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3356/2023

Dritter Sachstandsbericht Essbare Stadt Oktober 2023

Mitteilung Ausschuss 02.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 23.11.2023, TOP 7.13

Anlage 1 Sachstandsbericht Essbare Stadt 2023

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 Sachstandsbericht Essbare Stadt 2023

69012 Zeichen

Sachstandsbericht Konzept Essbare Stadt 
 
 
Erstellt vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
In Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Verbraucherschutz-
amt  
 
 
 
 
Stand Oktober 2023

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
 
Essbare Veedels-Plätze 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Bezirksvertretungen der Stadt Köln beschließen die Schaffung von Möglichkeiten zum 
partizipativen Gärtnern im öffentlichen Raum. Die Verwaltung setzt diesen Beschluss unter 
vereinbarten Rahmenbedingungen wie z.B. durch Patenschaften und Nutzungsverträgen 
um. Dazu beschließt der Stadtrat den Anbau von essbaren Pflanzen für Mensch und Tier im 
öffentlichen Raum wie in Parkanlagen, auf öffentlichen Plätzen, Seitenstreifen etc. Die Aus-
stattung und die Art des Gärtnerns ist standortabhängig und schließt Gärtnern in Hochbee-
ten, im Boden, vertikal oder in Designcontainern mit ein. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Der Ausschuss Umwelt und Grün hat in der Sitzung vom 07.06.2018 die von der Verwaltung 
vorgelegte systematische Analyse und Beschreibung zum Thema „essbare Stadt“ ausdrück-
lich gewürdigt. Gleichzeitig hat er die Verwaltung beauftragt das Konzept fortzuschreiben. 
Hierdurch hat sich der Ausschuss grundsätzlich für die Förderung einer „essbaren Stadt“ 
ausgesprochen. 
Der Ausschuss Umwelt und Grün hat in seinem Beschluss jedoch auch formuliert „Öffentli-
che Grünflächen und Parks sind für die Nutzung durch die Allgemeinheit zu sichern, privater 
Gartenbau ist dort nicht zu gestatten.“ Eine Nutzung öffentlicher Grün- und Parkanlagen ist 
somit ausgeschlossen. Öffentliche Plätze werden zum Teil auch heute schon für den Anbau 
essbarer Pflanzen genutzt. 
Die Verwaltung fördert aktiv Patenschaften und schließt auch Nutzungsverträge ab. 
 
Fazit: Die Forderung ist durch den Beschluss vom 07.06.2018 grundsätzlich erfüllt. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Die Zahl vergebener Baum-, Gieß- und Flächenpatenschaften wird kontinuierlich 
größer und bei aktuellen Bauvorhaben seitens der Verwaltung bewusst miteingeplant (z.B. 
die Vergabe 21 neuer Baum-Patenschaften nach dem Umbau der Vogelsanger Straße in Eh-
renfeld). 
Weitere Patenschaften für Flächen und Baumscheiben sind derzeit in Bearbeitung. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Hier die kumulierte Entwicklung der Patenschaften in den vergangenen Jahren so-
wie 2022: 
 
2019 
Baumbeetpatenschaften: 944 
Grünflächenpatenschaften: 353 
 
2020 
Baumbeetpatenschaften: 1207 
Grünflächenpatenschaften: 359 
Gießpatenschaften (Wassersäcke): 718

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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2021 
Baumbeetpatenschaften: 1436 
Grünflächenpatenschaften: 373 
Gießpatenschaften: 711 
 
2022 
Baumpatenschaften: 1461 
Grünflächenpatenschaften: 382 
Gießpatenschaften: 714 
 
Zudem engagieren sich Pat*innen für Brunnen und Friedhöfe (30). 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Hier die kumulierte Entwicklung der Patenschaften im Jahr 2023: 
 
2023 
Baumpatenschaften: 1347* 
Grünflächenpatenschaften: 392 
Gießpatenschaften: 709* 
 
*Hier sind auch Initiativen und Personen erfasst, die sich um mehrere Beete, bzw. Bäume 
kümmern. 
 
Zudem engagieren sich weiterhin 30 Pat*innen für Brunnen und Friedhöfe. 
 
 
Neu- und Ersatzpflanzungen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Bis 2025 sind Neuanpflanzungen und Ersatzanpflanzungen auf kommunalen Flächen (da-
runter Grünanlagen, Schulhöfen) sowie auf Flächen mehrheitlich kommunaler Unternehmen 
zu 70 % mit möglichst vielfältigen, essbaren Nutzpflanzen für Mensch und/oder Tier im Sinne 
der Biodiversität gehalten. Das Grünflächenamt erarbeitet hierfür zeitnah ein Bepflanzungs-
raster angelehnt an die bereits existierende Pflanzliste des Bezirks Berlin Kreuz-berg/Fried-
richshain. Danach werden künftig alle Anpflanzungen durch die Stadt und ihre Dienstleister 
im öffentlichen Raum überprüft und umgesetzt. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Der Ausschuss Umwelt und Grün hat mit dem Beschluss vom 07.06.2018 grundsätzlich die 
Verwaltung beauftragt bei der Neuanlage von Grünanlagen und der Gestaltung von Freiflä-
chen die Anpflanzung von essbaren Pflanzen zu berücksichtigen. 
Eine Vorgabe von 70% wird nicht befürwortet, da auch andere Aspekte (Gestaltung, Bio-
diversität etc.) zu berücksichtigen sind. Im Einzelfall wird der Anteil essbarer Pflanzen festge-
legt. 
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Um-
weltamt hierfür zeitnah eine geeignete Pflanzenliste aus heimischen, blütenreichen Arten. 
 
Fazit: Eine Liste geeigneter Pflanzen wird erarbeitet.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Sachstand 2021 
10/2021: Eine Liste essbarer heimischer Gehölze für die Verwendung in den unterschiedli-
chen Situationen des öffentlichen Raums (Straßenraum, Grünfläche, u.Ä.) ist erfolgt. Die er-
arbeitete Pflanzliste wird als Teil des Sachstandsberichts vorgelegt und künftig den entspre-
chenden Zuständigen für Neu- und Nachpflanzungen im städtischen Grün als Planungs-
grundlage zur Verfügung gestellt. Langfristig soll des Weiteren eine Integration in das Grün-
handbuch der Stadt erfolgen. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Die textliche Änderung des Beschlusses zur Essbaren Stadt wird parallel zu der 
hier vorliegenden Mitteilung als Beschlussvorlage in den Ausschuss Klima Umwelt und Grün 
eingebracht und somit für alle Ämter verpflichtend abgeändert in „70% der Neu- und Ersatz-
pflanzungen sind für Menschen oder Tiere essbar“. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Die textliche Änderung „70% der Neu- und Ersatzpflanzungen sind für Menschen 
und/ oder Tiere essbar“ wurde vom Ausschuss Klima Umwelt und Grün angenommen und 
gilt nun verpflichtend und amtsübergreifend für Neu- und Ersatzpflanzungen. Die Liste Ess-
barer Gehölze wird um einige für Tiere wichtige Arten ergänzt und in die Neufassung des 
Grünhandbuchs mitaufgenommen. Zudem wird die Liste der Kölner Straßenbäume um die 
Angabe „Nährgehölz für Tiere“ ergänzt. 
 
 
Phytosanierungen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadtverwaltung prüft die Sanierung einzelner belasteter öffentlicher Flächen hinsichtlich 
der Bodensanierung durch Pflanzen (Phytosanierung). Zwei Testflächen werden ausgewie-
sen und die Phytosanierung wissenschaftlich begleitet (z.B. als universitäres Forschungspro-
jekt). Bodeneigentümer*innen werden auf Anfrage zum Thema Phytosanierung beraten. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Auf vielen innerstädtischen Brachlandflächen finden sich z. T. erhöhte Konzentrationen an 
Schadstoffen insbesondere auch an Schwermetallen, die hinsichtlich ihrer städteplaneri-
schen Nutzung ein Problem darstellen können. Daher ist es wichtig, verstärkt Bemühungen 
zu unternehmen diese belasteten Böden zu sanieren und sie dadurch wieder einer Nutzung 
z. B. als Grabeland oder Grünfläche zuzuführen. Neben den üblichen und kostenintensiven 
Verfahren des Bodenaustausches, gewinnen alternative Verfahren, zu denen auch die Phy-
tosanierung gehört, immer mehr an Bedeutung 
Da Phytosanierungen in der Regel lange andauern und einen großen Untersuchungs- und 
Kontrollaufwand erforderlich machen, eignen sich diese besonders für hoch belastete Böden 
und möglichst große Areale, die keinem zeitlichen Druck unterliegen bebaut oder genutzt zu 
werden. 
Durch den Anbau und mehrfacher Ernten der Biomasse sollen dem Boden die toxischen SM 
innerhalb eines überschaubaren Zeitraums entzogen werden, so dass nach einigen Jahren 
das Grundstück einer gefahrlosen Nutzung zugeführt werden kann. Nach Ernte der Bio-
masse wäre eine Verbrennung oder sogar eine Wiederverwertung der kontaminierten Pflan-
zenreste zu prüfen (Recycling). Das Konzept ist wenig geeignet für gering bis mäßig belas-
tete, relativ kleine, innerstädtischen Flächen. Durch einen konventionellen Bodenaustausch 
können derartige Flächen wesentlich schneller und effizienter einer gartenbaulichen Nutzung

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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zugeführt werden. Für stark belastete und große Areal sollte das Konzept der Phytosanie-
rung weiterhin verfolgt werden. [...] Vor und Nachteile der Phytosanierung auf innerstädti-
schen Kleinflächen 
 
Vorteile: 
-  Geringe Kosten bei großen Flächen und einfache Handhabung 
-  Keine umfangreichen Tiefbauarbeiten 
-  Einfache Entsorgung der Schadstoffe durch Entsorgung der Biomasse 
 
Nachteile: 
-  Hoher Zeitfaktor, da Dauer schwer abschätzbar ist 
-  Bei kleinen Flächen relativ kostenintensiv 
-  Großer Untersuchungs- und Kontrollaufwand 
-  Flächen stehen für die Sanierungsdauer nicht zur Verfügung 
-  Ggf. Bodenverbesserungsmaßnahmen erforderlich 
-  Ggf. Zusatz von Chemikalien zur Unterstützung der Verfügbarkeit der SM 
-  Zusätzliche genehmigungsrechtliche Maßnahmen (WE) 
 
Fazit: Das Verfahren zur Bodensanierung durch Pflanzen (Phytosanierung) wird grundsätz-
lich begrüßt. Eine Anwendung erfolgt im Einzelfall. 
 
 
Sachstand 2021 
Bislang ist keine Maßnahme bekannt, bei der eine Phytosanierung zum Einsatz gekommen 
ist. Kosten und Zeitdauer sprechen i. d. R. gegen eine Sanierung von belasteten Kleinflä-
chen. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Die Phytosanierung wird als eine von 3 Varianten in der Machbarkeitsstudie "Wie-
dervernässung Flehbachaue" genannt. 
 
 
 
Flächenentsiegelung 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Bis 2023 erfolgt eine Erhebung zu möglicher Flächenentsiegelung seitens der Stadtverwal-
tung mit dem Ziel, weitere kommunale Flächen für den Anbau von öffentlichem, essbarem 
Grün zu erschließen. Mindestens 20 % der ermittelten Flächen sind bis 2030 zu entsiegeln 
und werden vorrangig für partizipative Gartenprojekte im Sinne der Essbaren Stadt genutzt. 
Insbesondere ist die Entsiegelung von Schulgeländen zu beachten.  
Entsiegelungsplan: Die Stadtverwaltung erarbeitet bis 2026 einen Plan zur systematischen 
Entsiegelung von kommunalen und nichtkommunalen Böden im Kölner Stadtgebiet.  
10/2021: Bisher wurde von Seiten der Unteren Boden Behörde (UBB) Köln noch keine Phy-
tosanierung im Rahmen einer ordnungsbehördlichen Maßnahme überwacht oder begleitet.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Online-Karte: Einzelne verfügbare Flächen werden ab 2022 auf einer Online-Karte auf stadt-
koeln.de ausgewiesen, sodass sich Anwohner*innen ihrer Nachbarschaft einfach informieren 
und niederschwellig loslegen können. Vorbild ist die Urban-Gardening-Karte der Stadt Bonn.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Nach § 15 (3) des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) „.. ist vorrangig zu prüfen, ob der 
Aus gleich oder Ersatz auch durch Maßnahmen zur Entsiegelung, ...“ erbracht werden kann. 
Diese Vorgabe wird konsequent angewendet und in vielen Fällen werden projektbezogen 
Entsiegelungen durchgeführt. Eine Nutzung als Anbaufläche müsste aufgrund der Altlasten-
problematik in jedem Einzelfall separat geprüft werden. Daher können solche Flächen in ers-
ter Linie unter Biodiversitätsaspekten gestaltet werden. 
Eine Erfassung von potentiellen Entsiegelungsflächen, auch für den Anbau von öffentlichem, 
essbarem Grün, wird nicht befürwortet. Dies ist nur mit verhältnismäßig hohem Aufwand zu 
erstellen und vor allem fortzuschreiben. In Zusammenarbeit auch mit Initiativen (z.B. Ernäh-
rungsrat) werden vorgeschlagene Flächen im Einzelfall geprüft. 
In der vom Ausschuss Umwelt und Grün am 07.06.2018 beschlossenen Vorlage „essbare 
Stadt“ wurde dargelegt, dass „eine aktive Bereitstellung von Flächen seitens der Stadtver-
waltung nicht erfolgt, da Gemeinschaftsgärten nur durch örtliche Einzelinitiativen gegründet 
werden, die sich gezielt auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück begeben.“ 
Die Bereitstellung einer Online-Karte wird von Seiten der Verwaltung nicht befürwortet, da 
die bisherigen Nachfragen jeweils im Einzelfall gelöst werden konnten und der Aufwand im 
Vergleich zum Nutzen als zu hoch eingeschätzt wird. 
 
Fazit: Die Erstellung eines Entsiegelungsplans und einer Online-Karte werden nicht befür-
wortet. 
 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
Die Bereitstellung einer Online-Karte potentieller Freiflächen für Urban Gardening-Vorhaben 
wird weiterhin nicht befürwortet. Stattdessen bietet die Verwaltung weiterhin an, interessierte 
Personen bei der Flächensuche zu unterstützen. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Für ein umfassendes Entsiegelungskonzept ist eine Stelle eingerichtet worden, die 
zum 15.11.2023 besetzt wird und in der Abteilung Grün- und Landschaftsplanung des Amtes 
für Landschaftspflege und Grünflächen angesiedelt ist. 
 
 
 
09/2022: Für das Stadtgebiet von Köln soll ein systematisches und methodisch fundiertes 
Entsiegelungskonzept und hierauf aufbauend ein digitales Entsiegelungskataster erstellt wer-
den. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung und Dokumentation beste-
hender Entsiegelungspotenziale, sowie die Erfassung und Dokumentation von entsiegelten 
Flächen. Um dieses Ziel zu erreichen und konkrete Entsiegelungsmaßnahmen im Bereich 
des Inneren Grüngürtels umzusetzen beabsichtigt die Verwaltung eine Förderskizze beim 
Förderprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ zu stellen.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Wildwiesen und Insektenweiden 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Verwaltung wird beauftragt bis 2025 Verkehrsinseln, Mittelstreifen und städtische Brach-
flächen in bienen- und insektenfreundliche Flächen umzuwandeln. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Der Rat der Stadt Köln hat im Mai 2010 die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ 
verabschiedet und ist im Mai 2017 dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ 
beigetreten. Der Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist für Köln eine aktuelle Her-
ausforderung und hat eine hohe Bedeutung bei Entscheidungsprozessen. Mit der Bewer-
bung für das Label „Stadtgrün naturnah“ liegt nun ein umfassender Maßnahmenkatalog vor, 
der auch in großem Umfang die Anlage bienen- und insektenfreundlicher Flächen vorsieht. 
Hier sollte darauf geachtet werden, dass zur Förderung der Artenvielfalt, insbesondere hin-
sichtlich der Insekten, dauerhafter Bewuchs präferiert wird, da einjährige Pflanzungen den 
Überwinterungsaspekt nicht hinreichend berücksichtigen. 
 
Fazit: Mit dem Konzept Stadtgrün-naturnah wird die Forderung aufgegriffen. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Die Entwicklung Artenreicher Wiesen in der Stadt und in städtischen Grünflächen 
ist Gegenstand mehrerer Projekte („Stadtgrün naturnah“, „Grüne Infrastruktur“). Diese – teil-
weise EFRE-geförderten - Maßnahmen haben zum Ziel, die Artenvielfalt auf diesen Flächen 
durch Ansaat und Mahdgutübertragung sowie ein angepasstes Pflege- und Mahdkonzept zu 
erhöhen und somit mehr innerstädtischen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen. 
Ein Großteil der 110 geplanten Hektar Wiesenfläche ist bereits angelegt, bis Ende des Jah-
res soll die Maßnahme vollständig umgesetzt sein. Zudem sind artenreiche Wiesen Bestand-
teil aktueller Schulgartenumgestaltungen. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Die Gesamtfläche der angelegten artenreichen Wiesen beträgt aktuell insgesamt 
1.416.919,65 m² (141,7 ha). Davon wurden 256.248,64 m² (25,6 ha) mit Hilfe von Mahdum- 
stellung hergerichtet, die restliche Fläche wurde eingesät. In dieser Gesamtzahl enthalten 
sind auch kleinere Einzelflächen im städtischen Raum. 
Die entsprechende Beschlussvorlage kann im Ratsinformationssystem eingesehen werden 
(1194/2021). Den darin verzeichneten, nach Bezirken gegliederten Einzelvorlagen sind auch 
die Lagepläne zu entnehmen. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Im Anschluss an die bereits erfolgten Umwandlungen von Scherrasenflächen in Ar-
tenreiche Wiesen im Rahmen des Förderprogramms „Grüne Infrastruktur“ und „Stadtgrün 
naturnah“ ist mit dem Folgeprojekt REACT-EU des Europäischen Fonds für regionale Ent-
wicklung (EFRE) eine Weiterführung gelungen. REACT-EU fördert blühstarke artenreiche 
Wiesenbestände mit hoher dauerhafter Funktionalität für den Insektenschutz, die Artenviel-
falt und die Erholungsnutzung mit Umweltbildungsaspekt. 
Derzeit belaufen sich die Flächen Artenreicher Wiesen auf insgesamt 2.441.371 m² also ca. 
244.14 ha. Am 28.09.2023 wurde die Stadt nun mit Gold rezertifiziert. Das aktuelle 
Label läuft bis 2026.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Begrünte Flächen & vertikale Begrünung 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Dem Vorbild anderer Kommunen wie Paris und Hamburg folgend, erhöht Köln den Anteil der 
intensiven Dach- und Fassadenbegrünung. Dies geschieht mit drei Maßnahmen-paketen.  
Selbstverpflichtung der Stadt Köln: Die Stadt Köln übernimmt als Kommune eine Vor-
reiterrolle bei der Begrünung von Dachflächen und Fassaden. Die Gebäudew irtschaft 
w ird beauftragt, für alle öffentlichen Gebäude in Zusammenarbeit mit Umw eltamt, 
Bauamt, Essbarer Stadt und interessierten Bürger*innen bis 2024 ein Konzept zur Inten-
sivbegrünung städtischer Gebäude zu erarbeiten und dieses ab 2025 umzusetzen.  
Verstetigung bestehender Ansätze: Die Stadtverwaltung verstetigt die bestehende Image- 
und Informationskampagne für private Fassaden- und Dachbegrünung und das Förderpro-
gramm für Gebäudeeigentümer Grün hoch3) über den derzeitigen Förderzeitraum hinaus.  
Ausweitung auf Neubauten und Bestand: Um entsprechende Maßnahmen zu verstetigen, 
verpflichtet sich die Stadt Köln dazu, Anreize für Dachbegrünungen im Neubau sowie bei Be-
standsgebäuden zu schaffen. Dies betrifft insbesondere Flachdächer und Fassadenbegrü-
nungen im Sinne der Essbaren Stadt und kann über die Festschreibung in formellen Plänen 
(z.B. B-Plänen) sowie mithilfe von informellen Instrumenten (z.B. Beratungsangebote, Pro-
gramm mit finanzieller Unterstützung u.ä.) erfolgen.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Bereits jetzt bietet die Stadt Anreize zur Begrünung für Neubauten sowie den Bestand durch 
das Förderprogramm Grün hoch3. Das Werbekonzept GRÜN hoch3 wird unter stetiger Opti-
mierung und Evaluation weiter ausgebaut. Ziel ist eine möglichst hohe Inanspruchnahme, 
Bekanntheit und Akzeptanz zu erreichen. Angestrebt wird eine Verlängerung des Program-
mes. 
GRÜN hoch3 verfolgt das Ziel einer Anpassung an den Klimawandel und soll die hieraus re-
sultierende Zunahme von Starkregenereignissen und Hitze-ereignissen durch Verdunstungs-
kühlung und Re-genwasserrückhalt abmildern. 
In Bebauungsplanverfahren wird eine Gebäudebegrünung empfohlen und eine stärkere Be-
rücksichtigt dieser Empfehlungen befürwortet. 
Darüber hinaus umfasst der Ratsbeschluss AN/1639/2017 auch geplante Gebäude sowie 
Neubau und Sanierung städtischer Gebäude … als Vorbildfunktion. 
Fazit: Mit dem Förderprogramm Grün hoch3 wird die Forderung und mit dem genannten 
Ratsbeschluss die Ausweitung auf Neubauten und Bestand grundsätzlich aufgegriffen. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Durch die Fortschreibung der Richtlinie des Förderprogramms Grün hoch3 wurde 
das Programm auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet und zusätzliche Fördertatbestände 
aufgenommen (Förderung der Biodiversität, Rückbau von Schottergärten, Förderung von 
Systemen zur Regenwasserretention). 
Der Bekanntheitsgrad des Begrünungsprogramms hat durch eine zielgruppengerechte Öf-
fentlichkeitsarbeit deutlich zugenommen. Es wird weiterhin sehr gut in Anspruch genommen. 
Eine Verstetigung ist weiterhin beabsichtigt. 
 
In Bebauungsplanverfahren wird eine Gebäudebegrünung regelmäßig empfohlen und in vie-
len Planverfahren eine extensive Dachbegrünung durch das Stadtplanungsamt festgesetzt.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Sachstand 2022 
09/2022: Förderprojekt Grün hoch 3: 
 
Anzahl Anträge: 
(ab Okt.) 2018: 22 
2019: 85 
2020: 164 
2021:156 
2022: 100 (Stand Juni) 
Gesamt: 527 Anträge 
Anzahl positiv bewilligt: 458 
(22 Anträge aktuell in Bearbeitung 
Bewilligungssumme: 1.659.854,26 € 
 
Bereits umgesetzt: 
231 Dachbegrünungen 
45 Entsiegelungen 
49 Fassadenbegrünungen 
 
Summe ausbezahlt: 784.648,02 € 
 
Stand Städtische Projekte: 
(geplant/ in der Umsetzung; betrifft zumeist Schulgebäude): 
 
Stadtbezirk 1: drei extensive Dachbegrünungen und eine Fassadenbegrünung 
Stadtbezirk 2: eine extensive Dachbegrünung 
Stadtbezirk 3: drei extensive Dachbegrünungen 
Stadtbezirk 4: drei extensive Dachbegrünungen 
Stadtbezirk 9: eine extensive Dachbegrünung (zweite in Prüfung) 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Das Förderprojekt Grün hoch 3 wird um weitere 5 Jahre bis zum 31.07.2028 verlän-
gert. 
 
Anzahl Anträge: 
2018: 22 (ab Oktober) 
2019: 85 
2020: 164 
2021:156 
2022: 193  
2023: 81 (Stand 12.07.2023) 
Gesamt: 701 Anträge 
 
Anzahl positiv bewilligt: 616  
(17 Anträge aktuell in Bearbeitung 
Bewilligungssumme: rd. 2.356.000 € 
 
Stadtbezirk 5: vier extensive Dachbegrünungen (fünfte in Prüfung) 
Stadtbezirk 6: drei extensive Dachbegrünungen 
Stadtbezirk 7: eine extensive Dachbegrünung 
Stadtbezirk 8: drei extensive Dachbegrünungen

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN  
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Bereits umgesetzt: 
330 Dachbegrünungen 
70 Entsiegelungen 
64 Fassadenbegrünungen 
 
Summe ausbezahlt: rd. 1.276.000 € 
 
Stand Städtische Projekte: 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
Streuobstwiesen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Streuobstwiesenkommission soll verstetigt werden.  
Ab spätestens 2025 übernimmt die Biologische Station die Koordination des ehren-
amtlichen Engagements vor Ort, so dass die Wiesen und das Obst w ieder für die lo-
kale Ernährung genutzt werden können. Die Biologische Station stellt dabei die fachge-
rechte Pflege und die Kontinuität sicher. Die Finanzierung erfolgt über Drittmittel, städtische 
Mittel, Ausgleichsgelder und im besten Falle auch über die regionale Vermarktung der Pro-
dukte.  
Zur Entwicklung und Pflege von Obstbäumen im öffentlichen Raum (außerhalb von Streu-
obstwiesen) werden Patenschaften vergeben. Zur Qualifizierung der Paten, sowie zur Siche-
rung der Baumpflege von nicht verpachteten Obstbäumen, wird eine Fachstelle eingerichtet 
(bspw. als Kooperation zwischen Biologischer Station und Grünflächen-amt).  
Die Stadt Köln unterstützt die lokale Verarbeitung und Vermarktung von Streuobst und ande-
ren Produkten der Streuobstwiese durch Verkauf der Produkte in städtischen Kantinen, Wer-
bung und ggf. Investitionszuschüsse zur Herstellung von Produktions- und Vertriebswegen. 
Dabei orientieren sich Anbau, Veredelung zu Nahrungsmitteln und Vertrieb an einem ge-
schlossenen, energieschonenden und verpackungsarmen Kreislauf innerhalb des Stadtge-
bietes und des unmittelbar angrenzenden Umlandes. Ziel ist es, dass ab 2025 Saft von Köl-
ner Streuobstwiesen in Köln stadtweit zu erwerben ist.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Die Verwaltung erarbeitet zurzeit ein Gesamtkonzept zur Erfassung und Entwicklung der 
Streuobstbestände auf Kölner Stadtgebiet. Die sogenannte „Obstwiesenkommission“ (Zu-
sammenschluss Verbände, Verwaltung, Interessengruppen) begleitet diesen Prozess. Die 
Biologische Station Leverkusen/Köln hat sich bereit erklärt, 22 Flächen zu betreuen und zu 
pflegen. Die Verwaltung wird dem Ausschuss für Umwelt und Grün eine entsprechende Be-
schlussvorlage vorlegen. 
 
Fazit: mit der Gründung der „Obstwiesenkommission“ und der Übernahme von Obstwiesen 
durch die Biologische Station Leverkusen/Köln wird die Forderung aufgegriffen. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Die Obstwiesenkommission in Köln (Leitung durch Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen) befasst sich seit ihrer Gründung 2018 mit der Erfassung und dem Erhalt von 
Streuobstwiesen. Mitglieder der Kommission stammen beispielsweise sowohl aus der Stadt-
verwaltung als auch aus der Landwirtschaftskammer NRW, dem NABU, dem BUND und 
dem Ernährungsrat.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  ESSBARES ÖFFENTLICHES GRÜN 
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Es gibt in Köln etwa 95 städtische Flächen mit Obstgehölzen, darunter Wiesenflächen mit 
Obstbaumbestand sowie Obstbaumreihen und Einzelbäume in städtischen Grünanlagen und 
Straßenbäume. 
Zum Erhalt dieser Flächen werden individuelle Pflegekonzepte entwickelt und umgesetzt. Ein 
weiterer Fokus liegt auf der Ernte und der Weiterverarbeitung des anfallenden Obstes sowie 
auf der anschließenden Vermarktung der Produkte. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Die Betreuung der Streuobstwiesen ist nach wie vor sichergestellt – unter anderem 
auch durch die Biologische Station Leverkusen/ Köln sowie durch die Obstwiesenkommis-
sion (zu deren Funktion siehe Sachstand 2021). Keine der bestehenden Flächen ist grund-
sätzlich in ihrem Bestand gefährdet. 
Interessierte Bürger*innen können sich bei der Biotoppflege einbringen. Im Winter 20/21 wur-
den durch die biologische Station insgesamt 78 Obstbäume neu gepflanzt, davon 32 mit För-
dermitteln des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen und 30 Bäume im Auftrag 
ebendieses Amtes. Im Winter 2021/2022 waren es insgesamt sogar 176 Neupflanzungen 
(gefördert wurden dabei 26 Bäume und beauftragt wurden 145 Neupflanzungen). Als Reak-
tion auf die anhaltende Trockenheit werden die Jungbäume in kürzeren Abständen gewäs-
sert. 
Ein Teil dieser Neupflanzungen bildet das so neu entstandene Obst-Arboretum im Berghei-
mer Dreieck. Ebenfalls umfangreiche Neupflanzungen wurden an der Birnbaumallee Nüs-
senberger Busch und am Thurner Kamp vorgenommen. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Nach wie vor werden 30 städtische Streuobstbestände durch die Biologische Sta-
tion Leverkusen/ Köln gepflegt (Pflege der Obstbäume, z.T. auch Biotoppflege wie z.B. He-
cken und andere Randstrukturen). Darüber hinaus betreut die Biologische Station 25 weitere 
städtische Streuobstbestände im Rahmen von Beauftragungen durch 67 (Fertigstellungs-
pflege). Dies sind alles junge Neupflanzungen, die in den letzten Jahren realisiert wurden 
bzw. noch im Aufbau sind (wie z.B. die umfangreiche Sortenerhaltungskultur Bergheimer 
Dreieck oder die Allee der vergessenen Birnensorten im Nüssenberger Busch). Weitere 8 
Streuobstbestände werden durch die Biologische Station für dritte Akteure gepflegt (vor al-
lem Ausgleichsmaßnahmen). 
Die Arbeit der Biologischen Station auf den städtischen Obstwiesen wird sowohl von haupt-
amtlichen Kräften durchgeführt als auch (unter fachlicher Anleitung) von Ehrenamtlichen aus 
Köln. Für Kölner Bürgerinnen und Bürger besteht nach wie vor die Möglichkeit, an diesen Ar-
beiten ehrenamtlich teilzunehmen. 
Im Winter 2022/23 wurden ebenfalls durch die Biologische Station insgesamt 148 Jung-
bäume neu- oder nachgepflanzt, davon wie im Vorjahr der größere Teil im Rahmen von Auf-
trägen durch 67 (123 Bäume; 14 Bäume wurden auf städtischen Obstwiesen im Rahmen der 
Förderung nachgepflanzt; 11 weitere Bäume wurden im Stadtgebiet für andere Akteure ge-
pflanzt). Der größte Anteil der Neupflanzungen fand auch 2022/23 wieder auf der Fläche der 
Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck statt. Mittlerweile konnten 98 der angedachten 
160 Obstsorten mit Rheinlandbezug gepflanzt werden, viele davon äußerst selten und in ih-
rem Bestand bedroht. 
Auch der Sommer 2023 war zumindest bis Juli von sehr warmen und trockenen Bedingun-
gen geprägt, die ein regelmäßiges Wässern der Jungbäume notwendig machten. Insgesamt 
wurden Jungbäume auf 15 Kölner Streuobstwiesen durch die Biologische Station mit Wasser 
versorgt (davon der überwiegende Teil städtische Flächen).

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  BILDUNGSEINRICHTUNGEN  
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BILDUNGSEINRICHTUNGEN 
 
Schulgartenkonzept 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, das bestehende Schulgartenkonzept für Grundschulen, 
das durch den Sachkunde-Arbeitsplan der Grundschule Koblenz-Metternich inspiriert wurde, 
als Aktionsplan für alle Kölner Schulen, Kitas und weitere Bildungseinrichtungen auszubauen 
mit dem Ziel, dass jede Kölner Kita und jede Kölner Schule einen Garten hat und betreibt.  
Der Aktionsplan soll mit Akteur*innen wie Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen, dem Schul-
gartennetzwerk, dem Schulamt, Grünflächenamt, Umweltamt, Ernährungsrat, Essbare Stadt 
etc. partizipativ und mit bürgerlichem Engagement bis 2022 entwickelt werden.  
Kölner Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen werden von der Stadtverwaltung bei der 
Umsetzung eines Konzeptes für einen Schulgarten oder anderer gärtnerischer Möglichkeit 
unterstützt, an denen nachhaltige Umwelt- und Ernährungsbildung, sowie Biodiversität greif-
bar gemacht werden.  
Die Stadt Köln verpflichtet sich mit Blick auf die Umsetzung des Aktionsplans, bis 2025 an 
allen Schulen und KiTas zu prüfen, dass ein Grundstück fürs Gärtnern zur Verfügung gestellt 
wird. Dieses soll möglichst entsiegelt und mit Bodenanschluss sein. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Eine Stellungnahme erfolgt im Rahmen des Schulgarten-Aktionsplanes. Das existierende 
Schulgartenprojekt unter der Federführung des Umweltamtes liefert bereits die notwendige 
Expertise. Es gilt daher, dieses auszubauen. Die Inhalte sind dabei auf das zu konzentrieren, 
was in der Zuständigkeit der Kommunalverwaltung liegt. Ein Einfluss auf Landesentschei-
dungen ist nicht gegeben. Hinsichtlich der Unterrichtsgestaltung sind die Lehrpläne NRW zu-
grunde zu legen. 
 
Fazit: Im Rahmen des Schulgarten-Aktionsplanes werden die Forderungen aufgegriffen und 
geprüft. Eine Ausweitung auf alle Bildungseinrichtungen wird im Rahmen der Möglichkeiten 
vorhandener Ressourcen geprüft. 
 
Sachstand 2021 
Auf dieser Basis werden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Ausschusses 
„Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“, Ernährungsrat für Köln e.V., die Forde-
rungen des Beschlusses im Hinblick auf erforderliche Schritte und Zielsetzungen zur Kon-
zeption des „Schulgartenkonzeptes“ diskutiert und abgestimmt. Geplante Maßnahmen hierzu 
10/2021: Das Kölner Schulgarten-Projekt „Gärtnern mit Pänz-Pauken Pausen Pastinaken“ 
besteht im Bereich der Umweltbildung beim Umwelt-und Verbraucherschutzamt seit 2015 mit 
der Zielsetzung, die beteiligten Schulen stärker zu vernetzen, das Engagement der Einzel-
nen zu stärken und das ökologische Potenzial der Schulgärten in Köln zu beleben und zu-
gleich Kindern und Jugendlichen einen nachhaltigen Zugang zu Natur- und Umwelterfahrung 
im direkten schulischen Umfeld zu ermöglichen.  
Zu den Aktivitäten des Kölner Schulgarten-Projektes zählen: die städtische Online-Plattform, 
das Kölner Schulgarten-Netzwerk mit regelmäßigen Treffen vor Ort in den Schulgärten sowie 
digital als Schulgarten-Sprechstunde, die E-Mail Rundbriefe an den Verteiler der Kölner 
Schulen und Fortbildungen. Für Anfragen rund um den Schulgarten stehen die beauftragte 
Gartenreferentin sowie die Schulische Umweltbildung beim Umwelt- und Verbraucherschutz-
amt zur Verfügung.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  BILDUNGSEINRICHTUNGEN  
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sind die Online-Befragung von städtischen Schulen zur Schulgartensituation sowie die 
Durchführung eines partizipativen Workshops in 1/2022. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Seit 2021 hat die Arbeitsgruppe des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes ge-
meinsam mit dem Ernährungsrat Köln, Essbare Stadt die Zusammenarbeit zu „Schulgärten 
in Bildungsrichtungen“ aufgenommen, intensiviert und sich regelmäßig zum fachlichen Aus-
tausch getroffen.  
Zur konzeptionellen Vorbereitung des geplanten Workshops für Schulgärten wurden im März 
2022 Videokonferenzen mit Expert*innen durchgeführt. Auf Basis dieser inhaltlichen Grund-
lagen fand der Workshop „Lösungen für Kölner Schulgärten“ am 30.04.2022 im Forum VHS 
und der Katholischen Hauptschule „Großer Griechenmarkt statt. Das Interesse und die Re-
sonanz waren hoch. Rund 70 Lehrkräfte, Schüler*innen und Schulgarten-Unterstützer*innen 
nahmen an den Präsentationen teil und beteiligten sich an den fünf moderierten AGs: „Ein-
bindung des Schulgartens in das Veedel“, „Ressourcen für den Schulgarten“, „Planung und 
Unterhaltung eines Schulgartens“, „Schulgarten im Unterricht“ und „Baulichen Voraussetzun-
gen für Schulgärten“. Die Ergebnisse des Workshops sind auf der Homepage des Ernäh-
rungsrates für Köln und Umgebung e.V., Essbare Stadt eingestellt und werden in das noch 
zu erarbeitende Schulgartenkonzept mit aufgenommen.  
https://www.essbare-stadt.koeln/2022/06/22/ergebnisse-des-schulgarten-workshops/ 
Nach den Osterferien 2022 folgte die städtische Onlinebefragung zu „Kölner Schulgärten“, 
die in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik, dem Schulentwick-
lungsamt vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt durchgeführt wurde. Zielgruppe waren 
alle städtischen Schulen in Köln, sie waren zur freiwilligen Teilnahme im Zeitraum vom 
27.04. bis 20.05.2022 aufgerufen. Die Auswertung befindet sich in Arbeit. Auch diese Ergeb-
nisse werden in das Schulgartenkonzept mit einfließen. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Das Schulgartenkonzept befindet sich in der weiteren Bearbeitung und Abstim-
mung. Die in 2022 erzielten Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen, dem partizipativen Work-
shop und der Onlinebefragung wurden dazu analysiert und aufbereitet und fließen in die Er-
arbeitung des Konzeptes ein. Umrahmt werden die Aktivitäten durch praxisorientierte Module 
rund um den Schulgarten. Insbesondere die Erfahrungen aus dem Leuchtturmprojekt der 
Gesamtgrundschule Riphahnstraße, wo ein Schulgarten seit zwei Jahren professionell be-
treut wird, geben Hinweise auf die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit konzeptioneller Überle-
gungen.  
Alle weiteren Aktivitäten des Schulgarten-Projektes finden fortlaufend statt und die Angebote 
werden gut angenommen. 
https://www.stadt-koeln.de/artikel/62680/index.html 
Dazu gehören neben den Netzwerkaktivitäten und dem Beratungsangebot auch ein Fortbil-
dungsprogramm für Lehrkräfte.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
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GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
 
Ausbau von Urban Gardening und Flächensicherung 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Flächensicherung: Die bestehenden Gemeinschaftsgärten auf städtischen Flächen werden 
durch Langzeitverträge von mindestens 20 Jahren mit der Stadt gesichert. Andernfalls unter-
stützt die Stadtverwaltung bei der Suche nach adäquaten Ersatzflächen aktiv. Bestehende 
Gemeinschaftsgärten auf nicht-städtischen Flächen werden bei Bedarf ebenfalls bei der Su-
che nach geeigneten Alternativstandorten aktiv unterstützt. Für jeden Garten muss eine Er-
satzfläche in angemessener Entfernung vom derzeitigen Standort gefunden werden, damit 
seine nachbarschaftliche Funktion erhalten bleiben kann. Dabei sind die Gärten selbst einzu-
beziehen. Faktoren wie Zugänglichkeit, Lichtverhältnisse, Bodenqualität finden Berücksichti-
gung.  
Geeignete Flächen für Gemeinschaftsgärten werden unter Berücksichtigung der o.g. Fakto-
ren in Bebauungspläne integriert. Darüber hinaus unterstützt die Stadtverwaltung in Zusam-
menarbeit mit dem Koordinationsbüro potenzielle Gemeinschaftsgärten bei der Suche nach 
geeigneten Flächen.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Fazit: Die Forderung hinsichtlich Flächensicherung und Unterstützung von Initiativen ist 
grundsätzlich erfüllt. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen konnte eine Anlaufstelle zum 
Thema Essbare Stadt eingerichtet werden. Diese ist Anlaufstelle sowohl für externe Urban-
Gardening-Initiativen als auch innerhalb der Verwaltung. 
 
Unterstützt werden bestehende und neue Initiativen (z.B. in den Bezirken Innenstadt und 
Nippes) bei der Flächenfindung/ fachlichen Fragen/ Ermittlung konkreter Anlaufstellen 
 
Für neue Initiativen wurde ein Leitfaden erstellt, der vermittelt, was – speziell im Falle der an-
gestrebten Bewirtschaftung einer städtischen Fläche - zu einem erfolgreichen Pachtverhält-
nis zwischen der Stadt und Urban Gardening Projekt nötig ist. 
 
Basierend auf existierenden Verträgen wurde ein Mustervertrag mit den wichtigsten Ver-
tragsbestandteilen erstellt. Dies soll – wie der Leitfaden für Urban Gardening Projekte - dazu 
beitragen, die Zusammenarbeit mit der Stadt transparenter zu machen und zu vereinfachen, 
da interessierte Initiativen so Einsicht haben darin, was Vertragsbestandteile sind. 
In der Beschlussvorlage vom 07.06.2018 wird folgendes dargelegt: „Die Liegenschaftsver-
waltung stellt […] grundsätzlich unbebaute und mindergenutzte Flächen für Urban Gardening 
als Zwischennutzung zur Verfügung. In jedem Einzelfall werden hierzu vertragliche Regelun-
gen getroffen. Dabei sind neben den zulässigen Nutzungsmöglichkeiten auch der Arten-
schutz und der Bodenschutz (Altlastenproblematik) zu berücksichtigen. Zusätzlich wird eine 
Nutzungsvergütung erhoben, die aktuell 0,10 €/m² oder mindestens 30,- € (bei weniger als 
300 m²) im Jahr beträgt.“ 
In dem vom Ausschuss Umwelt und Grün am 07.06.2018 beschlossenen Konzept „Essbare 
Stadt“ hat die Verwaltung zugesichert potenzielle Initiativen bei der Suche nach geeigneten 
Flächen zu unterstützen.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
Seite 15 von 29 
 
Sachstand 2022 
09/2022: In dem Jahr steht dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erstmalig ein 
Fördertopf von 50.000 € zur Unterstützung von Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening 
Initiativen zur Verfügung. Pro Projekt können durch eine Auswahlrunde aus Umweltamt, Er-
nährungsrat und Amt für Landschaftspflege und Grünflächen bis zu 5.000 € pro Projekt be-
willigt werden, beispielsweise für Materialien, Werkzeuge und Pflanzen. 
In der ersten Antragsrunde sind bereits 10 grundsätzlich förderfähige Anträge eingegangen, 
die entsprechenden Bewilligungen werden erstellt. Eine zweite Auswahlrunde findet Mitte 
Oktober statt. 
Weiterhin bietet das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Unterstützung bei der Su-
che nach Flächen. 
 
Der Musterpachtvertrag ist fertig und kann bei Bedarf an Initiativen herausgegeben werden. 
Des Weiteren können Initiativen und Gemeinschaftsgärten Boden- und Kompostlieferungen 
bis 3 m³ erhalten. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Wie im vergangenen Jahr konnte das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
auch in diesem Jahr Fördermittel (insgesamt 40.000 €) vergeben. Mit dieser Summe, die 
nach einer Antragsrunde (Prüfung wie im Vorjahr durch Auswahlrunde aus Umweltamt, Er-
nährungsrat und dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen) bereits ausgeschöpft war, 
konnten 10 Gemeinschaftsgärten und Gartenprojekte gefördert werden. 
Weiterhin bietet das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Unterstützung bei der Su-
che nach Flächen. 
 
 
Öffentliche Workshops mit städtischer Unterstützung 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln unterstützt weiterhin die Kommunikation der Akteure der Essbaren Stadt über 
ihre städtischen Kanäle.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
Grundsätzlich wird die Durchführung von Workshops und vergleichbaren Veranstaltungen 
unterstützt. 
 
Fazit: Die Durchführung von Workshops etc. wird im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Geplant ist eine durch die Verwaltung organisierte Auftaktveranstaltung in Präsenz 
für die Akteure der Essbaren Stadt. Diese wurde Corona-bedingt in 2021 bewusst ausge-
setzt. Die Veranstaltung wird, wenn die Situation es im Frühjahr/ Frühsommer 2022 zulässt, 
nachgeholt. Je nach möglicher Teilnehmerzahl wird erwogen, die Veranstaltung einem Ur-
ban-Gardening-relevanten Oberthema zu widmen.  
 
Sachstand 2022 
09/2022: Die angestrebte Auftaktveranstaltung ist auch in 2022 nicht zustande gekommen. 
Der Ernährungsrat und das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen beraten derzeit über 
einen gemeinsamen Ansatz zur Öffentlichkeitsarbeit.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
Seite 16 von 29 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Im Auftrag des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen wurden von März 
2023 bis September 2023 insgesamt fünf jeweils zwei- bis vierstündige Gartenworkshops zu 
unterschiedlichen gärtnerischen Themen durchgeführt, wie beispielsweise „Wildkräuter und 
essbare Früchte“ und „Regenwassermanagement“. 
Zudem werden seit 2022 Fortbildungen zum naturnahen Gärtnern über das Projekt „Wissen-
garten“ angeboten. Das Projekt wird vom BUND Köln und dem KGV Flora e.V. durchgeführt 
und Seitens des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes finanziert. Es bietet über das Jahr 
verteilt Workshops, den offenen Naturschaugerten sowie Gartensprechstunden für alle Inte-
ressierten an. Auf diese Weise soll Wissen rund um den Naturgarten in der Breite vermittelt 
werden. 
 
Städtische Flächen für Gemeinschaftsgärten 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln erleichtert die Genehmigungen baulicher Veränderungen auf städtischen Ge-
meinschaftsgartenflächen zum Zweck der gärtnerisch-partizipativen Nutzung, z.B. von Ge-
wächshäusern oder Gemeinschaftsküchen. 
 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Die Nutzung der bereitgestellten städtischen Flächen für Gemeinschaftsgärten wird in einem 
Nutzungsvertrag vereinbart. Baurechtliche oder weiterführende Genehmigungen von Seiten 
des Gesundheitsamtes müssen im Einzelfall gesondert eingeholt werden. Dabei sind insbe-
sondere auch die artenschutz- und landschaftsrechtlichen Aspekte sowie die Bodenschutz-
aspekte zu berücksichtigen. 
 
Fazit: Genehmigungen müssen auf den Einzelfall bezogen eingeholt werden. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Aktuell erfolgt eine Auswertung der beiden bereits erfolgreich durchgeführten EU-
geförderten Projekte „Gartenlabore“ (Olpener Straße und Schlagbaumsweg) in Zusammen-
arbeit mit dem Kreisverband Kölner Gartenfreunde e.V. und einem externen Beratungsbüro. 
Diese beiden rechtsrheinisch im, bzw. nah am Sozialraum angesiedelten Projekte stellen für 
die Anliegenden ein niederschwelliges Angebot zum selbständigen oder gemeinschaftlichen 
Gärtnern dar und haben neben dem sozialen Aspekt auch zum Ziel, die Biodiversität zu stei-
gern. Beide Projekte befinden sich auf städtischen Flächen und sind – im Gegensatz zum 
Kleingarten - explizit als öffentliche Grünfläche begehbar. 
 
Aktuell werden Flächen für weitere Projekte nach überarbeitetem Gartenlabor-Prinzip ermit-
telt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich zwei konkrete Flächen mit Potential in der 
Prüfung (altes Appelmann-Gelände; Gelände am Blücherpark). 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Es haben sich zwei weitere Flächen im Stadtteil Nippes für die Einrichtung 
zusätzlicher Gartenlabore gefunden (die bereits im letzten Jahr in der Prüfung befindlichen 
Grundstücke am Blücherpark und am Merheimer Platz). Diese werden nach Abriss vorhan-
dener Aufbauten an das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen übergeben und – ange-
lehnt an das vorhandene Konzept „Gartenlabor“ – in gärtnerisch nutzbare Parzellen unterteilt

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
Seite 17 von 29 
 
interessierten Anwohner*innen zur Verfügung gestellt. Aktuell ist die kommende Verwaltung 
diese Flächen noch in der Klärung. 
 
Zusätzlich befinden sich beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen weitere städtische 
Flächen in der internen Prüfung. 
 
Des Weiteren wird ein aktuell ungenutzter Bereich am Kalker Stadtgartens (ehemalige Gärt-
nerunterkunft) voraussichtlich an den Gemeinschaftsgarten „Pflanzstelle“ in Kalk vergeben, 
die ihr Projekt erweitern. 
Eine Erweiterung seiner Fläche bekommt auch das Gemeinschaftsgarten-Projekt „Wachsen-
ring“ am Sachsenring. Dieses hat sich so weit etabliert, dass weitere Hochbeete aufgestellt 
werden sollen. 
Die Umgestaltung des Fröbelplatzes wird baulich vorerst nicht umgesetzt. Die Anwohner*in-
nen gärtnern gemeinsam in den vorhandenen Beeten im Rahmen von Patenschaften. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Die Umsetzung der beiden angehenden Gartenlabore in Nippes wird weiter voran-
getrieben. Im Blücherpark ist der Abriss bereits erfolgt, am Merheimer Platz wird in 2024 mit 
den Abriss- und Entsiegelungsarbeiten begonnen. Die Planung beider Flächen wird finalisiert 
sobald die nötigen Planungsgrundlagen vorliegen. 
Ein weiteres Gartenlabor, das langfristig zu einer Mischfläche aus Kleingärten und Gartenla-
borflächen ausgebaut werden soll, wird voraussichtlich 2025 am Pohlstadtweg in Brück ent-
stehen. Es sind auch weiterhin zusätzliche Flächen in der internen Prüfung. 
 
 
Politische Rahmenbedingungen für Gemeinschaftsgärten 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Der Stadtrat beschließt, dass Mittel für die dauerhafte Schaffung eines Koordinationsbüros 
“Essbare Stadt Köln” zur Verfügung gestellt werden. Dieses nimmt 2020 ihre Arbeit auf. Das 
Koordinationsbüro hat das Ziel, die Umsetzung der Essbaren Stadt im gesamten Stadtgebiet 
zu fördern und zu unterstützen. Durch das Koordinationsbüro wird die Essbare Stadt zu ei-
nem festen, in allen Veedeln sichtbar zur verbesserten Lebensqualität beitragenden Be-
standteil der Stadt Köln. Das Koordinationsbüro etabliert einen regelmäßigen Austausch und 
eine enge Zusammenarbeit aller Akteur*innen der Essbaren Stadt Köln. Sie umfasst zwei 
Vollzeitstellen. Davon ist eine Stelle bei der Stadtverwaltung und eine beim Ernährungsrat 
angesiedelt.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Eine finanzielle und personelle Unterstützung von Seiten der Stadt Köln findet zurzeit nicht 
statt. 
 
Fazit: Im Stellenplan 2020/21 ist keine Stelle hierfür vorgesehen. Im Haushalt 2020/21 sind 
keine Finanzmittel zur Förderung von Projekten der essbaren Stadt aufgeführt. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Eine Stelle für die Umsetzung des Beschlusses ist beim Amt für Landschaftspflege 
und Grünflächen neu geschaffen und zum 1.12.2020 besetzt worden.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
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Sachstand 2022 
10/2022: Eine Stelle für die Umsetzung des Beschlusses ist beim Amt für Landschaftspflege 
und Grünflächen neu geschaffen und zum 1.12.2020 besetzt worden. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
Die Stadt Köln startet ein Programm für Urbane Gemeinschaftsgärten nach dem Pa-
riser Vorbild 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln startet eine Kampagne für Urbanes Gärtnern im Sinne der Essbaren Stadt 
nach dem Pariser Vorbild, um die Bevölkerung dazu anzuregen, gärtnerisch aktiv zu werden. 
Die Kampagne strebt einen Gemeinschaftsgarten pro Veedel an. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
Auf der Internetseite der Stadt Köln ist folgende Seite eingerichtet worden: 
„Es gibt vielfältige Möglichkeiten, in der Stadt grüne Oasen zu schaffen, die sich positiv auf 
die Artenvielfalt, das Klima und damit auch auf die Bewohnerinnen und Bewohner auswirken. 
Ob im Garten, auf dem Balkon, auf einer Baumscheibe vor der Haustür oder am Straßen-
rand - Natur lässt sich auch auf kleinem Raum verwirklichen, verschönert das Straßenbild 
und sorgt für mehr Lebensqualität in der Stadt. […] 
Darüber hinaus fördert die Verwaltung im Rahmen des Projektes „Gartenlabor“ das Gärtnern 
in der Stadt. 
 
Fazit: Eine entsprechende Seite wurde auf der Internetseite der Stadt Köln schon eingerich-
tet. Weitergehende Maßnahmen im Sinne einer Kampagne sind aufgrund fehlender Res-
sourcen zurzeit nicht umsetzbar. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Die im Internetauftritt der Stadt Köln bereits vorhandene Unterseite zu dem Thema 
Urbanes Gärtnern wurde unter den neuen Oberbegriff Essbare Stadt Köln gestellt und insge-
samt neu strukturiert und aktualisiert. 
Unter dem übergeordneten Thema der Essbaren Stadt findet sich ein breit gefächerter Über-
blick zu aktuellen Urban Gardening-Initiativen, Kleingärten, Patenschaften, Grabeland, den 
Gartenlaboren usw. 
Ebenfalls ergänzt wurde hier ein E-Mailpostfach für die Essbare Stadt, das zur Kontaktauf-
nahme zur Koordinationsstelle Essbare Stadt bei der Verwaltung direkt genutzt werden kann. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  GEMEINSCHAFTSGÄRTEN 
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Ausgleichsflächen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadtverwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob urbane Gemeinschaftsgärten als Option 
für Ausgleichsflächen aufgenommen werden können. Das Koordinationsbüro ist hier einzu-
binden.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
Aus Sicht der Verwaltung ist dies rechtlich nicht möglich. Ausgleichsmaßnahmen sind auf ei-
nen dauerhaften Erhalt ausgerichtet. Ggf. können dauerhaft angelegte Grünmaßnahmen zur 
Einrahmung von Gemeinschaftsgärten als Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Die 
Gemeinschaftsgärten selbst sind nicht auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet. 
 
Fazit: Gemeinschaftsgärten können nicht als Ausgleichsmaßnahmen gewertet werden. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  PARTIZIPATIVE LANDWIRTSCHAFT 
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PARTIZIPATIVE LANDWIRTSCHAFT 
 
Partizipative Landwirtschaft 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Verwaltung wird beauftragt bis 2025 in jedem Stadtbezirk mit kommunalen landwirt-
schaftlichen Flächen eine gemeinschaftlich nutzbare Fläche zur alternativen und partizipati-
ven Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
In jedem Veedel existiert in Parks und Kleingärten eine öffentlich zugängliche Ackerfläche zu 
Bildungszwecken. 
 
Landwirtschaftliche Nutzflächen in städtischer Hand werden von der Stadt Köln bevorzugt an 
Landwirte verpachtet, die im Sinne der Biodiversität aufwerten, ökologisch arbeiten, zur städ-
tischen Nahversorgung beitragen und die ihre Flächen z.T. für partizipative Gartenprojekte 
oder Umweltbildungsangebote öffnen. 
 
Hinweis: Zurzeit wird ein Antrag „Urbane Landwirtschaft“ im Ausschuss Umwelt und Grün 
beraten. 
 
Fazit: Forderung wird im Rahmen des o.g. Antrages berücksichtigt und geprüft. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Der Ausschuss Umwelt, Klima und Grün hat in der Sitzung vom 27.06.2019 folgen-
den Beschluss gefasst: 
 
1. Die Bewirtschaftung der Agrarflächen im Eigentum der Stadt Köln soll sich zukünftig 
an folgenden Zielen orientieren: 
- Erhöhung der Biodiversität und des Artenschutzes 
- Förderung einer naturnahen ökologischen und nachhaltigen Landwirtschaft 
- Verringerung und gezielter Einsatz von Düngern und Pestiziden 
- Verbot von Glyphosat 
- Landwirtschaft ohne Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen 
- Direktvermarktung: Förderung lokaler Vermarktungskonzepte 
- Unterstützung von gemeinschaftlichem Engagement und Initiativen, die Nahrungsmit-
tel stadtnah erzeugen wollen. 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die zukünftigen Pachtverträge der landwirtschaftlichen 
Nutzflächen im Eigentum der Stadt Köln so zu gestalten, dass konkrete Vorgaben zur Einhal-
tung und Förderung der oben genannten Ziele umgesetzt werden. Bei der Neuverpachtung 
werden Betriebe bevorzugt, die sich verpflichten, die oben genannten Ziele umzusetzen. 
Hierzu legt die Verwaltung bis Ende 2019 eine Strategie vor, wie die Neuverpachtung erfol-
gen soll. Der von einer Arbeitsgruppe aus Ernährungsrat und Landwirtschaftskammer/-Ver-
band erarbeitete Kriterienkatalog ist ein erster Ansatz als Grundlage, der jedoch weiterentwi-
ckelt werden soll. Dabei sollen die ökologischen und sozialen Kriterien stärker gewichtet wer-
den. 
Die Verwaltung wird dabei die bestehenden Möglichkeiten nutzen, Pachtverträge neu abzu-
schließen bzw. zu ändern, um schnellstmöglich eine Umsetzung der Vorgaben zu realisie-
ren.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  PARTIZIPATIVE LANDWIRTSCHAFT 
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Sachstand 2022 
09/2022: Zurzeit existieren 90 landwirtschaftliche Vertragsverhältnisse. In diesem Rahmen 
sind insgesamt städtische Ackerflächen in einer Gesamtgröße von über 2.600 Hektar ver-
pachtet. Es wurden bisher keine bestehenden Pachtverträge vorzeitig beendet. Die Neuver-
pachtung steht für das Jahr 2028 an. 
 
Anfang des Jahres fanden weitere verwaltungsinternen Arbeitsgesprächen mit den beteilig-
ten Ämtern 23, 57 und 67 statt. Es besteht Einvernehmen darüber, dass der ursprüngliche 
Kriterienkatalog weiterhin Anwendung finden soll, aber eine Weiterentwicklung erforderlich 
ist. Die Pachtverträge zwischen der Stadt Köln und den Landwirt*innen, die Flächen der 
Stadt Köln bewirtschaften, läuft noch bis 2028. Flächen, die bis zum Ende der Laufzeit frei-
werden, sollen durch Einzelfallentscheidungen gemäß den bis dahin weiterentwickelten Kri-
terien neu vergeben werden. Beim Neuabschluss nach Ende der Laufzeit sollen dann die 
weiterentwickelten Kriterien in Gänze Anwendung finden. 
Bei einigen Kriterien besteht Einigkeit, so dass diese übernommen werden können. Wiede-
rum andere Kriterien können ganz gestrichen werden, da diese bereits gesetzlich gefordert 
und von den Landwirt*innen umgesetzt werden, wie beispielsweise „Gentechnikfreiheit auf 
allen Flächen“. Bei Betrieben, die Flächen in Wasserschutzgebieten bewirtschaften, werden 
viele Kriterien auch bereits angewendet. In einigen Punkten gibt es allerdings noch Diskussi-
ons- und Weiterentwicklungsbedarf, so dass weitere Arbeitstreffen folgen. 
Zu klären sind darüber hinaus, in welchen Schritten weiter vorgegangen werden soll (Kon-
ventionelle Landwirtschaft hin zu Ökolandbau, zeitlich und inhaltlich). Ebenfalls müssen poli-
tische und weltwirtschaftliche Entwicklungen im Auge behalten werden, ebenso wie Punkte 
zum Schutz der Biodiversität, des Artenschutzes und die Ausweitung des Vertragsnatur-
schutzes, der bislang in Köln noch nicht als Instrument in der Landwirtschaft genutzt wird. 
Die Einführung eines verbindlichen Vertragsnaturschutzes soll in den nächsten Jahren über-
prüft werden. Aktuell bietet die Untere Naturschutzbehörde in Kooperation mit der NABU-Na-
turschutzstation Leverkusen-Köln Informationspakete für interessierte Landwirt*innen an 
(analog zum Vertragsnaturschutz) an. 
In 2022 konnten bereits vier Landwirte für Feldvogelmaßnahmen (Feldvogelinseln, Abstim-
mung Fruchtfolge.) gewonnen werden. Die Landwirt*innen werden für ihre Ausfälle über ab-
geschlossene Verträge entschädigt. 
Weitere Maßnahmen wie für die Wechselkröte (Tümpel) oder Ackerrandstreifen sind ab 2023 
geplant. 
Von März bis Juni 2022 wurden auch Kartierungen auf dem Kölner Stadtgebiet zur Erfas-
sung der Vorkommen von Rebhuhn, Kiebitz, Schafstelze und Wachtel beauftragt. Anhand 
dieser Daten sollen weitere Maßnahmen mit den Landwirt*innen abgestimmt werden. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
 
Voraussetzungen für Partizipative Landwirtschaft 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Landwirtschaftliche Nutzflächen in städtischer Hand werden von der Stadt Köln bevorzugt an 
Landwirte verpachtet, die im Sinne der Biodiversität aufwerten, ökologisch arbeiten, zur städ-
tischen Nahversorgung beitragen und die ihre Flächen z.T. für partizipative Gartenprojekte 
oder Umweltbildungsangebote öffnen.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  PARTIZIPATIVE LANDWIRTSCHAFT 
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Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Landwirtschaftliche Nutzflächen in städtischer Hand werden von der Stadt Köln bevorzugt an 
Landwirte verpachtet, die im Sinne der Biodiversität aufwerten, ökologisch arbeiten, zur städ-
tischen Nahversorgung beitragen und die ihre Flächen z.T. für partizipative Gartenprojekte 
oder Umweltbildungsangebote öffnen. 
Hinweis: Zurzeit wird ein Antrag „Urbane Landwirtschaft“ im Ausschuss Umwelt und Grün 
beraten. 
 
Fazit: Forderung wird im Rahmen des o.g. Antrages berücksichtigt und geprüft. 
 
Sachstand 2021 
Siehe „Partizipative Landwirtschaft“ 
 
Sachstand 2022 
Siehe „Partizipative Landwirtschaft“ 
 
Sachstand 2023 
Siehe „Partizipative Landwirtschaft“

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  PRIVATES GÄRTNERN UND FIRMENGÄRTEN 
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PRIVATES GÄRTNERN UND FIRMENGÄRTEN 
 
Privates Gärtnern und Firmengärten 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln unterstützt die Bürger*innen bei der Gestaltung von essbaren privaten und 
gewerblichen Flächen. Bis 2025 ist ein Drittel aller privaten Gärten, Balkone und Dachterras-
sen mit Essbarem bepflanzt und immer mehr Unternehmen legen auf ihrem Gelände Fir-
mengärten an. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Hinweis: Die Kommune hat hier keinen direkten Einfluss. Die Entscheidung liegt bei den je-
weiligen Grundstückseigentümern. 
 
Fazit: Die Verwaltung wird mit dem Ernährungsrat die Auslobung eines Preises vorbereiten. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Um im privaten Grün die naturnahe Gestaltung zu fördern hat das Umwelt- und 
Verbraucherschutzamt in 2022 den Wettbewerb Kölner Vielfaltsgärten ins Leben gerufen. 
Anfang 2023 konnten die ersten 26 Gärten prämiert werden. Unter anderem konnten Klein-
gärten, Hausgärten, Vorgärten aber auch Schulgärten und naturnahe Gewerbeflächen aus-
gezeichnet werden. In 2023 geht das Projekt in die zweite Runde. Ziel der Aktion ist es, auf 
den Wert von Natur im eigenen Wirkungsbereich zum Erhalt der Biodiversität und zur Klima-
verbesserung hinzuweisen und ein dahingehendes Umdenken zu befördern. Partner im Pro-
jekt sind das Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen, der NABU Stadtverband Köln, der 
Kleingartenverein Flora e.V. und der VHS Biogarten Thurner Hof. 
 
 
Privates Kompostieren fördern 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln gibt eine Informationsbroschüre in Auftrag, die über privates Kompostieren 
und Wurmkisten, sowie Stellen, an denen Gartenbesitzer Bioabfälle abliefern und privaten 
Kompost beziehen können, informiert.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Das Amt für Umwelt und Verbraucherschutz hat zum Thema „organischer Abfall“ eine Infor-
mationsbroschüre herausgegeben. 
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf57/31.pdf

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  PRIVATES GÄRTNERN UND FIRMENGÄRTEN 
Seite 24 von 29 
 
Unter https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/initiative-hallo-nachbar/ab-
fall?kontrast=weiss 
 sind alle Informationen zum Thema Abfall aufgeführt. 
Fazit: Informationsbroschüre wurde schon erstellt. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
 
 
Gärtnern genehmigen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln initiiert einen runden Tisch mit Wohnungsbaugesellschaften, Mietern und Ver-
mietern sowie dem Ernährungsrat (Ausschuss Essbare Stadt), um Balkonbepflanzungen zu 
fördern und bestehenden Einschränkungen entgegenzuwirken.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Die teilweise bestehenden Verbote von Wohnungsbaugesellschaften und Vermietern, Fens-
ter und Balkone von Mietwohnungen zu bepflanzen, sollten neu verhandelt und geregelt wer-
den. Insbesondere kommunale Unternehmen und Genossenschaften können hier ein Zei-
chen setzen. 
 
Hinweis: hier hat die Kommune keinen Einfluss. Die Entscheidung liegt bei den jeweiligen 
Wohnungseigentümern.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
Seite 25 von 29 
 
KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
 
Kleingärten und Kleingartenvereine 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Der derzeitigen Unterversorgung Kölns mit Kleingärten wird systematisch entgegengewirkt - 
durch den Erhalt bestehender Gärten und die Erschließung neuer Gartenflächen. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Das Kleingartenwesen hat in Köln eine lange Tradition. Viele der heutigen Kleingartenanla-
gen entstanden im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Kölner Grünsystems und sind 
somit integraler Bestandteil des gesamt-städtischen Freiraumnetzes. Kleingärten erfüllen 
städtebauliche, ökologische, klimatische und soziale Funktionen für die Großstadt Köln.  
Vor dem Hintergrund der aktuellen demografischen, städtebaulichen sowie umwelt- und kli-
marelevanten Herausforderungen haben die Stadt Köln und der Kreisverband Kölner Garten-
freunde e.V. Ziele für die Entwicklung des Kleingartenwesens in Köln formuliert (s.u.). 
 
Fazit: Die Verwaltung verfolgt das Ziel mehr Menschen das Gärtnern in der Stadt durch un-
terschiedliche Konzepte zu ermöglichen.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023 
10/2023: siehe „Schaffung von neuen Kleingartenflächen“ 
 
 
 
Flächenerhalt 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die bestehende Gesamtfläche der Kölner Kleingärten wird gesichert.  
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Kleingärten werden durch die Aufstellung von Bebauungsplänen als Flächen für Dauerklein-
gärten festgesetzt. Anlagen, die vor Inkrafttreten des Bundeskleingartengesetztes Bestand 
hatten, werden als Dauerkleingärten behandelt.  
 
Fazit: Die bestehenden Kleingärten sind rechtlich geschützt.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
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Sachstand 2023 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
 
 
Schaffung von neuen Kleingartenflächen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die bestehende Gesamtfläche der Kölner Kleingärten wird gesichert und die Anzahl der 
Kleingärten erhöht, um den tatsächlichen Bedarf von 25.000 Kleingärten zu decken. Pro Jahr 
werden 100 neue Gärten geschaffen. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Aufgrund der 2016 durchgeführten Kleingartenbedarfsberechnung liegt der Versorgungsgrad 
mit Kleingärten gesamtstädtisch bei etwa 66 %. Vor dem Hintergrund des prognostizierten 
Bevölkerungswachstums wird der Versorgungsgrad bei gleichem Kleingartenbestand auf ca. 
60% sinken. Das bedeutet immer weniger Menschen werden einen Garten in Köln pachten 
können.  
Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass die Neuanlage von Kleingartenanlage aufgrund 
der Flächenkonkurrenz und konkurrierender Flächennutzungen (Wasserschutzzonen, Altlas-
ten etc.) kaum mehr möglich sein wird.  
These: In der Folge bedeutet dies, dass der aktuelle Bestand erhalten bleiben und jede Mög-
lichkeit zum weiteren Ausbau genutzt werden muss. Gleichzeitig muss versucht werden, die 
Anzahl der Gärten im Bestand zu erhöhen.  
Ziel ist es, mehr Menschen die Möglichkeit zum Gärtnern in der Stadt auf gleicher Fläche zu 
ermöglichen. (z.B. Teilung größerer Parzellen, neue Zielgruppen ansprechen, Pilotprojekte 
wie Gartenlabore fördern...) 
 
Fazit: Die Verwaltung verfolgt das Ziel mehr Menschen das Gärtnern in der Stadt durch un-
terschiedliche Konzepte zu ermöglichen.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
09//2022: An der Claudiusstraße in Köln Immendorf wird ein neuer Kleingartenverein (Klein-
gartenanlage Claudiusstraße) entstehen. Dieser umfasst eine Fläche von insgesamt 13.200 
m². Die Planung wird in 2023 vollzogen, umgesetzt wird dieses Projekt voraussichtlich in 
2024. 
 
Weitere Flächen für neue Gartenlabore werden aktuell geprüft. Auf zwei Flächen in Nippes 
(ehem. Appelmann Gelände am Merheimer Platz und frühere Betriebsunterkunft am Blücher-
park) werden nach zeitnah erfolgendem Abriss weitere Gartenlabore eingerichtet. Dafür und 
für weitere Flächen stehen für 5 Jahre Finanzmittel von 100.000 € jährlich im Haushalt zur 
Verfügung. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: An der Claudiusstraße in Köln Immendorf soll weiterhin eine neue Kleingartenan-
lage (Kleingartenpark Claudiusstraße) entstehen. Diese soll parkähnlich in die angrenzende 
öffentliche Grünfläche mit Spielangeboten eingebettet werden. Die Fläche umfasst insge-
samt 13.200 m² und bietet Platz für ca. 35 Kleingärten. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist für

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
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Anfang 2024 geplant, die darauf aufbauende Planung wird voraussichtlich 2024 abgeschlos-
sen und eine Realisierung des Projektes ist für 2025/26 angestrebt. 
 
 
 
Zugänglichkeit 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln unterstützt den Ausbau der Onlineplattform des Kreis-verbands Kölner Gar-
tenfreunde e.V. zur vereinfachten Vergabe von freien Parzellen. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Freie Parzellen sollen einfacher vergeben werden, zum Beispiel über ein Online-Portal. Der 
Anteil nicht vergebener Flächen, meist in den Außenbezirken, soll reduziert werden.  
 
Hinweis: Die Onlineplattform wird vom Kreisverband der Kölner Gartenfreunde eigenständig 
unterhalten und gepflegt.  
 
Fazit: Der Aspekt wird im Rahmen der Überarbeitung des Generalpachtvertrages aufgegrif-
fen und geprüft. 
 
Sachstand 2021 
10/2021: Die Überarbeitung des Generalpachtvertrages ist in der verwaltungsinternen Ab-
stimmung. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023: 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
Gruppenverträge 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
In Kooperation mit dem Kreisverband Kölner Gartenfreunde e.V. werden die pachtrechtlichen 
Bedingungen zur Vergabe verändert, so dass auch Gruppen und Bildungseinrichtungen un-
ter bestimmten Voraussetzungen eine Parzelle pachten können. Kleingartenvereine können 
Gärten für einen Gemeinschaftsgarten zur Verfügung stellen. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Es soll mehr Pachtverträge für Gruppen, Vereine oder Schulen geben, um neue Personen 
und Zielgruppen an Kleingärten und die Essbare Stadt Köln im Allgemeinen heranzuführen. 
Perspektivisch soll in jeder Anlage mindestens ein Garten an Gruppen vergeben werden. 
 
Fazit: Der Aspekt wird im Rahmen der Überarbeitung des Generalpachtvertrages aufgegrif-
fen und geprüft.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
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Sachstand 2021 
10/2021: Die Überarbeitung des Generalpachtvertrages ist in der verwaltungsinternen Ab-
stimmung. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2023: 
10/2023: Sachstand unverändert 
 
 
 
Anpassung der Gartenordnung 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Bei der Neufassung des Generalpachtvertrages zwischen Stadt Köln und dem Kölner Klein-
gartenverband verbleibt die Verantwortung für Gemeinschaftsplätze innerhalb der Kleingar-
tenanlagen (Spielplatzkontrolle, Baumkontrolle) auch künftig Aufgabe der Stadt. Diese be-
kräftigt die Rolle der Kleingärten als Gemeingut im Sinne der Essbaren Stadt. Es ist wün-
schenswert, dass bei der Neufassung des Generalpachtvertrags die Gartenordnung an die 
lokalen und zeitgemäßen Bedingungen angepasst wird, unter den Stichworten Generatio-
nenwechsel, Tier- und Naturschutz, Ökologie und Biodiversität. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Kleingärten unterliegen diversen Regularien - vom Bundeskleingartengesetz bis zur Vereins-
satzung. Diese sollen an die heutigen Bedingungen und die oben dargestellten Ziele ange-
passt werden - unter den Stichworten Generationswechsel, Naturschutz, Ökologie.  
 
Fazit: Der Aspekt wird im Rahmen der Überarbeitung des Generalpachtvertrages aufgegrif-
fen und geprüft.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Entsprechend des Beschlusses des Ausschusses Umwelt, Klima und Grün ist eine 
Arbeitsgruppe eingerichtet worden, mit dem Auftrag die Vorgaben der Gartenordnung zu er-
arbeiten. 
 
Sachstand 2022 
09/2022: Die durch eine Arbeitsgruppe überarbeitete Fassung der Gartenordnung wurde in 
einem Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit herausgegeben, konnte von Bürger*innen 
mit Kommentaren versehen werden und wurde anschließend dem Ausschuss Klima Umwelt 
und Grün vorgelegt. Im nächsten Schritt wird die neue Gartenordnung voraussichtlich final 
vom Rat beschlossen. 
 
Sachstand 2023 
10/2023: Am 01.01.2023 ist die neue Gartenordnung für Kleingärten der Stadt Köln in Kraft 
getreten.

Sachstandsbericht Essbare Stadt 2022  KLEINGÄRTEN UND KLEINGARTENVEREINE 
Seite 29 von 29 
 
Anerkennung als Ausgleichsflächen 
 
Konzept „Essbare Stadt“ 
 
Die Stadt Köln bekommt den Auftrag zu prüfen, unter welchen Bedingungen ökologisch auf-
gewertete Kleingartenanlagen als ökologische Ausgleichsflächen gewertet werden können. 
 
Zielsetzung aus dem Beschluss „Essbare Stadt“ 2018 
 
Aus Sicht der Verwaltung ist dies rechtlich nicht möglich. Ausgleichsmaßnahmen sind auf ei-
nen dauerhaften Erhalt ausgerichtet. Ggf. können dauerhaft angelegte Grünmaßnahmen zur 
Einrahmung von Kleingärten als Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Kleingärten 
selbst sind nicht auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet. 
 
Fazit: Kleingärten können nicht als Ausgleichsmaßnahmen gewertet werden.  
 
Sachstand 2021 
10/2021: Sachstand unverändert 
 
Sachstand 2022 
10/2022: Sachstand unverändert

Mitteilung Ausschuss

1415 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/671/2 
 
Vorlagen-Nummer  02.11.2023 
 3356/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 23.11.2023 
 
Dritter Sachstandsbericht Essbare Stadt Oktober 2023 
Nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit mehr als 300 Bürger*nnen und einem an-
schließenden BarCamp haben der Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. zusammen mit 
der Verwaltung und Agora Köln 2017 den Aktionsplan „Essbare Stadt“ erarbeitet.  
 
Hierauf aufbauend wurde mit dem Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. und der Stadt-
verwaltung die Beschlussvorlage „Essbare Stadt“ erarbeitet. Nach Vorberatung durch die Be-
zirksvertretungen wurde dieses Konzept am 04.06.2020 vom Ausschuss Umwelt und Grün 
beschlossen. 
 
Die übergeordneten Ziele des Konzeptes „Essbare Stadt“ bestehen zusammenfassend darin, 
existierende Grünflächen zu schützen und aufzuwerten, weitere Flächen für die grüne Infra-
struktur zu erschließen, die Biodiversität und die Umweltbildung zu fördern und das Gärtnern 
in urbanen Kontext allen interessierten Bürger*innen zu ermöglichen. 
 
Die Hauptfelder des Aktionsplanes umfassen die Themen: 
 
- Essbares öffentliches Grün 
- Bildungseinrichtungen/ Schulgartenkonzept 
- Gemeinschaftsgärten 
- Privates Gärtnern und Firmengärten 
- Kleingärten und Kleingartenvereine 
 
 
 
Anlage 
Dritter Sachstandsbericht Oktober 2023 
 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

23.11.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3356/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.11.2023
Erstellt
19.10.2023 12:25