V/0406/2007
Zentrumserweiterung südlich der St. Anna Kirche in Mecklenbeck Bewerberauswahl- und Realisierungsver
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Beschlussvorlage
6911 Zeichen
V/0406/2007
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Betrifft
Zentrumserweiterung südlich der St. Anna Kirche in Mecklenbeck
- Bewerberauswahl- und Realisierungsverfahren - 2. Stufe -
Beratungsfolge
31.05.2007 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung
12.06.2007 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
13.06.2007 Hauptausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Bewerber
- Wrocklage + Partner / Arning Bauunternehmung
- Architekturbüro Steinhoff / WVA GmbH
- Stadtraum Projekt / Holz GmbH
werden aufgefordert, ihren Projektvorschlag – unter Berücksichtigung der Überarbeitungs-
empfehlungen – zu konkretisieren.
II. Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Kosten entstehen.
Begründung:
Der Hauptausschuss hat die Verwaltung am 23.08.2006 beauftragt, auf der Grundlage definierter
Rahmenbedingungen und Entwicklungsziele, ein zweistufiges Bewerberauswahl- und Realisie-
rungsverfahren für die Zentrumserweiterung in Mecklenbeck durchzuführen. Aufzufordern waren
Bewerberteams bestehend aus Entwickler, Endinvestor und Architekten.
Zum Abschluss der Qualifizierungsphase haben am 13.03.2007 sieben Bewerber ihre Projektvor-
schläge für eine gemischt genutzte, mehrgeschossige Bebauung im Bereich südlich der St. Anna
Kirche abgegeben (Anlage 1).
Vorlagen-Nr.:
V/0406/2007
Auskunft erteilt:
Herr Kurz
Ruf:
492 61 40
E-Mail:
Kurz@stadt-muenster.de
Datum:
24.05.2007
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0406/2007
Die Projektvorschläge wurden am 29.03.2007 in einer öffentlichen Informationsveranstaltung in
Mecklenbeck im Detail vorgestellt. Anregungen wurden aus dem ca. 50 Personen umfassenden
Besucherkreis nicht vorgebracht.
Mit Schreiben vom 12.04.2007 haben der Bürgerverein für Mecklenbeck e.V. und der Mecklenbe-
cker Geschichts- und Heimatverein e.V. sich an die Verwaltung gewandt und angeregt, die Südsei-
te des Kirchengrundstücks nicht durchgehend mit einer Bebauung zu versehen. Wie durch die
Wohn- und Geschäftshausbebauung auf der Nordseite, würde auch eine Bebauung entlang der
Südseite des Kirchengrundstückes zu einer „Zubauung“ des Pfarrzentrums führen. Dessen ge-
schwungene, lebhafte Architektur würde durch die seitlich begleitenden Wände stark beeinträch-
tigt. Die Verfasser plädieren stattdessen für eine breite verbindung vom Erweiterungsbereich zum
Kirchengrundstück, wie es zwei der sieben Projektentwürfe vorschlagen.
Aus städtebaulichen Gründen ist diese Argumentation nicht zwingend. Die nördliche und südliche
Rahmung des Kirchengrundstückes durch eine Blockrandbebauung ist Ergebnis des städtebauli-
chen Wettbewerbes für Mecklenbeck Mitte, der auch dem rechtskräftigen Bebauungsplan zugrun-
de liegt. Mit dieser Planung wurde die St. Anna Kirche aus ihrer solitären Lage bewusst in den
städtebaulichen Zusammenhang des neuen Stadtteilzentrums am Dingbänger Weg eingebunden.
Die Attraktivität von Stadtteilzentren lebt u.a. von einer breiten Nutzungsvielfalt in räumlich enger
Zuordnung, die einer fußläufigen Erschließung gerecht wird. Insofern ist die angestrebte Bebau-
ungsdichte rund um die Kirche städtebaulich nach wie vor wünschenswert. Eine weitergehende
Freistellung des prägenden Solitärgebäudes der Kirche ist demgegenüber nicht sinnvoll. Zent-
rumsfunktionen würden sonst zwangsläufig auseinandergezogen und der räumliche Zusammen-
hang geschwächt.
Die Aufgabenstellung für das Bewerberauswahlverfahren forderte insofern auch - in Übereinstim-
mung mit der Zielsetzung einer kompakten Bebauung des Erweiterungsbereiches – eine 3-seitige
Schließung der Blockränder. Wie dem Protokoll (Anlage 2) zu entnehmen ist, haben zwei der sie-
ben Projektentwürfe, abweichend von den städtebaulichen Vorgaben, eine Öffnung nach Norden
zum Kirchengrundstück und zur bestehenden Zentrumsbebauung vorgeschlagen. Da mit einer
derartigen städtebaulichen Orientierung der Bebauung auch Chancen für die Ortsmitte verbunden
sein können, z.B. durch die großzügigere Verbindung der Zentrumsbereiche untereinander, sollte
dieser städtebauliche Ansatz in der weiteren Bearbeitung alternativ weiterverfolgt werden. Insoweit
sollte dem Votum der Jury gefolgt werden und neben den Entwürfen, die die Bebauung in U-Form
zum Dingbänger Weg orientiert vorsehen, auch eine nach Norden geöffnete Bebauung in Erwä-
gung gezogen werden. Diese räumliche Öffnung ist dann vertretbar, wenn es gelingt eine für das
Stadtteilzentrum angemessene Maßstäblichkeit zu wahren, insbesondere das Verhältnis von
Platz- /Freiflächen zu bebauten Flächen zu gliedern.
Gemäß der in Anlage 2 genannten Rahmenbedingungen und damit auch Bewertungs- und Ent-
scheidungkriterien für das Auswahlgremium wird vorgeschlagen, 3 Bewerber in der 2. Bearbei-
tungsstufe um Konkretisierung ihrer Projektvorschläge zu bitten.
Aus der Jurybeurteilung ergeben sich für diese drei für die 2. Stufe des Verfahrens (Konkretisie-
rungsphase) vorgeschlagenen Teams folgende Überarbeitungsempfehlungen:
Entwurf 2: Wrocklage + Partner / Arning Bauunternehmung
- die Teilüberbauung des Kundenstellplatzes entlang dem Dingbänger Weg sollte überprüft
werden
- das Angebot von Einzelhandelseinrichtungen sollte stärker auf einen stadtteiltypischen Mix
von größeren und kleineren Ladenlokalen überarbeitet werden
- für die Anlieferung auf der Südseite sollte eine Lösung vorgesehen werden, die ohne den
Dingbänger Weg als Rangierraum auskommt
- die Realisierung eines Konzeptes von Se rvice-Wohnen für ältere und mobilitätseinge-
schränkte Menschen, erfordert die Bereitstellung von wohnbegleitenden Pflege- oder Ser-
viceleistungen.
- 3 -
V/0406/2007
Entwurf 6: Architekturbüro Steinhoff / WVA GmbH
- das Angebot von Einzelhandelseinrichtungen sollte stärker auf einen stadtteiltypischen Mix
von größeren und kleineren Ladenlokalen überarbeitet werden
- die Bereitstellung von barrierefreien Wohnungen in den Obergeschossen erfordert die Be-
rücksichtigung eines Aufzuges
- die Realisierung eines Konzeptes von Se rvice-Wohnen für ältere und mobilitätseinge-
schränkte Menschen, erfordert die Bereitstellung von wohnbegleitenden Pflege- oder Ser-
viceleistungen
Entwurf 3: Stadtraum Projekt GmbH / Holz GmbH
- die teilweise Überplanung des Kirchengrundstückes sollte auf ihre Realisierungsfähigkeit
überprüft werden
- die Realisierung eines Konzeptes von Se rvice-Wohnen für ältere und mobilitätseinge-
schränkte Menschen, erfordert die Bereitstellung von wohnbegleitenden Pflege- oder Ser-
viceleistungen
I.V.
gez.
Schultheiß
Stadtdirektor
Anlagen:
1. Übersicht der 7 Projektvorschläge
2. Niederschrift der Jury vom 23.04.2007
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0406/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37