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2017/0347

Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an das Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE

Magistratsvorlage 02.10.2017

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4836 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
09.10.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat I 
Repräsentationen und 
Ehrungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0347 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle:  711-001-1002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an das 
Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE  
 
Vorlage vom: 02.10.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Dem Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE wird zum 25 -jährigen Bestehen und in 
Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements im gesellschaftlichen Bereich die Bronzene 
Verdienstplakette der Stadt Darmstadt verliehen.  
 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vo m 02.10.2017  
 
Hervorgegangen ist die Zeitschrift MATHILDE aus einem Kursangebot des Frauenbildungs-
träger sefo femkom e. V. Aus „Wir machen eine Frauenzeitung“ entstand nach einem guten 
halben Jahr im November 1992 die erste Ausgabe. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich, von 
einem  ehrenamtlichen Redaktionsteam mit Frauen aller Altersgruppen erstellt. In der 
MATHILDE-Redaktion gibt es keine Chefredakteurin, die Zusammenarbeit verläuft hierarchiefrei 
und gleichberechtigt. 
 
MATHILDE ist frauenpolitisch engagiert und nicht kommerziell. In seinem 25-jährigen 
ehrenamtlichen Engagement von Darmstädter Frauen für Frauen macht das Redaktionsteam 
die Frauensicht auf (stadt-) gesellschaftliche Themen öffentlich und stellt damit Öffentlichkeit 
im Sinne des Sichtbarmachens von vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen her. Nicht nur von 
privilegierten Frauen, sondern auch von Migrantinnen, von lesbischen Frauen, von Frauen 
generell. Die Zeitungsmacherinnen widmen sich dabei den unterschiedlichsten Themen, die für 
Frauen interessant sind, sie persönlich angehen oder die durch Politik und Gesellschaft ihr 
tägliches Leben bestimmen. Dabei werden auch Themen behandelt, die in der Öffentlichkeit oft 
zu kurz kommen. Jedes Heft, in gendergerechter Sprache verfasst, hat einen thematischen 
Schwerpunkt und enthält Buchbesprechungen, Frauenporträts, Veranstaltungshinweise u.v.m. 
 
Der feministische Journalismus der MATHILDE bezieht Stellung, nicht nur für Frauen, sondern 
gegen alle Strukturen, die Frauen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen diskriminieren. 
Das Magazin wendet sich auch gegen bestimmte Frauenbilder, die diese Strukturen 
aufrechterhalten oder befördern. Wie der Verein ProQuote Medien e. V., ein Zusammenschluss 
namhafter Journalistinnen seit 2012 in seinen Veröffentlichungen überzeugend darlegt, wird 
gerade der Journalismus sehr stark von Männern dominiert, mit ungleichen Machtverteilungen 
und mit und ungleichen Zugangs- und Aufstiegschancen für.Frauen. Umso mehr ist es wichtig, 
dass eine Zeitschrift wie  MATHILDE als wichtiges Vorbild für andere Frauen agiert und es 
Frauen ermöglicht, ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen in ihre Arbeit einzubringen. 
Durch die von den Medien ausgewählten Informationen in Zeitungsartikeln, Radio - und 
Fernsehbeiträgen werden Denkanstöße geliefert und Meinungen geprägt. Geschlechterrollen 
können auf diese Weise zementiert oder hinterfragt werden. 
 
Die Namensgeberin Mathilde (1813 bis 1862), Königstochter aus Bayern und Gattin des 
Darmstädter Großherzogs Ludwig III., war politisch interessiert und sozial engagiert. Nach ihr 
sind in Darmstadt die Mathildenhöhe sowie ein Platz und eine Straße benannt. Passend auch 
die Bedeutung des aus dem Althochdeutschen stammenden Namens Mathilde: „math“ (Macht, 
Kraft) und „hiltja“ (Kampf). 
 
Im Jahr 2016 erhielt das Magazin den „Dr. Dagmar-Morgan-Ehrenpreis“. 
 
Die Zeitschrift MATHILDE und ihr ehrenamtliches Redaktionsteam sind eine Bereicherung im 
geschlechterdemokratischen Diskurs unserer Stadtgesellschaft. Bislang sind seit der 
Zeitungsgründung 150 Hefte erschienen. Es ist eine beachtliche Leistung des Redaktions-
teams, über 25 Jahre alle zwei Monate ehrenamtlich die Herausgabe eines Heftes zu 
realisieren. Dieses außergewöhnliche Engagement sollte durch die Verleihung mit der 
Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt gewürdigt werden.

- 4 - 
 
 
 
Darmstadt, 02.10.2017 
711 gö 
 
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch 
Oberbürgermeister

anlage 1

4884 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
09.10.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat I  
Repräsentationen und 
Ehrungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 711 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0347 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
387 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle:  711-001-1002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an das 
Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE  
 
Vorlage vom: 02.10.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Dem Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE wird zum 25 -jährigen Bestehen und in 
Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements im gesellschaftlichen Bereich die Bronzene 
Verdienstplakette der Stadt Darmstadt verliehen.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 18.10.2017 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.10.2017  
 
Hervorgegangen ist die Zeitschrift MATHILDE aus einem Kursangebot des Frauenbildungs-
träger sefo femkom e. V. Aus „Wir machen eine Frauenzeitung“ entstand nach einem guten 
halben Jahr im November 1992 die erste Ausgabe. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich, von 
einem  ehrenamtlichen Redaktionsteam mit Frauen aller Altersgruppen erstellt. In der 
MATHILDE-Redaktion gibt es keine Chefredakteurin, die Zusammenarbeit verläuft hierarchiefrei 
und gleichberechtigt. 
 
MATHILDE ist frauenpolitisch engagiert und nicht kommerziell. In seinem 25-jährigen 
ehrenamtlichen Engagement von Darmstädter Frauen für Frauen macht das Redaktionsteam 
die Frauensicht auf (stadt-) gesellschaftliche Themen öffentlich und stellt damit Öffentlichkeit 
im Sinne des Sichtbarmachens von vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen her. Nicht nur von 
privilegierten Frauen, sondern auch von Migrantinnen, von lesbischen Frauen, von Frauen 
generell. Die Zeitungsmacherinnen widmen sich dabei den unterschiedlichsten Themen, die für 
Frauen interessant sind, sie persönlich angehen oder die durch Politik und Gesellschaft ihr 
tägliches Leben bestimmen. Dabei werden auch Themen behandelt, die in der Öffentlichkeit oft 
zu kurz kommen. Jedes Heft, in gendergerechter Sprache verfasst, hat einen thematischen 
Schwerpunkt und enthält Buchbesprechungen, Frauenporträts, Veranstaltungshinweise u.v.m. 
 
Der feministische Journalismus der MATHILDE bezieht Stellung, nicht nur für Frauen, sondern 
gegen alle Strukturen, die Frauen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen diskriminieren. 
Das Magazin wendet sich auch gegen bestimmte Frauenbilder, die diese Strukturen 
aufrechterhalten oder befördern. Wie der Verein ProQuote Medien e. V., ein Zusammenschluss 
namhafter Journalistinnen seit 2012 in seinen Veröffentlichungen überzeugend darlegt, wird 
gerade der Journalismus sehr stark von Männern dominiert, mit ungleichen Machtverteilung en 
und mit und ungleichen Zugangs- und Aufstiegschancen für.Frauen. Umso mehr ist es wichtig, 
dass eine Zeitschrift wie  MATHILDE als wichtiges Vorbild für andere Frauen agiert und es 
Frauen ermöglicht, ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen in ihre Arbeit einzubringen. 
Durch die von den Medien ausgewählten Informationen in Zeitungsartikeln, Radio - und 
Fernsehbeiträgen werden Denkanstöße geliefert und Meinungen geprägt. Geschlechterrollen 
können auf diese Weise zementiert oder hinterfragt werden. 
 
Die Namensgeberin Mathilde (1813 bis 1862), Königstochter aus Bayern und Gattin des 
Darmstädter Großherzogs Ludwig III., war politisch interessiert und sozial engagiert. Nach ihr 
sind in Darmstadt die Mathildenhöhe sowie ein Platz und eine Straße benannt. Passend  auch 
die Bedeutung des aus dem Althochdeutschen stammenden Namens Mathilde: „math“ (Macht, 
Kraft) und „hiltja“ (Kampf). 
 
Im Jahr 2016 erhielt das Magazin den „Dr. Dagmar-Morgan-Ehrenpreis“. 
 
Die Zeitschrift MATHILDE und ihr ehrenamtliches Redaktionsteam sind eine Bereicherung im 
geschlechterdemokratischen Diskurs unserer Stadtgesellschaft. Bislang sind seit der 
Zeitungsgründung 150 Hefte erschienen. Es ist eine beachtliche Leistung des Redaktions -
teams, über 25 Jahre alle zwei Monate ehrenamtlich die Herausgabe eines Heftes zu 
realisieren. Dieses außergewöhnliche Engagement sollte durch die Verleihung mit der 
Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt gewürdigt werden.

Darmstadt, 02.10.2017 
711 gö 
 
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch 
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0347
Typ
Magistratsvorlage
Datum
02.10.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00