A-R/0010/2006
Befristete Arbeitsverträge: Stadt muss ihrer Verantwortung gerecht werden
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Originalantrag
3135 Zeichen
SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0010/2006
im Rat der Stadt Münster
1
Antrag
07.02.2006
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Münzstr. 15
48143 Münster
Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
mail: spdfrak@muenster.de
Internet: www.spd-muenster.de
Befristete Arbeitsverträge: Stadt muss ihrer Verant wortung
gerecht werden
Der Rat möge beschließen:
§ 21 der Hauptsatzung der Stadt Münster wird wie folgt geändert:
Abs. 1 c) :
1. Satz wie bisher.
2. Satz neu:
Der Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung entscheidet
über alle befristeten Einstellungen von Angestellten bzw. die
Verlängerung von Befristungen unabhängig von der Vergütung.
Abs. 2 f): streichen.
Begründung:
Die Entscheidung über die befristete Einstellung vo n Angestellten im Rahmen von
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und die befristete Ei nstellung von Angestellten zur
Vertretung beurlaubter Mitarbeiter/innen obliegt ge m. §21 Abs. 2 Buchstabe f der
Hauptsatzung bisher dem Oberbürgermeister.
Das derzeitige - vom Oberbürgermeister zu verantwortende - Verwaltungshandeln im
Rahmen der Haushaltskonsolidierung, befristete Arbe itsverträge nicht zu verlängern
bzw. auslaufen zu lassen und erst nach einer Unter brechung von einem Monat und
einem Tag neue Arbeitsverträge auf der Grundlage de s TVÖD abzuschließen, führt
zu erheblichen Verschlechterungen für den Großteil der Betroffenen.
Da es sich bei den befristet Beschäftigten mehrheit lich um Frauen handelt, wird
damit eine geschlechtsspezifische Benachteiligung herbeigeführt.
2
Das vom Oberbürgermeister als Arbeitgeber gewählte Vorgehen belastet das
Arbeitsklima in der Stadtverwaltung und zieht darüb er hinaus eine erhebliche
Belastung der Sozialversicherungssysteme nach sich.
Gerade im Bereich der Kindertageseinrichtungen zeig t sich die Fragwürdigkeit des
Verwaltungshandelns des Oberbürgermeisters: Für die von Personalausfällen und –
wechseln betroffenen Kinder in den Kindertageseinri chtungen ist die
Betreuungskontinuität und –qualität nicht mehr sich ergestellt. Aber auch in anderen
Bereichen (z.B. in der Arbeitsgemeinschaft Münster) wird durch das Vorgehen des
Oberbürgermeisters Schaden angerichtet.
Bei grundsätzlicher Zustimmung zu Konsolidierungsma ßnahmen im
Personalhaushalt lehnt die SPD-Fraktion Maßnahmen a b, die eine effiziente und
wirtschaftliche Aufgabenerfüllung gefährden. Darübe r hinaus darf die Fürsorge
gegenüber den befristet Beschäftigten nicht gefährdet werden.
Zukünftig sollen daher Entscheidungen über die Eins tellung bzw. die
Weiterbeschäftigung befristet Beschäftigter nicht d em Oberbürgermeister bzw. der
Verwaltung obliegen, sondern abschließend im Perso nalausschuss getroffen
werden.
Kurt Pölling Marianne Hopmann Udo Reiter
Wolfgang Heuer Ralf Hubert Moritz von Schmeling
Alexander Bercht Michael Jung Anne Schulze Wint zler
Anika Bergner Marianne Koch Joachim Tonn
Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Beate Vilhjal msson
Beanka Ganser Karsten Rahn Holger Wigger
Anne Hakenes
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0010/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 08.02.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37