2402/2024
Bürgereingabe nach § 24 GO– „Fort XI in Mülheim“, Aktenzeichen 221/23 B
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/23/230 Vorlagen-Nummer 2402/2024 Freigabedatum 28.08.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO– „Fort XI in Mülheim„, Aktenzeichen 221/23 B Beschlussorgan Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, beschließt aber den Antrag des Petenten abzulehnen. Ämterübergreifendes Ziel der Verwaltung ist eine gemeinwohlorientierte Nutzung des Fort XI zu ermöglichen und die Außenfläche des Fort XI für temporäre Open-Air-Nutzungen im Jahr 2025 zur Verfügung zu stellen. Der Petent hat zu gegebener Zeit die Möglichkeit sich über die geplante Ausschreibung als Veranstalter mit einem aussage- und prüffähigen Konzept zu bewerben. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.09.2024 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 23.09.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Petent äußert seine Sorge an einer fairen Behandlung durch die Verwaltung und stellt das Verwaltungshandeln infrage. Er bittet um Stellungnahme bzw. Unterstützung seines Vorha- bens durch die Politik. Für die Nutzung und Instandsetzung des städtischen Forts XI in der Piccoloministr. in Köln– Mülheim hat der Petent einst einen Stufenplan entwickelt. Danach sollte in der ersten Stufe der Außenbereich der Fort-Anlage für Veranstaltungen ge- nutzt werden. Die zweite Stufe sieht den Ausbau und die dauerhafte Nutzung der weitestge- hend leerstehenden Aufbauten als integratives Kulturzentrum vor. Das Fort XI liegt im Landschaftsschutzgebiet L 26 „Merheimer Heide und ehemaliger Fes- tungsgürtel Ostheim bis Mülheim“. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Untere Naturschutzbehörde (UNB), hatte dem Pe- tenten für temporäre Veranstaltungen unter Auflagen eine Ausnahme von den dort geltenden Verboten in Aussicht gestellt. Das von ihm eingereichte Konzept nebst Umweltgutachten stellt aus Sicht der UNB keine prüffähige Unterlage dar. Dem Petenten wurde seitens der UNB mehrfach erläutert, welche Unterlagen für eine Antrag- stellung benötigt werden sowie anschließende Erläuterungstermine angeboten. Die erforderlichen Unterlagen wurden in der benötigten Qualität bis heute nicht vorgelegt. In der Folge ist es auch nicht zu weiteren Gesprächen mit der UNB gekommen. Das in diesem Zusammenhang kontaktierte Bauaufsichtsamt konnte die Planung des Peten- ten mangels aussagekräftiger Unterlagen bisher ebenfalls nicht prüfen. Nach zahlreichen Hin- weisen von dort, wie zum Beispiel zum Landschafts-, Arten- und Denkmalschutz sowie einer gesicherten Feuerwehrzufahrt und notwendigem Stellplatznachweis wurde ihm unter anderem auch in einem persönlichen Gespräch am 17.08.2023 unter Beteiligung der zuständigen Fachämter empfohlen, durch seinen vorlageberechtigten Architekten einen genehmigungsfä- higen Antrag beim Bauaufsichtsamt zu stellen. Diesem Vorschlag ist der Petent bis heute nicht nachgekommen. Nach zahlreichen Hinweisen und Erläuterungen der beteiligten Dienststellen bezüglich der vom Petenten zu beachtenden Bestimmungen ist nicht erkennbar, dass hier die Verwaltung versagt hätte. Vielmehr haben sich die persönlichen Planungen des Petenten nicht uneinge- schränkt mit den geltenden gesetzlichen Regelungen in Deckung bringen lassen. Die Verwaltung arbeitet an einer Gesamtkonzeption zur Sicherung und zukünftig gemeinwohl- orientierten Nutzung aller Festungsanlagen. Dazu hat die Verwaltung bereits im April 2024 in der Vorlage 1334/2024 eine Stellungnahme abgegeben, die im Liegenschaftsausschuss so- wie Stadtentwicklungsausschuss beraten wurde. Aufgrund der Erfahrungen aus einem gescheiterten Interessenbekundungsverfahren für das Fort X im inneren Festungsring hat die Verwaltung Anfang 2024 eine ämterübergreifende Ar- beitsgruppe eingerichtet. Ein erstes Teilziel ist, nach Herstellung einer einheitlichen Verwaltungsmeinung zu kurz- und mittelfristigen Nutzungsmöglichkeiten unter Federführung des Kulturraummanagements (KRM), temporäre Open-Air-Nutzungen auf der Außenfläche vom Fort XI an fünf Terminen in 2025 zu ermöglichen. 3 Dabei wird das KRM nicht als Veranstalter fungieren. Vielmehr können sich zu gegebener Zeit Veranstalter mit aussage- und prüffähigen Konzepten beim KRM bewerben. Der Petent hat zu gegebener Zeit die Möglichkeit sich über die geplante Ausschreibung als Veranstalter mit ei- nem aussage- und prüffähigen Konzept zu bewerben. Anlage: Eingabe des Petenten
Anlage 1 - Eingabe des Petenten
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Eingabe des Petenten Anlage 1 Von: Gesendet: Dienstag, 19. Dezember 2023 17:37 An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Fort XI in Mülheim und das Versagen der Ämter Sehr geehrte Damen und Herren, ich melde mich heute bei Ihnen um mich über die unserer Meinung nach unfaire Behandlung durch die Behörden zu beschweren. Es geht hier um die Vergabe des Fort XI für eine Nutzung als sozio-kulturelles Zentrum durch unseren Verein namens "XXX". Mitte 2021 haben wir dazu Konzepte, Baugutachten, Einschätzungen von zwei unabhängigen Schallschutzgutachtern, ein Umweltgutachten, die positive Einschätzung der Feuerwehr zur Fluchtwegsituation und diverse andere Expertenmeinungen eingereicht. Wir haben mit der hiesigen Politik gesprochen und erhalten hier regelmäßig Rückhalt aus den demokratischen Parteien. Wir haben Paragraphen um Paragraphen, den man uns seitens der Behörden in den Weg stellen wollte abgearbeitet und stehen mittlerweile an einem Punkt, an dem die Behörden kaum noch Argumente finden, bzw. die meisten Unklarheiten beseitigt sind. Wir haben Sponsoren aus Fördermitteln, Energieversorgern und Privatunternehmen, sowie Einzelinvestoren gesammelt und nachhaltige, sowie vielfältige Konzepte vorgelegt. Das Fort XI in Mülheim eignet sich perfekt um einen Ort für die Bürger*innen dieser Stadt zu schaffen, an dem Kunst und Kultur, Jugendarbeit, Integrationsarbeit und ein friedliches Zusammenkommen möglich und passend sind. Dies ist in Zeiten des Krieges an den Grenzen Europas mehr als nötig. Von Seiten der Behörden, insbesondere aus dem Amt für Umwelt, dem Kulturraummanagement, dem Bauaufsichtsamt und auch dem Liegenschaftsamt weht uns dafür allerdings keine positive Rückmeldung entgegen, sondern lediglich widersprüchliche Aussagen, falsche Versprechen und unseriöses Verhalten. Ich nenne Ihnen dazu gerne ein paar Beispiele: Bei einem gemeinsamen Termin im August, wurde uns seitens des Amtes für Umwelt geraten mit eben jenem Amt einen Termin zu finden um das weitere Vorgehen zu besprechen. Seither ist uns trotz eines positiven Umweltgutachtens, welches wir bei einem Umwelttechniker des TÜV in Auftrag gegeben haben, ein Termin versagt geblieben. Stattdessen wird uns geraten einen Antrag zu stellen, bei dem in Aussicht gestellt wird, gemeinsam eine Lösung zu finden. Nachdem wir den Antrag stellen, wird dieser wortlos abgelehnt und wir hören auch auf mehrmaliges Nachfragen nichts mehr aus dem Amt für Umwelt. Ein anderes Beispiel kommt direkt aus dem Kulturraummanagement. Hier haben wir zu Beginn der Amtszeit 2022 unsere Ideen und Konzepte vorgestellt. Wir wurden belächelt, uns wurde mitgeteilt, dass das so nicht möglich sei und wir uns mit unseren Ideen zurückhalten sollten. Nachdem wir nun, wie oben bereits geschrieben, die Möglichmachung des Projektes durch diverse Gutachten und Konzepte aufgezeigt haben, müssen wir feststellen, dass das Kulturraummanagement anstatt uns dabei zu unterstützen das Projekt voran zu treiben, es uns mit unseren eigenen Konzepten aus den Händen nehmen und die Lorbeeren dafür selbst einheimsen möchte. Das Amt für Liegenschaften schrieb uns dazu, dass das Kulturraummanagement jetzt den Fall von ganz vorne aufrollt. Das bedeutet nicht nur mindestens drei bis fünf weitere Jahre in denen Kinder und Jugendliche ohne Aufsicht auf den 10m hohen Dächern rumlaufen und den weiteren Verfall des denkmalgeschützten und wirklich schönen Gebäudes, sondern auch, dass wir einen fünfstelligen Betrag ausgegeben und alle Punkte der Ämter nach und nach abgearbeitet haben, damit am Ende der Klüngel unter den Ämtern siegt und anstatt eines Bewerbers, nämlich unseres gemeinnützigen Vereins, welcher immer wieder Tatsachen schafft und Ergebnisse abliefert, das Kulturraummanagement mit unseren Konzepten das Fort XI dem Untergang preisgibt. Denn laut eigener Aussage, sind weder die Gelder, noch die personellen Ressourcen vorhanden um ein solches Projekt zu stemmen. Auch aus dem Bauamt müssen wir uns regelmäßig mit unseriösen Aussagen rumschlagen. So wissen die Kolleg*innen nicht einmal, dass eine Straße zum Fort führt, wobei die Konzepte bereits seit über zwei Jahren bei allen Ämtern liegen müssten. Gleichzeitig wird uns aber mitgeteilt, dass kein Fluchtweg vorhanden sei. Dies haben wir mittlerweile durch ein positives Gutachten der Feuerwehr widerlegen lassen. Seither ist auch aus diesem Amt keine Rückmeldung mehr für uns ersichtlich. Wir haben Rückhalt aus verschiedenen Parteien, Bürgervereinen wie dem Bürgerverein Mülheim, Kinderhilfe Mesopotamien, Lebenshilfe eV, dem Jugendamt, Amt für Denkmalschutz, Fortis Colonia und vielen mehr. Trotzdem verweigert die Verwaltung ein Weiterkommen. Dies ist für uns nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern entbehrt jeglicher Logik. Die Stadt braucht Räume in denen die von uns vorgeschlagenen Konzepte möglich sind, verweigert aus unerfindlichen Gründen jedoch das Weiterkommen und gibt lieber Steuergelder für teure Anwaltskanzleien aus (Kulturraummanagement) oder um aufgebrochene Schlösser und Zäune wieder auszutauschen (das Amt für Liegenschaften zahlt jedes Jahr laut eigener Aussage knapp 60.000€ dafür), anstatt das Fort XI endlich für ihre Bürger*innen zur Verfügung zu stellen. Ich möchte Sie als Vorsitzender des Vereins und der Interessensvertretung Fort XI darum bitten dieser Sache nachzugehen. Wir als Bürger*innen dieser Stadt können das inkompetente Verhalten der Verwaltung so nicht mehr hinnehmen und arbeiten gerade unter anderem mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, als auch mit dem WDR an einer Reportage zu dieser Bankrott Erklärung seitens der Verwaltung. Es braucht aber Beschlüsse aus den politischen Gremien um dieser völlig außer Rand und Band geratenen und abseits der Realität agierenden Ämter wieder Herr zu werden. Ich hoffe inständig, dass Sie hier etwas ausrichten können. Wir haben immer wieder unsere Kooperationsbereitschaft gezeigt und sind weiterhin gewillt hier etwas Positives zu schaffen, allerdings kann das nur geschehen, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und dafür müssen auch die Behörden mitspielen. Ich danke Ihnen im Namen des Vereins und der Interessensvertretung vorab für Ihre Zeit und die Mühe. Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit freundlichen Grüßen
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2402/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 28.08.2024
- Erstellt
- 06.08.2024 08:00