Mandari Insight

3588/2019

Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 13.12.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 06.02.2020, TOP 10.25

Anlage 10_Eigentumsübersicht_Abwendungsvereinbarung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 - Beschluss der BV Chorweiler 21.11.2019

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Rat

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 _Broschuere_Leitbild_Kreuzfeld

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4, Auszug Liegenschaftsausschuss 15.11.2019

· application/pdf

Ansehen

Anlage 6 - Auszug Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2019

· application/pdf

Ansehen

Anlage_7_Eigentumsverhältnisse im Planungsgebiet

· application/pdf

Ansehen

Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit

· application/pdf

Ansehen

Anlage 9, Auszug Liegenschaftsausschuss 28.01.2020, TOP 2.1

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5 - Auszug Verkehrsausschuss 02.12.2019

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1_Kurzfassung_Leitbild_Kreuzfeld

· application/pdf

Ansehen

Anlage 8, Auszug Ausschuss Schule und Weiterbildung 20.01.2020

· application/pdf

Ansehen

Anlage 10_Eigentumsübersicht_Abwendungsvereinbarung

953 Zeichen

Maßstab Erstellt am 5.2.2020
© Stadt Köln
Kreuzfeld Eigentümerübersicht
Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster232/4 Katasterservice Die Oberbürgermeisterin
 Die Karte ist auf Grundlage des amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) erstellt worden.
 Stand 05.02.2020
Rahmen FNP Ausweisung
Untersuchungsgebiet Leitbild Kreuzfeld
DB Netz AG
RheinEnergie AG
sonstige Private
Stadt Köln
Abwendungsvereinbarung vom 09.12.2019
Legende zum Eigentumsverhältnis
Das Produkt darf nur mit der Zustimmung vom Katasteramt der StadtKöln vervielfältigt, veröffentlicht oder für andere Zwecke benutzt
werden.
Die Datenschutzbestimmungen des Vermessungs- und
Katastergesetzes, sowie des Datenschutzgesetzes NRW und des
Bundesdatenschutzgesetzes sind zu beachten und einzuhalten. Den
Datenschutzbedingungen unterliegen alle personenbezogenen Daten.
Personenbezogene Daten sind unter anderem Name, Alter,
Familienstand, Geburtsdatum, Anschrift etc.

Anlage 3 - Beschluss der BV Chorweiler 21.11.2019

1708 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin $
Geschäfts g
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

Frau Büscher-Kallen

Telefon: (0221) 221-96313
Fax : (0221) 221-96400
E-Mail: anja.buescher-kallen@stadt-koeln.de

Datum: 21.11.2019

Auszug

aus dem Beschlussprotokoll der 48. Sitzung der Bezirksvertretung
Chorweiler vom 21.11.2019

öffentlich

9.2.5 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“
3588/2019

Zusatzbeschluss:

Die Bezirksvertretung Chorweiler beschließt die Texterweiterung im Konzept zu fol-
genden Punkten:
- Ausbau und Anbindung des Blumenbergsweges an die A 57vor Baubeginn
von Kreuzfeld

- Forderung an die Verwaltung, dass Gespräche hinsichtlich des Wegfalls von
Umfahrungen des Stadtbezirks Chorweiler durch die S-Bahn erfolgen müssen

- Planungen zum Bildungscampus

- Aktive Einbindung der Bezirksvertretung Chorweiler bei den weiteren Planun-
gen

Beschluss über die Beschlussvorlage:

Die Bezirksvertretung Chorweiler empfiehlt dem Rat folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Verfah-
rensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis;
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils
Kreuzfeld;
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem städte-
baulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten.

Abstimmungsergebnis zum Zusatzbeschluss:

Einstimmig beschlossen bei Abwesenheit von Frau Danke (SPD) und Herrn Kerpen
(CDU) n

Abstimmungsergebnis über die Beschlussvorlage:

Einstimmig beschlossen bei Abwesenheit von Frau Danke (SPD) und Herrn Kerpen
(CDU)

Beschlussvorlage Rat

5275 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/15/151 
151/2 
Vorlagen-Nummer 
 3588/2019 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld 
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln„ 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Verfahrensschrit-
tes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuz-
feld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem städtebaulichen 
Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
Alternative: keine 
 
 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 21.11.2019 
Liegenschaftsausschuss 15.11.2019 
Gesundheitsausschuss 19.11.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 21.11.2019 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.11.2019 
Ausschuss für Umwelt und Grün 28.11.2019 
Verkehrsausschuss 02.12.2019 
Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2019 
Sportausschuss 23.01.2020 
Rat 06.02.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Mit dem Ratsbeschluss „Neue Flächen für den Wohnungsbau“ vom 20.12.2016 (Vorlagen-Nr. 
1028/2015), wurde die Verwaltung beauftragt zu der Fläche „Im Kreuzfeld“ unter Berücksichtigung der 
Flächen „östlich und westlich Blumenberg“ eine Studie in Auftrag zu geben, die verschiedene Aspekte 
behandeln soll. Dazu gehört u.a. die sozialräumliche Verträglichkeit, die optimale räumliche und bau-
liche Ausnutzung der zu entwickelnden Flächen unter besonderer Berücksichtigung der benachbarten 
Stadtteile und Freiräume, wie dem Naturschutzgebiet Worringer Bruch. Die Idee einer neu interpre-
tierten Gartenstadt soll genauso in die Überlegungen einfließen, wie Aussagen zu einer urbanen und 
nachhaltigen Qualität der Siedlungsentwicklung am Stadtrand. Gefordert ist eine umfangreiche Bür-
gerbeteiligung vorzusehen, um die interessierte Bürgerschaft im Planungsprozess von Beginn an zu 
beteiligen.  
 
Die Verwaltung hat den Stadtentwicklungsausschuss im Dezember 2018 und die BV Chorweiler im 
Januar 2019 in einer Mitteilung (Vorlagen-Nr. 3895/2018) über die Verfahrensschritte zu der Entwick-
lung des neuen Stadtteils informiert. In der Mitteilung wird der Ablaufplan der Entwicklung bis zur 
Planrechtschaffung in den einzelnen Verfahrensschritten mit Zeithorizonten vorgelegt: 
 
1. Leitbildprozess     bis Oktober 2019 
2. Städtebauliches Qualifizierungsverfahren  ab Januar 2020 
3. Integrierte Planung zur Erstellung eines Masterplans für Kreuzfeld 
4. Formelle Bauleitplanung zur Schaffung von Baurecht im Sinne des Masterplans 
 
 
Umsetzung – erster Verfahrensschritt: 
 
Der erste Verfahrensschritt der Entwicklung des neuen Stadtteils ist der Leitbildprozess und wurde 
mit der externen Unterstützung durch das Büro Urbanizers aus Berlin von Januar bis Oktober 2019 
durchgeführt. Durch ein moderiertes Verfahren zur Klärung der offenen Rahmenbedingungen mit Be-
teiligung von Verwaltung, Politik, Experten und der Öffentlichkeit wurden die noch offenen Fragestel-
lungen der Machbarkeit diskutiert, abgewogen, geprüft und schließlich eine programmatische Grund-
lage als sogenannte DNA des neuen Stadtteils durch den Markenkern mit den Entwicklungszielen mit 
breitem Konsens festgelegt. Das hier vorliegende Produkt, das Leitbild mit Entwicklungszielen, 
schließt diesen ersten Verfahrensschritt der Entwicklung ab und dient als Basis für alle weiteren Pla-
nungsschritte. Neben der inhaltlichen Prägung durch den entwickelten Markenkern aus den Stadtteil 
NACHHALTIG VERNETZEN, BILDUNG fördern, für GESUNDHEIT sorgen wurden auch erste 
Aussagen zu einem modifizierten räumlichen Planungsumgriff getroffen. 
 
Das erarbeitete Leitbild stellt mit den durchgeführten Expertenhearings und dem Öffentliche Forum 
sicher, dass die gute Ausgangslage für eine sozialgerechte, nachhaltige Entwicklung von Kreuzfeld 
genutzt werden kann. Die Planung des innovativen und vielfältigen Stadtteils am Stadtrand kann mit 
breiter Akzeptanz durch alle am beteiligten Akteure und aufbauend auf ein solides inhaltliches Fun-
dament weiter vorangetrieben werden.

3 
 
Ausblick – folgende Verfahrensschritte: 
 
Das sich unmittelbar anschließende städtebauliche Qualifizierungsverfahren baut auf der Grundlage 
des Leitbildes auf und wird vom Stadtplanungsamt in enger Abstimmung mit dem Amt für Stadtent-
wicklung und Statistik vorbereitet und anschließend in eigener Federführung umgesetzt. Ziel dieses 
Verfahrens ist den städtebaulichen Rahmen des Stadtteils zu definieren, der die Entwicklungsziele 
des Leitbildes für Kreuzfeld weiter konkretisiert und räumlich darstellt. Planungswerkstätten sichern 
die kontinuierliche Mitwirkung der Öffentlichkeit am Entwicklungsprozess. 
 
Eine ergänzende Beschlussvorlage des Stadtplanungsamtes zum nächsten Verfahrensschritt ist in 
einer parallelen Beratungsfolge vorgesehen und sichert die nahtlose und fristgerechte Weiterbefas-
sung mit der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld. 
 
 
Anlage: 
Anlage 1 Kurzfassung „Leitbild Kreuzfeld – Ein gutes Stück Köln 
Anlage 2 Broschüre „Leitbild Kreuzfeld – Ein gutes Stück Köln“

Anlage 2 _Broschuere_Leitbild_Kreuzfeld

105342 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin
Leitbild Kreuzfeld -  
Ein gutes Stück Köln
Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
Anlage zur Beschlussvorlage 3588/2019
Ergebnis Leitbildprozess für den neuen Stadtteil

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
2
Kontakt/Impressum
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Telefon 02 21 / 221-2 22 67
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de
www.stadt.koeln
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Inhaltliche Bearbeitung und Gestaltung
Urbanizers Büro für städtische Konzepte
Marie Neumüllers, Annika Levels, Phil von 
Lueder, Julia Felker
Stand
11/2019 
November 2019, Köln
Anlage zur Beschlussvorlage 3588/2019
Kontakt/Impressum

3
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Einleitung
Ausgangssituation
5
Ausgangssituation in Köln
Ein Stadtteil mit Zukunft
6
Ausgangssituation in Chorweiler
Potentiale und EInschränkungen
Grüne Infrastruktur erlebbar machen
6
Ausgangssituation in Kreuzfeld
Die gute Anbindung weiter verbessern
Voraussetzungen für einen gesunden Bezirk schaffen
Neue Möglichkeiten zum Lernen und Arbeiten schaffen
Den Akteuren Raum für Gemeinschaft bieten
EInkaufsmöglichkeiten ausbauen
Wohnbaupotentiale ausschöpfen
Fazit der Analyse
9
21
Grundlagen des Leitbilds
11
22
Leitbildprozess
14
23
Leitbild
14
24
25
Den Stadtteil NACHHALTIG VERNETZEN!
15
26
B
I
LDUNG
 fördern!
16
33
Für GESUNDHEI
T sorgen!
18
36
44
Ausblick
Quellenverzeichnis
20
40
49
50

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
4
Vorwort

5
Einleitung
Auftrag zur Entwicklung eines neuen Stadtteils
Die Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld, als 13. 
Stadtteil im Kölner Norden rückte im Dezember 2016 
durch den Ratsbeschluss zu „Neue Flächen für den Woh-
nungsbau“ als Potential für die Siedlungsentwicklung 
erneut in den Fokus. Die Entwicklung der Fläche wur-
de dabei an den Prüfauftrag geknüpft, grundlegende 
Rahmenbedingungen im Vorfeld weiterer planerischer 
Schritte zu untersuchen. Dazu gehört u.a. die sozial-
räumliche Verträglichkeit, die optimale räumliche und 
bauliche Ausnutzung der zu entwickelnden Flächen 
unter besonderer Berücksichtigung der benachbar-
ten Stadtteile und angrenzenden Freiräume, wie dem 
Naturschutzgebiet Worringer Bruch. Die Idee einer neu 
interpretierten Gartenstadt soll genauso in die Überle-
gungen einfließen, wie Aussagen zu einer urbanen und 
nachhaltige Qualität am Stadtrand. Gefordert ist eine 
umfangreiche Bürgerbeteiligung vorzusehen, um die in-
teressierte Bürgerschaft im Planungsprozess von Beginn 
an zu beteiligen.
Zunächst wurde die geplante Vorgehensweise mit den 
einzelnen Verfahrensschritten entwickelt und vorge-
stellt, die Planung von Kreuzfeld gliedert sich dabei wie 
folgt:
1.
 Le
itbildprozess
2.
 S
tädtebauliches Qualifizierungsverfahren
3.
 In
tegrierte Planung zur Erstellung eines Masterplans 
für Kreuzfeld
4.
 F
ormelle Bauleitplanung zur Schaffung von Baurecht 
im Sinne des Masterplans
Das hier vorliegende Leitbild ist das Ergebnis des ersten 
Verfahrensschrittes, dem Leitbildprozess. Durch ein 
moderiertes Verfahren zur Klärung der Rahmenbedin-
gungen mit Beteiligung von Verwaltung, Politik und 
Experten und später der Öffentlichkeit wurden die noch 
offenen Fragestellungen der Machbarkeit diskutiert, 
abgewogen und geprüft und schließlich die DNA des 
neuen Stadtteils durch den Markenkern mit den Entwick-
lungszielen mit breitem Konsens festgelegt.
Zu den Rahmenbedingungen, die im Prozess geklärt 
wurden, gehörte z.B. die Frage, welche Bedarfe es in 
Köln, Chorweiler und Blumenberg gibt, die im neuen 
Stadtteil Platz finden können. Dies unterstützt die Inte-
gration des Stadtteils in die Gesamtstadt, in den Bezirk 
und in die unmittelbare Nachbarschaft von Beginn an. 
Ebenso konnten Planungsprinzipien und Schlüsselthe-
men identifiziert werden, die mit den unterschiedlichen 
Akteuren entwickelt und schließlich in einem Öffentli-
chen Forum, als ersten Baustein der Beteiligung der Bür-
gerinnen und Bürger, vorgestellt und diskutiert wurden. 
Der neue Stadtteil soll von neuen und alten Bewohnern 
und Bewohnerinnen angenommen werden und schon 
in der Planungsphase zu einer hohen Identifikation mit 
dem Entwicklungsvorhaben führen. Das Leitbild dient 
dabei als prägende Grundlage für den weiteren Pla-
nungsprozess.
Leitbildprozess
Wie sind wir vorgegangen?
Folie 19Dezernat VI/Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Leitbild
DNA des Stadtteils
Folie 16Dezernat VI/Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Städtebau
Kultur
Nachbarschaft
Arbeit
 Rahmenbedingungen klären
 Welche Bedarfe gibt es in Köln, Chorweiler, Blumenberg?
 Stadtteil soll sich in Gesamtstadt und Bezirk integrieren
 Von neuen und alten Bewohnerinnen angenommen werden
 Identifikation
 Planungsprinzipien und Schlüsselthemen identifizieren
 Grundlage für den weiteren Planungsprozess
Abb. 1: Im Leitbildprozess beteiligte Akteure Abb. 2: DNA des neuen Stadteils

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
6
Ausgangssituation
Ausgangssituation in Köln
Eine Stadt bleibt zukunftsfähig
In deutschen Großstädten und ihrem Umland ist die 
Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich gewach-
sen. Während noch in den 1990er Jahren Prozesse der 
Suburbanisierung, der Abwanderung aus den Kernstädten, 
thematisiert wurden, diskutiert die Fachpresse heute die 
Notwendigkeit tiefgreifender Transformationsprozesse in 
wachsenden Metropolregionen wie Hamburg, Berlin und 
München. Auch die Stadt Köln kann sich in diese Nennung 
einreihen. 2018 steigt die Bevölkerungszahl bereits zum 
fünften Mal. Mit 5.189 neuen Einwohnerinnen und Einwoh-
ner wuchs Köln damit im letzten Jahr um einen Stadtteil 
in der Größe des Kreuzfelder Nachbarn Blumenberg. Und 
das Wachstum hält an. Das Interesse an der Stadt Köln 
bleibt nach aktuellen Bevölkerungsprognosen auch in den 
kommenden Jahren bestehen. Damit wächst synchron zur 
Einwohnerzahl ebenso die Vielfalt der Herausforderungen 
in der bereits heute bevölkerungsreichsten Stadt Nord-
rhein-Westfalens. 
Veränderungen in der Altersstruktur, Klimawandel und 
Klimaschutz, veränderte Mobilitätsbedürfnisse, ökono-
mischer Strukturwandel, Digitalisierung und Globalisie-
rung sind dabei nur einige Themen, denen sich Köln auch 
zukünftig stellen muss. Auf einer begrenzten Fläche führen 
diese Herausforderungen in Kombination mit besagtem 
Wachstum zu neuen Anforderungen an Dichte, Zusam-
menleben und Flächennutzungen.  
Innovative und integrierte Lösungen sind bei Baulandmobi-
lisierung und Schaffung von neuem, bezahlbaren Wohn-
raum gefragt. Dies geht weit über die Zurverfügungstel-
lung von Räumen für Wohnen und Arbeiten hinaus. Alle 
Bereiche der Daseinsvorsorge von Bildung über Gesundheit 
bis hin zur Mobilität müssen mitbedacht und organisiert 
werden. Bei der Schaffung eines neuen Stadtteils geht es 
dabei nicht bloß darum die bereits erreichten Standards 
und Qualitäten zu halten. Vielmehr sollte die Planung als 
Chance begriffen werden, die Zukunftsfähigkeit der Stadt 
sowie des Bezirks weiter zu steigern. Die Zertifizierung der 
Stadt Köln mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ 
erhebt zudem den Anspruch, neue Beteiligungsstrukturen 
kinder- und jugendgerecht partizipativ zu entwickeln und 
neu zu denken. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskon-
vention auf lokaler Ebene verankert damit die „Kinder- und 
Jugendfreundlichkeit der Stadt Köln“ als Querschnittsthe-
ma in allen Planungsbereichen, die das Aufwachsen und die 
Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Köln 
betreffen. Unter Einbezug aktueller Trends der Stadtent-
wicklung (u.a. Klimawandel, Konnektivität, Wissenskultur, 
Urbanisierung, etc.) kann dies auch in Stadtrandlage im 
Kölner Norden gelingen. 
Mit der Frage, wie wir in Köln generell in Zukunft leben wol-
len, beschäftigt sich parallel zum Leitbildprozess Kreuzfeld 
auch die Stadtstrategie der Stadt Köln unter dem Slogan 
„Kölner Perspektiven 2030“. Es ist geplant, Anfang 2020 
einen abgestimmten Entwurf vorzulegen. Dadurch, dass 
beide Prozesse im Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
angesiedelt sind, ist ein intensiver Austausch stets ge-
währleistet. Das Zielgerüst der Stadtstrategie gilt gesamt-
städtisch und damit auch für Kreuzfeld. Daher steht das 
Leitbild für Kreuzfeld nicht im Widerspruch zum Zielgerüst, 
sondern dockt thematisch daran an. Als neues Quartier 
kann Kreuzfeld einen wichtigen Beitrag zur Zielerreichung 
der Stadtstrategie leisten.
Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“
Zentrale Aufgabe der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030“ ist es, die unterschiedlichen Sichtweisen auf den 
Umgang mit den zukünftigen Herausforderungen der 
Stadt zusammen-zubringen und eine Zukunftsperspektive 
zu entwickeln. Mit der Stadtstrategie erhält die Stadt ein 
„Regiebuch“ und einen belastbaren Orientierungsrahmen 
für das nächste Jahrzehnt.
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ setzt 
sich aus zwei wesentlichen Bausteinen zusammen: der 
360-Grad-Perspektive und der Stadträumlichen Perspekti-
ve. 
360-Grad-Perspektive
Die 360-Grad-Perspektive beschäftigt sich mit allen Stad-
tentwicklungsthemen, die für Köln relevant sind. Als wich-
tiger Meilenstein wurde dazu ein Zielgerüst (siehe nächste 
Seite) entwickelt, aus dem sich Handlungsempfehlungen 
ableiten. Als Grundlage für das Zielgerüst dienten eine ver-
waltungsinterne Standortbestimmung, die Stadtgespräche 
von Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu den „Kölner 
Perspektiven 2030“, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten 
Nationen (SDGs), die „Leipzig Charta zur nachhaltigen 
europäischen Stadt“, Erkenntnisse aus dem Forschungs-
projekt „Nachdenken über die Stadt von übermorgen“ 
(Bundesinstitut für Bau-, Stadt-und Raumforschung) sowie

7
Zielgerüst der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“
Stand Oktober 2019
Kölner Perspektiven 2030 
Zielgerüst   
 
 
Leitsatz 1: Köln sorgt für kompakte und lebenswerte Quartiere. 
Ziel 1.1 Köln steuert seine Entwicklung aktiv im Einklang mit leistungsfähigen 
Mobilitätsangeboten und starken Zentren. 
Ziel 1.2 Köln geht mit der knappen Ressource „Fläche“ sorgfältig um. 
Ziel 1.3 Köln sichert und entwickelt seine Veedel zu Zentren des gemeinschaftlichen Lebens. 
Ziel 1.4 Köln sorgt für attraktive Parks, Plätze, Straßen und sichere öffentliche Räume. 
Ziel 1.5 Köln entwickelt seine Infrastruktur und öffentlichen Dienstleistungen bedarfsgerecht. 
Leitsatz 2: Köln schafft Raum für eine dynamische und nachhaltige Wirtschaft und 
für vielfältige Arbeitswelten. 
Ziel 2.1 Köln stärkt seinen breiten Wirtschafts-Mix. 
Ziel 2.2 Köln baut seine Position als führende Wissenschaftsstadt aus. 
Ziel 2.3 Köln entwickelt gewerbliche und industrielle Standorte mit klarem, inhaltlichem Profil. 
Ziel 2.4 Köln entwickelt Räume und Strukturen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. 
Ziel 2.5 Köln optimiert die Flächennutzung der Industrie- und Gewerbegebiete und verbessert 
ihre Erreichbarkeit. 
Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt. 
Leitsatz 3: Köln sorgt für Bildung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe. 
Ziel 3.1 Köln fördert die Vielfalt in den Stadtteilen. 
Ziel 3.2 Köln sorgt für bezahlbaren Wohnraum und vielfältige Wohnformen. 
Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine Inklusive Gesellschaft ein. 
Ziel 3.4 Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt.  
Ziel 3.5 Köln fördert den Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel zur Teilhabe. 
Ziel 3.6 Köln unterstützt das bürgerschaftliche Engagement und setzt auf breite Einbeziehung 
der Bürgerinnen und Bürger in der Stadtentwicklung. 
Leitsatz 4: Köln stärkt seine Rolle als vielfältig vernetzte Metropole. 
Ziel 4.1 Köln entwickelt seine Mobilitätsangebote gemeinsam mit der Region innovativ und 
umweltverträglich weiter und stärkt den öffentlichen Nahverkehr.  
Ziel 4.2 Köln schafft mehr Raum für Rad- und Fußverkehr.  
Ziel 4.3 Köln stärkt sein grünes Freiraumnetz und entwickelt es in die Region weiter. 
Ziel 4.4 Köln stärkt seine Rolle als Vorreiter in der Digitalisierung. 
Ziel 4.5 Köln stärkt die regionale Kooperation und die internationale Zusammenarbeit. 
Leitsatz 5: Köln wächst klimagerecht und umweltfreundlich und sorgt für gesunde 
Lebensverhältnisse. 
Ziel 5.1 Köln fördert Bewegung und Sport. 
Ziel 5.2 Köln sorgt für Zugang zur gesundheitlichen Versorgung, Gesundheitsförderung und 
Prävention für alle Lebenslagen. 
Ziel 5.3 Köln betreibt eine konsequente Klimawandelanpassung. 
Ziel 5.4 Köln betreibt aktiv Klimaschutz und reduziert seine CO2-Emissionen. 
Ziel 5.5 Köln stärkt regionale Wertschöpfungsketten und nachhaltige Stoffkreisläufe.

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
8
Ausgangssituation
weitere Anregungen aus Bürgerschaft und Politik. 
Stadträumliche Perspektive
Die stadträumliche Perspektive ist der zweite wesentliche 
Baustein der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“. 
Aus dem Zusammenspiel der räumlichen Analyse mit dem 
Zielgerüst werden räumliche Zielaussagen getroffen, die 
zusammen mit den zu definierenden Zukunftsräumen das  
räumliche Leitbild für Köln ergeben. 
SDGs und Leipzig Charta als gesamtstädtische Ziele 
Strategieprozesse der Stadt Köln, wie die „Kölner Pers-
pektiven 2030“ und auch der Leitbildprozess Kreuzfeld 
speisen sich stets aus ein und demselben Fundament aus 
international entwickelten Absichten. Hiermit gemeint sind 
zum einen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die 
„Sustainable Development Goals (SDGs). Die politischen 
Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN) sollen der 
Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomi-
scher, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen. Zum an-
deren fließen die Schlüsselbotschaften der „Leipzig Charta 
zur nachhaltigen europäischen Stadt“ mit ein. Der hier 
geforderte integrierte und gebietsbezogene Ansatz wird 
ebenfalls sowohl auf konzeptioneller als auch auf operativer 
Ebene berücksichtigt. 
Abb. 3: Sustainable Development Goals (Share GmbH 2019)

9
Chorweiler bekommt Verstärkung
Mit dem neuen Stadtteil Köln-Kreuzfeld wird ein 13. 
Stadtteil im Bezirk Chorweiler entstehen (siehe Luftbild 
S. 11). Chorweiler liegt linksrheinisch im Norden des 
Kölner Stadtgebietes und grenzt als einziger Bezirk 
nicht an den Bezirk Innenstadt, sondern an die Bezirke 
Nippes und Ehrenfeld sowie die Städte Dormagen im 
Norden und Pulheim im Westen. In peripherer Lage 
ist er im Norden überwiegend von landwirtschaftlich 
genutzten Flächen und Waldflächen umgeben. Die 
Kölner Innenstadt liegt Luftlinie in ca. zehn Kilometer 
Entfernung.
Mit 83.000 Menschen ist Chorweiler derzeit nicht nur 
der einwohnerschwächste Kölner Stadtbezirk, sondern 
auch der Stadtbezirk mit der geringsten Einwohner -
dichte. Auch künftig wird hier ein niedrigeres Bevöl -
kerungswachstum erwartet als in der Gesamtstadt. 
Insbesondere in den Stadtteilen, in denen das Bevölke -
rungswachstum stagniert (Blumenberg und Seeberg) 
wird sich die Alterung der Bevölkerung noch deutlicher 
niederschlagen, im Bezirk Chorweiler ist insbesondere 
Blumenberg hiervon betroffen (Stadt Köln 2019a).
Chorweiler assoziieren viele Personen mit Urbanität 
durch Dichte am Stadtrand von Köln und den damit 
verbundenen in die Jahre gekommenen Großwohn -
siedlungen mit einem hohen Anteil an gefördertem 
Wohnungsbau. Doch der Bezirk zeigt unterschiedliche 
Facetten. Er ist vielfältig und gleichzeitig monoton, 
urban und ländlich zugleich, dichte Hochhaustrukturen 
liegen neben Einfamilienhausbebauung. 
Eine aktuelle Umfrage des Amtes für Stadtentwicklung 
und Statistik spiegelt diese unterschiedlichen Facetten 
auch in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger 
wieder, wenn es um die Frage nach der Zufriedenheit 
mit dem eigenen Stadtteil geht. Die Stadtteilzufrieden -
heit variiert zwischen 50 und 81 %. Insgesamt gaben 
immerhin annähernd zwei Drittel der Befragten an, „zu -
frieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein. Eine besonders 
hohe Zufriedenheit betrifft Infrastrukturangebote wie 
Parks und Grünflächen, Nachbarschaftskontakte sowie 
die fußläufige Erreichbarkeit von Bussen und Bahnen. 
Freizeitangebote sowohl für Sport, Senioren sowie das 
Angebot an sozialen Einrichtungen und Beratungsstel -
len liegen wiederum am Ende der Zufriedenheitsskala 
(Stadt Köln 2019c). 
Positive Ergebnisse, die zum Teil auch weit über dem 
Kölner Durchschnitt liegen (Fahrradfreundlichkeit, Kin -
derbetreuung) deuten eine Ausgangslage für den 13. 
Stadtteil an, auf deren Stärken aufgebaut werden kann. 
Für bis dato bestehende Herausforderungen bietet 
Köln-Kreuzfeld wiederum Raum für Abhilfe. Darüber 
hinaus werden bereits im Rahmen des Städtebauförde -
rungsprogramms Soziale Stadt verschiedene Förder -
angebote in Teilräumen des Stadtbezirks in Anspruch 
genommen.
Ausgangssituation in Chorweiler
Bereits beschlossene Maßnahmen / Neue Maßnahmen des erweiterten Handlungsprogramms
Fördergebiet
 
  
 
Klimaschutz und Umweltgerechtigkeit
 
  
4.0.4 
 
Aufbau eines Hitzewarnsystems
 
  
4.0.10  Erweiterung des Schulgartenangebotes
Wohnen  
5.0.2   
5.0.3  Haus,- Hof- und Fassadenprogramm  
5.3.1  
 Wohnungsbau/gemischte Nutzungen im Sozialraumgebiet 
5.3.2
 
Einrichtung Runder Tisch Wohnungswirtschaft
Mobilität und Verkehr  
6.3.1 Neugestaltung der S- und U-Bahnstation Chorweiler
Nachrichtliche private und öffentliche Maßnahmen 
1.0.5 Integration von Kindern und Jugendlichen aus Südosteuropa 
2.3.4 „Lebenswertes Chorweiler“ - Neugestaltung der zentralen Plätze 
5.3.4
 
Neues Wohnen in Chorweiler-Nord
 
5.3.5
 
Betrauung der GAG Immobilien AG mit dem „Chorweiler-Paket“
 
Teilraum  
Blumenberg
Teilraum  
Chorweiler-Nord
Teilraum  
Chorweiler-Mitte
Teilraum  
Seeberg-Nord
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
 
0.0.1 
 
Quartiersmanagement
 
0.0.2
 
Evaluation 
 
0.0.3 
 
Fortschreibung ISEK
Früh ansetzende Hilfen
 
  
  
1.0.16 
 
Zugehende Hilfe
 
1.0.17 
 
Stadtteileltern
 
  
  
1.0.26 
 
Willkommen und Ankommen in Köln
 
1.0.27 
 
Kita-Einstieg
 
  
1.3.1 Neubau Kinder- und Jugendeinrichtung „Blu4Ju“
Öffentlicher Raum  
2.0.4  Neugestaltung von Sport-, Spiel- und Bewegungsräumen 
2.3.3  Gestalterische und funktionale Aufwertung Weserplatz  
  2.3.5 
 
Neugestaltung Turkuplatz
 2.3.6
 
Umgestaltung des Rückgrats von Chorweiler
 2.3.7
 
Öffnung des Einkaufszentrums nach außen 
S11
S11
Bereits beschlossene Maßnahmen / Neue Maßnahmen des erweiterten Handlungsprogramms
Abb. 4 : Übersichtsplan Maßnahmenprogramm ISEK Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord, Mai 2018 (Steg NRW; 
Stadt Köln 2018)

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
10
Ausgangssituation
Förderprogramme in Chorweiler
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord ist 
Teil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“, mit 
dem die Stadt Köln ein breites Maßnahmenbündel in 
insgesamt elf Kölner Sozialräumen umsetzt. 
Zentraler Bestandteil ist der sozialraumorientierte An -
satz, in dessen Vordergrund die im Quartier lebenden 
Bewohnerinnen und Bewohner stehen. Ziel ist, Rah -
menbedingungen zu schaffen und geeignete Maßnah -
men zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort 
zu entwickeln. Zur Zielerreichung ist eine integrierte 
Betrachtung der verschiedenen Themenfelder der Stad -
tentwicklung, wie zum Beispiel Wohnen, Wirtschaft, 
Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung, Gesundheit, Mobilität, 
öffentlicher Raum, Klima, Umwelt und Grün besonders 
wirkungsvoll. Teilmaßnahmen wie die Aufwertung von 
Spielplätzen oder einen Verfügungsfonds für bürgerge -
tragene Projektideen werden bereits umgesetzt.
Über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des 
Städtebaus“ sind unter dem Label „Lebenswertes 
Chorweiler – Ein Zentrum im Wandel“ zukunftswei -
sende Gestaltungskonzepte für die zentralen öffentli -
chen Plätze Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner 
Passage erarbeitet worden, deren bauliche Umsetzung 
bis Ende 2020 das Erscheinungsbild des öffentlichen 
Raums im Zentrum von Chorweiler-Mitte vollständig 
verändern wird.
Ein wesentlicher Impuls kommt außerdem aus der 
Wohnungswirtschaft: Durch die GAG Immobilien AG 
wurden über Jahrzehnte vernachlässigte Bestände mit 
ca. 1.200 Wohneinheiten übernommen und in den 
kommenden Jahren abschnittsweise instandgesetzt. 
Mehrere Neubauvorhaben, die andere Qualitäten 
in den Stadtraum implementieren, kommen hinzu. 
Wohnraumangebote durch Neubauten in landschaft -
lich attraktiver Lage im Bereich Swinestraße, deren Aus -
gestaltung Ergebnis des Landeswettbewerbs „Neues 
Wohnen in Chorweiler- Nord“ darstellen, sind Ausdruck 
einer Aufbruchsstimmung.
Gute Ausgangslage für die Entwicklung von Kreuz -
feld 
Die in dem an Kreuzfeld angrenzenden Raum eingelei -
teten Prozesse tragen zu einer deutlichen Aufwertung 
und einer damit verbundenen Imageverbesserung bei. 
Ebenfalls positiv auf die Ausgangslage für den neuen 
Stadtteil wirken sich die Eigentumsverhältnisse der 
Fläche aus. Ein überwiegender Anteil befindet sich in 
städtischem Eigentum. Diese Tatsache stellt nicht nur 
ein hohes Maß an Steuerungsmöglichkeiten sicher, 
sondern eröffnet auch den notwendigen Gestaltungs -
spielraum, Kreuzfeld so zu entwickeln, dass der Kölner 
Norden und seine angrenzenden Gebiete insgesamt 
davon profitieren.
Abb. 5-7: Pariser Platz, Liverpooler Platz, Lyoner Passage (Stadt 
Köln 2019b)

11
800m6004002000 Mittelpunkt: [351308,5656127]   1:20000
KölnGIS
Luftbilder 2018 (DOP)
Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster
Die Geoinformationen sind gesetzlich geschützt und nur für den Dienstgebrauch zu verwenden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Diese sind auch für die Genehmigung weitergehender
Nutzung zuständig.
Erstellt am: 28.10.2019
Abb. 8: Untersuchungsgebiete in Blumenberg (Stadt Köln)
Ausgangssituation in Kreuzfeld
Nachbar Blumenberg 
Der neue Stadtteil wird im Norden des Bezirks Chor -
weiler in direkter Nachbarschaft zum Stadtteil Blu -
menberg entstehen. Im Hinblick auf eine von Anfang 
an gelungene Integration des neuen Quartiers in die 
Stadt Köln sowie den Bezirk, wird Blumenberg als 
einziger angrenzender Siedlungsbereich für Kreuzfeld 
eine besondere Rolle spielen. In der Planung gilt es 
dementsprechend auch ein besonderes Augenmerk 
auf die Stärken und Herausforderungen in Blumenberg 
zu richten. 
Von seinen Bewohnerinnen und Bewohner wird Blu -
menberg unter anderem als jung, modern, gelassen 
und grün beschrieben, was sicherlich auch auf die 
Tatsache zurückzuführen ist, dass Blumenberg trotz 
Randlage den jüngsten Altersdurchschnitt des Bezirks 
aufweisen kann. Andererseits werden auch Eigenschaf -
ten wie verachtet, langweilig, schlicht und unschein -
bar überdurchschnittlich häufig in der Umfrage des 
Amtes für Stadtentwicklung und Statistik genannt. 
Im Wohnumfeld sind die Blumenberger neben den 
ausreichenden Flächen für Naherholung auch mit der 
Erreichbarkeit und Familienfreundlichkeit zufrieden. 
Wie im gesamten Bezirk gibt es Nachbesserungsbedarf 
in der Freizeit- und Versorgungsinfrastruktur (Stadt 
Köln 2019c).   
Der S-Bahnhaltepunkt Köln-Blumenberg stellt zwar 
bereits eine Verbindung zwischen dem bestehenden 
Blumenberg und dem neuen Kreuzfeld dar, bedarf aber 
eines barrierefreien Ausbaus. Weitere Brücken sollten 
sowohl baulich als auch im Bereich der Infrastruktur 
zwischen den Stadtteilen hergestellt werden. Auch Blu -
menberg soll gestärkt werden. Eine Verbindungsachse 
sollte den Anschluss Blumenbergs an das Zentrum 
Chorweilers sicherstellen, in der Praxis sind die Sicht -
beziehungen jedoch aufgrund der baulichen Situation 
unterbrochen. Die Achse ist also nicht erkennbar und 
wirksam. Umso relevanter wird auch für Blumenberg 
eine Verbindung zum neuen Stadtteil Kreuzfeld sein.

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
12
Ausgangssituation
Naturraum
Naturräumlich betrachtet liegt das Untersuchungsgebiet 
innerhalb der Kölner Bucht, einer orographischen Senke 
im Übergangsbereich zwischen Mittelgebirgsschwelle 
und niederdeutschem Tiefland. Hinsichtlich der klima-
tischen Wirkung des Raumes befinden sich im Untersu-
chungsraum Flächen mit einem hohen Kühlleistungspo-
tential. Das Gebiet liegt zudem in unmittelbarer Nähe 
des Naturschutzgebietes Worringer Bruch und ist heute 
landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich geprägt.
Seit 1967 auf dem Plan
Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaß -
nahme „Neue Stadt Köln-Chorweiler“ plante die 
Stadt Köln auf Basis des Generalbebauungsplans des 
Stadtplaners Fritz Schumacher von 1922/23 nach dem 
Krieg im Norden eine Großsiedlung zu errichten, in der 
100.000 Menschen wohnen sollten. Hierzu gehörte 
die Entwicklung der Stadtteile Heimersdorf, Seeberg, 
Chorweiler und Blumenberg. Darüber hinaus sahen die 
Planungen auch die Errichtung zwei weiterer Stadt -
teile vor: einen Stadtteil nördlich von Blumenberg 
bzw. südlich des Worringer Bruchs sowie den Stadtteil 
Kreuzfeld.
Die „Neue Stadt Köln-Chorweiler“ entsteht seit 1970 
sukzessive von Süd nach Nord. Mit der Realisierung 
Blumenbergs Mitte der 1990er Jahre nahm man auch 
die Planung für Kreuzfeld auf. 1993 stellte ein städte -
baulicher Ideenwettbewerb die Grundlage für einen 
weit fortgeschrittenen Bebauungsplan dar. Kurz vor 
Satzungsbeschluss wurde diese Planung durch die Po -
litik im Jahr 2005 kritisch hinterfragt und im Ergebnis 
nicht weiter verfolgt. Stattdessen wurde die sozialver -
trägliche Siedlungsentwicklung durch Arrondierung 
bestehender Ortslagen empfohlen.
Knapp 15 Jahre später reichen die empfohlenen Ar-
rondierungen bestehender Ortslagen nicht mehr aus, 
um dem aktuellen und prognostizierten Stadtwachs-
tum gerecht zu werden. Mit dem Einwohnerzuwachs 
geht eine steigende Haushaltszahl einher, die zu einer 
vermehrten Nachfrage nach Wohnungen führt. Auch 
der Bezirk Chorweiler ist hiervon betroffen. Im Stadtent-
wicklungskonzept Wohnen der Stadt Köln (Stadt Köln 
2014) wird der Mobilisierung von Wohnbauflächen eine 
herausgehobene Bedeutung zugeschrieben. Im Rahmen 
Abb. 9:  Neue Stadt Köln-Chorweiler Gesamtplan (Ludmann, Riedel 1967)

13
der Maßnahme „Neue Flächen für den Wohnungsbau“ 
wurde die Fläche Kreuzfeld 2016 erneut identifiziert. 
Mit einem Planungsgebiet von 46,7 ha bietet die Fläche 
Potential für mindestens 2.200 – 3.000 Wohneinheiten.
Der Bebauungsplanentwurf, der auf der Planung der 
90er Jahre basiert, ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeit-
gemäß und kann vor dem Hintergrund von veränderten 
Bedarfen und Qualitätsansprüchen sowie veränderten 
gesetzlichen Anforderungen nicht als Grundlage einer 
Entwicklung dienen. 
Eine neue, bedarfsgerechte Planung ist erforderlich. 
Doch um welche Bedarfe geht es für Köln, für Chorweiler 
und auch für Blumenberg? Das gilt es im Rahmen dieses 
Leitbildprozesses herauszufinden, damit sich der neue 
Stadtteil im Bezirk integrieren und von dessen alten wie 
neuen Bewohnerinnen und Bewohner gut angenommen 
werden kann.
Abb. 10:  Bebauungsplanentwurf Köln-Kreuzfeld, 2005 (Stadt Köln 2005)

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
14
Grundlagen des Leitbilds
Grundlagen des Leitbilds
Ein Stadtteil mit Zukunft
Die jetzt wieder aufgegriffene Planung für die Entwick-
lung eines neuen Stadtteils im Kölner Norden kann nur 
teilweise auf die Erkenntnisse zurückgreifen, die im 
Zusammenhang mit der Aufstellung des Bebauungs-
plans Anfang des Jahrtausends gewonnen wurden. 
Zahlreiche rechtliche Voraussetzungen haben sich 
ebenso verändert wie die sozialstrukturellen Gegeben-
heiten in Blumenberg, im Bezirk und in der Gesamtstadt. 
Während die planungsrechtlichen Voraussetzungen für 
die städtebauliche Umsetzung noch detailliert ermittelt 
werden müssen, war es für den Leitbildprozess wichtig, 
im Wege einer Sekundäranalyse Gegebenheiten in der 
Gesamtstadt, auf Bezirksebene und in Blumenberg zu 
erfassen und in die Formulierung des Leitbilds, seiner 
Ziele und der zugehörigen Handlungsempfehlungen 
einfließen zu lassen. Dazu wurde zunächst der räumliche 
Umgriff des früheren Bebauungsplans überprüft und 
für die Leitbildentwicklung deutlich vergrößert. An-
schließend wurden – bereits mit den drei Kernthemen 
des Leitbilds im Hinterkopf – einzelne für die künftige 
Entwicklung wichtige Sektoren genauer betrachtet. Die 
Feststellungen zu Mobilität und Verkehr, zu Bildung und 
Arbeit, zur Nahversorgung, zur grünen Infrastruktur, zu 
Gesundheit und Sport, zu Gemeinschaft und Sozialem 
helfen dabei, zu prüfen, was alles entstehen muss, um 
die festgestellten Wohnbaupotentiale tatsächlich zu 
realisieren. Denn Kreuzfeld soll ein lebendiger Stadtteil 
werden, der für den ganzen Kölner Norden Ausstrah-
lungskraft hat.
Abb. 11: Verortung Kreuzfeld im Luftbild Kölns (Stadt Köln 2019)

15
Potentiale und Einschränkungen
Bei der Planung des neuen Stadtteils wird zunächst ein 
viel größeres Gebiet betrachtet als die Flächen, die später 
tatsächlich bebaut werden. So entsteht ein umfängli-
ches Bild der zu berücksichtigenden Faktoren und der 
Einschränkungen, die Auswirkungen auf die späteren 
Baufelder haben.
Aus Ergebnissen der Voruntersuchungen resultiert die 
Empfehlung an den Rat, die im Osten Blumenbergs 
gelegene Fläche, deren Bebauung gemäß Ratsbeschluss 
von 2016 geprüft werden sollte, nicht weiterzuverfol-
gen: Auf dem Plan erscheint die Ausbildung einer klaren 
Stadtkante nach Osten zwar nachvollziehbar, aber das 
hier gewachsenes Eichenwäldchen ist von großem Wert 
als grüne Lunge und Naherholungsort für die Blumenber-
gerinnen und Blumenberger.
Damit Kreuzfeld und Blumenberg im Zusammenhang 
betrachtet werden, wurde die zweite in Blumenberg ge-
legene Potentialfläche in den Umgriff mit aufgenommen. 
So wird die zentrale Funktion des S-Bahn-Haltepunkts 
und die Notwendigkeit seiner Aufwertung auf den ersten 
Blick deutlich. 
Der Streckenabschnitt von der Haltestelle Blumenberg 
verläuft quer durch das Plangebiet und wurde Anfang 
der 1980er Jahre weitestgehend in Tieflage als Tunnel 
errichtet. Die Tunnelkonstruktion wurde nur für die 
vertraglich vereinbarten Belastungen berechnet und 
bemessen. Hierbei handelt es sich um das Eigengewicht, 
die Erdüberschüttung von ca. 1,0 m und einem Schwer-
lastfahrzeug. Zusätzliche Lastreserven wurden nicht 
berücksichtigt. Lasten zusätzlicher Nutzungen müssten 
über Tiefgründungen rechts und links des Tunnels einge-
leitet werden. Des Weiteren können die Erschütterungen 
des Zugverkehrs Nutzungen der umliegenden Oberflä-
chen einschränken. Und genau die Qualitäten, wie der 
vorhandene S-Bahnanschluss, die den künftigen Stadtteil 
auszeichnen, bedeuten auch Grenzen der Bebaubarkeit: 
Der Worringer Bruch, der als großer, fast vollständig ver-
landeter Altarm des Rheins mit verschiedenen Laubwald-
beständen und ausgedehnten Röhrichten zu den FFH 
(Fauna-Flora-Habitat)-Gebieten zählt, die Deutschland 
bei der Europäischen Union gemeldet hat, genießt einen 
Umgebungsschutz von 300 m. Das heißt, hier bestehen 
hohe Anforderungen an eine Verträglichkeitsprüfung. 
Ebenso bedeutend ist die Wasserschutzzone. Im enge-
ren Schutzgebiet dürfen weder Straßen noch Gebäude 
gebaut oder erweitert werden. Auch die Frage, ob Teile 
der Flächen Bodendenkmale enthalten, wurde noch nicht 
abschließend beantwortet. Im Nordosten des Plangebie-
tes befindet sich bereits ein eingetragenes Bodendenk-
mal mit Funden aus der Römer-, Eisen- und Jungsteinzeit. 
Weitere Funde sind daher wahrscheinlich. Ein entspre-
chendes Gutachten muss beauftragt werdenFür den 
Umgriff des alten Bebauungsplans für Kreuzfeld (vgl. S. 
13) gab es also zahlreiche Gründe. Trotzdem lässt sich die 
bebaubare Fläche insbesondere durch den integrierten 
Blick auf Kreuzfeld und Blumenberg erweitern, um neben 
dem dringend benötigten Wohnraum auch Platz für Ge-
werbe, Grün und soziale Infrastruktur zu schaffen.
S-Bahn-Deckel Blumenberg
Wasserschutzzone 2
Blumenbergsweg
Wasserwerk Weiler
Mindestabstand zum Schutzgebiet
FFH-Schutzgebiet Worringer Bruch
Wasserschutzzone 2 -
Verletzung der Deck-
schicht verboten
Prüffläche Erschütterung
FFH- Schutzgebiet 
Worringer Bruch
Prüffläche Bodendenkmal
Lärmimmissionen
Mindestabstand 300 m 
zum Schutzgebiet Wor-
ringer Bruch
Legende Räumlicher Umgriff
Untersuchungsgebiet
Betrachtungsraum
Restriktionen Bebauung und Planung
Prüfflächen Ratsbeschluss 
Neue Flächen für den Woh-
nungsbau Dez. 2016
100m
Abb. 12: Übersichtsplan Restriktionen Potentialfläche Kreuzfeld

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
16
Grundlagen des Leitbilds
Die gute Anbindung weiter verbessern
Anknüpfend an den Grundgedanken der Stadtstrategie kann 
Kreuzfeld wirkungsvolle Beiträge zur umweltfreundlichen 
Mobilität leisten und ein neues Mobilitätsverhalten fördern. 
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Anbindung an die Regional- und S-Bahn ist ein besonders 
gutes Argument für den Standort Kreuzfeld. Nicht nur die Köl-
ner Innenstadt ist gut erreichbar, sondern auch Düsseldorf oder 
Essen. Das macht den neuen Stadtteil interessant für multilokal 
lebende Menschen und Pendler. Die Landesinitiative „Bauland 
an der Schiene“ hat mit verschiedenen Beispielen deutlich 
gemacht, welche Vorteile der Wohnungsbau an bestehenden 
Haltepunkten des schienengebun denen Personennahverkehrs 
hat. Dies betrifft die Siedlungsentwicklung, aber auch die 
Feststellung von infrastrukturellen Investitionsbedarfen und 
die Berücksichtigung von Mobilitätskonzepten, die vor Ort 
mitgedacht und verfolgt werden. Die heutige Verzahnung von 
Fachplanungen und Flächenentwicklung entscheidet darüber, 
ob künftiges Mobilitätsverhalten auf die Schiene ausgerichtet 
wird. Schon heute bilden die Fahrten der S6 und der S11 zu 
den Hauptverkehrszeiten einen 10-Minuten-Takt zwischen 
dem S-Bahn-Haltepunkt Blumenberg und der Kölner Innen-
stadt . Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut und dabei 
auch darauf hingewirkt, dass alle Züge die Haltepunkte auch 
bedienen. Bereits ab 2020 ist eine Ausweitung des 10-Minu-
ten-Taktes über die heutigen Zeitfenster hinaus vorgesehen.  
Ab Chorweiler gibt es zudem Anschlussmöglichkeiten an die 
Stadtbahn. Damit diese umfassend genutzt werden, sind 
bestehende Buslinien in Taktung und Reichweite auszubauen 
und durch neue zu ergänzen. Bedarfsorientierte ÖPNV-Ange-
bote wie Rufbussysteme oder Bürgerbusse sind als sinnvolle 
Ergänzungen in die Betrachtung einzubeziehen. Insbesondere 
der Tangentialverkehr zwischen den einzelnen Ortsteilen des 
Kölner Nordens bietet Potentiale für Verbesserungen, die 
spätestens mit der Realisierung des neuen Stadtteil mit seinen 
vielfachen auch überortlich anziehenden Angeboten dringend 
erforderlich sind. 
Rad- und Fußverkehr
Radverkehrsförderung ist wesentlicher Strategiebaustein der 
Stadt Köln für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem und saubere 
Luft. Der Radverkehr hat gerade kurzfristig das größte Zuwach-
spotential aller Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Der 
Radverkehrsanteil wächst stetig. Er kann einen wesentlichen 
Anteil daran haben, dass das Ziel eines 2/3-Anteils am Modal 
Split für den Umweltverbund mittelfristig erreicht wird. Die 
Radvorrangsroute Worringen-Innenstadt, die mitten durch 
den künftigen Stadtteil führt, macht deutlich, welche Potentia-
le auch längeren Fahrradstrecken beizumessen sind. Die Einbin-
dung in das Velonetz NRW ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. 
Aber auch eine Verdichtung des bezirklichen Radwegenetzes, 
die Schaffung von Tangentialverbindungen und eine Anbin-
dung an den Rhein ist erforderlich, um das Radfahren attraktiv, 
komfortabel und sicher zu machen. Der Radweg entlang des 
Blumenbergswegs ist dabei zu priorisieren. Analog zur Quali-
fizierung der Radwegenetzes sollen sowohl auf Stadtteil- als 
auch auf Bezirksebene attraktive Verbindungen für Fußgänge-
rinnen und Fußgänger geschaffen werden.
Motorisierter Individualverkehr
Das schon heute sehr gut ausgebaute Hauptverkehrsstraßen-
netz mit überregionaler Anbindung an das Fernstraßennetz 
ist ein wichtiger Standortvorteil für die Entwicklung des 
neuen Stadtteils. Sowohl die A57 als auch die A1 sind für den 
motorisierten Individualverkehr schnell erreichbar. Damit die 
jetzigen und künftigen Bewohnerinnen und Bewohner von 
Blumenberg, Kreuzfeld und Chorweiler insgesamt von der 
Nähe zum Fernstraßennetz vollumfänglich profitieren können, 
sind jedoch qualifizierende Maßnahmen erforderlich: Die A57 
wird sechsstreifig ausgebaut, die bisherige Teilanschlusstelle 
Chorweiler soll eine Vollanschlusstelle mit Anbindung von 
und zur nördlichen A57 werden.  Damit der Blumenbergsweg 
seiner Rolle als örtlicher Hauptverkehrszug gerecht werden 
kann, ist seine Ertüchtigung und Weiterführung erforderlich. 
Da der Blumenbergsweg eine Landesstraße ist, muss hierfür 
zunächst eine Höherpriorisierung des Ausbaus im Landesstra-
4
S6 / S11
Hbf.
Richtung Düsseldorf / Essen
Pulheim
Frechen
Dormagen
Monheim
Leverkusen
Bergisch Gladbach
Troisdorf
Chorweiler
Ehrenfeld
Lindenthal
Hürth
Rodenkirchen
Porz
Nippes
Mülheim
Kalk
Strecke S-Bahn
0,5km
2km
Strecke Stadtbahn
Autobahnen
Legende Mobilität
Untersuchungsgebiet

17
ßenplanungsprogramm erreicht werden. Die Schlüsselfunkti-
on des Blumenbergswegs ist bereits im Entwicklungskonzept 
Chorweiler für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler, 
Seeberg-Nord dargestellt, das 2017 vom Rat beschlossen wur-
de. Auch die Funktion der Mercatorstraße als zentrale Nord-
Süd-Achse ist zu beachten.  Über den Blumenbergsweg und 
die Mercatorstraße erfolgt die äußere Erschließung des neuen 
Stadtteils. Bei der inneren Erschließung ist besonders darauf zu 
achten, dass eine  umweltfreundliche, multimodale Mobilität 
erreicht wird und der Verzicht auf den privaten PKW erleichter 
wird. Autofreie und autoarme Quartiere sind im städtebauli-
chen Konzept mitzudenken. 
Multimodalität und Sharing-Angebote
Schneller und unkomplizierter, bedarfsgerechter Wechsel 
zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln und der Leitge-
danke „Nutzen statt besitzen“ sind prägende Bestandteile von 
Mobilitätskonzepten für Gartenstädte des 21. Jahrhunderts. 
Hier hat Chorweiler als einziger Kölner Bezirk, der nicht direkt 
an die Innenstadt angrenzt, Nachholbedarf. Die Abdeckung 
durch Sharing-Angebote sollte ausgebaut werden. Da der 
S-Bahn-Haltepunkt Blumenberg weder den Anforderungen an 
Barrierefreiheit genügt noch ein attraktives Eingangstor zum 
bestehenden oder zum künftigen Stadtteil ist, könnte er im 
Zuge des ohnehin erforderlichen Umbaus zur Mobilstation für 
den Kölner Norden werden.
Zu beachten
Insbesondere beim Ausbau der Hauptverkehrsrouten für 
den motorisierten Individualverkehr gilt es, das Bedürfnis 
nach optimaler Mobilität des Einzelnen in ein Verhältnis 
zu den unvermeidlichen Immissionen zu setzen, die dem 
Wohnungsbau Beschränkungen auferlegen könnten. Die 
übergeoordneten Nachhaltigkeitsziele sind im Rahmen des 
erforderlichen Mobilitätskonzepts ebenfalls zu beachten.
Köln-Worringen
Dormagen-Bayerwerk
Köln-Blumenberg
S6 / S11
Linie 15
Linie 12
Köln-Chorweiler Nord
Köln-Chorweiler
Köln-Volkhovener Weg
Merkenich
Pulheim Bf (RB, RE)
4
Fähre Langel - Hitdorf
Dormagen
Pulheim
Monheim
Chorweiler
Leverkusen
Ehrenfeld
Lindenthal
Nippes
Mülheim
Strecke S-Bahn
Strecke Stadtbahn
Velorouten
Autobahnen
Legende Mobilität
Haupt- & Bundesstraßen
Untersuchungsgebiet
In Planung: Verlängerung 
Blumenbergsweg zur A57
1km

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
18
Grundlagen des Leitbilds
Neue Möglichkeiten zum Lernen, Spielen und Arbeiten schaffen
Da sowohl das Angebot an Bildungseinrichtungen als 
auch die Möglichkeiten zur wohnortnahen Erwerbsar -
beit zu den in Chorweiler defizitär wahrgenommenen 
Standortfaktoren gehören, wurden die diesbezüg -
lich vorliegenden Informationen zusammengefasst. 
Dabei sind in der Karte zur Gesamtstadt Kultur- und 
Bildungsstandorte dargestellt, deren Angebote von 
Einwohnerinnen und Einwohnern aus ganz Köln und 
z.T. auch überregional genutzt werden. Der Fokus bei 
der Karte zum Stadtbezirk Chorweiler wiederum liegt 
auf den lokal relevanten Einrichtungen.  Aufgrund 
der Bebauungs- und Verkehrsdichte des Stadtbezirks 
ist die Einrichtung von attraktiven Spielmöglichkei -
ten für Kinder und Jugendliche in besonderem Maße 
ein unverzichtbares Element der Planung des neuen 
Wohnquartiers.
Kindertagesbetreuung
Bislang liegt die Versorgungsquote in Chorweiler 
deutlich unter dem gesamtstädtischen Schnitt und 
entspricht auch nicht dem von Eltern im Bezirk an -
gemeldeten Bedarf. Dies basiert auf der zu geringen 
Versorgungslage insbesondere der Stadtteile Chor -
weiler und Heimersdorf. Aufgrund der Flächengröße 
des Bezirks stellen sich die Einzugsbereiche für Kitas 
schwierig dar und es interessiert hier besonders die 
Versorgung auf Stadtteilebene. In Blumenberg, als 
angrenzender Stadtteil zu Kreuzfeld, ist die Anzahl 
der Kinder U3 und Ü3 rückläufig, so dass der Bedarf 
im Kitajahr 2019/2020 annähernd gedeckt werden 
kann. Die Bedarfe für den neuen Stadtteil Kreuzfeld 
werden gesondert berechnet, je nach Anzahl der 
zu errichtenden Wohnungen und Größe der Kitas 
(Anzahl der Gruppen) werden bis zu zehn zusätzliche 
Kindertagesstätten im neuen Stadtteil benötigt.
Schulen
Die Kapazitäten der Grundschulen in den einzelnen 
Stadtteilen Chorweilers reichen grundsätzlich aus. 
Jedoch zieht die Entwicklung Kreuzfelds weiteren 
Bedarf nach sich. Dieser ist abhängig von der Zahl 
der zuziehenden Menschen. Die Verwaltung schlägt 
daher vor, im ersten Bauabschnitt eine größere 
Grundschule, in weiteren Bauabschnitten bis zu zwei 
weitere kleinere Grundschulen vorzusehen. Die Ver -
sorgung des Stadtbezirks Chorweiler mit Plätzen an 
weiterführenden Schulen ist unter Berücksichtigung 
der vorgesehenen neuen Schulstandorte darstellbar. 
Für den aus Kreuzfeld erwachsenden Bedarf müs -
sen zusätzliche Plätze geschaffen werden. Daher ist 
vorgesehen, bis zu zwei Gesamtschulen im Neubau -
gebiet zu berücksichtigen. Durch eine Gesamtschu -
le können alle Bildungsabschlüsse bis zum Abitur 
angeboten werden. In Bezug auf die Gymnasialquote 
im Stadtbezirk Chorweiler „ist in Summe eine unter -
durchschnittliche Bildungsteilhabe festzustellen, die 
in der Regel mit einem deutlich erschwerten Zugang 
zum Arbeitsmarkt verbunden ist.“ (Steg NRW GmbH) 
Es gehört zu den größten Erwartungen an den neuen 
Stadtteil, durch ein integratives Bildungsangebot die 
Möglichkeit zu stärken, wohnortnah im Bezirk das 
Abitur zu erlangen. Unter Berücksichtig eines denkba -
ren stadtbezirksübergreifenden Angebotes durch ein 
(zu verlagerndes) Berufskolleg und eine Förderschule 
kann ein Flächenbedarf von bis zu 150.000 qm für 
Schulen entstehen. Die Bildungsangebote könnten 
teilweise in einem Bildungscampus – auch gemein -
sam beispielsweise mit Kita oder Jugendeinrichtung 
zusammengefasst werden, um eine gemeinsame 
Infrastruktur zu schaffen. 
B
B
B
B
B
B
B
B
B
B
B
B
U
U
U
U
U
U
U
U
U U U
U U
U
U
U
U
UU
ab 2021:
TH Köln: Campus Levererkusen 
Pulheim
Frechen
Dormagen
Monheim
Leverkusen
Bergisch Gladbach
Troisdorf
Chorweiler
Ehrenfeld
Lindenthal
Hürth
Rodenkirchen
Porz
Nippes
Mülheim
Kalk
B Bibliotheken
Volkshochschulen
Hochschulstandorte
Weiterführende Schulen
Bürostandorte
Gewerbe & Industrie
Untersuchungsgebiet
Legende Bildung und Arbeit 
U
0,5km
2km
© GGS Ernstbergstraße

19
Neue Möglichkeiten zum Lernen, Spielen und Arbeiten schaffen
Hochschuleinrichtungen, Kultur und Weiterbildung
Keine der 14 Hochschulen mit Hauptsitz in Köln hat 
aktuell einen Standort im Stadtbezirk Chorweiler. 
Auch studentisches Wohnen gibt es hier bislang 
nicht. Die Bezirksvertretung Chorweiler hält „eine 
Außenstelle der TH Köln mit angeschlossenem Wohn -
heim“ („Initiative zur Schulentwicklung im Stadtbe -
zirk Chorweiler“ vom 21.06.2018) für denkbar – ein 
Potential, das allerdings nur in enger Abstimmung 
mit den Hochschulen realisiert werden kann. Weiter -
bildungsangebote werden von der VHS im Zentrum 
von Chorweiler angeboten,  außerdem macht eine 
Reihe von Kultur- und Freizeiteinrichtungen eben -
falls Weiterbildungsangebote, die sich vor allem auf 
Integration richten. In Blumenberg gibt es eine Bil -
dungsstätte des deutschen  Familienverbandes. Hier 
erscheint eine Anreicherung des Angebots geboten.
Arbeitsstätten
Flächen für Gewerbe sind knapp, das Arbeitsstätten -
angebot ist beschränkt. Vielmehr bildete sich insbe -
sondere auch in Blumenberg eine Funktionstrennung 
zwischen Arbeiten und Wohnen heraus. Daher sind in 
die Planung für Kreuzfeld wohnortnahe Arbeitsmög -
lichkeiten einzubeziehen. Kreuzfeld soll entgegen der 
ursprünglichen Planung auch im Sinne der Leipzig 
Charta neue Funktionsmischungen etablieren. Hier 
wird besonderes Augenmerk auf einen bunten Bran -
chenmix gelegt, um ein möglichst großes Spektrum 
an Arbeitsangeboten zu schaffen. Neben Bereichen 
für Büro/Dienstleistung sollen auch Flächen für ge -
meinnütziges sowie nicht störendes Gewerbe geprüft 
werden.
U
B
B
B
Dormagen
Pulheim
Monheim
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes
Mülheim
Lindenthal
Chorweiler
B Bibliotheken
Hochschulstandorte
Volkshochschulen
Weiterführende Schulen
Grundschulen
Kitas
Bürostandorte
Legende Bildung und Arbeit
Ford Werke
Untersuchungsgebiet
U
Gewerbe & Industrie
1km

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
20
Grundlagen des Leitbilds
Trotz des vorhandenen Bezirkszentrums Chorweiler, 
dem Stadtteilzentrum Worringen sowie vier Nahver-
sorgungszentren stufte bereits das Einzelhandels- und 
Zentrenkonzept Köln 2010 die Nahversorgungssituati-
on im Stadtbezirk Chorweiler unter quantitativen und 
räumlichen Gesichtspunkten als überwiegend unter-
durchschnittlich ein (Stadt Köln 2010). Mehrere Stadttei-
le weisen zudem qualitative Defizite der Angebotsstruk-
turen auf. Der seinerzeit noch in Blumenberg ansässige 
Vollsortimenter existiert mittlerweile nicht mehr, seit 
2017 gibt es aber in den ehemaligen Verkaufsräumen 
einen Marken-Discounter. 
Sich gegenseitig verschärfender Strukturwandel im 
Einzelhandel und der Umgang mit kompromissbehafte-
ten Bestandsflächen führen dazu, dass die Versorgung in 
Blumenberg weder räumlich noch quantitativ oder qua-
litativ von den derzeitigen Bewohnerinnen und Bewoh-
nern als angemessen empfunden wird. Die gute Verkehr-
sanbindung in das Bezirkszentrum kann die Angebote 
im Stadtteil nicht ersetzen. Die Realisierung des neuen 
Stadtteils würde die Anzahl der Einwohnerinnen und 
Einwohner im des derzeitigen Nahversorgungszentrums 
von aktuell circa 5000 auf 10000 Menschen verdop-
peln. Damit ergibt sich eine gute Chance, die gesamte 
Angebotsstruktur rund um den S-Bahnhof sowie die sie 
verknüpfenden öffentlichen Räume neu zu gestalten.
Einkaufsmöglichkeiten ausbauen
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes
Mülheim
Lindenthal
Chorweiler
Worringen
Nippes
Blumenberg
Chorweiler
Dormagen
Pulheim
Monheim
Bezirkszentren
Stadtteilzentren
Nahversorgungszentren
Legende Nahversorgung und Einkauf
Untersuchungsgebiet
1km

21
Chorweiler zeichnet sich durch einen im gesamtstädtischen 
Vergleich großen Anteil an Natur- und Freiräumen aus. 
Hervorzuheben ist der Worringer Bruch, der schon seit 
1991 Naturschutzgebiet und mittlerweile FFH-Gebiet ist. 
164 Hektar Auenlandschaft des Rhein-Altarms sind heute 
Heimat für ganz unterschiedliche Waldtypen, Weiden 
und Obstwiesen. Als regional wertvoller Lebensraum für 
mehrere zum Teil gefährdete Pflanzen- und Tierarten wie 
auch als Naherholungs- und Naturerfahrungsraum für 
Chorweiler, Köln und das nördliche Umland hat er große 
Bedeutung. Auch südwestlich des neuen Stadtteils befindet 
sich ein Waldgebiet, das zum Bild eines grünen Stadtteils 
maßgeblich beiträgt. Kleinere Wälder sind überall im Bezirk 
verstreut. Gewässer befinden sich östlich und südöstlich 
des Planungsgebiets in einiger Entfernung: Das Naherho-
lungsgebiet Fühlinger See  ist ebenso gut erreichbar wie das 
Rheinufer. Der Schutzbereich des Wasserwerks Weiler reicht 
bis unmittelbar an das Planungsgebiet heran. In der Schutz-
zone 2 – von deren Rand aus das Wasser etwa 50 Tage bis 
zum Wasserwerk fließt – darf die Deckschicht nicht verletzt 
werden, um das Wasser u.a. vor bakterieller Verunreinigung 
zu schützen. Zwischen Chorweiler, Blumenberg und Füh-
lingen befinden sich zwei Kleingartenanlagen, zahlreiche 
weitere, z.T. eher kleine Anlagen finden sich vornehmlich 
entlang der S-Bahn-Trasse. Derzeit ist im Bezirk Chorwei-
ler durch große Frei- und Ackerflächen eine ausreichende 
Frisch- und Kaltluftproduktion sowie ein Kühlungspotential 
vorhanden. Diese Flächen sorgen lokal für eine Abkühlung 
in den bebauten Bereichen. Bei einer künftigen Bebauung  
sollte die Aufrechterhaltung dieser Frisch- und Kaltluftver-
sorgung sowie des Kühlungspotentials beachtet werden. 
Durch die vorhandenen Verkehrsachsen wirken vor allem 
Lärmimmissionen aus dem Schienenverkehr und dem Stra-
ßenverkehr ein. Auch darauf sollte in der Planung entlang 
der Verkehrsachsen reagiert werden, damit diese nicht zu 
einer hohen Lärm- und Luftschadstoffbelastung führt. 
Grüne Infrastruktur erlebbar machen
FFH
FFH
Fühlinger See
Worringer Bruch
Chorbusch
F F
F
F
F
F
F
F
F
F
K
K
K
K
K K
K
KK
K K K
K
K
K
K
K
K
K
K
Dormagen
Pulheim
Monheim
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes
Mülheim
Lindenthal
Chorweiler
LeverkusenLeverkusenLeverkusenLeverkusenLeverkusenLeverkusenLeverkusenLeverkusen
Landwirtschaft
Grüngürtel
Wälder
Überschwemmungsgebiete
Retentionsräume
FFH-Schutzgebiete
Friedhöfe
Kleingärten
Legende Grüne Infrastruktur
FFH
F
Untersuchungsgebiet
K
1km

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
22
Grundlagen des Leitbilds
Das Thema Gesundheitseinrichtungen ist ein aktuell 
viel diskutiertes im Bezirk Chorweiler. In Anbetracht der 
voraussichtlichen Schließung der Notfallpraxis in Chor-
weiler  (eine ortsnahe Einrichtung einer Notfallpraxis  
im Heilig-Geist Krankenhaus befindet sich in der Um-
setzung) und der Tatsache, dass der Bezirk kein eigenes 
Krankenhaus besitzt, besteht die dringende Notwenig-
keit zur Schaffung neuer medizinischer Einrichtungen, 
um den Bedarf zu decken. Auch in Kontext des demogra-
phischen Wandels und den daraus erwachsenden neuen 
Anforderungen steht der Bezirk vor neuen Herausforde-
rungen. Die Schaffung von Barrierefreiheit und Pflege-
einrichtungen, niedrigschwelliger, vor- und nachsorgen-
der Angebote zur Sicherstellung von Gesundheit und 
sozialer Teilhabe sowie adäquaten Wohnraum für eine 
alternde Gesellschaft steht dabei im Vordergrund.
Im Sinne einer gesundheitsfördernden Prävention spie-
len auch die Themen Sport- und Bewegungsräume eine 
übergeordnete Rolle im Bezirk. 
Die Schaffung und Bewahrung gesundheitsförderlicher 
Umweltbedingungen sind für eine hohe Lebensqualität 
im neuen Stadtteil ebenfalls unabdingbar.
Zu den präventiven Maßnahmen zählen auch durch 
den öffentlichen Gesundheitsdienst verantwortete 
Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche und 
ihre Familien. Die Schaffung von zielgruppengerechten 
Angeboten und dem Erhalt und der Qualifizierung vor-
handener Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sind im 
Hinblick auf die Attraktivität einer Stadt als Wohn- und 
Lebensort mit hoher Qualität ein elementares Kriterium. 
Sie tragen darüber hinaus auch zur Funktionsfähigkeit 
des sozialen Gefüges bei. Im Bezirk Chorweiler besteht 
bereits ein dichtes Netz an Sport- und Freizeitangebo-
ten, in das sich ein neuer Stadtteil einfügen und seinen 
Beitrag leisten kann.  
B
B
P
P
P
P
P P
P
P
P
P
P
P
P
St. Josef Wiesdorf
Helig-Geist Longerich St. Agatha
St. Vinzenz
Kliniken Köln
Kreiskrankenhaus Dormagen
Dormagen
Pulheim
Monheim
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes
Mülheim
Lindenthal
Chorweiler
T Krankenhäuser
Notfallpraxen
Pflegeeinrichtungen
Sozialberatungstellen
Arztpraxen (nur Chorweiler)
Überörtliche Sportanlagen
Sportstandorte
Legende Gesundheit und Sport
B
P
Untersuchungsgebiet
1km
Voraussetzungen für einen gesunden Bezirk schaffen

23
Chorweiler verfügt über eine Reihe an Familien- und Jugend-
zentren, Bildungs- und Hilfsangebote verschiedener Akteu-
re sowie interkulturelle Zentren und religiöse Einrichtungen. 
Wenig verwunderlich ist, dass sich eine Vielzahl der Angebo-
te in Chorweiler-Mitte konzentriert. Auch hier fehlen jedoch 
Angebote in den Abendstunden und am Wochenende. 
Möglichkeiten für bestimmte Altersgruppen sind spärlich 
vertreten. Mit dem Blu4Ju gibt es in Blumenberg eine offene 
Kinder- und Jugendeinrichtung, die um ein mobiles Projekt 
ergänzt wird. Jugendberufshilfe und Streetwork gehören 
zu den Angeboten, die immer wieder eingefordert werden.  
Der älteren Generation stehen nur in Chorweiler-Mitte 
Treffpunkte und Tageseinrichtungen zur Verfügung, was 
angesichts von Mobilitätseinschränkungen unzureichend 
ist. Die sehr aktive IG Blumenberg e.V. nutzt u.a. Räumlich-
keiten in der Pfarrgemeinde Katharina v. Siena. Größere 
Versammlungsräumlichkeiten fehlen im Umkreis des 
geplanten neuen Stadtteils vollständig. Eine größere Multi-
funktionshalle mit ca. 4000 Quadratmetern als öffentlicher 
Begegnungsort wird ebenso gewünscht wie Produktions-
räume für Künstlerinnen und Künstler.
Der öffentliche Raum und Grünräume werden als Begeg-
nungs- und Aktionsräume trotz teilweise unwirtlicher 
Ausstrahlung schon heute intensiv genutzt, die Aufwertung 
insbesondere der Umgebung des S-Bahnhofs als Treffpunkt 
und Keimzelle der Gemeinschaft wird vielfach gewünscht. 
Die unterschiedlichen Blickwinkel von Mädchen und 
Jungen, Frauen und Männern sind in Chorweiler noch nicht 
hinreichend berücksichtigt. Die gleichstellungspolitischen 
Strategie Gender Mainstreaming bietet sich bei der Entwick-
lung von Kreuzfeld die einmalige Chance für die Stadt Köln, 
von Beginn an eine gendersensible Planung vorzunehmen. 
Mit der IG Blumenberg, der Stadtteilkonferenz Blumen-
berg, der Bezirksjugendpflege, dem Arbeitskreis Jugend 
Blumenberg, und der Sozialraumkoordination Blumenberg 
Chorweiler Seeberg Nord sind wichtige Ansprechpartner 
vor Ort um die Vernetzung des neuen Stadtteils von Beginn 
an mitzugestalten.
Den Akteuren Raum für Gemeinschaft bieten
R
R
B
B
B
Dormagen
Pulheim
Monheim
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes
Mülheim
Lindenthal
Chorweiler
T Bezirksrathäuser
Bürgerzentren
Familienzentren
Jugendzentren
Sozialräume
Legende Gemeinschaft & Soziales
R
B
Untersuchungsgebiet
Bezirksrathaus Chorweiler
Bezirksrathaus Nippes
Bürgerzentrum Chorweiler
Bürgerzentrum Nippes
Bürgerzentrum Bocklemünd
1km

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
24
Grundlagen des Leitbilds
In Anbetracht der Herausforderung der steigenden Ein-
wohnerzahlen Kölns steht die Mobilisierung zusätzlicher 
Flächenpotentiale für den Wohnungsbau im Fokus der 
Kölner Stadtentwicklung. Die Entwicklung der vorhan-
denen Wohnraumpotentiale bietet dabei eine große 
Chance. Der durch die immense Nachfrage erzeugte 
Druck auf die vorliegenden Flächen verlangt eine sorg-
fältige stadtentwicklungspolitische Abwägung und das 
Unterbringen von möglichst vielfältigen Nutzungsmög-
lichkeiten. Die Mobilisierung dieser Flächen soll auch, wie 
im Stadtentwicklungskonzept Wohnen festgeschrieben, 
trotz des vorherrschenden Drucks Aspekte des Stadtkli-
mas beachten und Naturräume und Freiflächen mög-
lichst schonen, während innerhalb der Quartiersentwick-
lung Grünflächen als integrative Bestandteile der neuen 
Siedlung mitgedacht werden. Wohnen umfasst auch die 
Schaffung einer stationären Pflegeversorgung. Darüber 
hinaus gewinnt kostengünstiges und barrierefreies Woh-
nen zunehmend an Bedeutung. Gerade deshalb spie-
len auch bei der Entwicklung von Chorweilers größter 
Potentialfläche Kreuzfeld ökologische Fragen und eine 
Multifunktionalität eine große Rolle. 
Neben Kreuzfeld sind auch in nahezu allen weiteren 
Stadtteilen Chorweilers lang- und mittelfristige Poten-
tialflächen angesiedelt. Nach dem Ratsbeschluss „Neue 
Flächen für den Wohungsbau (beschlossen Dezember 
2016) gibt es zusätzlich zu den Untersuchungsflächen 
in Blumenberg noch ein weiteres Potential von 3300 
Wohneinheiten. Die für Kreuzfeld im alten Bebauungspla-
nentwurf vorgesehenen 2200 Wohneinheiten beruhen 
noch auf der Annahme, dass auch in Kreuzfeld Einfamili-
enhäuser entstehen sollten. Vorgesehen ist gegenwärtig 
die Schaffung von Geschosswohnungsbau mit einer 
urbanen Dichte. Die Anzahl der potentiell zu schaffenden 
Wohneinheiten wird im weiteren Prozess an dieses Ziel 
angepasst werden.
Wohnbaupotentiale ausschöpfen
Dormagen
Pulheim
Chorweiler
Monheim
Leverkusen
Ehrenfeld
Nippes Mülheim
Lindenthal
Wohnbaupotentiale 
(klein, mittel, groß)
Wohnbau
Realisierung
Legende Wohnbau
Kreuzfeld
süd. BaptiststraßeMottenkaul (I. BA)
Mottenkaul (II. BA)
west. Blumenberg
öst. Blumenberg
Wohnbaupotentiale im 
Leitbildprozess Weiter-
verfolgung nicht emp-
fohlen
1km

25
Fazit der Analyse
Die Entwicklung Kreuzfelds bietet großes Potential für 
den gesamten Bezirk Chorweiler. Durch den im Vergleich 
zum Bebauungsplanentwurf von 2005 angepassten und 
vergrößerten Flächenumgriff der Potentialfläche ent-
steht hier die Möglichkeit, nicht nur einen Wohnstandort 
zu entwickeln, sondern einen neuen Stadtteil, der neben 
Wohnen ebenso Raum für Gewerbe, Grün und soziale 
Infrastruktur bietet. Insbesondere soziale Infrastruktur 
und gemischte Nutzungen von Wohnen und Gewer-
be fehlen bisher in Chorweiler im Allgemeinen und in 
Blumenberg im Besonderen. Mit einem integrierten 
Blick auf Kreuzfeld und Blumenberg besteht die Mög-
lichkeit, den „unvollendeten Stadtteil“ zu vollenden. Die 
Potentialfläche wird im weiteren Prozess im Rahmen von 
verschiedenen Fachgutachten hinsichtlich ihrer Mach-
barkeit untersucht.
Ein zentraler Standortvorteil Kreuzfelds ist die gute 
Anbindung an bestehende Verkehrsinfrastruktur des 
MIV und des ÖV. Der Autobahnanschluss Chorweiler 
und die Zuwegung über den Blumenbergsweg werden 
weiter ausgebaut. Über den vorhandenen S-Bahnhof 
gelangen die künftigen Bewohnerinnen und Bewoh-
ner schnell in die Kölner Innenstadt oder in die weitere 
Region. Weitere Potentiale der Verbindung bestehen im 
Ausbau des S-Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe, in 
der Verbesserung der Tangentialverbindungen sowie der 
Erhöhung der Taktung des ÖV. Attraktive Möglichkeiten 
bietet zudem der Anschluss ans Radverkehrsnetz sowie 
der Ausbau von Sharing-Angeboten.
Hinsichtlich der sozialen und gewerblichen Infrastruk-
tur besteht in Chorweiler ein Mangel an vernetzten 
Bildungseinrichtungen, welches insbesondere, wei-
terführende Schulen und Hochschuleinrichtungen 
betrifft. Auch Angebote der Gesundheitsversorgung 
und -prävention sowie Nahversorgung müssen ausge-
baut werden. Hier können mit der Errichtung des neuen 
Stadtteils stadtteilübergreifende Lücken in der Versor-
gung der geschlossen werden. Schließlich bildet das 
vorhandene bürgerschaftliche Engagement im Bezirk 
eine gute Grundlage, um Gemeinschaft zu fördern und 
Initiativen zu vernetzen. So entsteht eine lebendige 
Stadtgesellschaft in und um Kreuzfeld, die den Kölner 
Norden generationenübergreifend und unabhängig von 
Herkunft und sozialem Status bereichert.
Eine erste, auch im Prüfauftrag des Rates benannte Ausgangsidee für die Siedlungsentwicklung am Stadtrand 
zielte bereits auf die Prinzipien und neu interpretierten Ansätze des Gartenstadtgedankens ab. Die Thesen zur 
Gartenstadt 21 bilden dabei die inhaltliche Grundlage und zeigen, dass der Gartenstadtgedanke weit über 
eine Flächenentwicklung im Grünen hinausgeht. Es geht nicht nur Köln so: In allen wachsenden Stadtregionen 
führen der steigende Bedarf nach Wohnraum sowie das wachsende Bewusstsein über die Notwendigkeit einer 
nachhaltigen Flächeninanspruchnahme immer wieder zu  Nutzungskonflikten um die noch vorhandenen freien 
Flächen. Der Notwendigkeit, Flächen für die Erholung der Bevölkerung und die Anpassung an den Klimawandel 
zu sichern, steht das Erfordernis gegenüber, weitere Neubaugebiete zu entwickeln. Eine Neuinterpretation von 
Reformideen der Gartenstadt aus dem frühen 20. Jahrhundert kann dabei helfen und wurde bereits im zweiten 
Expertenhearing aufgegriffen: Von gemeinschaftlichen Organisations- und Finanzierungsmodellen über stadt-
räumliche Qualitäten, bei denen eine hohe bauliche Dichte und öffentliche Freiräume in einem angemessenen 
Verhältnis zueinander stehen, bis hin zu einer attraktiven „Grünen Infrastruktur“ reichen die Thesen, die für die 
Gartenstadt 21 entwickelt wurden. 
Mehr Informationen: BBSR (a), online unter: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/Studien/2015/Gar-
tenstadt-21/01-start.html
Exkurs: Gartenstadt 21

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
26
Leitbildprozess
Leitbildprozess
Das Leitbild für den neuen Stadtteil Kreuzfeld ent -
stand in einem konsultativen Prozess, an dem die ent -
sprechenden Fachämter der Verwaltung, Vertreterin -
nen und Vertreter der Stadt- und Bezirkspolitik sowie 
wichtige Stakeholder in Blumenberg, Chorweiler und 
aus ganz Köln beteiligt waren. Im Rahmen von drei 
Expertenhearings, die zwischen März und Juli 2019 
stattfanden, stand das Entwickeln einer gemeinsa -
men Zieldimension sowie Wege und Möglichkeiten 
diese umzusetzen im Fokus der Diskussionen. Dabei 
wurden sowohl lokale Bedarfe und interne Ansichten 
erörtert, als auch Inspiration und Expertise durch 
externe Fachleute in den Prozess eingebracht. 
Das Ergebnis ist ein Leitbild, das mit den Themen 
Vernetzung, Bildung und Gesundheit wichtige Be -
darfe des Bezirks Chorweiler und Leitziele der Stadt 
Köln aufgreift und diese zukunftsweisend weiterent -
wickelt. Im Folgenden werden Vorgehensweise und 
Ergebnisse der drei Workshops zusammengefasst 
dargestellt.
 
Er
stes Expertenhearing
Den Auftakt des Prozesses bildete ein verwaltungs -
interner Workshop am 12. März 2019 im Stadthaus 
Deutz. Geladen waren alle mit der Entwicklung 
Kreuzfelds betrauten Fachämter. Ziel war es, eine 
gemeinsame Vision und erste Leitziele für Kreuzfeld 
zu entwickeln. 
Die Expertinnen und Experten der Verwaltung waren 
im Vorfeld dazu aufgefordert worden, Bilder und 
Vorstellungen eines Stadtteils mitzubringen, in dem 
sie gerne leben möchten. Diese wurden im Rahmen 
der Vorstellungsrunde den anderen Teilnehmenden 
präsentiert. Schon hier zeichnete sich eine große 
Einigkeit hinsichtlich folgender Themen ab:
•	 Nutzungsgemischter und lebendiger Stadtteil
•	 Gute Anbindung und kurze Wege
•	 Qualitativ hochwertige und grüne öffentliche 
Räume
•	 Sozial wertvoll und inklusiv für alle
•	 Starke Bildungs- und Kultureinrichtungen
•	 Klimaschutz und Nachhaltigkeit
•	 Prozesshafte Entwicklung mit viel Beteiligung 
und Raum für flexible Anpassungen
•	 Urbane Qualitäten
•	 Kinder- und Jugendgerechtigkeit
Im Anschluss konnten die Teilnehmenden an drei 
Arbeitstischen ihre konkreten Ideen und Bedarfe 
für Kreuzfeld einbringen. Fest stand, dass Kreuzfeld 
gut an die Region, die Stadt und die Nachbarschaft 
angebunden sein und vielfältige Angebote für ganz 
Chorweiler schaffen sollte. Die Thementische fokus -
sierten daher die drei Maßstabsebenen Region, Bezirk 
und Nachbarschaft. An ihnen wurde erörtert, wie 
sich Kreuzfeld in seine Umgebung einfügen kann und 
welche Qualitäten den neuen Stadtteil kennzeichnen 
sollen.
© Urbanizers © Urbanizers

27
Insgesamt wurden die bereits zu Beginn des Work -
shops genannten Themen bestätigt und vertieft. 
Ergänzt wurden sie um das Thema Gesundheit und 
Lebensqualität, das von vielen Teilnehmenden als 
wichtiges Entwicklungsziel formuliert wurde.
Markenkern und Impulspapier
Aus den vielfältigen Diskussionen und Beiträgen so -
wie der parallel durchgeführten strukturellen Analyse 
des Planungsgebiets haben das Amt für Stadtent -
wicklung und Statistik sowie die Gutachter Urbanizers 
Büro für städtische Konzepte, in der Nachbereitung 
drei vorläufige Oberthemen als Markenkern für das 
Leitbild abgeleitet.
Bildung: Der Bedarf an qualitativ hochwertigen Bil -
dungseinrichtungen in Chorweiler ist hoch. Bildung 
soll eine wichtige Ankerfunktion im neuen Quartier 
übernehmen und dabei sowohl wertvoll für die Be -
wohnerinnen und Bewohner Chorweilers, als auch ein 
Magnet für neue Menschen sein. Bildung in Kreuzfeld 
muss sozial, vielfältig und kulturell sein und darf nie -
manden ausschließen. 
Gesundheit: Mit Kreuzfeld soll ein vorbildhafter, 
gesunder Stadtteil entwickelt werden.  Die räumliche 
Ausgestaltung geht über die Schaffung von medizi -
nischen Einrichtungen hinaus und meint sowohl eine 
klima- und umweltgerechte Entwicklung von hoch -
wertigen Grün- und Freiraumangeboten, als auch 
eine barrierefreie und generationengerechte Wohn -
raumversorgung. Dabei spielen auch Aspekte der 
Prävention und sozialen Gesundheit eine Rolle.
Vernetzung: Die nachhaltige Vernetzung Kreuzfelds 
ist mehr als die notwendige verkehrliche Anbindung. 
Sie bedeutet insbesondere eine Vernetzung von exis -
tierenden und neuen Akteuren. Zudem meint Vernet -
zung die Bündelung verschiedener Aktivitäten und 
Nutzungen, um den Stadtteil lebendig und vielseitig 
zu machen.
Mit diesem Markenkern wurde im Anschluss an das 
erste Expertenhearing ein Impulspapier verfasst, das 
die drei Themen auf Basis der eingebrachten Ideen 
und Bedarfe aufbereitet und untersetzt. Dieses diente 
als Grundlage für den weiteren Prozess und wurde im 
Rahmen der folgenden Workshops stetig weiterent -
wickelt und detailliert.
Zweites Expertenhearing
Das zweite Expertenhearing fand am 06. Mai 2019 im 
Bürgerzentrum Chorweiler statt. Teilnehmende wa -
ren wiederum Vertreterinnen und Vertreter bestimm -
ter Fachämter sowie Vertreterinnen und Vertreter der 
Bezirkspolitik sowie des Stadtentwicklungsausschus -
ses. Ziel des Workshops war die politische Abstim -
mung, Konsultation und Präzisierung der bisher 
erarbeiteten Leitziele.
Um die Leitthemen fachlich zu untersetzen und zu 
qualifizieren waren drei externe Expertinnen und 
© Urbanizers
 © Urbanizers

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
28
Leitbildprozess
Experten eingeladen. Christine Loth, Stadtplanerin 
aus Siegen und Expertin für moderne Bildungsland -
schaften, zeigte programmatische und räumliche 
Konzepte aus dem Forschungsprojekt „Lokale Bil -
dungslandschaften und Stadtentwicklung“, die 
veranschaulichen wie Bildung zu einem integralen Be -
standteil von Stadtentwicklung werden kann. Thomas 
Claßen, Wissenschaftler am Landeszentrum Gesund -
heit Nordrhein-Westfalen, präsentierte Grundsätze 
der gesundheitsorientierten Stadtentwicklung an -
hand des „Leitfadens Gesunde Stadt“. Lars-Christian 
Uhlig, Referent am Bundesinstitut für Bau, Stadt- und 
Raumforschung, beleuchtete die vielfältigen Bedeu -
tungen des Begriffs Vernetzung, insbesondere in 
Bezug auf Mobilität, grüne Infrastruktur und Akteure 
in der Stadtentwicklung.
Im Anschluss erfolgte die Konsultation der Teilneh -
menden zu den Themen des Markenkerns an drei Sta -
tionen. An Wandzeitungen wurden Hinweise, Ideen 
oder Bedarfe gesammelt und den sektoralen Themen 
der Stadtplanung – Wohnen, Mobilität, Grün- und 
Freiräume, Wirtschaft, soziale Infrastruktur sowie 
wichtige Kooperationspartnerinnen und -partner –
zugeordnet.
Die vielfältigen Diskussionen und Beiträge des Ex -
pertenhearings haben gezeigt, dass der Markenkern 
Bildung - Gesundheit - Vernetzung den richtigen 
Rahmen für die Entwicklung Kreuzfelds bildet. Es 
wurden vielfältige Vorschläge eingebracht, wie die 
Leitthemen präzisiert und vertieft werden können. 
Dabei wurden im Rahmen des Hearings auch erste 
Schritte in Richtung der Konkretisierung räumlicher 
und programmatischer Ordnungsprinzipien unter -
nommen, die im weiteren Verfahren diskutiert und 
erweitert werden sollten. 
Auf Basis der Ergebnisse des Hearings wurde das 
Impulspapier überarbeitet und präzisiert und als 
Grundlage für das dritte Expertenhearing aufbereitet. 
Die von den Expertinnen und Experten eingebrachten 
Beispiele sind als Best-Practice in die Konzeption des 
Leitbildes eingeflossen.
Drittes Expertenhearing
Zum dritten Expertenhearing wurden neben den 
bereits teilnehmenden Vertreterinnen und Vertretern 
der Fachämter und politischen Gremien auch Stake -
holder aus dem Bezirk und der Region eingeladen. 
Dazu gehörten lokale Interessenvertreterinnen und 
Interessenvertreter aus Blumenberg und Chorweiler 
sowie thematisch relevante aus ganz Köln und den 
nördlich angrenzenden Gemeinden. Der Workshop 
fand am 01. Juli 2019 in der Gemeinschaftsgrund -
schule Ernstbergstraße in Blumenberg statt.
Ziel des Workshops war die Verankerung und Un -
tersetzung der Leitthemen Vernetzung, Bildung, 
Gesundheit sowie die gemeinsame Entwicklung von 
Stadtbausteinen und Umsetzungsmöglichkeiten für 
die drei Themen. Dazu wurde mit Verena Brehm, 
Gründungspartnerin von CITYFÖRSTER architec -
ture + urbanism, wiederum auch externe Expertise 
eingeladen. Frau Brehm stellte anhand des Prozesses 
zum Freiburger Wohnbauprojekt Dietenbach sowie 
anhand studentischer Entwürfe zur Prüffläche Kreuz -
feld mögliche Stadtbausteine für den neuen Stadtteil 
vor. Im Anschluss folgte eine umfassende Podiums- 
© Urbanizers © Urbanizers

29
und Plenumsdiskussion. Das Podium war mit Markus 
Greitemann (Beigeordneter Dezernat Stadtentwick -
lung, Planen und Bauen), Brigitte Scholz (Amt für 
Stadtentwicklung und Statistik), Hans-Martin Wolff 
(Stadtplanungsamt), Reinhard Zöllner (Bezirksbürger -
meister Chorweiler), Niklas Kienitz (Vorsitzender des 
Stadtentwicklungsausschusses) und Verena Brehm 
(cityförster architecture + urbanism) besetzt. Die 
Diskussion erfolgte entlang der folgenden Leitfragen:
Leitbild und städtebauliche Umsetzung
•	 Wie lassen sich die Leitthemen, die den Mar -
kenkern bilden, in realisierbare Stadtbausteine 
übersetzen?
•	 Was bedeutet dies für die Entwicklung von 
Kreuzfeld, sind hier räumliche Schwerpunkte zu 
erkennen?
•	 Gibt es Starterprojekte z.B. in Blumenberg, die 
vorab angestoßen werden können?
Siedlungsstruktur - Bevölkerungsstruktur
•	 Welche Siedlungsstruktur erscheint wünschens -
wert, um am Übergang zwischen Stadt und Land -
schaft urbane Akzente zu setzen?
•	 Welche Impulse gibt es für die soziale Mischung 
und für die Nutzungsmischung unterschiedlicher 
Funktionen im neuen Stadtteil?
•	 Lassen sich hier bereits besondere und erforderli -
che Wohnformen und –typologien ableiten?
Grünstruktur
•	 Welche Anforderungen leiten sich aus den 
Leitthemen und aus den guten naturräumlichen 
Gegebenheiten für eine geplante grüne Infra -
struktur als Gerüst des Stadtteils ab?
•	 Wie gestalten sich der Siedlungsrand und der 
Übergang/ bzw. die Öffnung in die Landschaft?
•	 Wie kann eine grüne Vernetzung gelingen, die 
auch bis in die Region ausstrahlt?
Wissenschaft und Forschung, Gewerbe und soziale 
Infrastruktur
•	 Können Institute aus Wissenschaft und Forschung 
die Leitthemen anreichern?
•	 Wie müssen Gewerbeflächen und soziale 
Infrastruktur ausgelegt werden, um dem 
Vernetzungsgedanken zu entsprechen?
Mobilität und Region
•	 Wo und wie müssen verkehrliche Verbindungen 
ertüchtigt werden, um eine gute und nachhaltige 
Erreichbarkeit Kreuzfelds und der umliegenden 
Stadtteile zu sichern?
•	 Welche Impulse wünschen sich die Nachbarn für 
Kreuzfeld, wie kann die Entwicklung von Kreuz -
feld die Vernetzung mit dem Umland unterstüt -
zen?
Die Ergebnisse der Diskussion wurden gemeinsam 
mit den Ergebnissen der beiden anderen Workshops 
und der Standortanalyse zusammengefasst und zu 
einem finalen Leitbild ausgearbeitet, das neben den 
übergeordneten Leitzielen auch räumliche und pro -
grammatische Prinzipien und Handlungsempfehlun -
gen für das weitere Verfahren formuliert. 
© Paul Caruso © Paul Caruso

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
30
Leitbildprozess
Öffentliches Forum
Am Samstag, den 21.09.2019 diskutierte Oberbürger -
meisterin Henriette Reker die Ergebnisse des bisherigen 
Verfahrens mit der interessierten Öffentlichkeit. Im 
Pfarrsaal der Kirche St. Katharina von Siena in Blumen -
berg fanden sich etwa 160 interessierte Bürgerinnen 
und Bürger ein, um von den von Verwaltung und Politik 
entwickelten Leitzielen zu erfahren und ihre eigenen 
Ideen für das Leitbild für Kreuzfeld einzubringen.
Die Öffentlichkeitsveranstaltung setzte ein kraftvol -
les Signal dafür, dass die Entwicklung Kreuzfelds an 
Fahrt aufgenommen hat. Mit dem Leitbild wurde die 
erste Prozessetappe termingerecht abgeschlossen. 
Zum Auftakt informierte Brigitte Scholz vom Amt für 
Stadtentwicklung und Statistik über den Markenkern 
und den aktuellen Stand des Leitbilds für Kreuzfeld. Sie 
betonte die Stärken des Standorts, die insbesondere 
in großen Anteilen städtischer Flächen, dem vorhan -
denen S-Bahnhof, der guten Versorgung mit Grün und 
einer aktiven Bürgerschaft liegen. Ergänzt wurden ihre 
Erläuterungen durch Informationen aus den Fachberei -
chen Verkehr, Bildung, Sport und Gesundheit. In diesen 
Ausführungen wurde deutlich, dass die Stadt Köln 
großen Wert auf die Stärkung des Umweltverbundes 
als tragende Säule des Verkehrssystems, die Schaffung 
vielfältiger Lernorte für die Stadtgesellschaft sowie 
den Ausbau der Gesundheits- und Sportinfrastruktur in 
Chorweiler legt.
Nach dieser Einführung hatten die Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer die Möglichkeit, im Rahmen eines 
Wandelformats Ihre Ideen und Bedenken in Bezug auf 
die Entwicklung Kreuzfelds in das Verfahren einzubrin -
gen. An drei Marktständen zu den Leitthemen Vernet -
zung, Bildung und Gesundheit standen Verwaltungs -
mitarbeiterinnen und -mitarbeiter Rede und Antwort 
für drängende Fragen und notieren mit Unterstützung 
von Urbanizers die Ideen der Bürgerinnen und Bürger 
auf Moderationskarten.
Am Marktstand Vernetzung stand insbesondere das 
Thema Verkehr im Fokus. Die Teilnehmenden wünsch -
ten sich für alle Verkehrsarten eine stärkere Vernetzung 
der Stadtteile im Kölner Norden untereinander sowie 
die Verbesserung der Taktung des ÖPNV. Dieser sollte 
nicht nur regelmäßiger, sondern vor allem auch zu 
Tagesrandzeiten sowie nachts fahren. Im Widerspruch 
zueinander standen der Wunsch nach Anbindung und 
Ausbau des Straßennetzes einerseits und die Sorge um 
ein verstärktes Verkehrsaufkommen und Ausweichver -
kehre andererseits. Darüber hinaus wurden auch die 
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur sowie das 
Ausweiten alternativer Mobilität und neuer Technologi -
en gewünscht. 
Über diese Themen hinaus wurde gewünscht, Grün -
verbindungen in der Planung einen hohen Stellenwert 
zu geben sowie soziale, kulturelle und gastronomische 
Einrichtungen in Kreuzfeld vorzusehen.
Beim Leitthema Bildung wünschten sich die Teilneh -
menden eine große Vielfalt an Bildungsangeboten und 
-modalitäten. Inklusive und integrative Bildungsan -
gebote und –orte für alle waren ebenso gewollt wie 
innovative, moderne Schulbauten mit vielfältig nutz -
baren Räumlichkeiten. Die Idee Kreuzfeld als Hoch -
schulstandort zu entwickeln fand viel Zustimmung. 
Dabei sollte bei der Stadtteilplanung auch direkt an 
Bedarfe von Studierenden gedacht werden. Außerdem 
wurden die Kollaboration mit privaten Akteuren und 
die Schaffung von Freiflächen für private Initiativen als 
wichtig empfunden, um die Gemeinschaft im Stadtteil 
zu stärken. Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, 
© Paul Caruso © Paul Caruso

31
dass das Timing der Planung stimmen muss und die 
Bildungseinrichtungen mit Fertigstellung der Wohnbe -
bauung eröffnet werden sollten.
Am Marktstand Gesundheit wurde gefordert, den 
Klimawandel auch baulich, z.B. in Form von Gebäude -
begrünung und der Förderung erneuerbarer Energien, 
zu berücksichtigen. Außerdem wurde der schonende 
Umgang mit bestehenden Grünflächen im Sinne des 
Klimaschutzes angeregt. Um dem Mangel an medizini -
scher Versorgung zu begegnen, wurde die Ansiedlung 
von Fachärzten z.B. in einem Gesundheitszentrum 
gewünscht. Die Teilnehmenden legten außerdem 
Wert auf generationenübergreifende und barrierefreie 
Wohnangebote und Stadtteilplanung sowie genossen -
schaftliche Wohnungskonzepte.
Die Ergebnisse des Wandelformats wurden dokumen -
tiert und sind in die finale Überarbeitung des Leitbildes 
eingeflossen. Im nächsten Schritt wird ein für Köln 
neuartiges Dialogverfahren stattfinden, im Rahmen 
dessen im kommenden Jahr ein städtebaulicher Ent -
wurf erarbeitet wird. Im Zuge dieses Verfahrens wird es 
weitere Beteiligungsveranstaltungen für Bürgerinnen 
und Bürger geben, um ihr lokales Expertenwissen in 
den Prozess einzubinden.
© Paul Caruso
© Paul Caruso
© Paul Caruso

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
32
Leitbildprozess
© Paul Caruso
© Paul Caruso
© Paul Caruso

33
Leitbild

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
34
Leitbild
Entstehen soll ein kompakter, 
lebenswerter und sozial gerechter 
Stadtteil. Vernetzung, Bildung sowie 
Gesundheit bilden einen starken 
Markenkern, der den Anspruch an 
eine soziale und funktionale Mi-
schung sichtbar macht. Die Grund-
lage dafür bildet ein dichtes Netz 
urbaner Funktionen mit vielfältigen 
Wohn- und Mobilitätsangeboten, 
Raum für unterschiedliche Arbeits-
formen, Nahversorgung sowie 
soziale und grüne Infrastruktur. 
So wird der neue Stadtteil inklusiv, 
abwechslungsreich, erhält beste 
Voraussetzungen für vielfältiges, öf-
fentliches Leben und ist von Anfang 
an Ein gutes Stück Köln.
MARKENKERN
BILDUNG
fördern!
für
 GESUNDHEIT
sorgen!
um
weltgerech t
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
versorgt
aktiv
m ob il
g rü n
g em ischt
vielfältig
lebensnah
innovativ
STADTSTRATEGIE KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030

35
BILDUNG
fördern!
für
 GESUNDHEIT
sorgen!
um
weltgerech t
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
versorgt
aktiv
m ob il
g rü n
g em ischt
vielfältig
lebensnah
innovativ
STADTSTRATEGIE KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
36
Leitbild
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Den Stadtteil NACHHALTIG 
VERNETZEN!
Der neue Stadtteil vernetzt Stadt und Landschaft und schlägt Brücken in die Nachbarschaft und die Stadtregion. 
Ökologische Aspekte sowie Komponenten einer umweltverträglichen Mobilität werden von Beginn an berück-
sichtigt. Kreuzfeld schafft sozial und räumlich integrierte, nachhaltige Quartiere und bringt Menschen unter-
schiedlichen Alters, unterschiedlicher Lebensstile und unterschiedlicher Herkunft zusammen. 
© Anna Earl/Unsplash © Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH
© Stanislav Rabunski/Unsplash

37
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
mobil
Kreuzfeld ist zuverlässig an Innenstadt und Umland angebunden und mit 
unterschiedlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Im neuen Stadtteil gibt 
es vielfältige nachhaltige Mobilitätsangebote, die wichtige Ziele im Bezirk 
und darüber hinaus mit ihm verbinden. Optimale Umstiegsmöglichkeiten 
zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln werden mitgeplant.
grün
Ein vielfältiges Netz urbaner grüner Infrastruktur, bestehend aus Parkanla-
gen, Gemeinschaftsgärten, Spiel- und Sportflächen und anderen Grünstruk-
turen, sichert ökologische und stadtklimatische Funktionen für Kreuzfeld 
und schafft Stadträume mit hoher Lebensqualität und geht schonend mit 
vorhandenen Freiflächen um. Es verbindet den Stadtteil mit dem grünen 
Chorweiler, beachtet die Biotopvernetzung und sichert wertvolle Land-
schaftsbereiche in der Umgebung.
gemischt
In Kreuzfeld entstehen Angebote für den ganzen Bezirk. Nachbarschaft und 
neue Bewohnerinnen und Bewohner finden vielfältige Möglichkeiten für 
Teilhabe und Mitgestaltung und entwickeln generationen- und herkunfts-
übergreifend gemeinsame Perspektiven. Dazu trägt von Anfang an der 
Aufbau eines Netzwerks von Akteuren und Interessen bei und ein vielfältiges 
Wohnungsangebot – sozial orientiert, bezahlbar, hochwertig, experimentell 
und innovativ.   
Eine kleinteilige Grundstücksparzellierung und -vergabe 
ist Grundlage für die Entstehung eines gemischten, urba-
nen Quartiers. Zentrale Akteure, wie z.B. Genossenschaf-
ten, Bestandshalter, Bauträger und Baugruppen in die 
städtebauliche Entwicklung Kreuzfelds einzubinden hilft, 
das Gelände bedarfsgerecht aufzuteilen. 
Ein integriertes Verkehrskonzept bildet die Grundlage, 
um Kreuzfeld an Blumenberg, Chorweiler und die Kölner 
Innenstadt anzuschließen.Tangentiale Verbindungen zu 
anderen Stadtteilen und umliegenden Ortschaften tragen 
ebenfalls zur Erreichbarkeit Kreuzfelds bei. Eine verdich-
tete Taktung des bestehenden Bahn- und Busangebots 
sowie die Ausweitung des Busnetzes stärken die Erreich-
barkeit ganz Chorweilers. Sharing-Angebote für Fahrrä-
der, Autos und weitere Verkehrsmittel gestalten Mobilität 
flexibel. Mobilitätsstationen erleichtern die gezielte 
Kombination verschiedener Verkehrsmittel.
Als Bahnhof und Stadtteilzentrum kann die S-Bahn-Stati-
on „Köln-Blumenberg“ als Eingangstor und Verbindungs-
element zwischen Kreuzfeld und Blumenberg fungieren. 
Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie schaffen 
hier einen zentralen Anlaufpunkt zur Nahversorgung und 
bilden einen Ort der Begegnung.
Ein Netz aus blauer und grüner Infrastruktur dient dem 
neuen Stadtteil als städtebaulich-räumliches Grundge-
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
38
Leitbild
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Kleinteilige 
Grundstücksparzel-
lierung und -vergabe
integriertes 
Verkehrskonzept
Bahnhof und 
Stadtteilzentrum 
grüne und blaue 
Infrastruktur
Prozessbegleitung 
vor Ort
Tangentiale 
Verbindungen
Bahn- und 
Busangebot
Sharing-
Angebote
Genossen-
schaften
Baugruppen
Veranstaltungen
Freizeit- und Bildungs-
angebotegemeinschaftliche 
Nutzformen
Begegnung
fahrrad- und fußgänger-
freundliche Verbindungen
Nahversorgung
fußgängerfreundliche 
Straßen und Plätze
Gastronomie
multifunktionale 
Freiräume
GEMISCHT
GRÜN
MOBIL
Einzelhandel
Bauträger
Bestands-
halter
Information
Beteiligung
grünes 
Netz
dichte 
Taktung
Mobilitäts-
stationen
Sport, Spiel 
und Bewegung
rüst. Grüne, fahrrad- und fußgängerfreundliche Verbin-
dungen zum Rhein und nach Blumenberg bieten Raum für 
Naherholung und kleinräumliche Mobilität. Multifunktio-
nale Frei- und Grünräume ermöglichen Sport, Bewegung 
und Begegnung. 
Eine „erste Adresse“, die den Planungs- und Bauprozess 
vor Ort begleitet, kann frühzeitig nachbarschaftlichen 
Zusammenhalt stärken. Information und Beteiligung der 
Bürgerinnen und Bürger stärken Transparenz, Teilhabe 
und Mitbestimmung. Veranstaltungen sowie verschie-
dene Freizeit- und Bildungsangebote rund um die Ent-
wicklung Kreuzfelds festigen die Identifikation der lokalen 
Bevölkerung mit dem neuen Stadtteil. Gemeinsame 
Perspektiven entstehen in der Entwicklung gemeinschaft-
licher Nutzformen, wie z.B. Urban Gardening, im engen 
Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

39
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Mobility Hubs Oberbillwerder, Hamburg
Mit Oberbillwerder entsteht ein neuer Stadtteil in 
Hamburg Bergedorf. Wichtiger Bestandteil der Ent-
wicklung ist ein nachhaltiges Mobilitätskonzept und 
hier insbesondere die mehrstöckigen Mobility Hubs: 
Bewohnerinnen und Bewohner parken hier ihr Auto 
und können auf Mobilitätsangebote wie Carsharing, 
Lastenfahrräder und Transportgefährte zugreifen. Die 
Mobility Hubs sollen zentral an den Quartiersplätzen 
liegen und neben Mobilitätsangeboten auch ande-
re Nutzungen, wie z.B. Serviceeinrichtungen oder 
soziale, kulturelle und gewerbliche Einrichtungen 
bereithalten. Mobility Hubs sind damit nicht nur 
Mobilitätsknoten, sondern wesentlicher Beitrag zum 
öffentlichen Leben und gemeinschaftlichen Nutzun-
gen.
Quelle: BBSR (c), online unter: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2018/foerderprojekte-2018/steckbriefe/ham-
burg-node.html
Quelle: BBSR (b), online unter: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2016/foerderprojekte-2016/steckbriefe/heidel-
berg-node.html
Quelle: Stadt Freiburg, online unter https://www.freiburg.de/
pb/208560.html
„Der andere Park“ Heidelberg
In der historischen Kasernenanlage der Campbell 
Barracks in Heidelberg entsteht ein Freiraum anderer 
Art, der verschiedene dort angesiedelte Orte des Wis-
sens miteinander vernetzt und über Grün-, Frei- und 
Spielflächen die Identität des Stadtteils neu prägt. Kul-
turelle und wissenschaftliche Einrichtungen treffen auf 
einen offenen Begegnungs- und Erholungsraum. In 
einem innovativen und partizipativen Planungsprozess 
wurde der Ansatz verfolgt, Stadt über ihre zentralen 
öffentlichen Freiräume zu entwickeln. 
Rieselfeld Freiburg
Im seit 1995 entstandene Stadtteil sollte eine „tragfähi-
ge Alltagskultur“ entstehen, und die Anwohnenden soll-
ten von Anfang an dabei sein. Ein Jahr später hatte der 
neue Stadtteil seinen eigenen Verein, den K.I.O.S.K., der 
inmitten der „Stadtneubaustelle“ seinen eigenen Laden 
als Anlaufstelle und Treffpunkt etablierte. Dieses Provi-
sorium mitten im Quartier ist seit 2003 Geschichte: Seit-
her gibt es im Rieselfeld einen vom Verein betriebenen 
Stadtteiltreff mit Saal, Gruppenräumen, Jugendräumen 
und Café, sowie eine Außenstelle der Stadtbibliothek. 
Wichtig für den Erfolg war nicht zuletzt die frühzeitige 
Verortung im Sinne einer „ersten Adresse“, die von 
Anfang an Anlaufpunkt für Anregungen und Fragen war 
und mit ihrer Gebäudehülle weiterwuchs.
Kreuzfeld lernt von ...
© ADEPT Aps / Karres+Brand
© Studio Vulkan
© Stadt Freiburg

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
40
Leitbild
BI LDUNG  fördern!
Kreuzfeld wird Aktionsfeld für moderne Bildungslandschaften und schafft neue, qualitativ hochwertige und le-
bensnahe Bildungsangebote für alle. In einer Bildungslandschaft werden diese im ganzen Stadtteil erlebbar und 
setzen von Anfang an soziale und räumliche Akzente. Kreuzfeld wird somit nicht nur für die zukünftigen Bewoh-
nerinnen und Bewohner, sondern für Chorweiler und ganz Köln zu einem attraktiven Standort.
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
© Christin Hume/Unsplash © Rachel/Unsplash
© Heinrich-Böll-Stiftung

41
vielfältig
Bildung in Kreuzfeld ist räumlich erlebbar und verteilt sich über den ganzen 
Stadtteil. Die Ansiedlung und Vernetzung wichtiger Einrichtungen, wie 
Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen als Orte informeller Bildung sowie 
Erwachsenenbildung schafft Synergien. Bildungsstandorte sind mehrfach 
nutzbar und werden durch außerschulische Lernorte ergänzt. Der öffentliche 
Raum bietet Möglichkeiten der kreativen Aneignung und ist gemeinschaft-
lich nutz- und erlebbar.
lebensnah
Kreuzfeld verbindet Bildung und Freizeit und schafft generationenübergrei-
fende, barrierefreie und inklusive Angebote für die ganze Nachbarschaft. 
Lernen und Lehren entsteht unabhängig vom sozialen Status im Dialog der 
Bewohnerinnen und Bewohner. Vielfältige Begegnungen sorgen für einen 
Austausch von Wissen und Talenten und tragen zu einer selbstbestimmten 
und emanzipierten Stadtgesellschaft bei.
innovativ
Kölns dynamische Hochschullandschaft findet hier beste Bedingungen für 
innovative Forschungs- und Lehrprojekte. Als Forschungsstandort entwickelt 
Kreuzfeld überörtliche Strahlkraft. Wissenschaft und Alltagsbildung stehen 
im lebendigen Dialog. Die Wohnangebote des Stadtteils berücksichtigen 
daher auch die Bedarfe von Studierenden und Hochschulangehörigen. 
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Ein kooperativer Prozess unter Teilhabe aller relevanten 
Bildungsakteure und der lokalen Bevölkerung sichert die 
Entwicklung einer bedarfsgerechten Bildungslandschaft 
und sichert deren Qualität von Anfang an. 
Vielfältige Formen der Kindertagesbetreuung und 
Schule mit einem Fokus auf Integration und Inklusion 
ermöglichen individuelle Bildungswege im Stadtteil, die 
unabhängig vom sozialen Status sind. 
Ausbildungsangebote und Angebote der Erwachse-
nenbildung schaffen zusätzliche Möglichkeiten für alle 
Generationen. 
Als Teil des öffentlichen Stadtraums sind Schulhöfe auch 
außerhalb der Schulzeiten als Aktiv- und Bewegungsräu-
me nutzbar.
Außerschulische Bildungsangebote fördern Lernen als le-
benslangen Prozess. Die enge Kooperation zwischen Ein-
richtungen für Bildung, Sport, Freizeit und Gesundheit 
schafft ganzheitliche Lernangebote. Ein Bildungshaus 
kann als „dritter Ort“ im Quartier Bibliothek, Lern- und 
Begegnungsangebote bündeln. Angebote der Umwelt-
bildung sowie Jugendeinrichtungen unterstützen das 
alltägliche Lernen und Erfahren im Stadtraum. Bera-
tungs- und/ oder Weiterbildungsangebote unterstützen 
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
42
Leitbild
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Nachbarschafts-
zentren
Forschen und 
Lernen
Bildungsland-
schaft
Außerschulische 
Bildungsangebote enge Kooperationen
Lebenslanges Lernen
vielfältige Kitaformen 
und Schulen
kooperativer Prozess
Gründercampus
Wohnangebote für 
Studierende
Forschungscluster
lokale 
Bevölkerung
LEBENSNAH
INNOVATIV
Jugendeinrichtungen
offene Schulhöfe
Bildungshaus
Ausbildungsangebote
VIELFÄLTIG
Angebote für 
Umweltbildung
Spiel-, Bewegungs-
Aktionsflächen
Weiterbildungsangebote
gemeinschaftliche 
Nutzungen
Bildungsakteure
Beratungsangebote
Wohnangebote für 
Forschende
die Bewohnerinnen und Bewohner in unterschiedlichen 
Lebenslagen. 
Nachbarschaftszentren und gemeinschaftliche Nutzun-
gen schaffen Begegnungsorte des alltäglichen Aus-
tauschs und voneinander Lernens. 
Eine Kooperation mit Kölner Hochschulen ermöglicht 
die Ansiedlung von Lehr- und Forschungsangeboten. 
Wohnangebote für Studierende und Forschende verbin-
den Arbeiten, Lernen und Wohnen. Ein Gründercampus 
gibt Raum für neue Geschäftsideen „made in Kreuzfeld“.

43
... Campus für lebenslanges Lernen in Oster-
holz-Scharmbeck 
Größe der Projektfläche: 4 ha
Einwohnerzahl der Gemeinde: circa 30.500 
Projektlaufzeit: 2008 – 2015
Im niedersächsischen Mittelzentrum Osterholz- 
Scharmbeck wurde auf einer innerstädtischen Brach -
fläche ein innovatives Lern- und Begegnungszentrum 
entwickelt. Die Bildungslandschaft setzt sich aus einem 
Gymnasium, einer Oberschule, einem multifunktio -
nal nutzbaren Medienhaus inklusive einer Mensa und 
einem Bildungshaus, das in erster Linie der  Erwach -
senenbildung dient, zusammen. Ein breites Bildungs -
verständnis rückt die Orientierung an den Lernbedürf-
nissen aller Altersklassen, Austausch und Begegnung 
sowie die Förderung von Begabungen und Stärken in 
den Vordergrund. Dazu werden auf dem Campus nicht 
nur baulich, sondern auch pädagogisch neue Wege 
gegangen: offene und anregende Gestaltung von 
Lern- und Begegnungsräumen, niedrigschwellige Zu -
gänglichkeit zu formalen und non-formalen Bildungs -
angeboten, Konzentration und Vernetzung sowie 
Offenheit und Transparenz prägen die Nutzung und 
Räumlichkeiten des Campus. Durch eine enge Verzah-
nung von Bildungsangeboten mit Sport- und Freizeit -
einrichtungen (DLRG, städtisches Schwimmbad) und 
außerschulischen sozialen Institutionen (SOS Kinder -
dorf, Mehrgenerationenhaus, Familienzentrum) wird 
der Campus ganztätig genutzt und die Institutions- 
und ressortübergreifende Zusammenarbeit langfristig 
gestärkt. So entstand ein gesunder und kommunikati-
onsfördernder Lern- und Lebensraum in der Stadt.
Entwickelt wurde das Campuskonzept über mehrere 
Etappen. 2007 wurde im Integrierten Standentwick -
lungskonzept die Schaffung eines multifunktionalen 
Zentrums für Bildung, Freizeit, Medien, Mehrgene -
rationeninfrastruktur und soziales Zusammenleben 
benannt. Als wesentlicher Impuls zur Überführung in 
eine konkrete Planung gelten vorangegangene res -
sortübergreifende Erfahrungen des Landkreises in den 
Handlungsfeldern Bildung und Quartiersmanagement, 
wodurch bereits Kooperationen zwischen der Stadt 
und verschiedenen Bildungsakteuren bestanden. An -
schließend übernahm die Einrichtung „Kommunaler 
Bildungskontor“ des Landkreises die Verantwortung 
für das Thema auf kommunaler Ebene. Gemeinsam er-
arbeiteten die beteiligten Akteure Leitideen und erste 
Umsetzungsschritte für den Campus, auf deren Basis 
ein europaweit ausgeschriebenes Wettbewerbsverfah-
ren durchgeführt wurde. 
Der Campus bildet einen wesentlichen Baustein zur 
Profilierung der Stadt und trägt grundlegend zur so -
zialen und demografischen Stadtentwicklung bei. Be -
wusst wurde dabei Bildung als Strategie genutzt, um 
Nachteile im Bereich der Bildung und Erwerbstätigkeit 
auszugleichen und einer sozialen Benachteiligung ent-
gegenzuwirken. Zeitgleich wird die Kernstadt aufge -
wertet und Ziele der Stadtplanung mit denen der Päd-
agogik zusammengebracht. 
Kreuzfeld lernt von ...
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Quelle: Million, A.; Coelen, T.; Heinrich, A. J.; Loth, C.; Somborski, 
I. (2017)
© Stadt Osterholz-Scharmbeck
© Oberschule Lernhaus im Campus

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
44
Leitbild
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Für GESUND HEIT sorgen!
In vielfältigem Sinn ist Kreuzfeld ein gesunder Stadtteil. Er wird Standort mit Vorbildcharakter für Stadtentwick-
lung und Gesundheitsvorsorge. Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und -vorsorge sind für ganz Chor-
weiler ein Gewinn. Kreuzfeld nutzt seine Nähe zum Naturraum und verfügt über eigene, qualitativ hochwertige 
Grün- und Freiräume, er beachtet Prinzipien gesundheitsfördernder Planung und er fördert die Gesundheit der 
Menschen, die hier wohnen und arbeiten.
© Chanan Greenblatt/Unsplash
© AOK Baden-Württemberg © Levio Inc.

45
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
 versorgt
Kreuzfeld bietet hochwertige und zeitgemäße Gesundheitseinrichtungen 
und achtet auf Gesundheitsprävention im Stadtteil. Menschen jeder Le-
bensphase sind hier gut versorgt. Auch das vielfältige soziale Miteinander 
hält gesund.
umweltgerecht
Soziale, gesundheitliche und Umweltthemen bilden die Grundlagen der 
integrierten Planung von Kreuzfeld. Vorausschauende Planung der Gebäude, 
der Mobilität, der technischen Infrastruktur und der Freiräume ermöglicht 
präventiv die Themen Klimawandel und Umweltbelastungen aufzugreifen.
aktiv
Attraktiv gestaltete Straßenräume, nachhaltige Mobilität und Sportangebo-
te im öffentlichen Raum setzen die Bewohnerinnen und Bewohner Kreuz-
felds in Bewegung. Das Prinzip der Barrierefreiheit ist leitend für die Raumge-
staltung und macht Kreuzfeld zugänglich für alle.
Die Ansiedlung eines Facharztzentrums könnte eine beste-
hende Lücke in der Gesundheitsversorgung Chorweilers 
schließen. Zeitgemäße Pflegeeinrichtungen sichern die 
Versorgung älterer Menschen im Stadtteil. Gesundheitsan-
gebote sind niedrigschwellig und teilhabeorientiert.
Mehrgenerationenhäuser unterstützen den sozialen Zu-
sammenhalt der Bewohnerinnen und Bewohner. Eine enge 
Kooperation zwischen Pflegeeinrichtungen und Kinderta-
gesstätten fördert soziales Miteinander und generationen-
übergreifende Begegnungen. 
Neue Arbeitsplätze in der Wissens- und Gesundheitswirt-
schaft erhöhen die Attraktivität Kreuzfelds als Wohn- und 
Arbeitsstandort. 
In Nachbarschaftszentren und gemeinschaftlichen Nutz-
formen können sich Menschen unabhängig von Alter und 
Herkunft begegnen. Begegnungsstätten und Cafés fördern 
den sozialen Austausch und das Miteinander. Parks oder 
Gemeinschaftsgärten bieten vielfältige Möglichkeiten der 
Betätigung und Aneignung.
Die Verwendung und Erzeugung erneuerbarer Energien 
sowie die Förderung postfossiler Mobilität helfen, den 
CO2-Ausstoß in Kreuzfeld zu senken. 
Blaue und grüne Infrastruktur sind das Grundgerüst für 
einen umweltgerechten Stadtteil. Attraktive Rad- und 
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
46
Leitbild
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
postfossile Energie 
und Mobilität
Sport-
infrastruktur
Facharztzentrum
nachhaltiges 
Regenwassermanagement
zeitgemäße
Pflegeeinrichtungen
Mehrgenerationen-
häuser
Räume für 
Vereinsarbeit
UMWELTGERECHT
AKTIV
grüne und blaue
Infrastruktur
Arbeitsplätze in der 
Gesundheitswirtschaft
VERSORGT
Dach- und Fassaden-
begrünung
Kooperationen zwischen 
Pflegeeinrichtungen und Kita
niedrigschwellige
Gesundheitsangebote
engmaschiges Rad- 
und Fußwegenetz
öffentliche 
BewegungsräumeSportanlagen
erneuerbare Energien
Pflege und 
Betreuung für alle 
Generationen
gemeinschaftliche 
Nutzformen
Begegnungsstätten 
und Cafés
Parks
Gemeinschaftsgärten
Fußverbindungen fördern grüne Mobilität. Dach- und Fas-
sadenbegrünungen reduzieren die Wärmespeicherung der 
Gebäude und tragen so zu einem angenehmen Mikroklima 
bei. Durch ein nachhaltiges Regenwassermanagement kann 
Wasser vor Ort versickern, verdunsten, temporär zwischen-
gespeichert oder genutzt werden. 
Eine gut ausgebaute Sportinfrastruktur ist Grundlage für 
einen aktiven und gesunden Stadtteil. Sportanlagen mit 
Räumen für die Vereinsarbeit fördern soziales Miteinander. 
Bewegungsräume als Teil der grünen Infrastruktur und des 
öffentlichen Stadtraums integrieren Bewegung in den Alltag 
der Bewohnerinnen und Bewohner. 
Ein engmaschiges, kinderfreundliches und barrierefreies 
Rad- und Fußwegenetz ermöglicht allen Bewohnerinnen 
und Bewohnern sich selbständig im Stadtteil zu bewegen.

47
BILDUNG
fördern!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
Kap. 7 Mobilität und Erschließungsqualität
•	 ÖPNV verbessern und priorisieren
•	 Anreize zur aktiven Fortbewegung schaffen
Kap. 9 Umwelt und Gesundheit
•	 Luftqualität durch nachhaltige Mobilität und 
Energie verbessern
•	 Wasserqualität, -sicherheit und -versorgung 
verbessern
Kap. 10 Öffentliche Freiräume
•	 Zugang zu Grün- und Naturräumen sicherstellen
•	 Straßenräume qualitätsvoll gestalten
Kap. 11 Körperliche Aktivität
•	 Bewegung und Sport fördern
•	 Zu Fuß gehen und Fahrradfahren fördern
•	 Zugang zu Erholungsmöglichkeiten sicherstellen
Kap. 13 Soziale Infrastruktur
•	 Vielfältige Einrichtungen für vielfältige Bevölke-
rung bereitstellen
•	 Soziale Infrastruktur von Anfang an einrichten
•	 Lücken in bestehender Soziale Infrastruktur 
schließen
Kap. 14 Sozialer Zusammenhalt und Integration
•	 Bevölkerung an der Planung beteiligen
•	 Teilhabe fördern
•	 Soziale Interaktion im Wohnumfeld fördern
 
… a
us dem Leitfaden Gesunde Stadt
Der Leitfaden Gesunde Stadt stellt Hintergrundin -
formationen für eine gesundheitsförderliche Stad -
tentwicklung zusammen, um gesundheitliche Aus -
wirkungen eines Projektes besser einschätzen und 
gesundheitsbezogene Wirkungen fördern zu können. 
Das Leitbild zu Kreuzfeld orientiert sich an den folgen-
den Grundsätzen des Leitfadens:
Kreuzfeld lernt  ...
Quelle: Landeszentrum Gesundheit NRW (2019)
© Landeszentrum Gesundheit NRW

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
48
Ausblick
© Paul Caruso © Stadt Köln
© Urbanizers
© Paul Caruso

49
Ausblick
Der Weg nach Köln-Kreuzfeld
Mit dem hier vorgelegten Ergebnis ist der erste zentrale 
Verfahrensschritt auf dem Weg zum neuen Stadtteil, 
der Leitbildprozess, abgeschlossen. Es folgen die städ-
tebaulichen Planungsprozesse, die begonnene breite 
Öffentlichkeitsbeteiligung wird dabei kontinuierlich fort-
gesetzt. Dieser komplexe und mehrstufige Prozess stellt 
sicher, dass die gute Ausgangslage für eine sozial gerech-
te, nachhaltige Entwicklung von Kreuzfeld genutzt und 
die Planung eines innovativen und vielfältigen Stadtteils 
am Stadtrand mit breiter Akzeptanz möglich wird.
Das sich unmittelbar anschließende städtebauliche 
Qualifizierungsverfahren baut auf der Grundlage des 
Leitbildes auf. Ziel dieses Verfahrens ist den Städtebau 
des Stadtteils zu definieren. Hierbei werden Planungsbü-
ros aufgefordert städtebauliche Entwürfe zu entwickeln. 
Das Ergebnis wird ein städtebauliches Rahmenkon-
zept sein, welches die Entwicklungsziele für Kreuzfeld 
weiter konkretisiert und räumlich darstellt. Öffentliche 
Planungswerkstätten sichern die kontinuierliche Mit-
wirkung der Öffentlichkeit am Planungsprozess im 
Austausch mit den Planungsteams, den Expertinnen und 
Experten und einem Begleitgremium.
Hieran schließt sich die Integrierte Planung und abschlie-
ßend die Bauleitplanung an. In der Integrierten Planung 
als vertiefende Planungsphase werden die wesentlichen 
Handlungsfelder für die teilräumliche Entwicklung be-
trachtet und mögliche Bauabschnitte und Quartiere des 
neuen Stadtteils konkretisiert. Es werden die Ergebnisse 
aus dem städtebaulichen Qualifizierungsverfahren unter 
anderem mit Hinblick auf die folgenden Fachthemen 
detaillierter ausgearbeitet:
•	 Bebauung 
•	 Nutzungsmischung
•	 Freiraumqualitäten
•	 Mobilität
•	 Verkehr
•	 Ökologie
•	 Entwässerung
•	 Lärm-, Brandschutz etc.
Diese Integrierte Planung, an dessen Ende ein Master-
plan entwickelt wird, bildet die Vorlage und Basis für die 
dann folgende Bauleitplanung. Dieses Bauleitplanver-
fahren schafft das Bauplanungsrecht für die Bebauung 
von Kreuzfeld und ermöglicht im Anschluss die bauliche 
Realisierung des neuen Stadtteils. Wesentlicher Be-
standteil auch dieser weiteren Verfahrensschritte ist die 
Fortführung von unterschiedlichen Beteiligungsforma-
ten mit der Öffentlichkeit und somit allen interessierten 
Bürgerinnen und Bürgern.
Leitbildprozess
Städtebauliches 
Qualifizierungs-
verfahren
Integrierte 
Planung Bauleitplanung
2019 2020 2021 2022/2023
Leitbild mit 
Entwicklungs-
zielen
Bebauungs-
pläne
Rahmenplan Masterplan
Beteiligung der Öffentlichkeit | Politik | Verwaltung
begleitendes Moderationsbüro 
Abb. 13: Prozessphasen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
50
Quellenverzeichnis
Quellenverzeichnis
Literatur
Antrag im Rat der Stadt Köln von der CDU-Fraktion, der 
SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis`90 / Die Grünen und 
Die Linke 21.06.2018: TOP 8.3.1: Initiative zur Schulent-
wicklung im Bezirk Chorweiler, einstimmig beschlossen, 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__
ktonr=252791 (aufgerufen am 8. Okt 2019) 
Antrag im Rat der Stadt Köln 03.05.2018: TOP 3.2.1: 
Neue Flächen für den Wohnungsbau im Bezirk Chorweiler, 
Einstimmig bei Stimmenthaltung der Gruppe Rot-Weiß zu-
gestimmt, https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.
asp?__ktonr=248561 (aufgerufen am 8. Okt 2019)
BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, Raumforschung) 
(a): Gartenstadt 21 – ein neues Leitbild für die Stadtent-
wicklung in verdichteten Ballungsräumen – Vision oder 
Utopie?, https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/
Studien/2015/Gartenstadt-21/01-start.html (aufgerufen 
am 8. Okt 2019)
BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, Raumforschung) (b): 
Heidelberg. Der andere Park - Grünes Band des Wissens für 
die Campbell Barracks, https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2016/foerderprojekte-2016/steckbriefe/
heidelberg-node.html (aufgerufen am 8. Okt 2019)
BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, Raumforschung) (c): 
Hansestadt Hamburg. Mobility Hubs für eine nachhaltige 
Quartiersentwicklung, https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2018/foerderprojekte-2018/steckbriefe/
hamburg-node.html (aufgerufen am 8. Okt 2019)
Ludmann, Riedel 1967: Neue Stadt Köln-Chorweiler 
(S.20), Stuttgart/ Bern:  Karl Krämer Verlag
Million, A.; Coelen, T.; Heinrich, A. J.; Loth, C.; Somborski, 
I. 2017: Gebaute Bildungslandschaften – Verflechtun-
gen zwischen Pädagogik und Stadtplanung. jovis Verlag 
GmbH: Berlin.
Landeszentrum Gesundheit NRW 2019: Leitfaden Gesun-
de Stadt.  Hinweise für Stellungnahmen zur Stadtentwick-
lung  aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, https://
www.lzg.nrw.de/_php/login/dl.php?u=/_media/pdf/ser-
vice/Pub/2019_df/lzg-nrw_leitfaden_gesunde_
stadt_2019.pdf (aufgerufen am 8. Okt 2019)
Share GmbH 2019: Sustainable Development Goals, htt-
ps://www.share.eu/nachhaltigkeit/sustainable-develop-
ment-goals/ (aufgerufen am 8. Okt 2019)
Stadt Freiburg: Ein riesiges Feld für das stadtnahe Leben 
im Grünen, https://www.freiburg.de/pb/208560.html 
(aufgerufen am 8. Okt 2019)
Stadt Köln 2005: Amt für Stadtplanung, Bebauungsplan 
Nr. 61560/02 Kreuzfeld in Köln-Blumenberg (Entwurf), 
Köln 
Stadt Köln 2010: Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 
2010, Köln
Stadt Köln 2014: Amt für Stadtentwicklung Statistik: 
Stadtentwicklungskonzept Wohnen, Köln
Stadt Köln 2018: Fortschreibung Integriertes Stadtent-
wicklungskonzept für den Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord, Köln
Stadt Köln 2019: Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030“, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwal-
tung/stadtentwicklung/koelner-perspektiven-2030/
stadtstrategie-koelner-perspektiven-2030 (aufgerufen 
am 8. Okt 2019)
Stadt Köln 2019a: Amt für Stadtentwicklung und Statistik: 
Kölner Statteilinformationen Zahlen 2018, Köln
Stadt Köln 2019b: Lebenswertes Chorweiler – Ein Zent-
rum im Wandel, Abbildungen von arge Chorweiler in Zu-
sammenarbeit mit lad+, yellow z und BPR, https://www.
stadt-koeln.de/artikel/64570/index.html (aufgerufen am 
8. Okt 2019)
Stadt Köln 2019c: Kölner Statistische Nachrichten 2/2019, 
Besser als ihr Ruf – Eine Image-Analyse der Stadtteile des 
Stadtbezirks Chorweiler, Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik, Köln

51
Steg NRW GmbH 2017: Neuland entdecken – Aufbruch 
im Kölner Norden Entwicklungskonzept Köln-Chorwei-
ler für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler, See-
berg-Nord.
Bildnachweis
Titelbild, Seiten 15 - 28, 33-46, 48: Urbanizers Büro für 
städtische Konzepte
Titelbild, Seiten 29-32, 48 : Paul Caruso
Seiten 5, 9-11, 13-14, 48-49  : Stadt Köln
Seite 36: Anna Earl/Unsplash; Verkehrsbetriebe Hamburg 
Holstein; Stanislav Rabunski/Unsplash
Seite 39: ADEPT Aps / Karres+Brand; Studio Vulkan, Stadt 
Freiburg
Seite 40: Christin Hume/Unsplash; Rachel/Unsplash; Hein-
rich-Böll-Stiftung
Seite 43: Stadt Osterholz-Scharmbeck; Oberschule Lern-
haus im Campus
Seite 44: Chanan Greenblatt/Unsplash, AOK Baden-Würt-
temberg; Levio Inc.
Seite 47: Landeszentrum Gesundheit NRW

Anlage 4, Auszug Liegenschaftsausschuss 15.11.2019

2575 Zeichen

Geschäftsführung  
Liegenschaftsausschuss 
Herr Jansen 
Telefon:  (0221) 25276  
E-Mail:   timnoel.jansen@stadt-koeln.de 
Datum:  26.11.2019 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des 
Liegenschaftsausschusses  vom 15.11.2019  
öffentlich 
2.2 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ 
3588/2019 
 
RM Pakulat bittet darum, die Vorlage ohne Votum in den weiteren Sitzungslauf zu 
geben und am 28.01.2020 erneut im Liegenschaftsausschuss aufzurufen. 
 
RM Sterck weist darauf hin, dass zur Verbindung der beiden Stadteile Blumenberg 
und Kreuzfeld die auf S. 11 der Broschüre „Leitbild Kreuzfeld – Ein gutes Stück Köln“ 
angesprochene S-Bahn-Station und ihr Ausbau eine wichtige Rolle spielt. Des Weite-
ren muss eine sinnvolle Lösung für die Mercatorstraße gefunden werden, damit die-
se keinen trennenden Charakter bekommt. Eine Lösung hierfür könnte eine Er-
schließung der Mercatorstraße südlich an Kreuzfeld vorbei sein, sodass dort wo zur-
zeit die Mercatorstr. zwischen Blumenberg und Kreuzfeld verläuft, eventuell ein Fuß-
gängerbereich eingerichtet werden kann.  
 
RM Weisenstein erkundigt sich, ob die Politik eine Möglichkeit hat, weitere Leitlinien 
für den neuen Stadtteil einzubringen. 
 
Frau Drevermann erklärt, dass der jetzige Dreiklang an Leitlinien aus „Vernetzung“, 
„Bildung“ und „Gesundheit“ aus einem gemeinsamen Prozess mit Bevölkerung und 
Experten heraus entstanden ist, in dem ebendiese als die Hauptkriterien definiert 
wurden. 
 
Der Ausschussvorsitzende RM Frank fasst zusammen, dass die Vorlage ohne Vo-
tum in die nachfolgenden Gremien gegeben und in der nächsten Sitzung des Lie-
genschaftsausschusses am 28.01.2020 erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden 
soll. Er bittet die Verwaltung, zeitnah eine Mitteilung als weitere Anlage in Session 
einzustellen bzw. zu versenden, in der die Eigentumsverhältnisse im Planungsgebiet 
dargestellt werden.

Beschluss: 
Der Liegenschaftsausschuss empfiehlt dem Rat folgenden Beschluss zu fassen: 
 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Verfah-
rensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils 
Kreuzfeld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem städte-
baulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
In weiteren Sitzungslauf verwiesen mit erneuter Wiedervorlage.

Anlage 6 - Auszug Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2019

1512 Zeichen

Anlage 6 
 
 
Geschäftsführung  
Stadtentwicklungsausschuss  
Herr Freitag 
Telefon:  (0221) 221-23148  
Fax       :  (0221) 221-24088 
E-Mail:  uwe.freitag@stadt-koeln.de 
Datum: 09.12.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokol l der 44. Sitzung des 
Stadtentwicklungsausschusses  vom 05.12.2019  
öffentlich 
5.1 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ 
3588/2019 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss schließt sich dem Beschlussvorschlag der Bezirksvertre-
tung Chorweiler an und empfiehlt dem Rat die Annahme folgenden Beschlusses:  
 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Ver-
fahrensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadt-
teils Kreuzfeld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem 
städtebaulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 und beschließt die Texterweiterung im Konzept zu folgenden Punkten:  
 
- Ausbau und Anbindung des Blumenbergsweges an die A 57 vor Baubeginn 
von Kreuzfeld 
- Forderung an die Verwaltung, dass Gespräche hinsichtlich des Wegfalls von 
Umfahrungen des Stadtbezirks Chorweiler durch die S-Bahn erfolgen müs-
sen 
- Planungen zum Bildungscampus 
- Aktive Einbindung der Bezirksvertretung Chorweiler bei den weiteren Pla-
nungen  
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage_7_Eigentumsverhältnisse im Planungsgebiet

998 Zeichen


Anlage Nr. 7 zur Vorlage Nr. 3588/2019 entsprechend Niederschrift Liegenschaftsausschuss vom 15.11.2019
!	"

 
#$
	

	
%&'
	
	(
	

 1:12.000 
	
12
)
	
*	

 
"

 +
	,	,-
.!"/0
	
1,	
'
2 
345!1

6
	 

"
	


)74
!*
2 

	
!*
,
5	(

	

	



)5	,+		
	8(,
	
	
(
	(
9#(
	
 ,
		
	
81
+

1
	

)
)
 


$
	
:

	


#,1

)
 


42;

7

 



 

 
)

)
 


	


<
	,

,


)
5
	,

,

)

	
	
4
#!
	#
3
#*
	#! 	


Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit

1171 Zeichen

Anlage 0 
 
zu Beschlussvorlage Nr. 3588/2019 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr. 3588/2019: 
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld 
 
 
 
 
hier: Begründung der Dringlichkeit 
 
Der umfangreiche Beteiligungsprozess zum Leitbild Kreuzfeld mit Verwaltung, Politik und 
Bürgerschaft stieß auf sehr breite Resonanz. Die fundierte Auswertung der Ergebnisse war 
somit aufwändiger und hat die Fertigstellung der Beschlussvorlage „Leitbild Kreuzfeld – Ein 
gutes Stück Köln“ verzögert. Die Einbringung in die BV 6 am 14.11.2019 ist zur zügigen 
Abwicklung der Planung des neuen Stadtteils Kreuzfeld und damit zur Deckung des 
dringenden Bedarfs an Wohnungen erforderlich. Mit Erreichung des Rates am 12.12.2019 
kann dieser Zeitplan gehalten werden 
 
Das vorliegende Ergebnis des Leitbildprozesses Kreuzfeld bildet die Grundlage für das sich 
anschließende städtebauliche Qualifizierungsverfahren. Um die in der Mitteilung 3895/2018 
vorgestellten Verfahrensschritte mit dem hinterlegten Zeitplan zu halten und eine nahtlose 
Weiterbearbeitung im Stadtplanungsamt zu gewährleisten, ist erforderlich den 
Leitbildprozess im Jahr 2019 zu beenden und dessen Ergebnisse zu beschließen.

Anlage 9, Auszug Liegenschaftsausschuss 28.01.2020, TOP 2.1

1884 Zeichen

Geschäftsführung  
Liegenschaftsausschuss 
Herr Jansen 
Telefon:  (0221) 25276  
Fax       :  (0221)  
E-Mail:  timnoel.jansen@stadt-koeln.de 
Datum: 31.01.2020 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des 
Liegenschaftsau sschusses  vom 28.01.2020  
öffentlich 
2.1 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ 
3588/2019 
 
 
 
Beschluss in der Fassung des Ausschusses Schule und Weiterbildung: 
Der Liegenschaftsausschuss empfiehlt dem Rat die Annahme folgenden Beschlusses:  
 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Ver-
fahrensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadt-
teils Kreuzfeld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem 
städtebaulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 
 und beschließt die Texterweiterung im Konzept zu folgenden Punkten:

- Ausbau und Anbindung des Blumenbergsweges an die A 57 vor Baubeginn 
von Kreuzfeld 
- Forderung an die Verwaltung, dass Gespräche hinsichtlich des Wegfalls von 
Umfahrungen des Stadtbezirks Chorweiler durch die S-Bahn erfolgen müs-
sen 
- Planungen zum Bildungscampus 
- Aktive Einbindung der Bezirksvertretung Chorweiler bei den weiteren Pla-
nungen  
 
 
Der Rat 
4. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Verfah-
rensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
5. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils 
Kreuzfeld; 
6. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem städte-
baulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 
Abstimmungsergebnis:  
 
Einstimmig empfohlen.

Anlage 5 - Auszug Verkehrsausschuss 02.12.2019

3665 Zeichen

Anlage 5 
 
 
Geschäftsführung  
Verkehrsausschuss 
Frau Krause 
Telefon:  (0221) 221-25909  
Fax       :  (0221) 221-24447 
E-Mail:  angela.krause@stadt-koeln.de 
Datum: 03.12.2019 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 51. Sitzung des 
Verkehrsausschusses  vom 02.12.2019  
öffentlich 
4.7 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ 
3588/2019 
 Änderungsantrag der FDP-Fraktion vom 02.12.2019 
AN/1690/2019 
 
Insbesondere angesichts der Wohnsituation in Köln signalisiert RM Noack seitens 
der SPD-Fraktion Zustimmung zur Verwaltungsvorlage. Hohe Priorität müssen Ver-
waltung und Land jedoch der von der BV Chorweiler geforderten Anbindung des 
Blumenbergsweges an die A 57 vor Baubeginn von Kreuzfeld einräumen. Zudem 
sollte die Verwaltung an den Verkehrsverbund herantreten mit dem Ziel, die vielen 
Ausfälle der S-Bahnverbindungen zu reduzieren.  
 
Den FDP-Antrag lehne seine Fraktion ab; dieser verzögere das Verfahren erheblich. 
 
RM Nesseler-Komp schlägt seitens der CDU -Fraktion vor, sich der Beschlussfassung 
der BV Chorweiler anzuschließen. Hinsichtlich des FDP-Antrages schließe sie sich 
der Einschätzung ihres Vorredners an. 
 
RM Hammer teilt seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Zustimmung zur Ve r-
waltungsvorlage aus verkehrlicher Sicht mit. An die Verwaltung möchte er die Frage 
richten, wie diese den FDP-Antrag bewerte.  
 
Auch RM Weisenstein stimmt für die Fraktion Die Linke. der Verwaltungsvorlage zu. 
Die Initiative von Herrn Sterck könne er zwar durchaus nachvollziehen; dennoch soll-
te die gesamte Verkehrssituation betrachtet werden und nicht nur der motorisierte 
Individualverkehr.

Für die FDP-Fraktion begrüßt RM Sterck die Verwaltungsvorlage als großen Beitrag 
zur Wohnungsnot in Köln und nimmt im weiteren Redebeitrag Stellung zum einge-
reichten Änderungsantrag. Aus seiner Sicht sei genau jetzt der richtige Zeitpunkt für 
die Prüfung einer alternativen Führung der Mercatorstraße.  
 
Seniorenvertreter Meurers verweist auf die Ausführungen auf S. 26 der Broschüre; er 
vermisse hier schmerzlich einen wichtigen und großen Bevölkerungsteil, nämlich die 
Senioren.  
 
 
1. Beschluss (Änderungsantrag der FDP-Fraktion, AN/1690/2019): 
Die Beschlussvorlage wird um folgenden Punkt ergänzt: 
 
Im Rahmen der weiteren Planungen wird die Führung der Mercatorstraße als südli-
che Umgehung von Kreuzfeld mit Verbindung zum westlichen Blumenbergsweg bzw. 
zur Anschlussstelle Worringen an die A57 geprüft. 
 
Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich abgelehnt gegen die FDP-Fraktion 
 
 
2. Geänderter Beschluss (Verwaltungsvorlage mit der Beschlussempfehlung 
der BV Chorweiler): 
 
Der Verkehrsausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: 
 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Ver-
fahrensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadt-
teils Kreuzfeld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem 
städtebaulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 und beschließt die Texterweiterung im Konzept zu folgenden Punkten: 
 
- Ausbau und Anbindung des Blumenbergsweges an die A 57 vor Baubeginn 
von Kreuzfeld 
- Forderung an die Verwaltung, dass Gespräche hinsichtlich des Wegfalls von 
Umfahrungen des Stadtbezirks Chorweiler durch die S-Bahn erfolgen müs-
sen 
- Planungen zum Bildungscampus 
- Aktive Einbindung der Bezirksvertretung Chorweiler bei den weiteren Pla-
nungen  
Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt

Anlage 1_Kurzfassung_Leitbild_Kreuzfeld

22158 Zeichen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
Die Oberbürgermeisterin

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
2
Leitbild
BILDUNG
fördern!
für
 GESUNDHEIT
sorgen!
um
weltgerech t
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
versorgt
aktiv
m ob il
g rü n
g em ischt
vielfältig
lebensnah
innovativ
STADTSTRATEGIE KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030
Entstehen soll ein kompakter, 
lebenswerter und sozial gerechter 
Stadtteil. Vernetzung, Bildung sowie 
Gesundheit bilden einen starken 
Markenkern, der den Anspruch an 
eine soziale und funktionale Mi-
schung sichtbar macht. Die Grund-
lage dafür bildet ein dichtes Netz 
urbaner Funktionen mit vielfältigen 
Wohn- und Mobilitätsangeboten, 
Raum für unterschiedliche Arbeits-
formen, Nahversorgung sowie 
soziale und grüne Infrastruktur. 
So wird der neue Stadtteil inklusiv, 
abwechslungsreich, erhält beste 
Voraussetzungen für vielfältiges, öf-
fentliches Leben und ist von Anfang 
an Ein gutes Stück Köln.
MARKENKERN

3
BILDUNG
fördern!
für
 GESUNDHEIT
sorgen!
um
weltgerech t
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNETZEN!
versorgt
aktiv
m ob il
g rü n
g em ischt
vielfältig
lebensnah
innovativ
STADTSTRATEGIE KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
4
Leitbild
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Den Stadtteil NACHHALTIG 
VERNETZEN!
Der neue Stadtteil vernetzt Stadt und Landschaft und schlägt Brücken in die Nachbarschaft und die Stadtregion. 
Ökologische Aspekte sowie Komponenten einer umweltverträglichen Mobilität werden von Beginn an berück-
sichtigt. Kreuzfeld schafft sozial und räumlich integrierte, nachhaltige Quartiere und bringt Menschen unter-
schiedlichen Alters, unterschiedlicher Lebensstile und unterschiedlicher Herkunft zusammen. 
© Anna Earl/Unsplash © Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH
© Stanislav Rabunski/Unsplash

5
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
mobil
Kreuzfeld ist zuverlässig an Innenstadt und Umland angebunden und mit 
unterschiedlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Im neuen Stadtteil gibt 
es vielfältige nachhaltige Mobilitätsangebote, die wichtige Ziele im Bezirk 
und darüber hinaus mit ihm verbinden. Optimale Umstiegsmöglichkeiten 
zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln werden mitgeplant.
grün
Ein vielfältiges Netz urbaner grüner Infrastruktur, bestehend aus Parkanla-
gen, Gemeinschaftsgärten, Spiel- und Sportflächen und anderen Grünstruk-
turen, sichert ökologische und stadtklimatische Funktionen für Kreuzfeld 
und schafft Stadträume mit hoher Lebensqualität und geht schonend mit 
vorhandenen Freiflächen um. Es verbindet den Stadtteil mit dem grünen 
Chorweiler, beachtet die Biotopvernetzung und sichert wertvolle Land-
schaftsbereiche in der Umgebung.
gemischt
In Kreuzfeld entstehen Angebote für den ganzen Bezirk. Nachbarschaft und 
neue Bewohnerinnen und Bewohner finden vielfältige Möglichkeiten für 
Teilhabe und Mitgestaltung und entwickeln generationen- und herkunfts-
übergreifend gemeinsame Perspektiven. Dazu trägt von Anfang an der 
Aufbau eines Netzwerks von Akteuren und Interessen bei und ein vielfältiges 
Wohnungsangebot – sozial orientiert, bezahlbar, hochwertig, experimentell 
und innovativ.   
Eine kleinteilige Grundstücksparzellierung und -vergabe 
ist Grundlage für die Entstehung eines gemischten, urba-
nen Quartiers. Zentrale Akteure, wie z.B. Genossenschaf-
ten, Bestandshalter, Bauträger und Baugruppen in die 
städtebauliche Entwicklung Kreuzfelds einzubinden hilft, 
das Gelände bedarfsgerecht aufzuteilen. 
Ein integriertes Verkehrskonzept bildet die Grundlage, 
um Kreuzfeld an Blumenberg, Chorweiler und die Kölner 
Innenstadt anzuschließen.Tangentiale Verbindungen zu 
anderen Stadtteilen und umliegenden Ortschaften tragen 
ebenfalls zur Erreichbarkeit Kreuzfelds bei. Eine verdich-
tete Taktung des bestehenden Bahn- und Busangebots 
sowie die Ausweitung des Busnetzes stärken die Erreich-
barkeit ganz Chorweilers. Sharing-Angebote für Fahrrä-
der, Autos und weitere Verkehrsmittel gestalten Mobilität 
flexibel. Mobilitätsstationen erleichtern die gezielte 
Kombination verschiedener Verkehrsmittel.
Als Bahnhof und Stadtteilzentrum kann die S-Bahn-Stati-
on „Köln-Blumenberg“ als Eingangstor und Verbindungs-
element zwischen Kreuzfeld und Blumenberg fungieren. 
Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie schaffen 
hier einen zentralen Anlaufpunkt zur Nahversorgung und 
bilden einen Ort der Begegnung.
Ein Netz aus blauer und grüner Infrastruktur dient dem 
neuen Stadtteil als städtebaulich-räumliches Grundge-
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
6
Leitbild
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Kleinteilige 
Grundstücksparzel-
lierung und -vergabe
integriertes 
Verkehrskonzept
Bahnhof und 
Stadtteilzentrum 
grüne und blaue 
Infrastruktur
Prozessbegleitung 
vor Ort
Tangentiale 
Verbindungen
Bahn- und 
Busangebot
Sharing-
Angebote
Genossen-
schaften
Baugruppen
Veranstaltungen
Freizeit- und Bildungs-
angebotegemeinschaftliche 
Nutzformen
Begegnung
fahrrad- und fußgänger-
freundliche Verbindungen
Nahversorgung
fußgängerfreundliche 
Straßen und Plätze
Gastronomie
multifunktionale 
Freiräume
GEMISCHT
GRÜN
MOBIL
Einzelhandel
Bauträger
Bestands-
halter
Information
Beteiligung
grünes 
Netz
dichte 
Taktung
Mobilitäts-
stationen
Sport, Spiel 
und Bewegung
rüst. Grüne, fahrrad- und fußgängerfreundliche Verbin-
dungen zum Rhein und nach Blumenberg bieten Raum für 
Naherholung und kleinräumliche Mobilität. Multifunktio-
nale Frei- und Grünräume ermöglichen Sport, Bewegung 
und Begegnung. 
Eine „erste Adresse“, die den Planungs- und Bauprozess 
vor Ort begleitet, kann frühzeitig nachbarschaftlichen 
Zusammenhalt stärken. Information und Beteiligung der 
Bürgerinnen und Bürger stärken Transparenz, Teilhabe 
und Mitbestimmung. Veranstaltungen sowie verschie-
dene Freizeit- und Bildungsangebote rund um die Ent-
wicklung Kreuzfelds festigen die Identifikation der lokalen 
Bevölkerung mit dem neuen Stadtteil. Gemeinsame 
Perspektiven entstehen in der Entwicklung gemeinschaft-
licher Nutzformen, wie z.B. Urban Gardening, im engen 
Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

7
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Mobility Hubs Oberbillwerder, Hamburg
Mit Oberbillwerder entsteht ein neuer Stadtteil in 
Hamburg Bergedorf. Wichtiger Bestandteil der Ent-
wicklung ist ein nachhaltiges Mobilitätskonzept und 
hier insbesondere die mehrstöckigen Mobility Hubs: 
Bewohnerinnen und Bewohner parken hier ihr Auto 
und können auf Mobilitätsangebote wie Carsharing, 
Lastenfahrräder und Transportgefährte zugreifen. Die 
Mobility Hubs sollen zentral an den Quartiersplätzen 
liegen und neben Mobilitätsangeboten auch ande-
re Nutzungen, wie z.B. Serviceeinrichtungen oder 
soziale, kulturelle und gewerbliche Einrichtungen 
bereithalten. Mobility Hubs sind damit nicht nur 
Mobilitätsknoten, sondern wesentlicher Beitrag zum 
öffentlichen Leben und gemeinschaftlichen Nutzun-
gen.
Quelle: BBSR (c), online unter: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2018/foerderprojekte-2018/steckbriefe/ham-
burg-node.html
Quelle: BBSR (b), online unter: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/
DE/FP/ZIP/NPS/2016/foerderprojekte-2016/steckbriefe/heidel-
berg-node.html
Quelle: Stadt Freiburg, online unter https://www.freiburg.de/
pb/208560.html
„Der andere Park“ Heidelberg
In der historischen Kasernenanlage der Campbell 
Barracks in Heidelberg entsteht ein Freiraum anderer 
Art, der verschiedene dort angesiedelte Orte des Wis-
sens miteinander vernetzt und über Grün-, Frei- und 
Spielflächen die Identität des Stadtteils neu prägt. Kul-
turelle und wissenschaftliche Einrichtungen treffen auf 
einen offenen Begegnungs- und Erholungsraum. In 
einem innovativen und partizipativen Planungsprozess 
wurde der Ansatz verfolgt, Stadt über ihre zentralen 
öffentlichen Freiräume zu entwickeln. 
Rieselfeld Freiburg
Im seit 1995 entstandene Stadtteil sollte eine „tragfähi-
ge Alltagskultur“ entstehen, und die Anwohnenden soll-
ten von Anfang an dabei sein. Ein Jahr später hatte der 
neue Stadtteil seinen eigenen Verein, den K.I.O.S.K., der 
inmitten der „Stadtneubaustelle“ seinen eigenen Laden 
als Anlaufstelle und Treffpunkt etablierte. Dieses Provi-
sorium mitten im Quartier ist seit 2003 Geschichte: Seit-
her gibt es im Rieselfeld einen vom Verein betriebenen 
Stadtteiltreff mit Saal, Gruppenräumen, Jugendräumen 
und Café, sowie eine Außenstelle der Stadtbibliothek. 
Wichtig für den Erfolg war nicht zuletzt die frühzeitige 
Verortung im Sinne einer „ersten Adresse“, die von 
Anfang an Anlaufpunkt für Anregungen und Fragen war 
und mit ihrer Gebäudehülle weiterwuchs.
Kreuzfeld lernt von ...
© ADEPT Aps / Karres+Brand
© Studio Vulkan
© Stadt Freiburg

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
8
Leitbild
BILDUNG fördern!
Kreuzfeld wird Aktionsfeld für moderne Bildungslandschaften und schafft neue, qualitativ hochwertige und le-
bensnahe Bildungsangebote für alle. In einer Bildungslandschaft werden diese im ganzen Stadtteil erlebbar und 
setzen von Anfang an soziale und räumliche Akzente. Kreuzfeld wird somit nicht nur für die zukünftigen Bewoh-
nerinnen und Bewohner, sondern für Chorweiler und ganz Köln zu einem attraktiven Standort.
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
© Christin Hume/Unsplash © Rachel/Unsplash
© Heinrich-Böll-Stiftung

9
vielfältig
Bildung in Kreuzfeld ist räumlich erlebbar und verteilt sich über den ganzen 
Stadtteil. Die Ansiedlung und Vernetzung wichtiger Einrichtungen, wie 
Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen als Orte informeller Bildung sowie 
Erwachsenenbildung schafft Synergien. Bildungsstandorte sind mehrfach 
nutzbar und werden durch außerschulische Lernorte ergänzt. Der öffentliche 
Raum bietet Möglichkeiten der kreativen Aneignung und ist gemeinschaft-
lich nutz- und erlebbar.
lebensnah
Kreuzfeld verbindet Bildung und Freizeit und schafft generationenübergrei-
fende, barrierefreie und inklusive Angebote für die ganze Nachbarschaft. 
Lernen und Lehren entsteht unabhängig vom sozialen Status im Dialog der 
Bewohnerinnen und Bewohner. Vielfältige Begegnungen sorgen für einen 
Austausch von Wissen und Talenten und tragen zu einer selbstbestimmten 
und emanzipierten Stadtgesellschaft bei.
innovativ
Kölns dynamische Hochschullandschaft findet hier beste Bedingungen für 
innovative Forschungs- und Lehrprojekte. Als Forschungsstandort entwickelt 
Kreuzfeld überörtliche Strahlkraft. Wissenschaft und Alltagsbildung stehen 
im lebendigen Dialog. Die Wohnangebote des Stadtteils berücksichtigen 
daher auch die Bedarfe von Studierenden und Hochschulangehörigen. 
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Ein kooperativer Prozess unter Teilhabe aller relevanten 
Bildungsakteure und der lokalen Bevölkerung sichert die 
Entwicklung einer bedarfsgerechten Bildungslandschaft 
und sichert deren Qualität von Anfang an. 
Vielfältige Formen der Kindertagesbetreuung und 
Schule mit einem Fokus auf Integration und Inklusion 
ermöglichen individuelle Bildungswege im Stadtteil, die 
unabhängig vom sozialen Status sind. 
Ausbildungsangebote und Angebote der Erwachse-
nenbildung schaffen zusätzliche Möglichkeiten für alle 
Generationen. 
Als Teil des öffentlichen Stadtraums sind Schulhöfe auch 
außerhalb der Schulzeiten als Aktiv- und Bewegungsräu-
me nutzbar.
Außerschulische Bildungsangebote fördern Lernen als le-
benslangen Prozess. Die enge Kooperation zwischen Ein-
richtungen für Bildung, Sport, Freizeit und Gesundheit 
schafft ganzheitliche Lernangebote. Ein Bildungshaus 
kann als „dritter Ort“ im Quartier Bibliothek, Lern- und 
Begegnungsangebote bündeln. Angebote der Umwelt-
bildung sowie Jugendeinrichtungen unterstützen das 
alltägliche Lernen und Erfahren im Stadtraum. Bera-
tungs- und/ oder Weiterbildungsangebote unterstützen 
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
10
Leitbild
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Nachbarschafts-
zentren
Forschen und 
Lernen
Bildungsland-
schaft
Außerschulische 
Bildungsangebote enge Kooperationen
Lebenslanges Lernen
vielfältige Kitaformen 
und Schulen
kooperativer Prozess
Gründercampus
Wohnangebote für 
Studierende
Forschungscluster
lokale 
Bevölkerung
LEBENSNAH
INNOVATIV
Jugendeinrichtungen
offene Schulhöfe
Bildungshaus
Ausbildungsangebote
VIELFÄLTIG
Angebote für 
Umweltbildung
Spiel-, Bewegungs-
Aktionsflächen
Weiterbildungsangebote
gemeinschaftliche 
Nutzungen
Bildungsakteure
Beratungsangebote
Wohnangebote für 
Forschende
die Bewohnerinnen und Bewohner in unterschiedlichen 
Lebenslagen. 
Nachbarschaftszentren und gemeinschaftliche Nutzun-
gen schaffen Begegnungsorte des alltäglichen Aus-
tauschs und voneinander Lernens. 
Eine Kooperation mit Kölner Hochschulen ermöglicht 
die Ansiedlung von Lehr- und Forschungsangeboten. 
Wohnangebote für Studierende und Forschende verbin-
den Arbeiten, Lernen und Wohnen. Ein Gründercampus 
gibt Raum für neue Geschäftsideen „made in Kreuzfeld“.

11
... Campus für lebenslanges Lernen in Oster-
holz-Scharmbeck 
Größe der Projektfläche: 4 ha
Einwohnerzahl der Gemeinde: circa 30.500 
Projektlaufzeit: 2008 – 2015
Im niedersächsischen Mittelzentrum Osterholz- 
Scharmbeck wurde auf einer innerstädtischen Brach -
fläche ein innovatives Lern- und Begegnungszentrum 
entwickelt. Die Bildungslandschaft setzt sich aus einem 
Gymnasium, einer Oberschule, einem multifunktio -
nal nutzbaren Medienhaus inklusive einer Mensa und 
einem Bildungshaus, das in erster Linie der  Erwach -
senenbildung dient, zusammen. Ein breites Bildungs -
verständnis rückt die Orientierung an den Lernbedürf-
nissen aller Altersklassen, Austausch und Begegnung 
sowie die Förderung von Begabungen und Stärken in 
den Vordergrund. Dazu werden auf dem Campus nicht 
nur baulich, sondern auch pädagogisch neue Wege 
gegangen: offene und anregende Gestaltung von 
Lern- und Begegnungsräumen, niedrigschwellige Zu -
gänglichkeit zu formalen und non-formalen Bildungs -
angeboten, Konzentration und Vernetzung sowie 
Offenheit und Transparenz prägen die Nutzung und 
Räumlichkeiten des Campus. Durch eine enge Verzah-
nung von Bildungsangeboten mit Sport- und Freizeit -
einrichtungen (DLRG, städtisches Schwimmbad) und 
außerschulischen sozialen Institutionen (SOS Kinder -
dorf, Mehrgenerationenhaus, Familienzentrum) wird 
der Campus ganztätig genutzt und die Institutions- 
und ressortübergreifende Zusammenarbeit langfristig 
gestärkt. So entstand ein gesunder und kommunikati-
onsfördernder Lern- und Lebensraum in der Stadt.
Entwickelt wurde das Campuskonzept über mehrere 
Etappen. 2007 wurde im Integrierten Standentwick -
lungskonzept die Schaffung eines multifunktionalen 
Zentrums für Bildung, Freizeit, Medien, Mehrgene -
rationeninfrastruktur und soziales Zusammenleben 
benannt. Als wesentlicher Impuls zur Überführung in 
eine konkrete Planung gelten vorangegangene res -
sortübergreifende Erfahrungen des Landkreises in den 
Handlungsfeldern Bildung und Quartiersmanagement, 
wodurch bereits Kooperationen zwischen der Stadt 
und verschiedenen Bildungsakteuren bestanden. An -
schließend übernahm die Einrichtung „Kommunaler 
Bildungskontor“ des Landkreises die Verantwortung 
für das Thema auf kommunaler Ebene. Gemeinsam er-
arbeiteten die beteiligten Akteure Leitideen und erste 
Umsetzungsschritte für den Campus, auf deren Basis 
ein europaweit ausgeschriebenes Wettbewerbsverfah-
ren durchgeführt wurde. 
Der Campus bildet einen wesentlichen Baustein zur 
Profilierung der Stadt und trägt grundlegend zur so -
zialen und demografischen Stadtentwicklung bei. Be -
wusst wurde dabei Bildung als Strategie genutzt, um 
Nachteile im Bereich der Bildung und Erwerbstätigkeit 
auszugleichen und einer sozialen Benachteiligung ent-
gegenzuwirken. Zeitgleich wird die Kernstadt aufge -
wertet und Ziele der Stadtplanung mit denen der Päd-
agogik zusammengebracht. 
Kreuzfeld lernt von ...
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Quelle: Million, A.; Coelen, T.; Heinrich, A. J.; Loth, C.; Somborski, 
I. (2017)
© Stadt Osterholz-Scharmbeck
© Oberschule Lernhaus im Campus

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
12
Leitbild
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Für GESUNDHEIT sorgen!
In vielfältigem Sinn ist Kreuzfeld ein gesunder Stadtteil. Er wird Standort mit Vorbildcharakter für Stadtentwick-
lung und Gesundheitsvorsorge. Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und -vorsorge sind für ganz Chor-
weiler ein Gewinn. Kreuzfeld nutzt seine Nähe zum Naturraum und verfügt über eigene, qualitativ hochwertige 
Grün- und Freiräume, er beachtet Prinzipien gesundheitsfördernder Planung und er fördert die Gesundheit der 
Menschen, die hier wohnen und arbeiten.
© Chanan Greenblatt/Unsplash
© AOK Baden-Württemberg © Levio Inc.

13
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
 versorgt
Kreuzfeld bietet hochwertige und zeitgemäße Gesundheitseinrichtungen 
und achtet auf Gesundheitsprävention im Stadtteil. Menschen jeder Le-
bensphase sind hier gut versorgt. Auch das vielfältige soziale Miteinander 
hält gesund.
umweltgerecht
Soziale, gesundheitliche und Umweltthemen bilden die Grundlagen der 
integrierten Planung von Kreuzfeld. Vorausschauende Planung der Gebäude, 
der Mobilität, der technischen Infrastruktur und der Freiräume ermöglicht 
präventiv die Themen Klimawandel und Umweltbelastungen aufzugreifen.
aktiv
Attraktiv gestaltete Straßenräume, nachhaltige Mobilität und Sportangebo-
te im öffentlichen Raum setzen die Bewohnerinnen und Bewohner Kreuz-
felds in Bewegung. Das Prinzip der Barrierefreiheit ist leitend für die Raumge-
staltung und macht Kreuzfeld zugänglich für alle.
Die Ansiedlung eines Facharztzentrums könnte eine beste-
hende Lücke in der Gesundheitsversorgung Chorweilers 
schließen. Zeitgemäße Pflegeeinrichtungen sichern die 
Versorgung älterer Menschen im Stadtteil. Gesundheitsan-
gebote sind niedrigschwellig und teilhabeorientiert.
Mehrgenerationenhäuser unterstützen den sozialen Zu-
sammenhalt der Bewohnerinnen und Bewohner. Eine enge 
Kooperation zwischen Pflegeeinrichtungen und Kinderta-
gesstätten fördert soziales Miteinander und generationen-
übergreifende Begegnungen. 
Neue Arbeitsplätze in der Wissens- und Gesundheitswirt-
schaft erhöhen die Attraktivität Kreuzfelds als Wohn- und 
Arbeitsstandort. 
In Nachbarschaftszentren und gemeinschaftlichen Nutz-
formen können sich Menschen unabhängig von Alter und 
Herkunft begegnen. Begegnungsstätten und Cafés fördern 
den sozialen Austausch und das Miteinander. Parks oder 
Gemeinschaftsgärten bieten vielfältige Möglichkeiten der 
Betätigung und Aneignung.
Die Verwendung und Erzeugung erneuerbarer Energien 
sowie die Förderung postfossiler Mobilität helfen, den 
CO2-Ausstoß in Kreuzfeld zu senken. 
Blaue und grüne Infrastruktur sind das Grundgerüst für 
einen umweltgerechten Stadtteil. Attraktive Rad- und 
Handlungsempfehlungen

Leitbild Kreuzfeld - Ein gutes Stück Köln
14
Leitbild
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
postfossile Energie 
und Mobilität
Sport-
infrastruktur
Facharztzentrum
nachhaltiges 
Regenwassermanagement
zeitgemäße
Pflegeeinrichtungen
Mehrgenerationen-
häuser
Räume für 
Vereinsarbeit
UMWELTGERECHT
AKTIV
grüne und blaue
Infrastruktur
Arbeitsplätze in der 
Gesundheitswirtschaft
VERSORGT
Dach- und Fassaden-
begrünung
Kooperationen zwischen 
Pflegeeinrichtungen und Kita
niedrigschwellige
Gesundheitsangebote
engmaschiges Rad- 
und Fußwegenetz
öffentliche 
BewegungsräumeSportanlagen
erneuerbare Energien
Pflege und 
Betreuung für alle 
Generationen
gemeinschaftliche 
Nutzformen
Begegnungsstätten 
und Cafés
Parks
Gemeinschaftsgärten
Fußverbindungen fördern grüne Mobilität. Dach- und Fas-
sadenbegrünungen reduzieren die Wärmespeicherung der 
Gebäude und tragen so zu einem angenehmen Mikroklima 
bei. Durch ein nachhaltiges Regenwassermanagement kann 
Wasser vor Ort versickern, verdunsten, temporär zwischen-
gespeichert oder genutzt werden. 
Eine gut ausgebaute Sportinfrastruktur ist Grundlage für 
einen aktiven und gesunden Stadtteil. Sportanlagen mit 
Räumen für die Vereinsarbeit fördern soziales Miteinander. 
Bewegungsräume als Teil der grünen Infrastruktur und des 
öffentlichen Stadtraums integrieren Bewegung in den Alltag 
der Bewohnerinnen und Bewohner. 
Ein engmaschiges, kinderfreundliches und barrierefreies 
Rad- und Fußwegenetz ermöglicht allen Bewohnerinnen 
und Bewohnern sich selbständig im Stadtteil zu bewegen.

15
BILD UNG
förde rn!
 für
GESUNDHEIT
sorgen!
den Stadtteil
NACHHALTIG
VERNE TZEN!
Kap. 7 Mobilität und Erschließungsqualität
•	 ÖPNV verbessern und priorisieren
•	 Anreize zur aktiven Fortbewegung schaffen
Kap. 9 Umwelt und Gesundheit
•	 Luftqualität durch nachhaltige Mobilität und 
Energie verbessern
•	 Wasserqualität, -sicherheit und -versorgung 
verbessern
Kap. 10 Öffentliche Freiräume
•	 Zugang zu Grün- und Naturräumen sicherstellen
•	 Straßenräume qualitätsvoll gestalten
Kap. 11 Körperliche Aktivität
•	 Bewegung und Sport fördern
•	 Zu Fuß gehen und Fahrradfahren fördern
•	 Zugang zu Erholungsmöglichkeiten sicherstellen
Kap. 13 Soziale Infrastruktur
•	 Vielfältige Einrichtungen für vielfältige Bevölke-
rung bereitstellen
•	 Soziale Infrastruktur von Anfang an einrichten
•	 Lücken in bestehender Soziale Infrastruktur 
schließen
Kap. 14 Sozialer Zusammenhalt und Integration
•	 Bevölkerung an der Planung beteiligen
•	 Teilhabe fördern
•	 Soziale Interaktion im Wohnumfeld fördern
 
… aus dem Leitfaden Gesunde Stadt
Der Leitfaden Gesunde Stadt stellt Hintergrundin -
formationen für eine gesundheitsförderliche Stad -
tentwicklung zusammen, um gesundheitliche Aus -
wirkungen eines Projektes besser einschätzen und 
gesundheitsbezogene Wirkungen fördern zu können. 
Das Leitbild zu Kreuzfeld orientiert sich an den folgen-
den Grundsätzen des Leitfadens:
Kreuzfeld lernt  ...
Quelle: Landeszentrum Gesundheit NRW (2019)
© Landeszentrum Gesundheit NRW

Anlage 8, Auszug Ausschuss Schule und Weiterbildung 20.01.2020

1552 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss Schule und Weiterbildung 
Frau Willms 
Telefon:  (0221) 221-21600  
Fax       :  (0221)  
E-Mail:  jennifer.willms@stadt-koeln.de 
Datum: 21.01.2020 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschusses Schule 
und Weiterbildung vom 20.01.2020  
öffentlich 
4.1 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Beschluss des Leitbildes Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ 
3588/2019 
 
 
Beschluss in der Fassung des Stadtentwicklungsausschusses:  
Der Stadtentwicklungsausschuss schließt sich dem Beschlussvorschlag der Bezirksvertre-
tung Chorweiler an und empfiehlt dem Rat die Annahme folgenden Beschlusses:  
 
Der Rat 
1. nimmt das Leitbild Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ als Ergebnis des ersten Ver-
fahrensschrittes der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld zur Kenntnis; 
2. beschließt das Leitbild als Grundlage für die weitere Entwicklung des neuen Stadt-
teils Kreuzfeld; 
3. beauftragt die Verwaltung, das Leitbild beim nächsten Verfahrensschritt, dem 
städtebaulichen Qualifizierungsverfahren als Grundlage zu beachten. 
 
 und beschließt die Texterweiterung im Konzept zu folgenden Punkten:

- Ausbau und Anbindung des Blumenbergsweges an die A 57 vor Baubeginn 
von Kreuzfeld 
- Forderung an die Verwaltung, dass Gespräche hinsichtlich des Wegfalls von 
Umfahrungen des Stadtbezirks Chorweiler durch die S-Bahn erfolgen müs-
sen 
- Planungen zum Bildungscampus 
- Aktive Einbindung der Bezirksvertretung Chorweiler bei den weiteren Pla-
nungen  
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt

Beratungsverlauf (10)

21.11.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.2.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
02.12.2019 Verkehrsausschuss
TOP 4.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

Zur Sitzung
05.12.2019 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
20.01.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
23.01.2020 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.1.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
23.01.2020 Sportausschuss
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
28.01.2020 Liegenschaftsausschuss
TOP 2.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

Zur Sitzung
28.01.2020 Gesundheitsausschuss
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss)

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
06.02.2020 Rat
TOP 10.25 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (13)

  • Mercatorstraße
  • Baptiststraße
  • Ernstbergstraße 19
  • Pariser Platz
  • Liverpooler Platz
  • Blumenbergsweg
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Volkhovener Weg
  • Lyoner Passage
  • Swinestraße
  • Weserplatz 2
  • Turkuplatz 2
  • Mottenkaul

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
3588/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
13.12.2019
Erstellt
14.10.2019 15:39