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3026/2020

Neubesetzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 10.12.2020

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1 Beschreibung Organisationen Neubesetzung StadtAG LST

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

4832 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 3026/2020 
Freigabedatum 
07.12.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Neubesetzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
I. Der Rat beschließt, die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (Stadt-
AG LST) mit folgenden neun Organisationen und Selbsthilfegruppen als stimmberechtigte 
Mitglieder zu besetzen:  
 
1. anyway e.V. 
2. Aidshilfe Köln e.V. 
3. rubicon e.V. 
4. KLuST e.V. (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.)  
5. SCHLAU Köln e.V. 
6. TXKöln (Selbsthilfeverein für transgeschlechtliche Menschen) 
7. SC Janus e.V. 
8. Wirtschaftsweiber e.V. (Regionalgruppe NRW) 
9. Völklinger Kreis e.V. (Regionalgruppe Köln) 
 
Die genannten Organisationen und Selbsthilfegruppen entsenden je eine Person als stimmbe-
rechtigtes Mitglied gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 der Geschäftsordnung der StadtAG 
LST. 
 
II. Weiterhin beschließt der Rat, die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 
(StadtAG LST) mit folgenden sechs Organisationen und Selbsthilfegruppen als stellvertreten-
de stimmberechtigte Mitglieder zu besetzen: 
 
1. Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V.  für  SCHLAU Köln e.V. 
2. LSVD NRW e.V.      für  SC Janus e.V. 
3. Wirtegemeinschaft Schaafenstraße e.V.   für  Völklinger Kreis e.V. 
4. Rheinfetisch e.V.      für  KLuST e.V. 
5. IG Dyke* March Cologne     für  Wirtschaftsweiber e.V. 
6. St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft e.V.  für  TXKöln 
 
Auch diese Organisationen und Selbsthilfegruppen entsenden je eine Person als Vertreterin 
oder Vertreter gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Geschäftsordnung der  
StadtAG LST. 
 
Ausschuss Soziales und Senioren 14.01.2021 
Rat 04.02.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Der Ausschuss für Soziales und Senioren hat in seiner Sitzung am 05.05.2011 die aktuelle Fassung 
der Geschäftsordnung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (GO der 
StadtAG LST) beschlossen (Vorlage 1462/2011).  
Gemäß § 2 Absatz 3 der GO der StadtAG LST legt die Verwaltung dem Ausschuss für Soziales und 
Senioren einen Vorschlag für die neun stimmberechtigten Mitglieder und die neun stellvertretend 
stimmberechtigten Mitglieder vor, der vom Rat auf Empfehlung des Ausschusses beschlossen wird. 
Auswahlverfahren 
Die Stadt Köln hat nach der Neuwahl des Rates mit einer am 23.09.2020 veröffentlichten Pressemit-
teilung Organisationen und Selbsthilfegruppen für und von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- 
und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) aufgerufen, sich um eine Mitgliedschaft in der StadtAG 
LST zu bewerben. 
Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 23.10.2020 haben sich 16 Organisationen und Selbsthilfe-
gruppen um einen Sitz beworben. 15 Bewerbungen lagen - wie gefordert - Voten anderer Organisati-
onen bei. Die Bewerbung ohne Voten (von „Queeramnesty Gruppe Köln, Amnesty International“) 
musste gemäß § 2 Absatz 3 der GO der StadtAG LST als unvollständig bewertet werden und konnte 
im weiteren Besetzungsverfahren nicht berücksichtigt werden.  
Da die Anzahl der zu berücksichtigenden 15 Bewerbungen die Anzahl der insgesamt zu besetzenden 
18 Sitze nicht übersteigt, sind die Sitze nach einem Ranking auf die sich bewerbenden Organisatio-
nen und Selbsthilfegruppen zu verteilen.  
Die Reihenfolge ergibt sich aus einem Ranking gemäß § 2 Abs. 3 der Geschäftsordnung der StadtAG 
LST. Danach wurden fünf gleichberechtige Auswahlkriterien (Dauer des Bestehens der Organisation, 
Mitgliederzahl, Beratungszahlen, Anzahl der Kooperationsprojekte, regionaler Bezug zu Köln) sowie 
die mit der Bewerbung eingereichten Unterstützervoten anderer Organisationen bewertet. 
Vertretungsregelung 
Der Vorschlag der Verwaltung zur Vertretungsregelung orientiert sich u.a. daran, welche Organisatio-
nen sich gegenseitig Unterstützervoten gegeben haben. Eine thematische oder inhaltliche Überein-
stimmung in den Zielen oder dem Selbstverständnis der sich vertretenden Organisatio-
nen/Selbsthilfegruppen ist dabei nicht zwingend erforderlich. 
Da sich gemäß der § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Geschäftsordnung die StadtAG LST aus je neun stimmbe-
rechtigten und neun stellvertretend stimmberechtigten Mitgliedern zusammensetzt, schlägt die Ver-
waltung vor, dass die drei verbleibenden Stellvertretungssitze mit den im Ranking der stimmberech-
tigten Mitglieder auf den Plätzen 1 bis 3 stehenden Organisationen (anyway e.V., Aidshilfe Köln e.V. 
und rubicon e.V.) besetzt werden.  
Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST

Anlage 1 Beschreibung Organisationen Neubesetzung StadtAG LST

16166 Zeichen

Anlage 1 zu Vorlage 3026/2020:  
Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST 
161/3                                                                                                                                     Seite 1 von 4 
 
1. Vorschlag stimmberechtigte Mitglieder 
 
Der Vorschlag der Verwaltung für die Besetzung der stimmberechtigten Mitglieder der 
StadtAG LST wird in Anwendung der Geschäftsordnung folgendermaßen begründet: 
1.1. anyway e.V. 
Das Kölner Jugendzentrum anyway war 1998 Europas erstes Jugendzentrum, das damals 
speziell für homo-, bi- und transsexuelle Jugendliche gegründet wurde. Seit 2011 liegt die 
Trägerschaft beim anyway e.V., dessen Beratungsangebote und offene Jugendarbeit 
inzwischen jährlich über 1400 lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere (LSBT*Q) 
Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren mit insgesamt ca. 7700 
Beratungskontakten erreicht. Café und weitere Räumlichkeiten des anyway bieten einen 
geschützten Rahmen für Einzelberatung, Gruppenarbeit, Events und Workshops sowie 
Raum für Informations-, Kultur- und Politikveranstaltungen. Ebenso wird HIV/STI-Prävention 
für Jugendliche angeboten. Ziel ist dabei die Förderung der individuellen und sozialen 
Entwicklung von LSBT*Q-Jugendlichen sowie deren Partizipation und soziale Integration in 
der Stadtgesellschaft. Mit LSBT*Q-spezifischer Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit 
in Schulen, Jugendgruppen und Vereinen wendet sich der Verein auch an heteronormative 
und cis-geschlechtliche Jugendliche mit dem Ziel, gesellschaftliche Vorurteile abzubauen 
und Diskriminierung vorzubeugen. Das Jugendzentrum gehört der StadtAG LST seit ihrer 
Gründung im Jahre 2006 an. Die Bewerbung wurde durch 28 Voten anderer Organisationen 
unterstützt. 
1.2. Aidshilfe Köln e.V. 
Seit 1985 setzt sich die Aidshilfe Köln e.V. für Menschen mit HIV und Aids ein. Der Verein 
steht für Gesundheitsförderung im Kontext von Verhaltens- und Verhältnisprävention, die 
Förderung partizipativer Selbsthilfe, die Entkriminalisierung und Entstigmatisierung von 
Menschen mit HIV und Aids sowie eine aktive Minderheitenpolitik für Schwule und alle 
anderen Gruppen der LSBTI-Communities ein. Zum Angebot zählen Beratung, 
Präventionsarbeit, Fortbildungen, Fachveranstaltungen, Betreutes Wohnen, Beratung und 
Betreuung im Kontext von Substanzkonsum, Youthwork in Schulen und Jugendeinrichtungen 
sowie ein Frauen- und Familienzentrum. Darüber hinaus richtet sich das Angebot des 
Aidshilfe Köln e.V. in Form von Aufklärungs- und Fortbildungsangeboten sowie 
Antidiskriminierungsarbeit auch an die gesamte Kölner Bevölkerung. Nach Aussage des 
Vereins werden mit den Angeboten der Aidshilfe Köln jährlich ca. 130.000 
Beratungskontakte erzielt. Der Verein hat derzeit 117 Mitglieder und gehört der StadtAG LST 
seit ihrer Gründung an. Die Bewerbung wurde durch 18 Voten anderer LSBTI-
Organisationen unterstützt. 
1.3. rubicon e.V. 
1975 als Sozialwerk gegründet, bietet rubicon e.V. psychosoziale Beratung und 
Unterstützung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queer lebende Menschen 
und Gruppen sowie ihre Familien und Wahlfamilien an. Es bestehen Beratungs-, 
Vernetzungs- und Fortbildungsangebote zu den Bereichen Antigewalt-Arbeit, Alter, Trans* 
Krisenberatung, HIV-Prävention, Migration und Integration, Elternschaft/Regenbogenfamilien 
und Mehrfachdiskriminierung. Rubicon e.V. ist ebenso Fachberatungsstelle für das Projekt 
„Schule der Vielfalt“. Die Vermittlung von LSBTI- und Diversity-Kompetenz sowie die 
Sensibilisierung und Aufklärung der Mehrheitsgesellschaft gehört ebenso zu den 
Aufgabenbereichen. 2019 konnten über 1200 Menschen mit über 3400 Beratungskontakten 
unterstützt werden. Der Verein arbeitet in einer Vielzahl von Gremien mit und gehört der 
StadtAG LST seit ihrer Einrichtung an. Die Bewerbung wurde durch 15 Voten anderer 
LSBTI-Organisationen unterstützt.

Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST  
161/3                                                                                                                                     Seite 2 von 4 
1.4. KLuST e.V. (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.) 
Der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. besteht seit 1991 und kämpft nach eigenen 
Worten für die Gleichstellung von LSBTI-Menschen in der Gesellschaft und schafft 
Sichtbarkeit für die queere Community in Köln. Er ist Ausrichter des zweiwöchigen 
ColognePride, der jährlich am ersten Juli-Wochenende mit der Kölner CSD Demo/Parade 
seinen Abschluss findet. Laut Presseberichten wurde die CSD-Demo/Parade in den Jahren 
2018 und 2019 von ca. 1.200.000 Menschen besucht und zählt damit zu einer der größten 
Pride-Veranstaltungen Europas. Ebenso ist der KLuST e.V. Ausrichter des IDAHOBIT 
(Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit), der weltweit am 17. Mai 
begangen wird. Der Verein hat 298 Mitglieder, einen hauptamtlichen Geschäftsführer sowie 
einen mehrköpfigen ehrenamtlichen Vorstand. Der KLuST e.V. arbeitet in verschiedenen 
Gremien mit und versteht sich als Sprachrohr der  LSBTI-Communities in Köln. Die 
Bewerbung wurde durch 14 Voten anderer Organisationen unterstützt. 
1.5. SCHLAU Köln e.V. 
Der SCHLAU Köln e.V. wurde im April 2016 gegründet und leistet als gemeinnütziger Verein 
Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Das 
Angebot erreicht momentan jährlich ca. 1500 Jugendliche in Kölner Schulen und 
Jugendeinrichtungen. Ziel der Workshops, die ehrenamtlich von LSBTI-Jugendlichen und 
jungen Erwachsenen in Schulen und Jugendeinrichtungen durchgeführt werden, ist es 
Homo- und Trans*-Feindlichkeit sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen sowie die 
Akzeptanz für Vielfalt zu fördern. So arbeitet SCHLAU Köln e.V. darauf hin, dass Menschen 
unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe, körperlicher und seelischer Gesundheit, 
Bildung, Alter und politischer Überzeugung die gleichen Lebens- und Teilhabechancen 
haben. SCHLAU Köln e.V. hat sich erstmalig um eine Mitgliedschaft in der StadtAG LST 
beworben. Die Bewerbung wurde durch 19 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
1.6. TXKöln (Selbsthilfeverein für transgeschlechtliche Menschen) 
TXKöln ist ein Selbsthilfeverein für Menschen, deren Geburtsgeschlecht nicht mit dem 
gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Seit 1995 wird trans- und intergeschlechtlichen 
Menschen ein wöchentlicher Austausch mit moderierten Gesprächen und persönlichen 
Beratungen ermöglicht. Auch werden Vorträge zu medizinischen, rechtlichen, sozialen und 
anderen Aspekten trans- und intergeschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen sowie 
Hilfen zur Integration im Alltag angeboten. Ebenso engagiert sich der Verein bei 
Kulturprojekten, partizipiert an Hochschulstudien und führt Seminare zum Thema 
Transgeschlechtlichkeit in Kölner Pflegeeinrichtungen durch. Seit 2011 ist TXKöln 
stimmberechtigtes Mitglied in der StadtAG LST. Die neue Bewerbung wurde durch 16 Voten 
anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
1.7. SC Janus e.V. 
Der SC Janus e.V. wurde 1980 gegründet. Gestartet als schwul-lesbischer Sportverein bietet 
er heute lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen 
sowie deren Freundinnen und Freunden mehr als 80 Sportangebote in 45 Sportarten an 
sieben Tagen der Woche an. Ziel des Vereins ist es, den 1620 Mitgliedern einen 
diskriminierungsfreien Raum zu geben, um gemeinsam Sport zu treiben, unabhängig von 
sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Alter, Herkunft oder körperlichen 
Voraussetzungen. Durch den Breitensport sowie Turniere, Workshops und Kurse des 
Vereins wird die soziale Integration gefördert. Heute ist der SC Janus e.V. der älteste und 
einer der mitgliederstärksten queeren Sportvereine in Europa. Er richtet regelmäßig 
Sportveranstaltungen aus, an denen Menschen aus ganz Europa teilnehmen, und entsendet 
die eigenen Mitglieder weltweit zu Wettkämpfen. Der SC Janus e.V. engagiert sich darüber 
hinaus für Gleichberechtigung, Toleranz und die Rechte von LSBTI-Personen. Er gehört der 
StadtAG LST seit ihrer Einrichtung an. Die Bewerbung wurde durch acht Voten anderer 
Organisationen der LSBTI-Communities unterstützt.

Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST  
161/3                                                                                                                                     Seite 3 von 4 
1.8. Wirtschaftsweiber e.V. (Regionalgruppe NRW) 
Der Wirtschaftsweiber e.V. ist ein unabhängiges, überparteiliches Netzwerk für alle Frauen, 
die sich als lesbisch, Frauen liebend oder queer identifizieren und in Studium, Ausbildung 
oder als Fach- oder Führungskräfte im Berufsleben stehen. Der Verein, der NRW-weit 56 
Frauen als Mitglieder hat, setzt sich für lesbische Sichtbarkeit in Wirtschaft, Verwaltung, 
Politik und Gesellschaft ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 stärken die Wirtschaftsweiber 
vor allem in Köln aber auch in anderen Großstädten in NRW die lesbische Identität und den 
beruflichen Fortschritt durch regionale Vernetzung, persönlichen Austausch und 
Weiterbildungsangebote. Sie organisieren Podiumsdiskussionen, Lesungen und Workshops, 
nehmen an Messen teil und halten Vorträge zu verschiedenen Themen und verbinden damit 
die Bereiche Soziales, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Die Wirtschaftsweiber waren in 
der vergangenen Ratsperiode kein Mitglied in der StadtAG LST, davor aber stellvertretend 
stimmberechtigtes Mitglied. Die Bewerbung wurde durch 24 Voten anderer LSBTI-
Organisationen unterstützt.  
1.9. Völklinger Kreis e.V. (Regionalgruppe Köln) 
Der Völklinger Kreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein nachhaltiges Diversity-Konzept in 
Firmen, Organisationen sowie der öffentlichen Verwaltung zu implementieren. Durch die 
Vernetzung schwuler Führungskräfte und Selbständiger auf kommunaler, Landes-, Bundes- 
und europäischer Ebene wird Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit in Unternehmen 
und Verwaltungen gefördert. Mitglieder erfahren Unterstützung, z.B. beim Coming Out am 
Arbeitsplatz. Der Verein wurde 1991 als Berufsverband schwuler Männer gegründet, ist 
inzwischen aber offen für bisexuelle und Trans*Männer sowie Intersexuelle. Die 
Regionalgruppe Köln, die derzeit 63 Mitglieder hat, gehörte bereits in der vergangenen 
Ratsperiode der StadtAG LST als stimmberechtigtes Mitglied an. Die erneute Bewerbung 
wurde durch zehn Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
 
2. Vorschlag stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder 
Die folgenden Organisationen oder Selbsthilfegruppen werden von der Verwaltung als 
stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder vorgeschlagen: 
2.1 Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V. 
Der Rainbow Refugees Cologne-Support Group e.V. arbeitet seit seiner Gründung als 
Willkommensinitiative im November 2015 für LSBTI-Geflüchtete und Menschen mit 
Migrationsgeschichte in Köln und Umgebung. Ziel ist es Geflüchtete und Menschen mit 
Migrationsgeschichte aus den LSBTI-Communities zu unterstützen, sichtbar zu machen und 
ihre gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Neben der Organisation und Durchführung 
von Workshop- und Bildungsangeboten für LSBTI-Geflüchtete, LSBTI-Menschen mit 
Migrationsgeschichte sowie deren Unterstützer und Unterstützerinnen bietet der Verein auch 
Einzelfallhilfen wie die Vermittlung von und die Begleitung zu Beratungsangeboten an. 
Ebenso setzt sich der Verein gegen Rassismus, Homo- und Transfeindlichkeit sowie gegen 
Mehrfachdiskriminierung ein. Nach der Vereinsgründung im Jahre 2017 besteht der im Jahr 
2020 neu gewählte Vorstand mehrheitlich aus Menschen mit Flucht- und 
Migrationsgeschichte. Damit ist der Verein die erste LSBTI-Migrantenselbstorganisation in 
Köln. Der Verein, der momentan 46 Mitglieder hat und im Jahr 2019 knapp 650 Menschen 
unterstützen konnte, gehörte der StadtAG LST in der vergangenen Ratsperiode nicht an. Die 
Bewerbung wurde durch acht Voten anderer LSTBI-Organisationen unterstützt.

Anlage 1: Beschreibung der Organisationen/Gruppen zur Neubesetzung der StadtAG LST  
161/3                                                                                                                                     Seite 4 von 4 
2.2 LSVD NRW e.V. 
Der LSVD NRW e.V. wurde im Jahr 2003 gegründet und ist Teil des LSVD-
Bundesverbandes und setzt sich für die Rechte von LSBTI-Menschen ein und fordert deren 
komplette rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung. Ebenso unterstützt er international 
LSBTI-Menschen und queere Geflüchtete und engagiert sich in Projekten für Demokratie 
und gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit. In der vergangenen Ratsperiode wurde 
der LSVD durch den Ortsverband Köln in der StadtAG LST vertreten. Da sich dieser im 
Oktober 2020 aufgelöst hat, bewirbt sich nun der LSVD NRW e.V. um einen Sitz. Der Verein 
hat NRW-weit ca. 1000 Mitglieder, davon 340 aus Köln. Die Bewerbung wird durch acht 
Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
2.3 Wirtegemeinschaft Schaafenstraße e.V. 
Die Wirtegemeinschaft Schaafenstraße wurde vor zwölf Jahren als Arbeitsgemeinschaft 
gegründet, seit 2016 ist sie ein Verein mit sieben Mitgliedern, bei denen es sich 
ausschließlich um Betriebe der Schaafenstraße handelt. Ziel ist es, über die Einzelinteressen 
der beteiligten sieben Wirte hinaus, den Betrieb des Safe-Spaces Schaafenstraße als 
wichtiges niederschwelliges Angebot zu etablieren und die Schaafenstraße dauerhaft als 
Schutzraum für LSBTI-Menschen in Köln zu sichern. Dafür koordiniert der Verein 
gemeinsame Angebote und Veranstaltungen in der Schaafenstraße, vernetzt sich mit der 
weiteren Szene-Gastronomie in Köln, den öffentlichen Stellen und den Mitgliedern der 
LSBTI-Communities. Der Verein bewirbt sich erstmalig um einen Sitz in der StadtAG LST 
und wird dabei durch sieben Voten von LSBTI-Organisationen unterstützt. 
2.4 Rheinfetisch e.V. 
Der Rheinfetisch e.V. wurde 2005 gegründet und zählt aktuell 85 Mitglieder. Der Verein setzt 
sich für die Förderung der Leder-, Fetisch- und S/M-Szene von schwulen Männern in Köln 
und NRW ein. Weitere Ziele sind die Prävention vor ansteckenden Krankheiten, soziales 
Engagement  und Benefizveranstaltungen. Die Aktivitäten des Vereins konzentrieren sich 
hauptsächlich auf Köln. Daneben gibt es nationale und europaweite Kontakte. In der letzten 
Ratsperiode war Rheinfetisch e.V. als stimmberechtigtes Mitglied in der StadtAG LST aktiv. 
Die Bewerbung wurde durch 13 Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
2.5 IG Dyke* March Cologne 
Dyke* March Cologne ist eine Interessensgemeinschaft, die seit 2015 am Vorabend des 
Kölner CSD als queer-politische Ergänzung eine Demonstration zur Förderung von 
lesbischer und queerer Sichtbarkeit organisiert. Die Gruppe versteht sich „als Plattform, um 
die ganz unterschiedlichen Interessen und politischen Forderungen von 
Lesben/queerenFrauen/ frauenliebenden Frauen/genderqueeren Lesben zu präsentieren“. 
2019 nahmen am Dyke* March Cologne ungefähr 3500 Menschen teil. Darüber hinaus wird 
durch Vernetzungsarbeit innerhalb und außerhalb Kölns die Sichtbarkeit und das 
Gehörtwerden lesbischer und queerer Frauen – auch innerhalb der LSBTI-Communities - 
aktiv eingefordert. Die IG Dyke* March Cologne hat der StadtAG LST bisher nicht angehört. 
Die Bewerbung wurde durch zehn Voten anderer LSBTI-Organisationen unterstützt. 
2.6 St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln von 2012 e.V. 
Die Schützenbruderschaft wurde um Jahr 2012 gegründet und hat derzeit 57 Mitglieder. Der 
Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen dem eher konservativen 
Schützenwesen und der modernen lesbisch-schwulen Szene zu schlagen. Die 
Schützenbruderschaft richtet sich sowohl an Jugendliche wie auch Erwachsene, neben den 
Menschen der LSBTI-Communities steht die Schützenbruderschaft auch heterosexuellen 
Menschen offen. In der abgelaufenen Ratsperiode war der Verein stellvertretendes 
stimmberechtigtes Mitglied der StadtAG LST. Die Bewerbung wurde durch fünf Voten 
anderer LSBTI-Organisationen unterstützt.

Beratungsverlauf (2)

14.01.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
04.02.2021 Rat
TOP 17.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3026/2020
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
10.12.2020
Erstellt
15.10.2020 14:07