3277/2020
Bürgereingabe nach § 24 GO: Vertretung sozialer Interessen im Klimarat
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Bürgereingabe
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Guten Tag, für eine EU-Agentur hatte ich jüngst einen Deutschlandbericht zu den sozialen Folgewirkungen der bundesweiten Klima- und Energiepolitik zu erstellen. Mich hat dies stark für das bislang unterbelichtete Thema sensibilisiert – angefangen von der unzureichenden Entlastung der anstehenden Co2-Bepreisung für Haushalte mit niedrigen Einkommen (Studien des Sachverstandigenrats, des DIW, des IMK u.a. weisen dies deutlich aus) über die steigenden Mieten in Folge der energetischen Gebäudesanierung, Mobilitätskosten bis natürlich hin zur Frage der Arbeitsplatzeffekte . Vor dem Hintergrund finde ich die Zusammensetzung des Kölner Klimarats unangemessen und plädiere hiermit dafür, Vertreter*nnen von Organisationen ins Boot zu holen, die Maßnahmen aus sozialpolitischer Perspektive mit entwickeln und beurteilen können. In der derzeitigen Zusammensetzung ist die Wirtschaft überrepräsentiert; sozialpolitische Interessen werden allein vom DGB vertreten. Dies ist nicht nur unausgewogen, sondern auch gänzlich unzureichend, um zu einer Abschätzung der Folgewirkung für gesellschaftliche Gruppen – insbesondere Niedriglohnbezieher*nnen und Arbeitslose - zu kommen. Ich verweise dabei auf eine Stellungnahme der auf Bundesebene neu gegründeten Sozialen Plattform Klimaschutz, in der der DPWV und andere Wohlfahrtsverbände zusammen mit ver.di und der Klima-Allianz für eine Berücksichtigung sozialer Interessen in der Klimapolitik plädieren. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich halte eine engagierte Politik für eine frühzeitige Klimaneutralität für absolut notwendig. Doch gilt es eine solche so zu entwickeln, dass sie sozialer Ungleichheit entgegenwirkt und nicht verschärft. Sozialverbände und andere Vertreter*nnen sozialpolitischer Interessen mit in den Rat zu holen, sollte für die Stadt Köln selbstverständlich sein. Sionnvoll wäre darüber hinaus, es gäbe ein regelmäßiges Monitoring, das sich mit diesem Thema befasst. Mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung, dass meine Anregung positiv aufgegriffen wird,
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle
VIII/VIII/2
Vorlagen-Nummer
3277/2020
Stand: 17.09.2025
Sachstandsbericht
Bürgereingabe nach § 24 GO: Vertretung sozialer Interessen im Klimarat
Beschluss:
Der Ausschuss dankt der Petentin für ihre Eingabe.
Da die für die Arbeit des Klimarates notwendige Berücksichtigung sozialer Interessen in der
Zusammensetzung des Klimarates gewährleistet ist, wird derzeit eine Änderung der Zusam-
mensetzung des Klimarates nicht weiterverfolgt.
Beschluss wurde zurückgestellt.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die für die Arbeit des Klimarates notwendige Berücksichtigung sozialer Interessen in der Zu-
sammensetzung des Klimarates ist gewährleistet. Somit hat sich der Beschluss erledigt.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/7 Vorlagen-Nummer 3277/2020 Freigabedatum 23.12.2021 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO: Vertretung sozialer Interessen im Klimarat Beschlussorgan Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss dankt der Petentin für ihre Eingabe. Da die für die Arbeit des Klimarates notwendige Berücksichtigung sozialer Interessen in der Zusam- mensetzung des Klimarates gewährleistet ist, wird derzeit eine Änderung der Zusammensetzung des Klimarates nicht weiter verfolgt. Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 15.03.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Petentin regt an, Sozialverbände und andere Vertreter*innen sozialpolitischer Interessen mit in den Klimarat einzuladen, die Maßnahmen aus sozialpolitischer Perspektive mit entwickeln und beur- teilen können. In der derzeitigen Zusammensetzung hält die Petentin die Wirtschaft in der Zusam- mensetzung überrepräsentiert. Stellungnahme der Verwaltung Zur Erreichung der Klimaneutralität Kölns hat die Oberbürgermeisterin im Sommer 2020 einen Klima- rat Köln angeregt und Mitglieder berufen. Der Klimarat ist ein beratendes Expertengremium aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wis- senschaft, Wirtschaft, Wohnungsbau, Zivilgesellschaft und Verwaltung. Seine Mitglieder wer- ben in ihren Einflussbereichen um die Mitwirkung am ehrgeizigen Ziel der Klimaneutralität. Der Klimarat entwickelt Entscheidungsvorschläge für die unterschiedlichen Akteure und wirkt auf Schaffung, Nutzung und Weiterentwicklung von unterstützenden Rahmenbedingungen und Anreizinstrumenten hin. Sowohl für die Erarbeitung von Zielen und Maßnahmen als auch für deren spätere Umsetzung strebt die Verwaltung einen Austausch mit Vertretern großer Akteure an, die erhebliche Treibhausgasemissionen verantworten und entsprechend Reduktionen reali- sieren können. Der Klimarat hat ausschließlich beratende Funktion und entwickelt lediglich Vorschläge, die dem Rat der Stadt zur Entscheidung vorgelegt werden. Der Klimarat hat Projektgruppen für die Bereiche Energie, Gebäude, Industrie, Mobilität und Logistik, Ernährung und Konsum sowie Kommunikation und Partizipation eingerichtet, die für ihre Themenfelder Ziel- und Handlungsvorschläge erarbeiten. Insgesamt sind in den Projekt- gruppen mehr als 12 Personen aus 9 Institutionen eingebunden und decken so ein möglichst breites Spektrum aus den genannten Themenbereichen ab. Unter anderem sind z.B. auch Ver- treterinnen und Vertreter aus dem Festkomitee des Kölner Karnevals, eines eingetragenen Vereins im Bereich Wohnen, einer Stiftung im Bereich Energie und der Scientist4Future als Vertreter der Zivilgesellschaft eingebunden. Auch Politik und Verwaltung sind im Klimarat ver- treten. In den jeweiligen Projektgruppen werden auch die Aspekte „bezahlbare Energie“, „be- zahlbare Mobilität“, „bezahlbares Wohnen“ etc. diskutiert, so dass die von der Petentin ange- regten Themen Berücksichtigung finden. Darüber hinaus wurde die Projektgruppe Kommunikation und Partizipation damit beauftragt eine Stra- tegie zur Beteiligung zu erarbeiten, um zukünftig auch zielgruppenspezifisch Akteure in den Prozess einbeziehen zu können. Der zuständige Fachausschuss hatte bereits in seiner Sitzung am 04.06.2020 über die Bildung des Klimarats und der Projektgruppen diskutiert. (siehe Seite 13 ff der Niederschrift) https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=778615&type=do& Zudem gibt es eine Vielzahl an Angeboten für die Bürgerschaft, Vereine etc. durch die Koordinations- stelle Klimaschutz und das Umwelt- und Verbraucherschutzamt wie die Förderprogramme Klima- 3 schritte oder SmartCity Cologne GO zur Projektförderung, Grün hoch 3 zur Begrünung von Dach- und Fassadenflächen oder die Klimaschutzkampagne Stadtradeln. Auswirkungen auf den Klimaschutz Der Klimarat und seine Projektgruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaneut- ralität Kölns.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3277/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 15.03.2021
- Erstellt
- 10.11.2020 14:57