2611/2019
Ausbau der Jugendeinrichtung Unnauer Weg 96a im Zuge der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler; Projekt „Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus (Mehrgenerationenhaus)" hier:
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Anlage 7, Auszug BV 6, 19.09.2019
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Anlage 7 Geschäftsführung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) Frau Büscher-Kallen Telefon: (0221) 221-96313 Fax : (022 1) 221-96400 E-Mail: anja.buescher-kallen@stadt-koeln.de Datum: 20.09.2019 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 46. Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 19.09.2019 öffentlich 9.2.2 Ausbau der Jugendeinrichtung Unnauer Weg 96a im Zuge der Umset- zung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler; Projekt „Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generatio- nenübergreifenden Bürgerhaus (Mehrgenerationenhaus)" hier: Planungs- und Baubeschluss 2611/2019 Zusatzbeschluss: Der Rat beauftragt die Verwaltung zu prüfen, ob die Nutzung der Dachfläche für eine Photovoltaikanlage oder eine Dachbegrünung möglich ist. Beschluss gemäß Beschlussvorlage: Die Bezirksvertretung Chorweiler empfiehlt dem Rat folgenden Beschluss zu fassen: 1. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Planung der Leistungs phasen 4 bis 6 HOAI für den Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem Mehrgenerationenhaus über den Lino-Club e.V. als künftigen Bauherrn fortsetzen zu lassen. Die Freigaben der investiven Ausgabeermächtigungen sind bereits erteilt. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Ausschreibung zur Ver gabe der Leistungen einer Projektsteuerung analog der Leistungsphasen 5 bis 9 HOAI über den Lino-Club e.V. als künftigen Bauherrn durchführen zu lassen. Die analogen Leistungsphasen 7 bis 9 HOAI dürfen erst nach Erteilung des Zuwendungsbescheides durch den Fördermittelgeber und Abschluss des öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrages zwischen der Stadt Köln und dem Lino-Club e.V. beauftragt werden. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung nach Erteilung des Zuwendu ngsbescheides durch den Fördermittelgeber und Abschluss des öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrages zwischen Stadt Köln und Lino-Club e.V. die Ausschreibung und bauliche Umsetzung für den Aus- bau des Sozialen Zentrum Lino-Club e.V. auf der Grundlage der vorliegenden Planung zu einem Mehrgenerationenhaus über den Lino-Club e.V. als Bauherrn durchführen zu lassen. 4. Der Rat beschließt unter dem Vorbehalt des Haushaltsbeschlus ses 2020/2021 und der Bewilligung der Städtebaufördermittel die Freigabe von investiven Auszahlungsermächti- gungen in Höhe von 7.228.866 € für den Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem Mehrgenerationenhaus im Teilfinanzplan 0902, Stadtentwicklung, Teilplanzeile 11, Auszahlungen von aktivierbaren Zuwendungen, Finanzstelle 1502-0902-0-AZ03 – aRAP pRAP – Lindweiler Stadtsanierung/en. Abstimmungsergebnis zum Zusatzbeschluss: Einstimmig beschlossen Abstimmungsergebnis über den Beschluss gemäß Beschlussvorlage: Einstimmig beschlossen
Anlage 4 Betriebskonzept Lino Club e.V.
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Ausbau „Soziales Zentrum Lino-Club e.V.“ zum
generationenübergreifenden Bürgerhaus
Betriebskonzept mit konzeptioneller Darstellung der geplanten Aktivitäten
Inhaltsverzeichnis
1 Lindweiler und linoclub ................................................................................................................... 1
1.1 Verortung des Stadtteils .......................................................................................................... 1
1.2 Soziales Zentrum Lino-Club e.V. .............................................................................................. 2
1.3 Gelände und Gebäude ............................................................................................................. 2
2 Ausbau Campus ............................................................................................................................... 3
2.1 Städtebauliche Zielvorstellung ................................................................................................ 3
2.2 Aktuelle Einschränkungen ....................................................................................................... 3
2.3 Bauliche Umgestaltung............................................................................................................ 5
2.3.1 Konzept Gebäudeplanung ............................................................................................... 5
2.3.2 Konzept Freianlagen ........................................................................................................ 6
3 Campus Strukturen und Angebote .................................................................................................. 6
3.1 Kinder- und Jugendarbeit ........................................................................................................ 6
3.1.1 OT Lindweiler ................................................................................................................... 7
3.1.2 Kinder- und Jugendcircus linoluckynelli .......................................................................... 7
3.1.3 Praxiswerkstatt Lindweiler .............................................................................................. 8
3.1.4 Kita ................................................................................................................................... 9
3.1.5 Synergien im Kinder- und Jugendbereich ...................................................................... 10
3.2 Generationsübergreifendes Bürgerhaus ............................................................................... 10
3.2.1 Mehrgenerationenhaus ................................................................................................. 11
3.2.2 Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote ................................................................. 12
3.2.3 Sport und Gesundheit ................................................................................................... 13
3.2.4 Veranstaltungen und kulturelles Angebot ................................................................... 14
3.2.5 Chancen der Quartiersentwicklung ............................................................................... 15
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
1
1 Lindweiler und linoclub
1.1 Verortung des Stadtteils
Lindweiler ist ein kleiner Stadtteil im Kölner Norden, etwa 10km vom Stadtzentrum entfernt.
Der Stadtteil wird zu allen Seiten durch die Autobahnen und Bahnlinien begrenzt, wodurch
sich geografisch und infrastrukturell eine isol ierte Insellage ergibt. Der Stadtteil Lindweiler
gliedert sich in einen mehrgeschossigen Mietwohnungsbau im Kernbereich und umliegende
Einfamilienhausbebauung.
Derzeit leben rund 3.500 Menschen in Lindweiler . 1 Im Gegensatz zu dem leichten
Bevölkerungszuwachs Kölns, 0,43% der Gesamtbevölkerung der Stadt in den letzten Jahren ,
verzeichnete Lindweiler seit dem Einwohnerhöchststand Ende 1980 eine Verringerung von
mittlerweile bis ca. 21%. Die se Bevölkerungsverlust e sind zum einen auf den Auszug der
Kindergeneration in dem Einfamilienhaus bereich und den demografischen Wandel und zum
anderen auf die veränderte Belegungspraxis in dem Geschosswohnungsbereich
zurückzuführen. Aktuelle Auswertungen zeigen seit 2012 nun stabilere Einwohnerzahlen. Es
scheint also, dass zumindest die Entwicklung zu weiteren Bevölkerungsverlusten aufgehalten
werden konnte.
Die hohe soziale Belastung des Stadtteils (besonders im Kernbereich), findet in den
Bereichen SGB II Leistungsbezug, Jugendarbeitslosigkeit und Kindergesundheit statt. In
diesen gehört der Stadtteil Lindweiler zu den jeweils 10% am stärksten belasteten Gebiete n
Kölns. In selbigem Maße weist Lindweiler einen erhöhten Anteil an Menschen mit
Migrationshintergrund auf. Darüber hinaus liegen 5% der Kölner Belegrechtswohnungen im
Stadtteil, aber nur 0,35% der Kölner Bevölkerung leben hier. Dadurch ergibt sich eine
erhöhte Belastung des Stadtteils mit Faktor 14. Gleichzeitig fehlen dem Stadtteil
Nahversorgungsangebote gemäß dem Entwicklungskonzept Lindweiler erreicht der Stadtteil
nicht die Größenordnung eines selbsttragenden Nahbereiches, welcher nach dem
Gesamtkonzept der Stadtentwicklung Kölns erst mit rund 5.000 Einwohnern veranschlagt
wird.2 Die fehlende Nahversorgung beeinträchtigt laut der Bewohnerumfrage der Empirica
AG die Wohnzufriedenheit erheblich. 3
Gleichwohl birgt Lindweiler große Potentiale wie einen ho hen Grünanteil, eine
überschaubare, beinahe dörfliche Struktur und engagierte familienfreundliche
Einrichtungen. Dies kam bereits in genannter Bewohnerbefragung der Empirica AG zum
Ausdruck, in welcher die neu gestalteten Spielplätze, Nachbarschaftskontakte,
Kinderbetreuungsangebote sowie Parks und Grünflächen als besonders positiv bewertet
wurden.
1 Gemäß Bevölkerungsstatistik, Stand 31.12.2017: 3442 Personen
2 Amt für Stadtentwicklung und Statistik: Entwicklungskonzept Lindweiler 2011
3 Empirica AG: Schriftliche Bewohnerbefragung September 2017
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
2
Der Stadtteil Lindweiler und die Entfaltung seines Potentials sind auch auf der Agenda der
Stadt Köln. Durch die Erstellung des „Entwicklungskonzepts Lindweiler“ und der
Verabschiedung des „Integrierten Handlungskonzepts Lindweiler“ (IHK), werden nun die
Menschen und Einrichtungen bei der Arbeit in und für Lindweiler mit städtebaulichen
Fördermitteln sowie mit Zuschüssen aus Stadt und Land unterstützt.
1.2 Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
Zu den mitgestaltenden Einrichtungen im Stadtteil , zählt der Verein: S oziales Zentrum Lino-
Club e.V.. Das Soziale Zentrum Lino-Club e.V. ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe
und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Seit seiner Gründung von engagierten Menschen
im Jahr 1963, ist der Verein nun seit über 50 Jahren in Lindweiler aktiv.
Heute unterhält der linoclub mittlerweile an 18 Standorten im Kölner Norden Ein richtungen
in den Bereichen: Kindertagesstätten, offene Ganztagsschulen, Einrichtungen der offenen
Kinder- und Juge ndarbeit, Schulsozialarbeit. 400 haupt-, n eben- und ehrenamtliche
Mitarbeiter führen täglich Angebote für mehr als 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene
durch. Die Einrichtungen haben hierbei sowohl regionale als auch überregionale Bedeutung.
Über die Angebote im Bereich der Kinder - und Juge ndarbeit hinaus gehört auch die
intergenerative und integrative Arbeit mit Angeboten für Familien und Senioren zum festen
Bestandteil der Arbeit dazu.
Der Standort am Unnauer Weg existiert seit 1964 und bildet sowohl das Zentrum des
linoclubs (u.a. Sitz der Geschäftsstelle), als auch einen wichtigen Bestandteil des sozialen und
kulturellen Lebens für die Bewohner Lindweilers. Darüber hinaus bietet der linoclub
Angebote für Familien und Senioren und arbeitet sowohl intergenerativ als auch integrativ.
1.3 Gelände und Gebäude
Das Vereinsgelände am Unnauer Weg umfasst 8.000m² und beherbergt drei
unterschiedliche Gebäudekomplexe sowie Außenflächen. Das Gelände befindet sich auf zwei
Grundstücken, welche einerseits der Stadt Köln und andererseits der katholischen
Kirchengemeinde St. Dionysius (Erbbaurecht an linoclub) gehören.
Bei den einzelnen Gebäudekomplexen handelt es sich um:
- Hauptgebäude: hier befindet sich die Offene Tür Lindweiler (Kinder- und
Jugendzentrum) mit offenem Treffp unkt für Kinder und Jugendliche im Stadtteil, die
Geschäftsstelle und beherbergt das Modell förderprogramm Mehrgenerationenhaus
(seit 2012 und einziges MGH in Köln)
- Circushalle des Kinder- und Jugendcircus Linoluckynelli : diese Halle wurde 2011
teilsaniert und ist auch für Veranstaltungen für bis zu 700 Personen nutzbar;
überregionales Kinder- und Jugendangebot
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
3
- Kindertagesstätte Marienberger Weg für 70 -75 Kinder im Alter von 0,6 - 6 Jahren:
wurde 2012 saniert und in Teilen neu errichtet); gefördert durch d as
Bundesprogramm Sprach-Kita (seit 2017) und ist anerkanntes Familienzentrum (seit
2015)
2 Ausbau Campus
2.1 Städtebauliche Zielvorstellung
In dem 2014 verabschiedeten Integrierten Handlungskonzept Lindweiler (IHK) ist der Ausbau
des Sozialen Zentrums Lino -Club e.V. zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus
(Mehrgenerationenhaus) als bauliche Maßnahme der Städtebauförderung benannt.
Mit Umbauten im Viertel soll das im IHK erkannte Angebotsdefizit aller Altersgruppen
ausgeglichen werden. Damit ist auch ein positiver Einfluss auf das Stadtteilimages zu
erwarten. Durch ein breiteres Angebot und einer stärkeren „Stadtteilbindung“, welche
Besucher und Besucherinnen anderer Stadtteile anzieht, wird die soziale „Verinselung“ im
Viertel angegangen . Dem linoclub wird im IHK besonders bei der Behebung von
Angebotsdefiziten, der Stabilisierung der Bevölkerungsstruktur und der Stärkung des
sozialen Miteinanders „erhebliches Potential“ beigemessen.4
Der linoclub soll demnach als öffentliche Begegnungsstätte für alle Altersgruppen dienen
und eine erweiterte generations- und kulturübergreifende Angebotspalette für den Stadtteil
Lindweiler bieten; m it zusätzlichen Beratungs- und Bildungsangeboten einschließlich
Räumen für bürgerschaftliche Aktivitäten , Raumangeboten zur individuellen und
gruppenspezifischen Arbeit und offenen Treffpunkten zur Belebung des gemeinsamen
Miteinander. Gleichzeitig soll das bestehende Ju gendzentrum modernisiert werden und
einen eigenständigen Bereich erhalten.
Die Umgestaltung des Areals soll die Bewohner sämtlicher Bevölkerungsgruppen
unterschiedlicher kultureller und sozialer Hintergründe im Stadtteil und angrenzender
Stadtviertel ansprechen und Kindern und Jugendlichen weiterhin eine offene und konstante
Anlaufstelle bieten.
2.2 Aktuelle Einschränkungen
Bereits jetzt ist der linoclub Treffpunkt vieler verschiedener Gruppen. Jugendliche haben bei
der Nachmitta gsbetreuung und im Rahmen der Offenen Tür (OT) die Möglichkeit zum
4 Amt für Stadtentwicklung und Statistik: Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln -Lindweiler,
September 2015
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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Austausch und zur Freizeitgestaltung. Es gibt Bildungs - und Weiterbildungsangebote sowie
Sport- und Kreativkurse. Das Angebot ist dabei jedoch durch die räumlichen Begebenheiten
stark eingeschränkt.
Das Gebäudekong lomerat ist durch seine verschieden ausgerichteten Erschließungen nicht
gut verknüpft. Synergien versch iedener Angebote lassen sich kaum herstellen. So sind zum
Beispiel OT und Circus lediglich durch eine Hintertür oder durch das UG erreichbar. Auch der
große Platz vor dem Hauptgebäude lässt sich durch die rückwärtige Lage nicht g ut in die
Angebote integrieren und gleicht im jetzigen Zustand eher einem Werkhof, respektive einer
Lagerstätte.
Das Hauptgebäude ist aktuell nicht barrie refrei zu erschließen. Die s bedeutet einen klaren
Ausschluss von Personengruppen bei den Angeboten und der Nutzung. Besonders ältere und
jene mit körperlichen Einschränkungen werden bereits durch die steile Eingangstreppe
benachteiligt, können sich auch in den weiteren Gebäudeteile n nicht frei bewegen, finden
keine barrierefreie Toilette vor und können nur erschwert in die Angebote eingebunden
werden. Aus einer internen Umfrage des Sozialen Quartiersmanagements Ende 2016 wurde
deutlich, dass sich gerade ältere Nutzer/innen der Angeb ote explizit einen schwellenfreien
Zugang zum linoclub dringend wünschen.
Das Kinder- und Jugendangebot bietet aktuell wenig Rückzugsflächen. Sein Hauptraum bildet
gleichzeitig den Eingangsbereich für die restlichen Angebote und die Geschäftsstelle. Im
Sinne eines Jugendzentrums ist es jedo ch unerlässlich, dass hier ein abgetrennter Bereich
geschaffen wird, in dem spezifisch Kinder - und Juge ndarbeit angeboten werden kann und
welcher als eigenständiges Jugendzentrum für die Nutzer/innen ersichtlich ist.
Räume für bürgerschaftliches Engagement und für Feste oder Feiern der Menschen im
Stadtteil stehen aktuell nicht zur Verfügun g. Die derzeitige Veranstaltungssaal erfüllt für
diese Nutzungen nicht die infrastrukturellen Anforderungen und ist zudem baufällig. Im IHK
wurde jedoch klar identifiziert, dass es im Viertel den Wunsch nach größe ren Räumen für
private Feste, Veranstaltungen und zur freien Nutzung gibt. Größere Veranstaltungen
konnten lediglich in der Circushalle, so wie in den Circuszelten stattfinden. Derartige
Angebote können zum einen die pädagogische Arbeit des Circus einschränken und sind zum
anderen alleine aufgrund des Mehraufwandes durch Auf- und Abbau von Zelten, Bühnen,
etc. bereits nicht regelmäßig möglich.
Sport- und Werkstattangebote können bis dato nur eingeschränkt und in sehr kleinem
Rahmen stattfinden.
Um das vielf ältige Angebot des linoclubs zu koordinieren bedarf es auf dem neu
entstehenden Campus an ruhigen Arbeitsräumen so wie Treff- und Rückzugsorten für die auf
dem Gelände tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Auch in jenen Räumen der
Geschäftsstelle äußert sich der Bedarf nach einer räumlichen Umstrukturierung. Bei der
steigenden Nachfrage an sozialen, kulturellen und generationsübergreifenden Angeboten,
wird auch die Rolle der Geschäftsstelle zunehmen d gefordert, um die Koordination der
Angebote in seiner Diversität aufrechterhalten zu können. Im Bestandsgebäude grenzen die
Büroräume direkt an die OT und die Veranstaltungsräume. Obwohl dieser direkte Bezug zu
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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den koordinierten Nutzungen gewünscht ist , schränken sich die Nutzungen aktuell
gegenseitig ein und eine klare Abgrenzung ist nach Außen kaum darstellbar.
2.3 Bauliche Umgestaltung
Der linoc lub soll sich durch den Neubau in den Stadtteil öffnen und als ein „Campus“ den
Menschen im Viertel durch ein vielfältiges räumliches Angebot zur Verfügung stehen.
Baulich bedeutet diese Neugestaltung, die Schaffung verbindender Elemente im Sinne eines
Campus. Alle Gebäude fassen hierzu zwei Platzzon en ein. Diese sind Begegnungsstätte n und
können zur Ausweitung der Angebote im Außenbereich genutzt werden. Eine
nutzerfreundliche Öffnung soll durch neue Zuwegungen und Erschließungsachsen geschaffen
werden. Dabei wird besonders auch auf die barrierefreie Erschließung und Gestaltung
geachtet, um eine Nutzung aller Personen zu ermöglichen. Großzügige, offene Bereiche und
Kommunikationszonen im Außen - und Innenbereich bieten Raum für zwanglosen Kontakt
aller Nutzer und Nutzerinne n. Privatere, geschlossene Be reiche bieten durch flexibel
nutzbare Gruppen und Veranstaltungsräume Orte und Möglichkeiten für das Miteinander
und das Individuum.
2.3.1 Konzept Gebäudeplanung
Auf dem Gelände soll eine L-förmige Gebäudeanlage entstehen. Die Gebäude schenkel
erstrecken sich über beide Grundstücke. Sie werden jedoch an der Grundstücksgrenze durch
eine Brandwand getrennt. So funktionieren die Gebäudeteile jeweils autark voneinander. In
Richtung Süden fassen sie gemeinsam mit der Circushalle einen zentralen Platz ein, welcher
die Eingangssituation bildet. Durch eine breite Eingangssituation und ein frontal gelegenes
offenes Foyer formt das Gebäude so eine einladende Geste der Offenheit hin zum Stadtteil.
Rückwärtig am Gebäude wird ein geschützterer Außenbereich mit Rückzugsmöglichkeiten
geformt. An diesen geschützten Bereich mit Linogarten ist die KiTa angebunden. Dieser
multifunktional nut zbare Außenraum ist durch die offene Grundrissgesta ltung im
Erdgeschoss durch das Gebäude mit der zentralen Mitte verknüpft. Diese Öffnungen und
Verknüpfungen symbolisieren die Neuorientierung für ein stärkeres Miteinander im
Stadtteil.
Damit die zentrale Mitte vornehmlich den Nutzer/innen zur Verfügung steht, findet d er
Lieferverkehr getrennt von Nutzungen und Laufwegen statt. Die Werkstätten mit Angeboten
für den Stadtteil werden hingegen zur zentralen Mitte geöffnet.
Durch den Neubau entsteht eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten die Zukunftsfähigkeit
und Flexibilität versprechen. Durch geschickt gesetzte mobile Wände können große Säle
auch in kleine Gruppenräume verwandelt werden . Die Erschließungszonen dienen in ihrer
freien Gestaltung zugleich als Kommunikations - und Aufenthaltszonen. Durch Leitsysteme,
ebenerdige und schwellenlose Zugänge , einem Aufzug und Konzepte zur Barrierefreiheit
wird die Integration aller Besucher/innen auf allen Geschossen ermöglicht und vermittelt.
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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2.3.2 Konzept Freianlagen
Die Freianlagen geben durch ihr lebendiges Zellensystem dem Freiraum eine eigene
Gestaltungssprache. Dabei geht es in erster Li nie darum , eigenständige Gestaltung sowie
eine einprägsame Formensprache als Möglichkeit zur Identifikation mit der bestmöglichen
Flächennutzung zu verbinden. Der Entwurf arbeitet mit einem offenen und befestigten
Vorplatz mit eingebetteten Zellen. Dieser kann als Auftakt und Veranstaltungsraum dienen ,
durch die Zellen aber auch Teilräume mit zurückgezogener Atmosphäre bieten. Die
Freianlagen spiegeln somit das Gesamtkonzept des Gebäudes wieder: Multifunktionalität
durch verknüpfbare offene und zurückgezogene Räume. Die Zellen können mit diversen
Nutzungen und Pflanzschemata belegt werden. Der rückwärtige Linogarten wird zum
Beispiel in mehrere Zellen verortet und soll so durch die Nutzer/innen angeeignet werden,
ohne die übergeordnete Gestaltung ssprache zu verlassen. Auf der zentralen Mitte, dem
Vorplatz finden sich diverse Zellentypen : Die klassische Baumdachzelle mit Kiesgrube und
Sitzen, die Bühne als Holzpodest zum Verweilen und für Aktionen, sowie diverse grüne
Zellen, mit Gräser, Stauden, B üschen und Bäumen . Sie sind zur Schaffung ökologischer
Vielfalt freier bepflanzt, mit Strahlkraft an die Nutzer/innen.
3 Campus Strukturen und Angebote
Für die zukunftsfähige Ausrichtung des Linoclubs und des Standorts am Unnauer Weg wird
auf die im Folgenden dargestellten Tätigkeitsbereiche und ihre geplanten Aktivitäten
gesetzt.
3.1 Kinder- und Jugendarbeit
Laut dem IHK Lindweiler ist besonders die Kinder- und Jugendarbeit in Lindweiler von großer
Bedeutung. Im Kernbereich des St adtteils leben viele Kinder aus großen und
einkommensschwachen Familien. Ihnen müssen Rückzugsorte, Aus - und
Weiterbildungsmöglichkeiten geboten werden. Die Kinder - und Jugendarbeit ist
Schwerpunkt der Arbeit des linoclubs, wodurch auf dem Gelände gleich zwei Kinder - und
Jugendeinrichtungen untergebracht sind.
Der Kinder- und Jugendcircus linoluckynelli befindet sich in der 2011 teilsanierten
Circushalle. Die Offene Tür Lindweiler (OT) ist in das Hauptbestandsgebäude integriert.
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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3.1.1 OT Lindweiler
Die OT Lindweiler handelt unter den Leitzielen des Anbietens inklusiver Angebote der
Freizeitgestaltung, dem Abbau herkunftsbezogener Benachteiligungen, der Bereitstellung
von lebenspraktischen Hilfen, der Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen, der
Ausbildung von Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl sowie der Förderung von
Gemeinschaftssinn und Integration.
Der Neubau unterstützt, durch die Erweiterung der vorher begrenzten
Nutzungsmöglichkeiten, bei der Verwirklichung dieser Leitziele. Durch den Neubau wird nun
die Parallelität der Öffnung für alle Altersgruppen ohne Verdrängungsmechanismen in dem
Bereich der Kinder - und Jugendarbeit ermöglicht. Diese Parallelität der Ansprache
verschiedener Zielgruppen lässt sich momentan nicht verwirklichen. Nur durch eine
Trennung der zeitlichen Nutzung ist es derzeit möglich spezifische Angebote für beide
Anspruchsgruppen anbieten zu können . Es kommt zu großen Einschränkungen der
gemeinschaftlichen Nutzung, um den Kindern und Jugendlichen ihren benötigten Platz in der
Offenen Tür geben zu können.
Zudem leidet die freie Gestaltung eigener Räumlichkeiten durch die wechselnden
Nutzergruppen. Mit eigenen Rückzugsmöglichkeiten für die OT, ist eine Partizipation der
Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung ihres Jugendzentrums endlich möglich.
Ein Hauptaugenmerk des Neubaus für die offene Kinder- und Jugendarbeit liegt deshalb auf
der Erzeugung eines eigenen Bereichs, um eine gezieltere Ansprache für die Kinder und
Jugendlichen zu schaffen. Vor allem in Hinblick auf das Leitziel der Förderung der sozialen
und emotionalen Kompetenz ist es zwingend erforderlich den Jugendlichen einen
geschützten Bereich zur Verfügung zu stellen.
Die Ausgestaltung des Neubaus orientiert sich daran, dass die OT einen zentralen
niederschwelligen Ort der Begegnung und der Kontaktaufnahme mit den pädagogischen
Mitarbeitern für die Kinder und Jugendlichen bietet. Dabei wird darauf geachtet, dass die
neuen Räumlichkeiten sich an den Interessen und Vorstellungen der Kinder und
Jugendlichen orientieren und alle notwendigen Räumlichkeiten, wie ein Medienraum oder
geschlechtsspezifische Arbeitsräume, vorhanden sind. Hiermit können auch Angebote wie
das Kinder- und Jugendforum Chorweiler ausgebaut werden, welches Kindern Möglichkeiten
bietet sich in politische und soziale Prozesse einzubringen.
3.1.2 Kinder- und Jugendcircus linoluckynelli
Die Arbeit im Erlebnisfeld Circus bietet Kindern und Jugendlichen handwerkliche, musische,
darstellerische und artistische Möglichkeiten. Diese Aussage des IHK weist auf di e
Spezialisierung des überregionalen Angebot s für Kinder und Jugendliche hin. So eröffnet der
Kinder- und Jugendcircus linoluckynelli mit einer Angebotspalette, im Bereich der
Circuspädagogik, der Erlebnispädagogik und der Freizeitpädagogik, di e im Vergleich zu r
Einwohnerzahl einen großen Gewinn für die Linderung struktureller Benachteiligung der
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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anwohnenden Kindern und Jugendlichen verspricht. Durch das besondere pädagogische
Konzept und die spezialisierte Angebotspallette ist der Kinder - und J ugendcircus
linoluckynelli weit über die Stadtteilgrenzen bekannt und kann so, bildlich gesprochen, als
Leuchtturm für den Stadtteil Lindweiler fungieren.
Darüber hinaus spielt die Circushalle als Veranstaltungshalle für ein kulturelles Angebot im
gesamtstädtischen Raum eine große Rolle. Das Angebot hier sorgt für die musische und
künstlerische Weiterbildung und schafft ein alternatives Bewegungsangebot. Die
Aufführungen bieten außerdem Verknüpfungsmöglichkeiten über den Stadtteil hinaus.
Die Circushalle wurde bereits im Jahr 2011 auf dem südöstlichen Teil des Geländes
teilsaniert. Dem Circus wird vor allem durch die zentrale Mitte des neuen Campus und durch
die neuen Erschließungsmöglichkeiten über die Außenanlagen die Möglichkeit geboten, auch
außerhalb der Circushalle Angebote an die Jugendlichen zu machen. Die geplante
Ausweitung des Konzeptes des Kinder - und Jugendcircus auf weitere kulturelle Medien, wie
z.B. Tanz, urbane Künste, Theater o der Poetry kann auf die neuen Nutzungsmöglichkeiten
des Neubaus zugreifen. Durch die Erweiterung der Veranstaltungsräume kann hier eine
breitere Versorgung im Kultur- und Sozialbereich erfolgen. So können vorab Auftritte bereits
in kleineren Räumen geplant werden und die Festlegung auf eine große Show pro Jahr kann
durch Ausschnittvorführungen bereits dem Publikum präsentiert und Rückmeldungen
eingearbeitet werden. Auch fehlt in der Halle selber die Möglichkeit für gruppenspezifis che
Arbeit in Kleingruppen, da der Bewegungsbereich der Halle nicht für konzeptionelle Arbeit
geeignet ist. Durch die erweiterten und optimierten Möglichkeiten zur Lagerung durch die
Lagerhalle können die Gerätschaften des Circus erweitert und strukturiert er verstaut
werden, so dass Nutzungssynergien mit anderen Einrichtungen zukünftig verst ärkt genutzt
werden können.
3.1.3 Praxiswerkstatt Lindweiler
Neben dem laufenden Betrieb der offenen Kinder - und Jugendeinrichtungen soll der Ausbau
auch die soziale Maßnahme der Praxiswerkstatt Lindweiler unterstützen. Dieses Projekt zielt
mit seiner Ausrichtung auf mehrere Kernbestandteile der Sozialraumerschließung des
Stadtteils und der Umstrukturierung ab. Vorrangig sollen vor allem die soziale und berufliche
Integration von Jugendlichen und die Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit im Stadtteil
stehen. Die Praxis werkstatt bietet sowohl Möglichkeiten zur Fort - und Weiterbildung, wie
auch praktische Möglichkeiten zum Jobeinstieg. Hierzu wurde in den vergangenen Jahren
bereits das Bewerbungstraining begonnen, konnte aber langfristig aufgrund des Mangels an
ständig zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht weiter geführt werden . Es fehlen
bislang die Beratungsräume um die pädagogische Begleitung unabhängig der
Einrichtungsleitungen und der zu erprobenden Berufsfelder zu gewährleisten und Raum um
die personenbezogenen Daten unter Datenschutzrichtlinien zu verarbeiten. Vor allem durch
die Kooperation mit dem Jobcenter muss es ein niedrigschwelliges Raumangebot geben.
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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Durch die Integration der teilnehmenden Jugendlichen der Praxiswerkstatt in die täglichen
Abläufe des linoclubs bekommen sie zudem die Chance sich in verschiedenen Berufsfeldern
auszuprobieren. Durch den Neubau und die klaren Nutzu ngs- und Verantwortungsbereiche
steht den Jugendlichen eine größere Vielfalt an Berufsbildern zur Verfügung. Der linoclub
übernimmt hier eine „Türöffner-, Motivations- und Vermittlerfunktion“.
Darüber hinaus soll mit der Praxiswerkstatt die Nachfrage der älteren Bevölkerung nach
Unterstützung im Alltag bedient werden und somit die verschiedenen Generationen über
ihre jeweiligen Anforderungen zusammengebracht werden. Die Senioren können im
Gegenzug zu haushaltsnahen Dienstleistungen des Alltags zum Beispiel in den Räumen des
linolcubs mit Mentoring-Programmen die Jüngeren unterstützen.
Die neuen Räumlichkeiten des linoclubs können zudem die Möglichkeit bieten sich zwanglos
zu begegnen und zu unterstützen, so die Leitziele der Praxiswerkstatt. Außerdem werden
neue Gruppen - und Seminarrä ume geschaffen um das Angebot gezielter und ko nkreter zu
erweitern. Um die Möglichkeit der handwerklichen Erprobung und das Erlernen von
Fertigkeiten zu ermöglichen , ist hierbei auch notwendig, dass die Werkstatt eine n Ausbau
und eine Neuordnung erhält. Die Werkstätten werden zudem mir ihrer freien Öffnung zur
zentralen Mitte in ihrer Nutzung für den Stadtteil geöffnet werden. Unter dem
Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit können hier auch Angebote wie ein Repair -Café oder eine
Fahrradwerkstatt einen Platz finden.
3.1.4 Kita
Auf dem Gelände befindet sich auch d ie Kindertagesstätte Marienberger Weg (KiTa), welche
auch anerkanntes Familienzentrum NRW ist und Teil des bundesweiten Sprachförder -
programmes Spach-KiTa ist.
Durch die Baumaßnahmen wird die Ki ta an den Linogarten (A4) und den Aktionsplatz (A5)
angebunden. Hierdurch kann das KiTa Angebot , sowie das defizitäre Angebot an
halböffentlichen Spielflächen für Kleinkinder im Stadtteil , erweitert werden. Zum anderen
kann es hier im Rahmen von Angeboten z.B. im Li nogarten zu Begegnungen der
verschiedenen Alter sgruppen kommen. Möglichkeiten sind hier zum Beispiel
gemeinschaftliche Pflanz- und Gärtnereigruppen. Darüber hinaus ist die KiTa baulich jedoch
nicht von der Baumaßnahme betroffen, in diesem Bereich bietet der Neubau neue Chancen
zum Austausch und keine Ertüchtigung oder Ausweitung der KiTa.
So kann die KiTa durch direktere Ersch ließungswege und ein größeres Raumangebot
vermehrt Synergien durch Beratungs- und Weiterbildungsangeb ote nutzen. Durch die
Integration des Familienzentrums in die Campusstruktur können hier Angebotssynergien mit
dem Mehrgenerationenhaus und dem Sozialen Quartiersmanagement genutzt werden , um
für die Hilfesuchenden die Wege kürzer und die Schwellen niedriger zu gestalten.
Betriebskonzept Soziales Zentrum Lino-Club e.V.
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Darüber hinaus kann durch die Anbindung an den offenen Treff und den Veranstaltungssaal
auch hier spezifische und erweiterte Angebote für die Kitakinder und Ihre Familien , sowie
allen Kleinkindern und Familien im Stadtteil, stattfinden.
3.1.5 Synergien im Kinder- und Jugendbereich
Bereits jetzt kooperieren OT und Circus bei ihren Angeboten. Ein inhaltliches Ziel der
Einrichtungen ist die Ausweitung musischer und künstlerischer Weiterbildung. Die Kinder
und Jugendlichen sollen ermutigt werden, Neues auszuprobieren und bislang blockierte oder
verschüttete Fähigkeiten sollen verwirklicht werden. Die neue „Campus“ Struktur so wie der
zentrale Platz sorgen durch Blickbeziehungen und klare Wegeverbindungen für eine
Verknüpfung von Gebäuden und Außenbe reichen. Damit werden die Kooperationen
erleichtert und können erweitert werden . Die räumliche Trennung wird durch den Neubau
aufgelöst und eine offene und ineinander übergehende Zusammenarbeit kann verstärkt
realisiert werden.
3.2 Generationsübergreifendes Bürgerhaus
Es wenden sich zunehmend Familien an die Einrichtung und fragen nach Angeboten im
Bereich Bewegung, Fitness, Ernährung, Gesundheit, Schuldenberatung, Erziehung aber auch
Sprache und schulischer Ausbildung sowie beruflicher Qualifikation. Senio ren suchen
vermehrt nach Beratungsangeboten zum Thema Demenz oder Wohnen und Altwerden im
Stadtteil und Jugendliche nach Beschäftigungs - und Rückzugsangeboten sowie
nachschulischen Betreuungsangeboten. Der Neubau und die Arbeit des linolcubs haben
gemeinsam das Potential auf viele dieser Forderungen räumlich sowie inhaltlich zu reagieren
und ihnen Platz zu bieten. Auch auf die steigende Notwendigkeit von lokalen Angeboten
durch den erhöhten Anteil an über 65 -jährigen im Stadtteil und der meis t eingeschränkten
Mobilität kann mit dem Neubau reagiert werden. Durch einen ausreichenden Ausbau an
multifunktional nutzbaren Räumen sollen auf dem neuen Campus alle Bevölkerungsgruppen
die Möglichkeit bekommen sich zu verwirklichen. So entstehen Nutzungs varianten der
Räume beispielsweise für Arbeitsräume, Beratungsräume, Schulungsräume, Gruppenräume
und Veranstaltungsräume für die Besucher des Campus. Ergänzt werden sollen diese durch
das Angebot von Bewegungs- und Spielflächen im Außenbereich.
Die Syne rgien zwischen diesen Schwerpunkten und die Schnittstellen zwischen den
einzelnen Angeboten ermöglichen eine ganzheitliche Versorgung. Diese fachliche Nähe der
Angebote führt nun durch die Erschließun g der räumlichen Nähe durch den Neubau, zur
Entstehung e iner Vernetzung, die niedrigschwellig zu einer optimalen und schnellen
Beratung und Hilfe der Menschen im gesamten Stadtteil führt.
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Zum einen sollen Angebote für alle und zum anderen auch spezifische Angebote für jeden
einzelnen zur Verfügung stehen, sowo hl im Beratungsbereich als auch im Bereich der
Nutzungsmöglichkeiten von Räumen oder an sich der Freizeitangebote.
3.2.1 Mehrgenerationenhaus
Der linoclub ist seit 2012 Teil des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus und ist einziges
Mehrgenerationenhaus in Köln. Der Neubau unterstützt durch Raum - und Platzgewinn nun
auch bei der weiterführenden Umsetzung des Hauses als kommunaler Akteur und der
Sozialraumentwicklung.
Das Bauvorhaben verfolgt in seiner Zielsetzung und mit seinem multifunktionalen Ausbau
ganz explizit einen Mehrgenerationenansatz, ohne dabei die individuellen
Entfaltungsbedürfnisse einzelner Zielgruppen zu vernachlässigen. Frei nach der Idee des
Mehrgenerationenhauses: Alles unter einem Dach, jede und jeder selbständig, aber alle auch
als Teil einer Gemeinschaft zum Nutzen des Einzelnen.
Problematisch an der Ausrichtung des Mehrgenerationenhauses stellt sich in der
momentanen Gebäudesituation vor allem die zeitliche Einschränkung bei der Nutzung der
Flächen durch die Jugendeinrichtung und das Mehrgenerationenhaus dar.
Zum einen ist es wie bereits im Kapitel des Jugendbereiches beschrieben, nicht nur für die
Jugendlichen einschränkend und für die Arbeit hera usfordernd keine spezifische Arbeit in
Rückzugsräumen ermöglichen zu können, sondern auch für die anderen Nutzergruppen
stehen momentan während des Betriebes des OT keine Rückzugs- und offenen Angebote zur
Verfügung. Spezifische Zielgruppen-Angebote die dennoch innerhalb der Nutzungszeiten des
gleichzeitigen Betriebes liegen, ergeben immer eine Einschränkung der Möglichkeiten für
den jeweilig Anderen. Durch die eigenständigen Bereiche und die multifunktionale
Ausrichtung der anderen Räumlichkeiten, kann dieses Defizit nun aufgehoben werden.
Zum anderen fehlt es an gelebter Begegnungsfläche. Kernelement des Ausbaus im Sinne des
Mehrgenerationenhauses ist darum eine offene Begegnungsfläche. Diese wird als Treffpunkt
zudem durch ein gastronomisches Angebot mit sozialverträglichen Preisen ergänzt. Das
frontal direkt am Eingang gelegene Ang ebot zum gemeinsamen Speisen und
Zusammenkommen soll vornehmlich Kontaktraum für Nutzergruppen bieten. Das Angebot,
insbesondere ein warmer Mittagstisch, richtet sich darum sowohl an die
Seniorengeneration, um der zunehmenden Vereinsamung entgegenzuwirken, wie auch an
Menschen mit niedrigen Einkommen und Familien und Kinder. Allen kann so ein Angebot
zum g esunden, ausgewogenen Auswärtse ssen geboten werden. Das Café wird ohne
Gewinnerzielungsabsicht betrieben und die Preise ergeben sich aus einer Kostendeckung,
welche lediglich den Wareneinsatz, die Personalkosten und anteilige Gemeinkosten abbildet.
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Beispielsweise soll hier ein Mi ttagstisch zum Preis von ca. 5,20€ (z.B. für ein Pasta -Gericht)
angeboten werden, oder wahlweise ein Suppengericht zum Preis von ca. 3,50€. 5 Gleichzeitig
sollen durchgängig Getränke und Kaffee mit kleinen Snacks angeboten werden um das
Verweilen im Offenen Treff attraktiv zu gest alten. Als Preisbeispiele zählen die bereits jetzt
erprobten Preise von 1,00€ für eine Cola und ebenfalls 1,00€ für einen Kaffee, Snacks und
Gebäck soll für 1,50€ dazu gereicht werden als Richtwert.
Die Küche teilt sich in zwei Bereiche, den Küchenbereich welcher mit der Theke zum Offenen
Treff mit Café zu zählen ist sowie in den Küchenbereich der „Kinder“Küche, dies ermöglicht
unter anderem auch eine Differenzierung der verschiedenen Anforderungen und Standards.
Die „Kinder“Küche kann zum gemeinsamen Koc hen als Begegnungsstätte zur Verfügung
gestellt werden, um sie für Gemeinschaftserfahrungen zu öffnen und auch so Tendenzen der
Vereinsamung so wie sozialer Aus- und Abgrenzung entgegen zu wirken. Mit interkulturellen
Kochabenden sollen zudem gemeinsame Berührungspunkte geschaffen werden. Zudem wird
diese Küche für die ÜMB (Übermittagsbetreuung) zur Verfügung stehen.
Die Teilhabe und Unterstützung im gastronomischen Bereich des Offenen Treffs durch alle
Bevölkerungs- und Altersgruppen aber vor allem Kind er und Jugendlichen (siehe Abschnitt
Kinder- und Jugendarbeit) kann außerdem eine Stärkung sozialer Kompetenzen schulen und
ist im Sinne der Teilhabeförderung von großer Relevanz. Auch soll die Möglichkeit
geschaffen werden, im Rahmen der Praxiswerkstatt o der anderer Projekte, die Gas tronomie
als Praxisstation für arbeitslose junge Erwachsene auszubauen, um hier Erfahrungen und
ggfs. erste Qualifikationen zu erwerben.
Das Bauprojekt schafft die infrastrukturelle Grundlage für ein soziales Miteinander und die
Vernetzung von Sozialem, Kultur und Bildung über die Altersgruppen hinweg , durch die
bereits erwähnten räumlichen Verknüpfungen und durch ein erweitertes Raumangebot
geschaffenen Synergien. Es ermöglicht aber auch, spezifische Angebote für alle
Nutzungsgruppen, ohne das gemeinsame Miteinander und Nebeneinander einzuschränken.
3.2.2 Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote
Die Beratung von Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen und Nöten soll mit dem
Ausbau des linoclubs eine Anlaufstelle für Beratungsangebote für alle Rat - und
Hilfesuchenden, unabhängig von ethnischer, nationaler oder religiöser Zugehörigkeit
eingerichtet werden. Bereits jetzt erbringen die Mitarbeiter/ innen der Einrichtungen tägli ch
konkrete Hilfestellungen, die es den Menschen vor Ort ermöglichen, ihren Alltag zu
5 Die Preise beruhen auf den Erfahrung des linoclubs in der Schulverpflegung (1.500 Essen täglich) und aus den
Vergleichen mit ähnlichen Angeboten anderer Mehrgenerationenhäusern (bspw. MGH Bensheim, MGH
Hamburg-Eimsbüttel, MGH Münster, MGH Wesel) und Bürgerzentren (bspw. Büze Ehrenfeld, Bürgerz Deutz).
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bewältigen und Perspektiven zu entwickeln. Hier wird auch in Anbetracht der neuen
Flüchtlingsunterkunft in Lindweiler eine erhöhte Nachfrage erwartet.6
Organisatorisch un d konzeptionell wird es eine enge Zusammenarbeit mit den anderen
Bereichen und Einrichtungen des sozialen Zentrums auf dem Gelände geben. Dabei kann die
Mischung aus Kultur, Versorgung und Beratung bei einer gebündelten Anlaufstelle eine
Stigmatisierung ve rhindern, da keine eindeutige Zuordnung der Angebotsnutzung möglich
ist.
Im linoclub selber, können nun verschiedene auf dem Gelände bereits bestehende
Beratungsangebote zusammengeführt werden, um für die Menschen Wege kürzer und
Schwellen niedriger zu gestalten.
Hier sind nun folgende Angebote beispielhaft zu nennen:
- Bürgersprechstunde des Sozialen Quartiersmanagements im Stadtteil
- die Förderung von Beratungsangeboten durch die Anerkennung als
Mehrgenerationenhaus
- die offene Tür als Anlaufstelle für Probleme von Kindern und Jugendlichen
- die Kita auf dem Gelände, welche eine Förderung als Sprach-Kita des Bundes bezieht
und gleichzeitig anerkanntes Familienzentrum ist.
Die Angebote s ollen mit anderen Angeboten und den Kooperationspartnern und
Einrichtungen im Stadtteil abgestimmt werden.
Das erweiterte Raumprogramm steht den anderen Akteuren des Stadtteils als Bereicherung
zur Verfügung. Es wird darauf geachtet, dass keine Verdrängungsmechanismen entstehen,
sondern die Öffnung in den Stadtteil und die gemeinsame Nutzung des Angebotes erzielt
wird.
3.2.3 Sport und Gesundheit
Vor allem eine erhöhte Nachfrage in dem Bereich der Raumnutzungsmöglichkeiten für
Sportangebote ging im linoclub ein. Bereits finden und fanden Sportangebote für Senioren
wie „Fit für 100“ 7 oder NADiA8 in der bestehenden Veranstaltungssaal statt, die Möglichkeit
zu bieten, diese Angebote auszuweiten, wird nun durch die räumliche Erweiterung
bewerkstelligt. Auch können so die Sportangebote für Schwangere und junge Eltern oder die
Nachfrage nach Kraftsport - und Bewegungsange boten für Jugendliche zielgruppen -
spezifischer und in größerem Umfang angeboten werden.
Unter der Trägerschaft des linoclubs steht auch die soziale Maßnahme Gesund in Lindweiler,
als Teil des IHK . Aufgrund der hohen Belastung des Stadtteils hinsichtlich de r
6 Fertigstellung Unterkunft für Geflüchtete in Holzständerbauweise Ende 2. Quartal 2019; Belegung der 150
Unterkunftsplätze 3. Quartal 2019.
7 Fit für 100 ist ein Bewegungsangebot für Hochaltrige, welches vor allem auf die Gruppe der Menschen des
vierten Lebensalters (80+) ausgerichtet ist.
8 NADiA (Neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige), Sportliche und gemeinsame
Aktivitäten für Demenzkranker und ihrer Angehörigen
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Kindergesundheit, wurde dieses Projekt in die Maßnahmenagenda des IHK Lindweiler
aufgenommen. Auch aus dem Kinder - und Jugendgesundheitsbericht der Stadt Köln
2017/2018 bestätigt sich für Lindweiler als einer der 24 Stadtteile mit hoher
Handlungspriorität dieser Bedarf . 9 Das Projekt beinhaltet sowohl eine beratende
Komponente durch die Sensibilisierung der Kinder und Eltern für das Thema Gesundheit, als
auch die Stärkung der Erziehungskompetenzen im Bereich Gesundheit. Das Projekt soll sein
Zuhause in dem neuen Campus als Querschnittsthema finden. Zum ei nen durch
Anlaufstellen für die Beratungsangebote und zum anderen durch gelebte
Gesundheitsförderung der Kinder und Jugendlichen in den B ereichen Bewegung und
Ernährung, zum anderen d urch die Schaffung von Räumlichkeiten und Nutzungsfläche n für
Bewegungsangebote (z.B. Krabbelgruppen und Kinderturnen für junge Familien) . Darüber
hinaus kann durch den Aufbau eines Treffpunkts mit gastronomischem Angebot die
Möglichkeit geboten werden, den Umgang mit dem Thema Ernährung erfahrbar zu machen.
Auch soll in der „Kinder“Küche die Gelegenheit für das gemeinsame Kochen von
Jugendlichen und auch jungen Eltern, sowie auch anderen Zielgruppen, geschaffen werden.
Das Ziel ist es, hierbei eine Gesundheitsförd erung bei den Kindern und Jugendlichen in den
Einrichtungen selber zu erzielen mit anschließender Strahlkraft in den Stadtteil.
3.2.4 Veranstaltungen und kulturelles Angebot
Im Stadtteil Lindweiler besteht über alle Altersgruppen hinweg ein hoher Bedarf an
zielgruppenorientierten Kulturveranstaltungen.
Seit jeher führt der linoclub auf seinem Gelände Veranstaltungen durch. Unter den
regelmäßig wiederkehrenden finden sich der Lino-Flohmarkt, Circusaufführungen,
Gartenfeste, Lino Weihnachtsmarkt, Public Viewing etc. Durch die umfassende Erfahrung in
der Veranstaltungsplanung und -durchführung ist es möglich im Stadtteil ein attraktives
Angebot im Bereich von Kultur und Freizeit bieten zu können.
Räumlich gesehen fanden die Vera nstaltungen auf dem Gelände in der Circushalle oder auf
den nutzbaren Teilen der Außenfläche statt. Vor allem der vorhandene Veranstaltungssaal
konnte zwar noch aber immer weniger aufgrund der Baufälligkeit genutzt werden.
Alle Nutzergru ppen fordern die Möglichkeit zu selbstständigen und privaten
Raumnutzungen. Um das Angebot daran anpassen zu können, ist der Neubau und die
Erweiterung der bisherigen Räumlichkeiten eine grundlegende Voraussetzung. Es soll die
Möglichkeit geboten werden, Räume für eigene Veranstaltungen und Feiern zu nutzen.
Hierbei ist entscheidend, dass dies ein örtliches Angebot für Bewohner und Bewohnerinnen
des Stadtteils darstellt, welches neben den Privatpersonen auch von den in Lindweiler
aktiven gemeinnützigen Kooperationspartnern genutzt werden kann . Eine Kostenerstattung
9 Siehe: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf53/kinder-
_und_jugendgesundheitbericht_2018.pdf
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dient hierbei lediglich der Deckung etwaiger Mehrkosten (bspw. Zusatzreinigung oder
erhöhter Personalaufwand). Die Raumnutzungen und das gastronomische An gebot leisten
einen Beitrag dem Defizit in der Nahversorgung des Stadtteils entgegen zu wirken.
Durch eine dera rtige Überlagerung von internen konstanten Nutzungen und den zeitweisen
Nutzungen externer Angebote kann Begegnung geschaffen werden und eine Sy nergie für die
Gemeinschaft entstehen.
Angestrebt ist die Ermöglichung einer infrastrukturellen Versorgung im Sozial - und
Kulturbereich ausgehend von dem entstehenden Campus für den Stadtteil aber auch mit
einem Attraktivitätsgewinn und Strahlkraft in die benachbarten Stadtteile.
Der Neubau bietet neben dem erweiterten Angebot an die Bewohner/innen die Möglichkeit
für parallel e Nutzungen und Angebote , die allen Menschen schwellenfrei zur Verfügung
stehen. Sowohl privat wie auch öffentlich. Frei nach der Devise: Räume im und für den
Stadtteil.
3.2.5 Chancen der Quartiersentwicklung
Ein positives Beispiel für die Quartiersentwicklung ist das Projekt Soziales
Quartiersmanagement (SQM) des IHK Lindweiler. In der Auswertung der empirica Ag 2017
wurde empfohlen, dass das Quartiersmanagement neue, zielgruppenspezifische Angeb ote
schafft. Ob und wie erfolgreich diese durchgeführt werden können hängt eng mit dem neu
geschaffenen Raumangebot des Campus zusammen. Unter dem Stichwort des Engagements,
soll der neue Campus sozusagen ein maßgeblicher Ort sein, an dem das bürgerschaftl iche
Engagement räumlich und sozial schwellenlos andocken kann.
Auch die Bündelung abgestimmter Angebote mit anderen Akteuren im Stadtteil kann
hierdurch erfolgen und Ideen sowie Nutzungsmöglichkeiten für den Campus eingebunden
werden.
In diesem Sinne steht vor allem auch die Stabilisierung und Bearbeitung sozialer und
wirtschaftlicher Probleme im Stadtteil v oranzutreiben. Die Öffnung des Campus auch für
Bürger der benachbarten Stadtteile soll die Insellage Lindweilers minimieren. Gleichzeitig soll
durch die gewonnene Attraktivität und die Verbesserung des Erscheinungsbildes und
Stadtteilimages, ein Anreiz für den gewünschten Zuzug junger Familien geschaffen werden.
Besonders in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung eines voraussichtlich weiterhin
angespannten Wohnungsmarktes und zukünftig steigendem Wohnraummangel im
gesamtstädtischen Bereich kann mit ansprechenden Angeboten für Kinder und Familien,
durch den möglichen Zuzug besserverdienender Familien oder Familien mit höheren
Bildungsabschlüssen, eine soziale Durchmischung im Stadtteil entstehen. Deren Relevanz
durch das erwartete sterbefallbedingte Freiwerden einiger Einfamilienhäuser (Alterung/
Wegzug Nachfolgegeneration) in den nächsten Jahren mit einem verstärkten
Eigentümerwechsel noch erhöht wird. Um hierbei insbesondere junge Familien als
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Interessenten anzusprechen, ist ein ausgewogenes und breites Jugend- und Familienangebot
essentiell für die Zukunft des Stadtteils.
Für eine hohe Akzeptanz im Stadtteil ist es wichtig, die Bürger/innen im Stadtteil zu
integrieren und die Anliegen durch Bürgerbeteiligungsprozesse ernst zu nehmen. Durch eine
frühzeitige Beteiligung und Einbindung in die Entstehung des Campus können die
entstehenden Angebote bereits beworben werden und das Zentrum übergangslos für die
Zielgruppen genutzt werden.
Anlage 2 Übersicht Eigentumsverhältnisse Lino Club
314 Zeichen
Besitzverhältnisse Vereinsgelände Lino-Club e.V. in Lindweiler Aktuelle bauliche Situation Neue bauliche Situation | Abr'ss Flurstück 407, 408 e Eigentümerin: Katholische Kirchengemeinde St. Dionysius Köln- Longerich Erbpachtvertrag mit Lino-Club e.V. bis 2062 Flurstück 1869 und 1868 Eigentümerin: Stadt Köln
Anlage 3.3 Plan Gebäude und Außenanlage
2804 Zeichen
VeranlasserÄnderungZeichnerDatumIndex info@landschaftsarchitektur.net IndexDatumPlan-Nr.Datei-Nr.ArchitektFormatGeprüftLandschaftsarchitekt42657 solingen Telefax +49.212.2494489Telefon +49.212.2494486grünewalder str. 29 – 31 Spezifikation/GewerkPlaninhaltPlanungsphaseProjektsteuerungMaßstabGefertigtAuftraggeber Stadt[ f ] landschaftsarchitektur gmbh NFreianlagen11.01.2019f_18-050_3_lp_01ah / ngbf_18-050_3_lp_01841x5941:200Lageplanf_18-050_3_lp_01 gff_18-050_3_lp_01Lino-Club e.V. KölnEntwurf Soziales Zentrum Lino-Club e.V. Unnauer Weg 96a 50767 Köln Telefon 0221 998998-0Telefax 0221 998998-88 a22.03.2019gfUmplanung GebäudeAuftraggeberb29.03.2019gfKosteneinsparung, Umplanung GebäudeAuftraggeber KASTNER PICHLER ARCHITEKTENIm Stavenhof 2050668 KölnTelefon 0221 1793480 Legende Platztreff Zelleaufgeastete Laumbbäume, Kiesfläche,Corten Stahleinfassung Lino-Club PlatzAsphaltAnlieferhofAsphalt Platzgrün Zellenunterschiedliche Laub- und Nadelbäume, Büsche undStaudeneinsaat auf extensiver Kiesfläche, tieferliegend zurRetention Oberflächenwasser (-5cm), Corten Stahleinfassung Aktionplatz ZelleSchotterrasen, Corten StahleinfassungLinogarten ZellenPflanzzellen mit und ohne vegetativer Einfassung, freieBepflanzung und Gestaltung der Zelle im Rahmen desLino-Club, Corten Stahleinfassung TerrasseAsphaltPflanzzelleEinsaat StaudenbandEinsaat LINOCLUB VerbindungsgangWassergebundene Wegedecke/Zaun-/Toranlage ZaunanlageBestandToranlageSchwenktor manuell Bühne/SitzpodestEigenleistung Lino-Club,Holz, 45cm ToranlageSchwenktor manuell ToranlageSchwenktor manuell ToranlageSchwenktor manuellLaubbaum(Bestand)Laubbaum(Bestand) Laubbaum(Bestand)Laubbaum(Bestand)Laubbäume(Bestand) Laubbaum(Bestand) Lichtmast 2,66%306,59306,38 PKW StellplätzeRasenpflaster PKW StellplätzeRasenpflaster Laubbaum(Bestand) Gefälle PlanungHöhe PlanungHöhe BestandBearbeitungsumgriff BlindenleitstreifenBetonplatten weissSonderstellplatzAsphalt SonderstellplätzeAsphaltRasenParkplatzAsphalt StaudenbandEinsaatStaudenbandEinsaat ISIP 15141617181920 020304050607080910 01 342425262728293036 13 46,82 Höhe unbekannt46,8346,72 46,8046,8046,80 46,80 Höhe unbekanntHöhe unbekanntTreppenabgang Lage undHöhe unbekanntHöhe unbekannt Höhe unbekanntHöhe unbekanntHöhe unbekanntHöhe unbekannt 46,4746,4646,46Höhe unbekanntHöhe unbekanntBusstellplatz 01Busstellplatz 02 46,6546,5546,6246,5246,5246,5246,5246,5246,5246,5246,52 46,8246,8246,70 46,8246,80 46,8246,8246,5446,5446,7746,77 46,8246,82 46,82 46,6946,6546,5946,4446,4146,3846,38 46,35 46,35 46,6946,6946,6946,6346,5846,6246,742,00%2,00%2,00%2,00%46,7046,6046,5946,6846,652,00% 2,00%3,50%46,8046,8046,4046,3946,4146,3946,8046,803,50% 46,252,00%2,56%46,45 46,25 2,00%46,682,00%46,552,80% 2,00% 1112232122 31323335 Höhe unbekanntHöhe unbekanntHöhe unbekannt Höhe unbekanntHöhe unbekannt
Beschlussvorlage Rat
14901 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/514 Vorlagen-Nummer 2611/2019 Freigabedatum 29.08.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Ausbau der Jugendeinrichtung Unnauer Weg 96a im Zuge der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler; Projekt „Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus (Mehrgenerationenhaus)" hier: Planungs- und Baubeschluss Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Planung der Leistungsphasen 4 bis 6 HOAI für den Aus- bau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem Mehrgenerationenhaus über den Lino-Club e.V. als künftigen Bauherrn fortsetzen zu lassen. Die Freigaben der investiven Ausgabeermächti- gungen sind bereits erteilt. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Ausschreibung zur Vergabe der Leistungen einer Projekt- steuerung analog der Leistungsphasen 5 bis 9 HOAI über den Lino-Club e.V. als künftigen Bau- herrn durchführen zu lassen. Die analogen Leistungsphasen 7 bis 9 HOAI dürfen erst nach Ertei- lung des Zuwendungsbescheides durch den Fördermittelgeber und Abschluss des öffentlich- rechtlichen Zuschussvertrages zwischen der Stadt Köln und dem Lino-Club e.V. beauftragt wer- den. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung nach Erteilung des Zuwendungsbescheides durch den För- dermittelgeber und Abschluss des öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrages zwischen Stadt Köln und Lino-Club e.V. die Ausschreibung und bauliche Umsetzung für den Ausbau des Sozialen Zentrum Lino-Club e.V. auf der Grundlage der vorliegenden Planung zu einem Mehrgeneratio- nenhaus über den Lino-Club e.V. als Bauherrn durchführen zu lassen. 4. Der Rat beschließt unter dem Vorbehalt des Haushaltsbeschlusses 2020/2021 und der Bewilli- gung der Städtebaufördermittel die Freigabe von investiven Auszahlungsermächtigungen in Höhe Veedelsbeirat Lindweiler 29.08.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 Jugendhilfeausschuss 17.09.2019 Stadtentwicklungsausschuss 19.09.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 19.09.2019 Finanzausschuss 23.09.2019 Rat 26.09.2019 2 von 7.228.866 € für den Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem Mehrgeneratio- nenhaus im Teilfinanzplan 0902, Stadtentwicklung, Teilplanzeile 11, Auszahlungen von aktivierba- ren Zuwendungen, Finanzstelle 1502-0902-0-AZ03 – aRAP pRAP – Lindweiler Stadtsanie- rung/en. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 8.199.769 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 6.559.815 € 80 % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 57.805 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 39.193 € 68 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Der Rat hat in seiner Sitzung am 16.12.2014 das Integrierte Handlungskonzept (IHK) Köln-Lindweiler sowie die Umsetz ung der darin vorgesehenen Projekte beschlossen. Die Umsetzung der Maßna h- men wird im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ aus Mitteln der Städtebauförderung gefördert. Das Angebot der bestehenden Jugendeinrichtung wird mittels des Projekts „Ausbau des Soz ialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem Mehrgenerationenhaus“ erweitert und das Raumangebot optimiert. Im Zuge dessen werden auch Aspekte der generationsübergreifenden Teilhabe aufgegriffen und das Angebot dahingehend ergänzt. Es handelt sich um ein wichtiges Kernprojekt des IHK und ist darin mit einer ersten Kostenschätzung aus dem Jahr 2012 von insgesamt 2.643.600 € enthalten (siehe Pr o- jektbeschreibung Anlage 1: Auszug aus dem IHK). Mit dem Ausbau soll das im IHK erkannte Angebotsdefizit aller Altersgruppe n ausgeglichen werden. Das bestehende Soziale Zentrum des Lino -Clubs enthält erhebliches Potenzial, das zum Abbau be- stehender Angebotsdefizite und zur Stabilisierung der Bevölkerungsstruktur im Rahmen des IHK ge- nutzt werden muss. Der Lino-Club soll künftig als öffentliche Begegnungsstätte für alle Altersgruppen dienen und eine erweiterte generations - und kulturübergreifende Angebotspalette für den Stadtteil Lindweiler bieten mit zusätzlichen Beratungs- und Bildungsangeboten, Räumen für bürgerschaftliche Aktivitäten sowie zur individuellen und gruppenspezifischen Arbeit und offenen Treffpunkten zur Be- lebung des gemeinsamen Miteinanders ( siehe Anlage 4 Betriebskonzept Lino Club e.V.). Mit den Ratsbeschlüssen vom 16.12.2014 (Vorlage Nr. 2404/2014) sowie vom 14 .02.2017 (Vorlage Nr. 3922/2016) und 06.02.2018 (Vorlage Nr. 3851/2017) wurde der Bedarf zur Ausschreibung der Planungsleistungen nach HOAI für die Leistungsphasen 1 bis 3 (für die Förderantragstellung) und optional für die Leistungsphasen 4 bis 9 (nach Be willigung durch den Fördermittelgeber) für die ver- schiedenen Leistungsbilder (Gebäude, Freianlagen, Technische Gebäudeausrüstung und Tragwerk- splanung) nach den gesetzlichen Vorgaben festgestellt und die Ausschreibung beschlossen. Insg e- samt wurde hierfür di e Freigabe von investiven Ausgabeermächtigungen in Höhe von 970.903 € be- 4 schlossen. Erfahrungsgemäß können vom Fördergeber Bewilligungen erst in der 2. Jahreshälfte 2020 erwartet werden. Das enge Zeitfenster zur Umsetzung der Maßnahme innerhalb der Städtebauförderun g macht die Vergabe und Umsetzung der Leistungsphasen 4 bis 6 HOAI noch vor der Bewilligung der Maßnahme notwendig. Dieses Vorgehen ist förderunschädlich. Bei einem positiven Bescheid können im Anschluss daran die folgenden Leistungsphasen nach Abschluss d es öffentlich-rechtlichen Zu- schussvertrages zwischen Stadt Köln und Lino -Club e.V. durchgeführt werden. Sollte der Förderan- trag nicht bewilligt werden, liegt das zusätzliche finanzielle Risiko für die Beauftragung der Leistungs- phasen 4 bis 6 HOAI bei der Stadt Köln. Im europaweit durchgeführten Verhandlungsverfahren nach der Verordnung über die Vergabe öffent- licher Aufträge (VgV) zur Objektplanung Gebäude und Objektplanung Freianlagen setzte sich mit den Entwürfen das Architekturbüro Kastner Pichler, Köln m it [f] landschaftsarchitektur GmbH, Solingen durch. Vom Architekturbüro Kastner Pichler wurden in Zusammenarbeit mit dem Lino Club drei Varianten zur Umsetzung der Maßnahme ausgearbeitet mit den entsprechenden Kostenschätzungen: 1. Variante: Bauliche Ertüchtigung des Bestandsgebäudes und zugeordneter Neubau, Kostenschätzung: 8.450.432 € 2. Variante: Teilabriss und Neubaumaßnahme, Kostenschätzung: 8.720.595 € 3. Variante: Vollständiger Abriss des Bestandsgebäudes und kompletter Neubau, Kostenschätzung: 7.994.690 € Die nunmehr vorliegende Kostenberechnung liegt noch einmal deutlich über den geschätzten G e- samtkosten früherer Planungen. Die aktuelle Kostenberechnung beruht allerdings- anders als bisheri- ge, grobe Kostenschätzungen- auf einer qualifizierten Entwurfsplanung nach Leistungsphase 3 HOAI und beinhaltet auch die über Jahre erfolgten Baukostensteigerungen. Favorisiert wird vom Architekturbüro, dem Lino-Club e.V. und der Verwaltung die dritte Variante, d.h. der vollständige Abriss des Bestandsgebäudes und der komplette Neubau. Diese Favorisierung erfolgt aus folgenden Gründen: • Wirtschaftliche Gründe aufgrund des günstigsten Preises und im Rahmen des Klimaschutzes durch eine höhere Nachhaltigkeit und einer höheren Energieeffizienz • Herstellung der kompletten Barrierefreiheit im Objekt • Ausschluss von unvorhersehbaren Risiken durch einen Neubau im Vergleich zur Bestandser- tüchtigung und Teilabriss (Bauen im Bestand) Der geplante Neubau, das neu gestaltete Außengelände sowie der neue Zugangsbereich werden auf den aktuell genutzten Flächen realisiert, die sich im städtischen Eigentum befinden, bzw. dem Lino Club e.V. im Zuge eines Erbbaurechtes von der dortigen Katholischen Kirchengemeinde zur Verf ü- gung stehen. Für die städtischen Flächen ist derzeit ein Mietvertrag mit dem Lino-Club in Ausarbei- tung, der die Zweckbestimmungen der Fördermaßnahme mit aufgreift (siehe Anlage 2 : Eigentum s- 5 verhältnisse Gelände Lino Club e.V.). Zur Absicherung der Fördermittel und des städtischen Eigenanteils wurde für das Flurstück, welches dem Lino Club e.V. im Rahmen eines Erbbaurechtes von der Kirchengemeinde zur Verfügung steht, mit der dortigen Kirchengemeinde als Erbbaugeber eine Vereinbarung abgeschlossen, dass sich auch bei einem vorzeitigen Ausscheiden des Lino Club e.V. die Kirchengemeinde und die Stadt Köln gemeinsam auf einen neuen Betreiber verständigen und der weitere Betrieb des generationsübergrei- fenden Bürgerhauses (Mehrgenerationenhaus) sichergestellt sein wird. Bauliche Umsetzung der Maßnahme: Das Vereinsgelände des Lino Clubs e.V. gliedert sich in drei unterschiedliche Gebäudekomplexe so- wie deren Außenflächen. Bei den einzelnen Gebäudekomplexen handelt es um das Hauptgebä u- de(Offene Tür Lindweiler/Kinder - und Jugendzentrum, Geschäftsstelle und Modellförd erprogramm Mehrgenerationenhaus), die Tageseinrichtung für Kinder und die Circushalle des Kinder - und Ju- gendcircus Linoluckynelli. Im jetzigen Zustand des Vereinsgeländes und des dort aufstehenden Hauptgebäudes ist eine optima- le Nutzung im Sinne eines Mehrgenerationenhauses nicht möglich. Allein die Herstellung einer kompletten Barrierefreiheit ist nicht möglich, was zum Ausschluss von Personengruppen bei den Angeboten und der Nutzung zur Folge haben würde. Weiter ist die Umset- zung aktueller Raumkonzepte im vorhandenen Bestandsgebäude nicht möglich. Um eine generat i- onsübergreifende Angebotspalette anbieten zu können und den aktuellen baulichen und energet i- schen Anforderungen im Sinne des Klimaschutzes nachhaltig gerecht zu werden, ist ein Neubau mit einer Neugestaltung der Außenflächen erforderlich (siehe Anlage 3.1 - 3.3: Baubeschreibung, Plan und Animation). Bauherr und Auftraggeber für die Bauleistungen ist der Lino-Club e.V. Es ist vorgesehen, die Förder- mittel nach Bewilligung an den Lino-Club über einen öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrag weiterzu- leiten. Der Lino-Club muss alle zuwendungsrechtlichen Bestimmungen sowie die vergaberechtlichen Bestimmungen der Stadt Köln einhalten. Die baufachliche Begleitung der Maßnahme wird von der Stadt Köln als Antragstellerin und Zuwendungsempfängerin sichergestellt. Hierzu gehört unter ande- rem auch die Begleitung der Ausschreibungen. Verantwortlich für die Einhaltung der Bedingungen und Auflagen des Bewilligungsbescheides, auch des Vergaberechts, bleibt die Stadt Köln als Ers t- empfängerin der Zuwendung. Der zugrundeliegende Bauzeitenplan sieht die Fertigung der Bauantragsunterlagen noch in 2019 vor. Der Förderantrag mit den qualifizierten Unterlagen nach Leistungsphase 3 HOAI wird für dieses Pro- jekt bis spätestens Ende September 2019 zum Jahresprogramm 2020 im Rahmen der Städtebauför- derung bei der Bezirksregierung Köln gestellt. Vor der Erteilung der Bewilligung und Abschluss des öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrages zwischen Stadt Köln und Lino-Club e.V., mit der in der zwei- ten Jahreshälfte 2020 zu rechnen ist, dürfen die Bauleistungen noch nicht ausgeschrieben werden. Eine Ausschreibung vor einer erteilten Bewilligung hätte eine Förderschädlichkeit zur Folge. Vorb e- haltlich einer in 2020 vorliegenden Bewilligung sowie der Baugenehmigung und einem anschließe n- den reibungslosen Vergabe- und Ausschreibungsverfahren sieht der Bauzeitenplan nach derzeitigem Planungsstand eine Fertigstellung des Mehrgenerationenhauses im Sommer 2023 vor. 6 Förderung und Finanzierung: Die vom Architekturbüro ermittelten Kosten entsprechend der Kostenberechnung nach Leistungspha- se 3 HOAI liegen bei 7.994.690 €. A uf Basis der erhöhten Baukosten für das Projekt erhöhen sich auch die hierin enthaltenen Planungskosten der Leistungsphasen 1 bis 9 von 970.903 € auf 1.399.013 €. Hinzu kommen die konsumtiven Kosten der Verfahrensbetreuung zur Ausschreibung der Planungs- leistungen in Höhe von 57.805 €, die im Vorfeld der Planung angefallen sind. Nicht gänzlich auszuschließende Mehrkosten sind vom Bauherrn, dem Lino-Club e.V., zu tragen. Daher soll ein Projektsteuerer zur Unterstützung des Bauherrn eingesetzt werden, da de r Lino-Club im Bestand bei laufendem Betrieb neu gebaut wird und verschiedene Fachplaner zu koordinieren sind. Wesentlich ist die Steuerung der Projektziele hinsichtlich Kosten, Terminplan und Qualität s i- cherzustellen, um mögliche finanzielle Belastungen des Bauherrn zu vermeiden und dem Bauherrn eine Projektrealisierung innerhalb des Kostenrahmens zu erleichtern. Der Projektsteuerer soll ab Leistungsphase 5 bis 9 eingesetzt werden. Die Kosten liegen bei 205.079 €. Die Gesamtkosten des Projektes liegen damit bei 8.257.574 €. Die nun erforderlichen investiven Mittel in Höhe von 8.199.769 € stehen im Teilfinanzplan 0902, Stadtentwicklung, Teilplanzeile 11 – Auszahlungen von aktivierbaren Zuwendungen, Finanzstelle 1502-0902-0-AZ03 – aRAP pRAP – Lindweiler Stadtsanierung, zur Verfügung. Eine erste Freigabe für die Entwurfsplanung nach Leistungsphase 1 bis 3 HOAI in Höhe von 170.000 € wurde vom Rat der Stadt Köln bereits in seiner Sitzung am 16.12.2014 beschlossen (Vorlage Nr. 2404/2014). Weitere Freigaben erfol gten in Höhe von 394.060 € mit Ratsbeschluss vom 14.02.2017 (Vorlage Nr. 3922/2016) sowie mit Ratsbeschluss vom 06.02.2018 (Vorlage Nr. 3851/2017) in Höhe von 406.843 €. Die Kosten für die Planung der Leistungsphasen 4 bis 6 sind bereits hierin enthalten. Die Freigabe der Differenz in Höhe von 7.228.866 € erfolgt vorbehaltlich des Haushaltsbeschlusses 2020/2021 und der Bewilligung der Städtebaufördermittel. Für das Projekt wird zum Jahresprogramm 2020 ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Köln aus Mitteln der Städtebauförderung gestellt. Abgabefrist ist spätestens am 30.09.2019. Die Förderquote beträgt voraussichtlich 80 % der Gesamtkosten (Förderung: 6.559.815 €). Den Eigenanteil von 20 % (1.639.954 €) trägt die Stadt Köln. Die Kosten der Verfahrensbet reuung zur Ausschreibung der Pla- nungskosten sind nur teilweise förderfähig, so dass die Förderquote hier bei 67,8 % (Förderung: 39.193 €) liegt. Anlagen: Anlage 0 – Begründung der Dringlichkeit Anlage 1 – Auszug aus dem IHK Anlage 2 – Übersicht Eigentumsverhältnisse Anlage 3.1 – Baubeschreibung Anlage 3.2 – Animation Anlage 3.3 – Pläne Anlage 4 – Betriebskonzept Anlage 5 – Prüfbericht Rechnungsprüfungsamt Anlage 6 – Stellungnahme zu Prüfbericht
Anlage 1 Auszug aus dem IHK
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Nr. 4.3.1 Maßnahmentyp Bauliche Maßnahme zur Städtebauförderung Maßnahme Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus (Mehrgenerationenhaus) Fachamt 51/Amt für Kinder, Jugend und Familie Inhalt Der Lino-Club e.V. ist eine Jugendeinrichtung, die vor über 50 Jahren in Lindweiler gegründet wurde und seitdem erfolgreich im Gebiet tätig ist. Das stadträumliche und architektonische Konzept der Einrichtung stammt aus den 1960er und 1970er Jahren. Auf dem ca 8.000 qm großen Vereinsgelände stehen folgenden Gebäudekomplexe: – Haus der „Offenen Tür“ / Jugendzentrum, – die in 2011 teilsanierte Zirkushalle des Kinder- und Jugendzirkus ‚Linoluckynelli’, Veranstaltungshalle für bis zu 700 Besucher/innen, – die in 2011 und 2012 sanierte und zum Teil neu errichtete Kindertagesstätte inkl. zugeordneter Freiflächen. Alle drei Einrichtungen werden vom Lino-Club betrieben. Die drei auf dem Gelände befindlichen Gebäudekomplexe sollen räumlich miteinander verbunden werden, so dass ein Campus entsteht, über den eine breitere Nutzung als bürgerschaftliches „Mehrgenerationenhaus“ ermöglicht wird. Um eine generationsübergreifende Angebotspalette anbieten zu können, ist eine Neuordnung des bestehenden Raumangebots ebenso erforderlich wie eine bauliche Erweiterung des Bestandes und eine Neugestaltung der Außenanlagen. Die inneren und äußeren Bezüge und Abhängigkeiten der vorhandenen Gebäudeteile untereinander sollen durch folgende Maßnahmen gestärkt und teilweise neu geschaffen werden: – Schaffung neuer, stadtteilbezogener Erschließungsachsen und Zuwegungen zur nutzerfreundlichen Öffnung des Campus, – Neubau eines Eingangsgebäudes zur barrierefreien Erschließung und Verteilung, – Schaffen von multifunktionalen Nutzungsvarianten in den Räumen des Bestands, – Schaffung verbindender Elemente zu den verschiedenen Einrichtungen/Gebäuden, Erweiterung für neue Nutzereinheiten: – offener Bereich, Arbeitsräume für nachschulische Betreuungsangebote etc., Beratungsräume, Gruppenräume, Veranstaltungsräume, Werkstatt, Küche, Bewegungs- und Spielflächen, – Ertüchtigung der technischen Infrastruktur in den vorhandenen Gebäuden, – Schaffen von differenzierten und mehrfach nutzbaren Spiel- und Aufenthaltsflächen im Außengelände einschließlich Ertüchtigung und Erneuerung der Entwässerungssysteme. Der Lino-Club findet bereits mit seinen derzeitigen Angeboten bei den Bürgern des Stadtteils Anerkennung und Akzeptanz und bietet als einziger Träger die räumliche und grundstücksbezogene Voraussetzung für das geplante Angebot. Darüber hinaus soll auch anderen freien Trägern und dem Quartiersmanagement das erweiterte Raumangebot zur Verfügung gestellt werden. Zielgruppe Bewohner aller Altersgruppen mit unterschiedlichem kulturellen und sozialem Hintergrund Ziele Generationsübergreifende Ansprache sämtlicher Bevölkerungsgruppen im Stadtteil und angrenzender Stadtviertel; Umfassende Bewohneraktivierung und Zusammenführung von Bevölkerungsgruppen, Initiierung von Stadtteilprojekten, Stärkung der Stadtteilidentität Anlage 1Auszug aus dem Integrierten Handlungskonzept Zielindikatoren Ausbau des generationsübergreifenden Maßnahmenangebotes, Steigerung der Teilnehmerzahlen, Etablierung neuer Stadtteilprojekte, Verbesserung des Stadtteilimages Kosten Sanierung Bestand: Clubheim Erdgeschoss 408 qm 695.200,– Euro Clubheim Untergeschoss 418 qm Anbau Untergeschoss 197 qm MwSt 132.100,– Euro Summe: 1.023qm 827.300,– Euro Neubau Zwischengebäude: 250 qm 360.000,– Euro MwSt 68.400,– Euro Summe 428.400,– Euro Außenanlagen: Rodungen, Entwässerung, 760.750,– Euro Befestigte Flächen, Umfriedungen, Neuanlage MwSt 148.350,– Euro Summe 929.100,– Euro Nebenkosten 458.800,– Euro Gesamtsumme 2.643.600,– Euro Zeitraum Die Maßnahme kann nach qualifizierter Planung und Bewilligung durch den Fördermittelgeber voraussichtlich frühestens ab 2017 beginnen. Bemerkung Bei der Bewerbung um Förderung im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II hat der Lino-Club für 2012 eine Anerkennung erhalten und einen Zuschuss in Höhe von 30.000,– Euro pro Jahr für die Dauer von drei Jahren für die inhaltliche Arbeit bewilligt bekommen. Damit ist eine gute Voraussetzung geschaffen, die inhaltliche Neuausrichtung bereits zum jetzigen Zeitpunkt einzuleiten. Anlage 1Auszug aus dem Integrierten Handlungskonzept
Anlage 3.1 Baubeschreibung
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Erläuterungsbericht Städtebau Durch eine winkelförmige Anordnung des Neubaus konnte eine eindeutige Zuordnung der Außenräume in Bezug auf die Nutzungsziele hergestellt werden. Die Situierung des Neubaus provoziert eine eindeutige Adressenbildung „Linoclub“ um eine neue, angemessen proportionierte Mitte am Krombachweg. Hierbei werden die Bestandbauten und seine bestehenden Eingangsbereiche mühelos einbezogen und in selbstverständlicher Weise zu einem Gesamtensemble integriert. Eine Neuorientierung der Erschließung von der - für die zum Teil sehr jungen Nutzer - „richtigen“ Seite, der Wohnstraße (Krombachweg), überzeugt auch aus dem Grund, weil die Zugangsmöglichkeiten aus den bislang bestehenden Richtungen, aus dem Industriegebiet (Unnauer Weg) nicht aufgegeben werden müssen. Die gefahrlose Nutzung der so strukturierten Außenräume und damit die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen als tägliche Besucher wird weiter dadurch unterstützt, dass der ruhende Verkehr wie der Lieferverkehr in diesem Konzept über die Neuausrichtung hinaus von den Zugängen des Linoclub getrennt werden kann. Der Lino-Garten und Außenveranstaltungsbereich wird von den Außenkanten von Linoclub und KITA definiert und bildet nach Fertigstellung einen multifunktional nutzbaren und dabei geschützten „privateren“ Außenraum, der von Linoclub und Kita synergetisch und im Zusammenspiel mit den ebenerdigen Gebäudenutzungen sowie den angrenzenden Kitaaußenräumen vielfältig bespielt und in pädagogische Konzepte einbezogen werden kann. Die Zentrale Mitte zeigt im Zusammenspiel mit der Stellung und Form des Gebäudes eine Geste der Offenheit und Einladung zum Krombachweg. Hier kann eine kleine, jugendorientierte „Außengastronomie“ die vom Konzept erzeugte Geste der Einladung unterstützen. Insgesamt wird im Konzept des Neubaus die größtmögliche Aufwertung des Areals durch sinniges Zusammenspiel von Außenraum und Architektur erreicht. Nutzungen Der Neubau ermöglicht ohne Kompromisse die optimale Qualität der Gesamtnutzung des Areals. Es schafft neue Möglichkeiten für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen weit über das Heute hinaus. „Alles unter einem Dach“ ist nicht nur eine kompakte und damit wirtschaftliche Bauweise. So wird auch ein unkomplizierter und damit Kosten sparender Betrieb ermöglicht. Nicht nur die Planbarkeit kurzer Wege spielen hier eine Rolle. Mit einem Neubau sind der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten und damit der Zukunftsfähigkeit durch Flexibilität der Räume weniger Grenzen gesetzt. Durch geschickt gesetzte Konstruktion entstehen stützenfreie Räume. Offenes Angebot für alle Generationen Durch den Einsatz mobiler Wände können kleine Gruppenräume in große Säle verwandelt werden. Durch Öffnung der Säle zum Foyer kann das Erdgeschoss darüber hinaus in eine offene Spiellandschaft umgewandelt werden. Auf kompaktesten Raum kann eine immer wieder neu kombinierbare Raumzuordnung geschaffen und angeboten werden, eine Vielzahl von kleinen und großen Veranstaltungen stattfinden. Hierbei können die Erschließungszonen und Treppen mit seinen Sitzstufen in selbstverständlicher und einfacher wie kompakter Weise als Kommunikations- und Aufenthaltszone mit hoher Aufenthalts- und Nutzungsqualität doppelt genutzt werden. Sitzstufen an der zentralen Erschließung im Eingangsbereich können nicht nur als wettergeschützte Kletter- und Terrassenlandschaft dienen, sondern nach Öffnung des angrenzenden Saales auch als Podium für ein ganzes Publikum bei Vorführungen. Die angrenzenden Küchenbereiche ermöglichen die Andienung der Säle und ein tägliches Mittagessen für die Kinder die Chance zu gemeinsamen Kocherlebnissen und einer kleinen Außengastronomie im Sommer. Diese Bereiche stehen in direkter Verbindung mit dem Jugendbereich und dem Verwaltungsbereich im Obergeschoss, sodass sie in alle Richtungen unkompliziert zur Verfügung stehen. Werkstätten und Lager Der angrenzende kompakt angeordnete Werkstattbereich lässt sich für Veranstaltungen als „Offene Werkstatt“ umwandeln und vergrößert das Angebotsspektrum in Synergie mit der bestehenden Veranstaltungs-Halle. Angrenzend wird die Lagerhalle in der Weise angeordnet, dass die Logistik nicht über den Hauptzugang stattfinden muss. Jugendbereich Der Offene Treff für die Jugend ist „abgegrenzt“ im Obergeschoss und zugleich verbunden mit den öffentlichen Bereichen im Erdgeschoss. Eine Terrasse mit Außentreppe und Sitzstufen vor dem Offenen Treff im Jugendbereich wirkt wie ein zweiter Haupteingang mit ebenso einladender Geste – ein Treffpunkt, der die jungen Menschen zu Kommunikation und Miteinander anregen soll und eine direkte Verbindung zu den neu gestalteten Außenanlagen herstellt. Auch hier im Jugendbereich steht die Flexibilität ebenso in vorderer Reihe wie in den übrigen Bereichen. Verschieden große Räume können immer neuen und unterschiedlichen Nutzungen zugeführt werden. Eine Umwidmung ist problemlos für zukünftige Ideen und Anforderungen möglich. Verwaltung, Lager und Werkstätten Die Verwaltung liegt über den Werkstätten und kann autark betrieben werden. Zugleich ist sie zentral angebunden über das Foyer. Schwellenlosigkeit Eine größtmögliche Schwellenlosigkeit durch Ebenerdigkeit wird funktional unkompliziert und emotional auch unmittelbar empfunden. Durch großzügige Öffnung der Erdgeschossbereiche lassen sich zentrale Mitte, offener Treff im Erdgeschoss und Außenveranstaltungsbereich zu einer Einheit für große Feste und Aktionen verbinden. Durch die Vielzahl von Einzelangeboten und Öffnungen der Türen an der zentralen Mitte lässt sich die größtmögliche Geste der Einladung und Öffnung für junge und alte Besucher erzeugen. Bauzeit Die kürzeste Bauzeit nimmt ein Neubau mit anschließendem Abriss des Bestandsgebäudes ein. In lediglich einem Bauabschnitt kann die unterbrechungsfreie Nutzung in vollem Umfang und ohne überflüssige Ausgaben für kostenintensive Interimsbauten garantiert werden. Die Kosten für die Provisorien können risikolos, verlustfrei und qualitätssteigernd in den Neubau investiert werden. Die unkalkulierbaren Risiken eines Umbaus werden umgangen. Wirtschaftlichkeit Allein durch die kurze Bauzeit in einem Bauabschnitt und die Einsparung von Interimsbauten wird also das Kosten-Nutzen Verhältnis verbessert. Mit einem Neubau ist der Bauherr dem Bestand nicht ausgeliefert. Er muss den Bestand nicht akzeptieren, sondern kann die Qualität seines Neubaus steuern. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass das Risiko des Bauherrn in diesem Fall minimiert wird. Durch die neue technische Gebäudeausrüstung, die hochwertige Wärmedämmung sowie geschickt gewählte und haltbare bauweise müssen lediglich finanziell erzeugte Kompromisse hingenommen werden. Nachhaltigkeit Über ein Zukunft sicherndes Konzept können mit einem Neubau Überlegungen zur Nachhaltigkeit in Bauweise und Betrieb kompromissfreier durchgeführt werden. Flexibilität schafft die Möglichkeit, zukünftig andere jetzt noch nicht bekannte Nutzungen ohne Qualitätseinbußen oder aufwändige Umbauten zulassen zu können. Ein hohes Maß an energiesparenden Maßnahmen in einem hohen Standard ermöglicht auch in Zukunft einen wirtschaftlichen Betrieb. Umwelt schonende und nachhaltige Bauweise trägt dazu bei, die Zukunft der Kinder und Jugendlichen zu sichern und ist im Sinne der Schöpfung. Kastner Pichler Architekten 10.11.2018
Anlage 0 Dringlichkeitsbegründung
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54 . 27.08.2019 514/2 Herr Merks 35698 Anlage 0 Dringlichkeitsbe- gründung.docx Dringlichkeitsbegründung zur Vorlage 2611/2019: Ausbau der Jugendeinrichtung Unnauer Weg 96a im Zuge der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler; Projekt „Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus (Mehrge- nerationenhaus)" hier: Planungs- und Baubeschluss Die Beschlussvorlage 2611/2019 erreicht die Gremien verfristet. Die Verwaltung bittet darum, die Vorlage dennoch in den betroffenen Sitzungen zu behan- deln. Für die Bereitstellung der Fördergelder in 2020 ist es erforderlich, dass der Förderan- . trag noch bis 30.09.2019 gestellt wird. Dafür ist die Ratssitzung am 26.09.19 zu erreichen. Andernfalls ist von einer Verzögerung der Förderzusage und dementsprechend auch Verzö- gerung der Weiterplanung und Ausführung sowie signifikanten Kostensteigerung infolge des ansteigenden Baukostenindex auszugehen. Als Grund für die Verfristung ist anzuführen, dass das Mitzeichnungsverfahren — obwohl frühzeitig eingeleitet — länger als erwartet angedauert hat. Zugleich konnte so bewerkstelligt werden, dass nunmehr alle Unterlagen in Vollständigkeit vorliegen und jede beteiligte Dienststelle inhaltlich teilhaben konnte.
Anlage 5 RPA Prüfbericht
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14 k Stadt Köln A-W A( ‚08.2019 143 ENGER a Frau Reuter aA 2 gwM 29390 Eingang 19, Aug. 2019 rl je Herr Titze 51. 23759 Dezernat IV BE le 51 Über Dez. IV Neubau des Gemeindezentrums Lino Club, Unnauer Weg 96, Bezirk Chorweiler Vorlage der Kostenberechnung RPA-Nr.: 2019/1145 Summe eingereicht (200 bis 700): rund 7,995 Mio. € brutto, Summe bestätigt (300 + 400): rund 4,705 Mio. € brutto Sehr geehrte Damen und Herren, am 19.07.2019 ist Ihre o. g. Kostenberechnung (KOB) beim RPA zur Prüfung eingegangen. Sie beabsichtigen, einen Baubeschluss durch den Rat der Stadt Köln herbeizuführen. Im Ergebnis stimmt das RPA der Fortführung der Baumaßnahme grundsätzlich zu. Aller- dings kann die KOB in der eingereichten Höhe von rund 7,995 Mio. Euro brutto nicht bestä- tigt werden. Die Maximal-Kostenkennwerte aus dem BKI für Gemeindezentren mit hohem Standard werden nur knapp eingehalten (Bezugsgröße BGF) bzw. überschritten (Bezugs- größe BRI). Nach Auffassung des RPA liegt dies nicht an notwendigen Gegebenheiten des konkreten Bauprojektes, sondern an einem äußerst hohen Baustandard sowie diversen um- strittenen und/oder ungerechtfertigten „Pauschalen/Leistungen“. Dies entspricht weder den Grundsätzen des Bauens mit öffentlichen Mitteln noch der DIN 276. Auch ist die vorgelegte kostenintensive Planung nicht im Sinne des Fördermittelgebers. Um den Fortgang der Baumaßnahme nicht zu verzögern, erkennt das RPA Baukosten in Höhe von rund 4,705 Mio. Euro brutto an (KG 300 + 400). Diese ergeben sich aus der Brut- togeschossfläche von 2.128 m? und dem BKI-Mittelwert von 2.211 Euro/m? BGF für Gemein- dezentren mit hohem Standard. Die Kosten nach KG 700 können nicht bestätigt werden, da sie auf den überhöhten Werten in der Kostenberechnung beruhen. \ Die eigentliche Kostenaufstellung stimmt teilweise nicht mit den beiliegenden Plänen überein und ist fachtechnisch unzutreffend. Es sind zwar Einzelpreispositionen angegeben, diese sind jedoch nur begrenzt nachprüfbar, da keinerlei Mengenermittlungen beiliegen. Stichpro- benartig wurden für KG 400 „abzählbare“ Positionen geprüft (Sanitärobjekte etc.); hier gibt es Differenzen in den Stückzahlen zwischen Kostenaufstellung und Plänen. Aus der KG 300 ist zum Beispiel die Position Ausschachten für Aufzugsunterfahrt mit 200 m? nicht nachvollzieh- bar (reale und plausible Menge ca. 20 m?). Von daher können die „nicht abzählbaren“ Positi- onen nicht plausibilisiert werden. Die diversen Pauschalen für nicht näher benannte Risiken sind nicht prüfbar und somit nicht für die externen Planer honorarfähig. Des Weiteren sind diverse Pauschalen für „‚Werkpla- nung“ und Nebenleistungen nach VOBJ/C enthalten, außerdem umfangreiche Kostenansätze für Stundenlohnarbeiten. Dies ist weder statthaft noch honorarfähig. In diesem Zusammenhang wird die Projektleitung durch 51 kritisch gesehen. Die KOB wurde über das Dezernat bei 14 eingereicht, jedoch trägt die eigentliche Kostenaufstellung keinerlei Prüfvermerke. Es ist Aufgabe des Bauherren, die vertraglich geschuldeten Leistungen der externen Planer abzunehmen und anzuerkennen. Mit den Anmerkungen werden die Unterlagen zur weiteren Verwendung zurückgereicht. Mit freundlichen Grüßen 7%
Anlage 6 Stellungnahme zu Prüfbericht
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IV 26.08.2019 51 . Herr Käufer 514 . R. 29153 Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Köln- Lindweiler; Projekt „Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club e.V. zu einem generationsübergreifenden Bürgerhaus(Mehrgenerationenhaus)“ Hier: Ergänzende Stellungnahme IV/51/514 zum Prüfergebnis des Rechnungsprüfungsamtes zur Kostenberechnung, RPA-Nr. 2019/1145 1. Zum Prüfergebnis des Rechnungsprüfungsamtes wird wie folgt ergänzende Stellung genommen: Der Ausbau des Sozialen Zentrums Lino-Club ist das Kernprojekt diverser Maßnahmen, die vom Rat am 16.12.2014 im Integrierten Handlungskonzept Lindweiler beschlossen wurden. Der hohe Baustandard ist begründet in der hohen Strahlkraft und Außenwirkung, die dieses Projekt im Stadtteil entwickeln soll. Der dort neu zu errichtende Gebäudekomplex soll im Rahmen des Ausbaus zu einem Mehrgenerationenhaus langfristig ermöglichen, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung angesprochen werden und die Einrichtung sich zu einem Zentrum im Stadtteil entwickelt. Die kostenintensiven Planungen liegen unter anderem darin begründet, dass im Vorfeld drei Varianten zur Umsetzung der Maßnahme, in Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung, des Sozialen Zentrums Lino Club e.V., ausgearbeitet wurden. Zur Bestätigung des Neubaus als wirtschaftlichste Maßnahme an den Fördermittelgeber war es zudem zwingend erforderlich, dass auch für die beiden Alternativen „Umbau im Bestand“ und „Teilabriss mit Neubau“ Kostenschätzungen durchgeführt wurden. Aufgrund der Komplexität des gesamten Projektes hinsichtlich der vielfältigen Nutzungsanforderungen und der örtlichen Gegebenheiten waren umfangreiche Planungen zur erfolgreichen Durchführung notwendig. " Die Kosten der KG 300 und 400 belaufen sich aus diesen Gründen gem. Kostenberechnung auf 5,155 Mio. Euro und liegen damit rund 450 Tsd. Euro über der Kostenanerkennung des RPA für die KG 300 und 400 in Höhe von 4,705 Mio. Euro. Die Herrichtungs- Erschießungskosten (KG 200), die Außenanlage (KG 500) und die Baunebenkosten (KG 700) mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 2,8 Mio. Euro gem. Kostenberechnung wurden durch das RPA nicht bewertet. Die Differenz in den „abzählbaren“ Positionen ergibt sich aufgrund einer falschen Summierung der Sanitärobjekte. In den Planunterlagen sind insgesamt 13 WCs, 12 Waschtische und 7 Urinale dargestellt. In der Kostenberechnung sind jedoch 14 WCs, 13 Waschtische und 6 Urinale angegeben. Inkl. der Zubehöre zu den Sanitärobjekten würde die Kostenberechnung um ca. - 1.700 € Netto korrigiert werden müssen. Die nicht prüfbaren 200 cbm Aushub (Pos. 310.1.2.1) bezieht sich, wie in der Kostenberechnung aufgeführt, auch auf den Technikraum und nicht nur auf die Ausschachtung für den Aufzug. Daher sind die Massen als realistisch anzusehen. In die Berechnung sind Positionen mit Pauschalen für Risiken aufgenommen worden, da es für die Planung nur stichprobenhafte Vorprüfungen der bestehenden Bausubstanz gab. Unbekannte Faktoren, die z.B. erst bei den Abbrucharbeiten oder dem Ausschachten für die Kanalarbeiten nicht auszuschließen sind, sollten natürlich mitkalkuliert werden. Ebenfalls sind Werkstattplanungen, Nebenleistungen nach VOB/C und Stundenlohnarbeiten in die Kostenberechnung eingeflossen. Hier wurde jedoch lediglich eine aufgeschlüsselte Darstellung der Leistungen in der Kostenberechnung gewählt. Die abgebildeten Einheitspreise fallen somit niedriger aus. Alternativ hätten Werkstattplanungen und Stundenlohnarbeiten auch auf die Einheitspreise aufgeschlagen und in Summe abgebildet werden können. Die Höhe der Kostenberechnung verändert sich hierdurch nicht. Eine Prüfung der Kostenberechnung seitens 51 hat stattgefunden, der hohe Standard der Bausubstanz ist bekannt. Mit dem Neubau verbunden sind im Sinne des Klimaschutzes erhebliche Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz, das Neubauprojekt wird zudem mit dem Ziel einer hohen Nachhaltigkeit errichtet. Die weitere Projektleitung wird in einem engen Austausch mit dem Architekturbüro und dem Projektsteuerer durchgeführt, um eine effiziente und wirtschaftliche Umsetzung des Projektes zu realisieren. j Aufgrund der aktuellen Marktlage ist mit teils erheblichen Baukostensteigerungen, auch auslastungsbedingt, im weiteren Projektverlauf zu rechnen. Der Förderantrag zur Bewilligung des Projektes kann in seiner Höhe nur einmalig gestellt werden. Eine Nachförderung aus Städtebaufördermitteln des Landes ist im Falle tatsächlich höherer Kostenentwicklungen nahezu ausgeschlossen. Anfallende Mehrkosten wären somit in voller Höhe aus städtischen Mitteln oder durch entsprechende Standardreduzierungen in der Bauausführung zu kompensieren. Das RPA stimmt in seiner Stellungnahme der Fortführung der Baumaßnahme grundsätzlich zu. Auch die Verwaltung sieht die Notwendigkeit der Fortführung der Baumaßnahme entsprechend der ausführlichen Begründung in der Beschlussvorlage 2611/2019.
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2611/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 29.08.2019
- Erstellt
- 29.07.2019 13:34