AN/1206/2026
Waffenlieferungen in Kriegs- und Konfliktgebiete reduzieren
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Oberbürgermeister Torsten Burmester Rathaus Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-Mail: DieLinke@stadt -koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 02.07.2026 AN/1206/2026 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 02.07.2026 Waffenlieferungen in Kriegs- und Konfliktgebiete reduzieren - Änderungsantrag zum Antrag AN/0934/2026 "Embargo für Waffentransporte nach Israel über Flughafen Köln/Bonn" Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Die Linke Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, den folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 02.07.2026 zu setzen. Beschluss: Der vorliegende Antrag AN/0934/2026 "Embargo für Waffentransporte nach Israel über Flughafen Köln/Bonn" wird vollständig ersetzt durch: Der Rat der Stadt Köln bekennt sich zu dem Ziel, Waffenlieferungen in Kriegs- und Konfliktgebiete weltweit zu reduzieren und friedliche Konfliktlösungen sowie die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte zu fördern. Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung beauftragt, 1. die rechtlichen, gesellschaftsrechtlichen und tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten der Stadt Köln als Gesellschafterin der Flughafen Köln/Bonn GmbH darzustellen, um Transparenz, Compliance und menschenrechtliche Sorgfalt im Umgang mit Kriegswaffen, Rüstungsgütern, Dual-Use-Gütern und sonstiger militärisch relevanter Fracht zu stärken; 2. die städtischen Vertreterinnen und Vertreter in den Gremien der Flughafen Köln/Bonn GmbH zu beauftragen, im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten auf eine Überprüfung bestehender Risiko-, Compliance- und Transparenzregelungen für militärisch relevante Transporte hinzuwirken; 3. sich gegenüber den Mitgesellschaftern sowie gegenüber Land und Bund für größtmögliche Transparenz über militärisch relevante Frachtverkehre einzusetzen; 4. dem Rat einen Bericht mit konkreten Handlungsmöglichkeiten vorzulegen, wie menschenrechtliche Sorgfaltsstandards und Transparenz bei städtischen Beteiligungen und im Einflussbereich der Stadt weiter gestärkt werden können. Begründung Der Schutz von Menschenrechten und die Förderung des Friedens dürfen sich nicht auf einzelne Staaten oder einzelne Konflikte beschränken. Eine glaubwürdige Friedenspolitik misst alle bewaffneten Konflikte am gleichen Maßstab und richtet sich gegen Waffenlieferungen in sämtliche Kriegs- und Krisengebiete, unabhängig davon, welches Land betroffen ist. Gleichzeitig muss kommunales Handeln die tatsächlichen rechtlichen Zuständigkeiten beachten. Die Genehmigung und Kontrolle von Rüstungsexporten liegen beim Bund. Die Stadt Köln kann daher keine Waffenexporte untersagen. Sie kann jedoch ihre Verantwortung als Gesellschafterin der Flughafen Köln/Bonn GmbH wahrnehmen und sich für Transparenz, Compliance und menschenrechtliche Sorgfalt im Rahmen ihrer Einflussmöglichkeiten einsetzen. gez. Dr. Günter Bell Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1206/2026
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 02.07.2026
- Erstellt
- 02.07.2026 11:32