A-R/0017/2010
Unterstützung für den SC Westfalia Kinderhaus
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Originalantrag
7447 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0017/2010 !"#$% " &&&!"##$% " 1 Antrag 25.01.2010 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Unterstützung für den SC Westfalia Kinderhaus Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Stadt Münster unterstützt den SC Westfalia Kind erhaus bei der Errichtung einer neuen Sportanlage. Die Verwaltung wird deshalb beau ftragt, zeitnah und in enger Zusammenarbeit mit dem SC Westfalia zu prüfen, unte r welchen Bedingungen, auf welcher Zeitachse und in welchem Kostenrahmen eine Verlagerung des Vereins vom jetzigen Standort am Wangeroogeweg in den Bereich n ördlich des Parkplatzes “Große Wiese“ möglich und realisierbar ist. Mit dem Landschaftsverband Westfalen- Lippe (LWL) sind frühzeitig Verhandlungen aufzunehm en, um die liegenschaftlichen Voraussetzungen zu klären, das entsprechende Planun gsrecht zu schaffen und verschiedene Finanzierungsmodelle aufzubereiten. De n Ratsgremien ist regelmäßig zu berichten. Begründung Mit seinen rund 2.000 Mitgliedern ist der SC Westfa lia seit seinem Gründungsjahr in Münster-Kinderhaus beheimatet. Die Mitgliederzahl w ächst kontinuierlich um jährlich 3-5 % und das entgegen der demographischen Entwickl ung im Stadtteil, dessen Bevölkerungszahl stagniert bzw. z. T. sogar leicht rückläufig ist. Der SC Westfalia zeichnet sich durch einen hohen Or ganisationsgrad, eine starke bürgerschaftliche Komponente und die feste Veranker ung im Stadtteil aus. Besonders hervorzuheben sind die Angebote für Kinde r und Jugendliche und das ehrenamtliche Engagement des Vereins für die Kinder hauser Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, z.B. im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“. Insgesamt sind etwa 1.200 Vereinsmitglieder (60 %) Kinder und Jugendliche. Mehr als 40 % der Vereinsmitglieder haben einen Migratio nshintergrund. Damit ist der Verein ein auch sozial- und integrationspolitisch e norm wichtiger Akteur in Kinderhaus. Über diese Beispiele hinaus zieht sich der Integrationsgedanke, insbesondere mit der Zielgruppe Kinder und Jugendli che, durch alle Angebote des Vereins. So sind in den elf Sportabteilungen und se chs Sportgruppen Mitglieder aus über 30 verschiedenen Nationen aktiv. Als Resultat der zahlreichen Projekte engagieren sich inzwischen viele der ausländischen Jugendlichen im Sportverein selber ehrenamtlich als Trainer und Betreuer. Für v erschiedene Integrationsprojekte ist das eine unverzichtbare Basis. !"#$% " &&&!"##$% " 2 Derzeit nutzt der Stadtteilverein das Sportgelände „Hütte“ am Wangeroogeweg 18. Dieses Sportgelände ist nach einem Großbrand im Jahr 1979 in der jetzigen Form für damals knapp 1.000 Vereinmitglieder errichtet worde n und flächenmäßig bis heute unverändert geblieben. Dabei steht das vereinseigen e Gebäude auf einem Erbpachtgrundstück des LWL. Obwohl sich die Mitglie derzahl in den vergangenen drei Jahrzehnten verdoppelt hat, ist eine Erweiteru ng des Sportgeländes an diesem Standort baurechtlich nicht möglich. Als Konsequenz müssen rund 70 % des Fußballspielbet riebes auf die Bezirkssportanlage „Große Wiese“, welche gemeinsam mit 4 anderen Vereinen bzw. Sportgruppen genutzt wird, ausgelagert werden. Aus logistischen Gründen betrifft dieses insbesondere die 22 Jugendmannschaften, welc he sich auf Grund der desolaten hygienischen und räumlichen Situation der Außenumkleiden an der „Großen Wiese“ (2 Umkleiden für 4 Fußballplätze, di ese werden zu Stoßzeiten von bis zu 10 Mannschaften beider Geschlechter gleichze itig genutzt) an dem Sportgelände „Hütte“ umziehen. Anschließend müssen sie die Entfernung von ca. 700 m über die Grevener Straße hinweg bis zur „Großen Wiese“ zu den Spielen und zum Training zurücklegen, um nach ihrem Sport nass geschwitzt zum Duschen und Umkleiden wieder zurückzukehren. Zudem ist in den Monaten der dunklen Jahreszeit der Weg für die Kinder kaum zumutbar. Die zunehmenden Sorgen und Beschwerden der Eltern sind daher nur gut zu verstehen. Die Notwendigkeit einer Vergrößerung und qualitativ en Verbesserung der Sportanlagen korrespondiert mit der Notwendigkeit, das Vereinsgelände zügig zu verlagern. Der Erbpachtvertrag mit dem LWL läuft bi s zum 30.09.2015. Mittlerweile ist bestätigt, dass der LWL diesen Vertrag jedoch s chriftlich zum 31.12. 2010 gekündigt hat. Die Kündigung liegt dem Amt für Immo bilienmanagement seit Ende 2009 vor. Eine weitere Nutzung bis zum Ende des Pac htvertrages wird gestattet. Jedoch bringt eine weitere Nutzung für den Verein n eben der Verlängerung der unzureichenden Raum- und Sportstättensituation erhe bliche finanzielle Nachteile. Der Erbpachtvertrag regelt u.a., dass der Grundstüc kseigentümer (LWL) dem Verein eine Entschädigung für die sich auf dem Grundstück befindenden, und der Westfalia gehörenden Bauwerke, zu zahlen hat. Zum 01.03.2008 wurde dieser Wert von einem vereidigten Gutachter gemäß der Erbbau-Verordnung m it rund 500.000 Euro ermittelt. Die Erbbau-Verordnung besagt jedoch auch , dass der Entschädigungswert exponentiell abfällt, je näher das Vertragsende rüc kt. Was für den Verein nichts anderes bedeutet, als dass er bei einem späten Umzu g immer höhere Kredite aufnehmen müsste, um das neu zu errichtende Gebäude an der “Großen Wiese“ mit den erforderlichen, vom Verein zu finanzierenden Nu tzungseinheiten, auszustatten. Sollte der Ersatzbeschaffungswert also gegen „Null“ sinken, wäre dieser Wertverfall wohl nicht einmal ansatzweise durch den Verein aufzufangen. Aus den aufgeführten Gründen hat die Stadt Münster eine besondere über die Förderung eines Sportvereins hinausgehende Verantwo rtung gegenüber dem SC Westfalia. Insbesondere das große Engagement für de n Stadtteil Kinderhaus ist traditionell eine der wichtigsten Säulen des Verein s, und genießt gerade in der heutigen Zeit eine besonders hohe Priorität. Im Pro jekt „Soziale Stadt“, in welchem der Verein in den Arbeitsgruppen „Sport und Gesundheit“, „Sport gegen Gewalt“ und !"#$% " &&&!"##$% " 3 „Sport und Integration“ gerade die Kinder in der No rd-West-Schleife erreicht, macht es im Sinne einer Nachhaltigkeit der jetzigen, imme r besser werdenden, sehr erfreulichen Resultate erforderlich, diese Arbeit a uch nach Ablauf des Projektes „Soziale Stadt“ weiter zu führen. Auch für die aufs uchende Sozialarbeit im Stadtteil ist es von enormen Vorteil, dass der Sportverein bei Verlagerung zur „Großen Wiese“ näher an das Zielgebiet seiner Arbeit heranrückt, u nd so auch die Grevener Straße als Grenze bzw. Trennung hinter sich lässt. Gaby Kubig-Steltig Dr. Michael Jung Anne Schu lze Wintzler Wolfgang Heuer Marianne Koch Petra Seyfferth Dr. Fritz Baur Thorsten Kornblum Aliye Strack e-Gönül Thomas Fastermann Thomas Marquardt Beate Vilhj almsson Philipp Gabriel Robert von Olberg Holger Wigg er Beanka Ganser Kurt Pölling Karl-Heinz Winter Anne Hakenes Karsten Rahn
Beratungsverlauf (1)
Orte (4)
- Grevener Straße
- Wangeroogeweg 18
- Große Wiese
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0017/2010
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 27.01.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37