Köln geht mit der knappen Ressource 'Fläche' sorgfältig um.
Die Linke. Änderungsantrag nach § 13 AN/2131/2023 vom 28.11.2023
Stand: Am 30.11.2023 im Stadtentwicklungsausschuss beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt.
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Frau Sabine Pakulat Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/2131/2023 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Stadtentwicklungsausschuss Köln geht mit der knappen Ressource 'Fläche' sorgfältig um. Das neue Stadtquartier Rondorf Nord-West umplanen! Sehr geehrte Frau Pakulat, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 30.11.2023 zu setzen: Beschluss über die Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend den Bebauungsplan-Entwurf Nr. 66389/03 Arbeitstitel: Rondorf Nord-West in Köln-Rondorf Der Rat beschließt: Der Bebauungsplan-Entwurf Nummer 66389/03 für das Gebiet nordwestlich des Stadtteils Rondorf südlich der Autobahn A4, westlich des Weißdorn-wegs, nördlich der Kapellenstraße und östlich der Husarenstraße - Arbeitstitel: Rondorf Nord-West in Köln- Rondorf wird in der bisherigen Form nicht weiterverfolgt. Das Stadtquartier Rondorf Nord-West ist so umzuplanen, dass es den vom Rat beschlossenen Anforderungen für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere entspricht. Begründung: Zur Eindämmung des Klimawandels braucht Köln kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere Spätestens seit dem 9. Juli 2019 besitzt die Eindämmung des Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität: An diesem Tag hat der Rat den "Klimanotstand" erklärt und damit bestätigt, dass die Eindämmung des Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und zukünftig bei allen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten ist. Folgerichtig hat der Rat in der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ u.a. als Leitsatz beschlossen: „Köln sorgt für kompakte und lebenswerte Quartiere.“ und diesen Leitsatz konkretisiert: "Köln geht mit der knappen Ressource 'Fläche' sorgfältig um." Um dies zu erreichen hat der Rat einen „Köln Katalog für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere“ beschlossen. Rondorf Nord-West muss grundlegend überarbeitet werden Eine Planung, wie sie für Rondorf Nord-West vorliegt, ist aus der Zeit gefallen. Sie muss gestoppt und grundlegend überarbeitet werden. Die Planung für Rondorf Nord-West bleibt weit unter den in diesem "Köln Katalog" festgelegten Zielwerten einer sinnvollen baulichen Dichte. Die im Auftrag der Stadt Köln erarbeitete Dichteanalyse aktueller Kölner Großprojekte ordnet Rondorf Nord-West so ein 1: Die Quartiersdichte der aktuellen Planung zu Rondorf Nord-West bleiben unter der Zieldichte von > 0,8. Die Planungen sehen einen verhältnismäßig hohen Anteil an w enig kompakten Gebäudetypologien vor, die nicht durch kompaktere Typologien ausgeglichen w erden. Viele klassische Erschließungsflächen sind geplant, die teilw eise nur w enige Wohneinheiten erschließen. Der Einfamilienhausbestand reicht weitgehend aus Die Stadt Köln hat Anfang Dezember 2020 ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten zur Ermittlung des künftigen Wohnungsbedarfes und der Wohnungsnachfrage in Köln bis 2040 veröffentlicht. Erst jüngst hat sich die Stadtverwaltung wieder auf dieses Gutachten bezogen. Das Gutachten enthält eine interessante Erkenntnis zu dem Bedarf an Einfamilienhäuser: In wachsendem Maße werden Einfamilienhäuser der heute etwa 80Jährigen Haushalte in Köln auf den Markt kommen. Wenn in diesen Beständen der Generationswechsel hin zu jungen Familien gelingt, „reicht der heutige Einfamilienhausbestand … bis 2040 weitgehend aus.“2 Fazit: Im Jahr 2023 weitere wertvolle Flächen leichtfertig mit zu geringen Dichten und hohen Anteilen an Einfamilienhäusern zu bebauen, ist künftigen Generationen gegenüber nicht zu verantworten und zudem auch nicht erforderlich, um eine unterstellte Nachfrage nach diesem Haustyp in Köln zu befriedigen. 1 Stadt Köln: Köln -Katalog. Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere, Köln, 2022: 49. 2 Stadt Köln (Auftraggeber), empirica ag (Auftragnehmer): Gutachten zur Ermittlung des künftigen Wohnungsbedarfes und der Wohnungsnachfrage in K öln bis 2040, Köln, 2020: 43. Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer
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