2023/0098
Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022
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Punkt 10: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022 (V-Nr. 2023/0098) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz nimmt von der Vorlage Kenntnis.
2023/0098
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
20.03.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für
Klimaschutz und
Klimaanpassung
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0098
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022
Vorlage vom: 14.03.2023
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zum
Modernisierungskonvoi 2022 zur Kenntnis.
Anlagen: Bericht Modernisierungskonvoi 2022
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.03.2023
Hintergrund und Bericht des Modernisierungskonvoi 2022
Seit dem Jahr 2017 bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem sogenannten
Modernisierungskonvoi kostenlose Initialberatungen für private Eigentümer*innen von
Wohngebäuden in Darmstadt an. Mit Beschluss der Magistratsvorlage 2021/0228 wurde diese
Beratungsleistung für die Jahre 2021 bis 2024 ausgeschrieben und durch das federführende
Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung vergeben. Seit dem Jahr 2021 sind die
Beratungsleistungen nicht mehr nur auf bestimmte Quartiere beschränkt, sondern können
stadtweit in Anspruch genommen werden.
Die Beratung im Rahmen des Modernisierungskonvois ist ein niederschwelliges, effizientes und
umfangreiches Angebot für Eigentümer*innen. Es hat sich gezeigt, dass Hausbesitzer*innen
am besten durch persönliche Ansprache erreicht werden können. Mit dem Modernisierungs-
konvoi und der quartiersbezogenen Öffentlichkeitsarbeit soll dieser Erfahrung Rechnung
getragen werden. Zu Beginn der jeweiligen Jahresplanung werden in Abstimmung mit dem
beauftragen Unternehmen Quartiere definiert, in welchen der Schwerpunkt der
Öffentlichkeitsarbeit liegt. Zur zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit gehören
Auftaktveranstaltungen in den jeweiligen Quartieren, Flyer und Plakate. Eine besonders
effektive Ansprache ist darüber hinaus ein persönliches Anschreiben an alle im jeweiligen
Quartier gemeldeten Eigentümer*innen.
Der Modernisierungskonvoi ist eine zentrale Maßnahme im Bereich des Klimaschutzes der
Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Erreichung der städtischen Klimaschutzziele im
Gebäudesektor (v.a. Heizwärme), der Erhöhung der Modernisierungsquote der
Bestandsgebäude. Ziel ist es die vielfältigen Vorteile von energetischen Sanierungsmaßnahmen
aufzuzeigen, Sanierungen vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der hierfür
notwendigen Wärmewende ganzheitlich zu betrachten und Eigentümer*innen zu befähigen die
nächsten Schritte, wie beispielsweise die Erstellung eines vom Bund (mit 80 %) geförderten
Sanierungsfahrplans und/oder die Umsetzung von Einzelmaßnahmen, durchzuführen.
Ausgangspunkt der städtisch finanzierten Initialberatung ist die Begehung der Immobilie durch
fachkundige, zertifizierte Energieeffizienz-Expert*innen. Nach einer Bestandsaufnahme des
Gebäudes hinsichtlich des Energieverbrauchs, der Heiztechnik, des Sanierungszustands und
weiterer Aspekte erarbeiten die Energieberater*innen zielführende Sanierungsmaßnahmen,
beraten zum Heizungstausch und weisen auf die passenden Förderprogramme des Bundes,
Landes oder der Kommune hin.
Im Jahr 2022 waren die Schwerpunktquartiere der Öffentlichkeitsarbeit Kranichstein und das
Martinsviertel. Ende März/Anfang April 2022 haben die Auftaktveranstaltungen
stattgefunden, welche aufgrund der Corona -Pandemie per Video -Stream umgesetzt wurden.
Bei den beiden Veranstaltungen haben sich jeweils ca. 150 Zuschauer zugeschaltet.
Insgesamt nahmen bei den Modernisierungskonvois der letzten Jahre insgesamt 1.424
Bürgerinnen und Bürger teil, davon allein 587 im Rahmen der Kampagne 2022. Hiervon
waren 381 Beratungen in den beiden Schwerpunktquartieren Kranichstein und Martinsviertel,
die weiteren Beratunge n verteilten sich auf alle anderen Stadtteile (s. Anlage).
2022 wurde das Beratungsangebot um Themen wie nachwachsende Baustoffe,
Solarenergienutzung (v.a. Photovoltaik), Gebäudebegrünung und ökologische Dämmstoffe
- 4 -
erweitert um Chancen und Synergie-Effekte im Rahmen von baulichen Maßnahmen an
Gebäuden zu nutzen. Die Beratungsdauer wurde hierfür auf zwei Stunden deutlich erhöht.
Um zu diesen Themengebieten adäquat beraten zu können, wurde das Know -how der
Energieeffizienz -Berater*innen entsprechend erweiter t und geschärft.
Ca. 17 % aller im Jahr 2022 betrachteten Gebäude waren ensemble- oder denkmalgeschützt
und entfielen hauptsächlich auf die Postleitzahlbereiche 64289 und 64293. Dies stellt e eine
deutliche Steigerung im Vergleich zu allen vorausgegangenen Modernisierungskonvois dar .
Aufgrund der hohen Nachfrage gab es zu Beginn erhebliche Verzögerungen bei der
Terminvergabe. Seitens des Auftragnehmers, der Effizienz :Klasse GmbH, wurde bereits durch
neues Personal gegengesteuert. Der aktuelle Standard hinsichtlich Wartezeiten bei der
Terminvergabe soll gehalten und wenn möglich weiter verbessert werden.
Besonders großes Interesse bestand bei den Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen
Photovoltaik und Wärmepumpe. Auf Grund des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit
verbundenen Effekten sowie aufgrund der sich verschärfenden Klimakrise interessierten sich
Eigentümer*innen vermehrt für einen Heizungswechsel weg von fossilen Brennstoffen.
Als attraktivste Lösung wurde hier der Wechsel hin zu einer Wärmepumpe in Kombination
mit Photovoltaik wahrgenommen, was jedoch oftmals nicht ohne weitere energetische
Sanierungen durch geführt werden kann bzw. sollte .
Diese Beobachtung unterstreicht die Bedeutung eines solchen Beratungsangebotes und
bestärkt die Bestrebungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt einer gebündelten Information
der Bürger*innen und ganzheitlichen Betrachtung der Energie- und Wärmewende im Rahmen
der kommunalen Wärmeplanung.
Dezernat III
Michael Kolmer
Stadtrat
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1 Reporting der Modernisierungskonvois 2022 Initialberatungen zu energetischer Sanierung Schwerpunktquartiere: Martinsviertel und Kranichstein Anmeldemöglichkeit für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus ganz Darmstadt Darstellung und Auswertung der während der Beratungen und im Laufe des ganzen Prozesses gewonnenen Erkenntnisse sowie der Ziele für die kommenden Modernisierungskonvois Darmstadt, im Februar 2023 Marvin Goetze Felix Klotzbach Paul Westphal Effizienz:Klasse GmbH Hindenburgstraße 1 64295 Darmstadt 2 Digitale Auftaktveranstaltungen Für das Martinsviertel und Kranichstein gab es aufgrund der CoViD -19-Pandemie jeweils eine digitale Auftaktveranstaltung in Form von YouTube -Streams, die beide durch ein Grußwort des Klimaschutzdezernenten Michael Kolmer der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingeleitet wurden. Weitergehend wurde die interessierte Bevölkerung durch die Geschäftsführerin der Effizienz:Klasse, Caroline Will, über den Ablauf der Modernisierungskonvois , die Inhalte der Beratungen und etwaige Fördermöglichkeiten aufgeklärt. Aufkommende Fragen wurden telefonisch oder direkt bei YouTube über den Chat beantworte t. Die digitale Auftaktveranstaltung für Kranichstein fand am 30.03.2022 statt und konnte 151 Zuschauer verzeichnen. Der Stream für das Martinsviertel fand am 06.04.2022 statt und konnte insgesamt 152 Zuschauer verzeichnen. Beide Veranstaltungen verliefen zufriedenstellend und die eingehenden Anfragen konnten über die eingerichtete „Hotline“ gut beantwortet werden. Anzahl der Teilnehmenden Insgesamt nahmen bei den Modernisierungskonvois der letzten Jahre 1424 Bürgerinnen und Bürger teil, davon 587 im Rahmen der Kampagne 2022. Mit der Durchführung der Beratungen wurde im Juni 2022 begonnen und im Februar 2023 wurden sie abgeschlossen. Einige Nachzügler werden im März 2023 noch bearbeitet. Die Laufzeit ist also im Vergleich zum Kalenderjahr leicht versetzt. Auf der folgenden Grafik erkennt man, wie sich die Zahlen der Teilnehmenden im Laufe der Jahre gesteigert haben und es wird ersichtlich, dass i m Jahr 202 3 ein bisheriger Höchststand erreicht wurde. Abbildung 1: Entwicklung der Teilnehmerzahlen der bisherigen Modernisierungskonvois 0 100 200 300 400 500 600 700 3 Verteilung der Gebäude nach Postleitzahlen innerhalb Darmstadts Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Modernisierungskonvoi 2022 in Kranichstein und dem Martinsviertel. Die insgesamt 587 teilnehmenden Gebäude verteilen sich erwartungsgemäß über ganz Darmstadt. Anhand der nachfolgenden Grafik erkennt man neben den Schwerpunktquartieren Martinsviertel und Kranichstein mit insgesamt 381 Gebäuden und abgesehen vom Stadtzentrum eine recht gleichmäßige Verteilung der Beratungen auf die anderen Stadtteile. Diese Stadtteile konnten hierbei zwischen 9 und 45 Gebäudeanmeldungen verbuchen. Abbildung 2: Geographische Verteilung der Gebäude innerhalb Darmstadts Verteilung der Gebäude nach Wohneinheiten Anhand der nachfolgenden Grafik erkennt man die Verteilung der teilnehmenden Gebäude hinsichtlich der Anzahl an Wohneinheiten. Über drei oder mehr Wohneinheiten definiert sich ein Mehrfamilienhaus. Aufgrund der allgemeinen Objektgröße erfolgte die Aufteilung der Mehrfamilienhäuser in drei separate Bereiche . 57 % der Gebäude im Martinsviertel und Kranichstein haben ein bis zwei Wohneinheiten und halten sich somit nahezu in der Waage zu den Mehrfamilienhäusern. Auch wenn es au fgrund der gleichen Postleitzahl nicht auszuwerten ist, befinden sich diese Gebäude vermutlich zum allergrößten Teil in Kranichstein. Weiterhin befinden 4 sich in diesen zwei Stadtteilen auch die meisten Gebäude mit mehr als 10 Wohneinheiten. In den Postleitzahlbereichen 64291, 64295 und 64297 überwiegen die Ein- und Zweifamilienhäuser, 64287 hält sich die Waage, die restlichen Postleitzahlbereiche sind durch Mehrfamilienhäuser geprägt. Hier ist zu beachten, dass der Datensatz recht klein ist und keine Rückschlüsse auf grundsätzliche Zusammensetzungen der Stadtteile gezogen werden können. Abbildung 3: Verteilung der Gebäude nach Wohneinheiten Eigentumsverhältnis bei den teilnehmenden Gebäuden Bei den teilnehmenden Gebäuden handelt es sich laut Anmeldedaten zu ca. 75 % um ein Einzeleigentumsverhältnis (Anmelder-/in oder Partner -/in). D ie restlichen 25 % sind Eigentümer/innen im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Diese Datenlage ist etwas verwässert, da nicht alle Eigentümer einer WEG auch eine WEG als Eigentumsverhältnis angegeben haben. Dies soll durch eine angepasste Formulierung der Anmeldeoptionen im nächsten Jahr verbessert werden. Die Beratungen in Gebäuden von WEGs erfordern tendenziell einen höheren Zeitaufwand, da hier teilweise eine unterschiedliche energetische Qualität der jeweiligen Wohneinheiten im Bereich der Außenhülle (vor allem Fenster) als auch Anlagentechnik vorliegt. Bei den Terminen sind darüber hinaus oft mehrere Eigentümer vertreten, wodurch es neben allgemeinen Fragen zur Außenhülle und Anlagentechnik auch zu wohnungsspezifischen Fragestellungen kommt. Des Weiteren lässt sich sagen, dass die Sanierungsumsetzung von Wohnungseigentümergemeinschaften schwieriger von statten geht. Unterschiedliche Meinungen der Eigentümer führen zu Ve rzögerungen oder gar der Blockierung von Sanierungsdurchführungen. Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen Die nachfolgend dargestellte grafische Auswertung der teilnehmenden Gebäude erfolgte nach einer sinnvollen Aufteilung der Baualtersklassen. Zuerst wurden Gebäude bis zum Ende des zweiten 5 Weltkrieges (1945) betrachtet. Diese Gebäude befinden sich vor allem im Martinsviertel . Die nachfolgende Baualtersklasse entsprechen Gebäuden zwischen 1946 und 1976, welche noch keiner Wärmeschutzverordnung untergeordnet sind. Diese Baualtersklasse hat in jedem Postleitzahlbereich einen großen Einfluss. Eine weitere Unterteilung erfolgt e mit dem Gültigkeitsbereich der drei Wärmeschutzverordnungen (WSchVO) zwischen 1977 und 2001. In der Schwerpunktquartieren entfallen auf diesen Zeitbereich rund 30 % der Gebäude. Da die Auswertung nur postleitzahlbezogen ist, lassen sich diese vermutlich auf Kranichstein zurückführen. In den Anmeldungen aus anderen Stadtteilen ist diese Baualtersklasse eh er geringfügig vertreten. Die letzte dargestellte Baualtersklasse entspricht den Gebäuden ab 2002, da hier dann die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten ist . Diese Baualtersklasse befindet sich größtenteils in den Postleitzahlbereichen 64289 und 64295. Unterm Strich ist eine relativ gleichmäßige Verteilung der Baualtersklassen festzustellen. Insbesondere die Gruppe der Gebäude nach 2001 hat mit Photovoltaik u nd Wärmepumpe zwei Beratungsthemen, die in den letzten Jahren weniger nachgefragt waren und diesen Gebäuden trotz ihrer überdurchschnittlichen Hüllqualität Beratungs- und Umsetzungspotenzial bescheren. Abbildung 4: Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen Verteilung der Gebäude nach Ensemble- und Denkmalschutz 17 % aller teilnehmenden Gebäude sind ensemble - oder denkmalgeschützt und entfallen hauptsächlich auf die Postleitzahlbereiche 64289 und 64293. Dies stellt eine deutliche Steigerung im Vergleich zu allen vorausgegangenen Modernisierungskonvois dar und ist auf das Martins- und Johannesviertel zurückzuführen. Die energetische Beratung dieser Gebäude ist umfangreicher und erfordert in der Detailplanung Fachwissen aus dem Bereich des Denkmalschutzes. Die im Rahmen des Modernisierungskonvois anfallenden Beratungsthemen sind aber auch ohne Zusatzausbildung zu leisten. Für eine detaillierte energetische Beraterleistung verweisen wir hierbei derzeit noch auf Energieberater/innen aus dem Bereich des Denkmalschutzes. 6 Verteilung der Kundengewinnung Die nachfolgende Grafik stellt die Kundengewinnung für den Modernisierungskonvoi dar. Hierbei lässt sich erkennen, dass 60 % der teilnehmenden Kunden durch städtische Kommunikation geworben wurden. Die dargestellten Punkte „Flyer/Plakat“ und „Internet“ sind vermutlich ebenfalls der Stadt zuzuordnen, nur auf einem anderen Weg. 12 % der Kunde n nahmen auf Empfehlung anderer teil, was ein positive s Signal in Bezug auf stattfindende „Mund -zu-Mund-Propaganda“ darstellt. Ein nicht unwichtiges Medium der Kundengewinnung stellt die Zeitung mit knapp einem Zehntel der Anmeldungen dar. Im Rahmen der nä chsten Anmeldung sollen auch hier die Formulierungen geschärft werden. Abbildung 5: Verteilung der Kundengewinnung Fazit und Learnings aus dem Modernisierungskonvoi 2022 Insgesamt kann gesagt werden, dass sich die Teilnehmenden an den Modernisierungskonvois weiterhin in vier Gruppen einteilen lassen: 1. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, welche bereits Pläne für energetische Sanierungen haben. Hier ist das Interesse an einer Folgeberatung sehr groß. 2. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind und im Verlauf des Gespräches Interesse an energetischen Sanierungen und einer Folgeberatung entwickeln. 3. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind, aber auch im Verlauf der Beratung kein Interesse an einer energetischen Sanierung entwickeln. 4. Bürgerinnen und Bürger mit Niedrigenergie- oder sogar Passivhäusern aus den (frühen) 2000ern. Diese nutzen die Initialberatung zur Qualitätskontrolle und um sich über Photovoltaik zu informieren. Diese Gruppe trat vermehrt in Kranichstein auf. 7 Gruppe 3 trat im vergangenen Jahr nur sehr vereinzelt auf; vermutlich weil es kaum noch Menschen gibt, die aufgrund der externen Faktoren kein wirkliches Interesse am Energiesparen haben. Um eine möglichst hohe Klimaschutzwirkung zu erzielen, sollte der Fokus auf die Gruppen 1 und 2 gelegt werden. Damit diese Gruppen noch besser angesprochen werden können, wurden 2022 im Rahmen des Modernisierungskonvois keine Thermografien durchgeführt und das Beratungsangebot um Themen wie Photovoltaik, Gebäudebegrünung und ökologische Dämmstoffe erweitert. Die Beratungsdauer wurde hierfür auf maximal zwei Stunden erhöht. Um zu diesen Themengebieten adäquat beraten zu können, wurde das Know-how der teilnehmenden Berater/innen entsprechend erweitert und geschärft. Großes Interesse bestand bei den Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen Photovoltaik und Wärmepumpe. Auf Grund des Krieges in der Ukraine und damit zusammenhängender Effekte interessierten sich die Bürger vermehrt für einen Heizungswechsel weg vo n fossilen Brennstoffen . Als attraktivste Lösung wurde hier der Wechsel hin zu einer Wärmepumpe in Kombination mit Photovolta ik wahrgenommen, was jedoch oftmals nicht ohne weitere Sanierungen durchgeführt werden kann bzw. sollte. Intern gab es bei der Effizienz:Klasse einige Änderungen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Dies war zum einen die Akquirierung von neuem Personal, was einen laufenden Prozess darstellt. Hierdurch war es aber bereits möglich, den Prozess der Terminvergabe im Laufe des Modernisierungskonvois zu optimieren und zu beschleunigen. Des Weiteren wurde der Anmeldevorgang digitalisiert, um den internen Arbeitsaufwand zu mindern und den organisatorischen Überblick zu optimieren . Außerdem wurde hierdurch die Erstellung des Reportings vereinfacht, da die Daten einfacher abgefragt werden können. Ein weiteres internes Problem war bisher, dass es bei den Teilnehmenden teilweise zu längeren Wartezeiten kam und diese darüber nicht ausreichend informiert wurden. Dem wurde durch eine Automatisierung der E- Mails in Kombination mit einem besseren Erwartungsmanagement vorgebeugt. Gleichzeitig machten einige personelle Abgänge stetige Anpassungen und dauerndes Personalmanagement erforderlich und unterm Strich startet die Effizienz:Klasse den Modernisierungskonvoi 2023 nicht mit größerer Beratungskapazität. Folgende Ziele hat sich die Effizienz:Klasse für die nächsten Modernisierungskonvois gesetzt: Der aktuelle Standard hinsichtlich Wartezeiten bei der Terminvergabe soll gehalten und wenn möglich noch verbessert werden. Hierfür soll weiteres Personal eingestellt werden. Außerdem soll der Beratungsbericht um weiterführende Infos, wie beispielsweise der Ausbau von Nah- und Fernwärme oder Links zu Broschüren und Artikeln , ergänzt werden, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger auch nach der Initia lberatung selbstständig ein Bild über energetische Möglichkeiten und Sanierungen machen können. Zusätzlich wird intern das Know-how im Bereich Denkmalschutz weiter ausgebaut und ein Mitarbeiter in diesem Bereich zertifiziert.
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0098
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 14.03.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00