2020/0231
Herstellung der Gehwegfläche 'Rund ums Schloss, Abschnitt Waben', Integration des Umfeldes 'Das Waben' in die Neugestaltung Friedensplatz
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anlage 8
439 Zeichen
Punkt 8: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben", Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz (V-Nr. 2020/0231) Die Vorsitzende verweist auf den heute verteilten Beschluss des Bau-Ausschusses. Die Beschlussfassung erfolgt im Sinne des Beschlusses des Bau-Ausschusses. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: UWIGA
anlage 3
292 Zeichen
Neugestaltung des Umfeldes - Das Waben - Pflanzkissen mit Baum und Einfassung auf der Westseite Pflanzkissen mi Bestandsbaum und Einfassung auf der Ostseite MV 2020/0231, Anlage 2.1 Neugestaltung des Umfeldes - Das Waben - MV 2020/0231, Anlage 2.2 „Vertikaler Garten“ als Sichtschutzwand
anlage 2
221 Zeichen
zyejdsuoapa!lJ} =.u2 22... - annan nnnnnnn nn nn nn nun - - er -—— Ä Y Sitzelemente: # Er air: "Sitze lemente NR er In ” Zeughausstraße MV 2020/0231, Anlage 1 Natursteinpflaster, Bogenpflaster (wie Friedensplatz)
anlage 7
938 Zeichen
Punkt 6: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben", Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz (V-Nr. 2020/0231) Stadtv. Arnold stellt für die Fraktion UFFBASSE folgenden Antrag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen, bei der endgültigen Herstellung der Gehwegflächen zwischen dem Waben- Grundstück und der Schlossgrabenmauer dafür Sorge zu tragen, dass 1. die Platzfläche entweder vollständig mit einem vibrationsarmen Belag, der behinderten- und seniorengerecht ist, erneuert wird (Barrierefreiheit). 2. Oder wenigstens durch die Verlegung von Streifen mit einem vibrationsarmen Belag eine barrierefreie Querung der Gehwegfläche zu ermöglichen. Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Fraktion UWIGA
anlage 9
258 Zeichen
Punkt 13: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben", Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz (V-Nr. 2020/0231) Der Vorlage wird im Sinne des Beschlusses des Bau-Ausschusses einstimmig zugestimmt.
anlage 6
325 Zeichen
Punkt 10: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben", Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz (V-Nr. 2020/0231) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, UFFBASSE, Die Linke. und UWIGA
2020/0231
13214 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
02.09.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0231
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 (Kern-HH)
98-01036-01 (Wi-Plan)
Investitionsnummer: 08066-6115 (Kern-HH)
nskMN_000499 (Wi -Plan)
Kostenträger: 5410-11 (Kern-HH) Sachkonto: 0952010 (Kern -HH)
Betreff: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben",
Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz
Vorlage vom: 24.08.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Beauftragung erforderlicher Planungsleistungen sowie der Herstellung der Oberflächen
und Umgestaltung der Freiflächen entsprechend der vorliegenden Vorplanung wird
zugestimmt.
2. Der Herausparzellierung von ca. 90 m² Grundstück des Eigenbetriebs IDA an den
Kernhaushalt, entsprechend der Vorlage, wird zugestimmt.
3. Die benötigten Mittel (s. Anlage 3) zur Umsetzung der Maßnahmen des Kernhaushaltes
werden aus etatisierten Haushaltsmitteln der Investitionsnummer 08066-6115, "Plätze am
Schloss“, Kostenstelle 066-100-1000 bereitgestellt.
- 2 -
4. Die benötigten Mittel (s. Anlage 3) zur Umsetzung der Maßnahmen des Eigenbetriebs IDA
erfolgt aus Haushaltsausgaberesten "Herrichten Waben", Kostenstelle 98-01036-01, nsk-
Maßnahme MN_000499.
5. Der Neugestaltung sowie der Errichtung der Sichtschutzwände durch den Eigenbetrieb IDA
wird zugestimmt.
6. Dem Prüfauftrag zur Entfernung/Umgestaltung der eingeschwärzten Scheiben/des
Treppenhauses wird zugestimmt.
Anlagen: Anlage 1 Lageplan
Anlage 2 Visual isierung
Anlage 3 Kosten und Finanzierung
Datenschutzrelevante Anlage: Anlage 3
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.08.2020
Ausgangslage
Mit der endgültigen Herstellung der Gehwegflächen zwischen dem Waben-Grundstück und der
Schlossgrabenmauer kann die gestalterische "Lücke" zwischen Friedensplatz und City-Ring
geschlossen werden. Sowohl der Gehweg selbst als auch die Außenanlagen des Gebäudes "Das
Waben" würden dann gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern wieder zur Verfügung stehen
und eine gestalterische Einheit bilden. Damit wäre ein weiterer Baustein der Flächen „Rund um
das Schloss“ hergestellt.
Die öffentliche Fläche entlang der Schlossmauer mit dem Leibgardisten-Denkmal ist eine der
wichtigsten Fußwegeverbindungen von der Innenstadt ins Johannes- und Martinsviertel und
wird dementsprechend von zu Fußgehenden stark frequentiert. Daher sind die hier
vorgesehenen Maßnahmen, als Fortführung der Neugestaltung des Friedensplatzes zu werten.
Bereits im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes sind in den östlich angrenzenden
Bereichen weitere Baumaßnahmen erforderlich geworden. Anlass dafür war die Anbindung der
neuen Platzfläche an die bestehenden Oberflächen des Waben-Grundstückes (Eigenbetrieb
IDA) und des Gehweges in Richtung Osten entlang der Schlossmauer.
Hierbei wurde deutlich, dass die Decke des Kellers des Gebäudes "Das Waben" wesentliche
statische Mängel aufwies und demnach nur noch durch einen Neubau der Decke regelkonform
hergestellt werden konnte. Darüber hinaus wurde durch den Eigenbetrieb IDA weiterhin die
bestehende Abdichtung der gesamten, außerhalb des Hauptgebäudes liegenden Kellerdecke
instand gesetzt.
Im Rahmen der Sanierung des Andienungstunnels zum Carree musste die querende
Transportwasserleitung mit Netzanschluss auf der Ostseite des Waben-Grundstückes sowie die
Gas- und Stromleitungen erneuert werden. Gleichzeitig wurden die Standorte für
Beleuchtungsmasten im Bereich des Waben-Grundstückes angepasst. Die zur Durchführung
dieser Baumaßnahmen erforderlichen Oberflächenbeläge wurden im Juli 2019 abgebrochen
und nach Verschließen der Baugrube nur provisorisch hergestellt, da der standardmäßige
Ausbau von Gehwegflächen mit einer Asphaltoberfläche an dieser prominenten Stelle
unbefriedigend gewesen wäre. Die endgültige Oberflächenherstellung erfolgt mit der
Umsetzung der hier beschriebenen Vorhaben.
Parallel zu den vorgenannten Maßnahmen ist eine Sanierung der Wegeflächen zu den
Eingängen und Schaufenstern des Gebäudes "Das Waben" durch den Eigenbetrieb IDA sowie
der Neuanschluss der Entwässerung erforderlich. In dem Zusammenhang soll der Außen -
bereich neu geordnet und gestalterisch in die Umgebung "Friedensplatz" integriert werden.
Durch die Neugestaltung des Friedensplatzes und mit Durchführung der Maßnahmen wird
dieser gesamte Bereich um „Das Waben“ deutlich aufgewertet.
Grundstücksgrenzen
Durch die geänderte Aufteilung der Flächen (siehe nachfolgende Zeichnung 1) kann die Fläche
des öffentlichen Gehweges entlang der Schlossmauer verbreitert werden, dies wird nicht nur
bei Straßenfesten von Bedeutung sein. Um hier die Eigentumsverhältnisse sowie die
Zuständigkeiten eindeutig und einheitlich zu regeln bedarf es einer Anpassung der Flurstücke.
Daher werden ca. 90 m² (entsprechend der nachfolgenden Zeichnung 1) aus dem Grundstück
- 4 -
des Eigenbetriebs IDA herausparzelliert und in den Kernhaushalt der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zu einem symbolischen Preis übertragen.
Zeichnung 1
Gestaltungskonzept
Der vorliegende Gestaltungsvorschlag berücksichtigt die Eigenständigkeit der Freifläche und
des Gebäudes und bindet das Gebäude durch eine größere Offenheit und Durchlässigkeit
besser in das städtische Umfeld ein. Hierfür werden verschiedene gestalterische Elemente
gewählt, die in den Anlagen dargestellt und erläutert werden. Dabei erfordert die enge
räumliche Verknüpfung von öffentlichem Raum (Friedensplatz/städt. Kernhaushalt) und
Privatgrundstück ("Das Waben"/Eigenbetrieb IDA) eine gestalterische Gesamtkonzeption.
Freiflächen
- 5 -
Gehweg (Kernhaushalt)
Die Verkehrswegeflächen/Gehweg werden mit Natursteinpflaster (roter Porphyr, s.
Gestaltungskonzept "Rund ums Schloss" (MV 2007/0126) in Bogenpflasterung, in Ergänzung
zur Ausführung auf dem Friedensplatz, niveaugleich erstellt. Dadurch ergibt sich mit den
angrenzenden Bereichen ein gestalterisch einheitliches und großzügiges Erscheinu ngsbild.
Die im Zuge der Leitungsverlegung durch die Entega als Standardlösung vorgesehene
Asphaltoberfläche stellt gestalterisch keine angemessene Lösung im Umfeld des
neugestalteten Friedensplatz dar. Der für die eine Beauftragung zur Herstellung der in dieser
Vorlage vorgeschlagenen Natursteinoberflächen erforderliche Beschluss zur Ausführung und
Bereitstellung der Mittel durch die Stadtverordnetenversammlung wird hiermit eingeholt.
Platzfläche "Das Waben" (Wirtschaftsplan Eigenbetrieb IDA)
Der Entwurf markiert mit Baum- und Pflanzinseln zwei Eckpunkte innerhalb der
Übergangsfläche und definiert somit die Wegebeziehungen in Richtung Darmstadtium und
Landesmuseum. Freiflächen, die funktional und räumlich dem Waben zuzuordnen sind,
werden durch diese räumliche Gliederung und unterschiedliche Bodenmaterialien zusätzlich
verdeutlicht.
Für die Flächen, die direkt dem Gebäude zugeordnet sind, wurde der Belag entsprechend der
beiden Terrassenflächen des Friedensplatzes, die mit Epoxidharz mit Einstreuung ausgeführt
sind, gewählt. Das Gelände um „Das Waben" wird im westlichen Bereich durch einen taktilen
Streifen, nach Süden durch zwei Stufen und im Osten durch eine leicht geneigte Rampe von
den anschließenden Freiflächen abgesetzt.
Im Süden wird der Wegebereich unter dem Vordach des Gebäudes durch eine Brüstungsmauer
mit Sitzelementen und den vorhandenen Höhenunterschied (max. 30-40 cm) definiert. In diese
Brüstung, die im Osten mit einer Rampe ausläuft, werden die Sockelpunkte der Vordachstütze
integriert.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Ausführungsplanung (Gehweg und Platzfläche) werden die Belange der
Barrierefreiheit berücksichtigt und mit den zuständigen Fachämtern sowie dem Club
Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.V. (CBF) abgestimmt.
Pflanzflächen (s. Anlage 2.1)
Die an den Friedensplatz angrenzenden und nordöstlich des „Waben“ positionierten
Pflanztröge in Wabenform wurden abgebaut. Ein Großstrauch und ein großer Götterbaum
wurden erhalten.
Die Neuplanung definiert durch zwei geometrische Dreiecke mit großflächig abgerundeten
Ecken die neuen Pflanzstandorte. Durch die unterschiedlichen Linienführungen und
Brüstungsbreiten entsteht ein abwechslungsreiches Bild. Im Gegensatz zu der eher
kleinteiligen Wabenstruktur der ehemaligen Pflanztröge bieten die neu zu errichtenden
Pflanzinseln auf Grund ihrer Größe deutlich mehr Möglichkeiten für eine üppigere und
nachhaltige Bepflanzung. Die Materialien und Farben sollen denen der Einbauelemente auf
dem Friedensplatz angepasst werden. Beide Pflanzstandorte verfügen über einen
Erdanschluss, so dass gute Voraussetzungen für das Wachstum der Pflanzen gegeben sind.
Pflanzstandort Ost (Kernhaushalt)
Im Osten wird der vorhandene große Götterbaum zusammen mit dem höher liegenden
Erdreich durch eine Betoneinfassung wie oben beschrieben eingefasst. Götterbaum und
Großstrauch sollen durch weitere Pflanzmaßnahmen (z.B. Stauden) ergänzt werden.
- 6 -
Die Pflege des Götterbaums verbleibt im Zuständigkeitsbereich des Grünflächenamtes.
Bei sämtlichen diesen Standort betreffenden Bau - und Sanierungsmaßnahmen ist das
zuständige Fachamt weiterhin einzubinden.
Pflanzstandort Süd-West (Wirtschaftsplan Eigenbetrieb IDA)
Der südwestliche Eckpunkt (Friedensplatz/Das Waben) wird mit einem eingefassten
Pflanzkissen und einem großen Solitärbaum markiert. Die westliche Einfassung integriert auf
der Südseite eine Sitzfläche. Zum Friedensplatz hin wird die Fläche zusätzlich durch zwei
Sitzelemente, die zum "Waben" hin orientiert sind, gegliedert und abgegrenzt. Die
Zuständigkeit für diesen Pflanzbereich liegt beim Eigenbetrieb IDA.
Pflanzstandort Zeughausstraße (Kernhaushalt)
Eine weitere Bepflanzung grenzt die Freifläche zur Zeughausstraße hin ab. Die Bepflanzung
sowie die zukünftige Zuständigkeit werden in der weiteren Planung mit den berührten
Fachämtern abgestimmt.
"Vertikaler Garten" Zeughausstraße (s. Anlage 2.2)
Durch die Art der Nutzung von „Das Waben“ und die damit verbundenen technischen
Anforderungen ist eine Vielzahl von Geräten (Be- und Entlüftung, Heizung) notwendig
geworden, die das Erscheinungsbild der Ansichtsseite an der Zeughausstraße beeinträchtigen.
Grundsätzlich wird eine R eduzierung dieser Geräte angestrebt.
Zur Aufwertung der Nordseite des Gebäudes „Das Waben“ und zur Verbesserung des
Mikroklimas sollen zwei eigenständige Spalierwände mit Begrünungen als Elemente zwischen
Gebäude und öffentlicher Verkehrsfläche (Schienentrasse / Zeughausstraße) installiert werden.
Da es in diesem Bereich keine Möglichkeiten gibt, Bepflanzungen an das Erdreich
anzuschließen (unterirdisches Bauwerk, Leitungen etc.), soll hier ein selbständig stehendes
System gewählt werden .
Die vorgeschlagene Pflanzwand vor der Nordfassade des „Waben“ muss den notwendigen
Mindestabstand zum Lichtraumprofil der Straßenbahn berücksichtigen. Die Unterhaltung und
Pflege, die größer ist als bei einer Pflanzung im vorhandenen Erdreich, soll durch einen
Wartungsvertrag gesichert werden.
Unter der Vorgabe, dass die Mindestabstände eingehalten werden, kann hier trotz schwieriger
Rahmenbedingungen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Kellerabgang (Kernhaushalt)
An der westlichen Grenze des Grundstückes vom Eigenbetrieb IDA befindet sich der
Kellerabgang zur ehemaligen Diskothek. Oberhalb der Brüstung ist dieser Abgang provisorisch
durch schwarze Scheiben (Sicht- und Witterungsschutz) abgegrenzt. Diese verhindern die
Sichtbeziehung zum Karolinenplatz und wirken als Provisorium. Im Zuge der Umgestaltung soll
der Erhalt des Abgangs im Allgemeinen als auch des Sicht- und Witterungsschutzes überprüft
werden.
Kosten und Finanzierung
Anhand der Baukostenberechnung werden die voraussichtlichen Herstellungskosten kalkuliert.
Diese sind in der datenschutzrelevanten Anlage (s. Anlage 3) detailliert aufgeführt. Die Kosten
werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert.
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen, sofern dies in der
aktuellen Lage möglich ist, in Originalgröße ausgehängt bzw. -gelegt.
- 7 -
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 5
13265 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
02.09.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 65
III 61
IV V 67
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0231
Magistratsbeschluss-Nr.
246
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 (Kern-HH)
98-01036-01 (Wi-Plan)
Investitionsnummer: 08066-6115 (Kern-HH)
nskMN_000499 (Wi-Plan)
Kostenträger: 5410-11 (Kern-HH) Sachkonto: 0952010 (Kern-HH)
Betreff: Herstellung der Gehwegfläche "Rund ums Schloss, Abschnitt Waben",
Integration des Umfeldes "Das Waben" in die Neugestaltung Friedensplatz
Vorlage vom: 24.08.2020
Beschlussvorschlag:
1. Der Beauftragung erforderlicher Planungsleistungen sowie der Herstellung der Oberflächen
und Umgestaltung der Freiflächen entsprechend der vorliegenden Vorplanung wird
zugestimmt.
2. Der Herausparzellierung von ca. 90 m² Grundstück des Eigenbetriebs IDA an den
Kernhaushalt, entsprechend der Vorlage, wird zugestimmt.
3. Die benötigten Mittel (s. Anlage 3) zur Umsetzung der Maßnahmen des Kernhaushaltes
werden aus etatisierten Haushaltsmitteln der Investitionsnummer 08066-6115, "Plätze am
Schloss“, Kostenstelle 066-100-1000 bereitgestellt.
- 3 -
4. Die benötigten Mittel (s. Anlage 3) zur Umsetzung der Maßnahmen des Eigenbetriebs IDA
erfolgt aus Haushaltsausgaberesten "Herrichten Waben", Kostenstelle 98-01036-01, nsk-
Maßnahme MN_000499.
5. Der Neugestaltung sowie der Errichtung der Sichtschutzwände durch den Eigenbetrieb IDA
wird zugestimmt.
6. Dem Prüfauftrag zur Entfernung/Umgestaltung der eingeschwärzten Scheiben/des
Treppenhauses wird zugestimmt.
Anlagen: Anlage 1 Lageplan
Anlage 2 Visualisierung
Anlage 3 Kosten und Finanzierung
Datenschutzrelevante Anlage: Anlage 3
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 09.09.2020
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.08.2020
Ausgangslage
Mit der endgültigen Herstellung der Gehwegflächen zwischen dem Waben-Grundstück und der
Schlossgrabenmauer kann die gestalterische "Lücke" zwischen Friedensplatz und City-Ring
geschlossen werden. Sowohl der Gehweg selbst als auch die Außenanlagen des Gebäudes "Das
Waben" würden dann gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern wieder zur Verfügung stehen
und eine gestalterische Einheit bilden. Damit wäre ein weiterer Baustein der Flächen „Rund um
das Schloss“ hergestellt.
Die öffentliche Fläche entlang der Schlossmauer mit dem Leibgardisten-Denkmal ist eine der
wichtigsten Fußwegeverbindungen von der Innenstadt ins Johannes- und Martinsviertel und wird
dementsprechend von zu Fußgehenden stark frequentiert. Daher sind die hier vorgesehenen
Maßnahmen, als Fortführung der Neugestaltung des Friedensplatzes zu werten.
Bereits im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes sind in den östlich angrenzenden
Bereichen weitere Baumaßnahmen erforderlich geworden. Anlass dafür war die Anbindung der
neuen Platzfläche an die bestehenden Oberflächen des Waben-Grundstückes (Eigenbetrieb
IDA) und des Gehweges in Richtung Osten entlang der Schlossmauer.
Hierbei wurde deutlich, dass die Decke des Kellers des Gebäudes "Das Waben" wesentliche
statische Mängel aufwies und demnach nur noch durch einen Neubau der Decke regelkonform
hergestellt werden konnte. Darüber hinaus wurde durch den Eigenbetrieb IDA weiterhin die
bestehende Abdichtung der gesamten, außerhalb des Hauptgebäudes liegenden Kellerdecke
instand gesetzt.
Im Rahmen der Sanierung des Andienungstunnels zum Carree musste die querende
Transportwasserleitung mit Netzanschluss auf der Ostseite des Waben-Grundstückes sowie die
Gas- und Stromleitungen erneuert werden. Gleichzeitig wurden die Standorte für
Beleuchtungsmasten im Bereich des Waben-Grundstückes angepasst. Die zur Durchführung
dieser Baumaßnahmen erforderlichen Oberflächenbeläge wurden im Juli 2019 abgebrochen
und nach Verschließen der Baugrube nur provisorisch hergestellt, da der standardmäßige
Ausbau von Gehwegflächen mit einer Asphaltoberfläche an dieser prominenten Stelle
unbefriedigend gewesen wäre. Die endgültige Oberflächenherstellung erfolgt mit der
Umsetzung der hier beschriebenen Vorhaben.
Parallel zu den vorgenannten Maßnahmen ist eine Sanierung der Wegeflächen zu den
Eingängen und Schaufenstern des Gebäudes "Das Waben" durch den Eigenbetrieb IDA sowie
der Neuanschluss der Entwässerung erforderlich. In dem Zusammenhang soll der Außen-
bereich neu geordnet und gestalterisch in die Umgebung "Friedensplatz" integriert werden.
Durch die Neugestaltung des Friedensplatzes und mit Durchführung der Maßnahmen wird
dieser gesamte Bereich um „Das Waben“ deutlich aufgewertet.
Grundstücksgrenzen
Durch die geänderte Aufteilung der Flächen (siehe nachfolgende Zeichnung 1) kann die Fläche
des öffentlichen Gehweges entlang der Schlossmauer verbreitert werden, dies wird nicht nur
bei Straßenfesten von Bedeutung sein. Um hier die Eigentumsverhältnisse sowie die
Zuständigkeiten eindeutig und einheitlich zu regeln bedarf es einer Anpassung der Flurstücke.
Daher werden ca. 90 m² (entsprechend der nachfolgenden Zeichnung 1) aus dem Grundstück
- 5 -
des Eigenbetriebs IDA herausparzelliert und in den Kernhaushalt der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zu einem symbolischen Preis übertragen.
Zeichnung 1
Gestaltungskonzept
Der vorliegende Gestaltungsvorschlag berücksichtigt die Eigenständigkeit der Freifläche und
des Gebäudes und bindet das Gebäude durch eine größere Offenheit und Durchlässigkeit
besser in das städtische Umfeld ein. Hierfür werden verschiedene gestalterische Elemente
gewählt, die in den Anlagen dargestellt und erläutert werden. Dabei erfordert die enge
räumliche Verknüpfung von öffentlichem Raum (Friedensplatz/städt. Kernhaushalt) und
Privatgrundstück ("Das Waben"/Eigenbetrieb IDA) eine gestalterische Gesamtkonzeption.
Freiflächen
- 6 -
Gehweg (Kernhaushalt)
Die Verkehrswegeflächen/Gehweg werden mit Natursteinpflaster (roter Porphyr, s.
Gestaltungskonzept "Rund ums Schloss" (MV 2007/0126) in Bogenpflasterung, in Ergänzung
zur Ausführung auf dem Friedensplatz, niveaugleich erstellt. Dadurch ergibt sich mit den
angrenzenden Bereichen ein gestalterisch einheitliches und großzügiges Erscheinungsbild.
Die im Zuge der Leitungsverlegung durch die Entega als Standardlösung vorgesehene
Asphaltoberfläche stellt gestalterisch keine angemessene Lösung im Umfeld des
neugestalteten Friedensplatz dar. Der für die eine Beauftragung zur Herstellung der in dieser
Vorlage vorgeschlagenen Natursteinoberflächen erforderliche Beschluss zur Ausführung und
Bereitstellung der Mittel durch die Stadtverordnetenversammlung wird hiermit eingeholt.
Platzfläche "Das Waben" (Wirtschaftsplan Eigenbetrieb IDA)
Der Entwurf markiert mit Baum- und Pflanzinseln zwei Eckpunkte innerhalb der
Übergangsfläche und definiert somit die Wegebeziehungen in Richtung Darmstadtium und
Landesmuseum. Freiflächen, die funktional und räumlich dem Waben zuzuordnen sind,
werden durch diese räumliche Gliederung und unterschiedliche Bodenmaterialien zusätzlich
verdeutlicht.
Für die Flächen, die direkt dem Gebäude zugeordnet sind, wurde der Belag entsprechend der
beiden Terrassenflächen des Friedensplatzes, die mit Epoxidharz mit Einstreuung ausgeführt
sind, gewählt. Das Gelände um „Das Waben" wird im westlichen Bereich durch einen taktilen
Streifen, nach Süden durch zwei Stufen und im Osten durch eine leicht geneigte Rampe von
den anschließenden Freiflächen abgesetzt.
Im Süden wird der Wegebereich unter dem Vordach des Gebäudes durch eine Brüstungsmauer
mit Sitzelementen und den vorhandenen Höhenunterschied (max. 30-40 cm) definiert. In diese
Brüstung, die im Osten mit einer Rampe ausläuft, werden die Sockelpunkte der Vordachstütze
integriert.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Ausführungsplanung (Gehweg und Platzfläche) werden die Belange der
Barrierefreiheit berücksichtigt und mit den zuständigen Fachämtern sowie dem Club
Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.V. (CBF) abgestimmt.
Pflanzflächen (s. Anlage 2.1)
Die an den Friedensplatz angrenzenden und nordöstlich des „Waben“ positionierten
Pflanztröge in Wabenform wurden abgebaut. Ein Großstrauch und ein großer Götterbaum
wurden erhalten.
Die Neuplanung definiert durch zwei geometrische Dreiecke mit großflächig abgerundeten
Ecken die neuen Pflanzstandorte. Durch die unterschiedlichen Linienführungen und
Brüstungsbreiten entsteht ein abwechslungsreiches Bild. Im Gegensatz zu der eher
kleinteiligen Wabenstruktur der ehemaligen Pflanztröge bieten die neu zu errichtenden
Pflanzinseln auf Grund ihrer Größe deutlich mehr Möglichkeiten für eine üppigere und
nachhaltige Bepflanzung. Die Materialien und Farben sollen denen der Einbauelemente auf
dem Friedensplatz angepasst werden. Beide Pflanzstandorte verfügen über einen
Erdanschluss, so dass gute Voraussetzungen für das Wachstum der Pflanzen gegeben sind.
Pflanzstandort Ost (Kernhaushalt)
Im Osten wird der vorhandene große Götterbaum zusammen mit dem höher liegenden
Erdreich durch eine Betoneinfassung wie oben beschrieben eingefasst. Götterbaum und
Großstrauch sollen durch weitere Pflanzmaßnahmen (z.B. Stauden) ergänzt werden.
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Die Pflege des Götterbaums verbleibt im Zuständigkeitsbereich des Grünflächenamtes.
Bei sämtlichen diesen Standort betreffenden Bau - und Sanierungsmaßnahmen ist das
zuständige Fachamt weiterhin einzubinden.
Pflanzstandort Süd-West (Wirtschaftsplan Eigenbetrieb IDA)
Der südwestliche Eckpunkt (Friedensplatz/Das Waben) wird mit einem eingefassten
Pflanzkissen und einem großen Solitärbaum markiert. Die westliche Einfassung integriert auf
der Südseite eine Sitzfläche. Zum Friedensplatz hin wird die Fläche zusätzlich durch zwei
Sitzelemente, die zum "Waben" hin orientiert sind, gegliedert und abgegrenzt. Die
Zuständigkeit für diesen Pflanzbereich liegt beim Eigenbetrieb IDA.
Pflanzstandort Zeughausstraße (Kernhaushalt)
Eine weitere Bepflanzung grenzt die Freifläche zur Zeughausstraße hin ab. Die Bepflanzung
sowie die zukünftige Zuständigkeit werden in der weiteren Planung mit den berührten
Fachämtern abgestimmt.
"Vertikaler Garten" Zeughausstraße (s. Anlage 2.2)
Durch die Art der Nutzung von „Das Waben“ und die damit verbundenen technischen
Anforderungen ist eine Vielzahl von Geräten (Be- und Entlüftung, Heizung) notwendig
geworden, die das Erscheinungsbild der Ansichtsseite an der Zeughausstraße beeinträchtigen.
Grundsätzlich wird eine Reduzierung dieser Geräte angestrebt.
Zur Aufwertung der Nordseite des Gebäudes „Das Waben“ und zur Verbesserung des
Mikroklimas sollen zwei eigenständige Spalierwände mit Begrünungen als Elemente zwischen
Gebäude und öffentlicher Verkehrsfläche (Schienentrasse / Zeughausstraße) installiert werden.
Da es in diesem Bereich keine Möglichkeiten gibt, Bepflanzungen an das Erdreich
anzuschließen (unterirdisches Bauwerk, Leitungen etc.), soll hier ein selbständig stehendes
System gewählt werden.
Die vorgeschlagene Pflanzwand vor der Nordfassade des „Waben“ muss den notwendigen
Mindestabstand zum Lichtraumprofil der Straßenbahn berücksichtigen. Die Unterhaltung und
Pflege, die größer ist als bei einer Pflanzung im vorhandenen Erdreich, soll durch einen
Wartungsvertrag gesichert werden.
Unter der Vorgabe, dass die Mindestabstände eingehalten werden, kann hier trotz schwieriger
Rahmenbedingungen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Kellerabgang (Kernhaushalt)
An der westlichen Grenze des Grundstückes vom Eigenbetrieb IDA befindet sich der
Kellerabgang zur ehemaligen Diskothek. Oberhalb der Brüstung ist dieser Abgang provisorisch
durch schwarze Scheiben (Sicht- und Witterungsschutz) abgegrenzt. Diese verhindern die
Sichtbeziehung zum Karolinenplatz und wirken als Provisorium. Im Zuge der Umgestaltung soll
der Erhalt des Abgangs im Allgemeinen als auch des Sicht- und Witterungsschutzes überprüft
werden.
Kosten und Finanzierung
Anhand der Baukostenberechnung werden die voraussichtlichen Herstellungskosten kalkuliert.
Diese sind in der datenschutzrelevanten Anlage (s. Anlage 3) detailliert aufgeführt. Die Kosten
werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert.
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen, sofern dies in der
aktuellen Lage möglich ist, in Originalgröße ausgehängt bzw. -gelegt.
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (5)
Orte (3)
- Zeughausstraße
- Friedensplatz
- Karolinenplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0231
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 24.08.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00