V/0590/2007
Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0026/2007 vom 05.06.2007 "Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit .
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Antrag SPD-Fraktion Jugendarbeitslosigkeit
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1 Antrag 04.06.2007 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 spdfrak@muenster.de www.spd-muenster.de Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit zielgerich tet bekämpfen – Jugendliche unterstützen Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Der Rat der Stadt Münster erkennt die Bekämpfung de r Jugendarbeitslosigkeit weiterhin als zentrales kommunalpolitisches Handlun gsfeld an. Während die Bundesagentur für Arbeit und die lokale Arbeitsgem einschaft vor allem für die Qualifizierung und die berufliche Orientierung derj enigen Verantwortung tragen, die dem Arbeitsmarkt bereits zur Verfügung stehen, ist die Prävention, die frühzeitige Berufsorientierung und die Qualifizierung Jugendlic her eine kommunale Kernaufgabe, der sich die Stadt Münster insbesonder e im Bereich einer erweiterten Schulträgerschaft stellt. Daher beschließt der Rat: 1. Der Ansatz der Haushaltsstelle 4522.717.9000.8 „ Förderung von Arbeit, Beschäftigung und Qualifizierung (AIM)“ wird wieder auf 500.000 € angehoben. Diese aufgestockten Mittel stehen aussch ließlich für Projekte in Schulen zur Förderung des Übergangs Schule – Ber uf zur Verfügung. Die Kürzungen werden zurückgenommen. 2. Die Verwaltung wird aufgefordert, im Rahmen der neuen Förderphase des Europäischen Sozialfonds (2007 bis 2013) die im Wei teren aufgeführten Projekte und Projektbausteine anzumelden und so die Einwerbung von Drittmitteln zu forcieren. Der Europäische Sozialfo nds (ESF) lässt in der neuen Förderphase ausdrücklich auch die Förderung v on Projekten im Übergang von Schule und Beruf zu. Insofern entsteht hier die Möglichkeit, an die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln dur ch AIM in den beiden bisherigen ESF-Förderphasen anzuknüpfen. Die im Rah men des Europäischen Sozialfonds notwendige 50%ige national e Kofinanzierung soll über die für AIM jugend+ zusätzlich bereit gestellten Mittel erfolgen. Aus diesen Mitteln werden folgende Maßnahmen umgesetzt: 3. Sozialpädagogische Unterstützung bei der Berufsv orbereitung und Berufswahlorientierung wird ein wesentlicher Bauste in der präventiven Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit in Münster. Z u diesem Zweck werden stadtzentral von entsprechenden Fachkräften Programme vorbereitet, die an den einzelnen Schulen zur Unter stützung eingesetzt werden können. Durch die Modularisierung entspreche nder Angebote sollen möglichst viele Jugendliche in Münster an de n Programmen 2 teilnehmen können. Ein entsprechendes Personalkoste nbudget wird bereitgestellt. Über dieses stadtzentrale modularis ierte Angebot hinaus werden die bisher aus den Programmen EQUAL und „Ler nende Regionen“ in der Trägerschaft der „Initiative Beschäftigung“ geförderten Projekte als bewährt anerkannt und über das Jahr 2007 hinaus fortgeführt. 4. Zur besonderen Förderung von Jugendlichen an För derschulen und zur Erhöhung der Chancen am Arbeitsmarkt wird das ausge laufene Projekt „Hilfen im Übergang von der Schule in den Beruf – K ooperationsprojekt für Haupt- und Förderschulen zur Eingliederung in den B eruf“ wieder aufgenommen und ein besonderer Förderschwerpunkt be i den Förderschulen gebildet. 5. Zur besonderen Förderung schulmüder Jugendlicher wird ein eigenes Budget bereitgestellt, das insbesondere zur Vermitt lung von Betriebspraktika und entsprechender sozialpädagogis cher Anleitung verwendet werden soll, damit die Chancen dieser Jug endlichen, möglichst am ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildungsmöglichkeit zu finden, deutlich erhöht wird. Dieses Programm soll in intensiver Koo peration mit den allgemein bildenden Schulen stattfinden. 6. Das bisher von der Stabstelle „Übergangsmanageme nt Schule – Beruf“ erfolgreich auf den Weg gebrachte und betreute Proj ekt des Dualen Orientierungspraktikums in der Oberstufe wird verst etigt und erweitert. Dabei sollen vor allem dauerhafte Kooperationen zwi schen Betrieben, Universität und einzelnen Schulen etabliert werden. Dabei sollen die einzelnen Schulprofile in besonderer Weise Berücksichtigung finden. 7. In Kooperation mit Unternehmen der lokalen und r egionalen Wirtschaft wird ein Projekt zur Förderung von Schlüsselqualifikatio nen für den Berufsalltag aufgelegt. Dabei sollen in enger Zusammenarbeit von Praktikern aus den Betrieben, Lehrkräften und Sozialpädagogen insbeson dere solchen Jugendlichen in besonderen Fördermaßnahmen die notw endigen Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, die ans onsten auf dem Arbeitsmarkt schwere Vermittlungshindernisse aufweisen würden. 8. Die bisher für Berufskollegs konzipierte und von der Stabsstelle „Übergangsmanagement Schule – Beruf“ erfolgreich ko ordinierte „Individuelle Förderplanung zur beruflichen Integra tion“ wird mit entsprechenden Veränderungen konzeptionell auch an anderen Schulformen umgesetzt. 9. Insgesamt strebt die Stadt Münster eine Versteti gung der angelaufenen und neu zu planenden Fördermaßnahmen an, die von de r Verwaltung koordiniert werden. Begründung: Vorsorge ist besser als Nachsorge – deswegen muss d ie Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und die Unterstützung Jugend licher bei der Berufswahl frühzeitig einsetzen. Deswegen setzt die vorliegend e Initiative darauf, in enger Kooperation von Schulen, unterstützender Sozialarbe it und Wirtschaft eine 3 nachhaltige Qualifizierung von Jugendlichen zu erre ichen, damit schwere Vermittlungshemmnisse, die im Erwachsenenalter nur schwer und unter großem Kostenaufwand behoben werden können, bereits präven tiv vermieden bzw. abgeschwächt werden können. Hierzu müssen die durch politische Beschlüsse drastisch reduzierten Haushaltsmittel wieder aufges tockt und darüber hinaus die Möglichkeit zur Einwerbung von ESF-Fördermitteln in tensiv genutzt werden. So lässt sich im kommunalen Rahmen einer erweiterten Schultr ägerschaft ein umfassendes Programm umsetzen, das insbesondere benachteiligten Jugendlichen, darüber hinaus aber auch allen Münsteraner Jugendlichen ein e deutlich verbesserte Vorbereitung auf die individuelle Berufswahlorientierung bietet. Marianne Hopmann Ralf Hubert Moritz von Schmeli ng Dr. Michael Jung Marianne Koch Anne Schulze Wint zler Wolfgang Heuer Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Anika Bergner Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Philipp Gabriel Karsten Rahn Holger Wigger Beanka Ganser Udo Reiter Karl-Heinz Winter Anne Hakenes
Beschlussvorlage
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V/0590/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER AIM jugend+ Betrifft Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0026/2007 vom 05.06.2007 "Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit zielgerichtet bekämpfen - Jugendliche unterstützen." Beratungsfolge 29.08.2007 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Verwaltung wird beauftragt, die inhaltlichen und finanziellen Umsetzungsmöglichkeiten des Antraganliegens aufzubereiten und den politischen Gremien eine entsprechenden Verfahrensvor- schlag zu unterbreiten. Begründung: Der Antrag A-R/0026/2007 vom 05.06.2007 der SPD-Fraktion verfolgt das Ziel, weitere Maßnah- men zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt zu ergreifen und bestehende Angebote an den Schulen zur Unterstützung bei der Berufsvorbereitung und Berufswahlorientierung fortzufüh- ren, zu verstetigen und hierfür im Rahmen der neuen Förderphase des Europäischen Sozialfonds (ESF) Drittmittel einzuwerben. Die nach wie vor anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit und der zunehmend schwieriger werden- de Übergang von der Schule in den Beruf erfordert es, alle Möglichkeiten und Kapazitäten zu nut- zen und zu schaffen, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu geben. Insbesondere gilt es zu vermeiden, dass der Beginn des Berufslebens zu einem Fehlstart wird oder Jugendliche ohne Ausbildung bleiben. Es muss vermieden werden, dass ein missglückter Übergang von der Schule in den Beruf und damit einhergehende Arbeitslosigkeit zu einer dauerhaften Perspektivlosigkeit führt, mit der Gefahr langzeitarbeitslos zu werden und auf SGB II-Leistungen angewiesen zu sein. Die Stadt Münster verfügt im Rahmen der Aktivitäten der AIM jugend+ mit der engen Verzahnung der Jugendberufshilfe und der Stabstelle „Übergangsmanagement“ im Amt für Schule und Weiter- bildung über ein breites Spektrum und Förderinstrumentarium zur Überwindung und Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit. Der von der SPD-Fraktion eingebrachte Antrag zielt darauf ab, zu prüfen, ob noch darüber hinaus- gehende Potentiale vorhanden sind, insbesondere unter Einbeziehung von Mitteln des Europäi- schen Soziafonds. Vorlagen-Nr.: V/0590/2007 Auskunft erteilt: Frau Dr. Ringbeck Ruf: 492 28 80 E-Mail: Ringbeck@stadt-muenster.de Datum: 30.07.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0590/2007 Die Verwaltung wird die in dem SPD-Antrag gemachten Vorschläge prüfen und die entsprechen- den organisatorischen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen aufzeigen. i.V. gez. Paal Stadtrat Anlagen: Antrag der SPD-Fraktion vom 05.06.2007 „Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit zielgerichtet bekämpfen - Jugendliche unterstützen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0590/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.08.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37