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2013/0245

Jahresberichte 2012 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt sowie des Alice-Hospitals

Magistratsvorlage 12.08.2013

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2013/0245

2311 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
14.08.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat        an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Dezernat IV 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0245 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Jahresberichte 2012 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt sowie 
des Alice-Hospitals 
 
Vorlage vom: 12.08.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Die Jahresberichte 2012 der Patientenfürsprecherinnen der Klinikum Darmstadt GmbH sowie  
des Alice-Hospitals werden zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
Anlagen: Jahresbericht 2012 Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt 
Stellungnahme zu Jahresbericht Patientenfürsprecherinnen 2012  
Jahresbericht 2012 Patientenfürsprecherinnen des Alice-Hospitals   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.08.2013   
 
 
Nach § 7 Absatz 3 des Hessischen Krankenhausgesetzes sind die zu erstellenden Jahresberichte 
über die Arbeit der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt sowie des Alice-Hospitals 
Darmstadt dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen. 
 
Die Jahresberichte 2012 werden als Anlage beigefügt zur Kenntnis gegeben. 
 
Der Jahresbericht der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt liegt der 
Geschäftsführung und dem Direktorium vor. Die Kommentierung des Klinikums zum  Jahresbericht 
ist als Anlage 2 beigefügt. Der Aufsichtsrat der Klinikum Darmstadt GmbH hat in seiner Sitzung am 
13.05.2012 von dem Bericht Kenntnis genommen. 
 
Der Jahresbericht der Patientenfürsprecherinnen des Alice-Hospitals liegt dessen Geschäftsführung 
ebenfalls vor. Die Geschäftsführung verzichtet auf eine Stellungnahme. 
 
 
Darmstadt, 12.08.2013 
 
 
 
Dezernat IV 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer 
 
 
Anlagen

anlage 2

7310 Zeichen

KlinikumDarmstädt

Akademisches
Lehrkrankenhaus :

a: VERTRAUEN su:
. KON N EN MERUKORRT JAr7E hau Oi

Geschäftsführung

Klinikum Darmstadt GmbH - 64276 Darmstadt

Ansprechpartner/in Herr Maurer
Telefon 061 51/107 -85001
Telefax 061 51/107 -5009
E-Mail geschaeftsfuehrung@klinikum-
darmstadt.de
Aktenzeichen
Unser Zeichen CM/ MW
Darmstadt, den 10. Juli 2013

Geschäftsführer
Clemens Maurer
f f rn . Prof. Dr. Martin Welte
Stellungnahme zu den seitens der Patientenfürsprecherinnen

aufgenommenen Beschwerden in 2012

Telefon 0 61 5171 07-0
Durchwahl
Kommunikation Sekretariat -50 01
-5002

Mit dem in 2012 eingeführten Bezugspflegekonzept wird zukünftig
gewährleistet, dass jeder Patient während seines Klinikaufenthaltes einen Fax Geschäftsführung - 50.09
‚ festen Ansprechpartner hat.

Pflege j un . . j Grafenstraße 9
Auch diesbezüglich wird mit dem Bezugspflegekonzept eine Verbesserung 64283 Darmstadt

der Situation herbeigeführt. Darüber hinaus sollen mittels Maßnahmen wie
dem Qualifikationsmix und der Einführung des Stationsküchenkonzepts
Entlastungen des Pflegepersonals erreicht werden.

Eine Unterbesetzung ist im pflegerischen Bereich nicht gegeben. Die Kosten
ür das Personal im Pflege-, Medizintechnischen und Funktionsdienst liegen
derzeit rund 2,2 Mio. € über dem nach InEK kalkulierten Wert.

Reinigung

nsgesamt sind die enthaltenen Informationen sehr Allgemein formuliert und
assen konkrete Rückschlüsse nicht zu.

Die Reinigungskräfte sind auf das 4-Farb-System eingewiesen. An jedem
Reinigungswagen ist zudem die Systematik erläutert. Wenn die Mitarbeiter
entsprechende Vorgaben nicht umsetzen, so kann dies immer nur mittels
ontrolien festgestellt werden. Die Objektleiter ahnden Verfehlungen
umgehend.
Die Thematik der Tische und Nachttische stellt eine Besonderheit dar. Da
hier Pflegekräfte mit den Reinigungsmitarbeitern zusammen arbeiten
müssen. Gerade hier sind häufig diverse Utensilien abgestellt, welche nicht
vom Reinigungspersonal verräumt werden dürfen. Dies obliegt
ausschließlich dem Pflegepersonal oder den Patienten selbst. Ein gründliche
Reinigung ist hier selten vollständig möglich (Beispiel: Wasserflasche auf
dem Tisch. Da wird herum gewischt.) In 2012 haben wir eine Beschwerde Haus und Lieferanschrift
darüber erhalten, dass eine Reinigungskraft ein Glas anfasste, um darunter a on mstadt
zu wischen, An dem Beispiel ist erkennbar, das es sich als schwierig

darstellt, allen Patientenansprüchen gerecht zu werden.

www.klinikum-darmstadt.de

Sparkasse Darmstadt Landesbank Hessen-Thüringen Geschäftsführer:
Kin: 579300 Kin: 5093945003 Clemens Maurer, Prof, Dr. Martin Welte
BLZ: 508 801 50 BLZ: 508 500 49 Aufsichtsratsvorsitzender! Andre Schellenberg
IBAN: DE18 5085 0150 0000 5793 00 IBAN: DE38 5005 0000 5093 9450 03 Rechtsform: GmbH
SWIFT-BIC: HELADEFIDAS SWIFT-BIC: HELADEFF Sitz der Gesellschaft: Darmstadt
mn x Amtsgericht Darmstadt HRB Nr. 88278
9 Steuernummer: 007 250 42264

USt-IANr.: DE 266841914

Der erweckte Eindruck das die personelle Situation oder Reinigungszeiten zu knapp bemessen
sei, ist nach Aussage der Abteilungsleitung Infrastrukturelles Gebäudemanagement nicht korrekt.
Der Vorschlag, wonach ein Desinfektionsspray auf allen Toiletten zu installieren ist, ist eine eher
ungeeignete Maßnahme, da es eine erhöhte Gefahrenlage der Nutzer beim Einatmen gibt.

Als Maßnahme zur Verbesserung der Reinigungsleistung, wurde in Abstimmung mit Herrn
Tischler der Reinigungsturnus für die benannten Patientenzimmer erhöht. Auch auf den
Besucher WCs ist dies zusätzlich erfolgt, Wirkungsvoller als die vorgeschlagene Desinfektion der
Toitettensitze, Ist eine anschließende Handdesinfektion, weshalb alle Toiletten mit
entsprechenden Spendern ausgerüstet sind,

nsofern sind die bereits eingeleiteten Schritte, gezielt auf die angeführten Punkte abgestimmt.
nsgesamt ist anzumerken, dass die Zahl der Beschwerden zur Reinigung i im Klinikum in 2012
bei lediglich 17 Beschwerden lag (bei 37.000 stationären Patienten).

Ausstattung/Haustechnik

Sichtschutz

n den Mehrbettzimmern sind im Bereich der Waschtische in der Regel Schienensysteme mit
Vorhängen angebracht, um einen Sichtschutz zu gewährleisten.

Ablageflächen/Haken
Die Nasszellen in den Patientenzimmern, die in den älteren Gebäuden noch durch Pätienten aus

zwei Zimmern genutzt werden, sind von der Grundfläche teilweise so eng bemessen, dass selbst
ür zusätzliche Haken oft kein sinnvoller Platz mehr vorhanden ist,

Behindertentoilette

Die öffentlich zugänglichen Behindertentoiletten befinden sich in der Regel in Fluren, bei denen
es sich um Flucht- und Rettungswege handelt. Durch die unbedingt einzuhaltenden
Brandschutzauflagen sind die Zugangstüren zu den WC-Bereichen mit Türschließern
ausgerüstet. Die eingebauten mechanischen Schließer erschweren funktionsbedingt das Öffnen
der Türen.

Hinsichtlich der Behindertentoilette im Untergeschoss des Neubaus der Medizinischen Klinik
wurde mit dem verantwortlichen Teamleiter innerhalb des TGM der Sachverhalt besprochen. Es
besteht die Möglichkeit, den mechanischen Türschließer durch einen elektrischen Antrieb zu
ersetzen. Für das Nachrüsten eines Notrufsystems gibt es verschiedene technische
Lösungsmöglichkeiten. Die hierfür entstehenden Kosten werden aktuell ermittelt.

Wartebereich ZNA
Eine Verbesserung der Situation wird im Rahmen eines Projektes „Zentrale Notaufnahme -
Umbau Eingangsbereich“ diskutiert.

Verpflegung

Die Verpflegung ist bereits seit vielen Jahren ein Kritikpunkt der Patienten, dem nun mit der
Einführung des Stationsküchenkonzepts, entgegen gewirkt werden soll.

Ziel des neuen Systems ist eine patientenorientierte, flexible und äußerlich attraktive
Verpflegung.
Zu den einzelnen Kritikpunkten kann folgendes gesagt werden:

« die Erfüllung der Essenwünsche wird von Seiten der Menüberaterinnen gewährleistet,
das Problem hier besteht in der Vorlaufzeit von einem Tag, der eine gewisse Inflexibilität
mit sich bringt.

« die Qualität der verwendeten Produkte und Speisen ist gesichert und gut. Auch hier gilt
leider dass dies oft so vom Patienten nicht wahr genommen wird, bzw. durch Einflüsse
des Transportes und dem System negativ beeinflusst wird.

+ Beim Früh- und Abendessen liegt das als zu kalt empfundene Essen im Rahmen der
gesetzlichen Vorgaben. Diese geben uns vor die Speisen in einem festen Gradbereich zu
transportieren und anzuliefern.

e  Geschmacksverstärker werden nur in Einzelfällen verwendet; in den letzen Monaten
wurden betroffene Produkte ausgetauscht (Ziel: 100%)

e der Speiseplan ist nach DGE-Richtlinien erstellt und wird über den angewendeten
Diätkatalog abgesichert. Obst und Gemüse gibt es in ausreichenden Mengen. Hier liegt
ein verfälschtes Empfinden vor. In der Realität wird von dem ausgeteilten Obst rund 40%
nicht von den Patienten gegessen und muss somit vernichtet werden.

Parken/Orientierung
Durch das kürzlich in Betrieb genommene Parkhaus des Fachärztezentrums hat sich die

Parksituation für die Patienten deutlich entspannt.

Wartezeiten/Organisation

Hinsichtlich der Arztbriefschreibung werden laufend Optimierungen im
Rahmen der Ausweitung des Zentralen Schreibdienstes vorgenommen. Im
Juni wird die Frauenklinik sechste Klinik an den Schreibdienst angeschlossen.

RL oil Lord,

Clemens Maurer Prof. Dr. Martin Welte
Geschäftsführer Geschäftsführer

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Patientenfürsprecherinnen Darmstadt, 28.06.2013
des ALICE-HOSPITALS in Darmstadt
Helga Engler und Isolde Sutor

Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
-Dezernat IV-

Herrn Stadtkämmerer

Andre Schellenberg

Postfach 11 10 61

64225 Darmstadt

Patientenfürsprecherdienst im Alice-Hospital in Darmstadt
Jahresbericht 2012

Sehr geehrter Herr Stadtkämmerer Schellenberg,

hiermit erhalten Sie unseren Jahresbericht 2012 für den Patientenfürsprecherdienst im
Alice-Hospital.

Um schnellstmöglich auf Anregungen und Wünsche von Patienten eingehen zu
können, erhalten sie nach wie vor bei ihrer Aufnahme zusätzlich zu ihren stationären
Unterlagen den kleinen Fragebogen zur Bewertung ihres Aufenthaltes im Alice-
Hospital.

Die einzelnen Kriterien werden auch immer noch durch Ankreuzen von „Smiles“
bewertet. Zur Darstellung werden die Bilder in Punkte umgerechnet. Je höher der
Wert, desto schlechter die Bewertung. Null steht für sehr gut, eins für befriedigend und
zwei für mangelhaft.

Tendenziell wurden alle Bereiche durch die Patienten besser bewertet als im Vorjahr.
So lagen die Bewertungen der ärztlichen Betreuung bei 0,03 (Vorjahr 0,07) und die der
pflegerischen Betreuung bei 0,06 (Vorjahr 0,09). Auch alle anderen Bereiche
verbesserten sich um 0,03 Punkte.

Insgesamt gaben 283 Patienten einen Fragebogen ab. Dieser Wert lag leider deutlich
unter dem des Vorjahres (im Vorjahr 515). Deshalb wurden weitere Anstrengungen
unternommen, um die Rücklaufquote deutlich zu steigern. Ein positiver Trend zeichnet
sich bereits im ersten Halbjahr 2013 ab. Bis Mai 2013 wurden mehr als 200 Bögen
abgegeben.

Eine Steigerung der Rückläufe und eine Verbesserung der Bewertungen wurde damit
wiederholt erreicht. Diese einfache Form der Patientenbefragung wurde in 2012
ergänzt um Patientenbefragungen der Krankenversicherungen AOK, Barmer GEK und
TK. In allen Befragungen nimmt das Alice-Hospital einen der vorderen Plätze ein.

Das gute Ergebnis der Patientenbefragungen spiegelt sich auch in der erneuten
Zertifizierung des Patientenservice am Alice-Hospital wieder. Als einziges

Krankenhaus erhielt das Alice-Hospital im vergangenen Jahr wieder das Zertifikat für
besonders guten Service.

Auch im direkten Kontakt mit den Patienten wird das Alice-Hospital immer sehr gelobt.
Man fühle sich ärztlich und pflegerisch gut versorgt und würde es für einen
notwendigen Krankenhausaufenthalt jederzeit weiter empfehlen.

Mittlerweile ist auch die Beschilderung mit exakten Hinweisen im Krankenhausgelände
abgeschlossen. Ebenso ist die immer wieder angesprochene Neugestaltung der
Auffahrt auf das Krankenhausgelände fast beendet.

Mit freundlichen Grüßen

KA 4a Ned Stop

Helga Engler Isolde Sutor

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Jahresbericht 2012 der Patientenfürsprecherinnen

Klinikum Darmstadt GmbH - Grafenstraße

Gemäß den Richtlinien des Hessischen Krankenhausgesetzes waren 2012 drei Patientenfür-
sprecherinnen im Klinikum tätig, wobei in diesem Jahr krankheitsbedingt nicht immer alle
drei Stellen besetzt waren.

Annekatrin Eilers Klinikum Grafenstraße
Dr. med. Barbara Schneider Klinikum Darmstadt (Januar bis November)
Ise Marie Willimezik Klinikum Eberstadt (April bis Dezember)

Wir waren während unserer Sprechzeiten in unserem Büro persönlich oder telefonisch
erreichbar:

in Darmstadt: montags 15.00 — 17.00

in Eberstadt: mittwochs 9.00 — 11.00

In dringenden Fällen konnten wir über unsere privaten Telefonnummern erreicht werden, die
vom Sozialdienst weitergegeben wurden. Schriftliche Beschwerden fanden wir in den dafür
vorgesehenen Briefkästen in den Klinikeingängen vor oder sie wurden von einzelnen
Stationen an uns weitergeleitet.

Es galt wie immer, die unterschiedlichsten Aufgaben zu bearbeiten.
Kommunikationsprobleme, organisatorische Schwierigkeiten, lange Wartezeiten,
Verpflegung, unbefriedigende räumliche Ausstattung und Probleme bei der Orientierung im
Klinikgelände beschäftigten uns.

Gelegentlich mussten wir bei der Klärung der Probleme die zuständigen Dienststellen
einschalten. Hier erfuhren wir wieder in vielen Fällen Unterstützung seitens der Klinikleitung
oder des eingebundenen Personals.

Da wir die Möglichkeit haben, viel Zeit in Gespräche mit den Beschwerdeführern zu
investieren, kamen wir meist zu zufriedenstellenden Lösungen.

- 2-

Kommunikation

Auch in diesem Jahr wandten sich wieder Patienten oder ihre Angehörigen an uns, die sich
hinsichtlich ihrer Erkrankung, der therapeutischen Maßnahmen oder eines
Operationsverlaufes oder -ergebnisses nicht ausreichend oder zeitnah informiert fühlten.
Kommunikationsprobleme entstanden aus Sicht der Patienten auch dadurch, dass sie das
Gefühl hatten, keinen festen Ansprechpartner zu haben, da im Laufe des Tages das Personal
auf den Stationen immer wieder wechselt.

Oft wurde aber auch deutlich, dass die betroffenen Personen bei Arztgesprächen auf Grund
der Aufregung oder Angst nicht in der Lage gewesen waren, genau zuzuhören oder bei
Unklarheiten sofort nachzufragen. Hier wurden wir bei unseren Bemühungen, die Situation zu
klären, gut von den behandelnden Ärzten unterstützt, die immer bereit waren, ein nochmaliges
Patientengespräch zu führen.

Pflege

Im Pflegebereich haben wir in diesem Jahr viel Lob über kompetente und liebevolle
Betreuung gehört, aber zum Teil auch heftige Kritik entgegennehmen müssen.

Nahezu alle Patienten, die sich an uns gewandt haben, hatten den Eindruck, dass es zu wenig
Pflegepersonal gibt und die Schwestern und Pfleger zeitlich und arbeitsmäßig überlastet sind.
Dies sahen viele als Grund an für einen manchmal schnippischen Umgangston oder auch
wenig einfühlsames Verhalten, zu lange Wartezeiten nach dem Klingeln, zu wenig Hilfe
beim Waschen und der Essensaufnahme.

Bei den Beschwerden konnten wir nach Rückfragen auf den Stationen und Gesprächen mit
den betroffenen Personen zur Klärung schwieriger Situationen beitragen.

Reinigung

Leider gab es in diesem Bereich viele Beanstandungen.

Obwohl ein System eingeführt wurde, das verhindern soll, dass z.B. Toilette, Bad und
Patientenzimmer mit demselben Lappen gereinigt werden , geschah dies doch immer wieder,
wie Patientinnen beobachtet haben Ebenso wurde berichtet, dass Tische nicht gründlich
abgewischt, Nachttische nicht von den Resten des Vorgängers gesäubert und unter den Betten
und in den Ecken nur sehr oberflächlich gereinigt wurde.

Wenn wir solche Vorkommnisse bei der Reinigungsaufsicht meldeten, wurde sich bemüht,
die Missstände zu untersuchen und abzustellen. Aber es ist wohl hier auch so, dass das
Reinigungspersonal knapp ist und zu wenig Zeit hat, um gründlich zu arbeiten.

Es wurde der Wunsch geäußert, in Toiletten, die von zwei Patientenzimmern zu benutzen
sind, ein Desinfektionsspray zur Reinigung der Toilettensitze bereitzustellen.

Ausstattung / Haustechnik

Mehrere Patienten äußerten den Wunsch nach mehr Schutz der Intimsphäre. So sind z.B.
Waschbecken in Mehrbettzimmern nicht ausreichend sichtgeschützt. Patienten, die im Bett
gewaschen oder ärztlich untersucht wurden, waren nicht durch einen Paravent oder Vorhang
den Blicken ihrer Mitpatienten entzogen und empfanden das als sehr unangenehm.

In Badezimmern, die von mehreren Personen benutzt werden, wurde beanstandet, dass es zu
wenig Ablagemöglichkeiten gibt, ebenso nicht genug Haken für Handtücher. Diese seien auch
zu nah aneinander angebracht.

Ein Patient, der im Rollstuhl auf dem Klinikgelände unterwegs war, wies darauf hin, dass
mehrere äußere Toilettentüren für Rollstuhlfahrer praktisch weder von außen noch von innen
zu öffnen sind.

Besonders schwergängig ist die Tür der Behindertentoilette im Untergeschoss des Neubaus
der Medizinischen Klinik. Hier war sogar vor längerer Zeit eine Patientin nicht in der Lage,
die Türe von innen zu öffnen und musste auf Hilfe von aussen warten, da im Toilettenraum
keine Klingel oder Notfalltelefon angebracht ist. Dieser Vorfall wurde von Frau Rossberg, der
Leiterin des Sozialdienstes, gemeldet, da sie der Patientin zu Hilfe kam.. Bis jetzt ist die Tür
dieser Toilette abgeschlossen, um eine erneute Notsituation zu vermeiden. Wir haben die
Problematik erneut der Serviceline und der Betriebstechnik gemeldet.

Eine heftige Beschwerde bezog sich auf die unbequemen Sitzgelegenheiten der Zentralen
Notaufnahme und die fehlenden Möglichkeiten, während der meist langen Wartezeiten liegen
zu können. Trotz angebotener finanzieller Unterstützung und vielfältiger Nachfragen und
Vorschlägen wurde hier leider noch keine positive Veränderung erreicht.

Verpflegung

In diesem Jahr bezogen sich die Beanstandungen über die Verpflegung auf die Erfüllung von
Essenswünschen, die Temperatur der Mahlzeiten und die Art des Anrichtens auf den Tabletts.
Auch die Qualität der Nahrungsmittel wurde bemängelt.

Häufig wurden die auf dem Menüzettel angekreuzten Mahlzeiten falsch geliefert oder
Sonderwünsche bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu wenig beachtet.

Das Brot sei früh zu kalt, dafür das Mittagessen nur lauwarm.

Viele Patienten störte sehr, dass die Servietten häufig von Soße durchtränkt und dadurch
unbrauchbar waren.

Der Wunsch nach Gerichten ohne Geschmacksverstärker wurde geäußert, ebenso die Bitte
nach mehr frischem Obst und Gemüse.

Ein Patient war schr verärgert, dass er nicht das von ihm bestellte und bezahlte Sondermenü
bekam. Hier konnten wir mit der Station regeln, dass ihm die Menüsonderkarte vorgelegt und
die Bestellung an die Küche weitergeleitet wurde.

- 4-

Parken / Orientierung

Im Jahr 2012 waren wieder Patienten und vor allem deren Angehörige unzufrieden mit den
Parkmöglichkeiten.

Das Parkhaus wurde besonders von Angehörigen von Langzeitpatienten als zu teuer
empfunden.

Die Wege vom Parken zum jeweiligen Behandlungsort wurden als zu lang und anstrengend
für Gehbehinderte erachtet.

Die Orientierung auf Grund der verschiedenen Beschilderungen war für viele Klinikbesucher
weiterhin sehr schwierig, vor allem Nutzer des Parkhauses haben sich darüber beschwert. Wir
konnten bei unseren Gängen durch das Klinikgelände häufig Wegsuchenden helfen.

Wartezeiten / Organisation

Obwohl nach unseren Informationen in den verschiedenen Abteilungen des Klinikums
Anstrengungen unternommen werden, Wartezeiten vor den jeweiligen Untersuchungen zu
vermeiden, erreichten uns doch immer wieder Beanstandungen in diesem Bereich.

Patienten berichteten von langem Warten, weil sie ihrer Meinung nach zu früh von den
Stationen zu den Untersuchungsräumen gebracht wurden und dann lange auf dem Flur warten
mussten. Sie baten um eine bessere zeitliche Organisation.

Es häuften sich auch wieder die Beschwerden, dass Patienten am Vormittag entlassen werden
sollten und teilweise bis zum späten Nachmittag auf den Arztbrief warten mussten. Hier hat
sich leider die Situation seit den letzten Jahren nicht gebessert.

Bei der Belegung der Patientenzimmer wurde die Bitte geäußert, dass Zimmer, die sich ein
Bad teilen müssen , nur beidseits von Männern oder Frauen belegt werden.

unaladan Yon

Darmstadt, März 2013

Patientenfürsprecherin für Klinikum Darmstadt-Eberstadt
Ilse-Marie Willimezik
Gebäude 57, 1. Stock, Zimmer 105

Jahresüberblick 2012/13
Mein Bericht versteht sich als Ergänzung und Spezifizierung der Ausführungen von Frau K.
Eilers.

Am 16.April 2012 habe ich meinen Dienst als Patientenfürsprecherin im Klinikum
Darmstadt-Eberstadt, mittwochs von 9 bis 11 Uhr, angetreten. Frau Straub, Frau Debus-
Spangenberg, Frau Sturm in der Service-Line, Herr Wohlfahrt und Herr Klaus vom
Betriebshof haben mir sehr geholfen, einen angenehmen Anfang als Patientenfürsprecherin
zu machen.
Aus dem Nachlaß von Frau Pelizäus fand ich unerledigte Beschwerde-Fragebögen aus den
Jahren Mai 2010bis Oktober 2011. Ein Schlüssel zu den kleinen grauen Briefkästen an den
Ausgängen der Klinikgebäude fand sich nicht. Der Betriebshof hat neue Schlösser eingebaut,
so dass ich neu eingehende Fragebögen bearbeiten konnte.

Ab Mitte Mai wurden an den Klinik-Ausgängen, neben den grauen Kästen für die
Patientenfürsprecherin, rote Briefkästen mit der Aufschrift „Ihre Meinung ist uns wichtig“
angebracht, deren Inhalt direkt an die Pflegeleitung geht. Ich habe keinen Zugriff auf diese
Kästen; offensichtlich werden diese Kästen eher genutzt als die grauen; ich habe sehr selten
einen Fragebogen und bin daher nicht über die allgemeine Beschwerde- oder Lob-Situation
informiert, die in den Beurteilungsbögen formuliert werden. Ich sehe das als eher kontra-
produktiv für mich an)!

Ich kann also fast ausschließlich nur über Telefon, direkten Besuch oder Ansprache auf dem
Klinikgelände tätig werden.

Die mündlichen Beschwerden (meist ohne Namen und Datum der Beschwerde) gelten den
langen Wartezeiten bei der Patienten-Aufnahme und in der Augenklinik (und hier oft die
Unfreundlichkeit der Empfangs-Damen). Der Kiosk am Eingang zum Klinikum wird
vermisst; ebenso die Cafeteria. Sie ist zu abgelegen und wird (besonders von älteren
Patienten) nicht gefunden. Es wurde öfter über die Unzuverlässigkeit des Wahlverfahrens für
das Essen geklagt. Die Patienten wählen ihr Essen und bekommen etwas ganz anderes
vorgesetzt. Die teuren Parkgebühren, gerade, wenn jemand nur einen Patienten ins Klinikum
bringen oder abholen wollte, wurden bemängelt. (Letztere Angaben hatte ich nur, solange ich
Fragebögen in meinen Briefkästchen hatte)

Diese und noch andere kleinere Beschwerden, konnte ich „direkt erledigen“. Bei den
„schwereren“ Fällen habe ich immer die Pflegeleitung, die Geschäftsführung, den Betriebshof
oder die Küche informiert.

Bei meinen Gängen über das Klinik-Gelände kann ich öfter helfen, ein Gebäude oder eine
Station zu finden; trotz der Wegweiser sind manche Patienten unsicher.

Mühltal, den 24.März 2013

1 BR

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Details

Vorlagen-Nr.
2013/0245
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.08.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00