel bei ca. 8 -15 Schlägen. Die Konsistenz der Schluff - und Tonlagen
in der Auffüllung ist damit überwiegend weich bis steif.
Nach DIN 18 300 -2012 handelt es sich im Wesentlichen um die Bodenklasse n 3 und 4. Aufgrund
möglicher Steinanteile kann in Teilbereichen auch die Bodenklasse 5 (= Steinlagen) auftreten. An der
Basis kann die Auffüllung auch durchnässt sein, dann Bodenklasse 2 nach DIN 18 300 -2012.
Im Bereich von Auffüllungen, insbesondere im Innenstadtbereich oder bei einer Lückenbebauung, muss
auch mit teils massiven Hinderniss en wie Fundamentresten, Bodenplatten und aufgehendem
Mauerwerk / Beton gerechnet werden. Im Zuge von Erdarbeiten / Spezialtiefbauarbeiten sind daher
entsprechende Bedarfspositionen zur Hindernisbeseitigung abzufragen / vorzusehen.
Wichte: 19 – 19,5 kN / m³
Reibungswinkel: 27,5 °
Kohäsion c’: 0 – 5 kN / m²
Steifemodul Es: 5 – 15 MN / m²
Bodenklasse DIN 18.300-2012: 3, 4, (bei einem Steinanteil > 30 % auch 5)
3.3 Sand/Kiessand
Unter dem Schluff folgen bis zur Endteufe der Sondierung en kiesige Sande der Niederterrasse des
Rheins.
Bezogen auf NHN beginnt der Kiessand zwischen 44,16 mNHN und 47,74 mNHN. Es handelt sich um
eine überwiegend mitteldicht gelagerte Abfolge von Sanden mit Kiesanteilen in örtlich wechselnder
Zusammensetzung. Die Schlagzahlen der schweren Rammsondierungen (DPH) liegen im Mittel bei ca.
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10-12 Schlägen je 10 cm Eindringtiefe. Die der leichten Rammsondierungen (DPL) im Mittel bei mehr
als 40 Schlägen. Hohe oder überwiegende Kiesanteile sind erst mit zunehmender Tiefe vorhanden. Es
können auch schluffige und steinige Lagen auftreten.
Wichte: 19 – 20 kN / m³
Reibungswinkel: 32,5 - 35 °
Kohäsion c’: 0 kN / m²
Steifemodul Es: 55 – 65 MN / m²
Bodenklasse DIN 18.300-2012: 3, ggf. 4
3.4 Zusammenfassung Schichtenprofile:
Höhe
Ansatzpunkt
[mNHN]
Auffüllung
[bis m u.GOK]
Kiessand
[ab m u.GOK/mNHN]
Endtiefe
[m u. GOK]
RKS 1 51,29 3,7 3,7 / 47,59 7,0
RKS 2 51,74 4,0 4,0 / 47,74 7,0
RKS 3 48,16 4,0 4,0 / 44,16 5,0
RKS 4 48,12 1,6 1,6 / 46,52 5,0
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4 Homogenbereiche
Homogenbereiche DIN 18.300 Erdarbeiten GK 2+3
DIN 18.301 Bohrarbeiten
DIN 18.304 Rammarbeiten
Parameter A1 A2 C
Ortsübliche
Bezeichnung Oberboden Auffüllung Kiessand
U+T
Kornverteilung in % S
G
k.A.
50 - 70
10 - 30
0 - 5
0 - 10
20 - 80
0 – 80
Massenanteil in %
Steine > 63mm/
Blöcke > 200mm/
große Blöcke > 630mm
0
0
0
0 - 20
0 - 10
0 - 5
0 – 10
0 – 5
0 – 1
Dichte, erdfeucht in
g/cm³ k.A. 1,7 – 1,9 1,8 – 2,1
undränierte
Scherfestigkeit in
kN/m²
k.A. k.A. k.A.
Abrasivität k.A: schwach - stark abrasiv - extrem
Wassergehalt in % k.A. 15-25 5 – 10
Glühverlust in % k.A. 0 - 5 0
Plastizitätszahl Ip
Konsistenzzahl Ic
= Konsistenz
k.A.
k.A.
weich bis halbfest
k.A.
Lagerungsdichte k.A. k.A. 0,4 – 0,8
locker bis dicht
Durchlässigkeit k.A. 10-3 – 10-7 10-3 – 10-5
Bodengruppe DIN
18196
Bodenklasse DIN
18.300 alt
OH
1
UL, UM, SU, GU, GW
3, 4 + 5
SW, SE, SI, GW, GI
3 + 5
Soweit keine Laboruntersuchungen veranlasst / beauftragt wurden, sind Erfahrungswerte angegeben.
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5 Gründungsangaben
5.1 Geplantes Gebäude
Auf dem Grundstück soll , nach Rückbau des Bestandsgebäudes eine neue unterkellerte Turn-
/Schwimmhalle errichtet werden.
Lagepläne, Grundrisse oder Schnitte zum geplanten Neubau lagen uns bei Gutachtenerstellung
aufgrund der frühen Planungsphase noch nicht vor.
5.2 Gründungssohle
Es werden folgende Höhenkoten zugrunde gelegt, die aus den uns vorliegenden Unterlagen abgeleitet
wurden. Es handelt sich hierbei um Angaben, die durch den Auftraggeber / Architekten zu überprüfen
sind. Soweit im Zuge der weiteren Planung / Bauausführung hiervon deutlich abgewichen wird, bitten
wir um Nachricht, um das Gründungskonzept ggf. überarbeiten zu können. Geringfügige Änderungen
im Dezimeterbereich haben genauso wie der Unterschied zwischen Höhenangaben in Normalnull (NN)
und dem Nachfolgesystem Normalhöhennull (NHN) keinen Einfluss auf das Gründungskonzept.
• Geländehöhe 48,1 – 51,7 mNHN
• OKF (Schwimmbadebene): 48,3 mNHN
• Gründungssohle (unterkellert): 46,3 mNHN
Damit befindet sich die Gründungssohle weitgehend im Niveau des Kiessandes. Im Bereich der RKS 3
liegt die Gründungssohle im Niveau der Auffüllung.
Wir schlagen vor, die Gründung einheitlich i n den Kiessanden auszuführen. Dort, wo die
Gründungssohle im Niveau der Auffüllung liegt, sind die Fundamente mit Magerbeton bis auf die
Kiessande zu vertiefen bzw. bei Gründung über Bodenplatte ein entsprechender Bodenaustausch
vorzusehen.
Eine Fundamentvertiefung mit Magerbeton muss einen seitlichen Überstand von 5 cm über das
aufgehende Fundament aufweisen. Für die Fundamentvertiefung kann, ggf. abschnittsweise, senkrecht
geschachtet werden, jedoch muss der Beton SOFORT nach dem Aushub eingebracht werden.
Fundamentgräben tiefer als 1,25 m dürfen nicht betreten werden.
Bei der angenommenen Gründungsebene und einer gegenüber dem Bestand unveränderten Lage des
Neubaus ist der Abstand zur rheinseitigen Böschung/Stützmauer ausreichend um deren Standfestigkeit
nicht zu beeinträchtigen. Bei einer relevanten Veränderung der gegebenen Geometrie , z.B. Anhebung
der Gründungssohle und/oder Verkleinerung des Abstandes zur Böschung/Stützmauer, oder
wesentlichen Laständerungen aus dem geplanten Bauwerk ist der Einfluss auf die Standsicherheit von
Böschung/Stützmauer gesondert zu bewerten.
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5.3 Gründung über Fundamente
Ausgehend von einer Gründu ng über Einzel - und Streifenfun damente können im nachverdichteten
Sand / Kiessand die folgenden
Bemessungswerte des Sohlwiderstands σR,d (EC-7, aktueller Nachweis)
zugrunde gelegt werden.
Achtung, es sind in der Tabelle KEINE zulässigen Bodenpressungen angegeben !
Zwischenwerte können geradlinig eingeschaltet werden, eine Extrapolation über die o.a. Werte hinaus
ist nicht zulässig. Für Fundamente mit einer Breite b > 2,5 m muss eine Setzungsberechnung erfolgen.
Die Gründungssohle muss vor dem Betonieren nachverdichtet werden, um die beim Aushub
entstandene Auflockerung zu beseitigen.
5.4 Tragschicht Bodenplatte (nicht tragendend bei Fundamentgründung)
Unterhalb der Bodenplatte ist in der Auffüllung die Anordnung einer 30 cm dicken Tragschicht
vorzusehen. Aufgeweichtes Material aus dem Planum muss zusätzlich entfernt werden. Bei anhaltend
nasser Witterung ist an der Basis der Tragschicht ein Geotextil anzuordnen.
Hinweise zu Schüttmaterial, Einbau und Verdichtung siehe Kap.6.1.
Im Kiessand kann auf die zusätzliche Anordnung einer Tragschicht verzichtet werden, jedoch muss das
Planum nachverdichtet werden.
Streifenfundament Einzelfundament 1/1
Fundamentbreite [m]
0,5
1,0
und >1,0
1,0 1,5
2,0
und > 1,0
Einbindetiefe [m] 0,5 1,0 0,5 1,0 0,5 1,0 0,5 1,0 0,5 1,0
EC7-DIN 1054-2010
Bemessungswerte des
Sohlwiderstands σR,d
[kN / m²]
320
480
420
580
450
700
500
800
550
850
max. Setzung [cm] 0,5 1,0 1,0 1,0 0,5 0,5 0,5 1,5 1,5 1,5
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5.5 Gründung über elastisch gebettete Bodenplatte (tragend)
Alternativ zur Fundamentgründung kann auch eine Gründung über eine elastisch gebettete Bodenplatte
vorgesehen werden.
Unterhalb der Bodenplatte ist dann im Bereich der Auffüllung (RKS 3) eine mindestens 100 cm
dicke Tragschicht vorzusehen. Die Tragschicht muss min destens 60 cm über den Rand der
Bodenplatte hinausreichen. Im Kiessand ist die Anordnung einer zusätzlichen Tragschicht nicht
erforderlich, jedoch muss der Kiessand nachverdichtet werden. Zur Bemessung der Platte kann auf dem
nachverdichteten Kiessand und der Tragschicht dann ein mittleres
Bettungsmodul von ks = 16 MN/m³
zugrunde gelegt werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass es sich beim Bettungsmodul nicht um einen
Bodenkennwert, sondern um eine Fundament- und lastabhängige Größe handelt.
6 Bauausführung
6.1 Hinweise zum Einbau von Tragschichten
Die Arbeiten sind nach Möglichkeit bei trockener Witterung auszuführen. Bei anhaltend nasser
Witterung müssen bei Erfordernis weitere Maßnahmen (zusätzliche Bodenverbesserung oder
Bodenaustausch, abschnit tsweises Arbeiten u.ä.) vorgesehen werden. Gegebenenfalls müssen die
Arbeiten auch unterbrochen werden.
Vor dem Einbau des Füllmaterials müssen evtl. vorhandene aufgeweichte bindige Bereiche zusätzlich
aus dem Planum entfernt oder durch Einarbeiten von Grobschlag stabilisiert werden. Soweit auf der OK
Tragschicht der Nachweis eines bestimmten Verformungsmoduls (Lastplattendruckversuch)
vorgesehen ist, sollte u.a. aus Gründen der Gewährleistung bereits das Rohplanum geprüft werden,
wobei auf einem bindigen Planum ein Ev2 - Wert von 45 M Pa nachzuweisen ist. Kann der Wert hier
nicht nachgewiesen werden, besteht frühzeitig die Möglichkeit, geeignete weitere Maßnahmen zur
Verbesserung der Tragfähigkeit einzuleiten.
Bei bindigem Planum und anhaltend nasser Witterung wird an der Basis der Tragschicht die Verlegung
eines Geotextils der Robustheitsklasse RBK II = min. 200g/m² empfohlen.
Die Auffüllung / Tragschicht ist aus weitgestuftem verdichtungsfähigem Material der Körnung 0/32 oder
0/45 einzubauen, wobei der 0 -Anteil max. 10 % betragen darf. Soweit die Tragschicht frostsicher sein
soll, darf der Feinkornanteil max. 5% betragen und es ist vom Lieferanten ein entsprechendes
AKTUELLES Prüfzeugnis vorzulegen.
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Als Tragschichtmaterial geeignet sind Kiessand 0/32 oder (von uns empfohlen) Mineralgemisch 0/45.
Innerhalb von Wasserschutzgebieten so wie hier gegeben wird der Einbau von RCL Material im
Regelfall nicht genehmigt.
Der Einbau muss in Lagen von ma x. 30 cm erfolgen, welche einzeln und in min. 3 Übergängen zu
verdichten sind. Die Verdichtungsarbeiten müssen sorgfältig und mit geeigneten Geräten ausgeführt
werden, wobei auch Auswirkungen auf Nachbarbauten, Kellerwände u.ä. zu berücksichtigen sind.
Bei großen Aufbauhöhen bzw. vielen Einbaulagen sollte bereits ein Zw ischenplanum durch
Lastplattendruckversuche überprüft werden.
Auf der OK Tragschicht muss der Verdichtungserfolg durch Lastplattendruckversuche nachgewiesen
werden. Welcher Verformungsmodul Ev2 hierbei nachzuweisen ist, muss mit dem Statiker und dem
Hersteller der Bodenplatte in Abhängigkeit von den anfallenden Verkehrslasten festgelegt werden.
Erfahrungsgemäß wird ein Verformungsmodul zwischen 100 und 120 MPa gefordert, wobei im Zweifel
der obere Wert nachzuweisen ist.
Zwischen Einbau und Prüfung sollte e in Zeitraum von min 24 Stunden liegen. Nach erfolgreicher
Prüfung ist die Tragschicht / Auffüllung sofort weiter abzudecken, da ansonsten die Gefahr besteht,
dass eine Auflockerung durch Witterungseinflüsse erfolgt und eine zusätzliche Nachverdichtung
erforderlich wird. Ggf. ist eine Nachverdichtung im Bauablauf zwingend vorzusehen und
einzukalkulieren.
6.2 Aushub, Entsorgung, Analytik
Die beim Aushub anfallenden Bodenklassen sind oben aufgeführt.
Neben dem natürlich gewachsenen Boden fällt im Zuge der Aushuba rbeiten auch aufgefülltes Material
an. Für Auffüllungen gilt: diese können grundsätzlich eine kleinräumig wechselnde Zusammensetzung,
auch mit deutlichen Fremdanteilen aufweisen. Ggf. ist der Gutachter zu verständigen.
Zur abfalltechnischen Bewertung der beim Aushub anfallenden Auffüllung wurde eine chem. Analytik
veranlasst. Wir verweisen hier auf unsere gesonderte Stellungnahme.
Aufgrund praktischer und gelebter Erfahrung, welche sich in jüngster Vergangenheit aus den
Forderungen / Anforderungen Dritter ergeben haben, bitt en wir die nachfolgenden Hinweise zur
Vermeidung von Stillständen und Mehrkosten gleich zu Beginn der Aushub - / Erdarbeiten dringend zu
beachten:
• Soweit die Bauschutt - /Fremdstoffanteile bei <10 % Mas senanteil liegen, sind Auffüllungen
entsprechend LAGA-TR-Boden als Boden einzustufen und zu bewerten. Bei Bauschuttanteilen
>10% handelt es sich um ein Boden -Bauschutt Gemisch, welches nach LAGA für nicht
aufbereiteten Bauschutt zu bewerten und gesondert z u entsorgen ist. Für die Einstufung kann
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die vorliegende Deklarationsanalytik nach LAGA TR Boden verwendet werden. Es ist somit eine
Position für die Entsorgung von Boden mit Bauschuttanteilen <10% und eine gesonderte
Position für Boden/Bauschutt-Gemische abzufragen.
• Hinsichtlich der zeitlichen Abhängigkeiten der chem. Analytik ist auch zu beachten, dass diese
von der Deponie oftmals nicht mehr anerkannt werden, wenn sie älter als 6 Monate sind.
• Die entnommenen Proben werden bei uns bis 6 Monate nach den S ondierarbeiten eingelagert
und dann ohne besondere Ankündigung entsorgt.
• Für Rückfragen / weitere Beratung zu diesem leider zunehmend komplexer werdenden
Themenkreis stehen wir gerne bereit
6.3 Wiederverfüllung, Schutz des Planums
Das anfallende aufgefüllte Material ist zur Wiederverfüllung nicht geeignet.
Soweit spätere Setzungen / Sackungen ausgeschlossen werden sollen, muss die Verfüllung mit
weitgestuftem nichtbindigem Kiessand 0/32, lagenweise eingebaut und verdichtet, erfolgen. Auch d ie
nichtbindigen Ante ile des hier im tieferen Untergrund ausgehobenen Kiessandes können bei
getrenntem Aushub und Zwischenlagerung zur Wiederverfüllung verwendet werden. Das Material ist in
diesem Fall vor Niederschlägen / Nässe zu schützen. Der Einbau kann nur in max. erdfeuchtem Zustand
erfolgen.
Soweit der Verdichtungserfolg geprüft werden soll , kann dies mittels der leichten Rammsonde DPL -10
erfolgen. Wenn bauvertraglich nicht anders vereinbart, sind hierbei im Mittel über 0,5 m Schlagzahlen
n=15 Schläge / 10 cm Eind ringtiefe nachzuweisen. Bei Versuchen mit der dynamischen Fallplatte ist
auf halber Arbeitsraumhöhe und auf OK der Verfüllung ein Verformungsmodul Ev2 > 80 M Pa
nachzuweisen.
Alle Maßnahmen zum Schutz des Planums nach VOB sind einzuhalten, ggf. müssen Baus traßen
angelegt werden.
6.4 Bauzeitliche Böschungen
Unter Beachtung der DIN 4124 müssen über die gesamte Baugrubenhöhe die Auffüllungen und der
Kiessand mit 45° geböscht werden. Dies gilt nur für Material im erdfeuchten Zustand.
Liegt die Baugrubensohle mehr a ls 5 m unter Gelände, so muss die Standsicherheit der Böschungen
rechnerisch nachgewiesen werden. Es sei darauf hingewiesen, dass in diesem Falle erfahrungsgemäß
oftmals eine weitere Abflachung der Böschung (flacher als die o.a. Werte) erforderlich wird.
Entsprechende Berechnungen sollten daher ggf. frühzeitig beauftragt werden, da eine nachträgliche
Abflachung oft nicht möglich ist und dann ein kostenaufwendigerer Verbau erforderlich wird.
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Im Bereich der Böschungskrone dürfen keine Lasten abgesetzt werden , auch darf der Bereich
nicht befahren werden. Zwischen Kranpratze und Böschungsrand muss ein Mindestabstand von
2 m eingehalten werden. Auch bei Einhaltung diese s Mindestabstands bleibt für das
Kranfundament ein Grundbruchnachweis erforderlich.
Die Böschungen sind gegen Erosion durch Oberflächenwasser zu schützen.
6.5 Verbau
Sofern bei unterkellerter Bauweise auf dem zu bebauenden Grundstück frei geböscht werden soll, ist in
erster Betrachtung zwischen Kellerwand und Grundstücksgrenze ein lichter Abstand von
Baugrubentiefe zzgl. 0,5 m erforderlich. Bei einer Baugrubentiefe von bis zu 3,0 m ist demnach eine
Böschungsbreite von b > 3,5 m einzuhalten. Weiterhin muss, um auf einen Verbau verzichten zu
können, oberhalb der Böschung ein min. 2 m breiter lastfreier Streifen vorhanden sein, d.h. es darf dort
kein Gebäude stehen oder eine Garagenzufahrt o.ä. vorhanden sein. Befindet sich ein
nichtunterkellertes Gebäude in einem Abstand von weniger als 3 m zur Böschungskrone, ist eine
objektbezogene Einzelfallbetrachtung erforderlich.
Da die Baugrube zur Gilgaustraße hin die genannten Abstände voraussichtlich unterschreitet ist
mindestens hier die Anordnung eines Verbaus erforderlich.
Bemessung und Ausführung des Verbaus müssen nach EAB (Regelwerk „Empfehlungen des
Arbeitskreises Baugrube in akt. Fassung) erfolgen. Bodenkennwerte siehe oben. Im Schluff dürfen bei
der Bemessung des Verbaus die angegebenen Bodenkennwerte nur in ungünstigster Kombination
angesetzt werden.
Bei der Bemessung müssen die max. in Kauf zu nehmenden Verformungen berücksichtigt werden. Ggf.
ist eine Rückverankerung vorzusehen, wenn der Verbau verformungsarm erfolgen soll. Ab einer
Verbauhöhe von 4 m (hierbei sind auch Bauzwischenzustände wie temporärer Aushub z.B. für
Bodenaustausch zu berücksichtige n) wird eine Rückverankerung von uns empfohlen. Trotz des
Mehraufwandes für die Verankerung stellt ein rückverankerter Verbau oftmals die wirtschaftlichere
Lösung dar, da die übrigen Verbauteile schlanker ausfallen und auch der Abstand der Verbauträger
größer festgelegt werden kann. Hinsichtlich der Kopfverformung stellt er immer die sicherere Lösung
dar.
Bei einem frei stehenden Verbau, bemessen auf einfachen aktiven Erddruck ist mit Kopfverschiebungen
von min. 1% der freien Höhe zu rechnen. Schäden am dahinterliegenden Gelände / Gehweg /
Versorgungsleitungen können die Folge sein. Das in Kauf zu nehmende Verformungsmaß ist daher
gegen mögliche Schäden abzuwägen.
Für eine Verankerung ist die Zustimmung des betroffenen Nachbarn erforderlich, auch im Straßenland.
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Bitte beachten Sie auch, dass für das Bohren / Einrammen / Einvibrieren der Verbauträger sowie für die
Herstellung von Ankern eine Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst erforderlich ist und die hierzu
erforderlichen Maßnahmen, wie z.B. eine Frei messung zeit- und kostenmäßig berücksichtigt werden
müssen.
Wie oben im Abschnitt „kiesiger Sand“ beschrieben muss innerhalb des Terrassenkörpers der
Kiessande mit enggestufen und auch über geringe Höhen und nicht standfesten „Fließsanden“
gerechnet werden. Sofern eine Verbauart gewählt wird, welche einen Voraushub erfordert (z.B.
Trägerbohlwandverbau), müssen zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung während der Verbauarbeiten
vorgesehen werden.
6.6 Unterfangung
Nach den vorliegenden Unterlagen werden Maßnahmen zur Unterfangung nicht erforderlich.
6.7 Wasserhaltung
Beim derzeit beobachteten Wasserstand ist eine Wasserhaltung nicht erforderlich. Es muss jedoch
verhindert werden, dass dem Planum Oberflächenwasser zuläuft. Das Planum ist vor Niederschlägen
zu schützen.
Es sei aber darauf hingewiesen, dass bei Hochwasser mit einem entsprechenden Anstieg des Grund -
/Rheinwassers gerechnet werden muss.
Bei der angenommenen Gründungssohle von 46,3 mNHN wäre dieses Höhenniveau bei einem
Wasserstand von 9,9 m am K ölner-Pegel erreicht. In den uns vorliegenden Pegeldaten ab dem Jahr
1900 wurde dieser Wasserstand am Kölner-Pegel in insgesamt 7 Jahren überschritten.
Aufgrund der Nähe zum Rhein sind Maßnahmen zur Wasserhaltung sehr aufwendig und technisch
fragwürdig. Wi r empfehlen deshalb, bei einer Überflutung der Baugrube eine Arbeitsunterbrechung
vorzusehen. Für Bauzwischenstände ist die Auftriebssicherheit des Gebäudes sicherzustellen.
6.8 Baukran
Soweit der Baukra n im Kiessand aufgestellt wird, können für die Kranfunda mente die zulässigen
Bodenpressen wie oben angegeben zugrunde gelegt werden, jedoch nur dann, wenn auch die dort
angegebenen Einbindetiefen der Fundamente, z.b. durch einen Unterbeton hergestellt werden. In
der Praxis werden die Fundamente aus Fertigbetont eilen häufig ohne Einbindung auf die
nachverdichtete Baugrubensohle gelegt. Für solche Fundamente ergeben sich aus der nicht gegebenen
Einbindung erheblich abgeminderte zul. Bodenpressungen. Für solche Fundamente wie auch für den
Fall, dass der Kran nicht in der Baugrube, sondern außerhalb aufgestellt wird und dann in der Auffüllung
gründet, sind objektbezogene Grundbruchnachweise zu veranlassen. Dabei können auch
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Empfehlungen eingeholt werden, wie für eine vom Statiker ermittelte Fundamentlast die erforder liche
Tragfähigkeit z.B. durch einen Bodenaustausch hergestellt werden kann.
Der Grundbruchnachweis ersetzt nicht die statische Bemessung der Kranfundamente, welche unter
Berücksichtigung der Eckdrücke, H -Lasten und Drehmomente durch einen Statiker vorzune hmen ist.
Eine Gegenüberstellung von Eckdruck und zul. Bodenpressung allein ist nicht ausreichend
6.9 Abdichtung / Dränage
Für die Beurteilung des Lastfalls der Wassereinwirkung sowie zur Planung und Ausführung der
Bauwerksabdichtung sind folgende Regelwerke zu beachten:
• DIN 18.533 für bituminöse Abdichtungen, sog. Schwarzabdichtungen
• WU-Richtlinie des deutschen Ausschusses für Stahlbeton DafStB für Betonbauweisen, „weiße
Wanne“
• DIN 4095 Dränung von Bauwerken.
Hinweis: In der neuen DIN 18.533 ist jetzt auch eine Bauweise mit Bodenplatte als WU -
Betonkonstruktion (nach WU -Richtlinie des DafStB) in Kombination mit einer Schwarzabdichtung der
Wand geregelt. Wir verweisen hier auf Kap. 9.2 der DIN 18.533-1.
Es ergeben sich nach DIN 18.533 für die Bemess ung der Abdichtung erdberührter Bauteile folgende
Wassereinwirkungsklassen
Klasse Art der
Einwirkung
Anmerkung Abdichtung
DIN 18.533
Beanspruchungsklasse
nach WU-Richtlinie
Kellerwände und Bodenplatte
W2.2E Drückendes
Wasser hohe
Einwirkung
ohne Dränage
Eintauchtiefe
> 3m
Kap. 8.6.2 1
Sockelbereiche
W4-E Spritzwasser und
Bodenfeuchte am
Wandsockel sowie
Kapillarwasser in
und unter Wänden
gilt für den
Sockelbereich
Kap. 8.8
Begründung der Einordnung und Hinweise zu Ausführung
Der höchste zu erwartende Grundwasserstand liegt in Höhe GOK und damit bis zu 5,5 über UK
Bodenplatte. Dieser Wasserstand ist auch als Bemessungswasserstand für die Auftriebsicherung
zugrunde zu legen.
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7 Schlussbemerkung
Der Umfang der Baugrunderkundung ist ebenso wie der Inhalt dieses Berichtes auf das konkrete
Bauvorhaben abgestimmt. Die Angaben zum Bodenaufbau sind verfahrensbedingt nur punktuell in den
Aufschlusspunkten und dort nur bis zur jeweiligen Erkundungstiefe sicher belegt. Zur Vermeidung von
Schäden und im Interesse eines reibungslosen Bauablaufs bitten wir daher dringend dar um, folgende
Punkte zu beachten:
• Die Angaben dieses Berichtes sind nicht allgemeingültig und können nicht auf andere
Baukörper als hier zugrunde gelegt übertragen werden. Wir bitten um Nachricht, wenn sich an
den hier zugrunde gelegten Planunterlagen Änder ungen ergeben, weil dann ggf. eine
Überarbeitung / Ergänzung des vorliegenden Berichtes erforderlich wird.
• Dies gilt auch, wenn der Baukörper oder eine Bauhilfsmaßnahme (z.B. Pfahlgründung, Verbau,
Wasserhaltung) so verlegt oder erweitert werden, dass sie in bislang nicht untersuchte Gelände-
oder Tiefenbereiche hineinreichen.
• Der Vorschlag oder die Nennung ei nes Bauverfahrens oder die Angabe von
Bemessungswerten hierfür entbindet den Planer / Unternehmer nicht von der
eigenverantwortlichen Prüfung, ob dieses Verfahren unter den uns zum Zeitpunkt der
Gutachtenerstellung nicht bekannten konkreten Baustellenbedin gungen anwendbar ist. Für
weitere Beratung hierzu stehen wir gerne bereit.
• Nach Aushub der Baugrube ist eine abschließende Überprüfung der Angaben und der daraus
abgeleiteten Maßnahmen erforderlich. Bis zur Abnahme der Baugrube / Fundamentgräben
bleiben Änderungen / Ergänzungen zum vorliegenden Bericht vorbehalten.
Die Aussagen dieses Berichtes beziehen sich nur auf die Einstufung des Bodens bezüglich seiner
Eignung als Baugrund, ausschließlich einer Beurteilung evtl. auftretender umweltrelevanter
Verschmutzungen. Der Bericht ist nur vollständig und mit allen Anlagen gültig.
Aufgestellt am 15.10.2020
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker
Baugrund GmbH
Dipl.-Geol. U. Becker i.A. Dr. H. Meidow
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker
Baugrund GmbH
Rösrather Straße 571
51107 Köln
Tel.: 0221 / 95 23 915
Mail : post@baugrundkoeln.de
Anlage
Maßstab
Datum
Projekt - Nr.
Gezeichnet
Bearbeiter
Auftraggeber
Maßnahme
Lageplan
11:250
01.10.2020
20K044P260
Köln
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KD
51,26m
RKS/DPH 1
51,29m
3,70m
ab 3,7m/47,59m
RKS/DPH 2
51,74m
4,00m
ab 4,0m/47,74m
RKS/DPL 3
48,16m
4,00m
ab 4,0m/44,16m
RKS/DPL 4
48,12m
1,60m
ab 1,6m/46,52m
Alle Maße und Höhen sind bauseits zu prüfen
Gilt nicht zur Massenermittlung und nur in Verbindung mit dem Textteil
RKS = Rammkernsondierung
Höhe Bohransatzpunkte in mNHN
Dicke der Au ffüllungen in m
OK Kiessand ab m u. GOK/ in mNHN
DPH = Schwere Rammsondierung
DPL = Leichte Rammsondierung
KD = Höhenbezugspunkt (Kanaldeckel)
Höhe in mNHN
Legende
mNHN
45.0
46.0
47.0
48.0
49.0
50.0
51.0
52.0
53.0
51,29 m
DPH 1
0 10 20 30
0.0
1.0
2.0
3.0
4.0
Schlagzahlen je 10 cm
ET
51,74 m
DPH 2
0 10 20 30
0.0
1.0
2.0
3.0
4.0
5.0
6.0
Schlagzahlen je 10 cm
ET
RKS 1
51,29 m
0.20
A(hum. Oberboden)A
0.80
A(U,
_
s,g',Wurzel',BS',ZB'')A
1.00
A(S,
_
u,g,BS',Glas',Schlacke'',ZB'',Wurzel'')
A
2.00
A(U,
_
s,g',BS',ZB',Schlacke',Kohle'',Holz'')
A
3.00
A(U,s,BS,g-g',Schlacke')A
3.70
A(U,s,g',Beton',ZB')A
5.00
S, g - g', u''
7.00
S
ET
1/0 0.20
P1/1 0.80
P1/2 1.00
P1/3 2.00
P1/4 3.00
P1/5 3.70
P1/6 5.00
RKS 2
51,74 m
0.10A(Split,u,s',g',ZB'') A
1.00
A(U,s,g',Split',Wurzel',ZB',Glas'',BS'') A
2.00
A(S,g,u') A
3.00
A(S,g,u-u',Folie'',Alufolie'') A
3.30A(S,u-u',g',Schlacke') A
4.00
A(S,g,u') A
6.00
S, g, u''
7.00
S
ET
P2/1 0.10
P2/2 1.00
P2/3 2.00
P2/4 3.00
P2/5 3.30
P2/6 4.00
P2/7 6.00
Legende
weich - steif
locker
mitteldicht
Auffüllung (A)A
kiesig (g)
Sand (S)
schluffig (u)
EFH (Schwimmbadebene)= 48,32m
Gründungsebene= 46,30 m
gepl. Gebäude
GOK
Alle Maße und Höhen sind bauseits zu prüfen Gilt nicht zur Massenermittlung und nur in Verbindung mit dem TextteilSchichtgrenzen sind interpoliert und nur in den Aufschlußpunkten belegt
Schnitt 1
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker
Rösrather Straße 571
51107 Köln
Tel.: 0221 / 95 23 915
Mail:post@baugrundkoeln.de
Maßnahme
Auftraggeber
Bearbeiter
Gezeichnet
Datum
Maßstab Länge: Höhe:
Projekt - Nr.
Anlage
Hohe Straße 77-79
51149 Köln
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Köln
01.10.2020
20K044P260
2.11:100 1:50
Umgelagerte Böden werden in eckigen Klammern dargestellt.
Baugrund GmbH
mNHN
43.0
44.0
45.0
46.0
47.0
48.0
49.0
50.0
48,16 m
DPL 3
0 10 20 30 40
0.0
1.0
2.0
3.0
4.0 43
48
Schlagzahlen je 10 cm
ET
48,12 m
DPL 4
0 10 20 30 40
0.0
1.0
2.0
42
50
50
Schlagzahlen je 10 cm
KBF
RKS 3
48,16 m
0.20
A(U,fs,g',BS',Wurzel')A
1.00
A(S,g-g',u',Schlacke',ZB'',BS',Wurzel'')A
2.50
A(S,g,u',BS',Schlacke'',Glas'')A
3.30
A(S,g-g',u',BS',ZB'')A
4.00
A(S,g'',u'')A
5.00
S, g - g', u''
ET
P3/1 0.20
P3/2 1.00
P3/3 2.50
P3/4 3.30
P3/5 4.00
P3/6 5.00
RKS 4
48,12 m
0.10A(hum. Oberboden) A
0.60A(U,fs,g'',Wurzel',Beton')
A
1.60
A(U,s',g'',Wurzel',Schlacke'') A
5.00
S, g - g', u''
ET
4/0 0.10
P4/1 0.60
P4/2 1.60
P4/3 3.00
P4/4 4.00
P4/5 5.00
Legende
weich - steif
weich
locker
mitteldicht
Auffüllung (A)A
Sand (S)
schluffig (u)
EFH (Schwimmbadebene)= 48,32m
gepl. Gebäude
Gründungsebene= 46,30 m
GOK
Alle Maße und Höhen sind bauseits zu prüfen Gilt nicht zur Massenermittlung und nur in Verbindung mit dem TextteilSchichtgrenzen sind interpoliert und nur in den Aufschlußpunkten belegt
Schnitt 2
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker
Rösrather Straße 571
51107 Köln
Tel.: 0221 / 95 23 915
Mail:post@baugrundkoeln.de
Maßnahme
Auftraggeber
Bearbeiter
Gezeichnet
Datum
Maßstab Länge: Höhe:
Projekt - Nr.
Anlage
Hohe Straße 77-79
51149 Köln
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Köln
01.10.2020
20K044P260
2.21:100 1:50
Umgelagerte Böden werden in eckigen Klammern dargestellt.
Baugrund GmbH
mNHN
45.0
46.0
47.0
48.0
49.0
50.0
51.0
52.0
53.0
48,12 m
DPL 4
0 10 20 30 40
0.0
1.0
2.0
42
50
50
Schlagzahlen je 10 cm
K
BF
51,74 m
DPH 2
0 10 20 30
0.0
1.0
2.0
3.0
4.0
5.0
6.0
Schlagzahlen je 10 cm
ET
RKS 4
48,12 m
0.10
A(hum. Oberboden)A
0.60
A(U,fs,g'',Wurzel',Beton')A
1.60
A(U,s',g'',Wurzel',Schlacke'')A
5.00
S, g - g', u''
ET
4/0 0.10
P4/1 0.60
P4/2 1.60
P4/3 3.00
P4/4 4.00
P4/5 5.00
RKS 2
51,74 m
0.10
A(Split,u,s',g',
ZB'')
A
1.00
A(U,s,g',Split',
Wurzel',ZB',Glas'',
BS'')
A
2.00
A(S,g,u') A
3.00
A(S,g,u-u',Folie'',
Alufolie'') A
3.30A(S,u-u',g',Schlacke') A
4.00
A(S,g,u') A
6.00
S, g, u''
7.00
S
ET
P2/1 0.10
P2/2 1.00
P2/3 2.00
P2/4 3.00
P2/5 3.30
P2/6 4.00
P2/7 6.00
Legende
weich - steif
weich
locker
mitteldicht
Auffüllung (A)A
kiesig (g)
Sand (S)
schluffig (u)
EFH (Schwimmbadebene)= 48,32m
gepl. Gebäude
Gründungsebene= 46,30 m
GOK
Böschung bis ~45,30 m
Stützmauer bis ~44,20 m
HW 100 (Rhein)
Alle Maße und Höhen sind bauseits zu prüfen Gilt nicht zur Massenermittlung und nur in Verbindung mit dem TextteilSchichtgrenzen sind interpoliert und nur in den Aufschlußpunkten belegt
Schnitt 3
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker
R
ösrather Straße 571
51107 Köln
Tel.: 0221 / 95 23 915
Mail:post@baugrundkoeln.de
Maßnahme
Auftraggeber
Bearbeiter
Gezeichnet
Datum
Maßstab Länge: Höhe:
Projekt - Nr.
Anlage
Hohe Straße 77-79
51149 Köln
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Köln
01.10.2020
20K044P260
2.31:100 1:50
Umgelagerte Böden werden in eckigen Klammern dargestellt.
Baugrund GmbH
Anlage 13 - Sanierung_Grundriss EG
381 Zeichen
Anlage 13 Waschen / Turnhalle een u 311,25 m? ‚67 m +0.00 — Umkleide J. 12,87 m? Umkleide Lehrer | Regie | 1. Hilfe 16,95 m? | ——J Gerätelager wc nl 44,06 m? ‚25 m? | | E27 [im 5 Barrierefreie 0 2 Umkleide [11° = 16 m? [2] mkleide Lehrer g 11 m = | Zugang Windfang UL Sporthalle SQ SQ SQ >D — Ergänzung Gerätelager 23,62 m? Waschen / Duschen M. 16,9 m? Umkleide M 13,77 m?
Anlage 07 - 2018-11-21 Schadstoffgutachten
6587 Zeichen
Vorsitzender des Aufsichtsrates: RA Manfred Stüdemann /uni2219 Vorstand: Dr. Josef Klein-Reesink, Dr. Andreas J. Kopton
Amtsgericht Augsburg HRB 2084 /uni2219 DIN ISO 9001 und 14001 /uni2219 USt-IdNr. DE 813216949 /uni2219 www.hpc.ag
HPC AG Tel.: 0231 / 959098-77
Alter Hellweg 46, 44379 Dortmund Fax: 0231 / 959098-19
Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln
Ottoplatz 1
50679 Köln
Ihr Ansprechpartner Tel.-Durchwahl E-Mail-Adresse Datum
21.11.2018
Bestellung Nr.: 4500808050 vom 02.05.2018
Projekt: Köln 2510
Projekt-Nr.: 2037006
IH-Auftrag: GWIS 1594909
Technischer Platz: 21034-C00
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter ,
gemäß Ihrem Auftrag wurde n im Bereich der Schwimmhalle sowie der Heizzentrale der
Grundschule „Hohestraße 77-79 in 51149 Köln Ensen“ Materialproben zur Untersuchung
auf Schadstoffe entnommen. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse und deren Bewertung sind
Gegenstand des vorliegenden Berichts.
1. Begehung und Entnahme von Materialproben
Die Entnahme der Materialproben fand am 17.05.2018 statt. Hierbei wurden
schadstoffverdächtige Bereiche soweit wie möglich zugänglich gemacht.
Die Beschreibung der entnommenen Proben und deren Untersuchungsprogramm ist in der
Tabelle 1 aufgelistet.
Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln
Projekt: 2037006-2510
- 2 -
Bericht vom 21.11.2018
Tabelle 1: Verzeichnis entnommener Materialproben und Untersuchungsprogramm
Bez. Raum Beschreibung Parameter
2510-1 Schwimmhalle
Wand/Ecke Abluft Asbest
2510-2 Schwimmhalle
Wand/Türbereich Abluft Asbest
2510-3 Schwimmhalle Fensterseite links Zuluft Asbest
2510-4 Schwimmhalle Fensterseite rechts Zuluft Asbest
2510-5 Dusche Mädchen Zuluft Asbest
2510-6 Dusche Jungen Zuluft Asbest
2510-7 Umkleide Lehrer Zuluft Asbest
2510-8 Umkleide Jungen Zuluft Asbest
2510-9 Umkleide Jungen Abluft Asbest
2510-10 Toiletten Jungen Zuluft Asbest
2510-11 Lagerraum Zuluft Asbest
2510-12 Heizzentrale Schwungrad Turnhalle Zuluft Asbest
2510-13 Heizungszentrale Zuluft Turnhalle
Keller Dämmung Tür KI
2510-14 Heizzentrale Lose Dämmung KI
2. Analyseergebnisse der Materialproben
Zur Feststellung der S chadstoffbelastungssituation an den Zuluft/ - Abluftauslässen der
Lüftungsanlage und in den Lüftungskanälen der Heizzentrale wurden die entnommenen
Materialproben auf die in der Tabelle 1 genannten Parameter untersucht. Die hierbei
erhaltenen Befunde sind in der Tabelle 2 zusammenfassend dargestellt . Ein ausführlicher
Prüfbericht ist der Anlage dieses Berichts beigefügt.
Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln
Projekt: 2037006-2510
- 3 -
Bericht vom 21.11.2018
Tabelle 2: Probenverzeichnis mit Befund
Labor-
nummer
Bez. Raum Beschreibung
Para-
meter
Befund
A2018-13968 2510-1 Schwimmhalle
Wand/Ecke Abluft Asbest Kein Asbest
A2018-13969 2510-2 Schwimmhalle
Wand/Türbereich Abluft Asbest Kein Asbest
A2018-13970 2510-3 Schwimmhalle
Fensterseite links Zuluft Asbest Kein Asbest
A2018-13971 2510-4 Schwimmhalle
Fensterseite rechts Zuluft Asbest
Kein Asbest
Nachweis von
WHO Fasern in
geringer
Konzentration
A2018-13972 2510-5 Dusche Mädchen Zuluft Asbest
Kein Asbest
Nachweis von
WHO Fasern in
geringer
Konzentration
A2018-13973 2510-6 Dusche Jungen Zuluft Asbest
Kein Asbest
Nachweis von
WHO Fasern in
geringer
Konzentration
A2018-13974 2510-7 Umkleide Lehrer Zuluft Asbest Kein Asbest
A2018-13975 2510-8 Umkleide Jungen Zuluft Asbest Kein Asbest
A2018-13976 2510-9 Umkleide Jungen Abluft Asbest Kein Asbest
A2018-13977 2510-10 Toiletten Jungen Zuluft Asbest
Kein Asbest
Nachweis von
WHO Fasern in
geringer
Konzentration
A2018-13978 2510-11 Lagerraum Zuluft Asbest Kein Asbest
A2018-13979 2510-12
Heizzentrale
Schwungrad
Turnhalle
Zuluft Asbest Kein Asbest
180567328 2510-13
Heizungszentrale
Zuluft Turnhalle
Keller
Dämmung Tür KI KMF (KI: 1±4)
Kat. 1B
180567329 2510-14 Heizzentrale Lose Dämmung KI KMF (KI: -1±4)
Kat. 1B
Anmerkungen zu den Tabellen 1 und 2:
KMF = künstliche Mineralfasern
KI = Kanzerogenitätsindex
Befund = Einstufung als Gefahrstoff
Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln
Projekt: 2037006-2510
- 4 -
Bericht vom 21.11.2018
Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen wurden keine asbesthaltigen
Materialien verbaut.
In den untersuchten Bereichen wurde der folgende Gefahrstoff vorgefunden, bzw. ist dort zu
erwarten:
➢ KMF-haltige Dämmung (im Bereich der Heizzentrale)
3. Bewertung und Handlungsempfehlung
Für den ermittelten Gefahrstoff ergibt sich im Hinblick auf die aktuelle Nutzung der Räume
bei derzeitigem, unbeschädigtem Zustand der Materialien kein Handlungs - oder
Sanierungsbedarf.
Die an den Zuluftgittern (s. Proben 2510 -4, 2510 -5, 2510 -6 und 2510 -10), in geringer
Konzentration nachgewiesenen WHO - Fasern, lassen den Rückschluss auf eine
innenliegende KMF - Dämmung der Zuluftkanäle zu. Eine Gefährdung dur ch künstliche
Mineralfasern ist im Bereich der Schwimmhalle und den angrenzenden Dusch - und
Toilettenräumen nicht gegeben. Wir empfehlen Ihnen als ergänzende Maßnahme die
Entnahme von Raumluftproben, die bei eingeschalteter Lüftungsanlage genommen werden.
Sollten in der Heizzentrale Sanierungsarbeiten erforderlich sein, so sind die
durchzuführenden Arbeiten unter Beachtung der Vorgaben der
➢ TRGS 521 (Faserstäube, KMF)
➢ TRGS 524 (Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen)
durchzuführen.
Diese Arbeiten dürfen nur von solchen Unternehmen durchgeführt werden, welche über die
Fachkunde zur Umsetzung der in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) genannten
Anforderungen (Abschnitt 3: Gefährdungsbeurteilung und Grundpflichten) und über eine
geeignete sicherheitstechnische Ausstattung gemäß Abschnitt 4 GefStoffV
(Schutzmaßnahmen) und den TRGS verfügen.
4. Entsorgung belasteter Materialien
Nach dem vorliegenden Befund sind den gefahrstoffhaltigen Materialien unter
Berücksichtigung der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis
(Abfallverzeichnisverordnung AAV) folgende Abfallschlüssel zuzuordnen:
Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln
Projekt: 2037006-2510
- 5 -
Bericht vom 21.11.2018
Abfall-Schlüssel 170603*: Sonstiges Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen
besteht
Für evtl. Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
HPC AG
i.V i
- Niederlassungsleiter - - Projektleiterin -
Anhang: Prüfbericht der SGS Institut Fresenius GmbH ( 3 Blatt)
Prüfbericht des Hygiene-Instituts des Ruhrgebiets (25 Blatt)
Anlage 05 - Bauwerksbuch 2011 Hohe Straße 77-79 TH und Schwimmhalle
22052 Zeichen
Anlage 05 Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Henek - Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: ] Ingeneut® „ing Bauwerksbuch zur 1-fach Turnhalle und Schwimmhalle Hohe Straße 77-79 51149 Köln 08. Juni 2010 und 19. April 2011 vı TU % ia A Prüfstatik. Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn nor ImgenieVf® Henneke, 5 Bouwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 2 2. Inhaltsverzeichnis 1. Titelblatt......ceesnnesseneenensennnennnee nenn nnnnennneenee nennen nun snnennnnnn nennen ann 1 2: Inhaltsverzeichnis.. oz 3: Beschreibung des Bauwerkes.......... een 3 3.1 Lage der Halle............ een 7 4. Übersichtszeichnungen ..............eeee 8 4.1 Grundrisse, Ansichten, Schnitte des Bauwerks.................. 8 4.2 Positionspläne der statischen Berechnung .........nneee so TO 5. Dokumente zur statischen Berechnung.............ueeeeneeseneneeneenennen nenn 11 541 Anfangsseite der statischen Berechnung mit Baubeschreibung und Angaben über Baustoffe... 11 5.2 Relevante Auszüge aus den Ausführungsplänen.. 6. Bauaufsichtliche Genehmigungsunterlagen 6.1 Auflagen aus dem Genehmigungsbescheid 6.2 Zustimmung im Einzelfall ..............eeeeesene 6.3 Prüfberichte des Prüfingenieurs/Prüfsachverständige für... 12 Standsicherheit .....................eneenenenneneneneenenennnen nennen enter 12 6.4 Endberichte der Güteüberwachung (Fremdüberwachung)........... 12 7. Bauliche Veränderungen... nennen 13 8. Regelmäßige Überprüfung der Standsicherheit ........ een 14 8.1 Einstufung des Bauwerks... essen 14 8.2 Prüf- und Wartungsplan ...........eeeneeeeenenesenenseneneneenne nennen 15 8.3 Dokumentation der regelmäßigen Überprüfung .......... een 16 8.3.1 Bewertungssystem... nes ..16 8.3.2 Zustandserfassung und Beurteilung der Dachhaut der Halle.. „17 8.3.3 Zustandserfassung und Bewertung der Dachhaut des ........... ee 18 Nebengebäudes..............eeeeeneeeeeen een 18 8.34 Zustandserfassung und Bewertung der Halle von Außen ........... ..19 8.3.5 Zustandserfassung und Bewertung der Turnhalle von Innen... ..24 8.3.6 Zustandserfassung und Bewertung der Schwimmhalle von Innen... 26 8.3.7 Zustandserfassung und Bewertung des Nebengebäudes ...28 9. Inhaltsverzeichnis der Bestandsdokumentation ...........„. nennen vo E«) al |E Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sißeko Gutachten er | inge vIngenieo"® 3. Beschreibung des Bauwerkes Die Bauwerksprüfung der 1-fach Turnhalle in der Hohen Straße 77-79 in 51149 Köln wurde am 08.06.2010 durchgeführt. Die darunter liegende | Schwimmhalle wurde am 19.04.2011 einer Bauwerksprüfung unterzogen. Während der Bauwerksprüfungen h Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bouwerksbuch zum Gutachten A0B189 Seite: 3 waren jeweils zwei Mitarbeiter vom | Unternehmen Putz Stuck Trockenbau A. Bürsgens und der Unterzeichner EEE von Henneker, Zillinger Ingenieure Vorort. Zur Bauwerksprüfung lagen uns Grundrisspläne der Turnhalle sowie der Schwimmhalle vor. Der Grundrissplan der Turnhalle, aus dem Jahre 1986, enthält eine Erweiterung, die jedoch nicht zur Ausführung kam. Die Turnhalle ist etwa 25,50 m lang, und etwa 12,50 m breit. Die lichte Höhe der Halle bis zur Abhangdecke beträgt etwa 5,40 m. Die Dachhaut der Turnhalle wird von Trapezblech-Sandwichpaneelen gebildet. Diese liegen auf Stahlträgern auf, die als Pfetten ihre Last auf Stahl- Fachwerkträger absetzen. Die Stahl- Fachwerkträger, im Abstand von etwa 5,0m schließen in der Außenfassade an Stahlbetonbalken an, die von Stahlbetonstützen getragen werden. Die Konstruktion wird durch Stahlverbände ausgesteift. Die Dachkonstruktion ist mit einem Laufsteg ausgestattet, so dass die Kontrolle der Tragkonstruktion ohne das Öffnen der Abhangdecke möglich ist. Abbildung 1 Innenansicht der Turnhalle Abbildung 2 Dachkonstruktion mit Laufsteg viyı% 2J al (E Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachter Ingerer® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn iger 5 Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 4 > Die Südfassade besteht aus einfachverglasten Betonrahmenfenstern. An dieser Gebäudeseite schließt ein Außenbalkon an. An der Nordseite schließt das Nebengebäude mit Geräteraum und den sanitären Einrichtungen an. Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich das Lehrschwimmbad, die Decke über der Schwimmhalle bildet den Fußboden der Turnhalle. Die Stahlbetondecke wird von Stahlbetonunterzügen unterstützt, M i die im Abstand ya etwa 5,0m Abbildung 3 Schwimmhalle liegen. Die Unterzüge liegen auf Stahlbetonstützen auf. Die Tragkonstruktion konnte durch das Öffnen der Abhangdecke an repräsentativen Stellen eingesehen werden. vi DW id a (A| Prüfstatik. Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sibeko Gulachten zhngs Ingenieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn en: Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 5 Die nachfolgende Grundrissskizze der Turnhalle zeigt die Lage der Stahl- Fachwerkträger des Daches. Stahl- Fachwerkträger } j h na TURNSCHUHGÄRB" "I arıeerı Bann Abbildung 4 Übersichtsskizze - Turnhalle vi 8) Bd a | Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Siteko Gutachter ui gene Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn n Henne 5 Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 6 _ Die nachfolgende Grundrissskizze der Schwimmhalle zeigt an welchen Stellen die Abhangdecke geöffnet wurde um einen Einblick in die Tragkonstruktion zu erlangen. % N Ss S EHRSCHFÄHHBETKER EN er! u = r #5 E le. ir cn \ El \ Er z. an tn e u m.) zar 7 nen Era A401 Montage zn Kehasıe basıetul Y i \ Bi Ei } $ 3 4 & 3 H 2 & & ® $ E3 € 4 Abbildung 5 Übersichtsskizze - Schwimmhalle v7 :dea 5 Prüfstatik Trogwerksplanung Brondschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 7 3.1 Lage der Halle Die Halle befindet sich auf dem Schulgelände der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven in der Hohen Straße 77-79 in 51149 Köln. 5 81201Djtel A mage,&72910 Abbildung 6 Lage der Halle (aus GoogleEarth, Bi öhe 47m Idaufnahme 12.05.2006) vw iK ea & Prüfstotik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sißeko Gutachteı Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Henne! Bouwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 8 ‚jeure „iger ee 4. Übersichtszeichnungen 4.1 Grundrisse, Ansichten, Schnitte des Bauwerks (siehe auch die mitgelieferte CD) so ö an = F u rä ja a zn al se” Ion, 7 PR £ f v. & ae An a Jh ” f X 7 ” u 5 . fs” ıı } Erweiterung vViwWi& ka B Prüfstatik Trogwrerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Siteko Gutachten = Ingere® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn Henne Hi x Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 9 anlage zer Genaue banıeıtul age cher Gehäuse bawaritil Abbildung 8 Grundriss der Schwimmhalle vTze% «a EB Prüfstatik Tragwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeKo Gutachten Ingere® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn illinge? ne Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 10 4.2 Positionspläne der statischen Berechnung Positionspläne liegen uns nicht vor. vet ideale Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingener® Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn ilinge? Hanneke, zii >. Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 11 Ben \ 5. Dokumente zur statischen Berechnung 5.1 Anfangsseite der statischen Berechnung mit Baubeschreibung und Angaben über Baustoffe Die Anfangsseite der Statischen Berechnung liegt uns nicht vor. Eine Statische Berechnung liegt uns nicht vor. 5.2 Relevante Auszüge aus den Ausführungsplänen Ausführungspläne liegen uns nicht vor. vı Ei & a |B Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Siteko Gutachten gniufe Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn her, Zilinget Ing . Henne — \ Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 12 6. Bauaufsichtliche Genehmigungsunterlagen 6.1 Auflagen aus dem Genehmigungsbescheid Bauaufsichtliche Unterlagen liegen uns nicht vor. 6.2 Zustimmung im Einzelfall Bauaufsichtliche Unterlagen liegen uns nicht vor. 6.3 Prüfberichte des Prüfingenieurs/Prüfsachverständige für Standsicherheit Prüfberichte liegen uns nicht vor. 6.4 Endberichte der Güteüberwachung (Fremdüberwachung) Bauaufsichtliche Unterlagen liegen uns nicht vor. % &« al [E Prüfstatik Trogwerksplanung Brondschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten anieufe Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn yo, ing HenneNeı En $ Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 13 Pe % 7. Bauliche Veränderungen Bauliche Änderungen sind nicht bekannt. vd W & al Prüfstafik Tragweiksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sieko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A0B189 Seite: 14 Honneke zilinger Ingenieut® 8. Regelmäßige Überprüfung der Standsicherheit Die Bauwerksprüfung erfolgt auf der Grundlage folgender Hinweise, Merkblätter und Richtlinien: « Bauministerkonferenz: Hinweise für die Überprüfung der Standsicherheit von baulichen Anlagen durch den Eigentümer/Verfügungsberechtigten (Stand 09/2006) ° Merkblatt Bauwerksbuch vom Deutschen Beton Verein: Empfehlungen zur Sicherheit und zur Erhaltung von Gebäuden (Stand 2007) ° VDlI-Richtlinie 6200 (Stand 02/2010) Die Bauwerksprüfung geht davon aus, dass für das Gebäude bei Errichtung eine ordnungsgemäße Planung vorlag, und die Bauausführung nach den zum Zeitpunkt der Errichtung allgemeinen anerkannten Regeln der Technik erfolgte. 8.1 Einstufung des Bauwerks Gemäß den Hinweisen der Bauministerkonferenz ist das Gebäude aufgrund des Gefährdungspotentials und der Schadensfolge in die Kategorie 2 einzustufen. Die Einstufung des Gebäudes nach der VDI-Richtlinie 6200 (Februar 2010) ergibt: Schadensfolgeklasse CC2 Robustheitsklasse RC1 vVdcWwE&dalE Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sieko Gutachten Henne zil Ingere® Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn 1 En $ Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 15 8.2 Prüf- und Wartungsplan Nach der Bauministerkonferenz „Hinweise für die Überprüfung der Standsicherheit von baulichen Anlagen durch den Eigentümer/Verfügungsberechtigten‘ (Fassung September 2006) und nach der VDI-Richtlinie 6200 sind Anhaltswerte für Zeitintervalle für die jeweilige Art der Überprüfung aufgelistet. Danach sollten das Bauwerk wie folgt überprüft werden: - Begehung des Bauwerks durch den Eigentümer /Verfügungsberechtigten (Besichtigung des Bauwerks auf offensichtliche Schäden wie z. B. Schäden wie Verformungen, Schiefstellung, Risse, Durchfeuchtungen, Ausblühungen und Korrosion): Begehung nach 2-3 Jahren Die nächste Begehung sollte im Jahre 2013 erfolgen. - Sichtkontrollen durch eine fachkundige Person: Sichtkontrolle nach 4-5 Jahren Die nächste Sichtkontrolle sollte im Jahre 2015 erfolgen. - Eingehende Überprüfung durch eine besonders fachkundige Person (handnahe Überprüfung aller maßgeblichen und schwer zugänglicher Bauwerksteile): Überprüfung nach 12-15 Jahren Die nächste eingehende Überprüfung sollte im Jahre 2023 erfolgen. Es wird empfohlen eine Sichtkontrolle des Eigentümers nach Umbauten und Umnutzungen, soweit keine Standsicherheitsprüfung durchgeführt wurde, und nach außergewöhnlichen Einwirkungen wie Erdbeben, Hochwasser und außergewöhnliche Schnee- und Windbelastungen vorzunehmen. v) U 8 Ed al [A Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten anieufe Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn „iger Ind Honneke nn %$ Bauwerksbuch zum Gutachten A0B189 Seite: 16 _ 8.3 Dokumentation der regelmäßigen Überprüfung 8.3.1 Bewertungssystem Im Folgenden wird der bauliche Zustand der einzelnen Bauteile mit Hilfe einer Fotodokumentation erfasst und beschrieben. Es erfolgt eine Beurteilung des Zustandes hinsichtlich Standsicherheit (S), Verkehrssicherheit (V) und Dauerhaftigkeit (D). Es wird festgelegt, ob Maßnahmen erforderlich sind. Wenn Maßnahmen erforderlich sind, werden diese beschrieben, die Ausführungsfrist der Maßnahme wird definiert. Abschließend erfolgt eine Bewertung der Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Gebrauchstauglichkeit anhand von Noten. Die Note der Dauerhaftigkeit kann niemals besser sein, als die Note der Standsicherheit. Die zu vergebenden Noten sind wie folgt definiert: 0- Es besteht ein Mangel/Schaden, er hat jedoch keinen Einfluss auf die Standsicherheit, Verkehrssicherheit oder Dauerhaftigkeit des Bauteiles/Bauwerkes. Es sind keine Maßnahmen erforderlich. 1- Das Bauteil/Bauwerk weist einen geringfügigen Mangel/Schaden auf. Die Standsicherheit oder Verkehrssicherheit ist nicht beeinflusst. Die Dauerhaftigkeit ist beeinträchtigt, hat jedoch langfristig nur geringen Einfluss. Schadensbeseitigung im Rahmen der Bauwerksunterhaltung. 2- Das Bauteil/Bauwerk weist einen Mangel auf. Die Standsicherheit oder Verkehrssicherheit ist geringfügig beeinflusst. Die Dauerhaftigkeit ist beeinträchtigt und kann langfristig zu Folgeschäden führen. Der Mangel ist in der vorgegeben Frist zu beheben. 3- Das Bauteil/Bauwerk weist einen erheblichen Mangel auf. Die Standsicherheit oder Verkehrssicherheit sind beeinträchtigt. Die Dauerhaftigkeit ist derart beeinträchtigt, dass Folgeschäden zu erwarten sind. Es sind die beschriebenen Maßnahmen sofort durchzuführen. 4- Das Bauteil/lBauwerk weist einen gravierenden Mangel auf. Die Standsicherheit, Verkehrssicherheit oder Dauerhaftigkeit ist nicht mehr gegeben. Es sind Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr erforderlich. vo Ka |E Prüfstatik. Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 17 8.3.2 Zustandserfassung und Beurteilung der Dachhaut der Halle Bauteil: Turnhalle -Dachhaut Fotos: Beschreibung: o Trapezblech-Sandwichpaneelen o Laub, etc. in der Regenrinne Maßnahme Bewertung Beschreibung der Maßnahme Ausführungsfrist erforderlich? für Maßnahme Regenrinne reinigen kurzfristig VERRAE Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz _SiGeko Gutachten gene Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn finger I — Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 18 8.3.3 Zustandserfassung und Bewertung der Dachhaut des Nebengebäudes Bauteil: Nebengebäude - Dachhaut über Geräteraum, Regenrinne Fotos: Beschreibung: o Die Bitumenbahn ist wellig und rissig o Laub, etc. in der Regenrinne —— Maßnahme Bewertung | . Beschreibung der Ausführungsfrist ertararich?t Maßnahme für Maßnahme Ssıv|D | Regenrinne reinigen kurzfristig olo'ı ve ka ia Prüfstotik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schollschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn ' Ingerieu'® or, Zlnge” te. er j Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 19 8.3.4 Zustandserfassung und Bewertung der Halle von Außen Bauteil: Halle — Stahlbetonstütze Ecke Nord/Ost Fotos: Beschreibung: o Risse im Putz —i Maßnahme Bewertung . Beschreibung der Ausführungsfrist ? SUSRIEHION? Maßnahme für Maßnahme s|v|p Kontrolle des ja Stahlbetons an dieser kurzfristig 11|1|14 Stelle, ggf. Sanierung veoßidealE Prüfstatik Tragwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Inga Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn f nahen, Zilinge FR Hent . Bouwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 20 Bauteil: Halle — Stahlbetonstütze Ecke Nord/West Fotos: Beschreibung: o Betonabplatzungen, die freiliegende Bewehrung ist korrodiert Maßnahme Bewertung Ausführungsfrist für Maßnahme Beschreibung der ich? erforderlich? kafnafme kurzfristig Sanierung der Stütze vi D % &« ae Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wörme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Innere Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn iger Hanne, 5; Bauwerksbuch zum Gutachten AD8189 Seite: 21 Bauteil: Halle — Ostfassade Fotos: Beschreibung: o Vertikaler Riss im Außenputz, vermutlich unterschiedliche Untergründe (Stahlbeton / Mauerwerk) | Maßnahme Bewertung I . Beschreibung der Ausführungsfrist een Maßnahme für Maßnahme E78 nein - - 0/0|/0 vi di 8 Bd a (A Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zilinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn ago Ingenet"® — Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 22 Bauteil: Halle — Südfassade Fotos: Beschreibung: o Beschädigung der Fensterbänke, Fenster, Lichtschächte durch Vandalismus Bewertung Maßnahme Fensterbänke, Fenster reparieren vet Ka LE Pröfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten gr Ingee® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn iz Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 23 Bauteil: Halle — Balkon Fotos: Beschreibung: o Betonabplatzungen, Bewehrungskorrosion o Das Geländer entspricht augenscheinlich nicht den heutigen Vorschriften o Das Geländer ist leicht korrodiert Maßnahme Bewertung sifsrderlich“ Beschreibung der Ausführungsfrist s/ v|po 1“ " Maßnahme für Maßnahme ja Balkon sanieren kurzfristig 11112 Geländer überprüfen, ggf. erneuern, der ja Balkon sollte bis zur kurzfristig 1|2|2 Überprüfung nicht genutzt werden vi DW Ka Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeKo Gutachten Ingenieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn er Hen we, . Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 24 8.3.5 Zustandserfassung und Bewertung der Turnhalle von Innen Bauteil: Turnhalle -— Stahlfachwerk Fotos: vi DW ad a (El Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 25 jeure Hanneke, zilinger Ingenie ‚ Beschreibung: o Verbindungsmittel tw. mit geringer Oberflächenkorrosion rn Maßnahme Bewertung . Beschreibung der Ausführungsfrist | grordenien? Maßnahme für Maßnahme ® 2 nein - 0/0|14 vd & a ER Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Hannehe, Zilinger Inge Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 26 8.3.6 Zustandserfassung und Bewertung der Schwimmhalle von Innen Bauteil: Schwimmhalle — Stahlbetonunterzüge Fotos: Beschreibung: o Stahlbetonunterzugkonstruktion, Auflagersituation ohne Befund Maßnahme Bewertung . Beschreibung der Ausführungsfrist SERIEN? Maßnahme für Maßnahme BIYıB nein - - 0/00 vTgwı ie 2 Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn ke, Zlinge“ Ingenieure ner, Hen _- =: Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 27 Bauteil: Schwimmhalle - Randbalken (Südseite) Fotos: Beschreibung: o Zu geringe Betondeckung, Betonabplatzungen, Längs- und Bügelbewehrung korrodiert. Maßnahme Bewertung e Beschreibung der Ausführungsfrist riordarlich? Maßnahme für Maßnahme |YyıD ja Randbalken sanieren kurzfristig 2|2|2 Tu Ka 2 Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz Sieko Gutachten saure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Stroße 329 - 53227 Bonn ce Zlinge" It Her ER Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 28 8.3.7 Zustandserfassung und Bewertung des Nebengebäudes Bauteil: Nebengebäude — Nordseite Fotos: Beschreibung: o Horizontaler Riss im Außenputz Maßnahme Bewertung Beschreibung der Ausführungsfrist ich? erforderlich? Maßnahme für Maßnahme v| DW &d a A Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeKo Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn iger Ingene Henneke nn Bouwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 29 a a Bauteil: Nebengebäude, Schwimmhalle - Außenwände Fotos: Beschreibung: o Ausblühungen, tw. Putzabplatzungen an erdberührenden Außenwänden Maßnahme Bewertung Beschreibung der Maßnahme Außenwandabdichtung sanieren Ausführungsfrist S für Maßnahme erforderlich? ja mittelfristig 1 vd 8 &« ae Prüfstatik Trogwerksplonung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Bauwerksbuch zum Gutachten A0B189 Seite: 30 genleuf® Honneke, Zilinger I „N 9. Inhaltsverzeichnis der Bestandsdokumentation (siehe Datensatz auf der mitgelieferten CD) Planliste: Bezeichnung Verfasser | Plannnr. Grundriss der Turnhalle _ - Grundriss der Schwimmhalle - vi Tu Ede Prüfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten Innere Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn ilinger Hannekef a 4% \ Bauwerksbuch zum Gutachten A08189 Seite: 31 Erstellt: Bonn, den 04.05.2011 Ingenieur der Bauwerksprüfung Zertifikats-Nummer NRW 024 vo «a 8 Pröfstatik Trogwerksplanung Brandschutz Wärme- und Schallschutz SiGeko Gutachten
Anlage 04 - B 6340 Prüfbericht Lehrschwimmbecken Hohe Straße
38834 Zeichen
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH Geschäftsfüh rer: Prof. Dr.-Ing. M. Raupach Bankverbindung: S parkasse Aachen
Büchel 13/15 ∙ D-52062 Aachen Dipl.-Ing. M. Bruns Konto 1071660 532 ∙ BLZ 390 500 00
Telefon: +49 241 94 37 74 08 Dr.-Ing. L. Wolff IB AN: DE07 3905 0000 1071 6605 32
Telefax: +49 241 94 37 74 16 Gerichtsstand: Amts gericht Aachen SWIFT-BIC: AACSDE33
E-mail: info@bauwerkserhaltung.ac Handelsregist er-Nr.: HRB 15032
Prüfbericht über Bauwerks- und Laboruntersuchungen an
Stahlbetonbauteilen des Schwimmbades der städtische n
Gemeinschaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven in Kö ln
B 6340
Dieser Prüfbericht umfasst 60 Seiten.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
Büchel 13/15
∙ 52062 Aachen
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Oliver Schall
Ottoplatz 1
50679 Köln
Vorgang: B 6340
Kontakt: Herr Dipl.-Ing. M. Bruns
Telefon: +49 241 94 37 74 08
Telefax: +49 241 94 37 74 16
E-mail: bruns@bauwerkserhaltung.ac
Datum: 27.10.2020
Auftraggeber : Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Ottoplatz 1
50679 Köln
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1 ALLGEMEINES ............................................................................................ 3
2 UNTERLAGEN ............................................................................................ 4
3 ORTSTERMINE ........................................................................................... 5
4 BAUWERKS- UND LABORUNTERSUCHUNGEN ..................................... 5
Allgemeines ................................................................................................. 5 4.1
Potentialfeldmessung................................................................................... 6 4.2
Betondeckungsmessungen.......................................................................... 8 4.3
Bestimmung von Chloridgehaltsprofilen ...................................................... 9 4.4
Inspektionsöffnungen ................................................................................... 9 4.5
Bestimmung der Karbonatisierungstiefe .................................................... 10 4.6
5 ERGEBNISSE ............................................................................................ 10
Allgemeines ............................................................................................... 10 5.1
Chloridgehaltsprofile der Bohrmehlproben ................................................ 11 5.2
Inspektionsöffnungen ................................................................................. 14 5.3
Karbonatisierungstiefen ............................................................................. 14 5.4
6 BEWERTUNG DER ERGEBNISSE .......................................................... 18
7 ZUSAMMENFASSUNG ............................................................................. 20
8 LITERATUR ............................................................................................... 21
9 ANHANG A: POTENTIALFELD- UND
BETONDECKUNGSMESSUNGEN ........................................................... 22
10 ANHANG B: POTENTIALFELDER ............................................................ 45
11 ANHANG C: INSPEKTIONSSTELLEN ...................................................... 50
12 ANHANG D: AUFNAHMEN DER
BOHRMEHLENTNAHMESTELLEN .......................................................... 56
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 3
1 ALLGEMEINES
Das Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff (RBW) wurde v on der Gebäudewirtschaft der
Stadt Köln am 09.09.2020 mit der Bestellung Nr. 450 0891030 auf Basis unseres
Angebotes A 2020/56 vom 05.08.2020 mit Bauwerks- un d Laboruntersuchungen im
Zusammenhang mit der Ortung von korrosionsaktiver B ewehrung am Stahlbetonbecken
der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven in Köln beauftragt.
Das beauftragte Untersuchungsprogramm umfasste gemä ß Leistungsverzeichnis die
folgenden Punkte:
• Durchführung von Potentialfeldmessungen an Außenfl ächen der Beckenwände und
an der Oberseite der Bodenplatte.
• Messung der Betondeckung der Beckenwände
• Tiefengestaffelte Entnahme von Bohrmehl aus Außenf lächen der Beckenwände
bzw. aus der Oberseite der Bodenplatte in 3 Tiefenl agen und anschließende
Chloridgehaltsbestimmung im Labor.
• Bestimmung der Karbonatisierungstiefe an Beckenwän den und Bodenplatte.
• Erstellung von Inspektionsöffnungen in Abhängigkei t der Ergebnisse der
Potentialfeldmessung.
• Dokumentation der durchgeführten Bauwerks- und Lab oruntersuchungen,
Bewertung der Ergebnisse.
Über die vorgenannten Untersuchungen und die dabei erzielten Ergebnisse wird im
vorliegenden Prüfbericht berichtet.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 4
2 UNTERLAGEN
Im Zuge der Ausschreibung sind uns am 20.07.2020 fo lgende Unterlagen zugesandt
worden:
A Datei: 01-DL_LL-Aufforderung_DE-Verhandlungsvergabe ohne
Teilnahmewettbewerb- (Word-Dokument mit Aufforderung zur Abgabe eines
Angebotes)
B Datei: 02-DL_LL-Angebot_DE-Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb
(Word-Dokument mit Angebotsvordruck)
C Datei: 03-Behlehrung DSGVO.pdf (Datenschutzhinweise)
D Datei: 04-Auflistung der geforderten Nachweise und Erklärungen DL_LL_FBL
(Word-Dokument mit Auflistung der geforderten Nachweise und Erklärungen)
E Datei: 06-DL_LL-BWB (12_2019).pdf (Bewerbungsbedingungen der Stadt Köln)
F Datei: 07-DL_LL-ZVB (10_2019).pdf (Zusätzliche Vertragsbedingungen der Stadt
Köln)
G Datei: LV Potentialfeldmessung Schwimmbad Porz.pdf (Leistungsverzeichnis)
H Datei: LV Potentialfeldmessung Schwimmbad Porz.x83 (X83-Datei mit
Leistungsverzeichnis)
I Datei: EFB-221 (Word-Dokument zur Preisermittlung bei Zuschlagskalkulation)
J Datei: EFB-222 (Word-Dokument zur Preisermittlung bei Kalkulation über die
Endsumme)
K Datei: EFB-223 (Word-Dokument zur Aufgliederung der Einheitspreise)
Mit folgender Unterlage erfolgte am 09.09.2020 die Bestellung der Untersuchungen:
L Datei: schallo_2020-09-09_15-31-13.pdf (Bestellung)
Die weiteren zur Erstellung dieses Prüfberichts ver wendeten Unterlagen sind im Kapitel 8
zusammengestellt.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 5
3 ORTSTERMINE
Die Bauwerksuntersuchungen erfolgten am 01.10.2020 und am 08.10.2020. Bei diesen
Ortsterminen waren die folgenden Personen anwesend:
01.10.2020:
Herr Lehmann, Henneker Zillinger Beratende Ingenieure PartG mbB (zeitweise)
Herr Bruns, Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
Herr Vogel, Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
08.10.2020:
Herr Lehmann, Henneker Zillinger Beratende Ingenieure PartG mbB (zeitweise)
Herr Bruns, Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
Herr Menzler, Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
Herr Vogel, Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff GmbH
Über die Inhalte der durchgeführten Bauwerks- und L aboruntersuchungen wird im
folgenden Kapitel 4 berichtet.
4 BAUWERKS- UND LABORUNTERSUCHUNGEN
Allgemeines
4.1
In den folgenden Abschnitten erfolgt eine Beschreib ung der bei den Bauwerks- und
Laboruntersuchungen angewendeten Untersuchungsmetho den. Die Ergebnisse der
Bauwerks- und Laboruntersuchungen sind im nachfolgenden Kapitel 5 zusammengestellt.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 6
Potentialfeldmessung 4.2
Die Potentialfeldmessung dient der zerstörungsfreie n Lokalisation von Bereichen mit
erhöhter Korrosionswahrscheinlichkeit der Bewehrung . Hierzu wird das Potential
(Spannungsdifferenz) zwischen einer in einem festge legten Messraster auf die
Betonoberfläche aufgesetzten Bezugselektrode und de r Bewehrung gemessen. Bereiche
mit erhöhter Korrosionswahrscheinlichkeit zeichnen sich dabei durch eine Verschiebung
des auf der Betonoberfläche gemessenen Potentials i n negative Richtung sowie deutliche
Potentialgradienten zu den Nachbarbereichen ab (s. Bild 1).
Bild 1: Prinzipskizze der Potentialfeldmessung
Die absolute Höhe der Potentialwerte ebenso wie das sich ausbildende Potentialfeld und
die Potentialgradienten hängen dabei jedoch neben der Korrosionsaktivität der Bewehrung
selbst von einer Reihe weiterer Faktoren, z.B. der Betondeckung, der Betonfeuchte, der
Belüftung, dem Chloridgehalt und der Zementart ab.
So kann beispielsweise allein eine lokal deutlich e rhöhte Betonfeuchte zu nennenswerten
Potentialgradienten und negativeren Potentialwerten in den feuchten Bereichen (z.B.
infolge schlechterer Belüftung der Stahloberflächen).
Die vorgenannten Einflussfaktoren sind daher bei de r Auswertung von Potentialfeldern zu
berücksichtigen. Nähere Informationen zur Potential feldmessung und zu Einflussfaktoren
auf die Messergebnisse können beispielsweise /1/ und /2/ entnommen werden.
-400 -300
-500
-600
Betondeckung
hochohmiges
Voltmeter mobile
Bezugselektrode
Potential in mV vs. Cu/CuSO 4
Bewehrung
lokale Korrosionsstelle Bewehrungsanschuss
+100
-400
-300
-200
-100
0
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 7
Die Durchführung der Potentialfeldmessungen erfolgt e beim in Rede stehenden Objekt
mittels einer Cu/CuSO 4 – Radelektrode. Der Messpunktabstand betrug grunds ätzlich
10 x 10 cm².
Untersucht wurden die Außenflächen der Beckenwände bis in eine Höhe von rd. 1,10 m
sowie die Oberseite der Bodenplatte des Beckens auf einer rd. 1 m breiten Fläche entlang
der aufgehenden Beckenwände.
Die zu untersuchenden Betonoberflächen wurden vor d er Messung in einem Zeitraum von
ca. 2 Stunden jeweils drei Mal mittels Wasser vorge nässt und waren zu Beginn der
Messung jeweils oberflächlich mattfeucht.
Die Potentialfeldmessung erfordert eine elektrische Durchverbindung der einzelnen
Bewehrungselemente in den zu untersuchenden Bereichen. Dies ist bei den meisten
Stahlbetonkonstruktionen in der Regel gegeben, da d ie einzelnen Bewehrungsstäbe
über die zahlreichen Kreuzungspunkte und Bindedraht verbindungen in
elektrischem Kontakt stehen. Im vorliegenden Fall w ar diese elektrische
Durchverbindung jedoch lediglich an Öffnungsstellen der Beckeninnenseite
zweifelsfrei (Gleichstromwiderstand zwischen den un terschiedlichen freigelegten
Stäben < 1 Ohm) vorhanden. An den Beckenaußenseiten konnte diese
Durchverbindung der Bewehrungselemente dagegen nich t nachgewiesen werden.
An einer Vielzahl von bereits freiliegenden sowie e inigen zusätzlich hierfür
freigelegten Bewehrungsstäben wurde die elektrische Durchverbindung überprüft.
Bei der Mehrzahl der Messungen lagen die elektrisch en Widerstände zwischen den
einzelnen freigelegten Stellen dabei deutlich über 1 Ohm und häufig sogar im
Kiloohm-Bereich. Dies war mehrfach sogar bei unmitt elbar nebeneinander
liegenden Messstellen der Fall.
Gleichwohl konnte an allen drei Außenwandseiten jew eils ein
Bewehrungsanschluss gefunden werden, der zu jeweils mindestens einem
Bewehrungsanschluss an den beiden anderen Außenwand seiten einen Widerstand
kleiner 1 Ohm aufwies. Als Bewehrungsanschlüsse für die Potentialfeldmessung
wurden ausschließlich solche Messstellen verwendet. Die Messwerte an der auf die
Betonoberfläche aufgesetzten Referenzelektrode ware n zwar jeweils stabil und
plausibel, gleichwohl muss aufgrund der vielerorts fehlenden elektrischen
Kontinuität davon ausgegangen werden, dass die Messwerte nicht in jedem Fall das
tatsächliche Korrosionsrisiko widerspiegeln.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 8
Die Messung erfolgte an den Außenwänden des Schwimm becken jeweils abschnittweise
zwischen den bereits zur Verstärkung eingebauten Mauerwerkstützen.
Betondeckungsmessungen 4.3
Im Bereich der Potentialfeldmessungen an den Außenf lächen der Beckenwände wurde
exemplarisch die Betondeckung der Bewehrung der Wän de lokal zerstörungsfrei
untersucht. Hierbei wurde die Betondeckung der Bewe hrung kreuzweise als Linienscans
mittels des Betondeckungsmessgerätes Proceq Profome ter PM 650 in Anlehnung an /3/
gemessen. Bei diesen Linienscans werden jeweils die orthogonal zur Scanrichtung
verlaufende Bewehrung und ihre Betondeckung in Abhä ngigkeit eines vorgegebenen
Bewehrungsdurchmessers über die Weglänge des Scans aufgezeichnet.
Da uns für den vorliegenden Falle keine Bewehrungsp läne vorliegen, wurde für sämtliche
Messungen ein Bewehrungsdurchmesser von 8 mm angese tzt. Bei Vorhandensein
größerer Bewehrungsdurchmesser wird die tatsächliche Betondeckung damit unterschätzt,
bei Vorhandensein kleinerer Bewehrungsdurchmesser d agegen überschätzt. Im Zuge der
Inspektionsöffnungen wurden Bewehrungsdurchmesser von rd. 6 bis 10 mm festgestellt.
Weiterhin ist bei Betondeckungsscans grundsätzlich folgendes zu beachten:
Bei Betondeckungsscans bestehen verfahrensbedingt g rundsätzlich Messunsicherheiten.
Dies betrifft nicht nur von der Software zugeordnet e Betondeckungen, sondern explizit
auch die Detektion von Bewehrungsstäben. So kann es je nach Bewehrungsgeometrie
durchaus vorkommen, dass Bewehrungsstäbe vom Messge rät gar nicht erfasst werden
oder aber zwei eng beieinander liegende Stäbe nur a ls ein Stab erkannt werden. Auch ist
die Fehlinterpretation von Messsignalen als Bewehrungsstab möglich.
Da die Betondeckungsmessungen im vorliegenden Fall im Wesentlichen vor dem
Hintergrund der Auswertung der Potentialfeldmessung en erfolgten und in nahezu allen
Messbereichen Bewehrung oberflächlich frei lag, erf olgte keine gesonderte statistische
Auswertung der Betondeckungsmessungen.
Stattdessen wurden die Ergebnisse der einzelnen Lin ienscans in Anhang A möglichst
lagegenau den Ergebnissen der Potentialfeldmessungen zugeordnet.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 9
Abschließend sei angemerkt, dass die vorliegende Au swertung der gemessenen
Betondeckungen ausschließlich vor dem Hintergrund der Bewertung des Korrosionsrisikos
der Bewehrung erfolgte. Die durchgeführte Auswertun g ist nicht gleichzusetzen mit der
Bewertung der Betondeckung gemäß DBV-Merkblatt „Bet ondeckung und Bewehrung
nach EC 2“ /4/.
Bestimmung von Chloridgehaltsprofilen 4.4
Zur Bestimmung des tiefenabhängigen Chloridgehaltes wurde tiefengestaffelt Bohrmehl
aus jeweils drei unterschiedlichen Tiefenlagen (0 – 15 mm, 15 – 30 mm und 30 – 45 mm)
an insgesamt 15 Stellen entnommen. 12 Proben wurden aus den Außenflächen der
Beckenwände und 3 Proben aus der Oberseite der Bodenplatte entnommen.
Die Lage der Bohrmehlentnahmestellen für die Chlori danalysen wurde auf Grundlage der
Potentialfeldmessung ausgewählt. Sie kann der Ergeb niszusammenstellung im Anhang A
entnommen werden.
Der Gesamtchloridgehalt an den Bohrmehlproben wurde mittels potentiometrischer
Titration in Anlehnung an Heft 401 des Deutschen Au sschusses für Stahlbeton /5/
bestimmt. Die Umrechnung von M.-%/Beton auf M.-%/Ze ment erfolgte durch Annahme
eines Zementgehaltes von 1/7 des Betons (in Masseprozent).
Inspektionsöffnungen
4.5
Zur Bewertung des Korrosionszustandes der Bewehrung wurden an sechs Stellen der
Außenfläche der Beckenwände Inspektionsöffnungen er stellt. Dabei wurden jeweils
einzelne Bewehrungsstäbe freigelegt. I.d.R. wurde d ie Lage der Inspektionsöffnungen
anhand lokaler Potentialminima festgelegt und damit in Bereichen mit hoher
Korrosionswahrscheinlichkeit.
Die Lage der Inspektionsöffnungen kann der Ergebnis zusammenstellung im Anhang A
entnommen werden.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 10
Bestimmung der Karbonatisierungstiefe 4.6
Die Karbonatisierungstiefe wurde an insgesamt 22 St ellen bestimmt. Dazu wurden frische
Stemmstellen in den Beton eingebracht, mit Druckluf t ausgeblasen und die Stellen
anschließend mit einer 1-%-igen Phenolphthaleinlösu ng besprüht. Die Indikatorlösung
färbt sich in Abhängigkeit des pH-Wertes des Unterg rundes entweder violett oder zeigt
keine Verfärbung. Violette Bereiche weisen einen pH -Wert größer als 9 auf und sind somit
noch nicht bzw. nicht vollständig karbonatisiert.
Die Prüfstellen der Karbonatisierungstiefen entspre chen den Bohrmehlentnahmestellen
Cl 1 bis Cl 14, den Inspektionsöffnungen I 1 bis I 6, sowie je einer weiteren Stelle an der
Oberseite der Bodenplatte und an der Innenfläche de r Beckenwand, die als
Bewehrungsanschlüsse für die Potentialfeldmessung verwendet wurden.
5 ERGEBNISSE
Allgemeines
5.1
Nachfolgend werden die Ergebnisse der Bauwerks- und Laboruntersuchungen für die
einzelnen Untersuchungsmethoden dargestellt. Eine v erfahrensübergreifende Bewertung
der Ergebnisse erfolgt im nachfolgenden Kapitel 6.
Potentialfeld- und Betondeckungsmessungen 5.15.2
Zur Festlegung der Lage der Bohrmehlentnahmestellen sowie der Inspektionsöffnungen
wurden zunächst die durchgeführten Potentialfeldmes sungen und
Betondeckungsmessungen ortsbezogen dargestellt und mit den Feststellungen vor Ort
abgeglichen. Hierfür wurden die Potentialfeldmessun gen insbesondere an den
Beckenaußenwänden mit den augenscheinlichen Zuständ en der Betonoberfläche (frei
liegende Bewehrung, vereinzelte Hohllagen) abgeglichen.
An der Beckeninnenseite lagen weder freiliegende Be wehrungsstäbe noch Hohllagen vor,
so dass hier die Festlegung der Bohrmehlentnahmeste llen allein auf Basis der
gemessenen Potentialfelder erfolgte.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 11
Die gemessenen Potentialfelder an den Beckenaußenwa ndflächen wurden zusammen mit
Aufnahmen der Betonoberflächen und den im Bereich d er Potentialfelder gemessenen
Betondeckungen jeweils abschnittsweise dargestellt und hinsichtlich vorhandener
Potentialgradienten bewertet. Darauf basierend wurd en die Bohrmehlentnahmestellen für
die Ermittlung von Chloridgehaltsprofilen ausgewähl t. Diese Zwischenergebnisse
(Potentialfeld- und Betondeckungsmessungen) sowie d ie Lage der vorgeschlagenen
Bohrmehlentnahmestellen wurden Herrn Lehmann, Henne ker Zillinger Beratende
Ingenieure PartG mbB, mit Email vom 06.10.2020 übersandt.
Die Ergebnisse der Potentialfeld- und Betondeckungs messungen in der am 06.10.2020
übersandten Form sowie die Position der Bohrmehlent nahmestellen und
Inspektionsöffnungen sind im Anhang A dargestellt. Die Lage der Inspektionsöffnungen
wurde ebenfalls in der Darstellung der Potentialfel dmessungen der einzelnen Messfelder
im Anhang A markiert.
Die für die Potentialfelder verwendete Farbskalieru ng reicht von >-50 mV
Cu/CuSO4 (violett)
bis ≤ -400 mV Cu/CuSO4 (pink).
Bereiche mit hoher Korrosionswahrscheinlichkeit der Bewehrung zeichnen sich in einem
Potentialfeld i.d.R. anhand von lokal besonders neg ativen Potentialwerten und deutlichen
lokalen Potentialgradienten ab. Die höchste Korrosi onswahrscheinlichkeit liegt dabei i.d.R.
im Bereich des lokal niedrigsten Potentials vor.
Die Potentialfelder der Beckenwandaußenseiten in de n Bildern im Anhang A wurden
entsprechend der fotografischen Darstellungen der j eweiligen Wandflächen verzerrt
dargestellt. In den Bildern B1 bis B10 in Anhang B sind diese Potentialfelder der einzelnen
Beckenwandabschnitte zusätzlich unverzerrt sowie mi t den entsprechenden Zahlenwerten
der Potentiale gegeben.
Chloridgehaltsprofile der Bohrmehlproben 5.25.3
Die Ergebnisse der an den Bohrmehlproben ermittelte n Chloridgehalte sind in den
nachfolgenden Tabellen 1 und 2 gegeben.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 12
Zur besseren Übersicht wurden die ermittelten Chlor idgehalte jeweils farblich
entsprechend ihrer Höhe in Anlehnung an /6/ und /7/ wie folgt markiert:
Grün: Chloridgehalt < 0,5 M.-%/Zement
Gelb : 0,5 M.-%/Zement ≤ Chloridgehalt < 1,0 M.-%/Zement
Rot : Chloridgehalt ≥ 1,0 M.-%/Zement
Tabelle 1: An den Bohrmehlproben aus den Außenfläch en der Beckenwände ermittelte
Chloridgehalte
Probe-Nr. Potentialfeld Entnahmestelle im
Potentialfeld
Tiefenlage
in mm
Chlorid
in M.-%/Z
1 2 3 4 5
Cl 1 Wand 1, Abschnitt 2 x = 1,60 m
h = 0,45 m
0 – 15 1,35
15 – 30 1,10
30 – 45 2,34
Cl 2 Wand 1, Abschnitt 2 x = 2,40 m
h = 0,40 m
0 – 15 1,09
15 – 30 0,75
30 – 45 1,12
Cl 3 Wand 1, Abschnitt 3 x = 6,40 m
h = 0,10 m
0 – 15 0,15
15 – 30 0,23
30 – 45 0,57
Cl 4 Wand 2 Abschnitt 1 x = 0,70 m
h = 0,25 m
0 – 15 0,68
15 – 30 0,68
30 – 45 1,54
Cl 5 Wand 2 Abschnitt 1 x = 2,70 m
h = 0,15 m
0 – 15 1,01
15 – 30 1,36
30 – 45 1,75
Cl 6 Wand 2 Abschnitt 2 x = 4,10 m
h = 0,25 m
0 – 15 0,52
15 – 30 0,50
30 – 45 0,87
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 13
Tabelle 1: An den Bohrmehlproben aus den Außenfläch en der Beckenwände ermittelte
Chloridgehalte - Fortsetzung
Probe-Nr. Potentialfeld Entnahmestelle im
Potentialfeld
Tiefenlage
in mm
Chlorid
in M.-%/Z
1 2 3 4 5
Cl 7 Wand 2 Abschnitt 3 x = 8,60 m
h = 0,10 m
0 – 15 0,10
15 – 30 0,13
30 – 45 0,24
Cl 8 Wand 2 Abschnitt 4 x = 10,90 m
h = 0,45 m
0 – 15 1,14
15 – 30 1,01
30 – 45 1,34
Cl 9 Wand 2 Abschnitt 4 x = 12,40 m
h = 0,65 m
0 – 15 0,41
15 – 30 0,20
30 – 45 0,26
Cl 10 Wand 3 Abschnitt 1 x = 1,50 m
h = 0,40 m
0 – 15 1,11
15 – 30 0,69
30 – 45 0,61
Cl 11 Wand 3 Abschnitt 2 x = 3,50 m
h = 0,75 m
0 – 15 0,49
15 – 30 0,33
30 – 45 0,42
Cl 12 Wand 3 Abschnitt 2 x = 3,70 m
h = 0,35 m
0 – 15 0,21
15 – 30 0,23
30 – 45 0,65
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 14
Tabelle 2: An den Bohrmehlproben aus der Bodenplatt e ermittelte Chloridgehalte
Probe-Nr. Potentialfeld Entnahmestelle im
Potentialfeld
Tiefenlage
in mm
Chlorid
in M.-%/Z
1 2 3 4 5
Cl 13 Beckenboden x = 1,30 m
y = 0,05 m
0 – 15
0,11
15 – 30 0,08
30 – 45 0,07
Cl 14 Beckenboden x = 2,80 m
y = 0,80 m
0 – 15
0,23
15 – 30 0,19
30 – 45 0,12
Cl 15 Beckenboden x = 11,30 m
y = 0,60 m
0 – 15 0,13
15 – 30 0,15
30 – 45 0,10
Aufnahmen der Bohrmehlentnahmestellen können den Bi ldern D1 bis D15 in Anhang D
entnommen werden.
Inspektionsöffnungen 5.35.4
Die Beschreibung der Inspektionsöffnungen und des Korrosionszustandes der freigelegten
Bewehrung ist in den Bildern C1 bis C6 in Anhang C gegeben. Zusätzlich sind die lokalen
Potentialwerte an der entsprechenden Stelle sowie d ie Chloridgehalte des am nächsten
liegenden Chloridprofils angegeben.
Karbonatisierungstiefen 5.45.5
Die ermittelten Karbonatisierungstiefen sowie Aufna hmen der Prüfstellen sind der
folgenden Tabelle 3 zu entnehmen.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 15
Tabelle 3: Karbonatisierungstiefen
Prüfstelle Lage Karbonatisierungstiefe Aufnahme der Prüfstelle
1 2 3 4
K 1 Bei Cl 1 (Außenfläche
Beckenwand) 22 mm
K 2 Bei Cl 2 (Außenfläche
Beckenwand) 41 mm
K 3 Bei Cl 3 (Außenfläche
Beckenwand) 31 mm
K 4 Bei Cl 4 (Außenfläche
Beckenwand) 27 mm
K 5 Bei Cl 5 (Außenfläche
Beckenwand) 23 mm
K 6 Bei Cl 6 (Außenfläche
Beckenwand) 28 mm
K 7 Bei Cl 7 (Außenfläche
Beckenwand) 13 mm
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Tabelle 3: Karbonatisierungstiefen - Fortsetzung
Prüfstelle Lage Karbonatisierungstiefe Aufnahme der Prüfstelle
1 2 3 4
K 8 Bei Cl 8 (Außenfläche
Beckenwand) 34 mm
K 9 Bei Cl 9 (Außenfläche
Beckenwand) 33 mm
K 10 Bei Cl 10 (Außenfläche
Beckenwand) 34 mm
K 11 Bei Cl 11 (Außenfläche
Beckenwand) 43 mm
K 12 Bei Cl 12 (Außenfläche
Beckenwand) 16 mm
K 13 Bei Cl 13 (Oberseite
Bodenplatte) <5 mm
K 14 Bei Cl 14 (Oberseite
Bodenplatte) <5 mm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 17
Tabelle 3: Karbonatisierungstiefen - Fortsetzung
Prüfstelle Lage Karbonatisierungstiefe Aufnahme der Prüfstelle
1 2 3 4
K 15 Bei I 1 (Außenfläche
Beckenwand) 27 mm
K 16 Bei I 2 (Außenfläche
Beckenwand) 17 mm
K 17 Bei I 3 (Außenfläche
Beckenwand) 37 mm
K 18 Bei I 4 (Außenfläche
Beckenwand) 27 mm
K 19 Bei I 5 (Außenfläche
Beckenwand) >35 mm
K 20 Bei I 6 (Außenfläche
Beckenwand) 35 mm
K 21 Oberseite Bodenplatte <5 mm
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Tabelle 3: Karbonatisierungstiefen - Fortsetzung
Prüfstelle Lage Karbonatisierungstiefe Aufnahme der Prüfstelle
1 2 3 4
K 22 Innenfläche Beckenwand <5 mm
6 BEWERTUNG DER ERGEBNISSE
Beckenaußenseiten:
Die Kombination der Ergebnisse der durchgeführten P otentialfeldmessungen und der
weiteren begleitenden Untersuchungen zeigt, dass di e Potentialfeldmessung an den
Außenseiten der Beckenwände im vorliegenden Fall nu r bedingt bis wenig aussagekräftig
in Bezug auf die Korrosionsgefährdung der Bewehrung ist. Ursache hierfür sind im
Wesentlichen die folgenden Punkte:
• Die Potentialfeldmessung zeigt üblicherweise im We sentlichen die
Korrosionsbereitschaft der Bewehrung an, d.h. passi ve, noch vor Korrosion
geschützte Bewehrungsoberflächen lassen sich von lo kal depassivierten
Oberflächen anhand positiverer Potentialwerte unter scheiden. Wie die
durchgeführten Untersuchungen zur Karbonatisierungs tiefe zeigen, ist unabhängig
vom Chloridgehalt des Betons großflächig von einer Depassivierung der
Bewehrung infolge Karbonatisierung auszugehen.
• Die zahlreichen bereits an der Betonoberfläche fre iliegenden Bewehrungsstäbe und
stählernen Einbauteile stellen in den Potentailfeld ern häufig das jeweilige
Potentialminimum dar, wodurch ggf. in diesen Bereic hen vorhandene Korrosion an
tiefer im Beton liegender und ebenfalls korrodieren der Bewehrung nicht erkannt
wird.
• Die Grundsätzliche für die Potentialfeldmessung er forderliche Randbedingung der
elektrisch durchleitenden Verbindung der Bewehrung ist offenbar an den
Außenseiten der Beckenwände vielerorts nicht gegebe n, so dass der
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 19
Korrosionszustand dieser elektrisch nicht verbunden en Bewehrungsstäbe nicht
über die Potentialfeldmessung erfasst wird.
Unabhängig von der Aussagekraft der Potentialfeldme ssung zeigen die durchgeführten
Untersuchungen an den Außenseiten der Beckenwände jedoch folgendes Bild:
• Von den 12 an der Außenfläche der Beckenwand entno mmenen
Bohrmehlproben weisen 9 Proben in mindestens einer Tiefenlage einen
Chloridgehalt über dem Schwellenwert der RL SIB /4/ bzw. TR Instandhaltung
/5/ von 0,5 M.-%/Zement auf. Dabei steigen die Chlo ridgehalte bei den meisten
Proben über die Tiefe an. An 6 der Proben werden in mindestens einer
Tiefenlage (zum Teil in allen drei beprobten Tiefen lagen) Werte über 1,0 M.-
%/Zement erreicht.
• Die vorhandenen Betondeckungen sind in großen Fläc henbereichen
vergleichsweise gering. Vielerorts liegt Bewehrung oberflächlich frei und weist
teilweise bereits erhebliche Querschnittsverluste auf.
• Vor dem Hintergrund der ermittelten Karbonatisieru ngstiefen und der gessenen
Betondeckung ist davon auszugehen, dass die äußere Bewehrungslage bereits
großflächig im karbonatisierten Beton liegt und dam it korrosionsbereit ist, so
dass bei ausreichender Betonfeuchte Korrosion stattfindet.
• In Bezug auf eine Instandsetzung der Beckenaußense iten lassen sich aus den
Ergebnissen jedoch weder erforderliche Abtragstiefe n des Betons noch
Restquerschnitte der Bewehrung sicher ableiten, da sowohl
Querschnittsverluste wie auch Restquerschnitte nich t mit den gemessen
Potentialfeldern korrelieren.
Beckeninnenseite:
Die Untersuchungen an der Beckeninnenseite geben da gegen ein vergleichsweise klares
Bild. Weder die Chloridgehaltsprofile noch die Karb onatisierungstiefen sind hier in Höhe
der oberen Bewehrungslage in einer im Hinblick auf Bewehrungskorrosion relevanten
Größenordnung. Dieses Ergebnis ist erwartungsgemäß für die Innenseite eines derartigen
Schwimmbeckens. Die lokalen schwachen Potentialabse nkungen im Bereich der
Beprobungsstellen sind ggf. das Resultat einer Korr osion auf der Unterseite der
Beckenplatte oder ggf. auch nur einer lokal erhöhten Betonfeuchte.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 20
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff (RBW) wurde v on der Gebäudewirtschaft der
Stadt Köln mit Bauwerks- und Laboruntersuchungen im Zusammenhang mit der Ortung
von korrosionsaktiver Bewehrung am Stahlbeton-Schwi mmbad der städtischen
Gemeinschaftsgrundschule Porz-Ensen-Westhoven in Köln beauftragt.
Über die durchgeführten Bauwerks- und Laboruntersuc hungen, die dabei erzielten
Ergebnisse sowie eine Bewertung der Ergebnisse wird im vorliegenden Prüfbericht
berichtet.
Dipl.-Ing. M. Bruns
S. Menzler, M.Sc.
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 21
8 LITERATUR
/1/ DGZfP-Merkblatt ; Deutsche Gesellschaft für Zer störungsfreie Prüfung e.V.:
Merkblatt B3 Elektrochemische Potentialmessungen zu r Detektion von
Bewehrungsstahlkorrosion. (Ausgabe April 2014) Berl in : Deutsche Gesellschaft für
Zerstörungsfreie Prüfung e.V., 2014
/2/ Bruns, M.: Interpretation von Potentialfeldern unter besonderen Bedingungen. In:
Bauinstandsetzen und Baudenkmalpflege, 18. Jahrgang, Heft 5, 2012
/3/ Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prü fung - Merkblatt zur
zerstörungsfreien Betondeckungsmessung und Bewehrun gsortung an Stahl- und
Spannbetonbauteilen – Merkblatt B 02 – April 2014
/4/ DBV-Merkblatt: DBV-Merkblatt "Betondeckung und Bewehrung nach EC 2"
Fassung 12/2015
/5/ Springenschmid, R.: Anleitung zur Bestimmung de s Chloridgehaltes von Beton. In:
Deutscher Ausschuss für Stahlbeton DAfStb, Heft 401 . Beuth Verlag GmbH Berlin
1989
/6/ Deutscher Ausschuss für Stahlbeton; DAfStb; DAf Stb-Instandsetzungs-Richtlinie:
Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen. Teil 1: Allgemeine Regelungen und
Planungsgrundsätze. Teil 2: Bauprodukte und Anwendu ng. Teil 3: Anforderungen
an die Betriebe und Überwachung der Ausführung. Tei l 4: Prüfverfahren. Ausgabe
Oktober 2001. Berlin : Deutscher Ausschuss für Stah lbeton, 2001, inklusive
Ergänzungsblättern
/7/ Deutsches Institut für Bautechnik DIBt: Technis che Regel Instandhaltung von
Betonbauwerken (TR Instandhaltung), Fassung November 2019 (Entwurf)
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 22
9 ANHANG A: POTENTIALFELD- UND BETONDECKUNGSMESSUNG EN
Wand 1, Abschnitt 1 (x = 0 bis 0,6 m)
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Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 24
Wand 1, Abschnitt 2 (x= 1,3 bis 3,6 m)
Cl 1 Cl 2
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Auffälliger Bereich bei x = 1,6 m vermutlich durch freiliegende Stahlteile
Cl 1 bei x = 1,60 m und h ca. 40-50 cm
Cl 2 bei x = 2,40 m und h ca. 40 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 26
Wand 1, Abschnitt 3 (x = 4,4 bis 6,7 m)
Cl 3
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 27
Punktuelle Auffälligkeiten = freiliegende Stahlteile
Cl 3 bei x = 6,4 m und h ca. 5 - 10 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 28
Wand 2, Abschnitt 1 (x = 0,1 bis 2,7 m)
Cl 4
Cl 5
I 1
I 2
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Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 30
Punktuelle Auffälligkeiten = freiliegende Stahlteile
Cl 4 bei x = 0,7 m und h ca. 25 cm
Cl 5 bei x = 2,7 m und h ca. 15 cm
Bei x = 3,0 m (hinter der Stütze)
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Wand 2, Abschnitt 2 (x = 3,5 bis 6,2 m)
Cl 6
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Cl 6 bei x = 4,1 m und h ca. 25 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 33
Wand 2, Abschnitt 3 (x= 6,9 bis 9,6 m)
Cl 7
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Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 35
Cl 7 bei x = 8,6 und h = 10 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 36
Wand 2, Abschnitt 4 (x = 10,3 bis 13 m)
Cl 8 Cl 9
I 3
I 4 (Hohlstelle)
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Cl 8 bei 10,9 m und h = 40 bis 50 cm
Cl 9 bei 12,4 m und h = 60 bis 70 cm
Bei x= 10 m (hinter Stütze)
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Wand 3, Abschnitt1 (x= 0,1 m bis 2,3 m)
Cl 10 I 5
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Cl 10 bei 1,5 m und h = 40 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 40
Wand 3, Abschnitt 2 (x= 3,0 bis 5,3 m)
Cl 11
Cl 12 I 6
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 41
Cl 11 bei 3,5 und h = 70-80 cm
Cl 12 bei 3,7 m und h = 30 bis 40 cm
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 42
Wand 3, Abschnitt 3 (x= 6,0 bis 6,8 m)
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 43
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 44
Beckenboden
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10 ANHANG B: POTENTIALFELDER
Bild B1: Potentialfeld - Wand 1, Abschnitt 1 (Potenti ale in mV CSE )
Bild B2: Potentialfeld - Wand 1, Abschnitt 2 (Potenti ale in mV CSE )
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Bild B3: Potentialfeld - Wand 1, Abschnitt 3 (Potenti ale in mV CSE )
Bild B4: Potentialfeld - Wand 2, Abschnitt 1 (Potenti ale in mV CSE )
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Bild B5: Potentialfeld - Wand 2, Abschnitt 2 (Potenti ale in mV CSE )
Bild B6: Potentialfeld - Wand 2, Abschnitt 3 (Potenti ale in mV CSE )
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Bild B7: Potentialfeld - Wand 2, Abschnitt 4 (Potenti ale in mV CSE )
Bild B8: Potentialfeld - Wand 3, Abschnitt 1 (Potenti ale in mV CSE )
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Bild B9: Potentialfeld - Wand 3, Abschnitt 2 (Potenti ale in mV CSE )
Bild B10: Potentialfeld - Wand 3, Abschnitt 3 (Potent iale in mV CSE )
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11 ANHANG C: INSPEKTIONSSTELLEN
Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil Cl 4
-263 mV CSE ~27 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Bewehrung Betondeckung 0 – 15 0,68
1 Vertikalstab Ø10 mm 41 mm 15 – 30 0,68
30 – 45 1,54
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
Oberflächlich ggf. beginnende Korrosion, keine Querschnittsverluste
Bild C1: Inspektionsöffnung I 1
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Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil: Cl 5
-323 mV CSE ~17 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Bewehrung Betondeckung 0 – 15 1,01
3 Vertikalstäbe: 1 und 3:
Ø 10 mm; 2: Ø 6 mm;
1: 43 mm; 2: 32 mm;
3: 41 mm
15 – 30 1,36
30 – 45 1,75
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
1,3: keine Korrosionsspuren, keine Querschnittsverluste;
2: ganz leichte Korrosionsspuren, keine Querschnittsverluste
Bild C2: Inspektionsöffnung I 2
1
3 2
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Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil: Cl 8
-322 mV CSE ~37 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Bewehrung Betondeckung 0 – 15 1,14
1 Horizontalstab Ø6 mm
1 Vertikalstab Ø10 mm
Horizontalstab: 30 mm
Vertikalstab: 37 mm
15 – 30 1,01
30 – 45 1,34
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
Beide Stäbe sind deutlich korrodiert, sehr dunkle Korrosionsprodukte und leicht narbige Korrosion,
Querschnittsverluste von rd. 20 – 30 % (Horizontals tab) bzw. rd. 10 – 20 % (Vertikalstab)
Bild C3: Inspektionsöffnung I 3
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 53
Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil: Cl 9
-298 mV CSE ~27 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Bewehrung Betondeckung 0 – 15 0,41
In Hohlstelle: 2 Vertikal-
stäbe Ø9 – 10 mm
1: 13 mm
2: 15 mm
15 – 30
0,20
30 – 45 0,26
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
Beide Stäbe deutlich korrodiert, Querschnittsverluste von rd. 40%
Bild C4: Inspektionsöffnung I 4
1 2
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 54
Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil 10
-172 mV CSE >35 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Bewehrung Betondeckung 0 – 15 1,11
1 Vertikalstab (vermutl.
Bügel) Ø10 mm 12 mm 15 – 30 0,69
30 – 45 0,61
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
Stab praktisch durchgerostet
Bild C5: Inspektionsöffnung I 5
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 55
Übersicht:
Detail:
Potentialwert Karbonatisierungstiefe Nächstliegendes Chloridprofil: Cl 12
-307 mV CSE ~35 mm Tiefe [mm] Gehalt [M.-%/z]
Beschreibung Betondeckung 0 – 15 0,21
1 Bügel Ø9 - 10 mm 5 - 25 mm 15 – 30 0,23
30 – 45 0,65
Korrosionszustand der Bewehrung und weitere Bemerkungen
Stab vollständig korrodiert, Querschnittsverluste von rd. 60 - 70% (Restdicke ca. 3-4 mm)
Bild C6: Inspektionsöffnung I 6
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 56
12 ANHANG D: AUFNAHMEN DER BOHRMEHLENTNAHMESTELLEN
Bild D1: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 1
Bild D2: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 2
Bild D3: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 3
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 57
Bild D4: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 4
Bild D5: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 5
Bild D6: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 6
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 58
Bild D7: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 7
Bild D8: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 8
Bild D9: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 9
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 59
Bild D10: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 10
Bild D11: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 11
Bild D12: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 12
Ingenieurbüro Raupach Bruns Wolff B 6340 vom 27.10.2020 Seite 60
Bild D13: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 13
Bild D14: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 14
Bild D15: Aufnahme der Bohrmehlentnahmestelle Cl 15
Anlage 02 - Kurzbericht Stützen Kriechkeller
12695 Zeichen
Anlage 02 Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn r Ingenieuf® - Kurzbericht 17. 0557, SG6S Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 1 Hannake Zilinge FE 17 0557 STÄDT. GRUNDSCHULE PORZ-ENSEN-WESTHOVEN — HIER: STÜTZEN KRIECHKELLER Hohe Straße 77-79 51149 Köln erstattet an: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Ottoplatz 1 50679 Köln 30. Januar 2019 Igenr® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn inget U. neker, ai r «Enan! in. Hen Be \ " Kurzbericht 17.0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 2 2. Inhaltsverzeichnis 1. Titelblatt....esnnsnesnssensnneneenrennsnnnnennsnnnnnennnnnnnnnsnnennnnnnnnnnsnnnnsnnnnnsnnannn 1 2; Inhaltsverzeichnis...a..rsessiersnusconnvenensannennnennenio neun mennEnEn 2 3. Auftraggeber, Anlass und Aufgabenstellung .......unressnssennennnnennns 3 4. Verwendete Unterlagen .........nunussusnsnnnsnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnennnnnnnnennnnnnnen 3 5. Allgemeine Angaben zum Objekt ..........unsurnsnnneannnennennnnnnnnennnnnnnnnnnn 4 6. Fotodokumentation ......nuuusuresnnennneunnnnunnensnnunnnnunnunansnnnnnnnnnenennnnnnnnen 5 7. Bewertung -..:-u:0msna anne nun n nn Dann Tun na ann TanaErnn TREE 10 7.1. Bewertung des visuellen Erscheinungsbildes .........unsnnnennen- 10 7.2. Statische Bewertung .......euunsunnsnnnnnnnnnnunnnnnnunnnennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn 10 8. Temporäre Sicherungsmaßnahme und Handlungsempfehlung14 Inge Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure : Königswinterer Straße 329 : 53227 Bonn f iling® nneker, j . . \ ie: He we \ Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 3 3. Auftraggeber, Anlass und Aufgabenstellung Gemäß Beauftragung vom 16. Januar 2019 wurden Henneker Zillinger Beratende Ingenieure PartG mbB (HZI) durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln mit der Begutachtung der, das Schwimmbecken im Kriechkeller umlaufenden Stützen beauftragt. Die Stützen sollten starke Betonabplatzungen und Korrosion der Stahlbewehrung aufweisen. Seitens des Auftraggebers wurden als Sofortmaßnahmen zur Sicherung zusätzliche Stützen als notwendig erachtet. Aus der beauftragten Begutachtung sollte hervorgehen, wie die Standsicherheit bis zur Sanierung des Beckens gewährleistet werden kann. Die sich aus der Beauftragung ergebene Aufgabenstellung für die Projektbearbeitung beinhaltete: 1. die Beurteilung der Standsicherheit der Stützen, bzw. der zugehörigen Bauteile nach erfolgtem Ortstermin, 2. gegebenenfalls die Empfehlung bzw. Berechnung von entsprechenden Sicherungsmaßnahmen und 3. eine Empfehlung der weiteren Vorgehensweise für die Sicherung oder Wiederherstellung der Standsicherheit der betreffenden Bauteile. 4. Verwendete Unterlagen Es standen folgende Unterlagen zur Erstellung dieses Kurzberichtes zur Verfügung: e /1/ Bauwerksbuch zur 1-fach Turnhalle und Schwimmhalle, Stand 04. Mai 2011, aufgestellt von Henneker, Zillinger Ingenieure «e /2l Ergänzung zum Bauwerksbuch (Sichtprüfung 2015) zur 1-fach Turnhalle und Schwimmhalle; Stand 23. April 2015; aufgestellt durch Henneker, Zillinger Ingenieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure : Königswinterer Straße 329 : 53227 Bonn u, Zliger It Y Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 4 e /3/ Stellungnahme vom 10.03.2016: Schwimmbad — Schäden an Betonstütze im Tiefkeller, Baujahr ca. 1960; Stand 10. März 2016, aufgestellt durch Spitz Ingenieure e /4l DAfStb-Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (Instandsetzungsrichtlinie), Stand Oktober 2001 e /5/ Die neue Instandhaltungsrichtlinie des DAfStb — was erwartet uns?; Prof. Dr.-Ing. Raupach, RWTH Aachen; Vortrag anlässlich des 50. Aachener Baustofftages am 19. und 20. November 2015 in Aachen Hei mi 5. Allgemeine Angaben zum Objekt Die allgemeinen Angaben zum Gesamtobjekt können dem Bauwerksbuch /1/ bzw. /2/ entnommen werden. Bei dem betreffenden Bereich handelt es sich um Stützen, welche das Schwimmbecken im Kriechkeller umlaufen (vgl. Abb. 1). Abb. 1: Schalplan Kriechkeller mit Schwimmbad aus Ei mit (roten) Eintragungen im Zuge dieser Berichtserstellung Inge Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn inger _ ii neken 1 i ufhean) in, He we, Kurzbericht 17 0557, S66S Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 5 Die betreffenden Stützen haben Abmessungen von 20 cm x 20 cm und eine Höhe von ca. 150 cm. 6. Fotodokumentation Am 17. Januar 2019 fand ein Ortstermin zur Begutachtung des Kriechkellers statt. Anwesend waren hierbei Frau Schulten und Frau Roskosch, beide als Vertreter des Auftraggebers und Herr Werner Henneker und Herr Krage, beide als Vertreter des Auftragnehmers (HZI). Im folgenden Abschnitt wird der im Ortstermin festgestellte Zustand exemplarisch dokumentiert und die dabei vorgefundenen Schadensbilder kurz beschrieben. Die Stützen wurden beginnend bei Stütze „1“ (vgl. Abb. 1) im Uhrzeigersinn begutachtet. Zu beachten ist, dass nicht alle Stützen dokumentiert sind. Stütze 1: Betonabplatzungen infolge Bewehrungskorrosion Bild 1 (gene Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure : Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn alnor „,Zilnge Honneke nn % Kurzbericht 17 0557, 5665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 6 Stütze 3: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung an nachträglich mit mineralischem Material bearbeiteten Bereich Stütze 5: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung un Inganer® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn ige Hannake, a z Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 7 Stütze 7: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung Stütze 8: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung Ingenr® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure + Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn iger Hanneke 5 Kurzbericht 17.0557, S6GS Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 8 er Br Stütze 9: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung Stütze 11: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung Bild 7 Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Honncke Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 9 Br - eure „ige he Stütze 12: Rissbildung, Hohlstelle, beginnende Abplatzung Stütze 13: Rissbildung, Hohlstelle, Betonabplatzung Inge Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 : 53227 Bonn er lin Honnaket ee: Kurzbericht 17 0557, S66S Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 10 „ee 7. Bewertung 7.1. Bewertung des visuellen Erscheinungsbildes Stützen: Das visuelle Erscheinungsbild der Stützen ist geprägt von Hohlstellen und Rissen im Beton im unteren Stützendfrittel. Alle der insgesamt 14 Stützen zeigen starke Schäden. Schadensursächlich dafür ist korrodierende Bewehrung, wie durch Betonabplatzungen an den Stützen 1 (vgl. Bild 9) und 13 (vgl. Bild 1) ersichtlich ist. Ohne entsprechende Untersuchungen ist ein genaues Schadensbild nicht erstellbar, aber neben einer fortgeschrittenen Karbonatisierung des Betons ist bei entsprechenden Untersuchungen die Exposition von Chlorhaltigem Wasser zu berücksichtigen. 7.2. Statische Bewertung In der nachfolgenden Statischen Bewertung werden die aufzunehmenden Stützenlasten ermittelt. Da keine Bestandsunterlagen über die Kriechkellerdecke vorliegen, wird eine Deckenstärke von 20 cm mit einem Aufbaugewicht von 2,0 kN/m? angenommen. Aufgrund der geringen Stützweite sollten diese Werte auf der sicheren Seite liegen. In der Abbildung Abb. 2 wird der Schnitt A-A dargestellt. Hier ist zu erkennen, dass das Becken durch eine Fuge von der Decke getrennt ist. Die Stützen müssen also nur Lasten aus der Decke aufnehmen. In der Abbildung Abb. 3 wird die Stützweite der Decke zwischen der Stütze und der Wand (2,50 m) und zwischen den Stützen (3,20 m) in grün dargestellt. Die Stütze muss maximal folgende Lasten aufnehmen: Aus Eigengewicht: Fg = (2,50 m /2.x 3,20 m) x 0,20 m x 25 kN/m? + nieute Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn u, ge Honnek Et Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 11 _._ (2,50 m /2 x 3,20 m) x 2,00 kN/m? =28,0 kN Aus Verkehrslast: Fa = (2,50 m /2 x 3,20 m) x 5,00 kN/m? =20,0kN FotFg = =48,0kN Fa = 1,35 x 28,0 kN + 1,50 x 20 kN =67,8kN Fuge Fuge Abb. 2: Schnitt A-A Ingeiu® Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn inge! He nahen, zii N Kurzbericht 17 0557, S66S Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 12 “ Abb. 3: Spannweite der Decke Die Stützenabmessungen betragen 0,20 m x 0,20 m. Die Stütze könnte bei diesen Abmessungen und bei Ansatz eines C20/25 Betons folgende Lasten aufnehmen: Fra = 0,20 m x 0,20 mx 11,30 MN/m? = 0,452 MN = 452 kN Mit Berücksichtigung von Knicken für Mauerwerk: ® =0,85xa/t-0,0011x (her/t)? = 0,85 x 1,0 - 0,0011 x (1,5 / 0,20)? = 0,788 Fra = 0,80 x 452 kN x 0,788 = 284,9 kN >F4=67,8KkN Bei Stützenabmessungen von 0,12 m x 0,12 m könnte die Stütze noch folgende Lasten aufnehmen: Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure » Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 13 jeure her, uch Honnekel Ziling B\ Fra = 0,12 m x 0,12 m x 11,30 MN/m? = 0,162 MN = 162kN >Fa=67,8kN Mit Berücksichtigung von Knicken für Mauerwerk: ® =0,85xa/t- 0,0011 x (her/t)? = 0,85 x 1,0-0,001x (1,5/0,12)? = 0,678 Fra = 0,80 x 162 kN x 0,678 =87,9kN -Fa= 67,8 KN > Die Berechnung zeig, dass die Standsicherheit bei einem Stützenrestquerschnitt von 0,12 x 0,12 m noch gegeben ist. Der genaue, noch vorhandene Stützenquerschnitt ist jedoch nicht bekannt. Aus diesem Grunde empfehlen wir zur kurzfristigen \Wiederherstellung der Tragfähigkeit des Stützensystems weiterführende Maßnahmen. Hierbei sind zwei Varianten denkbar: 1.) Vollumfängliche Instandsetzung der Stahlbetonstütze (siehe hierzu auch Kapitel 8), 2.) je eine Mauerwerksstütze rechts und links neben der Stahlbetonstütze vorsehen. Wenn die Instandsetzung der Stahlbetonstützen nicht kurzfristig erfolgen kann, dann empfehlen wir die Erstellung von jeweils zwei zusätzlichen Mauerwerksstützen, jeweils rechts und links neben den Bestandsstützen. Je Mauerwerksstütze (0,24 m x 0,24 m, KS 12, Festigkeitsklasse 12, Mörtelgruppe Il) können unter Berücksichtigung von Knicken für Mauerwerk folgende Lasten aufgenommen werden: ®, =1,6-2,5/6 = 1,18 ® =0,85xa/t-0,0011x (he/t)? = 0,85 x 1,0 - 0,0011 x (1,5 / 0,24)? = 0,807 Honnahe .\ Kurzbericht 17 0557, S665 Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 14 ieure Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn zilinger at" Fra =0,80xAxfsx® Fra = 0,80 x 0,24 m x 0,24 mx 0,85 x 5,4 / 1,5 x 0,807 = 0,1138 MN = 113,8 kN >Fa=67,8kKN /2= 33,9 kN 8. Temporäre Sicherungsmaßnahme und Handlungsempfehlung Die im Kriechkeller begutachteten Stahlbetonstützen sind in ihrer Tragfähigkeit eingeschränkt: Es besteht kein _Gefahr-in-Verzug, aber ein umgehendes Handeln ist erforderlich, da die Standsicherheit akut gefährdet ist. Die kurzfristige Wiederherstellung der Tragfähigkeit des Stützensystems mit den zusätzlichen Mauerwerksstützen ist hierbei als auf die Stützen beschränkte Sicherungsmaßnahme zu sehen und sollte a) Innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen und b) ersetzt nicht die Ist-Zustandsfeststellung des gesamten Kriechkellers. Die allgemein vorgefundenen Schäden im Bereich des gesamten Kriechkellers sind augenscheinlich Standsicherheitsrelevant und bedürfen einer kurzfristigen, umfänglichen Begutachtung und Feststellung des Ist-Zustandes. Die an den Beckenaußenwänden bzw. den Kellerwänden ersichtlichen Schäden sind nachfolgend in zwei exemplarischen Bildern dargestellt. Ingenieurbüro Henneker, Zillinger Ingenieure - Königswinterer Straße 329 - 53227 Bonn Honnehe _— Zilinger Ingenieure N = i \ Kurzbericht 17 0557, S66S Porz-Ensen-Westhoven, Seite: 15 Bild 11 Keller-(außen-)wand Bild 10 Beckenaußenwand Im Allgemeinen gilt, dass zu keinem Zeitpunkt der (Rest-)Nutzung eines Gebäudes der Ist-Zustand den Mindest-Sollzustand (Abnutzungsgrenze) unterschreitet (vgl. Abb. 4). Der Ist-Zustand resultiert aus der Summe der vorhandenen Einwirkungen auf das Bauwerk und den entsprechenden Widerständen. Für die Erstellung eines fachgerechten Instandhaltungsplanes sind entsprechend geeignete Untersuchungen durchzuführen. Zustand Sun — > Instandsetzungs- “zeitpunkt N —__ Mindest- m Sollzustand x (Abnutzungsgrenze) ] N + Zeil Neubau Ende der geplanten Restnutzungsdauer Abb. 4: Zustands-Zeit-Diagramm mit möglichen Ist-Zustandsverlauf (inkl. Instandsetzung) /5/ Erstellt: Bonn, den 30. Januar 2019 « „Dipl.-Ing. (ru) Werner Henneker Weiter Henneker Sachverständiger für und Stahlbetonbau
Anlage 16 - Neubau_Grundriss EG
211 Zeichen
Anlage 16 Umkleide / Dusche / WC Lehrer Umkleide Pumi Turnhalle Barr. freie Umkleide / Regieraum / 1. Hilfe Raum Umkleide / Dusche / WC Machbarkeitsstudie Sport- und Schwimmhalle Köln - Porz Grundriss EG
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1650/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 02.06.2021
- Erstellt
- 30.04.2021 11:42