SV-2020/0047
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE vom 20. August 2020 betr. Pilotprojekt 'Tiny Forests für Darmstadt!'
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Punkt 37.8: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE vom 20. August 2020 betr. Pilotprojekt "Tiny Forests für Darmstadt!" (V-Nr. SV-2020/0047) Der Antrag wird zurückgestellt.
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Punkt 23.3: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE vom 20. August 2020 betr. Pilotprojekt "Tiny Forests für Darmstadt!" (V-Nr. SV-2020/0047) Dem Antrag wird zugestimmt. Gegenstimmen: 1 Stimme aus Die Linke. Stimmenthaltung: 2 Stimmen aus UWIGA und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
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Punkt 7: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE vom 20. August 2020 betr. Pilotprojekt "Tiny Forests für Darmstadt!" (SV-Nr. 2020/0047) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Antrag zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion UWIGA
SV-2020/0047
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Vorlage-Nr. SV-2020/0047 Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE vom 20. August 2020 betr. Pilotprojekt "Tiny Forests für Darmstadt!" Darmstadt, 20.08.2020 A N T R A G Pilotprojekt „Tiny Forests für Darmstadt!“ Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, als Klima- sowie Artenschutzmaßnahmen für Darmstadt die Erprobung sogenannter Tiny Forests in Darmstadt zu unterstützen und zwei Pilotprojekte zu ermöglichen. Zudem möge der Magistrat die Suche nach potentiellen Flächen für Folgeprojekte unterstützen. Für Planung von zwei ca. 100m2 großenTiny Forests, die damit verbundenen Erdarbeiten, Anschaffung von ca. 600 Bäumen und Büschen und die professionelle Betreuung des Projekts werden 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Begründung: In Tiny Forests wachsen auf kleinem Raum (ab 100m2) extrem artenreiche (Ur)wälder – mitten in der Stadt. Auf Schulhöfen oder Firmengelände, in Baulücken oder auf Brachland entlang von Straßen entstehen aus einem Mix von heimischen Pflanzenarten extrem dichte und sehr widerstandsfähige Biotope für Vögel, Insekten und grüne Oasen für die Bewohner*innen. Das Konzept der Tiny Forest geht auf den japanischen Botaniker A. Miyawaki zurück. Die ausschließlich heimischen Pflanzen werden je nach den regionalen Bedingungen und dem gewünschten Resultat ausgewählt. Der Pflanzenmix kann aus bis zu 40 unterschiedlichen Spezies bestehen. Die Setzlinge werden sehr jung und extrem dicht in einen optimal vorbereiten lockeren Boden gepflanzt, sodass die Wurzeln schnell einen stabilen Verbund entwickeln, indem sich die Pflanzen einerseits unterstützen aber auch miteinander konkurrieren. So entwickeln die Wäldchen ein enormes Wachstum, das bis zu 10 mal schneller ist als in einem gewöhnlichen Wald. Sie sind 30 mal dichter als herkömmlicher Wald und bilden einen sehr widerstandfähigen Pflanzenverbund. Das Mikroklima wird bis zu 2 Grad gekühlt, die dichte Vegetation nimmt nicht nur Feinstaubpartikel auf und senkt den Lärmpegel sondern speichert auch hohe Mengen an CO2. (7 Tonnen auf 100m2 in 20 Jahren) Zudem werden bei Regenfällen große Wassermengen aufgenommen. 2 Amsterdam und andere Städte der Niederlande, Frankreichs und Belgiens setzen bereits seit einigen Jahren auf die Wirksamkeit von Tiny Forests. Auch in Deutschland ist der erste Tiny Forest im Frühjahr 2020 in Brandenburg angepflanzt worden. Tiny Forests werden in einem partizipatorischen Prozess mit Bürger*innen, Schulen, Firmen oder anderen “local playern” in gemeinschaftlichen Aktionen gepflanzt und gepflegt. So wächst mit einem wertvollen Biotop auch Verbundenheit der Menschen zum Viertel, zu Pflanzen und Tieren. Die zunehmende Verdichtung in Darmstadt und der inzwischen spürbare Klimawandel in Form von Hitzewellen, Trockenperioden aber auch Starkregenereignissen erfordern schnelle, wirksame und nachhaltige Anpassungs- und Ausgleichsmaßnahmen. Die Stadt braucht mehr Bäume/Biomasse für die Kühlung des Mikroklimas, als Feinstaubfilter und zur Erholung der Bürger*innen. Nur Stadtgrün, das widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit ist, bleibt langfristig erhalten und kann das Stadtklima nachhaltig positiv beeinflussen. Das Stadtgebiet ist außerdem für viele Tiere (Vögel und Insekten) ein unverzichtbarer Lebensraum. Wir müssen hochwertige Biotope etablieren, die einen ernstzunehmenden Beitrag zu Rettung und Erhalt der Artenvielfalt in Darmstadt leisten. Besonders wirksam sind Biotope, die in sogenannten Stepstones vernetzt sind. Links mit mehr Info: https://idw-online.de/de/news731347 https://www.ivn.nl/tinyforest/in-de-media www.afforestt.com www.theguardian.com/environment/2020/jun/13/fast-growing-mini-forests-spring-up-in- europe-to-aid-climate?CMP=Share_iOSApp_Other Die weitere Begründung erfolgt mündlich. Nicole Frölich Roland Desch Yücel Akdeniz Alexander Schleith (Fraktionsvorsitzende) (Fraktionsvorsitzender) Stefanie Scholz Paul Wandrey Anna Arnold Dagmar Krause (Stadtverordnete) (Stadtverordnete)
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2020/0047
- Typ
- Antrag
- Datum
- 21.08.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00