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AN/1001/2026

Gedenkstele auf dem Platz im Afrika-Viertel: Festlegung des Ortes und des Themas

Gem. Antrag nach § 3 BV5 15.06.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 25.06.2026, TOP 8.1.4

Gem. Antrag nach § 3 (BV5)

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Gem. Antrag nach § 3 (BV5)

2827 Zeichen

Grüne 
SPD 
Linke 
Volt 
 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Dr. Diana Siebert 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 14.06.2026 
AN/1001/2026 
Antrag gem. §§ 3 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der 
Bezirksvertretungen 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 5 (Nippes)  
 
Gedenkstele auf dem Platz im Afrika-Viertel: Festlegung des Ortes und des Themas 
- Gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD, Linken und Volt - 
An den Oberbürgermeister Torsten Burmester 
An die Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert 
 
Wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung zu setzen: 
 
Die Bezirksvertretung möge beschließen: 
 
Auf der Grünfläche zwischen Namibiastraße, Manga-Bell-Straße (bis September 2026: Gus-
tav-Nachtigal-Straße), Usambarastraße und Tangastraße wird neben dem Pflanzenbeet eine 
bis zu 1,80 hohe Gedenk-Stele in Form eines Kunstwerks errichtet, das auf die Gefängnisru-
ine an der Manoka-Insel bei Duala, Kamerun Bezug nimmt.  
 
Auf der Stele soll unter anderem in Textform kritisch auf die Kolonialherrschaft Deutschlands 
in Afrika, insbesondere im Kamerun sowie auf die Ermordung von  Rudolf Duala Manga Bell 
und Adolf Ngoso Din im August 1914 hingewiesen werden, die ab 1910 durch Petitionen an 
den Reichstag und rechtlichen Mitteln die von der Reichsregierung beschlossene Enteignung 
ihres Grund und Bodens und der Aufbauten noch zu verhindern versuchten.  
 
Mit der Konzeption, Gestaltung der Stele und der Umsetzung wird der Initiativkreis Gedenk-
ort Afrikaviertel beauftragt, einem Zusammenschluss von ganz vorwiegend im Stadtbezirk 
Nippes lebenden Menschen.

- 2 - 
 
Begründung: 
 
Das in den 1930er Jahren errichtete „Afrika-Veedel“ wurde mit Straßennamen versehen, die 
von einem kolonialrevisionistischen Geist zeugen. Davon zeugten nach bestimmten Men-
schen und Orten benannten Straßennamen. Der Name „Kamerunstraße“ sollte den Wunsch 
nach Wiedererlangung der Hoheit über die ehemalige (bis 1919) Kolonie verdeutlichen.  
  
Die Stele soll sich kritisch mit diesem dunklen Kapitel kamerunischer und deutscher Ge-
schichte befassen. Das unter deutscher Herrschaft gebaute Gefängnis an der Manoka-Insel 
bei Duala, Kamerun ist heute eine Gefängnisruine. Sie ist in hervorragender Weise als Be-
zugspunkt geeignet. Denn:  
 
A) Sie verdeutlicht das koloniale Herrschaftssystem und, da es sich  um eine Ruine handelt, 
deren Überwindung  gleichermaßen.   
B) Hier wurde Rudolf Duala Manga Bell, Oberhaupt der Duala, vor seiner Hinrichtung im Au-
gust 1914 festgehalten 
C) Die Ruine hat im Verhältnis Höhe zu Breite die Proportion einer Stele 
 
 
 
gez. Roth  gez. Müller  gez. Dommnich  gez. Glashagen 
 
 
Foto: Die Gefängnisruine bei Ebbe.

- 3 - 
 
Karte: der vorgesehene Standort: 
 
 
Karte: Die Manoka -Insel

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 8.1.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1001/2026
Typ
Gem. Antrag nach § 3 BV5
Datum
15.06.2026
Erstellt
15.06.2026 10:46