AN/1118/2021
Baumretter*innen – Erweiterung der Stadt Köln App um eine Bauminfo und -pflege- Funktion (inklusive Schnittstelle zum Baumkataster) für alle Kölner*innen
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
4525 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VIII/67
Vorlagen-Nummer
AN/1118/2021
Stand: 19.03.2024
Sachstandsbericht
Baumretter*innen – Erweiterung der Stadt Köln App um eine Bauminfo und -pflege-
Funktion (inklusive Schnittstelle zum Baumkataster) für alle Kölner*innen
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, das digitale Angebot der städtischen App zu erweitern und für
das ehrenamtliche Engagement der Kölner Bürger*innen weiter nutzbar zu machen. Eine
Schnittschnelle zum städtischen Baumkataster soll der Sorge um den städtischen Baumstand
und dem Informationsbedürfnis der Bürger*innen Rechnung tragen. Folgende Funktionen
möchten wir über eine Erweiterung der App zur Verfügung stellen:
I. Im Antrag AN/0473/2021 des Ausschusses Umwelt, Klima und Grün wurde die Erwei-
terung der Ausgabe von Standrohren beschlossen. Nun sollen die Entleiher*innen in
einer neuen Applikation auf einem Stadtplan bzw. per Suchfunktion in der App ange-
ben können, wo das Standrohr verortet ist und Kontaktmöglichkeiten zur weiteren Nut-
zung und Verleihung hinterlegen. Außerdem sollen Erklärungen, zum Beispiel per Vi-
deo, für die korrekte Nutzung der Standrohre und Baumpflege beim Gießen abgerufen
werden können. Es kann von Bürger*innen hinterlegt werden ob, wann und in wel-
chem Umfang ein Baum gegossen worden ist oder ggf. einer Wässerung bedarf, je
nach Art, Alter oder Standort des Baumes. Als Beispiel können hier die Applikation von
„GiesstKölle“ und sowie die Ergebnisse des BMBF-Forschungsprojekt „iResilience“
dienen.
II. Es soll eine Schnittstelle zum städtischen Baumkataster zur Verfügung gestellt wer-
den, in welchem die Kölner*innen alle hinterlegten Informationen zum Kölner Baumbe-
stand abrufen können. Weiterhin werden hier weitere Geodaten (z.B. Niederschläge,
Bodenbeschaffenheit usw.) aktuell eingespielt bzw. fest hinterlegt, um den „Alarm“ für
eine notwendige Baumgießung mit den entsprechenden Daten zu hinterlegen.
III. Es können Baum-(scheiben-)Leerstellen gemeldet werden, die das Grünflächenamt
dann verarbeitet und automatisiert in das Baumkataser aufnehmen kann. Hier können
die städtischen Baumpfleger*innen entlastet werden und auch auf Daten und Informa-
tionen von Bürger*innen zugreifen, wenn diese zum Beispiel Fotos via Applikation ein-
liefern.
IV. Es können geeignete Bäume oder Baumgruppen als Naturdenkmäler (ND) vorgeschla-
gen werden, die dann entsprechend in das ND-Kataster aufgenommen werden. Auch
können die Bürger*innen Biotopbäume vorschlagen. Beides schärft den Blick für den
wertvollen Kölner Baumbestand und schult die Bürger*innen im Baumschutz (Umwelt-
bildung).
V. Das Grünflächenamt soll anstehende Baumfällungen, welche u.a. bisher auch an die
Bezirksvertretungen gemeldet werden, mitsamt der Begründung in der Applikation zu
Verfügung stellen, sodass zum Beispiel Fällungen vorab angekündigt werden (weniger
Anrufe/Beschwerden für die Verwaltung). Ebenso werden die Ersatzpflanzungen dort
eingepflegt und somit die Bürger*innen darüber informiert.
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VI. Baumscheibenpatenschaften können von den Pat*innen örtlich und per Foto einge-
pflegt und per Filter gefunden und auch neue beantragt werden, außerdem können
Wassersäcke bei der Stadt beantragt werden.
VII. Nachbarschaftliches Engagement wie zum Beispiel Gieß-Aktionen können in der Ap-
plikation organisiert und angekündigt werden und sind sowohl in einem Kalender als
auch auf einer Karte abrufbar. Diese und weitere Aktionen sollen medial beworben
werden.
VIII. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum nächsten Digitalisierungsausschuss am
30.08.2021 eine Kosten- und Zeiteinschätzung für die zur Verfügungstellung der Appli-
kation für die Kölner Bürger*innen zu erarbeiten und vorzustellen, um eine Beauftra-
gung zu erwirken. Zusätzlich wird die Verwaltung gebeten aufzeigen, wie sie bei der
wünschenswerterweise hohen Zahl an Nutzereingaben eine hohe Informationsqualität
sicherstellt, da die beschriebenen App-Funktionen eine wichtige Voraussetzung für die
Nutzerakzeptanz sind.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Zum Sachstand der städtischen APP verweist die Verwaltung auf die Mitteilung 0226/2024 –
Zukunft der städtischen APP zur Sitzung des Digitalisierungsausschuss vom 04.03.2024.
Ein erster Sachstand zum oben genannten Beschluss hat die Verwaltung durch die Mitteilung
3481/2021 in den Digitalisierungsausschuss vom 22.11.2021 eingebracht.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Winter 2024
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
6022 Zeichen
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe Klimafreunde Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Digitalisierungsausschusses Manuel Jeschka Historisches Rathaus Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1118/2021 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Digitalisierungsausschuss 07.06.2021 Baumretter*innen – Erweiterung der Stadt Köln App um eine Bauminfo und -pflege- Funktion (inklusive Schnittstelle zum Baumkataster) für alle Kölner*innen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Jeschka, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Digita- lisierungsausschusses am 7. Juni 2021 aufzunehmen: Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, das digitale Angebot der städtischen App zu erweitern und für das ehrenamtliche Engagement der Kölner Bürger*innen weiter nutzbar zu machen. Eine Schnittschnelle zum städtischen Baumkataster soll der Sorge um den städtischen Baum- stand und dem Informationsbedürfnis der Bürger*innen Rechnung tragen. Folgende Funktio- nen möchten wir über eine Erweiterung der App zur Verfügung stellen: I. Im Antrag AN/0473/2021 des Ausschusses Umwelt, Klima und Grün wurde die Er- weiterung der Ausgabe von Standrohren beschlossen. Nun sollen die Entleiher*innen in einer neuen Applikation auf einem Stadtplan bzw. per Suchfunktion in der App an- geben können, wo das Standrohr verortet ist und Kontaktmöglichkeiten zur weiteren Nutzung und Verleihung hinterlegen. Außerdem sollen Erklärungen, zum Beispiel per Video, für die korrekte Nutzung der Standrohre und Baumpflege beim Gießen abge- rufen werden können. Es kann von Bürger*innen hinterlegt werden ob, wann und in welchem Umfang ein Baum gegossen worden ist oder ggf. einer Wässerung bedarf, je nach Art, Alter oder Standort des Baumes. Als Beispiel können hier die Applikation - 2 - von „GiesstKölle“ und sowie die Ergebnisse des BMBF-Forschungsprojekt „iResi- lience“ dienen. II. Es soll eine Schnittstelle zum städtischen Baumkataster zur Verfügung gestellt wer- den, in welchem die Kölner*innen alle hinterlegten Informationen zum Kölner Baum- bestand abrufen können. Weiterhin werden hier weitere Geodaten (z.B. Niederschlä- ge, Bodenbeschaffenheit usw.) aktuell eingespielt bzw. fest hinterlegt, um den „Alarm“ für eine notwendige Baumgießung mit den entsprechenden Daten zu hinter- legen. III. Es können Baum-(scheiben-)Leerstellen gemeldet werden, die das Grünflächenamt dann verarbeitet und automatisiert in das Baumkataser aufnehmen kann. Hier kön- nen die städtischen Baumpfleger*innen entlastet werden und auch auf Daten und In- formationen von Bürger*innen zugreifen, wenn diese zum Beispiel Fotos via Applika- tion einliefern. IV. Es können geeignete Bäume oder Baumgruppen als Naturdenkmäler (ND) vorge- schlagen werden, die dann entsprechend in das ND-Kataster aufgenommen werden. Auch können die Bürger*innen Biotopbäume vorschlagen. Beides schärft den Blick für den wertvollen Kölner Baumbestand und schult die Bürger*innen im Baumschutz (Umweltbildung). V. Das Grünflächenamt soll anstehende Baumfällungen, welche u.a. bisher auch an die Bezirksvertretungen gemeldet werden, mitsamt der Begründung in der Applikation zu Verfügung stellen, sodass zum Beispiel Fällungen vorab angekündigt werden (weni- ger Anrufe/Beschwerden für die Verwaltung). Ebenso werden die Ersatzpflanzungen dort eingepflegt und somit die Bürger*innen darüber informiert. VI. Baumscheibenpatenschaften können von den Pat*innen örtlich und per Foto einge- pflegt und per Filter gefunden und auch neue beantragt werden, außerdem können Wassersäcke bei der Stadt beantragt werden. VII. Nachbarschaftliches Engagement wie zum Beispiel Gieß-Aktionen können in der Ap- plikation organisiert und angekündigt werden und sind sowohl in einem Kalender als auch auf einer Karte abrufbar. Diese und weitere Aktionen sollen medial beworben werden. VIII. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum nächsten Digitalisierungsausschuss am 30.08.2021 eine Kosten- und Zeiteinschätzung für die zur Verfügungstellung der Ap- plikation für die Kölner Bürger*innen zu erarbeiten und vorzustellen, um eine Beauf- tragung zu erwirken. Zusätzlich wird die Verwaltung gebeten aufzeigen, wie sie bei der wünschenswerterweise hohen Zahl an Nutzereingaben eine hohe Informations- qualität sicherstellt, da die beschriebenen App-Funktionen eine wichtige Vorausset- zung für die Nutzerakzeptanz sind. Begründung: Die Hitzesommer der letzten Jahre sind weder an den Kölner*innen noch an un- serem Baumbestand spurlos vorbei gegangen: Zahlreiche Initiativen und Nach- barschaftsvereinigungen besorgter und engagierter Bürger*innen haben sich ehrenamtlich verabredet, um die Bäume in ihren Straßen zu gießen. Klimaneut- ralität 2035 heißt auch, den Baumbestand zu schützen und ihn an die neuen Witterungsverhältnisse anzupassen. Die Kölner Innenstadt ist um 6° heißer als die Kölner Außenbezirke. Bäume tragen hier zum verbesserten Stadtklima und der Abkühlung maßgeblich bei. Wir möchten die Digitalisierungsstrategie der Stadt unterstützen und den Bür- ger*innen vermehrt intelligente Services online anbieten. Die bereits bestehende Struktur wie zum Beispiel Beteiligungsmöglichkeiten wie die App „Sag‘s uns“ möchten wir kontinuierlich um weitere Funktionen erweitern. - 3 - Dies ist eine der Maßnahmen der Bürger*innenbeteiligung zum Thema Klima- schutz, die das Ziel hat, dass unsere Stadt 2035 klimaneutral wird. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Lino Hammer Grüne- Fraktionsgeschäftsführer Mike Homann SPD- Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz CDU- Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. Jennifer Glashagen Volt- Fraktionsvorsitzende Nicoline Gabrysch/John Akude Ratsgruppe Klimafreun- de
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- AN/1118/2021
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 31.05.2021
- Erstellt
- 25.05.2021 11:52