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A-W/0014/2014

Schulwegsichernde Maßnahmen am Kreisverkehr auf der Dülmener Straße in Albachten

Antrag an die BV West 12.06.2014

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 19.11.2015, TOP 9.1

Originalantrag

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Stellungnahme der Verwaltung

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Originalantrag

2666 Zeichen

SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West 
 
 
Manfred Rösmann Münster, 17.04. 2014 
Mitglied der BV-West 
 
 
An  
Bezirksvertretung Münster West 
z.H. Frau Bezirksbürgermeisterin Westrup 
 
Die Bezirksvertretung möge beschließen: 
Die Verwaltung wir beauftragt, am Kreisverkehr auf der Dülmener Straße in Albachten 
schulwegsichernde Maßnahmen durchzuführen. 
 
Begründung: 
Eltern schulpflichtiger Kinder machen sich Sorgen um deren Sicherheit bei Querung der Dülmener 
Straße am Kreisel in Albachten.  
Sie beklagen, dass ihre Kinder Angst haben, die Überwege am Kreisel zu betreten. 
Dies läge u.a. daran, dass ausfahrende Fahrzeuge die am Straßenrand stehenden Kinder nicht 
sehen würden und auch daran, dass die Fahrzeuge aus Richtung Dülmen kommend mit teils hoher 
Geschwindigkeit auf den Kreisel im Eingangsbereich Albachten zufahren würden. 
Betrachtet man die Situation vor Ort, so ist festzustellen, dass Fahrzeuge tatsächlich mit erhöhter 
Geschwindigkeiten auf den Kreisverkehr zufahren. Dies liegt u.a. daran, dass aufgrund des breiten 
Zuschnitts der Dülmener Straße in diesem Bereich keine „optische Bremse“ vorhanden ist. 
Abhilfe schaffen würde hier eine bauliche Fahrbahnverengung oder das Auftragen von weißen 
Querlinien als Schrägstrichgatter auf der Fahrbahn. Dies hätte ebenfalls den Vorteil, dass bei 
Dunkelheit diese Einengung spürbar würde. 
Sinnvoll wäre hier auch die Aufstellung eines Dialog-Displays, bei dem der Autofahrer bei 
Geschwindigkeitsreduzierung durch ein freundliches „Danke“ belohnt wird. 
Dieses Display kann zunächst für ein halbes Jahr aufgestellt werden, damit die Wirkung dieser 
Maßnahme ausgewertet werden kann. 
In der Fachliteratur ist jedenfalls nachzulesen, dass bei Einsatz des Dialog-Displays deutliche und 
anhaltende Verhaltensänderungen bei den Kraftfahrern beobachtet werden. 
 
Eine Schwachstelle an diesem Kreisel ist, dass aufgrund des erhöhten Innenaufbaus der Kreiselinsel 
im Kreisverkehr die Übersicht fehlt. D.h., ausfahrende bzw. einfahrende Verkehrsteilnehmer 
können nicht rechtzeitig erkennen, ob auf den jeweiligen Gegenseiten sich Personen auf den 
Wegefurten des Kreisels befinden. 
Hier sind besonders Kinder gefährdet, die aufgrund ihrer Körpergröße leicht übersehen werden 
können. Schulkinder, die täglich mehrmals diesen Weg zum Ortskern nutzen müssen, sind hier 
besonders schutzlos. 
Es macht deshalb Sinn, alle Furten entlang des Kreisels in roter Flächenfarbe zu markieren. Die rote 
Signalfarbe sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit, sorgt für eine mehr Sicherheit und eine klare 
Verkehrsführung. 
 
 
Für die Fraktion 
gez.: Manfred Rösmann  
     -Fraktionsvorsitzender-

Stellungnahme der Verwaltung

10066 Zeichen

A-w | 0044 [2044

32 23 7100/D 40.11.2015
BV West u 3281

An die Bezirksvertretung
Münster-West

STADT MÜNS
13. NOV, Mi

‚Amt für Bürger: u. Rätseörvioe-
Bezirksverweitung West

DEE EEE

über x _Dezement It
Herrn Stadtrat Heuer Eing. 31 NOV. 201

1 WUUESGEEEEEEEEEEEREE

über —
33.24, Frau Remmers

Schulwegsichernde Maßnahmen am Kreisverkehr an der Dülmener Straße in
MS-Albachten .

e Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster West Nr. A-W/0014/2014 vom
17.04.2014 / Abschlussbericht

Zunächst wird auf die als Anlage beigefügte Stellungnahme vom 11.08.2014 verwiesen.
Nach mehreren Ortsterminen und umfangreichen Abstimmungen kann nunmehr ein ab-
schließender Bericht gegeben werden:

« Verkehrsunfalllage
Aus einer Stellungnahme der Polizei vom 13.10.2015 geht hervor, dass die Ver-
kehrsunfalllage am Kreisverkehr unauffällig ist. In der 3-Jahres-Statistik der Polizei ist
kein Verkehrsunfall mit Radfahrer- oder Fußgängerbeteiligung registriert.

. Installierung eines Dialog-Displays

Mit der o.g. Stellungnahme wurde des Verfahren zur Aufstellung ortsfester Dialog-
Displays beschrieben. Ein Auftrag zur Installierung eines mobilen Geräts wurde bis-
lang nicht gestellt. Dennoch fand an der Dülmener Straße am 26.03.2015 ein Orts-
termin statt, um zu prüfen, ob westlich des Kreisverkehrsplatzes zwischen der Ortsta-
fel und dem Kreisverkehrsplatz die Installierung eines Dialog-Displays sinnvoll ist.
Dabei wurde festgestellt, dass der Standort nicht wirklich geeignet erscheint, da die
einwärts fahrenden Kraftfahrzeuge ihre Geschwindigkeit bei der Annäherung an den
Kreisverkehrsplatz allein. aufgrund der Geometrie des Kreisverkehrs deutlich drosseln
müssen. Auf die Aufstellung eines mobilen Dialog-Displays wurde deshalb verzichtet.
Anstelle dessen wurde eine Geschwindigkeitsmessung mit dem Seitenra-
darmessgerät des Ordnungsamtes vereinbart.

« Durchfahrgeschwindigkeiten in der Dülmener Straße westl. des Kreisverkehrs
Vor Ort wurde zur Ermittlung der Durchfahrgeschwindigkeiten an der Leuchte in Hö-
he des Gebäudes Haus Nr. 56 in der Zeit vom 08.07.-15.07.2015 das Seitenradar-
messgerät des Ordnungsamtes angebracht. Für die Bewertung der Durchfahrge-
schwindigkeiten ist die Fahrgeschwindigkeit von Belang, die von 85 % aller Verkehrs-
teilnenmer nicht überschritten wird. Diese sog. 85 betrug im Messzeitraum in Rich-

tung stadteinwärts 56 km/h, auswärts betrug diese rund 59 km/h: Im Vergleich zu
sonstigen Ortseingängen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
kann die Fahrgeschwindigkeit noch als angepasst bezeichnet werden. Unter Berück-
sichtigung der in der Annäherung zum Kreisverkehr notwendigen. deutlichen Ge-
schwindigkeitsreduzierung ist die Installierung eines Dialog-Displays hier deshalb
nicht sinnvoll. .

« Rotmarkierung der Radfahrerfurten
Die Rotmarkierung der Radfahrerfurten wurde im Rahmen eines weiteren Ortster-
mins am 26.10.2015 noch einmal erörtert. Dabei wurde sehr deutlich, dass diese
Markierung sinnyoll ist, um die Vorfahrt der Radfahrer zu verdeutlichen. Die Rotmar-
kierung der Furten ist in der Zwischenzeit erfolgt.

« Markierung von Fußgängerüberwegen

Zunächst wird auch hier auf die Zwischenmitteilung und die bei einer Markierung von
FüRgängerüberwegen notwendige Beleuchtung und die daraus resultierenden Kos-
ten verwiesen. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ortstermine sehr deutlich, dass
am Kreisverkehrsplatz zur Installierung / Markierung von Fußgängerüberwegen ein
erheblicher baulicher Aufwand entstehen wird..Die für die FuRgängerquerungen vor-
handenen abgesenkten Bereiche sind an diesem Kreisverkehr sehr schmal. Sie ha-
ben eine Ausbaubreite von etwa 1,40 m - 1,80 m. Diese Ausbaubreite ist nicht ge-
eignet, normgerechte Fußgängerüberwege zu markieren. Damit die Markierung in .
der Anfahrt gut zu erkennen ist, sollen Fußgängerüberwege mindestens 3 m breit,
sein. Um dies zu gewährleisten, wäre ein nicht unerheblicher baulicher Aufwand not-
wendig. Dieser Finanzierungsaufwand ist noch nicht abschließend bekannt.

Weiteres Vorgehen

Stadtweit waren zum Zeitpunkt der Antragstellung incl. des Kreisverkehrsplatzes an der
Dülmener Straße noch elf innerörtliche Kreisverkehrsplätze nicht mit Fußgängerüberwegen
ausgestattet. In der Zwischenzeit sind die Kreisverkehrsplätze nachgerüstet worden, bei
denen die Markierung aufgrund einer bestehenden Verkehrsunfalllage zwingend.erforderlich
war.. Im Bereich der Bezirksvertretung Münster-West handelte es sich dabei um die Kreis-
verkehrsplätze Gievenbecker Weg / Mendelstraße / Busso-Peus-Straße und Austermann-
straße / Horstmarer Landweg. .

Für die weiteren Kreisverkehrsplätze erstellt die Verwaltung aktuell eine Beschlussvorlage,
die auch eine Priorisierung der Umsetzung vorsehen wird. Sie wird den Bezirksvertretungen
zugehen, in deren Bezirk Kreisverkehrsplätze nachzurüsten sind. Im Bereich der Bezirksver-
tretung Münster-West werden zusätzlich folgende Kreisverkehrsplätze zu berücksichtigen
sein:

Austermannstraße / Johann-Krane-Weg,

Austermannstraße / Horstmarer Landweg,

Dieckmannstraße / Gartenbreie / Bernings Kotten,

Dieckmannstraße / Zur Dornhiege,

Dieckmannstraße / Nünningweg.

Sobald die Fachprüfung abgeschlossen ist, wird die Bezirksvertretung beteiligt.

ICTREN

Schulze-We/her

Anlage: Antrag A-W/0014/2015, Stellungnahme vom 11.08.2014

32 23 7100/D 11.08.2014
BV West \

An die Bezirksvertretung
Münster-West

über \
Herrn Stadtrat Heüier

über -
33.24, Herrn Köster

Schulwegsichernde Maßnahmen am Kreisverkehr an der Dülmener Straße in
MS-Albachten

« Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster West Nr. A-W/0014/2014 vom
17.04.2014

r
“Der Antrag, den Kreisverkehr durch verschiedene Maßnahmen insbesondere für Schulkinder

verkehrssicherer zu gestalten, wurde durch die Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen (AfV) be-
handelt. In der Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen sind u.a. die Polizei, die Feuerwehr, die
Stadtwerke (Verkehrsbetriebe) und die mit Verkehrsfragen beauftragten Fachämter der
Verwaltung vertreten.

Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar: j
Kreisverkehrsplätze sollen nach den städtischen Standartvorgaben innerorts, soweit der
Radverkehr nicht in der Fahrbahn geführt wird, folgenden Standard aufweisen:

« Radfahrerfurtmarkierung mit Roteinfärbung,

». Haifischzahnmarkierung zur Verdeutlichung des Vorrangs der Radfahrer,

« . Fußgängerüberwegmarkierungen mit der nach der Straßenverkehrsordnung gefor-
derten DIN-gemäßen Beleuchtung.

Der Kreisverkehrsplatz (KVP) an der Dülmener Straße entspricht nicht mehr den städtischen
Standardvorgaben. Eine verkehrsrechtliche Anordnung zur Ertüchtigung des KVP ist bereits
erfolgt. Zu Ihrer Information ist der entsprechende Markierungsplan beigefügt. Die Finanzie-
rung dieser Maßnahmen (allein für die Beleuchtung etwa 35.000,-- €) ist nach Mitteilung das
Tiefbauamtes in diesem Jahr nicht gesichert. Da neben diesem Kreisverkehrsplatz im Stadt-
gebiet auch weitere bestehende KVP nicht dem o.g. Standard entsprechen, muss die Er-
tüchtigung der KVP nach einer Prioritätenliste erfolgen. Nach den Sommerferien wird die
AfV in ihrer nächsten Sitzung einen Vorschlag für eine. Abfolgeliste (Priorisierung) der noch
nicht ertüchtigten KVP erarbeiten. Dieser wird dann in eine Beschlussvorlage eingepflegt,
die den zuständigen politischen Gremien vorgelegt wird. Nach dem Beschluss werden die
Kreisverkehrsplätze, soweit die Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, entsprechend
der Prioritätenliste ertüchtigt.

Um an den innörtlichen Kreisverkehrsplätzen einen einheitlichen Standart zu gewährleisten,
sollen keine Besonderheiten, wie die angeregten weißen Querlinien markiert werden.

Von der Verwaltung wird jedoch an diesem KVP, der am Ortsrand liegt, durchaus ein beson-

' derer Bedarf‘ gesehen. Deshalb wird vorab eine Rotmarkierung der Radfahrerfurten erfolgen,

so dass der Vorrang der Radfahrer möglichst schnell optisch unterstützt wird und somit der
einfahrende Verkehr zusätzlich gebremst wird:

Eine Vorabmarkierung der Fußgängerüberwege ist leider rechtlich nicht möglich, da zwin-
gend eine DIN-gemäße Beleuchtung erfolgen muss. \

Mit dem o.g. Antrag wird auch die Aufstellung eines Dialog-Displays angeregt. Soweit die
Bezirksvertretung die Aufstellung wünscht, wird die Verwaltung das hierzu vorgesehene Ver-
fahren umsetzen:

« Aufstellung eines mobilen Dialog-Displays für mehrere Monate.

« Auswertung der im Gerät gespeicherten Ergebnisse in der AfV, um eine Empfehlung
für die Bezirksvertretung Münster-West zu geben. :

« Bei einem Beschluss zur Mittelbereitstellung (ca. 7.500 €) durch die Bezirksvertre-
tung feste Aufstellung des Dialog-Displays.

Der im Antrag angeführte erhöhte Aufbau der Mittelinsel im Kreisverkehr ist keinesfalls als
Schwachstelle zu sehen. Die Erhöhung auf dem Innenkreis wird vielmehr in der einschlägi-
gen Literatur gefordert. Wenn sich im Kreisverkehr kein erhöhter Aufbau befindet, kann der
entgegenkommende Verkehr gesehen werden. Dies kann bei Dunkelheit oder Unaufmerk-
samkeit des Autofahrers dazu führen, dass Kraftfahrzeugführer den Kreisverkehr nicht oder
zu spät erkennen, geradeaus fahren und einen Unfall verursachen.

Zusammenfassend kann also Folgendes mitgeteilt werden:

Der Kreisverkehrsplatz entspricht nicht mehr den städtischen Standardvorgaben.
Eine Ertüchtigung entsprechend den Standardvorgaben soll erfolgen.

Die Rotmarkierung der Radfahrerfurten erfolgt kurzfristig.

Die weitere Ertüchtigung des Kreisverkehrs mit Fußgängerüberwegen und entspre-
chender Beleuchtung erfolgt entsprechend der noch zu beschließenden Prioritätenlis-
te nach Bereitstellung der Finanzmittel.

« Soweit die Bezirksvertretung Münster-West ein positives Votum abgibt, wird die
Wirksamkeit eines Dialog-Displays durch die Aufstellung und Auswertung eines mo-
bilen Gerätes getestet. Der Bezirksvertretung würde nach Auswertung der Wirksam-
keit eine Empfehlung zur Frage, ob ein ortsfestes Gerät installiert werden sollte, ge-
geben. .

gez. Unterschrift

Vechtel

Anlage: Markierungsplan
2. 32.23 BV-West/D - z.d.A.

3. 32.23.7100/D - z.d.A

Beratungsverlauf (1)

19.11.2015 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 9.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Dülmener Straße
  • Mendelstraße
  • Busso-Peus-Straße
  • Austermannstraße
  • Dieckmannstraße
  • Gievenbecker Weg
  • Horstmarer Landweg
  • Johann-Krane-Weg
  • Nünningweg
  • Zur Dornhiege
  • Bernings Kotten
  • Gartenbreie

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Details

Aktenzeichen
A-W/0014/2014
Typ
Antrag an die BV West
Datum
12.06.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37