AFO/0009/2021
Rotfärbung von Schnee und Wasser auf dem Teilstück "Velo-Route" Kirschgarten
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AFO_0009_2021
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AFO/0009/2021 #WIRINMÜNSTER CDU-Fraktion in der BV-Ost Münster, 17.02.2020 Anfrage zur Rotfärbung von Schnee und Wasser auf dem Teilstück "Velo- Route" Kirschgarten (siehe auch beigefügtes Foto). se TE ter] Die "Velo-Route" Kirschgarten wurde wie in den Grundsatzbeschlüssen des Rates festgelegt "Rot" eingefärbt. Es wurde — im Gegensatz zu anderen Fahrradstraßen im Stadtgebiet Münster - sogar das annähernd dreimal so teure Verfahren „Heißasphalt“ für eine besonders langlebige Nutzungsdauer genutzt. Nach den Schneefällen und des gerade begonnenen Tauwetters ist nach nur etwa 5 Monaten seit der Fertigstellung zu beobachten, dass der Schnee und das Tauwasser intensiv "Rot" einfärbt. Dazu stellt die CDU-Fraktion folgende Anfragen an die Verwaltung der Stadt Münster: Welchen Grund hat das starke Abfärben des neuen Straßenstücks der "Velo-Route" Kirschgarten? unter http www.stad beschrieben genutzt? Welche Wirkungen hat das erkennbare "Auswaschen" der Farbe der "Velo-Route" auf die Umwelt, insbesondere das Grundwasser und damit auch auf die Trinkwasserversorgung und die Gesundheit der Handorfer Bürgerinnen und Bürger? Liegen der Verwaltung Gutachten über die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit der roten Farbe im Heißasphaltverfahren vor? In der Beantwortung einer Anfrage zum Kaltplastikverfahren antwortete die Verwaltung im August 2020, dass die Markierungsstoffe ungefährlich sind. Des Weiteren sollte eine "so stabile Einbindung CDU-Kreisverband Münster e.V. Mauritzstraße 4-6 + 48143 Münster Telefon (02 51) 4 18 42-0 Telefax (02 51) 4 18 42-44 post@cdu-muenster.de « www.cdu-muenster.de be durch Aushärtung- und Vernetzungsreaktion erfolgen, dass eine Ausschwemmung der Farbe weder durch Lösungsmittel oder Wasser möglich ist". Daher die weiteren Fragen: Ist auf den Fahrradstraßen im Stadtgebiet Münster wo dieses Kaltplastikverfahren eingesetzt wurde eine ähnliche Verfärbung feststellbar wie jetzt am Kirschgarten? Wäre der Einsatz eines anderen Verfahrens unter Berücksichtigung des neu entstehenden Wohngebietes am Kirschgarten und der intensiven Nutzung dieses Straßenabschnitts mit einer überproportionalen Abnutzung durch notwendigen LKW-Verkehr nicht wirtschaftlicher gewesen? Für die Fraktion:
Stellungnahme AFO/0009/2021
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66.50.0102 | 04 ken 1 25.03.2021 Maria Koordt | H -6661 | | A Anlage zur Anfrage der BV-Ost, Ifd. Nr. AF070009/2021, betreffend Rotfärbung von Schnee und Wasser auf dem Teilstück „Veloroute“ Kirschgarten Das Amt für Mobilität und Tiefbau hat zur Erklärung der Roteinfärbung von Schnee und Wasser an den Fahrradstraßen Kirschgarten und Lüttkenbeckerweg / Lindberghweg / Schillerstraße im März 2021 eine Pressemitteilung veröffentlicht. Diese beantwortet auch Ihre gestellten Fragen zum Kirschgarten, weshalb wir an dieser Stelle darauf verweisen möchten und wie folgt zitieren: „Roter Schnee ungefährlich für Mensch und Umwelt Münster (SMS) Mitte Februar hatte der rötliche Schnee an den Fahrradstraßen Lindberghweg und Kirschgarten für Irritation bei den Anliegern gesorgt. Die nun vorliegenden Laborergebnisse bestäti- gen: Die Färbung hat keine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. "Wir konnten uns die Rotfärbung nicht direkt erklären. Da aber nur zugelassene Straßenbaustoffe verwendet wurden, hatten wir auch nach Rücksprache mit dem Umweltamt keinen Anlass, von einer konkreten Gefahr auszugehen", erklärt Dr. Alexander Buttgereit, Abteilungsleiter im Amt für Mobilität und Tiefbau. "Nun liegen die Laborergebnisse vor und unsere Annahmen werden bestätigt." Labor beauftragt Das Amt für Mobilität und Tiefbau hatte umgehend nach Kenntnis der roten Färbung des Schnees ein Labor beauftragt, um den Schnee sowie das Schmelzwasser näher zu untersuchen. Die Proben der beiden Fahrradstraßen Kirschgarten und Lindberghweg wurden auf die chemische und minera- logische Zusammensetzung bestimmt. Die chemische Zusammensetzung der beiden Proben ist da- bei fast identisch, zu den Hauptbestandteilen gehören Sauerstoff, Kohlenstoff und Eisen. Die mineralogische Zusammensetzung zeigt, dass neben den Gesteinstypischen Mineralien noch Halit (welches als Streusalz eingesetzt wurde) und Hämatit vorkommen. Bei Hämatit handelt es sich um Eisenoxid, welches zur Rotfärbung des Asphalts eingesetzt wurde. Das Labor hat dadurch be- stätigt, dass die Verfärbung in direktem Zusammenhang mit den eingesetzten Baustoffen steht und keine Gefährdung für Mensch und Umwelt davon ausgeht. ö Abrieb der Oberfläche Aber wie kommt es nun zu diesem Abrieb der Straßenoberfläche? Der Abrieb erfolgt durch die Wit- terung und den Verkehr auf der Straße und zählt zu den üblichen Beanspruchungen eines Asphalt- belages. Dieser sorgt insbesondere für die Griffigkeit der Oberfläche. "Abrieb bei Straßenflächen ist ganz normal, einzig die rote Färbung war hier neu. In den Niederlanden ‘ist dies bereits länger be- kannt, hier wurde uns mitgeteilt, dass es in den ersten Jahren nach Einbau zu rotem Schnee kom- men kann. Das rötliche Erscheinungsbild wird aber immer schwächer. Es war daher sicherlich eine Mischung aus einem extremen Winter und einem brandneuen Asphaltbelag", erklärt Dr. Alexander Buttgereit. : Die beiden Fahrradstraßen wurden erst im Sommer 2020 mittels rotem Asphalt auf den neuen Stan- dard für Fahrradstraßen gesetzt. Dabei ist das Asphaltmischgut von zwei unterschiedlichen Misch- werken geliefert worden. Für den roten Asphalt ist jeweils ein farbloses Bindemittel, dass rot einge- färbt wurde und rote Gesteinskörnung verwendet worden. Auf den acht in 2020 umgestalteten Fahr- radstraßen wurden unterschiedliche Verfahren zur Rotfärbung verwandt, so dass roter Schnee auf nur wenigen Fahrradstraßen beobachtet werden konnte.“ Zu Ihren Fragen zum Kaltplastikverfahren möchten wir wie folgt antworten: 1.) Eine Verfärbung des Schnees bzw. des Schmelzwassers konnte nicht auf den Fahrradstra- Ren festgestellt werden, bei denen Kaltplastik zum Einsatz gekommen ist. 2.) Die einzelnen Verfahren zur Roteinfärbung werden aufgrund des vorhandenen Straßenzu- standes ausgewählt. Die Asphaltfahrbahn am Kirschgarten war vor der Deckschichterneue- rung nicht substanziell in Ordnung, sodass die ausgeführte Variante die wirtschaftlichste war.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: eingebracht
Zur SitzungOrte (4)
- Schillerstraße
- Mauritzstraße 4
- Lindberghweg
- Kirschgarten 66
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Details
- Aktenzeichen
- AFO/0009/2021
- Typ
- Anfrage in der BV Ost
- Datum
- 22.02.2021
- Erstellt
- 19.02.2021 11:09