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2020/0279

Paliplatz, Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Platzfläche, Errichtung von überdachten Fahrradabstellanlagen

Magistratsvorlage 18.09.2020

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319 Zeichen

$ Q O D J H       0 9         

$ Q O D J H       0 9         

0 , 9  9 H U N H K U  Å N L V V  D Q G  U L G H ´
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9 H U N H K U V I  K U X Q J  PR W R U L V L H U W H U  9 H U N H K U 
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anlage 3

449 Zeichen

% D X P V W D Q G R U W H   % H V W D Q G
 $ Q O D J H     0 9          
# B V N C F T U B O E         # B V N     
   
       C M F J C F O  F S I B M U F O
# B V N   
                7 F S Q ø B O [ V O H 
     # B V N   
       F O U G B M M F O 
    # B V N              F O U G Ê M M U 
  7 F S Q ø B O [ V O H  Q S à G F O

 
 
 
 




 
 
 

anlage 7

276 Zeichen

Punkt 8: Paliplatz, Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Platzfläche, Errichtung 
von überdachten Fahrradabstellanlagen 
 (V-Nr. 2020/0279) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Gegenstimmen: SPD, AfD, FDP und UWIGA

anlage 5

12488 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
23.09.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
Dezernat V 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 65 66 
III 61 
IV V 67 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0279 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
274 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 13066-6119 
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010 
 
Betreff: Paliplatz, Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Platzfläche, Errichtung von 
überdachten Fahrradabstellanlagen  
 
Vorlage vom: 18.09.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Umgestaltung/Umstrukturierung der Platz - und Verkehrsflächen, mit Ausweisung des 
südlichen Teilbereichs als "Fußgängerzone" und überwiegender Nutzung als 
Fahrradabstellanlage sowie dem Erhalt von je drei Kurzzeit - und Behindertenparkplätzen 
für den motorisierten Individualverkehr, wird zugestimmt.  
2. Der Magistrat wird beauftragt, die erforderlichen Planungsleistungen der Leistungsphase 
3 (Entwurfsplanung und Kostenberechnung) zu veranlassen. Die benötigten Mittel stehen 
unter der Investitionsnummer 13066 -6119, Kostenstelle: 066-100-1000 zur Verfügung.

- 3 - 
 
Anlagen: Anlage 1_Vorentwurfsplanung 
Anlage 2_Visualisierung 
Anlage 3_Bestandsbäume 
Anlage 4_Kosten 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   Anlage 4 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 30.09.2020 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2020  
 
Rahmenbedingung 
Jahrzehntelang wurde der motorisierte Individualverkehr bei der Aufteilung von 
Verkehrsflächen gegenüber den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes begünstigt. Die 
Notwendigkeit einer Verkehrswende ist inzwischen bundesweit unbestritten und dringend 
erforderlich. Dazu gehören neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs auch die 
Verbesserung der Bedingungen des fließenden und ruhenden Radverkehrs sowie die 
Verbesserung der Bedingungen der zu Fuß Gehenden.  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr gezielt zu fördern 
und den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Im Juni 2019 wurde daher die "Radstrategie 
Darmstadt" beschlossen (MV 2019/0157). Ziel ist die Entwicklung Darmstadts zu einer 
fahrradfreundlichen Stadt mit sicherer und einladender Fahrradinfrastruktur. Dies bedingt 
Flächenverschiebungen bzw. Neuordnungen des öffentlichen Raumes zu Gunsten der Rad- und 
Fußgängermobilität. Neben guten Radverkehrsanbindungen sind professionelle Abstellanlagen 
unabdingbare Voraussetzung, um die Radmobilität gezielt zu fördern.  
Lage 
Der Platz liegt am Rande der Darmstädter Innenstadt und wird im Norden durch die 
Zeughausstraße und im Westen durch die Schleiermacherstraße begrenzt. Bei den 
Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Darmstadt ist er auf Grund des gleichnamigen Kinos als 
„Paliplatz“ bekannt. 
Ziele 
Der Innenstadt kommt als Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitstandort eine besondere Bedeutung 
hinsichtlich der Erreichbarkeit zu. Eine Untersuchung des Büros Stete-Planung 
"Fahrradabstellanlagen in der Darmstädter Innenstadt  stellt ein Defizit von Abstellanlagen in 
der Innenstadt fest und weist den Paliplatz grundsätzlich als geeigneten großflächigen 
Fahrrad-Abstellplatz aus. Denn der Paliplatz liegt an einer wichtigen Verbindung zwischen der 
Innenstadt und den nördlichen Wohnquartieren. Eine alternative Fläche vergleichbarer Größe, 
Qualität, Lage, und Verfügbarkeit ist im Bereich der Innenstadt nicht vorhanden.  
Obwohl das Areal Teil der Darmstädter Innenstadt ist, wirkt es atmosphärisch wie ein Hinterhof 
der Innenstadt. Daher ist eine Aufwertung zu einem multifunktionalen Platz und als würdiges 
Entrée in die lebendige Innenstadt geboten.  
Der Paliplatz liegt innerhalb des Bebauungsplanes M 19.1 aus dem Jahr 2005. In der 
Begründung zu diesem Bebauungsplan wurde bereits eine perspektivische Nutzung des 
Platzes für Fahrradabstellanlagen beschrieben. Da zum damaligen Zeitpunkt weder ein 
Radkonzept noch eine konkrete Planung für die Platzfläche vorlagen, wurde die Festsetzung 
des öffentlichen Parkplatzes aus dem vorhergegangenen Bebauungsplan M 19 übernommen. 
Die Umsetzung einer überwiegenden Nutzung als Fahrradabstellplatz und Aufenthaltsfläche für 
Bürgerinnen und Bürger erfordert somit eine Änderung des Bebauungsplans M 19.1. Die 
entsprechende Beschlussvorlage befindet sich in Vorbereitung. 
Machbarkeitsstudie 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich im Jahr 2016 mit einem integrierten Konzept zur 
Förderung des Radverkehrs erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr"

- 5 - 
beworben. Schon das 2017 beschlossene Förderprojekt "Lincoln-by-bike" setzte sich aus 
verschiedenen Bausteinen zusammen, u.a. der Erstellung einer zentralen Fahrradabstellanlage 
in der Innenstadt mit ca. 300 sicheren Fahrradabstellplätzen. Daher wurde das Büro 
netzwerkarchitekten im August 2018 mit der Entwurfsplanung zur Errichtung von 
Fahrradabstellplätzen auf dem Paliplatz beauftragt. Gleichzeitig sollte der Platz städtebaulich 
aufgewertet werden und eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Ziel der damaligen Planung 
war es, möglichst viele Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung zu stellen.  
Das Büro netzwerkarchitekten erarbeitete daraufhin drei Varianten. Auf Grund der engen 
zeitlichen Vorgaben des Fördergebers sowie der durch das Programm geforderten Anzahl 
möglicher Fahrradabstellplätze entschied sich der Magistrat für die Weiterverfolgung der 
Variante mit einem automatisierten Fahrradparkturm.  
Der Entwurf des Fahrradparkturms führte zu ablehnenden Reaktionen in der Bevölkerung, 
insbesondere bei den Anliegern des Paliplatzes. Die am häufigsten genannten Bedenken 
bezogen sich auf: 
- die Architektur des Fahrradparkturms (Höhe, Optik, Lärm, Verschattung) 
- den vollständigen Wegfall der Kurzzeitparkplätze 
- den Entfall der Befahrbarkeit des Platzes im Sinne von "kiss and ride" 
- die vermeintlich erschwerte Andienung der umliegenden Gebäude und Geschäfte im 
Allgemeinen 
- die Funktionalität der Zufahrten zu den anliegenden Privatgrundstücken 
Die Vorlage MV 2018/0279 zur Umsetzung des Fahrradparkturmes wurde daher durch den 
Magistrat zurückgezogen. 
In die neue Planung für den Paliplatz sind die damals vorgetragenen Anregungen eingegangen. 
Insbesondere soll eine, wenn auch gegenüber dem Ist-Zustand niedrigere Anzahl an PKW- und 
Behindertenstellplätzen angeboten und die Befahrbarkeit im Sinne des "kiss and ride-Prinzipes" 
ermöglicht werden. 
Entwurf (s. Anlage 1 und 2)  
Der Paliplatz wird zu Gunsten des nicht-motorisierten Individualverkehrs neu gegliedert und in 
mehrere Funktionsbereiche aufgeteilt. Der innenliegende Teil der Platzfläche soll künftig 
überwiegend als Fahrradabstellanlage genutzt werden und auch zum Aufenthalt einladen. Die 
äußeren, den Fassaden zugewandten Flächen dienen der Erschließung sowie der Ver- und 
Entsorgung der anliegenden Grundstücke und können im nördlichen Teilbereich des Platzes als 
"Kiss-and-Ride"-Möglichkeit genutzt werden. Die Ver- und Entsorgung sowie die Erreichbarkeit 
der Grundstücke sind somit unverändert gewährleistet. 
Im nördlichen Teilbereich des Platzes, südlich der Zeughausstraße ist eine Fläche mit je drei 
Kurzzeit- und drei Behindertenstellplätzen für Kraftfahrzeuge vorgesehen. Darüber hinaus 
sollen hier auch nach Möglichkeit Abstellplätze für Motorräder geschaffen werden. Hier gelten 
die Verkehrsregeln für "Verkehrsberuhigte Bereiche nach StVO".  
Der südliche Teilbereich soll als Fußgängerzone ausgewiesen werden. Künftig sind hier nur 
noch Rettungsfahrzeuge, EAD und Andienungsverkehre zufahrtsberechtigt.  
In der Mitte des Platzes werden die Abstellflächen der Fahrräder von einem begrünten Dach 
beschirmt, das auf filigranen, an Bäume erinnernden Stahlstützen ruht. Bei der Gestaltung 
dieser "grünen Mitte" liegt der Schwerpunkt auf dem Erhalt und der Ergänzung des 
vorhandenen Baumbestandes. Hier sollen Abstellmöglichkeiten für rund 80 Fahrräder an 
Anlehnbügeln geschaffen werden. Auch das Abstellen von Lastenrädern soll hier ebenso wie 
das Laden von  E-Bikes und Pedelecs ermöglicht werden.

- 6 - 
 
Darüber hinaus werden abschließbare Aufbewahrungsfächer angeboten. Dach und Bäume 
erzeugen qualitätsvolle Schattenplätze, Sitzbänke ermöglichen einen nicht kommerziellen 
Aufenthalt. Die Beleuchtung von Dach und Bäumen sorgt für ein interessantes Lichtspiel. Der 
Anprallschutz der Dachkanten erfolgt über Stahlpoller auf der Platzfläche. 
Baumstandorte (s. Anlage 3)  
Ziel ist die Schaffung eines innerstädtischen Platzes mit einem hohen Grünanteil. Der 
Baumbestand soll soweit wie möglich erhalten und ergänzt werden. Auf Grund verkehrlicher 
und brandschutzrechtlicher Vorgaben können nicht alle Bestandsbäume erhalten bleiben. Bei 
Bäumen, die nicht erhalten werden können, jedoch vital sind, ist eine Umpflanzung auf dem 
Platz zu prüfen und zu priorisieren. Da der Paliplatz nicht durch verkehrliche Anlagen 
unterbaut ist, bietet sich hier die Möglichkeit, Baumpflanzungen mit großzügigen 
Baumscheiben vorzunehmen. Für die verbleibenden Bestandsbäume sind Pflegemaßnahmen 
mit Substrataustausch und eine Vergrößerung der Baumscheiben vorgesehen.  
Als Neupflanzungen wird die Pflanzung von Säulen-Hainbuchen (Carpinus betulus ´Frans 
Fontaine´), Stammumfang 20/25, die den Neupflanzungen aus jüngerer Vergangenheit 
entsprechen, favorisiert.  
Materialien 
 
Für den Platzbelag in der Mitte, unterhalb des Daches ist als Belag ein schmales Plattenformat 
vorgesehen. Er wird mit offenen Rasenfugen ausgeführt, so dass hier trotz der Abstellfunktion 
Grünfläche und unversiegelte Fläche gewonnen werden, in die anfallendes Niederschlagswasser 
versickert. Auch das überschüssige Regenwasser der extensiv begrünten Dachfläche wird hier 
eingeleitet. 
Der Belag entlang der Bebauung soll in Anlehnung an die bereits verbauten, großformatigen 
Natursteinplatten auf dem Friedensplatz hergestellt werden. Dies soll soweit möglich auch auf 
dem nördlichen Teilbereich des Platzes ("kiss and ride-Zone") erfolgen.  
Barrierefreiheit 
Grundsätzlich soll der Platz schwellenfrei ausgeführt werden. Hochbordsteine sollen vermie-
den werden. Die detaillierte Umsetzung der Barrierefreiheit befindet sich in Abstimmung 
mit dem CBF und wird in der Entwurfsplanung weiter fortgeschrieben. Der vorgesehene  
Natursteinbelag entlang der Bebauung ist erschütterungsarm. 
Förderprogramm 
Die Planung wurde frühzeitig bei hessen.mobil vorgestellt. Dort wurde der Vorentwurf positiv 
aufgenommen und eine grundsätzliche Fördermöglichkeit in Aussicht gestellt.  
Beteiligung 
Am 26.08.2020 wurde eine Informationsveranstaltung für die unmittelbar betroffenen 
Anliegerinnen und Anlieger durchgeführt. Die überarbeitete Planung ist bei den Teilnehmenden 
auf breite Zustimmung gestoßen und wurde begrüßt.

Grundsätzlicher Bauablauf 
Der an der westlichen Seite des Paliplatzes verlaufende Kanal muss erneuert werden. Ziel ist 
es, die Umgestaltung des Platzes sowie die Errichtung der überdachten Fahrradabstellanlage 
unmittelbar im Anschluss an die Kanalarbeiten auszuführen.  
Die Federführung der Tiefbaumaßnahmen liegt beim Mobilitätsamt; die Projektleitung der 
Hochbaumaßnahme wird vom Eigenbetrieb IDA übernommen.  
Kosten und Finanzierung (s. Anlage 4)  
Die voraussichtlichen Herstellungskosten wurden in Form der Baukostenschätzung im Rahmen 
der Vorplanung kalkuliert. Diese sind als datenschutzrelevante Anlage detailliert aufgeführt. Die 
Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert.  
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen, sofern dies in der 
aktuellen Lage möglich ist, in Originalgröße ausgehängt bzw. -gelegt. 
 
Dezernat I       Dezernat III 
 
 
..............................      .............................. 
Jochen Partsch      Dr. Barbara Boczek 
Oberbürgermeister      Stadträtin 
 
 
Dezernat IV       Dezernat V 
 
 
..............................      .............................. 
André Schellenberg      Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer      Stadträtin

anlage 6

287 Zeichen

Punkt 4: Paliplatz, Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Platzfläche, Errichtung 
von überdachten Fahrradabstellanlagen 
 (V-Nr. 2020/0279) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Gegenstimmen: Fraktionen SPD, AfD, FDP und UWIGA

anlage 2

45 Zeichen

$ Q O D J H    ] X  0 9         

2020/0279

12431 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
23.09.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlu ng 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat V 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassu ng Magistrat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0279 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-100-1000 Investitionsnummer:  13066-6119 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0952010 
 
Betreff: Paliplatz, Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Platzfläche, Errichtung von 
überdachten Fahrradabstellanlagen  
 
Vorlage vom: 18.09.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Umgestaltung/Umstrukturierung der Platz - und Verkehrsflächen, mit Ausweisung des 
südlichen Teilbereichs als "Fußgängerzone" und überwiegender Nutzung als 
Fahrradabstellanlage sowie dem Erhalt von je drei Kurzzeit - und Behindertenparkplätzen 
für den motorisierten Individualverkehr, wird zugestimmt.  
2. Der Magistrat wird beau ftragt, die erforderlichen Planungsleistungen der Leistungsphase 
3 (Entwurfsplanung und Kostenberechnung) zu veranlassen. Die benötigten Mittel stehen 
unter der Investitionsnummer 13066 -6119, Kostenstelle: 066 -100-1000 zur Verfügung.  
 
 
Anlagen: Anlage 1_Vorentwurfsplanung  
Anlage 2_Visualisierung  
Anlage 3_Bestandsbäume  
Anlage 4_Kosten

- 2 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   Anlage 4 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2020 
 
Rahmenbedingung 
Jahrzehntelang wurde der motorisierte Individualverkehr bei der Aufteilung von 
Verkehrsflächen gegenüber den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes begünstigt. Die 
Notwendigkeit einer Verkehrswende ist inzwischen bundesweit unbestritten und dringend 
erforderlich. Dazu gehören neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs auch die 
Verbesserung der Bedingungen des fließenden und ruhenden Radverkehrs sowie die 
Verbesserung der Bedingungen der zu Fuß Gehenden.  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr gezielt zu fördern 
und den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Im Juni 2019 wurde daher die "Radstrategie 
Darmstadt" beschlossen (MV 2019/0157). Ziel ist die Entwicklung Darmstadts zu einer 
fahrradfreundlichen Stadt mit sicherer und einladender Fahrradinfrastruktur. Dies bedingt 
Flächenverschiebungen bzw. Neuordnungen des öffentlichen Raumes zu Gunsten der Rad- und 
Fußgängermobilität. Neben guten Radverkehrsanbindungen sind professionelle Abstellanlagen 
unabdingbare Voraussetzung, um die Radmobilität gezielt zu fördern.  
Lage 
Der Platz liegt am Rande der Darmstädter Innenstadt und wird im Norden durch die 
Zeughausstraße und im Westen durch die Schleiermacherstraße begrenzt. Bei den 
Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Darmstadt ist er auf Grund des gleichnamigen Kinos als 
„Paliplatz“ bekannt. 
Ziele 
Der Innenstadt kommt als Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitstandort eine besondere Bedeutung 
hinsichtlich der Erreichbarkeit zu. Eine Untersuchung des Büros Stete-Planung 
"Fahrradabstellanlagen in der Darmstädter Innenstadt   stellt ein Defizit von Abstellanlagen in 
der Innenstadt fest und weist den Paliplatz grundsätzlich als geeigneten großflächigen 
Fahrrad-Abstellplatz aus. Denn der Paliplatz liegt an einer wichtigen Verbindung zwischen der 
Innenstadt und den nördlichen Wohnquartieren. Eine alternative Fläche vergleichbarer Größe, 
Qualität, Lage, und Verfügbarkeit ist im Bereich der Innenstadt nicht vorhanden.  
Obwohl das Areal Teil der Darmstädter Innenstadt ist, wirkt es atmosphärisch wie ein Hinterhof 
der Innenstadt. Daher ist eine Aufwertung zu einem multifunktionalen Platz und als würdiges 
Entrée in die lebendige Innenstadt geboten.  
Der Paliplatz liegt innerhalb des Bebauungsplanes M 19.1 aus dem Jahr 2005. In der 
Begründung zu diesem Bebauungsplan wurde bereits eine perspektivische Nutzung des 
Platzes für Fahrradabstellanlagen beschrieben. Da zum damaligen Zeitpunkt weder ein 
Radkonzept noch eine konkrete Planung für die Platzfläche vorlagen, wurde die Festsetzung 
des öffentlichen Parkplatzes aus dem vorhergegangenen Bebauungsplan M 19 übernommen. 
Die Umsetzung einer überwiegenden Nutzung als Fahrradabstellplatz und Aufenthaltsfläche für 
Bürgerinnen und Bürger erfordert somit eine Änderung des Bebauungsplans M 19.1. Die 
entsprechende Beschlussvorlage befindet sich in Vorbereitung. 
Machbarkeitsstudie 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich im Jahr 2016 mit einem integrierten Konzept zur 
Förderung des Radverkehrs erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" 
beworben. Schon das 2017 beschlossene Förderprojekt "Lincoln-by-bike" setzte sich aus

- 4 - 
verschiedenen Bausteinen zusammen, u.a. der Erstellung einer zentralen Fahrradabstellanlage 
in der Innenstadt mit ca. 300 sicheren Fahrradabstellplätzen. Daher wurde das Büro 
netzwerkarchitekten im August 2018 mit der Entwurfsplanung zur Errichtung von 
Fahrradabstellplätzen auf dem Paliplatz beauftragt. Gleichzeitig sollte der Platz städtebaulich 
aufgewertet werden und eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Ziel der damaligen Planung 
war es, möglichst viele Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung zu stellen.  
Das Büro netzwerkarchitekten erarbeitete daraufhin drei Varianten. Auf Grund der engen 
zeitlichen Vorgaben des Fördergebers sowie der durch das Programm geforderten Anzahl 
möglicher Fahrradabstellplätze entschied sich der Magistrat für die Weiterverfolgung der 
Variante mit einem automatisierten Fahrradparkturm.  
Der Entwurf des Fahrradparkturms führte zu ablehnenden Reaktionen in der Bevölkerung, 
insbesondere bei den Anliegern des Paliplatzes. Die am häufigsten genannten Bedenken 
bezogen sich auf: 
- die Architektur des Fahrradparkturms (Höhe, Optik, Lärm, Verschattung) 
- den vollständigen Wegfall der Kurzzeitparkplätze 
- den Entfall der Befahrbarkeit des Platzes im Sinne von "kiss and ride" 
- die vermeintlich erschwerte Andienung der umliegenden Gebäude und Geschäfte im 
Allgemeinen 
- die Funktionalität der Zufahrten zu den anliegenden Privatgrundstücken 
Die Vorlage MV 2018/0279 zur Umsetzung des Fahrradparkturmes wurde daher durch den 
Magistrat zurückgezogen. 
In die neue Planung für den Paliplatz sind die damals vorgetragenen Anregungen eingegangen. 
Insbesondere soll eine, wenn auch gegenüber dem Ist-Zustand niedrigere Anzahl an PKW- und 
Behindertenstellplätzen angeboten und die Befahrbarkeit im Sinne des "kiss and ride-Prinzipes" 
ermöglicht werden. 
Entwurf (s. Anlage 1 und 2)  
Der Paliplatz wird zu Gunsten des nicht-motorisierten Individualverkehrs neu gegliedert und in 
mehrere Funktionsbereiche aufgeteilt. Der innenliegende Teil der Platzfläche soll künftig 
überwiegend als Fahrradabstellanlage genutzt werden und auch zum Aufenthalt einladen. Die 
äußeren, den Fassaden zugewandten Flächen dienen der Erschließung sowie der Ver- und 
Entsorgung der anliegenden Grundstücke und können im nördlichen Teilbereich des Platzes als 
"Kiss-and-Ride"-Möglichkeit genutzt werden. Die Ver- und Entsorgung sowie die Erreichbarkeit 
der Grundstücke sind somit unverändert gewährleistet. 
Im nördlichen Teilbereich des Platzes, südlich der Zeughausstraße ist eine Fläche mit je drei 
Kurzzeit- und drei Behindertenstellplätzen für Kraftfahrzeuge vorgesehen. Darüber hinaus 
sollen hier auch nach Möglichkeit Abstellplätze für Motorräder geschaffen werden. Hier gelten 
die Verkehrsregeln für "Verkehrsberuhigte Bereiche nach StVO".  
Der südliche Teilbereich soll als Fußgängerzone ausgewiesen werden. Künftig sind hier nur 
noch Rettungsfahrzeuge, EAD und Andienungsverkehre zufahrtsberechtigt.  
In der Mitte des Platzes werden die Abstellflächen der Fahrräder von einem begrünten Dach 
beschirmt, das auf filigranen, an Bäume erinnernden Stahlstützen ruht. Bei der Gestaltung 
dieser "grünen Mitte" liegt der Schwerpunkt auf dem Erhalt und der Ergänzung des 
vorhandenen Baumbestandes. Hier sollen Abstellmöglichkeiten für rund 80 Fahrräder an 
Anlehnbügeln geschaffen werden. Auch das Abstellen von Lastenrädern soll hier ebenso wie 
das Laden von  E-Bikes und Pedelecs ermöglicht werden.

- 5 - 
Darüber hinaus werden abschließbare Aufbewahrungsfächer angeboten. Dach und Bäume 
erzeugen qualitätsvolle Schattenplätze, Sitzbänke ermöglichen einen nicht kommerziellen 
Aufenthalt. Die Beleuchtung von Dach und Bäumen sorgt für ein interessantes Lichtspiel. Der 
Anprallschutz der Dachkanten erfolgt über Stahlpoller auf der Platzfläche. 
Baumstandorte (s. Anlage 3)  
Ziel ist die Schaffung eines innerstädtischen Platzes mit einem hohen Grünanteil. Der 
Baumbestand soll soweit wie möglich erhalten und ergänzt werden. Auf Grund verkehrlicher 
und brandschutzrechtlicher Vorgaben können nicht alle Bestandsbäume erhalten bleiben. Bei 
Bäumen, die nicht erhalten werden können, jedoch vital sind, ist eine Umpflanzung auf dem 
Platz zu prüfen und zu priorisieren. Da der Paliplatz nicht durch verkehrliche Anlagen 
unterbaut ist, bietet sich hier die Möglichkeit, Baumpflanzungen mit großzügigen 
Baumscheiben vorzunehmen. Für die verbleibenden Bestandsbäume sind Pflegemaßnahmen 
mit Substrataustausch und eine Vergrößerung der Baumscheiben vorgesehen.  
Als Neupflanzungen wird die Pflanzung von Säulen-Hainbuchen (Carpinus betulus ´Frans 
Fontaine´), Stammumfang 20/25, die den Neupflanzungen aus jüngerer Vergangenheit 
entsprechen, favorisiert.  
Materialien 
 
Für den Platzbelag in der Mitte, unterhalb des Daches ist als Belag ein schmales Plattenformat 
vorgesehen. Er wird mit offenen Rasenfugen ausgeführt, so dass hier trotz der Abstellfunktion 
Grünfläche und unversiegelte Fläche gewonnen werden, in die anfallendes Niederschlagswasser 
versickert. Auch das überschüssige Regenwasser der extensiv begrünten Dachfläche wird hier 
eingeleitet. 
Der Belag entlang der Bebauung soll in Anlehnung an die bereits verbauten, großformatigen 
Natursteinplatten auf dem Friedensplatz hergestellt werden. Dies soll soweit möglich auch auf 
dem nördlichen Teilbereich des Platzes ("kiss and ride-Zone") erfolgen.  
Barrierefreiheit 
Grundsätzlich soll der Platz schwellenfrei ausgeführt werden. Hochbordsteine sollen vermie-
den werden. Die detaillierte Umsetzung der Barrierefreiheit befindet sich in Abstimmung 
mit dem CBF und wird in der Entwurfsplanung weiter fortgeschrieben. Der vorgesehene  
Natursteinbelag entlang der Bebauung ist erschütterungsarm. 
Förderprogramm 
Die Planung wurde frühzeitig bei hessen.mobil vorgestellt. Dort wurde der Vorentwurf positiv 
aufgenommen und eine grundsätzliche Fördermöglichkeit in Aussicht gestellt.  
Beteiligung 
Am 26.08.2020 wurde eine Informationsveranstaltung für die unmittelbar betroffenen 
Anliegerinnen und Anlieger durchgeführt. Die überarbeitete Planung ist bei den Teilnehmenden 
auf breite Zustimmung gestoßen und wurde begrüßt.

- 6 - 
Grundsätzlicher Bauablauf 
Der an der westlichen Seite des Paliplatzes verlaufende Kanal muss erneuert werden. Ziel ist 
es, die Umgestaltung des Platzes sowie die Errichtung der überdachten Fahrradabstellanlage 
unmittelbar im Anschluss an die Kanalarbeiten auszuführen.  
Die Federführung der Tiefbaumaßnahmen liegt beim Mobilitätsamt; die Projektleitung der 
Hochbaumaßnahme wird vom Eigenbetrieb IDA übernommen.  
Kosten und Finanzierung (s. Anlage 4)  
Die voraussichtlichen Herstellungskosten wurden in Form der Baukostenschätzung im Rahmen 
der Vorplanung kalkuliert. Diese sind als datenschutzrelevante Anlage detailliert aufgeführt. Die 
Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert.  
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen, sofern dies in der 
aktuellen Lage möglich ist, in Originalgröße ausgehängt bzw. -gelegt. 
 
Dezernat I       Dezernat III 
 
 
..............................      .............................. 
Jochen Partsch      Dr. Barbara Boczek 
Oberbürgermeister      Stadträtin 
 
 
Dezernat IV       Dezernat V 
 
 
..............................      .............................. 
André Schellenberg      Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer      Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 274
TOP 4
TOP 8
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Orte (3)

  • Zeughausstraße
  • Schleiermacherstraße
  • Friedensplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2020/0279
Typ
Magistratsvorlage
Datum
18.09.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00