SV-2018/0059
Dringliche Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 23. Oktober 2018 betr. Fahrradparkturm Paliparkplatz
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Wissenschaftsstadt Dezernat Ill Postfach 11 10 61 Stadträtin Dr. Barbara Boczek 64225 Darmstadt Darmstadt SPD-Stadtverordnetenfraktion Darmstadt Wiihelminenstraße 7A 64283 Darmstadt Stadträtin Dr. Barbara Boczek Neues Rathaus am Luisenplatz Luisenplatz 5a 64283 Darmstadt Telefon: 06151 13-2307 u. 13-23 08 Telefax: 06151 13-2329 E-mail: dezernatlil@darmstadt.de Internet: www.darmstadt.de Datum: 12.11.2018 Ihre Große Anfrage vom 23. Oktober 2018 betr. Fahrradparkturm Paliparkplatz Sehr geehrter Herr Stadtverordneter Siebel, nachfolgend beantworte ich Ihre Große Anfrage, die wie folgt lautet: Vorbemerkung: Die Notwendigkeit einer Verkehrswende für Darmstadt ist unumstritten und dringend notwendig. Nicht zuletzt die Reaktion auf die „Initiative Radentscheid“ hat dies gezeigt. Neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs gehört dazu auch die Verbesserung der Bedingungen des fließenden und ruhenden Radverkehrs. Es ist sichtbar und spürbar, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen, was zu begrüßen ist. Zur Unterstützung dieser Veränderungen ist auch der Bau von Radabstellplätzen und auch von Fahrradparkhäusern sinnvoll und notwendig. Zu der Magistratsvorlage 2018/0279 „Paliparkplatz, Errichtung eines Fahrradparkturms im Rahmen des Förderprogramms Lincoln bike“ gab es nachweislich der Presseberichterstattung und der Bürgersprechstunde im Bauausschuss in der vergangenen Woche erhebliche Bürger*innenproteste. Unter anderem beklagten sich die Bürger*innen darüber, dass offensichtlich keine Alternativen (z.B. Schlossgarage) geprüft worden seien. Die Kostenstruktur sei intransparent. Massive Proteste kamen von Anwohner*innen und Gewerbebetrieben. Ein Sanitätshaus und mehrere Apotheken sahen im Wegfall der Kurzzeitparkplätze Nachteile für ihre mobilitätsbeschränkten Kund*innen. Daraufhin stellte die Dezernentin die Vorlage zurück, ohne auf die Fragen einzugehen. Um sicherzustellen, dass die Fragen zeitnah beantwortet werden, stellen wir folgende Dringliche Große Anfrage: Mitglied im “7 Familie Frage 1: Welche Alternativen wurden zu dem Areal Paliparkplatz geprüft? a. Sind dezentrale Standorte für Fahrradparkplätze geprüft worden? b. Warum sind mögliche Standorte an der Schleiermacherstraße und in der Tiefgarage auf dem Friedensplatz verworfen worden? Antwort: a) Ja, in 2015 wurde eine Bestandserhebung der Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt durchgeführt. Hier wurden sowohl unterschiedliche Wochentage, als auch unterschiedliche Tageszeiten in der Analyse betrachtet. Eine Bewertung wurde in Abhängigkeit zu den Zufahrtmöglichkeiten der Innenstadt mit dem Fahrrad erstellt. Dabei wurden sämtliche in der Innenstadt gelegenen freien Flächen einer Prüfung unterworfen, mit Auflistung der jeweils möglichen Anzahl von Abstellanlagen für Fahrräder auf den jeweiligen Flächen. Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass nur auf dem Pali-Platz Fahrradabstellanlagen in größerem Umfang hergestellt werden können. b) Die Schleiermacherstraße scheidet für ein Fahrradparkhaus aus, da der Straßenquerschnitt die Abstandsflächen nicht aufnehmen kann. Die Erfahrungen mit Fahrradabstellplätzen in Tiefgaragen, zumal wenn sie über Aufzüge angedient werden, sind leider negativ. Positive Beispiele mit guter Akzeptanz sind nur aus Münster und Utrecht bekannt. In diesen Beispielen führen jedoch großzügige Rampen zu den unterirdischen Fahrradabstellplätzen. Im Bereich Friedensplatz ist jedoch kein ausreichender Raum für den Bau von Fahrradrampen vorhanden. Frage 2: Wurde geprüft, ob es überhaupt einen Bedarf für ein solches Angebot gibt? a. Ist die Einrichtung eines Fahrradparkhauses mit Radfahrerörganisationen erörtert worden? b. Wie gedenkt der Magistrat, bei Radfahrer*innen eine Akzeptanz dafür zu erreichen, dass sie für das Abstellen ihrer Räder Parkgebühren zahlen sollen? Antwort: Siehe Frage 1, der Bedarf an Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt wurde anhand der „wild“ abgesteliten Fahrräder ermittelt. Aufgrund der Bestandserhebung lässt sich ein Bedarf in der Innenstadt von bis zu 280 Abstellanlagen für Fahrräder feststellen. a) Die Einrichtung eines Fahrradparkhauses in der Innenstadt wurde mit den Radfahrorganisationen erörtert und stieß auf positive Resonanz. Die Planung des Radturms wurde ausführlich den Radverbänden vorgestellt. Für die Umwandlung des Paliplatzes in einen Platz für Fuß und Rad gab es uneingeschränkte Zustimmung. Auch das Parkhaus wurde als innovativer Meilenstein begrüßt; gewünscht sind Angaben zu Betreiber und zu Gebühren. b) Die Akzeptanz einer Gebühr für das sichere Abstellen von Fahrrädern wird aufgrund der weiteren Zunahme von E-Bikes und Pedelecs gesehen. Diese Fahrräder haben einen hohen Anschaffungswert, so dass sichere Abstellanlagen nachgefragt werden. Dies lässt sich auch anhand der Abstellanlagen am Hauptbahnhof belegten, wo trotz Gebühren das Fahrradparkhaus außerordentlich nachgefragt wurde. Nach der Öffnung durch die Bahn wurden zahlreiche Diebstahle und Beschädigungen gemeldet. Frage 3: Warum wurden Bürger*innen und Anwohner*innen bei der Planung nicht eingebunden? Antwort: Es haben Gespräche stattgefunden mit City-Marketing und mit anliegenden Unternehmen. Eine Anliegerinformation ist für November 2018 vorgesehen. Die Einbringung der Magistratsvorlage in den Geschäftsgang war dem engen Zeitkorsett geschuldet, das vom Fördergeber des Programms „Lincoln by Bike“ vorgegeben wurde. Frage 4: Wie sollen die Bürger*innen, die mobilitätseingeschränkt sind, die Fachgeschäfte und Apotheken erreichen? Antwort: Mobilitätseingeschränkte Personen haben künftig weiterhin die Möglichkeit einen Behindertenparkplatz auf dem Pali-Platz anzufahren und zu nutzen. Darüber hinaus wird die TG unter dem Friedensplatz derzeit behindertengerecht umgebaut und saniert, hier steht ein Aufzug zur Verfügung. Frage 5: Welche Lösung schlägt der Magistrat dem Sanitätshaus Kattler vor, um sicherzustellen, dass die rückwärtige Einfahrt zur Abholung von medizinischen Hilfsgeräten ungehindert zugänglich bleibt? Antwort: Die Zufahrten zu den privaten Grundstücken bleiben erhalten. Frage 6: Ist gewährleistet, dass während der Bauphase und nach Beendigung des Baus die Alpha-Apotheke nach wie vor mit dem PKW angefahren werden kann, um schwere, große Bestellungen auszuliefern Antwort: Die alpha-Apotheke befindet sich in der oberen Rheinstraße und wird innerhalb der vorgegebenen Andienungszeiten von der Oberen Rheinstraße aus angedient. Eine Änderung der jetzigen Regelung ist nicht erkennbar. Frage 7: Ist gewährleistet, dass die Zufahrt zur Tiefgarage Schleiermacher-Straße 2 durch das Projekt nicht beeinträchtigt wird Antwort: Siehe Frage 5, die Zufahrten zu den Grundstücken, damit auch zur TG Schleiermacher Straße 2 bleiben erhalten. Frage 8: Wie stellt sich während der Bauphase und nach Beendigung des Baus die Situation für Lieferanten dar, die umliegende Geschäfte beliefern und oft mit mehreren Fahrzeugen rangieren müssen? Antwort: Siehe Frage 5. Während der Bauphase, die auch aufgrund der Erneuerung des Kanals durchgeführt werden muss, wird es zu Einschränkung kommen. Die Stadt ist immer bestrebt die Einschränkungen möglichst gering zu halten und ggf. Einzelfalllösungen mit den umliegenden Gewerbetreibenden zu suchen. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten ist die Andienung nicht eingeschränkt. Frage 9: Wie bewertet der Magistrat die städtebauliche Situation eines Fahrradparkturms an dieser Stelle, der mit 11,80 m auch umliegende Bauten überragen wird Antwort: Der Bebauungsplan M 19.1 lässt eine maximale Gebäudehöhe von 14,50 m zu. Das vorgeschlagene Fahrradparkhaus ist deutlich niedriger und hält die notwendigen Abstandsflächen ein. Der Entwurfsvorschlag strebt darüber hinaus an, die Platzfläche mit Großgrün aufzuwerten und die Fassaden für die Fahrradparkhäuser so zu begrünen, dass die verwendeten Pflanzen das Klima der näheren Umgebung positiv beeinflussen und die Platzfläche so zu einem qualitätvollen Aufenthaltsort entwickelt wird. Es wird jetzt erwogen, gegebenenfalls mit dem kleineren Turm von 9 m Höhe zu beginnen. Frage 10: Mit welchen Folgekosten rechnet der Magistrat? Antwort: Der Hersteller, der für den Bau der Anlage vorgesehen ist, bietet einen Wartungsvertrag für 2.600 € im ersten Jahr an, diese Jahrespauschale wird in den Folgejahren entsprechend der Inflationsrate angepasst. Der Servicevertrag enthält eine Rufbereitschaft eines vom Hersteller beauftragten Serviceunternehmens, zwei Inspektionen der Anlage pro Jahr sowie ggf. den Austausch von Kleinteilen etc. und Schmiermittel. . Die Firma gibt darüber hinaus die zu erwartenden Kosten für Strom mit rund 800 € pro Jahr an (angenommene Auslastung 100 % an 365 Tagen und einem Strompreis von 20 Ct/kw/h). Frage 11: Sind die Bedenken wegen der wirtschaftlichen Stabilität des ausführenden Unternehmens, wie sie im Bauausschuss artikuliert wurden, berechtigt? Antwort: Meiner Meinung nach nicht. Das Unternehmen existiert mittlerweile in der 3. Generation und hat sich auf automatisierte Parkgaragen spezialisiert und gehört in diesem Segment zu den weltmarktführenden Unternehmen. Die älteste Anlage, die immer noch in Betrieb ist, stammt aus den 1950er Jahren. Frage 12: Ist es richtig, dass die Firma Wöhr noch nicht ein Parkhaus dieser Ausführung verkauft hat? Antwort: Das Fahrradparkhaus wird eine für diesen Standort entwickelte Fassade aufweisen, somit ist ein Verkauf in dieser Ausführung noch nicht erfolgt. Derzeit sind Anfragen aus Heilbronn-Zehlendorf, Tel Aviv, Melbourne und Kopenhagen gestellt. Weitere Anfragen häufen sich, da viele Städte sich für ein solches System interessieren, um aktuelle Verkehrsprobleme zu lösen. Ein Fahrradparkhaus der Firma Wöhrl steht seit Anfang 2017 auf dem Gelände der Schule in Rutesheim, ein Prototyp wird erfolgreich seit-2016 auf dem Betriebsgelände mit mehr als 2 Millionen Zugriffen getestet. Frage 13: Hat der Magistrat erörtert - um eine positive Akzeptanz des Parkhauses zu testen - mit der ausführenden Firma eine 3-jährige Mietstellung mit anschließender Kaufoption zu vereinbaren? Antwort: Das Unternehmen hat derzeit keine Mietkaufoption in seinem Geschäftsmodell, falls dies zum Tragen kommen sollte, wären weitere Verhandlungen zu führen. Frage 14: Handelt es sich dabei um eine besondere Anfertigung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt? Antwort: Siehe Frage 12, das besondere an dem für die Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelte Modell ist die mit heimischen Pflanzen begrünte Fassade, die das Kleinklima an diesem Standort verbessern soll. Die Technik und die Aufteilung der’Abstellanlagen stellen keine Sonderanfertigung dar. Frage 15: Wie stellt sich die Lärmbelastung durch das Parkhaus an dieser Stelle für die Anwohner da? Antwort: i Die Lärmemissionen unterliegen rechtlichen Anforderungen, die Fassade der Türme wird so konzipiert, dass die gesetzlichen Grenzwerte selbstverständlich eingehalten werden. Frage 16: Welche Einnahmen werden durch das Parkhaus erzielt? Antwort: Die Einnahmen hängen von dem Nutzerkreis und der Nutzungsfrequenz ab. Eine Koppelung an ÖPNV- Monatskarten wird ebenso geprüft, wie das Angebot für Arbeitgeber in der Innenstadt, dies für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Fahrradstellplatz zu bezahlen. Es kann -ähnlich wie beim Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof- nicht davon ausgegangen werden, dass die Nutzungsentgelte die Betriebskosten vollständig abdecken werden. Frage 17: Ist eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt worden? Antwort: Bei einer Auslastung von 80 % an 300 Tagen im Jahr (50 % Tageskunden, 50 % Flat-Rate-Kunden) und Gebühren von 70 ct pro Tag sowie 50 Euro pro Jahr würden Einnahmen in Höhe von 9.810 Euro erzielt. Dem stehen Ausgaben für die Wartungspauschale von 2.600 Euro und 800 Euro Strom gegenüber. Zu den Unterhaltskosten und der Instandhaltungsrücklage für die Fassade können erst nach weiteren Detailabklärungen Aussagen getroffen werden. Frage 18: Wurde mit QPark darüber verhandelt, in den Parkhäusern dieses Unternehmens Parkplätze für Radfahrer*innen zu Verfügung zu stellen? (Nach Aussagen der Verkehrsplanung im Zusammenhang der abgesagten Landesgartenschau stehen 1/3 der Parkplätze in den Parkhäusern leer? Antwort: Siehe Frage 1b. Die Erfahrungen mit Fahrradabstellplätzen in Tiefgaragen, zumal wenn sie über Aufzüge angedient werden, sind leider negativ. Positive Beispiele mit guter Akzeptanz sind nur aus Münster und Utrecht bekannt. In diesen Beispielen führen jedoch großzügige Rampen zu den unterirdischen Fahrradabstellplätzen. Weder im Bereich Paliplatz noch am Friedensplatz ist jedoch ausreichender Raum für den Bau von Fahrradrampen vorhanden. Frage 19: ö Welche Lösung gibt es für das Be- und Entladen des Parkturms, falls die Technik ausfällt, oder es zu technischen Störungen kommen sollte? Antwort: Der angebotene Servicevertrag umfasst eine Rufbereitschaft bis 20:00 Uhr. Die Bereitschaft kann ausgedehnt werden, die Servicepauschale erhöht sich dann entsprechend. Die Anlage ist mit einer Online-Fehlerüberwachung ausgestattet. Nach Auskunft des Herstellers können Fehler in der Regel durch ein „Reset“ der Anlagensteuerung online behoben werden. Sollte dies nicht möglich sein, reist ein Mitarbeiter des in Frankfurt am Main ansässigen Serviceunternehmens umgehend an. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barbara Boczek Stadträtin Verteiler: Büro der Stadtverordnetenvorsteherin Büro des Herrn Oberbürgermeisters Pressestelle ( ) zur Publikation ( ) zur Kenntnis Dezernat Ill Amt 61
SV-2018/0059
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Vorlage-Nr. SV-2018/0059 Dringliche Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 23. Oktober 2018 betr. Fahrradparkturm Paliparkplatz Dringliche Große Anfrage nach §22 Geschäftsordnung Stadtverordnetenversammlung Fahrradparkturm Paliparkplatz Vorbemerkung: Die Notwendigkeit einer Verkehrswende für Darmstadt ist unumstritten und dringend notwendig. Nicht zuletzt die Reaktion auf die „Initiative Radentscheid“ hat dies gezeigt. Neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs gehört dazu auch die Verbesserung der Bedingungen des fließenden und ruhenden Radverkehrs. Es ist sichtbar und spürbar, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen, was zu begrüßen ist. Zur Unterstützung dieser Veränderungen ist auch der Bau von Radabstellplätzen und auch von Fahrradparkhäusern sinnvoll und notwendig. SPD- Stadtverordnetenfraktion Darmstadt Wilhelminenstr. 7a 64283 Darmstadt Fon: 06151 – 2 79 02 75 Fax: 06151 – 2 79 02 71 info@spdfraktion-da.de www.spdfraktion-da.de SPD- Stadtverordnetenfraktion Darmstadt Wilhelminenstr. 7a 64283 Darmstadt Fon: 06151 – 2 79 02 75 Fax: 06151 – 2 79 02 71 info@spdfraktion-da.de www.spdfraktion-da.de Büro der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt Luisenplatz 5 a 64283 Darmstadt SPD-STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT 2 Zu der Magistratsvorlage 2018/0279 „Paliparkplatz, Errichtung eines Fahrradparkturms im Rahmen des Förderprogramms Lincoln bike“ gab es nachweislich der Presseberichterstattung und der Bürgersprechstunde im Bauausschuss in der vergangenen Woche erhebliche Bürger*innenproteste. Unter anderem beklagten sich die Bürger*innen darüber, dass offensichtlich keine Alternativen (z.B. Schlossgarage) geprüft worden seien. Die Kostenstruktur sei intransparent. Massive Proteste kamen von Anwohner*innen und Gewerbebetrieben. Ein Sanitätshaus und mehrere Apotheken sahen im Wegfall der Kurzzeitparkplätze Nachteile für ihre mobilitätsbeschränkten Kund*innen. Daraufhin stellte die Dezernentin die Vorlage zurück, ohne auf die Fragen einzugehen. Um sicherzustellen, dass die Fragen zeitnah beantwortet werden, stellen wir folgende Dringliche Große Anfrage: 1. Welche Alternativen wurden zu dem Areal Paliparkplatz geprüft? a. Sind dezentrale Standorte für Fahrradparkplätze geprüft worden? b. Warum sind mögliche Standorte an der Schleiermacherstraße und in der Tiefgarage auf dem Friedensplatz verworfen worden? 2. Wurde geprüft, ob es überhaupt einen Bedarf für ein solches Angebot gibt? a. Ist die Einrichtung eines Fahrradparkhauses mit Radfahrerorganisationen erörtert worden? b. Wie gedenkt der Magistrat, bei Radfahrer*innen eine Akzeptanz dafür zu erreichen, dass sie für das Abstellen ihrer Räder Parkgebühren zahlen sollen? 3. Warum wurden Bürger*innen und Anwohner*innen bei der Planung nicht eingebunden? 4. Wie sollen die Bürger*innen, die mobilitätseingeschränkt sind, die Fachgeschäfte und Apotheken erreichen? 5. Welche Lösung schlägt der Magistrat dem Sanitätshaus Kattler vor, um sicherzustellen, dass die rückwärtige Einfahrt zur Abholung von medizinischen Hilfsgeräten ungehindert zugänglich bleibt? 3 6. Ist gewährleistet, dass während der Bauphase und nach Beendigung des Baus die Alpha-Apotheke nach wie vor mit dem PKW angefahren werden kann, um schwere, große Bestellungen auszuliefern? 7. Ist gewährleistet, dass die Zufahrt zur Tiefgarage Schleiermacher-Straße 2 durch das Projekt nicht beeinträchtigt wird? 8. Wie stellt sich während der Bauphase und nach Beendigung des Baus die Situation für Lieferanten dar, die umliegende Geschäfte beliefern und oft mit mehreren Fahrzeugen rangieren müssen? 9. Wie bewertet der Magistrat die städtebauliche Situation eines Fahrradparkturms an dieser Stelle, der mit 11,80m auch umliegende Bauten überragen wird? 10. Mit welchen Folgekosten rechnet der Magistrat? 11. Sind die Bedenken wegen der wirtschaftlichen Stabilität des ausführenden Unternehmens, wie sie im Bauausschuss artikuliert wurden, berechtigt? 12. Ist es richtig, dass die Firma Wöhr noch nicht ein Parkhaus dieser Ausführung verkauft hat? 13. Hat der Magistrat erörtert – um eine positive Akzeptanz des Parkhauses zu testen – mit der ausführenden Firma eine 3-jährige Mietstellung mit anschließender Kaufoption zu vereinbaren? 14. Handelt es sich dabei um eine besondere Anfertigung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt 15. Wie stellt sich die Lärmbelastung durch das Parkhaus an dieser Stelle für die Anwohner da? 16. Welche Einnahmen werden durch das Parkhaus erzielt? 17. Ist eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt worden? 4 18. Wurde mit QPark darüber verhandelt, in den Parkhäusern dieses Unternehmens Parkplätze für Radfahrer*innen zu Verfügung zu stellen? (Nach Aussagen der Verkehrsplanung im Zusammenhang der abgesagten Landesgartenschau stehen 1/3 der Parkplätze in den Parkhäusern leer). 19. Welche Lösung gibt es für das Be- und Entladen des Parkturms, falls die Technik ausfällt, oder es zu technischen Störungen kommen sollte? Darmstadt, 23.Oktober 2018 Michael Siebel (Fraktionssprecher)
Beratungsverlauf (1)
Orte (6)
- Wilhelminenstraße 7a
- Schleiermacherstraße
- Rheinstraße
- Luisenplatz 5a
- Friedensplatz
- Am Hauptbahnhof
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2018/0059
- Typ
- Große Anfragen
- Datum
- 23.10.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00