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2018/0026

Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 23.01.2018

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Punkt 7: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2018/0026) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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Punkt 24: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2018/0026) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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Punkt 5: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2018/0026) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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3365 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
24.01.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 15 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0026 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
40 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 23.01.2018 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das vorliegende Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Memorandum Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 31.01.2018 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Januar 2018  
 
Auf gemeinsame Initiative von Alois Schader, Stifter der Schader -Stiftung, Prof. Dr. Hans 
Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, und Oberbürgermeister Jochen Partsch hin hat 
sich 2014 der Runde Tisch Wissenschaftsstadt gegründet. Dem Runden Tisch gehören die 
Hausspitzen der wissenschaftlichen Institutionen, Hochschulen und größten forschenden 
Unternehmen an. Er tagt regelmäßig, jeweils im Wechsel zwischen dem Stiftungszentrum der 
Schader-Stiftung und einem der Mitglieder. Organisatorisch begleitet wird das Format von 
den drei impulsgebenden Einrichtungen.  
 
Der Runde Tisch zielt darauf ab, Kooperationen zwischen den teilnehmenden Organisationen 
zu befördern, den persönlichen Kontakt der wichtigsten  Persönlichkeiten aus Wissenschaft 
und Forschung in Darmstadt zu pflegen sowie insbesondere eine Plattform zur Diskussion 
und gemeinsamen weiteren Profilierung Darmstadts als Stadt der Wissenschaft, Kunst und 
Hochtechnologie zu bieten. Dies impliziert auch  den Austausch über die aktuellen und 
zukünftigen Standortbedingungen der Wissenschaft vor Ort. Von den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern wird der Runde Tisch regelmäßig als großer Erfolg gewürdigt. Zur Vertiefung 
der inter- und transdisziplinären Kontakte i nnerhalb der lokalen Wissenschaftsszene hat er 
bereits einen signifikanten Beitrag geleistet.   
 
Auf Basis dessen hat der Runde Tisch im Zuge ausführlicher Diskussion und Rückkopplung 
als Selbstverpflichtung und Grundlage des weiteren Austausch s, aber auch als 
Diskussionsbeitrag zu Prozessen außerhalb des eigentlichen Formats ein "Memorandum zur 
Wissenschaftsstadt Darmstadt" entwickelt. Dieses wurde am 24. Januar verabschiedet. Es 
belegt, dass Wissenschaft und Forschung die wesentlichen Motoren der Entwickl ung und des 
Erfolgs von Darmstadt sind bzw. in Zukunft weiter sein werden. Es wird empfohlen, das 
Papier als ein Grundlagenpapier auch in weiterführende Stadtentwicklungsprozesse 
einfließen zu lassen, z.B. im Bereich des Masterplans 2030+.  
 
 
 
Darmstadt, de n 23. Januar 2018  
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch  
Oberbürgermeister

2018/0026

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
24.01.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0026 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Runder Tisch Wissenschaftsstadt - Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 23.01.2018  
 
Beschlussvorschlag : 
Das vorliegende Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
 
Anlagen: Memorandum Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23. Januar 2018  
 
Auf gemeinsame Initiative von Alois Schader, Stifter der Schader -Stiftung, Prof. Dr. Hans 
Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, und Oberbürgermeister Jochen Partsch hin hat 
sich 2014 der Runde Tisch Wissenschaftsstadt gegründet. Dem Runden Tisch gehör en die 
Hausspitzen der wissenschaftlichen Institutionen, Hochschulen und größten forschenden 
Unternehmen an. Er tagt regelmäßig, jeweils im Wechsel zwischen dem Stiftungszentrum der 
Schader-Stiftung und einem der Mitglieder. Organisatorisch begleitet wird das Format von 
den drei impulsgebenden Einrichtungen.  
 
Der Runde Tisch zielt darauf ab, Kooperationen zwischen den teilnehmenden Organisationen 
zu befördern, den persönlichen Kontakt der wichtigsten Persönlichkeiten aus Wissenschaft 
und Forschung in Darmst adt zu pflegen sowie insbesondere eine Plattform zur Diskussion 
und gemeinsamen weiteren Profilierung Darmstadts als Stadt der Wissenschaft, Kunst und 
Hochtechnologie zu bieten. Dies impliziert auch den Austausch über die aktuellen und 
zukünftigen Standort bedingungen der Wissenschaft vor Ort. Von den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern wird der Runde Tisch regelmäßig als großer Erfolg gewürdigt. Zur Vertiefung 
der inter- und transdisziplinären Kontakte innerhalb der lokalen Wissenschaftsszene hat er 
bereits einen signifikanten Beitrag geleistet.   
 
Auf Basis dessen hat der Runde Tisch im Zuge ausführlicher Diskussion und Rückkopplung 
als Selbstverpflichtung und Grundlage des weiteren Austausch s, aber auch als 
Diskussionsbeitrag zu Prozessen außerhalb des eigentl ichen Formats ein "Memorandum zur 
Wissenschaftsstadt Darmstadt" entwickelt. Dieses wurde am 24. Januar verabschiedet. Es 
belegt, dass Wissenschaft und Forschung die wesentlichen Motoren der Entwicklung und des 
Erfolgs von Darmstadt sind bzw. in Zukunft wei ter sein werden. Es wird empfohlen, das 
Papier als ein Grundlagenpapier auch in weiterführende Stadtentwicklungsprozesse 
einfließen zu lassen, z.B. im Bereich des Masterplans 2030+.  
 
 
 
Darmstadt, den 23. Januar 2018  
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch  
Oberbürgermeister

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Runder Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt

2 
  
 
 
Memorandum zur Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Seit 20 Jahren trägt die Stadt Darmstadt den Titel „Wissenschaftsstadt“ –  und zwar zu 
Recht. Drei Hochschulen, zahlreiche forschende Unternehmen und wissenschaftliche 
Institute prägen die Stadt, Tausende von Menschen sind in Forschung, Wissenschaft und 
verwandten Bereichen tätig. Der Titel „Wissenschaftsstadt“ drückt weit mehr aus als die 
quantitative Häufung von Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt. Der offizielle Stadtname 
„Wissenschaftsstadt Darmstadt“ beschreibt das Ist und das Soll Darmstadts –  
Wissenschaftsstadt ist fester Identitäts-Bestandteil, Motor der Stadtentwicklung und 
Zukunftsperspektive zugleich. 
Am „Runden Tisch Wissenschaftsstadt“ sind die Spitzen der Hochschulen, 
Forschungsinstitute sowie der forschenden Unternehmen und Organisationen Darmstadts 
versammelt. Seit 2014 tagen sie regelmäßig zusammen mit dem Oberbürgermeister. Der 
„Runde Tisch Wissenschaftsstadt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Herausforderungen 
des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Darmstadt gemeinsam in den Blic k zu 
nehmen. Es gilt, Darmstadts besondere Qualitäten als Wissenschaftsstadt zu identifizieren, 
um sie weiter zu fördern und zu entwickeln.  
 
Darmstadt ist mit rund 160.000 Einwohnern eine kompakte Großstadt der kurzen Wege. 
Binnen 15 Minuten können die maßgeblichen Institutionen erreicht werden, der Stadtkörper 
hat kaum vier Kilometer Durchmesser. Die Nähe von Instituten, Wohngebieten, Geschäften 
und kulturellen Einrichtungen fördert Kommunikation, interdisziplinäre Kontakte und 
Netzwerke. Neu-Darmstädter erleben die Stadt als einen offenen Campus, eine inspirierende 
eigene Stadt der Wissenschaften. Zugleich liegt die kleine Großstadt im globalen Maßstab 
absolut zentral, nur 20 Minuten vom internationalen Verkehrsknoten Frankfurt entfernt. I m 
Zentrum Europas gelegen, ist Darmstadt Teil der beiden Metropolregionen Frankfurt-Rhein-
Main und Rhein-Neckar.  
Diese spezielle Mischung aus weltweiter Zentralität und lokaler Überschaubarkeit von 
Stadtraum und Stadtgesellschaft ist eine ganz besondere Qualität Darmstad ts, die viele 
weitere Vorzüge der Stadt begünstigt. Bemerkenswert ist –  gemessen an der Einwohnerzahl 
der Stadt –  ihr Reichtum geistigen Lebens, ihre enorme Vielfalt kultureller, gesellschaftlicher 
und wissenschaftlicher Aktivitäten, zudem eng verbunden mit einem produzierenden Kern. 
Diese innere Größe macht die Stadt international sichtbar. Der Horizont der alltäglichen 
Arbeit in den forschenden Unternehmen, internationalen Organisationen und 
wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt ist weltweit –  oder jedenfalls europäisch. Die 
Wissenschaftsstadt bringt Menschen aus vielen Nationen an diesem Ort zusammen, und so 
ist Internationalität selbstverständlicher Bestandteil des städtischen Lebens.  Das Rhein-
Main-Gebiet mit den Nachbarstädten Frankfurt, Wiesbaden und Mainz sowie die nahe 
Metropolregion Rhein-Neckar mit Heidelberg und Mannheim bieten eine Fülle weiterer 
Bildungs- und Kulturangebote wie die Chance zu vielfältigen Kooperationen. Darmstadt 
wahrt als Stadt ein menschliches Maß und offeriert die Optionen einer Metropole –  inmitten 
zweier Metropolregionen.

3 
  
Der Titel „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ sollte von Beginn an den Blick auf die hier 
vorhandenen, besonders günstigen Bedingungen geistig-technischer Entwicklungen lenken, 
als Grundlagen wirtschaftlicher Prosperität und hoher Lebensqualität. Der Begriff 
Wissenschaftsstadt umfasst folglich weit mehr als universitäre Forschung und Lehre, er 
deckt alle Stufen der Wertschöpfungsketten ab, von der Grundlagenforschung bis hin zur 
technologisch anspruchsvollen Produktion. Die Pflege des Wissenschaftsstandorts und die 
Entwicklung seiner harten und weichen Standortfaktoren sind unverzichtbar. Doch es greift 
zu kurz, eine Wissenschaftsstadt alleine als konzentrierte Ballung von Einrichtungen, 
Organisationen und Infrastrukturen sowie der darin wissenschaftlich Arbeitenden zu 
begreifen. Wird Wissenschaftsstadt als Zukunftsperspektive und Entwicklungsstrategie 
verstanden, so müssen auch die geistig-kulturellen Rahmenbedingungen für 
Wissensproduktion und Innovation betrachtet werden.  
 
Neues entsteht, wenn unterschiedlichste Elemente in Berührung kommen und aufeinander 
reagieren. Kreative, innovationsfreundliche Milieus zeichnen sich dadurch aus, dass sie 
vielfältige Gelegenheiten zu solchen Begegnungen und Reaktionen geben. Räumliche Nähe, 
die Ballung wissenschaftlicher-technischer Einrichtungen und forschender Unternehmen ist 
ein wesentlicher Teil dieser Gelegenheitsstruktur. Und es braucht soziale Nähe: Menschen, 
die Zugang zu anderen Menschen schaffen, Gelegenheit zu Kontakt und Austausch, zu 
Verbindungen zwischen Personen unterschiedlichster Herkunft. Doch selbst eine günstige 
räumliche und soziale Gelegenheitsstruktur hilft wenig, wenn es an geistiger Offenheit 
mangelt. 
Geistige Erkenntnis, Kreativität und die Künste gedeihen an bestimmten Orten besonders 
gut. Die besonderen Qualitäten kreativer Orte, überhaupt der spezielle Charakter einer 
ganzen Stadt, sind nur schwer zu fassen. Und doch prägt auf eine komplexe Weise der „Geist 
einer Stadt“ die an diesem Ort lebenden Menschen und ihr Tun. Es scheint eine Art Essenz 
aus Topographie, Klima, Ökonomie, Sprache und Kultur zu sein, die Denken und Handeln an 
einem Ort formt und damit dessen geistiges Klima. Dieses spezielle Etwas einer Stadt, seit 
der Antike als „Genius Loci“ bezeichnet, versucht heute die Stadtforschung etwa in 
Kreativitätsindizes zu erfassen und als Eigenlogik der Stadt zu analysieren. Der „Geist der 
Stadt“ gilt dabei nicht als unabänderlicher Wesenszug des Ortes, sondern als lebendiges, 
historisch gewachsenes und damit auch vergängliches Phänomen. 
In Darmstadt stechen drei Aspekte dieses Genius Loci besonders hervor, die intellektueller 
Kreativität und wissenschaftlichem Denken ein ideales geistiges Lokalklima bereiten. Da ist 
vor allem anderen eine umfassende Neugier auf die Welt zu nennen und der Wunsch, bislang 
Unbekanntes zu erkunden und verstehen zu wollen. Darmstadt ist eine der besonderen 
Städte, in denen das kühne, universalistische Erkenntnisideal der Aufklärung, alles Wissen 
der Zeit an einem Ort zu versammeln und es als Zusammenhang erlebb ar zu machen, in 
Gestalt eines Universalmuseums erhalten geblieben ist. Neugier auf die Welt als Ganzes und 
in ihrer Vielfalt zeigen die Forschungseinrichtungen, die den Aufbau der Materie bis in die 
kleinsten Teilchen zu verstehen suchen und die vor Ort mit Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftlern zusammenarbeiten können, die das Weltall und dessen Entwicklung 
erkunden. Solch breite Neugier auf die Welt lebt von der Fähigkeit zu grenzüberschreitender 
Kooperation, sei es über fachliche Grenzen hinweg oder zwischen Staaten wie z.B. in der 
europäischen Raumfahrt und der Wetterbeobachtung aus dem All..

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Gesellschaftliche Herausforderungen sind zusätzlicher Ansporn der wissenschaftlichen 
Neugier: Neue Fragen, wie die Suche nach Energiesystemen der Zukunft oder nach 
Sicherheit in der digitalisierten Welt werden hier früh gestellt und es werden Antworten aus 
vielen Perspektiven zugleich gesucht. Trotz des klaren naturwissenschaftlich-technischen 
Schwerpunkts ist das Geistesleben der Stadt nicht „single-minded“. Die Neugier beschränkt 
sich nicht auf Technisches, wie auch eine ebenso forschende, lehrende und quicklebendig 
agierende Kunst-, Musik-, Theater- und Literaturszene zeigt. 
Ein weiterer Aspekt der wissenschaftsfreundlichen Darmstädter Mentalität ist die 
Bereitschaft zum Experiment, zum Erproben neu gewonnenen Wissens. Neue Konzepte in 
der Praxis zu testen, fällt Wissenschaftlern hier ausgesprochen leicht, und dies gilt für die IT -
Sicherheit genauso wie für die Soziale Arbeit. Nähe und Neugier schaffen off enbar 
Vertrauensgrundlagen für die Bereitschaft zum Experiment und zum intersektoralen 
Austausch. Dass Ideen in Gestalt und Form gebracht werden sollten, dass frisch gewonnenes 
Wissen in seiner Anwendung weiterentwickelt, aber genauso künstlerisch wie 
unternehmerisch erprobt werden kann, ist fester Bestandteil dieses Darmstädter „Mindsets“. 
Ein Resultat sind zahlreiche, wissensbasierte Unternehmensgründungen.  
Ganz selbstverständlich gehen die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger davon aus, dass 
Ideen der Wissenschaft in ihrer Wissenschaftsstadt rasch Wirklichkeit werden. Der Titel 
„Wissenschaftsstadt“ wird von ihnen auch konkret und unmittelbar als Anspruch auf eine 
besser gestaltete und funktionierende Stadt begriffen. Die Wissenschaftsstadt, so die 
Erwartung, beweist sich im Alltag mit durchdachten Konzepten auf hohem Niveau. Neugier 
und Bereitschaft zum Ausprobieren zeigen sich auch in der großen Offenheit Darmstadts 
gegenüber der praktischen Erkundung der „Digitalen Stadt“ mit einer Vielzahl von 
Pilotprojekten. Hier –  wie auch in anderen Vorhaben - kooperiert Wissenschaft wieder eng 
mit Unternehmen, Bürgerschaft und Einrichtungen der öffentlichen Hand.  
In einer solchen Kultur der Neugier und des Schöpferischen sind sich unterschiedliche 
intellektuelle Welten nicht fremd. In Darmstadt ist man stolz darauf, den Dialog zwischen 
Wissenschaft, Kultur und Praxis zu pflegen. Kunst und Wissenschaft sind in Darmstadt keine 
Gegensätze, und Kultur gilt nicht als bloßes Begleitprogramm zur Unterhaltung. Nicht der 
Rückzug in die eigene Fachwelt, sondern ein Austausch mit Laien und Experten anderer 
Disziplinen zählt zum guten Ton. Besonders hoch geschätzt werden Diskurse, die 
künstlerischen Ausdruck und wissenschaftliches Denken vereinen und dazu noch Brück en 
zwischen rein akademischen Zirkeln und dem breiten Publikum bauen. Die Erfindung des 
Science Slam ist ebenso Ausdruck dieser Haltung wie die Tradition der Darmstädter 
Gespräche. 
Diese mentalen Standortqualitäten der Stadt mögen nicht sofort ins Auge fal len, denen aber, 
die Darmstadt kennengelernt haben, bleiben sie anhaltend im Gedächtnis. Die speziellen 
Qualitäten Darmstadts sind eine wichtige Grundlage für die Entfaltung von Wissenschaften, 
Technik und den Künsten in dieser Stadt. Daraus erwächst für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt auch die Verpflichtung, diese Qualitäten zu bewahren und weiter zu fördern. 
Gemeinsame Kommunikation ist dazu elementar.

5 
  
Wir, der „Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt“, wollen daher weiterhin die Offenheit 
zum Gespräch und den Dialog über bewegende Fragen der Zeit pflegen –  darmstadtweit, 
über die Grenzen der verschiedensten Gebiete der Wissenschaft und Künste hinaus. Für die 
Zukunft der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehen wir drei große Aufgabenbereiche, denen 
wir uns gemeinsam widmen wollen. Wo immer es uns möglich ist, möchten wir zu deren 
Lösung mit der Expertise unserer Einrichtungen beitragen. 
Erstens gilt es, die besonderen Qualitäten der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu bewahren 
und weiter auszubauen: Die Dichte und Vielfalt wissenschaftlicher, technischer und 
kultureller Aktivitäten in einer global zentralen und zugleich überschaubaren Stadt der 
kurzen Wege. Die Offenheit und Internationalität sowie die Bereitschaft, Neues zu erproben. 
Die Fähigkeit zu Erneuerung, zu Innovation und die Bereitschaft, der Zukunft Raum zu 
geben. Das wollen wir aktiv fördern, im Großen wie im Kleinen. 
Zweitens gilt es, den großen Wachstumserfolg der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
fortzuführen, ohne dabei die Grundlagen dieses Erfolges, nämlich ihre besonderen 
Qualitäten zu gefährden. Genau wie Wohnen, Infrastruktur und Verkehr spüren auch 
Wissenschaft, Kultur und forschende Unternehmen den Entwicklungsdruck. Wir werden uns 
gemeinsam für Entwicklungspfade einsetzen, die bestmögliche Bedin gungen für die 
Entfaltung von Wissenschaften, Technik und Kultur, für wissenschaftliche Erkenntnis und 
deren Anwendung zum Maßstab haben. 
Drittens gilt es, die Verknüpfung der Wissenschaftsstadt mit der Region weiter zu 
entwickeln. Nähe und fachliche Vielfalt sind hervorragende Ausgangsbedingungen für 
produktive Kooperationsbeziehungen zum Nutzen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und 
der dort beheimateten Einrichtungen. Die Region bietet eine strategische 
Entwicklungsperspektive für die Koproduktion von Wissenschaft und Anwendung, die wir 
gemeinsam weiter suchen wollen. 
 
Darmstadt, im  Januar 2018 
 
Akademie für Tonkunst 
cesah GmbH Centrum für Satellitennavigation Hessen 
Deutsches Polen-Institut 
ENTEGA AG 
ESA/ESOC - European Space Agency 
EUMETSAT 
Evangelische Hochschule Darmstadt 
EVONIK Industries AG 
FAIR - Facility for Antiproton and Ion Research Europe 
Forschungsring für Biologisch-Dynamische 
Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung 
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit 
Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

6 
  
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH 
Hessisches Landesmuseum 
Hessisches Landesarchiv –  Hessisches Staatsarchiv Darmstadt  
Hochschule Darmstadt 
IBK - Institut für das Bauen mit Kunststoffen e.V.  
Industrie- und Handelskammer Darmstadt 
Institut Mathildenhöhe 
Internationales Musikinstitut Darmstadt (IMD) 
IWU - Institut Wohnen und Umwelt GmbH 
Jazzinstitut Darmstadt 
Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen 
Merck KGaA  
Öko-Institut e.V.  
Passivhaus Institut 
PEN-Zentrum Deutschland e.V. 
Verwaltungsgericht Darmstadt 
SAP SE 
Schader-Stiftung 
Software AG 
Staatstheater Darmstadt 
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt 
Technische Universität Darmstadt 
WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 
Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Details

Vorlagen-Nr.
2018/0026
Typ
Magistratsvorlage
Datum
23.01.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00