2018/0026
Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 4
155 Zeichen
Punkt 7: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2018/0026) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 5
193 Zeichen
Punkt 24: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2018/0026) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
anlage 3
155 Zeichen
Punkt 5: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2018/0026) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 2
3365 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
24.01.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Wirtschaft
und Stadtentwicklung OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 15
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0026
Magistratsbeschluss -Nr.
40
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 23.01.2018
Beschlussvorschlag :
Das vorliegende Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Memorandum Wissenschaftsstadt Darmstadt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 31.01.2018
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Januar 2018
Auf gemeinsame Initiative von Alois Schader, Stifter der Schader -Stiftung, Prof. Dr. Hans
Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, und Oberbürgermeister Jochen Partsch hin hat
sich 2014 der Runde Tisch Wissenschaftsstadt gegründet. Dem Runden Tisch gehören die
Hausspitzen der wissenschaftlichen Institutionen, Hochschulen und größten forschenden
Unternehmen an. Er tagt regelmäßig, jeweils im Wechsel zwischen dem Stiftungszentrum der
Schader-Stiftung und einem der Mitglieder. Organisatorisch begleitet wird das Format von
den drei impulsgebenden Einrichtungen.
Der Runde Tisch zielt darauf ab, Kooperationen zwischen den teilnehmenden Organisationen
zu befördern, den persönlichen Kontakt der wichtigsten Persönlichkeiten aus Wissenschaft
und Forschung in Darmstadt zu pflegen sowie insbesondere eine Plattform zur Diskussion
und gemeinsamen weiteren Profilierung Darmstadts als Stadt der Wissenschaft, Kunst und
Hochtechnologie zu bieten. Dies impliziert auch den Austausch über die aktuellen und
zukünftigen Standortbedingungen der Wissenschaft vor Ort. Von den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern wird der Runde Tisch regelmäßig als großer Erfolg gewürdigt. Zur Vertiefung
der inter- und transdisziplinären Kontakte i nnerhalb der lokalen Wissenschaftsszene hat er
bereits einen signifikanten Beitrag geleistet.
Auf Basis dessen hat der Runde Tisch im Zuge ausführlicher Diskussion und Rückkopplung
als Selbstverpflichtung und Grundlage des weiteren Austausch s, aber auch als
Diskussionsbeitrag zu Prozessen außerhalb des eigentlichen Formats ein "Memorandum zur
Wissenschaftsstadt Darmstadt" entwickelt. Dieses wurde am 24. Januar verabschiedet. Es
belegt, dass Wissenschaft und Forschung die wesentlichen Motoren der Entwickl ung und des
Erfolgs von Darmstadt sind bzw. in Zukunft weiter sein werden. Es wird empfohlen, das
Papier als ein Grundlagenpapier auch in weiterführende Stadtentwicklungsprozesse
einfließen zu lassen, z.B. im Bereich des Masterplans 2030+.
Darmstadt, de n 23. Januar 2018
Dezernat I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
2018/0026
3292 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
24.01.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Wirtschaft
und Stadtentwicklung OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0026
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 23.01.2018
Beschlussvorschlag :
Das vorliegende Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Memorandum Wissenschaftsstadt Darmstadt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Januar 2018
Auf gemeinsame Initiative von Alois Schader, Stifter der Schader -Stiftung, Prof. Dr. Hans
Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, und Oberbürgermeister Jochen Partsch hin hat
sich 2014 der Runde Tisch Wissenschaftsstadt gegründet. Dem Runden Tisch gehör en die
Hausspitzen der wissenschaftlichen Institutionen, Hochschulen und größten forschenden
Unternehmen an. Er tagt regelmäßig, jeweils im Wechsel zwischen dem Stiftungszentrum der
Schader-Stiftung und einem der Mitglieder. Organisatorisch begleitet wird das Format von
den drei impulsgebenden Einrichtungen.
Der Runde Tisch zielt darauf ab, Kooperationen zwischen den teilnehmenden Organisationen
zu befördern, den persönlichen Kontakt der wichtigsten Persönlichkeiten aus Wissenschaft
und Forschung in Darmst adt zu pflegen sowie insbesondere eine Plattform zur Diskussion
und gemeinsamen weiteren Profilierung Darmstadts als Stadt der Wissenschaft, Kunst und
Hochtechnologie zu bieten. Dies impliziert auch den Austausch über die aktuellen und
zukünftigen Standort bedingungen der Wissenschaft vor Ort. Von den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern wird der Runde Tisch regelmäßig als großer Erfolg gewürdigt. Zur Vertiefung
der inter- und transdisziplinären Kontakte innerhalb der lokalen Wissenschaftsszene hat er
bereits einen signifikanten Beitrag geleistet.
Auf Basis dessen hat der Runde Tisch im Zuge ausführlicher Diskussion und Rückkopplung
als Selbstverpflichtung und Grundlage des weiteren Austausch s, aber auch als
Diskussionsbeitrag zu Prozessen außerhalb des eigentl ichen Formats ein "Memorandum zur
Wissenschaftsstadt Darmstadt" entwickelt. Dieses wurde am 24. Januar verabschiedet. Es
belegt, dass Wissenschaft und Forschung die wesentlichen Motoren der Entwicklung und des
Erfolgs von Darmstadt sind bzw. in Zukunft wei ter sein werden. Es wird empfohlen, das
Papier als ein Grundlagenpapier auch in weiterführende Stadtentwicklungsprozesse
einfließen zu lassen, z.B. im Bereich des Masterplans 2030+.
Darmstadt, den 23. Januar 2018
Dezernat I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
anlage 1
13742 Zeichen
Runder Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt 2 Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt Seit 20 Jahren trägt die Stadt Darmstadt den Titel „Wissenschaftsstadt“ – und zwar zu Recht. Drei Hochschulen, zahlreiche forschende Unternehmen und wissenschaftliche Institute prägen die Stadt, Tausende von Menschen sind in Forschung, Wissenschaft und verwandten Bereichen tätig. Der Titel „Wissenschaftsstadt“ drückt weit mehr aus als die quantitative Häufung von Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt. Der offizielle Stadtname „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ beschreibt das Ist und das Soll Darmstadts – Wissenschaftsstadt ist fester Identitäts-Bestandteil, Motor der Stadtentwicklung und Zukunftsperspektive zugleich. Am „Runden Tisch Wissenschaftsstadt“ sind die Spitzen der Hochschulen, Forschungsinstitute sowie der forschenden Unternehmen und Organisationen Darmstadts versammelt. Seit 2014 tagen sie regelmäßig zusammen mit dem Oberbürgermeister. Der „Runde Tisch Wissenschaftsstadt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Herausforderungen des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Darmstadt gemeinsam in den Blic k zu nehmen. Es gilt, Darmstadts besondere Qualitäten als Wissenschaftsstadt zu identifizieren, um sie weiter zu fördern und zu entwickeln. Darmstadt ist mit rund 160.000 Einwohnern eine kompakte Großstadt der kurzen Wege. Binnen 15 Minuten können die maßgeblichen Institutionen erreicht werden, der Stadtkörper hat kaum vier Kilometer Durchmesser. Die Nähe von Instituten, Wohngebieten, Geschäften und kulturellen Einrichtungen fördert Kommunikation, interdisziplinäre Kontakte und Netzwerke. Neu-Darmstädter erleben die Stadt als einen offenen Campus, eine inspirierende eigene Stadt der Wissenschaften. Zugleich liegt die kleine Großstadt im globalen Maßstab absolut zentral, nur 20 Minuten vom internationalen Verkehrsknoten Frankfurt entfernt. I m Zentrum Europas gelegen, ist Darmstadt Teil der beiden Metropolregionen Frankfurt-Rhein- Main und Rhein-Neckar. Diese spezielle Mischung aus weltweiter Zentralität und lokaler Überschaubarkeit von Stadtraum und Stadtgesellschaft ist eine ganz besondere Qualität Darmstad ts, die viele weitere Vorzüge der Stadt begünstigt. Bemerkenswert ist – gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt – ihr Reichtum geistigen Lebens, ihre enorme Vielfalt kultureller, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aktivitäten, zudem eng verbunden mit einem produzierenden Kern. Diese innere Größe macht die Stadt international sichtbar. Der Horizont der alltäglichen Arbeit in den forschenden Unternehmen, internationalen Organisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt ist weltweit – oder jedenfalls europäisch. Die Wissenschaftsstadt bringt Menschen aus vielen Nationen an diesem Ort zusammen, und so ist Internationalität selbstverständlicher Bestandteil des städtischen Lebens. Das Rhein- Main-Gebiet mit den Nachbarstädten Frankfurt, Wiesbaden und Mainz sowie die nahe Metropolregion Rhein-Neckar mit Heidelberg und Mannheim bieten eine Fülle weiterer Bildungs- und Kulturangebote wie die Chance zu vielfältigen Kooperationen. Darmstadt wahrt als Stadt ein menschliches Maß und offeriert die Optionen einer Metropole – inmitten zweier Metropolregionen. 3 Der Titel „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ sollte von Beginn an den Blick auf die hier vorhandenen, besonders günstigen Bedingungen geistig-technischer Entwicklungen lenken, als Grundlagen wirtschaftlicher Prosperität und hoher Lebensqualität. Der Begriff Wissenschaftsstadt umfasst folglich weit mehr als universitäre Forschung und Lehre, er deckt alle Stufen der Wertschöpfungsketten ab, von der Grundlagenforschung bis hin zur technologisch anspruchsvollen Produktion. Die Pflege des Wissenschaftsstandorts und die Entwicklung seiner harten und weichen Standortfaktoren sind unverzichtbar. Doch es greift zu kurz, eine Wissenschaftsstadt alleine als konzentrierte Ballung von Einrichtungen, Organisationen und Infrastrukturen sowie der darin wissenschaftlich Arbeitenden zu begreifen. Wird Wissenschaftsstadt als Zukunftsperspektive und Entwicklungsstrategie verstanden, so müssen auch die geistig-kulturellen Rahmenbedingungen für Wissensproduktion und Innovation betrachtet werden. Neues entsteht, wenn unterschiedlichste Elemente in Berührung kommen und aufeinander reagieren. Kreative, innovationsfreundliche Milieus zeichnen sich dadurch aus, dass sie vielfältige Gelegenheiten zu solchen Begegnungen und Reaktionen geben. Räumliche Nähe, die Ballung wissenschaftlicher-technischer Einrichtungen und forschender Unternehmen ist ein wesentlicher Teil dieser Gelegenheitsstruktur. Und es braucht soziale Nähe: Menschen, die Zugang zu anderen Menschen schaffen, Gelegenheit zu Kontakt und Austausch, zu Verbindungen zwischen Personen unterschiedlichster Herkunft. Doch selbst eine günstige räumliche und soziale Gelegenheitsstruktur hilft wenig, wenn es an geistiger Offenheit mangelt. Geistige Erkenntnis, Kreativität und die Künste gedeihen an bestimmten Orten besonders gut. Die besonderen Qualitäten kreativer Orte, überhaupt der spezielle Charakter einer ganzen Stadt, sind nur schwer zu fassen. Und doch prägt auf eine komplexe Weise der „Geist einer Stadt“ die an diesem Ort lebenden Menschen und ihr Tun. Es scheint eine Art Essenz aus Topographie, Klima, Ökonomie, Sprache und Kultur zu sein, die Denken und Handeln an einem Ort formt und damit dessen geistiges Klima. Dieses spezielle Etwas einer Stadt, seit der Antike als „Genius Loci“ bezeichnet, versucht heute die Stadtforschung etwa in Kreativitätsindizes zu erfassen und als Eigenlogik der Stadt zu analysieren. Der „Geist der Stadt“ gilt dabei nicht als unabänderlicher Wesenszug des Ortes, sondern als lebendiges, historisch gewachsenes und damit auch vergängliches Phänomen. In Darmstadt stechen drei Aspekte dieses Genius Loci besonders hervor, die intellektueller Kreativität und wissenschaftlichem Denken ein ideales geistiges Lokalklima bereiten. Da ist vor allem anderen eine umfassende Neugier auf die Welt zu nennen und der Wunsch, bislang Unbekanntes zu erkunden und verstehen zu wollen. Darmstadt ist eine der besonderen Städte, in denen das kühne, universalistische Erkenntnisideal der Aufklärung, alles Wissen der Zeit an einem Ort zu versammeln und es als Zusammenhang erlebb ar zu machen, in Gestalt eines Universalmuseums erhalten geblieben ist. Neugier auf die Welt als Ganzes und in ihrer Vielfalt zeigen die Forschungseinrichtungen, die den Aufbau der Materie bis in die kleinsten Teilchen zu verstehen suchen und die vor Ort mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenarbeiten können, die das Weltall und dessen Entwicklung erkunden. Solch breite Neugier auf die Welt lebt von der Fähigkeit zu grenzüberschreitender Kooperation, sei es über fachliche Grenzen hinweg oder zwischen Staaten wie z.B. in der europäischen Raumfahrt und der Wetterbeobachtung aus dem All.. 4 Gesellschaftliche Herausforderungen sind zusätzlicher Ansporn der wissenschaftlichen Neugier: Neue Fragen, wie die Suche nach Energiesystemen der Zukunft oder nach Sicherheit in der digitalisierten Welt werden hier früh gestellt und es werden Antworten aus vielen Perspektiven zugleich gesucht. Trotz des klaren naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkts ist das Geistesleben der Stadt nicht „single-minded“. Die Neugier beschränkt sich nicht auf Technisches, wie auch eine ebenso forschende, lehrende und quicklebendig agierende Kunst-, Musik-, Theater- und Literaturszene zeigt. Ein weiterer Aspekt der wissenschaftsfreundlichen Darmstädter Mentalität ist die Bereitschaft zum Experiment, zum Erproben neu gewonnenen Wissens. Neue Konzepte in der Praxis zu testen, fällt Wissenschaftlern hier ausgesprochen leicht, und dies gilt für die IT - Sicherheit genauso wie für die Soziale Arbeit. Nähe und Neugier schaffen off enbar Vertrauensgrundlagen für die Bereitschaft zum Experiment und zum intersektoralen Austausch. Dass Ideen in Gestalt und Form gebracht werden sollten, dass frisch gewonnenes Wissen in seiner Anwendung weiterentwickelt, aber genauso künstlerisch wie unternehmerisch erprobt werden kann, ist fester Bestandteil dieses Darmstädter „Mindsets“. Ein Resultat sind zahlreiche, wissensbasierte Unternehmensgründungen. Ganz selbstverständlich gehen die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger davon aus, dass Ideen der Wissenschaft in ihrer Wissenschaftsstadt rasch Wirklichkeit werden. Der Titel „Wissenschaftsstadt“ wird von ihnen auch konkret und unmittelbar als Anspruch auf eine besser gestaltete und funktionierende Stadt begriffen. Die Wissenschaftsstadt, so die Erwartung, beweist sich im Alltag mit durchdachten Konzepten auf hohem Niveau. Neugier und Bereitschaft zum Ausprobieren zeigen sich auch in der großen Offenheit Darmstadts gegenüber der praktischen Erkundung der „Digitalen Stadt“ mit einer Vielzahl von Pilotprojekten. Hier – wie auch in anderen Vorhaben - kooperiert Wissenschaft wieder eng mit Unternehmen, Bürgerschaft und Einrichtungen der öffentlichen Hand. In einer solchen Kultur der Neugier und des Schöpferischen sind sich unterschiedliche intellektuelle Welten nicht fremd. In Darmstadt ist man stolz darauf, den Dialog zwischen Wissenschaft, Kultur und Praxis zu pflegen. Kunst und Wissenschaft sind in Darmstadt keine Gegensätze, und Kultur gilt nicht als bloßes Begleitprogramm zur Unterhaltung. Nicht der Rückzug in die eigene Fachwelt, sondern ein Austausch mit Laien und Experten anderer Disziplinen zählt zum guten Ton. Besonders hoch geschätzt werden Diskurse, die künstlerischen Ausdruck und wissenschaftliches Denken vereinen und dazu noch Brück en zwischen rein akademischen Zirkeln und dem breiten Publikum bauen. Die Erfindung des Science Slam ist ebenso Ausdruck dieser Haltung wie die Tradition der Darmstädter Gespräche. Diese mentalen Standortqualitäten der Stadt mögen nicht sofort ins Auge fal len, denen aber, die Darmstadt kennengelernt haben, bleiben sie anhaltend im Gedächtnis. Die speziellen Qualitäten Darmstadts sind eine wichtige Grundlage für die Entfaltung von Wissenschaften, Technik und den Künsten in dieser Stadt. Daraus erwächst für die Wissenschaftsstadt Darmstadt auch die Verpflichtung, diese Qualitäten zu bewahren und weiter zu fördern. Gemeinsame Kommunikation ist dazu elementar. 5 Wir, der „Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt“, wollen daher weiterhin die Offenheit zum Gespräch und den Dialog über bewegende Fragen der Zeit pflegen – darmstadtweit, über die Grenzen der verschiedensten Gebiete der Wissenschaft und Künste hinaus. Für die Zukunft der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehen wir drei große Aufgabenbereiche, denen wir uns gemeinsam widmen wollen. Wo immer es uns möglich ist, möchten wir zu deren Lösung mit der Expertise unserer Einrichtungen beitragen. Erstens gilt es, die besonderen Qualitäten der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu bewahren und weiter auszubauen: Die Dichte und Vielfalt wissenschaftlicher, technischer und kultureller Aktivitäten in einer global zentralen und zugleich überschaubaren Stadt der kurzen Wege. Die Offenheit und Internationalität sowie die Bereitschaft, Neues zu erproben. Die Fähigkeit zu Erneuerung, zu Innovation und die Bereitschaft, der Zukunft Raum zu geben. Das wollen wir aktiv fördern, im Großen wie im Kleinen. Zweitens gilt es, den großen Wachstumserfolg der Wissenschaftsstadt Darmstadt fortzuführen, ohne dabei die Grundlagen dieses Erfolges, nämlich ihre besonderen Qualitäten zu gefährden. Genau wie Wohnen, Infrastruktur und Verkehr spüren auch Wissenschaft, Kultur und forschende Unternehmen den Entwicklungsdruck. Wir werden uns gemeinsam für Entwicklungspfade einsetzen, die bestmögliche Bedin gungen für die Entfaltung von Wissenschaften, Technik und Kultur, für wissenschaftliche Erkenntnis und deren Anwendung zum Maßstab haben. Drittens gilt es, die Verknüpfung der Wissenschaftsstadt mit der Region weiter zu entwickeln. Nähe und fachliche Vielfalt sind hervorragende Ausgangsbedingungen für produktive Kooperationsbeziehungen zum Nutzen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der dort beheimateten Einrichtungen. Die Region bietet eine strategische Entwicklungsperspektive für die Koproduktion von Wissenschaft und Anwendung, die wir gemeinsam weiter suchen wollen. Darmstadt, im Januar 2018 Akademie für Tonkunst cesah GmbH Centrum für Satellitennavigation Hessen Deutsches Polen-Institut ENTEGA AG ESA/ESOC - European Space Agency EUMETSAT Evangelische Hochschule Darmstadt EVONIK Industries AG FAIR - Facility for Antiproton and Ion Research Europe Forschungsring für Biologisch-Dynamische Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT 6 GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH Hessisches Landesmuseum Hessisches Landesarchiv – Hessisches Staatsarchiv Darmstadt Hochschule Darmstadt IBK - Institut für das Bauen mit Kunststoffen e.V. Industrie- und Handelskammer Darmstadt Institut Mathildenhöhe Internationales Musikinstitut Darmstadt (IMD) IWU - Institut Wohnen und Umwelt GmbH Jazzinstitut Darmstadt Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Merck KGaA Öko-Institut e.V. Passivhaus Institut PEN-Zentrum Deutschland e.V. Verwaltungsgericht Darmstadt SAP SE Schader-Stiftung Software AG Staatstheater Darmstadt Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt Technische Universität Darmstadt WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0026
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 23.01.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00