Mandari Insight

2023/0098

Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022

Magistratsvorlage 14.03.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

anlage 4

17.1 KB · application/pdf

Ansehen

2023/0098

99.2 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 3

528.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 4

181 Zeichen

Punkt 10: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022 
 (V-Nr. 2023/0098) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz nimmt von der 
Vorlage Kenntnis.

2023/0098

6465 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
20.03.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für 
Klimaschutz und 
Klimaanpassung  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0098 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2022  
 
Vorlage vom: 14.03.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zum 
Modernisierungskonvoi 2022 zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: Bericht Modernisierungskonvoi 2022  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.03.2023 
 
Hintergrund und Bericht des Modernisierungskonvoi 2022 
Seit dem Jahr 2017 bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem sogenannten 
Modernisierungskonvoi kostenlose Initialberatungen für private Eigentümer*innen von 
Wohngebäuden in Darmstadt an. Mit Beschluss der Magistratsvorlage 2021/0228 wurde diese 
Beratungsleistung für die Jahre 2021 bis 2024 ausgeschrieben und durch das federführende 
Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung vergeben. Seit dem Jahr 2021 sind die 
Beratungsleistungen nicht mehr nur auf bestimmte Quartiere beschränkt, sondern können 
stadtweit in Anspruch genommen werden.  
Die Beratung im Rahmen des Modernisierungskonvois ist ein niederschwelliges, effizientes und 
umfangreiches Angebot für Eigentümer*innen. Es hat sich gezeigt, dass Hausbesitzer*innen 
am besten durch persönliche Ansprache erreicht werden können. Mit dem Modernisierungs-
konvoi und der quartiersbezogenen Öffentlichkeitsarbeit soll dieser Erfahrung Rechnung 
getragen werden. Zu Beginn der jeweiligen Jahresplanung werden in Abstimmung mit dem 
beauftragen Unternehmen Quartiere definiert, in welchen der Schwerpunkt der 
Öffentlichkeitsarbeit liegt. Zur zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit gehören 
Auftaktveranstaltungen in den jeweiligen Quartieren, Flyer und Plakate. Eine besonders 
effektive Ansprache ist darüber hinaus ein persönliches Anschreiben an alle im jeweiligen 
Quartier gemeldeten Eigentümer*innen.  
Der Modernisierungskonvoi ist eine zentrale Maßnahme im Bereich des Klimaschutzes der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Erreichung der städtischen Klimaschutzziele im 
Gebäudesektor (v.a. Heizwärme), der Erhöhung der Modernisierungsquote der 
Bestandsgebäude. Ziel ist es die vielfältigen Vorteile von energetischen Sanierungsmaßnahmen 
aufzuzeigen, Sanierungen vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der hierfür 
notwendigen Wärmewende ganzheitlich zu betrachten und Eigentümer*innen zu befähigen die 
nächsten Schritte, wie beispielsweise die Erstellung eines vom Bund (mit 80 %) geförderten 
Sanierungsfahrplans und/oder die Umsetzung von Einzelmaßnahmen, durchzuführen. 
Ausgangspunkt der städtisch finanzierten Initialberatung ist die Begehung der Immobilie durch 
fachkundige, zertifizierte Energieeffizienz-Expert*innen. Nach einer Bestandsaufnahme des 
Gebäudes hinsichtlich des Energieverbrauchs, der Heiztechnik, des Sanierungszustands und 
weiterer Aspekte erarbeiten die Energieberater*innen zielführende Sanierungsmaßnahmen, 
beraten zum Heizungstausch und weisen auf die passenden Förderprogramme des Bundes, 
Landes oder der Kommune hin.  
Im Jahr 2022 waren die Schwerpunktquartiere der Öffentlichkeitsarbeit Kranichstein und das 
Martinsviertel. Ende März/Anfang April 2022 haben die Auftaktveranstaltungen 
stattgefunden, welche aufgrund der Corona -Pandemie per Video -Stream umgesetzt wurden. 
Bei den beiden Veranstaltungen haben sich jeweils ca. 150 Zuschauer zugeschaltet.  
 
Insgesamt nahmen bei den Modernisierungskonvois der letzten Jahre  insgesamt 1.424 
Bürgerinnen und Bürger teil, davon allein 587 im Rahmen der Kampagne 2022.  Hiervon 
waren 381 Beratungen in den beiden Schwerpunktquartieren Kranichstein und Martinsviertel, 
die weiteren Beratunge n verteilten sich auf alle anderen Stadtteile (s. Anlage).  
 
2022 wurde das Beratungsangebot um Themen wie nachwachsende Baustoffe, 
Solarenergienutzung (v.a. Photovoltaik), Gebäudebegrünung und ökologische Dämmstoffe

- 4 - 
erweitert um Chancen und Synergie-Effekte im Rahmen von baulichen Maßnahmen an 
Gebäuden zu nutzen. Die Beratungsdauer wurde hierfür auf zwei Stunden deutlich erhöht. 
Um zu diesen Themengebieten adäquat beraten zu können, wurde das Know -how der 
Energieeffizienz -Berater*innen entsprechend erweiter t und geschärft.  
 
Ca. 17 % aller im Jahr 2022 betrachteten  Gebäude waren ensemble- oder denkmalgeschützt 
und entfielen hauptsächlich auf die Postleitzahlbereiche 64289 und 64293. Dies stellt e eine 
deutliche Steigerung im Vergleich zu allen vorausgegangenen Modernisierungskonvois dar . 
Aufgrund der hohen Nachfrage gab es zu Beginn erhebliche Verzögerungen bei der 
Terminvergabe. Seitens des Auftragnehmers, der Effizienz :Klasse GmbH, wurde bereits durch 
neues Personal gegengesteuert. Der aktuelle Standard hinsichtlich Wartezeiten bei der 
Terminvergabe soll gehalten und wenn möglich weiter verbessert werden.  
 
Besonders großes Interesse bestand bei den Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen 
Photovoltaik und Wärmepumpe. Auf Grund des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit 
verbundenen Effekten sowie aufgrund der sich verschärfenden Klimakrise  interessierten sich 
Eigentümer*innen vermehrt für einen Heizungswechsel weg von fossilen Brennstoffen.  
Als attraktivste Lösung wurde hier der Wechsel hin zu einer Wärmepumpe in Kombination 
mit Photovoltaik wahrgenommen, was jedoch oftmals nicht ohne weitere energetische 
Sanierungen durch geführt werden kann bzw. sollte .   
  
Diese Beobachtung unterstreicht die Bedeutung eines solchen Beratungsangebotes und 
bestärkt die Bestrebungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt einer gebündelten Information 
der Bürger*innen und ganzheitlichen Betrachtung  der Energie- und Wärmewende im Rahmen 
der kommunalen Wärmeplanung.  
 
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Michael Kolmer  
Stadtrat

anlage 3

12739 Zeichen

1 
 
 
 
 
 
Reporting der Modernisierungskonvois 2022 
 
 
Initialberatungen zu energetischer Sanierung 
Schwerpunktquartiere: Martinsviertel und Kranichstein 
Anmeldemöglichkeit für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus ganz Darmstadt 
 
Darstellung und Auswertung der während der Beratungen und im Laufe des ganzen Prozesses 
gewonnenen Erkenntnisse sowie der Ziele für die kommenden Modernisierungskonvois 
 
 
Darmstadt, im Februar 2023 
 
 
 
Marvin Goetze 
Felix Klotzbach 
Paul Westphal 
 
 
 
Effizienz:Klasse GmbH 
Hindenburgstraße 1 
64295 Darmstadt

2 
 
Digitale Auftaktveranstaltungen 
Für das Martinsviertel und Kranichstein gab es  aufgrund der CoViD -19-Pandemie jeweils eine 
digitale Auftaktveranstaltung in Form von YouTube -Streams, die beide  durch ein Grußwort des 
Klimaschutzdezernenten Michael Kolmer der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingeleitet wurden. 
Weitergehend wurde die interessierte Bevölkerung durch die Geschäftsführerin der 
Effizienz:Klasse, Caroline Will,  über den Ablauf der Modernisierungskonvois , die Inhalte der 
Beratungen und etwaige Fördermöglichkeiten aufgeklärt. Aufkommende Fragen wurden telefonisch 
oder direkt bei YouTube über den Chat beantworte t. Die digitale Auftaktveranstaltung für 
Kranichstein fand am 30.03.2022 statt und konnte 151 Zuschauer verzeichnen. Der Stream für das 
Martinsviertel fand am 06.04.2022 statt und konnte insgesamt 152 Zuschauer verzeichnen.  Beide 
Veranstaltungen verliefen zufriedenstellend und die eingehenden Anfragen konnten über die 
eingerichtete „Hotline“ gut beantwortet werden.  
 
Anzahl der Teilnehmenden 
Insgesamt nahmen bei den Modernisierungskonvois der letzten Jahre 1424 Bürgerinnen und Bürger 
teil, davon 587 im Rahmen der Kampagne 2022. Mit der Durchführung der Beratungen wurde im 
Juni 2022 begonnen und im Februar 2023 wurden sie abgeschlossen. Einige Nachzügler werden im 
März 2023 noch bearbeitet. Die Laufzeit ist also im Vergleich zum Kalenderjahr leicht versetzt. 
Auf der folgenden Grafik erkennt man, wie sich die Zahlen der Teilnehmenden im Laufe der Jahre 
gesteigert haben und es wird ersichtlich, dass i m Jahr 202 3 ein bisheriger Höchststand erreicht 
wurde. 
 
 
 
Abbildung 1: Entwicklung der Teilnehmerzahlen der bisherigen Modernisierungskonvois 
0
100
200
300
400
500
600
700

3 
 
 
 
Verteilung der Gebäude nach Postleitzahlen innerhalb Darmstadts 
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Modernisierungskonvoi 2022 in Kranichstein 
und dem Martinsviertel. Die insgesamt 587 teilnehmenden Gebäude verteilen sich erwartungsgemäß 
über ganz Darmstadt.  Anhand der nachfolgenden Grafik erkennt man  neben den 
Schwerpunktquartieren Martinsviertel und Kranichstein  mit insgesamt 381 Gebäuden und 
abgesehen vom Stadtzentrum eine recht gleichmäßige Verteilung der Beratungen auf die anderen 
Stadtteile. Diese Stadtteile konnten hierbei zwischen 9 und 45 Gebäudeanmeldungen verbuchen. 
 
 
Abbildung 2: Geographische Verteilung der Gebäude innerhalb Darmstadts 
 
Verteilung der Gebäude nach Wohneinheiten 
Anhand der nachfolgenden Grafik erkennt man  die Verteilung der teilnehmenden Gebäude 
hinsichtlich der Anzahl an Wohneinheiten. Über drei oder mehr Wohneinheiten definiert sich ein 
Mehrfamilienhaus. Aufgrund der allgemeinen Objektgröße erfolgte die Aufteilung der 
Mehrfamilienhäuser in drei separate Bereiche . 57 % der Gebäude im Martinsviertel und 
Kranichstein haben ein bis zwei Wohneinheiten und halten sich somit nahezu in der Waage zu den 
Mehrfamilienhäusern. Auch wenn es au fgrund der gleichen Postleitzahl  nicht auszuwerten ist, 
befinden sich diese Gebäude vermutlich zum allergrößten Teil in Kranichstein. Weiterhin befinden

4 
 
sich in diesen zwei Stadtteilen auch die meisten Gebäude mit mehr als 10 Wohneinheiten. In den 
Postleitzahlbereichen 64291, 64295 und 64297 überwiegen die Ein- und Zweifamilienhäuser, 64287 
hält sich die Waage, die restlichen Postleitzahlbereiche sind durch Mehrfamilienhäuser geprägt. Hier 
ist zu beachten, dass der Datensatz recht klein ist und keine Rückschlüsse auf grundsätzliche 
Zusammensetzungen der Stadtteile gezogen werden können. 
 
 
Abbildung 3: Verteilung der Gebäude nach Wohneinheiten 
 
Eigentumsverhältnis bei den teilnehmenden Gebäuden 
Bei den teilnehmenden Gebäuden  handelt es sich laut Anmeldedaten zu ca. 75 % um ein 
Einzeleigentumsverhältnis (Anmelder-/in oder Partner -/in). D ie restlichen 25 % sind 
Eigentümer/innen im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Diese Datenlage ist etwas 
verwässert, da nicht alle Eigentümer einer WEG auch eine WEG als Eigentumsverhältnis angegeben 
haben.  Dies soll durch eine angepasste Formulierung der Anmeldeoptionen im nächsten Jahr 
verbessert werden. 
Die Beratungen in Gebäuden von WEGs erfordern tendenziell einen höheren Zeitaufwand, da hier 
teilweise eine unterschiedliche energetische Qualität der jeweiligen Wohneinheiten im Bereich der 
Außenhülle (vor allem Fenster) als auch Anlagentechnik vorliegt. Bei den Terminen sind darüber 
hinaus  oft mehrere Eigentümer vertreten, wodurch es neben allgemeinen Fragen zur Außenhülle und 
Anlagentechnik auch zu wohnungsspezifischen Fragestellungen kommt.  Des Weiteren lässt sich 
sagen, dass die Sanierungsumsetzung von Wohnungseigentümergemeinschaften schwieriger von 
statten geht. Unterschiedliche Meinungen der Eigentümer führen zu Ve rzögerungen oder gar der 
Blockierung von Sanierungsdurchführungen. 
 
Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen 
Die nachfolgend dargestellte grafische Auswertung der teilnehmenden Gebäude erfolgte nach einer 
sinnvollen Aufteilung der Baualtersklassen. Zuerst wurden Gebäude bis zum Ende des zweiten

5 
 
Weltkrieges (1945) betrachtet. Diese Gebäude befinden sich vor allem im Martinsviertel . Die 
nachfolgende Baualtersklasse entsprechen Gebäuden zwischen 1946 und 1976, welche noch keiner 
Wärmeschutzverordnung untergeordnet sind. Diese Baualtersklasse hat in jedem Postleitzahlbereich 
einen großen Einfluss. Eine weitere  Unterteilung erfolgt e mit dem Gültigkeitsbereich  der drei 
Wärmeschutzverordnungen (WSchVO) zwischen 1977 und 2001. In der Schwerpunktquartieren 
entfallen auf diesen Zeitbereich rund 30 % der Gebäude. Da die Auswertung nur postleitzahlbezogen 
ist, lassen sich diese vermutlich auf Kranichstein zurückführen. In den Anmeldungen aus anderen 
Stadtteilen ist diese Baualtersklasse eh er geringfügig vertreten.  Die letzte  dargestellte 
Baualtersklasse entspricht den  Gebäuden ab 2002, da hier dann die  Energieeinsparverordnung 
(EnEV) in Kraft getreten ist . Diese Baualtersklasse befindet sich größtenteils in den  
Postleitzahlbereichen 64289 und 64295. Unterm Strich ist eine relativ gleichmäßige Verteilung der 
Baualtersklassen festzustellen. Insbesondere die Gruppe der Gebäude nach 2001 hat mit 
Photovoltaik u nd Wärmepumpe zwei Beratungsthemen, die in den letzten Jahren weniger 
nachgefragt waren und diesen Gebäuden trotz ihrer überdurchschnittlichen Hüllqualität Beratungs- 
und Umsetzungspotenzial bescheren. 
 
 
Abbildung 4: Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen 
 
Verteilung der Gebäude nach Ensemble- und Denkmalschutz 
17 % aller teilnehmenden Gebäude sind ensemble - oder denkmalgeschützt  und entfallen  
hauptsächlich auf die Postleitzahlbereiche 64289 und 64293. Dies stellt eine deutliche Steigerung 
im Vergleich zu allen vorausgegangenen Modernisierungskonvois dar und ist auf das Martins- und 
Johannesviertel zurückzuführen. Die energetische Beratung dieser Gebäude ist umfangreicher und 
erfordert in der Detailplanung Fachwissen aus dem Bereich des Denkmalschutzes. Die im Rahmen 
des Modernisierungskonvois anfallenden Beratungsthemen sind aber auch ohne Zusatzausbildung 
zu leisten. Für eine detaillierte energetische Beraterleistung verweisen wir hierbei derzeit noch auf 
Energieberater/innen aus dem Bereich des Denkmalschutzes.

6 
 
Verteilung der Kundengewinnung 
Die nachfolgende Grafik stellt die Kundengewinnung für den Modernisierungskonvoi dar. Hierbei 
lässt sich erkennen, dass 60 % der teilnehmenden Kunden durch städtische Kommunikation 
geworben wurden. Die dargestellten Punkte „Flyer/Plakat“ und „Internet“ sind vermutlich ebenfalls 
der Stadt zuzuordnen, nur auf einem anderen Weg. 12 % der Kunde n nahmen auf Empfehlung 
anderer teil, was ein positive s Signal in Bezug auf stattfindende „Mund -zu-Mund-Propaganda“ 
darstellt. Ein nicht unwichtiges Medium der Kundengewinnung stellt die Zeitung mit knapp einem 
Zehntel der Anmeldungen  dar. Im Rahmen der nä chsten Anmeldung sollen auch hier die 
Formulierungen geschärft werden. 
 
 
Abbildung 5: Verteilung der Kundengewinnung 
 
Fazit und Learnings aus dem Modernisierungskonvoi 2022 
Insgesamt kann gesagt werden, dass sich die Teilnehmenden an den Modernisierungskonvois 
weiterhin in vier Gruppen einteilen lassen: 
1. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, welche bereits Pläne für energetische Sanierungen 
haben. Hier ist das Interesse an einer Folgeberatung sehr groß. 
2. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind und im Verlauf 
des Gespräches Interesse an energetischen Sanierungen und einer Folgeberatung 
entwickeln. 
3. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind, aber auch im 
Verlauf der Beratung kein Interesse an einer energetischen Sanierung entwickeln. 
4. Bürgerinnen und Bürger mit Niedrigenergie- oder sogar Passivhäusern aus den (frühen) 
2000ern. Diese nutzen die Initialberatung zur Qualitätskontrolle und um sich über 
Photovoltaik zu informieren.  Diese Gruppe trat vermehrt in Kranichstein auf.

7 
 
Gruppe 3 trat im vergangenen Jahr nur sehr vereinzelt auf; vermutlich weil es kaum noch Menschen 
gibt, die aufgrund der externen Faktoren kein wirkliches Interesse am Energiesparen haben. Um eine 
möglichst hohe Klimaschutzwirkung zu erzielen, sollte der Fokus auf die Gruppen 1 und 2 gelegt 
werden. Damit diese Gruppen noch besser angesprochen werden können, wurden 2022 im Rahmen 
des Modernisierungskonvois keine Thermografien durchgeführt und das Beratungsangebot um 
Themen wie Photovoltaik, Gebäudebegrünung und ökologische Dämmstoffe erweitert. Die 
Beratungsdauer wurde hierfür auf maximal zwei Stunden erhöht. Um zu diesen Themengebieten 
adäquat beraten zu können, wurde  das Know-how der teilnehmenden Berater/innen entsprechend 
erweitert und geschärft. Großes Interesse bestand bei den Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen 
Photovoltaik und Wärmepumpe. Auf Grund des Krieges in der Ukraine und damit 
zusammenhängender Effekte interessierten sich die Bürger vermehrt für einen Heizungswechsel 
weg vo n fossilen Brennstoffen . Als attraktivste Lösung wurde hier der Wechsel hin zu einer 
Wärmepumpe in Kombination mit Photovolta ik wahrgenommen, was jedoch oftmals nicht ohne 
weitere Sanierungen durchgeführt werden kann bzw. sollte. 
 
Intern gab es bei der Effizienz:Klasse  einige Änderungen, um der großen Nachfrage gerecht zu 
werden. Dies war zum einen die Akquirierung von neuem Personal, was einen laufenden Prozess 
darstellt. Hierdurch war es  aber bereits  möglich, den Prozess der Terminvergabe im Laufe des 
Modernisierungskonvois zu optimieren und zu beschleunigen. Des Weiteren wurde  der 
Anmeldevorgang digitalisiert, um den internen Arbeitsaufwand zu mindern  und den 
organisatorischen Überblick zu optimieren . Außerdem wurde hierdurch die Erstellung des 
Reportings vereinfacht, da die Daten einfacher abgefragt werden können. Ein weiteres  internes 
Problem war bisher, dass es bei den Teilnehmenden teilweise zu längeren Wartezeiten kam und 
diese darüber nicht ausreichend informiert wurden. Dem wurde durch eine Automatisierung der E-
Mails in Kombination mit  einem besseren Erwartungsmanagement vorgebeugt. Gleichzeitig 
machten einige personelle Abgänge stetige Anpassungen und dauerndes Personalmanagement 
erforderlich und unterm Strich startet die Effizienz:Klasse den Modernisierungskonvoi 2023 nicht 
mit größerer Beratungskapazität. 
Folgende Ziele hat sich die Effizienz:Klasse für die nächsten Modernisierungskonvois gesetzt:  
Der aktuelle Standard  hinsichtlich Wartezeiten bei der Terminvergabe  soll gehalten und wenn 
möglich noch verbessert werden. Hierfür soll weiteres Personal eingestellt werden. Außerdem soll 
der Beratungsbericht um weiterführende Infos,  wie beispielsweise  der Ausbau von  Nah- und 
Fernwärme oder Links  zu Broschüren und Artikeln , ergänzt werden,  damit sich interessierte 
Bürgerinnen und Bürger auch nach der Initia lberatung selbstständig ein Bild über energetische 
Möglichkeiten und Sanierungen machen können. Zusätzlich wird intern das Know-how im Bereich 
Denkmalschutz weiter ausgebaut und ein Mitarbeiter in diesem Bereich zertifiziert.

Beratungsverlauf (2)

TOP 140
TOP 10

Details

Vorlagen-Nr.
2023/0098
Typ
Magistratsvorlage
Datum
14.03.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00