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A-R/0051/2010

Ort der Kulturen und Religionen der Welt

Antrag an den Rat 01.06.2010

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.06.2010, TOP 24.5

a-r-0051-2010

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a-r-0051-2010

3811 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2010 
 CDU-Fraktion 
SPD-Fraktion 
FDP-Fraktion  
Fraktion Die Linke 
 
Ratsgruppe  
UWG / ÖDP 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Münster, 27.05.2010 
 
gemeinsamer Antrag 
 
Ort der Kulturen und Religionen der Welt  
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
Der Rat der Stadt Münster begrüßt die bürgerschaftl iche Initiative für einen „Ort der 
Kulturen und der Religionen der Welt“ und bittet di e Verwaltung zur Vorbereitung 
möglicher Entscheidungen um folgende Schritte: 
 
1. Fachliche Aufbereitung der konzeptionellen Idee.  
2. Klärung der tatsächlichen Kosten- und Finanzieru ngssituation in Zusammenarbeit mit 
den Initiatoren. 
3. Darstellung möglicher Realisierungsoptionen im S tadtgebiet. 
 
 
Begründung: 
 
Münster ist ein Ort der Kulturen und Religionen – h ier leben Menschen aus 163 Nationen 
und der unterschiedlichsten Bekenntnisse und Glaube nsüberzeugungen zusammen. In 
der Stadt des Westfälischen Friedens kultiviert und  pflegt man die Überzeugung, dass – 
wie 1648 beim ersten Friedensschluss der Geschichte , der durch Dialog zustande kam –
aufkeimende kulturelle und religiöse Konflikte auch heute nur durch Gesprächsbereitschaft 
und stetes Bemühen zu lösen sind. Einem „Kampf der Kulturen“ wird Münster keinen 
Nährboden geben, das macht der gemeinsame Antrag ganz deutlich. 
 
Einer „Friedensstadt“ steht es gut an, dieses von v ielen Gruppen, Gemeinschaften, 
Vereinen, Foren und Einzelnen in Theorie und tatkrä ftiger Praxis gelebte Profil auch in 
einem Symbol nach außen sichtbar darzustellen. 
 
Seit gut zehn Jahren wächst eine Idee dafür bei der  Akademie für Baukultur in Münster. 
Architekt Prof. Dr. Z. Peter Pininski hat gemeinsam  mit Prof. Martin Korda 
(Fachhochschule Münster) und anderen Fachleuten den  grundlegenden Gedanken für 
einen solchen Ort entwickelt und ihn u.a. durch stu dentische Wettbewerbe mit vielen

- 2 - 
kreativen Ideen und Perspektiven erweitert. Anfang des Jahres 2010 wurde das Konzept 
in einer Ausstellung im münsterschen Landeshaus vor gestellt. Kurator dieser viel 
beachteten Präsentation war Prof. Pininski. 
 
Der „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ ist als runder Platz angelegt, der von 
Kreisen verschiedener symbolischer Aussagen umgeben ist. In seinem Zentrum brennt ein 
Feuer, das ebenso wie die Erde (ein umgebender Wall ) und ein Ring aus hohen 
Säulenpappeln (für die Natur) sowie schließlich ein Wassergraben jene Elemente benennt, 
die für alle Kulturen und Religionen als Grundlagen  unseres Ökosystems von Bedeutung 
sind. Das Herz des Ortes – der Platz der Menschen –  wird umgeben von Stelen, auf 
denen Raum ist für sakrale Symbole oder Kultur-Artefakte. 
 
Dieser Entwurf voller Andeutungen und Chiffren biet et den Betrachtern unendlich viele 
Bezugspunkte für sein eigenes Kultur- und Glaubensv erständnis, vor allem aber auch den 
Blick auf Gemeinsamkeiten mit anderen Weltanschauun gen. Ein Ort, der zu innerem 
Dialog, aber auch ganz konkret zu Austausch und Diskussion mit Menschen anregt, denen 
man dort begegnet. 
 
Die Vorgeschichte des Projektes bis zum jetzigen St and ist aber auch in sich ein Beispiel 
für solchen Dialog auf Augenhöhe, für ehrenamtliche s Engagement und Verzahnung 
zwischen Bürgerschaft und Hochschule. Bisher haben Entwicklung, Wettbewerbe und 
sogar Ausstellung keinen Cent öffentlicher Gelder gekostet.  
 
Es kann davon ausgegangen werden, dass dies auch be i einer Verwirklichung des 
Projektes so bleiben wird: Eine Finanzierung durch Dritte ist angestrebt. Eine konstruktive 
Prüfung der Projektidee im Sinne des Beschlussvorschlags wird erbeten. 
 
gez. 
 
Heinz-Dieter Sellenriek 
CDU-Fraktion 
 
Wolfgang Heuer 
SPD-Fraktion 
 
Carola Möllemann-Appelhoff  
FDP-Fraktion 
 
Raimund Köhn 
Fraktion Die Linke 
 
Gerd Kersting 
Ratsgruppe UWG / ÖDP

Beratungsverlauf (1)

09.06.2010 Rat
TOP 24.5 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0051/2010
Typ
Antrag an den Rat
Datum
01.06.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37