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2021/0005

Waldzustandsbericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt

Magistratsvorlage 06.01.2021

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.01.2021 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat IV 
 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
IV 
V 56 67 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0005 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
22 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 555010 
Kostenstelle: 067-030-1100 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 555011 Sachkonto: div. Sachkonten 
 
Betreff: Waldzustandsbericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt  
 
Vorlage vom: 06.01.2021 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Waldzustandsbericht 2020 wird zur Kenntnis genommen.  
2. Es wird beschlossen diesen jährlich fortzuschreiben und ggf. um weitere Themen wie  
    Naturverjüngung bzw. Potential zur Naturverjüngung und Wildverbiss zu erweitern.  
 
Anlagen: Waldzustandsbericht Darmstadt 2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.01.2021 
 
Hitze und Trockenheit, hervorgerufen durch die Folgen des Klimawandels setzen unserem 
Stadtwald  deutlich zu. Als Teilergebnis des Runden Tisches Wald, dessen Einrichtung durch 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung im Sommer 2019 beschlossen wurde, soll für 
den Stadtwald Darmstadt künftig jährlich ein Waldzustandsbericht erstellt werden, in dem der 
Waldzustand erfasst und dokumentiert wird. Diese Erhebung des Waldzustands gehört zur 
grundlegenden Analyse des Zustands unseres West- und Ostwaldes und liefert differenzierte, 
kleinräumige Erkenntnisse, welche im weiteren Prozess ermöglichen die richtigen Maßnahmen 
zum Schutz des Ökosystems Wald ableiten zu können.  
 
In Zusammenarbeit mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen 
wurde ein Stichprobendesign für den Waldzustandsbericht erarbeitet und zwischen Mitte Juli 
bis Mitte August 2020 eine dezidierte, engmaschige Erhebung des Waldzustands im Stadtwald 
Darmstadt durchgeführt. Es wurde hierfür ein dichtes Aufnahmeraster (Raster 250 m x 250 m) 
gewählt, um eine hohe Auflösung der Ergebnisse getrennt nach den standörtlich und klimatisch 
sehr unterschiedlichen Waldgebieten des West-und Ostwaldes zu erzielen. Der 
Waldzustandsbericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt ist in der Anlage beigefügt. 
 
Die Ergebnisse sind nicht überraschend und dennoch alarmierend. Insbesondere im Westwald, 
der sich in der Rheinebene auf trockenen und substratarmen Standorten erstreckt, ist der 
Waldzustand in einem sehr kritischen Zustand. Die Schäden sind hier höher als im hessischen 
Landesdurchschnitt – wenngleich auch der hessische Waldzustandsbericht mehr als 
besorgniserregend ist. Vornehmlich ursächlich für den akuten Schädigungsgrad der Wälder 
sind nach dem vorliegenden Gutachten ganz offensichtlich klimatische Faktoren. Eine Zunahme 
von sommerlichen Hitzeperioden und langanhaltende Dürrephasen führten in Kombination mit 
milden Wintern und niederschlagsarmen Frühjahrsmonaten in den letzten Jahren zu einer 
deutlichen Belastung der Wälder. Sind im Ostwald noch insgesamt 55 % der erfassten Bäume 
ungeschädigt oder nur schwach geschädigt, fällt diese Bilanz für den Westwald mit seinen 
sandigen Böden nach inzwischen drei klimawandelbedingt viel zu trockenen und heißen 
Sommern sehr viel dramatischer aus: nur 33 % sind ungeschädigt oder nur schwach 
geschädigt, 40 % mittelstark, 18 % sind stark geschädigt und 9 % zum Zeitpunkt der 
Erhebung bereits abgestorben. 
 
Auch wenn die Baumschäden in Teilen des Stadtwaldes derzeit gravierend sind bieten sie auch 
eine Chance für die biologische Vielfalt. Zerfallsphasen und Kalamitäten gehören zu einem 
natürlichen Ablauf der Waldentwicklung. Absterbende Bäume, stehendes Totholz oder 
umstürzende Stämme stellen für viele Tier- und Pflanzenarten – darunter oft seltene, vom 
Aussterben bedrohte Arten – einen wichtigen Lebensraum dar. Zudem kann ein erhöhter 
Totholzanteil am Boden zu einem verbesserten Wasserhaushalt und langfristig zu einem 
verbesserten Bodenzustand der Wälder beitragen. Diese Themen werden auch dezidiert in dem 
mit Magistratsvorlage 2021/0007 vorgelegten Abschlussberichts des Runden Tisches Wald 
behandelt. 
 
 
Darmstadt, den 06.01.2021 
 
Dezernat IV  Dezernat V

André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer  Stadträtin

2021/0005

4611 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.01.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0005 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 555010 
Kostenstelle:  067-030-1100 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  555011 Sachkonto: div. Sachkonten  
 
Betreff: Waldzustandsbericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt  
 
Vorlage vom: 06.01.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Waldzustandsbericht 2020 wird zur Kenntnis genommen.  
2. Es wird beschlossen diesen jährlich fortzuschreiben und ggf. um weitere Themen wie  
    Naturverjüngung bzw. Potential zur Naturverjüngung und Wildverbiss zu erweitern.  
 
Anlagen: Waldzustandsbericht Darmstadt 2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  06.01.2021 
 
Hitze und Trockenheit, hervorgerufen durch die Folgen des Klimawandels setzen unserem 
Stadtwald  deutlich zu. Als Teilergebnis des Runden Tisches Wald, dessen Einrichtung durch 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung im Sommer 2019 beschlossen wurde,  soll für 
den Stadtwald Darmstadt künftig jährlich ein Waldzustandsbericht erstellt werden, in dem der 
Waldzustand erfasst und dokumentiert wird. Diese Erhebung des Waldzustands gehört zur 
grundlegenden Analyse des Zustands unseres West- und Ostwaldes und liefert differenzierte, 
kleinräumige Erkenntnisse, welche im weiteren Prozess ermöglichen die richtigen Maßnahmen 
zum Schutz des Ökosystems Wald ableiten zu können.  
 
In Zusammenarbeit mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen wu r-
de ein Stichprobendesign für den Waldzustandsbericht erarbeitet und zwischen Mitte Juli bis 
Mitte August 2020 eine dezidierte, engmaschige Erhebung des Waldzustands im Stadtwald 
Darmstadt durchgeführt. Es wurde hierfür ein dichtes Aufnahmeraster (Raster 250 m x 250 m) 
gewählt, um eine hohe Auflösung der Ergebnisse getrennt nach den standörtlich und klimatisch 
sehr unterschiedlichen Waldgebieten des West-und Ostwaldes zu erzielen. Der Waldzustands-
bericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt ist in der Anlage beigefügt. 
 
Die Ergebnisse sind nicht überraschend und dennoch alarmierend. Insbesondere im Westwald, 
der sich in der Rheinebene auf trockenen und substratarmen Standorten erstreckt, ist der 
Waldzustand in einem sehr kritischen Zustand. Die Schäden sind hier höher als im hessischen 
Landesdurchschnitt – wenngleich auch der hessische Waldzustandsbericht mehr als besorgnis-
erregend ist. Vornehmlich ursächlich für den akuten Schädigungsgrad der Wälder sind nach 
dem vorliegenden Gutachten ganz offensichtlich klimatische Faktoren. Eine Zunahme von 
sommerlichen Hitzeperioden und langanhaltende Dürrephasen führten in Kombination mit 
milden Wintern und niederschlagsarmen Frühjahrsmonaten in den letzten Jahren zu einer 
deutlichen Belastung der Wälder. Sind im Ostwald noch insgesamt 55 % der erfassten Bäume 
ungeschädigt oder nur schwach geschädigt, fällt diese Bilanz für den Westwald mit seinen 
sandigen Böden nach inzwischen drei klimawandelbedingt viel zu trockenen und heißen Som-
mern sehr viel dramatischer aus: nur 33 % sind ungeschädigt oder nur schwach geschädigt, 
40 % mittelstark, 18 % sind stark geschädigt und 9 % zum Zeitpunkt der Erhebung bereits 
abgestorben. 
 
Auch wenn die Baumschäden in Teilen des Stadtwaldes derzeit gravierend sind bieten sie auch 
eine Chance für die biologische Vielfalt. Zerfallsphasen und Kalamitäten gehören zu einem na-
türlichen Ablauf der Waldentwicklung. Absterbende Bäume, stehendes Totholz oder umstür-
zende Stämme stellen für viele Tier- und Pflanzenarten – darunter oft seltene, vom Aussterben 
bedrohte Arten – einen wichtigen Lebensraum dar. Zudem kann ein erhöhter Totholzanteil am 
Boden zu einem verbesserten Wasserhaushalt und langfristig zu einem verbesserten Bodenzu-
stand der Wälder beitragen. Diese Themen werden auch dezidiert in dem mit Magistratsvorlage 
2021/0007 vorgelegten Abschlussberichts des Runden Tisches Wald behandelt.  
 
 
Darmstadt, den 06.01.2021 
 
Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer  Stadträtin

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Im Auftrag der: 
 
Wissenschaftsstadt Stadt 
Der Magistrat 
Grünflächenamt  
 
Waldzustandsbericht 2020 
für den Stadtwald Darmstadt

Inhaltsverzeichnis 
 
1 Methodik ....................................................................................................................... 3 
Durchführung 2020 ...................................................................................................................................... 5 
2 Ergebnisse ..................................................................................................................... 7 
Stadtwald Darmstadt.................................................................................................................................... 8 
Nadel-/Blattverlust ............................................................................................................................................... 8 
Vergilbung .......................................................................................................................................................... 10 
Schadstufen ........................................................................................................................................................ 10 
Fruktifikation ...................................................................................................................................................... 11 
Buche .................................................................................................................................................................. 12 
Kiefer .................................................................................................................................................................. 13 
Eiche ................................................................................................................................................................... 14 
Sonstige Laubbäume .......................................................................................................................................... 14 
Sonstige Nadelbäume ........................................................................................................................................ 15 
Westwald .................................................................................................................................................... 16 
Ostwald ....................................................................................................................................................... 18 
3 Witterung .................................................................................................................... 20 
Das Jahr 2019 ............................................................................................................................................. 20 
Das Jahr 2020 ............................................................................................................................................. 20 
Witterungsverlauf ...................................................................................................................................... 21 
4 Fazit ............................................................................................................................. 22 
5 Literaturverzeichnis ..................................................................................................... 23 
 
 
Bearbeitung:  
Stefan Meining 
Büro für Umweltüberwachung 
  
Im Sauergarten 84  
79112 Freiburg    
www.stefanmeining.de                                         Dezember 2020

3 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
1 Methodik 
Die Waldzustandserhebung ist ein etabliertes Verfa hren, 
um den Vitalitätszustand der Wä lder unter sich verä n-
dernden Umwelteinflüssen aufzuzeigen. Das Ve rfahren 
wurde Anfang der 1980er Jahre infolge hoher Schadstof-
feinträge und der dadurch ausgelösten starken  Wald-
schäden entwickelt. Mittlerweile stehen neben immiss i-
onsbedingten Schäden vor allem klimabedingte Verä n-
derungen der Wälder im Vordergrund der B etrachtung. 
Bundesweit wird die Waldzustandserhebung  seit 1984
 
 
durchgeführt. In Hessen erfolgt jährlich durch die Nor d-
westdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW -FVA) eine 
Untersuchung auf einem 8x8 km-Netz. Da jedoch ledi g-
lich zwei P unkte der hessischen Erhebung  im Stadtwald 
Darmstadt liegen, wurde im Sommer 2020 eine eige n-
ständige Waldzustandsaufnahme für de n Stadtwald ei n-
gerichtet. Dies e erfolgte in enger Absti mmung mit der 
NW-FVA.  
Abb. 1: Stichprobenpunkte der Waldzustandserhebung in Stadtwald Darmstadt getrennt nach Wes twald: 
orange und Ostwald: blau (Kartenquelle: OpenStreetMap)

4 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Abb. 2: Verschiedene Stadien der Kronenverlichtung jeweils von links nach rechts: Buche (oben):0, 30 und 70  % Blattverlust. 
Kiefer (Mitte): 15, 40 und 75  % Nadelverlust. Eiche (unten): 5, 25 und 95  % Blattverlust (aus: ARBEITSGEMEINSCHAFT KRONENZUSTAND 
2007)

5 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Für den Stadtwald Darmstadt wurde ein dichtes Auf-
nahmeraster mit einem relativ geringen  Abstand von 
250 x 250 m gewählt, um eine ausreichende Genauigkeit 
der Ergebnisse getrenn t nach den standörtlich und kl i-
matisch sehr unterschiedlichen Waldgebieten des West- 
und Ost waldes zu erzielen  (Abb. 1). Im Gegensatz zur 
landesweiten Waldzustandserhebung in Hessen werden 
hierbei an jedem Stichprobenpunkt 8 statt 24 Bäume des 
herrschenden Bestandes (Kraft´sche Klasse 1 bis 3 ) auf-
genommen. Die Bäume wurden dauerhaft ma rkiert, so 
dass eine jährliche Aufnahme der gleichen Baumindiv i-
duen gewährleistet ist (Abb. 3).  
Fielen die Sollkoordinaten der einzurichtenden Stichpr o-
benpunkte auf Nichtholz boden, wie z.  B. Wege, Wal d-
wiesen oder Holzlagerplätze, wurde der Aufna hmepunkt 
maximal 50  m in den nächstliegenden Bestand verlegt. 
Die Auswahl der Bäume sowie der gesamte Verfahren s-
ablauf wurde n gemäß dem bundesweit a bgestimmten 
Leitfaden zur Waldzustand serhebung durchgeführt 
(WELLBROCK ET AL.).  
Bei der Waldzustandserhebung wird der Kronenzustand 
der Waldbäume visuell vom Boden aus untersucht  (Abb. 
7). Als Hauptkriterien werden hierbei der Nadel-/Blatt-
verlust und die V ergilbung der Nadeln und Blätter er ho-
ben, die einen guten und nachvollziehbaren Indikator für 
den Vitalitätszustand der Bäume darstellen  (Abb. 2). 
Beide Merkmale werden in 5 -Prozentstufen erfasst und 
anschließend zu Schadstufen verrechnet (Tab. 1). 
Das Baumalter hat einen großen Einfluss auf den Kr o-
nenzustand der Bäume. Während jüngere Bäume meist 
eine dichtere und vitalere Krone aufweisen, zeigen sich 
bei älteren Bäumen in der Regel häufiger Schadsympt o-
me und dementsprechend lichtere Baumk ronen. Lan g-
jährige Untersuchungen der Waldzustands erhebung in 
Deutschland zeigen, dass die Kronenverlichtung bis zu 
einem Baumalter von etwa 60 Jahren stark a nsteigt, 
danach jedoch mit ansteigendem Alter nur noch eine 
geringe Erhöhung der Kronenverlichtung zu ve rzeichnen 
ist. Daher werden die Ergebnisse d er Waldzustandse r-
hebung getrennt nach den Altersgruppen „bis 60 Jahre“ 
und „über 60 Jahre“ dargestellt.  
Abb. 3: Mitarbeiter der Waldzustandserhebung bei der Ei n-
richtung eines Stichprobenpunktes (Foto: S. Meining) 
0 - 10 % 11 - 25 % 26 - 60 % 61 - 100 %
0 - 10 % 0 0 1 2
11 - 25 % 1 1 2 2
26 - 60 % 2 2 3 3
61 - 99 % 3 3 3 3
100% 4
Schadstufe 0
Schadstufe 1
Schadstufe 2
Schadstufe 3
Schadstufe 4
mittelstark geschädigt
deutlich geschädigtstark geschädigt
abgestorben
Kronen-
verlichtung
Vergilbung
ungeschädigt
schwach geschädigt Warnstufe
Tab. 1: Herleitung der Schadstufen

6 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Durchführung 2020 
Die Aufnahmen im Stadtwald Darmstadt wurden im 
Zeitraum vom 9. Juli bis 13. August von forstlichen Sach-
verständigen mit langjährig er Erfahrung in der Waldz u-
standserhebung durchgeführt. Im gesamten Stadtwald 
konnten an 298 Stichprobenpunkte insgesamt 2.384 
Bäume untersucht werden (Tab. 2). Die häufigste Baum-
art war dabei die Buche m it 32 %, gefolgt von den son s-
tigen Laubbäumen (27  %), Kiefer (21  %), Eiche (17  %) 
und den son stigen Nadelbäumen (3  %). E twas mehr als 
die Häl fte aller Bä ume en tfallen dabei auf die Alters-
gruppe über 60 Jahre, etwas weniger als die Hälfte auf  
die Altersgruppe bis 60 Jahre. 
In der detaillierten Betrachtung der  Altersverteilung ist 
zu erkennen, dass der Anteil an Bäumen im Stadtwald ab 
einem Baumalter von 100 Jahren deutlich abnimmt 
(Abb. 5). Die jüngeren Altersklassen sind dagegen übe r-
proportional vertreten. Dementsprechend überwiegt der 
Anteil an Bäumen mit ei nem Brusthöhendurchmesser 
(BHD) von bis zu 40 cm (Abb. 6). Knapp 50 % aller Bäume 
haben einen BHD zwischen 21 und 40 cm, knapp 30  % 
einen BHD bis 20 cm. Dagegen sind Bäume mit größerem 
Durchmesser von über 40  cm relativ gering in der Stic h-
probe vertreten (Abb. 4).  
Im Westwald wurden 165 Stichprobenpunkte eing erich-
tet und 1.320 Bäume untersucht. Die häuf igste Baumart 
stellt hier mit 33 % die Kiefer dar. Das Altersverhältnis ist 
im Westwald mit 55% leicht in Richtung der jüngeren 
Altersgruppe verschoben.  
Abb. 4: An jedem neuen Baum der Waldzustandserhebung wird der Brusthöhendurchmesser gemessen  (Foto: S. Meining) 
Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent
Aufnahmepunkte 298 - 165 - 133 -
alle Baumarten 2.384 100% 1.320 55% 1.064 45%
bis 60 Jahre 1.262 53% 725 55% 537 50%
über 60 Jahre 1.122 47% 595 45% 527 50%
Buche 765 32% 341 26% 424 40%
Kiefer 491 21% 443 33% 48* 5%
Eiche 402 17% 153 12% 249 23%
sonstige 
Nadelbaumarten 
(sNb)
76 3% 4** 0% 72 7%
sonstige 
Laubbaumarten 
(sLb)
650 27% 379 29% 271 25%
Gesamt Westwald Ostwald
Tab. 2: Anzahl untersuchter Stichprobenpunkte bzw. Bäume  
*: Bäume werden aufgrund der geringen Anzahl bei der Auswertung der 
Ergebnisse den sNb zugerechnet.  
**: Baumartengruppe wird aufgrund der geringen Anzahl nicht gesondert 
ausgewertet

7 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Im Ostwald konnten  133 Stichprobenpunkte der Wald-
zustandserhebung eingerichtet und damit 1.064 Bäume 
untersucht werden. Mit große m Abstand ist hier die 
Buche mit 40  % die hä ufigste Baumart. Das Verhältnis 
zwischen den Altersgru ppen ist im Ostwald weitgehend 
ausgeglichen.  
0
10
20
30
40
50
60
1-20 21-40 41-60 61-80 >80
Abb. 5: Anteil der gemessenen Brusthöhendurchmesser 
(BHD) an den Bäumen der Waldzustandserhebung  
0
5
10
15
20
25
1-20
21-40
41-60
61-80
81-100
101-120
121-140
>140
Abb. 6: Anteil der Baumalter eingeteilt nach Altersklassen  
 Abb. 7: Aufnahmetrupp der Waldzustandserhebung  (Foto: 
S. Meining)

8 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
2 Ergebnisse 
Stadtwald Darmstadt  
Die S ituation des Stadtwaldes Darmstadt stellt sich im 
Jahr 2020 als äußerst angespannt dar. In Folge der sehr 
heißen und trockenen Witterung der letzten Jahre ist der 
Anteil an abgestorbenen und stärker geschädigten Bäu-
men außergewöhnlich hoch. Insbesondere im Westwald, 
der sich in der Rheinebene auf trockenen und substra t-
armen Standorten erstreckt, ist der Waldzustand in e i-
nem sehr kritischen Zustand (Abb. 8).  
Nadel-/Blattverlust 
Der mittlere Nadel -/Blattverlust (NBV) des gesamten 
Darmstädter Stadtwaldes beläuft sich im Mittel über alle 
Baumarten und Baumalter auf 3 7,9 % (Abb. 9). D amit 
liegt der Wert um 9,9 Prozentpunkte höher als die im
hessischen Landesdurchschnitt ermittelte Kronenverlich-
tung (NW-FVA 2020). Bäume der Altersgruppe bis 60 Ja h-
re weisen im Mittel eine Kronenverlichtung von 31,7  %, 
die der Altersgruppe über 60 Jahre von 44,8 % auf.  
0
10
20
30
40
50
60
alle Bäume bis 60 Jahre über 60 Jahre
Abb. 9: Mittlerer Nadel -/Blattverlust nach Altersgruppen 
(Fehlerrahmen: 95% Konfidenzintervall) 
Abb. 8: Stark geschädigter Waldbestand (Foto: A. Flender)

9 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
In der räumlichen Verteilung der mittleren Nadel -/Blatt-
verluste je Stichprobenpunkt zeigen sich deutliche Sch a-
densschwerpunkte im westlichen Stadtwald (Abb. 10). 
Insbesondere im südlichen Teil des Westwaldes ist der 
Anteil an Stichprobenpunkten mit hohen Nadel -/Blatt-
verlustwerten über 40  % sehr hoch. Dagegen sind im 
Ostwald überwiegend geringe bzw. moderate mittl ere 
Kronenverlichtungen der Stichprobenpunkte bis 40  % 
Nadel-/Blattverlust zu erkennen. 
Bezogen auf die unterschiedlichen Altersgruppen wird 
deutlich, dass vor allem die Bäume über 60 Jahre für 
eine erhöhte Kronenverlichtung sorgen (Abb. 11). Der 
Anteil an Stich probenpunkten mit hohen Nadel -
/Blattverlusten ist hier besonders hoch. Für den Wes t-
wald zeigt sich jedoch auch , dass auf Stichprobenpunkte 
mit vornehmlich jungen Bäumen die Kronenverlichtung 
zum Teil sehr hoch ist.  
Abb. 10: Mittlerer Nadel-/Blattverlust der Stichprobenpunkte in Prozent (Kartenquelle: OpenStreetMap)

10 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
 
Vergilbung 
Neben dem Nadel -/Blattverlust stellt die Vergilbung 
einen wichtigen Indikator für den Kronenzustand dar. 
Insbesondere auf nährstoffarmen und versauerten 
Standorten weist eine Vergilbung der Nadeln und Blätter 
oftmals auf eine Störung der Nährstoffversorgung der 
Bäume hin. Die Erge bnisse der  Waldzustandserhebung 
im Stadtwald Darmstadt zeigen, dass Vergilbungssym p-
tome derzeit keine Rolle bei der Bewertung des Krone n-
zustandes der Bäume spielen. 97  % aller unte rsuchten 
Bäume weisen keine oder nur sehr geringfügige Vergi l-
bungserscheinungen auf. 
Schadstufen 
Abbildung 12 zeigt die Schadstufenverteilung der Bäume 
im Stadtwald Darmstadt. Lediglich 1 5 % aller Bäume im 
Stadtwald gelten demnach als ungeschädigt und 27 % als 
schwach geschädigt.  Den größten Anteil ne hmen mit 
38 % die mittelstark geschädigten Bäume ein. 13  % aller 
Bäume sind stark geschädigt und 7  % abg estorben. Im 
Vergleich zur landesweiten Waldzustand serhebung in  
 
 
 
 
Hessen ist vor allem der merklich erhöhte Anteil der 
stärkeren Schäden im Stadtwald Darmstadt auffallend. 
Im Land esdurchschnitt galten für das Jahr 2020  insge-
samt 8,8 % aller Bäume als stärker geschädigt (starke 
Schäden + abgestorbene Bäume). Im Stadtwald Dar m-
stadt beläuft sich der Anteil auf insgesamt 20 %.  
Abb. 11: Mittlerer Nadel -/Blattverlust je Stichprobenpunkt in Prozent getrennt nach jüngeren und älteren Bäumen.  
Links: Bäume bis 60 Jahr e. Rechts: Bäume über 60 Jahre . Mindestanzahl vier Bäume je Stichprobenpunkt  (Kartenquelle:  
OpenStreetMap) 
Abb. 12: Verteilung der Schadstufen  
15%
27%
38%
13%
7% ungeschädigt
schwach geschädigt
mittelstark geschädigt
stark geschädigt
abgestorgen

11 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Für einen schnellen Überblick des Waldzustandes we r-
den Bä ume der Schadstufen 2 bis 4 (mitte lstark bzw. 
stark geschädigte + abgestorb ene Bäume) zur Gruppe 
der deutlich geschädigten Bäume z usammengefasst. 
Nach den Ergebnissen der Waldz ustandserhebung 2020 
im Stadtwald Darmstadt gelten derzeit insgesamt 58  %
aller Bäume als deutlich geschädigt. In der räuml ichen 
Verteilung zeigt sich wiederum ein Schadensschwer-
punkt im Darmstädter Westwald (Abb. 13). Es wird aber 
auch ersichtlich, dass der Anteil an deutlich geschädigten 
Bäumen im Ostwald an einzelnen Stichprobenpun kten 
ebenfalls mehr als 50 % einnimmt.  
Abb. 13: Prozentualer Anteil an deutlich geschädigten Bäumen (Schadstufe 2 bis 4) je Stichprobenpunkt (Kar-
tenquelle: OpenStreetMap)

12 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Fruktifikation 
Die Fruktifikation der Bäume kann einen Einfluss auf die 
Belaubungsdichte der Baumkr onen ausüben. Besonders 
bei der Buche , aber auch bei anderen Laubbaumarten 
wie Hainbuche oder Kirsche , wurde dies in der Verga n-
genheit regelmäßig beobachtet. Für die Ausbildung vi e-
ler Fruchtstände ben ötigt der Baum eine Vielzahl an 
Energie- und Nährstoffreserven, die nach Umleitung s-
prozessen nicht mehr in au sreichendem Maße für das 
vegetative Wachstum zur Ve rfügung stehen. Die Bäume 
bilden in starken Fruktifikationsjahren (Mastjahren) d a-
her häufig kleinere Blätter bzw. Nadeln, kürzere Jahre s-
triebe und eine schlechtere Verzweigung aus. Die Folge 
sind lichtere Kronen und damit eine höhere Kronenve r-
lichtung.  
Im Jahr 2020  ist vor allem bei den Eichen ein starker 
Fruchtbehang festzustellen (Abb. 14). Nahezu 60  % aller 
Eichen im blühfähigen Alter (>  49 Jahre) weisen eine 
mittelstarke bis starke Fruktifikation auf  (Abb. 15). Bei 
den sonstigen Nadelbäumen bzw. sonstigen Laubbä u-
men und Buchen ist die Fruktifikation etwas geringer 
ausgeprägt, jedoch mit jeweils knapp unter 40  % aller 
Bäume auch auf einem hohen Niveau.  
Buche 
Der mittlere Blattverlust der Buchen b eläuft sich aktuell 
im Stadtwald Darmstadt auf 42,3  % (Abb. 17). Damit 
zählt die Buche nach der Kiefer zu der am stärksten g e-
schädigten Baumart im Stadtwald. Insgesamt sind 68  % 
aller Buchen deutlich geschädigt (Abb. 18).  
Die trocken -warme Witterung der letzten Jahre 
schwächt die Buche zunehmend. Vor alle m auf den san-
digen Standorten der Rheinebene zeigt sie oftmals sta r-
ke Trockenstresssymptome in der Baumkrone. Im So m-
mer 2020 wurden an zahlreichen betroffenen B uchen 
vorzeitiger Blattabwurf festgestellt, der zum einen die 
Kronenverlichtung e rhöht, zum anderen aber auch zu  
einem langfristigen Nährstoffverlust der Bäume führt, da 
die in den Blättern vorhanden Nährelemente nicht wie 
üblich mit der Herbstverfärbung im Stamm eingelagert 
werden können. Zudem war  in den B uchenkronen als 
unmittelbare Folge der unzureichenden Wasse rversor-
gung oftmals ein Absterben der Oberkrone zu beobac h-
ten (Abb. 15) . Astabbrüche und Faulstellen können in 
den Buchenkronen Eintrittspforten für sekundäre Schäd-
linge wie holzzersetzende Pilze  darstellen, die schadens-
verstärkend wirken. Bei anhaltender Trockenheit kla p-
pen Buchen zudem ihre Blätter entlang der Blatt spreite 
zusammen, um ihre Transpirationsrate zu reduzieren. 
Dieser Effekt, der sogenannten Schiffchenbildung, wurde 
im Sommer 2020 an nahezu jeder vierten Buche festg e-
stellt. Zusätzlich belaste nd auf den Kronenzustand wir k-
te sich dieses Jahr zudem die erhöhte Fruktifikation aus. 
Eine starke Ausbildung von Bucheckern führt regelmäßig 
zu einer erhöhten Kronenverlichtung der Buchen.  
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Buche Kiefer Eiche sNb sLb
mittel stark
Abb. 15: Anteil der mittelstark und stark fruktifizierenden 
Bäume nach Baumart bzw. Baumartengruppe  
Abb. 14: Traubeneiche mit Eicheln (Foto: S. Meining)

13 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Kiefer 
Mit 43,6  % Nadelverlust ist die Kiefer die Baumart mit 
der höchsten mittleren Kronenverlichtung im Stadtwald 
Darmstadt (Abb. 17). Insgesamt gelten 66 % aller Kiefern 
als deutlich g eschädigt (Abb. 18). Besonders gravi erend 
ist der Anteil an abgestorbenen Kiefern mit 19 %.  
Die Kiefer, die häufig als wenig an spruchsvolle, mit tro-
ckeneren und substratarmen Böden zurecht kommende 
Baumart dargestellt wird , zeigt unter den derzeitigen 
Klimaverschiebungen erhebliche Vitalitätseinbußen. 
Neben lang anhaltenden Trockenperioden und somme r-
lichen Hitzephasen stellen milde Temp eraturen im 
Herbst und Winter, die zu einer verkürzten Winterruhe 
führen, eine zunehmende Belastung für die Kiefer dar. 
Zudem sorgt ein starker Mistelbefall der Kiefern insb e-
sondere auf trockenen Standorten des Westwaldes für 
zusätzlichen Trockenstress. An  der Grenze  des ökologi-
schen Verbreitungsgebietes, wie im Hessischen Rheintal, 
zeichnet sich daher eine zwangsläufige Abkehr der bi s-
herigen Kiefernwirtschaft ab.  
Neben direkten klimatischen Belastungen wie Hitze und 
Trockenheit führen zunehmend Schäden du rch den pilz-
lichen Erreger des Diplodia -Triebsterbens zu deutl ichen 
Vitalitätseinbußen an der Kiefer. Der wärmeliebende Pilz 
profitiert vom Witterungsverlauf der letzten Jahre und 
schädigt Kiefernbestände aller Altersstufen. Zusätzlich 
sind häufig weitere Sekundärschädlinge wie verschiede-
ne holzbrütende Insekten an geschwächten Kiefern zu 
finden, die nicht unwesentlich zu einem A bsterben der 
Bäume beitragen.  
Abb. 16: Stark geschädigte und abgestorbene Buchen (Foto: S. Meining)

14 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Eiche 
Der Kronenz ustand der Eiche zeigt sich gegenüber den 
anderen Baumarten und Baumartengruppe n vergleichs-
weise stabil. Der mittlere Blattverlust ist mit 30,6  % 
spürbar niedriger als der von Buche oder Kiefer  (Abb. 
17). Insgesamt gelten 51  % der Eichen als deutlich g e-
schädigt (Abb. 18).  
Als ausgesprochen tiefwurzelnde Baumart kommt die 
Eiche offe nbar besser als andere Baumarten mit der 
warm-trockenen Witterung der letzten Jahre zurecht. 
Jedoch wurden auch bei der Eiche insbesondere auf den 
sandigen Standorten des Westwaldes vielerorts akute 
Trockenstresssymptome wie der Abwurf von Jahrestrie-
ben oder das Abtrocknen der Oberkrone festgestellt.  
Zusätzlich führt regelmäßig der Fraß durch blattfresse n-
de Schmetterlingsraupen, wie z.  B Schwammspinner, zu 
einer Belastung der Eichen  (Abb. 19). In diesem Jahr 
wurden an jeder fünften Eiche Fraßschäden an Blä ttern 
festgestellt, wenn auch zumeist in geringer Intensität.  
Sonstige Laubbäume 
Der mittlere Blattverlust der sonstigen Laubbäume b e-
trägt im aktuellen Jahr 33,3  % (Abb. 17). Insgesamt sind 
gelten 46  % der sonstigen Laubbäume als deutlich g e-
schädigt (Abb. 18).  
Die Baumartengruppe der sonstigen Laubbäume setzt 
sich aus einer Vielzahl verschiedener Baumarten z u-
sammen. Am häufigsten kommt hie rbei der Bergahorn 
vor, gefolgt von Roteiche und Spätblühender Traube n-
kirsche. Dahinter folgen mit kleineren Anteilen  Hainbu-
che, Birke, Linde sowie zahlreiche weitere Baumarten.  
Oftmals sind die sonstigen Laubbaumarten als Beim i-
schungen kleinflächig in Eichen bzw. Buchenbeständen 
zu finden oder bilden auf Sukzessionsflächen eine erste 
Baumschicht. Während des Sommers 20 20 fielen zahl-
reiche abgestorbene Birken im Wald auf, die offensicht-
lich infolge des hohen Wasserdefizits der letzten Jahre 
abstarben.  
Zudem konnte an einigen Baumarten verschiedene 
Schaderreger festgestellt werden, die den Vitalitätsz u-
stand der Bäume sch wächen. So wurde im Rahmen der 
Waldzustandserhebung 2020 am Bergahorn der bisher 
noch eher selten vorkommende pilzliche Erreger der 
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Buche Kiefer Eiche sNb sLb
Abb. 17: Mittlerer Nadel -/Blattverlust der Hauptbaumarten 
bzw. Baumartengruppen  (Fehlerrahmen: 95% Konfidenzi n-
tervall) 
Abb. 18: Anteil d eutlich geschädigte r Bäume  im Stadtwald 
Darmstadt (orange: mittelstark geschädigt, rot: stark gesch ä-
digt, grau: abgestorben) 
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Buche Kiefer Eiche sNb sLb
Abb. 19: Falter und Eigeleg e des Schwammspinners  (Foto: A. 
Flender)

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Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Ahorn-Rußrindenkrankheit identifiziert, dessen Ausbre i-
tung von dem warm -trockenen Witterungsverlauf der 
letzten Sommer profitiert (Abb. 20). Der ursprünglich aus 
Nordamerika stammende Pilz verursacht an der Rinde 
und am Stamm großflächige Schäden und bringt im wei-
teren Verlauf die betroffenen Bäume meist zum Abste r-
ben. Ein intensiver Kontakt mit den Pilzsporen, z.  B. 
durch Säge n oder Schleifen des Holzes, kann zudem 
beim Menschen gesundheitliche Probleme auslösen.  
Eine der bedeutendsten Baumkrankheiten betrifft de r-
zeit die Esche. Die Baumart wird seit etwa zehn Jahren 
durch den pilzlichen Erreger des Eschentriebsterbens 
stark g eschädigt. Der Pilz dringt über die Blä tter in das 
Holzgewebe ein und bringt einzelne Triebe der Eschen 
zum Absterben. Zudem kommt es nach B efall verstärkt 
zu Stammfußnekrosen, welche zu einer deutlichen 
Bruchgefährdung der Bäume führen. Zahlre iche Eschen 
sind bereits deutlich geschädigt  bzw. abgesto rben. Es 
wird davon ausgegangen, da ss lediglich sehr wenige 
Eschen eine genetisch bedingte Resistenz gegen das 
Eschentriebsterben aufweisen.  
Sonstige Nadelbäume 
Der mittlere Nadelverlust der sonstigen Nadelbäum e 
beträgt 34,9  %. Aufgrund der vergleichsweise geringen 
Anzahl der sonstigen Nadelbaumarten im Stadtwald, 
ergibt sich bei der Berechnung der mittleren Kronenve r-
lichtung ein relativ großer statistischer Fehlerrahmen, 
der eine detaillierte Bewertung erschwer t. Insgesamt 
sind 32  % aller sonstigen Nadelbäume deutlich gesch ä-
digt. Ein hoher Anteil mit 20  % entfällt dabei auf abg e-
storbene Bäume, die überwiegend auf den Befall mit 
Borkenkäfer zurückzuführen sind.  
Die Baumartengruppe der sonstigen Nadelbaumarten 
setzt sich vor allem aus den Baumarten Fichte und Lä r-
che zusammen. Mit weitem Abstand folgen Douglasie, 
Tanne und Schwarzkiefer.  
Besonders die Fichte ist infolge der extrem warm -
trockenen Witterung der letzten Jahre e rheblich ge-
schwächt. Aufgrund ihres flachen Wurzelsystems kommt 
sie in Dürrephasen relativ schnell in Trockenstress. Z u-
dem konnten sich durch günstige Witterungsverhältnisse 
die Fichtenborkenkäfer, Buchdrucker und Kupferstecher, 
in den letzten drei Jahren massiv au sbreiten. Die kleinen 
rindenbrütenden Käfer bringen ganze Fichtenbestän de 
zum Absterben.  
  
Abb. 20: Umgefallener Bergahorn mit starkem Befall der 
Ahorn-Rußrindenkrankheit (Foto: A. Flender)

16 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Westwald 
Der Westwald umfasst etwa 57  % der Waldfläche des 
Stadtwaldes Darmstadts und erstreckt sich in der hessi-
schen Rheinebene. Die Waldfläche ist durch zahlreiche 
Verkehrs- und Versorgungs achsen wie Autobahnen, 
Bundesstraßen, Zuglinien und Leitungsachsen  durch-
schnitten. Das geologische Ausgangssubstrat bilden Te r-
rassensande des Rheins, auf denen sich sehr tiefgründige 
und skelettfreie, schwach podsolige Braunerden ausg e-
bildet haben. Die Nähr stoffversorgung der Standorte ist 
im Al lgemeinen gering und wird nur durch kalkhaltige 
Flugsandauflagen oberflächennah verbessert ( HESSEN-
FORST 2013).  
Hohe Sommertemperaturen und eine zunehmende Häu-
fung langanhaltender Trockenperioden belasten die 
Wälder i m Westwald stark und führten  in den letzten 
Jahren zu deutlich destabilisierten Waldbeständen.  
Die sandigen Standorte des Westwaldes werden übe r-
wiegend von lockeren Kiefernwäldern bestimmt, die 
oftmals im Unterstand mit Buchen verjüngt sind.  Nach 
frühzeitiger Auflichtung bzw. Auflösung der Bestände 
Abb. 21: Frisch abgestorbene Kiefer (Foto: S. Meining) 
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alle Bäume bis 60 Jahre über 60 Jahre
Abb. 22: Mittlerer Nadel-/Blattverlust nach Altersgruppen – 
Westwald (Fehlerrahmen: 95% Konfidenzintervall) 
 
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9% ungeschädigt
schwach geschädigt
mittelstark geschädigt
stark geschädigt
abgestorgen
Abb. 23: Verteilung der Schadstufen – Westwald  
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Kiefer Buche Eiche sLb
Abb. 25: Deutlich geschädigter Bäume in Prozent – Westwald 
(orange: mittelstark geschädigt, rot: stark gesch ädigt, grau: 
abgestorben) 
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Kiefer Buche Eiche sLb
Abb. 24: Mittlerer Nadel -/Blattverlust der Hauptbaumarten 
bzw. Baumartengrup pen – Westwald (Fehlerrahmen: 95% 
Konfidenzintervall)

17 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
wandert nicht se lten die Spätblühende Traubenkirsche 
ein und bildet teilweise den Folgebestand.  
Der Waldzustand im Westwald ist alarmierend. Der mitt-
lere Nadel -/Blattverlust über alle Baumarten b eträgt 
43,7 % (Abb. 22). Während die Bäume der Alter sgruppe 
bis 60 Jahre eine mittlere Kronenverlichtung von 37,1  % 
aufweisen, liegt der Wert für die  Altersgruppe über 60 
Jahre bereits bei 51,7 %.  
Lediglich 11 % der Bäume im Westwald sind derzeit u n-
geschädigt und nu r 22 % schwach gesch ädigt (Abb. 23). 
Mit 40  % nehmen die mittelstark geschädigten Bäume 
den Hauptanteil ein. Insgesamt sind 18  % der Bäume 
stark geschädigt und allein 9  % abgestorben. Demnach 
gelten aktuell mehr als zwei Dri ttel der Bäume (67  %) 
des Westwaldes als deutlich geschädigt (Schadstufe 2 bis 
4).  
Die Buche ist im Westwald mit einem mittleren Blattver-
lust von 55,2  % beso nders stark geschädigt  (Abb. 24). 
87 % der Buchen ge lten derzeit als deutlich geschädigt , 
wobei etwa die Hälfte hiervon bereits a ls stark gesch ä-
digt eingestuft wurde  (Abb. 25). Häufig vorkommende  
Trockenstresssymptome wie das Abtrocknen der ob eren 
Kronenpartien (Abb. 26) sowie die z.T. starke Fruktifik a-
tion tragen maßgeblich zu diesen hohen Werten bei. Der 
mittlere Nadelverlust der Kiefer liegt bei 45,1  %. Insge-
samt sind 70  % der Kiefern im Westwald deutlich g e-
schädigt. Besonders hoch ist der Anteil an abgesto rben 
Kiefern. Jede fünfte Kiefer im Westwald ist stehend tot  
(Abb. 21). Auf den sandigen Böden leidet die Kiefer z u-
nehmend unt er Klimastress. Verstärkend kommt hi nzu, 
dass die Kiefer häufig von der Mistel befa llen ist, die 
dem Baum zusätzlich Wasser und Nährsalze entzieht. 
Insbesondere in langanhaltenden Dürrephasen verstärkt 
dies den Wassermangel der Kiefern in erhö htem Maße. 
Und auch die mittlere Kronenverlichtung der Eichen und 
sonstigen Laubbäume befindet sich mit 37,6 bzw. 33,9 % 
auf einem hohen Schädigungsgrad, wenn auch im Ve r-
gleich zur Buche und Kiefer auf einem etwas abgestuften 
Niveau. Insgesamt sind 65  % der E ichen und 48 % der 
sonstigen Laubbäume im Westwald deutlich geschädigt. 
Dabei ist zu berüc ksichtigen, dass Eichen und sonstige 
Laubbäume im Westwald überwiegend als Bäume der 
jüngeren Altersgruppe bis 60 Jahre vorkommen.  
Abb. 26: Buche mit abgestorbenen Trieben in der Oberkrone und deutlicher Blattverfärbung (Foto: S. Meining)

18 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Ostwald 
Der Darmstädter Ostwald erstreckt sich auf zwei größere 
Waldkomplexe im nördlichen Odenwaldvorland . Das 
Grundgestein besteht größtenteils aus Rotliegendem, 
welches sehr tonreich verwittert und wasserstauend 
wirkt. In Gebieten in denen die Stauschicht oberfläche n-
nah ansteht, leiden die Bäume  im Sommer häufig unter 
Trockenstress. Liegt die  wasserstauende Schicht tiefer, 
kann dies aber auch zu eine besseren Wasserverfügbar-
keit im Wurzelraum führen, da eine Versickerung in ti e-
fere Bodentiefen verhindert wird (HESSENFORST 2013).  
Auf den tief - bis mittelgründigen und überwiegend gut 
nährstoffversorgten Standorten des Ostwaldes dominie-
ren wüchsige Laubbaumbestände, die oftmals als B u-
chen-Eichen-Mischwald ausgeprägt sind. Nadelbauma r-
ten spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.  
Der Waldzustand im Ostwald stellt sich  derzeit im Ve r-
gleich zum Westwald deutlich weniger dramatisch  dar. 
Jedoch zeigen sich auch hier insbesondere auf Stando r-
ten mit oberflächennaher Stauschicht deutliche
Abb. 27: Eiche mit Totästen in der Oberkrone  (Foto: S. 
Meining) 
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Buche Eiche sNb sLb
Abb. 30: Mittlerer Nadel -/Blattverlust der Hauptbaumarten 
bzw. Baumartengruppen – Ostwald (Fehlerrahmen: 95% 
Konfidenzintervall) 
Abb. 31: Anteil d eutlich geschädigte r Bäume – Ostwald 
(orange: mittelstark geschädigt, rot: stark gesch ädigt, grau: 
abgestorben) 
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Buche Eiche sNb sLb
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alle Bäume bis 60 Jahre über 60 Jahre
Abb. 28: Mittlerer Nadel-/Blattverlust nach Altersgruppen – 
Ostwald (Fehlerrahmen: 95% Konfidenzintervall) 
 
Abb. 29: Verteilung der Schadstufen – Ostwald  
21%
33%
35%
6% 5% ungeschädigt
schwach geschädigt
mittelstark geschädigt
stark geschädigt
abgestorgen

19 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
Trockenstresssymptome in den Baumkronen von Al t-
bäumen. Der mittler e Nadel -/Blattverlust über alle 
Baumarten beträgt 30,7  % (Abb. 28). Bäume der Alter s-
gruppe bis 60 Jahren weisen eine mittlere Kronenve r-
lichtung von 24,5  %, Bäume der A ltersgruppe über 60 
Jahre von 37,0 % auf.  
Im Ostwald sind 21 % der Bäume ungeschädigt (Abb. 29) 
und damit nahezu doppelt so viele wie im Wes twald. 
33 % der Bäume sind schwach geschädigt und 35  % mit-
telstark geschädigt. Die Schadstufen stark g eschädigt 
und abgestorben nehmen mit 6 bzw. 5  % im Vergleich 
zum Westwald einen merklich gering eren An teil ein. 
Somit gelten im Ostwald insgesamt 46 % der Bäume als 
deutlich geschädigt.  
Vermehrte Baumschäden werden im Ostwald b esonders 
an älteren Buchen  beobachtet. Oftmals trocknet die 
Oberkrone der Altbuchen beginnend von den Triebspi t-
zen her ab. Im for tgeschrittenen Verlauf bilden sich B u-
chen mit überwiegend abgestorbener Oberkrone und 
vitaler Krone im unteren Stammbereich heraus. Der 
mittlere Blattverlust der Buchen im Ostwald liegt im Jahr 
2020 bei 31,9  % (Abb. 30). Insgesamt 54  % der Buchen 
im Ostwal d sind deutlich geschädigt  (Abb. 31) . Sch a-
densverstärkend wirkt sich in diesem Jahr zudem die 
relativ starke Fruktifikation der Buchen aus. Der mit tlere 
Blattverlust der Eichen ist mit 26,3  % dagegen etwas 
geringer und auch der Anteil der deutlich geschädi gten 
Eichen liegt mit 41,4  % unterhalb des Wertes der Bau m-
art Buche. Während die Kronenverlichtung der sonstigen 
Nadelbäume mit 32,0  % stark von der hohen Mortal i-
tätsrate der Fichten aufgrund von Borkenkäfe rbefall 
geprägt ist, zeigt sich bei den sonstigen Laubbäumen 
eine ähnlich hohe Kronenverlichtung von 32,5 %. Hier ist 
es vor allem der schlechte Kronenzustand von Birke und 
Hainbuche, die den Schädigungsgrad dieser Baumarte n-
gruppe ansteigen lässt (Abb. 32).  
Abb. 32: Absterbende Birken im Sommer 2020 (Foto: S. Meining)

20 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
3 Witterung  
Der extreme Witterungsverlauf der  letzten Jahre mit 
langanhaltenden Dürrephasen und ex tremer Hitze in 
den Sommermonaten sowie häufigem Niederschlag s-
mangel im Frühjahr h aben den Stadtwald Darmstadt  
sehr stark belastet.  
Das Jahr 2019 
Nachdem bereits der Sommer 2018 sehr heiß und au-
ßergewöhnlich trocken  ausfiel, wurden auch in den 
Sommermonaten des Jahres 2019 sehr hohe Temperatu-
ren und wenig Niederschlag gemessen. In allen drei 
Sommermonaten Juni, Juli und August 2019 fielen an der 
Station „Darmstadt-Rosenhöhe“ im Vergleich zum lan g-
jährigen Mittel der Jahre 2004 bis 2020  deutlich unter-
durchschnittliche Niederschlagsmengen (Abb. 33). Dage-
gen waren die Temperaturen übe rdurchschnittlich hoch. 
Ab September 2019 sorgten ausgiebige Regenfälle  bei 
meist durchschnittlichen Monatsmitte ltemperaturen für 
eine gute Wasserversorgung der Böden.  
Das Jahr 2020 
Das Jahr 2020 b egann deutlich zu mild. So waren der 
Januar mit 3,9 und der Februar mit 6,2 °C merklich zu 
warm. Zudem brachte der Februar erhebliche Niede r-
schlagsmengen, die mit über 100  mm pro Quadratmeter 
gegenüber dem langjährigen Mittel mehr als doppelt so  
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Jan
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Apr
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Jun
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Okt
Nov
Dez
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Jan
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Mai
Jun
Jul
Aug
Niederschlagssumme Mittel 2004-2020
2020 2018 2019 
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Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Monatsmitteltemperatur Mittel 2004-2020
2020 2018 2019 
Abb. 33: Temperatur- und Niederschlagsverteilung der Station Darmstadt (Quelle: DWD 2020) im Vergleich zum 
Mittel der Jahre 2004 bis 2020. Temperatur in Grad Celsius, Niederschlag in mm

21 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
hoch ausfielen. Derart hohe Wassermengen kö nnen 
meist in der Kürze der Zeit vom Waldboden nicht voll-
ständig aufgenommen werden, so dass ein großer A nteil 
oberflächig abläuft und kaum zu einer tief reichenden 
Verbesserung der Bodenwasserspeicher beitragen kann. 
Zu Beginn der Vegetationszeit verringerten sich die Ni e-
derschlagsmengen erheblich. Im April konnten lediglich 
knapp 15 mm der sonst üblichen 43  mm registriert wer-
den. Nach leicht unterdur chschnittlichen Niederschlags-
mengen im Mai und Juni, führte eine ausgedehnte Tr o-
ckenphase im Juli  2020 erneut zu starken Stresssym p-
tomen der Waldbäume. Mit 22  mm fielen im Juli wen i-
ger als ein Drittel der üblichen Rege nmenge. Erst im 
August sorgten ergieb ige Sommergewitter bei deutlich 
zu warmen Temperaturen für eine nahezu ausgeglichene 
monatliche Niederschlagsmenge.  
Witterungsverlauf 
Die Witterungsdaten der Wetterstation „Darmstadt-
Rosenhöhe“ zeigen für die Veg etationszeit (April bis 
September) in den letzten 15 Jahren einen deutlichen 
Trend steigender Temperaturen und abnehmender Ni e-
derschläge (Abb. 34). Während die mittlere Temperat ur 
in der Vegetationszeit seit 2005 im Trend um knapp ein 
Grad angestiegen ist, zeigt sich in der Niederschlagsu m-
me im gleichen Zeitraum ein Rückgang um ca. 150 mm. 
Eine höhere Lufttemperatur führt zu einer erhö hten 
Verdunstungsrate und damit zu einem zusätzlichen Was-
serbedarf der Waldvegetation, der in den letzten Jahren 
aufgrund geringerer Niederschläge  innerhalb der Veg e-
tationszeit oftmals nicht ausreichend gedeckt we rden 
konnte. In der Folge leiden die Wälder zunehmend unter 
Trockenstress. Klimamodelle gehen davon aus, dass sich 
dieser Trend auch in den nächsten Jahren noch we iter 
verstärken wird (HLNUG 2020).  
 
 
 
 
Abb. 34: Verlauf der mittleren Temperatur und der Niede r-
schlagssumme der Wetterstation Darmstadt in der Vegetat i-
onszeit (April bis September) in den Jahren 2005 bis 2020. 
Die gestrichelte Lini e stellt jeweils den linearen Trend dar 
(Quelle: DWD 2020).

22 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
4 Fazit  
Der Waldzustand im Stadtwald Darmstadt ist besorgnis-
erregend. Besonders im Westwald  in der hessischen 
Rheinebene sind die Baumschäden extrem hoch, mit 
einem sehr hohen Anteil an stehend toten Bäumen. 
Aber auch im Ostwald  im Odenwaldvorland  sind ge-
bietsweise deutliche Schäden vor allem an älteren B u-
chen zu erkennen. Ursächlich für den akuten Schäd i-
gungsgrad der Wälder  sind ganz offensichtlich klimati-
sche Faktoren. Eine Zunahme von sommerlichen Hitz e-
perioden und langanhaltende Dürreph asen führten in 
Kombination mit milden Wintern und niederschlagsa r-
men Frühjahrsm onaten in den letzten Jahren zu einer 
deutlichen Belastung der Wälder. Nach dem Trocke n-
sommer 2018 stiegen die Waldschäden in ganz Deutsch-
land sprunghaft an und auch im Stadtwald Darmstadt 
verschlechterte sich der Waldzustand deutlich. Eine E r-
holung der Wälder ist nach den ebenfalls heißen und 
trockenen Jahren 2019 und 2020 bisher nicht zu erke n-
nen.  
Neben den aktuellen Auswirkungen des Klimawandels ist 
jedoch zu beachten, dass der Waldzustand im Rh ein-
Main-Gebiet seit Jahrzehnten massiv durch den Eintrag 
von Luftschadstoffen beeinträchtigt wird. Seit Beginn der 
Waldzustandserhebung im Jahr 1984 werden hier he s-
senweit überdurchschnittlich hohe Baumschäden be o-
bachtet (NW-FVA 2020). Die eingetragenen Säuren verur-
sachen im Boden eine langfristige Versauerung, die u n-
ter anderem Einfluss auf die Nährstoffversorgung der 
Wälder, die Durchwurzelbarkeit des Bodens und die 
biologische Vie lfalt der Bodenflora und –fauna haben 
kann. Zudem führen verschiedene Schaderreger, wie z.B. 
Waldmaikäfer, Borkenkäfer, Mistelbefall, Eschentrie b-
sterben etc., aktuell zu einer deutlichen Schwächung der 
Wälder. Dabei begünstigt der Klimawandel z.T. die Au s-
breitung einzelner Schadpathogene.  
Um die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber 
auftretendem Klimastress zu stärken sind in der forstl i-
chen Praxis mittel - und langfristige Maßnahmen zur An-
passung der Wälder erforderlich. Hierzu zählt  unter an-
derem der sorgsame Umbau von nicht standortsgerec h-
ten Beständen in stabile Mischwäld er mit hohem Lau b-
holzanteil, die standortsgerechte Naturverjüngung und 
das Zurückdrängen von gebietsfremden Arten, die z.T. 
durch ihr flächiges Auftreten eine natürliche Sukze ssion 
von naturnahen Baumarten erschweren. Dabei sind a n-
gepasste Wildbestände und ein integrierter Pflanze n-
schutz zentrale Voraussetzungen für die Etablierung 
naturnaher Waldbestände.  
Auf Standorten, auf denen sich keine naturnahe Bau m-
artenzusammensetzung etablieren lässt, stellen alterna-
tive Baumarten, die eine zukünftige Waldentwick lung 
unter den Vorzeichen des Klimawandels zulassen, eine 
Möglichkeit dar. Hierzu könnten unter anderem Baumar-
ten wie die Edelkastanie, der Baumhasel, die Zerr - oder 
die Flaumeiche zählen.  
So gravierend die Baumschäden in Teilen des Stadtwa l-
des derzeit si nd, bieten sie doch auch eine Chance für 
die biologische Vielfalt in den Wäldern. Zerfallsphasen 
und Kalamitäten gehören zu  einem natürlichen Ablauf 
der Waldentwicklung. Absterbende Bä ume, stehendes 
Totholz oder umstürzende Stämme ste llen für viele Tier- 
und Pflanzenarten – darunter oft seltene, vom Ausste r-
ben bedrohte Arten  – einen wichtigen Lebensraum dar. 
Zudem kann ein erhöhter Totholzanteil am Boden zu 
einem verbesserten Wasserhaushalt und langfristig zu 
einem verbesserten Bodenzustand  der Wälder  beitra-
gen.

23 
Stadtwald Darmstadt – Waldzustandsbericht 2020 
 
5 Literaturverzeichnis 
Arbeitsgemeinschaft Kronenzustand (2007): Waldbäume – Bilderserien zur Einschätzung von Kronenverlichtungen bei 
Waldbäumen. BMVEL (Hrsg.), 130 S. 
HessenForst (2013): Schlussverhandlung zur Forsteinrichtung im Stadtwald Darmstadt. Stichjahr 2013. Hessisches 
Forstamt Darmstadt. Erstellt von K. Glogner. 28 S.  
HLNUG (2020): Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie . https://www.hlnug.de (Stand: 
16.12.2020) 
NW-FVA (2020): Waldzustandsbericht 2020 . Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und 
Verbraucherschutz (Hrsg.), 39 S.  
Wellbrock, N., Eickenscheidt, N., Hilbrig, L., Dühnelt, P-E., Holzhausen, M., Bauer, A., Dammann, I., Strich, S., Engels, F., 
Wauer, A. (2018): Leitfaden und Dokument ation zur Waldzustandserhebung in Deutschland. Braunschweig: Johann 
Heinrich von Thünen-Institut, 97 S., Thünen Working. Paper 84, DOI:10.3220/WP1513589598000.

anlage 3

280 Zeichen

Punkt 5: Waldzustandsbericht 2020 für den Stadtwald Darmstadt 
 (V-Nr. 2021/0005) 
 
Aufgrund der Abwesenheit des Magistrats wird die Vorlage aus dem Ausschuss für 
Umweltschutz und Nachhaltigkeit an den Haupt- und Finanzausschuss am 
20.05.2021 zur fachlichen Beratung verwiesen.

Beratungsverlauf (4)

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Details

Vorlagen-Nr.
2021/0005
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.01.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00