2343/2023
Brückenzustand 2023
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle III/69/693 Vorlagen-Nummer 04.08.2023 2343/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 22.08.2023 Brückenzustand 2023 Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau hatte im sogenannten Brückengipfel am 30.05.2023 – einem jährlichen stattfindenden digitalen Fachgespräch für Vertreter*innen des Verkehrs- und des Stadtentwicklungsausschusses – über die Sachstände bezüglich der Rheinbrücken informiert. Erstmals wurde in diesem Termin auch über den allgemeinen Zu- stand der weiteren städtischen Brückenbauwerke berichtet. Diese Informationen sollen in Form dieser Mitteilung dem Verkehrsausschuss zur Kenntnis gegeben werden. Ingenieurbauwerke in der Verwaltung des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau Unter der Voraussetzung, dass größere Bauwerke aus verschiedenen Teilbauwerken beste- hen, unterhält das Amt 69 ca. 2500 Bauwerke, die zum weit überwiegenden Teil der Verkehrs- infrastruktur dienen. Bauwerksbestand Ingenieurbauwerke 2 Brückenzustand 2023 Die Stadt Köln unterhält derzeit 438 städtische Brückenbauwerke unterschiedlichster Größe. Bei einer angenommenen Lebensdauer von ca. 100 Jahren befinden sich die meisten Bau- werke bereits in der zweiten Hälfte ihrer Nutzungsdauer. Eine kontinuierliche Zustandsüber- wachung ist daher zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und Standsicherheit unerläss- lich. Dies erfolgt nach standardisierten Methoden, die durch Vorschriften der Bauwerksprüfung (DIN 1076) Schadensfeststellung (RiBWPrüf), Nachrechnung (Nachrechnungsrichtlinie für Brücken im Bestand) etc. festgelegt sind und von allen großen Baulastträgern der Verkehrsinf- rastruktur und auch der Stadt Köln angewandt werden. Im Rahmen der turnusmäßigen Bauwerksprüfungen werden die festgestellten Schäden kate- gorisiert und eine Benotung (Zustandsnote) festgelegt, die hinsichtlich der Verkehrssicherheit, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit unterscheidet. Bei einer Notenskala von 1 bis 4 entspricht die Note 4 einem mangelhaften Bauwerkszustand mit der Konsequenz, dass eine weitere Nut- zung erst nach Beseitigung von Schäden möglich ist. Bauwerkszustand städtische Brücken Die Auswertungen zeigen bezogen auf alle Brückenbauwerke, dass sich die allermeisten Brü- ckenbauwerke in einem guten oder befriedigenden Zustand befinden. Bei einer Auswertung über die Brückenflächen zeigt sich allerdings ein deutlich schlechteres Bild. Hieraus ist insbe- sondere der Handlungsbedarf bezüglich der Rheinbrücken ersichtlich, da diese über große Brückenflächen verfügen. 3 Bauwerkszustand städtische Brücken Auswertung über die Bauwerksflächen Die anliegende detailliertere Auswertung der Bauwerke mit Noten schlechter als 3,0 zeigt, dass für die allermeisten Bauwerke bereits Maßnahmen ergriffen wurden bzw. in Vorbereitung sind (Anlage 1). Seit Jahren gibt es eine Projektgruppe für die Instandsetzung der Rheinbrücken. Diverse Maßnahmen wurden hier bereits veranlasst bzw. sind in Vorbereitung. Als größtes Einzelpro- jekt läuft derzeit die Instandsetzung der Mülheimer Brücke. Brückenbauwerke, die eine sogenannte Spannungsrisskorrosionsgefährdung haben (dies be- trifft Spannstähle bestimmter Baujahre) werden sukzessive erneuert. Als Beispiele sind zu nennen die Brücken Frankfurter Straße, Liebigstraße und Bergerstraße (Porz). Ein weiteres Beispiel ist die Kragplatte in der Altstadt, die gerade im Bau ist. Für sogenannte Grunderneuerungsmaßnahmen im Stadtbahnbereich wurde ein Projektteam installiert. Eine wesentliche Aufgabe ist dabei die Sanierung des Hochbahnabschnittes im Stadtbezirk Nippes, der im Wesentlichen aus Spannbetonbrückenbauwerken besteht. Anhand dieser beispielhaften Auflistung ist ersichtlich, dass die Verwaltung die grundsätzliche Problematik des Sanierungsstaus an städtischen Brückenbauwerken intensiv bearbeitet, es sich aber auch um eine langjährige Daueraufgabe handelt. Masterplan Bauwerke Die Verwaltung erarbeitet derzeit einen Masterplan für alle Ingenieurbauwerke (neben den Brücken auch Stützwände, Lärmschutzwände, Stadtbahnbauwerke, etc.). 4 Grundlage hierfür ist ein Archivmanagement für das im Rahmen eines Verwaltungsreformpro- jektes die sogenannte E-Bauwerksakte geschaffen wurde. Weiterhin werden die Bauwerksun- terlagen aus dem analogen Archiven teilweise gereinigt, danach gescannt und in das elektro- nische Archiv implementiert. Das seit Jahren verwendete Datenbankprogramm (SIB-Bauwerke), dass auch alle großen Baulastträger von Bund und Land verwenden, ermöglicht nunmehr durch eine optimierte Da- tenbasis genauere und detailliertere Auswertungen zum Bauwerkszustand. In einem weiteren Schritt sind Verschneidungen mit den Hauptrouten aller Verkehrsarten vor- gesehen, um die Bauwerke zu erkennen, die unverzichtbar für die Funktion des Verkehrsnet- zes sind. Hieraus lassen sich in Zukunft die erforderlichen Maßnahmenpriorisierungen bilden, die nicht nur den Bauwerkszustand sondern auch die jeweilige Netzbedeutung berücksichti- gen. Ziel ist es mit dem zukünftig GIS-basierten System auch Kostenprognosen für das Erreichen des erforderlichen Bauwerkszustandes zu geben. Da es sich um programmierte Anwendun- gen handelt, wären aktuelle Auswertungen zu Bauwerkszuständen und Prioritäten zukünftig jederzeit möglich. Erste Arbeitsergebnisse dieses Masterplans werden dem Verkehrsaus- schuss voraussichtlich im Frühjahr 2024 vorgelegt. Gez. Egerer
Anlage 1 - Brückenbauwerke mit Note > 3
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Brückenbauwerke mit Zustandsnote > 3 Anlage 1 Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau 30.5.2023
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2343/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.08.2023
- Erstellt
- 24.07.2023 12:36