V/0006/2013
Bericht über den Kraftstoffverbrauch des städtischen Fuhrparks
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Anlage zur Vorlage V-0006-2013
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Verbrauch 2011 nach Kraftstoffarten (ltr) Diesel 1.520.343 96% Benzin 50.095 3% Gas 18.254 1% Diesel Benzin Gas Anteil Kraftfahrzeuge nach Kraftstoffarten in 2011 Diesel 504 Benzin 67 Gas 33 Hybrid 5 Diesel Benzin Gas Hybrid Entwicklung Kraftstoffverbrauch in 2011 3 9 4 . 2 2 2 3 8 5 . 6 7 4 3 9 7 . 112 4 11. 6 8 4 370.000 375.000 380.000 385.000 390.000 395.000 400.000 405.000 410.000 415.000 1 2 3 4 Qua r t a l Anteiliger Kraftstoffverbrauch 2011 (ltr) Allg. Verw . 311.542 20% AWM/Amt 37 1.277.150 80% AWM/Amt 37 Allg. Verw . Anlage 1 Anteile Kraftstoffarten Stadt Münster 2010 Diesel 1.429.547 ltr 94% Benzin 59.279 ltr 4% Erdgas/Autogas 24.000 ltr 2% Diesel Benzin Erdgas/Autogas Anteile Kraftstoffverbrauch Stadt Münster 2010 AWM u. Amt 37 1.190.947 ltr 79% Allg.Verwaltung 321.879 ltr 21% Allg.Verw altung AWM und Amt 37 2006 1.583.700 2009 1.447.069 2010 1.512.826 2011 1.588.692 0 200000 400000 600000 800000 1000000 1200000 1400000 1600000 1 2 3 4 Kraftstoffverbrauch 2006 bis 2011 in ltr Anlage 2
Beschlussvorlage
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V/0006/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Personal- und Organisationsamt Betrifft Bericht über den Kraftstoffverbrauch des städtischen Fuhrparks Beratungsfolge 23.04.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 15.05.2013 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: 1. Der Hauptausschuss nimmt den nachfolgenden Bericht zum Kraftstoffverbrauch des städt i- schen Fuhrparks zur Kenntnis. Ein akuter Handlungsbedarf für weitere Prüfungen zur Red u- zierung des Kraftstoffverbrauches besteht nicht. 2. Der Antrag der CDU-Fraktion vom 26.10.2010 (siehe auch Vorlage V/0074/2010) ist damit Begründung: Mit dem vorgenannten Antrag verfolgte die CDU-Fraktion das Ziel, die Verwaltung zu beauftragen, für den städtischen Fuhrpark eine Bestandsanalyse des gesamten Kraftstoffverbrauches für das Wirtschaftsjahr 2010 zu erstellen, ei ne Analyse des Verbrauchs pro Quartal im Jahre 2011 anz u- fertigen sowie auf der Grundlage der gewonnen Ergebnisse, Handlungsoptionen zur Senkung des Kraftstoffverbrauches zu erarbeiten und dabei auch die Umstellung auf Gasbetrieb zu prüfen. Mit Beschlussvorlage V/0074/2011 vom 27.01.2011 wurde die Verwaltung beauftragt, die Analyse zu erstellen und das Ergebnis der Untersuchungen dem Ausschuss für Umwelt und Bauen sowie dem Hauptausschuss vorzulegen. Mit dem nachfolgenden Bericht gibt die Verwaltung übers ichtsartig Hinweise zum Verbrauch der verschiedenen Kraftstoffarten sowie ihre bisherigen Bemühungen zur Senkung des Kraftstof fver- brauchs. Vorlagen-Nr.: V/0006/2013 Auskunft erteilt: Herr Osterbrink Ruf: 492 10 32 E-Mail: Osterbrink@stadt-muenster.de Datum: 08.03.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0006/2013 Bericht über den Kraftstoffverbrauch des städtischen Fuhrparks Der Fahrzeugbestand des Fuhrparks der städtischen Ämter und Einrichtungen hat sich in den ve r- gangenen Jahren reduziert. Wurden im Jahr 2006 noch 687 Fahrzeuge betrieben, so hat sich die Zahl bis zum Jahr 2010 auf 617 Fahrzeuge und im Jahr 2011 auf 609 Kraftfahrzeuge reduziert. Der Kraftstoffverbrauch k onnte im Zeitraum 2006 - 2011 jedoch nicht reduziert werden, was auf vergleichbare Fahrleistungen, aber auch einen wirtschaftlichen - weil stärker ausgelasteten - Be- trieb der Fahrzeuge schießen lässt (siehe auch Anlagen 1 und 2 - für 2012 liegen noch keine Er- gebnisse vor). Maßnahmen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauches werden in den Ämtern und Einrichtu ngen regelmäßig geprüft und soweit ergriffen. Im Einzelnen stellt sich die Situation wie folgt dar: Reduzierung durch Umstellung vorhandener Fahrzeuge auf Gasbetrieb Der Anteil des Dieselkraftstoffes am Gesamtkraftstoffverbrauch des städtischen Fuh rparks beträgt zurzeit rund 96 %. Nur 3 % des Kraftstoffes entfällt auf Fahrzeuge mit Benzin; mit Erd - bzw. Auto- gas wird nur 1 % der Fahrzeuge betrieben. Eine Umstellung auf Gasbetrieb ist aus technischen Gründen nur für Benzinfahrzeuge möglich und könnte somit auch nur das Volumen des Benzinverbrauchs von 3 % am Gesamtverbrauch en t- sprechend verringern, falls eine Umrüstung aufgrund des vorhandenen Fahrpro fils und der techni- schen Voraussetzungen der Fahrzeuge auch wirtschaftlich sinnvoll wäre. Eine kostenmäßig sinnvolle Umstellung von vorhandenen Fahrzeugen auf Erd- bzw. Autogas lässt sich wirtschaftlich nicht darstellen. Beim derzeitigen Fahrprofil der st ädtischen benzinbetriebenen Kraftfahrzeuge (durchschnittliche jährliche Fahrleistung 10.000 Kilometer) liegt die Amortisation s- zeit von umgerüsteten Auto- bzw. Erdgasfahrzeugen bei ca. 6- 6,5 Jahren. Reduzierung durch sonstige Maßnahmen der Kraftstoffredu zierung bei den AWM und der Städtischen Feuerwehr Eine spürbare Reduzierung des gesamtstädtischen Kraftstoffverbrauchs, könnte nur unter Einb e- ziehung dieser beiden Ämter/Einrichtungen erfolgen, die mit rd. 80 % am Gesamtkraftstof fver- brauch der Stadt Mü nster den größten Anteil haben. Beide städtischen Einrichtungen nutze n in erster Linie dieselbetriebene Fahrzeuge ein. AWM Die AWM setzen seit 2010 sukzessive das Fahrassistentsystem Traffilog ein, das zur einer Verbesserung des Fahrverhaltens (ECO-Fahrweise) führt und im Bereich der Abfallbeseit i- gung bereits zu einem Einsparvolumen in Höhe von 11,8 % geführt hat. Bei einigen Entsorgungsfahrzeugen läuft ein Versuch, über Motorkennfeldoptimi erung den Kraftstoffverbrauch über die Arbeitsdrehzahl des Motors zu reduzieren. Kraftstoffmessun- gen haben ergeben, dass der meiste Kraftstoff in den Revieren beim Pressvorgang ve r- braucht wird. In einem Diskussionsbeitrag des VKU (Verband Kommunaler Unternehmen) wurde festg e- stellt, dass Hybridlösungen für Abfallsammelfahr zeuge noch im Projektstadium sind und dass deren wirtschaftlicher Betrieb derzeit noch nicht darstellbar ist. Ebenso sind Ve rsuche mit reinen Elektroantrieben und elektrischen Schüttungen bislang erst als Projek tstudien in einzelnen Firmen in der Untersuchung. - 3 - V/0006/2013 Städtische Feuerwehr Bei den Fahrzeugbeschaffungen wurde und wird auch hier ein besonderer Wert auf den Einsatz umweltfreundlicher und damit auch wirtschaftlicher Motorentechnik gelegt. Au f- grund der besonderen Anforderungen an Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr (häufiges B e- schleunigen während der Alarmfahrten) sin d Einsparpotenziale durch eine K raftstoff spa- rende Fahrweise kaum möglich. Fahrten im Krankentransport und Rettungsdienst zeichnen sich im Regelfall durch eine Patienten schonende und damit auch wirtschaftliche Fahrweise aus. Das Fahraufkommen insgesamt ist durch die Feuerwehr nicht steuerbar, da fast aus- schließlich auf externe Anforderungen reagiert wird. Die vergleichsweise geringen Fahrten im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen von Übungen sollten vom Umfang her nicht reduziert werden. Spritsparkurse Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster und die Feuerwehr Münster, die zusammen ca. 80 % des gesamtstädtischen Kraftstoffverbrauches verursachen, führen bereits seit längerem sogenannte „Spritsparkurse“ durch. Spritsparkurse sind sinnvoll und wichtig, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibil isieren, den Kraftstoffverbrauch und somit auch die CO 2 Emissionen durch Sprit sparende Fahrweisen zu senken. Darüber hinaus weist das Person al- und Organisationsamt im Rahmen seines Mobilität s- managementes die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Intranet auf ressourcensparendes Autofa h- ren („Die 10 Goldenen Spritsparregeln“) hin. Ein zählbarer Einspareffekt kann bei Dienstfahrzeugen mit sehr hoher Fahrleistung, verbunden mit einer geringen Fahrerfluktuation, nur schwer erzielt werden. Grundsätzlich werden die vorhandenen Dienst -PKW aber als Poolfahrzeuge eing esetzt, sodass bei diesem Fahrprofil der gewünschte Einspareffekt, auch durch eine beso ndere Schulung, nicht immer erzielt werden kann. Fazit: Im Bereich der AWM konn te, bedingt durch den Einsatz innovativer Technologien, seit 2010 eine Reduzierung des Dieselverbrauchs um 11,8 % erzielt werden . Der wirtschaftliche Einsatz neuer Technologien zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ist aktuell begrenzt und abhängig von der zukünftigen technischen Entwicklung. Der Einsatz von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist bereits von der Verwaltung geprüft worden. Es wird weiterhin an dem Ziel festgehalten, elektrobetriebene Fahrzeuge, wo es technisch und finan- ziell möglich und sinnvoll ist, einzusetzen. Die aktuell sich auf dem Markt befindlichen Elektrofahrzeuge erfordern erheblich höhere Bescha f- fungskosten (Bsp. Elektro Smart = rd. 5.000 €). Auf der Grundlage der als Anlage beigefügten Kraftstoffverbrauchsdaten der Wirtschaftsjahre 2010 und 2011 (siehe Anlage 1 und 2) und der nochmaligen kritischen Prüfung aller bereits umgesetz- ten Handlungsoptionen, können unter den aktuellen ökonomischen Bedingungen weitere Vor- schläge zur Kraftstoff- und Ausgabenreduzierung nicht unterbreitet werden. Die Verwaltung wird jedoch die technischen Entwicklungen weiter verfolgen und ggf. Maßnahmen zur weiteren Kraft- stoffeinsparung durchführen. In Vertretung gez. Wolfgang Heuer Stadtrat 3 Anlagen - 4 - V/0006/2013
Ratsantrag Kraftstoffverbrauch
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0074/2010
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
Antrag 26.10. 2010
„Kraftstoffverbrauch der Stadt Münster senken“
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, für den städtischen Fuhrpark
1. eine Bestandsanalyse des gesamten Kraftstoffverb rauchs für das Wirtschaftsjahr 2010
zu erstellen;
2. eine Analyse des Verbrauchs pro Quartal im Jahr 2011 anzufertigen;
3. auf Grundlage der gewonnenen Zahlen Handlungsopt ionen zur Senkung des
Kraftstoffverbrauchs zu erarbeiten und dabei besonders die Umstellung auf Gasbetrieb in
den nächsten Jahren (sofern bei vorhandenen Fahrzeugen möglich) zu prüfen.
Begründung
Zum Betrieb des Fuhrparks verbrauchte bzw. bevorratete die Stadt Münster im Jahr 2006
insgesamt 1.583.701 Liter Kraftstoff zu einem Gesamtpreis von 1.682.499 €. Mit der
Senkung des Verbrauchs um 10 % kann der Bruttoumsatz im Einkauf nach aktuellem Status
um ca. 150.000 € jährlich reduziert werden. Durch Optimierung des Fahrzeugeinsatzes und
verstärkte Nutzung neuer Antriebtechnologie können in diesem Bereich erhebliche
Ausgabenreduzierungen erreicht werden.
gez.
H.-Dieter Sellenriek
Gilbert Aldejohann
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Dieter von den Berg
Meik Bolte
Heinz-Georg Buddenb äumer
Olaf Dre ßen
Edgar Dr üge
Wolfhard Ediger
Dr. Dietmar Erber
Walter von G öwels
Gilbert Hartmann
Horst Kisnat
Rolf Klein
Bruno Kleine Borgmann
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von Merveldt
Andreas Nicklas
Jürgen Ohm
Robert Otte
Karin Reismann
Josef Rickfelder
Stefan-Alexander Roth
Florian Steinforth
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Mauritzstraße 7
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0006/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.02.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37