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2014/0351

Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B - Hebesatzsatzung -

Magistratsvorlage 29.08.2014

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2014/0351

4793 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
09.09.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV Rechtsamt an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Abt. Steuern, Gebühren, 
Beiträge 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Be- 
schlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0351 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:        
Kostenstelle:  910-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  6110-11 Sachkonto:  5551000/5552000 
 
Betreff: Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B 
- Hebesatzsatzung - 
 
Vorlage vom: 29.08.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
1.  Dem anliegenden Entwurf einer Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grund- 
steuer – Hebesatzsatzung – wird zugestimmt. 
 
2.  Die Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung ist einzuholen. 
 
 
 
Anlagen: Hebesatzsatzung 2015 
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.08.2014 
 
 
Die Hessische Leitlinie zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte (veröffentlicht im Staatsan- 
zeiger 2010 Nr. 21, S. 1470 ff.) gibt den Kommunen mit anhaltend defizitärer Haushaltswirtschaft 
vor, die Steuerhebesätze, insbesondere für die Grundsteuer B, deutlich über dem Landesdurch- 
schnitt in den jeweiligen Gemeindegrößenklassen anzuheben. 
 
Diese Regelung wurde nun mit den ergänzenden Hinweisen zur Anwendung der Leitlinie (sog. 
Herbsterlass) dahingehend verschärft, dass Haushalte von defizitären Kommunen nicht mehr ge- 
nehmigt werden, wenn der Hebesatz der Grundsteuer B nicht mindestens 10 % über dem gewoge- 
nen Landesdurchschnitt in der jeweiligen Gemeindegrößenklasse liegt. 
Da dies in Darmstadt bislang nicht der Fall ist, muss der Hebesatz der Grundsteuer B auf 535 % 
angehoben werden, um eine Genehmigung des Haushalts der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch 
die Kommunale Aufsichtsbehörde zu ermöglichen. 
 
Der Landesdurchschnitt der Grundsteuer B der fünf Hessischen Großstädte liegt derzeit bei 485 % 
(Frankfurt 500 %, Wiesbaden 475 %, Kassel 490 %, Darmstadt 460 %, Offenbach 500 %).  
 
Der gewogene Durchschnitt der für die Wissenschaftsstadt Darmstadt relevanten Kommunen (maß- 
gebliche Größenklasse zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern) beträgt derzeit 483 %. 
 
Ausgehend von einem Haushaltsansatz für Grundsteuer B für das Haushaltsjahr 2014 in Höhe von 
30.768.100 € bedeutet diese Anhebung eine sollmäßige Ertragssteigerung von rd. 5 Mio. € pro Jahr.  
 
Der Hebesatz für die Grundsteuer A wird in gleichem Verhältnis von 290 % auf 320 % festgesetzt. 
 
Die Ertragssteigerung durch die Anhebung des Hebesatzes dürfte mit ca. 5.000 € im Jahr zu bezif- 
fern sein. 
 
Die Festsetzung der Hebesätze bzw. deren Veränderung im Rahmen der Haushaltssatzung stellt 
sich in der Praxis als unproblematisch dar, so lange die Beschlussfassung und Bekanntmachung der 
Haushaltssatzung rechtzeitig (bis Dezember des Vorjahres) erfolgt oder die Anhebung des Hebesat- 
zes nicht beabsichtigt ist, da im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung die Steuer nach dem 
Hebesatz des Vorjahres erhoben werden kann. 
 
Ist jedoch eine Erhöhung des Hebesatzes – wie hier – für den 01.01.2015 vorgesehen und kann eine 
Beschlussfassung, Genehmigung durch den Regierungspräsidenten und Bekanntmachung der 
Haushaltssatzung bis zu diesem Zeitpunkt nicht garantiert werden, müsste die Anhebung des Hebe- 
satzes gemäß § 25 Abs. 3 Grundsteuergesetz bis zum 30.06.2015 rückwirkend beschlossen wer- 
den. Das führt allerdings zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand und zu Zinsverlusten, da die Steu- 
erfestsetzung zum 01.01.2015 zunächst mit dem bisherigen Hebesatz erfolgen muss und erst nach 
Vollendung der Bekanntmachung der Haushaltssatzung (öffentliche Bekanntmachung einschließlich 
Auslegung des Haushaltsplans) der erhöhte Hebesatz angewendet und die Steuer rückwirkend 
 zum 
01.01.2015 mit Änderungsbescheiden erhoben werden muss. 
 
Um diesen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und Zinsverluste für die Stadt im kommenden Haus- 
haltsjahr zu verhindern, besteht die Möglichkeit gemäß § 25 Grundsteuergesetz eine Hebesatzsat- 
zung zu erlassen. Mit der hier in Aussicht genommenen Hebesatzsatzung wird von dieser Rechtsla- 
ge Gebrauch gemacht.

- 4 - 
 
 
 
 
 
 
 
Die Vorlage ist mit dem Rechtsamt abgestimmt. 
 
Darmstadt, 29.08.2014      
20.3 bm-al 
 
 
 
Der Dezernent IV      
 
 
 
André Schellenberg      
Stadtkämmerer

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5378 Zeichen

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„&:HÿÿÿÿSatzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer
-Hebesatzsatzung-

Vom…..



Aufgrund der §§ 5 und 51 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) in der Fassung vom
7. März 2005 (GVBl. I S.142), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18. Juli 2014 (GVBl. I S.178) des § 25 des Grundsteuergesetzes (GrStG) vom 7. August 1973 (BGBl. I S.965), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. Dezember 2008 (BGBl. I S.2794) wird gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom……… folgende Satzung erlassen:


§ 1

(1) Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erhebt Grundsteuern nach den Vorschriften des Grundsteuergesetzes. Sie bestimmt, mit welchem Hundertsatz des Steuermeßbetrags oder des Zerlegungsanteils die Grundsteuer zu erheben ist (Hebesatz).

(2) Der Hebesatz für die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) wird auf 320 von Hundert (v.H.) festgesetzt.

(3) Der Hebesatz für die Grundstücke (Grundsteuer B) wird auf 535 von Hundert (v.H.) festgesetzt.

(4) Die Hebesätze gelten für das Haushaltsjahr 2015.


§ 2

Diese Satzung tritt zum 01.01.2015 in Kraft und mit Ablauf des 31.12.2015 außer Kraft.


Darmstadt, den

Der Magistrat
der Wissenschaftsstadt Darmstadt



André Schellenberg
Stadtkämmerer
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Vorlagen-Nr.
2014/0351
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.08.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00