AN/1001/2026
Gedenkstele auf dem Platz im Afrika-Viertel: Festlegung des Ortes und des Themas
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Gem. Antrag nach § 3 (BV5)
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Grüne SPD Linke Volt Frau Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 14.06.2026 AN/1001/2026 Antrag gem. §§ 3 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Gedenkstele auf dem Platz im Afrika-Viertel: Festlegung des Ortes und des Themas - Gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD, Linken und Volt - An den Oberbürgermeister Torsten Burmester An die Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert Wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung zu setzen: Die Bezirksvertretung möge beschließen: Auf der Grünfläche zwischen Namibiastraße, Manga-Bell-Straße (bis September 2026: Gus- tav-Nachtigal-Straße), Usambarastraße und Tangastraße wird neben dem Pflanzenbeet eine bis zu 1,80 hohe Gedenk-Stele in Form eines Kunstwerks errichtet, das auf die Gefängnisru- ine an der Manoka-Insel bei Duala, Kamerun Bezug nimmt. Auf der Stele soll unter anderem in Textform kritisch auf die Kolonialherrschaft Deutschlands in Afrika, insbesondere im Kamerun sowie auf die Ermordung von Rudolf Duala Manga Bell und Adolf Ngoso Din im August 1914 hingewiesen werden, die ab 1910 durch Petitionen an den Reichstag und rechtlichen Mitteln die von der Reichsregierung beschlossene Enteignung ihres Grund und Bodens und der Aufbauten noch zu verhindern versuchten. Mit der Konzeption, Gestaltung der Stele und der Umsetzung wird der Initiativkreis Gedenk- ort Afrikaviertel beauftragt, einem Zusammenschluss von ganz vorwiegend im Stadtbezirk Nippes lebenden Menschen. - 2 - Begründung: Das in den 1930er Jahren errichtete „Afrika-Veedel“ wurde mit Straßennamen versehen, die von einem kolonialrevisionistischen Geist zeugen. Davon zeugten nach bestimmten Men- schen und Orten benannten Straßennamen. Der Name „Kamerunstraße“ sollte den Wunsch nach Wiedererlangung der Hoheit über die ehemalige (bis 1919) Kolonie verdeutlichen. Die Stele soll sich kritisch mit diesem dunklen Kapitel kamerunischer und deutscher Ge- schichte befassen. Das unter deutscher Herrschaft gebaute Gefängnis an der Manoka-Insel bei Duala, Kamerun ist heute eine Gefängnisruine. Sie ist in hervorragender Weise als Be- zugspunkt geeignet. Denn: A) Sie verdeutlicht das koloniale Herrschaftssystem und, da es sich um eine Ruine handelt, deren Überwindung gleichermaßen. B) Hier wurde Rudolf Duala Manga Bell, Oberhaupt der Duala, vor seiner Hinrichtung im Au- gust 1914 festgehalten C) Die Ruine hat im Verhältnis Höhe zu Breite die Proportion einer Stele gez. Roth gez. Müller gez. Dommnich gez. Glashagen Foto: Die Gefängnisruine bei Ebbe. - 3 - Karte: der vorgesehene Standort: Karte: Die Manoka -Insel
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1001/2026
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV5
- Datum
- 15.06.2026
- Erstellt
- 15.06.2026 10:46