A-R/0069/2011
Münster für Alle: Münsterpass bedarfsgerecht weiterentwickeln!
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Originalantrag
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0069/2011 Der Münsterpass ist seit seiner Neueinführung im He rbst 2010 in der Bevölkerung auf ein breites Interesse gestoßen, sow ohl bei den Personenkreisen, die mit dem Münsterpass die Möglic hkeit erhalten viele Leistungen zu stark ermäßigten Preisen nutzen zu können, als auch beim großen Teil der Bevölkerung, die Münster als eine solidarische Stadt schätzen in der eine soziale und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen eine wichtige Zielsetzung in der Stadtpolitik darstellt. Mit der Einführung ist u.a. vereinbart worden, nach einem geraumen Zeit nach Einführung des Münster-Passes zu prüfen, in wie weit der Münsterpass kontinuierlich weiterentwickelt werden kann, bezüglich der Leistungsinhalte und bezüglich der Personenkreise, die die Leistungen des Münsterpasses in Anspruch nehmen können Der Rat der Stadt Münster möge daher beschließen: 1. Der Münster-Pass wird kontinuierlich weiterentwickelt. Hierzu werden 1.1 die Möglichkeiten aufgezeigt bezüglich der Ausweitung der Personenkreise, die die Leistungen des Münsterpasses in Anspruch nehmen können; 1.2 die Leistungsinhalte mit denen die soziale und mobile Teilhabe gefördert werden sollen erweitert. Hierzu soll das Angebotssp ektrum des Münsterpasses insbesondere bezüglich der Teilhabemö glichkeiten an kulturellen, musischen und sportlichen Aktivitäten für Kinder und Jugendlichen erweitert werden. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, in einem ersten Schritt bereits 2.1 das 60Plus-Abo in die Weiterentwicklung des Leistungsangebotes des Münster- Passes mit einzubeziehen und eine Ermäßigung hierfü r um 50% mit den Verkehrsbetrieben zu vereinbaren; 2.2 den Kreis der berechtigten Personengruppen ausz uweiten insbesondere auf Personen, - die Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz (WoGG) bezie hen und - Empfängerinnen und Empfänger von Kindergeldzuschl ägen. 3. Die Verwaltung wird zudem beauftragt zu prüfen inwi eweit auch Personen einbezogen werden können - deren laufendes monatliches Einkommen max. 10 % ü ber den Bedarfs- sätzen des SGB II bzw. SGB XII liegt und die keine Leistungen nach Ziffer 1.1. bis 1.3. erhalten (sog. Personenkreis d er GeringverdienerInnen), - deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. 4. Die Verwaltung wird darüber hinaus gebeten, Bündnis 90/Die Grünen/GAL Ratsfraktion Münster Windthorststr. 7 48143 Münster Fon: 0251 / 8 99 58 10 Fax: 0251 / 8 99 58 15 ratsfraktion@ gruene-muenster.de www.gruene-muenster.de Antrag „Münster für Alle: Münsterpass bedarfsgerecht weiterentwickeln! “ 23.11.2011 2 4.1 zu prüfen, wie das Angebot, mit denen freie, pr ivate und kommerzielle Trägern von Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten b ereits jetzt am Münster-Passes beteiligt sind, noch erweitert werde n kann - unter Berücksichtigung eines qualitativen und zielführend en Angebotsprofils, das insbesondere ausgerichtet ist auf die Teilhabem öglichkeiten an kulturellen, musischen und sportlichen Aktivitäten; 4.2 darüber zu informieren, inwieweit durch die Pre isermäßigung über den Münster-Pass für die unterschiedlichen Bereiche neu e Kunden gewonnen bzw. eine stärkere Nutzung der Angebote er zielt werden konnte; 4.3 die Ausgleichszahlungen für die Verkehrsbetrieb e unter Einbeziehung der o.g. Informationen angemessen gestaltet werden können. Begründung: I. Der Münster-Pass stellt einen wichtigen Baustein für ein solidarisches Gemeinwesen dar, in dem die Ermöglichung der sozialen und gesel lschaftlichen Teilhabe für Alle einen wichtigen Stellenwert besitzt. Er ist nicht n ur ein Sozialticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sondern ermöglicht gerade auch die Teilnahme an öffentlichen Kultur- Sport- und Freizeitangeboten. Der Münster-Pass ist seit seiner Wiedereinführung im Herbst 2010 in der münsteraner Bevölkerung auf eine positive Resonanz gestoßen und wurde seither sehr gut angenommen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche aus einkomm ensschwachen Familien soll die Teilhabemöglichkeit an kulturellen, musischen und s portlichen Aktivitäten verbessert werden. Deshalb soll kontinuierlich überprüft werde n, in wie weit das Angebot des Münster-Passes weiter verbessert und ausgeweitet werden kann. II. Bei der weiteren Verbesserung bezüglich der Nut zung des ÖPNV bietet sich die Einbeziehung des 60Plus-Tickets in den Geltungsbere ich des Münster-Passes an. Hierdurch kann für die ältere Generation, die nur e in sehr geringes Einkommen haben und u.a. auf eine Grundsicherung im Alter oder Leis tungen nach dem SGBII angewiesen sind die Preise für ein Monatsticket noc h weiter gesenkt werden. Das 60Plus-Ticket könnte dann zum halben Preis für 14,25 € angeboten werden. In den letzten Jahren ist auch in Münster eine kont inuierliche Zunahme der Zahl der Menschen zu verzeichnen, die eine Grundsicherung im Alter erhalten. Die Altersarmut nimmt auch in Münster zu. Mit diesem kleinen Beitra g könnten deshalb die Teilhabemöglichkeiten für ältere Menschen mit geringen Einkünften verbessert werden. III. Im Rahmen des Antrags und der Beschlussfassung zur Wiedereinführung des Münster-Passes im September 2010 wurde bereits dara uf abgehoben, dass über die bis dahin vereinbarten berechtigten Personenkreise hinaus geprüft werden sollte, inwieweit perspektivisch schrittweise weitere Perso nengruppen in den Geltungsbereich des Münster-Passes mit aufgenommen werden können. Eine Prüfung war vereinbart u.a. bei den Personen, - die Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz (WoGG) bezie hen, - deren laufendes monatliches Einkommen max. 10 % ü ber den Bedarfssätzen des SGB II bzw. SGB XII liegt und die keine Leistungen nach Ziffer 1.1. bis 1.3. erhalten (sog. Personenkreis der Geringverdiener), - deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Bei Einführung des Münster-Passes 2010 lagen jedoch für den letztgenannten Personenkreis keine Prozessdaten vor, deren Sätze e ine Grundgesamtheit von Personen mit Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenzen abbilden. 3 IV. Die Beteiligung einer wachsenden Zahl von freie n und privaten Trägern und Einrichtungen aus dem Bereich Kultur, Sport und Fre izeit mit dem Angebot von vergünstigten Tarifen für Inhaberinnen und Inhaber des Münster-Passes (i.d.R. 50%) stellt zum Einen ein starkes Signal für eine sozial e Stadtgesellschaft auch in diesem Bereich. Zum Anderen zeigt es aber auch, dass diese Träger und Anbieter die Möglichkeit sehen, mit einen preisreduzierten Angeb ot neue Kundinnen und Kunden bei einkommensärmeren Personengruppen zu gewinnen. Eine Erweiterung dieses Angebotes ist sicher wünschenswert. Dabei sollte al lerdings Wert darauf gelegt werden, dass diese Angebote einem Profil entspreche n, das auf eine sozio-kulturellen Teilhabe ausgerichtet ist und insbesondere dazu bei trägt, die Teilhabe an kulturellen, musischen und sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Die Frage, in wie weit durch die Ermäßigung der Ver kehrstickets auch für die Verkehrsbetriebe neue Kundinnen und Kunden oder zum indest die Inanspruchnahme des Angebotes gesteigert werden konnte, muss in die Berechnung der der Höhe der angemessenen Ausgleichszahlungen für die Verkehrsbe triebe mit einbezogen werden. Neben der bisher eigens hierzu durchgeführten Fahrg astbefragung in Münster kann hierbei sicher auch die für die Kölner Verkehrsbetr iebe (KVB) durchgeführte Untersuchung über die Auswirkungen des Köln-Tickets interessante Hinweise liefern. Darüber hinaus sollte unter Einbeziehung der örtlic hen Hochschulen auch eine Untersuchung vorgenommen werden, die aufzeigt in wi e weit durch den Münster- Passes die Inanspruchnahme des ÖPNV sowie der Kultu r- und Freizeitangebote durch die Personenkreise, die den Münster-Pass erhalten g esteigert werden konnte und somit für diese Einrichtungen und Angebote auch neu e Kundinnen und Kunden gewonnen werden konnten. V. Im Landeshaushalt 2011sind für die Förderung von Sozialtickets in den Kommunen 15 Mio € bereitgestellt worden. Für 2012 sind 30 Mio € geplant. Aus diesen Landesmittel sind für Münster jährlich ca. 187.000 € vorgesehen. Möglicherweise kann sich diese Summe noch erhöhen. Dies ist davon abhängig, wie vi ele Kommunen und Kreise hierzu Förderanträge an das Land stellen. Einen Tei l der Landesmittel, die die Münster erhält sollten zur o.g. Weiterentwicklung des Münster-Passes verwendet werden. gez. Otto Reiners gez. Annette Kemper gez. Jutta Möllers gez. Jörn Möltgen gez. Dr. Brigitte Hasenjürgen gez. Anne Naegels gez. Gisela Holtz gez. Carsten Peters gez. Hery Klas gez. Helga Bennink gez. Gerhard Joksch gez. Stefan Kubel gez. Tim Rohleder gez. Dr. Ludwig Schipmann gez. Dr. Rita Stein-Redent gez. Manfred Kehr
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Windthorststraße 7
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0069/2011
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 25.11.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37