A-R/0007/2006
Musikschulversorgung in Münster auf hohem Niveau sichern - Keine planlosen Kürzungen vornehmen
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Originalantrag
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SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0007/2006 im Rat der Stadt Münster 1 Antrag 06.02.2006 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Musikschulversorgung in Münster auf hohem Niveau sichern – Keine planlosen Kürzungen vornehmen Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Verabschied ung des Haushalts 2006 ein umfassendes Konzept zur Sicherung der Musikschularb eit in Münster vorzulegen. Dieses Konzept soll Planungssicherheit ermöglichen und die hohen Standards der Musikschularbeit in Münster dauerhaft sichern. Im einzelnen soll die Verwaltung sich bei der Erarb eitung des Konzeptes an folgenden Eckpunkten orientieren: 1. Es soll eine Finanzformel für die künftige Musik schulversorgung in Münster entwickelt werden, die eine ausgewogene und gleichm äßige Versorgung der gesamten Stadt mit einem qualitativ hohen Angebot s ichert und zugleich für die Nutzer der Angebote Verläßlichkeit bei den Gebü hrenbelastungen bringt. Der Kostendeckungsgrad soll dabei bis 2008 schrittw eise gesteigert werden; der Verwaltungskostenanteil soll bei allen Musiksch ulen deutlich reduziert werden. Die Finanzformel soll sich auf das gesamte Münsteraner Musikschulangebot beziehen und eine einseitige Bela stung der Westfälischen Schule für Musik oder der e.V. -Musikschulen verhindern. Einsparungen sollen vor allem im Bereich der Verwaltungskosten, von Dop pel- und Mehrfachangeboten und durch Synergieeffekte erzielt werden. 2. Im Mittelpunkt der Münsteraner Musikschulangebot e steht der Auftrag, Kindern und Jugendlichen einen qualitativ hochwerti gen und an fachlichen Standards orientierten Zugang zur Musik auf verschi edenen Kompetenzniveaus zu bieten. Die musikalische Ausbil dung Erwachsener ist keine vorrangige Aufgabe des städtischen Musikschulangebotes. 3. Das städtische Musikschulangebot soll eine koste ngünstige Möglichkeit zur musikalischen Früherziehung als Basis in allen Stad tteilen bereitstellen. Darüber hinaus sollen für besonders begabte und tal entierte Kinder und Jugendliche Einzelunterricht an Instrumenten sowie Ensemble- und Gruppenarbeit und Chor- und Bandangebote bereitgestellt werden. 4. Die bisherige Struktur des städtischen Musikschu langebots mit der Westfälischen Schule für Musik und den e.V. -Musiks chulen ist bis Ende 2006 2 zwischen allen Beteiligten nach Möglichkeit im Einvernehmen aufgabenkritisch so weiterzuentwickeln, daß klare, auch gegeneinande r abgrenzbare Aufgabenprofile entwickelt werden. Die künftige Ang ebotsstruktur soll sich am Prinzip der Subsidiarität orientieren. 5. Das städtische Musikschulangebot soll stärker al s in der Vergangenheit auch in Kooperation mit den allgemeinbildenden Schulen i n Münster weiterentwickelt werden. Insbesondere sind dabei An gebote im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschule und der Ganztagsangebot e an weiterführenden Schulen bereitzustellen. Darüber hi naus sollen die Musikschulen auch im pädagogischen Bereich (etwa er lebnis- und wahrnehmungsorientierter Musikunterricht) Angebote an den Schulen vorhalten. Die Bereitstellung solcher Angebote hat Vorrang vor Einzelprojekten. 6. Für das städtische Musikschulangebot ist in städ tischen Schulgebäuden ein klares Raumkonzept zu entwickeln, das eine adäquate und fachlich hochwertige Musikerziehung sichert und die Kooperat ionsmöglichkeiten mit den allgemeinbildenden Schulen stützt. 7. Das Musikschulangebot soll in allen Stadtteilen einen vergleichbaren Versorgungsgrad erreichen. Begründung: Die Stadt Münster hat im Jahr 2005 insgesamt weit ü ber 2,5 Millionen Euro für die Finanzierung des städtischen Musikschulangebotes au fgewandt. Damit hat sie ein in Nordrhein-Westfalen einmaliges Angebot bereitgestel lt, das zentral und in den Stadtteilen eine Versorgung auf höchstem Niveau sic hergestellt hat. Um dieses Angebot auch bei einer strukturell schwierigen Haus haltslage dauerhaft sichern und finanzieren zu können, sind grundlegende Reformen unabdingbar. 1. Die Entwicklung einer Finanzformel soll – analog zur Praxis in anderen Kulturbereichen – Planungssicherheit geben und plöt zliche Kahlschläge (wie von der Verwaltung im Rahmen der Haushaltskonsolidi erung vorgeschlagen) für die Zukunft ausschließen. Zugleich soll eine ko ntinuierliche Anpassung der Gebühren sichergestellt werden, die plötzliche Gebü hrensprünge wie in den letzten Jahren ausschließt. Zugleich soll über den deutlichen Abbau von Bürokratie und Verwaltungskosten und den Abbau von Doppel- und Mehrfachangeboten ein höherer Kostendeckungsgrad be i dem Musikschulangebot in Münster erreicht werden (von d erzeit 46 % bei der Westfälischen Schule für Musik auf 53 % für das gesamte Angebot). 2. Der Auftrag des städtischen Musikschulangebots w ird auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen beschränkt. Ihnen soll übe r das städtische Angebot der Zugang zur Musik und eine qualitativ hohe Ausbi ldung ermöglicht werden. Erwachsene Musikschüler sollen in Zukunft nur noch dann auf Angebote der Musikschule zurückgreifen können, wenn freie Kapazi täten und eine volle Kostendeckung dies erlauben. Kind und Jugendlicher im Sinne dieser Regelung soll sein, für wen Kindergeld gezahlt wird. 3 3. Das bisherige Angebot, das eine Aufteilung des S tadtgebietes in Zuständigkeitsbereiche von insgesamt sechs städtisc h finanzierten Musikschulen vorsieht, soll aufgabenkritisch vor al lem unter dem Gesichtspunkt von Überschneidungen und Mehrfachange boten überprüft werden. Ziel soll dabei ein am Gedanken der Subsidi arität orientiertes stadtweites Angebot sein. 4. Dazu ist insbesondere eine klare Zeitvorgabe zu setzen, damit die Gespräche nicht wie zuletzt 2000/2001 ergebnislos verlaufen. 5. Das Musikschulangebot soll stärker mit den übrig en städtischen Bildungsangeboten verzahnt werden. Im Hinblick etwa auf die Beteiligung der Musikschule an OGTS-Angeboten soll zugleich die Ste igerung des Kostendeckungsgrades unterstützt werden. 6. Es soll mit einem klaren und verlässlichen Raumk onzept die Planungssicherheit und die fachliche Qualität des M usikschulangebots in Münster garantiert werden. 7. Für die künftige Musikschulfinanzierung soll als e in Maßstab gelten, dass in allen Stadtteilen eine etwa gleichwertige Versorgun g sichergestellt werden kann. Michael Jung Marianne Hopmann Udo Reiter Wolfgang Heuer Ralf Hubert Moritz von Schmeling Alexander Bercht Marianne Koch Anne Schulze Wintz ler Anika Bergner Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Beanka Ganser Karsten Rahn Holger Wigger Anne Hakenes
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0007/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 08.02.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37