Mandari Insight

2023/0374

Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2021/22

Magistratsvorlage 06.11.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2023/0374

147.8 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 3

98.8 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 4

16.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 2

1.3 MB · application/pdf

Ansehen

2023/0374

4307 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.11.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0374 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2021/22  
 
Vorlage vom: 06.11.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung für das Jahr 2021/ 2022 wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
Anlagen: Bericht zur Versorgungslage 2021 -22_FINAL 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:

- 2 - 
Klimarelevanz  des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.11.2023 
 
 
Der vorliegende Bericht 2021/ 2022 zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung in 
Darmstadt schreibt die vorangegangen Versorgungsberichte fort und gibt einen aktualisierten 
Überblick zur Entwicklung der U3 - und Ü3-Betreuung bezogen auf das sozialraumorientierte 
Platzangebot. Der Bericht liefert die derzeitigen  Versorgungsquoten und stellt den  weiteren 
Ausbaubedarf dar. 
 
Die Versorgungsquote im U3-Bereich lag am 31.12.2023 bei 45,5%  und ist somit seit dem 
letzten Berichtszeitpunkt um 1,3% -Punkte gestiegen. Die Entwicklung 
resultiert einerseits aus dem Ausbau der Platzkapazitäten sowie andererseits aus der 
rückläufigen Anzahl der Anspruchsberechtigten aufgrund gesunkener Geburtenzahlen .  
 
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3- bis 6jährigen Kinder (bis 
Schuleintritt) lag am Stichtag 31.12.2022 bei 105,3%. Trotz eines deutlichen Platzausbaus 
hat sich die Versorgungslage im Bereich Ü3 somit geringfügig um 0,2%-Punkte verschlechtert, 
da zugleich die Anzahl der Kinder im relevanten Alter stark gestiegen ist.   
 
Die kommunale Ausbauplanung wird kontinuierlich fortgeschrieben und sichert die 
bedarfsgerechte Entwicklung der Betreuungslandschaft in Darmstadt. Besonderes Augenmerk 
gilt dabei den bis dato unterversorgten Planungsräumen sowie neu entstehenden Quartieren. 
Ein weiterer Platzzuwachs sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich ist durch bereits 
beschlossene, in Umsetzung befindliche, als auch durch projektierte Maßnahmen 
gewährleistet. 
 
Wesentliche Prämisse einer bedarfsgerechten Betreuungslandschaft in Darmstadt ist die 
Fachkräftegewinnung und -bindung. Um eine kindgerechte Betreuung sicherzustellen, ist die 
Ausstattung der Einrichtungen mit qualifiziertem Fachpersonal in ausreichendem Umfang 
zwingend erforderlich. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt sich dieser Herausforderung 
gemeinsam mit den in Darmstadt tätigen Trägern. So beschäftigt sich der Fachausschuss 
„Kinderbetreuung und Familie“ derzeit mit dem Thema und entwickelt im Auftrag des 
Jugendhilfeausschusses eine Strategie zum Umgang mit dem Fachkräftemangel in 
Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese wird anschließend in den Gremien zur Beratung und 
Beschlussfassung vorgelegt. Die Fortschreibung der „Qualitätsstandards in der 
Kinderbetreuung“ im Jahr 2023 ist ein weiterer wichtiger Baustein, die den Rahmen für eine 
qualitativ hochwertige Arbeit mit den Kindern festschreibt, zugleich gute Arbeitsbedingungen 
für das Personal ermöglicht und somit einen Beitrag zur Fachkräftebindung leistet . 
 
 
Darmstadt, 06.11.2023 
 
 
Dezernat II 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Bürgermeisterin

anlage 3

4385 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.11.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
II 51 JHA 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0374 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
467 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2021/22  
 
Vorlage vom: 06.11.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung für das Jahr 2021/2022 wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Bericht zur Versorgungslage 2021 -22_FINAL 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 15.11.2023 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.11.2023  
 
 
Der vorliegende Bericht 2021/2022 zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung in 
Darmstadt schreibt die vorangegangen Versorgungsberichte fort und gibt einen aktualisierten 
Überblick zur Entwicklung der U3 - und Ü3-Betreuung bezogen auf das sozialraumorientierte 
Platzangebot. Der Bericht liefert die derzeitigen Versorgungsquoten und stellt den weiteren 
Ausbaubedarf dar. 
 
Die Versorgungsquote im U3 -Bereich lag am 31.12.2023 bei 45,5%  und ist somit seit dem 
letzten Berichtszeitpunkt um 1,3% -Punkte gestiegen. Die Entwicklung 
resultiert einerseits aus dem Ausbau der Platzkapazitäten sowie andererseits aus der 
rückläufigen Anzahl der Anspruchsberechtigten aufgrund gesunkener Geburtenzahlen.  
 
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3- bis 6jährigen Kinder (bis 
Schuleintritt) lag am Stichtag 31.12.2022 bei 105,3%. Trotz eines deutlichen Platzausbaus 
hat sich die Versorgungslage im Bereich Ü3 somit geringfügig um 0,2%-Punkte verschlechtert, 
da zugleich die Anzahl der Kinder im relevanten Alter stark gestiegen ist.   
 
Die kommunale Ausbauplanung wird kontinuierlich fortgeschrieben und sichert die 
bedarfsgerechte Entwicklung der Betreuungslandschaft in Darmstadt. Besonderes Augenmerk 
gilt dabei den bis dato unterversorgten Planungsräumen sowie neu entstehenden Quartieren. 
Ein weiterer Platzzuwachs sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich ist durch bereits 
beschlossene, in Umsetzung befindliche, als auch durch projektierte Maßnahmen 
gewährleistet. 
 
Wesentliche Prämisse einer bedarfsgerechten Betreuungslandschaft in Darmstadt ist die 
Fachkräftegewinnung und -bindung. Um eine kindgerechte Betreuung sicherzustellen, ist die 
Ausstattung der Einrichtungen mit qualifiziertem Fachpersonal in ausreichendem Umfang 
zwingend erforderlich. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt sich dieser Herausforderung 
gemeinsam mit den in Darmstadt tätigen Trägern. So beschäftigt sich der Fachausschuss 
„Kinderbetreuung und Familie“ derzeit mit dem Thema und entwickelt im Auftrag des 
Jugendhilfeausschusses eine Strategie zum Umgang mit dem Fachkräftemangel in 
Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese wird anschließend in den Gremien zur Beratung und 
Beschlussfassung vorgelegt. Die Fortschreibung der „Qualitätsstandards in der 
Kinderbetreuung“ im Jahr 2023 ist ein weiterer wichtiger Baustein, die den Rahmen für eine 
qualitativ hochwertige Arbeit mit den Kindern festschreibt, zugleich gute Arbeitsbedingungen 
für das Personal ermöglicht und somit einen Beitrag zur Fachkräftebindung leistet . 
 
 
Darmstadt, 06.11.2023 
 
 
Dezernat II 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Bürgermeisterin

anlage 4

169 Zeichen

Punkt 8: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2021/22 
 (V-Nr. 2023/0374) 
- Kenntnisnahme - 
 
 Der Ausschuss für Soziales nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 2

31959 Zeichen

Büro für Sozialplanung 
  Jugendamt 
 
 
 
Büro für Sozialplanung, Jugendhilfeplanung 
Jugendamt, Abteilung Kinderbetreuung 
1 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bericht zum 
Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung  
 
 
2021 / 2022

2 
 
1 Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2022 ............... 3 
1.1 Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder ......................... 3 
1.2 Betreuungsangebote für 3- bis 6-jährige Kinder ........................ 8 
1.3 Betreuungsangebote für Grundschulkinder ............................. 13 
1.4 Ausblick ......................................................................................... 14 
2 Exkurs zum Umgang mit dem Fachkräftemangel und Strategien der 
Fachkräftegewinnung in Darmstadt ........................................................... 16 
3 Anhang .................................................................................................. 18 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vorbemerkungen 
 
Der vorliegende Bericht gibt im Sinne einer regelmäßigen Berichterstattung Auskunft 
zu stadtweiten und den sozialräumlichen Versorgungslagen in der Kinderbetreuung in 
den Jahren 2021/22. Die Daten der Vorjahre werden systematisch fortgeschrieben und 
um aktuelle Entwicklungen ergänzt.    
 
Der Bericht weist als Kernindikator die Versorgungsquote aus. Diese stellt das 
Verhältnis der in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege vorgehalten 
Betreuungsplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Kinder im jeweils 
anspruchsberechtigten Alter dar. Eine diesbezügliche Darstellung erfolgt sowohl 
gesamtstädtisch als auch sozialräumlich für die einzelnen Betreuungssettings. 
 
Darüber hinaus gibt es einen Exkurs zum Thema: Umgang mit dem Fachkräftemangel 
und Strategien der Fachkräftegewinnung in Darmstadt.

3 
1 Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2022 
1.1 Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder  
 
Bevölkerungsentwicklung 
Im Jahr 2022 wurden in Darmstadt 1.461 Kinder geboren. Die Geburtenzahl sank 
somit deutlich gegenüber dem letzten Berichtjahr 2020 (-249). Der rückläufige Trend 
der bereits im letzten Versorgungsbericht beschrieben wurde, setzt sich somit fort. 
Die Geburtenzahl im Jahr 2022 sinkt erstmals unter das Niveau von 2015 und gleicht 
sich dem Niveau von 2012 (1.470 Geburten) an. 
 
 
Abb. 1: Anzahl der Geburten 2010 – 2022 (abs.) 
 
 Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Stichtag: 31.12.2022 
 
Die Anzahl unter 3-jähriger Kinder, also die kumulierten Altersjahrgänge 0 bis 2, sank 
u.a. infolge der Geburtenentwicklung des Jahres 2022 ebenfalls deutlich um 179 (- 
4,0%). Allerdings liegt dieser Wert immer noch deutlich über den Bevölkerungszahlen 
von 2015. 
 
Abb. 2: Bevölkerungszahlen 0- bis unter 3jährige Kinder in Darmstadt (abs.) 
 
 Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); 
Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung, Stichtag: 31.12.2022 
 
1.2001.3001.4001.5001.6001.7001.8002010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
3.800 4.000 4.200 4.400 4.600 4.800 5.000201420152016201720182019202020212022
Kernaussage 
In 2022 wurden 1.461 
Kinder in Darmstadt 
geboren. 
Das Niveau ist erstmals 
unter die Geburtenzahlen 
von 2015 gesunken.

4 
Am 31.12.2022 waren 4.534 Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren in Darmstadt 
gemeldet. Der Planungsbezirk Darmstadt-Nord ist im städtischen Vergleich derjenige 
mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2022: 925); die wenigsten 
Kinder dieser Altersgruppe leben im kleinsten Stadtteil Wixhausen (2022: 212). 
Zugleich verläuft die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Planungsräumen 
durchaus unterschiedlich. Der Abwärtstrend in dem Stadtteil Nord hält weiter an. 
Gegenüber zu 2020 waren es 115 Kinder weniger in dieser Altersgruppe. Auch in 
Arheilgen (-26) und Eberstadt (-38) gab es wie im Berichtsjahr 2020 Rückgänge. In 
Kranichstein (-28) und Ost (-29) konnten im Gegensatz zum letzten Berichtsjahr 
ebenfalls Rückgänge festgestellt werden. Nur in den Stadtteilen Mitte (+12) und West 
(+56) sind somit Zuwächse zu verzeichnen.  
 
Abb. 3: Bevölkerungszahlen der unter 3-Jährigen nach Planungsbezirken (abs.) 
 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung 
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2022  
 
Es ist zu konstatieren, dass die Prognose insb. der kleinräumigen Bedarfsentwicklung 
im Bereich U3 eine zentrale Herausforderung kommunalen Handelns darstellt. Denn 
anders als in den anschließenden Bildungs- und Betreuungsbereichen (Ü3 und Schule) 
verbleibt im Falle steigender Geburtenzahlen wenig Zeit für die Anpassung der 
Infrastruktur an geänderte Bedarfslagen, so dass diese in der Regel erst sukzessive 
erfolgen kann.  
 
Platzentwicklung 
Am 31.12.2022 standen in Darmstadt insgesamt 2.062 Betreuungsplätze für unter 3-
jährige Kinder zur Verfügung. Hiervon wurden 1.629 Plätze in Tageseinrichtungen 
und 433 in der Kindertagespflege bereitgestellt. Die Versorgungsquote ist gegenüber 
dem Berichtjahr 2020 um 1,3%-Punkte gestiegen und liegt nun bei 45,5%. Die 
02004006008001.0001.20020142016201820202022
Kernaussage 
Am 31.12.2022 standen 
2.062 Betreuungsplätze zur 
Verfügung 
Die gesamtstädtische 
Versorgungsquote liegt bei 
45,5%. 
Kernaussage 
Am 31.12.2022 lebten 
4.534 Kinder unter 3 Jahren 
in Darmstadt. 
 
Der Rückgang in der 
Alterskohorte beträgt 4,0% 
gegenüber dem Berichtjahr 
2020.

5 
Kapazitätssteigerung im U3-Bereich ergab sich vor allem aus der Inbetriebnahme der 
Kita „Luise Büchner“ in der Lincoln-Siedlung (+22 Plätze).  
 
Die Zahl der Betreuungsplätze laut Pflegeerlaubnis in der Tagespflege ist gegenüber 
dem Jahr 2020 auf 433 gesunken (-45 Plätze). Allerdings sind Schwankungen im 
Platzangebot in der Kindertagespflege nicht unüblich. Änderungen bzgl. ergeben sich 
– zum Teil – kurzfristig, wenn Pflegeerlaubnisse nicht mehr verlängert bzw. aktiv 
genutzt werden oder die genehmigte Platzzahl nicht voll ausgeschöpft wird. Eine 
wichtige Funktion kommt in diesem Kontext der Fachberatung zu, die 
Tagespflegepersonen engmaschig begleitet, in ihrer Tätigkeit unterstützt und somit 
zu einer möglichst umfassenden und langfristigen Ausnutzung von 
Betreuungskapazitäten in der Kindertagespflege beiträgt.  
 
Angebots- und Trägerstruktur 
Mehr als die Hälfte der Betreuungsplätze (56% bzw. 1.165 Plätze) werden in freier 
Trägerschaft vorgehalten. Den größten Anteil hierunter machen wiederum die sog. 
kleinen freien Träger (bspw. Elterninitiativen, Betreuungsvereine) aus. Die großen 
freien Träger (AWO, ASB)  halten in Summe (14%) fast ebenso viele Plätze wie die 
Stadt Darmstadt (16%). Deutlich geringere Anteile am Betreuungsangebot haben 
hingegen die evangelische und katholische Kirche (6% bzw. 1%). Rund ein Viertel der 
Plätze (21%) werden in der Kindertagespflege vorgehalten.  
 
Abb. 4: Trägerstruktur in der U3-Betreuung in Darmstadt (in %) 
 
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2022  
 
Betreuung im U3-Bereich findet in verschiedenen Settings statt. So bietet die 
Kindertagespflege einen kleinen, familiären Rahmen und eine vergleichsweise große 
Stadt Darmstadt16%KTP21%Ev. Kirche6%Kath. Kirche1%gr. freie Träger14%kl. freie Träger35%privat-gewerbl. Träger7%Freie Träger56%
Kernaussage 
Mehr als die Hälfte der 
Betreuungsplätze befinden 
sich in freier Trägerschaft.

6 
Flexibilität, so dass beispielsweise Betreuungsumfang und -zeitpunkt sehr individuell 
zwischen Familie und Tagespflegeperson abgestimmt und spezifische Bedürfnisse 
berücksichtigt werden können.  
 
Rund 36% der Betreuungsplätze im U3-Bereich sind in Einrichtungen verortet, die 
ausschließlich unter 3-Jährige betreuen. Die Größe dieser Einrichtungen variiert 
zwischen eingruppigen Kleinsteinrichtungen (20 Standorte), zwei- bis dreigruppigen 
Einrichtungen (8 Standorte) und größeren Standorten mit vier und mehr U3-Gruppen (5 
Standorte). 
 
882 Betreuungsplätze werden hingegen in Kindertagesstätten vorgehalten, in denen 
Kinder verschiedenen Alters betreut werden („altersübergreifende Einrichtung“). Es 
handelt sich überwiegend um Einrichtungen mit U3- und Ü3-Gruppen; 35% aller U3-
Plätze befinden sich in dieser Einrichtungsform. Wohingegen 8% der U3-Plätze in 
Einrichtungen mit einem umfassenden Betreuungsangebot von U3-Betreuung bis Hort 
verortet sind.   
 
Abb. 5: Verortung der Betreuungsplätze U3 nach Einrichtungsarten (in %), „U3- 
Betreuung in…“ 
 
 Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2022 
 
Dem gesetzlichen verankerten Wunsch- und Wahlrecht in der Jugendhilfe (§5 SGBVIII) 
wird mit der großen Vielfalt von Trägerschaften, Einrichtungs- und Angebotsformen 
Rechnung getragen.   
 
Versorgungssituation in den Planungsräumen 
Die sozialräumlichen Versorgungslagen innerhalb Darmstadts stellen sich am Stichtag 
31.12.2022 recht unterschiedlich dar. Im stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr gute 
und im Vergleich zu 2020 verbesserte Versorgungslage im Planungsbezirk Bessungen 
(54,0%) zu sehen. In den Stadtteilen Nord (48,3%), Kranichstein (42,0%) und Ost 
altershomogene Einrichtungen36%Alters-übergreifenden Einrichtungen43%Tagespflege21%
Kernaussage 
Die sozialräumlichen 
Versorgungsquoten 
variieren stark, bei VQ 
zwischen 39,2% und 56,1%. 
 
Kernaussage 
Der Anteil der U3-Plätze in  
altersgemischten 
Einrichtungen liegt bei 43%.

7 
(41,6%) sind ebenfalls gestiegene Versorgungsquoten zu verzeichnen.  
 
Die Entwicklung in Bessungen kann insb. auf den dort realisierten Platzausbau (Kita 
„Luise-Büchner“) zurückgeführt werden.  
 
Im Stadtteil West dagegen hat sich die Versorgungslage etwas verschlechtert, da hier 
wie oben erwähnt, der größte Bevölkerungszuwachs in dieser Altersgruppe zu 
verzeichnen ist. Die Ausbauten im Planungsraum West, die seit dem Jahr 2023 
sukzessive umgesetzt werden (Moltkestraße, Eschollbrücker Straße, 
Regenbogenland), werden dort zu einer Verbesserung führen. 
 
Abb. 6: Versorgungslagen U3 in den Planungsbezirken 2020 & 2022 
(Versorgungsquoten in %) 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung 
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2022 
 
Eine unterdurchschnittliche Versorgungslage besteht hingegen nach wie vor in der 
Stadtmitte (35,4%), Eberstadt (37,8%) sowie im Planungsbezirk Wixhausen (39,2%).  
 
Allerdings ist mit einer Verbesserung des dortigen Betreuungsangebots auch in diesen 
Gebieten mittelfristig zu rechnen. Denn weitere, bereits projektierte Ausbauvorhaben 
werden in der Stadtmitte (Kita „An der Stadtmauer“) und in Eberstadt (Kita „An der 
Nussbaumallee“) realisiert. 
 
Bei der Bewertung der sozialräumlichen Versorgungs- und Ausbaubedarfe im U3-
Bereich gilt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. 
 Es besteht in diesem Betreuungssegment erfahrungsgemäß eine erhöhte 
56,154,037,842,048,341,635,450,439,245,50,010,020,030,040,050,060,0

8 
Mobilitätsbereitschaft, d.h. die Wohnortnähe eines Betreuungsangebotes ist 
oftmals ein weniger wichtiges Auswahlkriterium als in anderen Alterssegmenten 
(insb. in der Ü3-Betreuung). 
 Zwischen den verschiedenen Regionen bestehen zum Teil enge 
sozialräumliche Bezüge (z.B. Bessungen, West und Stadtmitte). Es können 
folglich Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen Planungsbezirken unterstellt 
werden. 
 Zahlreiche U3-Einrichtungen haben aufgrund ihrer spezifischen pädagogischen 
Ausrichtung (bspw. Natur, Bilingualität, Waldorf, Ernährung, Sport) einen 
stadtweiten Einzug. 
 
Die Ausbauten in Planungsraum West sollen demnach insb. auch die Stadtmitte 
bedienen, da die Standortoptionen im innerstädtischen Bereich generell stark 
eingeschränkt sind. Dort gilt die Prämisse verfügbare Areale in angrenzenden 
Planungsräumen zu nutzen, sofern diese in vertretbarer Entfernung liegen. 
1.2 Betreuungsangebote für 3- bis 6-jährige Kinder 
 
Bevölkerungsentwicklung 
Am 31.12.2022 waren 5.401 Kinder im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt in Darmstadt 
gemeldet.1 Der Planungsbezirk Darmstadt-Nord ist im städtischen Vergleich nach wie 
vor derjenige mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2022: 1.043); in 
Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kinder dieses Alters gemeldet (2020: 252). 
 
Im Vergleich zum letzten Berichtsjahr 2020 ist die Anspruchsgruppe um insgesamt 148 
Kinder bzw. 2,8% gewachsen. Der Zuwachs resultiert aus dem sukzessiven 
Nachwachsen der geburtenstarken Jahrgänge 2016ff in die entsprechende 
Anspruchsgruppe einer Ü3-Betreuung. Zudem spiegelt sich hierin auch die generelle 
Bevölkerungsentwicklung Darmstadts wider, die nach wie vor durch Zuwanderung 
geprägt ist. 
 
  
 
1 Als Bezugsgrundlage wird die Anzahl der Kinder im Alter von 3 Jahren bis 6 Jahre zugrunde gelegt. Wobei der 
Jahrgang der 6-Järhigen lediglich zur Hälfte einbezogen wird. Es handelt sich also um eine Grundgesamtheit von 3,5 
Jahrgängen im Alter von 3 bis 6 Jahren.    
Kernaussage 
Am 31.12.20202 lebten 
5.401 Kinder im Alter von 3 
Jahren bis Schuleintritt in 
Darmstadt. 
Dies ist ein Zuwachs um 
2,8% Prozent gegenüber 
dem Berichtjahr 2020.

9 
Abb. 7: Bevölkerungszahlen 3 Jahre bis Schuleintritt nach Planungsbezirken 
(abs.) 
 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung 
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2022 
 
Sehr dynamisch ist die Bevölkerungsentwicklung in Bessungen (+33), Nord (+55) und 
West (+93). Dort sind seit dem letzten Berichtsjahr relativ starke Zuwächse von Kindern 
im Anspruchsalter zu verzeichnen. Rückläufige Kinderzahlen dieses Alters gibt 
hingegen in Ost (-30), Wixhausen (-18) und Eberstadt (-15).  
 
Platzentwicklung 
Am 31.12.2022 standen in Darmstadt insgesamt 5.688 Betreuungsplätze für Kinder 
von 3 Jahren bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Zum Stichtag wird eine 
gesamtstädtische Versorgungsquote von 105,3% für diese Anspruchsgruppe erreicht. 
Im Vergleich zum letzten Berichtsjahr ist die Versorgungsquote geringfügig um 0,4 
Prozentpunkte (105,9%) gesunken.  
 
Gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet dies dennoch eine Angebotssteigerung von 124 
Plätzen. Diese resultiert im Wesentlichen aus den Eröffnungen der Kita „Luise-
Büchner“. Die sinkende Versorgungsquote ist der steigenden Bevölkerungsanzahl in 
der Altersgruppe geschuldet. 
 
Angebots- und Trägerstruktur 
Der größte Anteil der Ü3-Betreuungsplätze wird in konfessioneller Trägerschaft geführt. 
In evangelischen Einrichtungen sind 1.703 Plätze, in katholischen Einrichtungen 501 
Betreuungsplätze registriert. Dies entspricht einem Anteil 30% bzw. 9% des Ü3-
Angebots in Darmstadt. Weitere 1.647 Plätze bzw. 29% des Gesamtangebots befinden 
sich in freier Trägerschaft. Hierunter nehmen die kleinen freien Träger (bspw. 
02004006008001.0001.20020142016201820202022
Kernaussage 
Am 31.12.2020 standen 
5.688 Betreuungsplätze zur 
Verfügung. 
Die gesamtstädtische 
Versorgungsquote liegt bei 
105,3%. 
Kernaussage 
Die Mehrheit der Ü3-Plätze  
(68%) wird in freier 
Trägerschaft geführt.

10 
Elterninitiativen, Betreuungsvereine) den größten Part ein, gefolgt von den großen 
Trägern (ASB, AWO). Als sog. privat-gewerbliche Träger werden diejenigen eingestuft, 
die entweder betrieblich gebundene Betreuungsplätze vorhalten bzw. aufgrund ihrer 
Geschäftsform keine öffentliche Förderung von Seiten der Stadt Darmstadt in Anspruch 
nehmen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hält 1.837 Betreuungsplätze in eigenen 
Einrichtungen vor. Der kommunale Anteil am Betreuungsangebot beläuft sich somit 
aktuell auf 32% und ist gegenüber dem letzten Berichtjahr um 1%-punkt gestiegen. 
Ursächlich hierfür war hierfür die bereits benannten Inbetriebnahme der städtischen 
Einrichtung Kita „Luise-Büchner“.  
  
Abb. 8: Trägerstruktur in der Ü3-Betreuung in Darmstadt 
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2022 
Ü3-Betreuungsplätze in Darmstadt sind vorrangig in altersübergreifend betreuenden 
Einrichtungen verortet (65% bzw. 3.703 Plätze), wobei an 40 Standorten und somit am 
häufigsten die Kombination von U3- und Ü3-Gruppen etabliert ist. Bei 31 Standorten 
mit insg. 1.985 Plätzen handelt es sich um Einrichtungen, in denen ausschließlich 
Kinder ab dem 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt betreut werden („Ü3-Betreuung“). 
 
  
Stadt Darmstadt32%Ev. Kirche30%Kath. Kirche9%gr. freie Träger10%kl. freie Träger16%privat-gewerbl. Träger3%Freie Träger29%

11 
Abb. 9: Verortung der Ü3- Betreuungsplätze nach Einrichtungsarten, „Ü3- 
Betreuung in…“ 
 
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2022  
 
Der aktuelle und zukünftige Platzausbau vollzieht sich aus pädagogischen Gründen und 
mit dem Ziel Übergänge zwischen den Segmenten U3 und Ü3 zu erleichtern nahezu 
ausschließlich in Einrichtungen mit einem gemischten Betreuungsangebot. 
 
Darüber hinaus werden – wo möglich – auch sog. Bildungscampus mit den Segmenten 
U3- und Ü3-Betreuung und Grundschule entwickelt (bspw. in Lincoln, an der Heinrich-
Hoffmann-Schule, im Ludwigshöhviertel). Ausgehend von der räumlichen Nähe der 
Einrichtungen zueinander, gilt es insb. an diesen Standorten ein gemeinsames, 
kohärentes Bildungsprogramm zu etablieren. 
 
Versorgungssituation in den Planungsräumen 
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darmstadts stellt sich am Stichtag 
31.12.2022 verschieden dar. Für vier der neun Planungsräume kann eine sehr gute, 
überdurchschnittliche Versorgungslage attestiert werden. In Bessungen ist diese wie 
zuvor beschrieben durch Platzausbau (Kita „Luise Büchner“) bedingt. In Arheilgen 
konnte eine höhere Versorgungsquote durch Platzerweiterung in einer privat-
gewerblichen Einrichtung (+57 Plätze) erreicht werden, im Stadtteil Ost ist die höhere 
Versorgungsquote durch den Rückgang der Kinderzahlen erklärbar.  
 
Eine nach wie vor unterdurchschnittliche Versorgungslage besteht hingegen in den 
Planungsbezirken Stadtmitte (64,8%), Wixhausen (86,8%), Kranichstein (94,7%) und 
Eberstadt (98,3%), wobei sich diese in der Stadtmitte und Kranichstein leicht 
verschlechtert und in Eberstadt und Wixhausen dagegen leicht verbessert hat. Im 
alters-übergreifende Einrichtungen U3 - Ü3 38%alters-übergreifende Einrichtungen von Ü3-Hort14%alters-übergreifende Einrichtungen von U3-Hort13%Ü3-Einrichtungen35%
Kernaussage 
Die Ü3-Versorgungslagen 
in den Planungsbezirken 
variieren bei VQ von 64,8% 
bis 138,1%.

12 
Planungsbezirk West allerdings ist eine wesentliche Verschlechterung zu sehen. Von 
einer Versorgungsquote von 115,4 im Berichtsjahr 2018 ist die Versorgungsquote 2022 
auf 96,6 % gesunken. Dies liegt zum einen am Wegfall von 20 Ü3-Plätzen (Waldgruppe 
der Matthäusgemeinde) im Planungsraum und zum anderen an einer erhöhten 
Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe. 
 
Abb. 10: Betreuung 3-Jähriger bis Schuleintritt – Versorgungslagen in den 
Stadtteilen 2020 und 2022 (in %) 
 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung 
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2022 
 
Prämisse des weiteren Ausbaus ist es, die Versorgungslagen in allen Planungsräumen 
bedarfsgerecht zu gestalten und soweit möglich und notwendig anzugleichen. Dies wird 
aktuell dokumentiert durch die zahlreichen Ausbauvorhaben, die zu einem deutlichen 
Platzzugewinn in Eberstadt (Kita „An der Nussbaumallee“) und Stadtmitte (Kita „An der 
Stadtmauer“) führen werden. Die Vorhaben Eschollbrückerstraße und Moltkestraße 
tragen zu einer Verbesserung der Versorgungsquote im Stadtteil West bei, haben aber 
auch als planungsübergreifende Standorte einen Mitversorgungseffekte auf die 
Stadtmitte. 
Zur Verbesserung der Versorgung in Wixhausen befinden sich Verwaltung und Träger 
aktuell in Abstimmung zur Umsetzung kurzfristiger Entlastungen und darüber hinaus 
langfristig, tragfähiger Lösungen. 
 
Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Versorgungsziel von stadtweit 105,0% eine 
Kapazitätsreserve beinhaltet, um vorübergehenden Platzreduzierungen, die bspw. 
infolge von Inklusionsmaßnahmen notwendig werden können, abzufangen und 
121,3138,198,394,7109,7124,364,896,686,8105,30,020,040,060,080,0100,0120,0140,0160,0

13 
dennoch eine insgesamt bedarfsgerechte Versorgungssituation zu sichern.  
1.3 Betreuungsangebote für Grundschulkinder 
  
Als Bezugsgröße zur Ermittlung der Versorgungssituation im Grundschulbereich wird 
die Anzahl der Grundschüler*innen herangezogen. Dieser wird die Platzressource aus 
Hort- und Schulkindbetreuungsplätzen gegenübergestellt.    
 
Im Schuljahr 2021/22 besuchen 5.418 Schüler*innen eine Darmstädter Grundschule. 
Im selben Zeitraum standen insgesamt 3.846 Betreuungsplätze für Grundschulkinder 
zur Verfügung. Zum Stichtag wird somit rechnerisch eine gesamtstädtische 
Versorgungsquote von rund 70,9%% erreicht. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber 
dem letzten Berichtsjahr um 2,3%-Punkte. 
 
1.129 der Betreuungsplätze für Grundschüler*innen werden in Horten bereitgestellt 
(29,4%); 2.717 Plätze (70,6%) bestehen im Rahmen der Schulkindbetreuung bzw. des 
Paktes für den Nachmittag an Grundschulen und Förderschule mit Grundstufe.  
 
Der Ausbau der Schulkindbetreuung geschieht in Darmstadt vorrangig an Schulen unter 
Federführung des kommunalen Schulamtes und unterstützt durch Landesprogramme 
wie bspw. dem Pakt für den Nachmittag.  
 
Im September 2021 wurde der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für 
Grundschulkinder nach intensiven Verhandlungen im Bundestag und Bundesrat 
beschlossen und wird ab 2026 schrittweise eingeführt. Mit dem 
Ganztagsförderungsgesetz soll eine Betreuungslücke geschlossen werden, die viele 
Familien nach der Kita-Zeit mit der Einschulung des Kindes zu überbrücken haben.  
Ab August 2026 sollen zunächst alle Grundschulkinder der ersten Klassenstufe einen 
Anspruch erhalten, ganztägig gefördert zu werden. Der Anspruch wird in den 
Folgejahren um je eine Klassenstufe ausgeweitet. Damit hat ab August 2029 jedes 
Grundschulkind der Klassenstufen eins bis vier einen Anspruch auf ganztägige 
Betreuung. 
 
Der Rechtsanspruch soll im Achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) geregelt werden und 
sieht einen Betreuungsumfang von acht Stunden an allen fünf Werktagen vor. Bei der 
Umsetzung des Rechtsanspruchs wird der Freiwilligkeit der Inanspruchnahme ebenso 
Rechnung getragen wie der Vielfalt der Angebote vor Ort. Erfüllt werden kann der 
Rechtsanspruch sowohl in Horten als auch in offenen und gebundenen 
Ganztagsschulen. 
  
Kernaussage 
Die Versorgungsquote 
Schulkindbetreuung liegt 
bei stadtweit 70,9%.

14 
1.4 Ausblick 
 
Darmstadt hat in den vergangenen zehn Jahren einen gravierenden 
Bevölkerungszuwachs und einen immensen Anstieg der Kinderzahlen erfahren. Dieser 
hat sich zwar seit 2018 u.a. aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen, verlangsamt.  
 
Nichtsdestotrotz bedarf es weiterer Ausbauanstrengungen im Bereich U3, da die 
kommunale Zielquote von 50% stadtweit noch nicht erreicht ist. Darüber hinaus ist 
davon auszugehen, dass trotz sinkender Geburtenzahlen der tatsächliche 
Betreuungsbedarf bislang nicht gedeckt ist und tendenziell sogar zunehmen wird. 
Bundesweite Untersuchungen zeigen zwar, dass der Nachfrage nach 
Betreuungsplätzen in den Jahren 2020 und 2021 kurzzeitig gesunken ist – mutmaßlich 
bedingt durch die Corona-Pandemie. Im Jahr 2022 war hingegen wiederum ein 
steigender Betreuungsbedarf festzustellen (vgl. „Kindertagesbetreuung Kompakt – 
Ausbaustand und Bedarf 2022“, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und 
Jugend, 2023). Vor allem die wachsende Akzeptanz früher Kinderbetreuung und die 
Stellung der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Zuzugsgebiet von qualifizierten 
Arbeitskräften, machen einen frühen Wiedereinstieg von Eltern in den Beruf 
wahrscheinlicher und haben einen weiterhin hohen Bedarf an U3-Plätzen in Darmstadt 
zur Folge. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft die Versorgungszielquote in 
Darmstadt über 50% liegen muss, um die Bedarfe decken zu können. 
 
Die Versorgung im Ü3-Bereich kann zwar aktuell als gut beschrieben werden. Allerdings 
stellt das Nachwachsen der geburtenstarken Jahrgänge hohe Anforderungen an die 
Betreuungsinfrastruktur. Herausfordernd ist zudem die sehr ungleiche Verteilung der 
Betreuungsplätze innerhalb des Stadtgebietes, die es sukzessive auszugleichen gilt. 
Denn gerade für Kinder in diesem Alterssegment ist im Sinne gelingender Übergänge 
eine wohnortnahe Betreuung anzustreben.  
 
Die kommunale Ausbauplanung fußt auf den verfügbaren statistischen und 
städtebaulichen Kennzahlen und bildet die Grundlage nach der neue 
Kinderbetreuungsstandorte entstehen und bestehende Einrichtungen (weiter)entwickelt 
werden. Es handelt sich um eine Rahmenplanung, die kontinuierlich fortgeschrieben 
wird. 
 
Bis Ende 2024 werden aller Voraussicht nach insgesamt 176 U3- Betreuungsplätze  
und 330 Ü3- Betreuungsplätze hinzukommen, die an insgesamt fünf Standorten 
entstehen. Es handelt sich hierbei um die Kita „An der Stadtmauer“, die Kita in der 
Eschollbrücker Straße, die Kita Moltkestraße, die Kita „An der Nussbaumallee“, die Kita 
in der Lincoln-Siedlung (Baufeld N4).

15 
Ab dem Jahr 2025 folgen sukzessive weitere Einrichtungen. Es handelt sich im 
Wesentlichen um die Kitastandorte in den neu entstehenden Wohnquartieren 
Ludwigshöhviertel und Marienplatz, sowie Erweiterungen der Kita Regenbogenland und 
in Eberstadt.

16 
2 Exkurs zum Umgang mit dem Fachkäftemangel und Strategien der 
Fachkräftegewinnung in Darmstadt 
 
Bundesweit zeigt sich hinsichtlich der Fachkraftgewinnung in der frühkindlichen Bildung 
eine schwierige Lage. Auch in den Darmstädter Kinderbetreuungseinrichtungen ist 
diese Entwicklung insbesondere im Bereich U3 und Ü3 deutlich spürbar. Zum 1. März 
2023 erreichen 12,1 % (Quelle: Jährliche Meldung nach § 47 SGB VIII) der Darmstädter 
Kinderbetreuungseinrichtungen über alle Träger hinweg nicht die gesetzlichen 
Standards (KiFöG). Der Anteil bei den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen liegt 
bei 10% (Quelle: Personalberechnung - laufende Statistik). Dies führt zu temporären 
Einschränkungen im Betrieb (z.B. Reduktion der Öffnungszeiten, temporäre 
Gruppenschließungen etc.). Zusätzlich gehen Studien davon aus, dass bis 2030 sogar 
noch weitere Fachkräfte fehlen werden.  
 
Grundsätzlich bedeutet dies, sich möglichst frühzeitig und mit kreativen Methoden 
dieser Herausforderung zu stellen, um Personal für die Bildungsarbeit in der 
Kinderbetreuung zu gewinnen und zu halten.  
 
Fachkräftegewinnung für städtische Kinderbetreuungseinrichtungen: 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die Arbeit zur Gewinnung von Fachkräften seit 
einigen Jahren stetig intensiviert. Es wurden verschiedene Wege gewählt, um der 
aktuell schwierigen Fachkraftsituation zu begegnen.  
In der Akquise spielen sowohl mediale als auch persönliche Zugänge eine bedeutende 
Rolle. Dies zeigt sich beispielsweise auf der Internetseite www.darmstadt.de, die im 
Bereich Karriere eigens für die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen 
Informationen in Form eines Imagefilms sowie Kita-Profilen vorhält, um Bewerbenden 
einen Einblick in die Arbeit der Einrichtungen zu geben und auf die aktuellen 
Stellenbeschreibung hinzuweisen. Diese werden ebenfalls in Soziale Medien geteilt, um 
so möglichst viele interessierte Fachkräfte zu erreichen.  
 
Zusätzlich hat sich die Abteilung Kinderbetreuung seit Herbst 2022 in der Umsetzung 
einer Fachkräftekampagne erprobt und das Employer Branding der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt weiter ausgestaltet. Dabei sind vier verschiedene Kampagnenmotive mit 
Verbindung zur Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem zentralen Slogan „Ihre/Seine 
Zukunft beginnt mit dir“ entwickelt worden, um auf die Beschäftigungsmöglichkeiten in 
den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen aufmerksam zu machen. Das 
Kampagnenmotiv ist hierbei über verschiedene öffentlichkeitswirksame Kanäle 
verbreitet worden, um eine breite Maße an interessierten Fachkräften auf die 
Stellenangebote in der Kinderbetreuung hinzuweisen. Weitere Verwendung findet das 
Kampagnenmotiv im November 2023 im Rahmen eines Job-Dating für Kitas in der 
Lincoln-Siedlung sowie für die Akquise von Kindertagespflegepersonen.

17 
 
Ebenfalls werden weiterhin klassische Methoden der Fachkräftegewinnung genutzt, wie 
beispielsweise die Information von Nachwuchskräften auf Ausbildungsmessen und von 
Fachhochschulen durch Mitarbeitende der Abteilung Kinderbetreuung, der Abteilung 
Interne Verwaltung sowie Kita-Leitungen. Diese etablierte Arbeitsgruppe im Bereich 
Ausbildung bildet eine Brücke zu den Ausbildungsstätten und setzt auf den direkten 
Kontakt zu den potentiellen zukünftigen Mitarbeitenden.  
 
Trägerübergreifende Kooperation hinsichtlich des Fachkräftemangels: 
Im Rahmen der trägerübergreifenden Kooperation wird die Thematik Fachkräftemangel 
ebenfalls gemeinschaftlich erörtert und Strategien zum Umgang mit der Situation 
erarbeitet. Zuletzt stand hierbei die Fortschreibung der Darmstädter Qualitätsstandards 
zur Sicherung von besseren Arbeitsbedingungen für Fachkräfte unter Gewährleistung 
möglichst hoher Bildungsqualität sowie die Entwicklung eines Positionspapiers im 
Fachausschuss Familie und Betreuung im Vordergrund.  
 
Neben der Akquise investiert die Wissenschaftsstadt Darmstadt insbesondere in die 
Bindung von Mitarbeitenden. Hier stehen andere Schlüsselfaktoren im Fokus wie z.B. 
der Umgang mit dem Personal im Allgemeinen durch den Träger sowie die 
Führungskompetenz der Kita-Leitung. Daher ermöglicht die Abteilung Kinderbetreuung 
seit dem Jahr 2021 den Kita-Leitungen die Teilnahme an Qualifizierungen zum Erwerb 
von Führungs- und Leitungskompetenzen. Gleichermaßen steht Fachkräften ein breites 
Feld an Fortbildungsmöglichkeiten, welche durch die Fachberatungen organisiert 
werden, zur Verfügung.  
 
Viele weitere Aspekte, wie die Tariferhöhung und die Vorteile einer Beschäftigung bei 
der Stadt intendieren auf diesem Weg eine Erhöhung der Bereitschaft zur 
Beschäftigung in der Kinderbetreuung. Dieses Gesamtpaket muss immer weiter 
ausgebaut werden. Nur mit einer Vielfalt an Angeboten und Ansätzen ist es möglich, 
der schwierigen Arbeitsmarksituation zu begegnen, um sicherzustellen, dass 
Fachkräfte einen attraktiven Arbeitsplatz vorfinden und insbesondere Kinder und ihre 
Familie qualitative Bildungsangebote in Anspruch nehmen können.

18 
Anhang 
 
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten 
 
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten

19 
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2022) 
 
Betreuung von unter 3jährigen Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege 
Planungsbezirk 
0 - 
unter 
3jährige 
gesamt 
Plätze (absolut) Quoten (in %) 
davon: 
Krippe 
davon: 
Tagespflege 
Versorgungsquote 
(VQ) 
Anteil: 
Tageseinrichtungen 
Anteil: 
Tagespflege 
100 DA-MITTE 509 177 152 25 35,4 85,9 14,1 
200 DA-NORD 925 449 392 57 48,3 87,3 12,7 
300 DA-OST 358 149 106 43 41,6 71,1 28,9 
400 DA-BESSUNGEN 452 244 229 15 54,0 93,9 6,1 
500 DA-WEST 565 285 232 53 50,4 81,4 18,6 
Darmstadt-Innenstadt 2.809 1.304 1.111 193 49,5 85,2 14,8 
600 DA-ARHEILGEN 476 267 200 67 56,1 74,9 25,1 
700 DA-EBERSTADT 649 245 142 103 37,8 58,0 42,0 
800- DA-WIXHAUSEN 212 83 53 30 39,2 63,9 36,1 
900 DA- KRANICHSTEIN 388 163 123 40 42,0 75,5 24,5 
Darmstadt-
Außenbezirke 1.725 758 518 240 43,9 68,3 31,7 
Stadtgebiet insgesamt 4.534 2.062 1.629 433 45,5 79,0 21,0

20 
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2022) 
 
Betreuung von 3 - 6,5jährigen Kindern in Tageseinrichtungen 
Planungsbezirk 3 - 6,5 
Jährige 
Plätze 
(absolut) 
Versorgungsquote 
(VQ) 
100 DA-MITTE 469 304 64,8 
200 DA-NORD 1.043 1.144 109,7 
300 DA-OST 362 450 124,3 
400 DA-BESSUNGEN 575 794 138,1 
500 DA-WEST 677 654 96,6 
Darmstadt-Innenstadt 3.126 3.346 107,0 
600 DA-ARHEILGEN 657 797 121,3 
700 DA-EBERSTADT 871 856 98,3 
800 DA-WIXHAUSEN 234 203 86,8 
900 DA-KRANICHSTEIN 513 486 94,7 
Darmstadt-
Außenbezirke 2.275 2.342 102,9 
Darmstadt gesamt 5.401 5.688 105,3

Beratungsverlauf (2)

TOP 8
TOP 467

Orte (3)

  • Moltkestraße
  • Eschollbrücker Straße
  • Nußbaumallee

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2023/0374
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.11.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00