AN/1107/2020
Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen und Einzelmandatsträger*innen: Gedenkorte am Friedhof Bocklemünd um eine zeitgemäße Kommentierung erweitern
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Gem. Antrag nach § 3 (Die Linke BV4)
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SPD-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen CDU-Fraktion Fraktion Die Linke Herr Schuster (Klimafreunde) Frau Pöttgen (FDP) Herrn Bezirksbürgermeister Frau Oberbürgermeisterin Josef Wirges Henriette Reker Venloer Str. 419 - 421 Hist. Rathaus 50825 Köln 50667 Köln Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1107/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.09.2020 Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen und Einzelmandatsträger*innen: Gedenkorte am Friedhof Bocklemünd um eine zeitgemäße Kommentierung erweitern Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir, die Antrag stellenden Fraktionen und Einzelmandatsträger*innen, bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 07. September 2020 aufzunehmen: Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, für die Kriegsgräberstätte im Eingangsbereich zum Bock- lemünder Friedhof (Mengenicher Str.) eine ergänzende, zeitgemäße Kommentierung zur Entstehung und zum Inhalt dieses Kriegsdenkmals anzubringen. Hierzu sind das Amt für Denkmalschutz und das NS-Dokumentationszentrum miteinzubeziehen. Begründung: 1945 – vor 75 Jahren – endete der Zweite Weltkrieg, der sechs Jahre zuvor durch Nazi- Deutschland begonnen wurde und die Welt verheerte. Der rassistische Angriffskrieg, um „Lebensraum im Osten“ für das deutsche „Volk ohne Raum“ zu schaffen, ging einher mit ei- nem industrialisierten Massenmord hinter der Front. Vor diesem Hintergrund stellt die In- schrift in Bocklemünd "Wer den Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erd im Vaterland" eine Fortführung der nationalsozialistischen Rhetorik dar, um den Durchhaltewil- len an der so genannten Heimatfront aufrecht zu erhalten. Denn viele junge Menschen, die als Soldat, Flakhelfer*in, im Arbeitsdienst oder im Volkssturm dienen mussten, wollten keine Helden sein, sondern ihr Leben leben. Sie ließen ihr Leben für das verbrecherische national- sozialistische Regime, das Tod und Leid über Europa, Afrika und die Welt gebracht hat. Deshalb bedarf die gesamte Anlage dringend einer inhaltlichen Einordnung, in Form einer ergänzenden zeitgemäßen Kommentierung. Mit freundlichen Grüßen - 2 - gez. Petra Bossinger Christiane Martin (Fraktionsvorsitzende SPD) (Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN) Martin Berg Berndt Petri (Fraktionsvorsitzender CDU) (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE) Harald Schuster Marlies Pöttgen (Einzelmandatsträger KLIMA FREUNDE) (Einzelmandatsträgerin FDP)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Venloer Straße 419
- Mengenicher Straße
- Straße 4
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1107/2020
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV4 (Die Linke)
- Datum
- 28.08.2020
- Erstellt
- 24.08.2020 09:55