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2315/2023

Antrag zu den Themen "Qualifizierung von Mitarbeitenden mit Bürgerkontakt/Antidiskriminierung"

Mitteilung Ausschuss 06.09.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 25.09.2023, TOP 4.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

11902 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/111/1 
AN/0605/2023 
Vorlagen-Nummer 06.09.2023 
 2315/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 12.09.2023 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 25.09.2023 
 
Antrag zu den Themen "Qualifizierung von Mitarbeitenden mit 
Bürgerkontakt/Antidiskriminierung" der Fraktionen Bündnis 90/die Grünen, CDU und 
Volt vom 08.05.2023 
Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt verpflichtet sich die Stadt Köln, Vielfalt anzuerken-
nen und wertzuschätzen sowie ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Das 
entsprechende Diversity Konzept der Stadt Köln und dessen bewusste Umsetzung in allen 
Handlungsfeldern stellt sicher, dass alle unterschiedlichen Bedürfnisse von Einwohner*innen 
berücksichtigt sind. Vielfalt als Mehrwert ist dabei eine Haltung, die den städtischen Leitlinien 
entspricht und im täglichen Miteinander umgesetzt wird.  
 
Zwingend zu beachten sind bei der Entwicklung einer Schulungsreihe unter anderem auch die 
speziellen Anforderungen der publikumsintensiven Bereiche (z.B. Kundenzentren, Ausländer-
amt, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und Jobcenter Köln, Ordnungsdienst, Verkehrs-
überwachung, KFZ-Zulassungsstelle usw.) an gesonderte Inhalte. Hier findet aktuell ein Aus-
tausch zwischen der Personalentwicklung und den beteiligten Dienststellen statt, um eine ent-
sprechende Seminarreihe sowohl inhaltlich als auch organisatorisch sinnvoll zu planen und 
gleichsam den guten Bürger*innenservice zu garantieren. 
 
Aus Sicht des ebenfalls aktiv an der Seminarorganisation in diesem Themenbereich beteilig-
ten Amtes für Integration und Vielfalt lässt sich ergänzend sagen, dass Schulungen von Per-
sonal in Bereichen mit Bürger*innenkontakt sehr wichtig sind, insbesondere mit dem Fokus 
auf Antidiskriminierung. Dem Amt für Integration und Vielfalt ist es ein Anliegen, insbesondere 
die Themen der unbewussten Voreingenommenheit, Rassismuskritik, Privilegien und Mehr-
fachdiskriminierung/Intersektionalität noch stärker in den Fokus zu nehmen und die Übertra-
gung auf den konkreten Arbeitsalltag zu schaffen sowie die migrationsgesellschaftlichen Kom-
petenzen zu stärken.  
 
Dabei kommt der Verwaltung eine besondere Rolle zu, Menschen vor ungerechtfertigten Be-
nachteiligungen zu schützen und gleichzeitig geltendes Recht durchzusetzen. Dieses Span-
nungsfeld bedarf auch aus Sicht des Amtes für Integration und Vielfalt einer besonderen 
Schulung und Sensibilität aller Mitarbeitenden.  
 
Zu den einzelnen Antragspunkten nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 
 
1. Die Verwaltung möge bitte darstellen, in welcher Form der Haushaltsbegleitbe-
schluss zum Qualifizierungsbereich „Antidiskriminierung" umgesetzt wurde.

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Gemeinsam mit dem Amt für Integration und Vielfalt hat das Personal- und Verwaltungsma-
nagement für die Themen Integration, Vielfalt, Antidiskriminierung und Rassismuskritik bereits 
verschiedene Formate für Führungskräfte und Mitarbeitende entwickelt, in das städtische 
Lernangebot aufgenommen und dieses fortlaufend angepasst. Die Schulungen können fort-
laufend von den Mitarbeitenden gebucht werden. 
 
Dabei existiert aktuell das folgende Lernangebot: 
 
 Diversity und der erfolgreiche Umgang mit Vielfalt in Teams – Vielfalt als Er-
folgsfaktor/Diversity-Management und Diversity-Kompetenz 
 Diversity als Instrument für Führungskräfte – Vielfalt als Ressource erkennen 
und nutzen/Diversity Management und Diversity-Kompetenz 
 Seminar für (neue) Führungskräfte mit Virtual-Reality-Brille:  
Einführung der Themen „Diversity“ und „Unconscious Bias“ in Bezug auf das 
eigene Führungsverhalten sowie die Vermittlung von Diversity Management als 
Führungsaufgabe im Rahmen der verpflichteten Schulung „Qualifizierung kom-
pakt für neue Führungskräfte“ 
 Angebote von Follow-Up-Workshops zu den Diversity-Schulungen sowohl für 
Mitarbeitende als auch für Führungskräfte 
 Gender Mainstreaming: „Neue Perspektiven durch die Genderbrille“  
 Gender Mainstreaming: „Neue Perspektiven durch die Genderbrille“ – Ziel-
gruppe: Führungskräfte 
 Inklusion leben – so gelingt’s! – obligatorisches Seminar für alle Führungskräfte  
 „Rassistisch – ich doch nicht?!“ – Grundlagenseminar Rassissmuskritik 
 „Die Amtssprache ist Deutsch“?! – Interkulturelle Sensibilisierung für den priva-
ten und beruflichen Alltag 
 Leichte Sprache – Seminar für alle Mitarbeitende, die im Arbeitsalltag Texte er-
stellen 
 Interkulturelle Sensibilisierung für den privaten und beruflichen Alltag – positiver 
Umgang mit kultureller Vielfalt 
 
Weitere zielgruppenspezifische Angebote stellen außerdem die Seminare „barrierefreies 
Bauen für öffentliche Hochbauten nach DIN 18040-1“, Kundenkontakt mit gehörlosen und hör-
geschädigten Bürgerinnen und Bürgern“ sowie „Word Aufbau: Barrierefreie PDF-Dokumente 
erstellen“ dar 
 
Auch die Inhalte des AGG finden sich bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schu-
lungsmaßnahmen wieder, z. B. im Seminar "Unternehmen Stadt Köln" (Zielgruppe: neue Mit-
arbeitende ohne Verwaltungserfahrung), Personalentwicklungs- und Klimagespräch (Ziel-
gruppe: Führungskräfte), Gender Mainstreaming (Zielgruppe: Führungskräfte, interessierte 
Beschäftigte), interkulturelle Sensibilisierung (Zielgruppe: Beschäftigte mit und ohne Kund*in-
nenkontakt ). Dadurch wird die Vermittlung von AGG-Inhalten themen- und zielgruppenspezi-
fisch effektiver. 
 
Zusätzlich zu diesem Regelangebot bietet die Abteilung Vielfalt auch Diversity-Inhouse-Schu-
lungen für einzelne Dienststellen an. Hier haben seit 2021 entsprechende Veranstaltungen im 
Personal und Verwaltungsmanagement, im Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, im 
betrieblichen Gesundheitsmanagement, im Amt für Integration und Vielfalt, im Amt für Recht, 
Vergabe und Versicherungen sowie bei den Abfallwirtschafsbetrieben (AWB) stattgefunden. 
Aktuell in Planung sind weitere Schulungen im Gesundheitsamt sowie im Jobcenter Köln. Ge-
plante Schulungen im Ausländeramt mussten hierbei aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens 
infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zunächst verschoben werden. 
 
Eine entsprechende Schulungsreihe im Ausländeramt der Stadt Köln zum Thema Antidiskrimi-
nierung wird perspektivisch ebenso in Planung gehen. Die genauen Inhalte und der mögliche 
Starttermin für eine solche Schulung orientieren sich hierbei an der derzeitigen Weiterentwick-
lung der Ausländerbehörde hin zu einer Willkommensbehörde (vgl. Mitteilung 2318/2023, 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=116317 .

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Weiterhin gab es 2022 bereits ein Programm für den städtischen Außendienst, welches aktu-
ell weiterentwickelt wird. Hier beginnt Ende August 2023 die nächste Schulungsreihe. 
 
Zudem finden die genannten Lernangebote generell immer auch Beachtung in gesonderten 
Führungskräfteschulungen der Personalentwicklung. 
 
Somit unterstützt die Verwaltung konstant und mit viel Engagement die städtischen Dienststel-
len darin, ihre Kompetenz zu stärken und bietet ihnen neben einer kompetenten Beratung 
auch Inhouse-Seminare, Fortbildungen und Workshops für die unterschiedlichen Diversity-Di-
mensionen an. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für ein jährlich stattfindendes Antidiskri-
minierungstraining zu erarbeiten. Diese Qualifizierungsmaßnahme soll für alle Funkti-
onsgruppen, deren überwiegende Tätigkeit im Kontakt mit Bürger*innen liegt, verpflich-
tend sein. Bei Funktionsgruppen, die nur wenig Kontakt mit Bürger*innen aufweisen, 
soll die Qualifizierung offensiv beworben werden. 
 
Aktuell finden seitens des Amtes für Integration und Vielfalt Überlegungen statt, die bestehen-
den Schulungen der Stadt Köln im Bereich Diversity neu zu strukturieren und auszurichten. 
Geplant ist hier eine modulare Ausrichtung der Diversity-Schulung (+ Follow Up-Seminar), mit 
folgenden Inhalten/Schulungsangeboten 
 
 Obligatorisches Grundlagenseminar zum Themenbereich „Unconcious Bias“ 
 Aufbauseminare zu verschiedenen Diskriminierungsdimensionen 
 
Die Einheiten zu den unterschiedlichen Dimensionen sollen dabei durch verschiedene For-
mate gestaltet werden können (Tagesseminare, Halbtagesseminare). Seminare sollen dabei 
zu allen Diversity Dimensionen angeboten werden, bzw. zu den spezifischen –ismen (Rassis-
mus, Homofeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Ableismus etc.) sowie zu den Themen „ge-
schlechtliche Vielfalt und sexuelle Orientierung, Behinderungen sowie Religionen“. 
 
Geplant ist, dass Teilnehmende, die das Grundlagenseminar und zusätzlich eine gewisse An-
zahl an Aufbauseminare besuchen, ein Zertifikat erhalten können. 
 
Von der neuen Struktur der Diversity Schulungen hängt dann das weitere Lernangebot sowie 
die Konzeption eines jährlich stattfindenden Antidiskriminierungstrainings ab. Daher ver-
schiebt sich das Angebot eines speziellen Trainings hier bis zum Feststehen des neuen Schu-
lungsangebotes der unterschiedlichen Diversitäts-Dimensionen. 
 
Dabei arbeitet das Amt für Integration und Vielfalt aktuell an einem Schulungskonzept im Be-
reich LSBTI sowie im Bereich „Barrierefreiheit“. 
 
Die Zukunft der Wissensvermittlung durch neue und digitale Lernformate (derzeit in der Pilo-
tierung) bietet neue Perspektiven, die auch bei der Konzeption eines Antidiskriminierungstrai-
nings mit bedacht werden sollten. Neben den klassischen Präsensseminaren bieten zukünf-
tige e-Formate eine große Flexibilität für die Teilnehmenden und somit auch eine höhere Ak-
zeptanz, sich eines Themas anzunähern. Digitale Lernformate können in den Büro-Alltag 
schnell und zeitunabhängig integriert werden. 
 
Die Verwaltung prüft daher derzeit auch die Möglichkeit einer digitalen AGG Schulung. Hier 
könnte dann eine verpflichtende Schulung für alle Führungskräfte angeboten werden wie auch 
ein Kurz-Seminar für alle Beschäftigen. Von der Bedeutung der Thematik her ist es sinnvoll, 
ein AGG-Training für alle städtischen Kolleg*innen anzubieten. 
 
Hinsichtlich der erforderlichen finanziellen Mittel werden mit der Erstellung des Konzeptes 
auch gesonderte Mittel in den zukünftigen Haushalt einzustellen sein. 
 
3. Bei der Erarbeitung sollen zivilgesellschaftliche Akteure, die sich mit dem Thema 
„Diskriminierung" beschäftigen, beteiligt werden. Dabei soll sich die Qualifizierung

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konkret auf den Arbeitskontext der Mitarbeitenden beziehen und Ansätze für ein diver-
sitätsbewusstes Handeln aufzeigen. 
 
In Köln gibt es eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, die über eine große Ex-
pertise im Bereich Antidiskriminierung verfügen. Eine Einbindung in diesen Prozess ist wün-
schenswert. 
 
Hierfür wird das Amt für Integration und Vielfalt mit möglichen Akteur*innen in Kontakt treten 
und diese für eine künftige Beteiligung benennen. 
 
Bereits jetzt bindet die Verwaltung bei der Durchführung von Schulungen, die sich mit dem 
Thema Diskriminierung beschäftigten, zivilgesellschaftliche Akteure mit ein. Alle bisher durch-
geführten Inhouse-Seminare zum Thema Diversität und Diskriminierung haben einen Arbeits-
kontext und die Besonderheiten der Dienststellen wurden mit berücksichtigt. 
 
4. Das Qualifizierungskonzept soll dem AVR und dem Integrationsrat bis zum 
31.10.2023 als Mitteilung vorgelegt werden. 
 
Die vorliegende Mitteilung ist als Zwischenstand zu verstehen. Nach Evaluierung der aktuellen 
Seminarreihen und umfangreichen Seminare wird das erweiterte Konzept im I. Quartal 2025 
vorgelegt bzw. erneut berichtet. 
 
5. Nach einer erfolgreichen Umsetzung des Qualifizierungskonzeptes soll das Konzept 
weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt werden. 
 
Die Personalentwicklung befindet sich regelmäßig im interkommunalen Austausch mit ande-
ren großen Städten und regt hier auch Austausche von Konzepten an. 
 
Der Beschluss zum AVR vom 06. Mai 2023 wird somit planmäßig bearbeitet. 
 
 
Gez. Blome

Beratungsverlauf (2)

12.09.2023 Integrationsrat
TOP 5.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.09.2023 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2315/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.09.2023
Erstellt
19.07.2023 14:12