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V/0630/2023

Straßenbenennung im Bebauungsplan Nr. 612 Weseler Straße / Kolde-Ring

Vorlagen 19.10.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 14.11.2023, TOP 5.2

Anlage A

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Anlage1_Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

1468 Zeichen

Anlage A zur V/0630/2023 
Kurzüberblick 
 
Die private innere Erschließungsstraße im Bebauungsplan Nr. 612 Weseler Straße / Kolde-Ring 
erhält den Namen ‚Auf der Friedrichsburg‘. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Der Straßenname mit Bezug zur Ortsgeschichte dient dem Ziel die Identität eines Ortes – seiner 
Herkunft, seiner Geschichte oder seiner Eigenheiten – bewusst zu machen. Er weist auf den Na-
mensursprung als Adelshof von Friedrich Freiherr von Galen und auf den ehemaligen Standort 
des Klosters der Vorsehungsschwestern hin. Der neue Straßenname ‚Auf der Friedrichsburg‘ 
kann als sichtbares Bindeglied und zur Identifikation des neuen Stadtquartiers dienen.  
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 09 02 Vermessung, Kataster und Geoinformation 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
Durch den Beschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten und keine Folgekosten. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine

Anlage1_Beschlussvorlage

207 Zeichen

Übersichtsplan zur Vorlage an die Bezirksvertretung Münster-Mitte Nr. V/0630/2023
Anlage 1
Auf der Friedrichsburg
Auf der Friedrichsburg
Auf der Friedrichsburg
Maßstab  1 : 2.500
Vermessungs- und Katasteramt

Beschlussvorlage

6522 Zeichen

V/0630/2023 
V/0630/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Straßenbenennung im Bebauungsplan Nr. 612 Weseler Straße / Kolde-Ring 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Die innere Erschließungsstraße im Bebauungsplan Nr. 612 Weseler Straße / Kolde-Ring erhält den 
Straßenname ‚Auf der Friedrichsburg‘ entsprechend der Darstellung im beiliegenden Übersichtsplan. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. 
 
 
Begründung: 
 
Das Gelände der ehemaligen Friedrichsburg im Eckbereich Weseler Straße / Kolde-Ring war Sitz 
des Ordens der Vorsehungsschwestern. Nach dem Umzug der Ordensgemeinschaft in das neue 
Provinzhaus an der Offenburgstraße 15 (direkt westlich neben dem Plangebiet) wurde der größte 
Teil des Grundstücks an die LVM Versicherung veräußert. Diese entwickelt hier das ‚Klosterareal 
Pluggendorf‘, ein urbanes Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen, schwerpunktmäßig Wohnen.  
Für den Bereich des Bauprojekts ‚Klosterareal Pluggendorf‘ sieht der Bebauungsplan Nr. 612 We-
seler Straße / Kolde-Ring weitestgehend (Auto-)verkehrsfreie Innenbereiche vor. Die inneren Er-
schließungswege sind ausschließlich für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen (mit Ausnahme für 
Rettungsfahrzeuge sowie z. T. für Ver- und Entsorgungsfahrzeuge). Diese Verkehrsflächen bleiben 
zukünftig im privaten Eigentum und werden mit Geh- und Radfahrrechten zugunsten der Öffentlich-
keit belastet. Entsprechende Regelungen wurden in den dazugehörigen städtebaulichen Vertrag 
aufgenommen.  
Vermessungs- und 
Katasteramt 
 
27.10.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schw abe 
Telefon: 492-6235 
Schw abeNora@stadt-
muenster.de

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V/0630/2023 
Die innere Erschließung des Plangebietes erfolgt über eine Ost-West-Achse von der Weseler Stra-
ße in Richtung Hoppendamm. An diese Verbindung schließen in Richtung Süden verlaufende Er-
schließungswege an, die an den Kolde-Ring anknüpfen. (Siehe Übersichtsplan Anlage 1)  
Das Nutzungskonzept sieht eine überwiegend wohnbauliche Nutzung im Norden des Plangebietes 
und innerhalb des Quartiers vor. Entlang der inneren Erschließungswege ergeben sich so mehr als 
dreißig Hauseingänge, die nummeriert werden müssen.  
Die Eingänge die direkt an der Weseler Straße oder am Kolde-Ring liegen, werden zu diesen Stra-
ßen nummeriert. Die nördlichen Baublöcke erhalten Hausnummern zur Körnerstraße. Eine Num-
merierung der Eingänge im inneren Plangebiet zu den beiden Haupterschließungsstraßen Weseler 
Straße und Kolde-Ring würde jedoch unübersichtlich und verwirrend. Zumal auch Gewerbetreiben-
de, zum Beispiel mehrere Arztpraxen, davon betroffen sind, für die eine gute Auffindbarkeit drin-
gend erforderlich ist. 
Aus ordnungsrechtlicher Sicht besteht deshalb die Notwendigkeit, hier einen neuen Straßennamen 
zu vergeben. Straßennamen und Hausnummern dienen zur Orientierung, zur Auffindbarkeit und 
zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Auch wenn es sich hier um eine pri-
vate und nicht um eine öffentliche Verkehrsfläche handelt, ist die Gemeinde zu einer Neubenen-
nung ermächtigt und verpflichtet. 
Als neuer Straßenname wird in Anlehnung an die historische Ortsbezeichnung ‚Auf der Friedrichs-
burg‘ vorgeschlagen.  
Auf dem zu bebauenden Areal befand sich seit 1888 das Kloster ‚Friedrichsburg‘ der Schwestern 
von der Göttlichen Vorsehung. In alten Karten, z. B. Ausschnitt aus der Preußischen Neuaufnahme 
von 1897 und im Urkataster von 1828, wird der Eckbereich Weseler Straße / Kolde-Ring mit Fried-
richsburg bezeichnet.  
Laut LWL-GeodatenKultur geht die Bezeichnung der Anlagen als Friedrichsburg ‚auf Friedrich 
Christian Joseph Freiherr von Galen zurück, der an dieser Stelle einen vom Barockbaumeister 
Gottfried Laurenz Pictorius entworfenen Adelshof seit etwa 1725 bewohnte.‘ Friedrich Freiherr von 
Galen (1689 – 1748) stammt aus der westfälischen Adelsfamilie von Galen. Er war Domherr und 
ab 1732 Domdechant unter dem Münsteraner Fürstbischof Clemens August von Bayern. ‚1851 
wurde der Landsitz mit den anliegenden Gärten an den Jesuitenorden verkauft... ‚1842 wurde die 
Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung in Münster St. Mauritz gegrün-
det... Nach der zeitweisen Verbannung der Schwestern im Zuge des preußischen Kulturkampfes 
hat sich der Orden seit 1888 in der Friedrichsburg niedergelassen. Von 1892 bis 1954 war die An-
lage das Generalmutterhaus des Ordens.‘ 
Auf der Internet Seite MÜNSTERPLUS heißt es: ‚Die Friedrichburg war nie eine Burg. Der Name 
Friedrichsburg ist eher volkstümlich entstanden und hat sich durchgesetzt.‘ 
Somit ist der Eckbereich Weseler Straße / Kolde-Ring als Friedrichsburg – in Verbindung mit Klos-
ter und Altenheim - allgemein bekannt. Das Kloster hat eine ganze Ära geprägt und das angren-
zende Altenheim-Friedrichsburg liegt zwar an der Offenbergstraße wurde aber offiziell mit der histo-
rischen Ortsbezeichnung benannt. 
Die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung sind auch weiterhin vor Ort präsent. Sie haben unmit-
telbar westlich an das Plangebiet angrenzend ein neues Provinzhaus bezogen. Das bestehende 
Wohn- und Bürogebäude der Ordensschwestern befindet sich im Nord-Westen des Stadtquartiers an 
der Straße Hoppendamm. Eine langgezogene Grünanlage mit Spielgelegenheiten (grünes Band) ist 
im Westen im Übergang zu den bestehenden Gartenflächen des neuen Schwesternwohnheims des

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V/0630/2023 
Ordens geplant. Die alte Klosterkapelle bleibt bestehen und grenzt nördlich an die zukünftige Grünflä-
che.  
Als historische Ortsbezeichnung mit tiefer Verwurzelung sowohl in der Stadtgeschichte als auch in 
der Stadtgesellschaft, bietet sich eine Straßenbenennung mit dem Bestimmungswort Friedrichsburg 
an. So kann trotz vollkommen neuer Eigentumsverhältnisse und Nutzungen und der Wandlung von 
einem Adelshof zu einem Kloster und weiter zu einem urbanen vielfältig durchmischten Stadtquartier, 
eine Kontinuität und Erinnerung gewahrt werden. Alt und neu fügt sich zusammen und der neue Stra-
ßenname ‚Auf der Friedrichsburg‘ kann als sichtbares Bindeglied und zur Identifikation des neuen 
Stadtquartiers dienen. 
Sowohl die LVM-Versicherung als Bauherrin, als auch die Ordensgemeinschaft der Schwestern von 
der Göttlichen Vorsehung haben keine Einwände gegen die neue Straßenbezeichnung.  
 
 
In Vertretung 
gez. 
Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
Anlagen 
Anlage 1  Übersichtsplan   
Anlage A

Beratungsverlauf (1)

14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Weseler Straße
  • Körnerstraße
  • Offenbergstraße
  • Kolde-Ring
  • Pluggendorf
  • Hoppendamm

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0630/2023
Typ
Vorlagen
Datum
19.10.2023
Erstellt
19.10.2023 18:11