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2016/0337

Feststellung des Jahresabschlusses 2015 des Eigenbetriebes für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) Verwendung des Jahresergebnisses 2015 und Entlastung der Betriebsleitung

Magistratsvorlage 10.08.2016

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1. Betriebsleiterin des Eigenbetriebes
für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)

Vorlage für die Betriebskommission des EAD
zur Sitzung am 15. Juli 2016

Tagesordnungspunkt: 5

Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2015 des Eigenbetriebes
für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD);
Verwendung des Jahresergebnisses 2015 und Entlastung der
Betriebsleitung

Vorlage vom 01. Juli 2016 zu beschließen:

Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistrat und der Stadtverordnetenver-
sammlung, folgende Beschlüsse zu fassen:

1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 des Eigenbetriebes für kommunale
Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) wird nach erfolgter Prüfung durch den Wirt-
schaftsprüfer mit einem Jahresverlust in Höhe von 304.550,11 € (im BgA Gewerb-
iche Abfallentsorgung und Reinigung, im BgA Krematorium sowie im BgA Zoo
Vivarium nach Steuern) festgestellt.

2. Das Jahresergebnis wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

3. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2015 werden offen-
gelegt.

4. Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember
2015 entlastet.

Beschluss der Betriebskommission des EAD vom 15.07.2016:

Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

— N

Pr

SabingKleindiek
1.Betkiebsleiterin

Begründung zur Vorlage vom 01. Juli 2016

1) Die Betriebsergebnisse stellen sich wie folgt dar: Ergebnis 2015
BZ 6750 Straßenreinigung/Winterdienst 7.397,66 €
BZ 6760 Kanalbetrieb -214.697,90 €
BZ 7200 Abfallentsorgung 0,00 €
BZ 7204 Kompostanlage -29.216,11€
P 39 Schulbusbetrieb 75.587,34 €
HB 7700 Werkstatt/Betriebshof -158.524,18 €
BZ 7201 BgA Gew.Abfallentsorgung und Reinigung -192.666,99 €
BZ 6300 Straßenunterhaltung -46.899,11 €
BZ 6770 Zentraler Gebäudedienst 429.963,79 €
BZ 7502 BgA Krematorium Waldfrieden 118.127,22 €
BZ 7603 _BgA Zoo Vivarium -142.447,15 €
Jahresverlust nach Steuern -304.550,11 €

2) Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden:

a) Jahresverlust BgA Gew.Abfallentsorgung und Reinigung (BZ 7201)

Jahresverlust vor Steuern -192.666,99 €
davon für den Haushalt der Stadt

(Bruttobetrag) 0,00 €

b) Jahresverlust Kompostanlage (BZ 7204)

c) Jahresverlust Werkstatt und Betriebshof (HB 7700)

d) Jahresverlust Schulbusbetrieb

e) Jahresverlust Kanalbetrieb (BZ 6760)

f) Jahresverlust Straßenunterhaltung (BZ 6300)

g) Jahresgewinn Straßenreinigung u. Winterdienst - Sonstiger Bereich - (BZ 6750)
h) Jahresgewinn Zentraler Gebäudedienst (BZ 6770)

i) Jahresgewinn BgA Krematorium Waldfrieden (BZ 7502)

j} Jahresverlust BgA Zoo Vivarium (BZ 7603)

Summe Vortrag auf neue Rechnung

Summe Ergebnisverwendung = Jahresergebnis

für den EAD
-192.666,99 €

-29.216,11€
-158.524,18 €
-75.587,34 €
-214.697,90 €
-46.899,11 €
7.397,66 €
429.963,79 €
118.127,22 €
-142.447,15 €

-304.550,11€

BK Vorl Begründung Ergebnisverwendung 2015 xIsx

3) Erläuterungen

Die Unterdeckung in dem Gebührenbereich des Betriebszweiges Abfallentsorgung (BZ 7200) in Höhe von
151.759,48 € wurde im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses durch Abbau der Verbindlichkeiten
aus Gebührenüberschuss Abfallentsorgung ausgeglichen.

Die Überdeckung in dem Gebührenbereich des Betriebszweiges Straßenreinigung/Winterdienst (BZ 6750) in
Höhe von 713.786,77 € wurde im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses durch Aufbau der
Verbindlichkeiten aus Gebührenüberschuss Straßenreinigung ausgeglichen.

Der Gewinn in den sonstigen Bereichen des Betriebszweiges 6750 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Verlust der Kompostanlage (BZ 7204) wird auf neue Rechnung vorgetragen. «

Der Verlust des Hilfsbetriebs Werkstätten und Betriebshof (HB 7700) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Verlust des Schulbusbetriebs wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Verlust im Bereich BZ 6760 Kanalbetrieb wird auf neue Rechnung vorgetragen und mit den Gewinnen der
Vorjahre verrechnet.

Der Verlust im Bereich BZ 6300 Straßenunterhaltung wird auf neue Rechnung vorgetragen und mit den
Gewinnen aus den Vorjahren ausgeglichen.

Der Gewinn im Bereich Zentraler Gebäudedienst (BZ 6770) wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Gewinn des BgA Krematoriums Waldfrieden (BZ 7502) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Verlust im BgA Gew. Abfallentsorgung und Reinigung (BZ 7201) wird auf neue Rechnung vorgetragen und
mit Gewinnen aus Vorjahren verrechnet.

Im Ergebnis des BgA Zoo Vivarium wurden im Geschäftsjahr erstmalig die Erstattungen für den
Verlustausgleich als Erträge verbucht. Da der Verlustausgleich nicht das gesamte Ergebnis ausgleichen
konnte, wird der verbleibende Verlust auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses ergibt sich für die Betriebskommission aus $ 7 Abs. 2
Ziffer 5 der Betriebssatzung des EAD, die Beschlussfassung für die Stadtverordnetenversammlung nach 89
der Betriebssatzung des EAD.

Im Übrigen wird auf den geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen
Jahresabschluss zum 31.12.2015, den Lagebericht 2015 sowie auf den beigefügten Prüfbericht der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG verwiesen.

Gemäß dem Prüfungsstandard 720 des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) zu 8 53 HGrG
(Haushaltsgrundsätzegesetz) in analoger Anwendung des & 171 Abs. 1 AktG (Aktiengesetz, hier: Teilnahme
des Wirtschaftsprüfers an der Sitzung des Aufsichtsorgans über die Verhandlung des Jahresabschlusses) wird
zu diesem Punkt mind. ein Vertreter oder Vertreterin der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers AG zur Betriebskommissionssitzung eingeladen.

Anlage: Prüfungsbericht 2015 und Entwicklung Eigenkapital EAD

BK Vorl Begründung Ergebnisverwendung 2015 xIsx

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2016/0337

3859 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: EAD 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0337 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2015 des Eigenbetriebes für kommunale 
Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)  
Verwendung des Jahresergebnisses 2015 und Entlastung der Betriebsleitung  
 
Vorlage vom: 10.08.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat beschließt die Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung, folgende 
Beschlüsse zu fassen:  
 
1. Der Jahresabschlu ss zum 31. Dezember 2015 des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben 
und Dienstleistungen (EAD) wird nach erfolgter Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer mit 
einem Jahresverlust in Höhe von 3 04.550,11 € (im BgA Gewerbliche Abfallentsorgung und 
Reinigung, im BgA Krematorium sowie im BgA Zoo Vivarium nach Steuern) festgestellt.  
 
2. Das Jahresergebnis wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

- 2 - 
 
 
3. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2015 werden offen gelegt.  
 
4. Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31.Dezember entlastet.  
 
 
Anlagen: 1. kompletter Vorlagetext für die Betriebskommission_Jahresabschluss 2015  
2. Auszug aus Prüfbericht von PricewaterhouseCoopers  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.08.2016: 
 
Die Betriebskommission des EAD hat in ihrer Sitzung am 15. Juli 2016 den Jahresabschluss 
per 31. Dezember 2015 vorgelegt bekommen. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung den 
Jahresabschluss erläutert. Die Betriebskommission hat beschlossen, dem Magistrat und der 
Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, den Jahresverlust in Höhe von 304.550,11 € (im 
BZ 7201 BgA Abfallentsorgung und Reinigung, im BZ 7502 BgA Krematorium sowie BZ 7603 
BgA Zoo Vivarium nach Steuern) festzustellen, sowie die Verwendung des Jahresergebnisses zu 
billigen. 
 
Der Jahresverlust wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
Der Ausgleich der Kostenunterdeckung im Gebührenbereich des Betriebszweiges 
Abfallentsorgung sowie der Kostenüberdeckung im Gebührenbereich des Betriebszweiges 
Straßenreinigung/Winterdienst erfolgte bereits im Jahresabschluss. Eine Ergebnisverwendung 
hierzu ist nicht mehr erforderlich. Die Finanzierung der Unterdeckung erfolgt aus der 
Verbindlichkeit an die Gebührenzahler aus Gebührenüberschüssen. Die Überdeckung wird 
durch den Aufbau der Verbindlichkeit aus Gebührenüberschüssen ausgeglichen. 
 
Im Ergebnis des BgA Zoo Vivarium wurden im Geschäftsjahr erstmalig die Erstattungen für den 
Verlustausgleich als Erträge verbucht. Da der Verlustausgleich nicht das gesamte Ergebnis 
ausgleichen konnte, wird der verbleibende Verlust auf neue Rechnung vorgetragen.  
 
Im Übrigen wird auf den komplett beigefügten Beschluss der Betriebskommission vom 15. Juli 
2016 einschließlich der Darstellung der Zusammensetzung des Jahresverlustes 2015 sowie auf 
die Auszüge aus dem Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers 
AG hingewiesen. 
 
 
 
Darmstadt, 10 .08.2016 
 
 
 
Der Dezernent IV  
 
 
 
 
André Schellenberg  
Stadtkämmerer  
 
Anlage: kompletter Vorlagetext für Betriebskommission  
  Auszug aus Prüfbericht von PricewaterhouseCoopers

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115839 Zeichen

B. Grundsätzliche Feststellungen

I.

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Betriebsleitung

8. Nachfolgend stellen wir zusammengefasst die Beurteilung der Lage des Eigenbetriebs durch die Be-
triebsleiterin (siehe Anlage I) dar:

. Über den Geschäftsverlauf des Jahres 2015 bzw. die Lage des Eigenbetriebes zum 31. Dezember

2015 äußert sich die Betriebsleiterin wie folgt:

Die Aufgaben des EAD umfassen unverändert zum Vorjahr Abfallwirtschaft, Straßenreinigung
und Winterdienst, Kanalbetrieb, Straßenunterhaltung, Gebäudereinigung und Hauswirtschaft
sowie den Betrieb von Schulbussen, des Krematoriums, des Zoos Vivarium und der Werkstatt.
Hinzugekommen ist im Berichtsjahr der Betrieb von Schulmensen.

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Betriebserträge sind durch ge-
stiegene Umsatzerlöse und Erlöse aus Kostenerstattungen für Müllverbrennung und Biodiversi-
tät um TE 1.714 gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Betriebsaufwendungen nur unterpropor-
tional erhöht, so dass ein Verlust in Höhe von TE 305 (Vorjahr TE 1.445) ausgewiesen wird. Auf-
wandserhöhend hat sich der Anstieg des Personalaufwands um T€ 1.121 bedingt durch Tarifer-
höhung und Personaleinstellungen für die neuen Geschäftsfelder ausgewirkt. Gegenläufig ha-
ben sich insbesondere aufgrund der gesunkenen Mietaufwendungen die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen um TE 406 reduziert.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis hat sich leicht um TE 31 erhöht. Besonders geprägt wurde
dieses Ergebnis durch den realisierten Beteiligungsertrag in Höhe von T& 450 sowie Abschrei-
bungen auf Finanzanlagen in Höhe von TE 532. Der Zinssaldo hat sich aufgrund gesunkener
Zinsaufwendungen leicht verbessert.

Unter Berücksichtigung des Verlustausgleichs im Bereich Vivarium - der von der Stadt Darm-
stadt im aktuellen Wirtschaftsjahr teilweise ausgeglichen wurde - hat sich ein Jahresverlust von
TE 305 (Vorjahr: TE 1.445 ohne Verlustausgleich) ergeben.

Die Ertragslage der einzelnen Sparten hat sich unterschiedlich entwickelt.

e Das Jahresergebnis im Bereich Straßenreinigung und Winterdienst hat sich insgesamt um
TE 50 auf TE 7 (Vorjahr: -TE 43) verbessert. Positiv haben sich die gestiegenen Umsatzerlöse
aufgrund der Gebührenerhöhung für die Straßenreinigung zum 1. Januar 2015 ausgewirkt.
Die planmäßig eingetretene Gebührenüberdeckung von TE 714 wurde in die Verbindlich-
keiten gegenüber dem Gebührenzahler eingestellt.

e Im Kanalbetrieb wurde ein Jahresverlust in Höhe von T€ 215 (Vorjahr Jahresgewinn T€ 67)
erwirtschaftet. Die witterungsbedingten Verzögerungen am Jahresanfang im Bereich der
Kanalsanierung und Untersuchung der Hausanschlüsse konnten im Jahresverlauf. nicht
mehr aufgeholt werden. Bereits von der Stadt abgerufenen Mittel in Höhe von T€ 268 wur-
den auf das Folgejahr übertragen.

0.0767764.001

PwC

10

« Der Bereich der hoheitlichen Abfallentsorgung schließt das Wirtschaftsjahr 2015 nach dem
Abbau der Gebührenausgleichsverpflichtung in Höhe von T€ 152 (Vorjahr T€ 1.084) mit ei-
nem ausgeglichenen Ergebnis. Das Ergebnis wurde zusätzlich in Höhe von TE 536 durch
Kostenerstattungen für Vorjahre positiv beeinflusst.

e Die Kompostierungsanlage hat einen Jahresverlust in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: Jahresge-
winn T€ 22) erwirtschaftet.

* Aufgrund höherer interner Leistungsverrechnungen hat sich der Verlust des Bereichs Werk-
statt mit Betriebshof um TE 185 auf TE 159 verringert.

° _ImBereich Schulbusbetrieb konnte der Jahresverlust um T€ 136 auf TE 76 reduziert werden.
Die Umsatzerlöse konnten aufgrund zusätzlicher Fahrten gesteigert werden.

e Das Jahresergebnis des Bereichs BgA gewerbliche Abfallentsorgung/Reinigung ist in einen
Verlust von TE 193 (Vorjahr Gewinn T€ 13) umgeschlagen. Die Abschreibungen auf Finanz-
anlagen in Höhe von TE 532 konnten durch die angestiegenen Umsatzerlöse sowie die er-
zielten Einsparungen bei den Betriebskosten nicht vollständig aufgefangen werden.

e Der Bereich Straßenunterhaltung schließt mit einem Jahresverlust von T€ 47 (Vorjahr Jah-
resgewinn TE 14) ab. Der Gesamtzustand des Straßennetzes hat dazu beigetragen, dass die
Anzahl der Schlaglochreparaturen und somit der Materialaufwand angestiegen ist.

e Das Jahresergebnis des Bereichs Zentraler Gebäudedienst konnte aufgrund von Preisanpas-
sungen, Zusatzaufträgen im Rahmen der Reinigung von Flüchtlingsunterkünften und der
Aufnahme des Betriebs der Schulmensen um T€ 334 auf T& 430 verbessert werden.

e Aufgrund der stark angestiegenen Kremierungszahlen in 2015 hat sich der Jahresgewinn
nach Steuern im BgA Krematorium von TE 84 auf T& 118 erhöht.

e Durchdie im Wirtschaftsjahr 2015 erzielten Beteiligungserträge und Zuschüsse für Biodiver-
sität konnte der Verlustausgleich der Stadt auf T& 465 reduziert werden. Außerdem wurde
dieser Verlustausgleich bereits im laufenden Ergebnis erfasst. In Summe konnten TE 143
nicht ausgeglichen werden und müssen als Verlust vorgetragen werden.

Die Investitionen beliefen sich in 2015 auf insgesamt € 3,5 Mio. Sie entfielen unverändert zum
Vorjahr vorrangig auf die Anschaffung von Kommunal- und Spezialfahrzeugen.

Die stichtagsbezogene Beschäftigtenzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag von
632 auf 665. Zum 1. März 2015 wurde eine Tariferhöhung von 2,4 % wirksam. Die leistungsori-
entierte Vergütung blieb unverändert bei 2 % des Jahresentgelts.

Im Bereich des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit werden insbesondere Projekte zur Was-
sereinsparung, Solarstromerzeugung und Reduzierung der CO,-Emissionen abgewickelt. Dar-
über hinaus besteht seit 2013 für das Personal der Stadt Darmstadt die Möglichkeit zur Nutzung
des Job-Tickets. Darüber hinaus werden u.a. eine Kampagne zum Thema Bio-Tonne und Leis-
tungen zur Erhaltung der Biodiversität durchgeführt.

Die Entwicklung der Vermögenslage war im Berichtsjahr im Wesentlichen durch die Abschrei-
bungen auf Finanzanlagen geprägt. Das Anlagevermögen hat um T€ 1.006 abgenommen. Die
Anlagendeckung durch das Eigenkapital liegt bei 36 % (Vorjahr 32 %). Die Eigenkapitalquote

0.0767764.001

hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die Zuführungen zur Kapitalrücklage um 2,4 Prozent-
punkte auf 28,3 % erhöht (Vorjahr 25,9%). Durch einen geringeren Jahresverlust hat sich die
Eigenkapitalrentabilität von -10,2 % in 2014 auf -1,9% in 2015 verbessert.

Hinsichtlich der Finanzlage zeigt sich ein Anstieg der Liquidität I. Grades durch den deutlichen
Anstieg der flüssigen Mittel. Bei der Liquidität II. Grades besteht eine absolute Überdeckung in
Höhe von T& 709 (Vorjahr: TE 1.146).

10. Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sowie die Prognose des Eigenbetriebs erläutert
die Betriebsleiterin wie folgt:

11.

Der EAD nutzt ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur systematischen Erfassung von
Risiken mit einer Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen. Ergeb-
nisse der durchgeführten Risikoinventuren werden im Risikobericht erfasst und der Betriebs-
kommission im Rahmen der Quartalsberichte vorgelegt.

Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf den Eigenbe-
trieb haben könnten, sind nicht bekannt.

Risiken werden insbesondere in der Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Ent-
sorgungsmarkt gesehen. Der EAD hat jedoch durch langfristige Verträge die Entsorgung we-
sentlicher Abfallarten gesichert.

Es werden keinerlei Finanzinstrumente, z.B. zur Absicherung gegen Zinssatz- und andere
Marktschwankungen, eingesetzt. Zur Absicherung der üblichen Finanzierungsrisiken dienen
ein funktionierendes Forderungsmanagement und eine regelmäßige Überprüfung des Liquidi-
tätsplans.

Durch entsprechende Wartungsverträge können Ausfälle und fehlerhafte Informationssysteme
im IT-Bereich nahezu ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde eine IT-Sicherheits-
leitlinie der Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelt.

Zum Risikomanagement bezüglich der Beteiligungsgesellschaften gehören regelmäßig abge-
haltene Sitzungen mit den Geschäftsführern. Es existieren Kontrollmechanismen dahingehend,
dass Protokolle und „to do - Listen“ erstellt sowie regelmäßige Ergebniskontrollen (Bilanz,
G&V, Profit Genter Berichte) durchgeführt werden.

Hervorgehoben werden der Ausstieg aus der Beteiligung an der biolog GmbH, die Strategie
hinsichtlich des Vivariums und die Entwicklungen in der Abfallwirtschaft, hierbei insbesondere
die Entwicklungen bei der Entsorgung der Elektroaltgeräte und des Wertstoffgesetzes.

Zur Prognose wird von der Betriebsleitung insbesondere auf die Entwicklung der Gebühren-
haushalte und die neuen Geschäftsfelder Mensabetrieb und Graffiti-Entfernung eingegangen.
Für das Geschäftsjahr 2016 sind Umsatzerlöse in Höhe von T€ 54.626 und ein Jahresverlust
von T€ 693 - ohne Verlustübernahme Vivarium - geplant.

Die Beurteilung der Lage des Betriebes, insbesondere die Beurteilung des Fortbestandes und der
wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Betriebes, ist plausibel und fol-

gerichtig abgeleitet. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen

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12,

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14.

15.

12

ist die Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreterin dem Umfang nach angemessen und inhaltlich
zutreffend.

II. Wesentliche Geschäftsvorfälle
Abwertung der Beteiligung und Ausleihung an biolog GmbH

Der EAD ist mit 33,3% bzw. an der Biolog GmbH, Büttelborn, beteiligt. Aufgrund der unbefriedi-
genden Erlössituation beabsichtigt der EAD, aus der Gesellschaft auszuscheiden. Daher haben die
Gesellschafter am 20. April 2016 beschlossen, dass die verbleibenden Gesellschafter die Anteile
des EAD zu einem Preis von T& 25 übernehmen. Der EAD wird so gestellt, als seier zum 31. De-
zember 2015 aus der Gesellschaft ausgeschieden. Insbesondere der laufende Verlust und weitere
Investitionen sind nicht mehr zu tragen. Darüber hinaus verzichtet EAD auf einen Teil des Gesell-
schafterdarlehens in Höhe von T€ 430 und erhält den Restbetrag des Darlehens in Höhe von T& 75
zurückgezahlt. Beteiligung und Darlehensforderung wurden daher entsprechend um zusammen
TE 532 wertberichtigt.

Kapitalerhöhung

Mit dem Schreiben vom 24. März 2016 wurden aus dem Haushalt der Stadt Darmstadt TE 1.000
zum Ausgleich der langfristig aufgelaufenen Verluste, die nicht mehr ausgleichbar sind, in die Ka-
pitalrücklage des EAD eingelegt. Der EAD weist zum Bilanzstichtag eine Forderung in derselben
Höhe gegen den Haushalt und verbundene Unternehmen der Stadt Darmstadt aus.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der EAD hat im Berichtsjahr ein Darlehen bei der Deutschen Kreditbank AG in Höhe von T& 1.940
aufgenommen. Das Darlehen wurde zum 31. Juli 2015 ausgezahlt. Es ist mit 1,385% verzinslich
und ist mit vierteljährlichen Annuitäten in Höhe von TE 36 zu begleichen. Die Laufzeit ist bis zum
30. Juni 2030 vereinbart.

Verbindlichkeiten für Gebührenausgleich

Die handelsrechtlichen Verbindlichkeiten für Gebührenausgleich haben sich in den einzelnen
Sparten wie folgt entwickelt:

Straßen- Abfall-
reinigung entsorgung Kompostanlage
€ € €
Stand 1.1.2015 129.779,16 1.011.616,78 452.586,09
Entnahme 0,00 -151.759,48 0,00
Zuführung 713.786,77 0,00 0,00
Stand 31.12.2015 843.565,93 859.857,30 452.586,09

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13

Kostenüberdeckungen bzw. Kostenunterdeckungen des Wirtschaftsjahres 2015 in den hoheitli-
chen Gebührenbereichen Straßenreinigung und Abfallentsorgung wurden im Jahresabschluss
2015 in Höhe von TE 562 ergebniswirksam gebucht.

Abgrenzung der Erlöse im Kanalbetrieb

Witterungsbedingt konnten im Beauftragungszeitraum 2015 Unterhaltungsarbeiten zur Untersu-
chung der Hausanschlüsse und Sanierung der öffentlichen Kanäle in Höhe von rd. TE 268 nicht
ausgeführt werden. Die dem EAD zur Verfügung stehenden Mittel für die punktuelle Kanalsanie-
rung wurden aber wie in den Vorjahren abgerufen und als Erlöse vereinnahmt. Im Berichtsjahr
wurden entsprechend T& 268 durch die Bildung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens ab-
gegrenzt.

Gebührenerhöhung

Die Gebühren für die Straßenreinigung wurden zum 1. Januar 2015 für alle Reinigungsklassen um
durchschnittlich 24,44 % erhöht. Dadurch stiegen die Umsatzerlöse in diesem Bereich um T& 928,
bereinigt um die Zuführung zur Verbindlichkeit aus dem Gebührenausgleich um T€ 217 - gegen-
über dem Vorjahr an.

Kostenerstattungen SAVAG/ZAS

Die SAVAG/ZAS hat aus den Gewinnen, die sie in Vorjahren mit der Verwertung des u.a. vom EAD
angelieferten Mülls erwirtschaftet hat, eine Gewinnausschüttung in Höhe von T& 536 an den EAD
vorgenommen. Diese ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Betriebszweigs hoheitliche
Abfallentsorgung enthalten.

Verlustausgleich für den BgA Zoo Vivarium

Im Zuge der im Geschäftsjahr 2010 erfolgten Übertragung des BgA Zoo Vivarium von der Stadt
Darmstadt auf den EAD hat sich die Stadt verpflichtet, daraus entstehende Verluste bis zu einem
Maximalbetrag von € 1,15 Mio abzüglich etwaiger Beteiligungserträge aus der Beteiligung an der
HEAG auszugleichen, Im Berichtsjahr erfolgswirksam erfasste Zuschüsse der Stadt für die Erhal-
tung der Biodiversität in Höhe von TE 234 wurden von dem Ausgleichsbetrag ebenfalls in Abzug
gebracht. Der damit entstehende Verlustausgleich in Höhe von rd. TE 465 wurde erstmalig bereits
im Jahr der Entstehung ergebniswirksam erfasst so dass ein vom EAD zu tragender Verlust von TE
142 verbleibt. In Vorjahren war der Verlustausgleich erst nach Feststellung des Jahresabschluss im
Folgejahr gegen den Verlustvortrag gebucht worden. Auf den Verlustausgleich des laufenden Jah-
res hat die Stadt Darmstadt unterjährig Abschlagszahlungen in Höhe von T€ 398 geleistet. Der
Restsaldo wurde zum Bilanzstichtag als Forderung gegen den Haushalt der Stadt Darmstadt in
Höhe von TE 67 ausgewiesen.

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20.

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II. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 9. Juni 2016 den
folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie An-
hang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Eigenbetriebs für kommu-
nale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD), Darmstadt, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lage-
bericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtli-
chen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Betriebsleiterin des Eigenbetriebes. Unsere Auf-
gabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jah-
resabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB und 8 27 Abs. 2 EigBGes Hess unter Be-
achtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ord-
nungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durch-
zuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab-
schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebe-
richt vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin-
reichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Ei-
genbetriebs sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nach-
weise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Ba-
sis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzie-
rungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleiterin des Eigenbetriebes so-
wie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung
bildet,

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der. Ver-
mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jah-
resabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

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25.

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C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren die Buchführung, der nach den für alle Kaufleute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften (88 242 bis 256 HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Ei-
genbetriebsgesetzes Hessen (88 22 bis 27) aufgestellte Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2015 und der Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2015. Die Verantwor-
tung für die Ordnungsmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht trägt die ge-
setzliche Vertreterin des Eigenbetriebes. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung da-
hin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung und die sie er-
gänzenden Bestimmungen des EigBGes Hess beachtet worden sind. Den Lagebericht haben wir da-
raufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkennt-
nissen in Einklang steht und insgesamt eine zutreffende Votstellung von der Lage des Eigenbetriebes
vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
zutreffend dargestellt sind.

Bei unserer Prüfung haben wir auftragsgemäß die Vorschriften des 853 Abs. 1 Nr. 1 und 2HGrG
und den hierzu vom IDW nach Abstimmung mit dem Bundesministerium der Finanzen veröffent-
lichten Prüfungsstandard "Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach
8 53 HGrG" (IDW PS 720) beachtet.

Die Beurteilung der Angemessenheit des Versicherungsschutzes des Eigenbetriebs, insbesondere ob
alle Wagnisse bedacht und ausreichend versichert sind, war nicht Gegenstand des uns erteilten Auf-
trags zur Jahresabschlussprüfung.

Unsere Prüfung haben wir in den Monaten Dezember 2015 (vorbereitende Prüfungshandlungen)
sowie April bis Mai 2016 überwiegend in den Geschäftsräumen des Eigenbetriebes in Darmstadt
durchgeführt. Abschließende Prüfungshandlungen haben wir im Juni 2016 in unserem Büro in
Frankfurt am Main durchgeführt.

Ausgangspunkt war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014.

Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der 88 316 ff. HGB und die in den Prü-
fungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet.
Danach haben wir unsere Prüfung so angelegt, dass wir Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die
gesetzlichen Vorschriften, die sich auf die Darstellung des den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahresabschlusses wesentlich auswir-
ken, erkennen konnten. Nicht Gegenstand unseres Auftrages waren die Aufdeckung und Aufklärung
strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstige Untreuehandlungen, und au-
Berhalb der Rechnungslegung begangener Ordnungswidrigkeiten. Prüfungsplanung und Prüfungs-

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16

durchführung haben wir jedoch so angelegt, dass diejenigen Unregelmäßigkeiten, die für die Rech-
nungslegung wesentlich sind, mit hinreichender Sicherheit aufgedeckt werden. Die gesetzliche Ver-
treterin des Eigenbetriebes ist für die Einrichtung und Durchsetzung geeigneter Maßnahmen zur
Verhinderung bzw. Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten verantwortlich; die Überwachung obliegt
der Betriebskommission, die dabei auch das Risiko der Umgehung von Kontrollmaßnahmen berück-
sichtigt.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir uns zunächst einen aktuellen
Überblick über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Eigenbetriebs verschafft. Darauf auf-
bauend haben wir uns ausgehend von der Organisation des Eigenbetriebes mit den Unternehmens-
zielen und -strategien beschäftigt, um die Geschäftsrisiken zu bestimmen, die zu wesentlichen Feh-
lern in der Rechnungslegung führen können. Durch Gespräche mit der Betriebsleitung und durch
Einsichtnahme in Organisationsunterlagen des Eigenbetriebes haben wir anschließend untersucht,
welche Maßnahmen der Eigenbetrieb ergriffen hat, um diese Geschäftsrisiken zu bewältigen. In die-
sem Zusammenhang haben wir eine Prüfung der Angemessenheit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems des Eigenbetriebes durchgeführt. Die Prüfung des internen Kontrollsys-
tems erstreckte sich vor allem auf folgende Bereiche, die einen engen Bezug zur Rechnungslegung
haben:

®  Kontrollumfeld des Eigenbetriebs

e Regelungen, die auf die Feststellung und Analyse von für die Rechnungslegung relevanten Risi-
ken gerichtet sind

e Einrichtung von Kontrollaktivitäten durch die Unternehmensleitung als Reaktion auf die festge-
stellten Risiken

e  Buchführungssystem und Management-Informationssystem sowie unternehmensinterne Kom-
munikationsprozesse

« Überwachung des internen Kontrollsystems durch die Betriebsleitung.

Die Prüfungshandlungen zum internen Kontrollsystem haben wir schwerpunktmäßig in den fol-
genden betrieblichen Funktionen und Bereichen durchgeführt:

«e Anlagenbuchhaltung

« Personalabrechnung

e  Beschaffungswesen

«  Verkaufbzw. Gebührenabrechnung.

Das Ziel der vorstehend beschriebenen Prüfungshandlungen bestand insbesondere darin, die Ge-
schäftsrisiken festzustellen, die eine besondere Gefahrenquelle für wesentliche Fehler in der Rech-

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17

nungslegung darstellen. Diese Kenntnisse haben wir bei der Bestimmung unseres weiteren Prü-
fungsvorgehens berücksichtigt. In den Bereichen, in denen die Betriebsleitung angemessene interne
Kontrollen zur Begrenzung dieser Risiken eingerichtet hat, haben wir Funktionsprüfungen durch-
geführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Der Grad
der Wirksamkeit dieser internen Kontrollen bestimmte anschließend Art und Umfang unserer Prü-
fung einzelner Geschäftsvorfälle und Bestände sowie der von uns durchgeführten analytischen Prü-
fungshandlungen. Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei dem Eigenbetrieb eingerichteten
internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials ausgehen konnten,
haben wir die Untersuchung von Einzelvorgängen weitgehend eingeschränkt. Insbesondere bei Ge-
schäftsvorfällen, die nach ihrer Art in größerer Zahl nach identischen Verfahren erfasst und - nach
unseren bisherigen Feststellungen im Rahmen eines wirksamen internen Kontrollsystems - abgewi-
ckelt wurden, trat die Prüfung der stetigen Anwendung der maßgeblichen internen Kontrollen des
Eigenbetriebs in den Vordergrund. In den übrigen Bereichen haben wir im Wesentlichen Einzelfall-
prüfungen auf der Basis von Stichproben und analytische Prüfungshandlungen durchgeführt.

Nachfolgend geben wir einen Überblick zu den von uns bei der Jahresabschlussprüfung gesetzten
Prüfungsschwerpunkten:

« Bewertung Finanzanlagen,
® Rückstellungen und
®  Umsatzerlöse.

Zur Prüfung der Posten des Jahresabschlusses des Eigenbetriebes haben wir u.a. Liefer- und Leis-
tungsverträge, Darlehensverträge, sonstige wesentliche Verträge sowie sonstige Geschäftsunterla-
gen eingesehen. An der Inventur der Vorräte haben wir aufgrund der untergeordneten Bedeutung
des Postens nicht teilgenommen. Im Hinblick auf die Erfassung möglicher Risiken aus bestehenden
Rechtsstreitigkeiten haben wir Rechtsanwaltsbestätigungen und zur Prüfung der Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir Saldenbestätigungen zum 31. Dezem-
ber 2015 eingeholt. Zur Prüfung der geschäftlichen Beziehungen mit Kredit- und Finanzdienstleis-
tungsinstituten haben wir uns zum 31. Dezember 2015 Bankbestätigungen zukommen lassen.

Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen und der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtun-
gen haben uns versicherungsmathematische Gutachten von unabhängigen Sachverständigen vor-
gelegen, deren Ergebnisse wir verwerten konnten.

Von der Betriebsleiterin und den von ihr beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklä-
rungen und Nachweise erbracht worden.

Die Betriebsleiterin hat uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresab-
schluss und zum Lagebericht erteilt.

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D. Feststellungen zur Rechnungslegung
I.  Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen ordnungsgemäß und ent-
sprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmen-
den Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung und Jahresab-
schluss.

Bei unserer Prüfung haben wir keine Sachverhalte festgestellt, die dagegen sprechen, dass die von
dem Eigenbetrieb und der Count + Care GmbH getroffenen organisatorischen und technischen
Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme
zu gewährleisten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unseren Feststellungen grundsätz-
lich dazu geeignet, die vollständige und richtige Erfassung, Verarbeitung, Dokumentation und Si-
cherung des Buchungsstoffs zu gewährleisten. Fehler im Rechnungswesen haben wir im Zusammen-
hang mit unseren obengenannten Empfehlungen nicht festgestellt.

2. Jahresabschluss

Im Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 des Eigenbetriebs
für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) wurden die gesetzlichen Vorschriften ein-
schließlich der rechtsformspezifischen Vorschriften für Eigenbetriebe sowie die Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung beachtet.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und
den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Dabei wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Aus-
weis- und Bewertungsvorschriften eingehalten.

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind vollständig und
zutreffend.

Bei der Berichterstattung im Anhang wurde von der Schutzklausel des 8 286 HGB Gebrauch ge-
macht und Angaben zu den Bezügen der Betriebsleiterin unterlassen. Die Inanspruchnahme der
Schutzklausel ist nach dem Ergebnis unserer Prüfung nicht zu beanstanden.

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3. Lagebericht

Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der
Betriebssatzung. Er steht mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Er-
kenntnissen in Einklang. Der Lagebericht vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der
Lage des Eigenbetriebs. Nach unserer Auffassung sind im Lagebericht die wesentlichen Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt. Die Angaben nach 8 26 EigBGes und
$ 289 Abs. 2 HGB sind vollständig und zutreffend.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beach-
tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebes.

Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Jahresabschlusses gehen wir nachfolgend pflicht-
gemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen ein (8 321 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss ist durch eine gegen-
über dem Vorjahr unveränderte Bilanzierung gekennzeichnet.

Zur Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelnen verweisen wir auf die
Angaben im Anhang. Wesentliche Geschäftsvorfälle sind in Abschnitt B.II erläutert.

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III. Weitere Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Kapitalstruktur

43. Nachfolgend haben wir zum Einblick in die Vermögens- und Kapitalstruktur die Zahlen der Bilanz
zum 31. Dezember 2015 (siehe Anlage II) aufbereitet und dem Vorjahr gegenübergestellt.

31.12.2015 31.12.2014 | Veränderung
TE % TE % TE %
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vernögensgegenstände 1061| 0,2 1201| 0,2 -14| -11,7
Sachanlagen 41.128| 73,0] 41.496| 76,2 -368| -0,9
Finanzanlagen 2.539] _ 45| 3.163] 5,8]  -624| -19,7
-2,2
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 606 1,1 685 1,3 -79| -11,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.943 3,51 1.302 2,4 641| 49,2
Forderungen an den Haushalt und verbundene
Unternehmen der Stadt Darmstadt 4.875 8,7| 3.896 7,2 979| 25,1
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 149 0,3 342 0,6 -193| -56,4
Flüssige Mittel 4.1201 7,3] 2.493) 4,86] 1.627| 65,3
Übrige Aktiva 839 14 948 1,7 -109| -11,5
2.866| 29,7
1.860 3,4
Passiva
Lang- und mittelfristig verfügbare Mittel
Eigenkapital 15.925| 28,3] 14.115) 25,9] 1.810) 12,8
Rückstellungen (Pensionen, Altersteilzeit und
Beihilfen) -6,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2,5
Sonstige Verbindlichkeiten (Gebührenausgleich) 35,3
5,9
Kurzfristig verfügbare Mittel
Rückstellungen 1.344 2,4| 1.090 2,0 254| 23,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.397 2,51 1.250 2,3 147| 11,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.739 3,1] 2.590 4,8) -851) -32,9
Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt und
verbundenen Unternehmen der Stadt Darmstadt 1.150 2,01 2.082 3,8 -932| -44,8
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 169) 0,3 9 02 701 70,7
Übrige kurzfristige Passiva 99,0
-11,9
100,0| 54.445| 100,0 3,4

44. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.860 bzw. 3,4 % erhöht.

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Auf der Aktivseite hat sich das langfristig gebundene Vermögen bei Zugängen von TE 3.465, Ab-
schreibungen von TE 4.376 und Nettoabgängen von TE 94 von T& 44.779 auf TE 43.773 verringert.
Von den Abschreibungen entfallen TE 532 auf Beteiligung und Ausleihungen Biolog GmbH.

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist per Saldo um TE 2.866 angestiegen. Dies ist bedingt durch
den um T€ 1.627 gestiegenen Bestand an flüssigen Mitteln, durch den Anstieg der Forderungen ge-
gen den Haushalt der Stadt Darmstadt um T€ 979, der die Forderung aus der Einzahlung der Kapi-
talrücklage von TE 1.000 beinhaltet, und durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um T€ 641.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des geringeren Jahresverlustes bei gleichzei-
tiger Erhöhung der Kapitalrücklage von T€ 1.000 sowie des Verlustausgleichs Vivarium (T€ 1.142)
für das Vorjahr um T€ 1.810 erhöht.

Bei den langfristig verfügbaren Fremdmitteln ist ein Anstieg von TE 947 zu verzeichnen, der im We-
sentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund einer Darlehens-
aufnahme sowie den Aufbau der sonstigen Verbindlichkeiten aus den Gebührenausgleichsverpflich-
tungen zurückzuführen ist.

Die kurzfristig verfügbaren Mittel sind um T€ 897 rückläufig. Wesentliche Veränderungen betreffen
mit TE 932 den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt und verbundenen Unter-
nehmen der Stadt sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um
TE 851. Gegenläufig haben sich die übrigen kurzfristigen Passiva im Wesentlichen durch die Ab-
grenzung im Kanalbetrieb (T€ 268) erhöht.

In der Vermögensstruktur hat sich der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum Bi-
lanzstichtag auf 77,7 % verringert (Vorjahr 82,2 %).

Die Kapitalstruktur zeigt, dass sich aufgrund der angestiegenen Bilanzsumme der Anteil der lang-
bis mittelfristig verfügbaren Mittel erhöht hat und mit 88,2 % in hohem Maße zur Gesamtfinanzie-
rung beiträgt (Vorjahr 86,2 %). Die Eigenkapitalquote hat sich bei gestiegener Bilanzsumme und
unter Berücksichtigung der Kapitaleinlage von 25,9 % auf 28,3 % erhöht.

Das Anlagevermögen ist zu 36 % (Vorjahr 32 %) durch eigene Mittel finanziert. Die eigenen Mittel
und das langfristig verfügbare Fremdkapital von zusammen TE 49.672 (Vorjahr TE 46.915) decken
das Anlagevermögen vollständig.

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53.

54.

22

Finanzlage
Die Finanz- und Liquiditätslage lässt sich anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung darstel-
len:

2015 2014

TE TE

Jahresverlust -305| -1.445
‚Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Finanzanlagen 4.377| 3.950
Veränderung der Rückstellungen -121 -592
Gewinn/Verlust (saldiert) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -107 -148
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 19) -134
Zu-/Abnahme der Vorräte und Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -239 256
Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 410]  -2.394
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge(-) 1.115) 1.166
Ertragssteueraufwand (+)/-ertrag (-) 145 28
Ertragssteuerzahlungen -51 -33

Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und
Sachanlagen

Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen

Einzahlungen aus Zuschüssen für das Anlagevermögen

Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

Erhaltene Zinsen

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit

Einzahlungen aus dem Verlustausgleich Zoo Vivarium für das Vorjahr
Einzahlungen aus dem Verlustausgleich Zoo Vivarium für das laufende Jahr
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
Auszahlungen an die Stadt

Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten
Gezahlte (-) Zinsen

Mittelzu/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Der Finanzmittelfonds erhöhte sich im Berichtsjahr von TE 2.493 auf T& 4.120. Die Mittelzuflüsse
aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 4.404 und der Finanzierungstätigkeit von TE 458 deck-

ten den Mittelabfluss aus der Investitionsstätigkeit von T€ 3.235 vollständig.

Der Finanzmittelfonds umfasst den Bestand an Kassen-und Bankguthaben zum Bilänzstichtag.

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23

Ertragslage

55. Nachfolgend haben wir zum Einblick in die Ertragslage die Zahlen der Gewinn- und Verlustrech-
nung (siehe Anlage II) nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert und den Ver-
gleichszahlen des Vorjahres gegenübergestellt:

2015 2014 T Ergebnis-
veränderung

% TE %
Umsatzerlöse 98,8) 1.002 2,0
Aktivierte Eigenleistungen 0,0 27| >100,0
Übrige betriebliche Erträge >100,0
3,4
Materialaufwand -1,4
Personalaufwand 4,8
Planmäßige Abschreibungen 2,7
Übrige betriebliche Aufwendungen 13,0
Betriebliche Steuern 0,0
-1,8
Betriebsgewinn/-verlüst 571 1,1 252] -0,5 823| >100,0
Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.196 2,3] -1.165| -2,3 -31 2,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 625 1,2] -1.417 2,8 7932| -55,9
Ertragsteuem 145 0,3 28 0,1 -117| >100,0
Erträge aus Verlustübernahme 465 0,9 0| 00 465] >100,0
Jahresverlust -305| -0,6| -1.445| -2,9| 1.140) -78.9]

56. Die Umsatzerlöse des Eigenbetriebs gliedern sich wie folgt auf:

2015 | 2014 Veränderung |
TE % | TE % TE %

Straßenreinigung/Winterdienst 7626| 15,1 7.409| 15,0 217 2,9
Kanalbetrieb 3.922 7,8 3.898 7,9 24 0,6
Abfallbeseitigung (hoheitlich) 18.327| 36,4| 19.055) 38,6 -728| -3,8
Kompostanlage 102 0,2 128 0,3 -26| -20,3
Schulbusbetrieb 1.154 2,3 989 2,0 165| 16,7
Werkstatt 309 0,6 329 0,7 -20| -6,1
BgA Abfall und Reinigung 6.568] 13,01 6.446) 13,1 122 1,9
Straßenunterhaltung 1.802 3,6| 1.760 3,6 42 2,4
Zentraler Gebäudedienst 8.464| 16,8] 7.563] 15,3 901| 11,9
BgA Krematorium 1.401 2,8] 1.061 2,1 340| 32,0
BgA Zoo Vivarium 649 709 1,4
Übrige 2

0.0767764.001

57.

58.

59.

60.

61.

62.

63.

24

Die Umsatzerlöse sind insgesamt um T€ 1.002 (2 %) angestiegen.

e Durch die zum 1. Januar 2015 durchgeführte Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren
konnte der Bereich Straßenreinigung/Winterdienst seine Umsatzerlöse um T€ 928 - bereinigt
um die Einstellung in die Verbindlichkeiten aus Gebührenausgleich um TE 217 - steigern.

+ Das Gebührenaufkommen im Bereich der hoheitlichen Abfallentsorgung liegt auf Vorjahresni-
veau. In Folge von Kosteneinsparungen konnte das Ergebnis in diesem Bereich verbessert wer-
den und die damit zusammenhängende Entnahme aus den Verbindlichkeiten aus Gebühren-
ausgleich mit TE 152 deutlich gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.084) zurückgenommen werden.

e Auf die Umsatzerlöse im Bereich Schulbusbetrieb haben sich die Zusatzfahrten zu den Aus-
wärtsspielen des lokalen Fußballvereins positiv ausgewirkt (+T€ 165).

e Die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich zentraler Gebäudedienst sind im Wesentlichen auf
Sonderbeauftragung zur Unterkunftsreinigung in Zusammenhang mit der Notaufnahme von
Flüchtlingen sowie auf die im Berichtsjahr durchgeführte Preisanpassung zurückzuführen. Zu-
sätzlich konnten durch die Aufnahme des Betriebs der Schulmensen T& 187 im Bereich zentra-
ler Gebäudedienst realisiert werden.

* Der Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich BgA Krematorium ist auf die Erhöhung der Kremie-
rungszahlen um 45,4 % zurückzuführen, die hauptsächlich aus einer Kooperation mit der be-
nachbarten Gemeinde resultierte.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 685 resultiert mit TE 535 aus Kostenüberde-

ckungen der SAVAG und des ZAS aus Vorjahren sowie mit TE 234 aus Zuschüssen der Stadt Darm-

stadt zur Förderung und Erhaltung der Biodiversität. Gegenläufig sind die Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen um T€ 122 zurückgegangen.

Der Materialaufwand hat sich korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse um T€ 281 erhöht.
Der Rückgang der Energie- und Treibstoffkosten hat sich aufwandsmindernd ausgewirkt.

Der Anstieg des Personalaufwands um TE 1.121 ist im Wesentlichen auf die Tariferhöhung von
2,4% zum 1. März 2015 sowie Neueinstellungen insbesondere im Bereich zentraler Gebäudedienst
zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TE 406 betrifft im Wesentlichen die
geringeren Aufwendungen aus der Anmietung von Schulbussen.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich um TE 31 geringfügig verschlechtert. Den im Wirt-
schaftsjahr erzielten Beteiligungserträgen (T€ 450), Zinserträgen (T& 81) und Erträgen aus Auslei-
hungen (TE 29) stehen Aufwendungen für Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TE 532
und Zinsaufwendungen von T€ 1.225 gegenüber.

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus der Verlustübernahme aus dem Bereich Vivarium in Höhe von
TE 465 erzielt (Vorjahr: TE 0).

0.0767764.001

Pwt

25

64. Das Jahresergebhis verteilt sich auf die einzelnen Betriebszweige wie folgt:

r

2015 | 2014 | Verän- |

Straßenreinigung/Winterdienst
Kanalbetrieb
Abfallbeseitigung (hoheitlich)
Kompostanlage
Schulbusbetrieb

Werkstatt

BgA Abfall und Reinigung
Straßenunterhaltung
Zentraler Gebäudedienst
BgA Krematorium

\BgA Zoo Vivarium

derung
TE

43 50
-282

0.0767764.001

65.

66.

26

E. Feststellungen gemäß 8 53 HGrG

Bei unserer Prüfung haben wir auftragsgemäß die Vorschriften des 853 Abs. 1 Nr. 1 und 2HGrG
sowie IDW PS 720 (Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach 8 53 HGrG)
beachtet. Dementsprechend haben wir auch geprüft, ob die Geschäfte ordnungsgemäß, d.h. mit der
erforderlichen Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den einschlägigen handelsrechtlichen Vor-
schriften und den Satzungsbestimmungen, geführt worden sind.

Die erforderlichen Feststellungen haben wir in diesem Bericht und in’Anlage III (Fragenkatalog zur
Prüfung nach 8 53 HGrG) dargestellt. Über diese Feststellungen hinaus hat unsere Prüfung keine
Besonderheiten ergeben, die nach unserer Auffassung für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit
der Betriebsleitung von Bedeutung sind.

0,0767764.001

67.

68.

Puc
27

F. Feststellungen aus der Prüfung der Erfolgsübersicht

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir gemäß 8 27 Abs. 2 EigBGesHess die Erfolgsübersicht (An-
lage V) auf ihre Ableitung aus der Gewinn- und Verlustrechnung und die sachgerechte Zuordnung
gemeinsamer Aufwendungen und Erträge auf die einzelnen Betriebszweige untersucht.

Die Aufwendungen und Erträge werden verursachungsgerecht in der für den jeweiligen Betriebs-
zweig getrennt geführten Buchhaltung erfasst. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, er-
folgt die Zurechnung aufgrund von Verteilungsschlüsseln. Die Vorgehensweise ist auskunftsgemäß
unverändert zum Vorjahr. Die in der Erfolgsübersicht getroffene Zurechnung der Aufwendungen
und Erträge zu den Betriebszweigen ist nach den im Rahmen der Prüfung getroffenen Feststellun-
gen nicht zu beanstanden.

0.0767764.001

Pwc

G. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses des Eigenbetriebs für kommu-
nale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD), Darmstadt, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2015 und des Lageberichts für dieses Wirtschaftsjahr erstatten wir in Über-
einstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichter-
stattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. unter "Wiedergabe des Bestätigungs-

vermerks" enthalten.

Frankfurt am Main, den 9. Juni 2016

. L
PricewaterhouseCoopefs

Wirtschaftsprüfffngsgesellschaft

pa. DE

dia Burck
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

0.0767764.001

Anlage I

Eu mm
=D
EB m Lagebericht 2015
1

Übersicht

1. Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf mit Ertragslage
3. Investitionen

4. Personal und Umwelt

5. Vermögens- und Kapitallage

6. Finanzlage

7. Nachtragsbericht

8. Chancen und Risiken, Prognosebericht

Anlage I

x Mosl
BD=AD
En Lagebericht 2015
2

1. Rahmenbedingungen

Ausgehend von der Hessischen Gemeindeordnung und in Verbindung mit dem
Hessischen Eigenbetriebsgesetz wird der Betrieb ohne eigene Rechtspersön-
lichkeit als Sondervermögen der Stadt gemäß den Bestimmungen der Betriebs-
satzung geführt,

Der Zweck des Eigenbetriebes ist die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung
von Abfällen für die Darmstädter Bürgerschaft, die Darmstädter Betriebe / Insti-
tutionen / Dienstleistungsbereiche, die Reinigung öffentlicher Straßen und We-
ge und die Durchführung der Verkehrssicherungspflicht im Winter nach dem
Hessischen Straßengesetz. Weitere Aufgaben sind der Betrieb der öffentlichen
Kanäle mit Ausnahme des Kanalneubaus, die Straßenunterhaltung, die Gebäu-
dereinigung, Schulmensen und Hauswirtschaft öffentlicher Einrichtungen ein-
schließlich der öffentlichen Toiletten, der Betrieb von Werkstätten, die Ein-
äscherung von Verstorbenen (Krematorium), der Schulbusbetrieb und der Be-
trieb des Zoos Vivarium. Der Zoo Vivarium, das Krematorium Waldfrieden und
die gewerbliche Abfallentsorgung und Reinigung werden jeweils als getrennte
Betriebe gewerblicher Art geführt.

Die Bereiche werden jeweils als eigene Betriebszweige abgerechnet.

Der Betrieb kann sich zur Erfüllung der Aufgaben im gesetzlich zulässigen Um-
fang der Hilfe geeigneter Dritter bedienen sowie im Rahmen der rechtlichen
Möglichkeiten die Aufgabenerfüllung auch über das Gebiet der Stadt Darmstadt

hinaus erweitern.

Die Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Einfluss auf die Kosten
und Leistungsstruktur des Eigenbetriebes. Die strukturellen Veränderungen in
Bevölkerung und Bebauung wirken sich in erhöhten Leistungen aus.

=AD

Anlage I

Lagebericht 2015
3

Gemäß den statistischen Berichten, herausgegeben vom Amt für Wirtschaft und
Stadtentwicklung - Statistik und Stadtforschung - hat sich die Wissenschafts-

stadt Darmstadt wie folgt entwickelt:

| Anzahl 2013 2014 2015
Bevölkerung 151.944 154.002 157.390
Wohngebäude 22.939 22.625 22.662
Wohnungen 79.691 78.129 78.899

Aufgrund der Aufgabenstruktur ist der EAD in einem großen Maße abhängig
von der allgemeinen Konjunkturentwicklung vor allem in Deutschland, den Ten-
denzen am Arbeitsmarkt und der finanziellen Lage der öffentlichen Haushalte.

Für den EAD wichtige von der allgemeinen Wirtschaftslage bestimmte Einfluss-
faktoren sind die Preisentwicklungen bei Kraftstoffen und der Altpapierindex.

Der durchschnittliche Preis pro Liter Dieselkraftstoff, mit dem der Fuhrpark be-
lastet wird, betrug in 2015 1,17 €/Liter und lag unter dem Durchschnittspreis
von 2014 (1,35 €/Liter).

Die für die Stabilität des Abfallgebührenhaushalts und die Ergebnislage des Be-
triebs gewerblicher Art „Gewerbliche Abfallentsorgung/Reinigung“ wichtigen
Altpapierpreise stiegen bis in das 4. Quartal hinein weiter an. Das Preisniveau
im Oktober 2015 lag rund 60% über dem zum Jahresende 2014. Bis Jahresen-
de 2015 fielen die Preise wieder. Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung
im Durchschnitt im Mehrjahresvergleich:

Jahresduchschnitt |Jahresduchschnitt
Mittelwert in €/Mg] Mittelwert in €/Mg

Anlage I

M m

BIZAD

Zn Lagebericht 2015
4

2. Geschäftsverlauf mit Ertragslage

Abw GJ-VJ

in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
\_® _Umsatzerlöse 50.351- 49.349- 1.002-

«_ Sonstige betriebliche Erträge 1.265-| 580- 685

« Aktivierte Eigenleistungen 49- 22- 27-
Umsatz + sonst betr. Erträge + akt. Ei-
| genleistungen 51.665- 49.951- 1.714-
Materialaufwand 19.838 19.557 281
Personalaufwand 24.641 23.520 1.121
Abschreibungen bilanziell 3.845 3.950 105-
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.713 3.119 406-
Betriebsergebnis 629- 195 824-
Erträge aus Beteiligungen 450- 0 450-
Erträge aus Ausleihungen 29- 44- 15
Abschreibung auf Finanzanlagen 532 0 532
Zinsertrag_ 81- 101- 20
Zinsaufwand 1.225 1.311 86-
Zinssaldo ü 1.144 1210] 66-|
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst. 568 | 1.361 793-
Sonstige Steuern 57 57 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 145 28|_ 117
Erträge aus Verlustausgleich 465- {0} 465-
Jahresergebnis 305 1.445 1.140-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von TE 305 (im VJ Jah-
resverlust vor Verlustausgleich Vivarium TE 1.445), jeweils nach Steuern.

Die Umsatzerlöse im Wirtschaftsjahr 2015 betrugen TE 50.351 (im VJ TE
49.349). Die Umsatzsteigerung zum Vorjahr beträgt somit +2,03% Der geplante
Jahresverlust vor Steuern lag bei T€ 1.039. Im Wesentlichen war die Umsatz-
steigerung bedingt durch die Gebührenerhöhung im Bereich Straßenreinigung
zum 01.01.2015.

Der realisierte Beteiligungsertrag der HEAG Holding AG in Höhe von TE 450
trug positiv zum Ergebnis bei. Im Bereich Vivarium führten erstmalig Erträge
aus dem Verlustausgleich in Höhe von TE 465 und sonstige betriebliche Erträge
in Höhe von T€ 234 für die Leistungen des Zoos im Rahmen der Maßnahmen
zur Biodiversität zu einem verbesserten Ergebnis, wobei der Verlustausgleich in

Anlage I

[1]
=D
m Lagebericht 2015

5

den Vorjahren außerbilanziell berücksichtigt wurde. Des Weiteren sind die
sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund von Gewinnausschüttungen in Höhe
von TE 536 des ZAS und der SAVAG GmbH gestiegen.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis ist von der Abwertung einer Beteiligung und
des nichtwerthaltigen Darlehens an einer Beteiligung in der Gesamthöhe von
TE 532 geprägt.

Verluste bzw. Kostenunterdeckungen fallen in den Bereichen Kanalbetrieb,
Straßenunterhaltung, Kompostierungsanlage, Werkstatt mit Betriebshof, Zoo
sowie Schulbusbetrieb an. \

Der Materialaufwand ist hauptsächlich aufgrund des höheren Ersatzteilbezuges,
der Kosten für Lebensmittel und Küchenbedarf für den kurzfristig übernomme-
nen — und somit nicht im Plan enthaltenen - Bereich der Schulmensen und hö-
here bezogene Leistungen gestiegen. Kompensiert wurde die Erhöhung teilwei-
se durch niedrigere Energie- und Treibstoffkosten, im Wesentlichen bedingt-
durch den gesunkenen Treibstoffpreis.

Die Bereiche Schulbus, Gebäudereinigung, Straßenreinigung, Abfallentsorgung
und Werkstatt waren ab September 2015 in die Bewältigung der humanitären
Notlage (Notaufnahme von Flüchtlingen) involviert. Daraus resultieren gestie-

gene Umsatzerlöse mit Ergebnisbeiträgen.

Übergreifend über alle Geschäftsbereiche wirken sich die ab 01.03.2015 ver-
einbarten Tariferhöhungen der Entgeite im öffentlichen Dienst von 2,4% aus.
Weiterer Grund für den Anstieg der Personalaufwendungen sind Neueinstellun-
gen in den Bereichen Schulmensen und Gebäudedienste. Die Personalaufwen-
dungen sind dadurch um rd. 1.121 TE bzw. rd. 4,8% gestiegen.

Die Abschreibungen sind bei angestiegenen Investitionen in den Fuhrpark und
gleichzeitigem Rückgang der Anschaffungen von Depotcontainern (GWG) rück-

Anlage I

Lagebericht 2015
6

läufig. Die sonstigen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund der um rd. 216

TE gesunkenen Mietaufwendungen zurückgegangen.

Im Einzelnen stellen sich der Geschäftsverlauf und die Ertragsiage wie folgt dar:

Straßenreinigung / Winterdienst

_T Abw GJ-vJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 7.688- 7.450- 238-
Materialaufwand 400 367 33
Summe der ILV 753 763 10-
Personalaufwand 4.265 4.140 125
Abschreibungen bilanziell 782 766 16
sonstige betriebliche Aufwendungen 222 271 49-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 899 832 67

|" Umtage Bereich 9 - Gebäude - 354 3414| 10
Summe Umlage Bereich 0 und 9 1.253 1.176 77
Betriebsergebnis 13- 33] 46-
Zinssaldo 6 10 4
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst. 7- 43| 50-
Außerordentliches Ergebnis 0 0) 0
Jahresergebnis T- 43 50-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresgewinn von TE 7 nach Ausgleich

des Ergebnisses der hoheitlichen Straßenreinigung ab. Im Gebührenbereich

Straßenreinigung bestand eine Kostenüberdeckung, die durch den plangemä-
ßen Aufbau der Verbindlichkeit gegenüber den Gebührenpflichtigen um TE 714

ausgeglichen wurde.

Bedingt durch die zum 01.01.2015 durchgeführte Gebührenerhöhung kam es
zu einer geplanten Kostenüberdeckung. Die Kalkulation der Straßenreinigungs-

gebühren wurde für die Jahre 2015 bis 2017 durchgeführt. Das Ergebnis von

714 TE Überdeckung liegt über den Planergebnissen, da die handelsrechtlichen

IST-Kosten geringer ausgefallen sind als die gebührenrechtlich angesetzten

Plankosten.

Die Wintermonate 2015 waren geprägt von einem milden Klima. Das Winter-

ergebnis konnte aber nicht verbessert werden, da die Erlöse seit Jahren gleich-

bleibend, die Kosten aber gestiegen sind.

Anlage I

IN fe
=AD
CE zum Lagebericht 2015

7
Überblick über die Winterdiensteinsätze im Jahresvergleich:
R Abw.

Winterdiensteinsätze 2015| 2014 Gyzuvi
Kontrollfahrten Anzahl 22 15 7
Teileinsätze Anzahl 10 5 5
Volleinsätze Anzahl | 3 6 3-
Salzverbrauch Mg 155| 210) 55-
Soleverbrauch (MgCI) |Mg 17 37 20-
Split Mg 1 47 46-
Einen Überblick über die erbrachte Sammelleistung des Betriebszweigs Stra-
Renreinigung gibt nachfolgende Tabelle.
Die starke Verschiebung hin zu Verwertungsabfällen resultiert aus einer im
Herbst 2015 durchgeführten abfallrechtlichen Analyse, die die Belastung des
Straßenkehrichts geringer als bisher geschehen einstufte.

Eingesammelte Mengen j Ist Ist Abweichung abs

2015 2014 zu Ist 2014

Straßenkehricht zur Beseitigung Mg 542 744 - 202
|Straßenkehricht zur Verwertung Mg 2.709 2.457 +252
[Summe Mg 3.251 3.201 +50

Anlage I

[1

=AD

m Lagebericht 2015
8

Kanalbetrieb

Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge+akt. Ei-

\ genleistungen 3.943- 3.906- 37-
Materialaufwand 1.896 1.751 145
Summe der ILV 229 195 34
Persorialaufwand 1.405] 1.300 105
Abschreibungen bilanziell 107 115 8-
sonstige betrieblichen Aufwendungen 56 58 2-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 310 278 32
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 150 142 8
Summe Umlage Bereich 0 und 9 460 420| _40|
Betriebsergebnis 210 67- 277
Zinssaldo 5 0 5
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstät. | 215 67- 282
Außerordentliches Ergebnis 0) 0 0
Jahresergebnis 215 67- 282

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 215 (im VJ Jahres-
gewinn TE 67).

Die Verschlechterung des Ergebnisses liegt im Wesentlichen am erhöhten Ma-
terialaufwand, dem höheren Personalaufwand und den höheren Umlagen. Der
Verlust wird finanziert durch den Gewinnvortrag.

Bei den Kanalsanierungen und Untersuchungen der Hausanschlüsse konnte,
durch die am Jahresanfang witterungsbedingten Verzögerungen, der Jahres-
plan nicht aufgeholt werden. Die bereits abgerufenen Mittel der Stadt wurden
auf das nächste Jahr übertragen und haben somit die Erlöse des aktuellen Jah-
res um TE 268 gemindert.

Eingesammeite Mengen Ist
2015
Abfall zur Verwertung aus Sinkkästen | Mg 126

Ist Abweichung abs.
2014 zu Ist 2014
236| -110)

AnlageI

=

=AD

ui Lagebericht 2015
9

Hoheitliche Abfallentsorgung

Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 18.891- 19.202- 311
Materialaufwand 7.731 8.047 316-
Summe der ILV 2.270 2.303 33-
Personalaufwand 5.809 5.689 120
Abschreibungen bilanziell 842 1.049 207-
sonstige betrieblichen Aufwendungen 324 311 13
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 1.604 1484| 120
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 320 330 10-|
Summe Umlage Bereich 0 und 9 1.924 1.814 110
Betriebsergebnis 9 11 3-
Erträge aus Ausleihungen 15- 20- 5
Zinssaldo 6 9 2-
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst. 0 0 0
sonstige Steuern 0 0 0
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
Jahresergebnis 0 0 0

Das Geschäftsjahr schließt mit einem ausgeglichenen Ergebnis

Im Gebührenbereich Abfallentsorgung bestand eine Kostenunterdeckung von
TE 152 (im VJ TE 1.084), die durch den Abbau der Verbindlichkeit gegenüber
den Gebührenpflichtigen geschlossen wurde.

Die veranlagten Gebührenerlöse waren mit TE 17.025 (im VJ TE 16.912) um

TE 113 höher als in 2014. Bei einem relativ stabilen Gebührenaufkommen über
die ersten 3 Quartale waren im letzten Quartal insbesondere Gebührenmehr-
einnahmen durch aufgestellte Behälter im Rahmen der humanitären Notlage zu
verzeichnen. Die Altpapiererlöse sind aufgrund von Preiserhöhungen gestiegen.

Das verbesserte Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr konnte insbesondere durch
Einsparungen in den Verbrennungskosten (im Materialaufwand enthalten) auf-
grund Mengenrückgangs im Restabfall und Preisanpassungen im Bereich
Sperrmüll erreicht werden.

Anlage I

Lagebericht 2015
10

Des Weiteren sind die sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund von Gewinn-
ausschüttungen in Höhe von TE 536 des ZAS und der SAVAG GmbH gestie-

gen.

Einen Überblick über die erbrachte Sammelleistung des Betriebszweigs Hoheit-
liche Abfallentsorgung gibt nachfolgende Tabelle:

Eingesammelte Mengen Ist Ist Abweichung abs.
2015 2014 zum Ist 2014

Abfälle zur Beseitigung (Restabfall) Mg 30.258 30.983 -725
Abfälle zur energetischen Verwertung | Mg 5.293 5.028 +265|
(Sperrmüll), als Gemisch sortiert und
stofflich verwertet
Sonderabfälle aus der Kleinmengen- | Mg 163 126 +37
sammlung
‚Altpapier (PPK) Mg 14.376 14.884 -508
Organische Abfälle [Mg | 14.304| 15.242 5]
Elektronikschrott Mg 1.064, 909 +155

Anlage I

[|

=AD

[ Lagebericht 2015
11

Kompostierungsanlage

Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 117- 131- 14
Materialaufwand 267 311 44-
* ILV - Anlieferentgelte — 973- 1.049- 76
* ILV - Werkstattverrechnung — 87 53 34
* ILV - Sonstiges — 30 40 10-
Summe der ILV . 856- 956- 100
Personalaufwand 208 214 6-
Abschreibungen bilanziell 219 218 1
sonstige betrieblichen Aufwendungen 67 82 [ 15-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 105 90 15
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 0 0 0
Summe Umlage Bereich 0 und 9 105 90 15
Betriebsergebnis | 107- 172- 65
Zinssaldo 136 1501 14-
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst. 29 22- 51
Jahresergebnis 29 22-| 51

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 29 (im VJ Jahres-
gewinn von T€ 22).

Die Umsatzerlöse waren leicht rückläufig, was auf eine im Laufe des Jahres
2014 stattgefundene Preissenkung zurückzuführen ist. Die Anliefermengen wa-
ren nach wie vor stabil. Zusätzliche Kosten für Personalleasing (als bezogene
Leistung im Materialaufwand enthalten) zur Überbrückung eines Personaleng-
passes belasten das Ergebnis. Teilweise kompensiert wurde der Ergebnisrück-
gang aber durch Einsparung beim sonstigen Materialaufwand (Treibstoff, RHB
und Strom).

Im Bereich der Kompostierungsanlage wurden folgende Outputs erzeugt:

Abw. Gj-Vj
Output 2015 | 2014 abs.
Kompost Mg 6.894 | 6.202 692
Störstoffe (Beseitigung) Mg 3 3 0
Grünschnittbrennmaterial (Verwertung) |Mg| 491| 332 159
Siebüberlauf Mg | 1.392 1.302 90

=AD

Anlage I

Lagebericht 2015
12
Werkstatt mit Betriebshof
Abw GJ-VJ

in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 319- 343- 24
Materialaufwand 2.472 2.525 53-
Summe der ILV 4.824- 4.804- 20-
| Personalaufwand 1.430 1.412 18
Abschreibungen bilanziell 290 276| 14
sonstige betrieblichen Aufwendung 233 388 155-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 686 654 32
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 138 182 44-
Summe Umlage Bereich 0 und 9 824 836 12-
Betriebsergebnis 106 291 185-
Zinssaldo 3 5 2-
| Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstät. 109 296 187- |
sonstige Steuern 50 48 2
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
Jahresergebnis | 159 344 185-|

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 159 (im VJ Jahres-

verlust von TE 344).

Der geringere Jahresverlust ist vor allem durch Erhöhung der verrechneten

Stunden mit den EAD Betriebszweigen aufgrund verbesserter Auslastung ent-

standen.

Es wurden umfangreiche Analysen zum Werkstattgeschäft durchgeführt. Eine

kleine Verbesserung der Reparaturaufträge durch die Stadt ist zu verzeichnen.

Jedoch liegt der Umsatz nach wie vor unter dem Vorjahresniveau.

Anlage I

Lagebericht 2015
13
Schulbusbetrieb
nm Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 1.161- 996- 165-
Materialaufwand 84 10 74
Summe der ILV 342 339 3
Personalaufwand 445 537 92-|
Abschreibungen bilanziell 244 198 46
sonstige betrieblichen Aufwendungen 10 4 6
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 24 28 4
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 88 91 3-
Summe Umlage Bereich 0 und 9 112 119 7-
Betriebsergebnis 76 212 136-
Zinssaldo 0 0 0
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstät. 76 212 136-
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
Jahresergebnis 76 212| 136-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 76 (im Vorjahr Jah-
resverlust von T€ 212).

Die Erlöse konnten gesteigert werden.
Die Ergebnissituation wurde positiv durch viele Zusatzfahrten (Auswärtsspiele
des SV Darmstadt 98) geprägt. Nachverhandlungen mit der Stadt wirkten eben-

falls ganzjährig in 2015.

Krankheitsbedingt ist der Personalaufwand zurück gegangen, allerdings ist
durch Personalleasing der Materialaufwand gestiegen.

Durch realisierte Investitionen sind die Abschreibungen um 23,5% gestiegen.

Der Investitionsstau aus den Vorjahren ist damit nahezu beseitigt.

U
=
°

Anlage I

Lagebericht 2015

14

Betrieb gewerblicher Art Gewerbliche Abfallentsorgung / Reinigung

Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 6.775- 6.556- 219-
Materialaufwand 1.719 1.656 63
Summe der ILV 1.606 1.775 169-
Personalaufwand 1.713 1.644 69
Abschreibungen bilanziell 429 400 29
sonstige betrieblichen Aufwendungen 224 421 197-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 526 471 55
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 216 200 | 16
Summe Umlage Bereich 0 und 9 742 671 71
Betriebsergebnis 342- 12 354-
Erträge aus Ausleihungen 14- 24- 10
Abschreibungen auf Finanzanlagen 532 0 532
Zinssaldo 6 0 6
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst. 182 13- 195
Außerordentliches Ergebnis 0 ) 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 8 11 ol 11
Jahresergebnis 193 13- 206

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 193 (im Vorjahr
Jahresgewinn von T€ 13), jeweils nach Steuern.

Die Umsatzsteigerungen in allen Geschäftsfeldern (außer in den Erlösen aus
Nebenentgelte der dualen Systeme) führten zu höheren Ergebnisbeiträgen. Die

Erhöhung der Anlieferungspreise beim MHKW Darmstadt konnten jedoch nicht
vollständig an die Endkunden weiter gegeben werden.

Das Ergebnis des Containerdienstes erbringt einen positiven Deckungsbeitrag-

In der gewerblichen Gebäudereinigung konnte das Ergebnis weiter gesteigert
werden und trug mit T€ 62 zum Ergebnis bei.

Trotz leicht rückläufigem Umsätzen trägt das Geschäftsfeld Alttextilien mit 80
TE positiv zum Ergebnis bei.

Anlage I

u

=D

m Lagebericht 2015
15

Aufgrund des milden Winters schloss der gewerbliche Winterdienst mit einem
Gewinn ab.

Die Geschäftsfelder tragen im Einzelnen zum Ergebnis wie folgt bei:

Geschäftsfeld Ergebnis 2015 | Ergebnis 2014
in TE in TE
Duale Systeme -87 | 52
Containerdienst

Winterdienst gew.

Straßenreinigung gew.

Kanalreinigung gew.

Werkstattleistungen gew.

Sonstige Leistungen

(WKD, Alttextilien, Service für Wohnungsbauge-
sellschaften etc.) -124 -181
Administration (z.B. Zinsertrag aus Ausleihungen,

Buchhaltung für Beteiligungsgesellschaften) -21 -59
Abschreibung auf Finanzanlagen: a

Beteiligung und Ausleihungen 531 0
Jahresergebnis 193 -13

Im Bereich Duale Systeme wurden neben der anteiligen PPK-Sammlung (siehe
Seite 10) folgende Sammelleistungen erbracht

Eingesammelte Mengen Ist | Ist Abweichung abs.
2015 2014 Ist 2014
Altglas Mg 3.355 3.385 - 30
Leichtstoffe im Dualen System (LVP) 1 Mg 3.949 3.782 + 167]

Anlage I

wu
=AD
[ —] Lagebericht 2015

16
Straßenunterhaltung
Abw GJ-VJ

in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträgetakt. Ei-
| genleistungen 1.802- 1.775- 27-
Materialaufwand 193 87 106
Summe der ILV 4- 47 51-
Personalaufwand 1.274 1.254 20
Abschreibungen bilanziell 77 82 5-
sonstige betrieblichen Aufwendungen 14 14 0
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 180 164 16
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 115 108 7
Summe Umlage Bereich 0 und 9 295 273 22
Betriebsergebnis 47 19- 6
\ Zinssaldo 0 5 5-
Ergebnis der gewöhnt. Geschäftstät. 47 14- 61
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
[yahresergebnis 47 14- 61

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 47 (im VJ Jahres-
gewinn von T€ 14).

Die Anzahl der Schlaglochreparaturen mit 8.668 Schäden (VJ 7.910) ist auf-
grund des Gesamtzustands des Straßennetzes mittlerweile nicht mehr witte-
rungsbedingt, sondern auf gleichbleibend hohem Niveau, was sich in gestiege-
nen Materialkosten widerspiegelt und zu einem dauerhaft hohen Materialeinsatz
führt.

Die entstehenden Verluste müssen mit dem Gewinn aus den Vorperioden aus-
geglichen werden.

=AD

Anlage I

Lagebericht 2015
17
Zentraler Gebäudedienst
Abw GJ-VJ

in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 8.481- 7.607- 874-
Materialaufwand 3.534 3.391 143
Summe der ILV 60 72- 132
Personalaufwand 3.833 3.435 398
Abschreibungen bilanziell 29 28 1
sonstige betrieblichen Aufwendungen 53 108 55-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 469 553 84-
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 70 61 9
Summe Umlage Bereich 0 und 9 539 614 75-|
Betriebsergebnis 433- 102- 331-
Zinssaldo 3 7 4-
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstät. 430- 96- 334-
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
Jahresergebnis T 430- 96- 334-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresgewinn von T€ 430 (im VJ Jahres-

gewinn von T€ 96).

Weitere Reinigungsobjekte und eine Anpassung der Preise führten in 2015 zu

einer deutlichen Erlösverbesserung.

Im Ergebnis ist bereits der Betrieb der Schulmensen der Monate September bis

Dezember enthalten.

Die tarifliche Steigerung um mind. 90,00 € monatlich führte zu einer überpropor-

tionalen Personalkostenerhöhung im Vergleich zum Vergleichszeitraum. Die

Stellenbesetzungen waren erst gegen Jahresende 2015 nahezu abgeschlossen

und kommen kostenmäßig in 2016 voll zum Tragen.

Der Verlustvortrag aus den Vorjahren ist vollständig abgebaut.

Anlage I

[|

=AD

um Lagebericht 2015
18

Betrieb gewerblicher Art Krematorium Waldfrieden

Abw GJ-VJ |
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
Umsatz+sonst betr. Erträge 1.417- 1.065- 352-
Materialaufwand 531 376 155
Summe der ILV 105 39 66
Personalaufwand 253 240 13
Abschreibungen bilanziell 80 Fr 104 24-
sonstige betrieblichen Aufwendungen 25 29 4-
* Umlage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 118 111 7
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 5, 5 0
Summe Umlage Bereich 0 und 9 123 115 8
Betriebsergebnis 300- 162- 138-
Zinssaldo 48 50 2-
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftst, 252- 112- 140-
Steuern vom Einkommen und Ertrag 134 28 106
Jahresergebnis 118- 84- 34-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresgewinn von T€ 118 (im VJ Jahres-
gewinn T€ 84), jeweils nach Steuern.

Die Kremierungszahlen sind von 2.889 in 2014 auf 4.202 in 2015 stark ange-
stiegen, wobei ca. 25% aus der interkommunalen Zusammenarbeit mit Offen-
bach stammen und ursächlich für den Anstieg sind. Neben dem Effekt auf der
Erlösseite führten die erhöhten Kremierungszahlen zu einer stetigen Auslastung
der Öfen. Energieineffizientes An- und Runterfahren der Öfen unterbleibt, was
sich in nicht wesentlich erhöhten Energiekosten im Bereich der Materialkosten
niederschlägt.

Ein wesentlicher Kostenfaktor in 2015 war die Reparatur der Kühler und der
Steuerung der Öfen.

In den Steuern aus Einkommen und Ertrag sind T€ 42 Gewerbesteuer für den
Haushalt der Stadt enthalten.

Anlage I

L_

=AD

m Lagebericht 2015
19

Betrieb gewerblicher Art Zoo Vivarium

Abw GJ-VJ
in TE Ist 2015 Ist 2014 abs.
* Erlöse Eintritt und Zooladen 650- 709- 59
* sonst. Betr. Erträge (inkl. Spenden) +
| akt. Eigenleistungen 347- 156- 191
Umsatz+sonst betr. Erträge+akt. Ei |
enleistungen 997- 865- 132-
Materialaufwand 542 ‚588 46-|
Summe der ILV 125 122 3
Personalaufwand 1.077 993 84
Abschreibungen bilanziell 118 117 1
sonstige betrieblichen Aufwendungen. 67 63 4
* Umtage Bereich 0 - Allg. Verwaltung - 113] 107 6
* Umlage Bereich 9 - Gebäude - 0 0 0
Summe Umlage Bereich 0 und 9 113 107 6
Betriebsergebnis 1.045 1.125 80-
Erträge aus Beteiligungen 450- DE 450-
Zinssaldo 10 16 6-
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstät. 605 1.141 536-
sonstige Steuern 2 1 1|
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 0
Ertrag aus Verlustausgleich 465- 0 465-
Jahresergebnis 142 | 1.142 1.000-

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresverlust von T€ 142 (im VJ Jahresverlust
von T€ 1.142 ohne Verlustausgleich Vivarium).

Im Ergebnis enthalten sind erstmalig Erträge aus Verlustausgleich durch die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt in Höhe von T€ 465. Sie wurden in den Vorjahren außer-
bilanzieli dargestellt.

Sonstige Erlöse in Höhe von TE 234 aus den Mitteln des Umweltamts der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt für den Arten- und Naturschutz im Rahmen der Maßnahmen
zum Erhalt der Biodiversität (Magistratsvorlagen 2010/0146 und 2014/0014, s. hierzu
auch Pkt. 4 Personal und Umwelt) sind ebenfalls erstmalig enthalten. Sie werden
aber nicht zusätzlich gezahit, sondern mindern den Betrag, der als Verlustausgleich

angewiesen wird.

Der Beteiligungsertrag beträgt im Geschäftsjahr TE 450 (im VJ TEO).

Anlage I

[1
=AD
[1 Lagebericht 2015

20

Die Eintrittserlöse sind nach dem Rekordjahr 2014 um 7,50% auf 604 TE zu-
rückgegangen. Dies spiegelt die deutschlandweite Entwicklung in der Zooland-
schaft wider. Witterungsbedingt waren die Hitzewellen Anlass, eher Bademög-
lichkeiten aufzusuchen. Die Besucherzahlen waren mit 174.929 Besuchern im
Gegensatz zum besucherreichsten Jahr 2014 mit 187.440 rückläufig und ging
mit einem Umsatzrückgang von ca. T€ 50 einher. Das Besucherniveau ist im
Zeitreihenvergleich aber immer noch hoch.

Jahr 2012 2013 2014 2015
Ticketverkäufe 171.081 167.250 187.440 174.929
Gezählte Kaupiana Eintritte 27.485 25.261

Mit der Mitgliedschaft im Förderverein Kaupiana e.V. geht ein kostenloser Ein-
tritt einher. Der Verein hat rd. 12.000 Mitglieder. Seit 2014 wird an der Kasse
des Zoos der Besuch eines Mitglieds nachrichtlich erfasst.

Anlage I

=AD

Lagebericht 2015
21
3. Investitionen

Bilanz- | Anla-

position | gen- Zugang 2015 Zugang 2014
klasse [in€ in

I. 1000 Immaterielle VG 0,00 0,00
1100 Software 53.154,39 107.461 13]

IB 2000 Grund und Boden 0,00 12.590,00
2100 Geschäfts-, Betriebsbauten 0,00 197.870,39
2300 Außenanlagen 104.499,99 130.490,63
3000 Betriebsanlagen 46.519,41 0,00
3100 Maschinen und Anlagen 212.930,76 0,00
5100 PKW/Kombi 25.689,99 16.591,99
5200 LKW 20.589,23 108.885,00
5400 Kommunal- und Spezialfzge. 2.193.335,70 1.228.064,70
5500 Schulbusse 196.350,00 115.430,00
6000 | Depotcontainer 185.544,98 40.349,91
6100 Müllgefäße GWG 146.142,97 333.595,79
7200 DV-Anlagen 64.008,32 60.250,97
7300 Übrige B. G. A. 99.241,92 72.498,59
7350 GWG 15.339,93 24.521.84
8100 Anlagen im Bau 94.052,30 14.745,44
8190 Fahrzeug-Teillieferungen 7.618,38 225.484,17

Summe

ll. 3.411.863,88 2.581.369,42

Summe |

Lu. Il 3.465.018,27 2.688.830,55

Die Zugänge lagen um rd. TE 380 unter den Abschreibungen des Geschäftsjah-

res, bedingt durch die hohen Investitionen der Vorjahre in Gebäude.

Anlage I

[1
=AD
m Lagebericht 2015

22

4. Personal und Umwelt

Die Entwicklung des Personals zeigt folgende Tabelle:

[Sichteg — JAuszutäktends [Beamte |Beschäfigte Summe)
01.01.2015 U ne

31.03.2015
| _30.06.2015
j 30.09.2015|

31.12.2015 13
Arithm. Mittel 13,5
Die stichtagsbezogene Summe aller im EAD beschäftigten Personen erhöhte
sich im Jahresvergleich (+33 oder +5,22%).

Die Entwicklung der Personalkosten zeigt folgende Tabelle:

Löhne und Gehälter (Entgelte)
Sozialabgaben

Aufwand Altersvorsorge
Aufwand Unterstützung

[__2015[ ___2014[Abw. abs. [Abw. rel. |

24.641| 23. 521

Zum 01.03.2014 wurde zunächst eine Tariferhöhung von 3,0 % (mindestens je-
doch 90,00 € monatlich) und zum 01.03.2015 eine weitere von 2,4% wirksam.
Das Leistungsentgelt im Rahmen der leistungsorientierten Vergütung beträgt
seit 01.01.2013 unverändert 2,0 % des ständigen Jahresentgelts aller unter den
Geltungsbereich des TVöD fallenden Beschäftigten des EAD.

Die Unfallstatistik (Arbeitsunfälle ab 1 Tag Arbeitsausfall) aus dem Bereich der
Arbeitssicherheit ermittelte für den Gesamtbetrieb bezogen auf Vollzeitäquiva-
lente VZÄ folgende Kennzahlen:

2012 2013. 2014 2015 _
AU pro 100 VZÄ 5,9 5,2
[Ausfalltage pro 100 VZÄ 84,9 7 S 80,7

Die Unfallzahlen blieben 2015 konstant niedrig, wobei die Ausfalltrage rück-
läufig sind.

Anlage I

2
BI=AD
m Lagebericht 2015

23

Im Bereich des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit sind folgende —
meist langfristige — Projekte besetzt:

Das Betriebsgebäude des EAD ist ab dem 1. OG als Passivhaus ausgestaltet
worden. Der Wasserkreislauf ist durch eine Grauwasseranlage zum Einsparen
von Frischwasser konzipiert worden. Eine Zisterne sammelt Wasser zum Reini-
gen von Fahrzeugen.

Auf dem Betriebsgelände Sensfelderweg 33 sind Dachflächen an NaturPur
vermietet, die darauf eine Photovoltaikanlage errichteten. Auf der Kompostan-
lage wurden über das Bürgerbeteiligungsmodell PV-Anlagen errichtet. Im Kre-
matorium wurde im Herbst 2013 eine PV-Anlage zum Eigenverbrauch errichtet.

PKW werden grundsätzlich entsprechend dem Magistratsbeschluss 2008/0335
vom 11.08.2008 ausgewählt (CO2-Ausstoß max. 120 g/km), sofern nicht wichti-
ge Gründe dagegen sprechen. Für andere Fahrzeuge, die in freihändiger
Vergabe beschafft werden, wird im Vorfeld die Fabrikatsauswahl in Anlehnung
an den Magistratsbeschluss 2008/0335 in Bezug auf den Schadstoffausstoß
besonders berücksichtigt. Maßgabe bei der Ermittlung der Emissionen sind die
Angaben im "DAT-Leitfaden für Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und
Stromverbrauch", der von der Dt. Automobil Treuhand GmbH herausgegeben
und vierteljährlich aktualisiert wird.

Bei Ausschreibungen für sonstige Neufahrzeuge (außer PKW) wird im Leis-
tungsverzeichnis die jeweils aktuelle Abgasnorm mit den geringsten Schad-
stoffwerten gefordert (derzeit Euro 6).

Weitere Anforderungen an Emissionen und Umweltschutz bilden Anforderun-
gen in den Leistungsverzeichnissen bezüglich

- Geräuschemissionen für Fahrgestelle

- Geräuschemissionen ggf. für Aufbauten

- Vorgaben für biologisch abbaubare Schmierstoffe und Hydrauliköle.

Anlage I

[1
B=AD
A u Lagebericht 2015

24
Darüber hinaus steht der EAD Feldversuchen und Testläufen für neue An-
triebskonzepte/Umweltschutztechnologien offen gegenüber (z.B. Hybridmüllwa-
gen 2011, Elektrofahrzeugeinsatz seit 1999/2000, Umbau für Flüssigkeits-
Sammlung im Biomüllwagen 2013).

In 2015 wurden zur besseren Auslastung die Fahrzeuge (u.a. auch 2 Elektro-
Automobile) in einem Pool zusammengefasst. Über ein digitales Reservie-
rungssystem können Mitarbeiter die Fahrzeuge buchen, um Ressourcen zu
sparen und die Umwelt zu schonen.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bietet ihrem Personal seit 2013 die Möglich-
keit eines Job Tickets zur Stärkung des ÖPNV an.

Der EAD bietet in Kooperation mit dem ZAW (Zweckverband Abfall- und Wert-
stoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg) eine Schenk-
Tauschkiste mit integriertem Reparaturführer auf einer gemeinsame Online-
Plattform an. Dieser Service ist für die Nutzer kostenfrei. Dort können Gegen-
stände, die nicht mehr benötigt werden, aber zu schade für den Sperrmüll sind,
verschenkt oder getauscht werden. Auch ein Reparaturführer ist integriert.
Reparaturbetriebe oder Repair-Cafes können sich eintragen lassen. Unter dem
Menüpunkt "Spenden statt Wegwerfen" sollen künftig Einrichtungen zu finden
sein, die Sachspenden für Bedürftige gerne entgegen nehmen.

Die Verpflichtung zur Einführung einer flächendeckenden Biotonne ab 1.1.2015
konnte die Stadt Darmstadt dank einer vorausschauenden Abfall- und Umwelt-
politik gelassen entgegensehen. Bereits seit 24 Jahren und damit mit einem 25
jährigen Jubiläum der Kompostanlage in 2016 existiert dies schon. Zur nochma-
ligen Steigerung der Mengen und Qualitätsverbesserung hat der EAD die Bio-
Abfallkampagne bzw. Mülllinchen-Kampagne ins Leben gerufen, bei der die Fi-
gur ein kleines Mädchens mit Namen „Mülllinchen“ mit einer Lilie als Kopf-
schmuck über die richtige Nutzung der Braunen Tonne (Bioabfälle) informiert.
Die Kampagne war nötig, da noch zuviel der biologisch nutzbaren Küchenabfäl-
le in den Restabfallbehälter entsorgt wird. Momentan werden in der Stadt

Anlage I

Lagebericht 2015
25

Darmstadt jährlich rund 90 kg Bioabfälle (Küchenabfälle + Grüngut) pro Kopf
über die Braune Tonne gesammelt und auf der Anlage in Kranichstein kompos-
tiert. Insgesamt werden so jährlich Bioabfallmengen von 13.000 — 13.500 Ton-
nen erreicht. Damit sind die Sammelergebnisse, verglichen mit dem Bundes-
durchschnitt, leicht unterdurchschnittlich.

Die Bio-Abfallkampagne führt Maßnahmen durch um die verschiedene Ziel-
gruppen (Private Haushalte, Unternehmen, Schulen und öffentliche Einrichtun-
gen, etc.) zu erreichen. Die Maßnahmen reichen von Infoflyer, eigen gestalteter
Internetpräsenz, Beratung bis hin zu Führung im Recyclinghof und auf der
Kompostanlage.

Die Kampagne wird in 2016 mit folgenden geplanten Aktionen fortgesetzt:

- Verteilung weiterer Anhänger und Aufkleber

- Wettbewerbe mit Kitas und Schulen

- Ansprache weiterer Gewerbebetriebe mit ggf. Großkantinen

- Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk

- Gezielte Projekte mit Wohnungsbaugesellschaften

Der Zoo Vivarium führt Leistungen durch im Rahmen der Pflichtaufgabe des
Maßnahmenprogramms Biodiversität in Darmstadt. Er erhält hierfür Mittel vom
Umweltamt für Maßnahmen des Arten- und Naturschutzes. Die Notwendigkeit,
biologische Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln hat die kommunale Ebene er-
reicht. International war ein Meilenstein die Verabschiedung des "Plan of action
on subnational governments, cities and other local authorities for biodiversity"
auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz der CBD (Convention on Biological Diver-
sity) in Nagoya. Dieser strebt die verstärkte Einbeziehung und Unterstützung
von Städten und Gemeinden zum Erreichen der Ziele der CBD an. Der steigen-
de Stellenwert der biologischen Vielfalt schlägt sich in Deutschland in zahlrei-
chen verabschiedeten kommunalen Biodiversitätsstrategien nieder. Immer mehr
Kommunen haben erkannt, dass sich der Schutz der biologischen Vielfalt posi-
tiv auf die Lebensqualität der Menschen, die Attraktivität des Standorts und die
Anpassung an die Klimaveränderungen auswirkt. Angesichts ihrer umfassen-
den Aufgaben in Planung, Verwaltung und Politik und der damit verbundenen

Anlage I

BIZAD

m

am Lagebericht 2015
26

Entscheidung über den Umgang mit Natur und Landschaft vor Ort, spielen sie
eine wichtige Rolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt und haben die Verant-
wortung, das öffentliche Bewusstsein zur Bedeutung der biologischen Vielfalt zu
stärken. Aus dieser Verantwortung heraus wurde die Deklaration „Biologische
Vielfalt in Kommunen" entwickelt und von vielen Städten und Gemeinde unter-
zeichnet, darunter von der Wissenschaftsstadt Darmstadt am 19.04.2010 (Vor-
lage 2010/0146).

Anlage I

=AD

mm

L_ Lagebericht 2015
27

5. Vermögens- und Kapitallage

Über die Vermögenslage wird anhand ausgewählter Kennzahlen zum Ende des
jeweiligen Wirtschaftsjahres berichtet.

a) Anlagevermögen

[Summe des Anlagevermögensnte [43.773] 44,770] 49.281] 50.248| 50.097]

o
SI

Vi 5
22 9,1 19 E |
Anlagenquote in % 7TT 82.2 80.3 78,7 76,4
Anlagendeckung durch Eigenkapital in %

Das Anlagevermögen verminderte sich im Wesentlichen aufgrund der Ab-
schreibungen auf Finanzanlagen um TE€ 1.006. Die Anlagenquote (Anlagever-
mögen * 100 / Gesamtvermögen) sank leicht auf 77,7% (VJ 82,2%). Das Anla-
gevermögen ist zu 36,4% (VJ 31,5%) durch Eigenkapital gedeckt.

b) Eigenkapital

Aufgrund des geringeren Jahresverlustes ist die Eigenkapitalrentabilität (Jah-
resergebnis * 100 / Eigenkapital) von -10.2% im Vorjahr auf -1,9% gestiegen.
Die Eigenkapitalquote (EK * 100 / Gesamtkapital) erhöhte sich auch aufgrund
der Zuführung zur Kapitalrücklage auf 28,3% (VJ 25,9%).

Anlage I

Mass
BI=AD
um Lagebericht 2015
2

8

Das Eigenkapital entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

Stand Entnahme/ | Zuführung Stand
01.01.2015 | Vervrauch 31.12.2015
TE TE TE

Stammkapital 6.200,0 6.200,0|

Rücklagen
1. Kapital-Rücklage 53,0
2. Allgemeine Rück- 286,8
lage

3. Zweckgebundene
Rücklagen
Gewinnvortrag 8.624,6

Jahresfehlbetrag -1.445,1

14.115,2

Zur Abdeckung langfristiger angelaufene Verluste, die gemäß Eigenbetriebs- .

gesetz nach 5 Jahren ausgeglichen werden müssen und zum Ausgleich der
Grundstücksentnahmen im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung wurde eine
Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.000 geleistet.

Die Entnahmen aus dem Gewinnvortrag dienten ausschließlich der Verlust-
deckung des Vorjahres. Sie setzen sich zusammen aus den Verlusten 2014 des
Betriebszweigs Straßenreinigung/Winterdienst (sonstiger Bereich) in Höhe von
TE 43,1 des BgA Gewerbliche Abfallentsorgung/Reinigung in Höhe von TE 15,3,
Schulbusbetrieb in Höhe von TE 211,6 und des Hilfsbetriebs Werkstatt in Höhe
von T€ 343,9.

Die Zuführung zum Gewinnvortrag setzt sich zusammen aus dem Jahresge-
winn 2014 der Straßenunterhaltung in Höhe von TE 14, des Betriebszweigs
Zentraler Gebäudedienst in Höhe von T€ 95,5 und des BgA Krematoriums in
Höhe von T€ 84,2 und des Betriebszweigs Kanalbetrieb in Höhe von TE 67,1,

Anlage I

29

Der Ausgleich des Verlustes 2014 im Bereich Vivarium in Höhe von TE 1.142,4
erfolgte gegen den Jahresfehlbetrag.

Die zweckgebundenen Rücklagen entwickelten sich wie folgt:

Investitions-
. rücklage

Zuführung 2015 aus dem Ergebnis 2014 Br

Stand 31.12.15

BIZAD

Anlage I

Lagebericht 2015
30
c) Rückstellungen
2015 2014 2013 2012
Summe des Rückstellungen in TE 5.446 5.473 6.065 7.081
Veränderung in T€ -27 -592 -1.016 | 60
Veränderung in % -0,5 -9,8 | -14,3 0,9
Stand Umglie- Auf- Stand
31.12.14 | Verbrauch | Auflösung | derung | Abzinsung | Zuführung | 31.12.15 in
inTe_| inTe in TE in TE inTe_ | inTe TE
Rückstellung für Pen-
sionen u. ähnl. Ver-
Ffletüngen 3.433,9 52,5 127.8 50,0 3.443.3
Rückstellung für Ge- iu
werbesteuer 85 0.0 13,6 zu
Rückstellung für Kör-
Brsehaisteuer 6,1 0,0 85.5 91,6
Rückstellung für Ur-
laubsverpflichtungen 187,0 001 259,5 259,5
Rückstellung für Jah-
resabschluss und Prü- N
fung | 50,3 0,0 50, 50.3
RSt. für Kosten zur u
Aufbewahrung von

Unterlagen

00 00

15,5

Rückstellung für Al-

tersteilzeit

22,5

cd)

„| Rückstellung für Bei-

17.3|

Fhifen
Rückstellung für

Sonstiges

Rückstellung für Leis-
tungsorientierte Ver-

ütungen
Rückstellung für
Überstunden

381.5

419,8

0,0

363,4|

1.425,2

12.0

ri 1.374.0

Anlage I

L_ )
BI=AD
um Lagebericht 2015

31

6. Finanzlage

Die Liquidität des EAD war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Den finanziellen Ver-
pflichtungen wurde jederzeit nachgekommen.

Die flüssigen Mitte! sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.627 angestiegen.
Es bestand in 2015 eine mehr als ausreichende Liquidität Il. Grades (Flüssige
Mittel+Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten) von rd. 112 % (VJ 117%).

Sie weist damit eine absolute Überdeckung von T € 709 (VJ TE 1.146) aus.

Die Liquidität I. Grades (Flüssige Mittel / Kurzfristige Verbindlichkeit) beträgt rd,
71%.

Im Wirtschaftsjahr wurde eine Darlehen gemäß Wirtschaftsplan nach Genehmi-

gung durch das Regierungspräsidium in Höhe von TE 1.940 zur Finanzierung

von Investitionen im Gebührenbereich aufgenommen.

7. Nachtragsbericht

Im Berichtsjahr 2015 ist hierüber kein Bericht zu erstatten.

Anlage I

|

=D

= Lagebericht 2015
32

8. Chancen und Risiken, Prognosebericht

Die Schaffung zielorientierter Managementstrukturen wird fortgesetzt. Aus dem
Unternehmensleitbild und bereits identifizierten Handlungsfeldern wurden kon-
krete Ziele mit Kennzahlen gebildet. Über die Entwicklung der Kennzahlen wird
regelmäßig intern beraten.

Der EAD nutzt ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur systematischen
Erfassung von Risiken mit einer Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten
und Schadenshöhen. Zu diesem Zweck werden regelmäßige Risikoinventuren
durchgeführt. Die Ergebnisse werden jeweils in einem Risikobericht zusam-
mengefasst und im Führungs-Meeting besprochen und der Betriebskommission
als Bestandteil des Quartalsberichts vorgelegt.

Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf
den Eigenbetrieb haben könnten, sind nicht bekannt. Im Berichtsjahr 2015
konnten Risiken aus der Risikoklasse „zu berichtende Risiken“ in die niedrigere
Klasse „zu überwachende Risiken" überführt werden.

Der Entsorgungsmarkt unterliegt einer Vielzahl von rechtlichen Regelungen.
Der Betrieb ist damit grundsätzlich stets Risiken aus der Veränderung dieser
Rahmenbedingungen ausgesetzt. Durch langfristige Verträge ist die Entsorgung
wesentlicher Abfallarten gesichert. Als Mitglied des Verbandes kommunaler Un-
ternehmen (VKU) ist der EAD über Entwicklungen gut informiert, so dass eine
rechtzeitige Reaktion erfolgen kann.

Der EAD setzt im Rahmen der Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit keinerlei
Finanzinstrumente, z.B. zur Absicherung gegen Zinssatz- und andere Markt-
schwankungen, ein. Er unterliegt daher nur den üblichen Finanzierungsrisiken
bei Zahlungsausfällen, kurzfristigen Liquiditätsengpässen und möglichen Bank-
insolvenzen. Ein funktionierendes Forderungsmanagement und eine regelmä-

Anlage I

[N
BI=AD
mm Lagebericht 2015

33

Rige Überprüfung des Liquiditätsplans begrenzen eine mögliche Schadenshöhe
auf ein erträgliches Niveau.

Die Geschäftsprozesse des Eigenbetriebs werden mit Hilfe einer umfassenden
SAP-Software abgewickelt. Durch entsprechende Verträge mit dem beauftrag-
ten Rechenzentrum können Ausfälle und fehlerhafte Informationssysteme na-
hezu ausgeschlossen werden. Analog zu den Entwicklungen in der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt wird das Risiko „Ausfall von IT-Systemen“ als Teilbe-
reich eines umfassenderen Informationssicherheitsthemas gesehen. In 2015
tagte erstmalig die institutionalisierten Arbeitsgruppen IT-Sicherheit der Stadt
und des EAD. Einvernehmlich wurde in 2014 im Rahmen der Erarbeitung der
Sicherheitsleitlinie der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Notwendigkeit gese-
hen, zwei Arbeitsgruppen zu bilden, da der EAD eine eigene umfangreiche IT-
Landschaft betreibt. Die Verzahnung der Arbeitsgruppen aufgrund überschnei-
dender Themen wird durch die Teilnahme der beiden IT-Leiter in beiden Ar-
beitsgruppen sichergestellt.

Zum Risikomanagement bezüglich der Beteiligungsgesellschaften gehören re-
gelmäßig abgehaltene Sitzungen mit den Geschäftsführern. Es existieren Kon-
trollmechanismen dahingehend, dass Protokolle und „to do - Listen“ erstellt so-
wie regelmäßige Ergebniskontrollen (Bilanz, G&V, Profit Center Berichte)
durchgeführt werden. In den Gesellschafterversammlungen wird regelmäßig
über die Lage der Gesellschaften berichtet und beraten.

Die vom EAD, der Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co KG und der Jakob
Becker GmbH zu gleichen Teilen betriebene biolog GmbH für die Entsorgung
von Küchenabfällen und Speiseresten hat für den EAD die betriebswirtschaftli-
chen und strategischen Erwartungen nicht erfüllt. Aufgrund dieser Situation ist
man nach reiflichen Überlegungen seitens des EAD zu dem Entschluss gelangt,
die geschäftliche Beteiligung zu beenden. Nach langen intensiven Gesprächen
mit den anderen Gesellschaftern ist es dem EAD gelungen, einen Ausstieg aus
der biolog GmbH zu erreichen.

Anlage I

zu
BI=zAD
u) Lagebericht 2015
34

Der EAD erhält mit Gesellschafterbeschluss vom April 2016 eine Zahlung von

100.000 €, welches von allen Beteiligten, gemessen an der wirtschaftlichen Si-
tuation, als faire Lösung angesehen wird. Die für 2016 geplanten Investitionen
und die Verluste im operativen Geschäft haben damit für den EAD keine Rele-
vanz mehr.

Im Zoo Vivarium wird die bisherige Strategie der punktuellen, stetigen Verbes-
serungen zur Erhöhung der Attraktivität des Zoos fortgesetzt. Als weiteres High-
light wurde im März 2016 ein öffentlich zugänglicher Biergarten mit Geträn-
keausschank und Imbiss neben dem Eingangsbereich des Vivariums in Betrieb
genommen. Auf 550 qm mit 84 Sitzplätzen steht täglich von 11 bis 22 Uhr die-
ser neue Service unabhängig von den Öffnungszeiten des Zoos zur Verfügung.
Der Biergarten soll zudem die Attraktivität des Naherholungsgebietes im Be-
reich der Lichtwiese weiter stärken sowie die Lebensqualität der Bevölkerung
und regionaler wie überregionaler Tagesgäste in der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt erhöhen. Der Betrieb eines Zoos ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
keine reine freiwillige Leistung. Die Kommunen sind über diverse Umweltproto-
kolle für die Biodiversität verantwortlich. Aus den dafür vorgesehenen Mitteln
hat der Zoo in Absprache mit dem Umweltamt Mittel im Jahre 2015 erhalten.
Der Zoo wird in 2016 das 60igste Jubiläum feiern.

Entwicklungen in der Abfallwirtschaft

Entwicklung Elektro- und Elektronikaltgeräte

Der EAD betreibt eine Sammelstelle gemäß ElektroG und hat alle 5 Sammel-
gruppen optiert, d. h. von der Abholung durch das EAR-System ausgenommen,
und vermarktet die Geräte in Eigenregie. Aufgrund der gefallenen Rohstoffprei-
se am Weltmarkt sind auch die Erlöse aus den Wertstoffen der Elektroaltgeräte
zurückgegangen. Sollten die Erlöse weiter sinken, bzw. Zuzahlungen zu leisten
sein, muss über eine Rücknahme der Optierung einzelner Sammelgruppen
nachgedacht werden. Die Sammelleistung konnte von 5,8 kg pro Kopf in 2014
auf 7 kg pro Kopf in 2015 gesteigert werden.

AnlageI

rg
BZAD
ra Lagebericht 2015

35

Entwicklung Wertstoffgesetz

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
hat am 21.10.2015 einen Arbeitsentwurf für ein Wertstoffgesetz vorgelegt. Die-
ser Arbeitsentwurf weicht erheblich von dem Eckpunktepapier ab, das die Re-
gierungsfraktionen am 12.06.2015 vereinbart hatten. Zukünftig soll eine Wert-
stofftonne bundesweit eingeführt werden. Bestandteil der Tonne sollen die
Leichtverpackungen (LVP-Gelber Sack) und die stoffgleichen Nichtverpackun-
gen (StNVp) sein. Die Zuständigkeit für Einsammlung, Sortierung und Verwer-
tung soll den Dualen Systemen (DSD, Zentek, Belland etc.) übertragen werden.

In Darmstadt sind Wertstofftonnen in den Größen 240 | (25.700 Stück) und 1,1
m? Behälter (2.400 Stück) installiert. Der Abfuhrrhythmus ist 4-wöchentlich bei
2-wöchentlicher Gestattung der Dualen Systeme bei Kostenerstattung dieses
Rhythmus durch die Nutzer/in. Die Einführung erfolgte mithilfe der Moderation
des Landes Hessen, um die gegensätzlichen Interessen zwischen der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt und den Dualen Systemen abzuarbeiten (Kostenbeteili-
gung, Mengenanteil, Abfuhrrhythmus). Die im Arbeitsentwurf geplante Einfüh-
rung der Wertstofftonne wird daher begrüßt. Die Zuständigkeit für die Einsamm-
lung, Sortierung und Verwertung, die bei den Dualen Systemen vorgesehen ist,
wird aber abgelehnt. Sie muss durch eine kommunale Zuständigkeit ersetzt
werden. Gerade das Beispiel Darmstadt zeigt, dass die Wertstofftonne grund-
sätzlich akzeptiert wird. Die Zuständigkeit der Dualen Systeme und die damit
einhergehende Festlegung des Abfuhrrhythmus zeigt erhebliche örtliche Prob-
leme. Die Entscheidung über Sammel- und Satzungshoheit muss den Kommu-
nen übertragen werden.

Auch der im Entwurf des Wertstoffgesetzes vorgesehene Herausgabeanspruch
der Verpackungspapiere an die Dualen Systeme ist abzulehnen. Dieses Papier
wird in der kommunalen Papiertonne miterfasst. Der Erlös fließt direkt dem Ge-
bührenhaushalt zu. Es ist zukünftig vielmehr notwendig, die komplette Papierin-
frastruktur in die kommunale Hand zu übertragen, um die Gestaltungsfreiheit
auf kommunaler Ebene zu erhalten und auszubauen.

Anlage I

In Mom
BIZAD
EEE am Lagebericht 2015
36

Letzten Endes schlägt der Entwurf vor, dass eine sogenannte „Gemeinsame
Stelle“ über die unterschiedlichen Interessen der Dualen Systeme und der
Kommunen entscheidet. Beabsichtigt ist, dass in diesen Gremien Vertreter und
Vertreterinnen des Handels dieses Gremium dominieren. Den Kommunen bleibt
lediglich ein Rügerecht. Die kommunalen Interessen finden dadurch keine an-
gemessene Berücksichtigung und sind nicht justiziabel. Vor diesem Hintergrund

ist diese geplante Zusammensetzung der gemeinsamen Stelle abzulehnen.

Der Bundesrat hat Ende Januar 2016 - durch gemeinsame Anstrengung der
kommunalen Familie — die Bundesregierung aufgefordert, den Entwurf zu über-
arbeiten.

Weitere Entwicklungen

Am 11.11.2015 hat das Bundesumweltministerium (BMUB) den Referentenent-
wurf zur Erneuerung der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) vorgelegt. Kern-
Punkt der Novelle ist die Verpflichtung der Abfallerzeuger und -besitzer von
gewerblichen Siedlungsabfällen und Bau-und Abbruchabfällen zur Getrennt-
sammlung, Vorbereitung zur Wiederverwendung und dem Recycling. Eine ge-
mischte Erfassung ist nur noch für den Fall vorgesehen, dass die Getrennter-
fassung technisch unmöglich oder wirtschaftlich unzumutbar ist. Der Stand der
Entwürfe und Vorlagen hierzu ändert sich monatlich. Derzeit ist es nicht abseh-
bar, ob die Erneuerung der Verordnung für den EAD eine Chance oder ein Risi-
ko darstellt.

Eine Verschärfung der Düngemittelverordnung gefährdet die Abnahme des
Outputs der Kompostanlage. Das Ausbringen auf Flächen des Gemüseanbaus
wird durch die Herabsetzung des Anteils an max. zulässigen Anteilen und Grö-
ßen von Störstoffen erschwert. Hier ist insbesondere der immer noch verbreite-
te Irrglaube, es gäbe biologisch abbaubare Plastiktüten, ein Grund. Mögen die
Tüten auch grundsätzlich abbaubar sein, so sind sie es nie in dem kurzen Zeit-
raum des Produktions- bzw. Verrottungsprozesses in den Kompostanlagen.

Anlage I

[0
BI=AD
un Lagebericht 2015

37
Gebührenhaushalte

Die Abfallgebühr ist noch kostendeckend, insbesondere aus der Reduzierung
der Anlieferentgelte für den Sperrmüll. Auch im Hinblick auf die Änderungen im
Kommunalabgabengesstz ist es notwendig, die Höhe der übrigen Anlieferent-
gelte neu zu würdigen. Die verbleibende Kostenunterdeckung wird aus den

Verbindlichkeiten gegenüber den Gebührenpflichtigen finanziert.

Die gebührenrechtliche Überdeckung im Gebührenbereich Straßenreinigung
führte plangemäß zum Aufbau einer Verbindlichkeit gegenüber dem Gebühren-
zahler, die durch Kostensteigerungen in den Jahren 2016 und 2017 gem. Ge-
bührenbedarfsberechnung 2015 bis 2017 wieder abgebaut wird.

Neue Geschäftsfelder
Mensabetrieb

Mit relativ kurzer Vorbereitungszeit betreibt der EAD seit Ende der Sommerferi-
en die Schulmensen der Stadt Darmstadt. Hierzu gehören 3 Produktionsstätten
in Schulen, die 7 weitere Schulen, ein Kinder-Jugendhaus und ein Schülerkiosk
versorgen bzw. mit Essen beliefern. Hierfür wurden 3 Lieferfahrzeuge zur Ver-
fügung gestellt und 3 Fahrer, 5 Köche und 4 Hauswirtschaftskräfte (TZ) einge-
stellt. Bisher wurden seit den ersten 6 Monaten ca. 65.000 Essen ausgegeben.
Perspektive für die Zukunft sind Umrüstung der Küchen von Aufbereitungskü-
chen zu Produktionsküchen und Gespräche und Probelieferungen an Kitas, Ju-
gendhilfeträgern und weitere Schulen.

Das neue Geschäftsfeld hat sich in 2015 gut angelassen und erfreut sich in
2016 weiterer starker Nachfrage. Die Kapazitätsgrenze könnte erreicht werden.
Die gemeinsamen Gespräche zwischen den Beteiligten Schulamt, Jugendamt,
IDA (bei baulichen Dingen) und EAD zeigen positive Effekte im Sinne von ge-
meinsamem Handeln für die Stadt. Die Befristung des Projekts gem. der Ma-
gistratsvorlage bis Mitte 2016 sollte daher für die Planungssicherheit der Betei-

ligten aufgehoben werden.

=AD
vis
Lo Lagebericht 2015

38

Graffiti-Entfernung

Die Vertriebsorganisation des EAD wurde in 2015 auf die Herausforderungen
des Wettbewerbs angepasst. Aus dem Projekt heraus wurde das neue Ge-
schäftsfeld Graffiti-Entsorgung entwickelt. Fahrzeuge mit Spezialaufbau und
fachkundiges Personal wurden in 2015 beschafft bzw. eingestellt. In 2015 konn-
te bereits ein Umsatz von TE 54 erzielt werden.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind Umsatzerlöse in Höhe von TE 54.626 und ein
Jahresverlust von T€ 693 geplant

Darmstadt, den 9.6.2016

N A
Sapine Kleindie!
1 Betriebslei r

BIZAD

Bilanz zum 31.12.2015

Anlage Il

AKTIVA
A. Anlagevermögen

1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten

ll.  Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgteiche Rechte und Bauten
einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. _Geleistete Anzählungen und Anlagen im Bau

an

Il. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht

B. Umilaufvermögen

1. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
N. Forderungen und sonslige Vermögensgegenstände
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen den Haushalt und verbundene
Unternehmen der Stadt Darmstadt
3. Forderungen gegen Unternehmen,mit denen ein
* Beteiligungsverhältnis besteht

4.  Sonslige Vermögensgegenstände

Ill. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Aktiva

311215 311214
EUR EUR
106.323,53 119.847.68

30.372,657,37 31:162.773,67

2 364.594,67 2.424.332,83
8.274.131,57 7.669.092,12
116.416,12. 240.229,61
41.127.799.73 41.496.428,23
1.539.294,72 1.539.294,72
999.900,00 1,623.361.86
2.539.194,72 3.162.656,58

43.773.317,98 44.778.932,49

805.729,89 684.897,11

1.943.110,78 1.302.347,72
4.875.182,62 3.895.758,87
148.643,36 342.453,01
808.794,46 916.242,41
7775.731,22 6.456.802.01

4.120.229,49 2.492.886,49

30.235,79 31.487,02

56.305 244,37 54.445.005,12

-— [nn

3 Anlage Il

31.1215 31.12.14
PASSVA EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 6.200.000,00 6.200.000,00
1. Rücklagen
1.  Kapitalrücklage 1.053.017,31 53.017,31
2. Allgemeine Rücklage 286.755,49 288.755,49
3.  Zweckgebundene Rücklage 418.128.61 395.888,79
B 1.757.901,41 735.661,59
I. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 8.271.604,79 8.624.646,75
2. Jahresverlust - ‚550,11 -1.445.145,96
15.924.956,09 14.115.162,38
B. Rückstellungen
41. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.443.331,88 3.433.910,22
2. Steuerrückstellungen 113.658,06 14.570,44
3. sonstige Rückstellungen 1.888.558,83 2.024.029,31
5.445.548,87 5.472.509,97
C.  Verbindlichkeiten
1. _ Verbindiichkeiten gegenüber Kredilinstituten 28.886.636,92 28.073.540,81
2.  Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.739.198,05 2.589.589,87
3. _Verbindlichkelten gegenüber dem Haushalt und verbundenen
Unternehmen der Stadt Darmstadt 1.150,147,16 2.082.692,37
4.  Verbindlichkeilen gegenüber Unternehmen, mil denen ein
Betelligungsverhälns besteht 188.911,22 99.404,51
5. Sonstige Verbindlichkeiten _ 2.721.844.06 __—2.012.105,21,
- davon aus Steuern € 139.878,01 (Vorjahr € 146.133,68) 34.666.739,41 34.857.332,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 268.000,00 0,00
ai —
Pe a
_.
ee
Be =

Summe Passiva 56.305.244,37 64.445.005,12

(Del

= AD

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

10.

11

12.

13.

14.

15.

16.

17.

Umsatzerlöse

Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 1.715.504,48 (Vorjahr € 1.669.385,42)

Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Erträge aus Beteiligungen

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens

- davon aus verbundenen Unternehmen € 28.775,94 (Vorjahr € 44.097,04)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen € 80.270,10 (Vorjahr € 97.051,37)

‚Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

- davon aus der Aufzinsung € 159.457,92 (Vonahr € 208.985,07)
- davon aus verbundenen Unternehmen € 40.512,61 (Vorjahr € 31.209,86)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Steuern

Erträge aus Verlustübernahme

Jahresverlust

2015
EUR

50.351.031,12
49.243,80
1.264.855,75
3.791.086,75

16.046.973,03
19.838.059,78

Anlage Il

2014
EUR

49.348.561,71
22.293,12
579.994,35
3.702.027,17

15. ‚44
19.557.077,61

18.915.435,43 17.968.894,85
5.725.145,47 ___5.551.111,60,
24.640.580,90 23.520.006,45
3.844.707,65 3.950.087 ,21
2.713.151,06 3.118.668,71
450.291,12 0,00
28.775,94 44.097,04
81.312,88 101.257.07
531.593,11 0,00
1.225.011,76 1.311.140,69
-567.593,65 -1.360.777,38
144.744,17 27.794,94
57.423,80 56.573,64
202.167,97 84.368,58
465.211,51 0,00
-304.550,11 -1.445.145,96

Anlage Il

Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

Anhang

Allgemeine Vorschriften

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 des Eigenbetriebes für kommunale Auf-
gaben und Dienstleistungen (EAD) wurde nach den Vorschriften des 88 20 ff. EigBGes
Hess i.d.F. vom 9. Juni 1989, zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom

16. Dezember 2011, i. V. m. den Bestimmungen des Dritten Buches des Handelsge-
setzbuches für große Kapitalgesellschaften in der derzeit gültigen Fassung aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren des

8 275 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeitlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-
kosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei werden entgeltlich
erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5
Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt
und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibun-
gen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände
linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Betriebsanlagen beträgt zwischen 7 und
25 Jahren, 19 bis 33 Jahren für Betrieosgebäude und Außenanlagen, sowie $ bis 10
Jahren bei Fahrzeugen und Containern. Bei dauerhafter Wertminderung werden außer-
planmäßige Abschreibungen vorgenommen, um Vermögensgegenstände mit dem nied-
rigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Im Jahr 2015
war dies nicht notwendig. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden geringwertige Wirt-
schaftsgüter bis € 410,00 im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen
auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei einer voraussichtlich dauerhaften
Wertminderung vorgenommen.

Anlage Il

Die verzinslichen Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Vorratsbestände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet bzw,
mit dem Wert, der den Vorräten am Bilanzstichtag beizulegen war.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter
Abzug von Wertberichtigungen angesetzt. Das hier angewandte Verfahren ist zweige-

teilt: Einmal handelt es sich hier um Einzelwertberichtigungen, bei denen die Debitoren
in voller Höhe bereinigt werden. Danach werden die restlichen Kunden je nach Mahn-

stufe mit einem pauschalierten Wert berichtigt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Stadt Darmstadt betreffen Forderun-
gen an die Unternehmen, die den Konsolidierungskreis für den Gesamtabschluss der
Wissenschaftsstadt Darmstadt bilden.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag
aufgeführt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstel-
len.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbind-
lichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Pensions- und Beihilferückstellungen wurden im Berichtsjahr gemäß & 249 Abs. 1
in Verbindung mit $ 253 Abs. 1. HGB ermittelt und gemäß $ 1 RückAbzinsV mit dem
von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz zum 31. Dezember 2015 in
Höhe von 3,89 % (Vorjahr: 4,53%) abgezinst. Dies ist der durchschnittliche Marktzins-
satz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15
Jahren ergibt. Der Berechnung wurden die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck
2005 G zugrunde gelegt. Des Weiteren wurden unverändert zum Vorjahr folgende Pa-

rameter verwendet:
Gehaltstrend: 40 %p.a.
Rententrend: 2,0% p.a.

Fluktuationsrate: 0,0% p.a.

Anlage Il
9

Pensions- und Beihilferückstellungen wurden unter Anwendung des Anwartschaftsbar-
wertverfahrens ermittelt. Der laufende Zinsaufwand sowie der Effekt aus der Änderung
des Zinssatzes sind im Zinsergebnis des laufenden Jahres ausgewiesen.

Darüber hinaus wurden für die mittelbare Verpflichtung aus der Zusage von Rentenan-
sprüchen durch die Zusatzversorgungskasse (ZVK-Renten) für den Mitarbeiterkreis der
aktiven Beschäftigten des Vivariums weitere Beträge in die Position Pensionsrückstel-
lung eingestellt. Die Ermittlung dieses Teils der Pensionsrückstellung erfolgte unter Ver-
wendung der gleichen Zinssätze wie die Pensionsrückstellungen.

Für die Versorgungsverpflichtungen der übrigen Mitarbeiter aus der Zusatzversorgung
wurde vom Passivierungswahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht
und keine Rückstellung gebildet. Durch seine Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungs-
kasse erfüllt der Betrieb die tarif- und arbeitsvertragliche Verpflichtung zur zusätzlichen
Versicherung seiner Beschäftigten. Im Wirtschaftsjahr 2015 erhob die Zusatzversor-
gungskasse eine Umlage in Höhe von 5,7 % (Vorjahr 5,7 %) des zusatzversorgungs-
pflichtigen Entgelts.

Steuerrücksteilungen enthalten Steuerverpflichtungen aus laufenden Ertragssteuern
der Betriebe Krematorium und gewerbliche Abfallentsorgung.

Die Rückstellungen für die Altersteilzeitverpflichtungen sind gemäß der Stellungnahme
des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni 2013 -IDW
PS HFA 3 zur „handelsrechtlichen Bilanzierung von Verpflichtungen aus Alterszeitrege-
lungen" gebildet worden. Der Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen lag ein versi-
cherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Rückstellung für Altersteilzeitver-
pflichtungen wird nach dem versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (An-
wartschaftsbarwertverfahren) sowie unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von
Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei wurde zum 31. Dezember 2015 ein Zinssatz
von 3,89% p.a. (Vorjahr: 4,53 % p.a.) verwendet. Die Rückstellung für Altersteilzeit be-
trifft die zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossenen Altersteilzeitverträge. Sie enthält
Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtun-
gen der Gesellschaft. Eine Rückstellungsbildung für zukünftige potentielle Altersteilzeit-
vereinbarungen erfolgte nicht mehr, da gemäß der geltenden Betriebsvereinbarung
keine neuen Altersteilzeitverträge mehr abgeschlossen werden.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bekannten ungewissen Verbindlichkei-
ten sowie sonstigen Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind

Anlage II
10

nach dem bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag
bemessen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Stadt Darmstadt betreffen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die den Konsolidierungskreis für den Ge-
samtabschluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt bilden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag
ausgewiesen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt dar-
stellen.

IN. Erläuterungen zur Bilanz
Die Aufgliederung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) hält folgende
Beteiligungen:

Darmstädter
Darmstädter Entsorgungs- und

Recycling Zentrum Dienstleistungs

GmbH

Sitz der Gesellschaft Darmstadt Darmstadt Büttelborn

Höhe am Anteil des Kapitals am

280.796,14 €

Jahresergebnis 2015 43.841,54 € 8.620,39 € 381.085,99 €

Die Beteiligung und die Ausleihung an der Biolog GmbH wurden zum 31.12.15 in Höhe
von T€ 532 abgewertet. Der hohe Jahresüberschuss der Biolog resultiert aus dem For-
derungsverzicht aller Gesellschafter.

Die Forderungen an den Haushalt der Stadt und verbundene Unternehmen der
Stadt Darmstadt beinhalten mit TE 2.037 (Vj. TE 2.117) Lieferungen und Leistungen.
Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Zuweisungen in die Kapitalrücklage, Forde-
rungen für Pensionen und Beihilfen für Beamte, welche früher bei der Stadtverwaltung
beschäftigt waren und vom EAD in den Ruhestand wechselten oder noch wechseln

Anlage II
11

werden, Forderungen aus Jahresabschlussverrechnungen sowie Forderungen aus ei-
nem Verrechnungskonto des Vivariums aus der Zeit bis 31.12.2009 über insgesamt
TE 2.838 (Vj. TE 1.779).

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, in Höhe von TE 149 (Vj. TE 342) handelt es sich um Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen, die in Höhe von TE 7 gegen die Darmstädter Recycling Zent-
rum GmbH, in Höhe von T€ 62 gegen die awaTech GmbH und in Höhe von TE 78 ge-
gen die Arge Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG/DED GmbH bestehen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um
Steuerforderungen für Umsatzsteuer des aktuellen Jahres in Höhe von T€ 208, für Kör-
perschaft- und Umsatzsteuer aus den Vorjahren in Höhe von T€ 391 sowie debitorische
Kreditoren in Höhe von TE 97.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr vollstän-
dig innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerli-
chen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgren-
zungsposten ermittelt. Unter Berücksichtigung eines kombinierten Ertragssteuersatzes
von 30,0 % ergeben sich aktive latente Steuern. Gem. $ 274 Abs. 1. 1 HGB wurde
von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die aktiven latenten Steuern nicht in der Bilanz
auszuweisen.

Zum 31.12.15 erfolgte eine Einlage der Stadt Darmstadt in die Kapitalrücklage in Höhe
von T€ 1.000.

Eine Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde in der Bilanz
in Höhe von TE 3.443 gebildet. Diese beinhaltet einerseits die Verpflichtung gegenüber
derzeit oder in der Vergangenheit beim EAD beschäftigten Beamten in Höhe von

TE 2.650 als auch eine Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber der ZVK für den
Bereich des Vivariums in Höhe von T€ 793. Die mittelbaren Verpflichtungen des EAD
aus Pensionszusagen über die ZVK belaufen sich handelsbilanziell auf TE 22.329. Da-
neben bestehen noch Pensionsaltzusagen, für die keine Rückstellungen gebildet wur-
den. Der versicherungsmathematische Teilwert dieser Altzusagen beträgt TE 31.

Für abzuführende Körperschaftsteuer der Betriebe gewerblicher Art ist eine Rückstel-
lung in Höhe von TE 69, für die Kapitalertragsteuer in Höhe von TE 22 und für Gewer-
besteuer in Höhe von T€ 22 gebildet worden.

Anlage Il
12

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.889 beinhalten Rückstellungen für
Verpflichtungen aus Altersteilzeit von TE 397, T€ 420 für Zahlungen aus der leistungs-
orientierten Vergütung, TE 363 für angefallene Überstunden, T€ 262 für Beihilfen,

TE 259 für Urlaubsrückstellungen und T€ 188 für Jahresabschlussprüfung, Grundbesitz-
abgaben, Energiekosten sowie Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Die Restlaufzeit der bilanzierten Verbindlichkeiten ist dem unten stehenden Verbindlich-
keitsspiegel zu entnehmen.

Bezeichnung der davon mit einer davon mit einer davon mit einer davon

Verbindlichkeits- Restlaufzeit bis Restlaufzeit Restlaufzeit von gesichert

positionen zueinem Jahr vwonzweibis mehrals fünf durch

fünf Jahren Jahren Pfandrechte
Gesamt 0.ä. Rechte
€ € € € €

1. Verbindlichkeiten

gegenüber

Kreditinstituten 28.886.638,92 1.397.481,68  5.082.482,81 22.406.674,43 0,00

Vorjahr 28.073.540,81 1.250.347,03  4.341.100,49  22.482.093,29 0,00
2. Verbindlichkeiten ‘ “

aus Lieferungen

und Leistungen 1.739.198,05 1.739.198,05 0,00 0,00 0,00

Vorjahr 2.589.589,87 2.589.589,87 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten “ y

gegenüber dem

Haushalt der Stadt

Darmstadt und

verbundenen

Unternehmen der

Stadt 1.150.147,16 1.150.147,16 0,00 0,00 0,00

Vorjahr 2.082.692,37 2.082.692,37 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten

gegenüber

Unternehmen, mit

denen ein

Beteiligungs-

verhältnis besteht 168.911,22 168.911,22 0,00 0,00 0,00

Vorjahr 99.404,51 99.404,51 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige

Verbindlichkeiten 2.721.844,06 565.834,74  2.156.009,32 0,00 0,00

davon aus Steuem 139.878,01 0,00 0,00 0,00 0,00

Vorjahr 2.012.105,21 418.123,18 1.593.982,03 0,00 0,00

34.666.739,41 5.021.572,85 7.238.492,13 22.406.674,43 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt der Stadt Darmstadt und verbunde-
nen Unternehmen der Stadt in Höhe von T€ 1.150 resultieren in Höhe von TE 75 aus

Anlage Il
13

Lieferungen und Leistungen, in Höhe von T€ 717 aus Verbindlichkeiten aus Rückstel-
lungen für Pensionen und Beihilfen für Beamte, welche in der Vergangenheit beim EAD
beschäftigt waren und zwischenzeitlich zur Stadtverwaltung gewechselt sind, sowie in
Höhe von T€ 358 aus den Steuern:

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr vollständig um Lieferungen und
Leistungen, die in Höhe von TE 159 gegenüber der awatech GmbH und in Höhe von T€
10 gegenüber der biolog GmbH bestehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe
von TE 140 € (Vj: TE 146) enthalten. Außerdem werden hierunter Verbindlichkeiten aus
den Gebührenüberschüssen in den Bereichen Abfall (TE 860, Vj. TE 1.012), Straßenrei-
nigung (TE 844, Vj. TE 130) sowie Kompostentgelte (T€ 453, Vj. TE 453) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten weist die Abgrenzung der Mittel für die
Kanalsanierung und Hausanschlüsse aus dem Jahr 2015 in Höhe von TE 268 aus.

Zum 31.12.2015 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen für 2016 aus Bestel-
lungen in Höhe von TE 139, davon für drei Fahrzeuge und Anbauteile in Höhe von

TE 86. Darüber hinaus bestehen die Verpflichtungen aus Mietverträgen für das Jahr
2016 in Höhe von T€ 43 sowie für die Jahre 2016 bis 2017 zu jeweils T€ 18 und einem
Wartungsvertrag für die Jahre 2016 mit jeweils T€ 20.

Anlage Il
14

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die vollständig im Inland erzielten Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Betriebs-
zweige:

2015 Vorjahr

Straßenreinigung/Winterdienst 7.625,8 7.409,1
Kanalbetrieb 3.922,1 3.898,3
Abfallentsorgung 18.327, 0 19.055,1
Kompostierungsanlage 102,2 128,2
BgA Abfall und Reinigung 6.567,7 6.445,6
Werkstätten mit Betriebshof 309,1 328,8
Schulbusbetrieb 1.153,7 989,2
Straßenunterhaltung 1.801,7 1.760,1
Zentrale Gebäudedienste 8.463,8 7.563,1
BgA Krematorium 1.401,3 1.060,9
BgA Zoo Vivarium 649,7 708,9
Verwaltung 26,9 1,3
Summe 50.351,0 49.348,6

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von T€ 1.265 sind im Wesentlichen sonstige
Erträge aus Kostenüberdeckungen von SAVAG und des ZAS in Höhe von T€ 536, Er-
löse aus Zuschüssen zur Erhaltung der Biodiversität Vivarium in Höhe von T€ 234, aus
dem Verkauf von Anlagen in Höhe von TE 110, aus der Herabsetzung der Pauschal-
wertberichtigung in Höhe von T€ 184 sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe
von TE 25 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen
von TE 1 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Gewerbe-,
Körperschaft- und Kapitalertragssteuer der Betriebe gewerblicher Art für das laufende
Geschäftsjahr. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen für Vor-
perioden in Höhe von T€ 43 enthalten.

Erstmalig wurden in Höhe von T€ 465 Erträge aus dem Verlustausgleich für den Be-
reich Vivarium durch die Stadt Darmstadt ausgewiesen.

Anlage Il
15

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Kon-
ditionen liegen nicht vor.

Sonstige Angaben
Das in 2015 aufgewendete Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne $ 319 Abs. 1 S.1,
2 HGB betrug T€ 30. Das Honorar für die steuerliche Beratung betrug im Geschäftsjahr

2015 TE 24, für sonstige beratende Tätigkeiten wurden TE 2 aufgewendet.

Im Geschäftsjahr 2015 waren gem. $ 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich beim Eigenbe-
trieb beschäftigt:

Anzahl Vorjahr

Beamte 1 1
Auszubildende 14 16
Beschäftigte 632 623
647 840

Der Betriebsleitung gehörte in 2015 an:

Frau Sabine Kleindiek, 1. Betriebsleiterin

Auf die Angabe der Bezüge wird nach $ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Betriebskommission gehörten in 2015 an:

a) Mitglieder des Magistrats:

Herr Stadtkämmerer Andre Schellenberg (Vorsitzende)
Frau Stadträtin Sabine Seidler
Frau Stadträtin Iris Behr

16

b) Mitalieder der Stadtverordnetenversammlung:

Frau Stadtverordnetenvorsteherin Doris Fröhlich
Herr Stadtverordneter Michael Siebel MdL

Herr Stadtverordneter Georg Hang

Herr Stadtverordneter Wilhelm Kins

Herr Stadtverordneter Thomas Tramer

c) Mitglieder des Personalrats:

Herr Personalrat Horst Weber
Herr Personalrat Ralf Keller
Herr Personalrat Walter Fuck (in Vertretung für Personalrat Ralf Keller)

d) Wirtschaftlich oder technisch besonders erfahrene Personen:

Frau Prof. Dr. Liselotte Schebek
Herr Thomas Heldmann
Herr Prof.Dr. Klaus-Michael Ahrend

An die Mitglieder der Betriebskommission wurden keine Aufwandsentschädigungen ge-
zahlt,

Darmstadt, den 9. Juni 2016

Sabine-Kleindiek
1. Retriebsleiterin r

—

Beratungsverlauf (3)

TOP 410
TOP 21
TOP 33

Orte (1)

  • Sensfelderweg 33

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2016/0337
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.08.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00