2450/2020
Netzwerk gegen häusliche Gewalt – Statistik 2019
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Statistik 2019 Anlage 1
966 Zeichen
Jahresstatistik 2019 der Kriseninterventionsarbeit in Fällen von häuslicher Gewalt durch die
Interventionsstellen SKF (linksrheinisch) und Diakonie Michaelshoven (rechtsrheinisch) und des
Projektes „MannSein ohne Gewalt“ der AWO.
Linksrheinisch Rechtsrheinisch Gesamtstadt Gesamtstadt
2019 2019 2019 2018
Interventionsstellen:
Beratungsfälle insgesamt 700 824 1524 1347
davon Faxvermittlung durch
die Polizei 437 438 875 819
davon Wiederholungsfälle 29 30 59 55
davon Nichtannahme der
Kontaktaufnahme durch die
Interventionsstelle
82 83 165 155
Beratungkontakte gesamt: 1825 1283 3108 2391
Familien mit minderjährigen
Kindern im Haushalt 372 462 834 784
Staatsangehörigkeit der
Opfer
deutsch 398 308 706 715
% 47,25% 53%
Sonstige 302 486 788 508
% 52,74% 37,7%
Täter-Opfer-Konstellation:
Frauen gegen Männer 13 12 25
% 1,67% Männer gegen Frauen 430 596 1026 % 68,7% %
Sonstige Konstellationen 257 186 443
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/511 Vorlagen-Nummer 2450/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 18.08.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 Jugendhilfeausschuss 25.08.2020 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 31.08.2020 Netzwerk gegen häusliche Gewalt – Statistik 2019 Nach Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes am 01.01.2002 wurden als Bindeglied zwischen Polizei, den bestehenden Beratungsstellen und -diensten, den Frauenhäusern, Notschlafstellen und Angebo- ten der Jugend- und Gefährdetenhilfe im September 2002 zwei Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt installiert. Eine Interventionsstelle wurde für den linksrheinischen Bereich durch den Sozial- dienst Katholischer Frauen und eine für den rechtsrheinischen Bereich durch die Diakonie Michaels- hoven eingerichtet. Die Interventionsstellen werden auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie institutionell gefördert. Die Interventionsstellen stehen im Rahmen des „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ in einer kontinu- ierlichen Kooperation mit den unterschiedlichen Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein effektives Vorgehen im polizeilichen, strafrechtlichen, zivilrechtlichen sowie im sozialen Bereich zu erreichen und zu sichern. Der Mitteilung beigefügt sind die Jahresstatistik 2019 (Anlage 1) und ein Rückblick der letzten 5 Jahre (Anlage 2). Seit 2015 können die bis dahin von der Kölner Polizeibehörde zur Verfügung gestellten Daten auf- grund von geänderten Landesvorgaben nicht mehr geliefert werden. Insgesamt hat sich 2019 die Zahl der Beratungsfälle leicht erhöht. Dies trifft auch auf die Anzahl der Faxmeldungen zu. Das Kölner Modell zeichnet sich durch die vielschichtigen Angebote im qualitativen Unterschied zu den Angeboten anderer Kommunen und Landkreise aus. In den Gewaltschutzzentren wurden flankie- rende Hilfen aufgebaut. Darüber hinaus ist die AWO mit dem Angebot für Täter „MannSein ohne Gewalt“ ebenfalls fester Ko- operationspartner im „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“. „MannSein ohne Gewalt“ wird als kommunal flankierte Maßnahme über das JobCenter Köln finan- ziert. Hier wurden im Jahr 2019 im Programm MannSein ohne Gewalt 130 Fälle neu gemeldet. Von diesen sind 102 Männer tatsächlich erschienen. Mit 39 weiteren Klienten wurde die Arbeit aus dem Vorjahr auch 2019 weitergeführt. Aus Mitteln des Justizministeriums werden seit dem Jahr 2011 Projekte freier Träger gefördert, die Angebote zur Arbeit mit männlichen Tätern im Rahmen von interinstitutionellen Kooperationsbündnis- sen gegen Häusliche Gewalt (Täterarbeit) anbieten 2 Im Jahr 2019 wurde die Arbeit mit 34 Männern im Angebot „MannSein ohne Gewalt“ durch das Jus- tizministerium finanziell gefördert. Jobcenter und Justizministerium legen Wert auf unterschiedliche statistische Angaben, sodass die Angaben der Statistik aus dem Jahr 2019 der AWO „Mann sein ohne Gewalt“ vorerst nicht mehr mit der in der Gesamtstatistik vorgesehenen Tabelle zu vereinbaren sind. Seit Mai 2019 ist der Sozialdienst Katholischer Männer Köln mit seinem Themenschwerpunkt „Häusli- che Gewalt bei Männern“ im „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ eingebunden. Im Jahr 2019 wurden 45 männliche Opfer häuslicher Gewalt durch den SKM beraten. Zwei Männer kamen über die Faxvermittlung der Polizei zur Beratung. Von den 45 Männern leben 16 in einer Fami- lie mit minderjährigen Kindern. 34 Personen sind Deutsche, 11 Personen gehören anderen National- täten an. In 39 Fällen waren die Männer Opfer der Gewalt von Frauen, sechs Männer erlebten Gewalt aus anderer Konstellation.
Statistik 2019 Anlage 2
799 Zeichen
Anlage 2
Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt
2015 2016 2017 2018 2019
Interventionsstellen:
Beratungsfälle 1334 1182 1335 1347 1524
Faxvermittlung durch
die Polizei
903 798 804 819 875
Wiederholungsfälle 102 73 76 55 59
Nichtannahme der
Kontaktaufnahme
199 211 239 155 165
Geschlecht der Opfer:
weiblich 1161 1095 1158
X
1369
männlich 102 87 118
X
134
Geschlecht der Täter:
weiblich 68 52 81
X
69
männlich 1054 896 963
X
1082
ohne Angabe 212 234 233
X
343
Familien mit minderj.
Kindern im Haushalt
777 718 736 784 834
Opfer mit
Migrationshintergrund
653 678 727
X
580
Staatsangehörigkeit
der Opfer:
deutsch X X X 715 706
sonstige X X X 508 788
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2450/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.08.2020
- Erstellt
- 11.08.2020 08:16