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1979/2023

Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrierten Planung

Beschlussvorlage Ausschuss 18.01.2024

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 30.11.2023, TOP 4.1

Anlage 1 - Planungsbericht Integrierte Planung

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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NEU Anlage 1 - Planungsbericht Integrierte Planung (korrigierte GFZ)

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Anlage 4 - Öffentlichkeitsbeteiligung

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 5- Stellungnahme Anfrage RM Syndicus

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Anlage 2- Vorab-Auszug aus dem Beschlussprotokoll zu 4.1 StEA 28.09.2023

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Anlage 3 - Auszug BP 9.2.5 BV 19.10.2023

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Anlage 1 - Planungsbericht Integrierte Planung

284451 Zeichen

Köln-Kreuzfeld
Ein neuer Stadtteil im Kölner Norden.
Grün. Urban. Nachhaltig

Grußwort
Sehr geehrte*r Leser*in,
nur wenige stadtpolitische Themen sind 
so komplex und ambitioniert wie die Pla -
nung eines vollkommen neuen Stadtteils. 
Gleichwohl haben wir einen weiteren gro-
ßen Schritt in Richtung eines 87. Veedels 
für Köln vollbracht: Kreuzfeld wird endlich 
konkreter. Ich freue mich, dass wir Ihnen in 
diesem Booklet genauer zeigen können, wie 
die Vision des neuen Stadtteils allmählich in 
Bilder und einen städtebaulichen Master -
plan umgesetzt wird, der ganz konkret die 
baulich-räumlichen Zukunftsperspektiven 
erläutert.
Seitdem der städtebauliche Entwurf „The 
Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0“ im 
Dezember 2021 zum Favorit des Begleitgre-
miums gekürt wurde, ist viel passiert: Der 
Planungsprozess ist kontinuierlich vorange-
schritten. Auf Grundlage des ausgewählten 
Konzepts wurde in der Integrierten Planung 
der städtebauliche Masterplan für den 
neuen Stadtteil weiter vertieft und detail-
lierter ausgearbeitet. Die konzeptionelle 
Abstimmung und Überprüfung der Planung 
erfolgte schrittweise in enger Abstimmung 
mit Akteur*innen und den Fachämtern der 
Verwaltung. Besonders freut mich, dass 
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
2

auch Sie, liebe Kölner*innen, sich intensiv in 
die Planung eingebracht und die Möglich-
keiten der breit angelegten Öffentlichkeits-
beteiligung genutzt haben. Dafür möchte 
ich mich ausdrücklich bedanken! Mir ist es 
sehr wichtig, dass wir in Kreuzfeld aushan-
deln, wie wir in Zukunft in Köln miteinander 
leben wollen.
Mit dem neuen Stadtteil haben wir auch die 
Chance, Europas Metropolen ein Vorbild für 
wohnungspolitisch sinnvolles und klima -
politisch verantwortungsbewusstes Bauen 
zu bieten. In Kreuzfeld wollen wir für rund 
8.000 Menschen ein lebenswertes Zuhause 
schaffen, in dem man sich wohlfühlen kann. 
Als Millionenmetropole trägt die Stadt Köln 
Verantwortung für das globale Klima. Kreuz-
feld wird daher als umweltverträglicher und 
resilienter Stadtteil mit ressourcenscho-
nenden Bauweisen und tragfähigen Mobi-
litäts- und Energiekonzepten geplant, der 
sich vermittelnd in das grüne und sowohl 
landwirtschaftlich als auch urban geprägte 
Umfeld einfügt.
 
 
Insbesondere die Leitbildthemen Bildung, 
Gesundheit und Vernetzung sind auf vielen 
Ebenen in die Planung eingeflossen, etwa 
bei den Grün- und Freiräumen oder der 
Verortung von Schulen und Kitas. Wir entwi-
ckeln einen vielfältigen, durchmischten und 
nachhaltigen Stadtteil – das wird Kreuzfeld 
ausmachen.
Mit dem hier vorliegenden Ergebnis der 
Integrierten Planung haben wir die plane-
rischen Weichen in Richtung Realisierung 
gestellt. Ich bin gespannt, ob die Ideen und 
Darstellungen unseres zukünftigen Veedels 
Kreuzfeld Sie genauso inspirieren wie mich.
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
3

Abb. 1: Titelseite: Visualisierung Grüne Mitte I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

Planungsbericht 
Integrierte Planung 
Im Rahmen des Städtebauprojektes zur Planung des neuen 
Stadtteils Köln-Kreuzfeld

Abb. 2: Lageplan

Bürgeranmerkung
Legende
Best-Practice-Beispiel

Inhaltsverzeichnis
1. Einführung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
1.1  K ölns neuer Stadtteil  . . . . . . . . . . . . . . .  12
1.2
 
Standort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
1.3
 I
mpressionen des Areals . . . . . . . . . . .  18
1.4
 Der
 Weg zur Integrierten Planung
 . . . 20
1.5
 V
ision Woodhood Kreuzfeld . . . . . . . .  22
1.
6
  Quer
schnittsthema Umsetzung &  
Phasierung
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
1.
7
 Quer
schnittsthema Gesunde Stadt  .  31
2. Integrierte Planung . . . . . . . . . . . . . .  35
2.1 Städtebau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  36
2.1.1
 
Baufelder 
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
2.1.2
 
Nutzungsmischung  . . . . . . . . . . . . . . 40
2.1.3
 H
öhe und Dichte
 . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
2.1.4
 
Gebäudetypologien
 . . . . . . . . . . . . . . 46
2.1.5
  W
ohnen und Miteinander 
. . . . . . . . . 48
 
Wohnen für alle
 . . . . . . . . . . . . . . . . . .  51
 
Gemeinschaftliches Wohnen . . . . .  56
2.1.
6. 
Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  58
 
2.2
 
Freiraum  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  62
2.2.1
 
Landschaftskonzept  . . . . . . . . . . . . . 64
2.2.2
 
Freiraumkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . 66
2.2.3
 U
rbane Landwirtschaft
 . . . . . . . . . . . 68
2.2.4
 Grüne M
itte und mehr  . . . . . . . . . . .  71
2.2.5
 
Hoodmitten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  73
2.2.
6
 
Alluvialpark
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
2.2.
7
 
Pflanzkonzept  . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  77
2.2.8
 Sport
- und Spiellandschaft . . . . . . . 80
2.2.
9
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
2.3. Klima,
 Umwelt und Energie . . . . . . .  88
2.3.1
  S
tadtklima und Nachhaltigkeit . . . . 90
 
Biodiversität
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
 
Zirkularität und CO2-Bilanz
 . . . . . . . 96
2.3.2
  
Umgang mit Wasser . . . . . . . . . . . . . 98
 
Wasserbilanz
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
0
2.3.3
  Energie- und Wärmeversorgung . . 10 4  
Wärmeversorgung
 . . . . . . . . . . . . . . 10
6 
Stromversorgung
 . . . . . . . . . . . . . . . 10
8
2.3.4
 Klimagerechte Stadtentwicklung .  1 10
2.3.5
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
2.4. M
obilität und Verkehr . . . . . . . . . . .  1
16
2.4.1
 
Erschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  118
2.4.2
 Rad- und F
ußverkehr  . . . . . . . . . . .  121
2.4.3
 ÖPNV
 – Bus & S-Bahn . . . . . . . . . . 1
24
2.4.4
 
Straßenquerschnitte
 . . . . . . . . . . . . 126
2.4.5
 
Mobilstationen  . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
2.4.
6
 R
uhender Verkehr . . . . . . . . . . . . . . 136
2.4.
7
 
Logistik  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
2.4.8
 
Ausblick  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2
2.5
  
Bildung, Jugend, Sport,  
Kultur & Soziales
 . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
6
2.5.1
 
Kitas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
8
2.5.2
 
Schulen
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
2.5.3
  Ü
bergang Bildungseinrichtungen   
– Freiraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
2.5.4
  
Pausenhofflächen und  
Schulwege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
2.5.5
  
Kulturangebote und  
Sonderbausteine  . . . . . . . . . . . . . . . 156
2.5.
6
  Sport
- und Spiellandschaft . . . . . . 16
2 
Klein- und Multisportanlagen . . . . 16
4 
Sportanlage Nord
 . . . . . . . . . . . . . . . 16
6 
Spielflächen
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
8
2.5.7
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2
3.  K reuzfelder Hoods  . . . . . . . . . . . . .  17 5
3.1  Kreuzfelder Hoods . . . . . . . . . . . . . . . .  17 6 
Hood Eins
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
8 
Hood Zwei  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
 
Hood Drei
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186
 
Hood Vier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
 
Hood Fünf 
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
3.2
 L
upenraum S-Bahn-Station . . . . . . . 198
4.  Anhang  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  2 07
4.1 Flächenbilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  208
4.2
 
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
4.3
 
Abbildungsverzeichnis
 . . . . . . . . . . . . 218
K
ontakt
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  225
I
mpressum  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  226

Abb. 3: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

1. Einführung

Abb. 4: Axonometrie Woodhood Kreuzfeld
12
Einführung
1.1  Kölns neuer 
S
tadtteil
Einleitung und Anlass. 
Köln wächst: Wie viele andere Metropolre-
gionen in Deutschland besteht ein enormer 
Druck, Wohnraum und damit verbunden 
essentiell notwendige Infrastruktur in den 
Bereichen Gesundheit, Bildung und Arbeit 
zu schaffen, Flächenkonkurrenzen zu bewäl
-
tigen 
und dabei qualitätsvolle Räume zu 
schaffen. Trotz intensiver Innenentwicklung 
ist es an einigen Stellen notwendig, die Stadt 
zu erweitern. 
Doch wie kann dies im Kontext des Klimawan-
dels und des Ziels einer minimalen Flächen
-
v
ersiegelung möglichst umweltschonend 
und klimaneutral gelingen? Auf diese Frage 
soll die Entwicklung des Stadtteils Kreuzfeld 
Antworten finden.
Die Herausforderung besteht darin, in einer 
wachsenden Metropolregion einen Umgang 
mit den Auswirkungen des Klimawandels zu 
finden und gleichzeitig einen intelligenten,  
umweltverträglichen und resilienten  Stadt -
teil zu schaffen. Dabei ist es von großer Be
 -
deutung,
 dass Köln-Kreuzfeld für und mit 
unterschiedlichen Menschen geplant und  
um
  gese
tzt wird, um einen lebenswerten  
Stadtteil zu schaffen, in dem jeder gerne   
lebt, arbeitet und verweilt.
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ findet vor diesem Hintergrund in 
den Bereichen nachhaltiges, lebenswertes 
Wohnen, Gesundheit, Mobilität und Fort -
bewegung, Bildungschancen und Teilhabe 
sowie Umweltverträglichkeit und Klimaan-
passung Berücksichtigung.
Leitsätze der Kölner Stadtstrategie 2030+:
1.
 
 K
öln sorgt für kompakte und  lebenswerte  
Quartiere.
2. 
 K
öln schafft Raum für eine dynamische 
und nachhaltige Wirtschaft und für viel-
fältige Arbeitswelten.
3.
 
 K
öln sorgt für Bildung, Chancengerech-
tigkeit und Teilhabe.
4.  K öln stärkt seine Rolle als vielfältig ver -
netzte Metropole.

13
5.  K öln wächst klimagerecht und um  w elt-
fr
eundlich und sorgt für gesunde 
Le
 
bensverhältnisse.
Köln-Kreuzfeld wird westlich angrenzend  
an Blumenberg als 13. Stadtteil im Stadt -
bezirk Chorweiler auf einer Fläche von etwa 
80 ha en
tstehen und rund 3.500  Wohn
-
einheit
en bieten. Doch es geht nicht nur 
um die Errichtung eines neuen Stadtteils, 
sondern auch um die Schaffung neuer An
 g-
ebote für den gesamten Bezirk Chorweiler. 
D
as Besondere und die große Chance 
zugleich: 
80 % der Flächen befinden sich im städti-
schen Besitz. Dies ermöglicht, alle Bereiche 
der Daseinsvorsorge ganzheitlich und nach-
haltig zu planen und den Herausfor
 derungen
 
zu begegnen.

1.2 Standort
Im Kölner Norden, linksrheinisch gelegen, 
erstreckt sich das rund 80 ha große Pla -
nungsgebiet. Mit einer Entfernung von etwa 
12 km zum Kölner Stadtzentrum und einem 
S-Bahn-Anschluss bietet die Lage eine 
attraktive Verkehrsanbindung. Der mögliche 
Ausbau der S-Bahn-Station Blumenberg 
kann als Ausgangspunkt für die Entwicklung 
der neuen Quartiere dienen.
Das Planungsgebiet wird von Grünräumen 
wie dem Worringer Bruch und intensiv land-
wirtschaftlich genutzten Flächen einge-
rahmt. Es enthält wertvolle Baumstrukturen 
und Gehölze.
Das Bauen auf der grünen Wiese bietet 
die Chance, neuen Wohnraum zu schaffen 
und dem Ort weitere Qualitäten hinzuzu-
fügen. Vor dem Hintergrund des Klima -
wandels ist die Entwicklung Kreuzfelds aber 
auch mit Herausforderungen hinsichtlich 
Ressourcenverbrauch, Flächenversiegelung 
und weiteren Umweltbelangen beim Bauen 
auf der grünen Wiese konfrontiert. Wie die-
sen Herausforderungen begegnet werden 
kann, ist eine der zentralen Aufgaben der 
Integrierten Planung. Das Kapitel Energie, 
Klima und Umwelt enthält weiterführende 
Informationen zu diesem Thema. 
Es gilt, resiliente Lösungen passgenau für die-
sen Standort zu finden, um den ökologischen 
An
forderungen gerecht zu werden und die 
Entwicklung des Planungsgebiets auf verant-
wortungsvolle Weise voranzutreiben. 
Durch die unmittelbare Nähe zu den umge-
benden Stadtteilen wird Kreuzfeld den 
Stadt
 be
zirk Chorweiler bzw. den Kölner 
Norden durch Angebote an Einrichtungen, 
sozialer Infrastruktur, Bewegungs- und  
Freizeitmöglichkeiten, Arbeitsplätzen sowie 
einer Versorgungsvielfalt ergänzen.
Im Kölner Norden, angrenzend an die Stadtteile Chorweiler und 
Blumenberg und umrahmt von Grün entsteht ein neues Veedel:  
Köln-Kreuzfeld. 
Einführung
Abb. 5: Verortung
14

16
Abb. 6: Luftbild I Stadt Köln

17

Abb. 7: Blick auf Blumenberg I Stadt Köln
Abb. 8: Luftbild I Stadt Köln
18
Dresenhofweg. 
Kreuzung des Dresenhof -
wegs mit dem S-Bahn-
Tunnel in der zukünftigen 
Stadtmitte.
S-Bahnhof. 
Blick auf die S-Bahn-Halte-
stelle, die Mercatorstraße und 
das Viertel Blumenberg.
1.3 I mpressionen des Areals
Einführung

Abb. 9: Blick auf südliche Grenze Hood Zwei I Stadt Köln
Abb. 10: Blick auf Hood Vier und Fünf I Stadt Köln
19
Hood Drei. 
Blick auf den Übergang 
zur zukünftigen Hood 
Zwei Richtung Süden.
Hood Vier. 
Blick auf die zukünftige Hood 
Vier und ihre unmittelbare Nähe 
zum Wald

20
1.4 Der  Weg zur Integrierten Planung
Startpunkt der Planung war der  
Leitbildprozess. 
In der Stadtentwicklung ist dies ein struk -
turierter und partizipativer Ansatz zur Defi-
nition der langfristigen Entwicklungsvision 
und der strategischen Ziele einer Stadt oder 
Gemeinde. Im Falle Kreuzfelds bezog er sich 
auf ein konkretes Areal. Es handelte sich um 
einen Planungsprozess, bei dem zivilgesell-
schaftliche Akteure wie Bürger*innen, Poli-
tik und Verwaltung, lokale Organisationen, 
Unternehmen und andere Interessengrup-
pen einbezogen wurden, um gemeinsam ein 
Leitbild für die zukünftige Entwicklung des 
neuen Stadtteils Kreuzfelds zu erarbeiten. 
Das Leitbild zu Kreuzfeld wurde unter Be-
rücksichtigung der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030“ entwickelt, wobei die 
Bereiche Gesundheit, Bildung und nachhal-
tige Vernetzung als wichtigste Themen her-
vorgegangen sind.
Als wichtigste Themen aus dem Leitbild-
prozess für Kreuzfeld sind die Bereiche Ge-
sundheit, Bildung und nachhaltige Vernet -
zung hervorgegangen.
Um Vision und Ziele zu konkretisieren, hat 
die Stadt Köln im Anschluss an den Leitbild-
prozess ein dialogisches Wettbewerbsver-
fahren unter dem Titel “Land Stadt +feld” 
durchgeführt. Sechs interdisziplinäre Pla -
nungsteams konkurrierten mit unterschied-
lichen Konzeptansätzen in zwei Phasen. Der 
von der Jury gekürte Siegerentwurf wurde mit 
der vorliegenden Integrierten Planung wei-
terentwickelt. Wichtig für den dialogischen  
Prozess dabei war, dass sich die Teams immer 
wieder der Diskussion mit der Öffent
 lichk
eit 
stellten und Fragen der Stadtgesell
 scha
ft 
be
 
antworten mussten. Viele Anregungen 
konn t
en in den Entwurfsprozess übernom-
men werden.
Der Siegerentwurf des Teams ADEPT, KAR -
RES EN BRANDS, ArgusStudio und Metabo-
lic wurde im Rahmen der Integrierten Pla -
nung vertieft. Die Integrierte Planung dient 
dazu,
 den Wettbewerbssiegerentwurf auf die 
nachfolgenden Planungsschritte bis zur kon-
kreten Bebauungsplanung vorzubereiten. Sie 
schr
eibt damit kein Endresultat fest, sondern 
prüft auf konzeptionelle Weise das im Rah -
men des dialogischen Wettbewerbsverfah-
rens entwickelte Entwurfskonzept. Das Er -
gebnis der Integrierten Planung besteht aus 
einem z
entralen Masterplan, in dem die The-
menfelder Städtebau, Klima, Umwelt und Frei-
raum, Verkehr und Mobilität, Bildung, Jugend 
und Sport sowie Gesundheit und Umsetzung 
abgebildet sind und durch die infrastruktu-
relle Vielfalt einen erheblichen Mehrwert für 
den gesam
ten Kölner Norden darstellen. Als 
übergeordnete Themen werden die zentralen 
Inhalte des Leitbildprozesses, nachhaltige 
Vernetzung, Gesundheit sowie Bildung, als 
Querschnittsthemen mitgedacht.
Die nächsten Planungsschritte beinhalten die  
Erstellung der technischen Masterplanung,  
bei der die konzeptionelle Vertiefung auf tech-
nische Machbarkeit hin geprüft wird. Diese 
Phase k
ann auch die Erarbeitung von detaillier-
ten technischen Plänen, Finanzierungsstra -
tegien und Umsetzungsmechanismen um  -
f
assen. Parallel dazu startet die Vorbereitung  
der Bebauungsplanung,  die eng mit den erar-
beiteten Zielen, Plänen und Umsetzungsstra-
tegien verknüpft ist und das Baurecht schafft.
Einführung

Abb. 11: Vor-Ort-Safari im September 2022 I ADEPT
21
Mitwirkung und Beteiligung. 
Die Planung zum neuen Stadtteil Kreuzfeld 
wurde in einem umfangreichen Beteiligungs-
prozess unter Einbeziehung von Öffentlich-
keit, Politik und Verwaltung sowie weiteren 
Akteur*innen entwickelt. Bei verschiedenen 
Zwischenständen der Integrierten Planung 
wurde die Öffentlichkeit einbezogen, so zum 
Beispiel im Rahmen von Veranstaltungen 
wie der Vor-Ort-Safari im Herbst 2022. Dort 
hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, 
das Areal gemeinsam mit dem Planungs-
team zu erkunden, den Entwurf zu diskutie-
ren, kritisch zu hinterfragen und Ideen aus-
zutauschen. Eine Zwischenpräsentation des  
Masterplans der Integrierten Planung im 
März 2023 ermöglichte, zu sehen, wie der 
Entwurf seit dem dialogischen Wettbe-
werbsverfahren weiterentwickelt wurde und  
wie die Anregungen aus der Stadtgesell-
schaft in die Planung eingeflossen sind. 
Besonders Fragen zur zukünftigen Mobili-
tät und entsprechenden Konzepten wurden 
diskutiert und integriert (siehe hierzu auch 
Kapitel 2.4, Mobilität und Verkehr, S. 116 ff.).
Obgleich viele Anregungen und Ideen erst in 
den weiterführenden Planungsphasen wie 
der technischen Masterplanung und der Be-
bauungsplanung zum Tragen kommen, ist 
es bereits heute wichtig, diese zu kennen 
und mitzudenken. Dazu gehören beispiels-
weise Wünsche nach einem diversifizierten  
und bezahlbaren Wohnraumangebot, ver -
schiedenen Formen des gemeinschaft
-
lichen 
Wohnens, barrierefreien öffentlichen 
Räumen und ausreichenden Flächen für ge-
meinschaftliches Gärtnern. Auch Dachnut -
zungen, Räume für Kultur und Aneignung so-
wie konsumfreie Orte wurden eingefordert, 
da sie zur Schaffung eines lebendigen Quar-
tiers und Nachbarschaftszusammenhalts 
beitragen. Diese Ideen sind im weiteren in die 
Umsetzungsstrategie miteinzubeziehen, bei-
spielsweise durch ein Quartiersmanagement 
(
siehe hierzu auch Kapitel 1.6, Querschnitts -
thema Umsetzung & Phasierung, S. 24).
Das beeindruckende Engagement der Bür -
ger*innen an diesem Prozess weist auf ihr 
starkes Interesse hin, die Planungen für 
Kreuzfeld erfolgreich mitzugestalten. 
In den entsprechenden Kapiteln  
ist farblich markiert, welche Ideen  
und Anregungen aus der Stadt -
gesellschaft in die Planung ein-
geflossen sind.

Abb. 12: Heute – Ein Raum voller Möglichkeiten
22
für den Schul- und Vereinssport sowie für die 
Bevölkerung. Dieses Angebot trägt zur Stär -
kung der Schulstandorte in Köln-Kreuzfeld bei 
und f
ördert darüber hinaus ein soziales, ge -
meinschaftliches und bewegungsorientiertes 
M
iteinander auch über die Grenzen des neu-
en Stadtteils hinaus gemäß den Leitsätzen 
der
 Kölner Perspektiven 2030+.
Woodhood ist gesund. 
Im Alltag der Menschen in Woodhood wird ein 
gesunder Lebensstil gefördert: Die Wege im 
Gebiet sind leicht und attraktiv zu Fuß oder 
mit dem Rad zurückzulegen. Gemeinschafts-
orte regen zum Aufenthalt und zur Bewegung 
im F
reien an, der Außenkomfort der Freiräume 
ist hoch. Zudem sollen die Verwendung von 
Das Konzept Woodhood ist eine Vision für eine neue Art von Nach-
barschaft. Sie erfordert einen neuen Planungsansatz, sie erfordert 
den Mut, die Verbindung von Stadt und Landschaft, von Urbanität 
und Leben im Grünen neu zu denken. 
1.5 V ision Woodhood Kreuzfeld
In der Woodhood Kreuzfeld wird die Grund-
struktur des Gebiets durch die Landschaft 
und die Kulturgeschichte des Ortes definiert. 
Sie lässt sich von der Siedlungsgeschichte, 
der Natur und den umliegenden Wäldern in-
spirieren.
Woodhood bedeutet neue Urbanität. 
Im Gegensatz zum konventionellen Modell 
der zentralen Urbanität ist die Woodhood 
Kreuzfeld als polyzentrisches Ökosystem von 
Hoods strukturiert. Jede Hood hat hierbei 
ihre eigene Identität und ihr eigenes Profil. In 
der Gesamtheit formen sie eine zusammen -
hängende Stadt, die zurückhaltend aber be -
stimmt an den Bestand in Blumenberg an -
dockt. Die Hoods entwickeln sich graduell von 
S
tadt zu Landschaft, von der S-Bahn-Station 
zum westlichen Landschaftsrand. Am Haupt-
ankunftspunkt Bahnhof Blumenberg entsteht 
ein s
tädtischeres Zentrum mit den wichtigs -
ten Sozial- und Dienstleistungsinfrastruktu-
ren. Auf diese Weise werden der bestehen-
de Bahnhof und Blumenberg mit der neuen 
S
tadtstruktur verbunden und können von ihr 
profitieren. Eine Vielfalt an Grün-, Freiraum-, 
Sport- und Spielangeboten wird prägend für 
den Stadtteil sein. Themen wie essbare Stadt, 
urban gardening und agri-urbane Landwirt -
schaft werden in den Hoodmit
 t en, auf den 
Dächern und an den Siedlungsrändern aufge-
griffen. Die neue Urbanität wird ergänzt durch 
eine gr
oßzügige Sportanlage mit Angeboten 
Einführung

23
natürlichen Baumaterialien und eine gute 
Belichtung der Gebäude für gesunde Wohn-
verhältnisse sorgen. Ein anderer wichtiger 
Teil einer gesunden Stadt ist die Zukunfts-
fähigkeit. Entsprechend wird es zahlreiche 
neue und ergänzende Bildungsangebote für 
die Bewohner*innen Kreuzfelds und des ge-
samten Stadtteils Chorweiler geben (siehe 
hierzu auch Kapitel 1.7, Querschnittsthema 
Gesunde Stadt, S. 31).
 
Woodhood ist umweltgerecht. 
Primäre Herausforderung ist der schnell vor-
anschreitendende Klimawandel, weshalb die 
über
geordnete Zielsetzung für den Stadtteil 
die Entwicklung von resilienten, möglichst 
umweltverträglichen Strukturen ist. In Wood-
hood sollen öffentliche Grünflächen mehr als 
nur
 Räume zur Erholung sein, sondern auch 
ein komplexes Ökosystem mit den Aufgaben 
Klimaschutz, Wasserspeicherung, Mikroklima 
und Ökologie. Die Vision für Woodhood sieht 
eine umweltschonende, möglichst CO
2-neu-
trale oder -speichernde Bauweise vor, ebenso 
wie 
Anpassungen des Stadtraums auf mikro- 
und makroklimatischer Ebene und die Um -
setzung eines energieeffizienten und grünen 
V
ersorgungskonzepts. Der Leitsatz der Stadt-
strategie 2030+ zur Umwelt- und Klimage-
rechtigkeit wird damit befolgt.
Die Flächen werden möglichst 
sparsam und mehrfach genutzt, 
Suffizienz wird als übergeordnetes 
Planungsprinzip integriert.  
Woodhood ist eine vielfältige 
Gemeinschaft.
Die Organisation der einzelnen Hoods basiert 
auf der Entstehung vielfältiger Gemeinschaf-
ten, die auf unterschiedlichen Ebenen und 
M
aßstäben gestärkt werden. Auf diese Weise 
bildet sich ein solides soziales Netz, dass alle 
Bewohner*innen in die Stadtgemeinschaft 
integriert. Die Hoods kombinieren eine urba-
ne städtebauliche Körnung mit dorfspezifis -
chem Gemeinschaftsleben, um eine neue Art 
v
on städtischem Dorf zu definieren. 
Woodhood ist menschenzentriert. 
Um dem Ziel einer nachhaltigen und zu-
kunftsorientierten Mobilität gerecht zu wer-
den, wird ein innovatives Mobilitätskonzept 
angestrebt, das den Rad- und Fußverkehr 
sowie den ÖPNV im Sinne der „Kölner Per -
spektiven 2030+“ attraktiv gestaltet. Einen 
wichtigen Schlüssel bilden hier die städte-
bauliche Struktur und das Erschließungs-
konzept, die konsequent aus den Bewe-
gungsströmen heraus entwickelt wurden.
Abb. 13: Morgen – Eine neue Art  
des Zusammenlebens
Abb. 14: Woodhood Kreuzfeld

24
Die Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld bildet die Grundlage  
eines mehrjährigen räumlichen Entwicklungsprozesses für ein Areal. 
Es gilt, gemeinsam mit Planer*innen, Expert*innen, Bürgerschaft  
und politischen Vertreter*innen ein tragfähiges Gesamtkonzept für 
die Entwicklung Kreuzfelds zu schaffen. 
1.6  Querschnittsthema  
U
msetzung & Phasierung
Um dieser Herausforderung zu begegnen, 
werden in der Integrierten Planung zunächst 
übergeordnete Strukturen – wie Flächen-
aufteilungen, Nutzungen, Baufelder – fest -
gelegt, die einen klaren städtebaulichen 
Rahmen für die Entwicklung vorgeben. Dazu 
werden öffentliche Freiräume innerhalb der 
Hoods, eine verbindende zentrale Grün
-
fläche,
 Sport- und Spielflächen sowie Mobi-
litätsstrukturen festgelegt. Sie garantieren 
die Integration des neuen Stadtteils in die 
Gesamtstadt und stellen eine interne Ver -
netzung der Hoods sicher. Dieses räumliche 
Gerüst bildet das Rückgrat von Woodhood, 
prägt das Areal und schafft die Vorausset -
zung für einen lebenswerten und vielfältigen 
Stadtteil. 
Vorschlag der Phasierung. 
Kreuzfeld entsteht in einem offenen und 
adaptiven Prozess, der auf die Bedarfe der 
Zukunft flexibel reagieren kann. Das räum-
liche Konstrukt der Hoods ermöglicht es, ei-
nen selbstlernenden Prozess zu etablieren. 
Herausforderungen, denen man in der Um-
setzung der ersten Hoods begegnet, kön-
nen künftig Chancen in der Realisierung der 
noch fehlenden Hoods sein. Einzelne Fak -
toren, wie die Dichte pro Baufeld, sind also 
noch verhandelbar. Ohne dass das robuste 
Grundgerüst der Hoods aufgelöst wird, kön-
nen auf diese Weise in der Entwicklung neue 
Schwerpunkte gesetzt werden. Mobilität ist 
dabei der Ausgangspunkt der Quartiersent-
wicklung. 
Ein neuer Stadtteil entsteht in einem deka -
denlangen Prozess, die folgenden Phasen 
illustrieren einen möglichen Ablauf für die 
Entwicklung in mehreren Phasen. Eine auf 
die sukzessive Aufsiedlung abgestimmte 
Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die 
zeitgerechte Errichtung der Schulen sowie 
nicht zuletzt die Entwicklung der Grün- und 
Freiräume finden hierbei besondere Beach-
tung. Die Entwicklung findet von Ost nach 
West, also von Blumenberg ausgehend 
in den westlichen Landschaftsraum statt.  
Auftakt in Phase Null und Voraussetzung 
für einen gelungenen Start ist die städte-
bauliche Qualifizierung der S-Bahn-Station  
(siehe hierzu auch Kapitel 3.2, Lupenraum  
S-Bahn-Station, S. 198 ff.). 
Anstreben gemeinschaftlicher Entwicklung. 
Die Entwicklung Kreuzfelds ist ein koope-
rativer Prozess, getragen von einer brei-
ten Akteurslandschaft, die das Mitwirken 
der künftigen Bewohnerschaft und lokales 
Engagement in den Mittelpunkt stellt. Mit 
Einführung

Abb. 15: Öffentlichkeitsbeteiligung vom 11.03.2023 I Urbanista
25
diesem Leitsatz und entsprechenden Be-
teiligungsprozessen kann gleich zu Beginn 
Identität geschaffen werden. Durch die Mit
-
wirkung wir
d angestrebt, dass sich Bür -
ger*innen angesprochen sowie mitgenom-
men fühlen und das entstehende Potenzial 
für den Großraum des Kölner Nordens er -
kennen. Der Start der Entwicklungen be-
ruht auf einem breiten Konsens der Kölner 
Stadtgesellschaft und integriert auf dem 
Weg zahlreiche dialogorientierte, co-kreati-
ve Formate. Daraus erwächst eine gemein-
same Verantwortung, es braucht Projekt -
partner*innen, die gemeinsam mit einem 
Quartiersmanagement die Hoods mit Leben 
füllen. Welche Chancen es zu Produktivität, 
Pflege und Aneignung von Stadträumen gibt, 
wird im Rahmen einer prozessbegleitenden 
Kommunikationsstrategie dargestellt. 
Ausblick und nächste Schritte. 
Wichtig ist, dass der Planungs- und Umset -
zungsprozess weiter kuratiert wird, um auf 
dem 
Weg gesammeltes Wissen aktuell zu 
hal
 t
en und zu reflektieren. Die Verantwor -
tung kann zwischen der Stadtverwaltung und 
einer
 Entwicklungsgesellschaft in Kombina -
tion mit einem Quartiersmanagement geteilt 
w
erden. Es soll im Prozess immer wieder dar-
um gehen, sich auf die zu Beginn des Leitbild-
prozesses gesteckten Ziele und die weiter 
aus
formulierten Spielregeln der Integrierten 
Planung zurückzubesinnen beziehungsweise 
diese im aktuellen Kontext zu spiegeln.

26
Eckpunkte der vorgeschlagenen 
Phasierung
 › Schulen initiier
en den Beginn der Bau-
phasen und sollten betriebsbereit sein, 
wenn die ersten Wohnungen bezogen 
werden. Phase Eins deckt bereits Schu-
len für alle Altersklassen ab.
 › M
obilstationen und das Straßen- und 
ÖPNV-Netz bestehen, dort wo nötig, 
bereits in der ersten Phase und werden 
hoodweise erweitert.
 › N
icht nur Hoods und Baufelder werden in 
Phasen entwickelt, auch die Landschaft 
wird in Stufen entwickelt – was wann 
passieren soll, wird vor Ort kommuniziert.
 › E
rreichte Meilensteine werden mit Nach-
barn und Besucher*innen gefeiert.
 › D
as Landschaftskonzept ist flexibel, es 
berücksichtigt Wachstums- und Pflanz -
zeiten der Bäume. Teilweise wird es in den 
frühen Phasen umgesetzt: inbegriffen 
sind die Bäume und künftige Wege, die 
als Mähstreifen angelegt werden, sowie 
Änderungen der Bodennutzung, die auch 
temporäre Funktionen beherbergen 
können; landwirtschaftliche Nutzung 
ist in Teilen noch denkbar. Vollständige 
Umsetzung des Landschaftskonzepts in 
den späteren Phasen: Herstellung von 
Wegeverbindungen, Versorgungsinfra -
struktur, Wasserrückhaltelandschaften, 
Sport- und Spieleinrichtungen, Bepflan-
zung mit Sträuchern und Bodendeckern. 
Einzelne Bausteine können bei Bedarf 
schneller umgesetzt werden.
 › Ehr
geizige Option: Temporäre Nutzung 
der Flächen für die Herstellung bioba -
sierter Baumaterialien wie schnell wach-
sendem Bauholz.
Die Diversität, die dem Entwurfs-
k
onzept innewohnt, soll sich  
letztlich auch im Prozess  
des Planens, Bauens und in der  
Umsetzung wiederfinden.

27
Phase Null – Start der Entwicklungen
 › A usgangspunkt der Entwicklung ist die 
Neugestaltung der S-Bahn-Station und 
des Bahnhofsumfelds. Aufgrund der Ver-
antwortlichkeit sind dazu jedoch inten-
sive Abstimmungen mit der Deutschen 
Bahn (DB) erforderlich.
 › Sch
werpunkt ist die Verbindung zwi-
schen Kreuzfeld und Blumenberg, bau-
lich wie funktional.
 › D as Ausbaukonzept des Blumenbergs-
wegs (und gegebenenfalls dessen Linien-
führung) muss vorliegen.
 › U mgestaltung des Dresenhofwegs zur  
Radschnellverbindung mit begleiten -
dem 
Gehweg, Bau des Knotenpunkts 
Dresen hofweg / Blumenbergsweg in klu-
siv
e der nördlichen Haupterschließung 
Dresen
  
hofweg.
 › Bau der
 östlichen Mobilstation in Hood 
Eins in Verbindung mit der Neugestal-
tung des Bahnhofsgebäudes. 
 › Bau der
 Haupterschließung vom Knoten 
Ernstbergstraße / Mercatorstraße bis 
zum Dresenhofweg zur Abwicklung der 
Bauverkehre.
 › Beginn 
der Ausgestaltung des Alluvial-
parks als ersten Trittstein zwischen zwei 
Stadtteilen.
Abb. 16: Phase 0
H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3

Abb. 17: Phase 1
28
Phase Eins – anzustrebende Meilensteine
 › Schulen und Kitas werden mit Beginn der 
Aufsiedelung errichtet.
 › D
ie weiterführende Schule in Hood Drei 
wird zeitgleich zu Hood Eins errichtet, um 
mit Kitas, Grundschulen und Bürgerhaus+ 
eine städtebauliche Bildungslandschaft 
für alle bereitzustellen. 
 › Bau des inner
en Hood-Loops sowie der 
Mobilstationen in Hood Drei zur Erschlie-
ßung des Schulstandorts, die fußläufige 
E
rschließung von der S-Bahn-Station zur 
Schule in Hood Drei ist unten mit einem 
Pfeil dargestellt.
 › Bau der
 südlichen Haupterschließung in 
Hood Zwei von der Mercatorstraße bis 
zum Dresenhofweg zur Abwicklung der 
Bauverkehre.
 › Bau der
 Straßenerschließung und der 
westlichen Mobilstation in Hood Eins.
 › A
ufnahme des Busverkehrs durch Hood 
Eins und Hood Drei.
 › Bau der
 Mobilstation Blumenberg in Kom
-
bina
tion mit den Baumaßnahmen an der 
S-Bahn-Station Blumenberg.
 › Bau der
 östlichen Mobilstation in Hood 
Drei inklusive Logistikstrukturen.
 › W eiterentwicklung des Alluvialparks, 
Beginn der Gestaltung der Grünen Mitte.
 › Bau der  Sportanlage Nord ein  schließ  lich   
Erdarbeiten für die Lärm schutz  v orkehrung. 
 › F ertigstellung der Hoodmitten für Hood 
Eins und Drei unter Einbezug der künfti -
gen Kitaflächen.
H3 H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende

29
Phase Zwei – anzustrebende Meilensteine
 › Kit
as und Grundschule werden mit 
Beginn der Aufsiedelung der Hood Zwei 
errichtet.
 › F
ertigstellung des Alluvialparks. 
 › W
eiterentwicklung der Grünen Mitte 
westlich des Dresenhofwegs. 
 › Beginn der
 Baumpflanzungen südlich 
und westlich von Hood Vier. 
 › E ntwicklung des Fuß- und Radwege-
netzes in der östlichen Grünen Mitte 
(Fertigstellung vor Eröffnung der Schule) 
mit Ausbildung einer leistungsfähigen 
Ost-West-Achse und einem Anschluss 
an die Radschnellverbindung auf dem 
Dresenhofweg.
 › F
ertigstellung der Mobilitätsinfrastruktur 
vor Eröffnung der Schulen.
 › Ber
eits über die Hälfte von Köln-Kreuz -
feld ist baulich umgesetzt.
H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3
Abb. 18: Phase 2

30
Phase Drei – anzustrebende Meilensteine
 › Kit
as und Grundschule werden mit 
Beginn der Aufsiedelung der Hoods 
Vier und Fünf errichtet. Die fußläufige 
Erschließung von der S-Bahn-Station zur 
Schule in Hood Vier ist unten mit einem 
Pfeil dargestellt.
 › F
ertigstellung der Grünen Mitte.
 › F
ertigstellung der Baumpflanzungen im 
Süden und Westen von Hood Vier.
 › V
ollständige Einrichtung der peripheren 
Landschafts- und Parkzonen um Hood 
Fünf.
 › Bau des 
vollständigen Hood-Loops inklu-
sive Brückenbauwerk und Busschleuse 
zwischen Hood Vier und Hood Fünf.
 › E
ntwicklung des Fuß- und Radwege-
netzes im westlichen zentralen Grün mit 
Ausbildung einer leistungsfähigen Ost-
West-Achse (Fertigstellung vor Eröff -
nung der Schule).
 › K
öln-Kreuzfeld ist vollständig entwickelt, 
möglicherweise werden erste Nachver -
dichtungsmaßnahmen in den östlich 
gelegenen Hoods diskutiert. 
Abb. 19: Phase 3
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3 H1
H2
H4
H5

31
Köln-Kreuzfeld legt großen Wert darauf, alle Dimensionen einer ge-
sunden Stadt von Anfang an mitzudenken. Es entsteht ein Stadtteil 
mit gesunden Menschen, einer gesunden Natur, gesunden Arbeits-
welten und einer gesunden Gemeinschaft – entwickelt in einem offe-
nen Diskurs. 
Einführung. 
Bei der Planung und Entwicklung des neu-
en Stadtteils ist das Leitbild einer gesun-
den Stadt neben Bildung und Vernetzung 
eines der zentralen Themen. Hierbei wird ein 
ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die phy -
sische, mentale und soziale Gesundheit der 
Bewohner*innen in den Fokus rückt, so sind 
beispielsweise die Flächenbedarfe für me-
dizinische Versorgung, Pflege und medizini-
sche Ausbildung im Rahmen der bisherigen 
Planungen identifiziert worden, die mitunter 
auch den Stadtbezirk Chorweiler versorgen 
sollen. Die Erkenntnisse sind durch entspre-
chende Verortung in den Entwurf eingeflos-
sen, erste Gespräche mit potenziellen Trä -
ger*innen wurden geführt. Im Sinne eines 
integrierten Ansatzes wird das Thema nicht 
einem spezifischen Kapitel zugeordnet, son-
dern vorneweg als Querschnittsthema prä -
sentiert. 
Gesundheit und Versorgung. 
Der Masterplan enthält ein konkret verortetes 
Ärztehaus beziehungsweise Medizinisches 
Versorgungszentrum (MVZ). Ebenso wird es 
Flächen für eine Bildungsstätte in privater  
Trägerschaft (ggf. pflegerischer Schwerpunkt)  
geben. Hierin enthalten sind Flächen für ad -
ministrative Tätigkeiten sowie ein Wohnheim. 
Zusätzlich sind ambulante Wohngemein -
schaften, ein Seniorenwohnheim, Dauer- und 
solitäre Kurzzeitpflege sowie Mehrgeneratio-
nenwohnen konzeptionell mitgedacht. Zum 
jetzigen Planungsstand sind die städtebau -
lichen Typologien flexibel genug, um auf sich 
ändernde, erhöhte Bedarfe im Themenfeld 
zu reagieren (siehe hierzu auch Kapitel 2.1.5, 
Wohnen und Miteinander, S. 48 ff.  sowie  
Kapitel 2.5.5, Kulturangebote und Sonder -
bausteine, S. 156 ff.). 
Gesundheit und Mobilität. 
Gut zugängliche Geh- und Radwege sind in 
Kreuzfeld mit den sogenannten Hood- und 
Woodloops geplant, die zu einem aktiven 
Lebensstil ermutigen und es den Bewoh-
ner*innen ermöglichen, sich bequem und si-
cher durch die Kreuzfelder Hoods zu bewe-
gen. Zudem laden die Grün- und Freiräume 
sowie die Sportanlagen zu diversen körper -
lichen Aktivitäten ein, sei es zum Spazieren, 
Joggen oder Radfahren etc. Insbesondere 
in Hood Drei kommen Sportbegeisterte auf 
ihre Kosten (siehe hierzu auch Kapitel 3.1, 
Hood Drei, S. 186 f. sowie Kapitel 2.2, Frei-
raum, S. 62).
Gesundheit und Grün- bzw. 
Naherholungsräume. 
Es werden Grünflächen und Parks geschaf -
fen, die als Orte der Erholung und Entspan-
nung dienen. Darüber hinaus laden vielfälti-
ge Sport- und Spielangebote zu Bewegung 
1.7 Querschnittsthema Gesunde Stadt
Einführung

32
im Freien ein und tragen somit zu einer ge-
sunden Entwicklung bei. Die Natur und das 
Grün in der Stadt haben nachweislich posi-
tive Auswirkungen auf die mentale Gesund-
heit und das Wohlbefinden der Menschen.
Gesundheit und Umwelt. 
Eine Umwelt mit hoher Aufenthaltsqualität 
bei jedem Wetter ist ein elementarer Be-
standteil einer gesunden Stadt. An heißen 
Sommertagen ist das Mikroklima dank Kalt-
luftströmen und schattenspendenden Ele-
menten immer noch angenehm. Durch den 
angestrebten geringen Versiegelungsgrad 
und einer guten Durchlüftung soll die Bil-
dung von Hitzeinseln vermieden werden.
Gesundheit und soziale Interaktionen.
Nachweislich besonderen Einfluss auf die 
mentale Gesundheit haben soziale Inter -
aktionen, gemeinschaftlicher Sport z. B. in 
Vereinen, individuell organisierte Erlebnisse 
im Austausch mit den Nachbar*innen sowie 
eine verlässliche Gemeinschaft. Es werden 
in Woodhood zahlreiche Plätze und Treff -
punkte in und zwischen den Hoods geschaf-
fen, die zum Verweilen und zum Austausch 
einladen. Hier sollen Bewohner*innen die 
Möglichkeit haben, sich zu treffen, gemein-
sam Aktivitäten zu unternehmen und sozia -
le Kontakte zu knüpfen. Die Nähe von Woh-
nen, Arbeiten und Kinderbetreuung macht 
eine gesunde Work-Life-Balance möglich. 
Öffentliche Einrichtungen wie das Bürger -
haus+ oder die Sportanlage Nord bieten 
Anknüpfungspunkte für Blumberger*innen 
und Nachbar*innen. Dies stärkt nicht nur 
das Wohlbefinden, sondern leistet auch 
einen Beitrag für den erweiterten Nachbar -
schaftsverbund mit Blumenberg. Es ent -
steht ein starkes soziales Netz, das Rückhalt 
bietet und alle integriert, egal ob Bewohnen-
de oder Besuchende.
Ausblick und nächste Schritte. 
Im Zuge der fortlaufenden Schärfung und 
Detaillierung der Freiraum- und Umweltpla-
nung werden nun auch Aspekte der Stadtge-
sundheit miteinbezogen. Dies zeigt sich kon-
kret in der Realisierung von medizinischen 
und pflegerischen Einrichtungen sowie an-
deren Maßnahmen im Bereich der Stadt -
gesundheit. Dabei ist es wichtig, potenzielle 
Vertreter*innen und Träger*innen der Ge-
sundheitseinrichtungen in die Planung zu inte- 
grieren.
Freiräume und Wohnumfeld sind so 
gestaltet, dass sie einen aktiven  
Beitrag zur Gesundheit der Wood-
hood-Bewohner*innen leisten.

Abb. 20: Kreuzfelder*innen sind am liebsten draußen. I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en 
Brands
33

2. Integrierte Planung
Abb. 21: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

36
Auf den folgenden Seiten ist das städtebau -
liche Konzept näher illustriert und es werden 
Einblick
e in Flächenaufteilungen, Nutzun-
gen und Gebäudeformen gegeben. Fragen 
des Z
usammenlebens in Zukunft – etwa in 
gemein scha ftlichen Wohnformen – sowie des  
Alterns im Quartier werden ebenfalls beleuch-
t
et. Im Sinne eines umfassenden Bildes des 
lebenswerten Stadtteils empfiehlt sich eben-
falls die Lektüre der anschließenden Kapitel. 
Städtebauliches Konzept. 
Woodhood ist mehr als eine klassische Gar-
tenstadt. Die Geschichte des Ortes und 
sein immenses landschaftliches Potenzial 
erfordern einen völlig neuen Ansatz für die 
Entwicklung eines Stadtteils in dieser ein-
zigartigen Lage. Im Gegensatz zum kon-
ventionellen Modell zentraler Urbanität ist 
Woodhood als polyzentrisches Ökosystem 
Köln-Kreuzfeld möchte als Vorbild für Stadt-
erweiterungen in Metropolregionen gelten, 
indem es die Herausforderungen von Flä -
chendruck, sich rasch ändernden Bedürf -
nissen einer diversen Stadtgesellschaft und 
Wohnraummangel mit einem klimapositiven 
Anspruch verbindet. Die Herausforderung 
möglichst geringer Flächenversiegelung 
wird dabei als Chance für den Einsatz resi-
lienter städtebaulicher Strukturen bereits 
in der Entwicklung des Stadtteils begriffen. 
Das Konzept kombiniert in der Neuentwick-
lung unterschiedliche Leitthemen der Kölner 
Stadtstrategie 2030+, wie die Etablierung 
lebenswerter Wohnsiedlungen, nachhalti-
ger Mobilität und Fortbewegungsmöglich-
keiten, sozialer und gesundheitlicher Infra -
struktur, die Förderung des Gemeinsinnes 
und der Teilhabe sowie die Anpassung an 
Maßnahmen des Klimawandels.
2.1 Städtebau
Willkommen in Köln-Kreuzfeld, einem neuen Stadtteil im Kölner Nor-
den, der als Weiterentwicklung einer Gartenstadt konzipiert wurde. 
In den kommenden Dekaden entsteht hier eine hochvernetzte Infra
-
s
truktur aus fünf Nachbarschaften, den sogenannten Kreuzfelder 
Hoods. Zukunftsweisende Architektur, die flexibel den Anforderun-
gen der Zukunft gerecht wird, wird eingebettet in ein städtebauliches 
Konzept im menschlichen Maßstab. Grün- und Freiräume laden  
in Kreuzfeld zu Sport und Bewegung an der frischen Luft ein und 
fördern damit die Gesundheit der Bewohner*innen. Der öffentliche 
Raum ist so gestaltet, dass er Begegnungen und Austausch fördert, 
während außerschulische Lernorte, eingebettet in eine städte
 bau
-
liche B
ildungslandschaft, zu lebenslangem Lernen einladen – für 
Gäste, Bewohnende und Nachbar*innen gleichermaßen. 
Integrierte Planung

Abb. 22: Verortung der Hoods
37
Hood Eins
Hood Zwei
Hood Drei
Hood Vier
Hood Fünf
Blumenberg
Legende
von Hoods, den Kreuzfelder Hoods, struktu-
riert. Jede Hood hat hierbei ihre eigene Iden-
tität und ein eigenes Profil. In der Gesamt -
heit formen sie eine zusammenhängende 
Stadt, die sich zurückhaltend aber bestimmt 
an den Bestand in Blumenberg andockt.  
Die Hoods nehmen die verschiedenen Sied-
lungsinseln der vergangenen Jahrzehnte als 
Thema auf, überformen sie zu einer eigen-
ständigen Typologie und kombinieren Neu-
bauten und Bestand zu einem attraktiven 
Gerüst räumlicher und funktionaler Verbin-
dungen. Ein dichtes Netz von miteinander 
verknüpften, langsam befahrbaren Wegen 
und Loops verbindet die Hoods über die 
wichtigsten Sport-, Spiel-, Park-, Bildungs- 
und Erholungseinrichtungen untereinan-
der und mit der Nachbarschaft.  Die Hoods 
entwickeln sich graduell von der S-Bahn-
Station im Stadtzentrum zum westlichen 
Landschaftsrand. Am Hauptankunftspunkt 
am Bahnhof Blumenberg entsteht ein städ-
tisches Zentrum mit den wichtigsten Sozial- 
und Dienstleistungsinfrastrukturen. Auf die-
se Weise werden der bestehende Bahnhof 
und Blumenber
g mit der neuen Stadtstruktur 
verbunden und können von ihr profitieren. 
Die architektonischen Grundsätze unterstrei-
chen diesen graduellen Übergang von Innen-
hofblöcken im Osten über U-förmige Blöcke, 
die 
sich zur Landschaft hin öffnen, bis hin zu 
mehr punktuellen Strukturen im Westen. Ein 
sehr einfaches und robustes städtebauliches 
und landschaftliches Gefälle schafft eine 
klare Identität für die verschiedenen Hoods. 
Insbesondere die Vielfalt unterschiedlicher 
Typologien und Dichten mit einer hohen 
Kombinationsvielfalt kreieren letztlich eine 
eigene Identität für den Stadtteil. 
Jede Kreuzfelder Hood hat  
ihre eigene Identität, die sich in 
Nutzungen, städtebaulich- 
freiraumplanerischer Gestaltung 
und Atmosphären widerspiegelt.
Hood
Eins
Hood
Zwei
Hood
Drei
Hood
Vier
Hood
Fünf

Abb. 23: Baufelder
38
2.1.1 Baufelder
Öffentlich (öffentliche Grün- und Freiräume) 
Halböffentlich (vorwiegend nutzerabhängige Grün- und Freiräume) 
Privat
Straße
Hinweis: Ziffern geben Baufeldnummerierung an
Legende
Damit der städtebauliche Entwurf für Köln-Kreuzfeld in den 
kommenden Jahren Wirklichkeit werden kann, benötigt es eine 
sorgsame Einteilung der Flächen.   
Integrierte Planung

39
Die Integrierte Planung legt eine Flächenein-
teilung des gesamten Plangebiets fest. Un -
terschieden werden dabei zunächst öffentli-
che und private Flächen und solche, die als 
semi-priv
at beziehungsweise semi-öffentlich 
gelten, sei es aufgrund ihrer späteren Nut -
zung oder der Art ihrer Entwicklung. Die Ver-
kehrsflächen werden ebenfalls entsprechend 
ihr
er Ausformung in öffentliche und private 
Verbindungen eingeteilt. Die nebenstehende 
Grafik zeigt die Baufelder in der Übersicht. 
Die Entwicklung Kreuzfelds in den kommen-
den Jahren erfolgt auf unterschiedlichen 
M
aßstabsebenen. Übergeordnet gibt es die 
Ebene der Region und der angrenzenden 
Nachbarschaften sowie die Ebene des Ge -
samtareals. Darunter liegt die Entwicklung 
der
 einzelnen Hoods und der jeweiligen Bau-
felder. So entsteht in Summe ein Raumge -
rüst, das ausreichend Flexibilität lässt, um 
eine 
Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten 
auf dem Weg festzuschreiben oder neu zu 
definieren. 
Die einzelnen Hoods sind Inkubatoren für 
neue, innovative Nachbarschaftsmodelle. 
Gemeinschaftsorientierte Angebote und In -
frastrukturen sind die Kerne der Hoods. Die 
V
ergabe von Baufeldern und Grundstücken 
soll entsprechend so geregelt werden, dass 
sie neue Organisationsformen der nachbar -
schaftlichen Gemeinschaftsbildung anregt. 
D
ie neuen Vergabeverfahren können im Ent-
wicklungsprozess erprobt werden ( siehe 
hierzu auch Kapitel 1.6, Umsetzung und Pha-
sierung, S. 24).
Die Flächen werden möglichst 
sparsam und mehrfach genutzt, 
Suffizienz soll als übergeordnetes 
Planungsprinzip integriert werden.

Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Bildung finden in direkter 
räumlicher Nähe – über- und untereinander – statt. So 
entsteht eine abwechslungsreiche, lebendige und funk-
tionierende Stadtstruktur.
Abb. 24: Nutzungen Obergeschoss
40
2.1.2 Nutzungsmischung
Das Leben im Übermorgen wird eine ab-
wechslungsreiche Stadtstruktur erfordern, 
die Mischung, Adaption und Flexibilität 
von Nutzungen auf allen Ebenen mitdenkt. 
Nutzungsmischung wird in Kreuzfeld ho-
rizontal und vertikal gedacht. Die höchste 
Nutzungs- und Bebauungsdichte soll sich 
in der Nähe zum S-Bahnhof Blumenberg 
Die Kreuzfelder Hoods beherbergen 
einen Nutzungsmix mit variablen 
Anteilen, je nach Charakter der 
jeweiligen Hood.
Integrierte Planung
Wohnen
Gewerbe
Kita
Schulen
Öffentliche Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobility Hubs
Legende

Abb. 25: Nutzungen Erdgeschoss
41
finden, in der östlichsten und urbansten 
Hood. Hier finden sich Einkaufsmöglichkei-
ten, kleinteilige Dienstleistungsangebote, 
Co-Working-Spaces, aber auch Kultur- und 
Sozialeinrichtungen. Mit dem Bürgerhaus+, 
einer großzügigen Sportanlage, einer neu-
en Stadtteilbibliothek inklusive Veranstal-
tungsräumen und einem interreligiösem Be-
gegnungsort entstehen hier Nutzungen mit 
Magnetwirkung über den Stadtteil hinaus. 
Entlang der Fußwegeverbindungen wird so 
viel Kleingewerbe und Versorgungsinfra -
struktur wie nötig und sinnvoll angesiedelt, 
ohne dabei Konkurrenzen zu bereits beste-
henden Angeboten zu schaffen. Gewerbe 
In allen Hoods sind Gebäude vor-
gesehen, in denen sich Wohnen 
und Arbeiten im Homeoffice op-
timal verbinden lassen. In eini-
gen Bauten sind Flächenanteile 
für Büronutzungen angestrebt. 
Wohnen
Gewerbe
Kita
Schulen
Öffentliche Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobility Hubs
Legende

42
Anteil der baulichen Nutzungen
Anteil der baulichen Nutzungen in Quadratmetern 
und Prozentangaben für das Plangebiet:
Als Katalysator für das Zugehö-
rigkeitsgefühl zur Hood und den 
Zusammenhalt der einzelnen 
Nachbarschaften, aber auch für 
den übergeordneten Stadtteilzu-
sammenhalt sind einige Nutzun-
gen überlagert.  
So entstehen Orte für Austausch und Be-
gegnung, die Ereignisdichte wird erhöht. 
Im Optimalfall können Sportangebote und 
Infrastruktureinrichtungen durch entspre-
chende Betreiberkooperationen mehrfach 
genutzt und entsprechend gut ausgelastet 
werden. 
findet sich insbesondere um die Hoodmitten 
verteilt sowie in den Erdgeschosszonen der 
Mobilstationen. Schulen und Kitas gehören zu 
den prägenden Nutzungen in Köln-Kreuzfeld 
und können große Flächenanteile für sich be-
anspruchen. Im Sinne des Bildungsstandorts 
Kr
euzfelds lassen sich künftig mithilfe von 
politischer und institutioneller Unterstützung 
auch Ankernutzungen aus den Branchen 
Gesundheit, Bewegung und Ernährung so -
wie Forschung und Wissenschaft ansiedeln. 
D
ie sozialen und kulturellen Einrichtungen 
sind im Sinne unterschiedlicher Raumerleb -
nisse auf alle Hoods verteilt, obgleich sich in 
der
 größten und urbanen Hood im Osten des 
Plangebiets zahlreiche Nutzungen in unmit -
telbarer Nähe zur S-Bahn-Station gruppieren. 
Wohnen: rund 322.500 m² (57 %)
Gewerbe: rund 42.000 m² (7 %)
Bildung: rund 94.500 m² (17 %)
Öffentliche Nutzungen: rund 32.000 m² (7 %)
Gesundheit: rund 30.000 m² (4 %)
Mobility Hub: rund 44.000 m² (8 %)
Nutzungen gesamt: rund 565.000 m² (100 %)

43
2.1.3 H öhe und Dichte
Integrierte Planung
Der Übergang vom urbanen zum vorstädtisch-ländlichen 
Raum ist durch passende Typologien und gezielte städte-
bauliche Akzente sorgsam komponiert. 
Abb. 26: Körnung der Hoods
Urban
Mix
Ländlich
Legende
Die besondere Qualität des Entwurfs Wood-
hood für Köln-Kreuzfeld zeigt sich in der 
Höhen- und Dichteentwicklung mit span-
nungsreichen Stadträumen und hochwerti-
gen öffentlichen Freiräumen. Je nach Hood 
ergeben sich daraus diverse städtebauliche 
Figuren. 
Die Ebene der Integrierten Planung und 
letztlich der Masterplan legen Geschossig-
keiten und Dichten fest, die als Vorschlä -
ge zu verstehen sind, in der Entwicklung 
jedoch an den Bedarf angepasst werden 
können. Die entsprechenden Bereiche für 
Dichte- und Höhenentwicklung mit korre-
spondierenden Nutzungsmischungen und 
Vorschlägen für städtebauliche Typologien 
wollen als Grundgerüst verstanden werden, 
sie sind ähnlich zu Spielregeln der Rahmen 
für die Entwicklung. Die hier dargestellte Ge-
schosshöhen stellen Orientierungswerte dar, 
geltende Regelungen zu Abstandsflächen

44
werden bewusst zugunsten von Nutzungs-
dichte, Infrastrukturauslastung und Ver -
siegelungsanteilen an einigen Stellen über -
schritten. Konkrete, für die Bauleitplanung 
relevante Entscheidungen zu Höhen sollten 
entsprechend erst nach sorgfältiger Prüfung 
aller für das jeweilige Baufeld und die Stand-
orte relevanten Faktoren – beginnend bei 
den Abstandsflächen – getroffen werden. 
Grundsätzlich nimmt die Bebauungsdich -
te zu den Rändern jeder Hood hin ab, die 
höchs
ten Geschossigkeiten finden sich rund 
um die Hoodmitten. Auf diese Weise werden 
die Platzräume städtebaulich gefasst, von 
der rahmenden Bebauung lässt sich das Ge-
schehen in den Hoodmitten gut beobachten. 
Zu den Rändern verlieren die Gebäude an 
Höhe, so entsteht ein fließender Übergang 
in den Landschaftsraum. Hochpunkte mar -
kieren zudem den Stadteingang und den 
Übergang zu Blumenberg. Signifikante Hö-
hen werden ebenfalls durch die Mobility 
Hubs vorgegeben. 
Soziale Kontrolle wirkt sich posi-
tiv auf das Miteinander und das 
Sicherheitsempfinden der Be-
wohner*innen aus. 
Abb. 27: Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende

45
Eine Verdichtung rund um die zent-
ralen Bereiche der Hoods sorgt  
für Lebendigkeit und Erlebnisdichte.
Angaben zu Geschossigkeiten
BGF Hood Eins rund 190.700 m² (34 %)
BGF Hood Zwei rund 112.700 m² (20 %)
BGF Hood Drei rund 63.500 m² (11 %)
BGF Hood Vier rund 91.200 m² (16 %)
BGF Hood Fünf rund 72.600 m² (13 %)
BGF Blumenberg rund 34.000 m² (6 %)
GFZ Hood Eins 0,97
GFZ Hood Zwei 1,29
GFZ Hood Drei 0,86
GFZ Hood Vier 0,85
GFZ Hood Fünf 0,91
GFZ Blumenberg 0,27
GFZ gesamt 0,86

Abb. 28: Durchlässiger Blockrand 
Abb. 29: Riegel
46
Zu Platzräumen wie der Hoodmitte oder den 
Wohnstraßen formen die Baukörper wo nötig 
klare Kanten und werden zum Landschafts -
raum hin durchlässiger. Durch entsprechen-
de Gebäudestellungen werden überwiegend 
T
ypologien entwickelt, die baufeldbezogene 
Rückzugsorte generieren. Durch Variation 
dieses Grundgedankens entsteht eine hohe 
Diversität von Baukörpern innerhalb der ein-
zelnen Hoods. 
Durchlässiger Blockrand. 
Die durchlässigen Blockränder finden sich 
vor allem in den urbanen Hoods. Teils offen, 
teils geschlossen, teils mit Durchgängen 
schaffen die Blockränder ein spannendes 
Raumgefüge und Wohnumfeld, das sowohl 
öffentliche Platzsituationen als auch ruhige-
re Höfe generiert. Durch die öffentliche Nut-
zung der Erdgeschosszone entsteht eine 
hohe Lebendigkeit, diese Typologie kann 
Nachbarschaftsbeförderer und Frequenz -
bringer zugleich sein. Die Blockensemble 
bestechen durch leichte Adaptierbarkeit für 
gemeinschaftliche Wohnformen und flexib-
le Grundrisse. 
Riegel. 
Riegel finden sich in allen Hoods an unter -
schiedlichen Stellen wieder. Sie übernehmen 
klar
 gliedernde Funktionen im Raumgefüge 
und überzeugen durch vertikale Nutzungs-
mischung, aktive Dachflächen sind möglich. 
D
irekte Blickbeziehungen befördern das 
Kennenlernen der Nachbar*innen. Die Be -
reiche um die Gebäude laden zur Aneignung 
dur
ch die unmittelbare Nachbarschaft ein, 
geteilte Gärten werden gemeinsam bewirt -
schaftet. 
Reihen- und Kettenhäuser. 
Diese Typologie kann den dörflichen Maß-
stab näherbringen und mit individuellen 
Grundrissen, variierenden Gebäudehöhen 
In seiner städtebaulichen und architektonischen Vielfalt ist Kreuzfeld 
einzigartig, die Gebäudetypologien sind flexibel und funktional auf 
die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmt. Der öffentliche  
Grün- und Freiraum wird in der Planung als Erweiterung der Gebäude 
betrachtet und umgekehrt. 
2.1.4 Gebäudetypologien
Integrierte Planung

Abb. 30: Gebäudetypologien
Abb. 31: Reihen- und Kettenhäuser
Abb. 32: Sonderbauten und Punkte 
47
und Fassaden für ein buntes Stadtbild sor -
gen. Es kann (halb-)öffentliche Vorzonen 
geben, während Gärten oder Hinterhöfe 
ruhigere Räume bieten. Auch hier kann die 
öffentliche Erdgeschosszone kleinere ge-
werbliche oder soziale Nutzungen beher -
bergen, während in den oberen Geschossen 
Wohnnutzung stattfindet.
 
Sonderbauten und Punkte. 
Die Sonderbauten stellen integrierte Quar -
tiersbausteine dar, welche zentrale Stadt -
funktionen beherbergen. Sie variieren in ihrer 
Geschosshöhe und F
orm. Durch besondere 
Variation in der Fassade und dem umliegen-
den Freiraum kann eine Verzahnung zwi -
schen Innen- und Außenraum erzeugt wer -
den. Öffentlich wirksame Nutzungen wie das 
Ärzt
ehaus, Kultur-, Sport- und Freizeitein-
richtungen sowie soziale Infrastruktur sol -
len sich hier finden. Auf der zentralen Achse 
hin zu den S-Bahn-S
tationen Kreuzfeld und 
Blumenberg finden sich vor allem kulturelle 
Nutzungen und gastronomische Angebote.
Sonderbauten
Blockrand
Riegel
Reihen- und Kettenhäuser
Legende

48
2.1.5 W ohnen und Miteinander
Köln-Kreuzfeld ist ein Stadtteil für alle. Die Angebotspalette  
für Wohnraum richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen 
Einkommens-, Herkunfts-, Alters- oder Lebenssituationen.
Integrierte Planung
Wohneinheiten nach Wohnformen
WE Geschosswohnungsbau: 3.101 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 321 WE
WE Stadthäuser: 303 WE
WE gesamt: 3.725 WE*
*ohne Bezug zu KoopBLM (siehe Berechnung
Kapitel 4.1, Flächenbilanz, S. 208)
Blumenberg 67 WE
WE Geschosswohnungsbau: 321 WE
Hood Eins
WE Geschosswohnungsbau: 1.201 WE
WE gesamt: 1.201 WE
Hood Zwei
WE Geschosswohnungsbau: 964 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 25 WE
WE Stadthäuser: 37 WE
WE gesamt: 1.027 WE
Hood Drei
WE Geschosswohnungsbau: 246 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 31 WE
WE Stadthäuser: 72 WE
WE gesamt: 349 WE
Hood Vier
WE Geschosswohnungsbau: 430 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 155 WE
WE Stadthäuser: 54 WE
WE gesamt: 639 WE
Hood Fünf
WE Geschosswohnungsbau: 193 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 110 WE
WE Stadthäuser: 140 WE
WE gesamt: 442 WE

49
Möglich sind beispielsweise Geschoss-
wohnungsbau, Mehrfamilienhäuser oder 
verdichtete Punktbauten (Stadthäuser), 
Wohneigentum, Mietwohnungen oder Bau-
gruppen. Wohnen in zentralen Lagen ist ge-
nauso möglich wie der Blick auf den grünen 
Stadtrand. 
Leben in Woodhood bedeutet mehr haben 
durch Teilen – Suffizienz soll als übergeordne
-
t
es Planungsprinzip integriert werden. In der 
neuen Gemeinschaft sollen die zukünftigen 
Bewohner*innen die Chance bekommen,  
die Annehmlichkeiten des Ortes mit allen zu 
t
eilen.
Zusammenleben und Miteinander. 
Die Organisation der einzelnen Hoods ba -
siert auf der Schaffung von vielfältigen Ge-
meinschaften und sie  trägt zur Entstehung 
von Gemeinschaften auf verschiedenen 
Maßstäben bei. 
Jede Hood bietet Platz für eine 
Vielzahl von Gebäudetypolo-
gien zum Wohnen und Arbeiten, 
für Bildung und Begegnung. So 
können unterschiedlichste Be-
wohner*innen unabhängig von 
Einkommen und Lebensphase 
ihren persönlichen „Wohnraum” 
in Woodhood verwirklichen. 
Abb. 33: Verortung Wohnungstypologien
Geschosswohnungsbau I 80 m²
Mehrfamilienhäuser I 100 m²
Stadthäuser I 120 m²
Legende

In Köln-Kreuzfeld ist der nachbar-
schaftliche Verbund besonders 
stark, sowohl auf Ebene der Kreuz-
felder Hoods als auch zwischen 
diesen und in den angrenzenden 
Quartieren.
So kann eine Vielzahl an Angeboten ge-
schaffen werden, die für die gesamte Nach-
barschaft nutzbar sind, ohne dass zwischen 
ähnlichen Angeboten Konkurrenzen ent -
stehen. Zusammen erzeugen die Hoods ein 
lebendiges urbanes Ökosystem, das durch 
die Interaktion zwischen den verschiedenen 
Hoods stimuliert wird und auch die beste-
henden Zentren ergänzt und belebt.
Angebote wie gemeinschaftlich  
genutzte Gärten, das Bürgerhaus+,  
Elektroautos und sogar Dienst -
leis
tungen in direkter Nachbar -
scha
ft ermöglichen und fördern  
die Begegnung und  Interaktion 
zwischen der
 Bürger*innen.
50
Wohnungsangebot und Wohnformen. 
Neben einer Einteilung in städtebauliche 
Gebäudeformen lassen sich auch folgende 
Typologien unterscheiden: Geschosswoh-
nungsbauten mit im Schnitt 80 m² pro Wohn-
einheit, Mehrfamilienhäuser mit im Schnitt 
100 m² pro Wohneinheit sowie Stadthäuser 
mit im Schnitt 120 m² pro Wohneinheit. 
Anhand dieser Einteilung können Wohn-
einheiten prognostiziert werden und erste 
Aussagen zu Wohnformen werden möglich. 
Eine andere Möglichkeit, die Zahl der Wohn-
einheiten für das Gebiet vorauszusehen, ist 
die Berechnungsgrundlage, die das Koope-
rative Baulandmodell vorgibt. Hier werden 
90 m² bei einer Erstbelegung von 2,3 Perso-
nen pro Wohneinheit verbindlich angesetzt. 
Dem Konzept entsprechend verteilen sich 
auch die Wohnungstypologien von städ-
tisch zu dörflich, von höheren Anteilen der 
Geschosswohnungsbauten zu vermehrt 
Stadthäusern. Aufgrund der hohen Nach-
frage nach Wohnraum in der wachsenden 
Metropole Köln, ökologischen Belangen und 
der daraus resultierenden Notwendigkeit 
einer gewissen Dichte überwiegen jedoch 
Geschosswohnungsbauten.

Integrierte Planung
Wohnen für alle
Abb. 34: Verortung altersgerechter Wohnformen
Ambulante Wohngemeinschaft
Dauer- und solitäre Kurzzeitpflege
Mehrgenerationenhäuser
Seniorenwohnheim
Legende
Wohnen für alle. 
Wenn junge und alte Menschen zusammen-
wohnen, entstehen viele Synergien. Die 
jüngere Generation kann von der Lebens-
erfahrung und Weisheit der älteren lernen, 
während die Älteren von der Energie und 
dem Enthusiasmus der Jüngeren profitie-
ren können. Durch den Austausch und die 
gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie 
Wohnraum, Küche und Garten kann eine 
lebendige Gemeinschaft mit einem breiten 
Spektrum an Interessen und Fähigkeiten 
entstehen. Das Zusammenleben von Jung 
und Alt kann Toleranz und Verständnis för -
dern und trägt dazu bei, soziale Isolation 
und Einsamkeit zu reduzieren. Neben dem 
klassischen Familienzusammenleben sind 
in Kreuzfeld auch neue Modelle des Zusam-
menlebens denkbar. Im Zentrum steht der 
Leitsatz des gemeinschaftlichen Lebens aus 
der Stadtstrategie 2030+.
Mehrgenerationenwohnen. 
In Köln-Kreuzfeld sollen sogenannte Mehr -
generationenhäuser entstehen. Mehrge-
nerationenwohnen bezeichnet eine Wohn-
form, bei der Menschen unterschiedlicher 
Generationen in einer Gemeinschaft zu-
sammen leben und arbeiten. Es geht darum, 
Synergien zu schaffen und voneinander zu 
lernen. Das Konzept umfasst sowohl ge-
meinschaftliche als auch private Räume und 
basiert auf dem Prinzip der gegenseitigen 
Unterstützung und Rücksichtnahme.
51

Abb. 35: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT
Abb. 36: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT
Eine klare Differenzierung in der 
Fassadengestaltung verdeutlicht 
die Trennung von öffentlichen 
und privaten Flächen.
Altersgerechtes Wohnen. 
Der fortschreitende demografische Wandel 
soll durch die Integration von altersgerech-
ten Wohnformen in allen Hoods berücksich-
tigt werden. Durch ein breites Spektrum an 
Wohnangeboten sowie eine Infrastruktur 
aus medizinischer Versorgung, betreuten 
Wohnangeboten und Pflegeeinrichtungen 
(Seniorenwohnheim sowie Dauer- und soli-
täre Kurzzeitpflege) ist alt werden in Kreuz -
feld möglich und gewünscht. Die zahlrei-
chen Orte der Begegnung im eigenen Haus, 
in der Nachbarschaft und im Quartier stär -
ken gerade im Alter die sozialen Beziehun-
gen. Auch ein selbstständiger Alltag bis ins 
hohe Alter kann möglich sein:
Im Innenhof kommen alle Genera-
tionen zusammen. Ein Treffpunkt 
des Austausches entsteht.
Durch vielfältige Mobilitätsfor men, 
gut
e Anbindung und barriere
  
arme 
öffentliche Räume. 
52

Abb. 37: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Wie in Abb. 37 erkennbar, können 
gemeinschaftlich genutzte Innenhö-
fe den Zusammenhalt stärken und 
einen Außenraum in unmittelbarer 
Nähe zur Wohnung schaffen.
53
Studentisches Wohnen. 
Studentisches Wohnen unterscheidet sich  
von anderen Wohnformen durch seine  
spezi
  fischen 
Anforderungen an Lage, Budget  
und Gemeinschaft. WGs und Studieren
-
den
wohnheime sind deshalb beliebt. Doch  
auch individuelle Lösungen wie Apartments  
oder Co-Living-Communities werden immer  
beliebter. Da Köln-Kreuzfeld mit dem ÖV  
gut erreichbar sein wird, ist der  Stadt
 t
eil  
auch für junge Erwachsene  inte
 r
essant.  
Im Rahmen der nächsten Planungsschritte 
sollen auch diese besonderen Wohnbedürf-
nisse berücksichtigt werden. 
Mieten, kaufen, teilen. 
Die Wahl der Wohnform hängt selbstredend 
von den individuellen Bedürfnissen und 
Möglichkeiten ab. Aufgrund unterschiedli-
cher Bedarfe soll es in Köln-Kreuzfeld künftig 
sowohl Miet- als auch Kaufangebote geben. 
Ebenso wird es Raum für gemeinschaftliche 
Entwicklung von Wohnraum geben, etwa 
durch Konzeptvergaben. Als Beispiel hierfür 
werden Baugemeinschaften auf den nach-
folgenden Seiten vertieft betrachtet.

Abb. 38: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Abb. 39: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Abb. 40: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
54
Attraktive Freiräume laden zur 
Aneignung und Aufhalt ein.
Öffentliche Erdgeschosszonen dienen 
als Quartierstreffpunkt, hier treffen Be-
wohner*innen des Hauses und Externe 
aufeinander. Die flexiblen Wohngrund-
risse der oberen Geschosse können 
auf die persönlichen Bedürfnisse der 
Anwohnenden zugeschnitten werden.
Der Eingangsbereich ist 
klar gekennzeichnet.

55
Balkone und Gärten dienen als pri-
vate Außenräume und können indi-
viduell gestaltet werden.
Abb. 42 illustriert, wie Gewächs-
häuser oder Wintergärten den Nut -
zungsraum im eigenen Wohnkom-
plex erweitern und Austausch sowie 
gemeinschaftliche Projekte fördern 
können.
Das Zusammenspiel aus priva -
ten und gemeinschaftlichen (Frei-)
Räumen lässt einen lebendigen Ort 
entstehen. Menschen unterschied-
lichem Alters treffen aufeinander.
Abb. 41: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
Abb. 42: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT

Abb. 43: Diagramm Wohnungstypen
56
Leben zwischen Häusern. 
Lebendige und attraktive Nachbarschaften 
entstehen durch aktive Bewohner*innen und 
belebte Orte. Die Notwendigkeit von sozia -
len Kontakten innerhalb, aber auch zwischen 
den Gebäuden is
t hierbei elementar. Daher 
ist für die Gestaltung und Planung eines le-
bendigen Umfelds nicht nur die Wohnung 
an sich,
 sondern auch die Verbindung der 
Wohnung mit dem Außenraum wichtig. Zwar 
haben die baulichen Rahmenbedingungen 
keine unmittelbare Auswirkung auf die Qua-
lität der sozialen Kontakte, dennoch kann 
eine be
wusste Planung bewirken, dass diese 
Kontakte überhaupt erst zustande kommen. 
Fokus Baugemeinschaften. 
Da Baugemeinschaften zumeist stark ge-
meinschaftlich und sozial engagiert sind und 
das Z
usammenkommen unterschiedlicher 
Menschen (bspw. auch in Kooperation mit 
sozialen Trägern) aktiv leben, haben sie bei 
entsprechender baulicher Planung einen be-
sonderen Einfluss auf das Leben zwischen 
den H
äusern und tragen zu lebendigen Nach-
barschaften bei. Zudem leisten Baugemein -
schaften einen aktiven Beitrag gegen die 
zunehmende I
ndividualisierung und Anony -
misierung in städtischen Gebieten, in denen 
man zw
ar Tür an Tür lebt, aber selten in Kontakt  
kommt.  Aufgrund gestiegener Grundstücks- 
und 
Baupreise sind Baugemeinschaften 
gegen w
ärtig eine beliebte Möglichkeit, trotz 
hoher Kosten die individuellen Wohnbedürf-
nisse in städtischen Lagen zu verwirklichen. 
Baugemeinschaften als ein Modell des gemeinschaftlichen Wohnens 
sind ein zentraler Baustein der Stadt- und Quartiersentwicklung  
sowie ein Katalysator bei der Bildung von Nachbarschaften. 
Gemeinschaftliches Wohnen
Integrierte Planung

Abb. 44: Axonometrie Baugemeinschaften
57
Damit sind Baugemeinschaften ein Gegen -
trend zu gleich zwei großen Herausforderun-
gen in urbanen Lagen: Die vermeintlich wenig 
individuell wirk
enden baulichen Entwicklun-
gen großer Investoren mit oftmals seriellen, 
einheitlichen 
Wohnungen, die entweder ver-
mietet oder nur im oberen Preissegment als  
Eigentum erworben werden können. Viele 
Menschen können sich aufgrund des an-
gespannten Wohnungsmarkts daher weder 
die Wohnung noch den genauen Standort 
aussuchen. 
Gemeinschaftliches Bauen schafft dagegen 
Wohneigentum in zentralen Lagen und ein 
soziales Netzwerk vor Ort. Die Baugemein -
schaft entwickelt durch den Bauprozess 
eine s
tarke Bindung und wählt bewusst den 
Standort, um Identifikation und alte Netzwer-
ke beizubehalten. Baugemeinschaften bin-
den ihr Neubauprojekt auf besondere Weise 
in den S
tadtraum und die Nachbarschaft ein.
Leben in den Häusern. 
Auch für eine soziale Einbindung des Ein-
zelnen in die Gemeinschaft innerhalb der 
Gebäude sind Baugemeinschaften zentral. 
Gemeinsam nutzbare Bereiche können an 
verschiedenen Orten im Gebäude platziert 
werden und zugleich unterschiedliche Per -
sonengruppen der Baugemeinschaft an-
sprechen. So kann es gemeinsame Räume 
für alle geben, Bereiche, die beispielsweise 
als Arbeitsräume für bestimmte Bewoh-
ner*innen fungieren, es können offene Ge-
meinschaftsgärten und -flächen im Innenhof 
und den Dächern vorgesehen werden oder 
auch geschützte Bereiche für Untergruppen 
bis hin zum individuellen Rückzugsort ent -
stehen. Durch die Baugemeinschaften soll 
so ein lebendiges Haus für alle Lebenslagen 
entstehen. Wo und in welchem Umfang die-
ses Modell gemeinschaftlichen Wohnens 
umgesetzt werden kann, wird im Laufe der 
weiteren Planung erarbeitet.

58
technologischer Entwicklungen muss der 
neue Stadtteil nicht nur robust, sondern vor 
allem flexibel sein. 
Köln-Kreuzfeld muss in der Lage sein, sich 
während der auf gut 15
 –
 20 
Jahre angeleg-
ten Entwicklung an völlig neue Bedarfe, Nut-
zungsansprüche und letztlich neue Möglich-
keiten der Stadtentwicklung anzupassen, 
um langfristig auch einen Mehrwert für alle 
umliegenden Stadtteile zu bieten.
 
Die städtebauliche und funktionale Struk -
tur der Hoods, gepaart mit innovativen Pro-
zesswerkzeugen, gibt die Möglichkeit, die 
notwendige Adaptivität in der Entwicklung 
Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu braucht 
es zum einen eine kritische Stadtgesell-
schaft, die an gesetzte Ziele erinnert und auf 
aktuelle lokale Bedarfe hinweist, zum an-
deren eine mutig und reflektiert steuernde 
Stadtverwaltung mit Rückhalt aus der poli-
tischen Ebene.
Während der baulichen Realisierung müssen 
Entwicklungs- und Betreiberkonzepte im-
mer wieder synchronisiert und gegebenen
-
f
alls an die übergeordneten Ziele angepasst 
werden (siehe hierzu auch Kapitel 1.6, Quer-
schnittsthema Umsetzung und Phasierung, 
S. 24).
Ausblick. 
Im Rahmen der technischen Masterplanung 
wird nun das städtebauliche Grundgerüst 
einer technischen Plausibilitätsprüfung un-
terzogen. Die im Rahmen der Integrierten 
Planung skizzierte Ordnungsstruktur für die 
künftige bauliche Entwicklung wird auf den 
Prüfstand gestellt. Dies betrifft alle inhalt -
Brandschutz. 
Die Feuer- und Rettungswache verfügt 
über eine leistungsfähige Anbindung an 
das umliegende Straßennetz. Die Einsatz -
fahrzeuge können alle Straßen in Kreuz -
feld befahren und im Notfall schnell reagie-
ren. Die Anleiterbarkeit für Rettungs- und 
Löschfahrzeuge der Feuerwehr ist für die 
geplante Bebauung vorrangig über die  
öffentlichen und privaten Verkehrsflächen 
zu gewährleisten.
Die erforderlichen Aufstellflächen und Wen-
deradien für Rettungs- und Löschfahrzeuge 
sind in der vertiefenden Verkehrsplanung  
zu berücksichtigen. Für Gebäude, deren  
Fassaden aus städtebaulichen und verkehr-
lichen Gründen nicht anleitbar sind, sind 
Sicherheitstreppenhäuser vorzusehen. Die 
Befahrbarkeit von privaten Grünflächen 
und Innenhöfen mit schweren Fahrzeugen 
ist durch bauliche Maßnahmen an den Ge-
bäuden (z. B. durchgesteckte Grundrisse, 
zweiter Rettungsweg, Sicherheitstreppen-
haus etc.) zu vermeiden. In Köln-Kreuzfeld  
ist zudem ein neuer Standort für eine Ret -
tungswache geplant. Dieser soll (zum heu-
tigen Planungsstand) auf ca. 3.000 m² 
Grundstücksfläche in der Hood Eins auf 
dem Baufeld 8 ver
 ort
et werden. Neben der 
Rettungswache ist ein Gerätehaus der Frei-
willigen Feuerwehr mit um die 4.500 m² 
Grundstücksfläche auf demselben Baufeld 
vorgesehen.  
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Zukunft lässt sich trotz aller Beobach-
tungen und Bemühungen der Trendfor -
schung nur schwer vorhersehen. Angesichts 
tiefgreifender ökologischer, sozialer und 
2.1.6. Ausblick
Integrierte Planung

59
lichen Ebenen des Masterplans. Ziel ist es, 
eine verlässliche Grundlage für die Bauleit -
planung zu schaffen. 
Konkret bedeutet dies, dass die Baufelder 
präzisiert werden und die künftige Parzel-
lierung sowie ein sogenanntes Umlegever -
fahren vorbereitet werden. Die Gebäude
-
t ypologien w
erden in Bezug auf Eingänge 
und Erschließungskerne, Vorzonen und Frei-
flächen weiter ausgearbeitet und es werden 
Entscheidungen bezüglich Geschossigkeit 
und Dichte getroffen. 
Flächen- und Funktionsverortung und die 
konzeptionelle Ebene der Planung werden 
weiter verfeinert. Das bedeutet, dass Aspek-
te der Barrierefreiheit sowohl bei der Gestal-
tung der Gebäude als auch bei der Planung 
von Frei- und öffentlichen Räumen sorgfäl-
tig berücksichtigt werden.
Aktuell befindet sich bereits eine Entwick -
lungsgesellschaft in der Vorbereitung, deren 
Fokus in der Umsetzung Köln-Kreuzfelds 
liegt. Entsprechend werden in den kommen-
den Jahren die Realisierungs- und Erschlie-
ßungskonzepte gemeinsam mit Verwaltung 
und Fachplanenden erarbeitet.

Abb. 45: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

Der neue Stadtteil Köln-Kreuzfeld ist in ein hochwertiges grünes 
Umfeld eingebettet. Die Entwicklung der Kulturlandschaft reicht 
Jahrtausende weit zurück und hat Wälder, Felder und Wiesen 
entstehen lassen. Ziel ist es, diese Raumqualitäten bei der land-
schaftsgestalterischen Planung zu beachten und weiter zu stärken. 
In den kommenden Jahren soll so ein ländlich-urbanes Quartier 
entstehen, das die Prinzipien einer Gartenstadt zukunftsweisend 
weiterentwickelt. 
Das Freiraumkonzept umfasst sow
 ohl gr
oße Flächen und Parkan
-
lagen als auch  kleinr
äumige Begegnungs- und Nachbarschafts-
räume und dient Bewegung, Aufenthalt und Naherholung. In dieser 
Planungsphase sind die Entwicklung einer Sport- und Spielland-
schaft, die Weiterentwicklung der als städtebauliche Bildungsland-
schaft ausgestalteten Grünen Mitte und die gestalterische Pro-
grammierung der Hoodmitten Teil des Prozesses. 
2.2 Freiraum
Integrierte Planung
62

Abb. 46: Landschaftsgestaltungsplan
Um Kreuzfeld in das städtische Gefüge zu 
integrieren, übernimmt der Freiraum eine 
wichtige Rolle bei der Vernetzung und Auf -
wertung bestehender Nachbarschaften. 
Der Erhalt und die Weiterentwicklung be-
stehender Grünstrukturen, wie die des Allu-
vialparks, sind dabei von großem Wert und 
werden in die Planung integriert. Durch die 
behutsame Entwicklung der Flächen kann 
eine artenreiche, an den Klimawandel ange-
passte Landschaft entstehen, die Themen 
wie den nachhaltigen Umgang mit Regen-
wasser und Überflutungsschutz bei Stark -
regen mitdenkt.
Abb. 47: Übergeordnete Landschaftsstruktur
Grüne 
M
itte
Alluvialpark
Blumenberger 
Parks Chorweiler 
Nord Park
63

Abb. 48: Übergeordnetes Landschaftskonzept
64
2.2.1 Landschaftskonzept
Woodhood beginnt mit der Landschaft. In 
Köln-Kreuzfeld wird die Grundstruktur des 
Quartiers durch die Landschaft und die Kul-
turgeschichte des Ortes definiert. Die Nähe 
zu prägenden Landschafts- und Erholungs-
räumen wie dem FFH-Gebiet „Worringer 
Bruch“ und dem nur drei Kilometer entfernt 
verlaufenden Rhein kennzeichnen das Areal. 
Die Grundlage des neuen Stadtteils bilden 
jedoch die Wälder und die seit Jahrtausen-
den durch den Menschen geprägte Kultur -
landschaft um das Entwicklungsgebiet. 
Den Mehrwert dieser ortsspezifischen 
Strukturen zu erkennen und in einen Frei-
raum mit urbanem Kontext zu übertragen 
ist Aufgabe der aktuellen Planung. Köln-
Kreuzfeld greift die großräumigen Land-
schaftsstrukturen auf und schafft so ein ab-
wechslungsreiches Netz an Landschaften 
mit eigenen Charakteristika. Elemente wie 
bestehende Gehölzstrukturen sollen durch 
neue und ergänzende Baumpflanzungen im 
Landschaftsraum von Kreuzfeld weiterge-
führt und agrikulturelle Nutzungen der an-
Integrierte Planung

Abb. 49: Waldstrukturen Abb. 50: Freiraumelemente um Köln-Kreuzfeld
65
grenzenden Freiflächen in einer dem Quar -
tier angepassten Form weiterhin angeboten 
werden.
Dieser Ansatz trägt maßgeblich dazu bei, 
den neuen Stadtteil mit der gewachsenen 
Landschaft zu verweben. Diese neue Natur-
infrastruktur durchdringt die gesamte Um-
gebung und vernetzt Erholungsräume mit 
ökologischen Korridoren. Im Zentrum ent -
steht ein charakteristischer Freiraum – die 
„Grüne Mitte“ –, die Stadt und Landschaft, 
aber vor allem Menschen auch aus dem 
gesamten Kölner Norden zusammenbringt 
und Austausch und Bewegung aktiv fördert.
Im Einklang mit dem Leitsatz zu Umwelt -
aspekten der Stadtstrategie schafft das 
K
onzept einen klimagerechten und umwelt -
freundlichen Grün- und Freiraum, wo auch für 
gesunde L
ebensverhältnisse gesorgt wird. 
Verbindung mit Blumenberg. 
Die Kreuzfelder Hoods werden durch den 
Freiraum mit Blumenberg verknüpft. Be-
stehende Parks und Grünflächen in und um 
Blumenberg können durch die freiraum-
fokussierte Planung des neuen Stadtteils 
fortgeführt und in die neuen Strukturen 
übergeleitet werden. Blumenberg und Köln-
Kreuzfeld wachsen über den gemeinsamen 
Freiraum zusammen.
Waldstrukturen. 
Viele  Baumbestände und Waldstrukturen 
um Köln-Kreuzfeld sind gewachsene Bio-
tope und Erholungsraum in einem. Existie-
rende Flächen sollen bestmöglich erhalten 
bleiben, sie werden mit Hilfe des Konzeptes 
der Woodhood ergänzt und in einem städti-
schen Kontext weitergedacht. 
Angebote und Charakter. 
Die produktive Kulturlandschaft, Wald und 
Parkareale bieten bereits heute Potenziale 
für eine vielfältige und individuelle Naher -
holung sowie Raum als Habitat für eine ge-
sunde Flora und Fauna. Mit Köln-Kreuzfeld 
werden diese Angebote standortgerecht er-
gänzt, sie stärken damit die Vernetzung und 
Strahlkraft des Ortes. Mit dem neuen Stadt-
teil sollen langfristig resiliente Freirauman-
gebote geschaffen werden.

Abb. 51: Übergeordnetes Freiraumkonzept Woodhood
66
2.2.2 Freiraumkonzept
Kulturlandschaft, Wald und Alluvialpark um-
rahmen Kreuzfeld nicht nur, sie fließen viel-
mehr in die neuen Nachbarschaften und 
die dazwischenliegenden Freiräume hin-
ein. So kann sich Köln-Kreuzfeld die Land-
schaft aneignen und sie im Sinne einer zu-  
kunftsweisenden, gesunden und nachhalti-
gen Stadtentwicklung weiterdenken. 
Wo Wald, Park und Kulturlandschaft aufein-
andertreffen, entsteht ein Park im Kern des 
neuen Stadtteils. Die Grüne Mitte wird we-
sentlicher Bewegungsraum, Lernlandschaft 
und Knotenpunkt des Quartiers. Der Park 
liegt primär zwischen den fünf Kreuzfel-
der Hoods, erstreckt sich dann jedoch wei- 
ter in den Süden des Quartiers, wo er sich 
im Übergang zum angrenzenden Freiraum 
zu einer extensiven Wald- und Wiesenflä -
che entwickelt. Diese fließenden Übergän-
ge finden sich an vielen Stellen des Land-
schaftsraumes wieder. Die städtebauliche 
Entwicklung lässt dabei maximalen Raum 
für die Natur, wodurch landschaftliche 
Quali
 t
äten und Potenziale besonders gut 
genutzt werden können. Die Räume folgen 
der vorhandenen, meist nur leicht geneigten 
Topografie. An den Rändern im Süden und 
Osten prägen die natürliche Eintiefung der 
Alluvialrinne sowie die bautechnische Über-
Produktive 
Landschaft
Alluvialpark
Grüne Mitte
Wald
Integrierte Planung

Abb. 52: Konzeptschnitt produktive Landschaft
Abb. 53: Konzeptschnitt Grüne Mitte
Abb. 54: Konzeptschnitt Alluvialpark
67
formung durch den S-Bahn-Tunnel und die 
Mercatorstraße das Gelände. Diese Topo-
grafie definiert die Grundlage für die Was-
sersammlung und -speicherung sowie die 
Klimaanpassung. Darüber hinaus schafft 
der neue Freiraum Platz für bestehende 
Ökokorridore, die in den großzügigen Flä -
chen zwischen den Kreuzfelder Hoods fort -
geführt werden.
Produktive Landschaft. 
Die produktive Landschaft im Norden 
Kreuzfelds knüpft an die landwirtschaftlich 
genutzten Flächen an. In diesem ausgewie-
senen Raum werden unterschiedliche Bau-
steine angeboten, die sich untereinander 
mischen und so einen produktiven Erlebnis-
raum mit vielen Qualitäten entstehen lassen. 
Grüne Mitte. 
Als verbindender Freiraum hat die Grüne 
Mitte die Aufgabe, Erholungs- und Erlebnis-
raum mit Verbindungsfunktion zu sein. Die 
ausgedehnte Fläche von über 5,7 ha allein 
im inneren Bereich kann all das durch ihre 
spezifische Struktur besonders gut leisten. 
Eine effiziente Wegeführung verbindet nicht 
nur die Hoods, sondern auch Sport- und 
Spielangebote sowie die an den Park an-
grenzenden Schulen miteinander.
Alluvialpark. 
Die Verbindung zu bestehenden Strukturen 
wie die des Alluvialparks ist für die Entwick-
lung des neuen Stadtteils von großer Bedeu-
tung. Neben der hohen Dichte an Bestands-
bäumen und einer prägnanten Topografie 
sticht die S-Bahn-Station Blumenberg he-
raus, die in Zukunft von einer Barriere zum 
Bindeglied von Freiraum und Stadt transfor- 
miert werden soll.
vielfältige und 
hochwachsende 
Wiesenflächen
einfache 
Verbindung der 
Stadtteile
Pflege der 
bestehenden 
Grünflächen
Abgrenzung durch 
Pflasterung
Abgrenzung 
durch Pflasterung
heimische 
Obstbaumarten
Topografie als 
Teil der Landschaft
Landschaftsspielplatz
Spielplatz im Park Bestandswald Rad- und 
Fußweg
diverser Freiraum 
mit ökolog. Wert
PermakulturObstwiese Essbarer Wald
Weg

Abb. 55: Grünflächenplan: Produktive Landnutzung
68
Urbane Landwirtschaft. 
Angrenzend an die Kreuzfelder Hoods soll 
im Norden des Gebietes eine produktive 
Landschaft entstehen, die im urbanen Kon-
text neue Formen der Landwirtschaft nutzt. 
Weg von traditionellen Kleingärten, exklu-
siven und privatisierten Grünflächen, hin 
zu inklusiven, zugänglichen und sichtbaren 
Produktionslandschaften. 
2.2.3 U rbane Landwirtschaft
Flächen innerhalb des Sportfeldes Typ C 
werden nicht mitgerechnet
Das weitläufige Areal wird Teil der öffentlich zugänglichen Grün- und 
Erholungsflächen und leistet damit einen Beitrag zur Erweiterung 
des Angebotes lokaler gemeinschaftlicher Lebensmittelproduktion.
Integrierte Planung
Flächen können professionell, 
aber auch durch Anwohnen-
de bewirtschaftet und gestaltet 
werden.

69
Dabei ist ein mosaikhafter Wechsel von 
Flächen angedacht, der sowohl land-
schaftlichen Mehrwert hat als auch den 
Austausch der Bewohner*innen unter- 
einander unterstützt.
Das weitläufige Areal wird Teil der öffentlich 
zugänglichen Grün- und Erholungsflächen 
und leistet damit einen Beitrag zur Erwei-
terung des Angebotes. Kreuzfeld kann da -
mit neue Modelle der gemeinschaftlichen 
Lebensmittelproduktion und Landbewirt -
schaftung fördern, einschließlich gemein-
schaftlicher Obstgärten und anderer Kul-
turen. Darunter zählen Weinreben an den 
leichten Hängen im Nordosten, Gemüse-
anbauanbau für den lokalen Gebrauch, Blu-
menanbau für die saisonale Verwendung 
oder Bodenverbesserungen für landwirt -
schaftliche Folgenutzungen.
Diese Modelle sind so gewählt, dass sie eine 
visuelle und funktionale Verbindung mit 
dem landwirtschaftlichen Kontext und der 
Geschichte des Gebiets beibehalten. Pro-
duktive Landschaften wie essbare Wälder, 
Permakultur und gemischte Bepflanzung, 
die durch Mischbepflanzung und Permakul-
tur-Methoden geprägt sind, können vielfälti-
ge Lebensräume und biologische Vielfalt im 
Siedlungsraum um Köln-Kreuzfeld schaffen.
Anteil der produktiven Landnutzung
Permakultur   rund 20 .800 m²
Gemeinschaftsgärten
  rund 1
6.800 m²
Essbarer Wald
   rund 21.
700 m²
Obstwiese
 rund 1
7.000 m²
Gesamt
  rund 7
6.300 m²
Die Landnutzung wird auch als  
Teil von Umwelt-, Bildungs- und  
Beteiligungsprogrammen  der   
Ge
 
mein
  
schaft dienen.
Abb. 56: Anbau fördert gemeinschaftliche Interaktion 
I Karres en BranAbb. 57: Gemeinschaftsobstgärten und Permakultur 
I Karres en Brands

Abb. 58: Konzeptschnitt produktive Landnutzung
Abb. 59: Konzeptschnitt produktive Landnutzung 
70
Topografie als 
Bestandteil der 
Landschaft
Hangnutzung auf 
dem Wall ist möglich
Abgrenzung durch 
Pflasterung
Fester Picknick-
Tisch
Landwirtschaftliche 
Fläche mit 
ökologischem Anbau 
vielfältige und 
hochwachsende 
Wiesenflächen
Pflege heimischer 
Obstbaumarten
Essbarer Wald PermakulturObstbaumwieseGemeinschaftsgärten
Obstwiese Weg Essbarer Wald Permakultur Gemeinschaftsgärten

Abb. 60: Grünflächenplan mit „Grüner Mitte” und intensiv genutzter Landschaft
71
Die Landschaft soll als multifunktionale 
Freifläche und als Ort der sozialen Interak -
tion dienen. Der am intensivsten genutz -
te Bereich ist die Grüne Mitte. Inmitten 
der fünf Hoods gelegen, ist der als natur- 
nahe Parklandschaft angelegte Freiraum 
Vermittler und Verbindung zwischen den 
Nachbarschaften. 
Durch die Grüne Mitte soll der Austausch 
zwischen den Hoods gefördert werden. 
Schnelle und langsame Verbindungswege 
spannen sich hier zwischen den Hoods auf 
und ermöglichen eine sichere und ange-
nehme Verbindung, etwa zwischen S-Bahn-
2.2.4 Grüne M itte und mehr
Anteil intensiv genutzter Landschaft
Grüne Mitte  rund 54.800 m²
äußer
er Bereich
 rund 27
.300 m²
Lärmschutzwall/-wand
Soll insg.: 
 82.500 m²
I
st insg.:
 rund 82.1
00 m²
Die neue Landschaft der Kreuzfelder Hoods ist regenerativ, produk-
tiv und erhöht die Biodiversität, ohne dabei an Erholungsfunktion 
einzubüßen.
Station und Arbeitsplatz oder Schulstand-
ort und Wohnort. Der Weg durch die Grüne 
Mitte ist die kürzeste fußläufige Verbindung 
zwischen S-Bahn-Station und den weiter -
führenden Schulen.
Integrierte Planung

Abb. 61: Artenreiche und informelle Parklandschaft I Karres 
en Brands
Abb. 62: Gemähter Weg im Quirijn Park, Tilburg  I 
Karres en Bra
Abb. 63: Konzeptschnitt Grüne Mitte mit Spiellandschaft und Wäldchen
Abb. 64: Konzeptschnitt
72
Die Schulen umrahmen die Grüne Mitte. Bei 
den zwei weiterführenden Schulen ist die 
Überlagerung von Schulhof und Park möglich. 
Dies öffnet die Stadt zum Freiraum und er -
möglicht den Anwohner*innen neue Nutzun-
gen sowie einen weitläufigen Freiraum, der 
Raum für
 Entdeckungen und Erholung lässt.
Wasser ist, wie im gesamten Quartier, auch 
hier eine sichtbare Komponente, die das 
Thema Retention zum Gestaltungselement 
erhebt und für die Bewohner*innen erleb-
bar macht. Im Süden des Areals, in dem sich 
die Grüne Mitte über den Hood-Loop hinaus 
ausweitet, wird das Wasser zu einem Be-
standteil des Parks, der hier eine Überleitung 
in die angrenzende Landschaft gestaltet. Ein 
Teil der naturnahen Parkgestaltung der Grü-
nen Mitte ist das Anlegen von Wildblumen-
wiesen als Lebensraum für verschiedene 
Tiergruppen. Diese Wiesen können auch von 
Anwohner*innen genutzt werden und bie-
ten viel Raum für Erholung. Die Bereitstel-
lung einer Vielzahl an Habitaten im gesam-
ten Plangebiet, darunter Retentionsflächen,  
saisonal überschwemmte Niederungen, 
Obstbaumwiesen und Wälder sowie stel-
lenweise eine reiche Strauchschicht kann 
in Kombination mit geeigneten Pflege-
maßnahmen die Artenvielfalt innerhalb des 
Quartiers fördern.
Wiesenzone Weg Spielplatz in der Grünen Mitte Wäldchen + Wiesen in der Grünen Mitte
Rad- und 
Fußweg
Rad- und 
Fußweg
vielfältige und hochwachsende 
Wiesenflächen
vielfältige und hochwachsende 
Wiesenflächen
Freiraum mit ökologischem WertLandschaftsspielplatz in 
der Grünen Mitte
dicht bepflanzte 
Zone
Weg
gemähter 
Weg
gemähter 
Weg

PRINZIPIEN
73
Dorfanger wird Hoodmitte. 
Die Hoodmitte ist ein zentraler Treffpunkt 
und konzentriert verschiedene Angebote 
gut erreichbar im Zentrum der Nachbar -
schaften.
Keine Mitte ist gleich. 
Zwar stehen einige Angebote in allen fünf 
Hoods gleichermaßen zur Verfügung, die 
Nachbarschaften bilden jedoch durch ihre 
Gestaltung und thematische Schwerpunkte 
einen ganz individuellen Charakter.
Raum für Menschen – nicht für Autos. 
Die Hoodmitte ist besonders barrierearm in 
den Raum eingebettet und spannt sich als 
multifunktionaler Freiraum von Gebäude-
front zu Gebäudefront auf. 
Kreuzfelder Büdchen. 
Als fester Bestandteil der Kölner Stadtkultur 
erhält das Büdchen in Kreuzfeld eine indi-
viduelle Ausgestaltung. Es kann zu einem 
Anker der Nachbarschaft und alltägliche An-
laufstelle werden. 
2.2.5 Hoodmitten
Die Hoodmitten sind individuell gestaltet und wirken als Magnet  
für Anwohnende und Besuchende aus anderen Nachbarschaften. 
Integrierte Planung

Abb. 65: Aufbau Hoodmitten
74
Zwischen den Schwerpunktthemen Wasser, 
urbane Produktion und grünes Quartierszen-
trum entwickeln die Kreuzfelder Hoods auch 
mit H
ilfe der Freiraumprogrammierung eige-
ne Identitäten. Die Pavillons können hierbei 
einen Kiosk
, aber auch eine andere thematisch 
passende Funktion beherbergen, die an den 
Charakter der jeweiligen Kreuzfelder Hood  
anknüpft. 
Die Gemeinschaftsfläche der Hoodmitten ist 
im Regelfall durch die Hood Kitas und sozia-
le Funktionen gerahmt, sodass sie den Zwi-
schenraum fassen. Die Gestaltung bezieht 
alle umliegenden Gebäude in den Raum mit 
ein,
 deren Erdgeschosszonen zugleich durch 
vielfältige Funktionen belebt werden. Pkw 
werden soweit möglich von den Hoodmitten 
ferngehalten, sodass ein weitläufiger Raum 
für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und 
ein buntes Miteinander entsteht (siehe hier -
zu auch Kapitel 2.5, Bildung, Jugend, Sport, 
K
ultur & Soziales. S. 146). 
Hood Fünf – 4.300 m²  
Inkl. Spielplatz (1.100 m²)
Hood Zwei – rund 9.200 m²  
Inkl. Spielplatz (1.200 m²)
Hood Vier – 4.000 m²  
Inkl. Spielplatz (1.000 m²)
Hood Eins – rund 9.100 m² 
Inkl. Spielplatz (1.200 m²)
Hood Drei – 2.000 m²  
Inkl. Spielplatz (500 m²)
Hood Eins | Stadt und Wald
Hood Zwei | Wasser
Hood Drei | Markt 
Hood Vier | Generationen
Hood Fünf | urbane Landwirtschaft
Legende
Größe der Hoodmitten in m²

Abb. 66: Grünfläche mit Spielelementen I ADEPT
Abb. 67: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
Abb. 68: Konzeptschnitt Gemeinschaftsgarten Abb. 69: Konzeptschnitt Generationentreff
Abb. 70: Konzeptschnitt Straßenraum Abb. 71: Konzeptschnitt Retentionslandschaft
75
Büdchen
Platz + 
BaumbestandGehweg Gemeinschaftsbeete Büdchen Spielplatz im Grünen
Büdchen + 
Ernteverkauf Spielwiese
Wohn-
haus
Gehweg + 
Flexzone
Befahrbarer 
Bereich
Gehweg
Hood Platz Hood Platz
Grünfläche mit 
Retentionsraum
Platz + 
Baumgruppen
Kita
Sitzgruppen 
+ Belichtung
Aneignungs-
fläche
Gewerbe 
oder Gastro 
im EG Treffpunkt
Kölner Büdchen. „Sie sind im gesamten 
Stadtgebiet zu finden und bieten meist 
ein breitgefasstes Spektrum an Waren 
(...). Laut einer Statistik der IHK Köln gibt 
es an die 1000 Kioske dieser Art. ”
„Fast jede*r Kölner*in hat ein eigenes 
Stamm- oder Lieblingsbüdchen. Und 
natürlich hat auch jeder Kiosk seinen 
ganz eigenen Charme. ”
Kreuzfelder Büdchen. Das Kreuzfel  der  
Büdchen soll ein fester Bestand  t eil  
der fünf Kreuzfelder Hoods sein. Es  
kann Anlaufpunkt für einen schnellen 
I
mbiss, die neueste Zeitung oder einen 
Plausch unter Nachbarn sein. 
Besitzt die Hood einen Gemeinschafts-
garten, so kann das Büdchen auch 
schon mal einen Ger
äteschuppen be-
sitzen. Findet in einer Hood der Wo -
chenmarkt statt, dann liegt das Büd -
chen gelegentlich inmitten der Stände.

Abb. 72: Übergeordnete Funktionen des Alluvialparks
76
2.2.6 Alluvialpark
Die Verbindung zu bestehenden Struktu -
ren wie der des Alluvialparks ist für die Ent -
wicklung des neuen Stadtteils von großer 
Bedeutung.
 Um Kreuzfeld an den beste -
henden Stadtteil Blumenberg anzubinden, 
wir
d die angrenzende Grünstruktur west -
lich von Blumenberg weitergedacht und 
als 
Teil des Freiraumnetzwerkes zwischen 
den neuen Nachbarschaften entwickelt. 
Neben der hohen Dichte an Bestandsbäumen und einer prägnanten  
Topografie sticht die S-Bahn-Station Blumenberg heraus, die in Zukunft 
zum Bindeglied von Freiraum und Stadt transformiert werden soll.
Der großflächige Baumbestand wird dabei 
unter dem Aspekt der Verkehrssicherungs-
  
pflicht gepflegt und als charakteristisches 
M
erkmal des Alluvialparks entwickelt. Auch 
Spiel- und Sportangebote sowie ein gut ver-
netztes Wegesystem werden ergänzt, sodass 
qualit
ative Freiräume entstehen, die gemein-
sam mit Wald und Topografie ein Bindeglied 
zwischen Blumenber
g und Kreuzfeld bilden.
Integrierte Planung

Abb. 73: Grundprinzipien Pflanzkonzept
77
Bei Neupflanzungen folgt Kreuzfeld einer 
übergeordneten Pflanzstrategie, die klima -
resiliente und heimische Pflanzen vorsieht. 
Der facettenreiche Freiraum von Kreuz -
feld integriert Baumpflanzungen flächen-
deckend im gesamten Areal des Quartiers. 
Dabei wird ortsspezifisch gepflanzt, so 
dass im Norden des neuen Stadtteils eine 
produktive Stadtlandschaft entsteht und 
in den südlichen Bereichen von Kreuzfeld 
dichtere Baumpflanzungen aus geeigne- 
ten Arten die Stadtlandschaft an bestehen-
de Waldstrukturen anbinden.
Für die Gestaltung und Strukturierung des 
Raumes können Bäume als lenkende Be-
pflanzung entlang wichtiger Wegstrukturen 
wie der Mercatorstraße oder auch als ein-
fassende Gruppen in weitläufigen Parkarea-
len gesetzt werden. In Städten haben Bäu-
me insbesondere im Bereich von Straßen  
2.2.7 Pflanzkonzept
keine Bepflanzung auf Bahntunnel 
bestehende Wald- und Gehölzstrukturen
Abstand zur Sportanlage
Sichtachsen
Legende
Integrierte Planung
Obstbaumwiesen und essbare 
Wälder als Bestandteil der pro-
duktiven Stadtnatur.

Abb. 74: Pflanzkonzept gesamt
78
und Verkehrswegen einen wichtigen küh-
lenden Effekt auf ihre Umgebung und spen-
den Schatten an heißen Sommertagen. Fer-
ner sind Bäume in bewohnten Gebieten als 
Nahrungsquelle und Lebensraum Bestand-
teil von Biotopen.
Als Bestandteil der Grünen Mitte werden 
aufgelockerte Baumpflanzungen geplant, 
die sich in Gruppen und als gemischte 
Wäldchen über das Landschaftsraster aus 
Wiesenflächen, Sport- und Spielangeboten 
sowie retentionsfähigen Flächen verteilen. 
Heimische und klimaresilientere Arten kön-
nen dabei einen Beitrag zu einem gesunden 
und nachhaltigen Aufbau der Landschaft 
leisten. Durch eine gezielte Pflanzung der 
Bäume werden Sichtachsen durch den Park 
und zwischen den Kreuzfelder Hoods ge-
formt, sodass die Größe des Parks durch 
Parkbepflanzung
lockere Baupflanzungen innerhalb der Hoods
Obstbäume
essbarer Wald
Hoodmitten
Wald
Legende

79
geplante Öffnungen im Raum erfahren wer-
den kann. Die freizuhaltende Abdeckung 
des S-Bahn-Tunnels wird nicht mit Bäumen 
bepflanzt, aber besonders behutsam in den 
Raum integriert. Entlang der kompakten 
Straßen wird bewusst auf eine durchgängi-
ge Bepflanzung verzichtet. Locker gesetzte 
Bäume innerhalb der Flexzonen begrünen 
den Straßenraum und brechen Hierarchien 
zwischen Verkehrsfläche und Stadtraum zu-
gunsten eines dörflichen Charakters auf. 
In den Hoodmitten wird die Bepflanzung 
verdichtet, sodass angenehme Grünräume 
mit geschütztem und anregendem Charak -
ter entstehen. Hier können sich typische 
Stadtbäume mit Ziergehölzen mischen. In 
den von urbaner Landwirtschaft gepräg-
ten Hoods können Obstbäume hinzukom-
men. Besonders wichtig ist ein größtmög-
licher Erhalt der Bestandsstrukturen. Im 
Alluvialpark beispielsweise wächst dichter 
Gehölzbestand, hier werden behutsame 
Pflegemaßnahmen zur Herstellung der Ver-
kehrssicherheit für die neuen Nutzungen 
vorgenommen. Das Wäldchen im Zentrum 
der Hood Eins wird möglichst auf die An-
forderungen seiner neuen Lage wie Sicher -
heit, Reduzierung von Angsträumen, Weg-
findung und Hood-Struktur abgestimmt. 
Für Anwohner*innen genauso wie für Besu-
cher*innen kann dieser bereits bestehen-
de Gehölzbestand am Eingang des Stadt -
teils zum Wahrzeichen von Köln-Kreuzfeld 
werden. Kreuzfeld kann und soll mit einem 
durchdachten und zukunftsgerechten Um-
gang mit Stadtbäumen begrünt werden. 
Hierfür wird es umso wichtiger sein, die 
städtische Entwicklung gemeinsam mit der 
des Freiraums zu denken und den stetigen 
Wandel und Wachstum dieser Räume als 
Chance zu verstehen.

Der gesamte Freiraum von Kreuzfeld wird 
zur Sport- und Spiellandschaft.
2.2.8 Sport - und Spiellandschaft
Abb. 75: Integrierte Sport- und Spiellandschaft
Sportangebot. 
Die Sport- und Spielangebote werden 
im Freiraum platziert, der die Kreuzfelder 
Hoods umschließt. Dabei bilden multifunk -
tionale Kleinspielfelder in der Grünen Mitte 
gemeinsame Cluster mit den zum Park aus-
gerichteten Schulstandorten. So können 
Synergien zwischen diesen Anlagen ent -
stehen und die gut erreichbaren Sportfel-
der können gleichzeitig angemessenen Ab-
stand zur Wohnbebauung halten. Direkt an 
die Kreuzfelder Hoods angegliedert verläuft 
Der Stadtteil Kreuzfeld folgt in seiner Ent -
wicklung auch dem Leitprinzip der gesunden 
Stadt. Entsprechend haben qualitätsvolle 
Sport- und Spielstätten in der Planung einen 
besonderen Wert. Es finden sich Angebote 
für unterschiedliche Altersgruppen und Be-
dürfnisse innerhalb der weitläufigen Stadt -
landschaft, die einfach und barrierefrei er -
reichbar sind. Auch hier wird die Verbindung 
nach Blumenberg durch die Aufwertung be-
stehender und die Entwicklung ergänzender 
Angebote im Alluvialpark gestärkt.
Sportflächen
Sportflächen SEK I
Sportflächen SEK Il
multifunktionale Kleinspielfelder
Sportanlage Nord
Hood-Loop-Weg
Bestehende Sportanlage
Basketballfeld
Spielflächen
Großspielplatz
Hoodspielplatz
Parkschulhöfe
Landschaftsspielplatz
Waldspielelemente
Integrierte Planung
Freiflächen
Wald
Wiesen
Produktive Landnutzung
Lärmschutz
Intensive Landnutzung
80

Abb. 76: Sport und Spiel integriert im Freiraum I 
Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
Abb. 77: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
Hoodmitten bietet jeweils ein großer Spiel-
platz Raum für die Kinder der Nachbar -
schaft, um gemeinsam in direkter Nähe 
der Wohnhäuser, Cafés und kleinen Ge-
schäfte zu toben. Damit ist eine besonders 
gute soziale Kontrolle und selbstständi-
ge Erreichbarkeit dieser sensiblen Be- 
reiche gewährleistet. Auch die wohnungs-
nahen Spielangebote für Kleinkinder auf den 
Baufeldern werden nach vorgeschriebenen 
Richtwerten eingeplant. Im Allgemeinen kön-
nen die Bewohner*innen Kreuzfelds auf eine 
breite Auswahl an Spielangeboten zugrei- 
fen, die thematisch und altersgerecht kon-
zipiert sind. Darunter fallen Kleinspielplätze 
für jüngere Kinder, Landschafts-, Sport- und 
Erlebnisspielplätze sowie eine an die Sport -
anlage Nord angegliederte Spielfläche mit 
Bewegungsangebot. Auch hier sind Bar -
rierefreiheit und Anfahrbarkeit mitgedacht 
(siehe hierzu auch Kapitel 2.5, Bildung, Ju-
gend, Sport, Kultur & Soziales, S. 146 ff.).
eine Lauf- und Radstrecke auf dem soge- 
nannten Hood-Loop-Weg. Entlang kleine-
rer Sportstationen und Rastplätze führt er 
an allen Nachbarschaften vorbei. Für die 
Bürger*innen erstrecken sich so 2,1 km  
Rad- und Laufstrecke, immer entlang der 
Grünen Mitte, ohne Pkw-Infrastrukturen 
zu kreuzen. Der gesamte Freiraum von 
Kreuzfeld wird damit in eine konzeptuel-
le Sport- und Spiellandschaft eingeglie- 
dert. Von Kreuzfeld aus knüpfen weitere 
Routen in das Umland an. Dazu gehört auch 
der Dresenhofweg, der als Radschnellver -
bindung in Richtung Roggendorf und Chor -
weiler entwickelt werden soll (siehe hierzu 
auch Kapitel 2.5, Bildung, Jugend, Sport, 
Kultur & Soziales, S. 146 ff.).
Spielangebot. 
Die vielfältigen Spielangebote sind, an-
ders als die Sportanlagen, auch im Innern 
der Kreuzfelder Hoods verortet. In den 
81

Abb. 78: Konzeptschnitt, Lärmschutz als Tribüne Abb. 79: Konzeptschnitt, Lärmschutz mit Gehölzpflanzungen 
Abb. 80: Konzeptschnitt, Sportanlage Nord und Spielplatz mit Bewegungsangeboten
Abb. 81: Konzeptschnitt, Sportanlage Nord mit Übergang zu Hood Drei
82
Sportfeld
Kampfbahn Typ C Lärmschutzwall Privates Grün
Wiesenfläche Spielplatz mit 
Bewegungs- 
angeboten
Lärmschutzwall Lärmschutz
Lärmschutzwall Lärmschutzwall
Gehölz- 
pflanzungen
Gehölzpflanzungen
Gehölzpflanzungen
Tribüne
Lauf-
bahn
Lauf-
bahn
Hood-
Loop-
Weg
Lauf-
bahn
Lauf-
bahnLauf-
bahn
Lauf-
bahn

KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
Abb. 82: Urbane Landwirtschaft
Abb. 83: Parks und Landschaft
Abb. 84: Hoodmitten
83
Urbane Landwirtschaft. 
Die produktive Landwirtschaft kann einen 
besonders vielseitigen und aktiven Stadtraum 
erzeugen: ein Mosaik aus Flächen, die sich 
gegenseitig positiv beeinflussen.
Parks und Landschaft. 
Die Grüne Mitte soll als Park unterschied-
liche Funktionen beherbergen und ist eine 
hervorragende Grundlage für eine integrati-
ve und individuelle Gestaltung.
Hoodmitten. 
Sie sind nicht einfach nur Zentrum des Quar -
tiers, sondern vielmehr charakteristische Orte 
für Begegnung, für Veranstaltungen und für 
individuelle Aneignung. 
Mit Köln-Kreuzfeld soll ein integrierter Stadtteil entstehen – ein
Modellprojekt. Damit haben wir die Chance und auch den  
Anspruch, uns von standardisierten Programmen zu lösen und  
individuelle Orte mit dem Charakter einer Woodhood zu schaffen.
Integrierte Planung
Abb. 85: Spielflächen
Spielflächen. 
Die Hoodmitte ist zentraler Treffpunkt,  sie  
konzentriert verschiedenste Angebote lokal  
und damit gut erreichbar im Zentrum der 
Nachbarschaften.

SCHÜTTELDIAGRAMME
SCHÜTTELDIAGRAMME
Abb. 86: Straßen und Wege
Abb. 87: Schulhöfe
Abb. 88: Flächen der Sportanlage Nord
84
Straßen und Wege. 
Mensch und Freiraum stehen in Köln-Kreuz-
feld im Vordergrund. Hier entstehen ange-
passte und individuelle Straßenquerschnit -
te, die das Quartier zuverlässig erschließen.
Schulhöfe. 
Eine Bildungslandschaft, die den Außen-
raum als wichtigen und gestaltbaren Raum 
mitdenkt, eröffnet neue Chance für gemein-
sames Lernen und Leben.
Sportflächen. 
Die standardisierte Sportanlage Nord für  
Schul- und Vereins- sowie Individualsport -
ler*innen wird ergänzt durch weitere in-
novative und integrierte Sportangebote.  
Diese können auch in Zukunft  weiter
-
gedach
t werden und die Freude an Bewe-
gung fördern.
Wasser. 
Ein wichtiges Thema, das von Beginn an 
mitgedacht und progressiv umgesetzt ei-
nen großen Wert für das neue Viertel Köln-
Kreuzfeld hat. Es muss ein Umgang mit 
klimatischen Herausforderungen wie etwa 
extremer Dürre gepaart mit Starkregener -
eignissen gefunden werden.
Abb. 89: Wasser

85
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Entwicklung der Landschaft in Kreuz -
feld erfolgt flexibel und adaptiv. Sie soll 
sich nicht nur resilient an bevorstehende  
klimatische Herausforderungen anpas-
sen, sondern vielmehr mit den neuen mul-
ticodierten Grünflächen das Klima der 
Kreuzfelder Hoods und der angrenzenden 
Nachbarschaften nachhaltig und positiv 
beeinflussen. Maßnahmen wie eine an den 
Klimawandel angepasste Bepflanzung oder 
Wasser als erlebbares Element bewirken zu-
sammen mit Schwammstadtprinzipien nicht 
nur ein angenehmes Mikroklima, sondern 
erzeugen auch ein Bewusstsein für dessen 
Relevanz. Notwendige Lärmschutzeinrich-
tungen lassen sich spielerisch und kreativ 
nutzen und sorgen dadurch nicht nur für ein 
gesünderes Wohnumfeld, sondern schaffen 
durch eine optimierte Nutzung auch mehr 
Lebensqualität (siehe hierzu auch Kapitel 
2.3, Klima, Umwelt und Energie, S. 88 ff.)
Ausblick. 
Die technische Masterplanung sieht für die 
weitere Entwicklung der Landschaft unter 
anderem die Integration des Regenwasser -
managementkonzepts in die Grünplanung 
vor. Hierbei werden die wassertechnischen 
Belange zusammen mit der bereits erarbei-
ten Landschaftsgestaltung sowie dem Städ-
tebau abgestimmt und auf dessen Funktions- 
tüchtigkeit überprüft. Dadurch sollen die 
multicodierten Grün- und Freiflächen zu ei-
ner blau-grünen Infrastruktur entwickelt und 
technisch plausibilisiert werden. Die Weiter-
entwicklung der vorhandenen Landschaft 
sowie die Integration von neuen Freiräumen 
sollen zukünftig die Entstehung eines Bio- 
topverbunds unterstützen. In den nächsten 
Schritten des Prozesses ist zu prüfen, mit 
welchen konkreten Maßnahmen dies ge-
sichert werden kann. Zudem erfolgt eine 
Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung der 
Planung. Weiterhin befasst sich der kom-
mende Prozess mit der vorhandenen na -
türlichen Topografie und den bestehenden 
Gehölzstrukturen. Hierbei soll die Planung 
auf diese Landschaftselemente abge- 
stimmt werden, sodass diese weitestge-
hend erhalten bleiben können.
2.2.9 Ausblick
Integrierte Planung

Abb. 90: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

2.3. Klima,  Umwelt und Energie
Integrierte Planung
Abb. 91: Energiekonzept für Kreuzfeld
Die drängendste Herausforderung heute und in den kommenden De-
kaden ist der Klimawandel. Der Planungs- und Baubranche kommt hier 
eine besondere Verantwortung zu. Entsprechend setzt die Stadt Köln 
bei der Entwicklung von Köln-Kreuzfeld im Themenfeld Umwelt auf 
einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. Vor dem Hintergrund 
der angestrebten Klimaneutralität Kölns bis 2035 ist es zwingend er-
forderlich, Wasser- und Energieversorgung sowie das Bauen zirkulär zu 
denken. Köln-Kreuzfeld steht beispielhaft für einen ökosystemischen 
Ansatz, der Resilienz, Biodiversität und Stadtklima von Beginn der Pla-
nungen an mitdenkt.
88

Das Kapitel „Umwelt” beleuchtet auf den 
nächsten Seiten Umweltaspekte und Nach-
haltigkeit in der Stadtentwicklung und be-
rücksichtigt dabei die Inhalte der „Kölner 
Perspektiven 2030+“ , insbesondere zu kli-
mawandelrelevanten Aspekten.. Es werden 
erste Aussagen zum Wasserhaushalt des 
Planungsgebiets gemacht, das Energie-
konzept für den Stadtteil vorgestellt und 
die CO
2-Bilanz erläutert. Zudem werden 
Prinzipien der Zirkularität erörtert und erste 
Empfehlungen zu Baumaterialien gegeben. 
Im Sinne eines umfassenden Erkenntnisge-
winns empfiehlt sich zuvor die Lektüre des 
Kapitels 2.2 „Freiraum” . 
Öffentlicher Raum und Freiflächen sind da -
bei möglichst so konzipiert und gestaltet, 
dass sie im Sinne eines ganzjährig angeneh-
men Mikroklimas auch an heißen Sommerta-
gen Aufenthaltsqualitäten bieten. Prinzipien 
der Schwammstadt sind auf allen Maßstä -
ben integriert, sodass Starkregenereignisse 
keine Überlastung der Kanalisation verursa-
chen. Ein maßgeschneidertes Energiekon-
zept, dass fortwährend an die Bedürfnisse 
des Stadtteils angepasst wird und lokale er-
neuerbare Energiequellen sowie energieeffi- 
ziente Technologien kombiniert, kann zur 
Reduzierung des CO
2-Ausstoßes beitragen 
und schafft damit beste Voraussetzungen für 
einen klimaneutralen Betrieb des Quartiers. 
Auch bei der Auswahl von Baumaterialien 
soll künftig auf eine Minderung der sog. grau-
en Energie konsequent geachtet werden.
Die Entwicklung der einzelnen 
Hoods erfolgt unter der Prämisse 
der möglichst flächensparenden 
Siedlungs- und Wohnforment-
wicklung, Suffizienz ist eines der 
Leitprinzipien.
89

Integrierte Planung
Abb. 92: Waldgebiete als Puffer oder zur Abkühlung durch Wind
90
2.3.1 S tadtklima und Nachhaltigkeit
Mikroklima. 
Bei der Entwicklung Kreuzfelds werden  
zuvor landwirtschaftlich genutzte Flächen 
durch bebaute Gebiete ersetzt, die im Som -
mer eine hohe Wärmebelastung verursachen 
k
önnen. Daher ist es von entscheidender Be-
deutung, dass kühle Luftströme bis in jede 
H
ood gelangen. Die Luftströme im Sommer 
kommen aus Südsüdost, während die ganz -
jährig vorherrschenden Winde aus Nordwest 
k
ommen. Folgende Maßnahmen können die 
Sommerhitze reduzieren und ein kühlendes 
Mikroklima schaffen:
Gebäudestruktur und -ausrichtung werden berücksichtigt, um eine 
gute Durchlüftung der Innenbereiche der einzelnen Hoods zu ge-
währleisten. Dabei finden Verschattungen, Windströme und andere 
mikroklimatische Aspekte gleiche Beachtung.

Abb. 93: Lücken in der Baumbepflanzung lassen kühle 
Luft in den Park eindringen
Abb. 94: Dichtes Grün im Herzen jeder Kreuzfelder 
Hood
91
1. Strategische Baumpflanzungen. 
Der Erhalt und die Ausweitung von Be-
standsgrün (insbesondere im Südwesten 
von  Hood Vier und im Südosten von Hood 
Zwei) sollen kalte Westwinde im Winter ab-
puffern und zusammen mit der Ausweitung 
von Wassereinzugsgebieten im Südosten 
von Hood Zwei kühle Westwinde ermögli-
chen (Abb. 92).
2. Begrünung von Hoodmitten. 
Dichtes Grün, ausgedehnte Baumpflanzun-
gen und gestaffelte Baumgruppen, durch-
lässige Oberflächen und Wasserelemente 
im Kern jeder Hood können die lokalen Luft-
ströme kühlen und für ein angenehmes Mik-
roklima sorgen (Abb. 93).
3. Geringe Versiegelungsanteile. 
Die Grundstücke in Köln-Kreuzfeld sollen 
möglichst geringe Versiegelungsanteile auf-
weisen (Abb. 94).
4. Nachbarschaftsstraßen. 
Sie verlaufen meist in Nord-Süd-Richtung 
und verbinden jede Hoodmitte mit einem 
Park oder Ackerland, auf diese Weise sollen 
sie die Luftzirkulation von der Hood in das 
Umland fördern (Abb. 95).
5. Grüne Dächer. 
Möglichst viele Dächer in Kreuzfeld werden 
extensiv oder intensiv begrünt und ggf. mit 
weiteren Dachnutzungen kombiniert (Multi- 
codierung, Abb. 96).
Im Rahmen der  technischen Masterplanung 
sollten Gebäudeblöcke, Dachlinien und Hö-
hen hinsichtlich mikroklimatischer Aspekte 
weiter untersucht werden. Dabei werden  
weitere Maßnahmen, die der Entstehung von 
Hitzeinseln entgegenwirken mitgedacht.  
Studien zu mikroklimatischen Aspekten  
werden im weiteren Verlauf der Planungen  
erarbeitet. 
Woodhood integriert strukturelle 
Kalt- und Frischluftschneisen,  
die langfristig ein angenehmes  
Stadtklima sichern.

Abb. 95: Grüne Nachbarschaftsstraßen mit durch-
lässigen Oberflächen 
Abb. 96: Möglichst hoher Anteil Gründächer
92

Abb. 97: Dachbegrünung  bei 50 % Auslastung
93
Fassaden und Gebäudebegrünung. 
Die Fassaden- und Dachbegrünung besitzt 
nicht nur eine klimarelevante Bedeutung für 
Gebäude, sondern wirkt sich auch positiv 
auf das Mikroklima der umliegenden Frei-
räume aus. Verschattung, Luftreinigung, 
Kühlung und Durchlüftung spielen im Stadt-
klima eine wichtige Rolle und werden durch 
eine gezielte Begrünung gefördert. Dieses 
Konzept unterstützt nicht nur die Idee einer 
gesunden Stadt, sondern greift auch ökolo-
gische und ästhetische Aspekte auf. Art und 
Umfang von Fassaden- und Dachbegrü-
nung werden im weiteren Planungsprozess 
konkretisiert.
Fassaden. 
Die Fassadenbegrünung kann auf mehreren 
Ebenen Einfluss auf Gestaltung und Funkti-
onsweise der Hoods nehmen. Die platzspa -
rende Konstruktion von Grünfassaden kann 
auf einer vergleichsweise großen Fläche zur 
Umweltverbesserung beitragen, indem sie 
etwa durch Dämmung und Kühlung der Fas-
sade wärmeregulierend wirkt. Auch Lärm- 
und lokale Feinstaubbelastungen können 
durch grüne Fassaden gemindert werden. 
Dieselben Effekte wirken sich positiv auf die 
Kostenbilanz von Gebäuden aus. Neben der 
Minderung von Emissionen ergeben sich 
auch eine Vielzahl an positiven Zugewinnen 
Die Grünräume bilden ein vernetztes Biotopsystem und schaffen 
neue Habitate für Fauna und Flora. Der Baum- und Strauchbestand 
wird im Rahmen der Entwicklung, wo immer möglich, erhalten.
Biodiversität

Abb. 98: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
94
wie etwa die Möglichkeit einer verbesserten 
Durchlüftung und niedrigeren CO 2-Bilanz 
des jeweiligen Gebäudes.
Fassadenbegrünung fördert die Biodiversität 
in Städten, indem sie Lebensräume für Pflan-
zen und Tiere schafft. Die Vielfalt der Pflan -
zenarten zieht verschiedene Insekten und 
V
ögel an und unterstützt die Artenvielfalt. So 
trägt Fassadenbegrünung zur ökologischen 
Resilienz bei, indem sie das Gleichgewicht 
in städtischen Ökosystemen aufrechterhält 
und Umweltbelastungen mildert.
Gründächer. 
Die Dachflächen von Wohngebäuden kön-
nen durch Begrünung für die Hausgemein-
schaft nutzbar gemacht werden. Dabei sind 
Flächen wie Terrassen mit intensiver Dach-
begrünung in Form von Dachgärten kombi-
nierbar. Auch Kombinationen mit Photovol-
taikanlagen bieten Synergieeffekte und sind 
vorrangig zu verfolgen. 
Gründächer sind Bestandteil des Regen-
wasserkonzepts (siehe hierzu auch Kapitel 
2.3.2, Umgang mit Wasser, S. 98 ff.) und sol-
len teilweise auch als Retentionsdächer fun-
gieren. Dabei wird anfallendes Regenwasser 
durch einen angepassten Dachaufbau zu-
rückgehalten und kann dann natürlich ver -
dunsten. Überschüssiges Regenwasser wird 
so zeitverzögert und gedrosselt in die Ent -
wässerungsanlage eingeleitet. Neben der 
Entlastung des Kanalisationssystems hat 
dies zeitgleich auch einen positiven Effekt 
auf das lokale Mikroklima.
Dachbegrünungen wirken sich  
positiv auf das Mikroklima aus  
und erweitern den Lebensraum  
für Flora und Fauna.

Abb. 99: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
95

Abb. 100: Kohlenstoff-Emmissionen-Bauphase der Straßen per Hood
Zirkularität und CO2-Bilanz
voltaik-Paneelen, ein kaltes Nahwärmenetz 
und die Sammlung von Regenwasser für die 
Sekundärnutzung konzentriert.
Der Wasserkreislauf ist auf lokaler Ebene 
durch natürliche und ökologische Systeme 
teilweise geschlossen. Der Wasserverbrauch 
wird durch die Nutzung des verfügbaren Re-
genwassers für die lokale Bewässerung und 
die Toiletten begrenzt. Dies spiegelt sich in 
der Infrastruktur auf Gebäudeebene (z. B. 
wassersparende Geräte, Regenwassertanks 
in Gärten) und in der zentralen Infrastruktur 
(z. B. Anschluss an Wasserwerke und Ab-
wasserwärme im Energiesystem) wieder.
Kohlenstoffbilanz. 
Eine der zentralen Ambitionen für die Ent -
wicklung von Kreuzfeld ist die Minimierung 
der Umweltbelastung, insbesondere vor dem  
Woodhood entsteht mit und aus den Wäl-
dern. Die Verwendung nachhaltiger Bauma-
terialien ist für den neuen Stadtteil von großer 
Bedeutung. In erster Linie sollen erneuerba-
re Materialien wie Holz verwendet werden, 
und die Synergie mit den Stoff-, Wasser- und 
Energiekreisläufen der Umgebung ist bei-
spielhaft für einen ökosystemischen Ansa
tz.
In Woodhood kann ein grünes urbanes 
Zentrum entstehen, das ein gesundes und 
nachhaltiges Leben für sich und seine Um-
gebung fördert. Bauen mit Holz reduziert die 
CO
2-Belastung und führt zu leichten Gebäu-
den, weniger gebundenen Emissionen und 
Kohlenstoffspeicherung. Gleichzeitig tragen 
Waldbereiche dazu bei, das Quartier klimare-
sistent zu machen. Lokale Energiekreisläufe 
werden geschlossen, indem man sich auf die 
Erzeugung erneuerbarer Energie mit Photo-
Woodhood entsteht mit und aus den Wäldern – regionale und CO2-
neutrale Baustoffe kommen zum Einsatz. 
Straßen außerhalb
18,6 %
Hood Eins
20,7 %
Blumenberg
5,9 %
Hood Zwei
14,9 %
Hood Fünf
14,7 %
Hood Vier
15,8 %
Hood Drei
9,4 %
96

Hintergrund der drohenden Klimakatastro-
phe und der Bedeutung von CO 2-Emissio-
nen. Durch die Erstellung einer Kohlenstoff-
bilanz möglichst früh im Planungsprozess 
können die Auswirkungen der bisher er -
griffenen Maßnahmen zur CO
2-Reduktion 
quantifiziert und die Notwendigkeit weite-
rer Maßnahmen festgestellt werden. CO
2-
Emissionen entstehen sowohl während  
der Bauphase durch die Emissionen, die 
durch Materialien und Bauprozessen im ge-
samten Lebenszyklus von Gebäuden und 
Infrastruktur erzeugt werden, als auch wäh-
rend der Nutzungsphase. Daher analysie-
ren wir die CO
2-Emissionen sowohl für die 
Bau- als auch für die Nutzungsphase, um  
die wichtigsten Chancen zur weiteren Redu-
zierung von CO
2-Emissionen aufzuzeigen.
Kohlenstoffbilanz im Straßenbau pro Hood. 
In Abbildung 100 ist die Verteilung der mit  
dem Bau von Straßen verbundenen CO 2-
Emissionen dargestellt. Hood Eins trägt da -
bei mit 2.641 Tonnen CO2 den größten Anteil 
bei. Die Straßen in Hood Zwei bis Fünf tragen 
jeweils zwischen 9,4 % und 15,8 % zum CO
2-
Ausstoß bei. Die neuen Straßen in Blumenberg 
Lokale Stoff- und Energiekreisläufe 
werden in Bezug auf Material
-
wirtscha
ft, Wasser, Energie,  
Ver- und Entsorgung implementiert, 
Abfall wird minimiert. 
führen zu 747 Tonnen CO2. Straßen zwischen 
den Hoods haben einen Anteil von 18,6 %  
am CO2-Ausstoß mit 2.372 Tonnen CO2.
Empfehlungen. 
Die Ergebnisse dieser Analyse können ver -
wendet werden, um Entscheidungen in der  
technischen Masterplanung hinsichtlich ihres 
Ein
flusses auf den CO 2-Ausstoß zu verglei-
chen. Zum Beispiel kann durch den Einsatz von  
entsprechenden Baumaterialien – auch im 
S
traßenbau – der CO 2-Ausstoß in der Bau-
phase weiter reduziert werden. Die vorlie-
genden Ergebnisse zeigen, dass während der  
Nutzungsphase der größte CO
2-Ausstoß 
durch die Stromversorgung verursacht wird. 
Dies betont die Relevanz von Photo
 v
ol
 t
aik 
als einen der wichtigsten Bausteine für das 
Energiesystem und die Notwendigkeit, Ener-
gieeffizienz von Gebäuden zu priorisieren.
Abb. 101: Zirkularität
Regenerierung natürlicher  
Systeme durch eine Konzentration 
auf die Erhöhung der biologischen 
Vielfalt und die Erweiterung be-
stehender natürlicher Qualitäten.
Ressourcen recyceln über einen 
Schwerpunkt auf Design für  
Trennung recycelter Materialien.
Verringerung der CO
2-Emmissionen
durch Konzentration auf passives Design 
und iterative LCA-Berechnungen.
97

Integrierte Planung
Abb. 102: De Boel Dachgarten 
I Karres en Brands
Abb. 103: Urban water storage I Karres 
en Brands 
Abb. 104: Statens Museum, CPH I Karres 
en Brands
98
2.3.2 U mgang mit Wasser
Regenwassermanagement. 
Kreuzfeld wird mit einem Regenwasserma -
nagementkonzept entwickelt, das ein ganz -
heitliches Entwässerungssystem integriert. 
D
ie bestehende Topografie bildet den Aus-
gangspunkt für das Regenwassermanage -
ment. Der Bahndamm fungiert als Kammlinie 
und 
unterteilt Kreuzfeld in zwei Wasserein-
zugsgebiete, von denen eines nach Nord -
westen und Nordosten und das andere nach 
Süden 
und Osten entwässert, hierbei stellt 
Das Wasser wird, soweit möglich, vor Ort 
zurückgehalten, natürlich gefiltert und wie-
derverwendet, wobei Überläufe entlang der 
v
orhandenen Topografie zu überflutbaren 
Sportplätzen und Tiefpunkten in der Land -
schaft umgeleitet werden. 
D
achflächen und urbane Plätze sind nach 
dem Schwammstadtprinzip zusätzliche 
Flächen für den Wasserrückhalt und haben 
außerdem eine kühlende Funktion. 
Wasser wird in Kreuzfeld als multifunktionales und ästhetisch  
anspruchsvolles Element begriffen und im Sinne des Schwamm-
stadtprinzips integriert. 
Dachbegrünung, 
lokale Speicherung und 
Wiederverwendung zur 
Bewässerung
blau-grüne Lösungen in 
Straßen
Wasserplätze oder 
Speicher in öffentlichen 
Grünanlagen
Gebäude Straßenzüge städtische 
Wasserspeicherung

99
der Alluvialpark ein wichtiges Rückhaltege-  
biet dar. Übergeordnete Strategie ist es, die 
Wasserspeicherung und Versickerung auf dem  
Gelände zu maximieren und die Ableitung in 
die Regenwasserkanäle zu minimieren. 
Folgende Maßnahmen sind für Kreuzfeld 
vorgesehen:
1. H oher Anteil an begrünten Dächern zum 
Auffangen und Speichern von Regen -
wasser sowie eine Verlangsamung des 
W
asserabflusses und Nutzung als pas -
sive Bewässerung.
2. R ückhaltung, Speicherung und Nutzbar -
machung des anfallenden Regenwas-
sers für die Bewässerung privater oder 
gemeinschaftlicher Grünflächen.
3. M aximierung permeabler Ober  flächen  
einschließlich durchlässiger Bürger s
teige. 
Daneben werden ein hoher Anteil an  
durchlässigen Flächen und die Verwen -
dung von Alternativen zu versiegelten 
Flächen im öffentlichen Raum angestrebt.
4. D as Regenwasser soll durch eine lokale 
blau-grüne Infrastruktur in Kreuzfeld 
organisiert werden, zum Beispiel durch 
zusammenhängende Mulden und Senk -
en oder naturnahe Retentionsbecken.
5. Z usätzlich soll der Überlauf zu Park -
dr
ainagen und Speicherbecken naturnah 
abgewickelt werden. Dies schafft neben 
der ästhetischen Aufwertung auch einen 
Mehrwert als passive Bewässerung, Was-
serfilterung und -speicherung und sorgt 
für
 ein angenehmes lokales Mikroklima.
6. Der  Überlauf aus Landschaftsspeichern 
soll nur in getrennte Regenwasserinfra -
strukturen geführt werden.
7. Eine 
Ableitung von Regenwasser in 
Abwasserkanäle ist nur in begründeten 
Ausnahmefällen vorzusehen.
Abb. 105: Quirijn Park, Tilburg I 
Karres en Brands
Abb. 106: Quirijn Park, Tilburg I 
Karres en Brands
Abb. 107: Bosrijk, Eindhoven I Karres en Brands
Wasserleitungen in der 
Landschaft
Wasserspeicherung 
in der Landschaft
Regenwasser und 
Abwässer
Infiltration und  
zusätzlicher Charakter
Versickerung, Speicherung 
und Lebensraum in den Er-
holungslandschaften
Überlauf nur in die 
städtische Infrastruktur

Abb. 108: Grundlegendes Wasserhaushaltsmodell
100
Legende
Speicherflächen
Entwässerungsleitungen
Blau-grüne Lösungen
Speicherflächen Quartiersplätze
Permeable Straßen
Das Wasserhaushaltsmodell sieht eine 
maximale Nutzung der zuvor beschriebe-
nen Maßnahmen vor, um die Belastung der 
Regenwasserinfrastruktur zu minimieren. 
Nachfolgend findet sich ein Überblick der 
Maßnahmen, die in Kreuzfeld zur Pufferung 
und Rückhaltung von Niederschlägen auf 
dem Gelände eingesetzt werden können. 
 › 60 mm Speicher  auf 25 % Dächern
 › Cir
ca ein Drittel des Bodenbelags der 
Nachbarschaftsstraßen permeabel
 › Blau-grüne L
ösungen auf der Straße,  
ca. 1.000 m x 1 m breit (0,10 m tief)
 › Speicherflächen Quartier
splätze, ca.  
2.500 – 3.000 m² (maximal 0,4m tief)
 › V
orgeschlagene  
Entwässerungsleitungen Kreuzfeld,  
ca. 8.000 m² (maximal 0,5 m tief)
 › P
otenzielle Speicherflächen,  
ca. 9.000 m² (maximal 0,6 m tief)
Wasserbilanz

101
Abb. 109: Wasserhaushaltsmodell mit zusätzlichen Maßnahmen 
Legende
Speicherflächen Sportfelder
Speicherflächen Blumenberg
Entwässerungsleitung
Neue Verbindungen
Permeable Straßen
Zusätzliche infrastrukturelle Maßnahmen 
könnten eingesetzt werden, um die Wasser-
menge in den Stauräumen und damit die 
Wassertiefe zu reduzieren:
1.
 Zis
ternen als Speicher unter den nördli-
chen Sportfeldern könnten ein wesentli-
ches Reservoir zur Wasserspeicherung 
sein und gleichzeitig zur Bewässerung 
der angrenzenden Park- und Nutzflächen 
dienen.
2.
 M
it einer potenziellen Speicherfläche 
der Sportfelder (ca. 9.075 m²) von 0,5 m 
Tiefe könnte die Einstautiefe in Kreuzfeld 
um 20 cm reduziert werden.
3.
  Der  Alluvialpark hat bereits die Funk -
tion einer Retentionsfläche und Ver -
sickerungsanlage mit großer Kapazität 
und geringem Abfluss. Eine Verknüp-
fung des Wassermanagementsystems in 
Kreuzfeld mit den Retentionsflächen des 
Alluvialparks könnte durch zwei neue 
Rohrleitungen unterhalb der Mercator -
straße die Einstautiefe in den Reten-
tionsflächen in Kreuzfeld weiter um etwa 
10 cm reduzieren.

102
an der Station Kurt-Weill-Weg eine Nieder -
schlagsmenge von maximal 67 mm/Stunde 
gemessen.
 Aufgrund dieser Daten gehen wir 
bei der vorliegenden Analyse davon aus, dass 
Kreuzfeld ein Starkregenereignis von minimal 
60 mm/Stunde ohne Schaden an Gebäuden 
oder Infrastruktur verarbeiten können muss.
Abflussbeiwert. 
Verschiedene Typen von Oberflächen leiten 
Wasser auf verschiedene Weise ab. Regen, 
der auf eine asphaltierte Strasse fällt, läuft 
zu 90 % ab. Bei einem Wald hingegen laufen 
nur 15 % des gefallenen Niederschlages ab; 
85 % versickern im Wald. In dieser Analyse  
werden die unten angegebenen Abflussbei
-
werte verwendet. Es wird nicht davon aus -
gegangen,
 dass das Kanalsystem als Speicher 
verfügbar ist. Das gefallene Regenwasser soll 
also im Gebiet durch Optionen auf Gebäude- 
und Gebietsniveau gespeichert werden.
Wasserbilanz. 
Die Anzahl der Tage mit extremen Nieder -
schlägen hat sich im Vergleich zu 1950 
inzwischen 
verdoppelt. Dies ist auf eine 
Erhöhung der Durchschnittstemperatur zu-
rückzuführen. Wenn die Temperatur steigt,  
verdunstet mehr Wasser, was zu mehr Re -
gen führt. Bei einem Temperaturanstieg 
v
on einem Grad erhöht sich die Nieder -
schlagsmenge pr
o Stunde während der  
extremsten Schauer um 14 %. Die Tempe -
ratur wird bis 2050 um 1 bis 2,3 Grad stei -
gen, je nachdem, wie gut es gelingen wird, 
T
reib
 hausgase zu r
eduzieren. Perspektivisch 
werden Starkregenereignisse zunehmen. 
Die Kombination aus urbaner Verdichtung 
und Antizipation des Klimawandels stellt die 
Stadt Köln vor eine komplexe Aufgabe. 
Die hier aufgestellte Wasserbilanz ist ein 
wichtiger Schritt, um auf die Effektivität der 
durch das Planungsteam vorgeschlagenen 
Interventionen für die Klimafolgenanpas-
sung hinzuweisen. Sie bildet zusätzlich eine 
erste Orientierung für essenzielle Entschei-
dungen hinsichtlich der Zukunftssicherheit 
von Kreuzfeld, zum Beispiel auf welche Nie- 
derschlagsmenge die Gebäude und der öf -
fentliche Raum ausgerichtet sein müssen. 
Die Wasserbilanz zeigt für jede Hood auf, 
wie viel Abfluss bei einer bestimmten Men-
ge an Niederschlag stattfindet. Mittels der 
Wasserbilanz wird eingeschätzt, inwiefern 
die vorgeschlagenen Wasserspeicher aus-
reichend sind und an welche zusätzlichen 
Maßnahmen gedacht werden kann.
Niederschlagsmenge. 
Für die Niederschlagsmenge wird ein Mit -
telwert eines 100-jährlichen Starkregener -
eignisses und des Extremereignisses vom 
1
4.07.2021 angenommen. Ein 100-jährliches 
Starkregenereignis in Köln umfasst einen Nie-
derschlag von 53 mm/Stunde, auf Basis der 
D
aten der KOSTRA-DWD 2010R Regenrei -
hen, Spalte 11, Zeile 55. Am 14.07.2021 wurde 
Retentionsflächen sind flexibel 
erweiterbar und können temporär 
auch für andere Nutzungen  
freigegeben werden.
Gebäude/Dächer: 0,7
Straßen (Asphalt): 0,8
Straßen (Ziegel): 0,6
Straßen (Beton): 0,8
Grün (Wald): 0,15
Grün (Land): 0,15
Grün (Park): 0,15
* Ü bernommen aus dem  
Investorenleitfaden von StEB
Abflussbeiwert*

103
„ Ziel einer  Wasserbilanz für einen 
neuen Stadtteil ist die ganzheit-
liche Betrachtung, die Identifizie-
rung effizienter Maßnahmen  
zur Wassernutzung, -speicherung 
und -reduzierung. ”

Abb. 110: Systemschnitt Energie- & Wärmeversorgung Köln-Kreuzfeld
104
2.3.3 E nergie- und Wärmeversorgung
Für die Entwicklung von Köln-Kreuzfeld sind ehrgeizige Ziele  
in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieversorgung gesetzt. 
Um diese Ziele zu erreichen, wurden die Möglichkeiten für das 
Energiesystem bereits im Rahmen der Integrierten Planung ana-
lysiert. Vier potenzielle Energieversorgungskonzepte wurden 
erstellt und bewertet. Eigens dazu wurde ein Kriterienkatalog 
entwickelt, der Nachhaltigkeit, Platzbedarf, technische Machbar-
keit und lokale Integration berücksichtigt.
Integrierte Planung

105
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Kalte Nahwärme. Bei einem   kal -
t
en Nahwärmenetz werden  ver -
schie
 
dene Wärmequellen mitei-
nander verbunden. Grundwasser 
des Wasserwerks Weiler hat für 
Kreuzfeld das meiste Potenzial.
Fernwärme. Ein Anschluss von 
Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Er-
weiterung möglich.
Wasserstoff. In Kreuzfeld produ-
zierter oder importierter Wasser -
stoff kann verwendet werden, um 
Strom und Wärme zu produzieren.
Luftwärmepumpen. Luftwärme-
pumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft für das Heizen  
von Wohnungen einzusetzen.
Photovoltaik. Der wichtigste Bau-
stein für die Stromproduktion ist 
Photovoltaik. Photovoltaik wird mit 
einem Energiemanagementsystem 
und Stromspeichern für eine hohe 
Eigenversorgung kombiniert.
Energieversorgungskonzepte
Welche Optionen werden untersucht?

106
Nahwärmenetze sind daher nicht auf Hoch-
temperaturquellen wie sogenannte Ener -
gy-from-Waste-Anlagen angewiesen, die in 
einer Kreislaufwirtschaft idealerweise aus-
laufen würden.
Im lokalen Netz der Hoods wird unter Beach-
tung des Trinkwasserschutzgebietes war -
mes oder kaltes Grundwasser hochgepumpt. 
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von 
agrothermischen Kollektoren, die dem Erd-
reich in 1,5 – 2 m Tiefe Wärme entziehen. 
Das Nachbarschaftsnetz wird durch ansons-
ten schwer nutzbare Niedertemperatur-Wär-
mequellen in der Umgebung von Woodhood 
gespeist, wie z. B. das Wasserwerk Weiler  
(5 – 10 °C) und die Abwasserwärme der Klär-
anlage Langel (10 – 20 °C). Die niedrigen Be-
triebstemperaturen verringern die Verluste 
des Netzes, insbesondere in den Sommer -
monaten, wenn der Wärmebedarf gering ist. 
Das System eignet sich aufgrund seiner 
Modularität gut für eine Erweiterung in 
Richtung Blumenberg. Die Flexibilität eines 
kalten Nahwärmenetzes bedeutet, dass sai-
sonale Schwankungen durch den Anschluss 
verschiedener zusätzlicher Wärmequellen 
ausgeglichen werden können und eine regi-
onale Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung 
vorhandener (Ab-)Wärme aus z. B. Wasser -
werken, Kläranlagen oder industrieller Ab-
wärme erreicht werden kann.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden auf 
lokaler Ebene eingesetzt, sodass die Nutzer 
auch als Prosumer auftreten können, indem 
sie Kälte oder Wärme in das Netz einspeisen. 
Die Wärme wird saisonal gespeichert und 
der unterschiedliche Bedarf der verschiede-
nen Funktionen ermöglicht einen Ausgleich 
zwischen Heiz- und Kühlbedarf.
Energiekonzept. 
Die Kombination von verschiedenen Bau-
steinen für das Energiesystem führt zu vier 
verschiedenen Wärmeversorgungskonzep-
ten, welche jeweils durch ein allgemeines 
Stromversorgungskonzept ergänzt werden.
Mittels Untersuchungen, Unterlagen von 
vorherigen Workshops und Interviews mit 
Vertreter*innen lokaler Interessengruppen 
wurden vier optionale Energiekonzepte für 
Kreuzfeld erarbeitet. Die Konzepte unter -
scheiden sich je nach Wärmequelle. Zu-
sätzlich wurde ein allgemeines Stromver -
sorgungskonzept skizziert, welches je nach 
Wärmeversorgungskonzept unterschiedli-
che Kapazitäten benötigt.
Wärmeversorgung. 
Neben intelligenter Elektrizität setzt Wood-
hood auch auf ein intelligentes Heizsystem. 
Durch den Aufbau eines kalten Nahwärme- 
netzes, das mit niedrigen Temperaturen für 
jede Hood separat arbeitet, wird die Effizienz 
optimiert und die Einbindung einer (wach-
senden) Anzahl von erneuerbaren Wärme-
quellen ermöglicht. Ein kaltes Nahwärmenetz 
ist für Woodhood besonders geeignet, da es 
innerhalb der Hoods verschiedene Funk- 
tionen gibt (Wohnhäuser, Schulen, Gewerbe 
usw.), die sowohl Wärme als auch Kälte be-
nötigen. Das Netz ermöglicht einen Energie-
ausgleich im Laufe der Zeit und den Wärme-
austausch zwischen diesen Funktionen. 
Durch die Kombination verschiedener Wär -
mequellen kann die Versorgung in Richtung 
einer Kreislaufwirtschaft entwickelt werden. 
Da kalte Wärmenetze modular aufgebaut 
werden können, lassen sich beim schritt -
weisen Ausbau des Netzes auch neue er -
neuerbare Wärmequellen integrieren. Kalte 
Wärmeversorgung

107
Das für Kreuzfeld entwickelte 
Energiekonzept ist flexibel und 
adaptiv anpassbar und kann so 
künftig erstellte Fachgutachten 
und neue, innovative T echnologien 
berücksichtigen.
LT 15-20
Niedrige 
Temperatur
Mittlere 
Temperatur
MT 40-80
Grundwasser-Wärme 
(Wasserwerk Weiler )
Erdwärmekollektor
Abwasserwärme
ATES (Aquifer 
thermal 
energy 
storage)
Eisspeicher 
TTES: Tank 
Thermal 
Energy 
Storage
PTES: Pit 
Thermal 
Energy 
Storage
Elektrolyse Wasserst
Abwärme
Industrielle Abwärme 
(Chempark Dormagen)
P roduktion
 Speicherung
 Verbrauch
Wasser-Wasser 
Wärmepumpen
Wärmequellen Abstand
Wasserwerk Weiler 1.500  m
Abwasserwärme Kanalsystem 150 m
Klärwerk Langel 3.500 m 
Erdwärmekollektor 300 m 
Chempark Dormagen 4.000 m 
Wasserst rolyse 4.000 m 
Rhein 3.700 m 
Erdwärme- 
kollektor
Wasserwerk 
Weiler Abwasserwärme 
Kanalsys em t
Klärwerk
Langel 
RheinKREUZFELD
Chempark
Dormagen
assers
Elekt olyse
W
r
t
Wärmequellen Abstand
Wasserwerk Weiler 1.500  m
Abwasserwärme Kanalsystem 150 m
Klärwerk Langel 3.500 m 
Erdwärmekollektor 300 m 
Chempark Dormagen 4.000 m 
Wasserst rolyse 4.000 m 
Rhein 3.700 m 
Erdwärme- 
kollektor
Wasserwerk 
Weiler Abwasserwärme 
Kanalsys em t
Klärwerk
Langel 
RheinKREUZFELD
Chempark
Dormagen
assers
Elekt olyse
W
r
t
Abb. 111: Prinzipskizze kalte Nahwärme
Abb. 112: Abstand Wärmequellen

Abb. 113: Potenzialstandorte Photovoltaik
108
effizien t
es und nachhaltiges Versorgungs-
system mit geringen Verlusten, aber hoher 
Qualität und Sicherheit realisiert. Es verrin-
gert die Umweltauswirkungen der Strom-
versorgung durch das Erhöhen der Effizienz. 
Zusätzlich verbessert es Systemzuverläs-
sigkeit, Qualität und Versorgungssicherheit. 
Die Kommunikation zwischen den verschie-
denen Akteuren im Energiesystem wird 
durch den Einsatz von Sensoren ermöglicht.
Batteriespeicher können eingesetzt werden, 
um den in Kreuzfeld erzeugten Strom zu 
speichern und ihn zu einem späteren Zeit -
punkt zu nutzen. Durch z. B. Elektromobili-
tät und Wärmepumpen sind die Nachfrage 
Photovoltaik. 
Photovoltaikanlagen sollen die wichtigsten  
Bausteine des Stromversorgungskonzepts in  
Kreuzfeld werden. Das Ziel ist, so viel Strom -
bedarf
 wie möglich mittels Photovoltaik  
abzudecken. Die Photovoltaikanlagen können  
bestmöglich auf Dächern integriert werden.  
Ihre Stromversorgung ist abhängig von ver -
schiedenen Faktoren wie Wetter, Ausrichtung  
und Jahreszeiten, darum werden sie durch 
T
echnologien wie ein Energiemanagement -
system und Batteriespeicher unterstützt.
Energiemanagementsystem und Stromnetz.
Durch den Einsatz eines intelligenten 
Stromnetzes, dass das Verhalten aller ver -
bundenen Nutzer integrieren kann, wird ein 
Photovoltaikanlagen
weitere Potenzialflächen
Legende
Photovoltaikanlagen werden in Köln-Kreuzfeld mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern kombiniert 
für eine hohe Eigenversorgung.
Stromversorgung

109
und der Druck auf das Stromnetz hoch. Der 
Batteriespeicher kann auch genutzt werden, 
um bei hoher Nachfrage Stromlastspitzen 
zu verringern. Sie können pro Haushalt aber 
auch gemeinschaftlich integriert werden.
Stromverbrauch. 
Der Strom wird in Wohnungen verbraucht, 
z. B. beim Kochen mit Induktion, durch LED-
Lampen, durch Apparate wie Kühlschränke 
und Waschmaschinen und für den Heiz -
bedarf. Auch Nutzgebäude verbrauchen 
Strom für Heizung und Beleuchtung. Die zu-
nehmende Elektrifizierung der Automobili-
tät trägt ebenfalls zu einem zunehmenden 
Strombedarf bei. Dies trifft auch auf einige 
der vorgestellten Wärmeversorgungskon-
zepte zu; der Einsatz von Wärmepumpen 
etwa erhöht den Strombedarf.
Empfehlungen. 
Die Ergebnisse der Anwendung des zum 
Zwecke der Evaluation erstellten Kriterien-
katalogs auf die verschiedenen Energiever -
sorgungskonzepte wurden im Energiekon-
zept dargestellt und zusammengefasst. Das 
Konzept der kalten Nahwärme wurde unter 
dem Kriterium Nachhaltigkeit am besten 
bewertet. Um zu einer eindeutigen Auswer -
tung und letztlich der Entscheidung für ein 
Energiekonzept zu kommen, muss die Be-
wertung im Rahmen der  technischen Mas-
terplanung vertieft werden. Ein wichtiger 
nächster Schritt für die Wahl der Konzepte 
ist eine Bewertung basierend auf Betriebs- 
und Investitionskosten sowie Kapazitäten.
 
Abb. 114: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 115: New Aarch, Aarhus I ADEPT

Abb. 116: Volksbank Bargteheide
110
Volksbank Bargteheide. 
Der Neubau einer Volksbank in Bargteheide  
steht unter dem Motto „Reduce, Reuse,  
Regenerate” – und setzt damit als oberstes 
Ziel einen minimalen CO
2-Fußabdruck des 
Gebäudes. Eine optimierte Gebäudehülle, 
modulare Holzbauweise und demontierba -
res Design sind nur einige der den Entwurf 
auszeichnenden Merkmale. Die Gestaltung 
der Freiräume ermöglicht biologische Viel-
falt und integriert Bestandsvegetation. 
2.3.4 Klimager echte Stadtentwicklung
Klimaadaptive Stadtlandschaften sind im Hinblick  
auf zukünftige Entwicklungen unerlässlich und werden in 
Kreuzfeld zu einem Grundbaustein der Planung.
Abb. 117: Volksbank Bargteheide
Gründach Grüne Fassade
Trockenheits-
resistente Arten
Bodenbedeckende
Kräuter
Stärkung der vorhandenen
grünen Masse
Einheimische Bäume
und Sträucher
Wasserdurchlässiges
Pflaster auf dem Weg
Vielfältige Biotope
Regenwasser-
managementschleife
Schattentolerante
Arten
Durchlässige
Parkfläche
Biotope mit
saisonalem Wechsel
Mischung aus Laub- und
immergrünen Bäumen und Sträuchern
Sonnenschutz
Dynamisches Gründach
Integrierte Planung
Feuchtbiotop

Abb. 118: Klimastadt Middelfart: Hybrid aus Aktivitätspark und Wasserrückhaltebecken I ADEPT 
Abb. 119: Klimastadt Middelfart I ADEPT
111
Klimastadt Middelfart. 
Das visionäre Pilotprojekt in der dänischen 
Küstenstadt Middelfart adressiert die Effek
-
t
e des Klimawandels. Dabei stellt es die 
Wechselwirkungen zwischen Grünräumen, 
nachhaltiger Stadtentwicklung und Klima -
anpassung in den Mittelpunkt. Steigende 
Niederschlagsmengen werden als gestal
-
t
erisches Potenzial des Elements Wasser 
gesehen und freiraumplanerisch integriert.

112
Flexibilität und Adaptivität. 
Bei der Entwicklung Kölns sind die bestehen-
den gesamtstädtischen Programme als Leit-
faden zu berücksichtigen. Vor allem das Ziel 
der Klimaneutralität bis 2035 sowie Strate-
gien zu Biodiversität, Arten- und Insekten-
schutz bieten wichtige Orientierungshilfen. 
Für Köln-Kreuzfeld sind mit Blick auf die am-
bitionierten Ziele zuverlässige Standards für 
alle an der Umsetzung und letztlich am Bau 
beteiligten Akteur*innen erforderlich. Als 
gemeinsame Basis wird eine Zertifizierung 
nach eigenem Standard oder nach etablier -
ten Standards wie der DGNB empfohlen. 
Neuanpflanzungen und Erweiterungen der 
vorhandenen Vegetation werden mithilfe 
von Pflanzen erfolgen, die an das sich wan-
delnde Klima und die städtische Umgebung 
angepasst sind. Eine umfangreiche Vielfalt 
an Arten und eine hohe Biodiversität tragen 
maßgeblich zu Stabilität, Leistungsfähigkeit 
und Produktivität des Ökosystems in Köln-
Kreuzfeld bei.
 
Im Rahmen von Forschungs- und Pilotpro-
jekten (z. B. der TH Köln) könnten auch heute 
noch nich
t etablierte oder marktreife Baustof-
fe beziehungsweise wenig etablierte Techno-
logien zum Einsatz kommen. Energie- und 
V
ersorgungskonzepte müssen entsprechend 
der technologischen Weiterentwicklungen 
und Förderbedingungen angepasst werden, 
um Betriebskosten für Mieter zu optimieren 
und einen klimaneutralen Betrieb zu ermög-
lichen. Das gewonnene Know-how kann zu-
dem als Mehrwert in zukünftige Entwick -
lungsprojekte in Köln übertragen werden.
Ausblick. 
Im Zuge der  technischen Masterplanung 
werden eine Vertiefung des Regenwasserma-
nagementkonzepts sowie die Erstellung einer 
W
asserbilanz für das Gesamtareal Kreuzfeld 
vorangetrieben. Zusätzlich werden mehrere 
mikroskalige Klimasimulationen durchge-
führt, die Temperatur, Windgeschwindigkeit 
und bioklima
tische Kenngrößen untersuchen. 
Auf Ebene der Bauleitplanung wird dazu eine 
Prüfung und Auswertung von Optimierungs-
möglichkeiten durchgeführt, die dann im An-
schluss auch die potenziellen mikroklimati-
schen Auswirkungen auf den angrenzenden 
S
tadtteil Blumenberg überprüfen kann.
Das Energiekonzept und dessen Empfeh -
lungen sollen weiterentwickelt und vertieft 
w
erden. Neben einer Modellierung des zu er-
wartenden Energiebedarfs und der Energie-
produktion ist eine Kostenschätzung für das 
be
vorzugte Konzept in Bezug auf Investitio -
nen und Betriebskosten unabdinglich. Hierfür 
is
t in den weiteren Schritten auch zu prüfen, 
welche Förderprogramme bereits bestehen 
und für Kreuzfeld beantragt werden können. 
Es ist wichtig, weiterführende Untersuchun-
gen zu Synergien zwischen Energiesystemen, 
Gebäudek
onstruktionen und der natürlichen 
Umgebung durchzuführen, um klimaanpas-
sungsbezogene Maßnahmen zu entwickeln. 
Eine de
taillierte Planung der Versorgungsin-
frastruktur und eine enge Zusammenarbeit 
mit den r
elevanten Ämtern und Behörden 
sind von zentraler Bedeutung für die weitere 
Entwicklung.
2.3.5 Ausblick
Integrierte Planung

„ Das städtebaulich-freiraum-
planerische Gesamtkonzept 
berücksichtigt Umwelt-
ein
flüsse und sich ändernde 
Voraussetzungen in der  
Entwicklung von Beginn an. ”
113

Abb. 120: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

116
2.4. M obilität und Verkehr
Ziel ist es, Mobilitätsgewohnheiten, die sonst  
nur in der Innenstadt anzutreffen sind, auch  
am Stadtrand zu ermöglichen. Dabei sollen 
die Mobilitätsangebote für alle Menschen, 
auch in der Umgebung, nutzbar und attrak -
tiv sein. Insbesondere der Fuß- und Radver-
kehr stehen dabei im Fokus, sei es zwischen 
den einzelnen Hoods oder auf dem Weg von 
und zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ein leistungsfähiger und verlässlicher öf -
fentlicher Verkehr ist das Rückgrat der An-
bindung Köln-Kreuzfelds an das restliche 
Stadtgebiet und umliegende Orte. Da die 
Zukunft trotz aller Bemühungen nur be-
dingt vorhersehbar ist, sind alle Strukturen 
flexibel auf die Bedarfe von übermorgen an-
passbar.
Auf den folgenden Seiten wird das Mobilitäts-
konzept Köln-Kreuzfelds dargestellt. Es um-
fasst die innere Erschließung sowie Aspekte 
der
 äußeren Anbindung mit Auto, Bus und  
Bahn, Fahrrad und zu Fuß. Der ruhende  
Verkehr wird umfassend beleuchtet und neu  
interpretiert, um die Erwartungen an den  
Raum zu erfüllen. Mobilstationen als Stadt -
baus
teine mit Magnetwirkung, attraktive  
öffentliche Räume und zukunftsfähige Kon -
zeptionen von Straßenquerschnitten führen 
zu einer
 effizienteren Flächennutzung.
Die Rolle der S-Bahn-Station Blumenberg 
als Katalysator der Stadtentwicklung und 
Eingangstor zu Köln-Kreuzfeld / Blumenberg 
wird in Kapitel 3.2, Lupenraum S-Bahn-Sta -
tion vertieft betrachtet. 
Im neuen Stadtteil Köln-Kreuzfeld stehen Mobilität und Verkehr im 
Zeichen von Klimaneutralität, Ressourcenschonung, Energieeffi-
zienz, sozialer Durchmischung und Gesundheitsförderung. Das Ziel: 
den Menschen in den Mittelpunkt stellen sowie nachhaltige Mobili
-
t
ät für Bewohner*innen, Beschäftigte, Schüler*innen und Besu-
cher*innen generieren. Die neuen Strukturen werden eng mit dem 
angrenzenden Stadtteil Blumenberg verknüpft, um neue Qualitäten 
zu schaffen und einen Mehrwert für die bereits ansässige Blumen-
berger Bevölkerung sowie die nach Kreuzfeld ziehenden Menschen 
zu generieren. Das Mobilitätskonzept basiert auf einem robusten 
Erschließungssystem und beinhaltet zahlreiche Innovationen, ins-
besondere im Bereich der Nahmobilität und des ruhenden Verkehrs. 
Integrierte Planung

117
Fuß- und Radverkehr stehen in  
den Kreuzfelder Hoods im Fokus.  
Ein niedriger Anteil des Pkw-Ver-
kehrs für Köln-Kreuzfeld wird durch  
ein intelligentes, zukunftsfähiges  
Mobilitätskonzept erreicht.
Abb. 121: Verkehrskonzeption
Mobilstation
S-Bahn-Linie
Innerer Hood Loop
Nachbarschaftsstraße
Äußerer Hood Loop
Fuß- und Radwegnetz
aktuell geplante Bushaltestelle
Hood Loop mit äußerer Straßenanbindung
Radschnellverbindung Dresenhofweg
Sport Loop
Legende
Infos zum Verkehrskonzept
Sieben Mobilstationen bieten Zugang zu 
Mobilitätsangeboten und ca. 1.500 Pkw-
Stellplätzen. Ca. 12.000 Fahrradstell-
plätze in den Hoods  und ca. 800 Bike 
& Ride-Plätze ermöglichen den Umstieg 
zwischen Rad und S-Bahn
Sieben barrierefreie neue Bushaltestelle 
sind aktuell geplant und eine barrierefreie  
S-Bahn-Station 
Zwei Logistikhubs für den Umschlag von 
Waren, Paketen und als Lagerfläche
Ein weitgehend vom Kfz-Verkehr getrenn-
t
es Netz für den Fuß- und Radverkehr bie-
tet eine attraktive und sichere Infrastruktur
Der Dreesenhofweg wird als Hauptachse 
für den Radverkehr erhalten und soll als 
Radschnellverbindung nach Roggendorf, 
Worringen bzw. Chorweiler und weiter in 
Richtung Innenstadt entwickelt werden
Die Infrastruktur ist flexibel und adaptiv 
geplant und kann über die Zeit einfach 
umgenutzt werden

118
Ein separates Wegenetz für den Fuß- und 
Radverkehr umschließt die Hoods und ver -
bindet sie miteinander. Dadurch entsteht 
ein vom Kfz-Verkehr getrenntes Fuß- und 
Radwegenetz durch die Grüne Mitte, das die 
Wohngebiete mit den Schulen, den zentra -
len Funktionen in Hood Eins und insbeson-
dere mit dem S-Bahnhof verbindet. 
Der Mobility-Loop erschließt die fünf Kreuz-
felder Hoods und bindet sie an das umliegen-
de Straßennetz an. Er verbindet Köln-Kreuz-
feld im Osten mit der Mercatorstraße und 
im Norden mit dem Blumenbergsweg.  Der 
Mobility-Loop ist für den Kfz-Verkehr und  
den Busverkehr mit Gelenkbussen  befahr
-
bar
. Entlang des Loops sind in den Mobil-
stationen zentralisierte Stellplatzanlagen für  
die Bewohner*innen und Besucher*innen 
angeordnet. Die Querung des S-Bahn-Tun-
nels zwischen Hood Vier und Hood Fünf ist  
dem Bus-, Fuß- und Radverkehr vorbehalten. 
Der innere Hood-Loop dient der internen  Er-
schließung der Hoods. Es handelt sich um Ein-
bahnstraßen mit Öffnung für den Radverkehr 
in Gegenrichtung. Sie werden in erster Linie 
für die Ver- und Entsorgung sowie von Hand-
werkern und Pflegediensten befahren. Entlang 
des inneren Hood-Loops befinden sich für die-
se Verkehre zahlreiche Haltemöglichkeiten. 
Die maximale Distanz von den Lieferzonen zu 
den Grundstücken beträgt 75 bis 100 m.
Die Nachbarschaftsstraßen stellen die Er -
schließung der einzelnen Grundstücke sicher.  
Die Befahrbarkeit für Feuerwehr und Ret -
tungsdienste ist gewährleistet. Die Zufahrt ist  
im Falle eines Umzugs oder der Lieferung 
sch
werer und großer Sendungen möglich. 
2.4.1 Erschließung
Die Erschließung und Anbindung sowie der öffentliche Raum und die 
Verkehrsangebote sollen für alle Menschen sicher und komfortabel 
sein. Gemäß der Vision einer lebendigen und klimafreundlichen Stadt 
sind Straßen für den Menschen und das Fahrrad konzipiert. Alternati-
ven zum Autobesitz wie das Autoteilen stehen im Vordergrund.
Integrierte Planung
Die Nachbarschaftsstraßen sind 
für den motorisierten Verkehr 
gesperrt und dienen vorrangig 
dem Fuß- und Radverkehr. 
Zwischen Kreuzfeld und Blu-
menberg entsteht unter Einbe-
ziehung des S-Bahnhofs eine 
Ost-West-Achse für Fuß- und 
Radverkehr.
In Nord-Süd-Richtung verläuft  
eine Radschnellverbindung auf 
dem Dresenhofweg.

119
Die Radschnellverbindung soll nach Roggen-
dorf, Worringen bzw. Chorweiler und weiter 
in Richtung Innenstadt entwickelt werden 
und ist an mehreren Stellen mit dem Radwe-
genetz verknüpft. Von dem erweiterten Rad-
wegenetz profitieren somit alle nördlichen 
Stadtteile. An der Kreuzung Mobility-Loop /  
Dresenhofweg ist eine sichere und bevor -
rechtigte Führung für den Radverkehr zu 
erstellen. Ziel des autoarmen Quartiers 
Kreuzfeld ist es, dass Bewohner*innen und 
Besucher*innen bevorzugt den öffentlichen 
Nahverkehr nutzen, Fahrrad fahren oder zu 
Fuß gehen. 
Um die Anzahl der Autos im Quartier zu 
reduzieren, werden sieben zentrale Ab-
stellanlagen geschaffen. Die Mobilsta -
tionen befinden sich in der Regel am An-
fang der Hoods und sollen verhindern, 
dass Autos weit in die Hoods hineinfahren. 
Das Parken auf dem eigenen Grundstück 
ist nicht möglich. So entsteht ein siche-
res, ruhiges und vom Autoverkehr weit-  
gehend unbelastetes Wohnumfeld. Im Stra-
ßenraum selbst sind nur Behindertenpark -
plätze, Ladezonen sowie temporäre Stell-
plätze für den Hol- und Bringverkehr im 
Umfeld von Schulen, Kindertagesstätten 
sowie für Pflegedienste und Handwerker 
vorgesehen.
Zwischen Hood Vier und Fünf soll Durch-
gangsverkehr unterbunden werden. Emp
-
f
oh
 len wir
d, dass dieser Abschnitt aus-
schließlich für den Busverkehr, den 
nicht-motorisierten Verkehr und Einsatz -
fahrzeuge befahrbar ist. Die angestrebte  
Höchstgeschwindigkeit in Kreuzfeld beträgt  
30 km/h. Um die Rechts-vor-Links-Rege
-
lung aufzuheben und die 
Verlustzeiten  
für den Busverkehr zu minimieren, werden  
im weiteren Planungsprozess mögliche Lö-
sungen geprüft und erarbeitet. Eine Mög-
lichkeit könnten abgesenkte Bordsteine 
sein.
Dabei müssen die Vorteile des autoarmen 
Quartiers für Gesundheit, Umwelt und Le -
bensqualität herausgestellt werden. Bei der 
V
ergabe von Grundstücken an Projektent -
wickler und Investoren sind Vereinbarungen  
hinsichtlich der späteren Vermarktung als 
aut
oarmes Wohnquartier abzuschließen.
Blumenbergsweg. 
Der Blumenbergsweg (L 43) verläuft in Ost-
West-Richtung zwischen Neusser Landstra-
ße (B 9) und Bruchstraße. Es ist geplant, die 
bestehende Straße zu ertüchtigen und ab 
Bruchstraße nach Westen bis zur Anschluss-
stelle Köln Worringen (BAB A 57 / L 183) zu 
verlängern. Außerdem sind Rad- und Fußver-
kehrsanlagen geplant. Die Straßentrasse liegt  
am nördlichen Rand des Betrachtungsberei-
ches der Integrierten Planung. Im Rahmen 
der technischen Masterplanung sind Abstim-
mungen und Verwaltungsvereinbarungen mit  
dem Land (Straßenbaulastträger  L 43) durch-
zuführen und abzuschließen. Nach Klärung 
der organisatorischen Projekt
 s
trukturen und  
der Finanzierung können dann die Vergaben   
der externen Ingenieur- und sonstiger techni-
scher
 Dienstleistungen (Planungen, Gutach-
ten etc.)  erfolgen. Im Rahmen dieser Arbeits-
schritte wird die Politik eingebunden. Nach 
Abschluss der Entwurfsplanung wird das  
Planfeststellungsverfahren bei der Bezirks -
regierung Köln eingeleitet und durchgeführt, 
nach 
dessen Abschluss die Ausführungspla-
nung, die Bauvorbereitung und schließlich 
der
 Ausbau erfolgen. Alle Schritte werden von 
einer Projektkommunikation begleitet.
Um die Akzeptanz des Konzepts 
bei den künftigen Bewohner*in-
nen zu erhöhen, sollten früh
-
z
eitig Informationskampagnen 
und  Be
 
ratungsangebote gestar-
tet werden.

Mobility-Loop  
zwischen den Hoods
(ca. 13 m)
Dresenhofweg
PKW / Rad /ÖV 
(ca. 13 m)
Nachbarschaftsstraße
(ca. 3,5 m
 –
 5 m
)
Innerer Hood-Loop
für Anlieferung,  
Ver- und Entsorgung  
(ca. 8,5 m)
Separates Netz für 
den Fuß- und  
Radverkehr durch 
die Grüne Mitte
Mobility-Loop in 
den Hoods 
(ca. 14 m)
Dresenhofweg
Fußgänger-/Radschnellweg 
(ca. 9,25 m)
Äußerer 
Hood-Loop
(ca. 3,5 m - 5,5 m)
Abb. 122: Netzhierarchie mit zwei weitgehend getrennten Netzen für den Kfz-Verkehr 
sowie den Fuß- und Radverkehr. Angabe zu Straßenbreiten sind konzeptionell.
120
Mischverkehr (Kfz, Bus, Rad)
Fuß- und Radverkehr, Kfz-Verkehr 
in bestimmten Fällen (Umzug, o. ä.)
Fuß- und Radverkehr
Legende

Abb. 123: Fußverkehrsnetz
121
2.4.2 Rad- und F ußverkehr
Es soll möglich sein, alle Ziele über vom 
Kfz-Verkehr getrennte Rad- und Fußwege  
zu erreichen, um ein Höchstmaß an Kom-
fort und Sicherheit für alle Altersgruppen zu  
gewährleisten. Dies ist insbesondere für die  
Schulwege wichtig. Es wird empfohlen,  
die Hauptwege in der Grünen Mitte zu  
asphaltieren und zu beleuchten, wobei  
eine innovative insektenfreundliche Be-
leuchtungstechnik eingesetzt werden sollte,  
um Lichtverschmutzung zu vermeiden.
Eine Ost-West-Achse verbindet die Hoods 
im Westen mit dem S-Bahnhof und führt 
weiter nach Blumenberg. Alle Hoods sollen  
Die Stadt der kurzen Wege, die Idee der 15-Minuten-Stadt und  
des Stadtteils für alle prägen den Entwurf. Das Mobilitätskonzept 
wird aus den Bewegungsströmen gedacht und fortentwickelt.
möglichst direkte Wege zum  S-Bahn -
ho
f sowie zu den Einkaufsmöglichkeiten  
und sozialen Einrichtungen in Hood Eins  
haben. Die genaue Führung und Aus-
gestaltung der Ost-West-Radachse wird  
gemeinsam mit der Grünen Mitte und den 
Bildungs- und Freizeiteinrichtungen detail
-
liert geplan
t. 
Auf dem Dresenhofweg verläuft teilweise  
in Kombination mit dem Busverkehr in Nord- 
Süd-Richtung eine Radschnellverbindung 
mit begleit
endem Gehweg. Dort, wo die Rad
-
schnellv
erbindung das Straßennetz kreuzt, 
wird der Radverkehr bevorrechtigt geführt.  
Legende
Promenade
Erschließungswege
Aufenthaltsbereiche
Ost-West-Verbindung
S-Bahnhaltestelle  
Köln-Blumenberg
Integrierte Planung

Abb. 124: Radverkehrsnetz
122
Auf Achsen mit hohem Rad- oder Fußver -
kehrsaufkommen werden beide Verkehrs-
arten separiert geführt, um alle Anforderun-
gen der Barrierefreiheit zu erfüllen.
Innerhalb der Hoods steht dem Fuß- und 
Radverkehr ein weitgehend vom Kfz-Ver -
kehr unabhängiges Netz zur Verfügung. 
Die Nachbarschaftsstraßen und der innere 
Hood-Loop sind für den allgemeinen Kfz-
Verkehr gesperrt und dürfen nur im Ausnah-
mefall befahren werden. Über die Quartiers-
plätze bestehen direkte Verbindungen auf 
die andere Hoodseite.
Entlang der inneren Hood-Loops gibt es 
breite Gehwege, der Radverkehr kann die 
Einbahnstraßen in Gegenrichtung nutzen. 
Aufgrund des zentralen Parkens von Pkw 
in Sammelgaragen und der Notwendigkeit 
einer speziellen Erlaubnis werden diese nur 
schwach befahren. Empfohlen wird, den in-
neren
  H
ood-Loop nicht als Mischverkehrs
-
fläche zu ges
talten. Der Straßenraum soll 
vertraute und wichtige Orientierungsmög-
lichkeiten erhalten.
Die äußere Ringerschließung um die Hoods 
verknüpft die Bebauung mit dem Grünraum. 
Von dort aus sind die zentralen Achsen er -
reichbar. Um einen attraktiven Bewegungs-
raum für Kinder zu schaffen, sie zur Bewe-
gung anzuregen und ihr Selbstbewusstsein 
zu fördern, sind zahlreiche Spiel- und Sport-
Legende
Radschnellverbindung Dresenhofweg
Hauptradnetz
Gemeinsame Geh- und Radwege
Ost-West-Verbindung

123
möglichkeiten in das Fuß- und Radwegenetz 
integriert. 
Entlang der Hauptachsen und des äuße-
ren Hood- Loops um die Grüne Mitte wer -
den der Rad- und Fußverkehr getrennt. Die 
Zweirich
 tungsr
adwege und Gehwege haben 
eine Breite von jeweils mindestens 3,0 m. Die 
Trennung von Rad- und Gehwegen erfolgt 
optisch und taktil durch mindestens 30 cm 
breite Begrenzungsstreifen. Querungsstellen  
sind gesichert und umfassend barrierefrei 
ausge
 bilde
t. Empfohlen wird, Querungen  
des Radwegenetzes mit dem Straßennetz  
durch rote Einfärbung zu kennzeichnen. Zur 
barriere 
 fr
eien Nutzung des Netzes für Fuß -
gänger*innen und Radfahrer*innen ist ein  
durchgängiges Blindenleitsystem integriert.  
Für den Querungsbereich werden sowohl  
für blinde und sehbehinderte Menschen als 
auch für
 Rollstuhl- und Rollatorbenutzer*innen 
im weiteren Planungsprozess barrierefreie Lö-
sungen erarbeitet. Zur Erhöhung des Komforts 
w
erden – wo entwässerungstechnisch mög -
lich – für Radwege nahtlose Übergänge (As -
phalt auf Asphalt, ohne Rinne oder Bordstein) 
v
orgesehen.

200-Meter-Radius
um die Haltestellen
Im Zweirichtungsverkehr  
mit Gelenkbussen 
befahrbares Netz
200 m
Potenzielle Lage einer 
barrierefreien Haltestelle
Abb. 125: Das mit Gelenkbussen befahrbare Straßennetz mit potenziellen Haltestellen und Haltestelleneinzugsbereichen
2.4.3 ÖPNV  – Bus & S-Bahn
Das flächendeckend ausgebaute Netz aus Bus & S-Bahn integriert 
den Stadtteil in das ÖPNV-Netz Kölns. Das Pendeln aus und nach 
Woodhood Kreuzfeld verläuft unkompliziert.
Integrierte Planung
124

Im Einrichtungsverkehr 
mit Gelenkbussen 
befahrbares Netz
S-Bahnhof
Das Rückgrat des anspruchsvollen Mobilitäs-
konzepts für  Kreuzfeld ist ein zuverlässiger  
und attraktiver öffentlicher Nahverkehr. Der  
künftige 10-Minuten-Takt der S-Bahn-Linien  
S10 und S11 zwischen Köln-Worringen und 
der Innenstadt ist Basis für eine nachhaltige  
Verkehrsentwicklung für den gesamten Köl
-
ner
 Norden. Gleichzeitig ist er eine Grund-
voraussetzung für den Erfolg des Stadtteils.  
Der S-Bahnhof spielt als Kreuzfelder Ein-
gangstor und als Bindeglied zwischen Kreuz-
feld und Blumenberg eine wichtige Rolle.
Der Busverkehr dient der barrierefreien 
Anbindung der westlichen Hoods an die S-
Bahn, der Verbindung zwischen Blumenberg 
und Kreuzfeld, der Anbindung Kreuzfelds an  
die umliegenden und abseits der S-Bahn 
gelegenen Wohn- und Arbeitsgebiete sowie 
als Rückfallebene nach Chorweiler. Dort be-
steht im Sinne eines resilienten Verkehrs-
systems Anschluss an das Stadtbahnnetz.
Die Busanbindung erfolgt über den Mobi-
lity-Loop, der durchgängig für Gelenkbus-
se befahrbar ist. Um einen barrierefreien 
Ein- und Ausstieg zu gewährleisten, sind 
an den Haltestellen durchgängig Borde 
mit einer Mindesthöhe von 18 cm vorzu- 
se
 hen.
 Bei der Anordnung der Haltestellen 
ist auf eine gute Anfahrbarkeit zu achten. Die 
Bushaltestellen werden, abweichend von  
den Empfehlungen des Nahverkehrsplans  
für den Außenbereich (400 m), in einem  
engmaschigen Erschließungs  radius von 
200 m angestrebt. Im Haltestellenbereich 
ist eine ausrei
 
chen
 
de Gehwegbreite von  
5,00 m wich  tig.
 Der Busverkehr soll tags-
über durchgehend im 10-Minuten-Takt ver-
kehren, um eine hohe Taktfrequenz und 
damit eine hohe Attraktivität für die Bewoh-
ner*innen zu gewährleisten. Dabei ist auch 
die Vielzahl an Schulen im Stadtteil zu be-
rücksichtigen. Es ist wichtig, Kreuzfeld früh-
zeitig in die Neukonzeption des Busverkehrs 
im Kölner Norden einzubeziehen.
Neben den Haltestellen für den allgemeinen 
Busverkehr sind auch barrierefreie Haltestel-
len für Sonderverkehre wie den Schwimm -
bus vorzusehen. Darüber hinaus ist zu prüfen,  
ob zur besseren Erschließung von Kreuzfeld 
und 
Blumenberg ein Bedarfs v
erkehr mit ma-
nuellen oder perspektivisch automatisierten 
Shuttle-F
ahrzeugen einge
 rich
tet werden 
kann. Die flexibel einsetzbaren, barrierefreien 
Fahrzeuge können ins
 besonder
e ältere Men-
schen unterstützen und in Rand- und Neben-
zeiten eine Verbindung zum Beispiel nach 
Chorw
eiler ermöglichen. 
125

Abb. 126: Mobility-Loop mit beidseitiger Bebauung Abb. 127: Mobility-Loop entlang der Hoodmitten
126
2.4.4 Straßenquerschnitte
Integrierte Planung

127
Der Mobility-Loop ist die Haupterschließung 
des Quartiers und der einzelnen Hoods, er 
bindet diese an Mercatorstraße und Dre-
senhofweg an und ist durchgängig mit Ge-
lenkbussen befahrbar. Entlang des Mobili-
ty-Loops in den Hoods haben die Gehwege 
eine Breite von durchgängig mindestens 
2,5 m. Bei erhöhtem Fußverkehrsaufkom-
men, einer aktiven Erdgeschosszone und in 
Bereichen mit Gastronomie weitet sich der 
Gehweg unter Inanspruchnahme des Multi-
funktionsstreifens auf 5,0 m aus. Die Zwei
-
rich
tungsfahrbahn wird im Regelfall von ei-
nem Multifunktionsstreifen auf der von der  
Hoodmitte abgewandten Seite begleitet. 
Dieser kann je nach Bedarf unterschiedlich 
als Fahrradabstellanlage, Tiefbeet oder an-
dere grüne wasserdurchlässige Elemente, 
als Hol- und Bringzone für den Schüler*in-
nenverkehr, Behindertenparkplatz oder als 
Gehwegaufweitung ausgebildet werden. Auf 
Seite der Hoodmitte wird ein nahtloser  
Übergang zwischen Straßenraum und Platz  
geschaffen. Fußgänger*innen steht somit  
Abb. 128: Mobility-Loop zwischen den Hoods Abb. 129: Mobility-Loop mit Radschnellverbindung

Abb. 130: Der innere Hood-Loop
128
eine breite und attraktive Bewegungs-
fläche zur Verfügung. Bei Einbauten oder 
anderen Hindernissen auf der Hoodmitte  
ist dennoch jederzeit eine Gehwegbreite 
von mindestens 2,5 m garantiert. Das regel
-
widrige 
Befahren des Platzes durch Pkw 
wird durch die Ausgestaltung der Hoodmit -
ten unterbunden.
 
Zwischen den Hoods kann der Multifunk -
tionsstreifen entfallen. Der innenliegende 
Gehweg weitet sich als bedeutendes Ele-
ment des Schulwegenetzes auf 3,5 m aus 
und wird von einem Zweirichtungsradweg 
Abb. 131: Der innere Hood-Loop

129
begleitet. Im Fahrbahnbereich werden ge-
schwindigkeitsdämpfende Elemente ein
-
gebaut.
 Der Querungsbereich mit der Rad-
schnellverbindung wird für den Radverkehr 
niveaugleich ausgeführt.
Der innere Hood-Loop als interne Erschlie
-
ßung is
t untergeordneter und gestalterischer  
Teil der Hoodmitte. Der befahrbare Teil des 
inneren Hoods-Loops wird als Einbahn-
straße mit Öffnung für den Radverkehr in 
Gegenrichtung ausgeführt. Er ist für Anliefe-
rungen und Entsorgungen gedacht.
Der Übergang in die Hoodmitte ist fließend. 
Bei der Straßenraumgestaltung werden 
die Anforderungen an die Barrierefreiheit  
durch eine lineare Anordnung der Ver -
kehrselemente erfüllt. Auf die Ausgestal-
tung als verkehrsberuhigter Bereich wird 
bewusst verzichtet. Bei einer beidseitigen 
Bebauung durch eine Kita beträgt die Geh-
wegbreite mindestens 2,50 m. Das regel
-
mäßige Be
fahren der Nachbarschafts- 
er schließung mit K
fz ist nicht vorgesehen. 
Die Nachbarschaftsstraßen dürfen jedoch 
im Zuge eines Umzugs o. ä. befahren wer -
den – hierfür ist eine entsprechende Ge-
nehmigung nötig. Die konkrete Umsetzung 
dieses Verfahrens wird im weiteren Pla -
nungsprozess geprüft. Der 3,50 m breite Er-
schließungsweg und die 2,50 m breiten Auf-
weitungen lassen auch beim Beladen eines 
Umzugs-Lkws ausreichend Restbreite für 
den Fuß- und Radverkehr.
Der innere Hood-Loop als Erschlie-
ßung ist untergeordneter und gestal-
terischer T eil der Hoodmitten. Der 
befahrbare T eil des Loops wird als 
Einbahnstraße mit Öffnung für den 
Radverkehr in Gegenrichtung aus-
geführt. Er ist für die Anlieferung und 
die Entsorgung gedacht. 
Abb. 132: Die Nachbarschaftsstraße

Abb. 133: Der Dresenhofweg als Haupterschließung 
aus Richtung Norden (Blumenbergsweg)
Abb. 134: Der Dresenhofweg als Radschnellver-
bindung durch die Grüne Mitte
130
Der Dresenhofweg. 
Der Dresenhofweg – teilweise in Kombi-
nation mit dem Busverkehr – wird gemäß 
dem Standard für Radschnellverbindungen 
als hochwertige Radverbindung mit beglei-
tendem Gehweg errichtet. An den Kreu-
zungen der Radschnellverbindung mit dem  
Mobility-Loop hat der Radverkehr Vorrang. 
An der südlichen Querung werden Fuß- 
und Rad
 v
erkehr gemeinsam geführt, an der 
nördlichen Querung wird die Radschnell-
verbindung verschwenkt und verläuft abge-
setzt entlang des äußeren Hood-Loops von 
Hood Vier.

131
With seating With play/sport 
Abb. 135: Der äußere Hood-Loop in fünf verschiedenen Varianten
Der äußere Hood-Loop umgibt die einzelnen 
Hoods. Er dient als gemeinsamer Geh- und 
Radweg. Bei erhöhtem Aufkommen werden 
beide Verkehrsarten getrennt geführt. Ak -
tionsflächen und Sitzelemente animieren zu 
Spiel, Bewegung und Erholung.

132
2.4.5 Mobilstationen
Mobilstationen bündeln verschiedene Mobili- 
tätsangebote und ermöglichen einen kom-
fortablen Wechsel zwischen verschiedenen 
V
erkehrsmitteln. In jeder Hood gibt es min -
destens eine Mobilstation. Durch die Bün -
delung verschiedener Mobilitätsangebote 
wie Car
sharing, ÖPNV, Bikesharing, weitere 
Sharing-Angebote, zentrale Abstellmöglich-
keiten für Pkw, Fahrradservicestationen und 
Schließ
fächer sind die Wege sowohl zum Pkw 
als auch zu den anderen Mobilitätsangebo-
ten gleich lang. Eine Bushaltestelle in unmit -
telbarer Nähe sorgt für eine gute Anbindung  
an das öffentliche Verkehrsnetz. Die aktive 
E
rdgeschosszone bietet Raum für gewerb
-
liche N
utzungen, auf dem Dach können Frei-
zeit- und soziale Aktivitäten stattfinden.
Die Mobilstationen sind mit Ladepunkten für 
Elektrofahrzeuge und E-Bikes ausgestattet.  
Die Barrierefreiheit wird durch Aufzüge und 
barrierefreie Zugänge gewährleistet. Die 
Bedürfnisse aller Nutzenden, von Bewoh-
ner*innen über Mitarbeiter*innen bis hin zu 
Kund*innen und Besucher*innen, sind bei 
der Ausgestaltung der Mobilstationen zu 
berücksichtigen. Die Mobilstationen sollen 
nach den Grundsätzen des Raumbuchs für 
Mobil
 s
tationen Köln geplant werden (ge-
genwärtig in Erarbeitung).
Umnutzung. 
Mobilstationen als Bauwerke sind auf eine 
Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten 
ausgelegt. Über diese Zeit werden für den 
Die Mobilstationen sind vielfältig nutzbare Stadt- und Mobilitätsbau-
steine. Weit mehr als nur bloße Stellflächen für Fahrzeuge, vereinen 
sie vielfältige und neue Funktionen an einem Ort.
Mobilitätsbereich unterschiedliche Entwick-
lungen prognostiziert, deren Eintreten jedoch 
unsicher
 ist. Um einen langfristig attraktiven 
Stadtbaustein zu entwickeln und Ressourcen 
effizient einzusetzen, werden die Mobilstati-
onen auf einfache Anpassbarkeit ausgelegt.
Ändert sich beispielsweise aufgrund tech-
nischer Fortschritte wie automatisiertes 
Fahren die Nachfrage nach Stellplätzen, 
können Flächen schnell und effizient von 
Park- in Fahrradstellplätze, Logistikflächen, 
aber auch Büros, soziale Einrichtungen oder 
Wohnungen umgewandelt werden.
Die Umnutzbarkeit ist keine Einbahnstraße: 
Sollte sich nach 5 bis 10 Jahren herausstellen, 
dass in Kreuzfeld zu wenige Parkplätze ange-
legt sind, kann jeweils ein Bauwerk in Hood 
Drei bis Hood Fünf von einem Bürogebäude 
in eine weitere Mobilstation verwandelt 
werden. Hierfür ist vertraglich zu sichern,
 
dass das jeweilige Grundstück von dem*der 
Eigentümer*in zurückerworben werden kann.
Integrierte Planung
Abb. 136: Ansicht Mobilstation | ADEPT

133
Mobilstation 1.1
ca. 270 Stellplätze
Mobilstation 1.2 
ca. 280 Stellplätze
Mobilstation und Logistikhub 2.1 
ca. 190 Stellplätze
Mobilstation 2.2 
ca. 170 Stellplätze
Mobilstation 5 
ca. 190 Stellplätze
Mobilstation und Logistikhub 3 
ca. 170 Stellplätze
Mobilstation  
Blumenberg
mind. 120 Stellplätze
Mobilstation 4 
ca. 200 Stellplätze
Abb. 137: Aufbau und Mischung 
einer Mobilstation| ADEPT
Abb. 138: Mobilstation
Abb. 139: Ansicht Mobilstation Oberbillwerder

Abb. 140: Bereich für Automated-Valet-Parking I 
QUIMBY.net I CC0
Abb. 141: Das Parkraummanagementsystem weist 
den Weg zum nächsten freien Parkplatz I QUIMBY.
net I CC0
134
Freeflow-Digital-Parken. 
Neue Konzepte des digitalen Parkraum
-
managemen
ts ermöglichen eine effizien-
te Auslastung der vorhandenen Stellplätze  
unter Berücksichtigung einer tageszeit -
lich flexiblen Nutzung der Stellplätze durch 
unter
 schiedliche N
utzergruppen. Freeflow- 
Systeme ermöglichen nicht nur einen bar -
rierefreien Zugang zu den Parkierungsanla -
gen mittels Kennzeichenerfassung, sondern 
auch eine vollständig digitalisierte Stellplatz-
reservierung, Wegeleitsysteme zum Auf -
finden des Stellplatzes und automatisierte 
Ab
 
rechnungsmodalitäten. Angebote von 
Mobilitätsdienstleister*innen wie z. B. Car -
sharing-Flotten können mittels technischer 
Schnittstellen in Freeflow-Systeme integ-
riert werden. Im Vergleich zu konventionellen 
Parkierungsanlagen mit Schranken entfällt 
beim digitalen Freeflow-Parken der Aufwand 
für ein Parkticket, wodurch Zeit, Platz und 
Ressourcen eingespart werden können.
Parkraummanagement. 
Die Reduktion der Stellplätze zugunsten von 
Aufenthaltsqualität ist eines der zentralen 
Elemente des Mobilitätskonzeptes. Eine Be-
wirtschaftung des Parkraums in den Mobil-
stationen ist notwendig, um eine effiziente 
Nutzung der Parkstände sicherzustellen. 
Automated-Valet-Parking. 
Beim Automated-Valet-Parking kann der 
Fahrzeugnutzer sein Fahrzeug in einem ein-
gangsnahen Valet-Parking-Bereich abstel-
len. Das Fahrzeug fährt dann selbständig 
auf einen dafür vorgesehenen Stellplatz. 
Ebenso kann das Fahrzeug über eine App 
wieder gerufen werden. Parksuchverkehre 
und Fußwege innerhalb der Station werden 
vermieden. Zudem ist denkbar, die Fahr -
zeuge mit dieser Technik deutlich platz -
sparender abzustellen. Das Automated-
Valet-Parking wird derzeit von mehreren 
Fahrzeugherstellern entwickelt. Erste Pi-
lotprojekte wurden bereits realisiert. Eine 
zukünftige Verbreitung des Automated
-
 
Valet-Parking erscheint mittelfristig mög-
lich. In den Mobilstationen sollten daher be-
reits Flächen für diese Technik vorgesehen 
werden. Für eine Übergangszeit ist zu prü-
fen, ob Parkroboter Pkw ohne Automated-
Valet-Parking-Funktion abstellen können.  
Anstatt Stellplätze fest zu vermie-
ten, werden diese dynamisch beim 
Einfahren in die Quartiersgarage 
zugewiesen. Dies spart Zeit, Platz 
und Ressourcen.

135
Abb. 142: Schematische  
Darstellung eines Mobilitäts-
foyers in einem Wohngebäude | 
ARGUS
Ersatzteilautomat
Reparaturstation
Mobilitätshilfen
Lastenradverleih
Abfahrtsmonitor
Briefkasten
Kinderwagen- / Rollatorabstellfläche
Wegeleitsystem
Mobilstationen stellen die notwendige 
Mobilitätsinfrastruktur für Kreuzfeld 
bereit: Parkraum für Fahrzeuge, Zugang 
zu verschiedenen Mobilitätsangeboten 
sowie Beratung und Unterstützung.
Paketstation Microcarrier
Communityboard/-shelf
Mobilitätsfoyers. 
Sie werden zum sichtbaren Symbol des inno-
vativen Mobilitätskonzeptes und machen die 
Mobilitätswende erlebbar. Mobilitätsfoyers die- 
nen als zentrale Anlaufstelle für alle Logistik- 
und Mobilitätsbedürfnisse des Alltags, vom 
Transport von Gütern von der Haustür zum 
Zielort und zurück (Mobilstation etc.) über 
die Annahme und Abgabe von Paketen oder 
Gemüsekisten bis hin zur Information über 
alle weiteren Mobilitätsangebote.
Im Sinne einer Mobilitätsgarantie wird ein 
leicht zugänglicher Raum geschaffen, der An-
gebote und Informationen für alle denkbaren 
Mobilitätsmomente der Bewohner*innen 
und Nutzer*innen vor der Haustür bündelt.  
Die Mobilitätsfoyers sollen sich zum Straßen-
raum öffnen und zur Belebung des öffentli-
chen Raumes beitragen. Sie beinhalten neben 
Paketstation, Lastenradverleih, Communi-
tyboard/-shelf, Microcarrier-Station, Infos-
tele, Abfahrtsmonitor und Wegeleitsystem  
auch eine Fahrradreparaturstation mit Er -
satzteilautomat. Für diese Angebote ist eine 
Fläche von ca. 100 m² vorzusehen.
Mobilitätsfoyers sind auch zentrale Anlaufs -
tellen für die Beschäftigten im Quartier. Wer 
mit dem F
ahrrad zur Arbeit oder von der Ar-
beit nach Hause fährt, kann hier das Ange -
bo
t von Fahrradabstellanlagen, Duschen und  
Umkleiden nutzen. Auch das Angebot von 
Schließ
fächern zur Zwischenlagerung von 
per sönlichen 
Gegenständen soll damit ver -
bunden sein. Für Dienstfahrten sollen in den 
F
oyers auch Fahrräder ausgeliehen werden 
können. Mit diesen Angeboten wird eine bre-
ite Palette an Alternativen zum Pkw geboten.

136
2.4.6 R uhender Verkehr
Der ruhende Kfz-Verkehr wird in den insge-
samt sieben Mobilstationen zentral unter -
gebr
acht – dies betrifft den ruhenden Ver -
kehr der Bewohner*innen, Besucher*innen, 
Beschäftigten sowie deren Kund*innen. Das 
Parken im Straßenraum soll im gesamten 
Gebiet vermieden werden. Hierfür sollte 
eine Halteverbotszone angeordnet werden. 
Ziel ist es, den Straßenraum für andere Nut-
zungen freizuhalten und kurze Wege mit 
dem Fahrrad oder zu Fuß zu fördern. Nur in 
wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel für 
mobilitätseingeschränkte Personen, Hand-
werker*innen oder Pflegepersonal, soll das 
Parken bzw. Halten im öffentlichen Straßen-
raum durch Behindertenstellplätze und in-
telligente Lade- und Dienstleistungszonen 
ermöglicht werden. Diese Stellplätze müs-
sen durch ein Managementsystem geregelt 
und kontrolliert werden.
Das qualitätvolle Parken von Pkw und Fahrrädern ist wichtiger  
Bestandteil des Mobilitätskonzepts. Autos werden in sieben  
Mobilstationen geparkt, das Parken im Straßenraum ist bis auf  
wenige Ausnahmen nicht vorgesehen. Das Fahrradparken  
ist flächig nach einem sehr hohen Qualitätsstandard auf den  
Baufeldern und im öffentlichen Raum zu realisieren.
Integrierte Planung
Empfehlung zur Stellplatzzahl
Hood Eins
Pkw: Ca. 550
Fahrrad: Ca. 3.700 
Hood Zwei
Pkw: Ca. 360
Fahrrad: Ca. 2.700
Hood Drei
Pkw: Ca. 170
Fahrrad: Ca. 1.700
Hood Vier
Pkw: Ca. 200
Fahrrad: Ca. 2.300
Hood Fünf
Pkw: Ca. 190
Fahrrad: Ca. 1.700
Anzahl der Stellplätze  
von Pkw und Fahrrad pro Hood

Abb. 143: Fahrradparkhaus Amsterdam Zuid I QUIMBY.net I CC0 
137
Vergabe von Stellplätzen. 
Aufgrund des ambitionierten Stellplatz -
schlüssels kann nicht allen Bewohnenden 
und Beschäftigen ein Stellplatz zugesichert 
werden. Für die Vergabe der Stellplätze soll 
ein Kriterienkatalog entwickelt werden, da -
mit jene, die aufgrund bestimmter Umstände 
einen Stellplatz zwingend benötigen, diesen 
auch erhalten. Eine transparente und faire 
Vergabe der Stellplätze ist für die Akzeptanz 
von entscheidender Bedeutung. Dies ist im 
weiteren Planungsprozess zu berücksichti-
gen und herauszuarbeiten. 
Die Stellplätze in den Mobilstationen sollen  
zum baurechtlich erforderlichen Stellplatz -
nachweis dienen. Die Sicherung, wie bei-
spielsweise durch eine Baulast, ist im weite-
ren Planungsprozess zu konkretisieren. 
Fahrradparken. 
Fahrradabstellanlagen attraktiv zu gestalten 
geht weit über die Platzierung von Fahrrad-
bügeln gemäß geltenden Regelwerken hin
-
aus.
 Auch unter architektonischen Sach-
zwängen, wie z. B. Statik oder Entfluchtung, 
und dem Anspruch an eine effiziente Nut -
zung der Flächen gilt es, von der Planung bis 
zur Umsetzung einen Fokus auf die tatsäch-
lichen Anforderungen der Radfahrenden zu 
bewahren und somit eine Infrastruktur be-
reitzustellen, die zur alltäglichen Nutzung 
des Fahrrads einlädt. Der Fahrradplatz sollte 
nicht weiter als 50 Meter von der Wohnungs-
tür / vom Arbeitsplatz entfernt sein. Für Nut-
zungen mit kurzer Aufenthaltsdauer gilt: je 
näher am Eingang, desto besser. Die Plat -
zierung und Ausgestaltung wird im weiteren 
Planungsverlauf baufeldscharf geplant.
Die in Köln-Kreuzfeld geplanten  
und zu errichtenden (Infra-) 
Strukturen sind flexibel und  
anpassungsfähig und können  
auch nach Jahrzehnten der Nutzung 
auf neue Bedarfe reagieren.

Abb. 144: Entfernungen zum Fahrradparken in Abhängigkeit von der Nutzung und Aufenthaltsdauer © 
ARGUS. Basierend auf Celis, P ., Bølling-Ladegaard, E. (2008): Bicycle Parking Manual. Hrsg.: Danish 
Cycling Federation, Kopenhagen.
138

Abb. 145: Mobilstation und Logistikhub in Köln-Kreuzfeld
139
2.4.7 Logistik
Das Logistikkonzept soll den Güterverkehr und die Logistik in 
Kreuzfeld effizienter und nachhaltiger gestalten. Dabei wird darauf 
geachtet, dass trotz der Reduzierung der klassischen Kfz-Erreich-
barkeit alle Anlieferungen berücksichtigt werden. Dies betrifft un-
ter anderem die Anliegerlogistik der privaten Haushalte, die Unter-
nehmenslogistik sowie die Ver- und Entsorgung.
Integrierte Planung
Mobilstation 
 und Logistikhub
in Hood Zwei
Anbindung über 
Mercatorstraße
Mobilstation 
 und Logistikhub
in Hood Drei
Anbindung über 
Blumenbergweg
In Hood Zwei und Drei befindet sich in jeder  
Mobilstation eine Logistikstation. In die-
ser finden Umladeprozesse vom Lkw auf 
Lasten
 f
ahrräder oder Lastenanhänger  statt. 
Ziel ist es, das Straßennetz weitgehend von 
schweren Nutzfahrzeugen freizuhalten.  
Aus
 genommen sind M
üllabfuhr, Baufahr- 
zeuge und Umzüge. Die Umschlag- und 
Lagerstrukturen können von ansässigen 
Unternehmen, Händler*innen, Gastronomie  
und Lieferdiensten genutzt werden. Für die 
KEP-Logistik gibt es in den Mobilstatio-
nen zusätzliche Flächen, die der Vorberei-
tung und Organisation der Feinverteilung 
von Paketen auf die Paketstationen und 
Paket
 bo
xen in den Gebäuden oder auf den

Abb. 146: Paketstationen in den Mobilstationen, laufende Meter Bedienfront
Quartiersplätzen dienen. In jeder Mobilstati-
on befindet sich auch eine Paketstation. Die 
Haustürzustellung von kleinen und leichten 
Paketen soll nicht die Regel sein.
Schließlich sollten auch die beiden Logistik-
stationen mit einem Betreiberkonzept für 
einen anbieterneutralen Logistikbetrieb ver-
sehen werden, um eine effiziente Logistik im 
Quartier zu gewährleisten.
Bestimmte Lieferungen (Sperrgut wie Mö-
bel, Umzüge) und Dienstleistungen (Pfle-
gedienste, Geldtransporte) erfordern kurze  
Mobilstation 1.1
1.500 Bewohner*innen 
29,0 m Paketstation
Mobilstation 1.2 
1.000 Bewohner*innen 
19,3 m Paketstation
Mobilstation und Logistikhub 2.1 
1.200 Bewohner*innen 
25 m Paketstation
Mobilstation 2.2 
800 Bewohner*innen 
16,1 m Paketstation
Mobilstation 4 
1.440 Bewohner*innen 
29,0 m Paketstation
Mobilstation 5 
ca. 1.300 Bewohner*innen
25,7 m Paketstation
Mobilstation und Logistikhub 3 
ca. 804 Bewohner*innen 
16,1 m Paketstation
140

Abb. 147: Smarte Ladezone in Hamburg:  
Beschilderung und dynamische Buchungsanzeige | 
QIMBY.net | CC0
141
anderer Verkehre kann vermieden werden.  
Die Umsetzung ist noch zu prüfen. Denk -
bar sind eine App bzw.eine Schnittstelle zur 
Dispositionssoftware z. B. von KEP-Dienst
-
leis
tern:
 › Lade
zonen werden zur Überwachung 
und Darstellung von Echtzeitdaten mit 
Sensoren ausgestattet
 › Z
eitliche Begrenzung des Ladevorgangs
 › Z
ufahrtssperren, die nur von Berechtig-
ten per App entriegelt werden können
 › R
eduzierung von Parken in zweiter Reihe,  
Blockieren von Geh- und Radwegen und 
Parksuchverkehr
 › A
usnahmegenehmigung von der StVO 
erforderlich
 › Absolut
es Haltverbotsschild mit dem 
interaktiven Zusatzschild „Ausgenom-
men Kennung ID“ und „Uhrzeit“ des 
gebuchten Lieferfahrzeugs in Anlehnung 
an Pilotversuche
Wege, weshalb zusätzlich zu den Ange-
boten für die letzte Meile dezen
 
  tr
ale Lade
-
z
onen im Quartier eingerichtet werden  
um den Verkehr und vor allem den  Auf en
thalt 
von Fahrzeugen im Quartier zu steuern  
und zu regulieren. Im Straßenraum sind die 
Ladezonen so angeordnet, dass die Gebäu-
de jeweils in einer Entfernung von maximal 
50 m erreicht werden können. Sie haben 
eine Länge von 30
 –
 45 
m und sind maximal 
150 m voneinander entfernt.
Für Ladezonen sollten digitale Lösungen 
zur Buchung entsprechender Ladezeiten  
genutzt werden, hierzu gibt es aktuell jedoch  
noch keine rechtliche Grundlage. Eine digi-
tale Buchungsplattform für die Ladezonen 
stellt sicher, dass alle Fahrzeuge, die die 
Ladezonen nutzen, auch ein berechtigtes 
Anliegen haben. So wird eine zeitliche Ko-
ordination mehrerer Belieferungsvorgän-
ge ermöglicht und eine Beeinträchtigung

Flexibilität und Adaptivität. 
Flexibilität ist ein elementarer Bestandteil 
für den langfristigen Erfolg des Mobilitäts-
konzepts in Kreuzfeld. Ein ambitioniertes 
Mobilitätskonzept kann nur erfolgreich sein, 
wenn bestimmte Voraussetzungen und Be-
dingungen erfüllt sind. Eine zuverlässige S-
Bahn-Anbindung an die Kölner Innenstadt 
ist eine dieser Voraussetzungen: Ist die ex -
terne Anbindung nicht verlässlich genug, 
werden Bewohner*innen und Besucher*in-
nen eher auf das eigene Auto umsteigen. 
Auch im öffentlichen Raum werden flexib-
le Strukturen eingerichtet: Flexzonen sind 
Bereiche im Straßenraum zwischen Fahr -
bahn und Gehweg, die heute in der Regel als 
Parkraum genutzt werden, in Zukunft aber 
je nach Bedarf und Umfeld unterschiedlich 
programmiert und umgenutzt werden, sei 
es als Ladezonen, Fahrradstellplätze, Geh-
wegverbreiterungen, Tiefbeete oder Behin-
dertenparkplätze. Die Flexibilität und Anpas-
sungsfähigkeit von Flexzonen ermöglicht es, 
den begrenzten Platz im Straßenraum effi-
zienter zu nutzen und auf die sich ändern-
den Bedürfnisse der Stadt und ihrer Bewoh-
ner*innen zu reagieren.
Auch Mobilstationen sind ein wichtiger Be-
standteil der flexibel anpassbaren Infra
-
s
truktur in Kreuzfeld, insbesondere in Bezug 
auf die Nutzung von Parkflächen. Ändert 
sich die Nachfrage, können diese schnell 
und effizient in andere Nutzungen wie Fahr-
radstellplätze, Logistikflächen, Büros, soziale  
Die in Köln-Kreuzfeld geplanten (Infra-)Strukturen sind flexibel und 
anpassungsfähig und können auch nach Jahrzehnten der Nutzung 
auf neue Bedarfe reagieren. 
2.4.8 Ausblick
Integrierte Planung
Einrichtungen oder Wohnungen umgewan-
delt werden. Die Flexibilität und Anpas-
sungsfähigkeit des Konzepts muss dabei 
in beide Richtungen gehen: Nicht nur soll 
Parkraum in andere Nutzungen umgewid-
met werden können, sondern auch eini-
ge bauliche Strukturen sollten so gestaltet  
werden, dass sie bei Bedarf in eine weitere 
Mobilstation umgewandelt werden können.
Flexibel-adaptive Infrastrukturen wie Mobil-
stationen oder Flexzonen sind eine sinnvolle 
Möglichkeit, sich auf eine ungewisse Zukunft 
vorzubereiten. Durch die Anpassungsfähig-
keit der Infrastruktur kann schnell und effi-
zient auf Veränderungen und Entwicklungen 
reagiert werden. Dies bedeutet, dass Inves-
titionen in die Infrastruktur langfristig funk -
tional bleiben und Ressourcen effizienter 
genutzt werden können.
Ausblick. 
In der weiteren Planung stehen Umsetzung 
und Betreiberkonzept im Fokus. Die Planung  
und Umsetzung des Mobilitätskonzeptes 
für
 Kreuzfeld erfordert ein systematisches 
Vorgehen in mehreren Schritten, welches 
unter anderem ämterübergreifende Ab-
stimmungen beinhaltet. Das vorliegende 
M
obilitätskonzept beschreibt die zukünfti-
ge Mobilitätsstruktur des Quartiers und die 
M
obilitätsangebote. In der anschließenden 
technischen Masterplanung werden die Pla-
nungen weiter konkretisiert und detaillierter 
dar
gestellt. Weitere verkehrliche Gutachten 
142

143
und die Planung des Anschluss Kreuzfelds 
an den dann ausgebauten Blumenbergs-  
weg sind hierbei unerlässlich. 
Aufgrund der zuvor skizzierten Relevanz des 
S-Bahnhofs Kreuzfeld für die erfolgreiche 
Entwicklung des gesamten Stadtteils soll  
ein Gestaltungs- und Ideenwettbewerb für 
das S-Bahn-U
mfeld durchgeführt werden.  
Hierbei sollten die Umfeldgestaltung, die Ver-
knüpfung und sichere Querung zwischen Blu-
menberg und Kreuzfeld sowie die Integration  
der Radabstellanlagen in das Stationsumfeld  
im Vordergrund stehen. Dabei sind die Ein- 
und 
Aussteigerzahlen zu prognostizieren und 
der Haltestellenbereich an der Mercatorstra-
ße so zu gestalten, dass ein barrierefreier Um-
stieg in den Bus sowie in andere Verkehrsan-
gebote wie Taxi und Fahrdienste möglich ist. 
Dur
ch die Umgestaltung der Mercatorstraße 
wird die Verbindung zwischen Blumenberg 
und Kreuzfeld gestärkt. Ein wichtiger Punkt ist 
dabei die Reduzierung der Geschwindigkeit. 
Das vorgesehene Planfeststellungsverfah-
ren zum Ausbau des Blumenbergswegs birgt 
die Chance,
 begleitende Geh- und Radwege 
zu entwickeln sowie die Knotenplanung am 
Dresenhofweg detailliert zu betrachten. Es 
ist auf die Einhaltung der Standards für Rad-
schnellverbindungen zu achten. 
I
m Rahmen der Funktionsplanung ist eine 
verkehrstechnische Untersuchung der um-
liegenden Knotenpunkte erforderlich, um 
die L
eistungsfähigkeit der äußeren Erschlie-
ßung sicherzustellen. Die Straßenräume und 
der
 öffentliche Raum sind weiter zu quali -
fizieren. Hierbei ist ein Abgleich mit dem 
H
öhenmodell vorzunehmen. Besonderes 
Augenmerk ist auf den Hol- und Bringver -
kehr der einzelnen Schulstandorte zu legen. 
H
ierzu sollten auch mögliche verkehrsrecht-
liche Anordnungen wie Geschwindigkeits-
beschränkungen und programmierbare 
Fle
x
 z
onen vorab mit der Straßenverkehrs-
behörde abgestimmt werden. Auch die Fuß-   
und Radverkehrsführung in der Grünen   
Mitte  ist weiter zu qualifizieren ( siehe hierzu 
auch Kapitel 2.2, Freiraum, S. 62 ff.).
 
Die Führung des Busverkehrs und die Rea -
lisierung einer Busschleuse sind weitere 
wich
tige Elemente der technischen Master -
planung. Die Konkretisierung erfolgt im Zu-
sammenhang mit der Neukonzeption des 
Bus
verkehrs im Kölner Norden. Darüber hin-
aus ist eine Parkraumuntersuchung zur Ein-
richtung einer Bewohnerparkzone Blumen -
berg durchzuführen, um eine Fehlnutzung 
des knappen P
arkraums bei der Aufsiedelung 
Köln-Kreuzfelds zu verhindern. 
Ein Betreiberkonzept für die Mobilstationen 
und ein Finanzierungskonzept für die ver -
schiedenen Verkehrsangebote und gemein-
schaftlichen Nutzungen ist zu erarbeiten. 
D
ieses sollte die Prüfung genossenschaft -
licher Strukturen umfassen. Die Gestaltung 
der
 Mobilstationen sollte im Rahmen eines 
Wettbewerbs entwickelt werden. 
Auch ein Betriebssystem für das Quartier 
sollte erstellt werden, um die komplexen Funk-
tionen zu strukturieren, zu organisieren und 
einen r
eibungslosen Betrieb zu gewährleisten. 
Besonderer Fokus ist auf die Organisations- 
und IT-Struktur für das dynamische Auslas -
tungsmanagement und die Buchung von La-
dezonen und Stellplätzen zu legen. 
Die frühzeitige Weichenstellung und selb-
stbewusste Kommunikation des  Mobilitäts -
k
onzepts ist von entscheidender Bedeutung,  
um die Identifikation aller Beteiligten – von 
den in
vestierenden Personen bis zu den 
neuen Bewohnenden – mit dem Quartier zu  
stärken. Der Kriterienkatalog für die Grund-
stücksvergabe und die Verortung der mobi li -
t
ätsrelevanten Flächen- und Gebäudenutzu-
ngen müssen ebenfalls sorgfältig geplant und 
v
ertraglich mit den Bauherren fixiert werden.

Abb. 148: Doug and Wolf für ADEPT + Karres en Brands

146
2.5 B ildung, Jugend, Sport, Kultur & Soziales
Resiliente, hochwertig gestaltete Grünräume 
wirken sich positiv auf das Stadtklima und 
die Menschen aus. Medizinische Einrichtun-
gen in Kreuzfeld sind schnell zu erreichen.
Stadtteilkultur soll an vielen Orten erlebbar 
sein und aktiv mitgestaltet werden können, 
beispielsweise durch Treffpunkte im Quar -
tier oder in baulichen Strukturen, die von 
Vereinen und lokalen Künstler*innen mit Le-
ben gefüllt werden. 
Die Grüne Mitte soll das Herzstück des 
neuen Stadtteils sein und all diese Anforde-
rungen vereinen. Multicodierung ist hierbei 
unerlässlich. Der zentrale, vernetzende Frei-
raum erfüllt eine Verteilerfunktion zwischen 
den Kreuzfelder Hoods. Die Sport- und 
Spielflächen der Schulen stehen nach Ende 
des Unterrichts der Öffentlichkeit zur Verfü-
gung und können auch von Bewohnen
 den 
der
 umliegenden Stadtteile genutzt werden. 
Die Grenzen zwischen den Außenflächen  
der weiterführenden Schulen und der  
Grünen Mitte werden niederschwellig und 
intuitiv wahrnehmbar gestaltet, sodass der 
gesamte Raum der Grünen Mitte eine simu-
lierende Lernlandschaft bildet.
Die Gesundheit der Kreuzfelder*innen und 
der Nachbar*innen wird durch zahlreiche 
Gelegenheiten zu Sport und Bewegung ge-
fördert.
 
Welchen Beitrag kann Köln-Kreuzfeld leisten, um ein gesundes und 
erfülltes Leben in der Stadt zu fördern? Neben einer widerstandsfähi-
gen Freiraumplanung und hochwertiger, inklusiver Architektur ist vor 
allem der Zugang zu Orten, an denen Austausch und Begegnungen 
stattfinden können und wo Nachbarschaft erlebt werden kann, von 
großer Bedeutung für die Lebensqualität aller. Feste für die Nachbar-
schaft, Konzerte, Sport- und Kulturveranstaltungen – all das soll in 
Kreuzfeld zum Alltag gehören. Ein Schlüsselprinzip für die Entwick-
lung Kreuzfelds ist es, Sozialeinrichtungen und Bildungsangebote für 
alle niedrigschwellig zugänglich zu machen sowie lebenslanges Ler-
nen zu fördern. Nur so können Vielfalt und Teilhabe gestärkt werden. 
Integrierte Planung
Freiräume unterstützen den so-
zialen Austausch.
Das Bürgerhaus+ soll der Leucht-
turm des öffentlichen und kultu-
rellen Lebens in Köln-Kreuzfeld 
sein.

Abb. 149: Konzept Bildungslandschaft
147
Freiräume
Gebäude
Legende
Dieser Sonderbaustein kann viele Funktio-
nen bündeln und Anziehungspunkt für den 
Kölner Norden werden (siehe hierzu Kapitel 
2.5.5, Kulturangebote und Sonderbausteine, 
S. 156). Denkbar sind etwa individuell buch-
bare Räume, die einen Ort für Kurse, Experi-
mente, Veranstaltungen und eine öffentliche 
Plattform schaffen und die Kreativwirtschaft 
zukunftsorientiert beleben.
Da Jugendliche bei neuen Entwicklungen 
häufig unterrepräsentiert sind, wird in Köln-
Kreuzfeld explizit ein Jugendzentrum ein-
geplant. Zudem finden sie zahlreiche Orte, 
die sie sich aneignen und an denen sie sich 
ungestört treffen können. Sportvereine und 
außerschulische Angebote bieten Jugendli-
chen zahlreiche weitere Möglichkeiten.
Lebenslanges Lernen soll in Köln-Kreuzfeld 
gefördert werden. Bildungseinrichtungen 
und -freiräume können das Viertel vernetzen 
und eine niederschwellige Lernlandschaft 
bilden, die Teil des Alltags wird. Räume zur 
Aneignung und Weiterbildung für Kinder 
und Jugendliche sollen die vielfältigen Lern-
angebote des Außenraums ergänzen.
Neben Verortung und Beschreibungen der 
Schulen, den besonderen Qualitäten der 
Kitas oder der Förderschule finden sich in 
diesem Kapitel auch Informationen zu den 
Sportangeboten im Stadtteil sowie den Kul-
turangeboten, Sonderbausteinen und me-
dizinischen Versorgungseinrichtungen. Das 
Kapitel zeigt zudem Beispiele aus anderen 
Städten, von denen Kreuzfeld in der Umset-
zung lernen kann. 
Bildung, Vernetzung und Gesund-
heit sind zentrale übergeordnete 
Themen, die die Hoods auf allen 
Maßstäben durchdringen.

Abb. 150: Entwurfsprinzipien
148
2.5.1 Kitas
Woodhood bietet schon den jüngsten Be-
wohner*innen ausreichend Raum zum Ler -
nen und Wachsen. Die Kitas sollen den 
Bedarf an Kitaplätzen innerhalb der Kreuz -
felder Hoods und darüber hinaus abdecken. 
Aufgrund der zentralen Lage innerhalb der 
Hoods sind die Kitas leicht wiederzufinden 
und auch für Nachbar*innen gut erreichbar. 
1. Lage in der Hoodmitte
Die Kitas liegen geschützt und gut erreich-
bar innerhalb der Hoods und definieren die 
Hoodmitte.
2. Freiräume
Die Freiflächen der Kitas orientieren sich 
zum zentralen Freiraum und erhalten zum 
Schutz der Kinder eine Umfriedung.
3. Eigene Identität
Die Kitas befinden sich in freistehenden Ge-
bäuden mit eigener Typologie. So wird ein 
eindeutiger Wiedererkennungswert sicher -
gestellt.
Die Kitas befinden sich in den Hoodmitten als grüne Oase, hier 
lernen die Kinder ihre ersten Freunde kennen und interagieren 
auf großzügigen Außenspielflächen. 
Integrierte Planung
Standorte und Anzahl
In Köln-Kreuzfeld gibt es auf neun 
Kitas verteilt Platz für ca. 900 Kinder. 
Es befindet sich mindestens eine 
Kita in jeder Hood, wodurch der Weg 
zu den Kitas sich für die Kinder auf 
wenige Gehminuten beschränkt (sie-
he auch hierzu Kapitel 4.1, Flächen-
bilanz, S. 208).

Abb. 151: Verortung der Kitas
149
Jede Kita erhält eine eigene Typologie, die 
sich thematisch an ihre Umgebung an-
passt und Wiedererkennungswert sichert. 
Dadurch entsteht ein Spektrum an unter -
schiedlichen Kitas, die sich später einzelnen 
Schwerpunkten zuordnen lassen.
Die Kitas werden in einer kleinteiligen Ku-
batur ausgebildet, um dem kindlichen Maß-
stab gerecht zu werden. Das Gebäude wird 
ausschließlich für bildungsbezogene Zwe-
cke genutzt. Die Freiräume orientieren sich 
zur Hoodmitte hin und erhalten zum Schutz 
der Kinder eine Umfriedung.
In diesen speziell für Kinder geschaffenen 
Orten wird es ihnen möglich, spielerisch 
die Bedeutung der Natur sowie den Zu-
sammenhang zwischen Ernährung und 
Gesundheit zu entdecken, indem die kom-
plexe Wechselwirkung zwischen Pflanzen, 
Insekten, Bäumen, Tieren und der Zukunft 
der Lebensmittelproduktion erforscht wird. 
Dabei können sie Kontakte zu Gleichaltrigen 
knüpfen, erste Erfahrungen im Umgang mit 
anderen Menschen sammeln, lernen, Prob-
leme und Konflikte zu bewältigen und ihre 
ersten Schritte in eine Welt voller Abenteuer 
und Möglichkeiten machen.
Die Gestaltung der Freiräume ist 
anregend im Sinne außerschulischer 
Lernorte.

Abb. 152: Entwurfsprinzipien
150
2.5.2 Schulen
Woodhood bietet, verteilt auf drei Grund-
schulen und zwei weiterführende Schulen, 
Platz für über 2.500 Schüler*innen. Die 
Schulen verteilen sich über alle Hoods und 
bilden mit ihren zur Grünen Mitte orientier -
ten Pausenhöfen die Bildungslandschaft. Zu 
den Hoods erzeugen sie eine klare Kante. 
1. Ausrichtung
Die Schulen bilden zur Straße eine klare 
Raumkante und öffnen sich Richtung Grüne 
Mitte.
2. Eigene Identität
Die Schulen befinden sich in freistehen-
den Gebäuden mit Wiedererkennungswert 
durch ihre architektonische Form. 
3. Pausenhöfe
Die Pausenhöfe der weiterführenden Schu-
len fließen in die Grüne Mitte und öffnen 
sich nach Ende der Schulzeit.
Alle Bildungseinrichtungen sind rund um die Grüne Mitte angeordnet 
und formen gemeinsam eine zentrale Lern- und Bewegungslandschaft.
Integrierte Planung
Standorte und Anzahl
Kreuzfeld bietet Platz für drei Grund-
schulen, zwei weiterführende Schu-
len und eine Förderschule. Die Ver -
teilung auf alle Hoods erzeugt eine 
Bildungslandschaft in der Mitte.

Abb. 153: Verortung Schulen
151
Für die Grundschulen sind drei Geschosse 
entlang der Straßen zur Hoodmitte denkbar, 
um dem Maßstab der Schüler*innen gerecht 
zu werden. Mit der Ausrichtung zur Grünen 
Mitte haben die Kinder einen direkten Bezug 
zu den anderen Schulen, können das Treiben 
auf den anderen Schulhöfen mitverfolgen 
und Kontakt zu ihnen aufnehmen.
Die weiterführenden Schulen sind die flä -
chenmäßig größten Bildungseinrichtun-
gen in Köln-Kreuzfeld. Auch ihre Schulhöfe 
fließen in die Grüne Mitte hinein. Dadurch 
wird die Grüne Mitte Teil der Lernlandschaft. 
Nach Ende der Schulzeit soll es möglich sein, 
dass die Pausenhöfe von der Öffentlichkeit 
genutzt werden. Für die weiterführenden 
Schulen sind vier Geschosse in Richtung der 
Hoodmitten denkbar.
Die Förderschule bietet nach innen eine 
geschützte Lernumgebung für Schüler*in-
nen mit besonderen Förderbedarfen. Nach 
außen partizipiert sie durch ihre Lage am le-
bendigen Hood Eins.
Grundschule
Weiterführende Schule
Förderschule
Legende
Der Bedarf an Schulen ist für alle 
Altersstufen abgedeckt und über die 
fünf Hoods verteilt.

Abb. 154: Konzeptschnitt: Übergang Kita
Abb. 155: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule
Abb. 156: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule
152
2.5.3 Übergang Bildungseinrichtungen – Freiraum
1. Kita
Die Kitas liegen geschützt und gut erreich -
bar innerhalb der Hoods und definieren die 
H
oodmitte. Die Freiflächen der Kitas orien-
tieren sich zum zentralen Freiraum und erhal-
ten zum Schutz der Kinder eine Umfriedung.
2. Grundschule
Der Außenraum der Grundschulen liegt in-
nerhalb der Hoods und grenzt direkt an den 
inneren Hood-Loop- Weg. Damit schließen 
die geschützten Schulhöfe nur durch diesen 
getrennt an die Grüne Mitte an.
3. Weiterführende Schule
Die Schulhofflächen der weiterführenden 
Schulen ziehen sich von der jeweiligen Hood 
bis hinein in die Grüne Mitte. Das Areal wird 
gestalterisch gekennzeichnet.
Da Bildung im neuen Stadtteil Köln-Kreuz -
feld einen besonders großen Stellenwert 
erhält, werden auch die zugehörigen Außen-
flächen mit großer Sorgfalt konzipiert und 
ausgestaltet. Diese Bereiche nehmen einen 
zentralen Teil in der Kreuzfelder Stadtland-
schaft ein, sie sind sichtbares Bindeglied 
zwischen Bildungseinrichtung und öffent
-
lichem Raum,
 sie sind sowohl Teil der Hood-
mitten als auch der Grünen Mitte.
Der Anspruch an die Gestaltung dieser Flä -
chen liegt insbesondere in ihrer Integration 
in den Stadtraum. Standardkonfigurationen  
werden bewusst durch individuell abge-
stimmte Programme ersetzt und fördern 
eine dynamische und integrierte Sport- und 
Spiellandschaft. Dabei sollen die Schulhöfe 
und Kitafreiflächen jederzeit den Anforde-
rungen der Interessengruppen entsprechen 
und bieten einen sicheren Raum zum Spie-
Primarstufe Grüne MitteHood-Loop-Weg Park-
weg
Hoodmitte
SpielplatzKita
Primarstufe
Hood-
Loop-
Weg
Grüne Mitte
Hoodmitte
Der Übergang der Schulen in die Grüne Mitte verläuft fließend,  
zahlreiche Blickbeziehungen sind möglich. Es ist klar gekennzeichnet, 
wo der Schulhof aufhört und wo die Grüne Mitte beginnt.
Abgrenzung:
Topografie Einfriedung
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Topografie Einfriedung
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Bodenbelag Einfriedung
Abgrenzung:
Bodenbelag
Integrierte Planung

Abb. 157: Übergang Pausenhof I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
Abb. 158: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
Abb. 159: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
Abb. 160: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
153
len. Sowohl Kita als auch Schule werden 
nicht als exklusive Sonderbausteine geplant,  
sondern orientieren sich gestalterisch an 
ihrer Umgebung.
Hood-Loop
Hood-Loop
Hood-Loop
Sekundarstufe
Sekundarstufe
Sekundarstufe
Schulhof in der Grünen Mitte
Schulhof in der Grünen Mitte
Schulhof in der Grünen Mitte
Grüne Mitte
Grüne Mitte
Grüne Mitte
Abgrenzung:
Sitzstufe
Abgrenzung:
Pflasterung
Abgrenzung:
Pflasterung Mobiliar
Abgrenzung:
Pflasterung
Abgrenzung:
Sitzstufe
Abgrenzung:
Pflasterung Landschaft
Abgrenzung:
Topografie Aufschüttung
Abgrenzung:
Topografie Graben
Abgrenzung:
Bepflanzung

154
2.5.4 P ausenhofflächen und Schulwege
Pausenhofflächen. 
Die Öffnung von Schulhöfen außerhalb der 
Unterrichtszeit ist einzigartig in der Entwick-
lung eines neuen Stadtteils und kann viele 
Vorteile bieten. Die Freiflächen können als 
öffentlicher Raum genutzt werden, um Frei-
zeitaktivitäten, Sport oder kulturelle Veran-
staltungen zu ermöglichen und zu fördern. 
Sie bieten einen sicheren Ort für Kinder und 
Jugendliche um körperlich aktiv zu sein und 
tragen zur Stärkung von Gemeinschafts
-
be
ziehungen bei. Neue Freundschaften 
entstehen, wenn es Gelegenheiten zum  
gemeinsamen Entdecken und Erobern gibt. 
Offene Schulhöfe können auch für kreative  
Projekte genutzt werden und dazu beitragen, 
die Lebensqualität in der Nachbarschaft zu 
erhöhen sowie den Zusammenhalt zu stär -
ken, indem mehr Möglichkeiten für körper -
liche Aktivitäten, soziale Interaktionen und 
kreative Entfaltung geboten werden.
Bei den Schulhöfen der fünf an die Grüne 
Mitte angrenzenden Bildungseinrichtungen 
werden zwei Konfigurationen unterschieden. 
Grundschulen. 
Die drei Grundschulen organisieren ihre 
Freiflächen immer innerhalb ihrer jeweiligen 
Hood mit Ausrichtung zur Grünen Mitte, so-
dass das Schulgelände auch durch den in-
neren Hood-Loop-Weg erschlossen werden 
kann. Der Grundschulhof ist durch eine Um-
friedung, Hecken oder Bäume geschützt, 
wird aber gleichzeitig immer visuell in die 
Umgebung integriert. 
Abb. 161: Gestaltungsansatz Parkschulhof 
Anzahl der Schulhöfe
Grundschule
3x Hood-Schulhöfe
Außenbereich mit ausgewogenem 
Anteil an Grün und versiegelten Flä -
chen. Spiel- und Sportangebot, Ver -
anstaltungsfläche
Weiterführende Schule
2x Parkschulhöfe 
Außenbereich mit hohem Grünanteil, 
in direktem Anschluss an die Grüne 
Mitte. Hoher Grünanteil mit Baum-
gruppen und Wiesen. Raum für wei-
tere Programme wie Schulgarten, 
Lernstation, grünes Klassenzimmer, 
Schulfeste und Veranstaltungen.
Integrierte Planung

Abb. 162: Spielmöglichkeiten in der Parklandschaft I 
Karres en Brands
Abb. 163: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loudl
Abb. 164: Middelfart, Dänemark I ADEPT
155
Ein Raum voller Möglichkeiten. 
Die Schulhöfe können vielerlei Funktionen 
übernehmen, sei es als klassischer Pausen-
hof, Sportfeld oder Fläche für einen Schul-
garten. Die grünen Parkschulhöfe wol-
len entdeckt werden, können aber auch 
Rückzugsort sein.
Weiterführende Schulen. 
Die Schulhöfe der beiden weiterführenden 
Schulen werden als Besonderheit der Köln-
Kreuzfelder Bildungslandschaft entwickelt. 
Die zwei weitläufigen Außenräume machen 
einen Sprung über den inneren Hood-Loop-
Weg und liegen damit direkt in der Grünen 
Mitte. Eine Versiegelung soll nur in geringem 
Maße stattfinden – der zentrale Park kann 
mittels Bäumen, Zonierung und Bepflan-
zung in den Schulraum ‚hineinfließen’ .
Im Falle der weiterführenden Schulen werden  
visuelle Abgrenzungen der Schulhofflä -
chen wie Bodenbelag, Topografie und ge-
gebenenfalls auch Bepflanzung eingesetzt,  
jedoch keine Umfriedungen wie Zäune, 
Mauern oder dichte Hecken. Damit wird der 
klassische Schulhof außerhalb der Unter -
richtszeit zum durch Anwohner*innen und 
Parkbesucher*innen nutzbaren und multi-
funktionalen Stadtraum
.
Schulwege. 
Die Schulwege sind für alle Altersstufen und 
zu jeder Tageszeit sicher gestaltet, die Orien-
tierung fällt leicht. Durch die autoarme Pla -
nung des gesamten Quartiers sowie dessen 
Kompaktheit können sich Schulkinder sehr 
einfach selbstständig bewegen. Straßen 
müssen, insbesondere bei einem Schulweg 
durch die Grüne Mitte Köln-Kreuzfelds, nur 
sehr selten gekreuzt werden. Angemessene 
Bodenbeläge, Wegbreiten und Beleuchtung 
stärken das Schulwegekonzept.

Abb. 165: Verortung Kulturangebote und Sonderbausteine
156
2.5.5 K ulturangebote und Sonderbausteine
Zu jedem nachhaltig lebendigen Stadtraum 
gehört idealerweise ein flächendeckendes 
und allen Altersklassen gerecht werdendes 
Angebot an Kultur- und Sozialeinrichtungen 
drinnen und draußen. Kinder und Jugendliche 
müssen die Möglichkeit haben, sich unbeob-
achtet entfalten zu können, auch Erwachse -
ne brauchen einen Ort zum Austausch. 
Gesundheitsbausteine. 
Die Bedarfe der gesundheitlichen Versor -
gung und der Prävention können durch ein 
Ärztehaus oder ein medizinisches Versor -
gungszentrum abgedeckt werden. Posi-
tioniert an der S-Bahn-Station und in Hood 
Eins sollen sich die Bausteine befinden, die 
Kreuzfeld hält ein Netz aus sozialen und kulturellen Angeboten bereit. 
Sie sind im Sinne der Nutzungsschwerpunkte verteilt und ermöglichen 
einen abwechslungsreichen Stadtalltag.
Gesundheit
Hoodmitten
Bürgerhaus+
Handwerkerhöfe
Medizinische Einrichtung
Jugendzentrum
Schwimmhalle
Legende
auch Flächen für eine erweiterte Nutzung in 
Gesundheitsbelangen wie z. B. als Ausbil-
dungsstätte für Pflege oder auch für admi-
nistrative Tätigkeiten zur Verfügung stellen 
können. Die zentrale Lage soll den Pati-
ent*innen, Mitarbeitenden und Besuchen-
den – auch aus den benachbarten Stadttei-
len – eine gute Erreichbarkeit bieten. 
Soziale und kulturelle Angebote 
sind im Sinne der Hood-Identitäten 
gut verteilt und ermöglichen einen 
abwechslungsreichen Stadtalltag.
Integrierte Planung

Abb. 166: UCN Campus, Aalborg I ADEPT
157
Bürgerhaus+. 
Das Bürgerhaus+ soll das gebaute Zentrum 
des öffentlichen Lebens sein, gleichermaßen 
gemeinsames Wohnzimmer und Kulturzen- 
trum. Als sogenannter dritter Ort kann es ein 
Treffpunkt der Kreuzfelder*innen und aller 
Interessierten sein. Konzeptuell vereint es 
eine multifunktional nutzbare Halle, Räume 
für Bürger*innen und das interkulturelle Zen-
trum, also einen Ort, an dem alle Kulturen und 
Religionen zusammenkommen können. Die 
Nutzungen sollen vielschichtig und auf alle  
Altersstufen sowie Gesellschaftsgruppen 
und Kulturen ausgerichtet sein, damit ein 
ergänzendes Begegnungszentrum in Chor -
weiler geschaffen wird. Das Bürgerhaus+ als 
niedrigschwelliger und demokratischer Ort 
kann mit seinem breit gefächerten Angebot 
das lebenslange Lernen und bürgerschaft -
liches Engagement fördern. Seine Vision  
wird im Anschluss an die Integrierte Planung 
mittels Testentwürfen und co-kreativen  
Workshopformaten weiter vertieft. Für ei-
nen erfolgreichen Verlauf ist eine frühzeitige 
Partizipation möglicher Umsetzender und 
Projektinteressenten nötig.
Schwimmhalle. 
Immer weniger Kinder und Erwachsene kön-
nen Schwimmen. Damit dies möglichst früh 
erlernt werden kann, braucht es ein ganzjäh-
rig nutzbares Schulschwimmbad in unmit -
telbarer Nähe. Es ist im Zentrum von Hood 
Eins direkt an der S-Bahn-Station verortet.
Handwerkerhöfe. 
In den Handwerkerhöfen wird noch gehobelt, 
gesägt und gehämmert. Als in Köln-Kreuz -
feld einmaliges Projekt könnte es Wahrzei-
chen der Hood Drei und das kreative Zent -
rum des Quartiers werden. Mit einer Vielzahl 
an Produktionsräumen für unterschiedliche 
Gewerke ist es ein Möglichkeitsraum, Vor -
bild kann das oben zu sehende New Aarch 
Gebäude in Aarhus sein.
Für alle Altersstufen gibt es Räume 
für Austausch und Begegnung, der 
Nachbarschaftsverbund wächst 
zwischen den Hoods und darüber 
hinaus.

Abb. 167: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 168: Cortex Park, Odense I ADEPT
158
Die Bereitstellung von Freizeit -
angeboten in schulischen Räu-
men ermöglicht eine flächenef -
fiziente Doppelnutzung.
Jugendzentrum. 
Das Jugendzentrum ist ein außerschuli-
scher Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. 
Es ist ein Ort, an dem sie sich nach Ende der 
Schulzeit aufhalten können, um alleine oder 
in Gruppen ihren Interessen nachzugehen. 
Neben der Interaktion mit Gleichaltrigen 
bietet das Zentrum durch ein großes Raum-
angebot die Möglichkeit, unterschiedlichen 
Hobbys nachzugehen, die eigenen Stärken 
zu entdecken und diese zu verbessern. Ne-
ben Lehrer*innen und der eigenen Familie 
gibt es hier eine dritte Ansprechperson, die 
bei Problemen und Fragen unterstützt.
Mit seiner besonderen Position im Mobili-
tätszentrum in Hood Vier ist es von allen 
Hoods aus schnell zu erreichen und Teil der 
Bildungslandschaft.
Kreuzfeld hält ein Netz aus viel-
f
ältigen und auch barrierefrei  
gut erreichbaren soziokulturellen 
Angeboten bereit.

Abb. 169: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 170: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 171:  Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
159
Die Gestaltung des Kulturzen-
trums Ku.Be soll von den Nut-
zer*innen selbst in die Hand 
genommen werden. Speziell 
auf die Bedarfe Kindern zuge-
schnittene Räume fördern die 
individuelle Entwicklung auf 
spielerische Weise. 
Bildungseinrichtungen heben sich im 
Stadtraum aufgrund ihres wiedererkenn-
baren Charakters von der Umgebung ab 
und bilden Orientierungspunkte.

Abb. 172: Dalarna Media Library, Falun  I ADEPT
Abb. 173: UCN Campus, Aalborg I ADEPT
160
Der UCN Campus in Aalborg ist ein vielseiti-
ges Lernzentrum, dass diverse Studienpro-
gramme unter einem Dach vereint. Ähnlich 
wie in der Delerna Media Library bietet die 
Architektur gleichermaßen ruhige Zonen für 
konzentriertes Arbeiten sowie Kommunika -
tions- und Begegnungsorte. 
Für alle Altersstufen gibt es Räume 
für Austausch und Begegnung, der 
Nachbarschaftsverbund wächst 
zwischen den Hoods und darüber 
hinaus.

Abb. 174: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 175: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 176: New Aarch, Aarhus I ADEPT
161
Handwerkerhöfe. 
In den Handwerkerhöfen wird noch gehobelt, 
gesägt und gehämmert. Als in Köln-Kreuz -
feld einmaliges Projekt ist es Wahrzeichen 
der Hood Drei und das kreative Zentrum des 
Quartiers. Mit einer Vielzahl an Produktions-
räumen für unterschiedliche Gewerke und 
offenen Ateliers ist es ein Möglichkeitsraum. 
Die Räumlichkeiten werden gemeinschaft -
lich genutzt, man kommt mit anderen in Kon-
takt, lernt von ihnen und startet gemeinsame 
P
rojekte. Materialien wie Holz, Metall, Ton 
und Textil werden in den Handwerkerhöfen 
bearbeitet. 
Als mögliche Ausbildungsstätte übernimmt 
es wichtige Funktionen im Bereich der Bil-
dung. Neben der Frühförderung von Kindern 
und der Ausbildung sowie Umschulung von 
Jugendlichen und Erwachsenen bietet es 
auch Workshops für Rentner*innen an.
New Aarch ist der Neubau der renommierten 
dänischen Architekturschule in Aarhus und 
wurde als Inkubator für Experimente, werk -
stattbasiertes Lernen und zufällige Begeg -
nungen konzipiert. Synergien zwischen Stu -
dierenden, Lehrenden und der Nachbarschaft 
sind ber
eits Teil des Entwicklungsprozesses.

Abb. 177: Integrierte Sport- und Spiellandschaft mit Alluvialpark
162
alle Kreuzfelder Hoods verbindet: den Hood-
Loop-Weg. Damit kann auch der Anschluss 
an Blumenberg geschaffen werden.
Für die Sportangebote der Grünen Mitte 
entlang des Sport-Loops können Standard -
konfigurationen gestalterisch und funktional 
hin
terfragt werden, um Anlagen zu schaffen, 
die auf Kreuzfeld zugeschnitten sind: Sie 
sollen sich weg von statischen und exklu-  
siven Anlagen hin zu einer dynamischen und 
in
tegrativen Sport- und Erholungslandschaft 
entwickeln. Die gute Einbindung dieser Pro-
gramme in ein integriertes Sport-, Spiel-, 
E
rholungs- und Grünflächenangebot kann 
eine ausgeglichene Nutzung fördern. 
Sportlandschaft. 
Die neue Sportanlage Nord und die wei-
teren Sportflächen sind  innerhalb des 
Landschafts
 r
aumes von Kreuzfeld an-
geordnet. Damit werden einerseits das 
Basketballfeld und die multifunktionalen 
Kleinspielfelder der Grünen Mitte mit den 
Schul
 s
tandorten und Spielflächen zu Clus-
tern vernetzt. Andererseits entwickelt sich 
um den Standort der Sportanlage Nord eine 
bunte Sport- und Spiellandschaft, die von 
agriurbanen Flächen umgeben ist und so 
Teil des landschaftsgeprägten Stadtrau-
mes wird. Verknüpft werden die vielfältigen 
Spor
 t
- und Spielangebote der Grünen Mitte 
durch eine Rad- und Laufstrecke, die zudem 
Sportflächen Sek I
Sportflächen Sek II
Sportanlage Nord
Multifunktionale Kleinspielfelder
Sport-Loop
Bestehende Schulsportanlage
Basketballfeld
Legende
Die Gestaltung der Sportflächen sollte trotz notwendiger Sicher-
heitsmaßnahmen funktional und optisch in die Freifläche integriert 
werden und den offenen Charakter der Grünräume unterstützen.
2.5.6 Sport - und Spiellandschaft
Integrierte Planung

Abb. 178: Sportflächentypologien
163
2. Multifunktionale Kleinspielfelder. 
Sie eignen sich zum Spielen von Handball, 
Fußball, Basketball, Volleyball, Tennis und 
Badminton. Die  multifunktionalen Kleinspiel-
felder liegen verteilt innerhalb der grünen 
M
itte und bilden angegliedert an die Kampf -
bahn Typ C mit ihr die Sportanlage Nord.
3 Felder à 22 m x 44  m inkl.  Sicherheitsabstand
1. Sportanlage Nord. 
Die Sportanlage Nord mit einer Kampfbahn 
Typ C ist die größte Sportfläche in Kreuzfeld. 
Sie entspricht der DIN 18035-1 und eignet 
sich für Fußball und Leichtathletik, Schul-, 
Vereins- sowie Freizeitsport. Durch die an-
grenzenden Grünräume und begleitenden 
Vegetationsflächen kann sie sich produktiv 
in die Landschaft integrieren. 
3. Basketballfeld. 
Standardgröße nach DIN 18035-1, auch ge-
eignet für Wettkämpfe nach FIBA. 
Das Basketballfeld liegt zentral und direkt 
angegliedert an die Sportanlagen der wei-
terführenden Schule der Hood Drei inner -
halb der Grünen Mitte.
1 Feld à 19 m x 32 m inkl. Sicherheitsabstand
4. 
Außensport an den weiterführenden 
Schulen.
Die weiterführenden Schulen werden tags-
über die Großsportanlage mitbenutzen. Auf 
jedem der Schulhöfe wird zusätzlich je ein 
Kleinspielfeld angelegt.
2 Kleinspielfelder à  20 x 26 m 
+ Weitsprunganlage 
+ Kurzstreckenbahnen
5. Grundschulen. 
Für die Grundschulen werden Außensport -
flächen auf den eigenen Schulhöfen ange-
legt.
 
3 Kleinspielfelder à 15 x 30 m
+ Weitsprunganlage 
+ Kurzstreckenbahnen
SPORTANLAGE NORD
Kampfbahn Typ C 
Großspielfeld 
400 m Kreisbogenbahnen (4 Bahnen)
130 m Einzelbahnen (6 Bahnen)
 
+ Leichtathletikeinrichtungen  
+ 
  
Ergänzungsflächen und  
separate Wurfanlagen
+ Vereinsheim
+ 
 multifunktionale Kleinspielf
elder  
(2 Felder)
+ Laufstrecke 1 x ca. 2,1 km1. 
2. 3. 4. 5.

Sportstation. 
Entlang des Sport-Loops  können sich kleine 
Inseln für Bewegung anschließen. Von Yoga 
bis HIIT kann hier jederzeit trainiert werden. 
Abb. 179: Quirijn Park, Tilburg (NL) I Karres en Brands Abb. 180: Sport und Spiel sind Teil des Parks I Karess 
en Brands
164
Die drei multifunktionalen Kleinspielfelder à 
22
 m auf
 44
 m inklusiv
e einer Sicherheits
 z
one 
befinden sich auf dem gesamten Gelände. Die 
Größe ist geeignet für Handball, Fußball, Bas-
ketball, Volleyball, Tennis und Badminton. Ein 
Bask
etballfeld mit Standardgröße kann in der 
Grünen Mitte bespielt werden. Zwei weitere  
kleine Rundsportplätze für 3  x  3-Bask etball 
be finden sich ebenso im P
ark. 
Da das Basketball- und ein Kleinspielfeld in 
den verbindenden Parks liegen, ist es wichtig,  
sie gestalterisch in diese einzubinden. Die 
Spielflächen sollt
en trotz notwendiger Sicher-
heitsmaßnahmen funktional und optisch in 
die F
reifläche integrieren werden und den of-
fenen Charakter der Grünräume unterstützen. 
A
uch hier eine Multicodierung von Elemen -
ten wie Ballzäunen und großen Tartan flächen  
genutzt werden. Ballzäune etwa können be -
pflanzt oder als individuelles Objekt gestaltet  
werden – große Flächen für Sportanlagen  
sollten hingegen farblich abgestimmt und 
immer
 auch auf Regenwasserretention bei 
Starkregenfällen ausgelegt sein.
Klein- und Multisportanlagen. 
Um eine ausgewogene Anbindung der fünf 
Hoods an Sportangebote zu gewährleisten, 
werden ein Basketballfeld und ein multi-
funktionales Kleinspielfeld innerhalb des 
Quartiers vorgesehen.
Innerhalb der Grünen Mitte sind sie nahe den 
Standorten der weiterführenden Schulen  
platziert und gut über den inneren Hood-
L
oop-Weg sowie die Parkwege erreichbar. 
Im Norden ergänzen zwei multifunktionale  
Kleinspielfelder das Sportangebot der Sport -
anlage N
ord. Die Standorte dieser Sportplät-
ze berücksichtigen auch die Minimierung der  
Lärmbelastung für die angrenzende Wohn -
bebauung. Die Barrierefreiheit wird an allen  
Standorten mitgedacht, sodass  die Erreich-
barkeit auch für mobilitätseingeschränkte 
M
enschen jederzeit gewährleistet ist.
Klein- und Multisportanlagen
Die Gestaltung der Sportflächen sollte sich trotz notwendiger  
Sicherheitsmaßnahmen funktional und optisch in die Freifläche integ-
rieren und den offenen Charakter der Grünräume unterstützen.
Integrierte Planung

„ U m eine ausgewogene Anbindung 
der fünf Hoods an Sportangebote 
zu gewährleisten, werden ver-
schiedenartige Sportflächen über 
das Quartier verteilt. ”
165

Abb. 181: Integrierte Sport- und Spiellandschaft um die Sportanlage Nord
166
heims angeboten werden. Von der Kuppen 
des Walls aus bietet sich ein ansprechender 
Blick über Kreuzfeld und seine landwirt -
schaftliche Umgebung. Erreichbarkeit und 
Z
ugänglichkeit zum Sportkomplexe werden 
durch separate Zugänge und eine Zufahrt 
für Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen 
sowie die Feuerwehr gewährleistet.
Das Parken wird in das direkt angrenzende 
Mobilitätszentrum der Hood Drei integriert. 
Vereinsheim und Betriebsgebäude sind in 
den Erdwall eingelassen und sowohl straßen-
seitig als auch von den Sportanlagen aus er-
schlossen. Auf Höhe des Vereinsheims kann 
der
 Lärmschutzwall als Stützmauer ausge -
formt werden, der so für zusätzliche Sport -
Sportanlage Nord. 
Mit der Sportanlage im Norden des neuen 
Stadtteils werden eine DIN-gerechte An -
lage für Schul- und Wettkampfsport sowie 
ein Gr
oßspielfeld für Fußball und zwei mul -
tifunktionale Kleinspielfelder geschaffen. 
L
eichtathletikanlagen sowie ein Großsport -
feld und zwei Kleinsportfelder sind neben 
agriurbanen Flächen und Spielangebo
ten 
gut erreichbar in die Landschaft integriert. 
Aus Lärmschutzgründen ist die Großsport -
anlage von einem Wall umgeben. Dieser kann 
zudem als 
vielseitiges Gestaltungselement 
für weitere Sportnutzungen und Spielange -
bote entwickelt werden. Es könnte etwa eine 
Lauf
strecke in die Topografie integriert, Zu -
schauertribünen im Hang eingelassen oder 
eine Kle
tterwand in der Nähe des Vereins -
Klein-
spielfelder
Wurfanlage
Großspielfeld
Vereinsheim
Laufstrecke
Lärmschutz
Lärmschutz
Lärmschutz
Tribüne
Tribüne
Spielplatz mit 
Bewegungs-angebot
Kreisbogenbahn
Kurzstreckenbahnen
Sportanlage Nord
Integrierte Planung

Abb. 182: Klassischer Lärmschutzwall 
Abb. 183: Tribüne und Pfad auf Wallkamm
Abb. 184: Lärmschutzwall mit Stützmauer
Abb. 185: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loidl
Abb. 186: Baakenpark, Hamburg I Ateloer Loidl
167
einrichtungen wie Kletter-/Boulderwände, 
Ballsportarten oder allgemeine Fitnessakti-
vitäten nutzbar ist. Böschungen (im Verhält-
nis 1:3) bieten die Möglichkeit, Zuschauer -
tribünen auf abgestuften Grashängen oder 
eingelassenen Sitzbalk
en zu modellieren.
INFOBOX: SPORTANLAGE NORD
Kampfbahn Typ C
Großspielfeld für Fußball 68 m x 105 m
im Rundbahninnenraum
4 Kreisbogenbahnen (400 m)
6 Einzelbahnen für gerade Sprint-  
und Hürdenstrecken (130 m inkl.  
Start- und Auslaufzonen)
+ 
 
Leichtathletikeinrichtungen  
(Kugelstoßanlage, Hochsprungan-
lage, Weit- und Dreisprunganlage, 
Stabhochsprunganlage)
+ separate Wurfanlagen 
+ Ergänzungsflächen
+ 
 V
ereinsheim (350 m²) mit  
Umkleiden, Sanitäranlagen, Lager
+ zwei multifunktionale Kleinspielfelder
+ informelle Laufstrecke
+ Zuschaueranlage
+ Flutlichtanlage
+ 
 S
tellplätze für  
Mobilitätseingeschränkte
Flachere Böschungen (im Verhältnis 1:3 
bis 1:8) können für Spielplätze, allgemeine  
Erholungszwecke, Baumpflanzungen, Wild
-
blumen
wiesen oder produktive Landschaften 
genutzt werden. Damit können neue Gestal-
tungsideen im Übergang zwischen Sportan -
lage Nord und der produktiven Landschaft 
ge
funden werden. Sie laden die Anwoh -
ner*innen und Besucher*innen zum spieleri-
schen Entdecken der Stadtlandschaft ein.
Dur
ch all diese Maßnahmen entsteht ein 
Sportgelände mit unverwechselbarem Char-
akter: eine einzigartige Kombination aus Park, 
Spiel,
 Erholung und Sport in einer multifunk-
tionalen Nachbarschaft, die Bewohnende der 
umliegenden S
tadtteile aktiv einlädt.

Abb. 187: Spielflächen mit Alluvialpark
168
in deren Gestaltung integriert. Der Spiel-
platz der Hoodmitte ist jeweils circa 1.000 m²  
groß und leicht einsehbar. Durch die ge-
schützte Lage und gute Erreichbarkeit kann 
der Spielplatz von den Kindern der Nachbar-
schaft auch eigenständig genutzt werden. 
Nur Spielplätze, die größer als 1.000 m² sind, 
werden in die Berechnung der flächenrele-
vanten Spielplätze einbezogen. Daher ist es 
auch möglich, weitere kleinere Angebote in 
den Kreuzfelder Hoods und den angrenzen-
den Freiräumen zu integrieren, die beispiels-
weise aus einzelnen Elementen bestehen 
oder von Anwohnenden gepflegt werden. 
Jede Wohneinheit verfügt über mindestens 
einen Spielplatz, der in weniger als zwei Mi-
nuten zu Fuß erreichbar ist. Insgesamt gibt 
es 16 Spielplätze verschiedener Typologien 
und Größen.
Spiellandschaft. 
Für Kreuzfeld wird ein gut erschlossenes 
Netzwerk aus unterschiedlichen Spielplatz -
anlagen geplant. Die Standardkonfiguration  
der Anlagen wird dabei umgestaltet, um 
vielfältige und wiedererkennbare Spielland-
schaften zu schaffen, die anstatt eines stan-
dardisierten Layouts eine dynamische und 
integrierte Spiellandschaft entstehen lassen. 
Die Spielplätze in Kreuzfeld haben ihre eige-
nen Merkmale und sind Teil der verschie-
denen Landschaften des neuen Quartiers. 
Allu
 vialpark
, Grüne Mitte und Sportland-
schaft haben Einfluss auf die Gestaltung 
der dort verorteten Spielflächen. Diese sind 
innerhalb der Landschaften klar definiert. 
Innerhalb der Quartiere sind öffentliche 
Spielplätze Teil der Hoodmitten und werden 
Legende
Spielflächen
Landschaftsspielplatz (2x)
Großspielplatz (7x) 
Hoodspielplatz (5x)
Parkschulhöfe (2x)
Sportspielplatz (1x)
Waldspielelemente (optional) (1x)
Die Spielflächen in Kreuzfeld sind vielfältig und ein integraler Teil des 
neuen Quartiers. Alluvialpark, Grüne Mitte und Sportlandschaft haben 
Einfluss auf die Gestaltung der dort verorteten Spielflächen.
Integrierte Planung

169
Hoodspielplätze. 
Ein Spielplatz befindet sich im Zentrum jeder Kreuzfel-
der Hood, integriert in die Hoodmitte. Die Spielelemente 
sollen für Klein
 kinder
 und ältere Kinder nutzbar sein. Es 
ist ein Quartiersspielplatz.
 
5 x 530 – 1.200 m²
Großspielplätze. 
Diese befinden sich in der Grünen Mitte um die Hoods 
Eins und Zwei sowie im Alluvialpark. Sie sind von ihrer 
Größe her ähnlich, können sich aber in Aussehen und 
Programm unterscheiden.
7 x 1.000 – 1.100 m²
Sportspielplatz. 
Dieser Spielplatz beherbergt einen Skatepark und einen 
Großspielplatz. Er befindet sich neben der Sportanlage 
Nord und bietet weitere aktive Spielmöglichkeiten in der 
Nähe zu Sport und Bewegung an.
1 x 1.682 m²
Landschaftsspielplätze. 
Diese Areale sind Spielplätze in einer natürlichen, park -
ähnlichen Umgebung, in denen Kinder frei spielen kön-
nen. Sie befinden sich in der Grünen Mitte. In Köln-Kreuz-
feld werden zwei Landschaftsspielplätze angeboten.
2 x 1.500 – 1.900 m²
Schulhöfe. 
Die Schulhöfe der weiterführenden Schulen sind Spiel- 
und Sportplatz zugleich. Sie befinden sich in der Grünen 
Mitte. Durch ihre integrierte Gestaltung sind sie auch nach 
Schulschluss nutzbar und gehen fließend in den Park über.
Der planungsursächliche Mehrbedarf an öffentlichen 
Spielplatzflächen nach KoopBLM wird im weiteren Pla -
nungsprozess validiert.
Waldspielelemente für alle Altersgruppen. In den be-
stehenden Wald integrierte kleine Spielflächen.
1 x 50 – 150 m²
Abb. 188: Spielflächentypologien

Abb. 191: Großsportfeld im Norden I Doug and Wolf for ADEPT + Karres en Brands
Abb. 189: Middelfart, Dänemark I ADEPT + Karres en Brands
Abb. 190: Naturspiel I Karres en Brands
170
Natur spielerisch entdecken.
Bei den großen Landschafts-
spielplätzen soll besonders das 
Spielen, Lernen und Entdecken 
der Natur im Fokus stehen. Eine 
naturnahe Gestaltung fördert 
dieses Vorhaben.
Viel Platz zum Spielen. 
Die Großspielplätze bieten die 
Chance, eine zusammenhängen-
de Spiellandschaft zu schaffen, 
die den Freiraum miteinbezieht.
Parkschulhof. 
Die Schulhöfe und Freiflächen 
sind offen und multifunktional 
gestaltet, sodass die Kinder sich 
den Raum spielerisch aneignen 
können.

Abb. 192: Kwekerij, Hilversum I Karres en Brands
Abb. 193: Aktive Parkränder I Karres en Brands
Abb. 194: Naturspiel im Wald I Karres en Brands
Abb. 195: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
171
Der Wald als Spielplatz. 
Der bestehende Wald des Alluvial-
parks kann eine wunderbare Basis 
für kleine Interventionen bieten, die 
den Park als Ziel für Anwohnende 
allen Alters interessant machen.
Anregung zur Bewegung. 
Sport und Spiel liegen dicht bei-
einander. Der Sportspielplatz führt 
spielerisch an unterschiedlichste 
Sportarten heran und soll auch ger-
ne von den Großen genutzt werden.
In der Mitte. 
Ein sicherer und nahgelegener 
Ort zum Toben liegt im Zent -
rum einer jeden Hood. Durch 
die Nähe zu Café und Eisdiele 
können Eltern und Kinder ent -
spannt ihre Freizeit verbringen.

172
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Multicodierung der Pausenhöfe von wei-
terführenden Schulen erzeugt eine Verdich-
tung von Nutzungen und lässt sich flexibel  
an Anforderungen anpassen. Auch im ge-
schlossenen Raum werden flexible Struktu-
ren eingerichtet, sodass wichtige Gebäude 
wie das Bürgerhaus+ auf sich ändernde Um-
stände angepasst werden können.
Bei sich ändernden Bedarfen wird es immer 
möglich sein, Ausbaumöglichkeiten der ak -
tuellen Konzepte zu prüfen. Wichtig ist auch 
die Förderung anwohnergestützter Initia -
tiven bei lokalen Bedarfen oder zur zusätz
-
lichen Qualit
ätssicherung. Eine Prüfung der 
Zugänglichkeits- und Nutzungsreglemen-
tierungen der städtisch unterhaltenen Flä -
chen sollte dabei ebenso ein verhandelba -
res Element bleiben. Auch die Verwendung 
multifunktionaler Elemente in der Errich-
tungsphase zählt dazu.
Ausblick. 
Mit Blick auf die technische Masterplanung 
wird in der kommenden Phase eine Vertie-
fung des Bildungs-, Spiel- und Sportflächen-
konzepts vorangetrieben. Eine genaue Pla -
nung der Programmierung und Gestaltung 
dieser Flächen stützt das Bestreben danach, 
eine individuelle und hochwertige Bildungs-
landschaft für Kreuzfeld zu schaffen. Dabei 
werden auch Optimierungsmöglichkeiten 
der bisherigen Planung ausgewertet und mit 
Blick auf die Projektfinanzierung geprüft, 
ob und wie auf Fördermittel zugegriffen 
werden kann. Für die weitere Entwicklung 
der Bildungslandschaft ist eine integrierte 
Vertiefung der einzelnen Bestandteile not -
wendig. Bedarfe, Funktionalitäten und Trä -
gerschaft der Bildungseinrichtungen sowie 
Freiflächen sollen weiter konkretisiert und 
stärker miteinander verknüpft werden.
2.5.7 Ausblick
Integrierte Planung

„ U m die ambitionierten Qualitäten 
und die Flexibilität der heute  
entwickelten Bildungs- und 
Sportlandschaft weiterzuführen, 
ist es wichtig, Prinzipien wie die 
Multicodierung dieser Flächen  
zu sichern. “
173

3.  Kreuzfelder 
Hoods

176
3.1 Kr euzfelder Hoods
Hoods erzeugen dabei das Gesamtnarrativ 
der künftigen Entwicklung Köln-Kreuzfelds. 
Allgemeines zu den Kreuzfelder Hoods. 
Der neue Stadtteil besteht aus fünf verschie-
denen Hoods und der Erweiterung Blumen-
bergs. Die Hoods erzeugen einen gemeinsa-
men Stadtraum, weisen aber jeweils einen 
eigenen Charakter auf. Dieser Charakter 
variiert, denn von Ost nach West ändern die 
Typologien ihre Ausprägung auf einer Skala 
von städtisch zu landschaftsorientiert. 
Die Baufelder der Hoods weisen verschie-
dene Größen für unterschiedliche Entwick -
lungsprozesse auf. Jedes Baufeld liegt so-
wohl an der jeweiligen Mitte der Hood als 
auch direkt am übergeordneten Freiraum. 
Die Hoods sind in ihrer Ausformung flexi-
Das vorliegende Kapitel stellt die einzelnen 
Nachbarschaften, die sogenannten Kreuz -
felder Hoods, vor. Es bietet eine integrierte 
Sicht der zuvor in einzelnen Kapiteln be-
schriebenen Teilaspekte. Auf den folgenden 
Seiten finden sich entsprechend Darstellun-
gen mit reduzierter Flughöhe, die den Blick 
weg vom Gesamtensemble hin zum Blick 
auf das Leben zwischen den Häusern len-
ken. Es wird illustriert, welche unterschied-
lichen Profilierungen die einzelnen Hoods 
aufweisen, welche Atmosphären und wel-
che Alltagssituationen entstehen könnten. 
Ergänzt werden diese Visionen durch kon-
krete Kennzahlen zu Einwohner*innen, Flä -
che, Nutzungen und vielem mehr, um den 
Zielen der Integrierten Planung auf überge-
ordneter Ebene Rechnung tragen zu kön-
nen. Die singulären Stimmen der einzelnen 
Die fünf Kreuzfelder Hoods sind eine Mischung aus Stadt und Dorf. 
Sie bilden eine vielfältige und doch zusammenhängende Infrastruk-
tur, in deren Mittelpunkt Gemeinschaft und Austausch stehen. Durch 
ihren zentralen Freiraum, die Grüne Mitte, werden sie zu einer wie-
dererkennbaren Adresse. Die einzelnen Hoods sind konzentrierte 
urbane Cluster, die der Natur trotzdem maximalen Raum geben. Auf 
diese Weise werden die landschaftlichen Qualitäten und Potenziale 
des Areals optimal genutzt.
Kreuzfelder Hoods

Abb. 196: Verortung der Kreuzfelder Hoods
177
bel. Durch eine robuste Grundstruktur kann 
während des langfristigen Entwicklungspro-
zesses des neuen Stadtteils flexibel auf sich 
ändernde Rahmenbedingungen reagiert 
werden.
Alle Hoods sind als lebendige Cluster um 
einen innenliegenden, zentralen Platz orga -
nisiert, die sogenannten Hoodmitten. Hier 
trifft neue Mobilität auf Gemeinschaftsräu-
me, neue Arbeitswelten auf attraktive Frei-
räume – es entstehen lebendige Subzentren, 
die die Menschen zusammenbringen. Die 
Ränder der Hoods gehen in die Landschaft 
über. Umlaufende Wege geben der Nach-
barschaft Zugang zu dem spannenden Ort 
des Übergangs und verbinden sich mitein-
ander, um schlussendlich in den Hood-Loop 
überzugehen – die zentrale Verbindung mit 
dem Rad oder zu Fuß in Woodhood.
Am Hauptankunftspunkt am Bahnhof Blu-
menberg entsteht ein städtisches Zentrum 
mit den wichtigsten Sozial- und Dienstleis-
tungsinfrastrukturen. Auf diese Weise wer -
den der bestehende Bahnhof und Blumen-
berg mit der neuen Stadtstruktur verbunden 
und können von ihr profitieren. Die somit 
urbanste Hood im Osten wird entlang eines 
zentralen Rückgrats zu einem Spiegelbild 
des Aufbaus von Blumenberg. 
Jede Hood hat ihre eigene Identität, 
die sich in Nutzungen, städtebaulich-
freiraumplanerischer Gestaltung 
und Atmosphären widerspiegelt.
Hood Eins
Hood Zwei
Hood Drei
Hood Vier
Hood Fünf
Blumenberg
Legende

178
Egal, ob neu in Köln-Kreuzfeld oder bereits Bewohner*in – Hood Eins 
heißt jeden willkommen. Schon beim Aussteigen aus der S-Bahn ist 
die dichte und urbane Bebauung zu erkennen. Großstadtfüchse kön-
nen hier in kurzer Distanz Einkäufe erledigen, im Café neue Freund*in-
nen treffen, Triathlet*innen absolvieren ihr Schwimmtraining im neuen 
H
allenbad. Urbanes Gewimmel herrscht auch unter der Woche, Eltern 
mit Lastenrädern fahren den Nachwuchs in die Kita und treffen sich 
danach zum Woodhood-Waldbaden. Praktisch, dass alles fußläufig 
und in kurzer Distanz zu erreichen ist! Es wundert also wenig, dass die 
Schüler*innen Wettrennen veranstalten. Und für manch einen gibt es 
in der Grünen Mitte mehr zu entdecken als im Klassenraum. Am Wo-
chenende gibt es endlich wieder ein Konzert, Anlass ist die Vernissage 
der
 Kreuzfelder Künstler*innen. Werktags treffen sich die Nachbar*in-
nen und Vereinsmitglieder in den Räumlichkeiten, zum Beispiel um die 
neuen Baugemeinscha
ften aus der Nachbarhood kennenzulernen. 
Hood Eins –  Von Holz, Hasen und Großstadtfüchsen
Kreuzfelder Hoods
Detaillierte Flächenangaben
Gewerbe
Hooddichte von 1,28 – 4,67 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von 1.070 bis 1.200
Einwohner*innen ca. 2.450
BGF Wohnen: rund 96.100 m² (50 %)
BGF Gewerbe: rund 14.700 m² (8 %)
BGF Gesundheit  
inkl. Schwimmhalle: rund 10.700 m² (6 %)
BGF Öffentl. Nutzung: rund 30.700 m² (16 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 16.000 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 22.300 m² (12 %)
Anteil privates Grün: rund 30.200 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 7.900 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.200 m²

179
Abb. 197: Lageplan
Lärmschutz
Permakultur
Spielplatz
Feuerwache
Mercatorstraße
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Ärztehaus
Bürgerhaus+
Wasserretention
Kita
Kita
Kita
Quartiers-
platz
Station
Kreuzfeld
Lebensmittelmarkt
Woodhood
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schulhof
Schule
Schule
Supermarkt
Förderschule
Baugemeinschaft
Baugemeinschaft
Schwimmhalle
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Generationenhaus
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
Sportwiese
Wasserretention
Dauer- und solitäre 
Kurzzeitpflege

Abb. 198: Axonometrie Geschossigkeiten
Abb. 199: Axonometrie Nutzungen
180
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende

Abb. 200: Axonometrie

182
Woodhood heißt hier wetterfest und wassernah. Die Stadt mit ihrer 
Dachlandschaft und grünen Straßenräumen funktioniert als Schwamm. 
Nach einem starken Gewitter können Gummistiefel angezogen, der 
Geruch des Regens wahrgenommen und durch die Hoodmitte gewatet 
werden. Die Kinder lieben den Wasserspielplatz, der seinem Namen alle 
Ehre macht. Auch die Schule nutzt die Freiräume gerne, um außerhalb 
des Klassenzimmers Wissen zum Thema Wasser als Ressource zu ver-
mitteln. Die kleinen Kinder lernen früh, wieso der Boden in dieser Hood 
besonder
s im Sommer atmen muss und kann, wieso es sich lohnt, 
(Wohn-) Flächen zu teilen und dass auch Gebäude einen Fußabdruck 
haben. Wasserliebende jeden Alters wohnen hier, die Unterschiede 
machen das Zusammenleben spannend, mit geteilten Ressourcen 
unterstützt jeder dort, wo er kann. Was Nachbarschaft heißt, wird auch 
im Mehrgenerationenhaus und  von gemeinschaftlichen Wohnformen 
gelehrt.
Hood Zwei –  Mit Kölnquappen im Regen tanzen
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,45 – 4,00 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von 910 bis 1.025
Einwohner*innen ca. 2.100
BGF Wohnen: rund 82.000 m² (73 %)
BGF Gewerbe: rund 8.800 m² (8 %) 
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 10.900 m² (10 %)
BGF Bildung: rund 11.000 m² (10 %)
Anteil privates Grün: rund 24.100 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 8.000 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.200 m²
Detaillierte Flächenangaben

Abb. 201: Lageplan
Gewerbe
Gewerbe
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
SportSchulhof
Schulhof
Park
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schule
Kita
Kita
Generationenhaus
Wasserretention
Wasserretention
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Landschafts-
spielplatz
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Dauer- und solitäre 
Kurzzeitpflege
Quartiers-
mitte
Kita Kita
Quartiers-
platz
Station
Kreuzfeld
Lebensmittelmarkt
GewerbeSchulhof
Schule
Baugemeinschaft
Schwimmhalle
Bürgerhaus+

Abb. 202: Axonometrie Geschossigkeiten
Abb. 203: Axonometrie Nutzungen
184
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 204: Axonometrie

186
Egal ob Triathlet*in oder Turner*in, in Woodhood kommt jede*r auf  
seine Kosten. Genau hier, im Norden von Hood Drei, kommen  
Freizeitsportler*innen und Interessierte zu beinahe jeder Tageszeit 
zusammen.
 Nach der Vereinssitzung trifft man sich gerne an einem 
der Büdchen. Obgleich Hood Drei die flächenmäßig kleinste Hood 
ist, kommen hier regelmäßig viele Menschen zusammen. Nicht nur zu 
Sportveranstaltungen, sondern auch an den offenen Werkstatttagen 
wird das Hood-Handwerk sichtbar. An zwei Wochentagen ist der  
lokale Markt der Magnet zwischen den Nachbarschaften: Es ist genau  
erkennbar, wo welches Gemüse angebaut wurde und was gerade  
Saison hat. Beeindruckend, wie viel die Menschen tatsächlich selbst 
v
or Ort produzieren. Das Über- und Nebeneinander vielfältiger Funk-
tionen und Stadtbausteine macht diese Hood besonders beliebt, und 
is
t vor allem etwas für jene, die das und dem oder vorziehen. 
Hood Drei –  Von Loopläufern und dem SV Turnveedel
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,72 – 2,76 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von ca. 350
Einwohner*innen ca. 800
BGF Wohnen: rund 31.500 m² (50 %)
BGF Gewerbe: rund 5.800 m² (9 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 5.100 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 21.200 m² (33 %)
Anteil privates Grün: rund 17.100 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 1.500 m²
Anteil Spielflächen: rund 500 m²
Detaillierte Flächenangaben
Landschafts-
spielplatz

187
Abb. 205: Lageplan
Blumenbergsweg
Gewerbe
Gewerbe
Hood-Loop
Obstwiese
Lärmschutz
Sportspiel-
platz
Sport
Lärmschutz
Generationen-
haus
Generationen-
haus
Handwerker-
höfe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Wasserretention
Förderschule
Ärztehaus
Schule
Schulhof
Quartiers-
mitte
Schule
Schule
Schule
Schule
Schulhof
Schulhof Sport
Sport
Spielplatz
Landschafts-
spielplatz
Landschafts-
spielplatz
Schulhof
Schulhof
Kita
Kita
Wochenmarkt
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts- und 
Jugendzentrum
(Hoodhub)

Abb. 206: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
188
Abb. 207: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 208: Axonometrie

190
Gleise
In Hood Vier geht es vor allem um das Miteinander. Jeder passt auf 
jeden auf, wer alt genug ist, kann bei der Hausaufgabenbetreuung, 
wer noch älter ist, kann Geschichten von früher erzählen. Hood vier 
ist gemacht für Menschen; die, die dort leben und arbeiten und  
solche, die sie dort besuchen und ihre Freizeit verbringen. Wer sich 
nicht entscheiden möchte, ob er nun das Stadt- oder Landleben will, 
ist in Hood Vier hier genau richtig. Umgeben von frisch aufgeforste-
ten Flächen lädt nicht nur die Grüne Mitte zum Spielen ein, auch das 
Umland verzaubert. Die Häuser sind gerade so hoch, dass aus dem 
obersten Stock noch im Blick behalten werden kann, was im Umfeld 
passiert.
Hood Vier – Neue Bio-Büdchen zum Bützen
Kreuzfelder Hoods
Detaillierte Flächenangaben
Hooddichte von 0,63 – 3,18 GFZ
Durchschn. Geschosse: 3 Stockwerke 
Wohneinheiten von 630 - 640 
Einwohner*innen ca. 1.440
BGF Wohnen: rund 56.400 m² (62 %)
BGF Gewerbe: rund 4.900 m² (5 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 6.100 m² (7 %)
BGF Bildung: rund 23.800 m² (26 %)
Anteil privates Grün: rund 32.700 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 3.000 m²
Anteil Spielflächen: rund 500 m²

Abb. 209: Lageplan
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schule
Schule
Schule
Wochenmarkt
Schulhof
Hood-Loop
Landschafts-
spielplatz
Wiese
Gleise
Sport
Schulhof
Generationenhaus
Seniorenwohnheim
Kita
Kita
Kita
Quartiers-
mitte
Park
Mobilitäts- und
Jugendzentrum
(Hoodhub)

Abb. 210: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
192
Abb. 211: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 212: Axonometrie

194
Nachbar*innen laden zur Dachterassenparty ein! Dort pflanzen  
sie Gemüse und Kräuter, die die exponierte Sonnenlage benötigen. 
Die Vorteile des Landlebens werden hier kombiniert mit urbanen 
Funktionen, ein Fakt, der nicht zum ersten Mal gestresste Innen-
stadtbewohnende anzieht und sie begeistert und erholt zurück-
lässt. Damit ausreichend Platz zum gemeinsamen Gärtnern zur 
Verfügung steht, sind die Häuser kleinteiliger, alles ist übersicht-
licher, die Hoodmitte erinnert hier eher an einen Dorfanger. Die 
Bewohnenden kennen und mögen sich und sind stolz darauf, was 
Hood Fünf alles für die übrigen Hoods tun kann. Die stadtnahe 
Landluft riecht hier vor allem nach Entschleunigung und Erholung. 
Hood Fünf– Kreuzfelder Gemeinschaftsgärten
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,6 – 3,62 GFZ
Durchschn. Geschosse: 3 Stockwerke 
Wohneinheiten von 440 bis 565
Einwohner*innen ca. 1.300
BGF Wohnen: rund 50.900 m² (70 %)
BGF Gewerbe: rund 6.100 m² (8 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 5.600 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 10.000 m² (14 %)
Anteil privates Grün:  rund 28.000 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 3.200 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.100 m²
Detaillierte Flächenangaben

Abb. 213: Lageplan
Gewerbe
Permakultur
Permakultur
Sport
Quartiers-
mitte
Gewerbe
Gewerbe
Gleise
Wiese Hood-Loop
Schulhof
Landschafts-
spielplatz
Generationenhaus
Essbarer
Wald
Schule
Kita
Kita
Mobilitätszentrum
(Hoodhub)
Bruchstraße

196
Abb. 214: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
Abb. 215: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 216: Axonometrie

Abb. 217: S-Bahn-Infrastruktur in und um Köln-Kreuzfeld
Einführung. 
Köln-Kreuzfeld wird als Stadtteil geplant, in 
dem die Pkw-Infrastruktur so weit wie mög -
lich zugunsten des Langsamverkehrs (per 
F
uß und Rad) sowie des öffentlichen Nah -
verkehrs reduziert wird. Die Bewohner*innen  
Kreuzfelds sollen problemlos auf den eigenen  
Pkw verzichten können: weniger Autofahrten,  
mehr Bahn- und Busverkehr ist das Ziel. Damit  
das zukunftsweisende Mobilitätskonzept in  
Gänze erfolgreich umgesetzt werden kann,  
ist die Betrachtung von etwaigen Neu- und 
U
mgestaltungen der S-Bahn-Station und  
deren Umfeld essenziell. 
Anlass. 
Die Bahnanlage und die zugehörige Infra -
struktur sind in die Jahre gekommen und 
3.2 L upenraum S-Bahn-Station
generieren im aktuellen Zustand räumliche 
Nachteile. Mit einem maßgeschneiderten 
Ent
 wurf
 kann die S-Bahn-Station zu einem 
Ankerpunkt im räumlichen Gefüge werden, 
um Blumenberg und Kreuzfeld zu verbinden. 
Eine große Chance ist dabei die besondere 
Lage – die Station ist eingebettet in den Allu-
vialpark –, die den Charakter des neu entwi -
ckelten, grünen Stadtviertels Köln-Kreuzfeld 
w
eiter unterstützen kann. Ihre Lage und die 
Funktion als urbanes Bindeglied machen die 
Bahnanlage zu einem besonderen Baustein, 
den es angemessen zu entwickeln gilt. 
Angemessenheit in der Entwicklung bezieht 
sich dabei auf unterschiedliche Faktoren, vor  
allem aber auf die Funktion als künftiger 
Eingang eines belebten und begehrten Zu-
Ankommen in Köln-Kreuzfeld bedeutet: Verweilen wollen.  
Der Bahnhof und sein Umfeld sind Begegnungsräume, die die 
Stadtteile verbinden und an die Gesamtstadt anknüpfen. 
Kreuzfelder Hoods
198

Abb. 218: Treppenanlage der Station Blumenberg I 
Stadt Köln
Abb. 219: Bahnaufgang West I ADEPT
Abb. 220: Bahnsteig und grüne Umgebung I ADEPT
Abb. 221: S-Bahn-Anlage mit Ost- und Westaufgängen I Stadt Köln
Abb. 222: Infrastruktur der Station Blumenberg I ADEPT
Abb. 223: Rampenanlage der Station Blumenberg I Karres en Brands
kunftsquartiers. Die neue S-Bahn-Station in 
Kreuzfeld sollte daher mit Kapazitäten ge-
plant  wer
 den,
 die nachhaltig ausreichend 
Raum für Reisende, Radabstellanlagen, Taxi- 
und Busstände sowie weitere Infrastruk -
turen bieten. Ebenso kann auch die Sta -
tionsumgebung gestaltet werden, die eine 
zentrale Rolle in der Vernetzung direkt an-
grenzender Freiräume spielt. 
Durch den Austausch mit Blumenberger*in-
nen, relevanten Stakeholdern und den Nut -
zer*innen der Station heute konnte eine 
umfangreiche SWOT-Analyse des Raumes 
erstellt werden. So können die Chancen und 
199
das immense Potenzial des Raumes für die 
Zukunft skizziert werden. Es geht weniger da-
rum, wie der Raum konkret aussehen sollte,  
sondern vielmehr, was die S-Bahn-Station 
und ihr Umfeld leisten müssen.

Stärken – Wie sieht der Raum heute aus? 
Übergeordnetes. 
Die S-Bahn-Station Blumenberg befindet   
sich in einem grünen Umfeld. Die aktuell als  
Parkplätze genutzten Flächen auf der Blu-
menberger Seite befinden sich im Eigentum  
der DB und sind wertvolle Potenzialflächen.  
Es gab auch bereits Bemühungen, shared-
mobility-Konzepte zu implementieren. 
Raumspezifisches. 
Die überdachten Radabstellanlagen werden 
häufig frequentiert, sicheres Radabstellen 
ist schon heute möglich. 
Nutzungen. 
Einzelhandelsflächen bestehen bereits auf der  
östlichen Seite der S-Bahn-Station (Ausgang 
Blumenber
g), ihre Bedeutung kann durch  er-
gänz
ende Nutzungen gestärkt werden. 
Chancen – Welches  
Potenzial schlummert hier? 
Übergeordnetes. 
Der S-Bahn-Haltepunkt ist ein elementares 
Bindeglied zwischen Kreuzfeld und Blumen-
berg. Falls größere Investitionssummen zur 
Verfügung stehen, gibt es einen hohen Frei-
heitsgrad bei der Gestaltung. 
Lage. 
Mit der S-Bahn erreicht man in wenigen Mi-
nuten die Kölner Innenstadt. Eine verlässli-
che ÖPNV-Anbindung macht den Standort 
Kreuzfeld damit auch für Pendler*innen in-
teressant und kurbelt die Besucher*innen 
und Kund*innenfrequenzen an. Das zu er -
wartende Besucheraufkommen kann für 
eine Belebung des gesamten Umfeldes 
sorgen und somit Angsträume reduzie-
ren. Die Lage des Bahnsteigs im Alluvial-
park birgt Potenziale mit Blick auf Aufent- 
haltsqualitäten und Sichtbeziehungen. 
Raumspezifisches. 
Die Neugestaltung des S-Bahn-Umfelds 
birgt die Chance, Infrastruktur zu ergänzen 
und auszubauen, etwa um ein barrierefrei-
es Fußgängerwegenetz, Mobilitätszentren, 
Fahrradparken sowie andere Nutzungen im 
öffentlichen Raum.
Sichere, wettergeschützte und qualitäts-
volle Radabstellanlagen erleichtern den 
Umstieg vom eigenen Pkw auf das Rad als 
präferiertes Verkehrsmittel. Die besondere 
Bedeutung des Radverkehrs in Köln-Kreuz -
feld muss schon hier mitgedacht werden. 
Die unterschiedlichen Höhenlevel zwi-
schen dem Bahnsteig und dem Anschluss 
zum jeweiligen Stadtviertel erzeugen ein 
spannendes gestalterisches Potenzial. Zur 
Herstellung von Barrierefreiheit braucht es 
Aufzugsanlagen bis auf die Gleisebene auf 
beiden Seiten der Station. 
Nutzungen. 
Es werden neue Nutzungen auf beiden Sei -
ten der S-Bahn-Station implementiert. Soge-
nann
te Ankernutzungen lenken Besucher -
ströme zwischen Blumenberg und Kreuzfeld. 
D
as neu ergänzte Angebot muss sensibel auf 
Herausforderung und Chance zugleich ist die mittig durch das Pla-
nungsareal verlaufende S-Bahn-Anlage der Verbindung Blumenberg-
Kreuzfeld. Das offene Stück Gleisführung wird von zwei Haltestellen 
eingeklammert, die als Vermittler zwischen Ost und West, aber eben 
auch der grünen Nord-Süd-Verbindung wirken.
200

die bereits bestehenden Angebote reagieren 
und darf hierzu keine Konkurrenzen erzeugen. 
Entwicklung. 
Die engagierte Stadtgesellschaft kann auf 
dem Weg der Umgestaltung mitgenommen 
werden und sich gegebenenfalls Möglich-
keiten der Aneignung sichern. So entsteht 
auf natürliche Weise ein Verantwortungs-
bewusstsein für den Raum, die Gefahr von 
Vandalismus sinkt. 
Schwächen – Wo weist  
der Raum heute Mängel auf?
Übergeordnetes. 
Es gibt lediglich unterdimensionierte bzw. 
nicht vorhandene fußläufige Infrastruktur in 
Richtung Kreuzfeld, sowohl auf Bahnsteig-
ebene als auch im umliegenden Wegenetz. 
Die S-Bahn-Station und das Umfeld sind 
nicht barrierefrei. 
Auch die existierenden Treppenanlagen sind 
in die Jahre gekommen und für Menschen 
mit Mobilitätseinschränkungen kaum zu be-
wältigen. 
Raumspezifisch. 
Während die etwa 260 m lange Bahnanla -
ge die Stadtviertel in Zukunft von Ost nach 
West verbinden wird, ist sie heute eine spür-
bare Zäsur im Landschaftsraum des Alluvial
-
park
s, die durch die beidseitige Wallanlage  
von 5 m Höhe weiter verstärkt wird. Trep-
penanlagen, Rampe und Bahnsteig weisen  
bauliche Mängel auf. Die Orientierung ist 
eingeschränkt, ein urbaner Charakter des 
Stationsumfeldes fehlt. 
Die Querung der Mercatorstraße ist aufgrund  
der hohen Fahrgeschwindigkeiten des Kfz-
Verkehrs unsicher. Aufgrund der Abwicklung 
des ruhenden Verkehrs besteht eine geringe 
Gestaltungsqualität im Bereich Blumenberg 
südlich des Supermarkts.
Die S-Bahn-Station selbst und das Stations-
umfeld sind aktuell nicht barrierefrei. Auch 
die Treppenanlagen in Richtung Blumen-
berg stellen für mobilitätseingeschränkte 
Menschen eine Barriere dar. Die Treppenan-
lage Richtung Köln-Kreuzfeld ist gegenwär-
tig nicht nutzbar. 
Die gegenwärtige Störungsanfälligkeit der 
Bahninfrastruktur und damit eine einherge-
hende unsichere Betriebsstabilität schwä -
chen Blumenberg sowie Köln-Kreuzfeld als 
attraktiven Standort. 
Risiken. Welche Folgen hätte eine ausblei-
bende Qualifizierung des Raums? 
Übergeordnetes. 
Der Ausbau der S-Bahn-Station ist ein Ka -
talysator der Entwicklung für den neuen 
Stadtteil Köln-Kreuzfeld. Der Verzicht auf 
den eigenen Pkw, eine Änderung des Mo-
bilitätsverhaltens kann nur gelingen, wenn 
die ÖPNV-Verbindungen eine attraktive und 
verlässliche Alternative darstellen. 
Investitionen/Umfang der Sanierungen. 
Die Schaffung einer hohen Gestaltqualität  
erfordert entsprechende Investitionsbe-
reitschaft und -summen bei Stadt Köln & 
Go.Rheinland und weiteren beteiligten Sta -
keholdern. 
Abb. 224: Bahnsteig mit Blick ins Grüne
Abb. 225: Stationen mit Programmvielfalt
201

Prozessgestaltung. 
Die Planungsprozesse in Köln-Kreuzfeld und 
die Planungen der Deutschen Bahn soll-
ten engmaschig aufeinander abgestimmt 
und synchronisiert werden, die Stadtgesell-
schaft soll mitgenommen werden.
Raumspezifisch. 
Das Brückenbauwerk zur Mercatorstraße 
hat heute unterdimensionierte Öffnungen 
zur Straße hin, gegebenenfalls ist ein Neu-
bau nötig. Die fehlenden Gehwegbreiten so-
wie mangelnde Flächen für etwaige Bushal-
testellen stellen eine Herausforderung dar. 
Bei der Brücke am Tunnel Blumenberg sind 
die Bahnsteigbreiten im Umfeld des Tunnel-
bauwerks unter anderem im Hinblick auf die 
zukünftige Auslastung zu prüfen. Die Flä -
chen für eine barrierefreie Bushaltestelle 
an der Mercatorstraße in Richtung Norden 
erfordern gegebenenfalls die Nutzung von 
Teilflächen des heutigen Lärmschutzwalls. 
Flächen mit entsprechenden Lösungen sind 
jedoch aktivierbar. Eine Herabsetzung der 
zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der 
Mercatorstraße im Stationsumfeld auf 30 
km/h wäre notwendig. Alternativ sind bau-
liche Optionen denkbar.
Aufenthaltsqualitäten und Sicherheit. 
Um künftig Angsträume zu vermeiden, muss 
neben der Belebung durch Nutzung ein er -
gänzendes Beleuchtungskonzept entwor -
fen werden. 
Die kostenintensive Sanierung, Umbaumaß
-
nahmen oder
 eine Instandsetzung sollten 
durch ein entsprechendes Sicherheitskon-
zept vor Vandalismus geschützt werden.  
Um dem entgegenzuwirken, entsteht im 
Idealfall im Rahmen eines geeigneten Betei-
ligungsprozesses Verantwortungsbewusst -
sein für den Raum, stellenweise in Aneig-
nung möglich. 
Vision zur S-Bahn-Station. 
Auf dieser Doppelseite sind erste konzeptio-
nelle Gedanken zur Umgestaltung der Sta -
tion festgehalten, ebenso wie  einige wün-
schenswerte Qualitäten. 
Charakter und Identität. 
Jeder Bahnhof beziehungsweise jede Seite 
der Station hat einen eigenen Charakter, der 
zur Stadtteilidentität passt. Auf der westli-
chen Seite, am Eingang zu Köln-Kreuzfeld, 
herrscht urbane Atmosphäre, nahezu alle 
Stadtfunktionen finden sich in unmittelbarer 
Nähe. In Blumenberg steht das komfortable 
Wechseln des Verkehrsmittels im Vorder -
grund. 
Maximale Funktionalität. 
Bahnstationen können leistungsstarke Kno-
tenpunkte im städtischen Raum sein. Die 
S-Bahn-Station muss täglich ein hohes Pas-
sagieraufkommen bewältigen können. Ins-
besondere in Kreuzfeld, einem autoarmen 
Quartier, wird dieses Talent zum wichtigen 
Pluspunkt. Von Sharingangeboten über Pa -
ketstationen bis hin zum Informationspunkt 
wird die Station zum wiedererkennbaren 
Anlaufpunkt. 
Fahrradinfrastruktur. 
In Kreuzfeld liegt der Fokus auf nichtmoto-
risierten Verkehren. Beim Wechsel von Rad 
zu Bahn sind daher effektive Angebote zum 
Radparken und Leihen notwendig. Abstell-
möglichkeiten auf dem Platz ebenso wie im 
Gebäude werden Teil des Stationskontextes 
und sind in diversen Variationen denkbar. Ein 
direkter Zugang auf Bahnsteigebene etwa 
macht Parkstationen besonders attraktiv.
Plaza und Station. 
Die Bahnstation in Köln-Kreuzfeld wird nicht 
als isolierte Mobilitätsinsel konzipiert, son-
dern viel mehr als Bahnhofslandschaft, die 
den angrenzenden städtischen Raum und 
die dazugehörigen Gebäude mit einschließt. 
202

Abb. 226: Zwei Bahnhöfe - zwei Stadtteilidentitäten
Bedeutung des Alluvialparks innerhalb  
des Raums der S-Bahn-Station. 
Der Alluvialpark schließt auf Blumenberger 
Seite an wichtige Freiraumachsen wie die 
verlängerte Vogelsbergstraße und die süd-
lich fortlaufenden Parkflächen des Parks 
Blumenberg an, wodurch der neue Freiraum 
zum wesentlichen Verbindungsstück im 
bestehenden Netzwerk wird. Auf der Seite 
des neuen Quartiers vermittelt der Alluvial-
park zwischen dem Quartierseingang nach  
Köln-Kreuzfeld und der aktiven Grünen Mit-
te, die alle neuen Nachbarschaften zusam-
menführt. 
Der Alluvialpark ist auf Gleisebene gegen-
wärtig zwar kaum wahrzunehmen, beim An-
kommen auf der oberen Ebene aber fallen 
die hohe Dichte an Bestandsbäumen und 
die prägnante Topografie sofort ins Auge. 
Sie soll in Zukunft von einer Zäsur zum Bin-
deglied von Freiraum und Stadt transfor -
miert werden. 
Die Topografie als gestalterisches Mittel zu 
nutzen, um Park und angrenzende Stadt -
viertel gleichermaßen einzubinden, ist ein 
vielseitiger Ansatz und erlaubt multifunktio-
nale Raumerlebnisse zwischen Lärmschutz, 
Bahnsteigzugang und visueller Verbindung. 
Eine Umsetzung dieser Strategie ist etwa 
durch die Ausgestaltung der Parkwege 
Abb. 227: Maximale Funktionalität
Abb. 228: Anforderungen an die Fahrradinfrastruktur
Abb. 229: Plaza mit Bahnsteigfronten
Abb. 230: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft 
203
Der Anschluss an weitere Funktionen wird 
über den Quartiersplatz geregelt und ge-
stalterisch sowie funktional in den Raum 
eingepasst. Die Plaza soll dabei im Sinne 
der Woodhood einen grünen Charakter be-
halten und etwa mit Baumgruppen und 
Pflanzelementen ausgestattet werden. Die 
Großzügigkeit des Raumes wird durch eine 
konzentrierte und smarte Verteilung der Pro-
gramme erhalten und nutzbar gemacht. Die 
unterschiedlichen Höhenlevel von Gleisebe-
ne und Bahnhofsvorplatz können funktional 
in die Gebäude aufgenommen werden.

Abb. 231: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft
204

möglich oder durch den Entwurf von Ge-
bäudesockeln, die mit öffentlichen Foyers 
bis an die Bahnsteigebene reichen. 
Wie weiter? 
Die beiden Bahnhöfe der S-Bahn-Station 
sind Stadteingänge und sollten einen star -
ken Auftakt in die Nachbarschaften etablie-
ren. Jeder Bahnhof hat dabei seinen eigenen 
Charakter, entsprechend unterschiedlich 
sind ihre Anforderungen und programma -
tischen Stärken, wenn es um die künftige 
Ausgestaltung geht.
Die Station Kreuzfeld und der zugehörige 
Bahnhofsvorplatz sind gleichzeitig auch Teil 
des zentralen Kreuzfelder Stadtplatzes in 
Hood Eins, ihre Wirkung ist also auch von  
repräsentativer Relevanz. Vorplatz und Um-
feld können im Sinne des Woodhood-Kon-
zepts urban, aber offen und mit Blick ins 
Grün angelegt werden. Nutzungen des täg
-
lichen Bedarf
s, vor allem solche, die zum 
Verweilen einladen, werden um diesen Platz 
organisiert und einfach zugänglich gemacht. 
Bodenbeläge, Bäume und schattenspen-
dende Elemente sorgen für ein angenehmes 
Mikroklima.
Die S-Bahn-Station ist ein  
Katalysator der Entwicklung  
für Köln-Kreuzfeld. 
Auch auf die Verkehre der direkt anschlie-
ßenden Mercatorstraße muss planerisch 
adäquat reagiert werden, indem die Que-
rungen und Haltestationen straßenseitig 
sichtbar ausgebaut werden. Je nach Inves-
titionsbereitschaft können derzeit unter -
schiedliche Szenarien getestet werden, die 
den Möglichkeitsraum von gering invasiv 
bis hin zu einem umfassenden Ausbau auf -
spannen. Die Gestaltungsoptionen lassen 
sich am besten im Rahmen eines architek -
tonischen Wettbewerbs diskutieren, der in 
jedem Fall den gesamten Lupenraum zum 
Untersuchungsgegenstand machen sollte.
205

4.  Anhang

Hood Eins 99530 m² 48976 m² 0,49 50553 m² 190730 m² 0,97 190730 m² 96120 m² 14747 m² 10733 m² 30783 m² 16045 m² 22302 m² 11252 m² 6931 m² 547 17382 m² 18019 m² 0 m² 32534 m² 90 m² 1068 2456 11847 m² 5505 m² 0 m² 5505 m² 19748 m² 6808 m² 5181 m² 2555 m² 0 m² 0 m² 96120 m² 0 0 1201 1201 Hood Eins
Hood Zwei 63314 m² 29237 m² 0,46 34077 m² 112650 m² 1,29 112650 m² 81987 m² 8780 m² 0 m² 0 m² 10857 m² 11026 m² 9039 m² 4129 m² 362 8018 m² 9291 m² 24786 m² 90 m² 911 2095 4600 m² 1774 m² 0 m² 1774 m² 8478 m² 5759 m² 4485 m² 2548 m² 4485 m² 2548 m² 77143 m² 37 25 964 1027 Hood Zwei
Hood Drei 36519 m² 17167 m² 0,47 19352 m² 63547 m² 0,86 63547 m² 31452 m² 5848 m² 0 m² 0 m² 5064 m² 21183 m² 6060 m² 1902 m² 169 1479 m² 2004 m² 17348 m² 90 m² 349 804 21636 m² 15729 m² 7436 m² 8293 m² 19871 m² 1834 m² 1178 m² 1312 m² 8649 m² 3108 m² 19695 m² 72 31 246 349 Hood Drei
Hood Vier 66499 m² 30086 m² 0,45 36413 m² 91238 m² 0,85 91238 m² 56426 m² 4876 m² 0 m² 0 m² 6088 m² 23848 m² 7867 m² 4525 m² 203 2963 m² 3979 m² 32434 m² 90 m² 627 1442 22364 m² 15058 m² 7784 m² 7274 m² 20710 m² 4245 m² 2686 m² 2638 m² 6517 m² 15517 m² 34392 m² 54 155 430 639 Hood Vier
Hood Fünf 56086 m² 23548 m² 0,42 32538 m² 72575 m² 0,91 72575 m² 50869 m² 6096 m² 0 m² 0 m² 5595 m² 10016 m² 8163 m² 4392 m² 189 3181 m² 4265 m² 28272 m² 90 m² 565 1300 6900 m² 3273 m² 0 m² 3273 m² 8471 m² 3319 m² 2546 m² 1545 m² 16779 m² 10975 m² 23115 m² 140 110 193 442 Hood Fünf
Übergang  
Blumenberg 19797 m² 10970 m² 0,62 8830 m² 34008 m² 0,27 34008 m² 5350 m² 1402 m² 18905 m² 1440 m² 563 m² 6348 m² 0 m² 0 m² 120 5692 m² 6714 m² 90 m² 59 137 6638 m² 3464 m² 0 m² 3464 m² 6348 m² 0 m² 0 m² 0 m² 0 m² 0 m² 5350 m² 0 0 67 67
Übergang  
Blumenberg
Intensive  
Landnutzung* 90894 m²
* Intensive  
Landnutzung
Naturnahe  
Landnutzung 151889 m²
Naturnahe  
Landnutzung 
Produktive  
Landnutzung 76.300 m²
Produktive  
Landnutzung
Spiel **14001 m²   Spiel
Sport 2791 m² 40183 m² ***1350 m² Sport
Infrastruktur 85148 m² Infrastruktur
Summe 341744 m² 149464 m² 0,49 181763 m² 564748 m² 0,86 564748 m² 322203 m² 41749 m² 29638 m² 32223 m² 44211 m² 94723 m² 127529 m² 21879 m² 1590 38715 m² 354003 m² 59722 m² 143438 m² – 3580 8234 73985 m² 44803 m² 15220 m² 29583 m² 83626 m² 21965 m² 16075 m² 10597 m² 36429 m² 32148 m² 255814 m² 303 321 3101 3725 Summe
Areal Baufeld Geschossfläche Nutzungen Verkehrsfläche Grünfläche
Wohneinheiten/  
Einwohner*innen Schulen Kit a Wohnungsangebot (ohne Bezug zu KoopBLM)
Öffentliche / private Fläche  
(außer Verkehrsfläche)Grundfläche
* Intensiv genutzte Landschaft inkl. Lärmschutzwall **  Der planungsursächliche Mehrbedarf nach KoopBLM 
wird im weiteren Planungsprozess validiert. ***
 Sportflächen Grundschulen
4.1 Flächenbilanz
Anhang
brutto Grundfläche (GR)  
gem. § 19 BauNVOUnbebaute FlächeBGF BGF gesamt davon BGF  
Wohnen
davon BGF  
Gewerbe
davon BGF  
Gesundheit inkl. Schwimmhalle
davon BGF  
öffentliche Nutzungen
davon BGF
MobilityHubs
davon BGF  
Bildung öffentlich privat Stellplätze GrundstücksflächeDavon Pausenhof gesamt KITA GrundstücksflächeKITA Außenraum 
 
(unbebaute Fläche)KITA BGF Stadthäuser BGF (120m²) Stadthäuser (120m²/WE)Mehrfamilienhäuser (100m²/WE)Geschosswohnungsbau (80m²/WE)WE gesamt
Mehrfamilienhäuser BGF 
(100m²)
Geschosswohnungsbau 
BGF (80m²)Pausenhof Grüne MittePausenhof innerhalbBGFöffentlich öffentlich Semiöffentlich Anzahl WE (nach KoopBLM)EWGF je WE (nach KoopBLM)privat / nicht öffentlichGRZ I GFZBezeichnung der Fläche
208
 209
 212211210208

4.2 Glossar
Baugemeinschaft. 
Der Zusammenschluss von mehreren privaten Haushalten dient 
dem Zweck, gemeinsam zur Eigennutzung oder Vermietung an 
Wohnen oder Gewerbe ein Gebäude zu planen. Dadurch kön-
nen sich die zukünftigen Nutzer*innen schon in der Planungs-
phase einbringen und das Gebäude nach ihren Bedürfnissen 
gestalten.
Blau-grüne Infrastruktur. 
Blau-grüne Infrastruktur umfasst sowohl natürlich gewachsene 
als auch naturnah angelegte Grün- und Wasserflächen, die als 
Netzwerk geplant und unterhalten werden. In ihrer Gesamtheit 
sichert sie die biologische Vielfalt und Leistungsfähigkeit des 
Ökosystems in Städten und erbringt darüber hinaus Vorteile für 
Klima und Aufenthaltsqualität. 
Büdchen. 
Das Büdchen ist ein für Köln typischer kleiner Kiosk. Köln be-
sitzt eine eigene traditionsreiche Büdchen-Kultur, die in der Zeit 
der Industrialisierung entstand.
Carsharing. 
Es soll den zukünftigen Nutzer*innen die Möglichkeit bieten, 
sich flexibel von Kreuzfeld zu anderen Orten zu bewegen, die 
nicht mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV erreichbar sind, oder 
Fahrten durchzuführen, bei denen größere Lasten transportiert 
werden müssen, für die ein Lastenrad nicht geeignet ist. Bei sol-
chen Systemen wird eine Fahrzeugflotte (in der Regel verschie-
dene Fahrzeugtypen vom Kleinwagen bis zum Transporter) an 
festen Stationen in den Mobilitätshubs zur Verfügung gestellt. 
Carsharing ist ein effizientes Angebot, um den Verzicht auf ein 
eigenes Auto zu ermöglichen.
Cluster. 
Die Ansammlung von mehreren Gebäuden oder Räumen, die in 
Austausch treten und dadurch eine gemeinsame Einheit bilden.
Entwicklungsgesellschaft. 
Eine Gesellschaft der Stadt, die die Projektentwicklung – Konzep-
tion,
 Erstellung und Fertigstellung – von Immobilien übernimmt.
Essbarer Wald. 
Darunter fallen wild bzw. in der Natur wachsende Pflanzen, die 
zum Verzehr geeignet sind. Esswälder fördern Nahrungsvielfalt, 
Biodiversität, Gemeinschaft und vieles mehr.
FFH-Gebiet. 
FFH-Gebiet bezeichnet eine unter Natur- oder Landschafts-
schutz stehende Fläche, die dem Schutz von Lebensraumtypen 
dient. FFH-Gebiete bilden gemeinsam mit den Europäischen 
Vogelschutzgebieten das Netzwerk Natura 2000.
Gartenstadt. 
Die Gartenstadt ist ein erstmals im 19. Jahrhundert in Großbri-
tannien aufgekommenes städtebauliches Leitbild. Sie soll die 
Vorteile von Stadt- und Landleben in der Planung miteinander 
vereinen und legt Schwerpunkte auf Freiraum, Selbstversor -
gung sowie gemeinschaftliche Verwaltung und Besitz.
Graue Energie. 
Die gesamte Energie, die für Materialherstellung, Transport und 
Bau sowie Betrieb, Instandhaltung und Abriss eines Gebäudes 
benötigt wird.
Grüne Mitte. 
Zentral in Kreuzfeld gelegener Grün- und Freiraum, der die ver-
schiedenen Hoods miteinander verbindet. Die Grüne Mitte bie-
tet Raum für Bewegung und Erholung. Im Sinne einer Bildungs-
landschaft ist sie der Ort, um den sich die Kreuzfelder Schulen 
gruppieren sollen. 
Habitat. 
Das Habitat, im Deutschen meist mit Lebensraum übersetzt, 
bezeichnet in der Biologie den charakteristischen Aufenthalts-
bereich einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart.
Hood. 
Eine Hood ist ein Quartier bzw. eine Nachbarschaft im Stadtteil.
Hoodmitte. 
In der jeweiligen Nachbarschaft (Hood) zentral gelegener Grün- 
und Freiraum sowie Quartierstreffpunkt. Hier sollen die Kreuz -
felder Kitas angesiedelt werden. 
Infostehle. 
Die Nutzenden sollen über eine Infostele über Mobilitätsange-
bote und Wege im Quartier und ggf. zusätzlich durch digitale 
Echtzeitabfahrtstafeln über Angebote des ÖPNV informiert 
werden. Informationen über Abfahrtsorte und -zeiten sind für 
die Fortbewegung im Quartier von zentraler Bedeutung. 
Ein gut sichtbarer Monitor in der Nähe des Ausgangs am Mobili-
tätshub mit aktuellen Abfahrtszeiten des ÖPNV sensibilisiert für 
die verschiedenen Angebote.
Kampfbahn Typ C (nach DIN 18035-1)
Geeignet für geringe leichtathletische Akti
 vi
 t
äten wie Training 
in Schule und Verein sowie Freizeitsport. Mindestens vier Rund-
bahnen, Einzelbahnanlagen nach Bedarf innerhalb der Sportan-
lage.
KEP-Logistik. 
Die Abkürzung KEP steht für den Kurier-, Express- und Paket -
dienst. Bei Kurierdiensten handelt es sich um Lieferungen, die 
normalerweise persönlich und auf direktem Weg zugestellt 
werden, ohne das Umschlagslager eines Händlers zu kreuzen.
Kettenhaus. 
Es bezeichnet ein Reihenhaus mit dazwischenliegenden Nutz -
gebäuden wie z. B. Garagen, sodass die Wände der einzelnen 
Wohneinheiten nicht direkt aneinanderschließen.
Klimaresilienz. 
Klimaresilienz beschreibt die Widerstandsfähigkeit sozial-öko-
logischer Systeme gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Kooperatives Baulandmodell (KoopBLM). 
Das Kooperative Baulandmodell der Stadt Köln verpflichtet 
Bauherr*innen, Investor*innen sowie Vorhabenträger*innen bei 
Planvorhaben, die einen Bebauungsplan benötigen, 30 Prozent 
der Wohnungen im öffentlich geförderten Segment zu errich-
ten, vorausgesetzt, es entstehen mehr als 1.800 m² Geschoss-
fläche für Wohnzwecke.
Landschaftsgestalterische Planung. 
Die landschaftsgestalterische Planung dient 
der Einbringung landschaftsplanerischer 
und ökologischer Inhalte und Zielvorstellun-
gen.
Lastenanhänger. 
Lastenanhänger sind elektronisch unter -
stützte Transportmittel, die einfach von Hand 
gezogen oder aufgrund einer Geschwindig-
keitsunterstützung von bis zu 25 km/h an 
Fahrräder angehängt werden können. Mit 
Lastenanhängern können Güter schnell und 
einfach mit geringem Kraftaufwand auf der 
letzten Meile transportiert werden. In Kreuz-
feld können damit zum Beispiel Einkäufe 
und Pakete bis in die Wohnung transportiert 
werden.
Loop. 
Ein Loop ist ein ringförmiges Erschließungs-
system mit (unterschiedlicher) baulicher 
Ausgestaltung – je nach geplanter Mobilität- 
und Verkehrsnutzung. Die Loops stellen die 
verkehrliche  Erschließung und Anbindung 
des Stadtteil sicher.
Mikromobilitätsflotte. 
Durch Lastenfahrräder, Microcarrier etc. 
können sperrige Güter auch ohne Pkw be-
quem transportiert werden. Die Anschaf -
fungskosten stellen häufig eine Barriere dar, 
die bereits mit Kaufprämien und anderen 
Subventionen adressiert werden, auch der 
Verleih ist eine attraktive Alternative. Exter-
nen Dienstleistern kann ein entsprechendes 
Angebot von Sackkarren, Leih-Trolleys und/
oder Fahrrädern den Umstieg innerhalb des 
Quartiers ermöglichen.
Multicodierung. 
Sinnvolle Überlagerung und Verknüpfung 
verschiedener Nutzungen und Funktionen. 
Anhang Naturnahe Gestaltung. 
Eine naturnahe Fläche ist ein Bereich, der in 
erster Linie der Erhaltung oder Wiederher -
stellung der Natur dient; naturnahe Flächen 
können sich auf dem Gelände des Standorts 
befinden (z. B. Dächer, Fassaden, Wasserab-
leitungssysteme).
Ökokorridor. 
Ökokorridore sind Streifen eines Lebens-
raumtyps, die zwei isolierte (meist größere) 
Lebensräume miteinander verbinden.
Parzellierung. 
Unter Parzellierung versteht man die recht -
liche Einteilung der Grundstücke eines Be-
bauungsplans, die den Bauherr*innen Bau-
freiheit innerhalb des dafür festgelegten 
Regelwerks (soziale Verantwortung, Wert -
beständigkeit oder Gewinn) zugesteht.
Permeable Fläche. 
Eine permeable Fläche ist eine durchlässige 
Fläche. Im Kontext der Planung bezieht sich 
dies insbesondere auf Niederschlagswasser. 
Polyzentrisch. 
Dies bezeichnet eine Struktur mit mehre-
ren Zentren. Im Kontext der Planung bezieht 
sich das auf die Hoodmitten, die innerhalb 
des Planungsgebiets mehrere Zentren bilden.
Programmierung (räumlich). 
Die räumliche Programmierung beschreibt 
die Gestaltung, Ausstattung und geplante 
Nutzung des Raums. In der Freiraumpla -
nung kann damit etwa die räumliche Veror -
tung eines Spielplatzes, einer Baumgruppe 
oder eines Radweges in einem bestimmten 
Areal gemeint sein.
Raumkante. 
Der Raum wird durch das behutsame Setzen 
eines Baukörpers definiert, bspw. durch das 
Fassen eines Platzes oder Straßenraums.
Regenwassermanagement. 
Regenwassermanagement reguliert und 
organisiert gezielt Niederschlagswasser. Es 
entlastet Kanalisation und Fließgewässer 
und unterstützt den natürlichen Wasser -
kreislauf vor Ort. 
Retentionsflächen. 
Eine Retentionsfläche ist ein Begriff aus der 
Wasserwirtschaft und bezeichnet eine zu-
meist tiefer neben einem Fließgewässer lie-
gende Fläche, die im Falle eines Starkregen-
ereignisses als Überflutungsfläche genutzt 
werden kann.
Schwammstadtprinzip. 
Ein stadtplanerisches Prinzip, das anfallen-
de Regenwasser nicht in Kanälen abzulei-
ten, sondern direkt vor Ort zu speichern, um 
Starkregenereignisse zu verringern und das 
Ökosystem sowie das Stadtklima in seiner 
Resilienz zu stärken.
Service rund ums Fahrrad/
Self-Service-Station. 
Fahrradreparaturstationen sind Service-An-
gebote, die die Nutzung von Fahrrädern at -
traktiver machen. So können leichte Repara-
turen bequem und zügig selbst durchgeführt 
werden. Mögliche Elemente sind eine  Auf
-
hängung für
 Fahrräder, Reparaturwerk
 z
eug, 
Luftpumpen, Fahrradreinigungsmöglichkei-
ten und ggf. Automaten mit Fahrradschläu-
chen oder Ersatzteilen. Diese sollten an 
nachfragestarken Orten für alle Nutzenden 
zugänglich sein. Je Mobilitätshub sollte eine 
Self-Service-Station mit 3 – 5 m² eingeplant 
werden.
Suffizienz. 
Suffizienz meint das Bestreben, aufgrund 
der begrenzten natürlichen Ressourcen und 
den Auswirkungen des Klimawandels einen 
möglichst geringen Rohstoff- und Energie-
verbrauch zu erreichen.
Synergie. 
Der positive Effekt, der z. B. durch den Zu-
sammenschluss mehrerer unterschiedlicher 
Nutzungen in einem Gebäude entsteht, die 
sich gegenseitig fördern. Durch Synergien 
entstehen neue qualitätsvolle Räume für 
den Menschen.
SWOT-Analyse.  
SWOT-Analyse bedeutet Analysis of 
Strengths, Weaknesses, Opportunities and 
Threats. Die Stärken-Schwächen-Chancen-
Risiken-Analyse ist eine Technik, aus deren 
Ergebnissen konkrete Zielsetzungen und 
Maßnahmen für ein Projekt oder Entwick -
lungsvorhaben abgeleitet werden können.
Typologie. 
Die wissenschaftliche Einteilung von Ge-
bäuden in Gruppierungen nach architekto-
nischen und funktionalen Gesichtspunkten.
Urbane Agrikultur. 
Der Begriff bezeichnet gärtnerische und 
landwirtschaftliche Tätigkeiten, die in einem 
städtischen Umfeld stattfinden und sich dort 
mit sozialen, ökologischen, ökonomischen 
und/oder gestalterischen Beziehungen be-
fassen. Sie umfassen sowohl Klein- und 
Schrebergärten als auch landwirtschaftliche 
und gartenbauliche Betriebe sowie kollekti-
ve Bewirtschaftungsformen.
Zirkularität. 
Die nachhaltige Verarbeitung von Materia -
lien in einem Gebäude, sodass sie beim Ab-
riss ohne Qualitätsverlust zurückgebaut und 
in ein neues Gebäude implementiert werden 
können.
216
217
216215214213

4.3 Abbildungsverzeichnis
Abb. 1:  T itelseite: Visualisierung Grüne Mitte I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ........................... 4
Abb
. 2: Lageplan
 ............................................... 6
Abb
. 3: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 .............. 10
Abb
. 4: Axonometrie Woodhood Kreuzfeld...................... 12
Abb
. 5: Verortung
 ............................................. 14
Abb
. 6: Luftbild I Stadt Köln
 .................................... 16
Abb
. 7: Blick auf Blumenberg I Stadt Köln ....................... 18
Abb
. 8: Luftbild I Stadt Köln
 .................................... 18
Abb
. 9: Blick auf südliche Grenze Hood Zwei I Stadt Köln......... 19
Abb
. 10: Blick auf Hood Vier und Fünf I Stadt Köln
 ............... 19
Abb
. 11: Vor-Ort-Safari im September 2022 I ADEPT............. 21
Abb
. 12: Heute – Ein Raum voller Möglichkeiten
 ................. 22
Abb
. 13: Morgen – Eine neue Art des Zusammenlebens.......... 23
Abb
. 14: Woodhood Kreuzfeld.................................. 23
Abb
. 15: Öffentlichkeitsbeteiligung vom 11.03.2023 I Urbanista
 .. 25
Abb
. 16: Phase 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Abb. 17: Phase 1
 .............................................. 28
Abb
. 18: Phase 2
 .............................................. 29
Abb
. 19: Phase 3
 .............................................. 30
Abb
. 20: 
 Kr
euzfelder*innen sind am liebsten draußen.  
I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............ 33
Abb
. 21: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 35
Abb
. 22: Verortung der Hoods.................................. 37
Abb
. 23: Baufelder ............................................ 38
Abb
. 24: Nutzungen Obergeschoss............................ 40
Abb
. 25: Nutzungen Erdgeschoss
 .............................. 41
Abb
. 26: Körnung der Hoods
 ................................... 43
Abb
. 27: Geschossigkeiten..................................... 44
Abb
. 28: Durchlässiger Blockrand .............................. 46
Abb
. 29: Riegel................................................ 46
Abb
. 30: Gebäudetypologien................................... 47
Abb
. 31: Reihen- und Kettenhäuser............................. 47
Abb
. 32: Sonderbauten und Punkte 
 ............................ 47
Abb
. 33: Verortung Wohnungstypologien
 ....................... 49
Abb
. 34: Verortung altersgerechter Wohnformen................ 51
Abb
. 35: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT ................ 52
Abb
. 36: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT ................ 52
Abb
. 37: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 53
Abb
. 38: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 54
Anhang
218

Abb. 39: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 54
Abb
. 40: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT...................... 54
Abb
. 41: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 55
Abb
. 42: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 55
Abb
. 43: Diagramm Wohnungstypen
 ........................... 56
Abb
. 44: Axonometrie Baugemeinschaften
 ..................... 57
Abb
. 45: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 61
Abb
. 46: Landschaftsgestaltungsplan
 .......................... 63
Abb
. 47: Übergeordnete Landschaftsstruktur ................... 63
Abb
. 48: Übergeordnetes Landschaftskonzept.................. 64
Abb
. 49: Waldstrukturen....................................... 65
Abb
. 50: Freiraumelemente um Köln-Kreuzfeld.................. 65
Abb
. 51: Übergeordnetes Freiraumkonzept Woodhood
 .......... 66
Abb
. 52: Konzeptschnitt produktive Landschaft
 ................. 67
Abb
. 53: Konzeptschnitt Grüne Mitte
 ........................... 67
Abb
. 54: Konzeptschnitt Alluvialpark
 ........................... 67
Abb
. 55: Grünflächenplan: Produktive Landnutzung
 ............. 68
Abb
. 56:  Anbau f
ördert gemeinschaftliche Interaktion  
I Karres en Bran
 ...................................... 69
Abb
. 57: 
 Gemeinscha
ftsobstgärten und Permakultur  
I Karres en Brands
 .................................... 69
Abb
. 58: Konzeptschnitt produktive Landnutzung
 ............... 70
Abb
. 59: Konzeptschnitt produktive Landnutzung ............... 70
Abb
. 60: 
 Grün
flächenplan mit „Grüner Mitte” und  
intensiv genutzter Landschaft
 ......................... 71
Abb
. 61:  Art
enreiche und informelle Parklandschaft  
I Karres en Brands
 .................................... 72
Abb
. 62: 
 Gemäh
ter Weg im Quirijn Park, Tilburg  
I Karres en Bra........................................ 72
Abb
. 63: 
 K
onzeptschnitt Grüne Mitte mit Spiellandschaft  
und Wäldchen........................................ 72
Abb
. 64: Konzeptschnitt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Abb. 65: Aufbau Hoodmitten................................... 74
Abb
. 66: Grünfläche mit Spielelementen I ADEPT ............... 75
Abb
. 67: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
 ................. 75
Abb
. 68: Konzeptschnitt Gemeinschaftsgarten 
 ................. 75
Abb
. 69: Konzeptschnitt Generationentreff ..................... 75
Abb
. 70: Konzeptschnitt Straßenraum
 .......................... 75
Abb
. 71: Konzeptschnitt Retentionslandschaft
 .................. 75
Abb
. 72: Übergeordnete Funktionen des Alluvialparks
 ........... 76
Abb
. 73: Grundprinzipien Pflanzkonzept
 ........................ 77
Abb
. 74: Pflanzkonzept gesamt................................. 78
Abb
. 75: Integrierte Sport- und Spiellandschaft.................. 80
219

Abb. 76:  Sport und Spiel in tegriert im Freiraum I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ......................... 81
Abb
. 77: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
 ................. 81
Abb
. 78: Konzeptschnitt, Lärmschutz als Tribüne
 ................ 82
Abb
. 79: Konzeptschnitt, Lärmschutz mit Gehölzpflanzungen .... 82
Abb
. 80: 
 K
onzeptschnitt, Sportanlage Nord und Spielplatz  
mit Bewegungsangeboten
 ............................ 82
Abb
. 81: 
 K
onzeptschnitt, Sportanlage Nord mit Übergang  
zu Hood Drei
 ......................................... 82
Abb
. 82: Urbane Landwirtschaft................................ 83
Abb
. 83: Parks und Landschaft................................. 83
Abb
. 84: Hoodmitten
 .......................................... 83
Abb
. 85: Spielflächen.......................................... 83
Abb
. 86: Straßen und Wege.................................... 84
Abb
. 87: Schulhöfe
 ............................................ 84
Abb
. 88: Flächen der Sportanlage Nord......................... 84
Abb
. 89: Wasser .............................................. 84
Abb
. 90: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 86
Abb
. 91: Energiekonzept für Kreuzfeld
 .......................... 88
Abb
. 92: Waldgebiete als Puffer oder zur Abkühlung durch Wind
 . 90
Abb
. 93: 
 L
ücken in der Baumbepflanzung lassen  
kühle Luft in den Park eindringen
 ...................... 91
Abb
. 94: Dichtes Grün im Herzen jeder Kreuzfelder Hood
 ........ 91
Abb
. 95: 
 Grüne N
achbarschaftsstraßen mit  
durchlässigen Oberflächen 
 ........................... 92
Abb
. 96: Möglichst hoher Anteil Gründächer .................... 92
Abb
. 97: Dachbegrünung  bei 50 % Auslastung.................. 93
Abb
. 98: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 94
Abb
. 99: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 95
Abb
. 100: 
 K
ohlenstoff-Emmissionen-Bauphase  
der Straßen per Hood................................ 96
Abb
. 101: Zirkularität
 .......................................... 97
Abb
. 102: De Boel Dachgarten I Karres en Brands
 ............... 98
Abb
. 103: Urban water storage I Karres en Brands ............... 98
Abb
. 104: Statens Museum, CPH I Karres en Brands............. 98
Abb
. 105: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands................ 99
Abb
. 106: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands................ 99
Abb
. 107: Bosrijk, Eindhoven I Karres en Brands................. 99
Abb
. 108: Grundlegendes Wasserhaushaltsmodell
 ............ 10
0
Abb. 109:  W
asserhaushaltsmodell mit  
zusätzlichen Maßnahmen ........................... 10
1
Abb. 110: 
 S
ystemschnitt Energie- & Wärmeversorgung  
Köln-Kreuzfeld
 .................................... 10
4
220

Abb. 111: Prinzipskizze kalte Nahwärme ....................... 107
Abb
. 112: Abstand Wärmequellen
 ............................. 107
Abb
. 113: Potenzialstandorte Photovoltaik
 .................... 10
8
Abb. 115: New Aarch, Aarhus I ADEPT ........................ 10
9
Abb. 114: New Aarch, Aarhus I ADEPT ........................ 10
9
Abb. 116: Volksbank Bargteheide.............................. 1
10
Abb. 117: Volksbank Bargteheide.............................. 1
10
Abb. 118: 
 Klimas
tadt Middelfart: Hybrid aus Aktivitätspark  
und Wasserrückhaltebecken I ADEPT ................ 111
Abb
. 119: Klimastadt Middelfart I ADEPT....................... 111
Abb
. 120: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands . . . . . . . . . . .114
Abb. 121: Verkehrskonzeption................................. 1
17
Abb. 122: 
 N
etzhierarchie mit zwei weitgehend  
getrennten Netzen für den Kfz-Verkehr sowie  
den Fuß- und Radverkehr 
.......................... 120
Abb
. 123: Fußverkehrsnetz
 ................................... 121
Abb
. 124: Radverkehrsnetz
 ................................... 122
Abb
. 125: 
 D
as mit Gelenkbussen befahrbare Straßennetz  
mit potenziellen Haltestellen  
und Haltestelleneinzugsbereichen
 ................... 1
24
Abb. 126: Mobility-Loop mit beidseitiger Bebauung
 ............ 126
Abb
. 127: Mobility-Loop entlang der Hoodmitten
 ............... 126
Abb
. 128: Mobility-Loop zwischen den Hoods .................. 127
Abb
. 129: Mobility-Loop mit Radschnellverbindung............. 127
Abb
. 130: Der innere Hood-Loop
 .............................. 128
Abb
. 131: Der innere Hood-Loop
 .............................. 128
Abb
. 132: Der Nachbarschaftsstraße
 .......................... 129
Abb
. 133: 
 Der
 Dresenhofweg als Haupterschließung  
aus Richtung Norden (Blumenbergsweg)............ 130
Abb
. 134: 
 Der
 Dresenhofweg als Radschnellverbindung  
durch die Grüne Mitte
 ............................. 130
Abb
. 135: 
 Der
 äußere Hood-Loop in fünf verschiedenen  
Varianten
 .......................................... 131
Abb
. 136: Ansicht Mobilstation | ADEPT ....................... 132
Abb
. 137: Aufbau und Mischung einer Mobilstation| ADEPT ..... 133
Abb
. 138: Mobilstation........................................ 133
Abb
. 139: Ansicht Mobilstation Oberbillwerder ................. 133
Abb
. 140: 
 Ber
eich für Automated-Valet-Parking  
I QUIMBY.net I CC0................................ 134
Abb
. 141: 
 D
as Parkraummanagementsystem weist den Weg  
zum nächsten freien Parkplatz I QUIMBY.net I CC0
 .. 134
Abb
. 142: 
 Schema
tische Darstellung eines Mobilitätsfoyers  
in einem Wohngebäude | ARGUS
 .................... 135
221

222
Abb. 143: 
 F
ahrradparkhaus Amsterdam Zuid  
I QUIMBY.net I CC0 
 ................................ 137
Abb
. 144: 
 E
ntfernungen zum Fahrradparken in Abhängigkeit  
von der Nutzung und Aufenthaltsdauer © ARGUS.  
Basierend auf Celis, P ., Bølling-Ladegaard, E. (2008):  
Bicycle Parking Manual. Hrsg.: Danish Cycling  
Federation, Kopenhagen.
 ........................... 138
Abb
. 145: Mobilstation und Logistikhub in Köln-Kreuzfeld....... 139
Abb
. 146: 
 P
aketstationen in den Mobilstationen,  
laufende Meter Bedienfront
 ........................ 14
0
Abb. 147: 
 Smart
e Ladezone in Hamburg: Beschilderung und  
dynamische Buchungsanzeige | QIMBY.net | CC0..... 14
1
Abb. 148: Doug and Wolf für ADEPT + Karres en Brands
 ....... 14
4
Abb. 149: Konzept Bildungslandschaft......................... 1
47
Abb. 150: Entwurfsprinzipien
 ................................ 14
8
Abb. 151: Verortung der Kitas
 ................................. 14
9
Abb. 152: Entwurfsprinzipien................................. 150
Abb
. 153: Verortung Schulen.................................. 151
Abb
. 154: Konzeptschnitt: Übergang Kita
 ...................... 152
Abb
. 155: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule.............. 152
Abb
. 156: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule.............. 152
Abb
. 157: 
 Ü
bergang Pausenhof I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ....................... 153
Abb
. 158: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 159: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 160: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 161: Gestaltungsansatz Parkschulhof 
 .................... 154
Abb
. 162: 
 Spielmöglichk
eiten in der Parklandschaft  
I Karres en Brands
 .................................. 155
Abb
. 163: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loudl................. 155
Abb
. 164: Middelfart, Dänemark I ADEPT ...................... 155
Abb
. 165: Verortung Kulturangebote und Sonderbausteine...... 156
Abb
. 166: UCN Campus, Aalborg I ADEPT...................... 157
Abb
. 167: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 158
Abb
. 168: Cortex Park, Odense I ADEPT ....................... 158
Abb
. 169: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 170: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 171:  Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 172: Dalarna Media Library, Falun  I ADEPT............... 16
0
Abb. 173: UCN Campus, Aalborg I ADEPT..................... 16
0
Abb. 174: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1
Abb. 175: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1
Abb. 176: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1

223
Abb. 177: 
 I
ntegrierte Sport- und Spiellandschaft  
mit Alluvialpark
 ..................................... 16
2
Abb. 178: Sportflächentypologien
 ............................. 16
3
Abb. 179: Quirijn Park, Tilburg (NL) I Karres en Brands.......... 16
4
Abb. 180: 
 Sport und Spiel sind 
Teil des Parks  
I Karess en Brands................................. 16
4
Abb. 181: 
 I
ntegrierte Sport- und Spiellandschaft  
um die Sportanlage Nord............................ 16
6
Abb. 182: Klassischer Lärmschutzwall ......................... 16
7
Abb. 183: Tribüne und Pfad auf Wallkamm
 ..................... 16
7
Abb. 184: Lärmschutzwall mit Stützmauer ..................... 16
7
Abb. 185: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loidl
 ................. 16
7
Abb. 186: Baakenpark, Hamburg I Ateloer Loidl................. 16
7
Abb. 187: Spielflächen mit Alluvialpark......................... 16
8
Abb. 188: Spielflächentypologien
 ............................. 16
9
Abb. 189: Middelfart, Dänemark I ADEPT + Karres en Brands.... 17
0
Abb. 190: Naturspiel I Karres en Brands........................ 17
0
Abb. 191: 
 Gr
oßsportfeld im Norden I Doug and Wolf  
for ADEPT + Karres en Brands
 ....................... 17
0
Abb. 192: Kwekerij, Hilversum I Karres en Brands............... 17
1
Abb. 193: Aktive Parkränder I Karres en Brands
 ................ 17
1
Abb. 194: Naturspiel im Wald I Karres en Brands
 ............... 17
1
Abb. 195: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands............... 17
1
Abb. 196: Verortung der Kreuzfelder Hoods
 .................... 17
7
Abb. 197: Lageplan........................................... 17
9
Abb. 198: Axonometrie Geschossigkeiten..................... 180
Abb
. 199: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 180
Abb
. 200: Axonometrie....................................... 181
Abb
. 201: Lageplan........................................... 183
Abb
. 202: Axonometrie Geschossigkeiten
 .................... 184
Abb
. 203: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 184
Abb
. 204: Axonometrie....................................... 185
Abb
. 205: Lageplan........................................... 187
Abb
. 206: Axonometrie Geschossigkeiten
 .................... 188
Abb
. 207: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 188
Abb
. 208: Axonometrie ...................................... 189
Abb
. 209: Lageplan
 .......................................... 191
Abb
. 210: Axonometrie Geschossigkeiten...................... 192
Abb
. 211: Axonometrie Nutzungen
 ............................ 192
Abb
. 212: Axonometrie
 ....................................... 193
Abb
. 213: Lageplan........................................... 195
Abb
. 214: Axonometrie Geschossigkeiten...................... 196
Abb
. 215: Axonometrie Nutzungen
 ............................ 196

224
Abb. 216: Axonometrie ....................................... 1 97
Abb. 217: S-Bahn-Infrastruktur in und um Köln-Kreuzfeld
 ...... 198
Abb
. 218: Treppenanlage der Station Blumenberg I Stadt Köln... 199
Abb
. 219: Bahnaufgang West I ADEPT......................... 199
Abb
. 220: Bahnsteig und grüne Umgebung I ADEPT............ 199
Abb
. 221: 
 S-Bahn-
Anlage mit Ost- und Westaufgängen  
I Stadt Köln......................................... 199
Abb
. 222: Infrastruktur der Station Blumenberg I ADEPT........ 199
Abb
. 223: 
 Rampenanlage der
 Station Blumenberg  
I Karres en Brands .................................. 199
Abb
. 224: Bahnsteig mit Blick ins Grüne
 ...................... 201
Abb
. 225: Stationen mit Programmvielfalt..................... 201
Abb
. 226: Zwei Bahnhöfe - zwei Stadtteilidentitäten . . . . . . . . . . . 203
Abb. 227: Maximale Funktionalität............................ 203
Abb
. 228: Anforderungen an die Fahrradinfrastruktur.......... 203
Abb
. 229: Plaza mit Bahnsteigfronten
 ........................ 203
Abb
. 230: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft 
 .............. 203
Abb
. 231: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft............... 204
Abb
. 232:  V
isualisierung Retentionsfläche I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands (Rückseite)............ 227

Dezernat für Planen und Bauen
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
  
Konzept und Planung
ADEPT  
Struenseegade 15A 
2200 Copenhagen 
Dänemark 
 
KARRES EN BRANDS  
Mussenstraat 21 
1223 RB Hilversum 
Niederlande 
 
ARGUS studio/ 
ARGUS Stadt und Verkehr 
Rothfuchs | Buch | Partnerschaft mbB 
Pinnasberg 45 
20359 Hamburg 
Deutschland  
 
Metabolic  
Klimopweg 150 
1032 HX Amsterdam 
Niederlande
Wir informieren Sie weiter über die Entwicklung 
dieses und anderer Vorhaben unter:
www.stadt.koeln
www.stadt-koeln.de/kreuzfeld
Kontakt 
225

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Planen und Bauen  
Stadtplanungsamt   
Gestaltung
TZ – Büro Corporate Design und visuelle Kommunikation
Druck
XYZ, Stadt Köln
 
61/500/09.2023

Abb. 232: Visualisierung Retentionsfläche I Vivid-Vision 
für ADEPT + Karres en Brands (Rückseite)

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

12192 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
 
Vorlagen-Nummer 
1979/2023
Stand: 08.08.2025 
Sachstandsbericht  
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der 
Integrierten Planung 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die SPD-Fraktion beantragt zunächst die Vorlage im Ausschuss für Schule und Weiterbildung 
beraten zu lassen, da im Dokument der Beschlussvorlage der Ausschuss für Schule und Wei-
terbildung aufgeführt ist. 
Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss verweist die Angelegenheit mit Rücklauf zur Beratung in den 
Ausschuss für Weiterbildung. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Die Verwaltung informiert sodann darüber, dass eine Einbindung des Ausschusses für Weiter-
bildung zum derzeitigen Verfahrensstand noch nicht beabsichtigt ist.   
Aufgrund der sachverhaltsverändernden Tatsachen lässt die Ausschussvorsitzende mit Ein-
verständnis des Gremiums erneut über die Vorlage wie folgt abstimmen:  
 
I Beschluss: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld ein-
schließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche 
Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt.

2 
 
4.1.1 Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE "Entwicklung des neuen Stadtteils 
Kreuzfeld  
hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrierten Planung" 
AN/1725/2023 
II 
Beschluss: 
Der Beschlusspunkt 1 der Beschlussvorlage wird ergänzt: 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld einschließlich 
der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen  
einfügen: 
in der wie folgt geänderten Fassung: 
1.7 Querschnittsthema Gesunde Stadt 
 Dem Schwerpunktthema Gesundheit wird durch die Planung eines kommunalen me-
dizinischen Versorgungszentrums an Stelle oder in Ergänzung des Ärztehauses 
mehr Gewicht gegeben. 
2.1 Städtebau 
Wohnen und Miteinander 
 Der Anteil der Stadthäuser wird in den Hood Drei (aktuell 21%) und Fünf (aktuell 
32%) deutlich reduziert. 
 Die Grundflächenzahl (GFZ) wird den Orientierungswerten für die Bestimmung des 
Maßes der baulichen Nutzung in Allgemeine Wohngebieten (1,2) angenähert. Die ak-
tuellen Werte – Hood Eins (0,97), Hood Zwei (1,29), Hood Drei (0,85), Hood Vier 
(0,91), Hood Fünf (0,91) – sind also in vier der fünf Hood deutlich anzuheben. 
2.5 Bildung, Jugend, Sport, Kultur & Sport 
Schulen 
 In dem Integrierten Plan wird keine Förderschule festgeschrieben.  
Die bisher für die Förderschule am Westrand des Hood Eins vorgesehene Fläche wird 
anders genutzt. Das bisher am Ostrand des Hood Drei vorgesehene Gewerbegebäude 
entfällt zu Gunsten eines Schulgebäudes.  
Dadurch entsteht in Hood Drei ein größerer Schulcampus, der eine inklusive Bil-
dungslandschaft (mit Kita, Grundschule und Gesamtschule) aufnehmen könnte. 
als städtebauliche Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bau-
leitplanung;  
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE abgelehnt. 
4.1.2 Änderungsantrag der Fraktion GUT Köln zu TOP 4.1 betreffend "Entwicklung 
des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrier-
ten Planung" 
AN/1731/2023 
III Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
 
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln Kreuzfeld einschließ-

3 
 
lich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche Pla-
nung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung;  
Dabei wird einerseits auf den beschriebenen „übergeordneten Charakter“ der 
abgeschlossenen integrierten Planung verwiesen. Andererseits sind die in den 
jeweiligen Kapiteln „Ausblick“ aufgeführten Vertiefungsschwerpunkte und Anre-
gungen für die technische Masterplanung umzusetzen.  
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen);  
dazu organisiert die Verwaltung vor Beginn der technischen Masterplanung ei-
nen (oder gegebenenfalls mehrere) Workshop, zu dem alle Mitglieder des Stadt-
entwicklungsausschußes, und der BV Chorweiler sowie betroffene zivilgesell-
schaftliche Organisationen (z.Bsp. die Bürgervereine des Kölner Nordens, 
ADFC, VCD, BUND, …) eingeladen werden. Ziel des oder der Workshops ist es 
Eckpunkte bzw. Abwägungsschwerpunkte für die technische Masterplanung co-
kreativ festzulegen.  
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE abgelehnt. 
 
4.1.3 Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktion GRÜNE, CDU-Fraktion und Frak-
tion VOLT betreffend "Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Wei-
terplanungsbeschluss der Integrierten Planung" 
AN/2150/2023 
IV Ergänzender Beschluss: 
 
Mit der Stadterweiterung Kreuzfeld entsteht der 87. Kölner Stadtteil. Das stadtentwicklungspo-
litische Zielbild ist die Konzeption eines urbanen, durchmischten und lebendigen neuen Stadt-
teils. Eine dahingehende urbane Qualität verlangt eine angemessene Gebäudetypologie, die 
sich nicht nur an den Gegebenheiten der Äußeren Stadt orientieren kann. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung im Rahmen 
der technischen Masterplanung 
 
1. zu prüfen, wie weit sich bei der Entwicklung des neuen Stadtteils an den Vorgaben der 
Inneren Stadt betreffend Dichte etc. laut Köln Katalog orientiert werden kann – unter 
Beibehaltung des Verhältnisses der verschiedenen Wohnformen wie im Wettbewerbs-
ergebnis. Die Überarbeitung soll unter Berücksichtigung des städtebaulichen Umfelds 
und der jeweiligen Nachbarschaften zum Natur- und Freiraum erfolgen. 
 
2. die soziale Infrastruktur mit der Möglichkeit zur Ausbildung eines Bildungscampus zu 
überprüfen, sodass räumliche und funktionale Synergien entstehen können. 
 
3. darzulegen, wie sich Zufußgehende und Radfahrende zwischen S-Bahn-Station und 
den Randbereichen der Quartiere auf kürzesten Wegen und – auch in den Abendstun-
den – sicher fortbewegen können. 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Beschluss über die so geänderte Beschlussfassung (Ergänzungen fett/ Änderungen 
durchgestrichen) 
 
V

4 
 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld ein-
schließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche 
Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt. 
 
Mit der Stadterweiterung Kreuzfeld entsteht der 87. Kölner Stadtteil. Das stadtentwick-
lungspolitische Zielbild ist die Konzeption eines urbanen, durchmischten und lebendi-
gen neuen Stadtteils. Eine dahingehende urbane Qualität verlangt eine angemessene 
Gebäudetypologie, die sich nicht nur an den Gegebenheiten der Äußeren Stadt orientie-
ren kann. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung im Rah-
men der technischen Masterplanung 
 
1. zu prüfen, wie weit sich bei der Entwicklung des neuen Stadtteils an den Vorga-
ben der Inneren Stadt betreffend Dichte etc. laut Köln Katalog orientiert werden 
kann – unter Beibehaltung des Verhältnisses der verschiedenen Wohnformen 
wie im Wettbewerbsergebnis. Die Überarbeitung soll unter Berücksichtigung des 
städtebaulichen Umfelds und der jeweiligen Nachbarschaften zum Natur- und 
Freiraum erfolgen. 
 
2. die soziale Infrastruktur mit der Möglichkeit zur Ausbildung eines Bildungscam-
pus zu überprüfen, sodass räumliche und funktionale Synergien entstehen kön-
nen. 
 
3. darzulegen, wie sich Zufußgehende und Radfahrende zwischen S-Bahn-Station 
und den Randbereichen der Quartiere auf kürzesten Wegen und – auch in den 
Abendstunden – sicher fortbewegen können. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Hinweis: Die SPD-Fraktion hat an der Abstimmung nicht teilgenommen. 
 
 
Sachstandsbericht August 2025 
Eine erste Öffentlichkeitsveranstaltung im Rahmen der Technischen Masterplanung hat am 
16.11.2024 unter Beteiligung von Politik und Öffentlichkeit stattgefunden. Dabei wurden in ers-
ter Linie noch einmal Themen herausgegriffen, die in dieser Planungsphase schwerpunktmä-
ßig untersucht und optimiert werden sollten. 
 
Zwischenzeitlich befindet sich die Technische Masterplanung in ihrem Endstadium. Die sei-
tens der Politik in einem ergänzenden Beschluss angeregten Themen haben in der Planung 
konkret Berücksichtigung gefunden. 
 
Die Dichteverhältnisse, weiterhin angelehnt an die geografisch vorgegebenen Maßgaben des 
Köln Katalogs für die äußere Stadt, wurden unter Beibehaltung des politisch legitimierten Ent-
wurfsgerüsts und variabler Gebäudetypologien adaptiert. Im Lichte moderater, vertretbarer 
Nachverdichtung und unter Einrechnung von Staffelgeschossen und Bedarfen des kooperati-

5 
 
ven Baulandmodells liegt die Quartiersdichte (Geschossfläche/ Quartiersfläche) in den urba-
nen Bereichen Kreuzfelds bei 1,4, im Stadtteilzentrum Hood 1 sogar bei bis zu 1,7 und in den 
westlichen, landschaftlich ausgerichteten Bereichen bei 1,1. Damit werden die Vorgaben des 
Köln Katalogs für die Äußere Stadt (0,8) überstiegen. 
 
Im Kontext der Förderschule, die in einem künftigen Bebauungsplan nicht festgeschrieben 
wird, sondern mit der Festsetzung als Gemeinbedarfsfläche ein Maß an Offenheit für eine 
spätere Umsetzung wahrt, wurde die weiterführende Schule in Hood 3 verändert angeordnet, 
so dass sie vis-a-vis zur Förderschule in Hood 1 liegt. Damit werden mögliche Synergieeffekte 
zwischen Schulbaukörpern gestärkt und innerhalb der städtebaulichen Bildungslandschaft der 
Gedanke eines Campus für eine spätere Umsetzung ermöglicht. Zu diesem Planungsvorha-
ben ist eine städtebauliche Mitteilung an die politischen Vertreter*innen erfolgt (s. 
V0956/2025: SessionNet | Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld - hier: Mitteilung über 
städtebauliche Studie mit Vorzugsvariante für städtebauliche Bildungslandschaft). 
 
Zur Optimierung der städtebaulichen Planung wurde für Zu Fuß-Gehende und Radfahrende 
eine Ost-West-Verbindung als primäre Verbindung durch die Grüne Mitte geschaffen, damit 
eine sicherere, vom Kfz-Verkehr losgelöste und schnelle Fortbewegung im Quartier sowie zwi-
schen Blumenberg, der S-Bahn-Station Blumenberg und über die Quartiersachse Kreuzfelds 
in die westlichen Hoods gewährleistet ist. Weitere sekundäre und tertiäre Wegeverbindungen 
liegen als konzeptioneller Vorschlag vor und werden erst in Detailplanungen auf anderer Maß-
stabsebene beleuchtet werden können. 
 
Diese und weitere Planungsanpassungen im Zuge der Technischen Masterplanung Kreuzfeld 
werden nach Abschluss der Planungsphase gebündelt und in Zusammenhang mit übergeord-
neten Planungssträngen (städtebauliche Grobkalkulation) gebracht. Dazu wird vrstl. Anfang 
2026 eine Vorlage zum weiteren Vorgehen in die politische Beratung gegeben. In diesem 
Kontext soll auch wiederum eine Öffentlichkeitsveranstaltung stattfinden. 
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für: 
Mai 2026

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

9909 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
 
Vorlagen-Nummer 
1979/2023
Stand: 04.06.2024 
Sachstandsbericht  
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der 
Integrierten Planung 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die SPD-Fraktion beantragt zunächst die Vorlage im Ausschuss für Schule und Weiterbildung 
beraten zu lassen, da im Dokument der Beschlussvorlage der Ausschuss für Schule und Wei-
terbildung aufgeführt ist. 
Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss verweist die Angelegenheit mit Rücklauf zur Beratung in den 
Ausschuss für Weiterbildung. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Die Verwaltung informiert sodann darüber, dass eine Einbindung des Ausschusses für Weiter-
bildung zum derzeitigen Verfahrensstand noch nicht beabsichtigt ist.   
Aufgrund der sachverhaltsverändernden Tatsachen lässt die Ausschussvorsitzende mit Ein-
verständnis des Gremiums erneut über die Vorlage wie folgt abstimmen:  
 
I Beschluss: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld ein-
schließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche 
Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt.

2 
 
4.1.1 Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE "Entwicklung des neuen Stadtteils 
Kreuzfeld  
hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrierten Planung" 
AN/1725/2023 
II 
Beschluss: 
Der Beschlusspunkt 1 der Beschlussvorlage wird ergänzt: 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld einschließlich 
der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen  
einfügen: 
in der wie folgt geänderten Fassung: 
1.7 Querschnittsthema Gesunde Stadt 
 Dem Schwerpunktthema Gesundheit wird durch die Planung eines kommunalen me-
dizinischen Versorgungszentrums an Stelle oder in Ergänzung des Ärztehauses 
mehr Gewicht gegeben. 
2.1 Städtebau 
Wohnen und Miteinander 
 Der Anteil der Stadthäuser wird in den Hood Drei (aktuell 21%) und Fünf (aktuell 
32%) deutlich reduziert. 
 Die Grundflächenzahl (GFZ) wird den Orientierungswerten für die Bestimmung des 
Maßes der baulichen Nutzung in Allgemeine Wohngebieten (1,2) angenähert. Die ak-
tuellen Werte – Hood Eins (0,97), Hood Zwei (1,29), Hood Drei (0,85), Hood Vier 
(0,91), Hood Fünf (0,91) – sind also in vier der fünf Hood deutlich anzuheben. 
2.5 Bildung, Jugend, Sport, Kultur & Sport 
Schulen 
 In dem Integrierten Plan wird keine Förderschule festgeschrieben.  
Die bisher für die Förderschule am Westrand des Hood Eins vorgesehene Fläche wird 
anders genutzt. Das bisher am Ostrand des Hood Drei vorgesehene Gewerbegebäude 
entfällt zu Gunsten eines Schulgebäudes.  
Dadurch entsteht in Hood Drei ein größerer Schulcampus, der eine inklusive Bil-
dungslandschaft (mit Kita, Grundschule und Gesamtschule) aufnehmen könnte. 
als städtebauliche Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bau-
leitplanung;  
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE abgelehnt. 
4.1.2 Änderungsantrag der Fraktion GUT Köln zu TOP 4.1 betreffend "Entwicklung 
des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrier-
ten Planung" 
AN/1731/2023 
III Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
 
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln Kreuzfeld einschließ-

3 
 
lich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche Pla-
nung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung;  
Dabei wird einerseits auf den beschriebenen „übergeordneten Charakter“ der 
abgeschlossenen integrierten Planung verwiesen. Andererseits sind die in den 
jeweiligen Kapiteln „Ausblick“ aufgeführten Vertiefungsschwerpunkte und Anre-
gungen für die technische Masterplanung umzusetzen.  
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen);  
dazu organisiert die Verwaltung vor Beginn der technischen Masterplanung ei-
nen (oder gegebenenfalls mehrere) Workshop, zu dem alle Mitglieder des Stadt-
entwicklungsausschußes, und der BV Chorweiler sowie betroffene zivilgesell-
schaftliche Organisationen (z.Bsp. die Bürgervereine des Kölner Nordens, 
ADFC, VCD, BUND, …) eingeladen werden. Ziel des oder der Workshops ist es 
Eckpunkte bzw. Abwägungsschwerpunkte für die technische Masterplanung co-
kreativ festzulegen.  
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Stimme der Fraktion DIE LINKE abgelehnt. 
 
4.1.3 Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktion GRÜNE, CDU-Fraktion und Frak-
tion VOLT betreffend "Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Wei-
terplanungsbeschluss der Integrierten Planung" 
AN/2150/2023 
IV Ergänzender Beschluss: 
 
Mit der Stadterweiterung Kreuzfeld entsteht der 87. Kölner Stadtteil. Das stadtentwicklungspo-
litische Zielbild ist die Konzeption eines urbanen, durchmischten und lebendigen neuen Stadt-
teils. Eine dahingehende urbane Qualität verlangt eine angemessene Gebäudetypologie, die 
sich nicht nur an den Gegebenheiten der Äußeren Stadt orientieren kann. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung im Rahmen 
der technischen Masterplanung 
 
1. zu prüfen, wie weit sich bei der Entwicklung des neuen Stadtteils an den Vorgaben der 
Inneren Stadt betreffend Dichte etc. laut Köln Katalog orientiert werden kann – unter 
Beibehaltung des Verhältnisses der verschiedenen Wohnformen wie im Wettbewerbs-
ergebnis. Die Überarbeitung soll unter Berücksichtigung des städtebaulichen Umfelds 
und der jeweiligen Nachbarschaften zum Natur- und Freiraum erfolgen. 
 
2. die soziale Infrastruktur mit der Möglichkeit zur Ausbildung eines Bildungscampus zu 
überprüfen, sodass räumliche und funktionale Synergien entstehen können. 
 
3. darzulegen, wie sich Zufußgehende und Radfahrende zwischen S-Bahn-Station und 
den Randbereichen der Quartiere auf kürzesten Wegen und – auch in den Abendstun-
den – sicher fortbewegen können. 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Beschluss über die so geänderte Beschlussfassung (Ergänzungen fett/ Änderungen 
durchgestrichen) 
 
V

4 
 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld ein-
schließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche 
Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt. 
 
Mit der Stadterweiterung Kreuzfeld entsteht der 87. Kölner Stadtteil. Das stadtentwick-
lungspolitische Zielbild ist die Konzeption eines urbanen, durchmischten und lebendi-
gen neuen Stadtteils. Eine dahingehende urbane Qualität verlangt eine angemessene 
Gebäudetypologie, die sich nicht nur an den Gegebenheiten der Äußeren Stadt orientie-
ren kann. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung im Rah-
men der technischen Masterplanung 
 
1. zu prüfen, wie weit sich bei der Entwicklung des neuen Stadtteils an den Vorga-
ben der Inneren Stadt betreffend Dichte etc. laut Köln Katalog orientiert werden 
kann – unter Beibehaltung des Verhältnisses der verschiedenen Wohnformen 
wie im Wettbewerbsergebnis. Die Überarbeitung soll unter Berücksichtigung des 
städtebaulichen Umfelds und der jeweiligen Nachbarschaften zum Natur- und 
Freiraum erfolgen. 
 
2. die soziale Infrastruktur mit der Möglichkeit zur Ausbildung eines Bildungscam-
pus zu überprüfen, sodass räumliche und funktionale Synergien entstehen kön-
nen. 
 
3. darzulegen, wie sich Zufußgehende und Radfahrende zwischen S-Bahn-Station 
und den Randbereichen der Quartiere auf kürzesten Wegen und – auch in den 
Abendstunden – sicher fortbewegen können. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
 
Hinweis: Die SPD-Fraktion hat an der Abstimmung nicht teilgenommen. 
 
Sachstandsbericht Mai 2024 
Nächste Schritte: 
Eine umfangreiche Mitteilung zum Planungsprozess Kreuzfeld und der aktuell durchzuführen-
den Technischen Masterplanung wird es nach der Sommerpause geben. Eine Öffentlichkeits-
beteiligungsveranstaltung zur Technischen Masterplanung ist zur Präsentation eines Zwi-
schenstandes für Herbst 2024 vorgesehen. In dieser sowie in weiteren Veranstaltungen be-
steht weiterhin die Gelegenheit zu Dialog und Austausch. 
Eine Herleitung der Dichterverhältnisse im Verhältnis zum Köln Katalog wurde bereits gege-
ben. In der weiteren Ausarbeitung der Techn. Masterplanung werden die angesprochenen 
Themen (u.a. Nachverdichtungspotenziale Hood 5, Bildungslandschaft + Umgang mit Förder-
schule, Schärfung von Fuß- und Radwegeverbindungen) weitergehend vertieft. 
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für: 
Juni 2025

NEU Anlage 1 - Planungsbericht Integrierte Planung (korrigierte GFZ)

284535 Zeichen

Köln-Kreuzfeld
Ein neuer Stadtteil im Kölner Norden.
Grün. Urban. Nachhaltig

Grußwort
Sehr geehrte*r Leser*in,
nur wenige stadtpolitische Themen sind 
so komplex und ambitioniert wie die Pla -
nung eines vollkommen neuen Stadtteils. 
Gleichwohl haben wir einen weiteren gro-
ßen Schritt in Richtung eines 87. Veedels 
für Köln vollbracht: Kreuzfeld wird endlich 
konkreter. Ich freue mich, dass wir Ihnen in 
diesem Booklet genauer zeigen können, wie 
die Vision des neuen Stadtteils allmählich in 
Bilder und einen städtebaulichen Master -
plan umgesetzt wird, der ganz konkret die 
baulich-räumlichen Zukunftsperspektiven 
erläutert.
Seitdem der städtebauliche Entwurf „The 
Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0“ im 
Dezember 2021 zum Favorit des Begleitgre-
miums gekürt wurde, ist viel passiert: Der 
Planungsprozess ist kontinuierlich vorange-
schritten. Auf Grundlage des ausgewählten 
Konzepts wurde in der Integrierten Planung 
der städtebauliche Masterplan für den 
neuen Stadtteil weiter vertieft und detail-
lierter ausgearbeitet. Die konzeptionelle 
Abstimmung und Überprüfung der Planung 
erfolgte schrittweise in enger Abstimmung 
mit Akteur*innen und den Fachämtern der 
Verwaltung. Besonders freut mich, dass 
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
2

auch Sie, liebe Kölner*innen, sich intensiv in 
die Planung eingebracht und die Möglich-
keiten der breit angelegten Öffentlichkeits-
beteiligung genutzt haben. Dafür möchte 
ich mich ausdrücklich bedanken! Mir ist es 
sehr wichtig, dass wir in Kreuzfeld aushan-
deln, wie wir in Zukunft in Köln miteinander 
leben wollen.
Mit dem neuen Stadtteil haben wir auch die 
Chance, Europas Metropolen ein Vorbild für 
wohnungspolitisch sinnvolles und klima -
politisch verantwortungsbewusstes Bauen 
zu bieten. In Kreuzfeld wollen wir für rund 
8.000 Menschen ein lebenswertes Zuhause 
schaffen, in dem man sich wohlfühlen kann. 
Als Millionenmetropole trägt die Stadt Köln 
Verantwortung für das globale Klima. Kreuz-
feld wird daher als umweltverträglicher und 
resilienter Stadtteil mit ressourcenscho-
nenden Bauweisen und tragfähigen Mobi-
litäts- und Energiekonzepten geplant, der 
sich vermittelnd in das grüne und sowohl 
landwirtschaftlich als auch urban geprägte 
Umfeld einfügt.
 
 
Insbesondere die Leitbildthemen Bildung, 
Gesundheit und Vernetzung sind auf vielen 
Ebenen in die Planung eingeflossen, etwa 
bei den Grün- und Freiräumen oder der 
Verortung von Schulen und Kitas. Wir entwi-
ckeln einen vielfältigen, durchmischten und 
nachhaltigen Stadtteil – das wird Kreuzfeld 
ausmachen.
Mit dem hier vorliegenden Ergebnis der 
Integrierten Planung haben wir die plane-
rischen Weichen in Richtung Realisierung 
gestellt. Ich bin gespannt, ob die Ideen und 
Darstellungen unseres zukünftigen Veedels 
Kreuzfeld Sie genauso inspirieren wie mich.
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
3

Abb. 1: Titelseite: Visualisierung Grüne Mitte I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

Planungsbericht 
Integrierte Planung 
Im Rahmen des Städtebauprojektes zur Planung des neuen 
Stadtteils Köln-Kreuzfeld

Abb. 2: Lageplan

Bürgeranmerkung
Legende
Best-Practice-Beispiel

Inhaltsverzeichnis
1. Einführung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
1.1  K ölns neuer Stadtteil  . . . . . . . . . . . . . . .  12
1.2
 
Standort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
1.3
 I
mpressionen des Areals . . . . . . . . . . .  18
1.4
 Der
 Weg zur Integrierten Planung
 . . . 20
1.5
 V
ision Woodhood Kreuzfeld . . . . . . . .  22
1.
6
  Quer
schnittsthema Umsetzung &  
Phasierung
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
1.
7
 Quer
schnittsthema Gesunde Stadt  .  31
2. Integrierte Planung . . . . . . . . . . . . . .  35
2.1 Städtebau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  36
2.1.1
 
Baufelder 
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
2.1.2
 
Nutzungsmischung  . . . . . . . . . . . . . . 40
2.1.3
 H
öhe und Dichte
 . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
2.1.4
 
Gebäudetypologien
 . . . . . . . . . . . . . . 46
2.1.5
  W
ohnen und Miteinander 
. . . . . . . . . 48
 
Wohnen für alle
 . . . . . . . . . . . . . . . . . .  51
 
Gemeinschaftliches Wohnen . . . . .  56
2.1.
6. 
Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  58
 
2.2
 
Freiraum  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  62
2.2.1
 
Landschaftskonzept  . . . . . . . . . . . . . 64
2.2.2
 
Freiraumkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . 66
2.2.3
 U
rbane Landwirtschaft
 . . . . . . . . . . . 68
2.2.4
 Grüne M
itte und mehr  . . . . . . . . . . .  71
2.2.5
 
Hoodmitten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  73
2.2.
6
 
Alluvialpark
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
2.2.
7
 
Pflanzkonzept  . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  77
2.2.8
 Sport
- und Spiellandschaft . . . . . . . 80
2.2.
9
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
2.3. Klima,
 Umwelt und Energie . . . . . . .  88
2.3.1
  S
tadtklima und Nachhaltigkeit . . . . 90
 
Biodiversität
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
 
Zirkularität und CO2-Bilanz
 . . . . . . . 96
2.3.2
  
Umgang mit Wasser . . . . . . . . . . . . . 98
 
Wasserbilanz
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
0
2.3.3
  Energie- und Wärmeversorgung . . 10 4  
Wärmeversorgung
 . . . . . . . . . . . . . . 10
6 
Stromversorgung
 . . . . . . . . . . . . . . . 10
8
2.3.4
 Klimagerechte Stadtentwicklung .  1 10
2.3.5
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
2.4. M
obilität und Verkehr . . . . . . . . . . .  1
16
2.4.1
 
Erschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  118
2.4.2
 Rad- und F
ußverkehr  . . . . . . . . . . .  121
2.4.3
 ÖPNV
 – Bus & S-Bahn . . . . . . . . . . 1
24
2.4.4
 
Straßenquerschnitte
 . . . . . . . . . . . . 126
2.4.5
 
Mobilstationen  . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
2.4.
6
 R
uhender Verkehr . . . . . . . . . . . . . . 136
2.4.
7
 
Logistik  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
2.4.8
 
Ausblick  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2
2.5
  
Bildung, Jugend, Sport,  
Kultur & Soziales
 . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
6
2.5.1
 
Kitas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
8
2.5.2
 
Schulen
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
2.5.3
  Ü
bergang Bildungseinrichtungen   
– Freiraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
2.5.4
  
Pausenhofflächen und  
Schulwege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
2.5.5
  
Kulturangebote und  
Sonderbausteine  . . . . . . . . . . . . . . . 156
2.5.
6
  Sport
- und Spiellandschaft . . . . . . 16
2 
Klein- und Multisportanlagen . . . . 16
4 
Sportanlage Nord
 . . . . . . . . . . . . . . . 16
6 
Spielflächen
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
8
2.5.7
 
Ausblick
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2
3.  K reuzfelder Hoods  . . . . . . . . . . . . .  17 5
3.1  Kreuzfelder Hoods . . . . . . . . . . . . . . . .  17 6 
Hood Eins
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
8 
Hood Zwei  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
 
Hood Drei
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186
 
Hood Vier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
 
Hood Fünf 
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
3.2
 L
upenraum S-Bahn-Station . . . . . . . 198
4.  Anhang  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  2 07
4.1 Flächenbilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  208
4.2
 
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
4.3
 
Abbildungsverzeichnis
 . . . . . . . . . . . . 218
K
ontakt
 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  225
I
mpressum  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  226

Abb. 3: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

1. Einführung

Abb. 4: Axonometrie Woodhood Kreuzfeld
12
Einführung
1.1  Kölns neuer 
S
tadtteil
Einleitung und Anlass. 
Köln wächst: Wie viele andere Metropolre-
gionen in Deutschland besteht ein enormer 
Druck, Wohnraum und damit verbunden 
essentiell notwendige Infrastruktur in den 
Bereichen Gesundheit, Bildung und Arbeit 
zu schaffen, Flächenkonkurrenzen zu bewäl
-
tigen 
und dabei qualitätsvolle Räume zu 
schaffen. Trotz intensiver Innenentwicklung 
ist es an einigen Stellen notwendig, die Stadt 
zu erweitern. 
Doch wie kann dies im Kontext des Klimawan-
dels und des Ziels einer minimalen Flächen
-
v
ersiegelung möglichst umweltschonend 
und klimaneutral gelingen? Auf diese Frage 
soll die Entwicklung des Stadtteils Kreuzfeld 
Antworten finden.
Die Herausforderung besteht darin, in einer 
wachsenden Metropolregion einen Umgang 
mit den Auswirkungen des Klimawandels zu 
finden und gleichzeitig einen intelligenten,  
umweltverträglichen und resilienten  Stadt -
teil zu schaffen. Dabei ist es von großer Be
 -
deutung,
 dass Köln-Kreuzfeld für und mit 
unterschiedlichen Menschen geplant und  
um
  gese
tzt wird, um einen lebenswerten  
Stadtteil zu schaffen, in dem jeder gerne   
lebt, arbeitet und verweilt.
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ findet vor diesem Hintergrund in 
den Bereichen nachhaltiges, lebenswertes 
Wohnen, Gesundheit, Mobilität und Fort -
bewegung, Bildungschancen und Teilhabe 
sowie Umweltverträglichkeit und Klimaan-
passung Berücksichtigung.
Leitsätze der Kölner Stadtstrategie 2030+:
1.
 
 K
öln sorgt für kompakte und  lebenswerte  
Quartiere.
2. 
 K
öln schafft Raum für eine dynamische 
und nachhaltige Wirtschaft und für viel-
fältige Arbeitswelten.
3.
 
 K
öln sorgt für Bildung, Chancengerech-
tigkeit und Teilhabe.
4.  K öln stärkt seine Rolle als vielfältig ver -
netzte Metropole.

13
5.  K öln wächst klimagerecht und um  w elt-
fr
eundlich und sorgt für gesunde 
Le
 
bensverhältnisse.
Köln-Kreuzfeld wird westlich angrenzend  
an Blumenberg als 13. Stadtteil im Stadt -
bezirk Chorweiler auf einer Fläche von etwa 
80 ha en
tstehen und rund 3.500  Wohn
-
einheit
en bieten. Doch es geht nicht nur 
um die Errichtung eines neuen Stadtteils, 
sondern auch um die Schaffung neuer An
 g-
ebote für den gesamten Bezirk Chorweiler. 
D
as Besondere und die große Chance 
zugleich: 
80 % der Flächen befinden sich im städti-
schen Besitz. Dies ermöglicht, alle Bereiche 
der Daseinsvorsorge ganzheitlich und nach-
haltig zu planen und den Herausfor
 derungen
 
zu begegnen.

1.2 Standort
Im Kölner Norden, linksrheinisch gelegen, 
erstreckt sich das rund 80 ha große Pla -
nungsgebiet. Mit einer Entfernung von etwa 
12 km zum Kölner Stadtzentrum und einem 
S-Bahn-Anschluss bietet die Lage eine 
attraktive Verkehrsanbindung. Der mögliche 
Ausbau der S-Bahn-Station Blumenberg 
kann als Ausgangspunkt für die Entwicklung 
der neuen Quartiere dienen.
Das Planungsgebiet wird von Grünräumen 
wie dem Worringer Bruch und intensiv land-
wirtschaftlich genutzten Flächen einge-
rahmt. Es enthält wertvolle Baumstrukturen 
und Gehölze.
Das Bauen auf der grünen Wiese bietet 
die Chance, neuen Wohnraum zu schaffen 
und dem Ort weitere Qualitäten hinzuzu-
fügen. Vor dem Hintergrund des Klima -
wandels ist die Entwicklung Kreuzfelds aber 
auch mit Herausforderungen hinsichtlich 
Ressourcenverbrauch, Flächenversiegelung 
und weiteren Umweltbelangen beim Bauen 
auf der grünen Wiese konfrontiert. Wie die-
sen Herausforderungen begegnet werden 
kann, ist eine der zentralen Aufgaben der 
Integrierten Planung. Das Kapitel Energie, 
Klima und Umwelt enthält weiterführende 
Informationen zu diesem Thema. 
Es gilt, resiliente Lösungen passgenau für die-
sen Standort zu finden, um den ökologischen 
An
forderungen gerecht zu werden und die 
Entwicklung des Planungsgebiets auf verant-
wortungsvolle Weise voranzutreiben. 
Durch die unmittelbare Nähe zu den umge-
benden Stadtteilen wird Kreuzfeld den 
Stadt
 be
zirk Chorweiler bzw. den Kölner 
Norden durch Angebote an Einrichtungen, 
sozialer Infrastruktur, Bewegungs- und  
Freizeitmöglichkeiten, Arbeitsplätzen sowie 
einer Versorgungsvielfalt ergänzen.
Im Kölner Norden, angrenzend an die Stadtteile Chorweiler und 
Blumenberg und umrahmt von Grün entsteht ein neues Veedel:  
Köln-Kreuzfeld. 
Einführung
Abb. 5: Verortung
14

16
Abb. 6: Luftbild I Stadt Köln

17

Abb. 7: Blick auf Blumenberg I Stadt Köln
Abb. 8: Luftbild I Stadt Köln
18
Dresenhofweg. 
Kreuzung des Dresenhof -
wegs mit dem S-Bahn-
Tunnel in der zukünftigen 
Stadtmitte.
S-Bahnhof. 
Blick auf die S-Bahn-Halte-
stelle, die Mercatorstraße und 
das Viertel Blumenberg.
1.3 I mpressionen des Areals
Einführung

Abb. 9: Blick auf südliche Grenze Hood Zwei I Stadt Köln
Abb. 10: Blick auf Hood Vier und Fünf I Stadt Köln
19
Hood Drei. 
Blick auf den Übergang 
zur zukünftigen Hood 
Zwei Richtung Süden.
Hood Vier. 
Blick auf die zukünftige Hood 
Vier und ihre unmittelbare Nähe 
zum Wald

20
1.4 Der  Weg zur Integrierten Planung
Startpunkt der Planung war der  
Leitbildprozess. 
In der Stadtentwicklung ist dies ein struk -
turierter und partizipativer Ansatz zur Defi-
nition der langfristigen Entwicklungsvision 
und der strategischen Ziele einer Stadt oder 
Gemeinde. Im Falle Kreuzfelds bezog er sich 
auf ein konkretes Areal. Es handelte sich um 
einen Planungsprozess, bei dem zivilgesell-
schaftliche Akteure wie Bürger*innen, Poli-
tik und Verwaltung, lokale Organisationen, 
Unternehmen und andere Interessengrup-
pen einbezogen wurden, um gemeinsam ein 
Leitbild für die zukünftige Entwicklung des 
neuen Stadtteils Kreuzfelds zu erarbeiten. 
Das Leitbild zu Kreuzfeld wurde unter Be-
rücksichtigung der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030“ entwickelt, wobei die 
Bereiche Gesundheit, Bildung und nachhal-
tige Vernetzung als wichtigste Themen her-
vorgegangen sind.
Als wichtigste Themen aus dem Leitbild-
prozess für Kreuzfeld sind die Bereiche Ge-
sundheit, Bildung und nachhaltige Vernet -
zung hervorgegangen.
Um Vision und Ziele zu konkretisieren, hat 
die Stadt Köln im Anschluss an den Leitbild-
prozess ein dialogisches Wettbewerbsver-
fahren unter dem Titel “Land Stadt +feld” 
durchgeführt. Sechs interdisziplinäre Pla -
nungsteams konkurrierten mit unterschied-
lichen Konzeptansätzen in zwei Phasen. Der 
von der Jury gekürte Siegerentwurf wurde mit 
der vorliegenden Integrierten Planung wei-
terentwickelt. Wichtig für den dialogischen  
Prozess dabei war, dass sich die Teams immer 
wieder der Diskussion mit der Öffent
 lichk
eit 
stellten und Fragen der Stadtgesell
 scha
ft 
be
 
antworten mussten. Viele Anregungen 
konn t
en in den Entwurfsprozess übernom-
men werden.
Der Siegerentwurf des Teams ADEPT, KAR -
RES EN BRANDS, ArgusStudio und Metabo-
lic wurde im Rahmen der Integrierten Pla -
nung vertieft. Die Integrierte Planung dient 
dazu,
 den Wettbewerbssiegerentwurf auf die 
nachfolgenden Planungsschritte bis zur kon-
kreten Bebauungsplanung vorzubereiten. Sie 
schr
eibt damit kein Endresultat fest, sondern 
prüft auf konzeptionelle Weise das im Rah -
men des dialogischen Wettbewerbsverfah-
rens entwickelte Entwurfskonzept. Das Er -
gebnis der Integrierten Planung besteht aus 
einem z
entralen Masterplan, in dem die The-
menfelder Städtebau, Klima, Umwelt und Frei-
raum, Verkehr und Mobilität, Bildung, Jugend 
und Sport sowie Gesundheit und Umsetzung 
abgebildet sind und durch die infrastruktu-
relle Vielfalt einen erheblichen Mehrwert für 
den gesam
ten Kölner Norden darstellen. Als 
übergeordnete Themen werden die zentralen 
Inhalte des Leitbildprozesses, nachhaltige 
Vernetzung, Gesundheit sowie Bildung, als 
Querschnittsthemen mitgedacht.
Die nächsten Planungsschritte beinhalten die  
Erstellung der technischen Masterplanung,  
bei der die konzeptionelle Vertiefung auf tech-
nische Machbarkeit hin geprüft wird. Diese 
Phase k
ann auch die Erarbeitung von detaillier-
ten technischen Plänen, Finanzierungsstra -
tegien und Umsetzungsmechanismen um  -
f
assen. Parallel dazu startet die Vorbereitung  
der Bebauungsplanung,  die eng mit den erar-
beiteten Zielen, Plänen und Umsetzungsstra-
tegien verknüpft ist und das Baurecht schafft.
Einführung

Abb. 11: Vor-Ort-Safari im September 2022 I ADEPT
21
Mitwirkung und Beteiligung. 
Die Planung zum neuen Stadtteil Kreuzfeld 
wurde in einem umfangreichen Beteiligungs-
prozess unter Einbeziehung von Öffentlich-
keit, Politik und Verwaltung sowie weiteren 
Akteur*innen entwickelt. Bei verschiedenen 
Zwischenständen der Integrierten Planung 
wurde die Öffentlichkeit einbezogen, so zum 
Beispiel im Rahmen von Veranstaltungen 
wie der Vor-Ort-Safari im Herbst 2022. Dort 
hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, 
das Areal gemeinsam mit dem Planungs-
team zu erkunden, den Entwurf zu diskutie-
ren, kritisch zu hinterfragen und Ideen aus-
zutauschen. Eine Zwischenpräsentation des  
Masterplans der Integrierten Planung im 
März 2023 ermöglichte, zu sehen, wie der 
Entwurf seit dem dialogischen Wettbe-
werbsverfahren weiterentwickelt wurde und  
wie die Anregungen aus der Stadtgesell-
schaft in die Planung eingeflossen sind. 
Besonders Fragen zur zukünftigen Mobili-
tät und entsprechenden Konzepten wurden 
diskutiert und integriert (siehe hierzu auch 
Kapitel 2.4, Mobilität und Verkehr, S. 116 ff.).
Obgleich viele Anregungen und Ideen erst in 
den weiterführenden Planungsphasen wie 
der technischen Masterplanung und der Be-
bauungsplanung zum Tragen kommen, ist 
es bereits heute wichtig, diese zu kennen 
und mitzudenken. Dazu gehören beispiels-
weise Wünsche nach einem diversifizierten  
und bezahlbaren Wohnraumangebot, ver -
schiedenen Formen des gemeinschaft
-
lichen 
Wohnens, barrierefreien öffentlichen 
Räumen und ausreichenden Flächen für ge-
meinschaftliches Gärtnern. Auch Dachnut -
zungen, Räume für Kultur und Aneignung so-
wie konsumfreie Orte wurden eingefordert, 
da sie zur Schaffung eines lebendigen Quar-
tiers und Nachbarschaftszusammenhalts 
beitragen. Diese Ideen sind im weiteren in die 
Umsetzungsstrategie miteinzubeziehen, bei-
spielsweise durch ein Quartiersmanagement 
(
siehe hierzu auch Kapitel 1.6, Querschnitts -
thema Umsetzung & Phasierung, S. 24).
Das beeindruckende Engagement der Bür -
ger*innen an diesem Prozess weist auf ihr 
starkes Interesse hin, die Planungen für 
Kreuzfeld erfolgreich mitzugestalten. 
In den entsprechenden Kapiteln  
ist farblich markiert, welche Ideen  
und Anregungen aus der Stadt -
gesellschaft in die Planung ein-
geflossen sind.

Abb. 12: Heute – Ein Raum voller Möglichkeiten
22
für den Schul- und Vereinssport sowie für die 
Bevölkerung. Dieses Angebot trägt zur Stär -
kung der Schulstandorte in Köln-Kreuzfeld bei 
und f
ördert darüber hinaus ein soziales, ge -
meinschaftliches und bewegungsorientiertes 
M
iteinander auch über die Grenzen des neu-
en Stadtteils hinaus gemäß den Leitsätzen 
der
 Kölner Perspektiven 2030+.
Woodhood ist gesund. 
Im Alltag der Menschen in Woodhood wird ein 
gesunder Lebensstil gefördert: Die Wege im 
Gebiet sind leicht und attraktiv zu Fuß oder 
mit dem Rad zurückzulegen. Gemeinschafts-
orte regen zum Aufenthalt und zur Bewegung 
im F
reien an, der Außenkomfort der Freiräume 
ist hoch. Zudem sollen die Verwendung von 
Das Konzept Woodhood ist eine Vision für eine neue Art von Nach-
barschaft. Sie erfordert einen neuen Planungsansatz, sie erfordert 
den Mut, die Verbindung von Stadt und Landschaft, von Urbanität 
und Leben im Grünen neu zu denken. 
1.5 V ision Woodhood Kreuzfeld
In der Woodhood Kreuzfeld wird die Grund-
struktur des Gebiets durch die Landschaft 
und die Kulturgeschichte des Ortes definiert. 
Sie lässt sich von der Siedlungsgeschichte, 
der Natur und den umliegenden Wäldern in-
spirieren.
Woodhood bedeutet neue Urbanität. 
Im Gegensatz zum konventionellen Modell 
der zentralen Urbanität ist die Woodhood 
Kreuzfeld als polyzentrisches Ökosystem von 
Hoods strukturiert. Jede Hood hat hierbei 
ihre eigene Identität und ihr eigenes Profil. In 
der Gesamtheit formen sie eine zusammen -
hängende Stadt, die zurückhaltend aber be -
stimmt an den Bestand in Blumenberg an -
dockt. Die Hoods entwickeln sich graduell von 
S
tadt zu Landschaft, von der S-Bahn-Station 
zum westlichen Landschaftsrand. Am Haupt-
ankunftspunkt Bahnhof Blumenberg entsteht 
ein s
tädtischeres Zentrum mit den wichtigs -
ten Sozial- und Dienstleistungsinfrastruktu-
ren. Auf diese Weise werden der bestehen-
de Bahnhof und Blumenberg mit der neuen 
S
tadtstruktur verbunden und können von ihr 
profitieren. Eine Vielfalt an Grün-, Freiraum-, 
Sport- und Spielangeboten wird prägend für 
den Stadtteil sein. Themen wie essbare Stadt, 
urban gardening und agri-urbane Landwirt -
schaft werden in den Hoodmit
 t en, auf den 
Dächern und an den Siedlungsrändern aufge-
griffen. Die neue Urbanität wird ergänzt durch 
eine gr
oßzügige Sportanlage mit Angeboten 
Einführung

23
natürlichen Baumaterialien und eine gute 
Belichtung der Gebäude für gesunde Wohn-
verhältnisse sorgen. Ein anderer wichtiger 
Teil einer gesunden Stadt ist die Zukunfts-
fähigkeit. Entsprechend wird es zahlreiche 
neue und ergänzende Bildungsangebote für 
die Bewohner*innen Kreuzfelds und des ge-
samten Stadtteils Chorweiler geben (siehe 
hierzu auch Kapitel 1.7, Querschnittsthema 
Gesunde Stadt, S. 31).
 
Woodhood ist umweltgerecht. 
Primäre Herausforderung ist der schnell vor-
anschreitendende Klimawandel, weshalb die 
über
geordnete Zielsetzung für den Stadtteil 
die Entwicklung von resilienten, möglichst 
umweltverträglichen Strukturen ist. In Wood-
hood sollen öffentliche Grünflächen mehr als 
nur
 Räume zur Erholung sein, sondern auch 
ein komplexes Ökosystem mit den Aufgaben 
Klimaschutz, Wasserspeicherung, Mikroklima 
und Ökologie. Die Vision für Woodhood sieht 
eine umweltschonende, möglichst CO
2-neu-
trale oder -speichernde Bauweise vor, ebenso 
wie 
Anpassungen des Stadtraums auf mikro- 
und makroklimatischer Ebene und die Um -
setzung eines energieeffizienten und grünen 
V
ersorgungskonzepts. Der Leitsatz der Stadt-
strategie 2030+ zur Umwelt- und Klimage-
rechtigkeit wird damit befolgt.
Die Flächen werden möglichst 
sparsam und mehrfach genutzt, 
Suffizienz wird als übergeordnetes 
Planungsprinzip integriert.  
Woodhood ist eine vielfältige 
Gemeinschaft.
Die Organisation der einzelnen Hoods basiert 
auf der Entstehung vielfältiger Gemeinschaf-
ten, die auf unterschiedlichen Ebenen und 
M
aßstäben gestärkt werden. Auf diese Weise 
bildet sich ein solides soziales Netz, dass alle 
Bewohner*innen in die Stadtgemeinschaft 
integriert. Die Hoods kombinieren eine urba-
ne städtebauliche Körnung mit dorfspezifis -
chem Gemeinschaftsleben, um eine neue Art 
v
on städtischem Dorf zu definieren. 
Woodhood ist menschenzentriert. 
Um dem Ziel einer nachhaltigen und zu-
kunftsorientierten Mobilität gerecht zu wer-
den, wird ein innovatives Mobilitätskonzept 
angestrebt, das den Rad- und Fußverkehr 
sowie den ÖPNV im Sinne der „Kölner Per -
spektiven 2030+“ attraktiv gestaltet. Einen 
wichtigen Schlüssel bilden hier die städte-
bauliche Struktur und das Erschließungs-
konzept, die konsequent aus den Bewe-
gungsströmen heraus entwickelt wurden.
Abb. 13: Morgen – Eine neue Art  
des Zusammenlebens
Abb. 14: Woodhood Kreuzfeld

24
Die Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld bildet die Grundlage  
eines mehrjährigen räumlichen Entwicklungsprozesses für ein Areal. 
Es gilt, gemeinsam mit Planer*innen, Expert*innen, Bürgerschaft  
und politischen Vertreter*innen ein tragfähiges Gesamtkonzept für 
die Entwicklung Kreuzfelds zu schaffen. 
1.6  Querschnittsthema  
U
msetzung & Phasierung
Um dieser Herausforderung zu begegnen, 
werden in der Integrierten Planung zunächst 
übergeordnete Strukturen – wie Flächen-
aufteilungen, Nutzungen, Baufelder – fest -
gelegt, die einen klaren städtebaulichen 
Rahmen für die Entwicklung vorgeben. Dazu 
werden öffentliche Freiräume innerhalb der 
Hoods, eine verbindende zentrale Grün
-
fläche,
 Sport- und Spielflächen sowie Mobi-
litätsstrukturen festgelegt. Sie garantieren 
die Integration des neuen Stadtteils in die 
Gesamtstadt und stellen eine interne Ver -
netzung der Hoods sicher. Dieses räumliche 
Gerüst bildet das Rückgrat von Woodhood, 
prägt das Areal und schafft die Vorausset -
zung für einen lebenswerten und vielfältigen 
Stadtteil. 
Vorschlag der Phasierung. 
Kreuzfeld entsteht in einem offenen und 
adaptiven Prozess, der auf die Bedarfe der 
Zukunft flexibel reagieren kann. Das räum-
liche Konstrukt der Hoods ermöglicht es, ei-
nen selbstlernenden Prozess zu etablieren. 
Herausforderungen, denen man in der Um-
setzung der ersten Hoods begegnet, kön-
nen künftig Chancen in der Realisierung der 
noch fehlenden Hoods sein. Einzelne Fak -
toren, wie die Dichte pro Baufeld, sind also 
noch verhandelbar. Ohne dass das robuste 
Grundgerüst der Hoods aufgelöst wird, kön-
nen auf diese Weise in der Entwicklung neue 
Schwerpunkte gesetzt werden. Mobilität ist 
dabei der Ausgangspunkt der Quartiersent-
wicklung. 
Ein neuer Stadtteil entsteht in einem deka -
denlangen Prozess, die folgenden Phasen 
illustrieren einen möglichen Ablauf für die 
Entwicklung in mehreren Phasen. Eine auf 
die sukzessive Aufsiedlung abgestimmte 
Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die 
zeitgerechte Errichtung der Schulen sowie 
nicht zuletzt die Entwicklung der Grün- und 
Freiräume finden hierbei besondere Beach-
tung. Die Entwicklung findet von Ost nach 
West, also von Blumenberg ausgehend 
in den westlichen Landschaftsraum statt.  
Auftakt in Phase Null und Voraussetzung 
für einen gelungenen Start ist die städte-
bauliche Qualifizierung der S-Bahn-Station  
(siehe hierzu auch Kapitel 3.2, Lupenraum  
S-Bahn-Station, S. 198 ff.). 
Anstreben gemeinschaftlicher Entwicklung. 
Die Entwicklung Kreuzfelds ist ein koope-
rativer Prozess, getragen von einer brei-
ten Akteurslandschaft, die das Mitwirken 
der künftigen Bewohnerschaft und lokales 
Engagement in den Mittelpunkt stellt. Mit 
Einführung

Abb. 15: Öffentlichkeitsbeteiligung vom 11.03.2023 I Urbanista
25
diesem Leitsatz und entsprechenden Be-
teiligungsprozessen kann gleich zu Beginn 
Identität geschaffen werden. Durch die Mit
-
wirkung wir
d angestrebt, dass sich Bür -
ger*innen angesprochen sowie mitgenom-
men fühlen und das entstehende Potenzial 
für den Großraum des Kölner Nordens er -
kennen. Der Start der Entwicklungen be-
ruht auf einem breiten Konsens der Kölner 
Stadtgesellschaft und integriert auf dem 
Weg zahlreiche dialogorientierte, co-kreati-
ve Formate. Daraus erwächst eine gemein-
same Verantwortung, es braucht Projekt -
partner*innen, die gemeinsam mit einem 
Quartiersmanagement die Hoods mit Leben 
füllen. Welche Chancen es zu Produktivität, 
Pflege und Aneignung von Stadträumen gibt, 
wird im Rahmen einer prozessbegleitenden 
Kommunikationsstrategie dargestellt. 
Ausblick und nächste Schritte. 
Wichtig ist, dass der Planungs- und Umset -
zungsprozess weiter kuratiert wird, um auf 
dem 
Weg gesammeltes Wissen aktuell zu 
hal
 t
en und zu reflektieren. Die Verantwor -
tung kann zwischen der Stadtverwaltung und 
einer
 Entwicklungsgesellschaft in Kombina -
tion mit einem Quartiersmanagement geteilt 
w
erden. Es soll im Prozess immer wieder dar-
um gehen, sich auf die zu Beginn des Leitbild-
prozesses gesteckten Ziele und die weiter 
aus
formulierten Spielregeln der Integrierten 
Planung zurückzubesinnen beziehungsweise 
diese im aktuellen Kontext zu spiegeln.

26
Eckpunkte der vorgeschlagenen 
Phasierung
 › Schulen initiier
en den Beginn der Bau-
phasen und sollten betriebsbereit sein, 
wenn die ersten Wohnungen bezogen 
werden. Phase Eins deckt bereits Schu-
len für alle Altersklassen ab.
 › M
obilstationen und das Straßen- und 
ÖPNV-Netz bestehen, dort wo nötig, 
bereits in der ersten Phase und werden 
hoodweise erweitert.
 › N
icht nur Hoods und Baufelder werden in 
Phasen entwickelt, auch die Landschaft 
wird in Stufen entwickelt – was wann 
passieren soll, wird vor Ort kommuniziert.
 › E
rreichte Meilensteine werden mit Nach-
barn und Besucher*innen gefeiert.
 › D
as Landschaftskonzept ist flexibel, es 
berücksichtigt Wachstums- und Pflanz -
zeiten der Bäume. Teilweise wird es in den 
frühen Phasen umgesetzt: inbegriffen 
sind die Bäume und künftige Wege, die 
als Mähstreifen angelegt werden, sowie 
Änderungen der Bodennutzung, die auch 
temporäre Funktionen beherbergen 
können; landwirtschaftliche Nutzung 
ist in Teilen noch denkbar. Vollständige 
Umsetzung des Landschaftskonzepts in 
den späteren Phasen: Herstellung von 
Wegeverbindungen, Versorgungsinfra -
struktur, Wasserrückhaltelandschaften, 
Sport- und Spieleinrichtungen, Bepflan-
zung mit Sträuchern und Bodendeckern. 
Einzelne Bausteine können bei Bedarf 
schneller umgesetzt werden.
 › Ehr
geizige Option: Temporäre Nutzung 
der Flächen für die Herstellung bioba -
sierter Baumaterialien wie schnell wach-
sendem Bauholz.
Die Diversität, die dem Entwurfs-
k
onzept innewohnt, soll sich  
letztlich auch im Prozess  
des Planens, Bauens und in der  
Umsetzung wiederfinden.

27
Phase Null – Start der Entwicklungen
 › A usgangspunkt der Entwicklung ist die 
Neugestaltung der S-Bahn-Station und 
des Bahnhofsumfelds. Aufgrund der Ver-
antwortlichkeit sind dazu jedoch inten-
sive Abstimmungen mit der Deutschen 
Bahn (DB) erforderlich.
 › Sch
werpunkt ist die Verbindung zwi-
schen Kreuzfeld und Blumenberg, bau-
lich wie funktional.
 › D as Ausbaukonzept des Blumenbergs-
wegs (und gegebenenfalls dessen Linien-
führung) muss vorliegen.
 › U mgestaltung des Dresenhofwegs zur  
Radschnellverbindung mit begleiten -
dem 
Gehweg, Bau des Knotenpunkts 
Dresen hofweg / Blumenbergsweg in klu-
siv
e der nördlichen Haupterschließung 
Dresen
  
hofweg.
 › Bau der
 östlichen Mobilstation in Hood 
Eins in Verbindung mit der Neugestal-
tung des Bahnhofsgebäudes. 
 › Bau der
 Haupterschließung vom Knoten 
Ernstbergstraße / Mercatorstraße bis 
zum Dresenhofweg zur Abwicklung der 
Bauverkehre.
 › Beginn 
der Ausgestaltung des Alluvial-
parks als ersten Trittstein zwischen zwei 
Stadtteilen.
Abb. 16: Phase 0
H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3

Abb. 17: Phase 1
28
Phase Eins – anzustrebende Meilensteine
 › Schulen und Kitas werden mit Beginn der 
Aufsiedelung errichtet.
 › D
ie weiterführende Schule in Hood Drei 
wird zeitgleich zu Hood Eins errichtet, um 
mit Kitas, Grundschulen und Bürgerhaus+ 
eine städtebauliche Bildungslandschaft 
für alle bereitzustellen. 
 › Bau des inner
en Hood-Loops sowie der 
Mobilstationen in Hood Drei zur Erschlie-
ßung des Schulstandorts, die fußläufige 
E
rschließung von der S-Bahn-Station zur 
Schule in Hood Drei ist unten mit einem 
Pfeil dargestellt.
 › Bau der
 südlichen Haupterschließung in 
Hood Zwei von der Mercatorstraße bis 
zum Dresenhofweg zur Abwicklung der 
Bauverkehre.
 › Bau der
 Straßenerschließung und der 
westlichen Mobilstation in Hood Eins.
 › A
ufnahme des Busverkehrs durch Hood 
Eins und Hood Drei.
 › Bau der
 Mobilstation Blumenberg in Kom
-
bina
tion mit den Baumaßnahmen an der 
S-Bahn-Station Blumenberg.
 › Bau der
 östlichen Mobilstation in Hood 
Drei inklusive Logistikstrukturen.
 › W eiterentwicklung des Alluvialparks, 
Beginn der Gestaltung der Grünen Mitte.
 › Bau der  Sportanlage Nord ein  schließ  lich   
Erdarbeiten für die Lärm schutz  v orkehrung. 
 › F ertigstellung der Hoodmitten für Hood 
Eins und Drei unter Einbezug der künfti -
gen Kitaflächen.
H3 H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende

29
Phase Zwei – anzustrebende Meilensteine
 › Kit
as und Grundschule werden mit 
Beginn der Aufsiedelung der Hood Zwei 
errichtet.
 › F
ertigstellung des Alluvialparks. 
 › W
eiterentwicklung der Grünen Mitte 
westlich des Dresenhofwegs. 
 › Beginn der
 Baumpflanzungen südlich 
und westlich von Hood Vier. 
 › E ntwicklung des Fuß- und Radwege-
netzes in der östlichen Grünen Mitte 
(Fertigstellung vor Eröffnung der Schule) 
mit Ausbildung einer leistungsfähigen 
Ost-West-Achse und einem Anschluss 
an die Radschnellverbindung auf dem 
Dresenhofweg.
 › F
ertigstellung der Mobilitätsinfrastruktur 
vor Eröffnung der Schulen.
 › Ber
eits über die Hälfte von Köln-Kreuz -
feld ist baulich umgesetzt.
H1
H2
H4
H5
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3
Abb. 18: Phase 2

30
Phase Drei – anzustrebende Meilensteine
 › Kit
as und Grundschule werden mit 
Beginn der Aufsiedelung der Hoods 
Vier und Fünf errichtet. Die fußläufige 
Erschließung von der S-Bahn-Station zur 
Schule in Hood Vier ist unten mit einem 
Pfeil dargestellt.
 › F
ertigstellung der Grünen Mitte.
 › F
ertigstellung der Baumpflanzungen im 
Süden und Westen von Hood Vier.
 › V
ollständige Einrichtung der peripheren 
Landschafts- und Parkzonen um Hood 
Fünf.
 › Bau des 
vollständigen Hood-Loops inklu-
sive Brückenbauwerk und Busschleuse 
zwischen Hood Vier und Hood Fünf.
 › E
ntwicklung des Fuß- und Radwege-
netzes im westlichen zentralen Grün mit 
Ausbildung einer leistungsfähigen Ost-
West-Achse (Fertigstellung vor Eröff -
nung der Schule).
 › K
öln-Kreuzfeld ist vollständig entwickelt, 
möglicherweise werden erste Nachver -
dichtungsmaßnahmen in den östlich 
gelegenen Hoods diskutiert. 
Abb. 19: Phase 3
ÖPNV
Dresenhofweg
Teilw. Errichtung Landschaft
Vollst. Errichtung Landschaft
Fertige Errichtung Landschaft
Baufelder in Planung
Bildungseinrichtungen
Mobility Hubs
Blumenbergsweg & Mercatorstraße
Legende
H3 H1
H2
H4
H5

31
Köln-Kreuzfeld legt großen Wert darauf, alle Dimensionen einer ge-
sunden Stadt von Anfang an mitzudenken. Es entsteht ein Stadtteil 
mit gesunden Menschen, einer gesunden Natur, gesunden Arbeits-
welten und einer gesunden Gemeinschaft – entwickelt in einem offe-
nen Diskurs. 
Einführung. 
Bei der Planung und Entwicklung des neu-
en Stadtteils ist das Leitbild einer gesun-
den Stadt neben Bildung und Vernetzung 
eines der zentralen Themen. Hierbei wird ein 
ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die phy -
sische, mentale und soziale Gesundheit der 
Bewohner*innen in den Fokus rückt, so sind 
beispielsweise die Flächenbedarfe für me-
dizinische Versorgung, Pflege und medizini-
sche Ausbildung im Rahmen der bisherigen 
Planungen identifiziert worden, die mitunter 
auch den Stadtbezirk Chorweiler versorgen 
sollen. Die Erkenntnisse sind durch entspre-
chende Verortung in den Entwurf eingeflos-
sen, erste Gespräche mit potenziellen Trä -
ger*innen wurden geführt. Im Sinne eines 
integrierten Ansatzes wird das Thema nicht 
einem spezifischen Kapitel zugeordnet, son-
dern vorneweg als Querschnittsthema prä -
sentiert. 
Gesundheit und Versorgung. 
Der Masterplan enthält ein konkret verortetes 
Ärztehaus beziehungsweise Medizinisches 
Versorgungszentrum (MVZ). Ebenso wird es 
Flächen für eine Bildungsstätte in privater  
Trägerschaft (ggf. pflegerischer Schwerpunkt)  
geben. Hierin enthalten sind Flächen für ad -
ministrative Tätigkeiten sowie ein Wohnheim. 
Zusätzlich sind ambulante Wohngemein -
schaften, ein Seniorenwohnheim, Dauer- und 
solitäre Kurzzeitpflege sowie Mehrgeneratio-
nenwohnen konzeptionell mitgedacht. Zum 
jetzigen Planungsstand sind die städtebau -
lichen Typologien flexibel genug, um auf sich 
ändernde, erhöhte Bedarfe im Themenfeld 
zu reagieren (siehe hierzu auch Kapitel 2.1.5, 
Wohnen und Miteinander, S. 48 ff.  sowie  
Kapitel 2.5.5, Kulturangebote und Sonder -
bausteine, S. 156 ff.). 
Gesundheit und Mobilität. 
Gut zugängliche Geh- und Radwege sind in 
Kreuzfeld mit den sogenannten Hood- und 
Woodloops geplant, die zu einem aktiven 
Lebensstil ermutigen und es den Bewoh-
ner*innen ermöglichen, sich bequem und si-
cher durch die Kreuzfelder Hoods zu bewe-
gen. Zudem laden die Grün- und Freiräume 
sowie die Sportanlagen zu diversen körper -
lichen Aktivitäten ein, sei es zum Spazieren, 
Joggen oder Radfahren etc. Insbesondere 
in Hood Drei kommen Sportbegeisterte auf 
ihre Kosten (siehe hierzu auch Kapitel 3.1, 
Hood Drei, S. 186 f. sowie Kapitel 2.2, Frei-
raum, S. 62).
Gesundheit und Grün- bzw. 
Naherholungsräume. 
Es werden Grünflächen und Parks geschaf -
fen, die als Orte der Erholung und Entspan-
nung dienen. Darüber hinaus laden vielfälti-
ge Sport- und Spielangebote zu Bewegung 
1.7 Querschnittsthema Gesunde Stadt
Einführung

32
im Freien ein und tragen somit zu einer ge-
sunden Entwicklung bei. Die Natur und das 
Grün in der Stadt haben nachweislich posi-
tive Auswirkungen auf die mentale Gesund-
heit und das Wohlbefinden der Menschen.
Gesundheit und Umwelt. 
Eine Umwelt mit hoher Aufenthaltsqualität 
bei jedem Wetter ist ein elementarer Be-
standteil einer gesunden Stadt. An heißen 
Sommertagen ist das Mikroklima dank Kalt-
luftströmen und schattenspendenden Ele-
menten immer noch angenehm. Durch den 
angestrebten geringen Versiegelungsgrad 
und einer guten Durchlüftung soll die Bil-
dung von Hitzeinseln vermieden werden.
Gesundheit und soziale Interaktionen.
Nachweislich besonderen Einfluss auf die 
mentale Gesundheit haben soziale Inter -
aktionen, gemeinschaftlicher Sport z. B. in 
Vereinen, individuell organisierte Erlebnisse 
im Austausch mit den Nachbar*innen sowie 
eine verlässliche Gemeinschaft. Es werden 
in Woodhood zahlreiche Plätze und Treff -
punkte in und zwischen den Hoods geschaf-
fen, die zum Verweilen und zum Austausch 
einladen. Hier sollen Bewohner*innen die 
Möglichkeit haben, sich zu treffen, gemein-
sam Aktivitäten zu unternehmen und sozia -
le Kontakte zu knüpfen. Die Nähe von Woh-
nen, Arbeiten und Kinderbetreuung macht 
eine gesunde Work-Life-Balance möglich. 
Öffentliche Einrichtungen wie das Bürger -
haus+ oder die Sportanlage Nord bieten 
Anknüpfungspunkte für Blumberger*innen 
und Nachbar*innen. Dies stärkt nicht nur 
das Wohlbefinden, sondern leistet auch 
einen Beitrag für den erweiterten Nachbar -
schaftsverbund mit Blumenberg. Es ent -
steht ein starkes soziales Netz, das Rückhalt 
bietet und alle integriert, egal ob Bewohnen-
de oder Besuchende.
Ausblick und nächste Schritte. 
Im Zuge der fortlaufenden Schärfung und 
Detaillierung der Freiraum- und Umweltpla-
nung werden nun auch Aspekte der Stadtge-
sundheit miteinbezogen. Dies zeigt sich kon-
kret in der Realisierung von medizinischen 
und pflegerischen Einrichtungen sowie an-
deren Maßnahmen im Bereich der Stadt -
gesundheit. Dabei ist es wichtig, potenzielle 
Vertreter*innen und Träger*innen der Ge-
sundheitseinrichtungen in die Planung zu inte- 
grieren.
Freiräume und Wohnumfeld sind so 
gestaltet, dass sie einen aktiven  
Beitrag zur Gesundheit der Wood-
hood-Bewohner*innen leisten.

Abb. 20: Kreuzfelder*innen sind am liebsten draußen. I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en 
Brands
33

2. Integrierte Planung
Abb. 21: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

36
Auf den folgenden Seiten ist das städtebau -
liche Konzept näher illustriert und es werden 
Einblick
e in Flächenaufteilungen, Nutzun-
gen und Gebäudeformen gegeben. Fragen 
des Z
usammenlebens in Zukunft – etwa in 
gemein scha ftlichen Wohnformen – sowie des  
Alterns im Quartier werden ebenfalls beleuch-
t
et. Im Sinne eines umfassenden Bildes des 
lebenswerten Stadtteils empfiehlt sich eben-
falls die Lektüre der anschließenden Kapitel. 
Städtebauliches Konzept. 
Woodhood ist mehr als eine klassische Gar-
tenstadt. Die Geschichte des Ortes und 
sein immenses landschaftliches Potenzial 
erfordern einen völlig neuen Ansatz für die 
Entwicklung eines Stadtteils in dieser ein-
zigartigen Lage. Im Gegensatz zum kon-
ventionellen Modell zentraler Urbanität ist 
Woodhood als polyzentrisches Ökosystem 
Köln-Kreuzfeld möchte als Vorbild für Stadt-
erweiterungen in Metropolregionen gelten, 
indem es die Herausforderungen von Flä -
chendruck, sich rasch ändernden Bedürf -
nissen einer diversen Stadtgesellschaft und 
Wohnraummangel mit einem klimapositiven 
Anspruch verbindet. Die Herausforderung 
möglichst geringer Flächenversiegelung 
wird dabei als Chance für den Einsatz resi-
lienter städtebaulicher Strukturen bereits 
in der Entwicklung des Stadtteils begriffen. 
Das Konzept kombiniert in der Neuentwick-
lung unterschiedliche Leitthemen der Kölner 
Stadtstrategie 2030+, wie die Etablierung 
lebenswerter Wohnsiedlungen, nachhalti-
ger Mobilität und Fortbewegungsmöglich-
keiten, sozialer und gesundheitlicher Infra -
struktur, die Förderung des Gemeinsinnes 
und der Teilhabe sowie die Anpassung an 
Maßnahmen des Klimawandels.
2.1 Städtebau
Willkommen in Köln-Kreuzfeld, einem neuen Stadtteil im Kölner Nor-
den, der als Weiterentwicklung einer Gartenstadt konzipiert wurde. 
In den kommenden Dekaden entsteht hier eine hochvernetzte Infra
-
s
truktur aus fünf Nachbarschaften, den sogenannten Kreuzfelder 
Hoods. Zukunftsweisende Architektur, die flexibel den Anforderun-
gen der Zukunft gerecht wird, wird eingebettet in ein städtebauliches 
Konzept im menschlichen Maßstab. Grün- und Freiräume laden  
in Kreuzfeld zu Sport und Bewegung an der frischen Luft ein und 
fördern damit die Gesundheit der Bewohner*innen. Der öffentliche 
Raum ist so gestaltet, dass er Begegnungen und Austausch fördert, 
während außerschulische Lernorte, eingebettet in eine städte
 bau
-
liche B
ildungslandschaft, zu lebenslangem Lernen einladen – für 
Gäste, Bewohnende und Nachbar*innen gleichermaßen. 
Integrierte Planung

Abb. 22: Verortung der Hoods
37
Hood Eins
Hood Zwei
Hood Drei
Hood Vier
Hood Fünf
Blumenberg
Legende
von Hoods, den Kreuzfelder Hoods, struktu-
riert. Jede Hood hat hierbei ihre eigene Iden-
tität und ein eigenes Profil. In der Gesamt -
heit formen sie eine zusammenhängende 
Stadt, die sich zurückhaltend aber bestimmt 
an den Bestand in Blumenberg andockt.  
Die Hoods nehmen die verschiedenen Sied-
lungsinseln der vergangenen Jahrzehnte als 
Thema auf, überformen sie zu einer eigen-
ständigen Typologie und kombinieren Neu-
bauten und Bestand zu einem attraktiven 
Gerüst räumlicher und funktionaler Verbin-
dungen. Ein dichtes Netz von miteinander 
verknüpften, langsam befahrbaren Wegen 
und Loops verbindet die Hoods über die 
wichtigsten Sport-, Spiel-, Park-, Bildungs- 
und Erholungseinrichtungen untereinan-
der und mit der Nachbarschaft.  Die Hoods 
entwickeln sich graduell von der S-Bahn-
Station im Stadtzentrum zum westlichen 
Landschaftsrand. Am Hauptankunftspunkt 
am Bahnhof Blumenberg entsteht ein städ-
tisches Zentrum mit den wichtigsten Sozial- 
und Dienstleistungsinfrastrukturen. Auf die-
se Weise werden der bestehende Bahnhof 
und Blumenber
g mit der neuen Stadtstruktur 
verbunden und können von ihr profitieren. 
Die architektonischen Grundsätze unterstrei-
chen diesen graduellen Übergang von Innen-
hofblöcken im Osten über U-förmige Blöcke, 
die 
sich zur Landschaft hin öffnen, bis hin zu 
mehr punktuellen Strukturen im Westen. Ein 
sehr einfaches und robustes städtebauliches 
und landschaftliches Gefälle schafft eine 
klare Identität für die verschiedenen Hoods. 
Insbesondere die Vielfalt unterschiedlicher 
Typologien und Dichten mit einer hohen 
Kombinationsvielfalt kreieren letztlich eine 
eigene Identität für den Stadtteil. 
Jede Kreuzfelder Hood hat  
ihre eigene Identität, die sich in 
Nutzungen, städtebaulich- 
freiraumplanerischer Gestaltung 
und Atmosphären widerspiegelt.
Hood
Eins
Hood
Zwei
Hood
Drei
Hood
Vier
Hood
Fünf

Abb. 23: Baufelder
38
2.1.1 Baufelder
Öffentlich (öffentliche Grün- und Freiräume) 
Halböffentlich (vorwiegend nutzerabhängige Grün- und Freiräume) 
Privat
Straße
Hinweis: Ziffern geben Baufeldnummerierung an
Legende
Damit der städtebauliche Entwurf für Köln-Kreuzfeld in den 
kommenden Jahren Wirklichkeit werden kann, benötigt es eine 
sorgsame Einteilung der Flächen.   
Integrierte Planung

39
Die Integrierte Planung legt eine Flächenein-
teilung des gesamten Plangebiets fest. Un -
terschieden werden dabei zunächst öffentli-
che und private Flächen und solche, die als 
semi-priv
at beziehungsweise semi-öffentlich 
gelten, sei es aufgrund ihrer späteren Nut -
zung oder der Art ihrer Entwicklung. Die Ver-
kehrsflächen werden ebenfalls entsprechend 
ihr
er Ausformung in öffentliche und private 
Verbindungen eingeteilt. Die nebenstehende 
Grafik zeigt die Baufelder in der Übersicht. 
Die Entwicklung Kreuzfelds in den kommen-
den Jahren erfolgt auf unterschiedlichen 
M
aßstabsebenen. Übergeordnet gibt es die 
Ebene der Region und der angrenzenden 
Nachbarschaften sowie die Ebene des Ge -
samtareals. Darunter liegt die Entwicklung 
der
 einzelnen Hoods und der jeweiligen Bau-
felder. So entsteht in Summe ein Raumge -
rüst, das ausreichend Flexibilität lässt, um 
eine 
Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten 
auf dem Weg festzuschreiben oder neu zu 
definieren. 
Die einzelnen Hoods sind Inkubatoren für 
neue, innovative Nachbarschaftsmodelle. 
Gemeinschaftsorientierte Angebote und In -
frastrukturen sind die Kerne der Hoods. Die 
V
ergabe von Baufeldern und Grundstücken 
soll entsprechend so geregelt werden, dass 
sie neue Organisationsformen der nachbar -
schaftlichen Gemeinschaftsbildung anregt. 
D
ie neuen Vergabeverfahren können im Ent-
wicklungsprozess erprobt werden ( siehe 
hierzu auch Kapitel 1.6, Umsetzung und Pha-
sierung, S. 24).
Die Flächen werden möglichst 
sparsam und mehrfach genutzt, 
Suffizienz soll als übergeordnetes 
Planungsprinzip integriert werden.

Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Bildung finden in direkter 
räumlicher Nähe – über- und untereinander – statt. So 
entsteht eine abwechslungsreiche, lebendige und funk-
tionierende Stadtstruktur.
Abb. 24: Nutzungen Obergeschoss
40
2.1.2 Nutzungsmischung
Das Leben im Übermorgen wird eine ab-
wechslungsreiche Stadtstruktur erfordern, 
die Mischung, Adaption und Flexibilität 
von Nutzungen auf allen Ebenen mitdenkt. 
Nutzungsmischung wird in Kreuzfeld ho-
rizontal und vertikal gedacht. Die höchste 
Nutzungs- und Bebauungsdichte soll sich 
in der Nähe zum S-Bahnhof Blumenberg 
Die Kreuzfelder Hoods beherbergen 
einen Nutzungsmix mit variablen 
Anteilen, je nach Charakter der 
jeweiligen Hood.
Integrierte Planung
Wohnen
Gewerbe
Kita
Schulen
Öffentliche Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobility Hubs
Legende

Abb. 25: Nutzungen Erdgeschoss
41
finden, in der östlichsten und urbansten 
Hood. Hier finden sich Einkaufsmöglichkei-
ten, kleinteilige Dienstleistungsangebote, 
Co-Working-Spaces, aber auch Kultur- und 
Sozialeinrichtungen. Mit dem Bürgerhaus+, 
einer großzügigen Sportanlage, einer neu-
en Stadtteilbibliothek inklusive Veranstal-
tungsräumen und einem interreligiösem Be-
gegnungsort entstehen hier Nutzungen mit 
Magnetwirkung über den Stadtteil hinaus. 
Entlang der Fußwegeverbindungen wird so 
viel Kleingewerbe und Versorgungsinfra -
struktur wie nötig und sinnvoll angesiedelt, 
ohne dabei Konkurrenzen zu bereits beste-
henden Angeboten zu schaffen. Gewerbe 
In allen Hoods sind Gebäude vor-
gesehen, in denen sich Wohnen 
und Arbeiten im Homeoffice op-
timal verbinden lassen. In eini-
gen Bauten sind Flächenanteile 
für Büronutzungen angestrebt. 
Wohnen
Gewerbe
Kita
Schulen
Öffentliche Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobility Hubs
Legende

42
Anteil der baulichen Nutzungen
Anteil der baulichen Nutzungen in Quadratmetern 
und Prozentangaben für das Plangebiet:
Als Katalysator für das Zugehö-
rigkeitsgefühl zur Hood und den 
Zusammenhalt der einzelnen 
Nachbarschaften, aber auch für 
den übergeordneten Stadtteilzu-
sammenhalt sind einige Nutzun-
gen überlagert.  
So entstehen Orte für Austausch und Be-
gegnung, die Ereignisdichte wird erhöht. 
Im Optimalfall können Sportangebote und 
Infrastruktureinrichtungen durch entspre-
chende Betreiberkooperationen mehrfach 
genutzt und entsprechend gut ausgelastet 
werden. 
findet sich insbesondere um die Hoodmitten 
verteilt sowie in den Erdgeschosszonen der 
Mobilstationen. Schulen und Kitas gehören zu 
den prägenden Nutzungen in Köln-Kreuzfeld 
und können große Flächenanteile für sich be-
anspruchen. Im Sinne des Bildungsstandorts 
Kr
euzfelds lassen sich künftig mithilfe von 
politischer und institutioneller Unterstützung 
auch Ankernutzungen aus den Branchen 
Gesundheit, Bewegung und Ernährung so -
wie Forschung und Wissenschaft ansiedeln. 
D
ie sozialen und kulturellen Einrichtungen 
sind im Sinne unterschiedlicher Raumerleb -
nisse auf alle Hoods verteilt, obgleich sich in 
der
 größten und urbanen Hood im Osten des 
Plangebiets zahlreiche Nutzungen in unmit -
telbarer Nähe zur S-Bahn-Station gruppieren. 
Wohnen: rund 322.500 m² (57 %)
Gewerbe: rund 42.000 m² (7 %)
Bildung: rund 94.500 m² (17 %)
Öffentliche Nutzungen: rund 32.000 m² (7 %)
Gesundheit: rund 30.000 m² (4 %)
Mobility Hub: rund 44.000 m² (8 %)
Nutzungen gesamt: rund 565.000 m² (100 %)

43
2.1.3 H öhe und Dichte
Integrierte Planung
Der Übergang vom urbanen zum vorstädtisch-ländlichen 
Raum ist durch passende Typologien und gezielte städte-
bauliche Akzente sorgsam komponiert. 
Abb. 26: Körnung der Hoods
Urban
Mix
Ländlich
Legende
Die besondere Qualität des Entwurfs Wood-
hood für Köln-Kreuzfeld zeigt sich in der 
Höhen- und Dichteentwicklung mit span-
nungsreichen Stadträumen und hochwerti-
gen öffentlichen Freiräumen. Je nach Hood 
ergeben sich daraus diverse städtebauliche 
Figuren. 
Die Ebene der Integrierten Planung und 
letztlich der Masterplan legen Geschossig-
keiten und Dichten fest, die als Vorschlä -
ge zu verstehen sind, in der Entwicklung 
jedoch an den Bedarf angepasst werden 
können. Die entsprechenden Bereiche für 
Dichte- und Höhenentwicklung mit korre-
spondierenden Nutzungsmischungen und 
Vorschlägen für städtebauliche Typologien 
wollen als Grundgerüst verstanden werden, 
sie sind ähnlich zu Spielregeln der Rahmen 
für die Entwicklung. Die hier dargestellte Ge-
schosshöhen stellen Orientierungswerte dar, 
geltende Regelungen zu Abstandsflächen

44
werden bewusst zugunsten von Nutzungs-
dichte, Infrastrukturauslastung und Ver -
siegelungsanteilen an einigen Stellen über -
schritten. Konkrete, für die Bauleitplanung 
relevante Entscheidungen zu Höhen sollten 
entsprechend erst nach sorgfältiger Prüfung 
aller für das jeweilige Baufeld und die Stand-
orte relevanten Faktoren – beginnend bei 
den Abstandsflächen – getroffen werden. 
Grundsätzlich nimmt die Bebauungsdich -
te zu den Rändern jeder Hood hin ab, die 
höchs
ten Geschossigkeiten finden sich rund 
um die Hoodmitten. Auf diese Weise werden 
die Platzräume städtebaulich gefasst, von 
der rahmenden Bebauung lässt sich das Ge-
schehen in den Hoodmitten gut beobachten. 
Zu den Rändern verlieren die Gebäude an 
Höhe, so entsteht ein fließender Übergang 
in den Landschaftsraum. Hochpunkte mar -
kieren zudem den Stadteingang und den 
Übergang zu Blumenberg. Signifikante Hö-
hen werden ebenfalls durch die Mobility 
Hubs vorgegeben. 
Soziale Kontrolle wirkt sich posi-
tiv auf das Miteinander und das 
Sicherheitsempfinden der Be-
wohner*innen aus. 
Abb. 27: Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende

45
Eine Verdichtung rund um die zent-
ralen Bereiche der Hoods sorgt  
für Lebendigkeit und Erlebnisdichte.
Angaben zu Geschossigkeiten
BGF Hood Eins rund 190.700 m² (34 %)
BGF Hood Zwei rund 112.700 m² (20 %)
BGF Hood Drei rund 63.500 m² (11 %)
BGF Hood Vier rund 91.200 m² (16 %)
BGF Hood Fünf rund 72.600 m² (13 %)
BGF Blumenberg rund 34.000 m² (6 %)
1,96
2,8
1,83
1,88
2,16
0,49
GFZ* Hood Eins 
GFZ* Hood Zwei 
GFZ* Hood Drei 
GFZ* Hood Vier 
GFZ* Hood Fünf 
GFZ* Blumenberg
* Die überschlägig gerundeten GFZ-Angaben beziehen sich auf die geplante Wohnnutzung.

Abb. 28: Durchlässiger Blockrand 
Abb. 29: Riegel
46
Zu Platzräumen wie der Hoodmitte oder den 
Wohnstraßen formen die Baukörper wo nötig 
klare Kanten und werden zum Landschafts -
raum hin durchlässiger. Durch entsprechen-
de Gebäudestellungen werden überwiegend 
T
ypologien entwickelt, die baufeldbezogene 
Rückzugsorte generieren. Durch Variation 
dieses Grundgedankens entsteht eine hohe 
Diversität von Baukörpern innerhalb der ein-
zelnen Hoods. 
Durchlässiger Blockrand. 
Die durchlässigen Blockränder finden sich 
vor allem in den urbanen Hoods. Teils offen, 
teils geschlossen, teils mit Durchgängen 
schaffen die Blockränder ein spannendes 
Raumgefüge und Wohnumfeld, das sowohl 
öffentliche Platzsituationen als auch ruhige-
re Höfe generiert. Durch die öffentliche Nut-
zung der Erdgeschosszone entsteht eine 
hohe Lebendigkeit, diese Typologie kann 
Nachbarschaftsbeförderer und Frequenz -
bringer zugleich sein. Die Blockensemble 
bestechen durch leichte Adaptierbarkeit für 
gemeinschaftliche Wohnformen und flexib-
le Grundrisse. 
Riegel. 
Riegel finden sich in allen Hoods an unter -
schiedlichen Stellen wieder. Sie übernehmen 
klar
 gliedernde Funktionen im Raumgefüge 
und überzeugen durch vertikale Nutzungs-
mischung, aktive Dachflächen sind möglich. 
D
irekte Blickbeziehungen befördern das 
Kennenlernen der Nachbar*innen. Die Be -
reiche um die Gebäude laden zur Aneignung 
dur
ch die unmittelbare Nachbarschaft ein, 
geteilte Gärten werden gemeinsam bewirt -
schaftet. 
Reihen- und Kettenhäuser. 
Diese Typologie kann den dörflichen Maß-
stab näherbringen und mit individuellen 
Grundrissen, variierenden Gebäudehöhen 
In seiner städtebaulichen und architektonischen Vielfalt ist Kreuzfeld 
einzigartig, die Gebäudetypologien sind flexibel und funktional auf 
die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmt. Der öffentliche  
Grün- und Freiraum wird in der Planung als Erweiterung der Gebäude 
betrachtet und umgekehrt. 
2.1.4 Gebäudetypologien
Integrierte Planung

Abb. 30: Gebäudetypologien
Abb. 31: Reihen- und Kettenhäuser
Abb. 32: Sonderbauten und Punkte 
47
und Fassaden für ein buntes Stadtbild sor -
gen. Es kann (halb-)öffentliche Vorzonen 
geben, während Gärten oder Hinterhöfe 
ruhigere Räume bieten. Auch hier kann die 
öffentliche Erdgeschosszone kleinere ge-
werbliche oder soziale Nutzungen beher -
bergen, während in den oberen Geschossen 
Wohnnutzung stattfindet.
 
Sonderbauten und Punkte. 
Die Sonderbauten stellen integrierte Quar -
tiersbausteine dar, welche zentrale Stadt -
funktionen beherbergen. Sie variieren in ihrer 
Geschosshöhe und F
orm. Durch besondere 
Variation in der Fassade und dem umliegen-
den Freiraum kann eine Verzahnung zwi -
schen Innen- und Außenraum erzeugt wer -
den. Öffentlich wirksame Nutzungen wie das 
Ärzt
ehaus, Kultur-, Sport- und Freizeitein-
richtungen sowie soziale Infrastruktur sol -
len sich hier finden. Auf der zentralen Achse 
hin zu den S-Bahn-S
tationen Kreuzfeld und 
Blumenberg finden sich vor allem kulturelle 
Nutzungen und gastronomische Angebote.
Sonderbauten
Blockrand
Riegel
Reihen- und Kettenhäuser
Legende

48
2.1.5 W ohnen und Miteinander
Köln-Kreuzfeld ist ein Stadtteil für alle. Die Angebotspalette  
für Wohnraum richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen 
Einkommens-, Herkunfts-, Alters- oder Lebenssituationen.
Integrierte Planung
Wohneinheiten nach Wohnformen
WE Geschosswohnungsbau: 3.101 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 321 WE
WE Stadthäuser: 303 WE
WE gesamt: 3.725 WE*
*ohne Bezug zu KoopBLM (siehe Berechnung
Kapitel 4.1, Flächenbilanz, S. 208)
Blumenberg 67 WE
WE Geschosswohnungsbau: 321 WE
Hood Eins
WE Geschosswohnungsbau: 1.201 WE
WE gesamt: 1.201 WE
Hood Zwei
WE Geschosswohnungsbau: 964 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 25 WE
WE Stadthäuser: 37 WE
WE gesamt: 1.027 WE
Hood Drei
WE Geschosswohnungsbau: 246 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 31 WE
WE Stadthäuser: 72 WE
WE gesamt: 349 WE
Hood Vier
WE Geschosswohnungsbau: 430 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 155 WE
WE Stadthäuser: 54 WE
WE gesamt: 639 WE
Hood Fünf
WE Geschosswohnungsbau: 193 WE
WE Mehrfamilienhäuser: 110 WE
WE Stadthäuser: 140 WE
WE gesamt: 442 WE

49
Möglich sind beispielsweise Geschoss-
wohnungsbau, Mehrfamilienhäuser oder 
verdichtete Punktbauten (Stadthäuser), 
Wohneigentum, Mietwohnungen oder Bau-
gruppen. Wohnen in zentralen Lagen ist ge-
nauso möglich wie der Blick auf den grünen 
Stadtrand. 
Leben in Woodhood bedeutet mehr haben 
durch Teilen – Suffizienz soll als übergeordne
-
t
es Planungsprinzip integriert werden. In der 
neuen Gemeinschaft sollen die zukünftigen 
Bewohner*innen die Chance bekommen,  
die Annehmlichkeiten des Ortes mit allen zu 
t
eilen.
Zusammenleben und Miteinander. 
Die Organisation der einzelnen Hoods ba -
siert auf der Schaffung von vielfältigen Ge-
meinschaften und sie  trägt zur Entstehung 
von Gemeinschaften auf verschiedenen 
Maßstäben bei. 
Jede Hood bietet Platz für eine 
Vielzahl von Gebäudetypolo-
gien zum Wohnen und Arbeiten, 
für Bildung und Begegnung. So 
können unterschiedlichste Be-
wohner*innen unabhängig von 
Einkommen und Lebensphase 
ihren persönlichen „Wohnraum” 
in Woodhood verwirklichen. 
Abb. 33: Verortung Wohnungstypologien
Geschosswohnungsbau I 80 m²
Mehrfamilienhäuser I 100 m²
Stadthäuser I 120 m²
Legende

In Köln-Kreuzfeld ist der nachbar-
schaftliche Verbund besonders 
stark, sowohl auf Ebene der Kreuz-
felder Hoods als auch zwischen 
diesen und in den angrenzenden 
Quartieren.
So kann eine Vielzahl an Angeboten ge-
schaffen werden, die für die gesamte Nach-
barschaft nutzbar sind, ohne dass zwischen 
ähnlichen Angeboten Konkurrenzen ent -
stehen. Zusammen erzeugen die Hoods ein 
lebendiges urbanes Ökosystem, das durch 
die Interaktion zwischen den verschiedenen 
Hoods stimuliert wird und auch die beste-
henden Zentren ergänzt und belebt.
Angebote wie gemeinschaftlich  
genutzte Gärten, das Bürgerhaus+,  
Elektroautos und sogar Dienst -
leis
tungen in direkter Nachbar -
scha
ft ermöglichen und fördern  
die Begegnung und  Interaktion 
zwischen der
 Bürger*innen.
50
Wohnungsangebot und Wohnformen. 
Neben einer Einteilung in städtebauliche 
Gebäudeformen lassen sich auch folgende 
Typologien unterscheiden: Geschosswoh-
nungsbauten mit im Schnitt 80 m² pro Wohn-
einheit, Mehrfamilienhäuser mit im Schnitt 
100 m² pro Wohneinheit sowie Stadthäuser 
mit im Schnitt 120 m² pro Wohneinheit. 
Anhand dieser Einteilung können Wohn-
einheiten prognostiziert werden und erste 
Aussagen zu Wohnformen werden möglich. 
Eine andere Möglichkeit, die Zahl der Wohn-
einheiten für das Gebiet vorauszusehen, ist 
die Berechnungsgrundlage, die das Koope-
rative Baulandmodell vorgibt. Hier werden 
90 m² bei einer Erstbelegung von 2,3 Perso-
nen pro Wohneinheit verbindlich angesetzt. 
Dem Konzept entsprechend verteilen sich 
auch die Wohnungstypologien von städ-
tisch zu dörflich, von höheren Anteilen der 
Geschosswohnungsbauten zu vermehrt 
Stadthäusern. Aufgrund der hohen Nach-
frage nach Wohnraum in der wachsenden 
Metropole Köln, ökologischen Belangen und 
der daraus resultierenden Notwendigkeit 
einer gewissen Dichte überwiegen jedoch 
Geschosswohnungsbauten.

Integrierte Planung
Wohnen für alle
Abb. 34: Verortung altersgerechter Wohnformen
Ambulante Wohngemeinschaft
Dauer- und solitäre Kurzzeitpflege
Mehrgenerationenhäuser
Seniorenwohnheim
Legende
Wohnen für alle. 
Wenn junge und alte Menschen zusammen-
wohnen, entstehen viele Synergien. Die 
jüngere Generation kann von der Lebens-
erfahrung und Weisheit der älteren lernen, 
während die Älteren von der Energie und 
dem Enthusiasmus der Jüngeren profitie-
ren können. Durch den Austausch und die 
gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie 
Wohnraum, Küche und Garten kann eine 
lebendige Gemeinschaft mit einem breiten 
Spektrum an Interessen und Fähigkeiten 
entstehen. Das Zusammenleben von Jung 
und Alt kann Toleranz und Verständnis för -
dern und trägt dazu bei, soziale Isolation 
und Einsamkeit zu reduzieren. Neben dem 
klassischen Familienzusammenleben sind 
in Kreuzfeld auch neue Modelle des Zusam-
menlebens denkbar. Im Zentrum steht der 
Leitsatz des gemeinschaftlichen Lebens aus 
der Stadtstrategie 2030+.
Mehrgenerationenwohnen. 
In Köln-Kreuzfeld sollen sogenannte Mehr -
generationenhäuser entstehen. Mehrge-
nerationenwohnen bezeichnet eine Wohn-
form, bei der Menschen unterschiedlicher 
Generationen in einer Gemeinschaft zu-
sammen leben und arbeiten. Es geht darum, 
Synergien zu schaffen und voneinander zu 
lernen. Das Konzept umfasst sowohl ge-
meinschaftliche als auch private Räume und 
basiert auf dem Prinzip der gegenseitigen 
Unterstützung und Rücksichtnahme.
51

Abb. 35: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT
Abb. 36: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT
Eine klare Differenzierung in der 
Fassadengestaltung verdeutlicht 
die Trennung von öffentlichen 
und privaten Flächen.
Altersgerechtes Wohnen. 
Der fortschreitende demografische Wandel 
soll durch die Integration von altersgerech-
ten Wohnformen in allen Hoods berücksich-
tigt werden. Durch ein breites Spektrum an 
Wohnangeboten sowie eine Infrastruktur 
aus medizinischer Versorgung, betreuten 
Wohnangeboten und Pflegeeinrichtungen 
(Seniorenwohnheim sowie Dauer- und soli-
täre Kurzzeitpflege) ist alt werden in Kreuz -
feld möglich und gewünscht. Die zahlrei-
chen Orte der Begegnung im eigenen Haus, 
in der Nachbarschaft und im Quartier stär -
ken gerade im Alter die sozialen Beziehun-
gen. Auch ein selbstständiger Alltag bis ins 
hohe Alter kann möglich sein:
Im Innenhof kommen alle Genera-
tionen zusammen. Ein Treffpunkt 
des Austausches entsteht.
Durch vielfältige Mobilitätsfor men, 
gut
e Anbindung und barriere
  
arme 
öffentliche Räume. 
52

Abb. 37: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Wie in Abb. 37 erkennbar, können 
gemeinschaftlich genutzte Innenhö-
fe den Zusammenhalt stärken und 
einen Außenraum in unmittelbarer 
Nähe zur Wohnung schaffen.
53
Studentisches Wohnen. 
Studentisches Wohnen unterscheidet sich  
von anderen Wohnformen durch seine  
spezi
  fischen 
Anforderungen an Lage, Budget  
und Gemeinschaft. WGs und Studieren
-
den
wohnheime sind deshalb beliebt. Doch  
auch individuelle Lösungen wie Apartments  
oder Co-Living-Communities werden immer  
beliebter. Da Köln-Kreuzfeld mit dem ÖV  
gut erreichbar sein wird, ist der  Stadt
 t
eil  
auch für junge Erwachsene  inte
 r
essant.  
Im Rahmen der nächsten Planungsschritte 
sollen auch diese besonderen Wohnbedürf-
nisse berücksichtigt werden. 
Mieten, kaufen, teilen. 
Die Wahl der Wohnform hängt selbstredend 
von den individuellen Bedürfnissen und 
Möglichkeiten ab. Aufgrund unterschiedli-
cher Bedarfe soll es in Köln-Kreuzfeld künftig 
sowohl Miet- als auch Kaufangebote geben. 
Ebenso wird es Raum für gemeinschaftliche 
Entwicklung von Wohnraum geben, etwa 
durch Konzeptvergaben. Als Beispiel hierfür 
werden Baugemeinschaften auf den nach-
folgenden Seiten vertieft betrachtet.

Abb. 38: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Abb. 39: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
Abb. 40: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
54
Attraktive Freiräume laden zur 
Aneignung und Aufhalt ein.
Öffentliche Erdgeschosszonen dienen 
als Quartierstreffpunkt, hier treffen Be-
wohner*innen des Hauses und Externe 
aufeinander. Die flexiblen Wohngrund-
risse der oberen Geschosse können 
auf die persönlichen Bedürfnisse der 
Anwohnenden zugeschnitten werden.
Der Eingangsbereich ist 
klar gekennzeichnet.

55
Balkone und Gärten dienen als pri-
vate Außenräume und können indi-
viduell gestaltet werden.
Abb. 42 illustriert, wie Gewächs-
häuser oder Wintergärten den Nut -
zungsraum im eigenen Wohnkom-
plex erweitern und Austausch sowie 
gemeinschaftliche Projekte fördern 
können.
Das Zusammenspiel aus priva -
ten und gemeinschaftlichen (Frei-)
Räumen lässt einen lebendigen Ort 
entstehen. Menschen unterschied-
lichem Alters treffen aufeinander.
Abb. 41: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
Abb. 42: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT

Abb. 43: Diagramm Wohnungstypen
56
Leben zwischen Häusern. 
Lebendige und attraktive Nachbarschaften 
entstehen durch aktive Bewohner*innen und 
belebte Orte. Die Notwendigkeit von sozia -
len Kontakten innerhalb, aber auch zwischen 
den Gebäuden is
t hierbei elementar. Daher 
ist für die Gestaltung und Planung eines le-
bendigen Umfelds nicht nur die Wohnung 
an sich,
 sondern auch die Verbindung der 
Wohnung mit dem Außenraum wichtig. Zwar 
haben die baulichen Rahmenbedingungen 
keine unmittelbare Auswirkung auf die Qua-
lität der sozialen Kontakte, dennoch kann 
eine be
wusste Planung bewirken, dass diese 
Kontakte überhaupt erst zustande kommen. 
Fokus Baugemeinschaften. 
Da Baugemeinschaften zumeist stark ge-
meinschaftlich und sozial engagiert sind und 
das Z
usammenkommen unterschiedlicher 
Menschen (bspw. auch in Kooperation mit 
sozialen Trägern) aktiv leben, haben sie bei 
entsprechender baulicher Planung einen be-
sonderen Einfluss auf das Leben zwischen 
den H
äusern und tragen zu lebendigen Nach-
barschaften bei. Zudem leisten Baugemein -
schaften einen aktiven Beitrag gegen die 
zunehmende I
ndividualisierung und Anony -
misierung in städtischen Gebieten, in denen 
man zw
ar Tür an Tür lebt, aber selten in Kontakt  
kommt.  Aufgrund gestiegener Grundstücks- 
und 
Baupreise sind Baugemeinschaften 
gegen w
ärtig eine beliebte Möglichkeit, trotz 
hoher Kosten die individuellen Wohnbedürf-
nisse in städtischen Lagen zu verwirklichen. 
Baugemeinschaften als ein Modell des gemeinschaftlichen Wohnens 
sind ein zentraler Baustein der Stadt- und Quartiersentwicklung  
sowie ein Katalysator bei der Bildung von Nachbarschaften. 
Gemeinschaftliches Wohnen
Integrierte Planung

Abb. 44: Axonometrie Baugemeinschaften
57
Damit sind Baugemeinschaften ein Gegen -
trend zu gleich zwei großen Herausforderun-
gen in urbanen Lagen: Die vermeintlich wenig 
individuell wirk
enden baulichen Entwicklun-
gen großer Investoren mit oftmals seriellen, 
einheitlichen 
Wohnungen, die entweder ver-
mietet oder nur im oberen Preissegment als  
Eigentum erworben werden können. Viele 
Menschen können sich aufgrund des an-
gespannten Wohnungsmarkts daher weder 
die Wohnung noch den genauen Standort 
aussuchen. 
Gemeinschaftliches Bauen schafft dagegen 
Wohneigentum in zentralen Lagen und ein 
soziales Netzwerk vor Ort. Die Baugemein -
schaft entwickelt durch den Bauprozess 
eine s
tarke Bindung und wählt bewusst den 
Standort, um Identifikation und alte Netzwer-
ke beizubehalten. Baugemeinschaften bin-
den ihr Neubauprojekt auf besondere Weise 
in den S
tadtraum und die Nachbarschaft ein.
Leben in den Häusern. 
Auch für eine soziale Einbindung des Ein-
zelnen in die Gemeinschaft innerhalb der 
Gebäude sind Baugemeinschaften zentral. 
Gemeinsam nutzbare Bereiche können an 
verschiedenen Orten im Gebäude platziert 
werden und zugleich unterschiedliche Per -
sonengruppen der Baugemeinschaft an-
sprechen. So kann es gemeinsame Räume 
für alle geben, Bereiche, die beispielsweise 
als Arbeitsräume für bestimmte Bewoh-
ner*innen fungieren, es können offene Ge-
meinschaftsgärten und -flächen im Innenhof 
und den Dächern vorgesehen werden oder 
auch geschützte Bereiche für Untergruppen 
bis hin zum individuellen Rückzugsort ent -
stehen. Durch die Baugemeinschaften soll 
so ein lebendiges Haus für alle Lebenslagen 
entstehen. Wo und in welchem Umfang die-
ses Modell gemeinschaftlichen Wohnens 
umgesetzt werden kann, wird im Laufe der 
weiteren Planung erarbeitet.

58
technologischer Entwicklungen muss der 
neue Stadtteil nicht nur robust, sondern vor 
allem flexibel sein. 
Köln-Kreuzfeld muss in der Lage sein, sich 
während der auf gut 15
 –
 20 
Jahre angeleg-
ten Entwicklung an völlig neue Bedarfe, Nut-
zungsansprüche und letztlich neue Möglich-
keiten der Stadtentwicklung anzupassen, 
um langfristig auch einen Mehrwert für alle 
umliegenden Stadtteile zu bieten.
 
Die städtebauliche und funktionale Struk -
tur der Hoods, gepaart mit innovativen Pro-
zesswerkzeugen, gibt die Möglichkeit, die 
notwendige Adaptivität in der Entwicklung 
Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu braucht 
es zum einen eine kritische Stadtgesell-
schaft, die an gesetzte Ziele erinnert und auf 
aktuelle lokale Bedarfe hinweist, zum an-
deren eine mutig und reflektiert steuernde 
Stadtverwaltung mit Rückhalt aus der poli-
tischen Ebene.
Während der baulichen Realisierung müssen 
Entwicklungs- und Betreiberkonzepte im-
mer wieder synchronisiert und gegebenen
-
f
alls an die übergeordneten Ziele angepasst 
werden (siehe hierzu auch Kapitel 1.6, Quer-
schnittsthema Umsetzung und Phasierung, 
S. 24).
Ausblick. 
Im Rahmen der technischen Masterplanung 
wird nun das städtebauliche Grundgerüst 
einer technischen Plausibilitätsprüfung un-
terzogen. Die im Rahmen der Integrierten 
Planung skizzierte Ordnungsstruktur für die 
künftige bauliche Entwicklung wird auf den 
Prüfstand gestellt. Dies betrifft alle inhalt -
Brandschutz. 
Die Feuer- und Rettungswache verfügt 
über eine leistungsfähige Anbindung an 
das umliegende Straßennetz. Die Einsatz -
fahrzeuge können alle Straßen in Kreuz -
feld befahren und im Notfall schnell reagie-
ren. Die Anleiterbarkeit für Rettungs- und 
Löschfahrzeuge der Feuerwehr ist für die 
geplante Bebauung vorrangig über die  
öffentlichen und privaten Verkehrsflächen 
zu gewährleisten.
Die erforderlichen Aufstellflächen und Wen-
deradien für Rettungs- und Löschfahrzeuge 
sind in der vertiefenden Verkehrsplanung  
zu berücksichtigen. Für Gebäude, deren  
Fassaden aus städtebaulichen und verkehr-
lichen Gründen nicht anleitbar sind, sind 
Sicherheitstreppenhäuser vorzusehen. Die 
Befahrbarkeit von privaten Grünflächen 
und Innenhöfen mit schweren Fahrzeugen 
ist durch bauliche Maßnahmen an den Ge-
bäuden (z. B. durchgesteckte Grundrisse, 
zweiter Rettungsweg, Sicherheitstreppen-
haus etc.) zu vermeiden. In Köln-Kreuzfeld  
ist zudem ein neuer Standort für eine Ret -
tungswache geplant. Dieser soll (zum heu-
tigen Planungsstand) auf ca. 3.000 m² 
Grundstücksfläche in der Hood Eins auf 
dem Baufeld 8 ver
 ort
et werden. Neben der 
Rettungswache ist ein Gerätehaus der Frei-
willigen Feuerwehr mit um die 4.500 m² 
Grundstücksfläche auf demselben Baufeld 
vorgesehen.  
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Zukunft lässt sich trotz aller Beobach-
tungen und Bemühungen der Trendfor -
schung nur schwer vorhersehen. Angesichts 
tiefgreifender ökologischer, sozialer und 
2.1.6. Ausblick
Integrierte Planung

59
lichen Ebenen des Masterplans. Ziel ist es, 
eine verlässliche Grundlage für die Bauleit -
planung zu schaffen. 
Konkret bedeutet dies, dass die Baufelder 
präzisiert werden und die künftige Parzel-
lierung sowie ein sogenanntes Umlegever -
fahren vorbereitet werden. Die Gebäude
-
t ypologien w
erden in Bezug auf Eingänge 
und Erschließungskerne, Vorzonen und Frei-
flächen weiter ausgearbeitet und es werden 
Entscheidungen bezüglich Geschossigkeit 
und Dichte getroffen. 
Flächen- und Funktionsverortung und die 
konzeptionelle Ebene der Planung werden 
weiter verfeinert. Das bedeutet, dass Aspek-
te der Barrierefreiheit sowohl bei der Gestal-
tung der Gebäude als auch bei der Planung 
von Frei- und öffentlichen Räumen sorgfäl-
tig berücksichtigt werden.
Aktuell befindet sich bereits eine Entwick -
lungsgesellschaft in der Vorbereitung, deren 
Fokus in der Umsetzung Köln-Kreuzfelds 
liegt. Entsprechend werden in den kommen-
den Jahren die Realisierungs- und Erschlie-
ßungskonzepte gemeinsam mit Verwaltung 
und Fachplanenden erarbeitet.

Abb. 45: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

Der neue Stadtteil Köln-Kreuzfeld ist in ein hochwertiges grünes 
Umfeld eingebettet. Die Entwicklung der Kulturlandschaft reicht 
Jahrtausende weit zurück und hat Wälder, Felder und Wiesen 
entstehen lassen. Ziel ist es, diese Raumqualitäten bei der land-
schaftsgestalterischen Planung zu beachten und weiter zu stärken. 
In den kommenden Jahren soll so ein ländlich-urbanes Quartier 
entstehen, das die Prinzipien einer Gartenstadt zukunftsweisend 
weiterentwickelt. 
Das Freiraumkonzept umfasst sow
 ohl gr
oße Flächen und Parkan
-
lagen als auch  kleinr
äumige Begegnungs- und Nachbarschafts-
räume und dient Bewegung, Aufenthalt und Naherholung. In dieser 
Planungsphase sind die Entwicklung einer Sport- und Spielland-
schaft, die Weiterentwicklung der als städtebauliche Bildungsland-
schaft ausgestalteten Grünen Mitte und die gestalterische Pro-
grammierung der Hoodmitten Teil des Prozesses. 
2.2 Freiraum
Integrierte Planung
62

Abb. 46: Landschaftsgestaltungsplan
Um Kreuzfeld in das städtische Gefüge zu 
integrieren, übernimmt der Freiraum eine 
wichtige Rolle bei der Vernetzung und Auf -
wertung bestehender Nachbarschaften. 
Der Erhalt und die Weiterentwicklung be-
stehender Grünstrukturen, wie die des Allu-
vialparks, sind dabei von großem Wert und 
werden in die Planung integriert. Durch die 
behutsame Entwicklung der Flächen kann 
eine artenreiche, an den Klimawandel ange-
passte Landschaft entstehen, die Themen 
wie den nachhaltigen Umgang mit Regen-
wasser und Überflutungsschutz bei Stark -
regen mitdenkt.
Abb. 47: Übergeordnete Landschaftsstruktur
Grüne 
M
itte
Alluvialpark
Blumenberger 
Parks Chorweiler 
Nord Park
63

Abb. 48: Übergeordnetes Landschaftskonzept
64
2.2.1 Landschaftskonzept
Woodhood beginnt mit der Landschaft. In 
Köln-Kreuzfeld wird die Grundstruktur des 
Quartiers durch die Landschaft und die Kul-
turgeschichte des Ortes definiert. Die Nähe 
zu prägenden Landschafts- und Erholungs-
räumen wie dem FFH-Gebiet „Worringer 
Bruch“ und dem nur drei Kilometer entfernt 
verlaufenden Rhein kennzeichnen das Areal. 
Die Grundlage des neuen Stadtteils bilden 
jedoch die Wälder und die seit Jahrtausen-
den durch den Menschen geprägte Kultur -
landschaft um das Entwicklungsgebiet. 
Den Mehrwert dieser ortsspezifischen 
Strukturen zu erkennen und in einen Frei-
raum mit urbanem Kontext zu übertragen 
ist Aufgabe der aktuellen Planung. Köln-
Kreuzfeld greift die großräumigen Land-
schaftsstrukturen auf und schafft so ein ab-
wechslungsreiches Netz an Landschaften 
mit eigenen Charakteristika. Elemente wie 
bestehende Gehölzstrukturen sollen durch 
neue und ergänzende Baumpflanzungen im 
Landschaftsraum von Kreuzfeld weiterge-
führt und agrikulturelle Nutzungen der an-
Integrierte Planung

Abb. 49: Waldstrukturen Abb. 50: Freiraumelemente um Köln-Kreuzfeld
65
grenzenden Freiflächen in einer dem Quar -
tier angepassten Form weiterhin angeboten 
werden.
Dieser Ansatz trägt maßgeblich dazu bei, 
den neuen Stadtteil mit der gewachsenen 
Landschaft zu verweben. Diese neue Natur-
infrastruktur durchdringt die gesamte Um-
gebung und vernetzt Erholungsräume mit 
ökologischen Korridoren. Im Zentrum ent -
steht ein charakteristischer Freiraum – die 
„Grüne Mitte“ –, die Stadt und Landschaft, 
aber vor allem Menschen auch aus dem 
gesamten Kölner Norden zusammenbringt 
und Austausch und Bewegung aktiv fördert.
Im Einklang mit dem Leitsatz zu Umwelt -
aspekten der Stadtstrategie schafft das 
K
onzept einen klimagerechten und umwelt -
freundlichen Grün- und Freiraum, wo auch für 
gesunde L
ebensverhältnisse gesorgt wird. 
Verbindung mit Blumenberg. 
Die Kreuzfelder Hoods werden durch den 
Freiraum mit Blumenberg verknüpft. Be-
stehende Parks und Grünflächen in und um 
Blumenberg können durch die freiraum-
fokussierte Planung des neuen Stadtteils 
fortgeführt und in die neuen Strukturen 
übergeleitet werden. Blumenberg und Köln-
Kreuzfeld wachsen über den gemeinsamen 
Freiraum zusammen.
Waldstrukturen. 
Viele  Baumbestände und Waldstrukturen 
um Köln-Kreuzfeld sind gewachsene Bio-
tope und Erholungsraum in einem. Existie-
rende Flächen sollen bestmöglich erhalten 
bleiben, sie werden mit Hilfe des Konzeptes 
der Woodhood ergänzt und in einem städti-
schen Kontext weitergedacht. 
Angebote und Charakter. 
Die produktive Kulturlandschaft, Wald und 
Parkareale bieten bereits heute Potenziale 
für eine vielfältige und individuelle Naher -
holung sowie Raum als Habitat für eine ge-
sunde Flora und Fauna. Mit Köln-Kreuzfeld 
werden diese Angebote standortgerecht er-
gänzt, sie stärken damit die Vernetzung und 
Strahlkraft des Ortes. Mit dem neuen Stadt-
teil sollen langfristig resiliente Freirauman-
gebote geschaffen werden.

Abb. 51: Übergeordnetes Freiraumkonzept Woodhood
66
2.2.2 Freiraumkonzept
Kulturlandschaft, Wald und Alluvialpark um-
rahmen Kreuzfeld nicht nur, sie fließen viel-
mehr in die neuen Nachbarschaften und 
die dazwischenliegenden Freiräume hin-
ein. So kann sich Köln-Kreuzfeld die Land-
schaft aneignen und sie im Sinne einer zu-  
kunftsweisenden, gesunden und nachhalti-
gen Stadtentwicklung weiterdenken. 
Wo Wald, Park und Kulturlandschaft aufein-
andertreffen, entsteht ein Park im Kern des 
neuen Stadtteils. Die Grüne Mitte wird we-
sentlicher Bewegungsraum, Lernlandschaft 
und Knotenpunkt des Quartiers. Der Park 
liegt primär zwischen den fünf Kreuzfel-
der Hoods, erstreckt sich dann jedoch wei- 
ter in den Süden des Quartiers, wo er sich 
im Übergang zum angrenzenden Freiraum 
zu einer extensiven Wald- und Wiesenflä -
che entwickelt. Diese fließenden Übergän-
ge finden sich an vielen Stellen des Land-
schaftsraumes wieder. Die städtebauliche 
Entwicklung lässt dabei maximalen Raum 
für die Natur, wodurch landschaftliche 
Quali
 t
äten und Potenziale besonders gut 
genutzt werden können. Die Räume folgen 
der vorhandenen, meist nur leicht geneigten 
Topografie. An den Rändern im Süden und 
Osten prägen die natürliche Eintiefung der 
Alluvialrinne sowie die bautechnische Über-
Produktive 
Landschaft
Alluvialpark
Grüne Mitte
Wald
Integrierte Planung

Abb. 52: Konzeptschnitt produktive Landschaft
Abb. 53: Konzeptschnitt Grüne Mitte
Abb. 54: Konzeptschnitt Alluvialpark
67
formung durch den S-Bahn-Tunnel und die 
Mercatorstraße das Gelände. Diese Topo-
grafie definiert die Grundlage für die Was-
sersammlung und -speicherung sowie die 
Klimaanpassung. Darüber hinaus schafft 
der neue Freiraum Platz für bestehende 
Ökokorridore, die in den großzügigen Flä -
chen zwischen den Kreuzfelder Hoods fort -
geführt werden.
Produktive Landschaft. 
Die produktive Landschaft im Norden 
Kreuzfelds knüpft an die landwirtschaftlich 
genutzten Flächen an. In diesem ausgewie-
senen Raum werden unterschiedliche Bau-
steine angeboten, die sich untereinander 
mischen und so einen produktiven Erlebnis-
raum mit vielen Qualitäten entstehen lassen. 
Grüne Mitte. 
Als verbindender Freiraum hat die Grüne 
Mitte die Aufgabe, Erholungs- und Erlebnis-
raum mit Verbindungsfunktion zu sein. Die 
ausgedehnte Fläche von über 5,7 ha allein 
im inneren Bereich kann all das durch ihre 
spezifische Struktur besonders gut leisten. 
Eine effiziente Wegeführung verbindet nicht 
nur die Hoods, sondern auch Sport- und 
Spielangebote sowie die an den Park an-
grenzenden Schulen miteinander.
Alluvialpark. 
Die Verbindung zu bestehenden Strukturen 
wie die des Alluvialparks ist für die Entwick-
lung des neuen Stadtteils von großer Bedeu-
tung. Neben der hohen Dichte an Bestands-
bäumen und einer prägnanten Topografie 
sticht die S-Bahn-Station Blumenberg he-
raus, die in Zukunft von einer Barriere zum 
Bindeglied von Freiraum und Stadt transfor- 
miert werden soll.
vielfältige und 
hochwachsende 
Wiesenflächen
einfache 
Verbindung der 
Stadtteile
Pflege der 
bestehenden 
Grünflächen
Abgrenzung durch 
Pflasterung
Abgrenzung 
durch Pflasterung
heimische 
Obstbaumarten
Topografie als 
Teil der Landschaft
Landschaftsspielplatz
Spielplatz im Park Bestandswald Rad- und 
Fußweg
diverser Freiraum 
mit ökolog. Wert
PermakulturObstwiese Essbarer Wald
Weg

Abb. 55: Grünflächenplan: Produktive Landnutzung
68
Urbane Landwirtschaft. 
Angrenzend an die Kreuzfelder Hoods soll 
im Norden des Gebietes eine produktive 
Landschaft entstehen, die im urbanen Kon-
text neue Formen der Landwirtschaft nutzt. 
Weg von traditionellen Kleingärten, exklu-
siven und privatisierten Grünflächen, hin 
zu inklusiven, zugänglichen und sichtbaren 
Produktionslandschaften. 
2.2.3 U rbane Landwirtschaft
Flächen innerhalb des Sportfeldes Typ C 
werden nicht mitgerechnet
Das weitläufige Areal wird Teil der öffentlich zugänglichen Grün- und 
Erholungsflächen und leistet damit einen Beitrag zur Erweiterung 
des Angebotes lokaler gemeinschaftlicher Lebensmittelproduktion.
Integrierte Planung
Flächen können professionell, 
aber auch durch Anwohnen-
de bewirtschaftet und gestaltet 
werden.

69
Dabei ist ein mosaikhafter Wechsel von 
Flächen angedacht, der sowohl land-
schaftlichen Mehrwert hat als auch den 
Austausch der Bewohner*innen unter- 
einander unterstützt.
Das weitläufige Areal wird Teil der öffentlich 
zugänglichen Grün- und Erholungsflächen 
und leistet damit einen Beitrag zur Erwei-
terung des Angebotes. Kreuzfeld kann da -
mit neue Modelle der gemeinschaftlichen 
Lebensmittelproduktion und Landbewirt -
schaftung fördern, einschließlich gemein-
schaftlicher Obstgärten und anderer Kul-
turen. Darunter zählen Weinreben an den 
leichten Hängen im Nordosten, Gemüse-
anbauanbau für den lokalen Gebrauch, Blu-
menanbau für die saisonale Verwendung 
oder Bodenverbesserungen für landwirt -
schaftliche Folgenutzungen.
Diese Modelle sind so gewählt, dass sie eine 
visuelle und funktionale Verbindung mit 
dem landwirtschaftlichen Kontext und der 
Geschichte des Gebiets beibehalten. Pro-
duktive Landschaften wie essbare Wälder, 
Permakultur und gemischte Bepflanzung, 
die durch Mischbepflanzung und Permakul-
tur-Methoden geprägt sind, können vielfälti-
ge Lebensräume und biologische Vielfalt im 
Siedlungsraum um Köln-Kreuzfeld schaffen.
Anteil der produktiven Landnutzung
Permakultur   rund 20 .800 m²
Gemeinschaftsgärten
  rund 1
6.800 m²
Essbarer Wald
   rund 21.
700 m²
Obstwiese
 rund 1
7.000 m²
Gesamt
  rund 7
6.300 m²
Die Landnutzung wird auch als  
Teil von Umwelt-, Bildungs- und  
Beteiligungsprogrammen  der   
Ge
 
mein
  
schaft dienen.
Abb. 56: Anbau fördert gemeinschaftliche Interaktion 
I Karres en BranAbb. 57: Gemeinschaftsobstgärten und Permakultur 
I Karres en Brands

Abb. 58: Konzeptschnitt produktive Landnutzung
Abb. 59: Konzeptschnitt produktive Landnutzung 
70
Topografie als 
Bestandteil der 
Landschaft
Hangnutzung auf 
dem Wall ist möglich
Abgrenzung durch 
Pflasterung
Fester Picknick-
Tisch
Landwirtschaftliche 
Fläche mit 
ökologischem Anbau 
vielfältige und 
hochwachsende 
Wiesenflächen
Pflege heimischer 
Obstbaumarten
Essbarer Wald PermakulturObstbaumwieseGemeinschaftsgärten
Obstwiese Weg Essbarer Wald Permakultur Gemeinschaftsgärten

Abb. 60: Grünflächenplan mit „Grüner Mitte” und intensiv genutzter Landschaft
71
Die Landschaft soll als multifunktionale 
Freifläche und als Ort der sozialen Interak -
tion dienen. Der am intensivsten genutz -
te Bereich ist die Grüne Mitte. Inmitten 
der fünf Hoods gelegen, ist der als natur- 
nahe Parklandschaft angelegte Freiraum 
Vermittler und Verbindung zwischen den 
Nachbarschaften. 
Durch die Grüne Mitte soll der Austausch 
zwischen den Hoods gefördert werden. 
Schnelle und langsame Verbindungswege 
spannen sich hier zwischen den Hoods auf 
und ermöglichen eine sichere und ange-
nehme Verbindung, etwa zwischen S-Bahn-
2.2.4 Grüne M itte und mehr
Anteil intensiv genutzter Landschaft
Grüne Mitte  rund 54.800 m²
äußer
er Bereich
 rund 27
.300 m²
Lärmschutzwall/-wand
Soll insg.: 
 82.500 m²
I
st insg.:
 rund 82.1
00 m²
Die neue Landschaft der Kreuzfelder Hoods ist regenerativ, produk-
tiv und erhöht die Biodiversität, ohne dabei an Erholungsfunktion 
einzubüßen.
Station und Arbeitsplatz oder Schulstand-
ort und Wohnort. Der Weg durch die Grüne 
Mitte ist die kürzeste fußläufige Verbindung 
zwischen S-Bahn-Station und den weiter -
führenden Schulen.
Integrierte Planung

Abb. 61: Artenreiche und informelle Parklandschaft I Karres 
en Brands
Abb. 62: Gemähter Weg im Quirijn Park, Tilburg  I 
Karres en Bra
Abb. 63: Konzeptschnitt Grüne Mitte mit Spiellandschaft und Wäldchen
Abb. 64: Konzeptschnitt
72
Die Schulen umrahmen die Grüne Mitte. Bei 
den zwei weiterführenden Schulen ist die 
Überlagerung von Schulhof und Park möglich. 
Dies öffnet die Stadt zum Freiraum und er -
möglicht den Anwohner*innen neue Nutzun-
gen sowie einen weitläufigen Freiraum, der 
Raum für
 Entdeckungen und Erholung lässt.
Wasser ist, wie im gesamten Quartier, auch 
hier eine sichtbare Komponente, die das 
Thema Retention zum Gestaltungselement 
erhebt und für die Bewohner*innen erleb-
bar macht. Im Süden des Areals, in dem sich 
die Grüne Mitte über den Hood-Loop hinaus 
ausweitet, wird das Wasser zu einem Be-
standteil des Parks, der hier eine Überleitung 
in die angrenzende Landschaft gestaltet. Ein 
Teil der naturnahen Parkgestaltung der Grü-
nen Mitte ist das Anlegen von Wildblumen-
wiesen als Lebensraum für verschiedene 
Tiergruppen. Diese Wiesen können auch von 
Anwohner*innen genutzt werden und bie-
ten viel Raum für Erholung. Die Bereitstel-
lung einer Vielzahl an Habitaten im gesam-
ten Plangebiet, darunter Retentionsflächen,  
saisonal überschwemmte Niederungen, 
Obstbaumwiesen und Wälder sowie stel-
lenweise eine reiche Strauchschicht kann 
in Kombination mit geeigneten Pflege-
maßnahmen die Artenvielfalt innerhalb des 
Quartiers fördern.
Wiesenzone Weg Spielplatz in der Grünen Mitte Wäldchen + Wiesen in der Grünen Mitte
Rad- und 
Fußweg
Rad- und 
Fußweg
vielfältige und hochwachsende 
Wiesenflächen
vielfältige und hochwachsende 
Wiesenflächen
Freiraum mit ökologischem WertLandschaftsspielplatz in 
der Grünen Mitte
dicht bepflanzte 
Zone
Weg
gemähter 
Weg
gemähter 
Weg

PRINZIPIEN
73
Dorfanger wird Hoodmitte. 
Die Hoodmitte ist ein zentraler Treffpunkt 
und konzentriert verschiedene Angebote 
gut erreichbar im Zentrum der Nachbar -
schaften.
Keine Mitte ist gleich. 
Zwar stehen einige Angebote in allen fünf 
Hoods gleichermaßen zur Verfügung, die 
Nachbarschaften bilden jedoch durch ihre 
Gestaltung und thematische Schwerpunkte 
einen ganz individuellen Charakter.
Raum für Menschen – nicht für Autos. 
Die Hoodmitte ist besonders barrierearm in 
den Raum eingebettet und spannt sich als 
multifunktionaler Freiraum von Gebäude-
front zu Gebäudefront auf. 
Kreuzfelder Büdchen. 
Als fester Bestandteil der Kölner Stadtkultur 
erhält das Büdchen in Kreuzfeld eine indi-
viduelle Ausgestaltung. Es kann zu einem 
Anker der Nachbarschaft und alltägliche An-
laufstelle werden. 
2.2.5 Hoodmitten
Die Hoodmitten sind individuell gestaltet und wirken als Magnet  
für Anwohnende und Besuchende aus anderen Nachbarschaften. 
Integrierte Planung

Abb. 65: Aufbau Hoodmitten
74
Zwischen den Schwerpunktthemen Wasser, 
urbane Produktion und grünes Quartierszen-
trum entwickeln die Kreuzfelder Hoods auch 
mit H
ilfe der Freiraumprogrammierung eige-
ne Identitäten. Die Pavillons können hierbei 
einen Kiosk
, aber auch eine andere thematisch 
passende Funktion beherbergen, die an den 
Charakter der jeweiligen Kreuzfelder Hood  
anknüpft. 
Die Gemeinschaftsfläche der Hoodmitten ist 
im Regelfall durch die Hood Kitas und sozia-
le Funktionen gerahmt, sodass sie den Zwi-
schenraum fassen. Die Gestaltung bezieht 
alle umliegenden Gebäude in den Raum mit 
ein,
 deren Erdgeschosszonen zugleich durch 
vielfältige Funktionen belebt werden. Pkw 
werden soweit möglich von den Hoodmitten 
ferngehalten, sodass ein weitläufiger Raum 
für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und 
ein buntes Miteinander entsteht (siehe hier -
zu auch Kapitel 2.5, Bildung, Jugend, Sport, 
K
ultur & Soziales. S. 146). 
Hood Fünf – 4.300 m²  
Inkl. Spielplatz (1.100 m²)
Hood Zwei – rund 9.200 m²  
Inkl. Spielplatz (1.200 m²)
Hood Vier – 4.000 m²  
Inkl. Spielplatz (1.000 m²)
Hood Eins – rund 9.100 m² 
Inkl. Spielplatz (1.200 m²)
Hood Drei – 2.000 m²  
Inkl. Spielplatz (500 m²)
Hood Eins | Stadt und Wald
Hood Zwei | Wasser
Hood Drei | Markt 
Hood Vier | Generationen
Hood Fünf | urbane Landwirtschaft
Legende
Größe der Hoodmitten in m²

Abb. 66: Grünfläche mit Spielelementen I ADEPT
Abb. 67: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
Abb. 68: Konzeptschnitt Gemeinschaftsgarten Abb. 69: Konzeptschnitt Generationentreff
Abb. 70: Konzeptschnitt Straßenraum Abb. 71: Konzeptschnitt Retentionslandschaft
75
Büdchen
Platz + 
BaumbestandGehweg Gemeinschaftsbeete Büdchen Spielplatz im Grünen
Büdchen + 
Ernteverkauf Spielwiese
Wohn-
haus
Gehweg + 
Flexzone
Befahrbarer 
Bereich
Gehweg
Hood Platz Hood Platz
Grünfläche mit 
Retentionsraum
Platz + 
Baumgruppen
Kita
Sitzgruppen 
+ Belichtung
Aneignungs-
fläche
Gewerbe 
oder Gastro 
im EG Treffpunkt
Kölner Büdchen. „Sie sind im gesamten 
Stadtgebiet zu finden und bieten meist 
ein breitgefasstes Spektrum an Waren 
(...). Laut einer Statistik der IHK Köln gibt 
es an die 1000 Kioske dieser Art. ”
„Fast jede*r Kölner*in hat ein eigenes 
Stamm- oder Lieblingsbüdchen. Und 
natürlich hat auch jeder Kiosk seinen 
ganz eigenen Charme. ”
Kreuzfelder Büdchen. Das Kreuzfel  der  
Büdchen soll ein fester Bestand  t eil  
der fünf Kreuzfelder Hoods sein. Es  
kann Anlaufpunkt für einen schnellen 
I
mbiss, die neueste Zeitung oder einen 
Plausch unter Nachbarn sein. 
Besitzt die Hood einen Gemeinschafts-
garten, so kann das Büdchen auch 
schon mal einen Ger
äteschuppen be-
sitzen. Findet in einer Hood der Wo -
chenmarkt statt, dann liegt das Büd -
chen gelegentlich inmitten der Stände.

Abb. 72: Übergeordnete Funktionen des Alluvialparks
76
2.2.6 Alluvialpark
Die Verbindung zu bestehenden Struktu -
ren wie der des Alluvialparks ist für die Ent -
wicklung des neuen Stadtteils von großer 
Bedeutung.
 Um Kreuzfeld an den beste -
henden Stadtteil Blumenberg anzubinden, 
wir
d die angrenzende Grünstruktur west -
lich von Blumenberg weitergedacht und 
als 
Teil des Freiraumnetzwerkes zwischen 
den neuen Nachbarschaften entwickelt. 
Neben der hohen Dichte an Bestandsbäumen und einer prägnanten  
Topografie sticht die S-Bahn-Station Blumenberg heraus, die in Zukunft 
zum Bindeglied von Freiraum und Stadt transformiert werden soll.
Der großflächige Baumbestand wird dabei 
unter dem Aspekt der Verkehrssicherungs-
  
pflicht gepflegt und als charakteristisches 
M
erkmal des Alluvialparks entwickelt. Auch 
Spiel- und Sportangebote sowie ein gut ver-
netztes Wegesystem werden ergänzt, sodass 
qualit
ative Freiräume entstehen, die gemein-
sam mit Wald und Topografie ein Bindeglied 
zwischen Blumenber
g und Kreuzfeld bilden.
Integrierte Planung

Abb. 73: Grundprinzipien Pflanzkonzept
77
Bei Neupflanzungen folgt Kreuzfeld einer 
übergeordneten Pflanzstrategie, die klima -
resiliente und heimische Pflanzen vorsieht. 
Der facettenreiche Freiraum von Kreuz -
feld integriert Baumpflanzungen flächen-
deckend im gesamten Areal des Quartiers. 
Dabei wird ortsspezifisch gepflanzt, so 
dass im Norden des neuen Stadtteils eine 
produktive Stadtlandschaft entsteht und 
in den südlichen Bereichen von Kreuzfeld 
dichtere Baumpflanzungen aus geeigne- 
ten Arten die Stadtlandschaft an bestehen-
de Waldstrukturen anbinden.
Für die Gestaltung und Strukturierung des 
Raumes können Bäume als lenkende Be-
pflanzung entlang wichtiger Wegstrukturen 
wie der Mercatorstraße oder auch als ein-
fassende Gruppen in weitläufigen Parkarea-
len gesetzt werden. In Städten haben Bäu-
me insbesondere im Bereich von Straßen  
2.2.7 Pflanzkonzept
keine Bepflanzung auf Bahntunnel 
bestehende Wald- und Gehölzstrukturen
Abstand zur Sportanlage
Sichtachsen
Legende
Integrierte Planung
Obstbaumwiesen und essbare 
Wälder als Bestandteil der pro-
duktiven Stadtnatur.

Abb. 74: Pflanzkonzept gesamt
78
und Verkehrswegen einen wichtigen küh-
lenden Effekt auf ihre Umgebung und spen-
den Schatten an heißen Sommertagen. Fer-
ner sind Bäume in bewohnten Gebieten als 
Nahrungsquelle und Lebensraum Bestand-
teil von Biotopen.
Als Bestandteil der Grünen Mitte werden 
aufgelockerte Baumpflanzungen geplant, 
die sich in Gruppen und als gemischte 
Wäldchen über das Landschaftsraster aus 
Wiesenflächen, Sport- und Spielangeboten 
sowie retentionsfähigen Flächen verteilen. 
Heimische und klimaresilientere Arten kön-
nen dabei einen Beitrag zu einem gesunden 
und nachhaltigen Aufbau der Landschaft 
leisten. Durch eine gezielte Pflanzung der 
Bäume werden Sichtachsen durch den Park 
und zwischen den Kreuzfelder Hoods ge-
formt, sodass die Größe des Parks durch 
Parkbepflanzung
lockere Baupflanzungen innerhalb der Hoods
Obstbäume
essbarer Wald
Hoodmitten
Wald
Legende

79
geplante Öffnungen im Raum erfahren wer-
den kann. Die freizuhaltende Abdeckung 
des S-Bahn-Tunnels wird nicht mit Bäumen 
bepflanzt, aber besonders behutsam in den 
Raum integriert. Entlang der kompakten 
Straßen wird bewusst auf eine durchgängi-
ge Bepflanzung verzichtet. Locker gesetzte 
Bäume innerhalb der Flexzonen begrünen 
den Straßenraum und brechen Hierarchien 
zwischen Verkehrsfläche und Stadtraum zu-
gunsten eines dörflichen Charakters auf. 
In den Hoodmitten wird die Bepflanzung 
verdichtet, sodass angenehme Grünräume 
mit geschütztem und anregendem Charak -
ter entstehen. Hier können sich typische 
Stadtbäume mit Ziergehölzen mischen. In 
den von urbaner Landwirtschaft gepräg-
ten Hoods können Obstbäume hinzukom-
men. Besonders wichtig ist ein größtmög-
licher Erhalt der Bestandsstrukturen. Im 
Alluvialpark beispielsweise wächst dichter 
Gehölzbestand, hier werden behutsame 
Pflegemaßnahmen zur Herstellung der Ver-
kehrssicherheit für die neuen Nutzungen 
vorgenommen. Das Wäldchen im Zentrum 
der Hood Eins wird möglichst auf die An-
forderungen seiner neuen Lage wie Sicher -
heit, Reduzierung von Angsträumen, Weg-
findung und Hood-Struktur abgestimmt. 
Für Anwohner*innen genauso wie für Besu-
cher*innen kann dieser bereits bestehen-
de Gehölzbestand am Eingang des Stadt -
teils zum Wahrzeichen von Köln-Kreuzfeld 
werden. Kreuzfeld kann und soll mit einem 
durchdachten und zukunftsgerechten Um-
gang mit Stadtbäumen begrünt werden. 
Hierfür wird es umso wichtiger sein, die 
städtische Entwicklung gemeinsam mit der 
des Freiraums zu denken und den stetigen 
Wandel und Wachstum dieser Räume als 
Chance zu verstehen.

Der gesamte Freiraum von Kreuzfeld wird 
zur Sport- und Spiellandschaft.
2.2.8 Sport - und Spiellandschaft
Abb. 75: Integrierte Sport- und Spiellandschaft
Sportangebot. 
Die Sport- und Spielangebote werden 
im Freiraum platziert, der die Kreuzfelder 
Hoods umschließt. Dabei bilden multifunk -
tionale Kleinspielfelder in der Grünen Mitte 
gemeinsame Cluster mit den zum Park aus-
gerichteten Schulstandorten. So können 
Synergien zwischen diesen Anlagen ent -
stehen und die gut erreichbaren Sportfel-
der können gleichzeitig angemessenen Ab-
stand zur Wohnbebauung halten. Direkt an 
die Kreuzfelder Hoods angegliedert verläuft 
Der Stadtteil Kreuzfeld folgt in seiner Ent -
wicklung auch dem Leitprinzip der gesunden 
Stadt. Entsprechend haben qualitätsvolle 
Sport- und Spielstätten in der Planung einen 
besonderen Wert. Es finden sich Angebote 
für unterschiedliche Altersgruppen und Be-
dürfnisse innerhalb der weitläufigen Stadt -
landschaft, die einfach und barrierefrei er -
reichbar sind. Auch hier wird die Verbindung 
nach Blumenberg durch die Aufwertung be-
stehender und die Entwicklung ergänzender 
Angebote im Alluvialpark gestärkt.
Sportflächen
Sportflächen SEK I
Sportflächen SEK Il
multifunktionale Kleinspielfelder
Sportanlage Nord
Hood-Loop-Weg
Bestehende Sportanlage
Basketballfeld
Spielflächen
Großspielplatz
Hoodspielplatz
Parkschulhöfe
Landschaftsspielplatz
Waldspielelemente
Integrierte Planung
Freiflächen
Wald
Wiesen
Produktive Landnutzung
Lärmschutz
Intensive Landnutzung
80

Abb. 76: Sport und Spiel integriert im Freiraum I 
Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
Abb. 77: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
Hoodmitten bietet jeweils ein großer Spiel-
platz Raum für die Kinder der Nachbar -
schaft, um gemeinsam in direkter Nähe 
der Wohnhäuser, Cafés und kleinen Ge-
schäfte zu toben. Damit ist eine besonders 
gute soziale Kontrolle und selbstständi-
ge Erreichbarkeit dieser sensiblen Be- 
reiche gewährleistet. Auch die wohnungs-
nahen Spielangebote für Kleinkinder auf den 
Baufeldern werden nach vorgeschriebenen 
Richtwerten eingeplant. Im Allgemeinen kön-
nen die Bewohner*innen Kreuzfelds auf eine 
breite Auswahl an Spielangeboten zugrei- 
fen, die thematisch und altersgerecht kon-
zipiert sind. Darunter fallen Kleinspielplätze 
für jüngere Kinder, Landschafts-, Sport- und 
Erlebnisspielplätze sowie eine an die Sport -
anlage Nord angegliederte Spielfläche mit 
Bewegungsangebot. Auch hier sind Bar -
rierefreiheit und Anfahrbarkeit mitgedacht 
(siehe hierzu auch Kapitel 2.5, Bildung, Ju-
gend, Sport, Kultur & Soziales, S. 146 ff.).
eine Lauf- und Radstrecke auf dem soge- 
nannten Hood-Loop-Weg. Entlang kleine-
rer Sportstationen und Rastplätze führt er 
an allen Nachbarschaften vorbei. Für die 
Bürger*innen erstrecken sich so 2,1 km  
Rad- und Laufstrecke, immer entlang der 
Grünen Mitte, ohne Pkw-Infrastrukturen 
zu kreuzen. Der gesamte Freiraum von 
Kreuzfeld wird damit in eine konzeptuel-
le Sport- und Spiellandschaft eingeglie- 
dert. Von Kreuzfeld aus knüpfen weitere 
Routen in das Umland an. Dazu gehört auch 
der Dresenhofweg, der als Radschnellver -
bindung in Richtung Roggendorf und Chor -
weiler entwickelt werden soll (siehe hierzu 
auch Kapitel 2.5, Bildung, Jugend, Sport, 
Kultur & Soziales, S. 146 ff.).
Spielangebot. 
Die vielfältigen Spielangebote sind, an-
ders als die Sportanlagen, auch im Innern 
der Kreuzfelder Hoods verortet. In den 
81

Abb. 78: Konzeptschnitt, Lärmschutz als Tribüne Abb. 79: Konzeptschnitt, Lärmschutz mit Gehölzpflanzungen 
Abb. 80: Konzeptschnitt, Sportanlage Nord und Spielplatz mit Bewegungsangeboten
Abb. 81: Konzeptschnitt, Sportanlage Nord mit Übergang zu Hood Drei
82
Sportfeld
Kampfbahn Typ C Lärmschutzwall Privates Grün
Wiesenfläche Spielplatz mit 
Bewegungs- 
angeboten
Lärmschutzwall Lärmschutz
Lärmschutzwall Lärmschutzwall
Gehölz- 
pflanzungen
Gehölzpflanzungen
Gehölzpflanzungen
Tribüne
Lauf-
bahn
Lauf-
bahn
Hood-
Loop-
Weg
Lauf-
bahn
Lauf-
bahnLauf-
bahn
Lauf-
bahn

KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
KIOSK
Abb. 82: Urbane Landwirtschaft
Abb. 83: Parks und Landschaft
Abb. 84: Hoodmitten
83
Urbane Landwirtschaft. 
Die produktive Landwirtschaft kann einen 
besonders vielseitigen und aktiven Stadtraum 
erzeugen: ein Mosaik aus Flächen, die sich 
gegenseitig positiv beeinflussen.
Parks und Landschaft. 
Die Grüne Mitte soll als Park unterschied-
liche Funktionen beherbergen und ist eine 
hervorragende Grundlage für eine integrati-
ve und individuelle Gestaltung.
Hoodmitten. 
Sie sind nicht einfach nur Zentrum des Quar -
tiers, sondern vielmehr charakteristische Orte 
für Begegnung, für Veranstaltungen und für 
individuelle Aneignung. 
Mit Köln-Kreuzfeld soll ein integrierter Stadtteil entstehen – ein
Modellprojekt. Damit haben wir die Chance und auch den  
Anspruch, uns von standardisierten Programmen zu lösen und  
individuelle Orte mit dem Charakter einer Woodhood zu schaffen.
Integrierte Planung
Abb. 85: Spielflächen
Spielflächen. 
Die Hoodmitte ist zentraler Treffpunkt,  sie  
konzentriert verschiedenste Angebote lokal  
und damit gut erreichbar im Zentrum der 
Nachbarschaften.

SCHÜTTELDIAGRAMME
SCHÜTTELDIAGRAMME
Abb. 86: Straßen und Wege
Abb. 87: Schulhöfe
Abb. 88: Flächen der Sportanlage Nord
84
Straßen und Wege. 
Mensch und Freiraum stehen in Köln-Kreuz-
feld im Vordergrund. Hier entstehen ange-
passte und individuelle Straßenquerschnit -
te, die das Quartier zuverlässig erschließen.
Schulhöfe. 
Eine Bildungslandschaft, die den Außen-
raum als wichtigen und gestaltbaren Raum 
mitdenkt, eröffnet neue Chance für gemein-
sames Lernen und Leben.
Sportflächen. 
Die standardisierte Sportanlage Nord für  
Schul- und Vereins- sowie Individualsport -
ler*innen wird ergänzt durch weitere in-
novative und integrierte Sportangebote.  
Diese können auch in Zukunft  weiter
-
gedach
t werden und die Freude an Bewe-
gung fördern.
Wasser. 
Ein wichtiges Thema, das von Beginn an 
mitgedacht und progressiv umgesetzt ei-
nen großen Wert für das neue Viertel Köln-
Kreuzfeld hat. Es muss ein Umgang mit 
klimatischen Herausforderungen wie etwa 
extremer Dürre gepaart mit Starkregener -
eignissen gefunden werden.
Abb. 89: Wasser

85
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Entwicklung der Landschaft in Kreuz -
feld erfolgt flexibel und adaptiv. Sie soll 
sich nicht nur resilient an bevorstehende  
klimatische Herausforderungen anpas-
sen, sondern vielmehr mit den neuen mul-
ticodierten Grünflächen das Klima der 
Kreuzfelder Hoods und der angrenzenden 
Nachbarschaften nachhaltig und positiv 
beeinflussen. Maßnahmen wie eine an den 
Klimawandel angepasste Bepflanzung oder 
Wasser als erlebbares Element bewirken zu-
sammen mit Schwammstadtprinzipien nicht 
nur ein angenehmes Mikroklima, sondern 
erzeugen auch ein Bewusstsein für dessen 
Relevanz. Notwendige Lärmschutzeinrich-
tungen lassen sich spielerisch und kreativ 
nutzen und sorgen dadurch nicht nur für ein 
gesünderes Wohnumfeld, sondern schaffen 
durch eine optimierte Nutzung auch mehr 
Lebensqualität (siehe hierzu auch Kapitel 
2.3, Klima, Umwelt und Energie, S. 88 ff.)
Ausblick. 
Die technische Masterplanung sieht für die 
weitere Entwicklung der Landschaft unter 
anderem die Integration des Regenwasser -
managementkonzepts in die Grünplanung 
vor. Hierbei werden die wassertechnischen 
Belange zusammen mit der bereits erarbei-
ten Landschaftsgestaltung sowie dem Städ-
tebau abgestimmt und auf dessen Funktions- 
tüchtigkeit überprüft. Dadurch sollen die 
multicodierten Grün- und Freiflächen zu ei-
ner blau-grünen Infrastruktur entwickelt und 
technisch plausibilisiert werden. Die Weiter-
entwicklung der vorhandenen Landschaft 
sowie die Integration von neuen Freiräumen 
sollen zukünftig die Entstehung eines Bio- 
topverbunds unterstützen. In den nächsten 
Schritten des Prozesses ist zu prüfen, mit 
welchen konkreten Maßnahmen dies ge-
sichert werden kann. Zudem erfolgt eine 
Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung der 
Planung. Weiterhin befasst sich der kom-
mende Prozess mit der vorhandenen na -
türlichen Topografie und den bestehenden 
Gehölzstrukturen. Hierbei soll die Planung 
auf diese Landschaftselemente abge- 
stimmt werden, sodass diese weitestge-
hend erhalten bleiben können.
2.2.9 Ausblick
Integrierte Planung

Abb. 90: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

2.3. Klima,  Umwelt und Energie
Integrierte Planung
Abb. 91: Energiekonzept für Kreuzfeld
Die drängendste Herausforderung heute und in den kommenden De-
kaden ist der Klimawandel. Der Planungs- und Baubranche kommt hier 
eine besondere Verantwortung zu. Entsprechend setzt die Stadt Köln 
bei der Entwicklung von Köln-Kreuzfeld im Themenfeld Umwelt auf 
einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. Vor dem Hintergrund 
der angestrebten Klimaneutralität Kölns bis 2035 ist es zwingend er-
forderlich, Wasser- und Energieversorgung sowie das Bauen zirkulär zu 
denken. Köln-Kreuzfeld steht beispielhaft für einen ökosystemischen 
Ansatz, der Resilienz, Biodiversität und Stadtklima von Beginn der Pla-
nungen an mitdenkt.
88

Das Kapitel „Umwelt” beleuchtet auf den 
nächsten Seiten Umweltaspekte und Nach-
haltigkeit in der Stadtentwicklung und be-
rücksichtigt dabei die Inhalte der „Kölner 
Perspektiven 2030+“ , insbesondere zu kli-
mawandelrelevanten Aspekten.. Es werden 
erste Aussagen zum Wasserhaushalt des 
Planungsgebiets gemacht, das Energie-
konzept für den Stadtteil vorgestellt und 
die CO
2-Bilanz erläutert. Zudem werden 
Prinzipien der Zirkularität erörtert und erste 
Empfehlungen zu Baumaterialien gegeben. 
Im Sinne eines umfassenden Erkenntnisge-
winns empfiehlt sich zuvor die Lektüre des 
Kapitels 2.2 „Freiraum” . 
Öffentlicher Raum und Freiflächen sind da -
bei möglichst so konzipiert und gestaltet, 
dass sie im Sinne eines ganzjährig angeneh-
men Mikroklimas auch an heißen Sommerta-
gen Aufenthaltsqualitäten bieten. Prinzipien 
der Schwammstadt sind auf allen Maßstä -
ben integriert, sodass Starkregenereignisse 
keine Überlastung der Kanalisation verursa-
chen. Ein maßgeschneidertes Energiekon-
zept, dass fortwährend an die Bedürfnisse 
des Stadtteils angepasst wird und lokale er-
neuerbare Energiequellen sowie energieeffi- 
ziente Technologien kombiniert, kann zur 
Reduzierung des CO
2-Ausstoßes beitragen 
und schafft damit beste Voraussetzungen für 
einen klimaneutralen Betrieb des Quartiers. 
Auch bei der Auswahl von Baumaterialien 
soll künftig auf eine Minderung der sog. grau-
en Energie konsequent geachtet werden.
Die Entwicklung der einzelnen 
Hoods erfolgt unter der Prämisse 
der möglichst flächensparenden 
Siedlungs- und Wohnforment-
wicklung, Suffizienz ist eines der 
Leitprinzipien.
89

Integrierte Planung
Abb. 92: Waldgebiete als Puffer oder zur Abkühlung durch Wind
90
2.3.1 S tadtklima und Nachhaltigkeit
Mikroklima. 
Bei der Entwicklung Kreuzfelds werden  
zuvor landwirtschaftlich genutzte Flächen 
durch bebaute Gebiete ersetzt, die im Som -
mer eine hohe Wärmebelastung verursachen 
k
önnen. Daher ist es von entscheidender Be-
deutung, dass kühle Luftströme bis in jede 
H
ood gelangen. Die Luftströme im Sommer 
kommen aus Südsüdost, während die ganz -
jährig vorherrschenden Winde aus Nordwest 
k
ommen. Folgende Maßnahmen können die 
Sommerhitze reduzieren und ein kühlendes 
Mikroklima schaffen:
Gebäudestruktur und -ausrichtung werden berücksichtigt, um eine 
gute Durchlüftung der Innenbereiche der einzelnen Hoods zu ge-
währleisten. Dabei finden Verschattungen, Windströme und andere 
mikroklimatische Aspekte gleiche Beachtung.

Abb. 93: Lücken in der Baumbepflanzung lassen kühle 
Luft in den Park eindringen
Abb. 94: Dichtes Grün im Herzen jeder Kreuzfelder 
Hood
91
1. Strategische Baumpflanzungen. 
Der Erhalt und die Ausweitung von Be-
standsgrün (insbesondere im Südwesten 
von  Hood Vier und im Südosten von Hood 
Zwei) sollen kalte Westwinde im Winter ab-
puffern und zusammen mit der Ausweitung 
von Wassereinzugsgebieten im Südosten 
von Hood Zwei kühle Westwinde ermögli-
chen (Abb. 92).
2. Begrünung von Hoodmitten. 
Dichtes Grün, ausgedehnte Baumpflanzun-
gen und gestaffelte Baumgruppen, durch-
lässige Oberflächen und Wasserelemente 
im Kern jeder Hood können die lokalen Luft-
ströme kühlen und für ein angenehmes Mik-
roklima sorgen (Abb. 93).
3. Geringe Versiegelungsanteile. 
Die Grundstücke in Köln-Kreuzfeld sollen 
möglichst geringe Versiegelungsanteile auf-
weisen (Abb. 94).
4. Nachbarschaftsstraßen. 
Sie verlaufen meist in Nord-Süd-Richtung 
und verbinden jede Hoodmitte mit einem 
Park oder Ackerland, auf diese Weise sollen 
sie die Luftzirkulation von der Hood in das 
Umland fördern (Abb. 95).
5. Grüne Dächer. 
Möglichst viele Dächer in Kreuzfeld werden 
extensiv oder intensiv begrünt und ggf. mit 
weiteren Dachnutzungen kombiniert (Multi- 
codierung, Abb. 96).
Im Rahmen der  technischen Masterplanung 
sollten Gebäudeblöcke, Dachlinien und Hö-
hen hinsichtlich mikroklimatischer Aspekte 
weiter untersucht werden. Dabei werden  
weitere Maßnahmen, die der Entstehung von 
Hitzeinseln entgegenwirken mitgedacht.  
Studien zu mikroklimatischen Aspekten  
werden im weiteren Verlauf der Planungen  
erarbeitet. 
Woodhood integriert strukturelle 
Kalt- und Frischluftschneisen,  
die langfristig ein angenehmes  
Stadtklima sichern.

Abb. 95: Grüne Nachbarschaftsstraßen mit durch-
lässigen Oberflächen 
Abb. 96: Möglichst hoher Anteil Gründächer
92

Abb. 97: Dachbegrünung  bei 50 % Auslastung
93
Fassaden und Gebäudebegrünung. 
Die Fassaden- und Dachbegrünung besitzt 
nicht nur eine klimarelevante Bedeutung für 
Gebäude, sondern wirkt sich auch positiv 
auf das Mikroklima der umliegenden Frei-
räume aus. Verschattung, Luftreinigung, 
Kühlung und Durchlüftung spielen im Stadt-
klima eine wichtige Rolle und werden durch 
eine gezielte Begrünung gefördert. Dieses 
Konzept unterstützt nicht nur die Idee einer 
gesunden Stadt, sondern greift auch ökolo-
gische und ästhetische Aspekte auf. Art und 
Umfang von Fassaden- und Dachbegrü-
nung werden im weiteren Planungsprozess 
konkretisiert.
Fassaden. 
Die Fassadenbegrünung kann auf mehreren 
Ebenen Einfluss auf Gestaltung und Funkti-
onsweise der Hoods nehmen. Die platzspa -
rende Konstruktion von Grünfassaden kann 
auf einer vergleichsweise großen Fläche zur 
Umweltverbesserung beitragen, indem sie 
etwa durch Dämmung und Kühlung der Fas-
sade wärmeregulierend wirkt. Auch Lärm- 
und lokale Feinstaubbelastungen können 
durch grüne Fassaden gemindert werden. 
Dieselben Effekte wirken sich positiv auf die 
Kostenbilanz von Gebäuden aus. Neben der 
Minderung von Emissionen ergeben sich 
auch eine Vielzahl an positiven Zugewinnen 
Die Grünräume bilden ein vernetztes Biotopsystem und schaffen 
neue Habitate für Fauna und Flora. Der Baum- und Strauchbestand 
wird im Rahmen der Entwicklung, wo immer möglich, erhalten.
Biodiversität

Abb. 98: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT
94
wie etwa die Möglichkeit einer verbesserten 
Durchlüftung und niedrigeren CO 2-Bilanz 
des jeweiligen Gebäudes.
Fassadenbegrünung fördert die Biodiversität 
in Städten, indem sie Lebensräume für Pflan-
zen und Tiere schafft. Die Vielfalt der Pflan -
zenarten zieht verschiedene Insekten und 
V
ögel an und unterstützt die Artenvielfalt. So 
trägt Fassadenbegrünung zur ökologischen 
Resilienz bei, indem sie das Gleichgewicht 
in städtischen Ökosystemen aufrechterhält 
und Umweltbelastungen mildert.
Gründächer. 
Die Dachflächen von Wohngebäuden kön-
nen durch Begrünung für die Hausgemein-
schaft nutzbar gemacht werden. Dabei sind 
Flächen wie Terrassen mit intensiver Dach-
begrünung in Form von Dachgärten kombi-
nierbar. Auch Kombinationen mit Photovol-
taikanlagen bieten Synergieeffekte und sind 
vorrangig zu verfolgen. 
Gründächer sind Bestandteil des Regen-
wasserkonzepts (siehe hierzu auch Kapitel 
2.3.2, Umgang mit Wasser, S. 98 ff.) und sol-
len teilweise auch als Retentionsdächer fun-
gieren. Dabei wird anfallendes Regenwasser 
durch einen angepassten Dachaufbau zu-
rückgehalten und kann dann natürlich ver -
dunsten. Überschüssiges Regenwasser wird 
so zeitverzögert und gedrosselt in die Ent -
wässerungsanlage eingeleitet. Neben der 
Entlastung des Kanalisationssystems hat 
dies zeitgleich auch einen positiven Effekt 
auf das lokale Mikroklima.
Dachbegrünungen wirken sich  
positiv auf das Mikroklima aus  
und erweitern den Lebensraum  
für Flora und Fauna.

Abb. 99: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT
95

Abb. 100: Kohlenstoff-Emmissionen-Bauphase der Straßen per Hood
Zirkularität und CO2-Bilanz
voltaik-Paneelen, ein kaltes Nahwärmenetz 
und die Sammlung von Regenwasser für die 
Sekundärnutzung konzentriert.
Der Wasserkreislauf ist auf lokaler Ebene 
durch natürliche und ökologische Systeme 
teilweise geschlossen. Der Wasserverbrauch 
wird durch die Nutzung des verfügbaren Re-
genwassers für die lokale Bewässerung und 
die Toiletten begrenzt. Dies spiegelt sich in 
der Infrastruktur auf Gebäudeebene (z. B. 
wassersparende Geräte, Regenwassertanks 
in Gärten) und in der zentralen Infrastruktur 
(z. B. Anschluss an Wasserwerke und Ab-
wasserwärme im Energiesystem) wieder.
Kohlenstoffbilanz. 
Eine der zentralen Ambitionen für die Ent -
wicklung von Kreuzfeld ist die Minimierung 
der Umweltbelastung, insbesondere vor dem  
Woodhood entsteht mit und aus den Wäl-
dern. Die Verwendung nachhaltiger Bauma-
terialien ist für den neuen Stadtteil von großer 
Bedeutung. In erster Linie sollen erneuerba-
re Materialien wie Holz verwendet werden, 
und die Synergie mit den Stoff-, Wasser- und 
Energiekreisläufen der Umgebung ist bei-
spielhaft für einen ökosystemischen Ansa
tz.
In Woodhood kann ein grünes urbanes 
Zentrum entstehen, das ein gesundes und 
nachhaltiges Leben für sich und seine Um-
gebung fördert. Bauen mit Holz reduziert die 
CO
2-Belastung und führt zu leichten Gebäu-
den, weniger gebundenen Emissionen und 
Kohlenstoffspeicherung. Gleichzeitig tragen 
Waldbereiche dazu bei, das Quartier klimare-
sistent zu machen. Lokale Energiekreisläufe 
werden geschlossen, indem man sich auf die 
Erzeugung erneuerbarer Energie mit Photo-
Woodhood entsteht mit und aus den Wäldern – regionale und CO2-
neutrale Baustoffe kommen zum Einsatz. 
Straßen außerhalb
18,6 %
Hood Eins
20,7 %
Blumenberg
5,9 %
Hood Zwei
14,9 %
Hood Fünf
14,7 %
Hood Vier
15,8 %
Hood Drei
9,4 %
96

Hintergrund der drohenden Klimakatastro-
phe und der Bedeutung von CO 2-Emissio-
nen. Durch die Erstellung einer Kohlenstoff-
bilanz möglichst früh im Planungsprozess 
können die Auswirkungen der bisher er -
griffenen Maßnahmen zur CO
2-Reduktion 
quantifiziert und die Notwendigkeit weite-
rer Maßnahmen festgestellt werden. CO
2-
Emissionen entstehen sowohl während  
der Bauphase durch die Emissionen, die 
durch Materialien und Bauprozessen im ge-
samten Lebenszyklus von Gebäuden und 
Infrastruktur erzeugt werden, als auch wäh-
rend der Nutzungsphase. Daher analysie-
ren wir die CO
2-Emissionen sowohl für die 
Bau- als auch für die Nutzungsphase, um  
die wichtigsten Chancen zur weiteren Redu-
zierung von CO
2-Emissionen aufzuzeigen.
Kohlenstoffbilanz im Straßenbau pro Hood. 
In Abbildung 100 ist die Verteilung der mit  
dem Bau von Straßen verbundenen CO 2-
Emissionen dargestellt. Hood Eins trägt da -
bei mit 2.641 Tonnen CO2 den größten Anteil 
bei. Die Straßen in Hood Zwei bis Fünf tragen 
jeweils zwischen 9,4 % und 15,8 % zum CO
2-
Ausstoß bei. Die neuen Straßen in Blumenberg 
Lokale Stoff- und Energiekreisläufe 
werden in Bezug auf Material
-
wirtscha
ft, Wasser, Energie,  
Ver- und Entsorgung implementiert, 
Abfall wird minimiert. 
führen zu 747 Tonnen CO2. Straßen zwischen 
den Hoods haben einen Anteil von 18,6 %  
am CO2-Ausstoß mit 2.372 Tonnen CO2.
Empfehlungen. 
Die Ergebnisse dieser Analyse können ver -
wendet werden, um Entscheidungen in der  
technischen Masterplanung hinsichtlich ihres 
Ein
flusses auf den CO 2-Ausstoß zu verglei-
chen. Zum Beispiel kann durch den Einsatz von  
entsprechenden Baumaterialien – auch im 
S
traßenbau – der CO 2-Ausstoß in der Bau-
phase weiter reduziert werden. Die vorlie-
genden Ergebnisse zeigen, dass während der  
Nutzungsphase der größte CO
2-Ausstoß 
durch die Stromversorgung verursacht wird. 
Dies betont die Relevanz von Photo
 v
ol
 t
aik 
als einen der wichtigsten Bausteine für das 
Energiesystem und die Notwendigkeit, Ener-
gieeffizienz von Gebäuden zu priorisieren.
Abb. 101: Zirkularität
Regenerierung natürlicher  
Systeme durch eine Konzentration 
auf die Erhöhung der biologischen 
Vielfalt und die Erweiterung be-
stehender natürlicher Qualitäten.
Ressourcen recyceln über einen 
Schwerpunkt auf Design für  
Trennung recycelter Materialien.
Verringerung der CO
2-Emmissionen
durch Konzentration auf passives Design 
und iterative LCA-Berechnungen.
97

Integrierte Planung
Abb. 102: De Boel Dachgarten 
I Karres en Brands
Abb. 103: Urban water storage I Karres 
en Brands 
Abb. 104: Statens Museum, CPH I Karres 
en Brands
98
2.3.2 U mgang mit Wasser
Regenwassermanagement. 
Kreuzfeld wird mit einem Regenwasserma -
nagementkonzept entwickelt, das ein ganz -
heitliches Entwässerungssystem integriert. 
D
ie bestehende Topografie bildet den Aus-
gangspunkt für das Regenwassermanage -
ment. Der Bahndamm fungiert als Kammlinie 
und 
unterteilt Kreuzfeld in zwei Wasserein-
zugsgebiete, von denen eines nach Nord -
westen und Nordosten und das andere nach 
Süden 
und Osten entwässert, hierbei stellt 
Das Wasser wird, soweit möglich, vor Ort 
zurückgehalten, natürlich gefiltert und wie-
derverwendet, wobei Überläufe entlang der 
v
orhandenen Topografie zu überflutbaren 
Sportplätzen und Tiefpunkten in der Land -
schaft umgeleitet werden. 
D
achflächen und urbane Plätze sind nach 
dem Schwammstadtprinzip zusätzliche 
Flächen für den Wasserrückhalt und haben 
außerdem eine kühlende Funktion. 
Wasser wird in Kreuzfeld als multifunktionales und ästhetisch  
anspruchsvolles Element begriffen und im Sinne des Schwamm-
stadtprinzips integriert. 
Dachbegrünung, 
lokale Speicherung und 
Wiederverwendung zur 
Bewässerung
blau-grüne Lösungen in 
Straßen
Wasserplätze oder 
Speicher in öffentlichen 
Grünanlagen
Gebäude Straßenzüge städtische 
Wasserspeicherung

99
der Alluvialpark ein wichtiges Rückhaltege-  
biet dar. Übergeordnete Strategie ist es, die 
Wasserspeicherung und Versickerung auf dem  
Gelände zu maximieren und die Ableitung in 
die Regenwasserkanäle zu minimieren. 
Folgende Maßnahmen sind für Kreuzfeld 
vorgesehen:
1. H oher Anteil an begrünten Dächern zum 
Auffangen und Speichern von Regen -
wasser sowie eine Verlangsamung des 
W
asserabflusses und Nutzung als pas -
sive Bewässerung.
2. R ückhaltung, Speicherung und Nutzbar -
machung des anfallenden Regenwas-
sers für die Bewässerung privater oder 
gemeinschaftlicher Grünflächen.
3. M aximierung permeabler Ober  flächen  
einschließlich durchlässiger Bürger s
teige. 
Daneben werden ein hoher Anteil an  
durchlässigen Flächen und die Verwen -
dung von Alternativen zu versiegelten 
Flächen im öffentlichen Raum angestrebt.
4. D as Regenwasser soll durch eine lokale 
blau-grüne Infrastruktur in Kreuzfeld 
organisiert werden, zum Beispiel durch 
zusammenhängende Mulden und Senk -
en oder naturnahe Retentionsbecken.
5. Z usätzlich soll der Überlauf zu Park -
dr
ainagen und Speicherbecken naturnah 
abgewickelt werden. Dies schafft neben 
der ästhetischen Aufwertung auch einen 
Mehrwert als passive Bewässerung, Was-
serfilterung und -speicherung und sorgt 
für
 ein angenehmes lokales Mikroklima.
6. Der  Überlauf aus Landschaftsspeichern 
soll nur in getrennte Regenwasserinfra -
strukturen geführt werden.
7. Eine 
Ableitung von Regenwasser in 
Abwasserkanäle ist nur in begründeten 
Ausnahmefällen vorzusehen.
Abb. 105: Quirijn Park, Tilburg I 
Karres en Brands
Abb. 106: Quirijn Park, Tilburg I 
Karres en Brands
Abb. 107: Bosrijk, Eindhoven I Karres en Brands
Wasserleitungen in der 
Landschaft
Wasserspeicherung 
in der Landschaft
Regenwasser und 
Abwässer
Infiltration und  
zusätzlicher Charakter
Versickerung, Speicherung 
und Lebensraum in den Er-
holungslandschaften
Überlauf nur in die 
städtische Infrastruktur

Abb. 108: Grundlegendes Wasserhaushaltsmodell
100
Legende
Speicherflächen
Entwässerungsleitungen
Blau-grüne Lösungen
Speicherflächen Quartiersplätze
Permeable Straßen
Das Wasserhaushaltsmodell sieht eine 
maximale Nutzung der zuvor beschriebe-
nen Maßnahmen vor, um die Belastung der 
Regenwasserinfrastruktur zu minimieren. 
Nachfolgend findet sich ein Überblick der 
Maßnahmen, die in Kreuzfeld zur Pufferung 
und Rückhaltung von Niederschlägen auf 
dem Gelände eingesetzt werden können. 
 › 60 mm Speicher  auf 25 % Dächern
 › Cir
ca ein Drittel des Bodenbelags der 
Nachbarschaftsstraßen permeabel
 › Blau-grüne L
ösungen auf der Straße,  
ca. 1.000 m x 1 m breit (0,10 m tief)
 › Speicherflächen Quartier
splätze, ca.  
2.500 – 3.000 m² (maximal 0,4m tief)
 › V
orgeschlagene  
Entwässerungsleitungen Kreuzfeld,  
ca. 8.000 m² (maximal 0,5 m tief)
 › P
otenzielle Speicherflächen,  
ca. 9.000 m² (maximal 0,6 m tief)
Wasserbilanz

101
Abb. 109: Wasserhaushaltsmodell mit zusätzlichen Maßnahmen 
Legende
Speicherflächen Sportfelder
Speicherflächen Blumenberg
Entwässerungsleitung
Neue Verbindungen
Permeable Straßen
Zusätzliche infrastrukturelle Maßnahmen 
könnten eingesetzt werden, um die Wasser-
menge in den Stauräumen und damit die 
Wassertiefe zu reduzieren:
1.
 Zis
ternen als Speicher unter den nördli-
chen Sportfeldern könnten ein wesentli-
ches Reservoir zur Wasserspeicherung 
sein und gleichzeitig zur Bewässerung 
der angrenzenden Park- und Nutzflächen 
dienen.
2.
 M
it einer potenziellen Speicherfläche 
der Sportfelder (ca. 9.075 m²) von 0,5 m 
Tiefe könnte die Einstautiefe in Kreuzfeld 
um 20 cm reduziert werden.
3.
  Der  Alluvialpark hat bereits die Funk -
tion einer Retentionsfläche und Ver -
sickerungsanlage mit großer Kapazität 
und geringem Abfluss. Eine Verknüp-
fung des Wassermanagementsystems in 
Kreuzfeld mit den Retentionsflächen des 
Alluvialparks könnte durch zwei neue 
Rohrleitungen unterhalb der Mercator -
straße die Einstautiefe in den Reten-
tionsflächen in Kreuzfeld weiter um etwa 
10 cm reduzieren.

102
an der Station Kurt-Weill-Weg eine Nieder -
schlagsmenge von maximal 67 mm/Stunde 
gemessen.
 Aufgrund dieser Daten gehen wir 
bei der vorliegenden Analyse davon aus, dass 
Kreuzfeld ein Starkregenereignis von minimal 
60 mm/Stunde ohne Schaden an Gebäuden 
oder Infrastruktur verarbeiten können muss.
Abflussbeiwert. 
Verschiedene Typen von Oberflächen leiten 
Wasser auf verschiedene Weise ab. Regen, 
der auf eine asphaltierte Strasse fällt, läuft 
zu 90 % ab. Bei einem Wald hingegen laufen 
nur 15 % des gefallenen Niederschlages ab; 
85 % versickern im Wald. In dieser Analyse  
werden die unten angegebenen Abflussbei
-
werte verwendet. Es wird nicht davon aus -
gegangen,
 dass das Kanalsystem als Speicher 
verfügbar ist. Das gefallene Regenwasser soll 
also im Gebiet durch Optionen auf Gebäude- 
und Gebietsniveau gespeichert werden.
Wasserbilanz. 
Die Anzahl der Tage mit extremen Nieder -
schlägen hat sich im Vergleich zu 1950 
inzwischen 
verdoppelt. Dies ist auf eine 
Erhöhung der Durchschnittstemperatur zu-
rückzuführen. Wenn die Temperatur steigt,  
verdunstet mehr Wasser, was zu mehr Re -
gen führt. Bei einem Temperaturanstieg 
v
on einem Grad erhöht sich die Nieder -
schlagsmenge pr
o Stunde während der  
extremsten Schauer um 14 %. Die Tempe -
ratur wird bis 2050 um 1 bis 2,3 Grad stei -
gen, je nachdem, wie gut es gelingen wird, 
T
reib
 hausgase zu r
eduzieren. Perspektivisch 
werden Starkregenereignisse zunehmen. 
Die Kombination aus urbaner Verdichtung 
und Antizipation des Klimawandels stellt die 
Stadt Köln vor eine komplexe Aufgabe. 
Die hier aufgestellte Wasserbilanz ist ein 
wichtiger Schritt, um auf die Effektivität der 
durch das Planungsteam vorgeschlagenen 
Interventionen für die Klimafolgenanpas-
sung hinzuweisen. Sie bildet zusätzlich eine 
erste Orientierung für essenzielle Entschei-
dungen hinsichtlich der Zukunftssicherheit 
von Kreuzfeld, zum Beispiel auf welche Nie- 
derschlagsmenge die Gebäude und der öf -
fentliche Raum ausgerichtet sein müssen. 
Die Wasserbilanz zeigt für jede Hood auf, 
wie viel Abfluss bei einer bestimmten Men-
ge an Niederschlag stattfindet. Mittels der 
Wasserbilanz wird eingeschätzt, inwiefern 
die vorgeschlagenen Wasserspeicher aus-
reichend sind und an welche zusätzlichen 
Maßnahmen gedacht werden kann.
Niederschlagsmenge. 
Für die Niederschlagsmenge wird ein Mit -
telwert eines 100-jährlichen Starkregener -
eignisses und des Extremereignisses vom 
1
4.07.2021 angenommen. Ein 100-jährliches 
Starkregenereignis in Köln umfasst einen Nie-
derschlag von 53 mm/Stunde, auf Basis der 
D
aten der KOSTRA-DWD 2010R Regenrei -
hen, Spalte 11, Zeile 55. Am 14.07.2021 wurde 
Retentionsflächen sind flexibel 
erweiterbar und können temporär 
auch für andere Nutzungen  
freigegeben werden.
Gebäude/Dächer: 0,7
Straßen (Asphalt): 0,8
Straßen (Ziegel): 0,6
Straßen (Beton): 0,8
Grün (Wald): 0,15
Grün (Land): 0,15
Grün (Park): 0,15
* Ü bernommen aus dem  
Investorenleitfaden von StEB
Abflussbeiwert*

103
„ Ziel einer  Wasserbilanz für einen 
neuen Stadtteil ist die ganzheit-
liche Betrachtung, die Identifizie-
rung effizienter Maßnahmen  
zur Wassernutzung, -speicherung 
und -reduzierung. ”

Abb. 110: Systemschnitt Energie- & Wärmeversorgung Köln-Kreuzfeld
104
2.3.3 E nergie- und Wärmeversorgung
Für die Entwicklung von Köln-Kreuzfeld sind ehrgeizige Ziele  
in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieversorgung gesetzt. 
Um diese Ziele zu erreichen, wurden die Möglichkeiten für das 
Energiesystem bereits im Rahmen der Integrierten Planung ana-
lysiert. Vier potenzielle Energieversorgungskonzepte wurden 
erstellt und bewertet. Eigens dazu wurde ein Kriterienkatalog 
entwickelt, der Nachhaltigkeit, Platzbedarf, technische Machbar-
keit und lokale Integration berücksichtigt.
Integrierte Planung

105
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Energieversorgungskonzepte
Kalte Nahwärme
Bei einem kalten Nahwärmenetz werden 
verschiedene Wärmequellen miteinander 
verbunden. Grundwasser vom Wasserwerk 
Weiler hat für Kreuzfeld das meiste Potential. 
Fernwärme
Ein Anschluss von Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Erweiterung 
möglich.  
Wasserst
In Kreuzfeld produzierter, oder importierter, 
Wasserst  kann verwendet werden, um Strom 
und Wärme zu produzieren. 
All-electric
Luftwärmepumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft umzusetzen für das 
Heizen von Wohnungen. 
Stromversorgung
Der wichtigste Baustein für die Stromproduktion 
ist Photovoltaik. Photovoltaik wird mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern 
kombiniert für eine hohe Eigenversorgung. 
Kalte Nahwärme. Bei einem   kal -
t
en Nahwärmenetz werden  ver -
schie
 
dene Wärmequellen mitei-
nander verbunden. Grundwasser 
des Wasserwerks Weiler hat für 
Kreuzfeld das meiste Potenzial.
Fernwärme. Ein Anschluss von 
Kreuzfeld an das bestehende 
Fernwärmenetz ist durch eine Er-
weiterung möglich.
Wasserstoff. In Kreuzfeld produ-
zierter oder importierter Wasser -
stoff kann verwendet werden, um 
Strom und Wärme zu produzieren.
Luftwärmepumpen. Luftwärme-
pumpen können verwendet werden, 
um Wärme aus der Luft für das Heizen  
von Wohnungen einzusetzen.
Photovoltaik. Der wichtigste Bau-
stein für die Stromproduktion ist 
Photovoltaik. Photovoltaik wird mit 
einem Energiemanagementsystem 
und Stromspeichern für eine hohe 
Eigenversorgung kombiniert.
Energieversorgungskonzepte
Welche Optionen werden untersucht?

106
Nahwärmenetze sind daher nicht auf Hoch-
temperaturquellen wie sogenannte Ener -
gy-from-Waste-Anlagen angewiesen, die in 
einer Kreislaufwirtschaft idealerweise aus-
laufen würden.
Im lokalen Netz der Hoods wird unter Beach-
tung des Trinkwasserschutzgebietes war -
mes oder kaltes Grundwasser hochgepumpt. 
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von 
agrothermischen Kollektoren, die dem Erd-
reich in 1,5 – 2 m Tiefe Wärme entziehen. 
Das Nachbarschaftsnetz wird durch ansons-
ten schwer nutzbare Niedertemperatur-Wär-
mequellen in der Umgebung von Woodhood 
gespeist, wie z. B. das Wasserwerk Weiler  
(5 – 10 °C) und die Abwasserwärme der Klär-
anlage Langel (10 – 20 °C). Die niedrigen Be-
triebstemperaturen verringern die Verluste 
des Netzes, insbesondere in den Sommer -
monaten, wenn der Wärmebedarf gering ist. 
Das System eignet sich aufgrund seiner 
Modularität gut für eine Erweiterung in 
Richtung Blumenberg. Die Flexibilität eines 
kalten Nahwärmenetzes bedeutet, dass sai-
sonale Schwankungen durch den Anschluss 
verschiedener zusätzlicher Wärmequellen 
ausgeglichen werden können und eine regi-
onale Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung 
vorhandener (Ab-)Wärme aus z. B. Wasser -
werken, Kläranlagen oder industrieller Ab-
wärme erreicht werden kann.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden auf 
lokaler Ebene eingesetzt, sodass die Nutzer 
auch als Prosumer auftreten können, indem 
sie Kälte oder Wärme in das Netz einspeisen. 
Die Wärme wird saisonal gespeichert und 
der unterschiedliche Bedarf der verschiede-
nen Funktionen ermöglicht einen Ausgleich 
zwischen Heiz- und Kühlbedarf.
Energiekonzept. 
Die Kombination von verschiedenen Bau-
steinen für das Energiesystem führt zu vier 
verschiedenen Wärmeversorgungskonzep-
ten, welche jeweils durch ein allgemeines 
Stromversorgungskonzept ergänzt werden.
Mittels Untersuchungen, Unterlagen von 
vorherigen Workshops und Interviews mit 
Vertreter*innen lokaler Interessengruppen 
wurden vier optionale Energiekonzepte für 
Kreuzfeld erarbeitet. Die Konzepte unter -
scheiden sich je nach Wärmequelle. Zu-
sätzlich wurde ein allgemeines Stromver -
sorgungskonzept skizziert, welches je nach 
Wärmeversorgungskonzept unterschiedli-
che Kapazitäten benötigt.
Wärmeversorgung. 
Neben intelligenter Elektrizität setzt Wood-
hood auch auf ein intelligentes Heizsystem. 
Durch den Aufbau eines kalten Nahwärme- 
netzes, das mit niedrigen Temperaturen für 
jede Hood separat arbeitet, wird die Effizienz 
optimiert und die Einbindung einer (wach-
senden) Anzahl von erneuerbaren Wärme-
quellen ermöglicht. Ein kaltes Nahwärmenetz 
ist für Woodhood besonders geeignet, da es 
innerhalb der Hoods verschiedene Funk- 
tionen gibt (Wohnhäuser, Schulen, Gewerbe 
usw.), die sowohl Wärme als auch Kälte be-
nötigen. Das Netz ermöglicht einen Energie-
ausgleich im Laufe der Zeit und den Wärme-
austausch zwischen diesen Funktionen. 
Durch die Kombination verschiedener Wär -
mequellen kann die Versorgung in Richtung 
einer Kreislaufwirtschaft entwickelt werden. 
Da kalte Wärmenetze modular aufgebaut 
werden können, lassen sich beim schritt -
weisen Ausbau des Netzes auch neue er -
neuerbare Wärmequellen integrieren. Kalte 
Wärmeversorgung

107
Das für Kreuzfeld entwickelte 
Energiekonzept ist flexibel und 
adaptiv anpassbar und kann so 
künftig erstellte Fachgutachten 
und neue, innovative T echnologien 
berücksichtigen.
LT 15-20
Niedrige 
Temperatur
Mittlere 
Temperatur
MT 40-80
Grundwasser-Wärme 
(Wasserwerk Weiler )
Erdwärmekollektor
Abwasserwärme
ATES (Aquifer 
thermal 
energy 
storage)
Eisspeicher 
TTES: Tank 
Thermal 
Energy 
Storage
PTES: Pit 
Thermal 
Energy 
Storage
Elektrolyse Wasserst
Abwärme
Industrielle Abwärme 
(Chempark Dormagen)
P roduktion
 Speicherung
 Verbrauch
Wasser-Wasser 
Wärmepumpen
Wärmequellen Abstand
Wasserwerk Weiler 1.500  m
Abwasserwärme Kanalsystem 150 m
Klärwerk Langel 3.500 m 
Erdwärmekollektor 300 m 
Chempark Dormagen 4.000 m 
Wasserst rolyse 4.000 m 
Rhein 3.700 m 
Erdwärme- 
kollektor
Wasserwerk 
Weiler Abwasserwärme 
Kanalsys em t
Klärwerk
Langel 
RheinKREUZFELD
Chempark
Dormagen
assers
Elekt olyse
W
r
t
Wärmequellen Abstand
Wasserwerk Weiler 1.500  m
Abwasserwärme Kanalsystem 150 m
Klärwerk Langel 3.500 m 
Erdwärmekollektor 300 m 
Chempark Dormagen 4.000 m 
Wasserst rolyse 4.000 m 
Rhein 3.700 m 
Erdwärme- 
kollektor
Wasserwerk 
Weiler Abwasserwärme 
Kanalsys em t
Klärwerk
Langel 
RheinKREUZFELD
Chempark
Dormagen
assers
Elekt olyse
W
r
t
Abb. 111: Prinzipskizze kalte Nahwärme
Abb. 112: Abstand Wärmequellen

Abb. 113: Potenzialstandorte Photovoltaik
108
effizien t
es und nachhaltiges Versorgungs-
system mit geringen Verlusten, aber hoher 
Qualität und Sicherheit realisiert. Es verrin-
gert die Umweltauswirkungen der Strom-
versorgung durch das Erhöhen der Effizienz. 
Zusätzlich verbessert es Systemzuverläs-
sigkeit, Qualität und Versorgungssicherheit. 
Die Kommunikation zwischen den verschie-
denen Akteuren im Energiesystem wird 
durch den Einsatz von Sensoren ermöglicht.
Batteriespeicher können eingesetzt werden, 
um den in Kreuzfeld erzeugten Strom zu 
speichern und ihn zu einem späteren Zeit -
punkt zu nutzen. Durch z. B. Elektromobili-
tät und Wärmepumpen sind die Nachfrage 
Photovoltaik. 
Photovoltaikanlagen sollen die wichtigsten  
Bausteine des Stromversorgungskonzepts in  
Kreuzfeld werden. Das Ziel ist, so viel Strom -
bedarf
 wie möglich mittels Photovoltaik  
abzudecken. Die Photovoltaikanlagen können  
bestmöglich auf Dächern integriert werden.  
Ihre Stromversorgung ist abhängig von ver -
schiedenen Faktoren wie Wetter, Ausrichtung  
und Jahreszeiten, darum werden sie durch 
T
echnologien wie ein Energiemanagement -
system und Batteriespeicher unterstützt.
Energiemanagementsystem und Stromnetz.
Durch den Einsatz eines intelligenten 
Stromnetzes, dass das Verhalten aller ver -
bundenen Nutzer integrieren kann, wird ein 
Photovoltaikanlagen
weitere Potenzialflächen
Legende
Photovoltaikanlagen werden in Köln-Kreuzfeld mit einem 
Energiemanagementsystem und Stromspeichern kombiniert 
für eine hohe Eigenversorgung.
Stromversorgung

109
und der Druck auf das Stromnetz hoch. Der 
Batteriespeicher kann auch genutzt werden, 
um bei hoher Nachfrage Stromlastspitzen 
zu verringern. Sie können pro Haushalt aber 
auch gemeinschaftlich integriert werden.
Stromverbrauch. 
Der Strom wird in Wohnungen verbraucht, 
z. B. beim Kochen mit Induktion, durch LED-
Lampen, durch Apparate wie Kühlschränke 
und Waschmaschinen und für den Heiz -
bedarf. Auch Nutzgebäude verbrauchen 
Strom für Heizung und Beleuchtung. Die zu-
nehmende Elektrifizierung der Automobili-
tät trägt ebenfalls zu einem zunehmenden 
Strombedarf bei. Dies trifft auch auf einige 
der vorgestellten Wärmeversorgungskon-
zepte zu; der Einsatz von Wärmepumpen 
etwa erhöht den Strombedarf.
Empfehlungen. 
Die Ergebnisse der Anwendung des zum 
Zwecke der Evaluation erstellten Kriterien-
katalogs auf die verschiedenen Energiever -
sorgungskonzepte wurden im Energiekon-
zept dargestellt und zusammengefasst. Das 
Konzept der kalten Nahwärme wurde unter 
dem Kriterium Nachhaltigkeit am besten 
bewertet. Um zu einer eindeutigen Auswer -
tung und letztlich der Entscheidung für ein 
Energiekonzept zu kommen, muss die Be-
wertung im Rahmen der  technischen Mas-
terplanung vertieft werden. Ein wichtiger 
nächster Schritt für die Wahl der Konzepte 
ist eine Bewertung basierend auf Betriebs- 
und Investitionskosten sowie Kapazitäten.
 
Abb. 114: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 115: New Aarch, Aarhus I ADEPT

Abb. 116: Volksbank Bargteheide
110
Volksbank Bargteheide. 
Der Neubau einer Volksbank in Bargteheide  
steht unter dem Motto „Reduce, Reuse,  
Regenerate” – und setzt damit als oberstes 
Ziel einen minimalen CO
2-Fußabdruck des 
Gebäudes. Eine optimierte Gebäudehülle, 
modulare Holzbauweise und demontierba -
res Design sind nur einige der den Entwurf 
auszeichnenden Merkmale. Die Gestaltung 
der Freiräume ermöglicht biologische Viel-
falt und integriert Bestandsvegetation. 
2.3.4 Klimager echte Stadtentwicklung
Klimaadaptive Stadtlandschaften sind im Hinblick  
auf zukünftige Entwicklungen unerlässlich und werden in 
Kreuzfeld zu einem Grundbaustein der Planung.
Abb. 117: Volksbank Bargteheide
Gründach Grüne Fassade
Trockenheits-
resistente Arten
Bodenbedeckende
Kräuter
Stärkung der vorhandenen
grünen Masse
Einheimische Bäume
und Sträucher
Wasserdurchlässiges
Pflaster auf dem Weg
Vielfältige Biotope
Regenwasser-
managementschleife
Schattentolerante
Arten
Durchlässige
Parkfläche
Biotope mit
saisonalem Wechsel
Mischung aus Laub- und
immergrünen Bäumen und Sträuchern
Sonnenschutz
Dynamisches Gründach
Integrierte Planung
Feuchtbiotop

Abb. 118: Klimastadt Middelfart: Hybrid aus Aktivitätspark und Wasserrückhaltebecken I ADEPT 
Abb. 119: Klimastadt Middelfart I ADEPT
111
Klimastadt Middelfart. 
Das visionäre Pilotprojekt in der dänischen 
Küstenstadt Middelfart adressiert die Effek
-
t
e des Klimawandels. Dabei stellt es die 
Wechselwirkungen zwischen Grünräumen, 
nachhaltiger Stadtentwicklung und Klima -
anpassung in den Mittelpunkt. Steigende 
Niederschlagsmengen werden als gestal
-
t
erisches Potenzial des Elements Wasser 
gesehen und freiraumplanerisch integriert.

112
Flexibilität und Adaptivität. 
Bei der Entwicklung Kölns sind die bestehen-
den gesamtstädtischen Programme als Leit-
faden zu berücksichtigen. Vor allem das Ziel 
der Klimaneutralität bis 2035 sowie Strate-
gien zu Biodiversität, Arten- und Insekten-
schutz bieten wichtige Orientierungshilfen. 
Für Köln-Kreuzfeld sind mit Blick auf die am-
bitionierten Ziele zuverlässige Standards für 
alle an der Umsetzung und letztlich am Bau 
beteiligten Akteur*innen erforderlich. Als 
gemeinsame Basis wird eine Zertifizierung 
nach eigenem Standard oder nach etablier -
ten Standards wie der DGNB empfohlen. 
Neuanpflanzungen und Erweiterungen der 
vorhandenen Vegetation werden mithilfe 
von Pflanzen erfolgen, die an das sich wan-
delnde Klima und die städtische Umgebung 
angepasst sind. Eine umfangreiche Vielfalt 
an Arten und eine hohe Biodiversität tragen 
maßgeblich zu Stabilität, Leistungsfähigkeit 
und Produktivität des Ökosystems in Köln-
Kreuzfeld bei.
 
Im Rahmen von Forschungs- und Pilotpro-
jekten (z. B. der TH Köln) könnten auch heute 
noch nich
t etablierte oder marktreife Baustof-
fe beziehungsweise wenig etablierte Techno-
logien zum Einsatz kommen. Energie- und 
V
ersorgungskonzepte müssen entsprechend 
der technologischen Weiterentwicklungen 
und Förderbedingungen angepasst werden, 
um Betriebskosten für Mieter zu optimieren 
und einen klimaneutralen Betrieb zu ermög-
lichen. Das gewonnene Know-how kann zu-
dem als Mehrwert in zukünftige Entwick -
lungsprojekte in Köln übertragen werden.
Ausblick. 
Im Zuge der  technischen Masterplanung 
werden eine Vertiefung des Regenwasserma-
nagementkonzepts sowie die Erstellung einer 
W
asserbilanz für das Gesamtareal Kreuzfeld 
vorangetrieben. Zusätzlich werden mehrere 
mikroskalige Klimasimulationen durchge-
führt, die Temperatur, Windgeschwindigkeit 
und bioklima
tische Kenngrößen untersuchen. 
Auf Ebene der Bauleitplanung wird dazu eine 
Prüfung und Auswertung von Optimierungs-
möglichkeiten durchgeführt, die dann im An-
schluss auch die potenziellen mikroklimati-
schen Auswirkungen auf den angrenzenden 
S
tadtteil Blumenberg überprüfen kann.
Das Energiekonzept und dessen Empfeh -
lungen sollen weiterentwickelt und vertieft 
w
erden. Neben einer Modellierung des zu er-
wartenden Energiebedarfs und der Energie-
produktion ist eine Kostenschätzung für das 
be
vorzugte Konzept in Bezug auf Investitio -
nen und Betriebskosten unabdinglich. Hierfür 
is
t in den weiteren Schritten auch zu prüfen, 
welche Förderprogramme bereits bestehen 
und für Kreuzfeld beantragt werden können. 
Es ist wichtig, weiterführende Untersuchun-
gen zu Synergien zwischen Energiesystemen, 
Gebäudek
onstruktionen und der natürlichen 
Umgebung durchzuführen, um klimaanpas-
sungsbezogene Maßnahmen zu entwickeln. 
Eine de
taillierte Planung der Versorgungsin-
frastruktur und eine enge Zusammenarbeit 
mit den r
elevanten Ämtern und Behörden 
sind von zentraler Bedeutung für die weitere 
Entwicklung.
2.3.5 Ausblick
Integrierte Planung

„ Das städtebaulich-freiraum-
planerische Gesamtkonzept 
berücksichtigt Umwelt-
ein
flüsse und sich ändernde 
Voraussetzungen in der  
Entwicklung von Beginn an. ”
113

Abb. 120: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands

116
2.4. M obilität und Verkehr
Ziel ist es, Mobilitätsgewohnheiten, die sonst  
nur in der Innenstadt anzutreffen sind, auch  
am Stadtrand zu ermöglichen. Dabei sollen 
die Mobilitätsangebote für alle Menschen, 
auch in der Umgebung, nutzbar und attrak -
tiv sein. Insbesondere der Fuß- und Radver-
kehr stehen dabei im Fokus, sei es zwischen 
den einzelnen Hoods oder auf dem Weg von 
und zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ein leistungsfähiger und verlässlicher öf -
fentlicher Verkehr ist das Rückgrat der An-
bindung Köln-Kreuzfelds an das restliche 
Stadtgebiet und umliegende Orte. Da die 
Zukunft trotz aller Bemühungen nur be-
dingt vorhersehbar ist, sind alle Strukturen 
flexibel auf die Bedarfe von übermorgen an-
passbar.
Auf den folgenden Seiten wird das Mobilitäts-
konzept Köln-Kreuzfelds dargestellt. Es um-
fasst die innere Erschließung sowie Aspekte 
der
 äußeren Anbindung mit Auto, Bus und  
Bahn, Fahrrad und zu Fuß. Der ruhende  
Verkehr wird umfassend beleuchtet und neu  
interpretiert, um die Erwartungen an den  
Raum zu erfüllen. Mobilstationen als Stadt -
baus
teine mit Magnetwirkung, attraktive  
öffentliche Räume und zukunftsfähige Kon -
zeptionen von Straßenquerschnitten führen 
zu einer
 effizienteren Flächennutzung.
Die Rolle der S-Bahn-Station Blumenberg 
als Katalysator der Stadtentwicklung und 
Eingangstor zu Köln-Kreuzfeld / Blumenberg 
wird in Kapitel 3.2, Lupenraum S-Bahn-Sta -
tion vertieft betrachtet. 
Im neuen Stadtteil Köln-Kreuzfeld stehen Mobilität und Verkehr im 
Zeichen von Klimaneutralität, Ressourcenschonung, Energieeffi-
zienz, sozialer Durchmischung und Gesundheitsförderung. Das Ziel: 
den Menschen in den Mittelpunkt stellen sowie nachhaltige Mobili
-
t
ät für Bewohner*innen, Beschäftigte, Schüler*innen und Besu-
cher*innen generieren. Die neuen Strukturen werden eng mit dem 
angrenzenden Stadtteil Blumenberg verknüpft, um neue Qualitäten 
zu schaffen und einen Mehrwert für die bereits ansässige Blumen-
berger Bevölkerung sowie die nach Kreuzfeld ziehenden Menschen 
zu generieren. Das Mobilitätskonzept basiert auf einem robusten 
Erschließungssystem und beinhaltet zahlreiche Innovationen, ins-
besondere im Bereich der Nahmobilität und des ruhenden Verkehrs. 
Integrierte Planung

117
Fuß- und Radverkehr stehen in  
den Kreuzfelder Hoods im Fokus.  
Ein niedriger Anteil des Pkw-Ver-
kehrs für Köln-Kreuzfeld wird durch  
ein intelligentes, zukunftsfähiges  
Mobilitätskonzept erreicht.
Abb. 121: Verkehrskonzeption
Mobilstation
S-Bahn-Linie
Innerer Hood Loop
Nachbarschaftsstraße
Äußerer Hood Loop
Fuß- und Radwegnetz
aktuell geplante Bushaltestelle
Hood Loop mit äußerer Straßenanbindung
Radschnellverbindung Dresenhofweg
Sport Loop
Legende
Infos zum Verkehrskonzept
Sieben Mobilstationen bieten Zugang zu 
Mobilitätsangeboten und ca. 1.500 Pkw-
Stellplätzen. Ca. 12.000 Fahrradstell-
plätze in den Hoods  und ca. 800 Bike 
& Ride-Plätze ermöglichen den Umstieg 
zwischen Rad und S-Bahn
Sieben barrierefreie neue Bushaltestelle 
sind aktuell geplant und eine barrierefreie  
S-Bahn-Station 
Zwei Logistikhubs für den Umschlag von 
Waren, Paketen und als Lagerfläche
Ein weitgehend vom Kfz-Verkehr getrenn-
t
es Netz für den Fuß- und Radverkehr bie-
tet eine attraktive und sichere Infrastruktur
Der Dreesenhofweg wird als Hauptachse 
für den Radverkehr erhalten und soll als 
Radschnellverbindung nach Roggendorf, 
Worringen bzw. Chorweiler und weiter in 
Richtung Innenstadt entwickelt werden
Die Infrastruktur ist flexibel und adaptiv 
geplant und kann über die Zeit einfach 
umgenutzt werden

118
Ein separates Wegenetz für den Fuß- und 
Radverkehr umschließt die Hoods und ver -
bindet sie miteinander. Dadurch entsteht 
ein vom Kfz-Verkehr getrenntes Fuß- und 
Radwegenetz durch die Grüne Mitte, das die 
Wohngebiete mit den Schulen, den zentra -
len Funktionen in Hood Eins und insbeson-
dere mit dem S-Bahnhof verbindet. 
Der Mobility-Loop erschließt die fünf Kreuz-
felder Hoods und bindet sie an das umliegen-
de Straßennetz an. Er verbindet Köln-Kreuz-
feld im Osten mit der Mercatorstraße und 
im Norden mit dem Blumenbergsweg.  Der 
Mobility-Loop ist für den Kfz-Verkehr und  
den Busverkehr mit Gelenkbussen  befahr
-
bar
. Entlang des Loops sind in den Mobil-
stationen zentralisierte Stellplatzanlagen für  
die Bewohner*innen und Besucher*innen 
angeordnet. Die Querung des S-Bahn-Tun-
nels zwischen Hood Vier und Hood Fünf ist  
dem Bus-, Fuß- und Radverkehr vorbehalten. 
Der innere Hood-Loop dient der internen  Er-
schließung der Hoods. Es handelt sich um Ein-
bahnstraßen mit Öffnung für den Radverkehr 
in Gegenrichtung. Sie werden in erster Linie 
für die Ver- und Entsorgung sowie von Hand-
werkern und Pflegediensten befahren. Entlang 
des inneren Hood-Loops befinden sich für die-
se Verkehre zahlreiche Haltemöglichkeiten. 
Die maximale Distanz von den Lieferzonen zu 
den Grundstücken beträgt 75 bis 100 m.
Die Nachbarschaftsstraßen stellen die Er -
schließung der einzelnen Grundstücke sicher.  
Die Befahrbarkeit für Feuerwehr und Ret -
tungsdienste ist gewährleistet. Die Zufahrt ist  
im Falle eines Umzugs oder der Lieferung 
sch
werer und großer Sendungen möglich. 
2.4.1 Erschließung
Die Erschließung und Anbindung sowie der öffentliche Raum und die 
Verkehrsangebote sollen für alle Menschen sicher und komfortabel 
sein. Gemäß der Vision einer lebendigen und klimafreundlichen Stadt 
sind Straßen für den Menschen und das Fahrrad konzipiert. Alternati-
ven zum Autobesitz wie das Autoteilen stehen im Vordergrund.
Integrierte Planung
Die Nachbarschaftsstraßen sind 
für den motorisierten Verkehr 
gesperrt und dienen vorrangig 
dem Fuß- und Radverkehr. 
Zwischen Kreuzfeld und Blu-
menberg entsteht unter Einbe-
ziehung des S-Bahnhofs eine 
Ost-West-Achse für Fuß- und 
Radverkehr.
In Nord-Süd-Richtung verläuft  
eine Radschnellverbindung auf 
dem Dresenhofweg.

119
Die Radschnellverbindung soll nach Roggen-
dorf, Worringen bzw. Chorweiler und weiter 
in Richtung Innenstadt entwickelt werden 
und ist an mehreren Stellen mit dem Radwe-
genetz verknüpft. Von dem erweiterten Rad-
wegenetz profitieren somit alle nördlichen 
Stadtteile. An der Kreuzung Mobility-Loop /  
Dresenhofweg ist eine sichere und bevor -
rechtigte Führung für den Radverkehr zu 
erstellen. Ziel des autoarmen Quartiers 
Kreuzfeld ist es, dass Bewohner*innen und 
Besucher*innen bevorzugt den öffentlichen 
Nahverkehr nutzen, Fahrrad fahren oder zu 
Fuß gehen. 
Um die Anzahl der Autos im Quartier zu 
reduzieren, werden sieben zentrale Ab-
stellanlagen geschaffen. Die Mobilsta -
tionen befinden sich in der Regel am An-
fang der Hoods und sollen verhindern, 
dass Autos weit in die Hoods hineinfahren. 
Das Parken auf dem eigenen Grundstück 
ist nicht möglich. So entsteht ein siche-
res, ruhiges und vom Autoverkehr weit-  
gehend unbelastetes Wohnumfeld. Im Stra-
ßenraum selbst sind nur Behindertenpark -
plätze, Ladezonen sowie temporäre Stell-
plätze für den Hol- und Bringverkehr im 
Umfeld von Schulen, Kindertagesstätten 
sowie für Pflegedienste und Handwerker 
vorgesehen.
Zwischen Hood Vier und Fünf soll Durch-
gangsverkehr unterbunden werden. Emp
-
f
oh
 len wir
d, dass dieser Abschnitt aus-
schließlich für den Busverkehr, den 
nicht-motorisierten Verkehr und Einsatz -
fahrzeuge befahrbar ist. Die angestrebte  
Höchstgeschwindigkeit in Kreuzfeld beträgt  
30 km/h. Um die Rechts-vor-Links-Rege
-
lung aufzuheben und die 
Verlustzeiten  
für den Busverkehr zu minimieren, werden  
im weiteren Planungsprozess mögliche Lö-
sungen geprüft und erarbeitet. Eine Mög-
lichkeit könnten abgesenkte Bordsteine 
sein.
Dabei müssen die Vorteile des autoarmen 
Quartiers für Gesundheit, Umwelt und Le -
bensqualität herausgestellt werden. Bei der 
V
ergabe von Grundstücken an Projektent -
wickler und Investoren sind Vereinbarungen  
hinsichtlich der späteren Vermarktung als 
aut
oarmes Wohnquartier abzuschließen.
Blumenbergsweg. 
Der Blumenbergsweg (L 43) verläuft in Ost-
West-Richtung zwischen Neusser Landstra-
ße (B 9) und Bruchstraße. Es ist geplant, die 
bestehende Straße zu ertüchtigen und ab 
Bruchstraße nach Westen bis zur Anschluss-
stelle Köln Worringen (BAB A 57 / L 183) zu 
verlängern. Außerdem sind Rad- und Fußver-
kehrsanlagen geplant. Die Straßentrasse liegt  
am nördlichen Rand des Betrachtungsberei-
ches der Integrierten Planung. Im Rahmen 
der technischen Masterplanung sind Abstim-
mungen und Verwaltungsvereinbarungen mit  
dem Land (Straßenbaulastträger  L 43) durch-
zuführen und abzuschließen. Nach Klärung 
der organisatorischen Projekt
 s
trukturen und  
der Finanzierung können dann die Vergaben   
der externen Ingenieur- und sonstiger techni-
scher
 Dienstleistungen (Planungen, Gutach-
ten etc.)  erfolgen. Im Rahmen dieser Arbeits-
schritte wird die Politik eingebunden. Nach 
Abschluss der Entwurfsplanung wird das  
Planfeststellungsverfahren bei der Bezirks -
regierung Köln eingeleitet und durchgeführt, 
nach 
dessen Abschluss die Ausführungspla-
nung, die Bauvorbereitung und schließlich 
der
 Ausbau erfolgen. Alle Schritte werden von 
einer Projektkommunikation begleitet.
Um die Akzeptanz des Konzepts 
bei den künftigen Bewohner*in-
nen zu erhöhen, sollten früh
-
z
eitig Informationskampagnen 
und  Be
 
ratungsangebote gestar-
tet werden.

Mobility-Loop  
zwischen den Hoods
(ca. 13 m)
Dresenhofweg
PKW / Rad /ÖV 
(ca. 13 m)
Nachbarschaftsstraße
(ca. 3,5 m
 –
 5 m
)
Innerer Hood-Loop
für Anlieferung,  
Ver- und Entsorgung  
(ca. 8,5 m)
Separates Netz für 
den Fuß- und  
Radverkehr durch 
die Grüne Mitte
Mobility-Loop in 
den Hoods 
(ca. 14 m)
Dresenhofweg
Fußgänger-/Radschnellweg 
(ca. 9,25 m)
Äußerer 
Hood-Loop
(ca. 3,5 m - 5,5 m)
Abb. 122: Netzhierarchie mit zwei weitgehend getrennten Netzen für den Kfz-Verkehr 
sowie den Fuß- und Radverkehr. Angabe zu Straßenbreiten sind konzeptionell.
120
Mischverkehr (Kfz, Bus, Rad)
Fuß- und Radverkehr, Kfz-Verkehr 
in bestimmten Fällen (Umzug, o. ä.)
Fuß- und Radverkehr
Legende

Abb. 123: Fußverkehrsnetz
121
2.4.2 Rad- und F ußverkehr
Es soll möglich sein, alle Ziele über vom 
Kfz-Verkehr getrennte Rad- und Fußwege  
zu erreichen, um ein Höchstmaß an Kom-
fort und Sicherheit für alle Altersgruppen zu  
gewährleisten. Dies ist insbesondere für die  
Schulwege wichtig. Es wird empfohlen,  
die Hauptwege in der Grünen Mitte zu  
asphaltieren und zu beleuchten, wobei  
eine innovative insektenfreundliche Be-
leuchtungstechnik eingesetzt werden sollte,  
um Lichtverschmutzung zu vermeiden.
Eine Ost-West-Achse verbindet die Hoods 
im Westen mit dem S-Bahnhof und führt 
weiter nach Blumenberg. Alle Hoods sollen  
Die Stadt der kurzen Wege, die Idee der 15-Minuten-Stadt und  
des Stadtteils für alle prägen den Entwurf. Das Mobilitätskonzept 
wird aus den Bewegungsströmen gedacht und fortentwickelt.
möglichst direkte Wege zum  S-Bahn -
ho
f sowie zu den Einkaufsmöglichkeiten  
und sozialen Einrichtungen in Hood Eins  
haben. Die genaue Führung und Aus-
gestaltung der Ost-West-Radachse wird  
gemeinsam mit der Grünen Mitte und den 
Bildungs- und Freizeiteinrichtungen detail
-
liert geplan
t. 
Auf dem Dresenhofweg verläuft teilweise  
in Kombination mit dem Busverkehr in Nord- 
Süd-Richtung eine Radschnellverbindung 
mit begleit
endem Gehweg. Dort, wo die Rad
-
schnellv
erbindung das Straßennetz kreuzt, 
wird der Radverkehr bevorrechtigt geführt.  
Legende
Promenade
Erschließungswege
Aufenthaltsbereiche
Ost-West-Verbindung
S-Bahnhaltestelle  
Köln-Blumenberg
Integrierte Planung

Abb. 124: Radverkehrsnetz
122
Auf Achsen mit hohem Rad- oder Fußver -
kehrsaufkommen werden beide Verkehrs-
arten separiert geführt, um alle Anforderun-
gen der Barrierefreiheit zu erfüllen.
Innerhalb der Hoods steht dem Fuß- und 
Radverkehr ein weitgehend vom Kfz-Ver -
kehr unabhängiges Netz zur Verfügung. 
Die Nachbarschaftsstraßen und der innere 
Hood-Loop sind für den allgemeinen Kfz-
Verkehr gesperrt und dürfen nur im Ausnah-
mefall befahren werden. Über die Quartiers-
plätze bestehen direkte Verbindungen auf 
die andere Hoodseite.
Entlang der inneren Hood-Loops gibt es 
breite Gehwege, der Radverkehr kann die 
Einbahnstraßen in Gegenrichtung nutzen. 
Aufgrund des zentralen Parkens von Pkw 
in Sammelgaragen und der Notwendigkeit 
einer speziellen Erlaubnis werden diese nur 
schwach befahren. Empfohlen wird, den in-
neren
  H
ood-Loop nicht als Mischverkehrs
-
fläche zu ges
talten. Der Straßenraum soll 
vertraute und wichtige Orientierungsmög-
lichkeiten erhalten.
Die äußere Ringerschließung um die Hoods 
verknüpft die Bebauung mit dem Grünraum. 
Von dort aus sind die zentralen Achsen er -
reichbar. Um einen attraktiven Bewegungs-
raum für Kinder zu schaffen, sie zur Bewe-
gung anzuregen und ihr Selbstbewusstsein 
zu fördern, sind zahlreiche Spiel- und Sport-
Legende
Radschnellverbindung Dresenhofweg
Hauptradnetz
Gemeinsame Geh- und Radwege
Ost-West-Verbindung

123
möglichkeiten in das Fuß- und Radwegenetz 
integriert. 
Entlang der Hauptachsen und des äuße-
ren Hood- Loops um die Grüne Mitte wer -
den der Rad- und Fußverkehr getrennt. Die 
Zweirich
 tungsr
adwege und Gehwege haben 
eine Breite von jeweils mindestens 3,0 m. Die 
Trennung von Rad- und Gehwegen erfolgt 
optisch und taktil durch mindestens 30 cm 
breite Begrenzungsstreifen. Querungsstellen  
sind gesichert und umfassend barrierefrei 
ausge
 bilde
t. Empfohlen wird, Querungen  
des Radwegenetzes mit dem Straßennetz  
durch rote Einfärbung zu kennzeichnen. Zur 
barriere 
 fr
eien Nutzung des Netzes für Fuß -
gänger*innen und Radfahrer*innen ist ein  
durchgängiges Blindenleitsystem integriert.  
Für den Querungsbereich werden sowohl  
für blinde und sehbehinderte Menschen als 
auch für
 Rollstuhl- und Rollatorbenutzer*innen 
im weiteren Planungsprozess barrierefreie Lö-
sungen erarbeitet. Zur Erhöhung des Komforts 
w
erden – wo entwässerungstechnisch mög -
lich – für Radwege nahtlose Übergänge (As -
phalt auf Asphalt, ohne Rinne oder Bordstein) 
v
orgesehen.

200-Meter-Radius
um die Haltestellen
Im Zweirichtungsverkehr  
mit Gelenkbussen 
befahrbares Netz
200 m
Potenzielle Lage einer 
barrierefreien Haltestelle
Abb. 125: Das mit Gelenkbussen befahrbare Straßennetz mit potenziellen Haltestellen und Haltestelleneinzugsbereichen
2.4.3 ÖPNV  – Bus & S-Bahn
Das flächendeckend ausgebaute Netz aus Bus & S-Bahn integriert 
den Stadtteil in das ÖPNV-Netz Kölns. Das Pendeln aus und nach 
Woodhood Kreuzfeld verläuft unkompliziert.
Integrierte Planung
124

Im Einrichtungsverkehr 
mit Gelenkbussen 
befahrbares Netz
S-Bahnhof
Das Rückgrat des anspruchsvollen Mobilitäs-
konzepts für  Kreuzfeld ist ein zuverlässiger  
und attraktiver öffentlicher Nahverkehr. Der  
künftige 10-Minuten-Takt der S-Bahn-Linien  
S10 und S11 zwischen Köln-Worringen und 
der Innenstadt ist Basis für eine nachhaltige  
Verkehrsentwicklung für den gesamten Köl
-
ner
 Norden. Gleichzeitig ist er eine Grund-
voraussetzung für den Erfolg des Stadtteils.  
Der S-Bahnhof spielt als Kreuzfelder Ein-
gangstor und als Bindeglied zwischen Kreuz-
feld und Blumenberg eine wichtige Rolle.
Der Busverkehr dient der barrierefreien 
Anbindung der westlichen Hoods an die S-
Bahn, der Verbindung zwischen Blumenberg 
und Kreuzfeld, der Anbindung Kreuzfelds an  
die umliegenden und abseits der S-Bahn 
gelegenen Wohn- und Arbeitsgebiete sowie 
als Rückfallebene nach Chorweiler. Dort be-
steht im Sinne eines resilienten Verkehrs-
systems Anschluss an das Stadtbahnnetz.
Die Busanbindung erfolgt über den Mobi-
lity-Loop, der durchgängig für Gelenkbus-
se befahrbar ist. Um einen barrierefreien 
Ein- und Ausstieg zu gewährleisten, sind 
an den Haltestellen durchgängig Borde 
mit einer Mindesthöhe von 18 cm vorzu- 
se
 hen.
 Bei der Anordnung der Haltestellen 
ist auf eine gute Anfahrbarkeit zu achten. Die 
Bushaltestellen werden, abweichend von  
den Empfehlungen des Nahverkehrsplans  
für den Außenbereich (400 m), in einem  
engmaschigen Erschließungs  radius von 
200 m angestrebt. Im Haltestellenbereich 
ist eine ausrei
 
chen
 
de Gehwegbreite von  
5,00 m wich  tig.
 Der Busverkehr soll tags-
über durchgehend im 10-Minuten-Takt ver-
kehren, um eine hohe Taktfrequenz und 
damit eine hohe Attraktivität für die Bewoh-
ner*innen zu gewährleisten. Dabei ist auch 
die Vielzahl an Schulen im Stadtteil zu be-
rücksichtigen. Es ist wichtig, Kreuzfeld früh-
zeitig in die Neukonzeption des Busverkehrs 
im Kölner Norden einzubeziehen.
Neben den Haltestellen für den allgemeinen 
Busverkehr sind auch barrierefreie Haltestel-
len für Sonderverkehre wie den Schwimm -
bus vorzusehen. Darüber hinaus ist zu prüfen,  
ob zur besseren Erschließung von Kreuzfeld 
und 
Blumenberg ein Bedarfs v
erkehr mit ma-
nuellen oder perspektivisch automatisierten 
Shuttle-F
ahrzeugen einge
 rich
tet werden 
kann. Die flexibel einsetzbaren, barrierefreien 
Fahrzeuge können ins
 besonder
e ältere Men-
schen unterstützen und in Rand- und Neben-
zeiten eine Verbindung zum Beispiel nach 
Chorw
eiler ermöglichen. 
125

Abb. 126: Mobility-Loop mit beidseitiger Bebauung Abb. 127: Mobility-Loop entlang der Hoodmitten
126
2.4.4 Straßenquerschnitte
Integrierte Planung

127
Der Mobility-Loop ist die Haupterschließung 
des Quartiers und der einzelnen Hoods, er 
bindet diese an Mercatorstraße und Dre-
senhofweg an und ist durchgängig mit Ge-
lenkbussen befahrbar. Entlang des Mobili-
ty-Loops in den Hoods haben die Gehwege 
eine Breite von durchgängig mindestens 
2,5 m. Bei erhöhtem Fußverkehrsaufkom-
men, einer aktiven Erdgeschosszone und in 
Bereichen mit Gastronomie weitet sich der 
Gehweg unter Inanspruchnahme des Multi-
funktionsstreifens auf 5,0 m aus. Die Zwei
-
rich
tungsfahrbahn wird im Regelfall von ei-
nem Multifunktionsstreifen auf der von der  
Hoodmitte abgewandten Seite begleitet. 
Dieser kann je nach Bedarf unterschiedlich 
als Fahrradabstellanlage, Tiefbeet oder an-
dere grüne wasserdurchlässige Elemente, 
als Hol- und Bringzone für den Schüler*in-
nenverkehr, Behindertenparkplatz oder als 
Gehwegaufweitung ausgebildet werden. Auf 
Seite der Hoodmitte wird ein nahtloser  
Übergang zwischen Straßenraum und Platz  
geschaffen. Fußgänger*innen steht somit  
Abb. 128: Mobility-Loop zwischen den Hoods Abb. 129: Mobility-Loop mit Radschnellverbindung

Abb. 130: Der innere Hood-Loop
128
eine breite und attraktive Bewegungs-
fläche zur Verfügung. Bei Einbauten oder 
anderen Hindernissen auf der Hoodmitte  
ist dennoch jederzeit eine Gehwegbreite 
von mindestens 2,5 m garantiert. Das regel
-
widrige 
Befahren des Platzes durch Pkw 
wird durch die Ausgestaltung der Hoodmit -
ten unterbunden.
 
Zwischen den Hoods kann der Multifunk -
tionsstreifen entfallen. Der innenliegende 
Gehweg weitet sich als bedeutendes Ele-
ment des Schulwegenetzes auf 3,5 m aus 
und wird von einem Zweirichtungsradweg 
Abb. 131: Der innere Hood-Loop

129
begleitet. Im Fahrbahnbereich werden ge-
schwindigkeitsdämpfende Elemente ein
-
gebaut.
 Der Querungsbereich mit der Rad-
schnellverbindung wird für den Radverkehr 
niveaugleich ausgeführt.
Der innere Hood-Loop als interne Erschlie
-
ßung is
t untergeordneter und gestalterischer  
Teil der Hoodmitte. Der befahrbare Teil des 
inneren Hoods-Loops wird als Einbahn-
straße mit Öffnung für den Radverkehr in 
Gegenrichtung ausgeführt. Er ist für Anliefe-
rungen und Entsorgungen gedacht.
Der Übergang in die Hoodmitte ist fließend. 
Bei der Straßenraumgestaltung werden 
die Anforderungen an die Barrierefreiheit  
durch eine lineare Anordnung der Ver -
kehrselemente erfüllt. Auf die Ausgestal-
tung als verkehrsberuhigter Bereich wird 
bewusst verzichtet. Bei einer beidseitigen 
Bebauung durch eine Kita beträgt die Geh-
wegbreite mindestens 2,50 m. Das regel
-
mäßige Be
fahren der Nachbarschafts- 
er schließung mit K
fz ist nicht vorgesehen. 
Die Nachbarschaftsstraßen dürfen jedoch 
im Zuge eines Umzugs o. ä. befahren wer -
den – hierfür ist eine entsprechende Ge-
nehmigung nötig. Die konkrete Umsetzung 
dieses Verfahrens wird im weiteren Pla -
nungsprozess geprüft. Der 3,50 m breite Er-
schließungsweg und die 2,50 m breiten Auf-
weitungen lassen auch beim Beladen eines 
Umzugs-Lkws ausreichend Restbreite für 
den Fuß- und Radverkehr.
Der innere Hood-Loop als Erschlie-
ßung ist untergeordneter und gestal-
terischer T eil der Hoodmitten. Der 
befahrbare T eil des Loops wird als 
Einbahnstraße mit Öffnung für den 
Radverkehr in Gegenrichtung aus-
geführt. Er ist für die Anlieferung und 
die Entsorgung gedacht. 
Abb. 132: Die Nachbarschaftsstraße

Abb. 133: Der Dresenhofweg als Haupterschließung 
aus Richtung Norden (Blumenbergsweg)
Abb. 134: Der Dresenhofweg als Radschnellver-
bindung durch die Grüne Mitte
130
Der Dresenhofweg. 
Der Dresenhofweg – teilweise in Kombi-
nation mit dem Busverkehr – wird gemäß 
dem Standard für Radschnellverbindungen 
als hochwertige Radverbindung mit beglei-
tendem Gehweg errichtet. An den Kreu-
zungen der Radschnellverbindung mit dem  
Mobility-Loop hat der Radverkehr Vorrang. 
An der südlichen Querung werden Fuß- 
und Rad
 v
erkehr gemeinsam geführt, an der 
nördlichen Querung wird die Radschnell-
verbindung verschwenkt und verläuft abge-
setzt entlang des äußeren Hood-Loops von 
Hood Vier.

131
With seating With play/sport 
Abb. 135: Der äußere Hood-Loop in fünf verschiedenen Varianten
Der äußere Hood-Loop umgibt die einzelnen 
Hoods. Er dient als gemeinsamer Geh- und 
Radweg. Bei erhöhtem Aufkommen werden 
beide Verkehrsarten getrennt geführt. Ak -
tionsflächen und Sitzelemente animieren zu 
Spiel, Bewegung und Erholung.

132
2.4.5 Mobilstationen
Mobilstationen bündeln verschiedene Mobili- 
tätsangebote und ermöglichen einen kom-
fortablen Wechsel zwischen verschiedenen 
V
erkehrsmitteln. In jeder Hood gibt es min -
destens eine Mobilstation. Durch die Bün -
delung verschiedener Mobilitätsangebote 
wie Car
sharing, ÖPNV, Bikesharing, weitere 
Sharing-Angebote, zentrale Abstellmöglich-
keiten für Pkw, Fahrradservicestationen und 
Schließ
fächer sind die Wege sowohl zum Pkw 
als auch zu den anderen Mobilitätsangebo-
ten gleich lang. Eine Bushaltestelle in unmit -
telbarer Nähe sorgt für eine gute Anbindung  
an das öffentliche Verkehrsnetz. Die aktive 
E
rdgeschosszone bietet Raum für gewerb
-
liche N
utzungen, auf dem Dach können Frei-
zeit- und soziale Aktivitäten stattfinden.
Die Mobilstationen sind mit Ladepunkten für 
Elektrofahrzeuge und E-Bikes ausgestattet.  
Die Barrierefreiheit wird durch Aufzüge und 
barrierefreie Zugänge gewährleistet. Die 
Bedürfnisse aller Nutzenden, von Bewoh-
ner*innen über Mitarbeiter*innen bis hin zu 
Kund*innen und Besucher*innen, sind bei 
der Ausgestaltung der Mobilstationen zu 
berücksichtigen. Die Mobilstationen sollen 
nach den Grundsätzen des Raumbuchs für 
Mobil
 s
tationen Köln geplant werden (ge-
genwärtig in Erarbeitung).
Umnutzung. 
Mobilstationen als Bauwerke sind auf eine 
Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten 
ausgelegt. Über diese Zeit werden für den 
Die Mobilstationen sind vielfältig nutzbare Stadt- und Mobilitätsbau-
steine. Weit mehr als nur bloße Stellflächen für Fahrzeuge, vereinen 
sie vielfältige und neue Funktionen an einem Ort.
Mobilitätsbereich unterschiedliche Entwick-
lungen prognostiziert, deren Eintreten jedoch 
unsicher
 ist. Um einen langfristig attraktiven 
Stadtbaustein zu entwickeln und Ressourcen 
effizient einzusetzen, werden die Mobilstati-
onen auf einfache Anpassbarkeit ausgelegt.
Ändert sich beispielsweise aufgrund tech-
nischer Fortschritte wie automatisiertes 
Fahren die Nachfrage nach Stellplätzen, 
können Flächen schnell und effizient von 
Park- in Fahrradstellplätze, Logistikflächen, 
aber auch Büros, soziale Einrichtungen oder 
Wohnungen umgewandelt werden.
Die Umnutzbarkeit ist keine Einbahnstraße: 
Sollte sich nach 5 bis 10 Jahren herausstellen, 
dass in Kreuzfeld zu wenige Parkplätze ange-
legt sind, kann jeweils ein Bauwerk in Hood 
Drei bis Hood Fünf von einem Bürogebäude 
in eine weitere Mobilstation verwandelt 
werden. Hierfür ist vertraglich zu sichern,
 
dass das jeweilige Grundstück von dem*der 
Eigentümer*in zurückerworben werden kann.
Integrierte Planung
Abb. 136: Ansicht Mobilstation | ADEPT

133
Mobilstation 1.1
ca. 270 Stellplätze
Mobilstation 1.2 
ca. 280 Stellplätze
Mobilstation und Logistikhub 2.1 
ca. 190 Stellplätze
Mobilstation 2.2 
ca. 170 Stellplätze
Mobilstation 5 
ca. 190 Stellplätze
Mobilstation und Logistikhub 3 
ca. 170 Stellplätze
Mobilstation  
Blumenberg
mind. 120 Stellplätze
Mobilstation 4 
ca. 200 Stellplätze
Abb. 137: Aufbau und Mischung 
einer Mobilstation| ADEPT
Abb. 138: Mobilstation
Abb. 139: Ansicht Mobilstation Oberbillwerder

Abb. 140: Bereich für Automated-Valet-Parking I 
QUIMBY.net I CC0
Abb. 141: Das Parkraummanagementsystem weist 
den Weg zum nächsten freien Parkplatz I QUIMBY.
net I CC0
134
Freeflow-Digital-Parken. 
Neue Konzepte des digitalen Parkraum
-
managemen
ts ermöglichen eine effizien-
te Auslastung der vorhandenen Stellplätze  
unter Berücksichtigung einer tageszeit -
lich flexiblen Nutzung der Stellplätze durch 
unter
 schiedliche N
utzergruppen. Freeflow- 
Systeme ermöglichen nicht nur einen bar -
rierefreien Zugang zu den Parkierungsanla -
gen mittels Kennzeichenerfassung, sondern 
auch eine vollständig digitalisierte Stellplatz-
reservierung, Wegeleitsysteme zum Auf -
finden des Stellplatzes und automatisierte 
Ab
 
rechnungsmodalitäten. Angebote von 
Mobilitätsdienstleister*innen wie z. B. Car -
sharing-Flotten können mittels technischer 
Schnittstellen in Freeflow-Systeme integ-
riert werden. Im Vergleich zu konventionellen 
Parkierungsanlagen mit Schranken entfällt 
beim digitalen Freeflow-Parken der Aufwand 
für ein Parkticket, wodurch Zeit, Platz und 
Ressourcen eingespart werden können.
Parkraummanagement. 
Die Reduktion der Stellplätze zugunsten von 
Aufenthaltsqualität ist eines der zentralen 
Elemente des Mobilitätskonzeptes. Eine Be-
wirtschaftung des Parkraums in den Mobil-
stationen ist notwendig, um eine effiziente 
Nutzung der Parkstände sicherzustellen. 
Automated-Valet-Parking. 
Beim Automated-Valet-Parking kann der 
Fahrzeugnutzer sein Fahrzeug in einem ein-
gangsnahen Valet-Parking-Bereich abstel-
len. Das Fahrzeug fährt dann selbständig 
auf einen dafür vorgesehenen Stellplatz. 
Ebenso kann das Fahrzeug über eine App 
wieder gerufen werden. Parksuchverkehre 
und Fußwege innerhalb der Station werden 
vermieden. Zudem ist denkbar, die Fahr -
zeuge mit dieser Technik deutlich platz -
sparender abzustellen. Das Automated-
Valet-Parking wird derzeit von mehreren 
Fahrzeugherstellern entwickelt. Erste Pi-
lotprojekte wurden bereits realisiert. Eine 
zukünftige Verbreitung des Automated
-
 
Valet-Parking erscheint mittelfristig mög-
lich. In den Mobilstationen sollten daher be-
reits Flächen für diese Technik vorgesehen 
werden. Für eine Übergangszeit ist zu prü-
fen, ob Parkroboter Pkw ohne Automated-
Valet-Parking-Funktion abstellen können.  
Anstatt Stellplätze fest zu vermie-
ten, werden diese dynamisch beim 
Einfahren in die Quartiersgarage 
zugewiesen. Dies spart Zeit, Platz 
und Ressourcen.

135
Abb. 142: Schematische  
Darstellung eines Mobilitäts-
foyers in einem Wohngebäude | 
ARGUS
Ersatzteilautomat
Reparaturstation
Mobilitätshilfen
Lastenradverleih
Abfahrtsmonitor
Briefkasten
Kinderwagen- / Rollatorabstellfläche
Wegeleitsystem
Mobilstationen stellen die notwendige 
Mobilitätsinfrastruktur für Kreuzfeld 
bereit: Parkraum für Fahrzeuge, Zugang 
zu verschiedenen Mobilitätsangeboten 
sowie Beratung und Unterstützung.
Paketstation Microcarrier
Communityboard/-shelf
Mobilitätsfoyers. 
Sie werden zum sichtbaren Symbol des inno-
vativen Mobilitätskonzeptes und machen die 
Mobilitätswende erlebbar. Mobilitätsfoyers die- 
nen als zentrale Anlaufstelle für alle Logistik- 
und Mobilitätsbedürfnisse des Alltags, vom 
Transport von Gütern von der Haustür zum 
Zielort und zurück (Mobilstation etc.) über 
die Annahme und Abgabe von Paketen oder 
Gemüsekisten bis hin zur Information über 
alle weiteren Mobilitätsangebote.
Im Sinne einer Mobilitätsgarantie wird ein 
leicht zugänglicher Raum geschaffen, der An-
gebote und Informationen für alle denkbaren 
Mobilitätsmomente der Bewohner*innen 
und Nutzer*innen vor der Haustür bündelt.  
Die Mobilitätsfoyers sollen sich zum Straßen-
raum öffnen und zur Belebung des öffentli-
chen Raumes beitragen. Sie beinhalten neben 
Paketstation, Lastenradverleih, Communi-
tyboard/-shelf, Microcarrier-Station, Infos-
tele, Abfahrtsmonitor und Wegeleitsystem  
auch eine Fahrradreparaturstation mit Er -
satzteilautomat. Für diese Angebote ist eine 
Fläche von ca. 100 m² vorzusehen.
Mobilitätsfoyers sind auch zentrale Anlaufs -
tellen für die Beschäftigten im Quartier. Wer 
mit dem F
ahrrad zur Arbeit oder von der Ar-
beit nach Hause fährt, kann hier das Ange -
bo
t von Fahrradabstellanlagen, Duschen und  
Umkleiden nutzen. Auch das Angebot von 
Schließ
fächern zur Zwischenlagerung von 
per sönlichen 
Gegenständen soll damit ver -
bunden sein. Für Dienstfahrten sollen in den 
F
oyers auch Fahrräder ausgeliehen werden 
können. Mit diesen Angeboten wird eine bre-
ite Palette an Alternativen zum Pkw geboten.

136
2.4.6 R uhender Verkehr
Der ruhende Kfz-Verkehr wird in den insge-
samt sieben Mobilstationen zentral unter -
gebr
acht – dies betrifft den ruhenden Ver -
kehr der Bewohner*innen, Besucher*innen, 
Beschäftigten sowie deren Kund*innen. Das 
Parken im Straßenraum soll im gesamten 
Gebiet vermieden werden. Hierfür sollte 
eine Halteverbotszone angeordnet werden. 
Ziel ist es, den Straßenraum für andere Nut-
zungen freizuhalten und kurze Wege mit 
dem Fahrrad oder zu Fuß zu fördern. Nur in 
wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel für 
mobilitätseingeschränkte Personen, Hand-
werker*innen oder Pflegepersonal, soll das 
Parken bzw. Halten im öffentlichen Straßen-
raum durch Behindertenstellplätze und in-
telligente Lade- und Dienstleistungszonen 
ermöglicht werden. Diese Stellplätze müs-
sen durch ein Managementsystem geregelt 
und kontrolliert werden.
Das qualitätvolle Parken von Pkw und Fahrrädern ist wichtiger  
Bestandteil des Mobilitätskonzepts. Autos werden in sieben  
Mobilstationen geparkt, das Parken im Straßenraum ist bis auf  
wenige Ausnahmen nicht vorgesehen. Das Fahrradparken  
ist flächig nach einem sehr hohen Qualitätsstandard auf den  
Baufeldern und im öffentlichen Raum zu realisieren.
Integrierte Planung
Empfehlung zur Stellplatzzahl
Hood Eins
Pkw: Ca. 550
Fahrrad: Ca. 3.700 
Hood Zwei
Pkw: Ca. 360
Fahrrad: Ca. 2.700
Hood Drei
Pkw: Ca. 170
Fahrrad: Ca. 1.700
Hood Vier
Pkw: Ca. 200
Fahrrad: Ca. 2.300
Hood Fünf
Pkw: Ca. 190
Fahrrad: Ca. 1.700
Anzahl der Stellplätze  
von Pkw und Fahrrad pro Hood

Abb. 143: Fahrradparkhaus Amsterdam Zuid I QUIMBY.net I CC0 
137
Vergabe von Stellplätzen. 
Aufgrund des ambitionierten Stellplatz -
schlüssels kann nicht allen Bewohnenden 
und Beschäftigen ein Stellplatz zugesichert 
werden. Für die Vergabe der Stellplätze soll 
ein Kriterienkatalog entwickelt werden, da -
mit jene, die aufgrund bestimmter Umstände 
einen Stellplatz zwingend benötigen, diesen 
auch erhalten. Eine transparente und faire 
Vergabe der Stellplätze ist für die Akzeptanz 
von entscheidender Bedeutung. Dies ist im 
weiteren Planungsprozess zu berücksichti-
gen und herauszuarbeiten. 
Die Stellplätze in den Mobilstationen sollen  
zum baurechtlich erforderlichen Stellplatz -
nachweis dienen. Die Sicherung, wie bei-
spielsweise durch eine Baulast, ist im weite-
ren Planungsprozess zu konkretisieren. 
Fahrradparken. 
Fahrradabstellanlagen attraktiv zu gestalten 
geht weit über die Platzierung von Fahrrad-
bügeln gemäß geltenden Regelwerken hin
-
aus.
 Auch unter architektonischen Sach-
zwängen, wie z. B. Statik oder Entfluchtung, 
und dem Anspruch an eine effiziente Nut -
zung der Flächen gilt es, von der Planung bis 
zur Umsetzung einen Fokus auf die tatsäch-
lichen Anforderungen der Radfahrenden zu 
bewahren und somit eine Infrastruktur be-
reitzustellen, die zur alltäglichen Nutzung 
des Fahrrads einlädt. Der Fahrradplatz sollte 
nicht weiter als 50 Meter von der Wohnungs-
tür / vom Arbeitsplatz entfernt sein. Für Nut-
zungen mit kurzer Aufenthaltsdauer gilt: je 
näher am Eingang, desto besser. Die Plat -
zierung und Ausgestaltung wird im weiteren 
Planungsverlauf baufeldscharf geplant.
Die in Köln-Kreuzfeld geplanten  
und zu errichtenden (Infra-) 
Strukturen sind flexibel und  
anpassungsfähig und können  
auch nach Jahrzehnten der Nutzung 
auf neue Bedarfe reagieren.

Abb. 144: Entfernungen zum Fahrradparken in Abhängigkeit von der Nutzung und Aufenthaltsdauer © 
ARGUS. Basierend auf Celis, P ., Bølling-Ladegaard, E. (2008): Bicycle Parking Manual. Hrsg.: Danish 
Cycling Federation, Kopenhagen.
138

Abb. 145: Mobilstation und Logistikhub in Köln-Kreuzfeld
139
2.4.7 Logistik
Das Logistikkonzept soll den Güterverkehr und die Logistik in 
Kreuzfeld effizienter und nachhaltiger gestalten. Dabei wird darauf 
geachtet, dass trotz der Reduzierung der klassischen Kfz-Erreich-
barkeit alle Anlieferungen berücksichtigt werden. Dies betrifft un-
ter anderem die Anliegerlogistik der privaten Haushalte, die Unter-
nehmenslogistik sowie die Ver- und Entsorgung.
Integrierte Planung
Mobilstation 
 und Logistikhub
in Hood Zwei
Anbindung über 
Mercatorstraße
Mobilstation 
 und Logistikhub
in Hood Drei
Anbindung über 
Blumenbergweg
In Hood Zwei und Drei befindet sich in jeder  
Mobilstation eine Logistikstation. In die-
ser finden Umladeprozesse vom Lkw auf 
Lasten
 f
ahrräder oder Lastenanhänger  statt. 
Ziel ist es, das Straßennetz weitgehend von 
schweren Nutzfahrzeugen freizuhalten.  
Aus
 genommen sind M
üllabfuhr, Baufahr- 
zeuge und Umzüge. Die Umschlag- und 
Lagerstrukturen können von ansässigen 
Unternehmen, Händler*innen, Gastronomie  
und Lieferdiensten genutzt werden. Für die 
KEP-Logistik gibt es in den Mobilstatio-
nen zusätzliche Flächen, die der Vorberei-
tung und Organisation der Feinverteilung 
von Paketen auf die Paketstationen und 
Paket
 bo
xen in den Gebäuden oder auf den

Abb. 146: Paketstationen in den Mobilstationen, laufende Meter Bedienfront
Quartiersplätzen dienen. In jeder Mobilstati-
on befindet sich auch eine Paketstation. Die 
Haustürzustellung von kleinen und leichten 
Paketen soll nicht die Regel sein.
Schließlich sollten auch die beiden Logistik-
stationen mit einem Betreiberkonzept für 
einen anbieterneutralen Logistikbetrieb ver-
sehen werden, um eine effiziente Logistik im 
Quartier zu gewährleisten.
Bestimmte Lieferungen (Sperrgut wie Mö-
bel, Umzüge) und Dienstleistungen (Pfle-
gedienste, Geldtransporte) erfordern kurze  
Mobilstation 1.1
1.500 Bewohner*innen 
29,0 m Paketstation
Mobilstation 1.2 
1.000 Bewohner*innen 
19,3 m Paketstation
Mobilstation und Logistikhub 2.1 
1.200 Bewohner*innen 
25 m Paketstation
Mobilstation 2.2 
800 Bewohner*innen 
16,1 m Paketstation
Mobilstation 4 
1.440 Bewohner*innen 
29,0 m Paketstation
Mobilstation 5 
ca. 1.300 Bewohner*innen
25,7 m Paketstation
Mobilstation und Logistikhub 3 
ca. 804 Bewohner*innen 
16,1 m Paketstation
140

Abb. 147: Smarte Ladezone in Hamburg:  
Beschilderung und dynamische Buchungsanzeige | 
QIMBY.net | CC0
141
anderer Verkehre kann vermieden werden.  
Die Umsetzung ist noch zu prüfen. Denk -
bar sind eine App bzw.eine Schnittstelle zur 
Dispositionssoftware z. B. von KEP-Dienst
-
leis
tern:
 › Lade
zonen werden zur Überwachung 
und Darstellung von Echtzeitdaten mit 
Sensoren ausgestattet
 › Z
eitliche Begrenzung des Ladevorgangs
 › Z
ufahrtssperren, die nur von Berechtig-
ten per App entriegelt werden können
 › R
eduzierung von Parken in zweiter Reihe,  
Blockieren von Geh- und Radwegen und 
Parksuchverkehr
 › A
usnahmegenehmigung von der StVO 
erforderlich
 › Absolut
es Haltverbotsschild mit dem 
interaktiven Zusatzschild „Ausgenom-
men Kennung ID“ und „Uhrzeit“ des 
gebuchten Lieferfahrzeugs in Anlehnung 
an Pilotversuche
Wege, weshalb zusätzlich zu den Ange-
boten für die letzte Meile dezen
 
  tr
ale Lade
-
z
onen im Quartier eingerichtet werden  
um den Verkehr und vor allem den  Auf en
thalt 
von Fahrzeugen im Quartier zu steuern  
und zu regulieren. Im Straßenraum sind die 
Ladezonen so angeordnet, dass die Gebäu-
de jeweils in einer Entfernung von maximal 
50 m erreicht werden können. Sie haben 
eine Länge von 30
 –
 45 
m und sind maximal 
150 m voneinander entfernt.
Für Ladezonen sollten digitale Lösungen 
zur Buchung entsprechender Ladezeiten  
genutzt werden, hierzu gibt es aktuell jedoch  
noch keine rechtliche Grundlage. Eine digi-
tale Buchungsplattform für die Ladezonen 
stellt sicher, dass alle Fahrzeuge, die die 
Ladezonen nutzen, auch ein berechtigtes 
Anliegen haben. So wird eine zeitliche Ko-
ordination mehrerer Belieferungsvorgän-
ge ermöglicht und eine Beeinträchtigung

Flexibilität und Adaptivität. 
Flexibilität ist ein elementarer Bestandteil 
für den langfristigen Erfolg des Mobilitäts-
konzepts in Kreuzfeld. Ein ambitioniertes 
Mobilitätskonzept kann nur erfolgreich sein, 
wenn bestimmte Voraussetzungen und Be-
dingungen erfüllt sind. Eine zuverlässige S-
Bahn-Anbindung an die Kölner Innenstadt 
ist eine dieser Voraussetzungen: Ist die ex -
terne Anbindung nicht verlässlich genug, 
werden Bewohner*innen und Besucher*in-
nen eher auf das eigene Auto umsteigen. 
Auch im öffentlichen Raum werden flexib-
le Strukturen eingerichtet: Flexzonen sind 
Bereiche im Straßenraum zwischen Fahr -
bahn und Gehweg, die heute in der Regel als 
Parkraum genutzt werden, in Zukunft aber 
je nach Bedarf und Umfeld unterschiedlich 
programmiert und umgenutzt werden, sei 
es als Ladezonen, Fahrradstellplätze, Geh-
wegverbreiterungen, Tiefbeete oder Behin-
dertenparkplätze. Die Flexibilität und Anpas-
sungsfähigkeit von Flexzonen ermöglicht es, 
den begrenzten Platz im Straßenraum effi-
zienter zu nutzen und auf die sich ändern-
den Bedürfnisse der Stadt und ihrer Bewoh-
ner*innen zu reagieren.
Auch Mobilstationen sind ein wichtiger Be-
standteil der flexibel anpassbaren Infra
-
s
truktur in Kreuzfeld, insbesondere in Bezug 
auf die Nutzung von Parkflächen. Ändert 
sich die Nachfrage, können diese schnell 
und effizient in andere Nutzungen wie Fahr-
radstellplätze, Logistikflächen, Büros, soziale  
Die in Köln-Kreuzfeld geplanten (Infra-)Strukturen sind flexibel und 
anpassungsfähig und können auch nach Jahrzehnten der Nutzung 
auf neue Bedarfe reagieren. 
2.4.8 Ausblick
Integrierte Planung
Einrichtungen oder Wohnungen umgewan-
delt werden. Die Flexibilität und Anpas-
sungsfähigkeit des Konzepts muss dabei 
in beide Richtungen gehen: Nicht nur soll 
Parkraum in andere Nutzungen umgewid-
met werden können, sondern auch eini-
ge bauliche Strukturen sollten so gestaltet  
werden, dass sie bei Bedarf in eine weitere 
Mobilstation umgewandelt werden können.
Flexibel-adaptive Infrastrukturen wie Mobil-
stationen oder Flexzonen sind eine sinnvolle 
Möglichkeit, sich auf eine ungewisse Zukunft 
vorzubereiten. Durch die Anpassungsfähig-
keit der Infrastruktur kann schnell und effi-
zient auf Veränderungen und Entwicklungen 
reagiert werden. Dies bedeutet, dass Inves-
titionen in die Infrastruktur langfristig funk -
tional bleiben und Ressourcen effizienter 
genutzt werden können.
Ausblick. 
In der weiteren Planung stehen Umsetzung 
und Betreiberkonzept im Fokus. Die Planung  
und Umsetzung des Mobilitätskonzeptes 
für
 Kreuzfeld erfordert ein systematisches 
Vorgehen in mehreren Schritten, welches 
unter anderem ämterübergreifende Ab-
stimmungen beinhaltet. Das vorliegende 
M
obilitätskonzept beschreibt die zukünfti-
ge Mobilitätsstruktur des Quartiers und die 
M
obilitätsangebote. In der anschließenden 
technischen Masterplanung werden die Pla-
nungen weiter konkretisiert und detaillierter 
dar
gestellt. Weitere verkehrliche Gutachten 
142

143
und die Planung des Anschluss Kreuzfelds 
an den dann ausgebauten Blumenbergs-  
weg sind hierbei unerlässlich. 
Aufgrund der zuvor skizzierten Relevanz des 
S-Bahnhofs Kreuzfeld für die erfolgreiche 
Entwicklung des gesamten Stadtteils soll  
ein Gestaltungs- und Ideenwettbewerb für 
das S-Bahn-U
mfeld durchgeführt werden.  
Hierbei sollten die Umfeldgestaltung, die Ver-
knüpfung und sichere Querung zwischen Blu-
menberg und Kreuzfeld sowie die Integration  
der Radabstellanlagen in das Stationsumfeld  
im Vordergrund stehen. Dabei sind die Ein- 
und 
Aussteigerzahlen zu prognostizieren und 
der Haltestellenbereich an der Mercatorstra-
ße so zu gestalten, dass ein barrierefreier Um-
stieg in den Bus sowie in andere Verkehrsan-
gebote wie Taxi und Fahrdienste möglich ist. 
Dur
ch die Umgestaltung der Mercatorstraße 
wird die Verbindung zwischen Blumenberg 
und Kreuzfeld gestärkt. Ein wichtiger Punkt ist 
dabei die Reduzierung der Geschwindigkeit. 
Das vorgesehene Planfeststellungsverfah-
ren zum Ausbau des Blumenbergswegs birgt 
die Chance,
 begleitende Geh- und Radwege 
zu entwickeln sowie die Knotenplanung am 
Dresenhofweg detailliert zu betrachten. Es 
ist auf die Einhaltung der Standards für Rad-
schnellverbindungen zu achten. 
I
m Rahmen der Funktionsplanung ist eine 
verkehrstechnische Untersuchung der um-
liegenden Knotenpunkte erforderlich, um 
die L
eistungsfähigkeit der äußeren Erschlie-
ßung sicherzustellen. Die Straßenräume und 
der
 öffentliche Raum sind weiter zu quali -
fizieren. Hierbei ist ein Abgleich mit dem 
H
öhenmodell vorzunehmen. Besonderes 
Augenmerk ist auf den Hol- und Bringver -
kehr der einzelnen Schulstandorte zu legen. 
H
ierzu sollten auch mögliche verkehrsrecht-
liche Anordnungen wie Geschwindigkeits-
beschränkungen und programmierbare 
Fle
x
 z
onen vorab mit der Straßenverkehrs-
behörde abgestimmt werden. Auch die Fuß-   
und Radverkehrsführung in der Grünen   
Mitte  ist weiter zu qualifizieren ( siehe hierzu 
auch Kapitel 2.2, Freiraum, S. 62 ff.).
 
Die Führung des Busverkehrs und die Rea -
lisierung einer Busschleuse sind weitere 
wich
tige Elemente der technischen Master -
planung. Die Konkretisierung erfolgt im Zu-
sammenhang mit der Neukonzeption des 
Bus
verkehrs im Kölner Norden. Darüber hin-
aus ist eine Parkraumuntersuchung zur Ein-
richtung einer Bewohnerparkzone Blumen -
berg durchzuführen, um eine Fehlnutzung 
des knappen P
arkraums bei der Aufsiedelung 
Köln-Kreuzfelds zu verhindern. 
Ein Betreiberkonzept für die Mobilstationen 
und ein Finanzierungskonzept für die ver -
schiedenen Verkehrsangebote und gemein-
schaftlichen Nutzungen ist zu erarbeiten. 
D
ieses sollte die Prüfung genossenschaft -
licher Strukturen umfassen. Die Gestaltung 
der
 Mobilstationen sollte im Rahmen eines 
Wettbewerbs entwickelt werden. 
Auch ein Betriebssystem für das Quartier 
sollte erstellt werden, um die komplexen Funk-
tionen zu strukturieren, zu organisieren und 
einen r
eibungslosen Betrieb zu gewährleisten. 
Besonderer Fokus ist auf die Organisations- 
und IT-Struktur für das dynamische Auslas -
tungsmanagement und die Buchung von La-
dezonen und Stellplätzen zu legen. 
Die frühzeitige Weichenstellung und selb-
stbewusste Kommunikation des  Mobilitäts -
k
onzepts ist von entscheidender Bedeutung,  
um die Identifikation aller Beteiligten – von 
den in
vestierenden Personen bis zu den 
neuen Bewohnenden – mit dem Quartier zu  
stärken. Der Kriterienkatalog für die Grund-
stücksvergabe und die Verortung der mobi li -
t
ätsrelevanten Flächen- und Gebäudenutzu-
ngen müssen ebenfalls sorgfältig geplant und 
v
ertraglich mit den Bauherren fixiert werden.

Abb. 148: Doug and Wolf für ADEPT + Karres en Brands

146
2.5 B ildung, Jugend, Sport, Kultur & Soziales
Resiliente, hochwertig gestaltete Grünräume 
wirken sich positiv auf das Stadtklima und 
die Menschen aus. Medizinische Einrichtun-
gen in Kreuzfeld sind schnell zu erreichen.
Stadtteilkultur soll an vielen Orten erlebbar 
sein und aktiv mitgestaltet werden können, 
beispielsweise durch Treffpunkte im Quar -
tier oder in baulichen Strukturen, die von 
Vereinen und lokalen Künstler*innen mit Le-
ben gefüllt werden. 
Die Grüne Mitte soll das Herzstück des 
neuen Stadtteils sein und all diese Anforde-
rungen vereinen. Multicodierung ist hierbei 
unerlässlich. Der zentrale, vernetzende Frei-
raum erfüllt eine Verteilerfunktion zwischen 
den Kreuzfelder Hoods. Die Sport- und 
Spielflächen der Schulen stehen nach Ende 
des Unterrichts der Öffentlichkeit zur Verfü-
gung und können auch von Bewohnen
 den 
der
 umliegenden Stadtteile genutzt werden. 
Die Grenzen zwischen den Außenflächen  
der weiterführenden Schulen und der  
Grünen Mitte werden niederschwellig und 
intuitiv wahrnehmbar gestaltet, sodass der 
gesamte Raum der Grünen Mitte eine simu-
lierende Lernlandschaft bildet.
Die Gesundheit der Kreuzfelder*innen und 
der Nachbar*innen wird durch zahlreiche 
Gelegenheiten zu Sport und Bewegung ge-
fördert.
 
Welchen Beitrag kann Köln-Kreuzfeld leisten, um ein gesundes und 
erfülltes Leben in der Stadt zu fördern? Neben einer widerstandsfähi-
gen Freiraumplanung und hochwertiger, inklusiver Architektur ist vor 
allem der Zugang zu Orten, an denen Austausch und Begegnungen 
stattfinden können und wo Nachbarschaft erlebt werden kann, von 
großer Bedeutung für die Lebensqualität aller. Feste für die Nachbar-
schaft, Konzerte, Sport- und Kulturveranstaltungen – all das soll in 
Kreuzfeld zum Alltag gehören. Ein Schlüsselprinzip für die Entwick-
lung Kreuzfelds ist es, Sozialeinrichtungen und Bildungsangebote für 
alle niedrigschwellig zugänglich zu machen sowie lebenslanges Ler-
nen zu fördern. Nur so können Vielfalt und Teilhabe gestärkt werden. 
Integrierte Planung
Freiräume unterstützen den so-
zialen Austausch.
Das Bürgerhaus+ soll der Leucht-
turm des öffentlichen und kultu-
rellen Lebens in Köln-Kreuzfeld 
sein.

Abb. 149: Konzept Bildungslandschaft
147
Freiräume
Gebäude
Legende
Dieser Sonderbaustein kann viele Funktio-
nen bündeln und Anziehungspunkt für den 
Kölner Norden werden (siehe hierzu Kapitel 
2.5.5, Kulturangebote und Sonderbausteine, 
S. 156). Denkbar sind etwa individuell buch-
bare Räume, die einen Ort für Kurse, Experi-
mente, Veranstaltungen und eine öffentliche 
Plattform schaffen und die Kreativwirtschaft 
zukunftsorientiert beleben.
Da Jugendliche bei neuen Entwicklungen 
häufig unterrepräsentiert sind, wird in Köln-
Kreuzfeld explizit ein Jugendzentrum ein-
geplant. Zudem finden sie zahlreiche Orte, 
die sie sich aneignen und an denen sie sich 
ungestört treffen können. Sportvereine und 
außerschulische Angebote bieten Jugendli-
chen zahlreiche weitere Möglichkeiten.
Lebenslanges Lernen soll in Köln-Kreuzfeld 
gefördert werden. Bildungseinrichtungen 
und -freiräume können das Viertel vernetzen 
und eine niederschwellige Lernlandschaft 
bilden, die Teil des Alltags wird. Räume zur 
Aneignung und Weiterbildung für Kinder 
und Jugendliche sollen die vielfältigen Lern-
angebote des Außenraums ergänzen.
Neben Verortung und Beschreibungen der 
Schulen, den besonderen Qualitäten der 
Kitas oder der Förderschule finden sich in 
diesem Kapitel auch Informationen zu den 
Sportangeboten im Stadtteil sowie den Kul-
turangeboten, Sonderbausteinen und me-
dizinischen Versorgungseinrichtungen. Das 
Kapitel zeigt zudem Beispiele aus anderen 
Städten, von denen Kreuzfeld in der Umset-
zung lernen kann. 
Bildung, Vernetzung und Gesund-
heit sind zentrale übergeordnete 
Themen, die die Hoods auf allen 
Maßstäben durchdringen.

Abb. 150: Entwurfsprinzipien
148
2.5.1 Kitas
Woodhood bietet schon den jüngsten Be-
wohner*innen ausreichend Raum zum Ler -
nen und Wachsen. Die Kitas sollen den 
Bedarf an Kitaplätzen innerhalb der Kreuz -
felder Hoods und darüber hinaus abdecken. 
Aufgrund der zentralen Lage innerhalb der 
Hoods sind die Kitas leicht wiederzufinden 
und auch für Nachbar*innen gut erreichbar. 
1. Lage in der Hoodmitte
Die Kitas liegen geschützt und gut erreich-
bar innerhalb der Hoods und definieren die 
Hoodmitte.
2. Freiräume
Die Freiflächen der Kitas orientieren sich 
zum zentralen Freiraum und erhalten zum 
Schutz der Kinder eine Umfriedung.
3. Eigene Identität
Die Kitas befinden sich in freistehenden Ge-
bäuden mit eigener Typologie. So wird ein 
eindeutiger Wiedererkennungswert sicher -
gestellt.
Die Kitas befinden sich in den Hoodmitten als grüne Oase, hier 
lernen die Kinder ihre ersten Freunde kennen und interagieren 
auf großzügigen Außenspielflächen. 
Integrierte Planung
Standorte und Anzahl
In Köln-Kreuzfeld gibt es auf neun 
Kitas verteilt Platz für ca. 900 Kinder. 
Es befindet sich mindestens eine 
Kita in jeder Hood, wodurch der Weg 
zu den Kitas sich für die Kinder auf 
wenige Gehminuten beschränkt (sie-
he auch hierzu Kapitel 4.1, Flächen-
bilanz, S. 208).

Abb. 151: Verortung der Kitas
149
Jede Kita erhält eine eigene Typologie, die 
sich thematisch an ihre Umgebung an-
passt und Wiedererkennungswert sichert. 
Dadurch entsteht ein Spektrum an unter -
schiedlichen Kitas, die sich später einzelnen 
Schwerpunkten zuordnen lassen.
Die Kitas werden in einer kleinteiligen Ku-
batur ausgebildet, um dem kindlichen Maß-
stab gerecht zu werden. Das Gebäude wird 
ausschließlich für bildungsbezogene Zwe-
cke genutzt. Die Freiräume orientieren sich 
zur Hoodmitte hin und erhalten zum Schutz 
der Kinder eine Umfriedung.
In diesen speziell für Kinder geschaffenen 
Orten wird es ihnen möglich, spielerisch 
die Bedeutung der Natur sowie den Zu-
sammenhang zwischen Ernährung und 
Gesundheit zu entdecken, indem die kom-
plexe Wechselwirkung zwischen Pflanzen, 
Insekten, Bäumen, Tieren und der Zukunft 
der Lebensmittelproduktion erforscht wird. 
Dabei können sie Kontakte zu Gleichaltrigen 
knüpfen, erste Erfahrungen im Umgang mit 
anderen Menschen sammeln, lernen, Prob-
leme und Konflikte zu bewältigen und ihre 
ersten Schritte in eine Welt voller Abenteuer 
und Möglichkeiten machen.
Die Gestaltung der Freiräume ist 
anregend im Sinne außerschulischer 
Lernorte.

Abb. 152: Entwurfsprinzipien
150
2.5.2 Schulen
Woodhood bietet, verteilt auf drei Grund-
schulen und zwei weiterführende Schulen, 
Platz für über 2.500 Schüler*innen. Die 
Schulen verteilen sich über alle Hoods und 
bilden mit ihren zur Grünen Mitte orientier -
ten Pausenhöfen die Bildungslandschaft. Zu 
den Hoods erzeugen sie eine klare Kante. 
1. Ausrichtung
Die Schulen bilden zur Straße eine klare 
Raumkante und öffnen sich Richtung Grüne 
Mitte.
2. Eigene Identität
Die Schulen befinden sich in freistehen-
den Gebäuden mit Wiedererkennungswert 
durch ihre architektonische Form. 
3. Pausenhöfe
Die Pausenhöfe der weiterführenden Schu-
len fließen in die Grüne Mitte und öffnen 
sich nach Ende der Schulzeit.
Alle Bildungseinrichtungen sind rund um die Grüne Mitte angeordnet 
und formen gemeinsam eine zentrale Lern- und Bewegungslandschaft.
Integrierte Planung
Standorte und Anzahl
Kreuzfeld bietet Platz für drei Grund-
schulen, zwei weiterführende Schu-
len und eine Förderschule. Die Ver -
teilung auf alle Hoods erzeugt eine 
Bildungslandschaft in der Mitte.

Abb. 153: Verortung Schulen
151
Für die Grundschulen sind drei Geschosse 
entlang der Straßen zur Hoodmitte denkbar, 
um dem Maßstab der Schüler*innen gerecht 
zu werden. Mit der Ausrichtung zur Grünen 
Mitte haben die Kinder einen direkten Bezug 
zu den anderen Schulen, können das Treiben 
auf den anderen Schulhöfen mitverfolgen 
und Kontakt zu ihnen aufnehmen.
Die weiterführenden Schulen sind die flä -
chenmäßig größten Bildungseinrichtun-
gen in Köln-Kreuzfeld. Auch ihre Schulhöfe 
fließen in die Grüne Mitte hinein. Dadurch 
wird die Grüne Mitte Teil der Lernlandschaft. 
Nach Ende der Schulzeit soll es möglich sein, 
dass die Pausenhöfe von der Öffentlichkeit 
genutzt werden. Für die weiterführenden 
Schulen sind vier Geschosse in Richtung der 
Hoodmitten denkbar.
Die Förderschule bietet nach innen eine 
geschützte Lernumgebung für Schüler*in-
nen mit besonderen Förderbedarfen. Nach 
außen partizipiert sie durch ihre Lage am le-
bendigen Hood Eins.
Grundschule
Weiterführende Schule
Förderschule
Legende
Der Bedarf an Schulen ist für alle 
Altersstufen abgedeckt und über die 
fünf Hoods verteilt.

Abb. 154: Konzeptschnitt: Übergang Kita
Abb. 155: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule
Abb. 156: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule
152
2.5.3 Übergang Bildungseinrichtungen – Freiraum
1. Kita
Die Kitas liegen geschützt und gut erreich -
bar innerhalb der Hoods und definieren die 
H
oodmitte. Die Freiflächen der Kitas orien-
tieren sich zum zentralen Freiraum und erhal-
ten zum Schutz der Kinder eine Umfriedung.
2. Grundschule
Der Außenraum der Grundschulen liegt in-
nerhalb der Hoods und grenzt direkt an den 
inneren Hood-Loop- Weg. Damit schließen 
die geschützten Schulhöfe nur durch diesen 
getrennt an die Grüne Mitte an.
3. Weiterführende Schule
Die Schulhofflächen der weiterführenden 
Schulen ziehen sich von der jeweiligen Hood 
bis hinein in die Grüne Mitte. Das Areal wird 
gestalterisch gekennzeichnet.
Da Bildung im neuen Stadtteil Köln-Kreuz -
feld einen besonders großen Stellenwert 
erhält, werden auch die zugehörigen Außen-
flächen mit großer Sorgfalt konzipiert und 
ausgestaltet. Diese Bereiche nehmen einen 
zentralen Teil in der Kreuzfelder Stadtland-
schaft ein, sie sind sichtbares Bindeglied 
zwischen Bildungseinrichtung und öffent
-
lichem Raum,
 sie sind sowohl Teil der Hood-
mitten als auch der Grünen Mitte.
Der Anspruch an die Gestaltung dieser Flä -
chen liegt insbesondere in ihrer Integration 
in den Stadtraum. Standardkonfigurationen  
werden bewusst durch individuell abge-
stimmte Programme ersetzt und fördern 
eine dynamische und integrierte Sport- und 
Spiellandschaft. Dabei sollen die Schulhöfe 
und Kitafreiflächen jederzeit den Anforde-
rungen der Interessengruppen entsprechen 
und bieten einen sicheren Raum zum Spie-
Primarstufe Grüne MitteHood-Loop-Weg Park-
weg
Hoodmitte
SpielplatzKita
Primarstufe
Hood-
Loop-
Weg
Grüne Mitte
Hoodmitte
Der Übergang der Schulen in die Grüne Mitte verläuft fließend,  
zahlreiche Blickbeziehungen sind möglich. Es ist klar gekennzeichnet, 
wo der Schulhof aufhört und wo die Grüne Mitte beginnt.
Abgrenzung:
Topografie Einfriedung
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Topografie Einfriedung
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Material
Abgrenzung:
Bodenbelag Einfriedung
Abgrenzung:
Bodenbelag
Integrierte Planung

Abb. 157: Übergang Pausenhof I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
Abb. 158: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
Abb. 159: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
Abb. 160: Konzeptschnitt, Übergang Sek II
153
len. Sowohl Kita als auch Schule werden 
nicht als exklusive Sonderbausteine geplant,  
sondern orientieren sich gestalterisch an 
ihrer Umgebung.
Hood-Loop
Hood-Loop
Hood-Loop
Sekundarstufe
Sekundarstufe
Sekundarstufe
Schulhof in der Grünen Mitte
Schulhof in der Grünen Mitte
Schulhof in der Grünen Mitte
Grüne Mitte
Grüne Mitte
Grüne Mitte
Abgrenzung:
Sitzstufe
Abgrenzung:
Pflasterung
Abgrenzung:
Pflasterung Mobiliar
Abgrenzung:
Pflasterung
Abgrenzung:
Sitzstufe
Abgrenzung:
Pflasterung Landschaft
Abgrenzung:
Topografie Aufschüttung
Abgrenzung:
Topografie Graben
Abgrenzung:
Bepflanzung

154
2.5.4 P ausenhofflächen und Schulwege
Pausenhofflächen. 
Die Öffnung von Schulhöfen außerhalb der 
Unterrichtszeit ist einzigartig in der Entwick-
lung eines neuen Stadtteils und kann viele 
Vorteile bieten. Die Freiflächen können als 
öffentlicher Raum genutzt werden, um Frei-
zeitaktivitäten, Sport oder kulturelle Veran-
staltungen zu ermöglichen und zu fördern. 
Sie bieten einen sicheren Ort für Kinder und 
Jugendliche um körperlich aktiv zu sein und 
tragen zur Stärkung von Gemeinschafts
-
be
ziehungen bei. Neue Freundschaften 
entstehen, wenn es Gelegenheiten zum  
gemeinsamen Entdecken und Erobern gibt. 
Offene Schulhöfe können auch für kreative  
Projekte genutzt werden und dazu beitragen, 
die Lebensqualität in der Nachbarschaft zu 
erhöhen sowie den Zusammenhalt zu stär -
ken, indem mehr Möglichkeiten für körper -
liche Aktivitäten, soziale Interaktionen und 
kreative Entfaltung geboten werden.
Bei den Schulhöfen der fünf an die Grüne 
Mitte angrenzenden Bildungseinrichtungen 
werden zwei Konfigurationen unterschieden. 
Grundschulen. 
Die drei Grundschulen organisieren ihre 
Freiflächen immer innerhalb ihrer jeweiligen 
Hood mit Ausrichtung zur Grünen Mitte, so-
dass das Schulgelände auch durch den in-
neren Hood-Loop-Weg erschlossen werden 
kann. Der Grundschulhof ist durch eine Um-
friedung, Hecken oder Bäume geschützt, 
wird aber gleichzeitig immer visuell in die 
Umgebung integriert. 
Abb. 161: Gestaltungsansatz Parkschulhof 
Anzahl der Schulhöfe
Grundschule
3x Hood-Schulhöfe
Außenbereich mit ausgewogenem 
Anteil an Grün und versiegelten Flä -
chen. Spiel- und Sportangebot, Ver -
anstaltungsfläche
Weiterführende Schule
2x Parkschulhöfe 
Außenbereich mit hohem Grünanteil, 
in direktem Anschluss an die Grüne 
Mitte. Hoher Grünanteil mit Baum-
gruppen und Wiesen. Raum für wei-
tere Programme wie Schulgarten, 
Lernstation, grünes Klassenzimmer, 
Schulfeste und Veranstaltungen.
Integrierte Planung

Abb. 162: Spielmöglichkeiten in der Parklandschaft I 
Karres en Brands
Abb. 163: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loudl
Abb. 164: Middelfart, Dänemark I ADEPT
155
Ein Raum voller Möglichkeiten. 
Die Schulhöfe können vielerlei Funktionen 
übernehmen, sei es als klassischer Pausen-
hof, Sportfeld oder Fläche für einen Schul-
garten. Die grünen Parkschulhöfe wol-
len entdeckt werden, können aber auch 
Rückzugsort sein.
Weiterführende Schulen. 
Die Schulhöfe der beiden weiterführenden 
Schulen werden als Besonderheit der Köln-
Kreuzfelder Bildungslandschaft entwickelt. 
Die zwei weitläufigen Außenräume machen 
einen Sprung über den inneren Hood-Loop-
Weg und liegen damit direkt in der Grünen 
Mitte. Eine Versiegelung soll nur in geringem 
Maße stattfinden – der zentrale Park kann 
mittels Bäumen, Zonierung und Bepflan-
zung in den Schulraum ‚hineinfließen’ .
Im Falle der weiterführenden Schulen werden  
visuelle Abgrenzungen der Schulhofflä -
chen wie Bodenbelag, Topografie und ge-
gebenenfalls auch Bepflanzung eingesetzt,  
jedoch keine Umfriedungen wie Zäune, 
Mauern oder dichte Hecken. Damit wird der 
klassische Schulhof außerhalb der Unter -
richtszeit zum durch Anwohner*innen und 
Parkbesucher*innen nutzbaren und multi-
funktionalen Stadtraum
.
Schulwege. 
Die Schulwege sind für alle Altersstufen und 
zu jeder Tageszeit sicher gestaltet, die Orien-
tierung fällt leicht. Durch die autoarme Pla -
nung des gesamten Quartiers sowie dessen 
Kompaktheit können sich Schulkinder sehr 
einfach selbstständig bewegen. Straßen 
müssen, insbesondere bei einem Schulweg 
durch die Grüne Mitte Köln-Kreuzfelds, nur 
sehr selten gekreuzt werden. Angemessene 
Bodenbeläge, Wegbreiten und Beleuchtung 
stärken das Schulwegekonzept.

Abb. 165: Verortung Kulturangebote und Sonderbausteine
156
2.5.5 K ulturangebote und Sonderbausteine
Zu jedem nachhaltig lebendigen Stadtraum 
gehört idealerweise ein flächendeckendes 
und allen Altersklassen gerecht werdendes 
Angebot an Kultur- und Sozialeinrichtungen 
drinnen und draußen. Kinder und Jugendliche 
müssen die Möglichkeit haben, sich unbeob-
achtet entfalten zu können, auch Erwachse -
ne brauchen einen Ort zum Austausch. 
Gesundheitsbausteine. 
Die Bedarfe der gesundheitlichen Versor -
gung und der Prävention können durch ein 
Ärztehaus oder ein medizinisches Versor -
gungszentrum abgedeckt werden. Posi-
tioniert an der S-Bahn-Station und in Hood 
Eins sollen sich die Bausteine befinden, die 
Kreuzfeld hält ein Netz aus sozialen und kulturellen Angeboten bereit. 
Sie sind im Sinne der Nutzungsschwerpunkte verteilt und ermöglichen 
einen abwechslungsreichen Stadtalltag.
Gesundheit
Hoodmitten
Bürgerhaus+
Handwerkerhöfe
Medizinische Einrichtung
Jugendzentrum
Schwimmhalle
Legende
auch Flächen für eine erweiterte Nutzung in 
Gesundheitsbelangen wie z. B. als Ausbil-
dungsstätte für Pflege oder auch für admi-
nistrative Tätigkeiten zur Verfügung stellen 
können. Die zentrale Lage soll den Pati-
ent*innen, Mitarbeitenden und Besuchen-
den – auch aus den benachbarten Stadttei-
len – eine gute Erreichbarkeit bieten. 
Soziale und kulturelle Angebote 
sind im Sinne der Hood-Identitäten 
gut verteilt und ermöglichen einen 
abwechslungsreichen Stadtalltag.
Integrierte Planung

Abb. 166: UCN Campus, Aalborg I ADEPT
157
Bürgerhaus+. 
Das Bürgerhaus+ soll das gebaute Zentrum 
des öffentlichen Lebens sein, gleichermaßen 
gemeinsames Wohnzimmer und Kulturzen- 
trum. Als sogenannter dritter Ort kann es ein 
Treffpunkt der Kreuzfelder*innen und aller 
Interessierten sein. Konzeptuell vereint es 
eine multifunktional nutzbare Halle, Räume 
für Bürger*innen und das interkulturelle Zen-
trum, also einen Ort, an dem alle Kulturen und 
Religionen zusammenkommen können. Die 
Nutzungen sollen vielschichtig und auf alle  
Altersstufen sowie Gesellschaftsgruppen 
und Kulturen ausgerichtet sein, damit ein 
ergänzendes Begegnungszentrum in Chor -
weiler geschaffen wird. Das Bürgerhaus+ als 
niedrigschwelliger und demokratischer Ort 
kann mit seinem breit gefächerten Angebot 
das lebenslange Lernen und bürgerschaft -
liches Engagement fördern. Seine Vision  
wird im Anschluss an die Integrierte Planung 
mittels Testentwürfen und co-kreativen  
Workshopformaten weiter vertieft. Für ei-
nen erfolgreichen Verlauf ist eine frühzeitige 
Partizipation möglicher Umsetzender und 
Projektinteressenten nötig.
Schwimmhalle. 
Immer weniger Kinder und Erwachsene kön-
nen Schwimmen. Damit dies möglichst früh 
erlernt werden kann, braucht es ein ganzjäh-
rig nutzbares Schulschwimmbad in unmit -
telbarer Nähe. Es ist im Zentrum von Hood 
Eins direkt an der S-Bahn-Station verortet.
Handwerkerhöfe. 
In den Handwerkerhöfen wird noch gehobelt, 
gesägt und gehämmert. Als in Köln-Kreuz -
feld einmaliges Projekt könnte es Wahrzei-
chen der Hood Drei und das kreative Zent -
rum des Quartiers werden. Mit einer Vielzahl 
an Produktionsräumen für unterschiedliche 
Gewerke ist es ein Möglichkeitsraum, Vor -
bild kann das oben zu sehende New Aarch 
Gebäude in Aarhus sein.
Für alle Altersstufen gibt es Räume 
für Austausch und Begegnung, der 
Nachbarschaftsverbund wächst 
zwischen den Hoods und darüber 
hinaus.

Abb. 167: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 168: Cortex Park, Odense I ADEPT
158
Die Bereitstellung von Freizeit -
angeboten in schulischen Räu-
men ermöglicht eine flächenef -
fiziente Doppelnutzung.
Jugendzentrum. 
Das Jugendzentrum ist ein außerschuli-
scher Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. 
Es ist ein Ort, an dem sie sich nach Ende der 
Schulzeit aufhalten können, um alleine oder 
in Gruppen ihren Interessen nachzugehen. 
Neben der Interaktion mit Gleichaltrigen 
bietet das Zentrum durch ein großes Raum-
angebot die Möglichkeit, unterschiedlichen 
Hobbys nachzugehen, die eigenen Stärken 
zu entdecken und diese zu verbessern. Ne-
ben Lehrer*innen und der eigenen Familie 
gibt es hier eine dritte Ansprechperson, die 
bei Problemen und Fragen unterstützt.
Mit seiner besonderen Position im Mobili-
tätszentrum in Hood Vier ist es von allen 
Hoods aus schnell zu erreichen und Teil der 
Bildungslandschaft.
Kreuzfeld hält ein Netz aus viel-
f
ältigen und auch barrierefrei  
gut erreichbaren soziokulturellen 
Angeboten bereit.

Abb. 169: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 170: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
Abb. 171:  Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT
159
Die Gestaltung des Kulturzen-
trums Ku.Be soll von den Nut-
zer*innen selbst in die Hand 
genommen werden. Speziell 
auf die Bedarfe Kindern zuge-
schnittene Räume fördern die 
individuelle Entwicklung auf 
spielerische Weise. 
Bildungseinrichtungen heben sich im 
Stadtraum aufgrund ihres wiedererkenn-
baren Charakters von der Umgebung ab 
und bilden Orientierungspunkte.

Abb. 172: Dalarna Media Library, Falun  I ADEPT
Abb. 173: UCN Campus, Aalborg I ADEPT
160
Der UCN Campus in Aalborg ist ein vielseiti-
ges Lernzentrum, dass diverse Studienpro-
gramme unter einem Dach vereint. Ähnlich 
wie in der Delerna Media Library bietet die 
Architektur gleichermaßen ruhige Zonen für 
konzentriertes Arbeiten sowie Kommunika -
tions- und Begegnungsorte. 
Für alle Altersstufen gibt es Räume 
für Austausch und Begegnung, der 
Nachbarschaftsverbund wächst 
zwischen den Hoods und darüber 
hinaus.

Abb. 174: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 175: New Aarch, Aarhus I ADEPT
Abb. 176: New Aarch, Aarhus I ADEPT
161
Handwerkerhöfe. 
In den Handwerkerhöfen wird noch gehobelt, 
gesägt und gehämmert. Als in Köln-Kreuz -
feld einmaliges Projekt ist es Wahrzeichen 
der Hood Drei und das kreative Zentrum des 
Quartiers. Mit einer Vielzahl an Produktions-
räumen für unterschiedliche Gewerke und 
offenen Ateliers ist es ein Möglichkeitsraum. 
Die Räumlichkeiten werden gemeinschaft -
lich genutzt, man kommt mit anderen in Kon-
takt, lernt von ihnen und startet gemeinsame 
P
rojekte. Materialien wie Holz, Metall, Ton 
und Textil werden in den Handwerkerhöfen 
bearbeitet. 
Als mögliche Ausbildungsstätte übernimmt 
es wichtige Funktionen im Bereich der Bil-
dung. Neben der Frühförderung von Kindern 
und der Ausbildung sowie Umschulung von 
Jugendlichen und Erwachsenen bietet es 
auch Workshops für Rentner*innen an.
New Aarch ist der Neubau der renommierten 
dänischen Architekturschule in Aarhus und 
wurde als Inkubator für Experimente, werk -
stattbasiertes Lernen und zufällige Begeg -
nungen konzipiert. Synergien zwischen Stu -
dierenden, Lehrenden und der Nachbarschaft 
sind ber
eits Teil des Entwicklungsprozesses.

Abb. 177: Integrierte Sport- und Spiellandschaft mit Alluvialpark
162
alle Kreuzfelder Hoods verbindet: den Hood-
Loop-Weg. Damit kann auch der Anschluss 
an Blumenberg geschaffen werden.
Für die Sportangebote der Grünen Mitte 
entlang des Sport-Loops können Standard -
konfigurationen gestalterisch und funktional 
hin
terfragt werden, um Anlagen zu schaffen, 
die auf Kreuzfeld zugeschnitten sind: Sie 
sollen sich weg von statischen und exklu-  
siven Anlagen hin zu einer dynamischen und 
in
tegrativen Sport- und Erholungslandschaft 
entwickeln. Die gute Einbindung dieser Pro-
gramme in ein integriertes Sport-, Spiel-, 
E
rholungs- und Grünflächenangebot kann 
eine ausgeglichene Nutzung fördern. 
Sportlandschaft. 
Die neue Sportanlage Nord und die wei-
teren Sportflächen sind  innerhalb des 
Landschafts
 r
aumes von Kreuzfeld an-
geordnet. Damit werden einerseits das 
Basketballfeld und die multifunktionalen 
Kleinspielfelder der Grünen Mitte mit den 
Schul
 s
tandorten und Spielflächen zu Clus-
tern vernetzt. Andererseits entwickelt sich 
um den Standort der Sportanlage Nord eine 
bunte Sport- und Spiellandschaft, die von 
agriurbanen Flächen umgeben ist und so 
Teil des landschaftsgeprägten Stadtrau-
mes wird. Verknüpft werden die vielfältigen 
Spor
 t
- und Spielangebote der Grünen Mitte 
durch eine Rad- und Laufstrecke, die zudem 
Sportflächen Sek I
Sportflächen Sek II
Sportanlage Nord
Multifunktionale Kleinspielfelder
Sport-Loop
Bestehende Schulsportanlage
Basketballfeld
Legende
Die Gestaltung der Sportflächen sollte trotz notwendiger Sicher-
heitsmaßnahmen funktional und optisch in die Freifläche integriert 
werden und den offenen Charakter der Grünräume unterstützen.
2.5.6 Sport - und Spiellandschaft
Integrierte Planung

Abb. 178: Sportflächentypologien
163
2. Multifunktionale Kleinspielfelder. 
Sie eignen sich zum Spielen von Handball, 
Fußball, Basketball, Volleyball, Tennis und 
Badminton. Die  multifunktionalen Kleinspiel-
felder liegen verteilt innerhalb der grünen 
M
itte und bilden angegliedert an die Kampf -
bahn Typ C mit ihr die Sportanlage Nord.
3 Felder à 22 m x 44  m inkl.  Sicherheitsabstand
1. Sportanlage Nord. 
Die Sportanlage Nord mit einer Kampfbahn 
Typ C ist die größte Sportfläche in Kreuzfeld. 
Sie entspricht der DIN 18035-1 und eignet 
sich für Fußball und Leichtathletik, Schul-, 
Vereins- sowie Freizeitsport. Durch die an-
grenzenden Grünräume und begleitenden 
Vegetationsflächen kann sie sich produktiv 
in die Landschaft integrieren. 
3. Basketballfeld. 
Standardgröße nach DIN 18035-1, auch ge-
eignet für Wettkämpfe nach FIBA. 
Das Basketballfeld liegt zentral und direkt 
angegliedert an die Sportanlagen der wei-
terführenden Schule der Hood Drei inner -
halb der Grünen Mitte.
1 Feld à 19 m x 32 m inkl. Sicherheitsabstand
4. 
Außensport an den weiterführenden 
Schulen.
Die weiterführenden Schulen werden tags-
über die Großsportanlage mitbenutzen. Auf 
jedem der Schulhöfe wird zusätzlich je ein 
Kleinspielfeld angelegt.
2 Kleinspielfelder à  20 x 26 m 
+ Weitsprunganlage 
+ Kurzstreckenbahnen
5. Grundschulen. 
Für die Grundschulen werden Außensport -
flächen auf den eigenen Schulhöfen ange-
legt.
 
3 Kleinspielfelder à 15 x 30 m
+ Weitsprunganlage 
+ Kurzstreckenbahnen
SPORTANLAGE NORD
Kampfbahn Typ C 
Großspielfeld 
400 m Kreisbogenbahnen (4 Bahnen)
130 m Einzelbahnen (6 Bahnen)
 
+ Leichtathletikeinrichtungen  
+ 
  
Ergänzungsflächen und  
separate Wurfanlagen
+ Vereinsheim
+ 
 multifunktionale Kleinspielf
elder  
(2 Felder)
+ Laufstrecke 1 x ca. 2,1 km1. 
2. 3. 4. 5.

Sportstation. 
Entlang des Sport-Loops  können sich kleine 
Inseln für Bewegung anschließen. Von Yoga 
bis HIIT kann hier jederzeit trainiert werden. 
Abb. 179: Quirijn Park, Tilburg (NL) I Karres en Brands Abb. 180: Sport und Spiel sind Teil des Parks I Karess 
en Brands
164
Die drei multifunktionalen Kleinspielfelder à 
22
 m auf
 44
 m inklusiv
e einer Sicherheits
 z
one 
befinden sich auf dem gesamten Gelände. Die 
Größe ist geeignet für Handball, Fußball, Bas-
ketball, Volleyball, Tennis und Badminton. Ein 
Bask
etballfeld mit Standardgröße kann in der 
Grünen Mitte bespielt werden. Zwei weitere  
kleine Rundsportplätze für 3  x  3-Bask etball 
be finden sich ebenso im P
ark. 
Da das Basketball- und ein Kleinspielfeld in 
den verbindenden Parks liegen, ist es wichtig,  
sie gestalterisch in diese einzubinden. Die 
Spielflächen sollt
en trotz notwendiger Sicher-
heitsmaßnahmen funktional und optisch in 
die F
reifläche integrieren werden und den of-
fenen Charakter der Grünräume unterstützen. 
A
uch hier eine Multicodierung von Elemen -
ten wie Ballzäunen und großen Tartan flächen  
genutzt werden. Ballzäune etwa können be -
pflanzt oder als individuelles Objekt gestaltet  
werden – große Flächen für Sportanlagen  
sollten hingegen farblich abgestimmt und 
immer
 auch auf Regenwasserretention bei 
Starkregenfällen ausgelegt sein.
Klein- und Multisportanlagen. 
Um eine ausgewogene Anbindung der fünf 
Hoods an Sportangebote zu gewährleisten, 
werden ein Basketballfeld und ein multi-
funktionales Kleinspielfeld innerhalb des 
Quartiers vorgesehen.
Innerhalb der Grünen Mitte sind sie nahe den 
Standorten der weiterführenden Schulen  
platziert und gut über den inneren Hood-
L
oop-Weg sowie die Parkwege erreichbar. 
Im Norden ergänzen zwei multifunktionale  
Kleinspielfelder das Sportangebot der Sport -
anlage N
ord. Die Standorte dieser Sportplät-
ze berücksichtigen auch die Minimierung der  
Lärmbelastung für die angrenzende Wohn -
bebauung. Die Barrierefreiheit wird an allen  
Standorten mitgedacht, sodass  die Erreich-
barkeit auch für mobilitätseingeschränkte 
M
enschen jederzeit gewährleistet ist.
Klein- und Multisportanlagen
Die Gestaltung der Sportflächen sollte sich trotz notwendiger  
Sicherheitsmaßnahmen funktional und optisch in die Freifläche integ-
rieren und den offenen Charakter der Grünräume unterstützen.
Integrierte Planung

„ U m eine ausgewogene Anbindung 
der fünf Hoods an Sportangebote 
zu gewährleisten, werden ver-
schiedenartige Sportflächen über 
das Quartier verteilt. ”
165

Abb. 181: Integrierte Sport- und Spiellandschaft um die Sportanlage Nord
166
heims angeboten werden. Von der Kuppen 
des Walls aus bietet sich ein ansprechender 
Blick über Kreuzfeld und seine landwirt -
schaftliche Umgebung. Erreichbarkeit und 
Z
ugänglichkeit zum Sportkomplexe werden 
durch separate Zugänge und eine Zufahrt 
für Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen 
sowie die Feuerwehr gewährleistet.
Das Parken wird in das direkt angrenzende 
Mobilitätszentrum der Hood Drei integriert. 
Vereinsheim und Betriebsgebäude sind in 
den Erdwall eingelassen und sowohl straßen-
seitig als auch von den Sportanlagen aus er-
schlossen. Auf Höhe des Vereinsheims kann 
der
 Lärmschutzwall als Stützmauer ausge -
formt werden, der so für zusätzliche Sport -
Sportanlage Nord. 
Mit der Sportanlage im Norden des neuen 
Stadtteils werden eine DIN-gerechte An -
lage für Schul- und Wettkampfsport sowie 
ein Gr
oßspielfeld für Fußball und zwei mul -
tifunktionale Kleinspielfelder geschaffen. 
L
eichtathletikanlagen sowie ein Großsport -
feld und zwei Kleinsportfelder sind neben 
agriurbanen Flächen und Spielangebo
ten 
gut erreichbar in die Landschaft integriert. 
Aus Lärmschutzgründen ist die Großsport -
anlage von einem Wall umgeben. Dieser kann 
zudem als 
vielseitiges Gestaltungselement 
für weitere Sportnutzungen und Spielange -
bote entwickelt werden. Es könnte etwa eine 
Lauf
strecke in die Topografie integriert, Zu -
schauertribünen im Hang eingelassen oder 
eine Kle
tterwand in der Nähe des Vereins -
Klein-
spielfelder
Wurfanlage
Großspielfeld
Vereinsheim
Laufstrecke
Lärmschutz
Lärmschutz
Lärmschutz
Tribüne
Tribüne
Spielplatz mit 
Bewegungs-angebot
Kreisbogenbahn
Kurzstreckenbahnen
Sportanlage Nord
Integrierte Planung

Abb. 182: Klassischer Lärmschutzwall 
Abb. 183: Tribüne und Pfad auf Wallkamm
Abb. 184: Lärmschutzwall mit Stützmauer
Abb. 185: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loidl
Abb. 186: Baakenpark, Hamburg I Ateloer Loidl
167
einrichtungen wie Kletter-/Boulderwände, 
Ballsportarten oder allgemeine Fitnessakti-
vitäten nutzbar ist. Böschungen (im Verhält-
nis 1:3) bieten die Möglichkeit, Zuschauer -
tribünen auf abgestuften Grashängen oder 
eingelassenen Sitzbalk
en zu modellieren.
INFOBOX: SPORTANLAGE NORD
Kampfbahn Typ C
Großspielfeld für Fußball 68 m x 105 m
im Rundbahninnenraum
4 Kreisbogenbahnen (400 m)
6 Einzelbahnen für gerade Sprint-  
und Hürdenstrecken (130 m inkl.  
Start- und Auslaufzonen)
+ 
 
Leichtathletikeinrichtungen  
(Kugelstoßanlage, Hochsprungan-
lage, Weit- und Dreisprunganlage, 
Stabhochsprunganlage)
+ separate Wurfanlagen 
+ Ergänzungsflächen
+ 
 V
ereinsheim (350 m²) mit  
Umkleiden, Sanitäranlagen, Lager
+ zwei multifunktionale Kleinspielfelder
+ informelle Laufstrecke
+ Zuschaueranlage
+ Flutlichtanlage
+ 
 S
tellplätze für  
Mobilitätseingeschränkte
Flachere Böschungen (im Verhältnis 1:3 
bis 1:8) können für Spielplätze, allgemeine  
Erholungszwecke, Baumpflanzungen, Wild
-
blumen
wiesen oder produktive Landschaften 
genutzt werden. Damit können neue Gestal-
tungsideen im Übergang zwischen Sportan -
lage Nord und der produktiven Landschaft 
ge
funden werden. Sie laden die Anwoh -
ner*innen und Besucher*innen zum spieleri-
schen Entdecken der Stadtlandschaft ein.
Dur
ch all diese Maßnahmen entsteht ein 
Sportgelände mit unverwechselbarem Char-
akter: eine einzigartige Kombination aus Park, 
Spiel,
 Erholung und Sport in einer multifunk-
tionalen Nachbarschaft, die Bewohnende der 
umliegenden S
tadtteile aktiv einlädt.

Abb. 187: Spielflächen mit Alluvialpark
168
in deren Gestaltung integriert. Der Spiel-
platz der Hoodmitte ist jeweils circa 1.000 m²  
groß und leicht einsehbar. Durch die ge-
schützte Lage und gute Erreichbarkeit kann 
der Spielplatz von den Kindern der Nachbar-
schaft auch eigenständig genutzt werden. 
Nur Spielplätze, die größer als 1.000 m² sind, 
werden in die Berechnung der flächenrele-
vanten Spielplätze einbezogen. Daher ist es 
auch möglich, weitere kleinere Angebote in 
den Kreuzfelder Hoods und den angrenzen-
den Freiräumen zu integrieren, die beispiels-
weise aus einzelnen Elementen bestehen 
oder von Anwohnenden gepflegt werden. 
Jede Wohneinheit verfügt über mindestens 
einen Spielplatz, der in weniger als zwei Mi-
nuten zu Fuß erreichbar ist. Insgesamt gibt 
es 16 Spielplätze verschiedener Typologien 
und Größen.
Spiellandschaft. 
Für Kreuzfeld wird ein gut erschlossenes 
Netzwerk aus unterschiedlichen Spielplatz -
anlagen geplant. Die Standardkonfiguration  
der Anlagen wird dabei umgestaltet, um 
vielfältige und wiedererkennbare Spielland-
schaften zu schaffen, die anstatt eines stan-
dardisierten Layouts eine dynamische und 
integrierte Spiellandschaft entstehen lassen. 
Die Spielplätze in Kreuzfeld haben ihre eige-
nen Merkmale und sind Teil der verschie-
denen Landschaften des neuen Quartiers. 
Allu
 vialpark
, Grüne Mitte und Sportland-
schaft haben Einfluss auf die Gestaltung 
der dort verorteten Spielflächen. Diese sind 
innerhalb der Landschaften klar definiert. 
Innerhalb der Quartiere sind öffentliche 
Spielplätze Teil der Hoodmitten und werden 
Legende
Spielflächen
Landschaftsspielplatz (2x)
Großspielplatz (7x) 
Hoodspielplatz (5x)
Parkschulhöfe (2x)
Sportspielplatz (1x)
Waldspielelemente (optional) (1x)
Die Spielflächen in Kreuzfeld sind vielfältig und ein integraler Teil des 
neuen Quartiers. Alluvialpark, Grüne Mitte und Sportlandschaft haben 
Einfluss auf die Gestaltung der dort verorteten Spielflächen.
Integrierte Planung

169
Hoodspielplätze. 
Ein Spielplatz befindet sich im Zentrum jeder Kreuzfel-
der Hood, integriert in die Hoodmitte. Die Spielelemente 
sollen für Klein
 kinder
 und ältere Kinder nutzbar sein. Es 
ist ein Quartiersspielplatz.
 
5 x 530 – 1.200 m²
Großspielplätze. 
Diese befinden sich in der Grünen Mitte um die Hoods 
Eins und Zwei sowie im Alluvialpark. Sie sind von ihrer 
Größe her ähnlich, können sich aber in Aussehen und 
Programm unterscheiden.
7 x 1.000 – 1.100 m²
Sportspielplatz. 
Dieser Spielplatz beherbergt einen Skatepark und einen 
Großspielplatz. Er befindet sich neben der Sportanlage 
Nord und bietet weitere aktive Spielmöglichkeiten in der 
Nähe zu Sport und Bewegung an.
1 x 1.682 m²
Landschaftsspielplätze. 
Diese Areale sind Spielplätze in einer natürlichen, park -
ähnlichen Umgebung, in denen Kinder frei spielen kön-
nen. Sie befinden sich in der Grünen Mitte. In Köln-Kreuz-
feld werden zwei Landschaftsspielplätze angeboten.
2 x 1.500 – 1.900 m²
Schulhöfe. 
Die Schulhöfe der weiterführenden Schulen sind Spiel- 
und Sportplatz zugleich. Sie befinden sich in der Grünen 
Mitte. Durch ihre integrierte Gestaltung sind sie auch nach 
Schulschluss nutzbar und gehen fließend in den Park über.
Der planungsursächliche Mehrbedarf an öffentlichen 
Spielplatzflächen nach KoopBLM wird im weiteren Pla -
nungsprozess validiert.
Waldspielelemente für alle Altersgruppen. In den be-
stehenden Wald integrierte kleine Spielflächen.
1 x 50 – 150 m²
Abb. 188: Spielflächentypologien

Abb. 191: Großsportfeld im Norden I Doug and Wolf for ADEPT + Karres en Brands
Abb. 189: Middelfart, Dänemark I ADEPT + Karres en Brands
Abb. 190: Naturspiel I Karres en Brands
170
Natur spielerisch entdecken.
Bei den großen Landschafts-
spielplätzen soll besonders das 
Spielen, Lernen und Entdecken 
der Natur im Fokus stehen. Eine 
naturnahe Gestaltung fördert 
dieses Vorhaben.
Viel Platz zum Spielen. 
Die Großspielplätze bieten die 
Chance, eine zusammenhängen-
de Spiellandschaft zu schaffen, 
die den Freiraum miteinbezieht.
Parkschulhof. 
Die Schulhöfe und Freiflächen 
sind offen und multifunktional 
gestaltet, sodass die Kinder sich 
den Raum spielerisch aneignen 
können.

Abb. 192: Kwekerij, Hilversum I Karres en Brands
Abb. 193: Aktive Parkränder I Karres en Brands
Abb. 194: Naturspiel im Wald I Karres en Brands
Abb. 195: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
171
Der Wald als Spielplatz. 
Der bestehende Wald des Alluvial-
parks kann eine wunderbare Basis 
für kleine Interventionen bieten, die 
den Park als Ziel für Anwohnende 
allen Alters interessant machen.
Anregung zur Bewegung. 
Sport und Spiel liegen dicht bei-
einander. Der Sportspielplatz führt 
spielerisch an unterschiedlichste 
Sportarten heran und soll auch ger-
ne von den Großen genutzt werden.
In der Mitte. 
Ein sicherer und nahgelegener 
Ort zum Toben liegt im Zent -
rum einer jeden Hood. Durch 
die Nähe zu Café und Eisdiele 
können Eltern und Kinder ent -
spannt ihre Freizeit verbringen.

172
Flexibilität und Adaptivität. 
Die Multicodierung der Pausenhöfe von wei-
terführenden Schulen erzeugt eine Verdich-
tung von Nutzungen und lässt sich flexibel  
an Anforderungen anpassen. Auch im ge-
schlossenen Raum werden flexible Struktu-
ren eingerichtet, sodass wichtige Gebäude 
wie das Bürgerhaus+ auf sich ändernde Um-
stände angepasst werden können.
Bei sich ändernden Bedarfen wird es immer 
möglich sein, Ausbaumöglichkeiten der ak -
tuellen Konzepte zu prüfen. Wichtig ist auch 
die Förderung anwohnergestützter Initia -
tiven bei lokalen Bedarfen oder zur zusätz
-
lichen Qualit
ätssicherung. Eine Prüfung der 
Zugänglichkeits- und Nutzungsreglemen-
tierungen der städtisch unterhaltenen Flä -
chen sollte dabei ebenso ein verhandelba -
res Element bleiben. Auch die Verwendung 
multifunktionaler Elemente in der Errich-
tungsphase zählt dazu.
Ausblick. 
Mit Blick auf die technische Masterplanung 
wird in der kommenden Phase eine Vertie-
fung des Bildungs-, Spiel- und Sportflächen-
konzepts vorangetrieben. Eine genaue Pla -
nung der Programmierung und Gestaltung 
dieser Flächen stützt das Bestreben danach, 
eine individuelle und hochwertige Bildungs-
landschaft für Kreuzfeld zu schaffen. Dabei 
werden auch Optimierungsmöglichkeiten 
der bisherigen Planung ausgewertet und mit 
Blick auf die Projektfinanzierung geprüft, 
ob und wie auf Fördermittel zugegriffen 
werden kann. Für die weitere Entwicklung 
der Bildungslandschaft ist eine integrierte 
Vertiefung der einzelnen Bestandteile not -
wendig. Bedarfe, Funktionalitäten und Trä -
gerschaft der Bildungseinrichtungen sowie 
Freiflächen sollen weiter konkretisiert und 
stärker miteinander verknüpft werden.
2.5.7 Ausblick
Integrierte Planung

„ U m die ambitionierten Qualitäten 
und die Flexibilität der heute  
entwickelten Bildungs- und 
Sportlandschaft weiterzuführen, 
ist es wichtig, Prinzipien wie die 
Multicodierung dieser Flächen  
zu sichern. “
173

3.  Kreuzfelder 
Hoods

176
3.1 Kr euzfelder Hoods
Hoods erzeugen dabei das Gesamtnarrativ 
der künftigen Entwicklung Köln-Kreuzfelds. 
Allgemeines zu den Kreuzfelder Hoods. 
Der neue Stadtteil besteht aus fünf verschie-
denen Hoods und der Erweiterung Blumen-
bergs. Die Hoods erzeugen einen gemeinsa-
men Stadtraum, weisen aber jeweils einen 
eigenen Charakter auf. Dieser Charakter 
variiert, denn von Ost nach West ändern die 
Typologien ihre Ausprägung auf einer Skala 
von städtisch zu landschaftsorientiert. 
Die Baufelder der Hoods weisen verschie-
dene Größen für unterschiedliche Entwick -
lungsprozesse auf. Jedes Baufeld liegt so-
wohl an der jeweiligen Mitte der Hood als 
auch direkt am übergeordneten Freiraum. 
Die Hoods sind in ihrer Ausformung flexi-
Das vorliegende Kapitel stellt die einzelnen 
Nachbarschaften, die sogenannten Kreuz -
felder Hoods, vor. Es bietet eine integrierte 
Sicht der zuvor in einzelnen Kapiteln be-
schriebenen Teilaspekte. Auf den folgenden 
Seiten finden sich entsprechend Darstellun-
gen mit reduzierter Flughöhe, die den Blick 
weg vom Gesamtensemble hin zum Blick 
auf das Leben zwischen den Häusern len-
ken. Es wird illustriert, welche unterschied-
lichen Profilierungen die einzelnen Hoods 
aufweisen, welche Atmosphären und wel-
che Alltagssituationen entstehen könnten. 
Ergänzt werden diese Visionen durch kon-
krete Kennzahlen zu Einwohner*innen, Flä -
che, Nutzungen und vielem mehr, um den 
Zielen der Integrierten Planung auf überge-
ordneter Ebene Rechnung tragen zu kön-
nen. Die singulären Stimmen der einzelnen 
Die fünf Kreuzfelder Hoods sind eine Mischung aus Stadt und Dorf. 
Sie bilden eine vielfältige und doch zusammenhängende Infrastruk-
tur, in deren Mittelpunkt Gemeinschaft und Austausch stehen. Durch 
ihren zentralen Freiraum, die Grüne Mitte, werden sie zu einer wie-
dererkennbaren Adresse. Die einzelnen Hoods sind konzentrierte 
urbane Cluster, die der Natur trotzdem maximalen Raum geben. Auf 
diese Weise werden die landschaftlichen Qualitäten und Potenziale 
des Areals optimal genutzt.
Kreuzfelder Hoods

Abb. 196: Verortung der Kreuzfelder Hoods
177
bel. Durch eine robuste Grundstruktur kann 
während des langfristigen Entwicklungspro-
zesses des neuen Stadtteils flexibel auf sich 
ändernde Rahmenbedingungen reagiert 
werden.
Alle Hoods sind als lebendige Cluster um 
einen innenliegenden, zentralen Platz orga -
nisiert, die sogenannten Hoodmitten. Hier 
trifft neue Mobilität auf Gemeinschaftsräu-
me, neue Arbeitswelten auf attraktive Frei-
räume – es entstehen lebendige Subzentren, 
die die Menschen zusammenbringen. Die 
Ränder der Hoods gehen in die Landschaft 
über. Umlaufende Wege geben der Nach-
barschaft Zugang zu dem spannenden Ort 
des Übergangs und verbinden sich mitein-
ander, um schlussendlich in den Hood-Loop 
überzugehen – die zentrale Verbindung mit 
dem Rad oder zu Fuß in Woodhood.
Am Hauptankunftspunkt am Bahnhof Blu-
menberg entsteht ein städtisches Zentrum 
mit den wichtigsten Sozial- und Dienstleis-
tungsinfrastrukturen. Auf diese Weise wer -
den der bestehende Bahnhof und Blumen-
berg mit der neuen Stadtstruktur verbunden 
und können von ihr profitieren. Die somit 
urbanste Hood im Osten wird entlang eines 
zentralen Rückgrats zu einem Spiegelbild 
des Aufbaus von Blumenberg. 
Jede Hood hat ihre eigene Identität, 
die sich in Nutzungen, städtebaulich-
freiraumplanerischer Gestaltung 
und Atmosphären widerspiegelt.
Hood Eins
Hood Zwei
Hood Drei
Hood Vier
Hood Fünf
Blumenberg
Legende

178
Egal, ob neu in Köln-Kreuzfeld oder bereits Bewohner*in – Hood Eins 
heißt jeden willkommen. Schon beim Aussteigen aus der S-Bahn ist 
die dichte und urbane Bebauung zu erkennen. Großstadtfüchse kön-
nen hier in kurzer Distanz Einkäufe erledigen, im Café neue Freund*in-
nen treffen, Triathlet*innen absolvieren ihr Schwimmtraining im neuen 
H
allenbad. Urbanes Gewimmel herrscht auch unter der Woche, Eltern 
mit Lastenrädern fahren den Nachwuchs in die Kita und treffen sich 
danach zum Woodhood-Waldbaden. Praktisch, dass alles fußläufig 
und in kurzer Distanz zu erreichen ist! Es wundert also wenig, dass die 
Schüler*innen Wettrennen veranstalten. Und für manch einen gibt es 
in der Grünen Mitte mehr zu entdecken als im Klassenraum. Am Wo-
chenende gibt es endlich wieder ein Konzert, Anlass ist die Vernissage 
der
 Kreuzfelder Künstler*innen. Werktags treffen sich die Nachbar*in-
nen und Vereinsmitglieder in den Räumlichkeiten, zum Beispiel um die 
neuen Baugemeinscha
ften aus der Nachbarhood kennenzulernen. 
Hood Eins –  Von Holz, Hasen und Großstadtfüchsen
Kreuzfelder Hoods
Detaillierte Flächenangaben
Gewerbe
Hooddichte von 1,28 – 4,67 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von 1.070 bis 1.200
Einwohner*innen ca. 2.450
BGF Wohnen: rund 96.100 m² (50 %)
BGF Gewerbe: rund 14.700 m² (8 %)
BGF Gesundheit  
inkl. Schwimmhalle: rund 10.700 m² (6 %)
BGF Öffentl. Nutzung: rund 30.700 m² (16 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 16.000 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 22.300 m² (12 %)
Anteil privates Grün: rund 30.200 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 7.900 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.200 m²

179
Abb. 197: Lageplan
Lärmschutz
Permakultur
Spielplatz
Feuerwache
Mercatorstraße
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Ärztehaus
Bürgerhaus+
Wasserretention
Kita
Kita
Kita
Quartiers-
platz
Station
Kreuzfeld
Lebensmittelmarkt
Woodhood
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schulhof
Schule
Schule
Supermarkt
Förderschule
Baugemeinschaft
Baugemeinschaft
Schwimmhalle
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Generationenhaus
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
Sportwiese
Wasserretention
Dauer- und solitäre 
Kurzzeitpflege

Abb. 198: Axonometrie Geschossigkeiten
Abb. 199: Axonometrie Nutzungen
180
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende

Abb. 200: Axonometrie

182
Woodhood heißt hier wetterfest und wassernah. Die Stadt mit ihrer 
Dachlandschaft und grünen Straßenräumen funktioniert als Schwamm. 
Nach einem starken Gewitter können Gummistiefel angezogen, der 
Geruch des Regens wahrgenommen und durch die Hoodmitte gewatet 
werden. Die Kinder lieben den Wasserspielplatz, der seinem Namen alle 
Ehre macht. Auch die Schule nutzt die Freiräume gerne, um außerhalb 
des Klassenzimmers Wissen zum Thema Wasser als Ressource zu ver-
mitteln. Die kleinen Kinder lernen früh, wieso der Boden in dieser Hood 
besonder
s im Sommer atmen muss und kann, wieso es sich lohnt, 
(Wohn-) Flächen zu teilen und dass auch Gebäude einen Fußabdruck 
haben. Wasserliebende jeden Alters wohnen hier, die Unterschiede 
machen das Zusammenleben spannend, mit geteilten Ressourcen 
unterstützt jeder dort, wo er kann. Was Nachbarschaft heißt, wird auch 
im Mehrgenerationenhaus und  von gemeinschaftlichen Wohnformen 
gelehrt.
Hood Zwei –  Mit Kölnquappen im Regen tanzen
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,45 – 4,00 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von 910 bis 1.025
Einwohner*innen ca. 2.100
BGF Wohnen: rund 82.000 m² (73 %)
BGF Gewerbe: rund 8.800 m² (8 %) 
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 10.900 m² (10 %)
BGF Bildung: rund 11.000 m² (10 %)
Anteil privates Grün: rund 24.100 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 8.000 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.200 m²
Detaillierte Flächenangaben

Abb. 201: Lageplan
Gewerbe
Gewerbe
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
SportSchulhof
Schulhof
Park
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schule
Kita
Kita
Generationenhaus
Wasserretention
Wasserretention
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Landschafts-
spielplatz
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Dauer- und solitäre 
Kurzzeitpflege
Quartiers-
mitte
Kita Kita
Quartiers-
platz
Station
Kreuzfeld
Lebensmittelmarkt
GewerbeSchulhof
Schule
Baugemeinschaft
Schwimmhalle
Bürgerhaus+

Abb. 202: Axonometrie Geschossigkeiten
Abb. 203: Axonometrie Nutzungen
184
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 204: Axonometrie

186
Egal ob Triathlet*in oder Turner*in, in Woodhood kommt jede*r auf  
seine Kosten. Genau hier, im Norden von Hood Drei, kommen  
Freizeitsportler*innen und Interessierte zu beinahe jeder Tageszeit 
zusammen.
 Nach der Vereinssitzung trifft man sich gerne an einem 
der Büdchen. Obgleich Hood Drei die flächenmäßig kleinste Hood 
ist, kommen hier regelmäßig viele Menschen zusammen. Nicht nur zu 
Sportveranstaltungen, sondern auch an den offenen Werkstatttagen 
wird das Hood-Handwerk sichtbar. An zwei Wochentagen ist der  
lokale Markt der Magnet zwischen den Nachbarschaften: Es ist genau  
erkennbar, wo welches Gemüse angebaut wurde und was gerade  
Saison hat. Beeindruckend, wie viel die Menschen tatsächlich selbst 
v
or Ort produzieren. Das Über- und Nebeneinander vielfältiger Funk-
tionen und Stadtbausteine macht diese Hood besonders beliebt, und 
is
t vor allem etwas für jene, die das und dem oder vorziehen. 
Hood Drei –  Von Loopläufern und dem SV Turnveedel
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,72 – 2,76 GFZ
Durchschn. Geschosse: 4 Stockwerke 
Wohneinheiten von ca. 350
Einwohner*innen ca. 800
BGF Wohnen: rund 31.500 m² (50 %)
BGF Gewerbe: rund 5.800 m² (9 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 5.100 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 21.200 m² (33 %)
Anteil privates Grün: rund 17.100 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 1.500 m²
Anteil Spielflächen: rund 500 m²
Detaillierte Flächenangaben
Landschafts-
spielplatz

187
Abb. 205: Lageplan
Blumenbergsweg
Gewerbe
Gewerbe
Hood-Loop
Obstwiese
Lärmschutz
Sportspiel-
platz
Sport
Lärmschutz
Generationen-
haus
Generationen-
haus
Handwerker-
höfe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Wasserretention
Förderschule
Ärztehaus
Schule
Schulhof
Quartiers-
mitte
Schule
Schule
Schule
Schule
Schulhof
Schulhof Sport
Sport
Spielplatz
Landschafts-
spielplatz
Landschafts-
spielplatz
Schulhof
Schulhof
Kita
Kita
Wochenmarkt
Mobilitäts-
zentrum
(Hoodhub)
Mobilitäts- und 
Jugendzentrum
(Hoodhub)

Abb. 206: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
188
Abb. 207: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 208: Axonometrie

190
Gleise
In Hood Vier geht es vor allem um das Miteinander. Jeder passt auf 
jeden auf, wer alt genug ist, kann bei der Hausaufgabenbetreuung, 
wer noch älter ist, kann Geschichten von früher erzählen. Hood vier 
ist gemacht für Menschen; die, die dort leben und arbeiten und  
solche, die sie dort besuchen und ihre Freizeit verbringen. Wer sich 
nicht entscheiden möchte, ob er nun das Stadt- oder Landleben will, 
ist in Hood Vier hier genau richtig. Umgeben von frisch aufgeforste-
ten Flächen lädt nicht nur die Grüne Mitte zum Spielen ein, auch das 
Umland verzaubert. Die Häuser sind gerade so hoch, dass aus dem 
obersten Stock noch im Blick behalten werden kann, was im Umfeld 
passiert.
Hood Vier – Neue Bio-Büdchen zum Bützen
Kreuzfelder Hoods
Detaillierte Flächenangaben
Hooddichte von 0,63 – 3,18 GFZ
Durchschn. Geschosse: 3 Stockwerke 
Wohneinheiten von 630 - 640 
Einwohner*innen ca. 1.440
BGF Wohnen: rund 56.400 m² (62 %)
BGF Gewerbe: rund 4.900 m² (5 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 6.100 m² (7 %)
BGF Bildung: rund 23.800 m² (26 %)
Anteil privates Grün: rund 32.700 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 3.000 m²
Anteil Spielflächen: rund 500 m²

Abb. 209: Lageplan
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Gewerbe
Schule
Schule
Schule
Wochenmarkt
Schulhof
Hood-Loop
Landschafts-
spielplatz
Wiese
Gleise
Sport
Schulhof
Generationenhaus
Seniorenwohnheim
Kita
Kita
Kita
Quartiers-
mitte
Park
Mobilitäts- und
Jugendzentrum
(Hoodhub)

Abb. 210: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
192
Abb. 211: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 212: Axonometrie

194
Nachbar*innen laden zur Dachterassenparty ein! Dort pflanzen  
sie Gemüse und Kräuter, die die exponierte Sonnenlage benötigen. 
Die Vorteile des Landlebens werden hier kombiniert mit urbanen 
Funktionen, ein Fakt, der nicht zum ersten Mal gestresste Innen-
stadtbewohnende anzieht und sie begeistert und erholt zurück-
lässt. Damit ausreichend Platz zum gemeinsamen Gärtnern zur 
Verfügung steht, sind die Häuser kleinteiliger, alles ist übersicht-
licher, die Hoodmitte erinnert hier eher an einen Dorfanger. Die 
Bewohnenden kennen und mögen sich und sind stolz darauf, was 
Hood Fünf alles für die übrigen Hoods tun kann. Die stadtnahe 
Landluft riecht hier vor allem nach Entschleunigung und Erholung. 
Hood Fünf– Kreuzfelder Gemeinschaftsgärten
Kreuzfelder Hoods
Hooddichte von 0,6 – 3,62 GFZ
Durchschn. Geschosse: 3 Stockwerke 
Wohneinheiten von 440 bis 565
Einwohner*innen ca. 1.300
BGF Wohnen: rund 50.900 m² (70 %)
BGF Gewerbe: rund 6.100 m² (8 %)
BGF Gesundheit: 0 m² (0 %)
BGF Öffentl. Nutzung: 0 m² (0 %)
BGF Mobilitätszentren: rund 5.600 m² (8 %)
BGF Bildung: rund 10.000 m² (14 %)
Anteil privates Grün:  rund 28.000 m²
Anteil öffentliches Grün: rund 3.200 m²
Anteil Spielflächen: rund 1.100 m²
Detaillierte Flächenangaben

Abb. 213: Lageplan
Gewerbe
Permakultur
Permakultur
Sport
Quartiers-
mitte
Gewerbe
Gewerbe
Gleise
Wiese Hood-Loop
Schulhof
Landschafts-
spielplatz
Generationenhaus
Essbarer
Wald
Schule
Kita
Kita
Mobilitätszentrum
(Hoodhub)
Bruchstraße

196
Abb. 214: Axonometrie Geschossigkeiten
1 Geschoss
2 Geschosse
3 Geschosse
4 Geschosse
5 Geschosse
6 Geschosse
Legende
Abb. 215: Axonometrie Nutzungen
Wohnen
Gewerbe+
Kita
Schulen
Öffentl. Nutzung
Gesundheit
S-Bahnhof
Mobilitätszentren
Legende

Abb. 216: Axonometrie

Abb. 217: S-Bahn-Infrastruktur in und um Köln-Kreuzfeld
Einführung. 
Köln-Kreuzfeld wird als Stadtteil geplant, in 
dem die Pkw-Infrastruktur so weit wie mög -
lich zugunsten des Langsamverkehrs (per 
F
uß und Rad) sowie des öffentlichen Nah -
verkehrs reduziert wird. Die Bewohner*innen  
Kreuzfelds sollen problemlos auf den eigenen  
Pkw verzichten können: weniger Autofahrten,  
mehr Bahn- und Busverkehr ist das Ziel. Damit  
das zukunftsweisende Mobilitätskonzept in  
Gänze erfolgreich umgesetzt werden kann,  
ist die Betrachtung von etwaigen Neu- und 
U
mgestaltungen der S-Bahn-Station und  
deren Umfeld essenziell. 
Anlass. 
Die Bahnanlage und die zugehörige Infra -
struktur sind in die Jahre gekommen und 
3.2 L upenraum S-Bahn-Station
generieren im aktuellen Zustand räumliche 
Nachteile. Mit einem maßgeschneiderten 
Ent
 wurf
 kann die S-Bahn-Station zu einem 
Ankerpunkt im räumlichen Gefüge werden, 
um Blumenberg und Kreuzfeld zu verbinden. 
Eine große Chance ist dabei die besondere 
Lage – die Station ist eingebettet in den Allu-
vialpark –, die den Charakter des neu entwi -
ckelten, grünen Stadtviertels Köln-Kreuzfeld 
w
eiter unterstützen kann. Ihre Lage und die 
Funktion als urbanes Bindeglied machen die 
Bahnanlage zu einem besonderen Baustein, 
den es angemessen zu entwickeln gilt. 
Angemessenheit in der Entwicklung bezieht 
sich dabei auf unterschiedliche Faktoren, vor  
allem aber auf die Funktion als künftiger 
Eingang eines belebten und begehrten Zu-
Ankommen in Köln-Kreuzfeld bedeutet: Verweilen wollen.  
Der Bahnhof und sein Umfeld sind Begegnungsräume, die die 
Stadtteile verbinden und an die Gesamtstadt anknüpfen. 
Kreuzfelder Hoods
198

Abb. 218: Treppenanlage der Station Blumenberg I 
Stadt Köln
Abb. 219: Bahnaufgang West I ADEPT
Abb. 220: Bahnsteig und grüne Umgebung I ADEPT
Abb. 221: S-Bahn-Anlage mit Ost- und Westaufgängen I Stadt Köln
Abb. 222: Infrastruktur der Station Blumenberg I ADEPT
Abb. 223: Rampenanlage der Station Blumenberg I Karres en Brands
kunftsquartiers. Die neue S-Bahn-Station in 
Kreuzfeld sollte daher mit Kapazitäten ge-
plant  wer
 den,
 die nachhaltig ausreichend 
Raum für Reisende, Radabstellanlagen, Taxi- 
und Busstände sowie weitere Infrastruk -
turen bieten. Ebenso kann auch die Sta -
tionsumgebung gestaltet werden, die eine 
zentrale Rolle in der Vernetzung direkt an-
grenzender Freiräume spielt. 
Durch den Austausch mit Blumenberger*in-
nen, relevanten Stakeholdern und den Nut -
zer*innen der Station heute konnte eine 
umfangreiche SWOT-Analyse des Raumes 
erstellt werden. So können die Chancen und 
199
das immense Potenzial des Raumes für die 
Zukunft skizziert werden. Es geht weniger da-
rum, wie der Raum konkret aussehen sollte,  
sondern vielmehr, was die S-Bahn-Station 
und ihr Umfeld leisten müssen.

Stärken – Wie sieht der Raum heute aus? 
Übergeordnetes. 
Die S-Bahn-Station Blumenberg befindet   
sich in einem grünen Umfeld. Die aktuell als  
Parkplätze genutzten Flächen auf der Blu-
menberger Seite befinden sich im Eigentum  
der DB und sind wertvolle Potenzialflächen.  
Es gab auch bereits Bemühungen, shared-
mobility-Konzepte zu implementieren. 
Raumspezifisches. 
Die überdachten Radabstellanlagen werden 
häufig frequentiert, sicheres Radabstellen 
ist schon heute möglich. 
Nutzungen. 
Einzelhandelsflächen bestehen bereits auf der  
östlichen Seite der S-Bahn-Station (Ausgang 
Blumenber
g), ihre Bedeutung kann durch  er-
gänz
ende Nutzungen gestärkt werden. 
Chancen – Welches  
Potenzial schlummert hier? 
Übergeordnetes. 
Der S-Bahn-Haltepunkt ist ein elementares 
Bindeglied zwischen Kreuzfeld und Blumen-
berg. Falls größere Investitionssummen zur 
Verfügung stehen, gibt es einen hohen Frei-
heitsgrad bei der Gestaltung. 
Lage. 
Mit der S-Bahn erreicht man in wenigen Mi-
nuten die Kölner Innenstadt. Eine verlässli-
che ÖPNV-Anbindung macht den Standort 
Kreuzfeld damit auch für Pendler*innen in-
teressant und kurbelt die Besucher*innen 
und Kund*innenfrequenzen an. Das zu er -
wartende Besucheraufkommen kann für 
eine Belebung des gesamten Umfeldes 
sorgen und somit Angsträume reduzie-
ren. Die Lage des Bahnsteigs im Alluvial-
park birgt Potenziale mit Blick auf Aufent- 
haltsqualitäten und Sichtbeziehungen. 
Raumspezifisches. 
Die Neugestaltung des S-Bahn-Umfelds 
birgt die Chance, Infrastruktur zu ergänzen 
und auszubauen, etwa um ein barrierefrei-
es Fußgängerwegenetz, Mobilitätszentren, 
Fahrradparken sowie andere Nutzungen im 
öffentlichen Raum.
Sichere, wettergeschützte und qualitäts-
volle Radabstellanlagen erleichtern den 
Umstieg vom eigenen Pkw auf das Rad als 
präferiertes Verkehrsmittel. Die besondere 
Bedeutung des Radverkehrs in Köln-Kreuz -
feld muss schon hier mitgedacht werden. 
Die unterschiedlichen Höhenlevel zwi-
schen dem Bahnsteig und dem Anschluss 
zum jeweiligen Stadtviertel erzeugen ein 
spannendes gestalterisches Potenzial. Zur 
Herstellung von Barrierefreiheit braucht es 
Aufzugsanlagen bis auf die Gleisebene auf 
beiden Seiten der Station. 
Nutzungen. 
Es werden neue Nutzungen auf beiden Sei -
ten der S-Bahn-Station implementiert. Soge-
nann
te Ankernutzungen lenken Besucher -
ströme zwischen Blumenberg und Kreuzfeld. 
D
as neu ergänzte Angebot muss sensibel auf 
Herausforderung und Chance zugleich ist die mittig durch das Pla-
nungsareal verlaufende S-Bahn-Anlage der Verbindung Blumenberg-
Kreuzfeld. Das offene Stück Gleisführung wird von zwei Haltestellen 
eingeklammert, die als Vermittler zwischen Ost und West, aber eben 
auch der grünen Nord-Süd-Verbindung wirken.
200

die bereits bestehenden Angebote reagieren 
und darf hierzu keine Konkurrenzen erzeugen. 
Entwicklung. 
Die engagierte Stadtgesellschaft kann auf 
dem Weg der Umgestaltung mitgenommen 
werden und sich gegebenenfalls Möglich-
keiten der Aneignung sichern. So entsteht 
auf natürliche Weise ein Verantwortungs-
bewusstsein für den Raum, die Gefahr von 
Vandalismus sinkt. 
Schwächen – Wo weist  
der Raum heute Mängel auf?
Übergeordnetes. 
Es gibt lediglich unterdimensionierte bzw. 
nicht vorhandene fußläufige Infrastruktur in 
Richtung Kreuzfeld, sowohl auf Bahnsteig-
ebene als auch im umliegenden Wegenetz. 
Die S-Bahn-Station und das Umfeld sind 
nicht barrierefrei. 
Auch die existierenden Treppenanlagen sind 
in die Jahre gekommen und für Menschen 
mit Mobilitätseinschränkungen kaum zu be-
wältigen. 
Raumspezifisch. 
Während die etwa 260 m lange Bahnanla -
ge die Stadtviertel in Zukunft von Ost nach 
West verbinden wird, ist sie heute eine spür-
bare Zäsur im Landschaftsraum des Alluvial
-
park
s, die durch die beidseitige Wallanlage  
von 5 m Höhe weiter verstärkt wird. Trep-
penanlagen, Rampe und Bahnsteig weisen  
bauliche Mängel auf. Die Orientierung ist 
eingeschränkt, ein urbaner Charakter des 
Stationsumfeldes fehlt. 
Die Querung der Mercatorstraße ist aufgrund  
der hohen Fahrgeschwindigkeiten des Kfz-
Verkehrs unsicher. Aufgrund der Abwicklung 
des ruhenden Verkehrs besteht eine geringe 
Gestaltungsqualität im Bereich Blumenberg 
südlich des Supermarkts.
Die S-Bahn-Station selbst und das Stations-
umfeld sind aktuell nicht barrierefrei. Auch 
die Treppenanlagen in Richtung Blumen-
berg stellen für mobilitätseingeschränkte 
Menschen eine Barriere dar. Die Treppenan-
lage Richtung Köln-Kreuzfeld ist gegenwär-
tig nicht nutzbar. 
Die gegenwärtige Störungsanfälligkeit der 
Bahninfrastruktur und damit eine einherge-
hende unsichere Betriebsstabilität schwä -
chen Blumenberg sowie Köln-Kreuzfeld als 
attraktiven Standort. 
Risiken. Welche Folgen hätte eine ausblei-
bende Qualifizierung des Raums? 
Übergeordnetes. 
Der Ausbau der S-Bahn-Station ist ein Ka -
talysator der Entwicklung für den neuen 
Stadtteil Köln-Kreuzfeld. Der Verzicht auf 
den eigenen Pkw, eine Änderung des Mo-
bilitätsverhaltens kann nur gelingen, wenn 
die ÖPNV-Verbindungen eine attraktive und 
verlässliche Alternative darstellen. 
Investitionen/Umfang der Sanierungen. 
Die Schaffung einer hohen Gestaltqualität  
erfordert entsprechende Investitionsbe-
reitschaft und -summen bei Stadt Köln & 
Go.Rheinland und weiteren beteiligten Sta -
keholdern. 
Abb. 224: Bahnsteig mit Blick ins Grüne
Abb. 225: Stationen mit Programmvielfalt
201

Prozessgestaltung. 
Die Planungsprozesse in Köln-Kreuzfeld und 
die Planungen der Deutschen Bahn soll-
ten engmaschig aufeinander abgestimmt 
und synchronisiert werden, die Stadtgesell-
schaft soll mitgenommen werden.
Raumspezifisch. 
Das Brückenbauwerk zur Mercatorstraße 
hat heute unterdimensionierte Öffnungen 
zur Straße hin, gegebenenfalls ist ein Neu-
bau nötig. Die fehlenden Gehwegbreiten so-
wie mangelnde Flächen für etwaige Bushal-
testellen stellen eine Herausforderung dar. 
Bei der Brücke am Tunnel Blumenberg sind 
die Bahnsteigbreiten im Umfeld des Tunnel-
bauwerks unter anderem im Hinblick auf die 
zukünftige Auslastung zu prüfen. Die Flä -
chen für eine barrierefreie Bushaltestelle 
an der Mercatorstraße in Richtung Norden 
erfordern gegebenenfalls die Nutzung von 
Teilflächen des heutigen Lärmschutzwalls. 
Flächen mit entsprechenden Lösungen sind 
jedoch aktivierbar. Eine Herabsetzung der 
zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der 
Mercatorstraße im Stationsumfeld auf 30 
km/h wäre notwendig. Alternativ sind bau-
liche Optionen denkbar.
Aufenthaltsqualitäten und Sicherheit. 
Um künftig Angsträume zu vermeiden, muss 
neben der Belebung durch Nutzung ein er -
gänzendes Beleuchtungskonzept entwor -
fen werden. 
Die kostenintensive Sanierung, Umbaumaß
-
nahmen oder
 eine Instandsetzung sollten 
durch ein entsprechendes Sicherheitskon-
zept vor Vandalismus geschützt werden.  
Um dem entgegenzuwirken, entsteht im 
Idealfall im Rahmen eines geeigneten Betei-
ligungsprozesses Verantwortungsbewusst -
sein für den Raum, stellenweise in Aneig-
nung möglich. 
Vision zur S-Bahn-Station. 
Auf dieser Doppelseite sind erste konzeptio-
nelle Gedanken zur Umgestaltung der Sta -
tion festgehalten, ebenso wie  einige wün-
schenswerte Qualitäten. 
Charakter und Identität. 
Jeder Bahnhof beziehungsweise jede Seite 
der Station hat einen eigenen Charakter, der 
zur Stadtteilidentität passt. Auf der westli-
chen Seite, am Eingang zu Köln-Kreuzfeld, 
herrscht urbane Atmosphäre, nahezu alle 
Stadtfunktionen finden sich in unmittelbarer 
Nähe. In Blumenberg steht das komfortable 
Wechseln des Verkehrsmittels im Vorder -
grund. 
Maximale Funktionalität. 
Bahnstationen können leistungsstarke Kno-
tenpunkte im städtischen Raum sein. Die 
S-Bahn-Station muss täglich ein hohes Pas-
sagieraufkommen bewältigen können. Ins-
besondere in Kreuzfeld, einem autoarmen 
Quartier, wird dieses Talent zum wichtigen 
Pluspunkt. Von Sharingangeboten über Pa -
ketstationen bis hin zum Informationspunkt 
wird die Station zum wiedererkennbaren 
Anlaufpunkt. 
Fahrradinfrastruktur. 
In Kreuzfeld liegt der Fokus auf nichtmoto-
risierten Verkehren. Beim Wechsel von Rad 
zu Bahn sind daher effektive Angebote zum 
Radparken und Leihen notwendig. Abstell-
möglichkeiten auf dem Platz ebenso wie im 
Gebäude werden Teil des Stationskontextes 
und sind in diversen Variationen denkbar. Ein 
direkter Zugang auf Bahnsteigebene etwa 
macht Parkstationen besonders attraktiv.
Plaza und Station. 
Die Bahnstation in Köln-Kreuzfeld wird nicht 
als isolierte Mobilitätsinsel konzipiert, son-
dern viel mehr als Bahnhofslandschaft, die 
den angrenzenden städtischen Raum und 
die dazugehörigen Gebäude mit einschließt. 
202

Abb. 226: Zwei Bahnhöfe - zwei Stadtteilidentitäten
Bedeutung des Alluvialparks innerhalb  
des Raums der S-Bahn-Station. 
Der Alluvialpark schließt auf Blumenberger 
Seite an wichtige Freiraumachsen wie die 
verlängerte Vogelsbergstraße und die süd-
lich fortlaufenden Parkflächen des Parks 
Blumenberg an, wodurch der neue Freiraum 
zum wesentlichen Verbindungsstück im 
bestehenden Netzwerk wird. Auf der Seite 
des neuen Quartiers vermittelt der Alluvial-
park zwischen dem Quartierseingang nach  
Köln-Kreuzfeld und der aktiven Grünen Mit-
te, die alle neuen Nachbarschaften zusam-
menführt. 
Der Alluvialpark ist auf Gleisebene gegen-
wärtig zwar kaum wahrzunehmen, beim An-
kommen auf der oberen Ebene aber fallen 
die hohe Dichte an Bestandsbäumen und 
die prägnante Topografie sofort ins Auge. 
Sie soll in Zukunft von einer Zäsur zum Bin-
deglied von Freiraum und Stadt transfor -
miert werden. 
Die Topografie als gestalterisches Mittel zu 
nutzen, um Park und angrenzende Stadt -
viertel gleichermaßen einzubinden, ist ein 
vielseitiger Ansatz und erlaubt multifunktio-
nale Raumerlebnisse zwischen Lärmschutz, 
Bahnsteigzugang und visueller Verbindung. 
Eine Umsetzung dieser Strategie ist etwa 
durch die Ausgestaltung der Parkwege 
Abb. 227: Maximale Funktionalität
Abb. 228: Anforderungen an die Fahrradinfrastruktur
Abb. 229: Plaza mit Bahnsteigfronten
Abb. 230: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft 
203
Der Anschluss an weitere Funktionen wird 
über den Quartiersplatz geregelt und ge-
stalterisch sowie funktional in den Raum 
eingepasst. Die Plaza soll dabei im Sinne 
der Woodhood einen grünen Charakter be-
halten und etwa mit Baumgruppen und 
Pflanzelementen ausgestattet werden. Die 
Großzügigkeit des Raumes wird durch eine 
konzentrierte und smarte Verteilung der Pro-
gramme erhalten und nutzbar gemacht. Die 
unterschiedlichen Höhenlevel von Gleisebe-
ne und Bahnhofsvorplatz können funktional 
in die Gebäude aufgenommen werden.

Abb. 231: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft
204

möglich oder durch den Entwurf von Ge-
bäudesockeln, die mit öffentlichen Foyers 
bis an die Bahnsteigebene reichen. 
Wie weiter? 
Die beiden Bahnhöfe der S-Bahn-Station 
sind Stadteingänge und sollten einen star -
ken Auftakt in die Nachbarschaften etablie-
ren. Jeder Bahnhof hat dabei seinen eigenen 
Charakter, entsprechend unterschiedlich 
sind ihre Anforderungen und programma -
tischen Stärken, wenn es um die künftige 
Ausgestaltung geht.
Die Station Kreuzfeld und der zugehörige 
Bahnhofsvorplatz sind gleichzeitig auch Teil 
des zentralen Kreuzfelder Stadtplatzes in 
Hood Eins, ihre Wirkung ist also auch von  
repräsentativer Relevanz. Vorplatz und Um-
feld können im Sinne des Woodhood-Kon-
zepts urban, aber offen und mit Blick ins 
Grün angelegt werden. Nutzungen des täg
-
lichen Bedarf
s, vor allem solche, die zum 
Verweilen einladen, werden um diesen Platz 
organisiert und einfach zugänglich gemacht. 
Bodenbeläge, Bäume und schattenspen-
dende Elemente sorgen für ein angenehmes 
Mikroklima.
Die S-Bahn-Station ist ein  
Katalysator der Entwicklung  
für Köln-Kreuzfeld. 
Auch auf die Verkehre der direkt anschlie-
ßenden Mercatorstraße muss planerisch 
adäquat reagiert werden, indem die Que-
rungen und Haltestationen straßenseitig 
sichtbar ausgebaut werden. Je nach Inves-
titionsbereitschaft können derzeit unter -
schiedliche Szenarien getestet werden, die 
den Möglichkeitsraum von gering invasiv 
bis hin zu einem umfassenden Ausbau auf -
spannen. Die Gestaltungsoptionen lassen 
sich am besten im Rahmen eines architek -
tonischen Wettbewerbs diskutieren, der in 
jedem Fall den gesamten Lupenraum zum 
Untersuchungsgegenstand machen sollte.
205

4.  Anhang

Hood Eins 99530 m² 48976 m² 0,49 50553 m² 190730 m² 1,96 190730 m² 96120 m² 14747 m² 10733 m² 30783 m² 16045 m² 22302 m² 11252 m² 6931 m² 547 17382 m² 18019 m² 0 m² 32534 m² 90 m² 1068 2456 11847 m² 5505 m² 0 m² 5505 m² 19748 m² 6808 m² 5181 m² 2555 m² 0 m² 0 m² 96120 m² 0 0 1201 1201 Hood Eins
Hood Zwei 63314 m² 29237 m² 0,46 34077 m² 112650 m² 2,8 112650 m² 81987 m² 8780 m² 0 m² 0 m² 10857 m² 11026 m² 9039 m² 4129 m² 362 8018 m² 9291 m² 24786 m² 90 m² 911 2095 4600 m² 1774 m² 0 m² 1774 m² 8478 m² 5759 m² 4485 m² 2548 m² 4485 m² 2548 m² 77143 m² 37 25 964 1027 Hood Zwei
Hood Drei 36519 m² 17167 m² 0,47 19352 m² 63547 m² 1,83 63547 m² 31452 m² 5848 m² 0 m² 0 m² 5064 m² 21183 m² 6060 m² 1902 m² 169 1479 m² 2004 m² 17348 m² 90 m² 349 804 21636 m² 15729 m² 7436 m² 8293 m² 19871 m² 1834 m² 1178 m² 1312 m² 8649 m² 3108 m² 19695 m² 72 31 246 349 Hood Drei
Hood Vier 66499 m² 30086 m² 0,45 36413 m² 91238 m² 1,88 91238 m² 56426 m² 4876 m² 0 m² 0 m² 6088 m² 23848 m² 7867 m² 4525 m² 203 2963 m² 3979 m² 32434 m² 90 m² 627 1442 22364 m² 15058 m² 7784 m² 7274 m² 20710 m² 4245 m² 2686 m² 2638 m² 6517 m² 15517 m² 34392 m² 54 155 430 639 Hood Vier
Hood Fünf 56086 m² 23548 m² 0,42 32538 m² 72575 m² 2,16 72575 m² 50869 m² 6096 m² 0 m² 0 m² 5595 m² 10016 m² 8163 m² 4392 m² 189 3181 m² 4265 m² 28272 m² 90 m² 565 1300 6900 m² 3273 m² 0 m² 3273 m² 8471 m² 3319 m² 2546 m² 1545 m² 16779 m² 10975 m² 23115 m² 140 110 193 442 Hood Fünf
Übergang  
Blumenberg 19797 m² 10970 m² 0,62 8830 m² 34008 m² 0,49 34008 m² 5350 m² 1402 m² 18905 m² 1440 m² 563 m² 6348 m² 0 m² 0 m² 120 5692 m² 6714 m² 90 m² 59 137 6638 m² 3464 m² 0 m² 3464 m² 6348 m² 0 m² 0 m² 0 m² 0 m² 0 m² 5350 m² 0 0 67 67
Übergang  
Blumenberg
Intensive  
Landnutzung* 90894 m²
* Intensive
Landnutzung
Naturnahe  
Landnutzung 151889 m²
Naturnahe  
Landnutzung 
Produktive  
Landnutzung 76.300 m²
Produktive  
Landnutzung
Spiel **14001 m²   Spiel
Sport 2791 m² 40183 m² ***1350 m² Sport
Infrastruktur 85148 m² Infrastruktur
Summe 341744 m² 149464 m² 0,49 181763 m² 564748 m² 564748 m² 322203 m² 41749 m² 29638 m² 32223 m² 44211 m² 94723 m² 127529 m² 21879 m² 1590 38715 m² 354003 m² 59722 m² 143438 m² – 3580 8234 73985 m² 44803 m² 15220 m² 29583 m² 83626 m² 21965 m² 16075 m² 10597 m² 36429 m² 32148 m² 255814 m² 303 321 3101 3725 Summe
Areal Baufeld Geschossfläche Nutzungen Verkehrsfläche Grünfläche
Wohneinheiten/  
Einwohner*innen Schulen Kita Wohnungsangebo t (ohne Bezug zu KoopBLM)
Öffentliche / private Fläche  
(außer Verkehrsfläche)Grundfläche
* Intensiv genutzte Landschaft inkl. Lärmschutzwall ** Der planungsur sächliche Mehrbedarf nach KoopBLM
wird im weiteren Planungsprozess validiert. *** Sportflächen Grundschulen
4.1 Flächenbilanz
Anhang
brutto Grundfläche (GR)  
gem. § 19 BauNVOUnbebaute FlächeBGF BGF gesamt davon BGF  
Wohnen
davon BGF  
Gewerbe
davon BGF  
Gesundheit inkl. Schwimmhalle
davon BGF  
öffentliche Nutzungen
davon BGF
MobilityHubs
davon BGF  
Bildung öffentlich privat Stellplätze GrundstücksflächeDavon Pausenhof gesamt KITA GrundstücksflächeKITA Außenraum 
 
(unbebaute Fläche)KITA BGF Stadthäuser BGF (120m²) Stadthäuser (120m²/WE)Mehrfamilienhäuser (100m²/WE)Geschosswohnungsbau (80m²/WE)WE gesamt
Mehrfamilienhäuser BGF 
(100m²)
Geschosswohnungsbau 
BGF (80m²)Pausenhof Grüne MittePausenhof innerhalbBGFöffentlich öffentlich Semiöffentlich Anzahl WE (nach KoopBLM)EWGF je WE (nach KoopBLM)privat / nicht öffentlichGRZ I
GFZ (Wohnnutzung)Bezeichnung der Fläche
208
 209
 212211210208

4.2 Glossar
Baugemeinschaft. 
Der Zusammenschluss von mehreren privaten Haushalten dient 
dem Zweck, gemeinsam zur Eigennutzung oder Vermietung an 
Wohnen oder Gewerbe ein Gebäude zu planen. Dadurch kön-
nen sich die zukünftigen Nutzer*innen schon in der Planungs-
phase einbringen und das Gebäude nach ihren Bedürfnissen 
gestalten.
Blau-grüne Infrastruktur. 
Blau-grüne Infrastruktur umfasst sowohl natürlich gewachsene 
als auch naturnah angelegte Grün- und Wasserflächen, die als 
Netzwerk geplant und unterhalten werden. In ihrer Gesamtheit 
sichert sie die biologische Vielfalt und Leistungsfähigkeit des 
Ökosystems in Städten und erbringt darüber hinaus Vorteile für 
Klima und Aufenthaltsqualität. 
Büdchen. 
Das Büdchen ist ein für Köln typischer kleiner Kiosk. Köln be-
sitzt eine eigene traditionsreiche Büdchen-Kultur, die in der Zeit 
der Industrialisierung entstand.
Carsharing. 
Es soll den zukünftigen Nutzer*innen die Möglichkeit bieten, 
sich flexibel von Kreuzfeld zu anderen Orten zu bewegen, die 
nicht mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV erreichbar sind, oder 
Fahrten durchzuführen, bei denen größere Lasten transportiert 
werden müssen, für die ein Lastenrad nicht geeignet ist. Bei sol-
chen Systemen wird eine Fahrzeugflotte (in der Regel verschie-
dene Fahrzeugtypen vom Kleinwagen bis zum Transporter) an 
festen Stationen in den Mobilitätshubs zur Verfügung gestellt. 
Carsharing ist ein effizientes Angebot, um den Verzicht auf ein 
eigenes Auto zu ermöglichen.
Cluster. 
Die Ansammlung von mehreren Gebäuden oder Räumen, die in 
Austausch treten und dadurch eine gemeinsame Einheit bilden.
Entwicklungsgesellschaft. 
Eine Gesellschaft der Stadt, die die Projektentwicklung – Konzep-
tion,
 Erstellung und Fertigstellung – von Immobilien übernimmt.
Essbarer Wald. 
Darunter fallen wild bzw. in der Natur wachsende Pflanzen, die 
zum Verzehr geeignet sind. Esswälder fördern Nahrungsvielfalt, 
Biodiversität, Gemeinschaft und vieles mehr.
FFH-Gebiet. 
FFH-Gebiet bezeichnet eine unter Natur- oder Landschafts-
schutz stehende Fläche, die dem Schutz von Lebensraumtypen 
dient. FFH-Gebiete bilden gemeinsam mit den Europäischen 
Vogelschutzgebieten das Netzwerk Natura 2000.
Gartenstadt. 
Die Gartenstadt ist ein erstmals im 19. Jahrhundert in Großbri-
tannien aufgekommenes städtebauliches Leitbild. Sie soll die 
Vorteile von Stadt- und Landleben in der Planung miteinander 
vereinen und legt Schwerpunkte auf Freiraum, Selbstversor -
gung sowie gemeinschaftliche Verwaltung und Besitz.
Graue Energie. 
Die gesamte Energie, die für Materialherstellung, Transport und 
Bau sowie Betrieb, Instandhaltung und Abriss eines Gebäudes 
benötigt wird.
Grüne Mitte. 
Zentral in Kreuzfeld gelegener Grün- und Freiraum, der die ver-
schiedenen Hoods miteinander verbindet. Die Grüne Mitte bie-
tet Raum für Bewegung und Erholung. Im Sinne einer Bildungs-
landschaft ist sie der Ort, um den sich die Kreuzfelder Schulen 
gruppieren sollen. 
Habitat. 
Das Habitat, im Deutschen meist mit Lebensraum übersetzt, 
bezeichnet in der Biologie den charakteristischen Aufenthalts-
bereich einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart.
Hood. 
Eine Hood ist ein Quartier bzw. eine Nachbarschaft im Stadtteil.
Hoodmitte. 
In der jeweiligen Nachbarschaft (Hood) zentral gelegener Grün- 
und Freiraum sowie Quartierstreffpunkt. Hier sollen die Kreuz -
felder Kitas angesiedelt werden. 
Infostehle. 
Die Nutzenden sollen über eine Infostele über Mobilitätsange-
bote und Wege im Quartier und ggf. zusätzlich durch digitale 
Echtzeitabfahrtstafeln über Angebote des ÖPNV informiert 
werden. Informationen über Abfahrtsorte und -zeiten sind für 
die Fortbewegung im Quartier von zentraler Bedeutung. 
Ein gut sichtbarer Monitor in der Nähe des Ausgangs am Mobili-
tätshub mit aktuellen Abfahrtszeiten des ÖPNV sensibilisiert für 
die verschiedenen Angebote.
Kampfbahn Typ C (nach DIN 18035-1)
Geeignet für geringe leichtathletische Akti
 vi
 t
äten wie Training 
in Schule und Verein sowie Freizeitsport. Mindestens vier Rund-
bahnen, Einzelbahnanlagen nach Bedarf innerhalb der Sportan-
lage.
KEP-Logistik. 
Die Abkürzung KEP steht für den Kurier-, Express- und Paket -
dienst. Bei Kurierdiensten handelt es sich um Lieferungen, die 
normalerweise persönlich und auf direktem Weg zugestellt 
werden, ohne das Umschlagslager eines Händlers zu kreuzen.
Kettenhaus. 
Es bezeichnet ein Reihenhaus mit dazwischenliegenden Nutz -
gebäuden wie z. B. Garagen, sodass die Wände der einzelnen 
Wohneinheiten nicht direkt aneinanderschließen.
Klimaresilienz. 
Klimaresilienz beschreibt die Widerstandsfähigkeit sozial-öko-
logischer Systeme gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Kooperatives Baulandmodell (KoopBLM). 
Das Kooperative Baulandmodell der Stadt Köln verpflichtet 
Bauherr*innen, Investor*innen sowie Vorhabenträger*innen bei 
Planvorhaben, die einen Bebauungsplan benötigen, 30 Prozent 
der Wohnungen im öffentlich geförderten Segment zu errich-
ten, vorausgesetzt, es entstehen mehr als 1.800 m² Geschoss-
fläche für Wohnzwecke.
Landschaftsgestalterische Planung. 
Die landschaftsgestalterische Planung dient 
der Einbringung landschaftsplanerischer 
und ökologischer Inhalte und Zielvorstellun-
gen.
Lastenanhänger. 
Lastenanhänger sind elektronisch unter -
stützte Transportmittel, die einfach von Hand 
gezogen oder aufgrund einer Geschwindig-
keitsunterstützung von bis zu 25 km/h an 
Fahrräder angehängt werden können. Mit 
Lastenanhängern können Güter schnell und 
einfach mit geringem Kraftaufwand auf der 
letzten Meile transportiert werden. In Kreuz-
feld können damit zum Beispiel Einkäufe 
und Pakete bis in die Wohnung transportiert 
werden.
Loop. 
Ein Loop ist ein ringförmiges Erschließungs-
system mit (unterschiedlicher) baulicher 
Ausgestaltung – je nach geplanter Mobilität- 
und Verkehrsnutzung. Die Loops stellen die 
verkehrliche  Erschließung und Anbindung 
des Stadtteil sicher.
Mikromobilitätsflotte. 
Durch Lastenfahrräder, Microcarrier etc. 
können sperrige Güter auch ohne Pkw be-
quem transportiert werden. Die Anschaf -
fungskosten stellen häufig eine Barriere dar, 
die bereits mit Kaufprämien und anderen 
Subventionen adressiert werden, auch der 
Verleih ist eine attraktive Alternative. Exter-
nen Dienstleistern kann ein entsprechendes 
Angebot von Sackkarren, Leih-Trolleys und/
oder Fahrrädern den Umstieg innerhalb des 
Quartiers ermöglichen.
Multicodierung. 
Sinnvolle Überlagerung und Verknüpfung 
verschiedener Nutzungen und Funktionen. 
Anhang Naturnahe Gestaltung. 
Eine naturnahe Fläche ist ein Bereich, der in 
erster Linie der Erhaltung oder Wiederher -
stellung der Natur dient; naturnahe Flächen 
können sich auf dem Gelände des Standorts 
befinden (z. B. Dächer, Fassaden, Wasserab-
leitungssysteme).
Ökokorridor. 
Ökokorridore sind Streifen eines Lebens-
raumtyps, die zwei isolierte (meist größere) 
Lebensräume miteinander verbinden.
Parzellierung. 
Unter Parzellierung versteht man die recht -
liche Einteilung der Grundstücke eines Be-
bauungsplans, die den Bauherr*innen Bau-
freiheit innerhalb des dafür festgelegten 
Regelwerks (soziale Verantwortung, Wert -
beständigkeit oder Gewinn) zugesteht.
Permeable Fläche. 
Eine permeable Fläche ist eine durchlässige 
Fläche. Im Kontext der Planung bezieht sich 
dies insbesondere auf Niederschlagswasser. 
Polyzentrisch. 
Dies bezeichnet eine Struktur mit mehre-
ren Zentren. Im Kontext der Planung bezieht 
sich das auf die Hoodmitten, die innerhalb 
des Planungsgebiets mehrere Zentren bilden.
Programmierung (räumlich). 
Die räumliche Programmierung beschreibt 
die Gestaltung, Ausstattung und geplante 
Nutzung des Raums. In der Freiraumpla -
nung kann damit etwa die räumliche Veror -
tung eines Spielplatzes, einer Baumgruppe 
oder eines Radweges in einem bestimmten 
Areal gemeint sein.
Raumkante. 
Der Raum wird durch das behutsame Setzen 
eines Baukörpers definiert, bspw. durch das 
Fassen eines Platzes oder Straßenraums.
Regenwassermanagement. 
Regenwassermanagement reguliert und 
organisiert gezielt Niederschlagswasser. Es 
entlastet Kanalisation und Fließgewässer 
und unterstützt den natürlichen Wasser -
kreislauf vor Ort. 
Retentionsflächen. 
Eine Retentionsfläche ist ein Begriff aus der 
Wasserwirtschaft und bezeichnet eine zu-
meist tiefer neben einem Fließgewässer lie-
gende Fläche, die im Falle eines Starkregen-
ereignisses als Überflutungsfläche genutzt 
werden kann.
Schwammstadtprinzip. 
Ein stadtplanerisches Prinzip, das anfallen-
de Regenwasser nicht in Kanälen abzulei-
ten, sondern direkt vor Ort zu speichern, um 
Starkregenereignisse zu verringern und das 
Ökosystem sowie das Stadtklima in seiner 
Resilienz zu stärken.
Service rund ums Fahrrad/
Self-Service-Station. 
Fahrradreparaturstationen sind Service-An-
gebote, die die Nutzung von Fahrrädern at -
traktiver machen. So können leichte Repara-
turen bequem und zügig selbst durchgeführt 
werden. Mögliche Elemente sind eine  Auf
-
hängung für
 Fahrräder, Reparaturwerk
 z
eug, 
Luftpumpen, Fahrradreinigungsmöglichkei-
ten und ggf. Automaten mit Fahrradschläu-
chen oder Ersatzteilen. Diese sollten an 
nachfragestarken Orten für alle Nutzenden 
zugänglich sein. Je Mobilitätshub sollte eine 
Self-Service-Station mit 3 – 5 m² eingeplant 
werden.
Suffizienz. 
Suffizienz meint das Bestreben, aufgrund 
der begrenzten natürlichen Ressourcen und 
den Auswirkungen des Klimawandels einen 
möglichst geringen Rohstoff- und Energie-
verbrauch zu erreichen.
Synergie. 
Der positive Effekt, der z. B. durch den Zu-
sammenschluss mehrerer unterschiedlicher 
Nutzungen in einem Gebäude entsteht, die 
sich gegenseitig fördern. Durch Synergien 
entstehen neue qualitätsvolle Räume für 
den Menschen.
SWOT-Analyse.  
SWOT-Analyse bedeutet Analysis of 
Strengths, Weaknesses, Opportunities and 
Threats. Die Stärken-Schwächen-Chancen-
Risiken-Analyse ist eine Technik, aus deren 
Ergebnissen konkrete Zielsetzungen und 
Maßnahmen für ein Projekt oder Entwick -
lungsvorhaben abgeleitet werden können.
Typologie. 
Die wissenschaftliche Einteilung von Ge-
bäuden in Gruppierungen nach architekto-
nischen und funktionalen Gesichtspunkten.
Urbane Agrikultur. 
Der Begriff bezeichnet gärtnerische und 
landwirtschaftliche Tätigkeiten, die in einem 
städtischen Umfeld stattfinden und sich dort 
mit sozialen, ökologischen, ökonomischen 
und/oder gestalterischen Beziehungen be-
fassen. Sie umfassen sowohl Klein- und 
Schrebergärten als auch landwirtschaftliche 
und gartenbauliche Betriebe sowie kollekti-
ve Bewirtschaftungsformen.
Zirkularität. 
Die nachhaltige Verarbeitung von Materia -
lien in einem Gebäude, sodass sie beim Ab-
riss ohne Qualitätsverlust zurückgebaut und 
in ein neues Gebäude implementiert werden 
können.
216
217
216215214213

4.3 Abbildungsverzeichnis
Abb. 1:  T itelseite: Visualisierung Grüne Mitte I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ........................... 4
Abb
. 2: Lageplan
 ............................................... 6
Abb
. 3: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 .............. 10
Abb
. 4: Axonometrie Woodhood Kreuzfeld...................... 12
Abb
. 5: Verortung
 ............................................. 14
Abb
. 6: Luftbild I Stadt Köln
 .................................... 16
Abb
. 7: Blick auf Blumenberg I Stadt Köln ....................... 18
Abb
. 8: Luftbild I Stadt Köln
 .................................... 18
Abb
. 9: Blick auf südliche Grenze Hood Zwei I Stadt Köln......... 19
Abb
. 10: Blick auf Hood Vier und Fünf I Stadt Köln
 ............... 19
Abb
. 11: Vor-Ort-Safari im September 2022 I ADEPT............. 21
Abb
. 12: Heute – Ein Raum voller Möglichkeiten
 ................. 22
Abb
. 13: Morgen – Eine neue Art des Zusammenlebens.......... 23
Abb
. 14: Woodhood Kreuzfeld.................................. 23
Abb
. 15: Öffentlichkeitsbeteiligung vom 11.03.2023 I Urbanista
 .. 25
Abb
. 16: Phase 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Abb. 17: Phase 1
 .............................................. 28
Abb
. 18: Phase 2
 .............................................. 29
Abb
. 19: Phase 3
 .............................................. 30
Abb
. 20: 
 Kr
euzfelder*innen sind am liebsten draußen.  
I Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............ 33
Abb
. 21: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 35
Abb
. 22: Verortung der Hoods.................................. 37
Abb
. 23: Baufelder ............................................ 38
Abb
. 24: Nutzungen Obergeschoss............................ 40
Abb
. 25: Nutzungen Erdgeschoss
 .............................. 41
Abb
. 26: Körnung der Hoods
 ................................... 43
Abb
. 27: Geschossigkeiten..................................... 44
Abb
. 28: Durchlässiger Blockrand .............................. 46
Abb
. 29: Riegel................................................ 46
Abb
. 30: Gebäudetypologien................................... 47
Abb
. 31: Reihen- und Kettenhäuser............................. 47
Abb
. 32: Sonderbauten und Punkte 
 ............................ 47
Abb
. 33: Verortung Wohnungstypologien
 ....................... 49
Abb
. 34: Verortung altersgerechter Wohnformen................ 51
Abb
. 35: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT ................ 52
Abb
. 36: Theodora House, Kopenhagen I ADEPT ................ 52
Abb
. 37: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 53
Abb
. 38: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 54
Anhang
218

Abb. 39: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 54
Abb
. 40: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT...................... 54
Abb
. 41: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 55
Abb
. 42: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 55
Abb
. 43: Diagramm Wohnungstypen
 ........................... 56
Abb
. 44: Axonometrie Baugemeinschaften
 ..................... 57
Abb
. 45: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 61
Abb
. 46: Landschaftsgestaltungsplan
 .......................... 63
Abb
. 47: Übergeordnete Landschaftsstruktur ................... 63
Abb
. 48: Übergeordnetes Landschaftskonzept.................. 64
Abb
. 49: Waldstrukturen....................................... 65
Abb
. 50: Freiraumelemente um Köln-Kreuzfeld.................. 65
Abb
. 51: Übergeordnetes Freiraumkonzept Woodhood
 .......... 66
Abb
. 52: Konzeptschnitt produktive Landschaft
 ................. 67
Abb
. 53: Konzeptschnitt Grüne Mitte
 ........................... 67
Abb
. 54: Konzeptschnitt Alluvialpark
 ........................... 67
Abb
. 55: Grünflächenplan: Produktive Landnutzung
 ............. 68
Abb
. 56:  Anbau f
ördert gemeinschaftliche Interaktion  
I Karres en Bran
 ...................................... 69
Abb
. 57: 
 Gemeinscha
ftsobstgärten und Permakultur  
I Karres en Brands
 .................................... 69
Abb
. 58: Konzeptschnitt produktive Landnutzung
 ............... 70
Abb
. 59: Konzeptschnitt produktive Landnutzung ............... 70
Abb
. 60: 
 Grün
flächenplan mit „Grüner Mitte” und  
intensiv genutzter Landschaft
 ......................... 71
Abb
. 61:  Art
enreiche und informelle Parklandschaft  
I Karres en Brands
 .................................... 72
Abb
. 62: 
 Gemäh
ter Weg im Quirijn Park, Tilburg  
I Karres en Bra........................................ 72
Abb
. 63: 
 K
onzeptschnitt Grüne Mitte mit Spiellandschaft  
und Wäldchen........................................ 72
Abb
. 64: Konzeptschnitt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Abb. 65: Aufbau Hoodmitten................................... 74
Abb
. 66: Grünfläche mit Spielelementen I ADEPT ............... 75
Abb
. 67: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
 ................. 75
Abb
. 68: Konzeptschnitt Gemeinschaftsgarten 
 ................. 75
Abb
. 69: Konzeptschnitt Generationentreff ..................... 75
Abb
. 70: Konzeptschnitt Straßenraum
 .......................... 75
Abb
. 71: Konzeptschnitt Retentionslandschaft
 .................. 75
Abb
. 72: Übergeordnete Funktionen des Alluvialparks
 ........... 76
Abb
. 73: Grundprinzipien Pflanzkonzept
 ........................ 77
Abb
. 74: Pflanzkonzept gesamt................................. 78
Abb
. 75: Integrierte Sport- und Spiellandschaft.................. 80
219

Abb. 76:  Sport und Spiel in tegriert im Freiraum I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ......................... 81
Abb
. 77: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands
 ................. 81
Abb
. 78: Konzeptschnitt, Lärmschutz als Tribüne
 ................ 82
Abb
. 79: Konzeptschnitt, Lärmschutz mit Gehölzpflanzungen .... 82
Abb
. 80: 
 K
onzeptschnitt, Sportanlage Nord und Spielplatz  
mit Bewegungsangeboten
 ............................ 82
Abb
. 81: 
 K
onzeptschnitt, Sportanlage Nord mit Übergang  
zu Hood Drei
 ......................................... 82
Abb
. 82: Urbane Landwirtschaft................................ 83
Abb
. 83: Parks und Landschaft................................. 83
Abb
. 84: Hoodmitten
 .......................................... 83
Abb
. 85: Spielflächen.......................................... 83
Abb
. 86: Straßen und Wege.................................... 84
Abb
. 87: Schulhöfe
 ............................................ 84
Abb
. 88: Flächen der Sportanlage Nord......................... 84
Abb
. 89: Wasser .............................................. 84
Abb
. 90: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands
 ............. 86
Abb
. 91: Energiekonzept für Kreuzfeld
 .......................... 88
Abb
. 92: Waldgebiete als Puffer oder zur Abkühlung durch Wind
 . 90
Abb
. 93: 
 L
ücken in der Baumbepflanzung lassen  
kühle Luft in den Park eindringen
 ...................... 91
Abb
. 94: Dichtes Grün im Herzen jeder Kreuzfelder Hood
 ........ 91
Abb
. 95: 
 Grüne N
achbarschaftsstraßen mit  
durchlässigen Oberflächen 
 ........................... 92
Abb
. 96: Möglichst hoher Anteil Gründächer .................... 92
Abb
. 97: Dachbegrünung  bei 50 % Auslastung.................. 93
Abb
. 98: Katrinebjerg Dept. 76, Aarhus I ADEPT ................. 94
Abb
. 99: Harbour Houses, Aarhus I ADEPT ...................... 95
Abb
. 100: 
 K
ohlenstoff-Emmissionen-Bauphase  
der Straßen per Hood................................ 96
Abb
. 101: Zirkularität
 .......................................... 97
Abb
. 102: De Boel Dachgarten I Karres en Brands
 ............... 98
Abb
. 103: Urban water storage I Karres en Brands ............... 98
Abb
. 104: Statens Museum, CPH I Karres en Brands............. 98
Abb
. 105: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands................ 99
Abb
. 106: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands................ 99
Abb
. 107: Bosrijk, Eindhoven I Karres en Brands................. 99
Abb
. 108: Grundlegendes Wasserhaushaltsmodell
 ............ 10
0
Abb. 109:  W
asserhaushaltsmodell mit  
zusätzlichen Maßnahmen ........................... 10
1
Abb. 110: 
 S
ystemschnitt Energie- & Wärmeversorgung  
Köln-Kreuzfeld
 .................................... 10
4
220

Abb. 111: Prinzipskizze kalte Nahwärme ....................... 107
Abb
. 112: Abstand Wärmequellen
 ............................. 107
Abb
. 113: Potenzialstandorte Photovoltaik
 .................... 10
8
Abb. 115: New Aarch, Aarhus I ADEPT ........................ 10
9
Abb. 114: New Aarch, Aarhus I ADEPT ........................ 10
9
Abb. 116: Volksbank Bargteheide.............................. 1
10
Abb. 117: Volksbank Bargteheide.............................. 1
10
Abb. 118: 
 Klimas
tadt Middelfart: Hybrid aus Aktivitätspark  
und Wasserrückhaltebecken I ADEPT ................ 111
Abb
. 119: Klimastadt Middelfart I ADEPT....................... 111
Abb
. 120: Vivid-Vision für ADEPT + Karres en Brands . . . . . . . . . . .114
Abb. 121: Verkehrskonzeption................................. 1
17
Abb. 122: 
 N
etzhierarchie mit zwei weitgehend  
getrennten Netzen für den Kfz-Verkehr sowie  
den Fuß- und Radverkehr 
.......................... 120
Abb
. 123: Fußverkehrsnetz
 ................................... 121
Abb
. 124: Radverkehrsnetz
 ................................... 122
Abb
. 125: 
 D
as mit Gelenkbussen befahrbare Straßennetz  
mit potenziellen Haltestellen  
und Haltestelleneinzugsbereichen
 ................... 1
24
Abb. 126: Mobility-Loop mit beidseitiger Bebauung
 ............ 126
Abb
. 127: Mobility-Loop entlang der Hoodmitten
 ............... 126
Abb
. 128: Mobility-Loop zwischen den Hoods .................. 127
Abb
. 129: Mobility-Loop mit Radschnellverbindung............. 127
Abb
. 130: Der innere Hood-Loop
 .............................. 128
Abb
. 131: Der innere Hood-Loop
 .............................. 128
Abb
. 132: Der Nachbarschaftsstraße
 .......................... 129
Abb
. 133: 
 Der
 Dresenhofweg als Haupterschließung  
aus Richtung Norden (Blumenbergsweg)............ 130
Abb
. 134: 
 Der
 Dresenhofweg als Radschnellverbindung  
durch die Grüne Mitte
 ............................. 130
Abb
. 135: 
 Der
 äußere Hood-Loop in fünf verschiedenen  
Varianten
 .......................................... 131
Abb
. 136: Ansicht Mobilstation | ADEPT ....................... 132
Abb
. 137: Aufbau und Mischung einer Mobilstation| ADEPT ..... 133
Abb
. 138: Mobilstation........................................ 133
Abb
. 139: Ansicht Mobilstation Oberbillwerder ................. 133
Abb
. 140: 
 Ber
eich für Automated-Valet-Parking  
I QUIMBY.net I CC0................................ 134
Abb
. 141: 
 D
as Parkraummanagementsystem weist den Weg  
zum nächsten freien Parkplatz I QUIMBY.net I CC0
 .. 134
Abb
. 142: 
 Schema
tische Darstellung eines Mobilitätsfoyers  
in einem Wohngebäude | ARGUS
 .................... 135
221

222
Abb. 143: 
 F
ahrradparkhaus Amsterdam Zuid  
I QUIMBY.net I CC0 
 ................................ 137
Abb
. 144: 
 E
ntfernungen zum Fahrradparken in Abhängigkeit  
von der Nutzung und Aufenthaltsdauer © ARGUS.  
Basierend auf Celis, P ., Bølling-Ladegaard, E. (2008):  
Bicycle Parking Manual. Hrsg.: Danish Cycling  
Federation, Kopenhagen.
 ........................... 138
Abb
. 145: Mobilstation und Logistikhub in Köln-Kreuzfeld....... 139
Abb
. 146: 
 P
aketstationen in den Mobilstationen,  
laufende Meter Bedienfront
 ........................ 14
0
Abb. 147: 
 Smart
e Ladezone in Hamburg: Beschilderung und  
dynamische Buchungsanzeige | QIMBY.net | CC0..... 14
1
Abb. 148: Doug and Wolf für ADEPT + Karres en Brands
 ....... 14
4
Abb. 149: Konzept Bildungslandschaft......................... 1
47
Abb. 150: Entwurfsprinzipien
 ................................ 14
8
Abb. 151: Verortung der Kitas
 ................................. 14
9
Abb. 152: Entwurfsprinzipien................................. 150
Abb
. 153: Verortung Schulen.................................. 151
Abb
. 154: Konzeptschnitt: Übergang Kita
 ...................... 152
Abb
. 155: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule.............. 152
Abb
. 156: Konzeptschnitt: Übergang Grundschule.............. 152
Abb
. 157: 
 Ü
bergang Pausenhof I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands
 ....................... 153
Abb
. 158: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 159: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 160: Konzeptschnitt, Übergang Sek II..................... 153
Abb
. 161: Gestaltungsansatz Parkschulhof 
 .................... 154
Abb
. 162: 
 Spielmöglichk
eiten in der Parklandschaft  
I Karres en Brands
 .................................. 155
Abb
. 163: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loudl................. 155
Abb
. 164: Middelfart, Dänemark I ADEPT ...................... 155
Abb
. 165: Verortung Kulturangebote und Sonderbausteine...... 156
Abb
. 166: UCN Campus, Aalborg I ADEPT...................... 157
Abb
. 167: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 158
Abb
. 168: Cortex Park, Odense I ADEPT ....................... 158
Abb
. 169: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 170: Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 171:  Ku.Be, Frederiksberg I ADEPT ....................... 159
Abb
. 172: Dalarna Media Library, Falun  I ADEPT............... 16
0
Abb. 173: UCN Campus, Aalborg I ADEPT..................... 16
0
Abb. 174: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1
Abb. 175: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1
Abb. 176: New Aarch, Aarhus I ADEPT ......................... 16
1

223
Abb. 177: 
 I
ntegrierte Sport- und Spiellandschaft  
mit Alluvialpark
 ..................................... 16
2
Abb. 178: Sportflächentypologien
 ............................. 16
3
Abb. 179: Quirijn Park, Tilburg (NL) I Karres en Brands.......... 16
4
Abb. 180: 
 Sport und Spiel sind 
Teil des Parks  
I Karess en Brands................................. 16
4
Abb. 181: 
 I
ntegrierte Sport- und Spiellandschaft  
um die Sportanlage Nord............................ 16
6
Abb. 182: Klassischer Lärmschutzwall ......................... 16
7
Abb. 183: Tribüne und Pfad auf Wallkamm
 ..................... 16
7
Abb. 184: Lärmschutzwall mit Stützmauer ..................... 16
7
Abb. 185: Baakenpark, Hamburg I Atelier Loidl
 ................. 16
7
Abb. 186: Baakenpark, Hamburg I Ateloer Loidl................. 16
7
Abb. 187: Spielflächen mit Alluvialpark......................... 16
8
Abb. 188: Spielflächentypologien
 ............................. 16
9
Abb. 189: Middelfart, Dänemark I ADEPT + Karres en Brands.... 17
0
Abb. 190: Naturspiel I Karres en Brands........................ 17
0
Abb. 191: 
 Gr
oßsportfeld im Norden I Doug and Wolf  
for ADEPT + Karres en Brands
 ....................... 17
0
Abb. 192: Kwekerij, Hilversum I Karres en Brands............... 17
1
Abb. 193: Aktive Parkränder I Karres en Brands
 ................ 17
1
Abb. 194: Naturspiel im Wald I Karres en Brands
 ............... 17
1
Abb. 195: Quirijn Park, Tilburg I Karres en Brands............... 17
1
Abb. 196: Verortung der Kreuzfelder Hoods
 .................... 17
7
Abb. 197: Lageplan........................................... 17
9
Abb. 198: Axonometrie Geschossigkeiten..................... 180
Abb
. 199: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 180
Abb
. 200: Axonometrie....................................... 181
Abb
. 201: Lageplan........................................... 183
Abb
. 202: Axonometrie Geschossigkeiten
 .................... 184
Abb
. 203: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 184
Abb
. 204: Axonometrie....................................... 185
Abb
. 205: Lageplan........................................... 187
Abb
. 206: Axonometrie Geschossigkeiten
 .................... 188
Abb
. 207: Axonometrie Nutzungen
 ........................... 188
Abb
. 208: Axonometrie ...................................... 189
Abb
. 209: Lageplan
 .......................................... 191
Abb
. 210: Axonometrie Geschossigkeiten...................... 192
Abb
. 211: Axonometrie Nutzungen
 ............................ 192
Abb
. 212: Axonometrie
 ....................................... 193
Abb
. 213: Lageplan........................................... 195
Abb
. 214: Axonometrie Geschossigkeiten...................... 196
Abb
. 215: Axonometrie Nutzungen
 ............................ 196

224
Abb. 216: Axonometrie ....................................... 1 97
Abb. 217: S-Bahn-Infrastruktur in und um Köln-Kreuzfeld
 ...... 198
Abb
. 218: Treppenanlage der Station Blumenberg I Stadt Köln... 199
Abb
. 219: Bahnaufgang West I ADEPT......................... 199
Abb
. 220: Bahnsteig und grüne Umgebung I ADEPT............ 199
Abb
. 221: 
 S-Bahn-
Anlage mit Ost- und Westaufgängen  
I Stadt Köln......................................... 199
Abb
. 222: Infrastruktur der Station Blumenberg I ADEPT........ 199
Abb
. 223: 
 Rampenanlage der
 Station Blumenberg  
I Karres en Brands .................................. 199
Abb
. 224: Bahnsteig mit Blick ins Grüne
 ...................... 201
Abb
. 225: Stationen mit Programmvielfalt..................... 201
Abb
. 226: Zwei Bahnhöfe - zwei Stadtteilidentitäten . . . . . . . . . . . 203
Abb. 227: Maximale Funktionalität............................ 203
Abb
. 228: Anforderungen an die Fahrradinfrastruktur.......... 203
Abb
. 229: Plaza mit Bahnsteigfronten
 ........................ 203
Abb
. 230: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft 
 .............. 203
Abb
. 231: Aktive Plaza und Bahnhofslandschaft............... 204
Abb
. 232:  V
isualisierung Retentionsfläche I Vivid-Vision  
für ADEPT + Karres en Brands (Rückseite)............ 227

Dezernat für Planen und Bauen
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
  
Konzept und Planung
ADEPT  
Struenseegade 15A 
2200 Copenhagen 
Dänemark 
 
KARRES EN BRANDS  
Mussenstraat 21 
1223 RB Hilversum 
Niederlande 
 
ARGUS studio/ 
ARGUS Stadt und Verkehr 
Rothfuchs | Buch | Partnerschaft mbB 
Pinnasberg 45 
20359 Hamburg 
Deutschland  
 
Metabolic  
Klimopweg 150 
1032 HX Amsterdam 
Niederlande
Wir informieren Sie weiter über die Entwicklung 
dieses und anderer Vorhaben unter:
www.stadt.koeln
www.stadt-koeln.de/kreuzfeld
Kontakt 
225

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Planen und Bauen  
Stadtplanungsamt   
Gestaltung
TZ – Büro Corporate Design und visuelle Kommunikation
Druck
XYZ, Stadt Köln
 
61/500/09.2023

Abb. 232: Visualisierung Retentionsfläche I Vivid-Vision 
für ADEPT + Karres en Brands (Rückseite)

Anlage 4 - Öffentlichkeitsbeteiligung

1523 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen. 
Gemäß der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung wird die Planung eines Beteiligungsverfahrens in 
einem Beteiligungskonzept beschrieben. Bei kleineren ggf. auch standardisierten Verfahren, ist das 
Beteiligungskonzept möglichst knapp aber aussagekräftig zu verfassen.  
Bitte wählen Sie aus: 
- Das Beteiligungskonzept ist beigefügt. 
Erläutern Sie bitte in maximal zwei Sätzen: Was soll mit der Öffentlichkeitsbeteiligung erreicht 
werden (ggf. mit Informationen zu Zielgruppen(n) und geplantem Vorgehen)? 
Nach wie vor soll der Planungsprozess des neuen Stadtteils Köln-Kreuzfeld übersichtlich und 
transparent der Öffentlichkeit dargestellt werden. Ein Kommunikationskonzept (Vorlagen-Nr. 4144/2022), 
das u.a. auch jährliche öffentliche Veranstaltungen zur aktiven Mitnahme der Bürger*innen, Politik, 
Akteure, etc. vorsieht, soll die weitere Planung von Kreuzfeld begleiten.  
 
 
Kontakt 
OB/2 Referat für Strategische Steuerung 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-Mail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Beschlussvorlage Ausschuss

11928 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
Vorlagen-Nummer 
 1979/2023 
Freigabedatum 12.09.2023 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der 
Integrierten Planung  
Beschlussorgan 
Stadtentwicklungsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
 
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld ein-
schließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städtebauliche 
Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten Planung 
im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 
0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Änderung des Flächen-
nutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Ein-
schränkung zustimmt. 
 
Stadtentwicklungsausschuss 28.09.2023 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 19.10.2023 
Stadtentwicklungsausschuss 30.11.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  1.235.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Anlass 
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 6. Februar 2020 das Leitbild für den neuen 
Stadtteil Kreuzfeld „Ein gutes Stück Köln“ (Vorlagen-Nr. 3588/2019 – mit Änderungen) be-
schlossen. 
 
Im in Planung befindlichen Stadtteil Köln-Kreuzfeld im Stadtbezirk Chorweiler sollen auf einer 
Fläche von circa 80 Hektar rund 3.500 Wohneinheiten sowie neue Arbeitsplätze entstehen. 
Ziel ist es, mehrfach nutzbare Freiräume, Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie un-
terschiedliche Möglichkeiten des Arbeitens zu entwickeln. Auch Infrastruktur und Klimaschutz 
werden dabei berücksichtigt. 
 
Die Stadt Köln hat im Anschluss, wie vom Rat in seiner Sitzung am 12. Dezember 2019 (Vor-
lagen-Nr. 3536/2019 – mit Änderungen) beschlossen, ein wettbewerbliches Dialogverfahren 
zur Entwicklung eines städtebaulichen Rahmenplanes und zur Vergabe der Integrierten Pla-
nung für die städtebauliche Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld durchgeführt, aus dem 
im Dezember 2021 der städtebauliche Siegerentwurf „The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 
2.0“ hervorgegangen ist. Für diese Leistungen wurden bereits mit genanntem Beschluss

3 
durch den Rat Kosten in Höhe von circa 1,24 Millionen Euro kalkuliert (siehe Finanzierung). 
 
Die Integrierte Planung wurde entsprechend des zuvor genannten Beschlusses des Rates der 
Stadt Köln an das vom Begleitgremium erstplatzierte interdisziplinäre Planungsteam um das 
Büro ADEPT ApS aus Kopenhagen (mit Karres en Brands, Landschapsarchitecten b.v. aus 
Hilversum, ARGUS Stadt und Verkehr PartGmbH aus Hamburg und Metabolic BV aus Ams-
terdam) vergeben. 
 
Integrierte Planung 
Auf Grundlage des ausgewählten Konzepts wurde in der sogenannten Integrierten Planung 
der städtebauliche Masterplan für den neuen Stadtteil weiter vertieft und detaillierter ausgear-
beitet. Die konzeptionelle Abstimmung und Überprüfung der Planung erfolgte schrittweise in 
enger Abstimmung mit den Fachämtern der Verwaltung und externen Akteur*innen. 
 
Auch wurden die Möglichkeiten der breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung intensiv ge-
nutzt: Zahlreiche Kölner*innen, lokale Akteur*innen und künftige Nachbar*innen haben sich in 
verschiedenen co-kreativen Formaten engagiert und somit an unterschiedlichen Stellen der 
Integrierten Planung mitgewirkt. 
 
In der Integrierten Planung – als ein informelles, prozessorientiertes Werkzeug der Stadtent-
wicklung – wurde auf konzeptionelle Weise das im Rahmen des dialogischen Wettbewerbs-
verfahrens erstellte Entwurfskonzept überprüft und weiterentwickelt. Neben dem städtebauli-
chen Masterplan selbst, der das Herzstück der städtebaulichen Planung zum heutigen Zeit-
punkt bildet, liefert die Integrierte Planung Erkenntnisse in den Themenfeldern Städtebau, 
Klima, Umwelt und Freiraum, Energie, Grün- und Freiräume, Bildung, Jugend, Sport und Kul-
tur sowie Mobilität und Verkehr. Als übergeordnete Themen werden entsprechend des Leitbil-
des Stadtgesundheit, Bildung und Vernetzung als Querschnittsthemen mitgedacht. 
 
Die vorliegende Integrierte Planung (Anlage 1 – Planungsbericht Integrierten Planung) bildet 
die Grundlage für die weitere städtebaulich-räumliche Planung für die Entwicklung des neuen 
Stadtteils für Kreuzfeld. 
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
Eine der drängendsten Herausforderungen heute und in den kommenden Dekaden ist der Kli-
mawandel. Der Planungs- und Baubranche kommt hier eine besondere Verantwortung zu. 
Entsprechend setzt die Stadt Köln bei der Entwicklung von Kreuzfeld im Themenfeld Umwelt 
auf einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. Vor dem Hintergrund der angestrebten Kli-
maneutralität Kölns bis 2035 ist es zwingend erforderlich, Stoff-Wasser- und Energieversor-
gung zirkulär zu denken. Kreuzfeld steht beispielhaft für einen ökosystemischen Ansatz, der 
Resilienz, Biodiversität und Stadtklima von Beginn der Planungen mitdenkt. 
 
Kreuzfeld wird als umweltverträglicher und resilienter Stadtteil mit umweltschonenden Bauwei-
sen und zukunftsfähigen Mobilitäts- und Energiekonzepten geplant. 
 
Die Umsetzung der Integrierten Planung hat jedoch demnach voraussichtlich insgesamt nega-
tive Auswirkungen auf den Klimaschutz. In das Wettbewerbliche Dialogverfahren wurden die 
klimaschutzrelevanten Aspekte zur Optimierung der Energieversorgung gemäß der Leitlinie 
zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln eingestellt. Die 
nachgeschalteten Bauleitplanverfahren fallen unter die Anwendung der Leitlinien zum Klima-
schutz der Stadt Köln. Die Einhaltung der Anforderungen wird in den Bebauungsplanverfahren 
sichergestellt. In städtebaulichen Verträgen zu den Bebauungsplänen wird die Einhaltung der 
Leitlinien und die Sicherung geregelt. 
 
Um den CO2-Ausstoß des neuen Quartieres weiter zu senken, arbeitet die Verwaltung mit ex-
ternen Akteuren wie RheinEnergie, Technische Hochschule Köln und der Wasserstoff-Initia-
tive Köln an einem nachhaltigen Energiekonzept. Dieses soll einerseits eine ganzheitliche re-
generative Energieversorgung von Kreuzfeld und andererseits verträgliche Energiekosten für 
die zukünftigen Bewohner*innen sowie Nutzer*innen von Kreuzfeld sicherstellen. Dazu wer-
den verschiedene Technologien geprüft und bewertet. Auch Fördermöglichkeiten werden da-

4 
bei berücksichtigt. Durch die Entwicklung des Energiekonzeptes wird ein möglichst CO2-neut-
raler Betrieb des neuen Quartiers Kreuzfeld angestrebt.  
 
Ausblick und weiteres Verfahren 
Nach erfolgreichem Abschluss der Integrierten Planung geht die Entwicklung des neuen 
Stadtteils Kreuzfeld in eine neue Planungsphase über: Die Integrierte Planung bildet im Sinne 
des § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB die Vorlage und Basis für die noch folgende Bauleitplanung. Die 
Bauleitplanung hat das Ziel, Baurecht im Sinne des städtebaulichen Masterplans zu schaffen. 
Neben einer Änderung des Flächennutzungsplans werden der Größe und Komplexität des 
Projekts entsprechend mehrere Bebauungsplanverfahren (Teilbebauungspläne) für Kreuzfeld 
erforderlich. Damit diese zielführend durchgeführt werden können, ist als vorbereitender Ein-
stieg die technische und funktionale Konkretisierung und Überprüfung des städtebaulichen 
Masterplans unumgänglich. Die sogenannte Technische Masterplanung liefert detaillierte Ant-
worten insbesondere zu den Themen Energieversorgung und Versorgungsleitungen, Regen-
wassermanagement, Abwasserentsorgung und Kanalplanung, natur- und artenschutzrechtli-
cher Eingriff und Ausgleich, mikroskalige Klimasimulation, Lärm (entwurfsangepasste schall-
technische Untersuchung) sowie der (verkehrlichen) Erschließungsplanung. 
 
Für die Durchführung der Technischen Masterplanung (verschiedene Gutachten und Fachpla-
nungen) und der anschließenden Bauleitplanung, die wie im städtebaulichen Großprojekt 
Parkstadt Süd extern vergeben werden soll, befindet sich eine entsprechende Beschlussvor-
lage für die Bedarfsfeststellung in Vorbereitung (siehe auch Mitteilungsvorlage Nr. 
0072/2023). 
 
Um die Belange des Klimaschutzes noch stärker zu berücksichtigen, werden die Stadtentwäs-
serungsbetriebe Köln im Weiteren ein Regenwassermanagementkonzept (wie auch im städte-
baulichen Großprojekt Parkstadt Süd) verantworten. Planerisches Ziel ist es, Kreuzfeld als 
Null-Abflussgebiet zu planen – nach Möglichkeit soll im Sinne des Schwammstadtprinzips kein 
Niederschlagswasser in der Kanalisation abgeleitet werden. 
 
Parallel zu diesen Planungsschritten bereitet die Stadt Köln bereits die Projektrealisierung vor. 
Hierdurch soll die zügige und bestmögliche Verwirklichung der städtebaulichen und stadtent-
wicklungspolitischen Ziele gewährleistet werden. Die Stadt Köln strebt daher im Sinne des 
Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorlagen-Nr. 0574/2023) die kooperative 
Entwicklung des Städtebauprojekts Kreuzfeld auf Grundlage der durch diesen Weiterpla-
nungsbeschluss politisch legitimierten Integrierten Planung an. 
 
Gemäß des durch den Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 4. Mai 2023 gefass-
ten Bedarfsfeststellungsbeschluss (Vorlagen-Nr. 4144/2022) wird die weitere Planung und 
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld auch weiterhin von einer umfassenden und trans-
parenten Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Das EU-weite Vergabeverfahren für ein entsprechen-
des Kommunikationskonzept soll bis Jahresende abgeschlossen werden. 
 
Finanzierung 
Mit dem Beschluss über die Planung und Durchführung eines Wettbewerblichen Dialogverfah-
rens gemäß § 119 Abs. (6) GWB und § 18 VgV sowie der anschließenden integrierten Pla-
nung zur Entwicklung eines städtebaulichen Masterplans auf Grundlage des Leitbildes Kreuz-
feld – Ein gutes Stück Köln sowie Beschluss über die Beauftragung eines verfahrensbeglei-
tenden Moderationsbüros und Beschluss über die Vergabe von Gutachten | hier: Bedarfsfest-
stellung (Vorlagen-Nr. 3536/2019 – mit Änderungen) hat der Rat der Stadt Köln den Bedarf für 
den wettbewerblichen Dialog, die Verfahrensbegleitung und Moderation sowie für die inte-
grierte Planung und die notwendigen Gutachten gemäß der Begründung festgestellt. Die Ge-
samtkosten für den Wettbewerblichen Dialog, die Beauftragung eines verfahrensbegleitenden 
Moderationsbüros sowie der erforderlichen Gutachten belaufen sich voraussichtlich auf insge-
samt circa 1,24 Millionen Euro (brutto). Noch im Rahmen der Integrierten Planung anfallende 
Kosten, wie beispielsweise für die vorgesehene öffentliche Abschlussveranstaltung zu dieser 
Planungsphase, werden aus diesem Budget finanziert.  
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Aufwandsermächtigungen stehen im Teiler-

5 
gebnisplan des Stadtplanungsamtes in der Produktgruppe 0901 - Stadtplanung, in der Teil-
planzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen im Haushaltsjahr 2023 und im 
Haushaltsjahr 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. 
 
 
Anlagen 
Anlage 1 Planungsbericht Integrierte Planung

Anlage 5- Stellungnahme Anfrage RM Syndicus

1139 Zeichen

61 13.11.2023 
612  
 
 
Stellungnahme zur Anfrage des RM Syndicus – GUT-Fraktion betreffend "Ent-
wicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld“ (V 1979/2023) hier: Stellungnahme 
der Verwaltung 
 
 
Austausch mit Stakeholdern im Stadtteil Blumenberg: 
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligungsveranstaltungen (u.a. Vor-Ort-Safari am 
10.09.2022 und Zwischenpräsentation am 11.03.2023) während des Gesamtverlaufs 
der nun zu beschließenden Phase der Integrierten Planung für die Entwicklung des 
neuen Stadtteils Kreuzfeld im Stadtbezirk Chorweiler haben Abstimmungen mit der 
Blumenberger Stadtgesellschaft und Interessensgemeinschaften stattgefunden. 
 
Für den weiteren Prozess, auch im Rahmen der Technischen Masterplanung, wer-
den fortlaufend Austauschprozesse mit beteiligten und interessierten Stakeholdern 
initiiert werden. Rückmeldungen, die in der Integrierten Planung angerissen wurden, 
werden in der Technischen Masterplanung weiter vertieft, ehe mit weiteren inhaltli-
chen bzw. technischen Erkenntnissen selbstverständlich vorgesehene Öffentlich-
keitsbeteiligungsprozesse oder öffentliche Workshops durchgeführt werden können.

Anlage 2- Vorab-Auszug aus dem Beschlussprotokoll zu 4.1 StEA 28.09.2023

917 Zeichen

Geschäftsführung  
Stadtentwicklungsausschuss 
Frau Hill-Schmidt 
Telefon: (0221) 32834 
Fax:  (0221)  
E-Mail: louise.hill-schmidt@stadt-koeln.de 
Datum: 29.09.2023 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 22. Sitzung des 
Stadtentwicklungsausschusses vom 28.09.2023 
öffentlich 
4.1 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbe-
schluss der Integrierten Planung 
1979/2023 
4.1.1 Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE betreffend "Entwicklung des 
neuen Stadtteils Kreuzfeld  
hier: Weiterplanungsbeschluss der Integrierten Planung" 
AN/1725/2023 
 
4.1.2 Änderungsantrag der Fraktion GUT-Köln zu TOP 4.1 Entwicklung des 
neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbeschluss der Inte-
grierten Planung 
AN/1731/2023 
 
Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss verweist die Angelegenheit ohne Votum in die nach-
folgenden Gremien. 
 
 
Abstimmungsergebnis:  
 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage 3 - Auszug BP 9.2.5 BV 19.10.2023

4766 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 
Herr Schulz 
Telefon: (0221) 221 96313 
Fax:  (0221) 221 96400 
E-Mail: christian.schulz1@stadt -
koeln.de 
Datum: 26.10.2023 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung 
Chorweiler  vom 19.10.2023  
öffentlich 
9.2.5 Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld – hier: Weiterplanungsbe-
schluss der Integrierten Planung 
1979/2023 
 
 
Abstimmung über den durch BBM Zöllner mündlich eingebrachten Änderungs-
antrag: 
 
Unter Nr. 4 wird die Beschlussvorlage um die folgenden Fragen und Anmerkungen er-
gänzt: 
 
In Bezug auf die Problematik Blumenbergsweg bittet die Bv Chorweiler um 
konkrete Auskunft über die Planung und zeitliche Perspektive. Hier vor allem 
in Bezug darauf, wie ausgebaut und an die BAB angebunden wird. 
 
Vor dem Hintergrund des angesprochenen Bildungscampus wird um Informa-
tionen gebeten. ob das Konzept der geplanten Schulen der richtige Weg sei 
oder stattdessen nicht doch ein Bildungscampus geschaffen werden soll? Die 
geplanten Räumlichkeiten sollen anpassbar sein. Entstehende Synergieef-
fekte der Nutzung von Mensen und Sporthallen ebenso wie Pausenräume sol-
len geschaffen werden. 
 
ÖPNV 
Wie wird das S-Bahn-Konzept funktionieren, wie wird die Einhaltung der Tak-
tung ebenso wie Verhinderung der Umfahrung einzelner Stadtteile gewährleis-
tet? Wie steht es um die Anbindung Kreuzfelds? Busrouten durch die geplan-
ten Hoods sollen auf die Nutzbarkeit auch durch Gelenkbusse überprüft wer-
den. Ein Wunsch ist die Anbindung an die Straßenbahn. Wie steht es um die

medizinische Versorgung, welche Informationen gibt es seitens der kassen-
ärztlichen Vereinigung zum Thema Krankenhaus? Hier sei eine langfristige 
Planung notwendig. 
 
Die Prüfung der Errichtung einer Wildbrücke ist notwendig für eine breiter aus-
gebaute Verbindung zwischen Chorweiler und Kreuzfeld 
 
Starkregenereignisse 
 
Der Retentionsraum Worringen muss betrachtet werden, ebenso wie die vor-
handene Aluvialrinne, um eine Lösung zur Entwässerung zu finden. 
 
Technischer Masterplan 
 
Die BV Chorweiler ist zu informieren und an der Umsetzung zu beteiligen, 
ebenso wie die betroffenen BürgerInnen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt. 
 
 
Abstimmung über den so geänderten Beschluss: 
Die BV Chorweiler empfiehlt dem Stadtentwicklungausschuss, folgenden Beschluss 
zu fassen: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss  
 
1. beschließt die in Anlage 1 beigefügte Integrierte Planung für Köln-Kreuzfeld 
einschließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Planzeichnungen als städ-
tebauliche Planung nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die wei-
tere Bauleitplanung; 
2. beauftragt die Verwaltung, die zur kooperativen Umsetzung der Integrierten 
Planung im Sinne des Grundsatzbeschlusses zum Umsetzungsmodell (Vorla-
gen-Nr. 0574/2023) notwendigen Bauleitplanverfahren vorzubereiten (Ände-
rung des Flächennutzungsplans sowie Aufstellung von Teilbebauungsplänen); 
3. verzichtet auf nochmalige Vorlage, falls die Bezirksvertretung Chorweiler ohne 
Einschränkung zustimmt. 
4. In Bezug auf die Problematik Blumenbergsw eg bittet die Bv Chorw eiler um kon-
krete Auskunft über die Planung und zeitliche Perspektive. Hier vor allem in Be-
zug darauf, w ie ausgebaut und an die BAB angebunden w ird. 
 
Vor dem Hintergrund des angesprochenen Bildungscampus w ird um Informati-
onen gebeten. ob das Konzept der geplanten Schulen der richtige Weg sei o-
der stattdessen nicht doch ein Bildungscampus geschaffen w erden soll? Die 
geplanten Räumlichkeiten sollen anpassbar sein. Entstehende Synergieeffekte 
der Nutzung von Mensen und Sporthallen ebenso w ie Pausenräume sollen ge-
schaffen w erden. 
 
ÖPNV

Wie w ird das S-Bahn-Konzept funktionieren, w ie w ird die Einhaltung der Tak-
tung ebenso w ie Verhinderung der Umfahrung einzelner Stadtteile gew ährleis-
tet? Wie steht es um die Anbindung Kreuzfelds? Busrouten durch die geplanten 
Hoods sollen auf die Nutzbarkeit auch durch Gelenkbusse überprüft w erden. 
Ein Wunsch ist die Anbindung an die Straßenbahn. Wie steht es um die medizi-
nische Versorgung, w elche Informationen gibt es seitens der kassenärztlichen 
Vereinigung zum Thema Krankenhaus? Hier sei eine langfristige Planung not-
w endig. 
 
Die Prüfung der Errichtung einer Wildbrücke ist notw endig für eine breiter aus-
gebaute Verbindung zw ischen Chorw eiler und Kreuzfeld 
 
Starkregenereignisse 
 
Der Retentionsraum Worringen muss betrachtet w erden, ebenso w ie die vor-
handene Aluvialrinne, um eine Lösung zur Entw ässerung zu finden. 
 
Technischer Masterplan 
 
Die BV Chorw eiler ist zu informieren und an der Umsetzung zu beteiligen, 
ebenso w ie die betroffenen BürgerInnen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (3)

28.09.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 4.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
19.10.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.2.5 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
30.11.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1979/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
18.01.2024
Erstellt
13.06.2023 16:32