2905/2018
Umsetzungsbericht zum Diversity Konzept „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt"
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Anlage 4, Auszug Beschlussprotokoll FA 19.11.18
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Geschäftsführung Finanzausschuss Herr Müller Telefon: (0221) 221-24649 Fax : (0221) 221-23902 E-Mail: Michael.Mueller6@stadt-koeln.de Datum: 20.11.2018 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Finanzausschusses vom 19.11.2018 öffentlich 12.11 Umsetzungsbericht zum Diversity Konzept „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt" 2905/2018 Beschluss in der Fassung des Ausschusses Soziales und Senioren: Der Finanzausschuss empfiehlt dem Rat die Annahme des folgenden geänderten Beschlussvorschlages: Der Rat nimmt den Umsetzungsbericht des Diversity Konzeptes „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, auf dieser Grundlage den Aus- bau von Diversity-Management und Interkultureller Öffnung als Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung voranzutreiben und zu etablieren. Dazu sind ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen für die Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5001 Vorlagen-Nummer 2905/2018 Freigabedatum 21.09.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Umsetzungsbericht zum Diversity Konzept „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt den Umsetzungsbericht des Diversity Konzeptes „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, auf dieser Grundlage den Ausbau von Diversity- Management und Interkultureller Öffnung als Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung voranzu- treiben und zu etablieren. Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 25.09.2018 Integrationsrat 29.10.2018 Ausschuss Soziales und Senioren 06.11.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 12.11.2018 Finanzausschuss 19.11.2018 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 03.12.2018 Rat 18.12.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Der Antrag von SPD, Die Linke und Ratsgruppe Bunte betreffend „Interkulturelle Öffnung der Verwal- tung“ AN/0143/2018 wurde durch den Antrag AN/0189/2018 am 06.02.2018 ersetzt und durch den Rat der Stadt Köln wie folgt beschlossen: 1) Der Rat bekräftigt seinen Beschluss vom 16.12.2016 zur Vorlage „2020: Köln l(i)ebt Vielfalt“ - Diversity-Konzept (3068/2016) und insbesondere die Interkulturelle Öffnung der Verwaltung als wesentlichen Bestandteil des Konzepts. Die Verwaltung wird aufgefordert, die Umsetzung gesamtstädtisch durch geeignete Maßnahmen weiter auszubauen. 2) Der Rat begrüßt die Einführung von Diversity als Querschnittsaufgabe im Rahmen der Verwal- tungsreform und hier insbesondere als Reformprojekte in einem Bereich im Büro der Oberbür- germeisterin und im Dezernat V. Die anvisierte Erprobung zu anonymisierten Bewerbungen im Dezernat V soll weiter verfolgt und ausgewertet werden. 3) Die Umsetzung des Konzeptes „2020 Köln l(i)ebt Vielfalt“ und ausdrücklich die unter Punkt 2 genannten Vorhaben sind dem Rat und den zuständigen Ratsgremien in der ersten Sitzung nach der Sommerpause vorzustellen. Zu 1) Im Jahr 2007 hat die Stadt Köln als erste Kommune bundesweit die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Damit verpflichtete sich die Stadt Köln zu folgenden Punkten: 1. Eine Organisationskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Vorgesetzte wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Werte erkennen, teilen und leben. Dabei kommt den Führungskräften bzw. Vorgesetzten eine besondere Verpflichtung zu. 2. Unsere Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkei- ten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserem Leistungsanspruch ge- recht werden. 3. Die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen oder die Institution gewinnbrin- gend einsetzen. 4. Die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen. 5. Über unsere Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft geben. 6. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Diversity informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einbeziehen. In den darauffolgenden Jahren wurde dem Rat der Stadt Köln ein Sachstandsbericht (Köln – Stadt der Vielfalt, Sachstandsbericht und Vorgehensvorschlag zur Erarbeitung eines städtischen Diversity- Konzeptes 3130/2010) vorgestellt, in dem alle Kerndimensionen des Diversity Ansatzes ihre Arbeits- schwerpunkte darstellten. Zu den Kerndimensionen zählten in diesem Bericht die Bereiche: Ge- schlecht, Alter, Behinderung, Ethnie und Herkunft, Religion, sexuelle Identität und Orientierung. Be- richtet wurde aus den damaligen Organisationseinheiten Amt für Gleichstellung von Frauen und Män- nern (I/I), Fachplanung für Senioren und behinderte Menschen (50-503), Interkulturelles Referat (V2), Büro der Behindertenbeauftragten (V3) und Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender (V5). Mit Ratsbeschluss (Personelle Ressourcen stärken – Diversity-Management für die Stadt Köln 1305/2013 vom 11.04.2013) wurde die Einrichtung der Dienststelle Diversity beschlossen. Die Grün- dung erfolgte im Sommer 2013 bestehend aus dem Kommunalen Integrationszentrum, der Fachstelle Behindertenpolitik sowie der Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender und deren Gremien. 3 Zusätzlich wurden der Dienststelle die Geschäftsführung des Rates der Religionen sowie ein ESF- Projekt für die Arbeitsmarktintegration von Bürgerinnen und Bürgern aus Rumänien und Bulgarien zugeordnet. Die damalige Startaufstellung mit einem Stellenumfang von 11,64 ist in den letzten 4,5 Jahren durch die Zusetzung von diversen Stellen und Projekten auf einen Stellenumfang von 26,89 städtische Stellen zuzüglich 7,5 vom Land NRW bereitgestellten Lehrerstellen auf insgesamt 34,39 Stellen angewachsen. Neben der zielgruppenorientierten Arbeit erhielt die Dienststelle die Aufgabe, ein zielgruppenübergrei- fendes gesamtstädtisches Diversity Konzept zu entwickeln und dieses durch entsprechende Maß- nahmen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung zu etablieren. Das erarbeitende Konzept wid- mete sich zunächst den Schwerpunktthemen „die Stadt als Arbeitgeberin“ und „die Stadt als Dienst- leisterin“. Die Ebene „Die Stadt als Partnerin“ soll in einem weiteren Schritt mit der Stadtgesellschaft im Anschluss daran erarbeitet werden. Im Sommer 2016 wurde das städtische Diversity Konzept 2020: Köln l(i)ebt Vielfalt vom damaligen Stadtvorstand beschlossen. Am 16.12.2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das städtische Diversity Konzept und betraute die Dienststelle Diversity mit der Umsetzung des Konzepts. Das Konzept bein- haltet 23 kurz-, mittel- und langfristig umsetzbare Maßnahmen. Es konnten bereits einzelne Maß- nahmen umgesetzt und erfolgreich in das tägliche Verwaltungshandeln integriert werden (siehe Maß- nahmencontrolling Punkt 3). Da alle Maßnahmen kostenneutral und ohne zusätzliche Personalres- sourcen erfolgen müssen, können einzelne Maßnahmen erst zu einem späteren Zeitpunkt angestrebt werden. Alle Maßnahmen sind zielgruppenübergreifend ausgelegt und verfolgen eine Öffnung der Verwaltung (somit auch die Interkulturelle Öffnung) für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie allen potenziel- len Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Einwohnerinnen und Einwohnern unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder Identität, Religion, Herkunft (ethnisch wie sozial) oder Hautfarbe. Die Stadt Köln verfolgt mit der Umsetzung des Diversity-Konzeptes folgende Ziele: - ihre Zukunftsfähigkeit und ihr Image als moderne Verwaltung sicherzustellen und zu schärfen. - die personelle Vielfalt als Ressource und positiven Wert in den Vordergrund des täglichen Handels zu stellen. - die Gewährleistung von unterschiedlichen Talenten auf allen Ebenen der Verwaltung. - ein wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in der Vielfalt gelebt und anerkannt wird. - sowie die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Einwohnerinnen und Einwohner zu berücksichti- gen. Neben dem Diversity Konzept fließen alle bereits bestehenden Konzepte in das gemeinsame Ziel der Vielfaltsöffnung ein. Der Frauenförderplan, die Inklusionsvereinbarung, das Handlungskonzept Be- hindertenpolitik, das Integrationskonzept sowie der Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Viel- falt (derzeit in Bearbeitung) fokussieren aus zielgruppenspezifischer Sicht sowohl intern als auch ex- tern auf eine Öffnung der Verwaltung. Der Diversity Ansatz und damit das Diversity Konzept bildet den Rahmen, in dem alle Maßnahmen, die für alle Zielgruppen gleich wichtig und wirksam sind, ge- bündelt und umgesetzt werden. Beispielmaßnahmen hierfür sind: Erstellung einer Diversity-Broschüre (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen stel- len sich in ihren unterschiedlichen Funktionen und Arbeitsbereichen durch die Methode Sto- rytelling dar). Diversity Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeitende (Diversity als Erfolgsfaktor und Führungsaufgabe wird dargestellt, insbesondere unter dem Schwerpunktthema Unconscious Bias). Diversity Check – Ist Analyse (Daten- und Strukturerhebung innerhalb der Verwaltung für alle Diversity-Dimensionen). 4 Erstellung von Standards für eine diskriminierungsfreie Sprache innerhalb der Verwaltung. Erstellung einer Bilddatenbank mit diversitätsgerechter Bildsprache sowie Bildern für die städ- tische Öffentlichkeitsarbeit (für eine zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit braucht es entsprechendes Bildmaterial, auf welches alle Ämter und Dienststellen zugreifen können). Mentoring-Programm für Diversity Zielgruppen. Erstellung einer Diversity- & Antidiskriminierungsrichtlinie für die Verwaltung. E-Learning (Gamification. Durch den Einsatz von VR Brillen werden zukünftig Schulungsein- heiten für Führungskräfte mit dem Schwerpunkt Diversity angeboten). Diversity Kalender in Print und für den städtischen Outlook Kalender (alle Mitarbeitenden der Stadt Köln können in ihren persönlichen Outlook-Kalender die Daten aus dem Diversity Ka- lender übertragen. Zusätzlich werden jeden Monat die Fest- und Feiertage im Intranet inhalt- lich beschrieben). Zu 2) Im Rahmen der Verwaltungsreform wird im Dezernat V (hier insbesondere im Dezernatsbüro) und im Büro der Oberbürgermeisterin bei OB/2 jeweils die Implementierung von Diversity-Management als Projekt vorangetrieben. Im Folgenden werden die Maßnahmen beschrieben, die im Rahmen der Projekte umgesetzt werden und bereits wurden. Büro der Oberbürgermeisterin bei OB/2 Das Reformprojekt Diversity wird im Büro der Oberbürgermeisterin bei OB/2 - Referat für Verwaltung, Recht und Personal durchgeführt, einem Referat mit vielen heterogenen Aufgaben. Zugeordnet sind der Verwaltungsbereich mit den klassischen Overheadaufgaben Personal, Organisation, DV und Fi- nanzen, dem Rathausservice und den Angelegenheiten der Fraktionen und Mandatsträger/ Mandats- trägerinnen, der Bereich Protokoll und Repräsentation sowie der Bereich Kommunalverfassungsrecht mit dem Sitzungsdienst, dem Digitalen Gremienmanagement und dem Postservice. Als Auftakt für die bei OB/2 geplanten Projekte zum Diversity Management wurden am 24.01.2018 und 07.02.2018 unter der Leitung der Dienststelle Diversity mit externer Begleitung Kick-Off Veran- staltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen hatten zum Ziel, das Thema Diversity sowie seinen Mehrwert für OB/2 und die Verwaltung zu verdeutlichen. An den beiden Tagen haben die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter von OB/2 viele kreative Ideen und Ansätze entwickelt. In einer Projektkonfe- renz im März 2018 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von OB/2, des Reformteams und der Dienststelle Diversity die Ideen besprochen und zu Maßnahmen weiterentwickelt. Neben der sehr wichtigen eigenen Haltung werden folgende konkrete Maßnahmen in die Arbeitskultur übernommen: Die Mitarbeitenden machen sich bei ihrer Kommunikation bewusst, dass sie auf geschlechter- neutrale, diskriminierungsfreie und leichte Sprache achten. Zur Unterstützung wurden den Mitarbeitenden nützliche Veröffentlichungen wie der Ratgeber „Leichte Sprache“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, ein Genderwörterbuch und Tipps zu Begriffen im Thema Behinderungen an die Hand gegeben. Die Mitarbeitenden von OB/2 nutzen den von der Dienststelle Diversity angebotenen Diversity Kalender als Standard-Kalender in Outlook bei ihrer täglichen Arbeit. In einer gemeinsamen Aktion mit der Dienststelle Diversity haben die Mitarbeitenden von OB/2 anlässlich des Diversity Tages am 05.06.2018 eine Diversity Flagge am Historischen Rathaus gehisst. Zur Umsetzung der Inklusionsvereinbarung werden die Führungskräfte von OB/2 im Laufe des Jahres an den Schulungen „Inklusion verstehen und erfolgreich umsetzen“ teilnehmen. 5 Alle Mitarbeitenden von OB/2 beabsichtigen in ihren Zielvereinbarungen für 2019 die Pla- nung/Formulierung einer Diversity-Maßnahme als LOB-Ziel aufzunehmen. Das Thema Diversity wird als fester Tagesordnungspunkt bei allen Teambesprechungen von OB/2 aufgenommen. Im Rathausservice soll ein neu zu schaffender Praktikumsplatz und/oder ein betriebs- integrierter Arbeitsplatz für eine/ einen Beschäftigte/ Beschäftigten aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung angeboten werden. Für die Personalsachbearbeitung wird eine Handreichung erarbeitet, in der aufgezeigt wird, welche Schritte erforderlich sind, um einen solchen Praktikumsplatz einzurichten. Gegebenen- falls kann dies auch eine Anregung für andere Dienststellen/Ämter sein, solche Beschäfti- gungsmöglichkeiten anzubieten. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde bei OB /2 eine Stelle mit Führungs- funktion im Jobsharing besetzt. OB/2 beteiligt sich an der Initiative „Edelgard schützt“ mit dem Historischen Rathaus als An- laufstelle. Derzeit finden Schulungen für die Mitarbeitenden statt. Zum besseren Austausch untereinander wurde ein regelmäßiges After-Work-Treffen initiiert und bereits durchgeführt. Im letzten Quartal des Jahres soll für die Mitarbeitenden von OB/2 ein Workshop zur Reflexion der Projekte stattfinden. Auch die Idee, ein Diversity Leitbild in Anlehnung an das Diversity Konzept zu schaffen, vielleicht so- gar stadtweit, wird weiter verfolgt. Gleiches gilt für die Idee, ggf. einen Rahmenvertrag für Gebärden- dolmetscherleistungen für diverse Veranstaltungen zu prüfen. Für den Arbeitsalltag nützliche Maßnahmen wurden als Anregung bereits an alle Referate des Büros der Oberbürgermeisterin weitergegeben. Dezernat V. für Soziales, Integration und Umwelt / Dezernatsbüro Das Reformprojekt „Implementierung von Diversity-Management“ wird im Dezernatsbüro des Dezer- nates V sowie bei den Amtsleitungen der Ämter des Dezernates V umgesetzt. Unter selbiger Zielsetzung wie bei OB/2 fanden zwei Kick Off Veranstaltungen am 08.12.2017 und 24.01.2018 unter der Leitung der Dienststelle Diversity mit externer Begleitung statt. Am 08.12.2017 nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernatsbüros sowie der Dezernent und die Ver- tretungen der Dienststelle Diversity teil. An der zweiten Veranstaltung nahmen die Amtsleitungen und Stellvertretungen der Ämter des Dezernates V, der Dezernent und Vertretungen der Dienststelle Diversity teil. Folgende Maßnahmen wurden erarbeitet: Derzeit in Erstellung ist ein Fragebogen zum Thema Diversity/Diversity-Dimensionen. Dieser soll die bereits bestehende Vielfalt im Dezernat V sowie die Haltung und das Wohlbefinden in- nerhalb des Dezernates abbilden. Die Mitarbeitenden machen sich bei ihrer Kommunikation insbesondere bei schriftlichen Einla- dungen zu öffentlichen Veranstaltungen mit Externen bewusst, dass sie auf geschlechterneut- rale, diskriminierungsfreie und leichte Sprache achten. Zur Unterstützung wurden den Mitar- beitenden nützliche Veröffentlichungen wie den Ratgeber „Leichte Sprache“ des Bundesminis- teriums für Arbeit und Soziales, ein Genderwörterbuch und Tipps zu Begriffen im Thema Be- hinderungen an die Hand gegeben. Öffentliche Veranstaltungen werden barrierefrei konzipiert und durchgeführt. Dies betrifft so- wohl die Anforderungen an die Veranstaltungsräume als auch die Unterstützungsmaßnahmen vor Ort. Bei Veranstaltungseinladungen ist bereits die Notwendigkeit von Hilfsmitteln und Un- terstützungen (z.B. Gebärdendolmetscher) abzufragen (s. Handreichung und Checkliste für barrierefreie Veranstaltungen; Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V.). Unterlagen für interne Sitzungen, insbesondere Präsentationen, werden barrierefrei gestaltet 6 und vorab als PDF versendet, damit diese für sehbeeinträchtigte Adressanten bei entspre- chender Ausstattung vorgelesen werden können. Interne Feiern wie Sommerfeste oder Betriebsausflüge sollen Diversity wiederspiegeln, z.B. durch die Wahl der Örtlichkeiten oder der Veranstaltungspunkte. Das Dezernatsbüro wird sich zukünftig jährlich im Rahmen des Diversity Tags mit einer eige- nen Aktion beteiligen. Das Hissen der Diversity Fahne 2018 am Historischen Rathaus mit OB/2 und der Dienststelle Diversity erfolgte unter der Teilnahme des Sozialdezernenten. Zu- dem wendete er sich am Diversity Tag mit einem persönlichen Schreiben an alle Mitarbeiten- den des Dezernates V, in dem er den Mehrwert von Diversity für das Dezernat und die ge- samte Verwaltung verdeutlichte. Bei Büro- und sonstigen Dezernatsbesprechungen wurde der Punkt Diversity als ständiger Punkt auf der Tagesordnung eingeführt. Der Diversity Kalender der Dienststelle Diversity wird als Standard-Kalender in Outlook bei der täglichen Arbeit genutzt. Alle Mitarbeitenden des Dezernatsbüros beabsichtigen in ihren Zielvereinbarungen für 2019ff. die Planung/Formulierung einer Diversity Maßnahme als LOB-Ziel aufzunehmen. In die LOB Vereinbarungen mit den Amtsleitungen des Dezernates V wird ab 2019ff. ebenfalls eine Diversity Maßnahme als Zielvereinbarung eingeführt. Inhaltlich könnte es beispielsweise um die aktive Beteiligung am Deutschen Diversity Tag oder die Beschäftigung mit einer Diver- sity Dimension (Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung oder ge- schlechtliche Identität, Religion oder Weltanschauung) oder die Teilnahme bzw. die Initiierung eines Schulungsangebotes für Führungskräfte in Ihrem Amt gehen. Zur Fortsetzung der Diversity Schulungen für die Mitarbeitenden des Dezernatsbüros wird im Herbst 2018 das Thema „Unconscious Bias“ in den Mittelpunkt gestellt. Hierbei geht es um unbewusste Vorurteile, Stereotypen und unbewusste „Schubladen“ und vorschnelle Rollenzu- schreibungen. Die aktive Auseinandersetzung damit ist wichtig, denn sich der eigenen Vorur- teile bewusst zu sein und damit umzugehen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit in bestehenden Teams sowie auch in punktuell oder themenspezifischen zusammenkommenden Arbeitsgruppen und Gremien. Amtsspezifisch wurde in einer Leitungsrunde des Amtes für Soziales und Senioren mit den Abteilungsleitungen besprochen und überlegt, wie das Thema Diversity in den einzelnen Ab- teilungen zukünftig intensiv thematisiert werden kann. Ebenso hat bereits ein Gespräch mit den Amt für Soziales und Senioren und Vertreterinnen und Vertretern der Dienststelle Diversity zum Thema Einbezug von Diversity Aspekten beim Ausbau des Seniorenpaketes stattgefunden. Erprobung eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens im Dezernat V Im Rahmen des Reformprojektes „Implementierung von Diversity-Management“ im Dezernat V sollen erste Erfahrungswerte zum Thema anonymisierte Bewerbungsverfahren gesammelt und geprüft wer- den. Hierfür wird auf Einladung des Sozialdezernenten ein internes Austauschgespräch Mitte Sep- tember mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Verwaltung sowie aus zwei Kommunen, die das Anonyme Bewerbungsverfahren bereits in ihrem Verwaltungshandeln umsetzen, stattfinden. Die Er- gebnisse dieses Gespräches bieten die Möglichkeit, das weitere Vorgehen im Rahmen des Reform- projektes – hier konkret im Büro des Dezernats V – innerhalb der Verwaltung zu besprechen. Erste Schritte in Richtung Erprobung von anonymisierten Bewerbungsverfahren finden bereits im De- zernatsbüro V für von dort extern ausgeschriebene Stellen statt. Zu 3) Controlling der Diversity Maßnahmen aus dem Diversity Konzept, Stand August 2018 (siehe Anlage).
Anlage 1 - 18 08 09_Ratsvorlage Diversity Managment
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Nr. Maßnahmentitel Maßnahmenziel Statuts 1 Teilnahme am Deutschen Diversity Tag Der Deutsche Diversity Tag, der 2013 von der Charta der Vielfalt ins Leben gerufen wurde, bietet allen Unternehmen, die die Charta unterzeichnet haben, die Möglichkeit, an diesem Tag durch eine oder mehrere Aktionen auf der Internetseite der Charta auf die Vielfalt und die Bestrebungen des eigenen Unternehmens hinzuweisen. Die Stadt Köln beteiligt sich seit 2014 jährlich unter Federführung der Dienststelle Diversity am Deutschen Diversity Tag der Charta der Vielfalt. 3 2 Erstellung einer Intranet Plattform zum Austausch Um das Thema innerhalb der Stadtverwaltung bekannter zu gestalten, aber auch um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform des Austausches zu bieten, wäre die Erstellung und Umsetzung einer Intranet Plattform sinnvoll. Diskussionsbeiträge, Veranstaltungen, Neuerungen, Projektideen etc. könnten eingestellt werden. Seit 2016 gibt es eine Intranetseite der Dienststelle Diversity, auf der Inhalte zum Thema Diversity wie auch den einzelnen Dimensionen zu finden sind, eine Plattform ist allerdings noch nicht eingerichtet. 3 Öffentliche Ideenbox für den Deutschen Diversity Tag Durch die Gestaltung einer öffentlichen Ideenbox für Umsetzungsideen im Intranet zum Diversity Tag können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbringen und somit entweder Ideen für eine Gesamtaktion oder für mehrere Aktionen von einzelnen Ämtern gestalten. Auf der Intranetseite der Dienststelle Diversity gibt es eine Ideenbox, damit die Belegschaft sich einbringen und Ideen für eine Gesamtaktion oder für mehrere Aktionen von einzelnen Ämtern gestalten kann. 3 4 Erstellung einer Diversity Broschüre Als attraktive Arbeitgeberin erstellt die Stadt Köln eine Broschüre, in der sie die vielfältigen Angebote, die sie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Storytelling) vorhält, darstellt. Die Broschüre soll sich an die bereits vorhandenen, aber auch an zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt richten. Die Gewinnung von Personal wird nicht nur für die Stadtverwaltung Köln zunehmend zur Herausforderung. Damit die Stadt Köln im Wettbewerb mit anderen öffentlichen und privaten Arbeitgebern als attraktiven Arbeitgeber erkannt wird, wird eine einheitliche Arbeitgebermarke entwickelt. Die Aspekte von Diversity werden in dieser Arbeitgebermarke implementiert. Zugleich soll sich die Identifikation der Stadt als attraktiver Arbeitgeber in allen Personalvermarkungsstrategien wiederfinden, so auch in die noch zu erstellenden Diversity Broschüre. 3 5 Interne wie externe Stellenanzeigen werden um den AGG-Passus erweitert In jeder Stellenanzeige wird deutlich darauf hingewiesen, dass Köln eine tolerante und weltoffene Stadt ist und sich deshalb über alle Bewerbungen freut, die den Leistungs- anforderungen entsprechen. Bei Stellenanzeigen der Stadtverwaltung wird ein AGG-Passus eingesetzt, der alle möglichen Personengruppen aktiv zur Bewerbung auffordert. Zudem werden zukünftig geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen unter Einbeziehung des dritten Geschlechts unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10.10.2017, dem Beschluss des Bundeskabinetts gesetzlichen Umsetzung dieser Entscheidung und der Empfehlungen des Kommunalen Arbeitsverbandes vom 28.06.2018 erfolgen. „Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen, insbesondere MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben. Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden. Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY – Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY. Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.“ 1 6 Diversity Kompetenzen für Führungskräfte Ein zentrales Instrument zur Umsetzung von Diversity Management ist die Schulung von Führungskräften im Rahmen der Personalentwicklung. Diversity Management und Diversity Kompetenz - Vielfalt als Ressource erkennen und nutzen Seit 2015 werden 2 x pro Jahr zweitägige Schulungen für Führungskräfte über die Personalentwicklung der Stadt Köln (durchgeführt durch die Dienststelle Diversity) angeboten. Schwerpunktthemen sind Diversity als Führungsaufgabe sowie das Thema Unbewusste Voreingenommenheit (Unconscious Bias). 3 7 Diversity Kompetenzen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ähnlich dem Schulungsangebot für Führungskräfte werden ebenfalls Schulungen zweimal jährlich als zweitägige Schulungseinheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Köln angeboten. Diversity Management und Diversity Kompetenz – Umgang mit Vielfalt Seit 2015 werden 2 x pro Jahr zweitägige Schulungen für Mitarbeitende der Stadt Köln über die Personalentwicklung (durchgeführt durch die Dienststelle Diversity) angeboten. Seit 2018 finden Follow-Up Workshops für alle Teilnehmenden der bisherigen Schulungen statt. Dadurch wird eine Vernetzung und Nachhaltigkeit gesichert. 3 8 Bildung von Netzwerken Die Bildung von Netzwerken unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zielt nicht nur auf einen Austausch, sondern vor allem auch auf eine Wertschätzung gegenüber diesen Netzwerken/Gruppen ab. Zudem dienen Netzwerkgruppen häufig als Mittlerinnen und Ansprechpartnerinnen für Leitungskräfte, da sie wertvolle Hinweise und Ideen für eine zielgruppengerechte Gestaltung in der eigenen Dienststelle geben können. Die Dienststelle Diversity unterstützt und fördert die Bildung von Netzwerken von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit besonderem Bedarf u.a. das städtische LSBTI-Mitarbeiter_innennetzwerk. Das Amt für Frauen und Männer initiiert verschiedene Netzwerke für Frauen. Weitere Netzwerke für andere Zielgruppen und Themengruppen müssen folgen. 2 9 Erstellung von Arbeitsmaterialien zur Umsetzung von Diversity Maßnahmen innerhalb des eigenen Wirkungskreises Durch die Erstellung eines „Materialkoffers“ könnten die Ämter und Dienststellen eigenständig das Thema Diversity umsetzen. Der Koffer, gefüllt mit Instrumenten zur Implementierung von Diversity Maßnahmen, würde praktische Beispiele, Arbeitsmaterialien, Umsetzungsvorschläge etc. beinhalten. Konnte noch nicht umgesetzt werden, aufgrund fehlender Personalressourcen 10 Diversity Check – Ist-Analyse Für jeden Prozessbeginn bedarf es einer Daten- und Strukturerhebung, die maßgeblich den strukturierten und strategischen Umsetzungsprozess unterstützt. Die Ausgangsbedingungen, die derzeit für die städtische Verwaltung bestehen, müssen professionell erhoben und ausgewertet werden. Eine qualitative und quantitative Betrachtung bestehender Strukturen wird möglich. Gute Umsetzungsbeispiele wie auch Problemfelder, aber auch Durch die Umsetzung von Diversity Management als Reformprojekt im Dezernat V wird eine Befragung zu den Themen Wissen, Haltung, Teilhabe und Diskriminierung im Dezernat V erfolgen. Die Entwicklung des Fragebogens ist derzeit in der Bearbeitung. 1 bereits vorhandene Strukturdaten und noch notwendige Datenfelder werden sichtbar. 11 Softwareschulung zum Thema AGG & Diversity Bei der großen Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung (17.694 Gesamtpersonalbestand, Stand 31.12.2014) ist es nicht möglich, in kurzer Zeit eine Schulung für alle anzubieten. Aus diesem Grund sollte eine Software eingeführt werden, die es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, am Arbeits-PC eine ca.10-minütige Einführung zum Thema durchzuführen. Diese Einführung ist nicht mit einer persönlichen Schulung zu vergleichen, vielmehr geht es bei dem Softwareprogramm darum, ein erstes Bewusstsein für das Thema Vielfalt zu erhalten. Die Personalentwicklung und Diversity arbeiten derzeit an der Realisierung des Fortbildungsformates „Diversitytraining 4.0“ für die Führungskräfte der Stadt Köln. Das Seminar soll Bestandteil der Qualifikationsreihe für neue Führungskräfte werden und Elemente mit einer VR (Virtual Reality) Brille enthalten, um Führungspersonal zu schulen, mit individuellen Biografien von Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden umzugehen. Im Vordergrund stehen die Sensibilisierung der Führungskräfte für "ungelernte" Situationen und der Umgang mit diesen, ebenso wie die Erfahrbarmachung der eigenen Verhaltensmuster. Durch das "reale" Erleben einer neuen/ungelernten Situation durch eine VR Brille, können die Unsicherheiten und unbewußten Verhaltensmuster der Führungskraft sichtbar werden und im Verlauf des Seminars, anhand der mit VR gemachten Erfahrung, thematisiert werden. Die darüber hinaus gehende und angestrebte Schulung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Themen AGG und Diversity wird die Personalentwicklung in ihre Überlegungen bezüglich des Einsatzes neuer Lernformen wie E-Learning (z.B. Webinare oder Gamification) einbeziehen und eine Realisierung in Zusammenarbeit mit der Punktdienststelle Diversity forcieren. Aktuell wird der Themenbereich Diversity neben den Standardangeboten des Fortbildungskatalogs für Mitarbeitende und Führungskräfte auch in den Einführungsseminaren für neue Kolleginnen und Kollegen der Stadt Köln thematisiert. 2 12 Die aktive Diversity Politik der Stadt Köln wird durch einen Slogan prominent auf der Startseite der Stadt Köln dargestellt. Um einen Slogan zu entwickeln, wird über die innerstädtischen Medien ein Aufruf gestartet, Ideen für den Slogan einzubringen. Durch ein dann zu Die Umsetzung ist noch nicht erfolgt. Derzeit wird eine Vielfaltskampagne für die Stadt entwickelt (siehe Maßnahme 20). konzeptionierendes Auswahlverfahren wird der „beste“ Slogan ausgewählt, prämiert und auf die Startseite der Stadt Köln gestellt. 13 Berücksichtigung von Diversity in allen Personalmarketingaktivitäten Sowohl bei der externen Bewerbung durch Bilder, bei einer Kampagne z.B. „Vielfalt ist …“, bei Messen und Infoständen wie auch bei der sonstigen Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Personalmarketing und -akquise wird Diversity als potenzieller Mehrwert beworben und als gelebter Standard der Stadtverwaltung dargestellt. Das neue Bewerbercenter wird im Rahmen der Umstellung auf eine aktive Personalakquise verstärkt bei Personalmarketingaktivitäten den Aspekt Diversity als Teil der Arbeitgeberinmarke Stadtverwaltung Köln berücksichtigt. Darüber hinaus findet das Thema Diversity Berücksichtigung in der Neukonzeption der Führungsleitlinien der Stadt Köln sowie bei der Entwicklung eines neuen gesamtstädtischen Personalentwicklungskonzepts. 2 14 Erstellung einer städtischen Wort-Bild-Marke Als Statement für die städtische Diversity Arbeit und der damit verbundenen städtischen Haltung sollte eine Wort- Bild-Marke (Logo) entwickelt werden, die bei Veranstaltungen und Veröffentlichungen verwendet wird. Die Umsetzung ist noch nicht erfolgt. 1 15 Jährlicher Report/Controlling über gesamtstädtische Diversity Aktivitäten In einem jährlichen Bericht werden die Aktivitäten und Maßnahmen, die im Berichtsjahr stattgefunden haben, verschriftlicht. Hierzu zählen Aktivitäten einzelner Dienststellen, ein Bericht über die Schulungen/Teilnehmerzahlen, die Aktivitäten des städtischen Diversity AKs, eine Kostenaufstellung zu durchgeführten Maßnahmen sowie der jährliche „Abgleich“ zu den beschriebenen Zielen. Eine Umsetzung dieser Maßnahme ist aufgrund fehlender personeller Ressourcen bisher nicht erfolgt. 16 Erstellung von Standards für eine diskriminierungsfreie Sprache innerhalb und außerhalb der Verwaltung Die Nutzung einer diskriminierungsfreien Sprache muss Standard in der Verwaltung sein. Da solch eine Sprache aber auch geübt und gelernt werden muss bzw. häufig nicht In Bearbeitung ist ein städtischer Glossar, der die häufigsten Fach- und Fremdwörter in den Themenfelder, LSBTI, Behindertenpolitik, Integration, Religion und Diversity Management definiert. 2 das Wissen und Bewusstsein besteht, ab wann Sprache für wen diskriminierend ist, ist es notwendig, dass Standards erstellt werden. Diese Maßnahme ist nicht zielgruppenspezifisch, sondern von und für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Handbuch Köln ist schon seit langen die gleichberechtigte Verwendung von weiblicher und männlicher Sprachform für alle städtischen Dienststellen geregelt. Durch Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragte und – soweit erforderlich – dem Presse- und Informationsamt wird eine einheitliche Umsetzung dieser Standards regelmäßig eingefordert. Soweit durch die Rechtsprechung zum dritten Geschlecht weitere Anpassungen erforderlich werden, sind diese bei der anstehenden Überarbeitung des Handbuchs Köln mit aufzunehmen. Insbesondere bei der Schulung von neuen Beschäftigten und von neuen Führungskräften wird das Bewusstsein geschärft, dass die Sprache im Verwaltungshandeln nicht diskriminierend angewendet wird. 17 Diversity Kriterien werden fester Bestandteil der Personalentwicklung Im Rahmen der Personalentwicklung verfügt die Stadt Köln bereits über sehr gute Instrumente. Zu nennen sind beispielsweise die „Leistungsorientierte Bezahlung“ und die Personalentwicklungs- und Klimagespräche, die jeweils zwischen Mitarbeiterin/Mitarbeiter und Führungskraft durchgeführt werden. Ein Punkt zum Thema Diversity wird in die jeweiligen Formulare aufgenommen und fester Bestandteil der Gespräche. Die Änderungen der Formulare erfolgen in Abstimmung mit dem Personal- und Verwaltungsmanagement. Im Rahmen der Umsetzung von Diversity Management im Dezernat V und dem Büro der Oberbürgermeisterin OB/2 wird ab 2019ff jeweils ein Diversity-Ziel in der Leistungsorientierten Bezahlung (LOB) vorkommen. Hierbei kann es sich um ein Ziel handeln, dass das Gesamtthema betrifft oder sich auf eine Zielgruppe fokussiert. 18 Erstellung einer Diversity Dienstvereinbarung Eine schriftliche Vereinbarung zum Thema Diversity – Chancengerechtigkeit – Antidiskriminierung positioniert das Thema über das Diversity Konzept hinaus verbindlich in der Stadtverwaltung. Unter Beteiligung des Personal- und Verwaltungsmanagements und einer festgesetzten Zielsetzung sowie Maßnahmen aus diesem Konzept wird eine Dienstvereinbarung verbindlich umgesetzt. Die Erstellung einer Diversity & Antidiskriminierungsrichtlinie für die Stadt Köln ist derzeit in Bearbeitung. 2 19 Übernahme von Assistenzkosten bei der Gremienarbeit zur Förderung der politischen Teilhabe aller ehrenamtlichen und gewählten Mitglieder Um die politische Teilhabe aller Mitglieder und sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner in allen Gremiensitzungen zu gewährleisten, ist es notwendig, dass die Stadt Köln – in notwendigen Fällen – die Kosten für Assistenzleistungen, die die Personen zur Umsetzung ihrer politischen Aufgabe benötigen, übernimmt. Die Dienststelle, die für den Sitzungsdienst zuständig ist, zahlt auf Antrag anteilig die Assistenzleistung, die für die Teilnahme an der jeweiligen Ausschusssitzung notwendig ist. Die Dienststelle Diversity kommt auch für die Assistenzkosten der Vor- und Nachbereitungssitzungen der Sitzungen der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik auf. Eine zentrale Übernahme der Kosten durch Amt OB wird angestrebt. 2 20 Erstellung einer Bilddatenbank mit diversitätsgerechter Bildsprache sowie Bildern für die städtische Öffentlichkeitsarbeit Damit eine einheitliche Beschilderung durch Bildsprache in den Räumen der Stadtverwaltung möglich ist, muss eine Datenbank erstellt werden, in der alle notwendigen Schilder in eine leicht erkennbare Bildsprache übersetzt sind. Darüber hinaus braucht es eine Bilddatenbank in der zielgruppenspezifische und zielgruppenübergreifende Bilder abgespeichert sind, die von allen Ämtern und Dienststellen der Stadtverwaltung für die eigene und gesamtstädtische Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können. Die Umsetzung konnte aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen bisher nicht erfolgen. Derzeit wird unter Federführung der Dienststelle Diversity und unter Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern aller Diversity Dimensionen eine Vielfaltskampagne mit dem Titel „Unsere Vielfalt. Kölns Stärke“ entwickelt. 1 21 Durch spezifische Ausbildungsförderungsprojekte werden junge Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung so qualifiziert, dass der Einstieg in das Ausbildungsverfahren der Stadt Köln erreicht und durchlaufen werden kann Ausbildungsförderungsprojekte setzen vor der Ausbildung an und sollen den Einstieg in das Ausbildungsverfahren erleichtern. Die Ausbildungsabteilung der Stadtverwaltung Köln lebt seit Langem Diversity in der täglichen Arbeit! Es werden vorurteilsfrei Menschen aller Herkunft sowie Personen mit ganz unterschiedlichen (und oft schwerwiegenden) Beeinträchtigungen Ausbildungsplätze angeboten. So werden allein 2018 insgesamt 11 Auszubildende mit nachgewiesener Schwerbehinderung eingestellt. Zudem werden Schulen für Menschen mit Schwerbehinderung gezielt aufgesucht, um dort für das städtische Ausbildungsangebot zu werben. Seit Mitte Juli 2018 wird ein ausgebildeter Sozialarbeiter bei der Ausbildungsabteilung beschäftigt, der vielfältige Sonderausbildungen mitbringt und Diversität im Ausbildungsbereich noch verstärken wird. Konkret wird aktuell ein Konzept zur Einrichtung eines Inklusionsprojekts erstellt, das Menschen mit Einschränkungen weitere Möglichkeiten in einfacheren Bürotätigkeiten eröffnen wird (Berufsbild Fachpraktikerin/Fachpraktiker Bürokommunikation). Hier beginnt am 05.09.2018 die erste Schwerbehinderte Person ihre Ausbildung. Mit der erstmaligen Umsetzung des eigentlichen Projekts mit mindestens 5 Teilnehmenden ist voraussichtlich 2019 zu rechnen. 22 Mentoring-Programm für Diversity Zielgruppen Angelehnt an bereits bestehende Mentoring-Programme soll die Programmidee auf weitere Zielgruppen ausgebaut werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich für Kolleginnen und Kollegen und/oder Auszubildende als Mentorin oder Mentor zur Verfügung. Die Umsetzung konnte aufgrund fehlender personeller und finanzieller Ressourcen bisher nicht umgesetzt werden. 1 23 Diversity Budget für externe Projekte mit Diversity Bezug Um Diversity außerhalb der Stadtverwaltung als Strategie der Vielfalt auch innerhalb von Projekten zu verdeutlichen, ist es notwendig, dass ein Budget zur Verfügung steht, aus dem Projekte finanziert werden, die die Mehrdimensionalität ihrer Zielgruppen bewusst in den Fokus rückt. Beispielsweise Projekte, die sich mit den Themen „Alter und Vielfalt = sexuelle Orientierung, Migrationshintergrund, Behinderung, Geschlecht“ befassen usw. Die Umsetzung konnte aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen bisher nicht umgesetzt werden. 1
Beratungsverlauf (7)
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2905/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 21.09.2018
- Erstellt
- 30.08.2018 16:42