A-R/0064/2015
Kommunaler Ausstieg aus Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) - Jetzt!
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a-r-0064-2015-FMO
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/ 0064 / 2015 2.11.2015 Ratsantrag Kommunaler Ausstieg aus Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) - Jetzt! Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Ein Gutachten, das mögliche Ausstiegsszenarien für den Flughafen prüft, und insbesondere eine Kostenrechnung einschließt, wird in Auftrag gegeben. 2. Es werden Verhandlungen mit den Ländern Niedersachsen und NRW zur Finanzierung des Flughafens aufgenommen. 3. Die Möglichkeit des Verkaufs der Flughafenanteile an andere, insbesondere Flughafen- und Luftverkehrsgesellschaften, wird geprüft. 4. Die Möglichkeit zur Kooperation mit anderen Flughäfen zur Kostenreduktion wird geprüft. Begründung: Die finanzielle Belastung für die am Flughafen-Münster Osnabrück beteiligten Kommunen wird immer schwieriger. In den nächsten Jahren soll ein mittlerweile aufgetürmter Schuldenberg von rund 105 Millionen Euro abgetragen werden. Die Perspektive des Flughafens ist auch weiterhin unklar, die Fluggastzahlen sinken auch aktuell immer weiter und liegen weit unter 1 Million Fluggäste im Jahr. Aufgrund der ohnehin extremen DIE LINKE. Ratsfraktion Münster Achtermannstraße 19 48143 Münster Telefon 02 51 / 9 81 60 51 An den Oberbürgermeister 2/2 Belastung der am FMO beteiligten Kommunen und einer von allen Fraktionen außer der LINKE beschlossenen Schuldenbremse, die ab 2020 ausgeglichene Haushalte vorschreibt, muss der kommunale Ausstieg aus dem Flughafen jetzt realisiert werden. Die Stadt Münster ist mit 35 Prozent am Flughafen beteiligt und muss in den nächsten Jahren für jährlich 5,9 Millionen Euro gerade stehen, obwohl der Betrieb eines Flughafens weder eine kommunale Pflichtaufgabe ist noch zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehört. Insgesamt beträgt die öffentliche Subventionssumme mittlerweile rund 185 Millionen Euro seit der Gründung des Flughafen. Von einer Gesundung des Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) kann, auch entgegen anderslautender Behauptungen, keine Rede sein. Dies ist auch nicht nach Ablösung der vorhandenen Altschulden zu erwarten, sondern vielmehr ist zukünftig weiterhin mit der Notwendigkeit neuer finanzieller Zuwendungen zu rechnen. Dies insbesondere deshalb, weil auch die derzeitigen, neuen Prognosen mehr von Hoffnungen als von realistischen Entwicklungen getragen sind. Der FMO ist ein Subventionsloch und wird es bleiben. Der Ausstieg aus dem FMO muss jetzt aus finanzpolitischen Gründen und zum Wohl der Stadt Münster realisiert werden. Denn die Millionen Defizite des FMO können nicht immer wieder von den Stadtwerken beglichen werden. Sämtliche Prognosen für den FMO haben sich als viel zu positiv herausgestellt. Darum muss es jetzt um ein definitives Ende der Subventionspolitik gehen. Denn die finanzielle Unterstützung durch die Stadtwerke geht letztlich zu Lasten des Haushalts der Stadt Münster. Es kann auch nicht weiter Praxis sein, dass das städtische Unternehmen Stadtwerke Münster die Kosten auf die BürgerInnen abwälzt. Die Stadtwerke, und damit Münsters Bürgerinnen und Bürger, müssen das FMO - Defizit immer wieder durch höhere Strom- und Buspreise finanzieren. Dies ist ein unerträglicher Zustand, der endlich ein Ende finden muss. Mit drei - allesamt defizitären - Flughäfen in Dortmund, Paderborn und Münster/Osnabrück im Umkreis von 100 km ist ein wirtschaftlich, aber auch ökologisch unerträglicher Wettbewerb entstanden. Auch dieser ruinöse Wettbewerb zu Lasten der öffentlichen Hände - und damit der Steuerzahlenden - muss beendet werden. DIE LINKE. Ratsfraktion fordert daher den Ausstieg aus der kommunalen Finanzierung des Flughafens. gez. Rüdiger Sagel, Fatma Kirgil, Ali Atalan, Ortrud Philipp DIE LINKE. Ratsfraktion Münster
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- Achtermannstraße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0064/2015
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 04.11.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37