3026/2020
Neubesetzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/161/3 Vorlagen-Nummer 3026/2020 Freigabedatum 07.12.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Neubesetzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: I. Der Rat beschließt, die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (Stadt- AG LST) mit folgenden neun Organisationen und Selbsthilfegruppen als stimmberechtigte Mitglieder zu besetzen: 1. anyway e.V. 2. Aidshilfe Köln e.V. 3. rubicon e.V. 4. KLuST e.V. (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.) 5. SCHLAU Köln e.V. 6. TXKöln (Selbsthilfeverein für transgeschlechtliche Menschen) 7. SC Janus e.V. 8. Wirtschaftsweiber e.V. (Regionalgruppe NRW) 9. Völklinger Kreis e.V. (Regionalgruppe Köln) Die genannten Organisationen und Selbsthilfegruppen entsenden je eine Person als stimmbe- rechtigtes Mitglied gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 der Geschäftsordnung der StadtAG LST. II. Weiterhin beschließt der Rat, die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (StadtAG LST) mit folgenden sechs Organisationen und Selbsthilfegruppen als stellvertreten- de stimmberechtigte Mitglieder zu besetzen: 1. Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V. für SCHLAU Köln e.V. 2. LSVD NRW e.V. für SC Janus e.V. 3. Wirtegemeinschaft Schaafenstraße e.V. für Völklinger Kreis e.V. 4. Rheinfetisch e.V. für KLuST e.V. 5. IG Dyke* March Cologne für Wirtschaftsweiber e.V. 6. St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft e.V. für TXKöln Auch diese Organisationen und Selbsthilfegruppen entsenden je eine Person als Vertreterin oder Vertreter gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Geschäftsordnung der StadtAG LST. Ausschuss Soziales und Senioren 14.01.2021 Rat 04.02.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Der Ausschuss für Soziales und Senioren hat in seiner Sitzung am 05.05.2011 die aktuelle Fassung der Geschäftsordnung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (GO der StadtAG LST) beschlossen (Vorlage 1462/2011). Gemäß § 2 Absatz 3 der GO der StadtAG LST legt die Verwaltung dem Ausschuss für Soziales und Senioren einen Vorschlag für die neun stimmberechtigten Mitglieder und die neun stellvertretend stimmberechtigten Mitglieder vor, der vom Rat auf Empfehlung des Ausschusses beschlossen wird. Auswahlverfahren Die Stadt Köln hat nach der Neuwahl des Rates mit einer am 23.09.2020 veröffentlichten Pressemit- teilung Organisationen und Selbsthilfegruppen für und von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) aufgerufen, sich um eine Mitgliedschaft in der StadtAG LST zu bewerben. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 23.10.2020 haben sich 16 Organisationen und Selbsthilfe- gruppen um einen Sitz beworben. 15 Bewerbungen lagen - wie gefordert - Voten anderer Organisati- onen bei. Die Bewerbung ohne Voten (von „Queeramnesty Gruppe Köln, Amnesty International“) musste gemäß § 2 Absatz 3 der GO der StadtAG LST als unvollständig bewertet werden und konnte im weiteren Besetzungsverfahren nicht berücksichtigt werden. Da die Anzahl der zu berücksichtigenden 15 Bewerbungen die Anzahl der insgesamt zu besetzenden 18 Sitze nicht übersteigt, sind die Sitze nach einem Ranking auf die sich bewerbenden Organisatio- nen und Selbsthilfegruppen zu verteilen. Die Reihenfolge ergibt sich aus einem Ranking gemäß § 2 Abs. 3 der Geschäftsordnung der StadtAG LST. Danach wurden fünf gleichberechtige Auswahlkriterien (Dauer des Bestehens der Organisation, Mitgliederzahl, Beratungszahlen, Anzahl der Kooperationsprojekte, regionaler Bezug zu Köln) sowie die mit der Bewerbung eingereichten Unterstützervoten anderer Organisationen bewertet. Vertretungsregelung Der Vorschlag der Verwaltung zur Vertretungsregelung orientiert sich u.a. daran, welche Organisatio- nen sich gegenseitig Unterstützervoten gegeben haben. Eine thematische oder inhaltliche Überein- stimmung in den Zielen oder dem Selbstverständnis der sich vertretenden Organisatio- nen/Selbsthilfegruppen ist dabei nicht zwingend erforderlich. Da sich gemäß der § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Geschäftsordnung die StadtAG LST aus je neun stimmbe- rechtigten und neun stellvertretend stimmberechtigten Mitgliedern zusammensetzt, schlägt die Ver- waltung vor, dass die drei verbleibenden Stellvertretungssitze mit den im Ranking der stimmberech- tigten Mitglieder auf den Plätzen 1 bis 3 stehenden Organisationen (anyway e.V., Aidshilfe Köln e.V. und rubicon e.V.) besetzt werden. Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST
Anlage 1 Beschreibung Organisationen Neubesetzung StadtAG LST
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Anlage 1 zu Vorlage 3026/2020: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST 161/3 Seite 1 von 4 1. Vorschlag stimmberechtigte Mitglieder Der Vorschlag der Verwaltung für die Besetzung der stimmberechtigten Mitglieder der StadtAG LST wird in Anwendung der Geschäftsordnung folgendermaßen begründet: 1.1. anyway e.V. Das Kölner Jugendzentrum anyway war 1998 Europas erstes Jugendzentrum, das damals speziell für homo-, bi- und transsexuelle Jugendliche gegründet wurde. Seit 2011 liegt die Trägerschaft beim anyway e.V., dessen Beratungsangebote und offene Jugendarbeit inzwischen jährlich über 1400 lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere (LSBT*Q) Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren mit insgesamt ca. 7700 Beratungskontakten erreicht. Café und weitere Räumlichkeiten des anyway bieten einen geschützten Rahmen für Einzelberatung, Gruppenarbeit, Events und Workshops sowie Raum für Informations-, Kultur- und Politikveranstaltungen. Ebenso wird HIV/STI-Prävention für Jugendliche angeboten. Ziel ist dabei die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von LSBT*Q-Jugendlichen sowie deren Partizipation und soziale Integration in der Stadtgesellschaft. Mit LSBT*Q-spezifischer Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit in Schulen, Jugendgruppen und Vereinen wendet sich der Verein auch an heteronormative und cis-geschlechtliche Jugendliche mit dem Ziel, gesellschaftliche Vorurteile abzubauen und Diskriminierung vorzubeugen. Das Jugendzentrum gehört der StadtAG LST seit ihrer Gründung im Jahre 2006 an. Die Bewerbung wurde durch 28 Voten anderer Organisationen unterstützt. 1.2. Aidshilfe Köln e.V. Seit 1985 setzt sich die Aidshilfe Köln e.V. für Menschen mit HIV und Aids ein. Der Verein steht für Gesundheitsförderung im Kontext von Verhaltens- und Verhältnisprävention, die Förderung partizipativer Selbsthilfe, die Entkriminalisierung und Entstigmatisierung von Menschen mit HIV und Aids sowie eine aktive Minderheitenpolitik für Schwule und alle anderen Gruppen der LSBTI-Communities ein. Zum Angebot zählen Beratung, Präventionsarbeit, Fortbildungen, Fachveranstaltungen, Betreutes Wohnen, Beratung und Betreuung im Kontext von Substanzkonsum, Youthwork in Schulen und Jugendeinrichtungen sowie ein Frauen- und Familienzentrum. Darüber hinaus richtet sich das Angebot des Aidshilfe Köln e.V. in Form von Aufklärungs- und Fortbildungsangeboten sowie Antidiskriminierungsarbeit auch an die gesamte Kölner Bevölkerung. Nach Aussage des Vereins werden mit den Angeboten der Aidshilfe Köln jährlich ca. 130.000 Beratungskontakte erzielt. Der Verein hat derzeit 117 Mitglieder und gehört der StadtAG LST seit ihrer Gründung an. Die Bewerbung wurde durch 18 Voten anderer LSBTI- Organisationen unterstützt. 1.3. rubicon e.V. 1975 als Sozialwerk gegründet, bietet rubicon e.V. psychosoziale Beratung und Unterstützung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queer lebende Menschen und Gruppen sowie ihre Familien und Wahlfamilien an. Es bestehen Beratungs-, Vernetzungs- und Fortbildungsangebote zu den Bereichen Antigewalt-Arbeit, Alter, Trans* Krisenberatung, HIV-Prävention, Migration und Integration, Elternschaft/Regenbogenfamilien und Mehrfachdiskriminierung. Rubicon e.V. ist ebenso Fachberatungsstelle für das Projekt „Schule der Vielfalt“. Die Vermittlung von LSBTI- und Diversity-Kompetenz sowie die Sensibilisierung und Aufklärung der Mehrheitsgesellschaft gehört ebenso zu den Aufgabenbereichen. 2019 konnten über 1200 Menschen mit über 3400 Beratungskontakten unterstützt werden. Der Verein arbeitet in einer Vielzahl von Gremien mit und gehört der StadtAG LST seit ihrer Einrichtung an. Die Bewerbung wurde durch 15 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST 161/3 Seite 2 von 4 1.4. KLuST e.V. (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.) Der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. besteht seit 1991 und kämpft nach eigenen Worten für die Gleichstellung von LSBTI-Menschen in der Gesellschaft und schafft Sichtbarkeit für die queere Community in Köln. Er ist Ausrichter des zweiwöchigen ColognePride, der jährlich am ersten Juli-Wochenende mit der Kölner CSD Demo/Parade seinen Abschluss findet. Laut Presseberichten wurde die CSD-Demo/Parade in den Jahren 2018 und 2019 von ca. 1.200.000 Menschen besucht und zählt damit zu einer der größten Pride-Veranstaltungen Europas. Ebenso ist der KLuST e.V. Ausrichter des IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit), der weltweit am 17. Mai begangen wird. Der Verein hat 298 Mitglieder, einen hauptamtlichen Geschäftsführer sowie einen mehrköpfigen ehrenamtlichen Vorstand. Der KLuST e.V. arbeitet in verschiedenen Gremien mit und versteht sich als Sprachrohr der LSBTI-Communities in Köln. Die Bewerbung wurde durch 14 Voten anderer Organisationen unterstützt. 1.5. SCHLAU Köln e.V. Der SCHLAU Köln e.V. wurde im April 2016 gegründet und leistet als gemeinnütziger Verein Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Das Angebot erreicht momentan jährlich ca. 1500 Jugendliche in Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen. Ziel der Workshops, die ehrenamtlich von LSBTI-Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schulen und Jugendeinrichtungen durchgeführt werden, ist es Homo- und Trans*-Feindlichkeit sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen sowie die Akzeptanz für Vielfalt zu fördern. So arbeitet SCHLAU Köln e.V. darauf hin, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe, körperlicher und seelischer Gesundheit, Bildung, Alter und politischer Überzeugung die gleichen Lebens- und Teilhabechancen haben. SCHLAU Köln e.V. hat sich erstmalig um eine Mitgliedschaft in der StadtAG LST beworben. Die Bewerbung wurde durch 19 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 1.6. TXKöln (Selbsthilfeverein für transgeschlechtliche Menschen) TXKöln ist ein Selbsthilfeverein für Menschen, deren Geburtsgeschlecht nicht mit dem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Seit 1995 wird trans- und intergeschlechtlichen Menschen ein wöchentlicher Austausch mit moderierten Gesprächen und persönlichen Beratungen ermöglicht. Auch werden Vorträge zu medizinischen, rechtlichen, sozialen und anderen Aspekten trans- und intergeschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen sowie Hilfen zur Integration im Alltag angeboten. Ebenso engagiert sich der Verein bei Kulturprojekten, partizipiert an Hochschulstudien und führt Seminare zum Thema Transgeschlechtlichkeit in Kölner Pflegeeinrichtungen durch. Seit 2011 ist TXKöln stimmberechtigtes Mitglied in der StadtAG LST. Die neue Bewerbung wurde durch 16 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 1.7. SC Janus e.V. Der SC Janus e.V. wurde 1980 gegründet. Gestartet als schwul-lesbischer Sportverein bietet er heute lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen sowie deren Freundinnen und Freunden mehr als 80 Sportangebote in 45 Sportarten an sieben Tagen der Woche an. Ziel des Vereins ist es, den 1620 Mitgliedern einen diskriminierungsfreien Raum zu geben, um gemeinsam Sport zu treiben, unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Alter, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Durch den Breitensport sowie Turniere, Workshops und Kurse des Vereins wird die soziale Integration gefördert. Heute ist der SC Janus e.V. der älteste und einer der mitgliederstärksten queeren Sportvereine in Europa. Er richtet regelmäßig Sportveranstaltungen aus, an denen Menschen aus ganz Europa teilnehmen, und entsendet die eigenen Mitglieder weltweit zu Wettkämpfen. Der SC Janus e.V. engagiert sich darüber hinaus für Gleichberechtigung, Toleranz und die Rechte von LSBTI-Personen. Er gehört der StadtAG LST seit ihrer Einrichtung an. Die Bewerbung wurde durch acht Voten anderer Organisationen der LSBTI-Communities unterstützt. Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST 161/3 Seite 3 von 4 1.8. Wirtschaftsweiber e.V. (Regionalgruppe NRW) Der Wirtschaftsweiber e.V. ist ein unabhängiges, überparteiliches Netzwerk für alle Frauen, die sich als lesbisch, Frauen liebend oder queer identifizieren und in Studium, Ausbildung oder als Fach- oder Führungskräfte im Berufsleben stehen. Der Verein, der NRW-weit 56 Frauen als Mitglieder hat, setzt sich für lesbische Sichtbarkeit in Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 stärken die Wirtschaftsweiber vor allem in Köln aber auch in anderen Großstädten in NRW die lesbische Identität und den beruflichen Fortschritt durch regionale Vernetzung, persönlichen Austausch und Weiterbildungsangebote. Sie organisieren Podiumsdiskussionen, Lesungen und Workshops, nehmen an Messen teil und halten Vorträge zu verschiedenen Themen und verbinden damit die Bereiche Soziales, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Die Wirtschaftsweiber waren in der vergangenen Ratsperiode kein Mitglied in der StadtAG LST, davor aber stellvertretend stimmberechtigtes Mitglied. Die Bewerbung wurde durch 24 Voten anderer LSBTI- Organisationen unterstützt. 1.9. Völklinger Kreis e.V. (Regionalgruppe Köln) Der Völklinger Kreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein nachhaltiges Diversity-Konzept in Firmen, Organisationen sowie der öffentlichen Verwaltung zu implementieren. Durch die Vernetzung schwuler Führungskräfte und Selbständiger auf kommunaler, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene wird Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit in Unternehmen und Verwaltungen gefördert. Mitglieder erfahren Unterstützung, z.B. beim Coming Out am Arbeitsplatz. Der Verein wurde 1991 als Berufsverband schwuler Männer gegründet, ist inzwischen aber offen für bisexuelle und Trans*Männer sowie Intersexuelle. Die Regionalgruppe Köln, die derzeit 63 Mitglieder hat, gehörte bereits in der vergangenen Ratsperiode der StadtAG LST als stimmberechtigtes Mitglied an. Die erneute Bewerbung wurde durch zehn Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 2. Vorschlag stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder Die folgenden Organisationen oder Selbsthilfegruppen werden von der Verwaltung als stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder vorgeschlagen: 2.1 Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V. Der Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V. arbeitet seit seiner Gründung als Willkommensinitiative im November 2015 für LSBTI-Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte in Köln und Umgebung. Ziel ist es Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte aus den LSBTI-Communities zu unterstützen, sichtbar zu machen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Neben der Organisation und Durchführung von Workshop- und Bildungsangeboten für LSBTI-Geflüchtete, LSBTI-Menschen mit Migrationsgeschichte sowie deren Unterstützer und Unterstützerinnen bietet der Verein auch Einzelfallhilfen wie die Vermittlung von und die Begleitung zu Beratungsangeboten an. Ebenso setzt sich der Verein gegen Rassismus, Homo- und Transfeindlichkeit sowie gegen Mehrfachdiskriminierung ein. Nach der Vereinsgründung im Jahre 2017 besteht der im Jahr 2020 neu gewählte Vorstand mehrheitlich aus Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Damit ist der Verein die erste LSBTI-Migrantenselbstorganisation in Köln. Der Verein, der momentan 46 Mitglieder hat und im Jahr 2019 knapp 650 Menschen unterstützen konnte, gehörte der StadtAG LST in der vergangenen Ratsperiode nicht an. Die Bewerbung wurde durch acht Voten anderer LSTBI-Organisationen unterstützt. Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST 161/3 Seite 4 von 4 2.2 LSVD NRW e.V. Der LSVD NRW e.V. wurde im Jahr 2003 gegründet und ist Teil des LSVD- Bundesverbandes und setzt sich für die Rechte von LSBTI-Menschen ein und fordert deren komplette rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung. Ebenso unterstützt er international LSBTI-Menschen und queere Geflüchtete und engagiert sich in Projekten für Demokratie und gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit. In der vergangenen Ratsperiode wurde der LSVD durch den Ortsverband Köln in der StadtAG LST vertreten. Da sich dieser im Oktober 2020 aufgelöst hat, bewirbt sich nun der LSVD NRW e.V. um einen Sitz. Der Verein hat NRW-weit ca. 1000 Mitglieder, davon 340 aus Köln. Die Bewerbung wird durch acht Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 2.3 Wirtegemeinschaft Schaafenstraße e.V. Die Wirtegemeinschaft Schaafenstraße wurde vor zwölf Jahren als Arbeitsgemeinschaft gegründet, seit 2016 ist sie ein Verein mit sieben Mitgliedern, bei denen es sich ausschließlich um Betriebe der Schaafenstraße handelt. Ziel ist es, über die Einzelinteressen der beteiligten sieben Wirte hinaus, den Betrieb des Safe-Spaces Schaafenstraße als wichtiges niederschwelliges Angebot zu etablieren und die Schaafenstraße dauerhaft als Schutzraum für LSBTI-Menschen in Köln zu sichern. Dafür koordiniert der Verein gemeinsame Angebote und Veranstaltungen in der Schaafenstraße, vernetzt sich mit der weiteren Szene-Gastronomie in Köln, den öffentlichen Stellen und den Mitgliedern der LSBTI-Communities. Der Verein bewirbt sich erstmalig um einen Sitz in der StadtAG LST und wird dabei durch sieben Voten von LSBTI-Organisationen unterstützt. 2.4 Rheinfetisch e.V. Der Rheinfetisch e.V. wurde 2005 gegründet und zählt aktuell 85 Mitglieder. Der Verein setzt sich für die Förderung der Leder-, Fetisch- und S/M-Szene von schwulen Männern in Köln und NRW ein. Weitere Ziele sind die Prävention vor ansteckenden Krankheiten, soziales Engagement und Benefizveranstaltungen. Die Aktivitäten des Vereins konzentrieren sich hauptsächlich auf Köln. Daneben gibt es nationale und europaweite Kontakte. In der letzten Ratsperiode war Rheinfetisch e.V. als stimmberechtigtes Mitglied in der StadtAG LST aktiv. Die Bewerbung wurde durch 13 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 2.5 IG Dyke* March Cologne Dyke* March Cologne ist eine Interessensgemeinschaft, die seit 2015 am Vorabend des Kölner CSD als queer-politische Ergänzung eine Demonstration zur Förderung von lesbischer und queerer Sichtbarkeit organisiert. Die Gruppe versteht sich „als Plattform, um die ganz unterschiedlichen Interessen und politischen Forderungen von Lesben/queerenFrauen/ frauenliebenden Frauen/genderqueeren Lesben zu präsentieren“. 2019 nahmen am Dyke* March Cologne ungefähr 3500 Menschen teil. Darüber hinaus wird durch Vernetzungsarbeit innerhalb und außerhalb Kölns die Sichtbarkeit und das Gehörtwerden lesbischer und queerer Frauen – auch innerhalb der LSBTI-Communities - aktiv eingefordert. Die IG Dyke* March Cologne hat der StadtAG LST bisher nicht angehört. Die Bewerbung wurde durch zehn Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 2.6 St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln von 2012 e.V. Die Schützenbruderschaft wurde um Jahr 2012 gegründet und hat derzeit 57 Mitglieder. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen dem eher konservativen Schützenwesen und der modernen lesbisch-schwulen Szene zu schlagen. Die Schützenbruderschaft richtet sich sowohl an Jugendliche wie auch Erwachsene, neben den Menschen der LSBTI-Communities steht die Schützenbruderschaft auch heterosexuellen Menschen offen. In der abgelaufenen Ratsperiode war der Verein stellvertretendes stimmberechtigtes Mitglied der StadtAG LST. Die Bewerbung wurde durch fünf Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3026/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 10.12.2020
- Erstellt
- 15.10.2020 14:07