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2018/0255

Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung)

Magistratsvorlage 17.08.2018

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6936 Zeichen

Kontakt 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Technisches Stadthaus / Bessunger Straße 125, 
Block D
64295 Darmstadt
Telefon 06151 13-2092, Fax: 06151-13 2088
E-Mail stadtplanungsamt@darmstadt.de
Bauleitplanverfahren  
O 32 - Mathildenhöhe  Ost -
Informationen zur frühzeitigen 
Öffentlichkeitsbeteiligung 1. Worum es geht
Das Planungsgebiet umfasst die Flächen des Nord- und Ost-
hangs am Rande der Mathildenhöhe und erstreckt sich zwi-
schen der Dieburger Straße und der Erbacher Straße.
Nachdem für den Kernbereich der Mathildenhöhe mit seinen 
bedeutenden Denkmälern eine Bewerbung zur Nominierung 
als UNESCO-Welterbestätte vorbereitet wird, ist es auch ein 
Ziel der Stadtentwicklung, die Bereiche der sogenannten Puf-
ferzone, die das Antragsgebiet für die angestrebte Welterbe-
stätte umschließt, durch Bauleitpläne zu sichern und zukünftige 
Planungen mit den Zielen des Welterbeantrags in Einklang zu 
bringen. Neben diesen allgemeinen Zielen steht hier insbeson-
dere die Entwicklung der städtischen Freifläche am Osthang mit 
einem zukünftigen Besucherzentrum und weiteren kulturellen 
Nutzungen im Vordergrund.
2. Ziel und Zweck der Planung
Ziel des Bebauungsplanes O 32 ist es, den von unterschied-
lichen Entwicklungen sehr heterogen geprägten Nord- und Ost-
hang der Mathildenhöhe weiter zu entwickeln und die städte-
bauliche Umgebung des Nominierungsgebietes (Pufferzone) so-
wie die Flächen für ein Besucherzentrum und weitere kulturelle 
Einrichtungen durch die Bauleitplanung zu sichern.
Mit Blick auf das Ensemble Mathildenhöhe ist auch die Fernwir -
kung des Ensembles sowie die Auswirkung der Bebauung auf 
die Stadtsilhouette zu berücksichtigen. Bereits die bestehende 
Bebauung stellt aus bestimmten Blickrichtungen eine empfind-
liche Störung dieser einmaligen Wirkung dar. Deshalb ist ins-
besondere in der direkten Umgebung darauf zu achten, dass 
keine weitere Häufung von unterschiedlichen Hochbauten den 
vorhandenen Umriss der Stadtkrone beeinträchtigt.
Die bestehende Bebauung soll unter Berücksichtigung der bau-
historisch bedeutenden Umgebung planungsrechtlich gesichert 
werden.
3. Bestand
Der Bereich ist geprägt durch sehr heterogene Bauformen und 
unterschiedliche Gebäude- und Grundstücksgrößen. Der Nord-
osthang wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Mit Aufgabe der 
dort ansässigen Brauereien entstanden im Zuge des Großwoh-
nungsbaus der späten 1960er Jahre kreuzförmige Punkthäuser 
mit bis zu 10 Geschossen, die in Abänderung der Planung durch 
eine angrenzende Baugruppe mit sieben Geschossen sowie 
eine niedrigere Randbebauung ergänzt wurden. Ein für den Ost-
hang geplanter Hotelneubau wurde nie umgesetzt.
Aber auch unabhängig vom Bewerbungsverfahren für die Ma-
thildenhöhe ist es aus städtebaulicher Sicht notwendig, die 
heute noch bestehenden unterschiedlichen planungsrechtlichen 
Bedingungen (Bereiche mit veraltetem Bauplanungsrecht neben 
Bereichen ohne bauplanungsrechtliche Regelungen) aufzuhe-
ben und mit der Aufstellung dieses Bebauungsplans klare Richt-
linien für die weitere städtebauliche Entwicklung zu definieren. 
Das zukünftige einheitliche Planungsrecht, welches mit dem Be-
bauungsplan O 32 geschaffen wird, gibt insbesondere unter Be-
achtung des gestiegenen Nutzungsdruckes innerhalb des ge-
samten Stadtgebietes eine gesicherte Grundlage für die Zukunft 
des Gebietes. So kommt dem zukünftigen Bebauungsplan bei 
der städtebaulichen Entwicklung eine besondere Bedeutung zu.
	
Stand: 
4. September 2018

Im Gegensatz zu den städtischen Bau- und Wohnformen findet 
man östlich  des Fiedlerwegs eher eine villenartige, stark durch-
grünte Wohnbebauung, die sich zur Erbacher Straße hin wieder 
zu einer mehrgeschossigen Blockrandbebauung verdichtet.
4. Die wichtigsten Neuordnungsvorschläge
Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung des unbebauten 
Grundstücks nördlich des Olbrichwegs. Neue Impulse gab es 
hier bereits im Rahmen des Architektur- Sommers 2014, in wel-
chem das Grundstück durch temporäre Bebauungen bespielt 
wurde. Die sog. Main-Hall wurde schließlich zum Schauplatz für 
eine ganze Reihe von kulturellen Veranstaltungen, die bis heute 
fortgesetzt werden.
Mit dieser kulturellen Nutzung der wichtigen Teilfläche wurde 
bereits ein politisches Ziel der zukünftigen Entwicklung definiert 
und zugleich der historischen Entwicklung der Mathildenhöhe 
Rechnung getragen.
Die städtische Freifläche am Osthang ist als zentraler Entwick-
lungsbereich für das zukünftige Besucherzentrum Mathilden-
höhe und die ergänzenden kulturellen Nutzungen vorgesehen.
Durch den Masterplan Mathildenhöhe, der im Rahmen des Ma-
nagementplans für das Nominierungsgebiet erstellt wurde, ist 
mit Hilfe verschiedener Planungsszenarien bereits eine mög-
liche bauliche Entwicklung geprüft worden. Diese Rahmen-
bedingungen sind in die Auslobung des Wettbewerbs für die 
Neuordnung des Osthangs und das Besucherzentrum einge-
gangen. Der Wettbewerb wird 2018 abgeschlossen, die Er -
gebnisse werden dann zur Grundlage für den Bebauungsplan  
O 32, um die rechtlichen Voraussetzungen für die neue Bebau-
ung zu schaffen.
5. Weiteres Vorgehen
 
Dieses Informationsblatt, in dem die Grundzüge der Planung 
dargestellt sind, wird zusätzlich zur Auslegung im Stadtpla-
nungsamt in das Internet eingestellt und an alle Eigentümer und 
Eigentümerinnen, Bewohner und Bewohnerinnen verteilt. Wir 
wollen Sie damit einladen, aus Ihrer Sicht Anregungen zu geben 
und mit uns zu besprechen. Unter Prüfung und Beachtung Ihrer 
Anregungen, die Sie bitte in den nächsten 4 Wochen äußern 
sollten, sowie auf Grundlage der hier vorgestellten Planungs-
grundsätze wird das Stadtplanungsamt einen Bebauungsplan-
entwurf erarbeiten. Ihre Anregungen richten Sie bitte an die un-
terstehende Adresse.
Wenn die städtischen Gremien diesen Entwurf beschlossen ha-
ben, wird er für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. 
Während dieser Zeit haben Sie erneut die Gelegenheit, zu dem 
Entwurf Ihre Anregungen zu äußern. Der Zeitraum dieser Offenla-
ge wird im Darmstädter Echo und im Internet bekannt gemacht. 
Ihre Anregungen werden sorgfältig geprüft und der Stadtverord-
netenversammlung vorgelegt. Diese entscheidet, inwieweit sie 
berücksichtigt werden können. Über die Entscheidung werden 
Sie anschließend informiert.
Neben der baulichen Neuordnung des Bereichs kommt auch der 
Bewertung und Berücksichtigung der grünordnerischen Rah-
menbedingungen und Maßnahmen eine große Bedeutung zu. 
Hierbei ist neben den Quartiersfreiflächen besonders die Bedeu-
tung der gesamtstädtischen, stadträumlichen Grün- und Bio-
topvernetzungspotentiale zu beachten. Zwischen der Rosenhö-
he im Osten und dem Herrngarten im nördlichen Stadtzentrum 
bestehen unterschiedlich ausgeprägte Grün- und Frischluftkorri-
dore, die bei der weiteren baulichen Entwicklung berücksichtigt 
werden sollen.
Entwicklungsflächen für den Osthang (Auszug Masterplan 2017)
Grün- und Frischluftvernetzung

anlage 3

1945 Zeichen

Magdalena
Russ. Orth. Kirche
der hl. Maria
Platanenhain
Wolfskehlstraße
Wolfskehlstraße
Am
 Löwentor
Seitersweg
Wolfskehlstraße
Ludwig-Engel-Weg
Erbacher
 Straße
K
K
T.
Ernst-Ludwig-Haus
T.
T.
K
K
K
Hochzeitsturm
T.
T.
T.
Hoetgerweg
Erbacher
 Straße
Fiedlerweg
Seitersweg
Mathildenhöhweg
Prinz-Christians-Weg
Prinz-Christians-Weg
Lucasweg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Nikolaiweg
Eugen-Bracht-Weg
Eugen-Bracht-Weg
Fiedlerweg
Taunusstraße
Hohler
 Weg
Dieburger Straße
Dieburger
 Straße
Olbrichweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Seitersweg
Spessartring
Erbacher Straße
Schwarzwaldring
Christiansenweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Spielplatz
A
A
A
A
A
A
N
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H
H
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P
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P
P
TG
Hochschule für Gestaltung
Biergarten
Tiefgarage
TG
TG
TG
TG
Tiefgarage
Tiefgarage
Tiefgarage
P
P
P
PP
P P
Tiefgarage
Tiefgarage
Tiefgarage
TG
I
IV+D
II+D
III+D
I
II
I
I
I
III
I
I
II+D
V
I
IV
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III
VII
II
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VIII
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III+D
III+D
III+D
X
VII
I
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V
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I
I
III
I
I
I
I
IV
II
IV
III
III
I
III
II
I
III
III
II
II
III
Park / öffentliche Grünfläche
"Osthang"
öffentliche Grünfläche
Kleingärten
TG
TG
Öffentliche Fläche 
Baumallee
Wohngebäude mit gewerblicher 
Nutzung im Erdgeschoss
Hochschule Darmstadt
Hotel
Wohnnutzung
Gastronomie
Parkplätze
Nebengebäude
W e r k S t a d t A r c h i t e k t e n    u n d     S t a d t p l a n e r 
M a g d a l e n e n s t r a ß e   1 7             6 4 2 8 9   D a r m s t a d  t  
T e l :  0 6 1 5 1  -  7  4 0 9 1                   F a x   0 6 1 5 1  - 7 4 0 9 8
Gebäudenutzung M. 1 : 1000
Darmstadt           September 2018
öffentl. Grün-/Platzflächen
Fußwege
öffentl. Verkehrsflächen
P
Parkdecks / Tiefgaragen  TG
     B a u l e i t p l a n v e r f a h r e n   B e b a u u n g s p l a n    " O 32 - M a t h i l d e n h ö h e  O s t - "
Gebäudenutzung
Stellplatznutzung
Einzelhandel
( Anlage 3 )

anlage 5

588 Zeichen

F
F
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F
W S F
W e r k S t a d t A r c h i t e k t e n    u n d     S t a d t p l a n e r 
M a g d a l e n e n s t r a ß e   1 7             6 4 2 8 9   D a r m s t a d  t  
T e l :  0 6 1 5 1  -  7  4 0 9 1                   F a x   0 6 1 5 1  - 7 4 0 9 8
Gebäudetypen / DachformenM. 1 : 1000
Darmstadt     September 2018
Walmdach Satteldach Flachdach
     B a u l e i t p l a n v e r f a h r e n   B e b a u u n g s p l a n    " O 32 - M a t h i l d e n h ö h e  O s t - "
Gebäudetypen / Dachformen ( Anlage 5 )

anlage 6

85 Zeichen

PO
a ’

Bauleitplanverfahren Bebauungsplan "032-Mathildenhöhe Ost-"

N; %
M. 1:1000
a

anlage 10

160 Zeichen

Punkt 14: Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung) 
 (V-Nr. 2018/0255) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 8

11964 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
22.08.2018 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0255 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
327 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle: 061-010-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto:       
 
Betreff: Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung) 
 
Vorlage vom: 17.08.2018 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung (Faltblatt, Anlage 1) und dem 
Maßnahmenplan (Anlage 2), zum Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost – wird 
zugestimmt. Sie sind der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gem. §  3 Abs. 1 
BauGB und der Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange 
gem. § 4 Abs. 1 BauGB zugrunde zu legen (Anlagen 1 und 2 werden zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt). 
 
2. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß §  3 Abs. 1 BauGB erfolgt durch 
öffentliche Auslegung der unter Punkt  1 genannten Planungsunterlagen und der Pläne zur 
städtebaulichen Bestandsanalyse (Anlagen 3 bis 7, werden ebenfalls zu den Sitzungen 
aufgehängt / ausgelegt) für die Dauer eines Monats beim Stadtplanungsamt mit

- 3 - 
gleichzeitiger Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Zusätzlich werden die 
Planungsziele in Form eines DIN A 3 Faltblatts (Anlage 1) als Hauswurfsendung im 
Geltungsbereich an die Anwohnerschaft verteilt sowie an die Eigentümerinnen und 
Eigentümer versendet. 
 
Die frühzeitige Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange 
gem. § 4 Abs. 1 BauGB erfolgt schriftlich parallel zur frühzeitigen Unterrichtung der 
Öffentlichkeit. 
 
 
Anlagen: Anlage 1 Faltblatt 
Anlage 2 Maßnahmenplan 
Anlage 3 Nutzung 
Anlage 4 Ausnutzung 
Anlage 5 Gebäudetypen 
Anlage 6 Luftbild 
Anlage 7 Baum- und Biotopkartierung 
(Anlagen 1 bis 7 sind der Magistratsvorlage auf DIN A 4 verkleinert beigefügt 
und werden zu den Sitzungen in Originalgröße aufgehängt/ausgelegt)  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
Hinweis: 
Durch diesen Bebauungsplan entstehen keine direkten Folgekosten. 
Solche entstehen durch die Be bauung auf den privaten und öffentlichen 
Flächen. Diese Kosten öffentlicher Projekte werden den entsprechenden 
Kostenträgern zugeordnet und sind nicht Gegenstand der Bauleitplanung.  
 
Beschluss des Magistrats vom 27.08.2018 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage 2018/0255 vom 17.08.2018:  
 
 
Anlass und Ziel der Planung  
 
Für den Kernbereich der Mathildenhöhe mit seinen bedeutenden Denkmälern wird derzeit die 
Bewerbung für eine Nominierung als Welterbestätte fertiggestellt. Alle  Bereiche, welche 
innerhalb der Pufferzone zum Nominierungsgebiet liegen, sollen durch Bebauungspläne 
gesichert und in ihrer Entwicklung gesteuert werden.  
 
Für die städtische Freifläche am Osthang wurde im Rahmen des Masterplans Mathildenhöhe 
ein kulturell es Entwicklungskonzept erarbeitet, welche die Grundlage für die weiteren 
baulichen Vorhaben darstellt. Zentrales Vorhaben für den Beginn dieser Neuausrichtung ist 
ein Besucherzentrum am westlichen Ende des städtischen Grundstücks, welches eine 
wichtige Funktion auch mit Blick auf die UNESCO -Anforderungen erfüllt. 
 
Für das Besucherzentrum wird derzeit ein Wettbewerb durchgeführt, welcher einen Entwurf 
für das Besucherzentrum sowie die weitere städtebauliche Entwicklung des Umfeldes 
beinhaltet. Die Vorgaben f ür die Wettbewerbsauslobung entsprechen den Vorgaben, welche 
in die frühzeitige Bürgerbeteiligung eingeflossen sind.  
 
Im Rahmen der Bundesförderung für „Nationale Projekte des Städtebaus “ wurde für das 
„Premiumprojekt Entwicklung Mathildenhöhe “ die besondere Relevanz der kulturellen 
Entwicklung auf dem Osthang bestätigt. Der Bebauungsplan stellt eine wesentliche 
Voraussetzung zur Realisierung des Besucherzentrums im Rahmen der kulturellen 
Konzeption für die Mathildenhöhe dar.  
 
Zusammen mit den Frages tellungen zum Welterbeantrag werden auch die städtebaulichen 
und inhaltlichen Zielsetzungen für den Osthang und seine Einbindung in die direkte 
Umgebung weiter entwickelt und neu ausgerichtet.  
 
 
Bisherige Entwicklung der Mathildenhöhe  im Bereich des Osthangs 
 
Mit Beginn der ersten Ausstellung „Ein Dokument deutscher Kunst“ wurde die Mathildenhöhe 
erstmals bewusst baulich in die städtische Entwicklung mit einbezogen. Der Osthang ist 
jedoch jenseits von Lucasweg und Olbrichweg nur zu kleinen Teilen bebaut gew esen. Dies 
hängt auch damit zusammen, dass die Brauereien sich nach 1905 deutlich ausgeweitet 
haben und einen wesentlichen Teil des Geländes zwischen der Dieburger Straße und dem 
Olbrichweg einnahmen. 
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde auch die Mathildenhöhe star k zerstört, ebenso die Bereiche am 
Osthang. Die Brauereianlagen mit ihren Produktions - und Lagerstätten wurden z. T. wieder 
aufgebaut (Anker -Brauerei), wurden dann aber in den 1960er Jahren nach und nach 
aufgegeben. Ende der 1960er Jahre entstand am Olbric hweg als Ersatz für den vormaligen 
Geschosswohnungsbau der Ausstellung von 1914 das neue Gebäude für den Fachbereich 
Gestaltung der Hochschule Darmstadt und war damit die erste größere Bautätigkeit nach 
dem Krieg. Das Gebäude wurde 1986 erweitert.

- 5 - 
Östlich des Fiedlerwegs im Bereich bis zur Bahnlinie ist eine Reihe von Wohngebäuden zu 
finden. Neben einer Häuserzeile aus der Gründerzeit entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg 
am äußeren Olbrichweg und am Seitersweg unterschiedliche Wohngebäude, deren 
Ausprägung vom Bungalow bis zum fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus reicht.  
 
Mit der Aufgabe der Brauereien stellte sich erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg die Frage 
nach einer umfassenden Neuordnung dieses Bereiches. Am 13.07.1972 wurde daher die 
Aufstellung des Be bauungsplans O 13 – Mathildenhöhe Ost – beschlossen. Das Inkrafttreten 
dieses Bebauungsplans erfolgte bereits am 23. Januar 1974. Noch unter der Einwirkung des 
Großwohnungsbaus der späten 1960er Jahre und etwas zeitversetzt zu Projekten wie Neu -
Kranichstein und Eberstadt Süd wurden sechs kreuzförmige Punkthäuser mit bis zu 12 
Geschossen sowie eine ergänzende Randbebauung mit bis zu vier Geschossen geplant. In 
Ergänzung dazu wurden auf dem städtischen Grundstück am Olbrichweg die 
Voraussetzungen für ein Hotel als siebengeschossiges Terrassenhaus geschaffen.  
 
Die städtische Fläche am Olbrichweg blieb bis heute unbebaut, der Hotelbau wurde ebenso 
wenig realisiert wie spätere Vorhaben, wie sie beispielsweise in dem Ideenwettbewerb aus 
dem Jahr 1983 vorgeschlagen wurden. 
 
Seit dem Werkstatt -Verfahren („Forum Mathildenhöhe“) aus dem Jahre 2006 wurde die 
kulturelle Entwicklung der Mathildenhöhe in den Vordergrund gestellt, welche sie auch über 
Jahrzehnte geprägt hat. Seit dem Architektur -Sommer 2014 mit seinen tempo rären 
Bebauungen wird das freie Grundstück auf dem Osthang wieder bespielt und für eine Reihe 
von kulturellen Veranstaltungen genutzt.  
 
 
Zukünftige Entwicklung der Mathildenhöhe  im Bereich des Osthangs  
 
Das kulturelle Leitbild für die Mathildenhöhe stellt die Grundlage für die bauliche 
Weiterentwicklung im Masterplan Mathildenhöhe  dar, der im Rahmen des Managementplans 
für das Nominierungsgebiet der Künstlerkolonie Mathildenhöhe von der Architektur- und 
Planungsgesellschaft mbH in Kassel (ANP) entwickelt wurde. 
 
Durch verschiedene Bebauungsszenarien wurde geprüft, welche möglichen Nutzflächen für 
die Freiflächen am Osthang realisierbar sind . Dabei wurden die Flächen für das 
Besucherzentrum ermittelt sowie Flächen für ergänzende kulturelle Einrichtungen  
berücksichtigt. 
 
Teil der ergänzenden kulturellen Einrichtungen sind Ausstellungsflächen und 
Mehrzweckräume für die städtische Kunstsammlung, Räume für das Institut für neue 
Technische Form (INTEF) , den Deutschen Werkbund sowie für die entsprechende 
Infrastruktur und Betriebseinrichtungen. Die s bezieht auch die Entwicklung der kleinen 
Freifläche am Nordhang östlich des Lucaswegs mit ein . 
 
 
Ziel des Bebauungsplans: Sensible Integration in das Stadtbild  
 
Der von verschiedensten Entwicklungen insbesondere der Nachkriegszeit sehr heterogen 
geprägte Osthang der Mathildenhöhe soll weiter entwickel t und in die städtebauliche 
Umgebung (Pufferzone) des Nominierungsgebietes  integriert werden . Dabei sind die

- 6 - 
Fernwirkung des Ensembles sowie die Auswirkung der Bebauung a uf die Stadtsilhouette zu 
berücksichtigen. 
 
Bereits die vorhandene Bebauung stellt aus bestimmten Blickrichtungen eine empfindliche 
Störung dieser prägenden Stadtsilhouette dar. Deshalb ist insbesondere in der direkten Nähe 
des Nominierungsgebietes darauf zu achten, keine Hochbauten entstehen zu lassen welche 
den vorhandenen Umriss der Stadtkrone stören könnten.  
 
Auch ist der Anschluss der Bebauung an sehr unterschiedlich geprägte Bereiche bei den 
Übergängen zu anderen Siedlungsteilen besonders zu beachten.  Das z. T. direkte Gegenüber 
zur Bebauung der Künstlerhäuser muss in Bezug auf die Vermeidung von Brüchen im 
Stadtgefüge beachtet werden.  
 
Ziel soll aber auch sein, den Osthang zu einer weiteren Hauptseite der Mathildenhöhe 
aufzuwerten, nicht zuletzt, da a uch der Zugang vom Ostbahnhof her an Bedeutung gewinnen 
wird. Die „Vierte Seite“ der Mathildenhöhe soll aus ihrer z.  T. isolierten Rolle herausgeholt 
und als ebenbürtiger Stadtraum zu den anderen Seiten weiterentwickelt werden.  
 
 
Zu 1.: 
 
Das Bebauungsplanverfahren wurde am 17.05.2018 durch einen Aufstellungsbeschluss der 
Stadtverordnetenversammlung eingeleitet und die Planungsziele durch eine Veränderungs -
sperre gesichert (MV-Nr. 218/0110). 
 
Zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange sind die 
Planungsunterlagen als Grundlage dieses Verfahrensschrittes erstellt worden.  
Die Planungsunterlagen bestehen aus einem DIN A 3 Faltblatt (Allgemeine Ziele und Zwecke 
der Planung) (Anlage 1), dem Maßnahmenplan zum Bebauungsplan O 32 (Anlage 2) sowie 
fünf großformatigen Plänen zur städtebaulichen Bestandsanalyse (Anlage 3 bis 7 
 
Das Faltblatt (Anlage 1) und die großformatigen, farbigen Pläne (Anlagen 2 bis 7), die der 
Magistratsvorlage auf DIN A 4 verkleinert beiliegen, können auch in PARLIS maßstabsfrei 
eingesehen werden und werden zusätzlich zu den Sitzungen in Originalgröße (DIN A 3) 
aufgehängt/ausgelegt. 
 
 
Zu 2.: 
 
Das BauGB schreibt in § 3 Abs. 1 zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung vor, die 
Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung frühzeitig zu unterrichten. 
Dazu erfolgt eine einmonatige öffentliche Auslegung der Anlagen 1 bis 7 beim 
Stadtplanungsamt, mit der zugleich den Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, ihre 
Stellungnahmen im Stadtplanungsamt vorzubringen und zu erörtern. Dies wird ortsüblich 
bekannt gemacht. Um möglichst viele Anwohner / Eigentümer im Plangebiet zu erreichen, 
wird zusätzlich das Faltblatt (Anlage 1) an die Haushalte verteilt bzw. per Pos t versendet. 
 
Parallel zur frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit werden die Behörden und sonstigen 
Träger öffentlicher Belange gemäß §  4 Abs. 1 BauGB schriftlich über die Planung informiert.

Nach Ablauf dieser frühzeitigen Beteiligung werden die e ingegangenen Stellungnahmen 
geprüft und ggf. in der weiteren Planung berücksichtigt.  
 
 
 
Die Dezernentin III: 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek 
Stadträtin  
 
 
Darmstadt, den 17.08.2018 
 
61.3 cb Nst. 2930 
61.2 zim Nst. 2603

anlage 11

323 Zeichen

Punkt 22: Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung) 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2018/0255) 
 
Stadtve. Klaff-Isselmann (CDU) verlässt unter Hinweis auf § 25 HGO den Sitzungssaal 
und nimmt an der Beratung nicht teil. 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

anlage 7

3745 Zeichen

Taunusstraße 47  I  65183 Wiesbaden  I  Fon (0611) 53 173 - 0  I  Fax  - 88  
info@dielandschaftsarchitekten.de    I  www.dielandschaftsarchitekten.de 
Projekt:
Bebauungsplan Mathildenhöhe Ost O32
Planinhalt:
Baum- und Biotopkartierung
Plan-Nr.: DLA 1085-18-2
Maßstab: 1:500
Plangröße: 1189 X 950
Datum: 13.08.2018
Gez.: Bue/Sli
im Auftrag für:
Werkstadt Architekten+Stadtplaner
Magdalenenstraße 17
64489 Darmstadt
1
3
2
Laubbaum
Nadelbaum
Baumnummer (Kartierungnummer)
(vgl. Baumliste Anhang XX)
Arten- und strukturarme Hausgärten
Dachflächen extensiv begrünt
Dachflächen nicht begrünt
Befestigte u. begrünte Flächen
Wasserdurchlässige Flächen-
befestigung
Nahezu versiegelte Flächen
Sehr stark o. völlig versiegelte 
Flächen
Geltungsbereich Bebauungsplan
Legende
10.510
10.520
10.530
10.540
10.710
10.720
11.221
11.222 B
Baumgruppe
Einordnung nach Hessischer Kompensationsverordnung
Anlage 3: Wertliste nach Nutzungstypen
Parks, Villensiedlungen mit 
Großbaumbestand
11.231 B
Arten- und strukturreiche Hausgärten
Dachflächen intensiv begrünt10.730
wertvoller Einzelbaum (biotopprägend)
Hecken-/ Gebüschpflanzungen
(straßenbegleitend)
02.600
Olbrichweg
Wolfskehlstraße
Wolfskehlstraße
Am
 Löwentor
Wolfskehlstraße
Hoetgerweg
Fiedlerweg
Seitersweg
Mathildenhöhweg
Prinz-Christians-Weg
Prinz-Christians-Weg
Lucasweg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Fiedlerweg
Hohler
 Weg
Dieburger Straße
Dieburger
 Straße
Olbrichweg
Olbrichweg
Seitersweg
Spessartring
Erbacher Straße
Schwarzwaldring
Christiansenweg
Alexandraweg
Alexandraweg
106
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323
1414
Wolfskehlstraße
Wolfskehlstraße
Am
 Löwentor
Wolfskehlstraße
Seitersweg
Mathildenhöhweg
Prinz-Christians-Weg
Prinz-Christians-Weg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Fiedlerweg
Hohler
 Weg
Dieburger Straße
Olbrichweg
Olbrichweg
Erbacher Straße
Schwarzwaldring
Christiansenweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Anlage 7

2018/0255

11911 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
22.08.2018 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0255 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle: 061-010-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto:       
 
Betreff: Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung) 
 
Vorlage vom: 17.08.2018 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung (Faltblatt, Anlage 1) und dem 
Maßnahmenplan (Anlage 2), zum Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost – wird 
zugestimmt. Sie sind der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gem. §  3 Abs. 1 
BauGB und der Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange 
gem. § 4 Abs. 1 BauGB zugrunde zu legen (Anlagen 1 und 2 werden zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt). 
 
2. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß §  3 Abs. 1 BauGB erfolgt durch 
öffentliche Auslegung der unter Punkt  1 genannten Planungsunterlagen und der Pläne zur 
städtebaulichen Bestandsanalyse (Anlagen 3 bis 7, werden ebenfalls zu den Sitzungen 
aufgehängt / ausgelegt) für die Dauer eines Monats beim Stadtplanungsamt mit 
gleichzeitiger Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Zusätzlich werden die 
Planungsziele in Form eines DIN A 3 Faltblatts (Anlage 1) als Hauswurfsendung im

- 2 – 
 
Geltungsbereich an die Anwohnerschaft verteilt sowie an die Eigentümerinnen und 
Eigentümer versendet. 
 
Die frühzeitige Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange 
gem. § 4 Abs. 1 BauGB erfolgt schriftlich parallel zur frühzeitigen Unterrichtung der 
Öffentlichkeit. 
 
 
Anlagen: Anlage 1 Faltblatt 
Anlage 2 Maßnahmenplan 
Anlage 3 Nutzung 
Anlage 4 Ausnutzung 
Anlage 5 Gebäudetypen 
Anlage 6 Luftbild 
Anlage 7 Baum- und Biotopkartierung 
(Anlagen 1 bis 7 sind der Magistratsvorlage auf DIN A 4 verkleinert beigefügt 
und werden zu den Sitzungen in Originalgröße aufgehängt/ausgelegt)  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
Hinweis: 
Durch diesen Bebauungsplan entstehen keine direkten Folgekosten. 
Solche entstehen durch die Bebauung auf den privaten und öffentlichen 
Flächen. Diese Kosten öffentlicher Projekte werden den entsprechenden 
Kostenträgern zugeordnet und sind nicht Gegenstand der Bauleitplanung.  
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 – 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage 2018/0255 vom 17.08.2018: 
 
 
Anlass und Ziel der Planung  
 
Für den Kernbereich der Mathildenhöhe mit seinen bedeutenden Denkmälern wird derzeit die 
Bewerbung für eine Nominierung als Welterbestätte fertiggestellt. Alle Bereiche, welche 
innerhalb der Pufferzone zum Nominierungsgebiet liegen, sollen durch Bebauungspläne 
gesichert und in ihrer Entwicklung gesteuert werden.  
 
Für die städtische Freifläche am Osthang wurde im  Rahmen des Masterplans Mathildenhöhe 
ein kulturelles Entwicklungskonzept erarbeitet, welche die Grundlage für die weiteren 
baulichen Vorhaben darstellt. Zentrales Vorhaben für den Beginn dieser Neuausrichtung ist 
ein Besucherzentrum am westlichen Ende des  städtischen Grundstücks, welches eine 
wichtige Funktion auch mit Blick auf die UNESCO -Anforderungen erfüllt. 
 
Für das Besucherzentrum wird derzeit ein Wettbewerb durchgeführt, welcher einen Entwurf 
für das Besucherzentrum sowie die weitere städtebauliche Entwicklung des Umfeldes 
beinhaltet. Die Vorgaben für die Wettbewerbsauslobung entsprechen den Vorgaben, welche 
in die frühzeitige Bürgerbeteiligung eingeflossen sind.  
 
Im Rahmen der Bundesförderung für „Nationale Projekte des Städtebaus “ wurde für das 
„Premiumprojekt Entwicklung Mathildenhöhe “ die besondere Relevanz der kulturellen 
Entwicklung auf dem Osthang bestätigt. Der Bebauungsplan stellt eine wesentliche 
Voraussetzung zur Realisierung des Besucherzentrums im Rahmen der kulturellen 
Konzeption für die Mathildenhöhe dar. 
 
Zusammen mit den Fragestellungen zum Welterbeantrag werden auch die städtebaulichen 
und inhaltlichen Zielsetzungen für den Osthang und seine Einbindung in die direkte 
Umgebung weiter entwickelt und neu ausgerichtet.  
 
 
Bisherige Entwicklung der Mathildenhöhe im Bereich des Osthangs 
 
Mit Beginn der ersten Ausstellung „Ein Dokument deutscher Kunst“ wurde die Mathildenhöhe 
erstmals bewusst baulich in die städtische Entwicklung mit einbezogen. Der Osthang ist 
jedoch jenseits von Lucasweg  und Olbrichweg nur zu kleinen Teilen bebaut gewesen. Dies 
hängt auch damit zusammen, dass die Brauereien sich nach 1905 deutlich ausgeweitet 
haben und einen wesentlichen Teil des Geländes zwischen der Dieburger Straße und dem 
Olbrichweg einnahmen. 
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde auch die Mathildenhöhe stark zerstört, ebenso die Bereiche am 
Osthang. Die Brauereianlagen mit ihren Produktions - und Lagerstätten wurden z. T. wieder 
aufgebaut (Anker -Brauerei), wurden dann aber in den 1960er Jahren nach und nach 
aufgegeben. Ende der 1960er Jahre entstand am Olbrichweg als Ersatz für den vormaligen 
Geschosswohnungsbau der Ausstellung von 1914 das neue Gebäude für den Fachbereich 
Gestaltung der Hochschule Darmstadt und war damit die erste größere Bautätigkeit nach 
dem Krieg. Das Gebäude wurde 1986 erweitert.

- 4 – 
 
Östlich des Fiedlerwegs im Bereich bis zur Bahnlinie ist eine Reihe von Wohngebäuden zu 
finden. Neben einer Häuserzeile aus der Gründerzeit entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg 
am äußeren Olbrichweg und am Seitersw eg unterschiedliche Wohngebäude, deren 
Ausprägung vom Bungalow bis zum fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus reicht.  
 
Mit der Aufgabe der Brauereien stellte sich erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg die Frage 
nach einer umfassenden Neuordnung dieses Bereiches. Am 13.07.1972 wurde daher die 
Aufstellung des Bebauungsplans O 13 – Mathildenhöhe Ost – beschlossen. Das Inkrafttreten 
dieses Bebauungsplans erfolgte bereits am 23. Januar 1974. Noch unter der Einwirkung des 
Großwohnungsbaus der späten 1960er Jahre und etw as zeitversetzt zu Projekten wie Neu -
Kranichstein und Eberstadt Süd wurden sechs kreuzförmige Punkthäuser mit bis zu 12 
Geschossen sowie eine ergänzende Randbebauung mit bis zu vier Geschossen geplant. In 
Ergänzung dazu wurden auf dem städtischen Grundstüc k am Olbrichweg die 
Voraussetzungen für ein Hotel als siebengeschossiges Terrassenhaus geschaffen.  
 
Die städtische Fläche am Olbrichweg blieb bis heute unbebaut, der Hotelbau wurde ebenso 
wenig realisiert wie spätere Vorhaben, wie sie beispielsweise in dem  Ideenwettbewerb aus 
dem Jahr 1983 vorgeschlagen wurden.  
 
Seit dem Werkstatt -Verfahren („Forum Mathildenhöhe“) aus dem Jahre 2006 wurde die 
kulturelle Entwicklung der Mathildenhöhe in den Vordergrund gestellt, welche sie auch über 
Jahrzehnte geprägt hat. S eit dem Architektur -Sommer 2014 mit seinen temporären 
Bebauungen wird das freie Grundstück auf dem Osthang wieder bespielt und für eine Reihe 
von kulturellen Veranstaltungen genutzt.  
 
 
Zukünftige Entwicklung der Mathildenhöhe  im Bereich des Osthangs  
 
Das k ulturelle Leitbild für die Mathildenhöhe stellt die Grundlage für die bauliche 
Weiterentwicklung im Masterplan Mathildenhöhe  dar, der im Rahmen des Managementplans 
für das Nominierungsgebiet der Künstlerkolonie Mathildenhöhe von der Architektur- und 
Planungsgesellschaft mbH in Kassel (ANP) entwickelt wurde. 
 
Durch verschiedene Bebauungsszenarien wurde geprüft, welche möglichen Nutzflächen für 
die Freiflächen am Osthang realisierbar sind . Dabei wurden die Flächen für das 
Besucherzentrum ermittelt sowie Flächen für ergänzende kulturelle Einrichtungen  
berücksichtigt. 
 
Teil der ergänzenden kulturellen Einrichtungen sind Ausstellungsflächen und 
Mehrzweckräume für die städtische Kunstsammlung, Räume für das Institut für neue 
Technische Form (INTEF) , den Deutschen Werkbund sowie für die entsprechende 
Infrastruktur und Betriebseinrichtungen. Die s bezieht auch die Entwicklung der kleinen 
Freifläche am Nordhang östlich des Lucaswegs mit ein . 
 
 
Ziel des Bebauungsplans: Sensible Integration in das Stadtbild  
 
Der von verschiedensten Entwicklungen insbesondere der Nachkri egszeit sehr heterogen 
geprägte Osthang der Mathildenhöhe soll weiter entwickel t und in die städtebauliche 
Umgebung (Pufferzone) des Nominierungsgebietes  integriert werden . Dabei sind die 
Fernwirkung de s Ensembles sowie die Auswirkung der Bebauung auf die Stadtsilhouette zu 
berücksichtigen.

- 5 – 
 
 
Bereits die vorhandene Bebauung stellt aus bestimmten Blickrichtungen eine empfindliche 
Störung dieser prägenden Stadtsilhouette dar. Deshalb ist insbesondere in der  direkten Nähe 
des Nominierungsgebietes darauf zu achten, keine Hochbauten entstehen zu lassen welche 
den vorhandenen Umriss der Stadtkrone stören könnten.  
 
Auch ist der Anschluss der Bebauung an sehr unterschiedlich geprägte Bereiche bei den 
Übergängen zu anderen Siedlungsteilen besonders zu beachten. Das z. T. direkte Gegenüber 
zur Bebauung der Künstlerhäuser muss in Bezug auf die Vermeidung von Brüchen im 
Stadtgefüge beachtet werden.  
 
Ziel soll aber auch sein, den Osthang zu einer weiteren Hauptseite der  Mathildenhöhe 
aufzuwerten, nicht zuletzt, da auch der Zugang vom Ostbahnhof her an Bedeutung gewinnen 
wird. Die „Vierte Seite“ der Mathildenhöhe soll aus ihrer z.  T. isolierten Rolle herausgeholt 
und als ebenbürtiger Stadtraum zu den anderen Seiten weiter entwickelt werden. 
 
 
Zu 1.: 
 
Das Bebauungsplanverfahren wurde am 17.05.2018 durch einen Aufstellungsbeschluss der 
Stadtverordnetenversammlung eingeleitet und die Planungsziele durch eine Veränderungs -
sperre gesichert (MV-Nr. 218/0110). 
 
Zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange sind die 
Planungsunterlagen als Grundlage dieses Verfahrensschrittes erstellt worden.  
Die Planungsunterlagen bestehen aus einem DIN A 3 Faltblatt (Allgemeine Ziele und Zwecke 
der Planung) (Anlage 1), dem Maßnahmenplan zum Bebauungsplan O 32 (Anlage 2) sowie 
fünf großformatigen Plänen zur städtebaulichen Bestandsanalyse (Anlage 3 bis 7 
 
Das Faltblatt (Anlage 1) und die großformatigen, farbigen Pläne (Anlagen 2 bis 7), die der 
Magistratsvorlage auf DIN A 4 verkleinert  beiliegen, können auch in PARLIS maßstabsfrei 
eingesehen werden und werden zusätzlich zu den Sitzungen in Originalgröße (DIN A 3) 
aufgehängt/ausgelegt. 
 
 
Zu 2.: 
 
Das BauGB schreibt in § 3 Abs. 1 zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbet eiligung vor, die 
Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung frühzeitig zu unterrichten. 
Dazu erfolgt eine einmonatige öffentliche Auslegung der Anlagen 1 bis 7 beim 
Stadtplanungsamt, mit der zugleich den Bürgern die Möglichkeit gegeb en wird, ihre 
Stellungnahmen im Stadtplanungsamt vorzubringen und zu erörtern. Dies wird ortsüblich 
bekannt gemacht. Um möglichst viele Anwohner / Eigentümer im Plangebiet zu erreichen, 
wird zusätzlich das Faltblatt (Anlage 1) an die Haushalte verteilt bzw . per Post versendet.  
 
Parallel zur frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit werden die Behörden und sonstigen 
Träger öffentlicher Belange gemäß §  4 Abs. 1 BauGB schriftlich über die Planung informiert.  
 
Nach Ablauf dieser frühzeitigen Beteiligung werden die eingegangenen Stellungnahmen 
geprüft und ggf. in der weiteren Planung berücksichtigt.

- 6 – 
 
 
 
Die Dezernentin III: 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek 
Stadträtin  
 
 
Darmstadt, den 17.08.2018 
 
61.3 cb Nst. 2930 
61.2 zim Nst. 2603

anlage 4

5270 Zeichen

P
P
PP
P
P
P
183
6
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3
182
2
Magdalena
Russ. Orth. Kirche
der hl. Maria
Platanenhain
298
8
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23
298
25
277
1
281
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Fiedlerweg
Schwarzwaldring
Wolfskehlstraße
Wolfskehlstraße
Am
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Seitersweg
Wolfskehlstraße
Ludwig-Engel-Weg
Erbacher
 Straße
Bunker
K
K
K
178
179
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2 429
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2
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2
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3
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1
T.
Ernst-Ludwig-Haus
T.
T.
K
K
K
Hochzeitsturm
T.
T.
T.
Hoetgerweg
Erbacher
 Straße
Fiedlerweg
Seitersweg
Mathildenhöhweg
Prinz-Christians-Weg
Prinz-Christians-Weg
Lucasweg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Dieburger
 Straße
Nikolaiweg
Eugen-Bracht-Weg
Eugen-Bracht-Weg
Fiedlerweg
Taunusstraße
Taunusstraße
Hohler
 Weg
Dieburger Straße
Dieburger
 Straße
Olbrichweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Seitersweg
Spessartring
Erbacher Straße
Schwarzwaldring
Christiansenweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Alexandraweg
420
3
420
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Spielplatz
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GRZ 0,42
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GFZ 1,46
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GFZ 0,96
GFZ 0,82
I
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W e r k S t a d t A r c h i t e k t e n    u n d     S t a d t p l a n e r 
M a g d a l e n e n s t r a ß e   1 7             6 4 2 8 9   D a r m s t a d  t  
T e l :  0 6 1 5 1  -  7  4 0 9 1                   F a x   0 6 1 5 1  - 7 4 0 9 8
Ausnutzung / GRZM. 1 : 1000
Darmstadt   September 2018
GRZ > 0,6
GRZ 0,5 < 0,6
GRZ 0,4 < 0,5
GRZ 0,3 < 0,4
GRZ 0,2 < 0,3
GRZ < 0,2
     B a u l e i t p l a n v e r f a h r e n   B e b a u u n g s p l a n    " O 32 - M a t h i l d e n h ö h e  O s t - "
Ausnutzung  (Anlage 4 )

anlage 2

1111 Zeichen

W e r k S t a d t A r c h i t e k t e n    u n d     S t a d t p l a n e r 
M a g d a l e n e n s t r a ß e   1 7             6 4 2 8 9   D a r m s t a d  t  
T e l :  0 6 1 5 1  -  7  4 0 9 1                   F a x   0 6 1 5 1  - 7 4 0 9 8
Maßnahmenplan / Vorschläge
Darmstadt       September 2018
Geltungsbereich B-Plan O 13 
vom 23.01.1974
Entwicklungsflächen 
Umgrenzung der denkmalgeschützten 
Gesamtanlage Mathildenhöhe
Fluchtlinienplan 
Histor. Einfriedung, Bruchsteinmauer
x
Fluchtlinienplan 161
Fluchtlinienplan 288
denkmalgeschützte Gesamtanlage
Ensemble Mathildenhöhe
Geltungsbereich B-Plan O 13 von 1974
Entwicklungs- und Neuordnungsfläche "Osthang"
für kulturelle Nutzung
Neuordnungsbereich Hochschule Darmstadt
Te i l b e r e i c h  "Biergarten"
Städtische Grünfläche
Entwicklungsfläche 
"Nordhang"
Erhaltung Alleebestand
Geltungsbereich B-Plan O 32
Neuordnungsfläche
Zugang
Mathildenhöhe
Geltungsbereich B-Plan O 32
Erhaltungsflächen
     B a u l e i t p l a n v e r f a h r e n   B e b a u u n g s p l a n    " O 32 - M a t h i l d e n h ö h e  O s t - "
Maßnahmenplan / Vorschläge ( Anlage 2 )

anlage 9

178 Zeichen

Punkt 6: Bebauungsplan O 32 – Mathildenhöhe Ost - (Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung) 
 (V-Nr. 2018/0255) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 22 zur Kenntnis
TOP 327
TOP 14
TOP 6

Orte (23)

  • Bessunger Straße 125
  • Dieburger Straße
  • Erbacher Straße
  • Taunusstraße 47I
  • Hoetgerweg
  • Prinz-Christians-Weg
  • Lucasweg
  • Olbrichweg
  • Eugen-Bracht-Weg
  • Fiedlerweg
  • Seitersweg
  • Wolfskehlstraße
  • Ludwig-Engel-Weg
  • Heinrich-Jobst-Treppe
  • Magdalenenstraße 17
  • Mathildenhöhweg
  • Spessartring
  • Schwarzwaldring
  • Christiansenweg
  • Am Löwentor
  • Bauhausweg
  • Nikolaiweg
  • Hohler Weg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2018/0255
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.08.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00