A-R/0045/2011
UN Behindertenrechtskonvention umsetzen- Münster aktiv für Inklusion
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Originalantrag
3490 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0045/2011
20. Juni 2011
Antrag
UN Behindertenrechtskonvention umsetzen- Münster aktiv für Inklusion
Der Rat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird gebeten, darüber zu berichte n, wie die UN-Behindertenrechtskonvention
in der Verwaltung der Stadt Münster bisher umgesetzt worden ist.
2. Die Verwaltung möge prüfen und darstellen, wie d ie von der Bundesregierung initiierte "Bund-
Länder-Initiative Inklusion", deren Gesamtvolumen 100 Millionen Euro beträgt, in Münster
umgesetzt werden kann und welche Fördermittel daraus für die Stadt Münster gewonnen
werden können, insbesondere wie mittels dieser Hilfen bei der Stadt Münster und ihren
Beteiligungsgesellschaften weitere Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche geschaffen
werden können und vor allem, wie damit solche Ausbildungsangebote noch stärker an
behinderte Menschen herangeführt werden können.
Begründung:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung
haben zum Jahrestag der Verbindlichkeit des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die
Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zusammen mit den Verbänden und
Vertretern der Menschen mit Behinderungen Kernthemen eines Aktionsplanes erarbeitet.
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster begrüßt diesen Aktionsplan ausdrücklich, da die
Umsetzung der UN-Konvention in der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Belange behinderter
Menschen bislang wenig erkennbare Spuren hinterlassen hat. Behindertenpolitik ist nicht
ausschließlich Sozialpolitik, sondern Gesellschaftspolitik. Die UN-Resolution ist daher in allen
Bereichen umzusetzen.
Mit Hilfe des Aktionspaketes soll noch stärker als bisher Gleichberechtigung vor allem am Arbeitsplatz
erreicht werden.
Die Verwaltung der Stadt Münster hat bisher erhebliche Anstrengungen unternommen, um Menschen
mit Behinderungen zu beschäftigen.
Leider gelingt es aber immer noch nicht genügend, vor allem junge Menschen für solche Stellen zu
interessieren und ausreichend Arbeitsplätze behindertengerecht zu gestalten. Hierzu muss oftmals
erheblicher finanzieller Aufwand betrieben werden, der durch die begrenzten kommunalen Mittel
eingeschränkt bleibt.
Mit Hilfe des von der Bundesregierung verabschiedeten Aktionsplanes, insbesondere der „Bund-
Länder-Initiative Inklusion“ sollen nun mit einem Einsatz von 15 Millionen Euro Ausbildungsplätze für
behinderte Jugendliche geschaffen werden.
Mittels dieser Hilfen sollen bei der Stadt Münster und ihren Beteiligungsgesellschaften weitere
Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche geschaffen werden und solche Ausbildungsangebote
noch stärker an behinderte Menschen herangeführt werden können. Dies soll vor allem durch eine
verbesserte Berufsorientierung und den Ausbau der betrieblichen Ausbildung für schwerbehinderte
Jugendliche erreicht werden.
gez.
H.-Dieter Sellenriek
Gilbert Aldejohann
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Dieter von den Berg
Meik Bolte
Heinz-Georg Buddenb äumer
Olaf Dre ßen
Edgar Dr üge
Wolfhard Ediger
Dr. Dietmar Erber
Walter von G öwels
Gilbert Hartmann
Horst Kisnat
Rolf Klein
Bruno Kleine Borgmann
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Teresa Küppers
Franz-Pius Graf von Merveldt
Andreas Nicklas
Jürgen Ohm
Robert Otte
Karin Reismann
Stefan-Alexander Roth
Florian Steinforth
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0045/2011
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 05.07.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37